alijation o offtcape un S auf weite ber 1906, etamt Gi ng. enanftalt n tner rtoffel n follen zu im April Bedingungen en Wochen elbit Angeb eln für die n, bis zum 06, vorm. er 1906. altung der manstalt C n jetzt ab Zahnar he Seltersw -Brennere g des Blakens bes ' 14" hat, past is verden braucht ie Gasglühlicht erbraucht trumpf u. Cymder essen: 28. euchtungsgege Br. 229 Zweites Blatt. Samstag, den 29. September 1906 Men Souptegpebition: tesex, Selterweg 88. Jesusprechanfchluk r. 862. Gießener 15. Jahrgang Satisbellagen: Oberbeffifche Samtengettung( und die Stekener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gieffener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) Mr Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle antichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden non herken Eine neue Stadt. Bilder aus dem modernen Griechenland. - - Hellenen und Griechen.- ,, Aegyptische" Zigaretten. Die Patri Tabatmillionäre. Ein Panzerschiff aus Moderne Griechen im Bade. Die neue Stadt.- Serwudatis als Gründer. Falsche Begriffe. oten von Athen. Zigaretten. - Die Balkanwirren, vornehmlich die blutigen Kämpfe, die fich an den Grenzen Bulgariens und der Thrtei fast täglich -abipielen, lenfen die Aufmerksamkeit der Welt von neuent auf das fleine aber interessante Volk der Griechen. Aus den fla fischen Hellenen des Lyfurg und Solon sind allerdings beute fleißige, überaus schlaue Kaufleute geworden, die niast nur in der Türkei sondern auch in Acgypten fast den ge= famten Handel an sich gerissen haben. In letzterem Lunde fad ie unter den fremden Völkern dominierend geworden. Gs wohnen in Aegypten mehr als 250 000 Griechen. Unter ihnen gibt es zahlreiche Besitzer bedeutender Kapitalien und Leiter hervorragender Unternehmungen. Nur den wenigsten Rauchern dürfte es befannt sein, daß die berühmten ,, ägyptischen" Jiga: etten zum größten Teil nichts anderes find, als Zigaretten aus griechischen Fabriken, die in Aegypten große Zweigniederlassungen haben. Der türkische und der griechische Tabat gehen nach Aegypten und werden dort zu Zigaretten verarbeitet. Ursprünglich wollten die griechischen Unternehmer den Biräus zum Zentrum der Zigarettenindustrie machen; die griechische Regierung zeigte aber damals den strebsamen Bolts genossen gegenüber nur geringes Entgegenkommen. So kam es, daß eine ganze große Industrie nach Aegypten auswanderte; hier empfing man die fleißigen Fremdlinge mit offenen Armen and förderte sie so, daß die griechisch- ägyptische Zigarettenindustrie sich zu höchster Blüte entfalten fonnte. Die Griechen, die in Aegypten Millionen verdienen, haben aber ihre Heimat nicht vergessen: wenn sie genug verdient Bhaben, verlassen sie das gastliche Adoptivvaterland, um wieder nach Athen zurückzukehren und sich dort prächtige Paläste zu Bauen. Es muß ihnen hoch angerechnet werden, daß sie sich Bei allen Gelegenheiten als echte Patrioten zeigen und für rationale, soziale und kommunale Zwecke immer reiche Geldrittel zur Verfügung haben. Ihre Opferwilligkeit haben sie ent in der letzten Zeit wieder bewiesen: sie waren es, die den größten Teil der für die Flüchtlinge aus Bulgarien aufgebrachten Summen hergegeben haben. Ein Grieche aus egypten hat vor einiger Zeit dem griechischen Patriarchat in Jerusalem für Wohltätigkeitszwecke 3 Millionen Franks großen Teil seiner sozialen und kommunalen Einrichtungen. Beindeer er- Geist er ſei erwähnt, daß augenblicklich die in Aegypten lebenden zau( seit 18 liftraße 9 gen Jahren e Ruhe nötig eichte Selbi liger Bejud Empfehlunge Monatlic zu ipreden ver erbeten. echtent olche, die nig berlangen bigte Attefte nhandel.) Ro nfeld, Beethove Auf bequeme Möbe erren-, D und nder- Gard nufaktur eta redit- Ha Glessen ckstrasse 14 Griechen im Verein mit ihren in Amerika lebenden Landsbeuten Gelder sammeln, um ihrem Vaterlande ein neues oßes Panzerschiff zu schenken. Aber dieser Plan verschwindet gegenüber der großartigen bee, die die in Aegypten lebenden Griechen demnächst zur Bus filhrung bringen wollen: die Zigarettenmillionäre, die mit Then Familien jeden Sommer nach Griechenland kommen und den Badeort Neu- Phaleron zu einer echt europäischen Sommerfrische gestaltet haben, wollen in der Nähe von Athen eine großartige Villenstadt bauen, die einen besonderen griechisch- ägyptischen Charakter haben soll. Es hat sich zu belejeri Zwecke eine Gesellschaft gebildet, der 20 Kapitalisten barunter nur einige Nichtgriechen angehören. Die Gesells - aft faufte schon vor einigen Wochen große Terrains in dem Orte Judi, der etwa zwanzig Minuten von Athen entfernt rigt. Hier, am Fuße des Berges Hymettos, hat schon vor ngerer Zeit die Kronprinzessin ein Kinderhospital, das ganz nach deutschem Muster eingerichtet ist, errichtet und es durch eine Allee von Pfefferbäumen mit der Suptstadt verbunden. Nach den vorliegenden Baupolinem soll die neue Villenstadt mit prächtigen Boulevards, Malagen, Schmuckplägen usw. ausgestattet werden. Einstweilen but die Stadt noch feinen Namen, aber sie wird wohl nach den Manne, der den Plan dazu ersonnen hat, getauft werden: dier Mann heißt Serwudatis. Jm nächsten Monat soll mit den Bau der ersten Villen begonnen werden; einstweilen nan 300 Villen bauen. Für elektrische Beleuchtung des lenortes und für die Verbindung mit der Hauptstadt Burch eine elektrische Bahn) wird die Stadtverwaltung von them forgen. Man wird nach diesen Schilderungen einen wesentlich der Begriff von den modernen Griechen bekommen, als mass sich vielleicht angesichts der Unruhen auf dem Balkan gemacht hat. Diese industriellen Leutchen, die mit außer= ordentlicher Bähigkeit und Eveue an der Heimat hängen, verdienen, von der Welt beachtet zu werden! M. R. Gefunde und kranke Nerven. Von Dr. med. Th. 81ocisti- Berlin. Man hat die Nervosität als eine Krankheit unserer Zeit Bezeichnet und dachte dabei, daß die veränderten EristenzBedingungen, die Intensität und die Hast unseres Lebens, der stärkere Verbrauch an Energie, die Konzentration großer Menschenmassen in schlecht ventilierten und dicht bevölkerten Großstädten, dazu die Künstlichen Anreizmittel den Bankrott unseres Nervensystems herbeiführen. Und diese Erklärung trifft durchaus die Wahrheit. Allein, wollte man aus dieser Erkenntnis heraus alle Versuche, dem Uebel zu begegnen, ablehnen, weil man ja die Quelle des Uebels das moderne Leben nicht verstopfen kann, so würde man doch weit übers Ziel hinausschießen. Zu dieser Verzweiflung ist kein Anlaß. Die von Jahr zu Jahr sich mehrenden Methoden für das Gesund- und Starkwerden und der große Beifall, den fie in breiten Schichten der Bevölkerung finden, zeigen, wie mächtig die Sehnsucht nach Gesundung im Volke ist und das ist schon das Fundament der Gesundheit. - - - Freilich, gar so einfach wie sich manche GesundheitsAthleten den Kampf gegen die Schädigungen unserer Zeit vorstellen, ist das Ziel nicht zu erreichen. Der berühmte Berliner Nervenarzt, Professor Oppenheim, hat in einer bemerkenswerten Zuschrift an die medizinischen Zeitungen darauf hingewiesen, welche Gefahren aus der jetzt allerorten grassierenden Methode der Abhärtung und Stählung nach Müller'schem System erwachsen können. Eines schickt sich nicht für alle! Das ist der Grundsatz jeder verständigen Behandlungsart. Nicht die Krankheiten, sondern der Kranke braucht die Pflege des Mediziners und darum ist alle ärztliche Dunst nichts weiter als die Kunst eines individuellen, dem Charakter und der Disposition des einzelnen Erkrankten angepaßten Heilverfahrens. Es ist das Berdienst von Dr. Marcinowski, daß er in einem zwar für Laien bestimmten, aber hoch über der Masse der populären medizinischen Literatur stehenden Werke, diesen Gedanken großzügig und geistvoll verfochten hat. Wenn man in diesem Werke auch sehr begehrenswerte Kats schläge über die Behandlung der Nervosität findet, so muß man fich immer gegenwärtig halten, daß es sich nur um große Richtlinien handelt und daß die Kunst des Arztes darin besteht, die Methoden der Anlage des Patienten und der Strankheitsintensität anzupassen. Freilich mit Medikamenten wird man wenig ausrichten. Schneller zum Ziele fann eine richtige diätetische Behandlung kommen. Denn gerade für den Nervösen trifft das Wort zu: Was er ißt, das ist er. Der entscheidendste Schritt in der Behandlung der Nervosität während der letzten Jahre war die Erkenntnis, daß der Uebersteigerung des Fleischgenusses Einhalt getan werden müsse. Mehr als einmal im Tage sollte ein Nervöser nicht Fleisch essen, und dann auch nur in nicht zu großen Portionen. Alle scharfen Gewürze, besonders Pfeffer und Paprika müssen aus dem Haushalt des Nervösen entfernt werden. Diesen Nervenpeitschen gegenüber muß die weichliche Diät gesetzt werden vorwiegender vegetabilischer Rost, der Früchte und grünen Salate, deren Nährsalzgehalt das Blut und somit auch die Nerven reinigt und stärkt. Man vergesse auch nicht, Milch und Milchprodukte reichlicher zu nehmen, besonders der vielverspottete weiße Käse( Quarf) stellt ein Ernährungsmittel von höchstem Werte für den Nervösen dar. Vor allem aber meide der Nervöse den Alkohol. Beeinträchtigt der Weingeist schon bei dem gesunden Menschen den normalen Ablauf der geistigen Prozesse, so ist er für den Nervösen direktes Gift. Oftmals wird man bei nervösen Erkrankungen geradezu glänzende Erfolge durch Mastkur und Liegefur erreichen. In vielen Fällen aber wird die Mastkur nur in Verbindung mit anderen Heilmethoden zum Ziele führen. Unter diesen hat sich gerade in lezter Zeit das Luftbad als eine ebenso billige wie leicht zugängliche Quelle der Gesundung erwiesen. Die Luft hat allmählich über das Wasser gesiegt und der Wasser- Fanatismus, der eine Zeitlang besonders grassierte, hat gerade bei Nervösen oft zu verhängnisvollen Schädigungen geführt. Schwere Erfältung und Kräfteverfall waren bei be= Sonders Erschlafften die Folgen angestrengter Wasserturen und Bezirksspariasse Gießen. Möbl's Canzschule. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksagehörigen, daß vom 1. Oktober 1. Je, ab bei unserer fiilumg gelangt und daß jeden Werktag von vormittages 8-1 hr und nachmittags von 3-4/ 2 Uhr de kaffe geöffnet ist. Mein diesjähriger Tanzkursus beginnt die Heißwasser- und Dampf- Behandlung ist bei Kranken, deren Adern nicht intakt sind, oftmals direkt zur Lebensge fahr geworden. Sind alle diese Methoden geeignet, den müden und abe getriebenen Körper des Nervösen zu reparieren, so wird des Arztes wahre Kunst sich erst in der seelischen Beeinflussung seines Patienten offenbaren. Freilich diese Kunst läßt sich nicht erlernen. Wer sie nicht von Natur aus besitzt, wird immer ein Pfuscher sein- und wäre er selbst Professor der Nervenheilkunde. Der Nervenarzt muß ein Lehrer, ein Erzieher der Seele sein. Er muß es verstehen, die Persönlichkeit des Kranken zu stählen, die Trümmer aus dem Schiffbruch des Lebens zu retten und wieder zu einem widerstandsfähigen Ganzen zusammenzuschweißen. Wie Hanteln und Turnen, Arbeiten in Gottes freier Natur die einzelnen Muskelgruppen stählt und somit den ganzen Körper elastischer und leistungsfähiger macht, so wird die Gymnastik der Seele auch wieder die Kraft, die Schönheit, den Ernst und die Freude des Levens wecken. Freilich manchem Patienten, dessen fliegende Träume zer brachen und der nun im Sturze selbst zu zerschellen drohte, wird der pädagogische Arzt jene stille Resignation zu bringen wissen, die sich zwar bescheidet an den niedrigen Zielen, die die eigene Kraft noch erreichen kann, und doch darin eine hohe Befriedigung findet. Diese seelische Behandlung ist mühselig und langwierig. Wie sie das ganze Vertrauen des Kranken zu seinem Arzte verlangt, so setzt sie auch die völlige Hingabe des Arztes an seine Patienten ooraus. Gibt es der Aerzte denn viele, die ihrem Kranken diese Erziehung zu neuem Wollen geben können? Wenige, wenn man nur an den Fachmann denkt. Viele, wenn Eltern und Geschwister, Freunde und Bekannte ihren Einfluß und ihre Fähigkeiten in ihren Kretsen zu heilfamer Geltung bringen. Ein epileptischer Gattenmörder. § Beuthen D.- S, 27. September Die Geschworenen sprachen gestern den Zimmerhäuer Johann Schmierek aus Orzegom schuldig des Lotschlages, begangen in der Nacht vom 18. Juni 1905 an seiner Chefrau Bronislawa. Das Urteil lautete auf 15 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust. Die Verhandlung, zu welcher 35 Zeugen geladen waren, entrollte ein düsteres Bild aus dem Familienleben. Der Zimmerhäuer Schmierek hatte seine Ehefrau Bronislawa, geb. Kaschuba, erst im Januar 1905 geheiratet. Bald wurde der Ehehimmel durch schwere Wolfen getrübt, Schm. wurde seiner jungen Frau zu bald müde und suchte sich von dieser Last zu befreien. Als das Ehepaar in der Nacht vom 18. Juni d. J. von einem Besuche der Schwiegereltern heimkehrte, ließ Schm. seine finsteren Pläne zur Tat werden. Mit drei wohlgezielten Revolverschüssen verwundete er die Ahnungslose so schwer, daß sie binnen wenigen Minuten, auf freiem Felde, in den Armen ihres, von plöglicher Reue ergriffenen Gatten starb. Am 2. Oktober fand gegen den Gattenmörder schon vor dem hiesigen Schwurgericht eine Verhandlung statt. Es stiegen jedoch Bedenken an der geistigen Zurechnungsfähigkeit der Angeklagten auf, weshalb er auf 6 Wochen der Frrenanstalt Lubliniz zur Beobachtung seines Geisteszustandes zugeführt wurde. Schmieref hatte bei dem Regiment Garde du Corps in Potsdam gedient, war aber schon nach kaum einem Monat entlassen worden; er war beim Reiten gestürzt und litt seit dieser Zeit an Krämpfen. In der gestrigen nochmaligen Verhandlung plaidierte der Staatsanwalt dringend auf die Bejahung der Schuldfrage nach Mord. Die Geschworenen zogen jedoch die offenkundige Epilepsie in Rücksicht und sprachen den Angeklagten mur des Totschlages unter Versagung mildernder Umstände schuldig. Vermischtes. = Ein Danerduell. Ende letzter Woche fand in Rom ein symptomatisches Duell zwischen dem Chefredakteur des sozialistischen Parteiorgans ,, Avanti", Monticelli, der in seinem Blatte Schmähartikel gegen die Königin Margherita gebracht hatte, und dem tonservativen Redakteur Vettori vom ,, Giornale d'Italia" statt. Das Duell wurde bis zum Eintritt der Bekanntmachung. Wilhelm Ulrich scheidet aus dem Institut der Dienstmänner aus und hat die Aushändigung der von ihm hinterlegten Dienstkaution beantragt. Wir fordern deshalb diejenigen, welche Ansprüche Stanje die tägliche Verzinsung der Einlagen zur Gin: Montag, den 1. Oktober 1906. an diese Kaution aus der Eigenſchaft des pp. Ullrich als Gefällige Anmeldungen erbitte vorher in meiner Wohnung Dienstmnnn erheben zu können glauben, auf solche bei Meidung des Ausschlusses binnen acht Tagen bei uns Unterricht für Einzelne und Extrapartien erteile zu jeder vorzubringen. Hochachtungsvoll Gießen, den 22. September 1906. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Sannenstraße 5 zu machen. Tegeszeit. Joseph Möhl, Tanzlehrer. Gießen, den 27. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Π Dunkelheit durchgefochten. Nach fünfundzwanzig Gängen wurde die Fortsetzung des seltsamen Duells auf Sonntag vertagt. Gestern nahm das Säbelduell ein Ende, indem der sozialistische Redakteur von seinem Gegner einen Säbelhieb in den Schenkel erhielt. = Unterm Sternenbanner. In den Schulen Ameritas ist zur Sitte geworden, einmal in der Woche das Banner der Stars and Stripes" zu entfalten, um den Kindern Gelegenheit zu geben, dem glorreichen Wahrzeichen Uncle Sams ihren Respekt zu erweisen. In Manitoba wurde jetzt durch einen Eriaß angeordnet, daß vom nächsten Neujahrstag ab jede vom Staat unterstützte Schule während der Unters richtsstunden den Union Jack flattern lassen muß. Jede Schule, die das Heraushängen der Fahne einmal ohne vernünftigen Grund unterläßt, hat wegen unpatriotischen Verhaltens die staatliche Unterstüßung verwirkt. Das Zeitungslesen schützt vor geistiger Erschöpfung. So behauptet der Vorsitzende der Londoner Sanitäts- Vereinigung, Sir James Browne. Und da er berufen ist, über bie öffentliche Gesundheit zu machen, darf man ihm wohl einigermaßen Sachfenntnis zutrauen. Vor allen Dingen soll bas Zeitungslesen gegen die typische moderne Krankheit, die nervöse Müdigkeit, helfen. Sir James sagte in einem Vortrage darüber: Ich sage es mit voller Ueberlegung, daß die Beitung mit allen ihren Fehlern eines der Bollwerke zur Erhaltung unserer Gesundheit in der gegenwärtigen Zeit ist. So mancher Mann ist vor Schwermut und Trübsinn nur burch seine Zeitung gerettet worden. Wollte man die Zeitungen abschaffen, so müßte man gleichzeitig die Irrenhäuser vergrößern." Sir James wird mit seinen Ausführungen vielleicht Widerspruch finden, aber andererseits werden auch die Feinde des Zeitungslesens fie sollen hier und da noch vorkommen den berechtigten Kern in seinen Anschauungen nicht leugnen. Die Zeitung bietet heutzutage soviel Anregungen, daß sie wohl geeignet ist, von den Sorgen des aufreibenden Kampfea ans Dasein abzulenken, das Ueberwuchern der selbstsüchtigen Instinkte in den Hintergrund zu drängen und idealen und versöhnenden Ideen Raum zu geben. Jeden Tag entrolli die Zeitung ein neues, und manchmal sogar ein interessantes Weltbild und vertritt auf diese Weise die Stelle des Geistes. und Seelenarztes, der den müden, gehezten, modernen Menschen Schritt um Schritt der Gesundung entgegenführt. = - Für die Kay. Jn esparre taro fürzlich eine Kaze, die ihrer Milchschwester" ein Vermögen von 90 000 m. hinterließ. Jede der beiden Katzen hatte voriges Jahr von einem exzentrischen Millionär namens Dilley ein Vermögen bon 85 000 m. geerbt. Leider bieten die Geseze des Staates Pennsylvanien keine Handhabe, um die unsinnige Testamentse bestimmung aus der Welt zu schaffen. Das Geld ist unab änderlich für die Kaz". = Das abgepflückte Runkelblatt. Der Flurdiener von Büttstedt i. Th. brachte eine Einwohnerin zur Anzeige, weil fie Runkelblätter abgepflückt hatte. Wegen dieses Verbrechens erhielt die Uebeltäterin einen polizeilichen Strafbefehl über drei Mart, gegen den sie Berufung einlegte, da sie sich unschuldig fühlte. Der Vorfall beschäftigte daher das Schöffengericht in Mühlhausen i. Th. Der Gerichtshof glaubte, es handle fich um eine so große Anzahl von Blättern, daß zur Fortschaffung ein Wagen oder doch wenigstens ein Tragforb nötig sei. Wer beschreibt aber das Erstaunen aller, als der Flurdiener aussagte, daß die Frau nach seiner Ueberzeugung zwei, aber mindestens ein Blatt abgerupft habe. Der Gerichtshof sprach die Angeklagte frei und legte die Kosten der Staats: Bekanntmachung. Auf Grund des Artikel 23 des Volksschulgesetzes und der Bestimmung Großh. Ministeriums des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, vom 26. November 1901 bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß die Fortbildungsschule tasse auf. Das abgepflüdte Runkelblatt kostet dem Staat dis Kosten der Reise zweier Personen von Büttstedt nach Mühl hausen und Zeugengeld für die Vernehmung eines Zeugen und die Verhandlungskosten. == Die Stärke eines Hühnereis. Neuerdings hat max die Widerstandskraft der Schale eines Hühnereies wissenschaft lich geprüft, und zwar erstens gegen einen mechanischen Drud zwischen den beiden Polen des Eies, zweitens gegen einen hydraulischen Druck von außen her. Für die Versuche mit mechanischem Druck wurde das Ei zuvor durch eine fleine Deffnung entleert, dann auf eine Platte gelegt und von oben her mit Gewichten beschwert. Da zerbrach die Schale durch. schnittlich bei einer Belastung von 18-34 kg, niemals aber an den Enden. Für den Nachweis der Widerstandsfähigkeit gegen einen äußeren Wasserdruck schloß man das Ei in einen dein hydraulischen Druck unterworfenen Behälter ein. Unter diesen Verhältnissen erfolgte ein Zerbrechen des Eies erst bei cinem Druck von 30 bis 37 Atmosphären. In Berücksichti gung der äußerst geringen Stärke einer Eierschale sind diese Bahlen sehr hoch zu nenen. = Modernes Kinderspielzeug. Der alljährlich wieder: tehrende Spielzeug- Wettbewerb in Paris bringt wieder Neuheiten von geradezu überraschender Wirkung. Wenn man es nicht sehen würde, könnte man es kaum glauben, auf welche Gedanken die Erfinder von Kinderspielzeug gekommen sind. Besondere Aufmerksamkeit lenkt ein ,, Katastrophen- Automobil auf sich. Es wird aufgezogen, fährt eine Strecke und fliegt bann in die Luft mitsamt seinen Insassen. Natürlich kann es sehr leicht wieder zusammengesetzt werden für eine neue Katastrophe. Dagegen sieht man ein Kriegsautomobil, gepanzert und mit einer drehbaren Kanone versehen, deren Knall dem eines Revolvers ähnlich ist. Auch eine Drahtseilbahn fehlt nicht, und ein Schiff ist zu sehen, das niemals untergeht. Aber auch für Erwachsene ist gesorgt. Leute, die früh aufstehen wollen, werden eine neue Weckuhr sehr zu schätzen wissen. Zur bestimmten Stunde entzündet sich von bst ein Lämpchen, und die Flamme teilt sich einem fleinen Dfen mit, um das Frühstück zu wärmen. Für Herren mit sehr festem Schlaf und guten Nerven ist ein Wecker erfunden, ber den Schläfer mit einem Pistolenschuß aufweckt. Kunst und Wiffenfchaft. HN. Die internationale Konferenz für Krebsforschung ist in Heidelberg zusammengetreten. Sie dauert bis zum 27. September und vereinigt mehr als 200 Krebsforscher aller Nationalitäten, wird aber von Mittwoch, den 26. September in Frankfurt a. M. fortgesetzt. Vorher wird in Heidelberg unter Teilnahme des Großherzogs von Baden und seiner Bemahlin das neue Institut für Krebsforschung eingeweiht. Nachdem bis jetzt noch immer die chirurgische Behandlung des Carcinoms als die wirksamste gelten muß, ist die Krankenabteilung des Instituts als chirurgisches Krankenhaus gebaut, sodaß alle notwendigen Operationen ausgeführt und nachbehandelt werden können. Daneben ist durch Anschaffung der betreffenden Einrichtungen dafür gesorgt, daß auch die Radium-, Röntgen- und Lichttherapie zur Anwendung gelangen können. Auch die immer wieder neu auftauchenden Mittel zur Heilung bes Krebses sollen, soweit ihre Herstellung oder Anwendung wissenschaftlich begründet und rationell erscheint, den Kranken Jugute kommen. Die Verknüpfung des Instituts mit der Universität macht es leicht möglich, in regelmäßigem Unter ticht und in praktischen Kursen Studenten und Aerzten Ge: Trische- Dauerbrand- AmerikanerRegulierbeiz, Koch, Hopewell- und Darmstädter Oefen in diversen Fabrikaten Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Verdampfschalen. Feuergeräteständer, Koblenfüller, Koblenkasten, Koblenlöffel, Stocheisen, Ascheeimer, Mülleimer Montag, den 1. Oktober ds. Js., im Stadtknaben: schulhaus an der Nord- Anlage beginnt und von Masch, Wring- und Meongelmaschinen, Dezimal-, Tafel: n. genanntem Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird. Wirtschaftswagen, Fleischhack, Reib- u. Meffervuhmaschinen, Vogelkäfige und Züchter- Utensilier, Fischeretgeräte, Bürsten, Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, Besen und Türvorlagen, Kokosstricke, Flechtrohr, Raffiabaft welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule Werkzeuge, Beschläge, Eisenwaren, Kurzwaren, Solinger entlassen worden sind, sowie die Schüler der Gymnasien, Stahlwaren, Waffen und Munition empfiehlt Realgymnasien, Oberrealschulen, Realschulen und höheren Bürgerschulen, welche nach Ablauf des achten Schuljahres Edgar Borrmann, Giessen. austreten, ohne mindestens ein Jahr lang der Obertertia Telefon 165 angehört zu haben. Es haben sich einzufinden: Montag, den 1. Oftober, nachmittags 2 Uhr: alle schulpflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die faufmännische Fachschule besuchen, Schreiber, Schriftsetzer, Buchbinder, Geometer, Photographen, Graveure, Lithographen, Mechaniker, Maler, Lackierer, Friseure, Metzger, Auslaufer, Hausburschen, Gärtner. Montag, den 1. Oktober, nachmittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Dachdecker, Spengler, Schlosser, Schreiner, Glaser, Weißbinder, Eisendreher, Installateure, Instrumentenmacher, Schmiede, Technifer. Dienstag, den 2. Dttober, namittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Bäcker, Schneider, Schuhmacher, Sattler, Tapezierer, Wagner, Kellner, Köche und alle übrigen Schulpflichtigen. Außerdem haben diejenigen Schüler der Nachbargemeinden, die abends in ihren Heimatsort zurückkehren, aber zum Besuche der hiesigen Fortbildungsschule angemeldet worden sind, sittwoch, den 3. Oftober, nachmittags 4 Uhr, im Stadtfuabenschulhause einzufinden. Unter Hinweis auf Artikel 25 des Volksschulgesetzes, wonach Lehrherren, Dienstherren und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Fortbildungsschule nötige Zeit bei Meidung polizeilicher Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, sowie die beteiligten Eltern, Vormünder 2c., den Schulpflichtigen von vorstehender B.fanntmachung rechtzeitig Kenntnis zu geben. Gießen, den 20. September 1906. Für den Schulvorstand: Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor.i Eisenhandlung Neustadt 11 STOLWERCK ADLER KAKAO Fabriken Köln- Berlin- Pressburg London- newyork. Legenheit zum Lernen zu bieten. Hand in Sand gehend mis ihr soll die wissenschaftliche Abteilung das Problem bes Krebses von verschiedenen Gesichtspunkten aus angehen. Gin anderer Teil der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten dient zur Unterbringung der verschiedenartigsten Versuchstiere, CC. Fünfzig Millionen für öffentlichen Unterricht. Der Behörde für den öffentlichen Unterricht" in den Bereinigten Staaten bat adefeller die Summe von 50 Millionen Mart überwiesen, damit fie in allgemeinnüßiger Weise verwendet werde. Bis jetzt sind an neun große Unterrichtsanstalten Geschenke von 125 000 bis 375 000 Mark verteilt worden, damit Vervollkommnungen aller Art in ihnen geschaffen werden könnten. S1. Der deutsche Chemikertag tagte in Dessau. Dr. Treumann- Hannover hielt einen bedeutungsvollen Vortrag über die Errichtung einer chemischen Reichsanstalt. Er brachte eine Resolution zur Annahme, die sich für Errichtung der chemischen Reichsanstalt aussprach. Dr. Lenze- Dessau sprach über die moderne Milchhygiene; in der anschließenden Diskussion wurde zur Verminderung der Säuglingssterblichkeit eine Veri Terung der sanitären Verhältnisse in Gemeinschaft mit den Landwirten empfohlen. RW. Die internationale Konferenz für Krebsforschung wurde gestern in Frankfurt a. M. durch Geh. Rat Biofeffor von Leyden- Berlin eröffnet. Im Namen des Kultusministers wünschte Geh. Rat Professor Kirchner den Verhandlung in der Konferenz besten Erfolg. Bürgermeister Varrentras begrüßte die Versammlung im Namen der Stadt Frankfurt. Hus dem Gerichtslaa!. Der geiftestranke Massenmörder Dittrich. Georg Dittrid, melcher sich seit einiger Zeit in der Jrrenabteilung des Zuch hauses in Waldheim befindet, wird demnächst wieder nach Berlin zurückgebracht werden, wo beim Landgericht II die Untersuchung bezüglich der ihm zur Last gelegten Morde an den beiden Frauen Schurm( Zeuthen) und Graßnid( Eichs walde) weitergeführt wird. Die fürzliche Nachricht, daß Dittrich infolge von Geisteskrankheit gänzlich außer Straf verfolgung gesezt und demgemäß zu zeitigem Aufenthalt einer Frrenanstalt überwiesen sei, bestätigt sich nicht. Er ist viel. mehr laut Beschluß der ersten Strafkammer des Dresdener Landgerichts auf Grund des von den Waldheimer Psychiatern erstatteten Gutachtens nur außer Verfolgung gesetzt worden wegen eines in Sachsen verübten Lustmordes. Das Gut achten geht dahin, daß Dittrich bei Begehung der ieztge nannten Tat geistig nicht zurechnungsfähig gewesen ist. Ob aber die Annahme der geistigen Unzurechnungsfähigkeit auch bei den beiden in der Umgegend von Berlin verübten Frauen, morden zutrifft, muß erst durch eine erneute Beobachtung des Täters in einer preußischen Jrrenanstalt festgestellt werden, von deren Ergebnis dann die weiteren Maßnahmen abhängen werden. § Wegen Urkundenfälschung wurde die erst sechzehnjährige Margarethe Antoniewicz von der 2. Strafkammer des Land gerichts I. in Berlin zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe berurteilt. Das vielversprechende Früchtchen hatte mit größter Dreistigkeit diverse Wechsel über Summen von 4000 und 6000 Mart gefälscht und in Umlauf zu sezen versucht. § Der Fall Biewald vor Gericht. Die Verhandlung vor dem Breslauer Zivilgericht in der Klage des Arbeiters Biewald, dem bei dem Krawall am 19. April die Hand abgeschlagen wurde, gegen die Stadtgemeinde Breslau auf Zahlung voll 5000 Mart sowie einer lebenslänglichen Rente, ist aufgehoben worden. Ein neuer Termin ist noch nicht anberaumt. Jetzt ist es Zeit Carl Rahneyer Ges eine Kur mit meinem seit langen Jabres bewährten Jodella Lahusen's Lebertran zu beginnen und regelmäßig fortzusetzen, so die besten und nachhaltighen Erfor erzielt werden. ,, Jodella ist der ber beliebteste und volikommenste Lebertran übertrifft alle ähnlichen Konkurrenz Fabri Alleiniger Fabrikant Apoth. Lahusen in Brem Da Nachahmungen, achte man gefl au nebenstehende Figur und Namen ,, Jodella Alle anderen Präparate sind als nicht zurückzuweisen! 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Die fanabische Brilcke über bet große Güterfrachten läßt wären ber eisfreien Rähne unpassterbar, und der Boll mußte von mittels Fähre über den Strom transportieren, um dadurch ist der Fluß für Rörüdenzölle zu ersparen. Im Winter aber der Gesellschaft entrichtet werden, bis die Direktion auf ben Einfall fam, einen Schienenweg auf der festgefrorenen Oberdie bedeutenden amstag, ben 29. September berbessische 1906 Familienzeitung Tägliche Unterhaltungs- Beilage 380 Nr. 224