Nr. 176 baltion u.Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83, Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 30. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang E Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( thing und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( siehener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhelfen Was geht's uns an? Eine deutsche Stimme zur russischen Frage) Man schreibt uns: Wir haben keine Sympathien mit Bombenwerfern und mit Meuchelmördern, auch wenn fie für ihr Verbrechen ein politisches Motiv haben. Wir haben keine Freude am Um furz, und die Verlegung der Autorität, die in der Revolution ihren gewaltsamsten Ausdrud findet, verlegt unser Gefühl. Das gilt für uns, das gilt für die weitesten Kreife unseres Volkes. Wie kommt es nun, daß gleichwohl nicht blos alles was links steht im Deutschen Reich, sondern weit darüber hinaus, tief hinein in die Kreise, die jede Revolution verwerfen, eine gewiffe Sympathie mit den russischen Volksbestrebungen und Freiheitskämpfen sich regt und immer bemerkbarer wird? Wie tommt es ferner, daß die natürliche Gleichgiltigkeit hier fich nirgend zeigt, vielmehr die Entwickelung der russischen Verhältnisse beinahe als eine Angelegenheit betrachtet wird, die uns selbst angeht? Nicht als ob wir den Wunsch hegten oder auch nur daran dächten, den Grundsatz der Nichteinmischung aufzugeben und uns aktiv, fördernd oder hemmend, zu beteiligen. Aber innerlich, mit unserem Herzen sind wir bei der Sache, fast als ob sie die unsere wäre. Die Erscheinung ist so auffällig nicht, wie man von vornherein annehmen mag. Der konservative Mann braucht sich wegen der plötzlichen Sympathie mit einer revolutionären Bewegung keine Vorwürfe zu machen; er braucht nicht Gewissensbisse zu empfinden, als wäre er alter Ueberzeugung untreu geworden, als hätte er bewährte Grundsäße preisgegeben. Gerade sein konservatives Instinkt hat sein Gefühl geleitet. Gewiß: die Verlegung der Autorität findet in der Revolution ihren gewaltsamsten Ausdruck. Aber in Rußland ist es die Autorität selbst gewesen, die fich verletzt, verderbt, zu nichte gemacht hat durch Bestechlichkeit, durch Gewissenlosigkeit, durch Willfür und Ungerechtigkeit, und zum mindesten ein Teil der revolutionären Bewegung ist darauf gerichtet, eine gereinigte Autorität herzustellen! Man mag noch so konservativ, man darf sogar aufrichtig reaktionärer Gesinnung sein, und wird doch das Wilkürregiment verabscheuen, das in einem großen, bon einer Stelle aus nicht übersehlichen Reich zur Korruption führen muß. Selbst ein Anhänger des gottgewollten selbstherrscherlichen Regiments" fönnte nicht wünschen, daß mit dem Namen und der Autorität des Zaren Betrug, Unterbrückung, Ausbeutung und Rechtsbeugung sich decken. Auch ein grundsäßlicher Gegner der Revolution hat also Ursache, auf die russische Revolution nicht mit unbedingter Verurteilung, vielmehr mit einer Art Sympathie zu blicken. Doch damit ists nicht genug. Wir sind an der russischen Rebolution interessiert, wir haben mehrfachen und triftigen Grund, eine Wiederherstellung der Ordnung in Rußland nicht auf der Basis der Rückkehr zu dem alten Zustand, sondern auf der Basis einer vernünftigen freiheitlichen Einrichtung zu wünschen. Wenn es beim Nachbar brennt, sind wir bedroht, und wenn das Nachbarhaus zum Schutthaufen wird, so ist unser Haus unwohnlicher geworden. Rußland ist unser Nachbar, und deshalb verlangt unser Interesse, daß in Rußland geordnete Verhältnisse herrschen. Die darum versprochene dauernde Muhe und Ordnung aber ist jenseits unserer östlichen Grenze nur möglich, wenn das Freiheitsverlangen des russischen Volkes erfüllt, wenn das Joch der Beamtenwillkür von seinem Hals genommen wird. Bürger und Bauern sind dort unzufrieden, das Heer selbst ist unzuverlässig, an der Erhaltung des vorigen Zustandes ist einzig der diebische Beamte interessiert, wer fann sich wohl bewogen finden, mit diesen Beamten zu sympathisieren und auch nur in der Idee mit ihnen gemeinschaftliche Sache zu machen! Rußland ist ein reiches Land und ein großer Teil seiner Bevölkerung hungert oder ist vom Hunger bedroht. Die Schäße des Bodens können aus Mangel an Verkehrsmitteln, infolge der Unterdrückung der Bewegungsfreiheit nicht gehoben werden. Eine ungetreue Verwaltung unterschlägt, was zum allgemeinen Besten verwendet werden sollte. Infolge einer un durchsichtigen Gesetzgebung wird der Bürger vom Bürger getrennt und der Richter von der Gerechtigkeit. Zwölf Milliarden und mehr hat Europa Rußland gelieben, und sein Staatshaushalt, der von keiner Volksvertretung und von feiner unabhängigen Presse kontrolliert wird, gleicht einem unersättlichen, alles verschlingenden Schlund. - Wir sind Rußlands Gläubiger- glücklicherweise nicht mehr in erster Reihe und müssen wünschen, daß Rußland zahlungsfähig bleibe, zahlungsfähig in anderer Weise, als das es die Zinsen seiner Schuld mit den Erträgnissen immer neuer Anleihen bezahlt. Wäre Rußland nicht der großmächtige Staat, es wäre iängst unter Sequester gestellt, unter europäischer Kontrolle. Doch seine eigene Kontrolle wenigstens müßte es haben. Wenn wir das schon nicht berlangen, so wäre es doch wider die Natur, wenn wir es nicht lichen, wenn wir nicht mit den russischen Parteien sympathisieren sollten, die eine solche Selbstkontrolle anstreben. So wenig wir ein sozialistisches Rußland haben möchten, so wenig mögen mir das frühere Rußland, das noch niemals ein Vierteljahrhundert hat Frieden halten können. Wir haben teine bliche Gefinnung Rußland gegenüber. Im Gegenteil. ir en ihm alles Gedeihen. Das geschieht aus allgemein Wienschenliebe ganz ebenso wie in unserem eigenen Interesse. Denn je mehr Rußland emporblüht, desto bessere Geschäfte werden wir mit ihm machen, desto besser werden wir uns mit ihm vertragen, desto sicherer werden wir uns mit ihm verständigen. Eine autokratische Regierung hat die natürliche Neigung, innere Verlegenheiten durch Ablenkungen nach außen zu überwinden. Der Wille des Selbstherrschers hat dabei wenig zu bedeuten. Die Zaren Alexander II. und Nikolaus II. haben große Kriege geführt, die sie nicht beabsichtigt haben, die ihnen von ihrer Umgebung aufgezwungen worden sind. Ein nach modernen Anschauungen und Grundsäßen regiertes Rußland würde friedfertig sein, denn es fände im Innern ein unermeßliches Arbeitsfeld für unabsehbare Zeit. Die russische Revolution, richtiger: die Entwickelungt der russischen Verhältnisse geht uns recht viel an; unser Interesse ist dort in sehr erheblichem Maß und vielfach beteiligt. Zar Nikolaus' Werdegang. Bur Geschichte der tonftitutionellen Bewegung in Ruß land liefert die letzte Nummer der Zukunft" einen Beitrag, der zwar dem eingeweihten Politifer nichts neues sagt, in weiten Kreifen jedoch nicht bekannt ist. Als Alexander III. gestorben war, so erzählt das Blatt, riet seine Witwe threm Sohne, dem gegenwärtigen Baren, freiwillig auf das Autokratenrecht zu verzichten. Am Totenbette ihres Gatten in Livadia hatte die Kaiserin- Witwe mit dem Hausminister Woronzow- Daschkowo einen VerfassungsEntwurf ausgearbeitet, der sofort in Kraft treten sollte. Nicht aus Liebe zum Liberalismus und Parlamentarismus, sondern weil sie feinem die Kraft zur Bewältigung der Aufgabe zutraute, für die ihr starker Gatte gerade start genug gewesen war. Keinem. Am wenigsten ihrem Söhnchen, dem guten, schüchternen, fränkelnden Nita, der wirklich nicht aussah, als könne er die Müße des Monomachos mit Anstand tragen. Dennoch wollte ers. Der Vater hatte gesagt: Das Land braucht religiöse und nationale Einheit, braucht eine den Feind schreckende Rüstung und das Volk will einen fräftig zugreifenden Herrn; also keine Verfassung, sondern gerechtes und reinliches Regiment. Wider den Willen des Vaters handeln? Niemals. Die Mutter warnte: Die Last wird dir zu schwer; wirf sie ab, ehe du erlahmst! Die Frau, das englisch erzogene zärtliche Hausmütterchen, bat: Gönne dich uns, der Kindern und mir, statt dich stündlich neuer Gefahr auszusehen! Mancher Verwandte gab denselben Rat. Vergebens. Nikolai Alexandrowitsch, der so unsicher sonst zwischen verschiedenen Neigungen schwankte, blieb hier im Wollen fest und dem Vater gehorsam. Woronzow wurde ungnädig weggeschickt und in einer seiner ersten Reden wandte der neue Zar ich gegen die finnlosen Schwärmereien" der Leute, die für Rußland eine Konstitution nach europäischem Muster heischten." Das war im Jahr 1894. Inzwischen ist Zar Nikolaus anderer Meinung geworden. Er wünscht ernstlich die Einführung einer Verfassung, entgegen seinen früheren Vorsägen, gegen den Willen der Großfürsten und ihres Anhangs. * Meldungen von Belang liegen heute nur wenig vor. Wir notieren noch die nachstehenden Berichte: Petersbarg, 28. Juli. In dem ganzen südroeftlichen Gebiet Rußlands steht infolge anhaltenden Regens eine Vernichtung der sonst glänzend stehenden Ernte und im Gefolge derselben eine Hungersnot zu erwarten. Eine derartige Eventualität würde die Gefahr revolutionärer Ausbrüche berſtärken. Petersburg, 28. Juli. Es verlautet, daß das geplante Koalitionsministerium nicht zustande kommt. Weder Liberale noch Mitglieder der Rechte wollen in ein gemischtes Kabineti eintreten. Kronstadt, 28. Juli. Hier gärt es von neu.m. Ueber hundert Matrosen der Kriegsmarine wurden wegen Teilnahme an revolutionären Umtrieben verhaftet. Warschau, 28. Juli. Zwischen Ezenstochau und Herby an der preußischen Grenze wurde ein Bahnzug von einer Räuberbande überfallen. Zwei Generale, zwei Beamte und vier Soldaten wurden getötet und 16 000 Stubel geraubt. Die Räuber entfamen. Tiflis, 29. Juli. Jm Gouvernement Tiflis nimmt die revolutionäre Bewegung auf dem Lande zu. Daub und Brand sind an der Tagesordnung. Die Bauern verweigern die Bahlung von Abgaben. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Der Reichskanzler und Finanzminister baben in Ausführung der Fahrkartensteuer entschieden, daß abweichend von der Definition der städtischen Kleinbahnen bezugsberechtigt für steuerfreie Arbeiterfarten nur solche Personen sind, die mit mechanischen oder Handarbeiten beschäftigt werden, also zu den Arbeitern oder Arbeiterinnen im engeren Sinne des Wortes gehören. * Berechtigtes Aufsehen erregt es, oaß ein höherer Offizier der Schutztruppe für Deutschostafrika, Major Fischer in Untersuchungshaft genommen ist. Major Fischer stand à la suite des Oberkommandos der Schutztruppen und nun gierte als Vorstand bei der Bekleidungs- Abteilung. Es ist gegen ihn das amtliche Verfahren wegen Bestechung eingeleitet. * Das nunmehr vorliegende definitive Ergebnis der Stichwahl im Wahlkreis Hagen- Schwelm, bei der der frei. sinnige Bürgermeister uno mit eine Mehrheit von 3000 Stimmen gewählt wurde, zeigt, daß die Zentrums wähler feine Rache für Altena- Iserlohn genommen und geschlossen für den Freisinnigen gestimmt haben. Allerdings hatte auch der Sozialdemokrat König einen Zuniachs von etwa 2500 Stimmen zu verzeichnen;( 18 717 gegen 16 251 bei der Hauptwahl); dieser ist aber sicherlich auf sozialdemofratische ,, Reservetruppen" zurückzuführen. Dagegen beweist die von 11 180 auf 21 593 angewachsene Stimmenzahl für den Freisinnigen, daß für ihn nicht allein die Nationalliberalen und Christlichsozialen, sondern auch die Zentrumswähler alle drei Parteien fast einhellig eingetreten find. - - * Der Staatsvertrag zwischen Preußen und Oldenburg wegen Herstellung einer durchgebenden Eisenbahnverbindung bon Meppen nach Essen i. D. ist nunmehr ratifiziert worden. Die Vollendung und Inbetriebnahme der Bahnlinie soll längstens binnen zwei Jahren bewirkt werden, die Verwaltung der beiden Strecken nach dem Eigentum getrennt erfolgen. Die Einführung der vierten Wagenklasse auf der Strede Meppen- Essen ist in Aussicht genommen, fann aber erst fünf Jahre nach der Betriebseröffnung gefordert werden. Kleine politifche Nachrichten. Leipzig, 28. Juli. Der Leipziger Lehrerverein hat eine Rundgebung angenommen, die sich für Aufhebung jedes Rechtes zu törperlicher Büchtigung in der Volksschule ausspricht. Karlsruhe, 28. Juli. Das badische Finanzgesetz über die Einführung der Vermögenssteuer ist von der zweiten Kammer mit allen gegen zwölf sozialdemokratische Stimmen ange nommen worden. Baris, 28. Juli. Auf Einladung des Maire von Philippemile in Algier wird das aus dreißig Schiffen be Sebenic, gegenwärtig vor Malta liegende englische Geschwader dem Philippeviller Hafen einen dreitägigen Besuch abstatten. Soziales Leben. X Die Regelung der Arbeitszeit. Mit der Einführung ber neunstündigen Arbeitszeit für die kaiserlichen Werften, die oor turzem in Aussicht gestellt war, hat die Torpedowerft in Friedrichsort den Anfang gemacht. Die Verkürzung der Arbeitszeit wird allgemein von der Arbeiterschaft angestrebt und meist auch von den Unternehmern gewährt, wie z. B. gegenwärtig große rheinische Betriebe fich dem Zehnstundentag zugewandt haben, Eine Forderung der Gerechtigkeit und ber Vernunft erfüllt sich auf diese Weise ohne staatlichen 8wang, und man kann hier von einem sozialpolitischen Fortschritt reden, der sehr erfreulich erscheint. Die Forderung nach gesetzlicher Festlegung der Arbeitsfeit in allen gewerblichen und Fabrikbetrieben ist wiederholt abgelehnt worden. Reichsregierung und gefeßgebende Körperschaften gingen dabei von dem sehr verständigen Standpunkt aus, daß die Gleichmacherei, mie sie von der äußersten Linfen geübt und versucht wird, nicht zweckmäßig sei, und weder den Arbeitern noch den Unternehmern, d. h. unserer deutschen Industrie, unserem deutschen Gewerbe diene. Es ist ja auch ganz klar, daß die Ausnutzung der Körperkräfte des Arbeiters nicht die gleiche ist, ob er nun neun Stunden lang leichte mechanische Arbeit verrichtet oder neun Stunden im Tag unter Aufbietung aller Kraft arbeitet. Schon aus diesem Grunde wäre es nicht angängig, die Arbeitszeit für den einen wie für den anderen Fall völlig gleich zu behandeln. Der Mann, der neun Stunden lang aufs schwerste sich anstrengen muß, würde durch diese Gleichmacherei in gewissem Sinne sogar wesentlich geschädigt. Je mehr der Maschinenbetrieb den Arbeitern den Hauptteil der Arbeit abnimmt, desto geringer wird die förperliche Anstrengung der Arbeiter. Es wird sich in einer nicht zu fernen Zukunft überhaupt in vielen Betrieben mur mehr darum handeln, die Maschinen zu speisen und zu überwachen da kann dann wohl nicht von einer übermäßigen Inanspruchnahme der Arbeiter gesprochen werden, wenn sie zehn Stunden im Tag die Maschinen zu bedienen haben, oder doch wenigstens neun Stunden tätig sein müssen. Die Regelung der Arbeitszeit vollzieht sich ohne Gesetz von selbst. Man darf daher hoffen, daß es der Arbeitszeit wegen in absehbarer Zeit zu feinen wirtschaftlichen Kämpfen mehr fommt, und daß außerdem die Gewerkschaften die Forderung nach der gesezlichen Festlegung der Arbeitszeit fallen lassen. Denn es geht viel besser ohne Gesez. - × Erhöhung der Berliner Droschkentarife. Der Magistrat von Berlin hat nunmehr beschlossen, in die Erhöhung der Grundtage der Pferde- und Benzindroschken um 20 Pf. ein zuwilligen. Die Wartezeit soll bei den Pferdedroschten wie bisher mit 1,50 Mark, bei den Benzindroschken mit 2 Mart und bei den elektrischen Droschten mit 3 Mart pro Stunde berechnet werden. Whisky. der Zeit konnte gibt es einen Anhalt. " Was ist das?" mächtige Flaschen aus meinem Koffer, ohne Etikette. untersuchen. Es geht auch alles fix, nur bei mir man wahrhaftig eine Menge Gepäc Zollbeamte zieht zwei Der draußen höre ich die Coupeetüren zuschlagen. Es ist keine den Tisch. Bitte, den höchsten Zollsatz!" stimmig tönt es aus ihrem Mdunde:" Der Zollsaß für ameriSekunde zu verlieren, und ich werfe ein paar Taler auf Ta ergreift die drei ein wahrer Lachkrampf, und ein= Gewaltmittel. A.:,,Warum gehen Sie denn nur mehr um den Bulverturm herum spazieren?" B.: Weil ich mir das Rauchen abgewöhnen will!" X Friede im Buchbindergewerbe. Der Vorstand des Verbandes deutscher Buchbindereibesizer und die Vorstände der Streifleitungen Berlin, Leipzig, Stuttgart unterzeichneten einen Vertrag, wonach der alte Tarif mit kleinen Aufbesserungen bis 1911 weiterläuft. Die Brinzipale ziehen ihre Schadenersaktlagen gegen die ohne Kündigung feternden Buchbinder zurück. Die Wiederaufnahme der Arbeit ist erfolgt. Die Jünger Jabns. Hauptversammlung der Deutschen Turnerschaft. ( Sonder- Bericht). Hildesheim, 28. Juli. Die Deutsche Turnerschaft kann sich einer Mitgliederzahl bon 800 000 Turnern rühmen, davon gehören 8882 Turner dem deutsch- österreichischen Kreise an. An der Spitze der waderen Schaar der Jünger Jahns steht der erprobte Vortämpfer für die deutsche Turnsache, der greise und doch noch jugendfrische Dr. Goez- Leipzig. - Unsere altehrwürdige Bischofsstadt beherbergt seit gestern den großen Ausschuß der Deutschen Turnerschaft in ihren Mauern, der zu seiner alljährlichen Hauptversammlung sich hier eingefunden hat. Nach dem Geschäftsgericht der Deutschen Turnerschaft hatte dieselbe im verflossenen Jahre eine Gesamteinnahme von 54 773,11 M., darunter die eingegangenen Steuern von 619 395 Mitgliedern. Die Ausgabe betrug 42 730,91 m., sodaß ein Kassenbestand von 12 042,20 m. verbleibt. Der Bestand für das JahnMuseum in Freiburg a. U. beträgt 382,53 m. Nach der Berinögensübersicht hat die Deutsche Turnerschaft ein Vermögen von 174 354,16 M. Der Mitgliederbestand ist auch im verflossenen Geschäftsjahre weiterhin gestiegen. Von 8284 Turnvereinen, die überhaupt in Deutschland bestehen, gehören 7583 zur Deutschen Turnerschaft und hatten verteilt auf 6302 Orte, mit 38 838 915 deutschen Einwohnern, eine Gesamtzahl von 772 134 männlichen Mitgliedern. Die Zunahme der Vereine betrug 242, die der Mitglieder 35 043. Die Zahl der Turnkreise 17 ist dieselbe geblieben; die Zahl der Gaue ist von 284 auf 287 gestiegen. Daneben gehören noch 34 Vereine im Ausland zur Deutschen Turnerschaft und nach neuerem Beschluß wird auch das Ausland auf dem nächsten Deutschen Turntag vertreten sein. Der größte Kreis ist nach wie vor der Turnfreis Sachsen mit einer Mitgliederzahl von 129 126, ihm folgt als nächster der Mittelrheinkreis mit 89 310 Turnern und den Schluß in Zahl, wie auch in der Reihenordnung macht der Kreis XVb( Deutsch- Desterreich) mit 8882 Turnern. Im Vergleich der Städte auf die Zahl von Turnvereinsmitgliedern steht an der Spitze Leipzig mit 9862; es folgen München mit 8092, Berlin mit 7882, Hamburg mit 6634, Nürnberg mit 5964, Dresden mit 5238, Frankfurt a. M. mit 4864. Die Frauenabteilungen umfassen 35 106 Mitglieder und brachten es bei 55 674 Turnzeiten auf 1066 444 Besucherinnen. Die Zahl der Vereine, in welchen das Kinderturnen gepflegt wird, ist von 726 auf 800 gestiegen, die Zahl der daran teilnehmenden Knaben und Mädchen von 60 260 auf 63 126; das Verhältnis ist 45 377 Knaben und 17 749 Mädchen. Von der Bedeutung des deutschen Turnens für die Wehrfähigkeit zeugt die Aushebung von 29 820 Turnern zum Heeresdienst, die insofern die Arbeit der Heeresverwaltung unterstützen, indem sie einen gewandten und widerstandsfähigen Körper mitbringen und größtenteils zu Gefreiten und Unteroffizieren befördert werden fönnen. Die Deutsche Turnerschaft ist außer im Besitz der Ruhmeshalle und des neu gebauten Jahn- Museums in Freiburg a. d. Unstrut im Besiz einer Bücherei von 8800 Bänden. Der Wiedereintritt der deutsch- österreichischen Turner soll mit allen Mitteln erstrebt werden. Die Turnbrüder aus dem nachbarlich verbundenen Desterreich, die auf dem letzten Turntage in Berlin ihren Austritt erklärten, empfinden die Nachteile dieses Schrittes, der sie von der mächtigen Korporation der Deutschen Turnerschaft trennte, schon an allen Ecken. Umfassende Vorarbeiten erfordert vor allem das Deutsche Turnfest 1908 in Frankfurt a. M. Einem Wunsch der Turner entsprechend, soll die Eröffnung und der Schluß des Festes ( Preisverteilung) würdiger und eindrucksvoller als bisher gestaltet werden. Ferner hat der Turnausschuß erneut bes schlossen, daß bei deutschen Turnfesten sowohl Wettfechter als auch Wettringer an den allgemeinen Uebungen und an dem Turnen der Kreise teilzunchmen haben. Auch die weitere Ausgestaltung des Frauenturnens beschäftigte den Ausschuß. Besondere Frauen- Abteilungen, die nicht Turnvereinen angegliedert sind, können nicht in die Deutsche Turnerschaft aufgenommen werden. Wohl aber sollen die Wünsche und Anliegen der Turnerinnen weitgehend berücksichtigt werden und die Förderung des Frauenturnens durch; die Kreise und Gaue mit allen zu Gebote stehenden Mitteln betrieben werden. In Bezug auf die Teilnahme der Turnerinnen an öffentlichen Festzügen ist beschlossen worden, diese nicht zu gestatten. Ferner wird über die Turnfest- und Wetturnordnung, die Wahl von Kampfrichtern und das Kampfrichterbuch und die Wertungslisten verhandelt. Außerdem sind eine Reihe Kreis- und Vereinsangelegenheiten zu erledigen, sowie die Gaben aus der Stiftung für Errichtung deutscher Turnstätten zu verteilen und Ehrenurkunden der Deutschen Turnerschaft zu verleihen. G. H. Nab und Fern. † Ueberfall auf einen Dentschen in Rußland. Der Direktor der in Warschau bestehenden Filiale der Dresdener Gardinenund Spizen- Manufaktur, Louis Koerber, wurde in seinen Warschauer Fabrikräumen von einem Arbeiter durch Revolvers schüsse und Stodhiebe schwer verwundet. Der Ueberfall ist auf einen Racheaft zurückzuführen. † Durch eine Mine verletzt. Bei einer BelagerungsUebung in Spandau ereignete sich ein schwerer Unfoй. Eine Mine flog auf, während noch Mannschaften sich in der Nähe Nähe befanden. Ein Vizefeldwebel und ein Pionier wurden durch Brandwunden nicht unerheblich verletzt. † Wieder ein Raubversuch auf der Eisenbahn? In einem Buge, der von Bremen nach Hamburg fuhr, versuchte in der Gegend von Lauenbrüd ein Mann vom Trittbrett des in voller Fahrt befindlichen Zuges in ein Abteil zweiter Klasse zu dringen, sab sich aber daran durch die in dem Abteil fizenden beiden Herren verhindert, die sofort die Notbremse zogen. † Schaden durch Raupenfraß. In Schlesien sind durch die Raupe des Nonnenschwärmers erhebliche Schäden in den Wäldern angerichtet. Vielfach geht man dem Schädling durch Feuer zu Leibe. + Verheerungen durch einen Orkan. In dem italienischen Dorfe Castel Sant Angelo richtete ein Orfan großen Schaden an. Mehrere Häuser stürzten ein. Es trat eine Ueberschwemmung ein, bei der mehrere Menschen ums Leben famen. + Explosion in einer Pulverfabrik. In der Munitions. fabrik von Dreyse& Collenbusch in Sömmerda erfolgte eine schwere Explosion. Eine Anzahl Arbeiterinnen wurde verlezt ,. eine Frau fand ihren Tod. Der durch die Explosion ver ursachte Luftdrud war so start, daß die Fenster der benachbarten Gebäude eingedrückt wurden. † Vorsicht mit Petroleum! Wieder einmal hat die Unfitte Betroleum auf glimmendes Herdfeuer zu schütten, schweres Unheil angerichtet. Die Frau eines Arbeiters in Bruckhausen wollte das Feuer durch Aufgießen von Petroleum in Gang bringen. Dabei explodierte die Kanne. Die Frau erlitt tödliche Verlegungen, die Kinder, die der Mutter helfen, wollten, sind ebenfalls lebensgefährlich verbrannt. † Flüchtiger Mörder. Der Hausdiener Michel aus Hertichswalde in Sachsen hatte bei einer Berliner Firma 200 Mart unterschlagen und war damit flüchtig geworden. In Amtsheinersdorf schoß er den Gastwirt Kölbel rücklings nieder, wurde aber an der beabsichtigten Beraubung gehindert. Der Mörder hat sich nach Berlin gewendet, wo er von der Kriminalpolizei gesucht wird. + Bereiteltes Eisenbahn- Attentat. Auf der Strecke Hohenfalza- Bosen ertappte ein Eisenbahnarbeiter drei Männer dabei, wie sie nachts Holzschwellen über die Schienen zu legen suchten, auf denen der Nachtschnellzug zu erwarten war. Als er die Männer an ihrem Vorhaben hindern wollte, wurde er bon ihnen mit Messern bös zugerichtet. Auf seine Hülferufe tam ein Bahnwärter herbei, bei dessen Nahen die Verbrecher bie Flucht ergriffen. † Im Schlafe überfallen. In dem Cölner Vorort Boyenthal drang ein dort in Kondition stehender Schuhmachergeselle nach einer durchzechten Nacht in das Zimmer, in dem die Töchter seines Meisters schliefen, und gab auf die beiden Mädchen mehrere Revolverschüsse ab. Eines der Mädchen wurde durch einen Streifschuß leicht verletzt. Als auf das Hilfegeschrei die Eltern herbeieilten, stürzte sich der Geselle aus einem Dachfenster auf die Straße hinab, wo er tot liegen blieb. † Mord aus Eifersucht. In Lichtenthal bei Wien wurde ein Dienstmädchen von einem jungen Menschen auf der Straße mit einem Taschenmesser in die linke Brust gestochen. Das Mädchen fonnte noch in das Haus des Dienstherrn laufert, dort stürzte es zusammen und verstarb. Als Täter wurde ein zwanzigjähriger Schneidergeselle verhaftet. Cr gab die Tat zu und erklärte, daß er fie begangen habe, weil er bor Eifersucht rasend war. Er erstach die Geliebte, während er fie füßte. † Ein Familiendrama. Auf dem Bahnhof Tubisze in Brabant erdolchte ein Fabrikarbeiter den Professor Calmus aus Brüssel, den er irrtümlich für den Verführer seiner Frau hielt. Dann erstach er seine Gattin vor den Augen ihrer fieben Kinder und nahm sich schließlich selber das Leben. † Rockefeller stellt sich dem Gericht. Der zur Zeit in England weilende Milliardär Rockefeller hat bislang verstanden, sich den Verfolgungen der amerikanischen Gerichte zu entziehen. Um die Möglichkeit zur Rückkehr nach Amerika zu gewinnen, ohne bei seiner Ankunft verhaftet zu werden, hat er telegraphisch die Nachricht dorthin gelangen lassen, daß er persönlich sich vor Gericht stellen werde. † Bomben- Attentat in Newyork. Anläßlich der Streitig. keiten, die zwischen Arbeitern aus der Installationsbranche ausgebrochen waren, wurden auf ein Versammlungslokal aus einem Hochbahnzug zwei Bomben geschleudert. Dreißig Per sonen wurden verlegt, davon sechs schwer. † Ein jugendlicher Mörder. In Seattle in Nordamerika wurde der Richter Emory von einem neunzehnjährigen jungen Menschen erschossen. Der Mörder wurde zu der blutigen Tat durch die Erregung darüber getrieben, daß der Richter ihm das Haus verboten hatte, um seine ſiehenzehnjährige Nichte vor den Verfolgungen des in sie verliebten Jünglings zu schützen. Nach der Tat schloß sich der Mörder mit den beiden kleinen Kindern des Ermordeten in ein Zimmer ein und drohte, diese zu töten, wenn die Polizei geholt würde. Erst dem Vater des Mörders gelang es, ihn zur Kapitulation zu veranlassen. Tages- Chronik. Frankfurt a. M., 28. Juli. Bei Gernsheim wurde die furcht. bar verstümmelte Leiche einer Frau gefunden, an der Kopf, Arme und Füße fehlen und die drei Jahre lang im Wasser gelegen haben muß, da sie vollständig verkalkt war. Kiel, 28. Juli. Auf Kosten des Flottenvereins sind 280 Volks. schullehrer Deutschlands hier zum Besuch der Kriegsflotte ein getroffen. Bukarest, 28. Juli. Die Stadt Roman wurde durch eine Feuers. brunst eingeäschert. Viele Personen, namentlich Kinder, werden bermißt. Wien, 28. Juli. In Tirol und im Salzburgischen stud durch Unwetter schwere Schäden angerichtet. Vielfach ist die Ernte total bernichtet. Petersburg, 28. Juli. Durch einen heute früh im hiesigen Telegraphenamt entstandenen Brand wurden alle Leitungen beschädigt und der Verkehr mit der Provinz unterbrochen. Die Vernichtung von Les fourneaux. Ein Wolkenbruch hat in den letzten Tagen in den Savoyer Bergen große Verheerungen angerichtet. Das Dor Les Fourneaux wurde durch einen riesigen Schlammstrom böllig überflutet und vernichtet. Die Katastrophe brach mil ungeahnter Schnelle herein, sodaß die Einwohner nur mi Mühe das nackte Leben retten konnten. Das Dorf Les Fourneaux, daß durch jene furchtbare Naturgewalt binnen wenigen Stunden in ein Trümmerfeld berwandelt wurde, liegt eine Viertelstunde südwestlich von Modane, der französischen Grenzstation am Eingange des Mont Cenis- Tunnels. In ganz Frankreich waren in den lezten Tagen schwere Regengüsse niedergegangen, die kleinen Rinnsale der Berge wuchsen zu tosenden Bächen, die Flüsse uferten aus und rissen in unwiderstehlichem Ansturme alled mit sich fort, was sich ihnen in den Weg stellte. Der Char mair- Bergstrom, an dem Les Fourneaux liegt, führte schon feit einigen Tagen hohe Wasserfluten mit sich, und noch immer war ein Steigen der Wassermassen zu bemerken. Am Mittwoch Abend gegen 6 Uhr hörte man plößlich in Les Fourneaux ein furchtbares Getöse und ein Schlammstrom wälzte sich gegen das Dorf heran, der große Felsblöcke mit fich führte und alles wegfegte, was sich ihm in den Weg stellte. Die großen Sägewerte von Gotteland verschwanden zuerst von der Bildfläche. Einige 50 Häuser wurden zerstört und eine Anzahl so beschädigt, daß sie mit dem Einsturze drohen. Die Einwohner fanden kaum Zeit, das nackte Leben zu retten. Mehrere Arbeiter der erwähnten Sägewerte wurden getötet. Eine einzige Leiche fand man bis jetzt im Schlamme, aber etwa 30 Personen werden vermißt. Die Brücke der Mont- Cenis- Straße, die Trinkwasserleitung für Modane und Les Fourneaux und die beiden großen Wassers fassungsrohre des Elektrizitätswertes, welches die beiden Ort schaften mit Licht versorgt, wurden zerstört und die Mont Cenis- Bahn wurde auf einer Strede von über einen Kils meter durch eine bis zu 10 Meter hohe Schicht von Erdreich und Felsblöcken verschüttet, sodaß der Verkehr vollständig unterbrochen ist. Man mißt die Schuld an dem Unglüd einem furchtbaren Orkan zu, der die Bildung einer riesigen Wasserhose verursachte, durch welche dem Dorfe der Untergang bereitet wurde. Die Schlamm- und Kotmassen reichen bis zum ersten Stockwerk der Häuser hinan Den unglücklichen Bewohnern droht noch eine andere, vielleicht weit größere Gefahr: die Schlammassen trocknen, da nicht genügend Leute vorhanden sind zu ihrer Entfernung, schnell in der drückenden Sonnenglut, sodaß das Auftreten von Infektionskrankheiten befürchtet werden muß. Um das Maß des Unglücks voll zu machen, fehlt es auch an Trinkwasser. Der Schaden, der durch die Wetterfatastrophe angerichtet wurde, wird auf fünf Millionen Franks geschätzt. A Großen Bufe heim erhängte n. Lollar, 30. ern fein Somme ben gefamten Ra Se gange Feier war armen, wobei ganz be Rachmittag gab's The Frenübungen war lgende Regenturner t eine ganz f bend die Preisverte rfchon vorher bego Lang- Göns berbeffifchen Bofau it einem Miffione fe Beuern, Klein- L Stodgaufen, 8 im und Friedberg mehrere Chöre vorge Jefpredigt hielt Ba A Grünberg Der Bahnarbeiter anadh Göbelnrod haus Dienft zu tun Der Bereinsborfigend Die Aufräumungsarbeiten, zu denen die Garnison von Modane und zmei Infanterieregimenter herangezogen wurden, dürften mehr als 14 Tage in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit ist die Verbindung mit Jatlien nicht nur mit der Bahn, sondern auch über die Mont- Cenis- Straße vollständig R. S. abgeschnitten. = Vermischtes. Zunahme der Bevölkerung des Deutschen Reiches. Die Bevölkerung des Deutschen Reiches wird im Statist. Jahrb. für das Deutsche Reich nach dem Stande um Mitte d. I auf 61 102 000 Köpfe berechnet. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1905 hatte nach der vorläufigen Feststellung eine Bevölkerungszahl von nur 60 605 183 ergeben. = gefehrt. Man vermut § Helpershain hain ft vom 15. u Gelahanjen Reidsfladt Geinhaufe wird nachften Sonnta Stadtfeft veranstaltet. A Lauterbach, 2 euen elus fichtstu Boche durch den 8m gentlubs gelegt. Eberstadt, 29 geiftliche, Pfarrer Fell Stadtmiffionars in D k. Weilburg, 27 Beglar,& ieße figen follegialen Gef Bortrags und Distu Lige Gerichtshofe furt a. M. hatte das war eine sehr rege un Areitbaumeister Ritg bragte im Laufe des Bedburg 1000jährig Bußbach, 29. Reisende amerikanische Schönheiten. 30 preisgefrönte amerikanische Schönheiten, die Siegerinnen in dem großen Schönheitswettkampfe, den eine Zeitung in Louisville im Staate Kentucky vor einiger Zeit organisiert hatte, werden binnen furzer Zeit eine Reise durch Deutschland unternehmen, Als Königin" aus dieser Schönheitskonkurrenz ging Mis Ora E. Hazliff hervor, eine 20 jährige Dame, die den ersten Preis eroberte. Nicht weniger als 664 000 Stimmen aud allen Gegenden von Kentucky wurden zu ihren Bunsten ab gegeben. Die dreißig Schönheiten reisen unter der Führung von zwei männlichen Impresarien. Von Beruf sind die jungen Damen Schullehrerinnen, Maschinenschreiberinnen, Ver fäuferinnen usw. Der Zmed ihrer Rundfah ist, sich in der Welt umzusehen, fich natürlich auch selbst bewundern zu lassen und dann nach ihrer Rückkehr in dem Blatte, das sie auf seine Kosten aussandte, ihre Eindrücke in der Fremde zu schildern. ==Stichwahlhumor. Ein origineller Zwischenfall wird von der Reichstagseriagwahl im Kreise Hagen- Schwelm bes richtet. Ein Wahlberechtigter, dem anscheinend beide Kandi daten nicht paßten, gab ein Wahlkuvert ab, das nichts als die Photographie Eugen Richters enthielt. = " Der Reisende in der Kiste. Am Maastat in Amsterdam kam eine große Kiste an, die als Frachtgut mit dem Boot nach Amsterdam befördert werden sollte. Auf der Kiste stand: Vorsichtig behandeln! Glas!" Als die Kiste auf dem Kaidamm stand und die Transporteure fich schon lange entfernt hatten, hörte ein Angestellter in ihr ein be fremdliches Geräusch. Als die Kiste daraufhin geöffnet wurde, entkroch derselben ein Mann, der fich als ein in Amsterdam wohnhafter Schneider, der sich vor acht Tagen nach einem Bwist mit seiner Frau heimlich aus seiner Wohnung entfernt hatte und jetzt jeglichen Geldes bar war, entpuppte. In einem Café in der Langen Torenstraat allhier hatten einige Bekannte von ihm den Plan ausgeheckt und ihn auf ge schilderte Weise verpackt", um ihn dergestalt eine freie Reise zu verschaffen. = Nicht genug Stenern bezahlt. Die Hinterlassenschaft des verstorbenen Chicagoer Großkaufmanns Marshall Field wird vom Nachlaßgericht auf 130 Millionen Dollars, sein Grundbesitz auf 50 Millionen Dollars geschäßt. Mehrere Jahre hindurch find auf 105 Millionen Dollars dieses Ver mögens feine Steuern gezahlt worden. Die Testamentsvoll strecker haben deshalb jetzt vom Gericht Anweisung erhalten, 2 800 000 Dollars Steuern nachzuzahlen. = Amerikanisches Büchsenfleisch. Die Ergebnisse einer bierwöchentlichen Untersuchung des Chicagoer Büchsenfleisches find für den Fleischtrust recht betrübend. So wurde bei einer Büchse des teuren ,, Coin Special Chicken Loaf" als Haupt bestandteil Maismehl gefunden, das durch etwas Bindegewebe und ganz kleine Partikelchen von Muskelfleisch vermengt war. Potted Tongue" erwies fich in den meisten Fällen als ein Gemisch von Zungenhaut, Speicheldrüsen, Blutgefäßen und Abfällen, mit Maismehl gebunden und mit Borag konserviert. ,, Armours Potted Or Tongue" enthielt unter großen Mengen Hühnerhaut ganz winzige Stückchen Hühnerfleisch, wofür aber in der Haut noch Federn enthalten waren. Spielt Mitr. Armour, der Hauptmacher des Trusts, der ,, Bader- König" jezt noch immer die gefränfte Leberwurst" angesichts dieser unanfechtbaren Tatsachen? Lokales. 30. Juli. Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Heegheim. Mit der Stelle ist Organisten und Liftordienst verbunden. * Der Preuß. Eisenbahnminister ordnete anläßlich der letzten Eisenbahnraubanfälle eine schärfere Ueberwachung der Schnellzüge an, wozu in Zukunft neben dem Bahnhofs personal auch Geheimpolizisten verwendet werden sollen. ** Frevel. Auf der Chaussee von Gießen nac Krofdorf wurden in legter Nacht wiederum einige Bäume abgebrochen. Hoffentlich werden die Schandbuben ermittelt, damit sie ihre gerechte Strafe befommen. N. Krofdorf, 30. Juli. In schönster Weise ist unser geftriges Schützenfest verlaufen. Während der ganzen Veranstaltung herrschte der ungetrübteste Frohsinn. Der ftattliche Bug bewegte sich um 1/22 Uhr durch unseren Ort. Das Schießen verlief in größter Ordnung. Den 1. Preis erhielt Dr. Seip, den 2. Preis J. Appel, den 3. Preis G. Wagner, den 4. Preis Auguft Valentin, den 5. Preis K. Bittendorf, den 6. Preis K. Let b. $ Gerber ist nunmehr de 10ündige Arbeit Beber pro Woche ftat Bad Nauheim, find 1381 Rurgäfte ang зыкт 26. Juli 19 Sage noch 6405 anw 26. Jun 241 534 abg iderzahl betrug am 22. Juli 3.365). Homburg, 29. mal. Der Taunust bet des Kaisers in mobriheinlich sei aur, am 16. Auguft erfolg fate das Bild des La Do Bildnis des le 1783, sur Regierung g 1856. Am Fuße des and linfefeitig am D Lapfertat, in der Bild eine Darstellung dufen Landgrafen. Von Großh. folgende Beilen: In den Kreiser herrschen über die G mit dem 1. Juli d. dom 3. Juni d. J iftige Vorstellun ebenden Beilen e Das feither Und das erwähn nicht nach dem fer зи der zu seiner Her nur einen einzige jentner Während abe - fannte e nach der Men bertwendeten Mal leinen Brauereie für die größeren. lich die Steuer für Brauereibetrieb be bon den ersten " folgend " " " " " " " " " " " " 11 " dem Reite " om Doppelzent ant bis jetzt im bermißt. Die erleitung fir großen Balje Die beiden Ort und die Mont ber einen Stilo t bon Erdreich ehr vollständig dem Unglüd einer riesigen A Großen- Bused, 28. Juli. Ein Sattlerlehrling aus Ribheim erhängte sich hier. n. Lellar, 30. Juli. Der Turnverein feierte estern sein Sommerfest verbunden mit Schauturnen den gesamten Räumen des Gasthauses Zur Traube". Die ganze Feier war recht gemütlich. Am Vormittag Wett arnen, wobei ganz beachtenswerte Resultate erzielt wurden; am Nachmittag gab's Schauturnen, Tanz und Voltsbeluftigung. Die Fretübungen waren gut geschult und auch das nachZur Erläuterung mögen folgende Beispiele dienen: a) Eine Brauerei, die jährlich 500 Doppelzentner Malz verwendet, hat dafür an Steuer zu zahlen: von den ersten 250 Doppelzentnern 250 × 4-1000 Mr. folgenden 250 Doppelz. 250X4,50= 1125 Mt. zusammen von 500 Doppelzentnern 2125 Mt., d. H. bom Doppelzentner durchschnittlich 4,25 Mf. oder gegen seither mehr 25 Pfg. " " b) Bei einer jährlichen Malzverwendung vor 2000 " " rfe der Unter folgende Riegenturnen zeigte, daß innerhalb des Vereins Doppelzentnern sind folgende Steuerbeträge zu zahlen: Däufer hinan Der Vereinsvorsitzende, Bürgermeister Schmidt, nahm am nd Kotmalen jetzt eine ganz schöne attive Abteilung fleißig turnt. ndere, vielleicht bend die Preisverteilung vor und dann seßte der Tanz, Lang- Göns, 29. Juli. Das erste Bundesfest der ober hessischen Posaunenchöre wurde heute hier gemeinsam mit einem Missionsfest gefeiert. Chöre hatten sich eingestellt dnen, da nicht ferming, schnell Auftreten bon Um das Mag an Trinkwasser. der schon vorher begonnen, wieder ein. phe angerichtet aus Beuern, Klein- Linden, Dutenhofen, Ehringshausen, EbgBt. " " " 500 " " " " " restlichen 1000 " von den ersten 250 Doppelzentnern 250 × 4= 1000 Mt. 250X4,50 1125 folgenden 250 500X5= 2500 1000X5,50 5500 zusammen von 2000 Doppelzentnern 10125 Mart, 8. H. vom Doppelzentner durchschnittlich 5,0625 Mk. oder gegen seither mehr 1,06 Mt. " c) Verwendet die Braueret jährlich 5000 dz Malz, so Garnison von heim und Friedberg. Bon den ca. 200 Bläsern wurden hat sie an Steuer zu zahlen: gezogen wurden, mehrere Chöre vorgetragen und die Choräle begleitet. Die men Während cht nur mit der age vollständig R.S. en Reiches. Di Festpredigt hielt Pastor Kuhlo. A Grünberg, 28. Juli. Spurlos verschwunden. Der Bahnarbeiter Erbes gab seinen Angehörigen an, daß er nach Göbelnrod ginge, um in dem dortigen BahnwärterSeitdem ist er nicht nachhause zurück. haus Dienst zu tun. gefehrt. Man vermutet, daß er nach Amerika ausgewandert ist. § Helpershain, 29. Juli. Das Grundbuch für Helpersm Mitte d. hein st vom 15. August an als angelegt anzusehen. * Gelnhausen. Am 25. Juli 1170 wurde die Freie Reichsstadt Geinhausen gegründet. Zur Feier des Tages 30 preisgefrönte Stadtfest veranstaltet. wird nächsten Sonntag vom Verkehrsverein Gelnhausen ein Statist. Jabrb, Eszählung vom Feststellung eine in dem großen Louisville im ▲ Lauterbach, 29. Juli. Der Grundstein zum neuten elussichtsturm auf dem Hainig wurde vorige batte, werden Woche durch den Zweigverein Lauterbach des Vogelsberger nd unternehmen, renz ging Mi die den ersten Stimmen aud ren Bunsten ab ter der Führung find die jungen berinnen, Ver ich in der undern zu lassen atte, das sie auf der Fremde zu wischenfall wird en- Schwelm be nd beide Kandi das nichts als m Maastat in 13 Frachtgut mit follte. Auf der Als die Kiste teure fich schon in ihr ein be geöffnet wurde, n in Amsterdam agen nach einem Bohmung entfernt entpuppte. In er hatten einige Höhenflubs gelegt. * Eberstadt, 29. Juli. Der frühere hiesige Ortsgeistliche, Pfarrer Feller, bekleidet nunmehr die Stelle eines Stadtmissionars in Darmstadt. k. Weilburg, 27. Juli. Die technischen Gesellschaften aus Weßlar,& teßen, Diez und Limburg tagten mit der hiesigen follegialen Gesellschaft im„ Frankfurter Hof" zu einem Vortrags- und Diskussionsabend über:„ ürbeitstammer und Technische Gerichtshöfe." Herr Direktor Hamm aus Frantfurt a. M. hatte das Referat übernommen. Die Beiligung war eine sehr rege und erbrachte den Beweis der Aktuellität. Areisbaumeister Rütger- Weilburg hatte den Vorsiz und brachte im Laufe des Abends interessante Vorkommnisse aus Weilburgs 1000jähriger Geschichte in Prosa und Poeste. * Butzbach, 29. Juli. Die Lohnbewegung der hiesigen Gerber ist nunmehr beendigt. Die Arbeitgeber bewilligten die 10stündige Arbeitszeit( seither 11) uno für gelernte Geber pro Woche statt seither 18 Mt. jezt 19 Mt. * Bad Nauheim, 29. Juli. Ja ver abgelaufenen Woche find 1381 Surgäste angefommen. Die Gesamtfrequenz beträgt bis zum 26. Juli 19 436 Personen, wovon an genanntem Tage noch 6405 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 26. Jul 241 534 abgegeben. Die diesjährige höchste Tagesbäderzahl betrug am 23. Juli 3535 Bäder( 1901 am 22. Juli 3365). * Homburg, 29. Juli. Das Landgrafendentmal. Der„ Taunusbote" teilt mit, daß über die Anwesenbeit des Kaisers in Homburg vorerst noch nichts feststeht, wahrscheinlich sei aur, daß die Enthüllung des Denkmals am 16. Auguft erfolgt. Das Denkmal zeigt auf der Vorderseite das Bild des Landgrafen Friedrich, auf der Rückseite das Bildnis des letzten Landgrafen Ferdinand, geboren 1783, zur Regierung gefommen 1848 und gestorben 24. März 1856. Am Fuße des Sockels befinden sich Trophäen, rechtsund linkeseitig am Obelisk die Symbole des Glaubens und der Tapferfeit, in der Mitte unter Landgraf Friedrichs II. Bild eine Darstellung des„ Empfangs der Hugenotten" dura Büchsenfleisches diesen Landgrafen. 019229 2 nd ihn auf ge eine freie Reise Hinterlassenschaft Marshall Field en Dollars, sein chäßt. Mehrere llars dieses Ber Teftamentsvoll veifung erhalten, Ergebnisse einer wurde bei einer oaf" als Haupt vas Bindegewebe vermengt war. n Fällen als ein Blutgefäßen und orar fonferviert großen Mengen eisch, wofür aber 1. Spielt Mit Bader- König angesichts diejer 30. Juli angelischen Lehrer meindeshule za und Leftorbienf Täßlich der legten e Ueberwachung dem Bahngof rben sollen. 7 Gießen na einige Bäume buben ermittelt Weife ift unfer rend der ganzen Frohfinn. Der ch unferen Ort. Den 1. Preis 1, ben 3. Preis alentin, bem R. Letb Die Brausteuer. Von Großh. Hauptsteueramt erhalten wir darüber folgende Beilen: In den Kreisen des nichtfachmännischen Publikums herrschen über die Erhöhung, welche die Biersteuer durch das mit dem 1. Juli d. J. in Kraftgetretene Brausteuergesetz vom 3. Juni d. Js. erfahren hat, noch vielfach unrichtige Vorstellungen, zu deren Klärung die nachstehenden Zeilen etwas beitragen möchten. Das seither gültige Gesetz vom 31. Mai 1872 und das erwähnte neue Gesez bemessen die Steuer nicht nach dem fertigen Bier, sondern nach der Menge der zu seiner Herstellung nöttgen Braustoffe. Während aber das frühere Gesetz für Gerstenmalz nur einen einzigen Steuersatz 4 Mt. vom Doppelzentner fannte, ist die Steuer durch das neue Gejeg nach der Menge des im Jahre von der Brauerei verwendeten Malzes derart abgestuft, daß sich für die fleinen Brauereien geringere Steuersäge ergeben als für die größeren. Nach§ 6 des Gesetzes beträgt nämlich die Steuer für die während eines Jahres in einem Brauereibetrieb verwendeten Braustoffe von den ersten folgenden 250 250 Doppelzentnern 4,00 Mt. 4,50 " " " 500 5,00 " " " " " 1000 5,50 " " " 1000 6,00 " " " " 1000 6,50 " " " " 1000 7,00 " " " " 1000 8,00 " " " 1000 9,00 " " " " " " dem Reste 10,00 " bom Doppelzentner. Н " 500 " и " " 1000 " " " " 1000 " f " " 1000 " " " " 1000 " " " " " von den ersten 250 Doppelzentnern 240X4= 1000 Mr. 250X4,50-1125 ,, folgenden 250 500x5= 2500 1000X5 50-5500 1000 × 6= 6000 1000X6,50-6500 1000X7= 7000 zusammen von 5000 Doppelzentnern 29 625 Mr., d. h. bom Doppelzentner durchschnittlich 5,925 Mt. oder gegen seither mehr 1,93 Mr. " 1 " " d) Ein Betrieb mit 60 000 dz jährlicher Malzverwendung, über welche Menge nach der von der Zentralstelle für die Landesstatistik alljährlich veröffentlichten Ueberficht über die entrichteten Steuerbeträge( s. S. 327 der Mitteilungen für 1905) feine hessische Brauerei hinausgekommen ist, hat zu zahlen: von den ersten 5000 Doppelz.( siehe c) 29625 Mt. folgenden 1000 1000X8 8000 1000X9 9000 53000x10= 530000 ,, " " " " " " " 1000 " " restlichen 53000 zusammen von 60 000 Doppelzentnern 576 625 Mr. oder vom Doppelzentner durchschnittlich 9,61 Mf. d. h. mehr wie seither 5,61 Mt. Für die Berechnung, wie sich diese Steuererhöhung für den Hoftoliter fertiges Bier stellt, kommt es darauf an, wieviel Kilogramm Malz in der einzelnen Brauerei zur Herstellung von 1 Hektoliter Bier verwendet werden. Nimmt man den durchschnittlichen Malzverbrauch zur Erzeugung eines Heftoliters Bier zu 22 kg an, so stellt sich die Steuererhöhung auf 100 Liter bei einer Brauerei der Klasse a zu 5½½ Pfg. b 23 " " " " " " C 42 " " " " Н " d 123 " и " " " Wird der Malzverbrauch zu 1 Hektoliter Bier mit 25 kg, also nach den heutigen Betriebsverhältnissen hoch, in Ursatz gebracht, so berechnet sich die Steuererhöhung auf 100 Liter Bier bei der Klasse a( Malzverbrauch 61 Pfg. 27 b 500 dz.) zu 2000 " " " " с d 48 " 11 " " 140 " " " H 5000 60000 Bei Annahme von 20 kg Malzverbrauch, welche wohl im allgemeinen der Wirklichkeit sehr nahe kommt, stellt sich die Steuererhöhung auf 5, 21, 39 bezw. 112 Pfg. Von den 115 Brauereien, welche im Rechnungsjahr 1905 in Hessen betrieben wurden, haben nach oben erwähnter Statistit 34 an Braustoffen unter 250 dz. bermentet, werden also bei gleichbleibenden Verhältnissen von der Steuererhöhung garnicht getroffen; bei den 11 Brauereien, die mehr als 250, aber nicht über 500 dz Braustoffe verwendet haben, beträgt- wie oben gezeigt die Mehrbelastung je noch der für das hl verwendeten Malzmenge höchstens 5-6 Pfg. für 100 Liter Bier; 18 Brauereien haben zwischen 500 und 1000 dz Braustoffe verwendet, Mehrbelaftung böchstens 13-16 Pfg. für 100 Liter Bier; eine Brauftoffverwendung zwischen 1000 und 2000 dz. hatten 20 Betriebe Mehrbelastung höchstens 21-27 Pfg.; für die übrigen Brauereien stellt sich die Mehrbelastung auf 100 Liter Bier wie folgt: Mehrbelastung je nach der Zahl der mit jährlichem Verbrauch f. das hl verwendeten MalzBrauereien an Braustoffen von dz. menge höchstens Pfg. über 2000- 3000 28-35 10 622273 3000-4000 2 4000-5000 " 2 " 5000-6000 6000-7000 " f 7000-20000 H И 20000-60000 33- 42 39-48 45-57 53-67 97-121 112-140 Zum Schluß set noch bemerkt, daß die Steuer für das aus Bayern, Württemberg, Baden und Elsaß- Lothringen nach der Braufteuergemeinschaft eingeführte Bier( Uebergangsabgabe) seit 1. Juli ds. Js. von 2 Mt. auf 2,75 Mt. vom Hektoliter erhöht worden ist, so daß solches Bier nunmehr für 100 Liter 75 Pfg. mehr Uebergangsabgabe zu zahlen hat wie seither. Die 13. Ruder- Regatta der Gießener Buder- Gesellschaft 1877 ift gestern bei prächtigem Wetter programmgemäß verlaufen. Es war ein sportliches Ereignis, das die weitesten Kreise interessierte, denn den ganzen Tag über bes ßte ein dicht s Publikum die Lahnuser. Wir Gi ßener sind eben wasser= freundlich, böchstens ziehen wir noch den reinen Bein diesem Elemente vor. In der Fühe schon, während noch dicke Nebelschwaden über Feld, Fluß und Stadt wogten, eilten " 1 Eportsmen und Zuschauer zu den Vorrennen hinaus, die um 7 Uhr begannen. Bald lichteten sich aber die Dunstmassen, die Sonne brach siegreich durch und die letzten Nebelfegen zerflatterten in der klar- blauen Luft. Aber niemand fann es allen recht machen, selbst die Sonne nicht, oder sie wohl am allerwenigsten, und gar bald perlte der Schweiß auf den Stirnen Nachmittags 312 Uhr seßte die eigentliche Regatta ein. Die Lahn, deren Ufer von dem Publikum dicht besetzt war, trug die ausgeprägte Signatur des Rudersports. Die Länge der Bahn für sämtliche Rennen war 1900 m ftromabwärts bei geftautem Wasser, der Start beim Felsen, das Ziel am Festplaß. Die Rennabzeichen ( Startnummern) wurden auf dem Rücken des Bugmanns und Steuermanns getragen. Zu den Rennen waren 19 Bereire mit 45 Booten und 215 Rudern angemeldet. Zuerst starteten die Junior- Einer. Sieger wurde der Ruderverein Ems( D. Arlt) mit 7,11% Min., während Emil Seyne rom Offenbacher Ruderverein Undine" die Strede in 7,295 M.n. zurück. legte. Dann ftritten der Mannheimer Ruder- Verein Amicitia" und die Frankfurter Ruder- Gesellschaft„ Sachsen. Haufen" um den Wanderpreis der Stadt Gießen, den ersterer mit 6,29 Min., gegen 6,29% Min. der letzteren erftritt. Die anderen Rennen gestalteten sich folgendermaßen: 3. Vierer: We glarer R. Klub 6,41% Min, Limburger R. V. 6,48 Min. 4. Einer, Lahnpokal: Frankfurter R. Ges. Germania" 7,11 Min., Ruder- Gesellschaft Ruhrort 7,20 Min. 5. Zweiter Vierer: Würzburger R.-V. 6 33% Min., Offenbacher R.- Ges. 6,333 6. Junior Achter: Frankfurter Germania" 7. Doppel Zweier ohne Steuermann: R.- Ges. Ruhrert 6,43 Min. 8. Junior- Vierer: Frankfurter R.- Ges." Sachsenhausen" 7,19 Min., Offenbacher R. Ges. Undine" aufgegeben. 9. Akademisch r Vierer: Heidelberger R.- Klub 6,47 Min, Ruder- Abteilung des Akademischen Sport- Klubs Heidelberg 6,48 min., Akademisher R.-V. Münster i. W. aufgegeben. 10. Großer Achter( um den Großherzogspreis) Mannheimer R= V." Amicitia" 5,59 min., Frankfurter R. Ges. Sachsenhausen" 6,02 Min. 11. Ermunterungs- Vierer: Offenbacher R. Ges. Undine" 6,58 Min., Gießener R.- Ges. 7,04 Min. - Min. 6,19. " - " " - - - Der Sperrdruck zeigt die Sieger an, die beigefügten Biffern geben die Minuten, resp. Sefur den an, in der die Strecke durchfahren wurde. " Die dichten Zufchauerreihen bezeugten lebhaftes Interesse für die einzelnen Vorgänge. Bald nach 7 Uhr waren die Rennen beendet. Vor der Preisverteilung brachte der Vorsigende der Gieß. Ruder- Gesellschaft, Herr Wallenfels, ein Hoch auf den Kaiser und den Großherzog aus. Der Großberzogspreis, um den mit Achtern geftritten wurde, wurde von Oberstleutnant v. Conta dem Mannheimer Ruder- Verein Amicitia" überreicht, während der Reftor Prof. Dr. Behaghel den Preis für die akademischen Vierer dem Heidelberger Ruderklub übergab. Nachdem auch die übrigen Preise den Siegern ausgehändigt waren, hielt Stadtrat Kirch Rudervereinen und der Gießener Bürgerschaft für das gute die Schlußansprache, in der den Behörden, den auswärtigen Gelingen dankte und mit einem Hoch auf den Rudersport schloß. Später vereinigten die Sportsfreunde sich zu einer geselligen Zusammenfunft im Hotel Großherzog". Aus dem Gerichts[ aal. " Gießen, 27. Juli. Der Kaufmann Hans Böhringer von Frankfurt war bei einem Banfier zu Bad Nauheim als Buchhalter an= gestellt. Er unterschlug in einem Zeitraum von 2 Jahren einen Geldbetrag von 8400 Mt., den er in sehr flotter Lebensführung verbrauchte. Er hat das in ihn gesetzte Bertrauen schnöde mißbraucht, indem er sine Veruntreuungen durch falsche Büchereinträge verschleierte. Später fand er bei der Rheinischen Kreditbank zu Offenburg Stellung. Die Bank erhielt bald Kenntnis von seinem früheren Treiben und bei einer unverhofften Revision stellte sich heraus, das er auch schon hier 1400 Mt. unterschlagen hatte. Nachdem er früher Zeugen gegenüber seine Unterschlagungen zugegeben hat, legte er auch dem Staatsanwalt zu Offenburg ein Geständnis ab. In der Straffammerverhandlung widerrief er dieses und behauptete, daß die falschen Bücher. einträge auf die in dem Bad Nauheimer Geschäft herrschende Unordnung und die Arbeitsüberhäufung zurückzuführen ſi. Diese Angaben wurden durch Zeugenaussagen als unwahr widerlegt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisftrafe von 2 Jahren. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Diensta den 31. Juli. Heiter und trocken, Temperatur wenig ber ändert; schwache südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenie Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib: in Gießen. Carboline ist die Zierde des Toilettentisches. Es ift unentbehrlich zum täglichen Gebrauch beim Frisier der Haare, um diese in ihrem natürlichen, fräftigen Zu ftande zu erhalten. Carboline wirkt auch sehr erfrischend auf die Kopfhaut. Erhältlich in Apotheken, Drogeries und Parfümerien oder von H. H. Warner& Co., Schäfer gasse 10, Frankfurt a. M. Kufekes KinderKafek hervorragend bewährt bei Darmkatarrh. Brechdurchfall etc. mehl Diarrhoe, Der heutigen Aufla je liegt ein Prospekt der Fir a F. Hayen& Co. in Arnheim bei, auf die wir h... durch aufmerksam machen. Arbeitsvergebung. Für den Neubau der chirurgischen und der Augenklinit einschließlich Neubauten zu Gießen werden folgende Arbeiten und Lieferungen unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. A. Chirurgische Klinik. Hauptbau. Los 1 Maurerarbeit. Einmauerung von 4 Niederdruckdampfkesseln. Beton- und Terrazzoarbeiten. Los II 1200 qm Betonboden zum Teil mit Drainage, 270 qm Betondecken, 440 qm Terrazzoboden. Isolierhaus. Los I Zimmerarbeiten. 54 cbm Tannenholz, 3090 " " " III 1190 qm Terrazzofußboden. " IV 1300 qm " 1 V 2420 qm 3ementestrich und Auffüllbeton für Linoleumfußboden. " " VI Steinhauerarbeiten. 40 cbm rote Hausteine Großh. Univers. Biblioth Gießen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierend haben die vor dem 9. Juli entliehenen Bücher spätestens am 10. August Ifdm Holz zu bearbeiten, 173 lfdm Dachgefimse. zur Musterung einzuliefern. Il Dachdeckerarbeiten. 710 qm Schieferdach, Vom 13. August bis 13. Oktober ist die Bibliothe 50 Ifdm Kehlen auszuschiefern, 95 lfdm Schnee- täglich von 9 bis 1 Uhr vormittags geöffnet. fanggitter. Gießen, den 25. Juli 1906. III Spenglerarbeiten. 97 Ifdm Hängerinne, 90 steigende m Abfallrohre, Abdeckungen und Einfastelungen. IV Blizableiteranlage. 72 Ifdm Stupferdraht, 2 Ableitungen. Schreinerarbeit. B. Augenklinik. Der Großherzogliche Direktor: Dr. Haupt. Kohlen und Kotslieferung. Für den Winter 1906/07 foll die Lieferung von Sütents für die Stadtkirche und Johannesfirche, ferner von Anthracitkohl und Anthracit Eiformbrikette für das Gemeindehaus an gemeinde vergeben werden. für Pfeiler, Säuler 2c., 18 lfdm Brüstungen für 20% I 38 Türen, 354 Ifdm Fußsodel, 97 lfdm Fenster- Kirchstraße und die Konfirmandenſale der Lukas- und Johann das Treppenhaus. VII 120 lfdm( 8 cbm) Granitstufen. deckbretter 2c. II 66 Türen, 878 Ifdm Fußsodel, 132 Ifdm Fensterbretter. Weißbinderarbeiten. " 20% VIII 1600 qm Terranovaput( Aeußerer Wandput). " " IX 1800 qm desgleichen. III 37 Türen, hiervon 10 Stück zweiflügelig, 724 lfdm Fußsockel, 116 lfdm Fensterdeckbretter. " X 800 qm Monier- und Nabigwände 2c., 250 qm Gipsdieldecken. " IV 48 Türen, 430 lfdm Fußsodel, 70 lfdm Fensterdeckbretter. " XI 1530 qm Anstrich von Fenstern, Rinnen, Abfall: Schlosserarbeit. rohren, Lichtschachtrosten 2c. Lieferungen. Los XII 108 Ifdm Tonrohr für Abwurfschächte. " XIII 10 000 kg 3ement. Linoleum und Buchenparlettfußboden. 20% XIV 1020 qm Linoleumbelag. " XV 1525 qm desgleichen. XVI 235 qm Buchenpartett in Asphalt. " Juftallationsarbeiten innerhalb des Baues. Los XVII 210 m Gußrohr, 940 m galvanisiertes Eisenrohr 2c. für Wasserzuleitung. " XVIII 703 m Gußrohr 50-150 mm Durchmesser für Wasserableitung. Küchen und Kesselhaus. Weißbinderarbeit. Los I 190 qm äußerer Wandput in Terranova. " II 1500 qm innerer Wand- und Deckenput, 100 qm Anstrich von Fenstern, Rinnen 2c. Glaserarbeit. Los III 35 qm Eichenholzfenster, 40 qm Verglasung. " IV 41 qm schmiedeeiserne Fenster. Installationsarbeiten. Los V 130 m galvanisierte Eisenrohre 2c. für Wasserzuleitung. " " " VI 73 m Gußrohre für Wasserableitung. VII Betonarbeit. 120 qm wasserdichten Betonboden mit Drainage. Pensionärhaus. Los I Rimmerarbeiten. 62 cbm Tannenholz, 3240 lfdm Holz zu bearbeiten, 230 lfdm Dachgesimse. II Dachdeckerarbeiten. 910 qm Schieferdach, 7 lfdm Stehlen, 180 lfdm Schneefanggitter. III Spenglerarbeiten. 119 lfdm Hängerinne, 53 steigende m Abfallrohre, Abdeckungen und Einfaftelungen. " IV Blizableiteranlage. 2 Ableitungen. Los V 1638 kg Lichtschächte und Fußkragrofte. " VI 700 kg Eisengerippe für Rabizkanäle. Isolierhaus. Los 1 Glaserarbeit. 56 Eichenholzfenster. Weikbinderarbeit. Los II 2285 qm Wand- und Deckenputz. " III 380 qm Façadenpuz in Terranova. Zements und Zerrazzoarbeiten. Los IV 356 qm Zementestrich, 260 qm Betonboden. " V 245 qm Terrazzoboden. " VI 26 Stufen Moniertreppen. " VII 30 Stufen Zementtreppen. C. Nebenanlagen. Kanalisationsarbeiten. Angebote zur Lieferung wolle man bis Tienstag, den 7.( ugt d. 38. einschließlich an den Unterzeichneten richten. Gießen, den 27. Juli 1906. Der Evangelische Gesamt- Kirchenvorstand. Dr. Nauman n. Brotpreise bom 29. Juli bis 12. August 1906. Der hiesigen Bäder. Kg. 1 Weißbrot 1 Gem.- Brot 2123 " 1 Kornbrot 2 . 2 Kilogr.( 4 Pfd:) Gem. Brot be Pfg. Ernst Christ Bieset Der auswärtigen Bäcker. 44 27 Georg Dern II., Gr.- Linden 54 Louis Süßmuth, Steinberg 46, 25 Karl Zinger, Allendorf a. Lb. 46 50 W. Weigel, Lang- Göns. 75 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 23 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46) 46 Karl Boft, Wieseck 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 25 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 W. Weigel, Lang- Göns.. 26 Heinrich Binz, Aulendorf a. L. 25 W. Fabel, Wieseck " " " 26 2. Steinmüller, Gr.:Linden 26 Karl Post, Wieſed W. Leir, Klein- Linden Jakob Appel, Krofdorf 46 46 Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesed W. Steinmüller Ww., LangGöns 46 46 L. Steinmüller, Gr.- Linden 46 Karl Spamer, Reiskirchen. 46 Jakob Appel, Krofdorf • .50 50 W. Lein, lein- Linden Heinr. Binz, Allendorf a. 2. 48, " 27 " 27 W. Fabel, Wiesed. 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot be 69 • " 27 Karl Post, Wieseck " Los I Chirurgische Klinik. 330 m Rohrgräben, 159 cbm Schachtaushub, 270 m Tonrohrleitung, 35 cbm Schachtmauerwerk, Schachtdeckel und 2 kilogr.( 4 Pfd.) Weißbrot bei Steigeisen. Georg Dern II., Gr.- Linden 50 " " II Augenllinif. ca. 715 lfdm. Rohrgräben, 830 Louis Süßmuth, Steinberg 50 Ifdm Tonrohre, 100-250 mm 1. W., 140 lfdm. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Gußrohre 70-125 mm 1. W., 18 Stück Hoffint. Fabel, Wiesed Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 fasten, 52 cbm Schachtmauerwerk mit Deckeln 2c. W. Weigel, Lang- Göns Ernst Christel Wiesed Louis Süßmuth, Steinberg 69 66 Guft. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wiesed. 69 23 N " " 52 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei F. Weiß Grününgen " 52 Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22 " ŏ. Binz, Allendorf a.. 22 23, 54 " 54 H 54 • " 54 III Küchen- und Kesselhaus. 210 m Rohrgräben, Heinr. Weber, Heuchelheim 54 330 m Tonrohrleitungen, 30 cbm Schachtmauer- Jakob Appel, Krofdorf. Karl Trautmann, Wieseck, werf nebst Schachtdeckeln und Steigeisen. Los I. 1221 qm Chauſsierung nebst Randsteinen und Pflofter und Chanisierungsarbeiten. Gossenpflasterung. 20s II. 1000 qm Stleinpflaster. Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amte, Wilhelmstraße 21, zur Einsicht auf und können von dort ( mit Ausnahme von Zeichnungen) soweit der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender Aufschrift( Arbeit und Los- Nr.) find bis zum Eröffnungstermin, Samstag, den 18. Auguft, vormittags 11 Uhr Zuschlagsfrist 4 Wochen. 75 1fdm Kupferdraht, bei uns einzureichen. Gießen, den 28. Juli 1906. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am Dienstag, den 11. September 1906, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimer ftraße Pferdemarkt statt. Stallungen sind in der Nähe des Marktes ausreichend vorhanden, wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohakutscher Huhn- Gießen wenden. Für die Prämmiterung des besten Pferdematerials stehen 1670 Mt. zur Verfügung. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Weinhändler August Schwan zu Gießen zu beziehen. Die Die Breisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 122 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem Marktplay. Am 12. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden. Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen Haushaltung- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchacker- Gießen übertragen. Gießen, den 25. Juli 1006. Die städtische Pferdemarkt- Kommission: Jean Kirch. Dienstag, Donnerstag und Versteigerung. Samstag von 9 Uhr an Dienstag, den 31. d8. Mts., nachmittags 2 Uhr frischen berfteigere ich Neustadt 55 dahier, Zwiebelkuchen gegen Barzahlung 1. 6 Paar empfiehlt 1 Bormaschine, eichene und buch. Bäcker Schomber, Walltorftr. 51. schwere Arbeitsschuhe, 2. 1 Pianino, Bohlen, 2 Gasherde, 20 Tugend Gascylinder, 3 Drehbänke, 14 Junger Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Becker. Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monati. genügt! Streng reell! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Prospekt durch alleinige AnnahmestelleChr.Hummel München, Römerstrasse 3. Keme ausländische Sache! Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Gartenstraße 2,( Zimmer Nr. 2) Es sind zu vermieten: 1 Wohnung. von 6-8 Simmern 1 " 6 " " 5 " " mit 4 Mansardenzimmern 5 Wohnungen von 4 Zimmer, 3 3 " " " 2 2 " " " 1 Н " " 1 Laden 1 Werkstatt. Zu mieten gesucht: Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! 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L. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 Kon. Hensel, Gr.:Rechtenbach 44 Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf, Garbenteich 44, Ferd. Weiß, Grüningen. W. Lein, Klein- Linden Der Brotverkäufer. Karl Stumpf, Garbenteich 24 & Steinmüller, Gr. Linden 23 Heinr. Weber, Heuchelheim 24 W. Leir, Klein- Linden Heinr. Binz, Allendorf a. L. 24 hiesigen Bädern. Gießen, den 28. Juli 1906. . " " 25 " " 46 46, Dieselben Preise, wie bei dem Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Was essen wir? Mehlspeisen, Kuchen, Pudding sind bei der Hitze die beliebtesten und bekömmlichsten Speisen, wenn Reeses 5Pfg. Backpulver, Reeses Spar- Puddingpulver und Reeses Vanilinzucker verwendet werden. Vorzüge: Ein Versuch lehrt, dass Reeses Fabrikate trotz billiger Preise an Güte nicht übertroffen wurden. Gesucht werden! 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Die Maschine fann auch in sehr weichem Boden arbeiten, tommt auch durch das VorCondern erleidet dadurch nur eine vorübergehende Verlang Erdbebens eingestellt werden tönnen. Die Steine messer, die in einem geeigneten fommen grober Nr. 178 Montag, den 30. Julf Dessische Familienzei 9061