Stelle ein Heber Baron, Ich bin erfreut, Ste zu sehen." P fragte Strega: Wie haben Sie „ Ich schlief wie ein müdes Kind. Der angebliche Freiherr antwortete in derselben Weise; geschlafen, heute frith heim hellen meinen Kopf aufs Kissen legte und dann nichts mehr, bis ich Ich weiß nur, daß ich Rudolf? T 11 11 Kr. 202 Bubaltion u.Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechenschinh Nr. 362. Mittwoch, den 29. August 1906 Gießener 15. Jahrgang G Svatiebellagen: Oberbeffische Familienzeitung( and bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von here. Bestellungen durchs Telephon. Wenn ein Kaufmann telegraphisch Aufträge erteilt, so gilt das wie jeder andere schriftliche Auftrag. Dabei hat er bie Verpflichtung, alle die Vorsichtsmaßregeln zu treffen, die burch die Eigenheit der telegraphischen Nachrichtenübermittelung bebingt find. Er muß beispielsweise Ziffern follationieren" lassen, d. h. dafür sorgen, daß das empfangende Telegraphenamt die Ziffern zur Vergleichung an das aufgebende Telegraphenamt zurückmeldet, damit dieses sich überzeugt, daß die telegraphierte Biffer mit der Urschrift des Telegramms übereinstimmt. Damit noch nicht genug: Neben der wichtigen Biffer muß die Zahl in Buchstaben geschrieben sein. Denn tommt vor, daß der telegraphierende Beamte trotz der Rollationierung sich irrt. Das ist menschlich, und deshalb lann nicht er verantwortlich gemacht werden, sondern der Schaden bleibt bei dem Auftraggeber. Bei der telephonischen Uebermittelung von Aufträgen sind die Schwierigkeiten anderer Art. Man weiß, welche Firmen man anruft, man kann sich auch vergewissern, ob man die richtige Verbindung bekommen hat; aber man fieht nicht, welche Person sich am andern Ende des Drahtes befindet, ob dort der Chef steht oder der Prokurist oder der Lehrling. Es ist nun Sache des Bestellers, sich hiernach zu rhundigen, um wenigstens annähernd Gewißheit zu erlangen, daß der Empfänger der Bestellung auch die Befugnis hat, bestimmte Zusagen zu machen, die für die Firma selbst rechtsberbindlich sind. Die Judikatur ist hierüber noch nicht zur bollen Einheitlichkeit gekommen, aber sie ist auf dem besten Weae dabin. Wer sich telephonisch anschließen und in das öffentliche telephonische Register eintragen läßt, der gibt damit zu erlennen, daß er für telephonischen Anruf zur Verfügung steht, baß er angerufen zu werden wünscht und telephonische Betellungen entgegenzunehmen bereit ist. Damit unterzieht er ich der Verantwortung für die Mißverständnisse, die mit der Eigenart des telephonischen Verkehrs verbunden sind und auf absehbare Zeit an ihm haften. Daraus könnte man herleiten und haben manche Gerichte auch hergeleitet, daß für Irrtümer bei telephonischen Bestellungen und Aufträgen der aufzulommen hat, bei dem der Anruf erfolgt. Das hat zu manchen Mergerlichkeiten und Unzuträglichkeiten geführt. Ein Lehrling beispielsweise nimmt eine Bestellung entgegen und macht dabei eine Zusage über die Art der Anfertigung oder über die Lieferung der Ware. Der Lehrling gibt die Bestellung auch ab, doch er vergißt gleichzeitig, von seiner Zusage Meldung zu machen, auf die der Chef vielleicht nicht eingegangen wäre, oder die er auch berücksichtigt haben würde, wenn er von ihr Renntnis gehabt hätte. Wer trägt nun den Schaden? Ist ber Chef für das Versehen seines Lehrlings haftbar? Oder ist der Besteller mit seinem Schadenanspruch abzuweisen, weil res an der nötigen Vorsicht hat fehlen lassen? Bei Entcheidung dieser Frage ist zu berücksichtigen, daß telephonische Bestellungen in der Regel eilige Bestellungen find, die eine Berzögerung bis zur schriftlichen Bestätigung nicht vertragen. Fm andern Falle würde man wohl die telephonische Bemühung und die Telephongebühr sparen. Ein höheres Gericht hat dahin entschieden, daß man allgemein wisse und für sicher annehme, die Bedienung des Telephons sei nicht Sache des Chefs oder seiner Prokuristen, jondern werde fast überall von einem Hausdiener, vom Lehrling oder sonstigen untergeordneten Angestellten besorgt. Unter feinen Umständen aber sei es gerechtfertigt, irgend Jemanden, der von einem Geschäft aus auf Anruf spricht, für tine im Namen dieses Geschäfts verfügungsfähige Person zu balten, blos weil man sie nicht sieht! Sache des Bestellers it es, sich zu vergewissern, ob die Bestellung an die richtige Berson gelangt ist, namentlich ob etwaige auf die Bestellung bezügliche Busagen von einer Person gemacht worden sind, bie zu solchen Zusagen befugt ist und für die die Firma baften muß. Die Eile kann keine Verantwortung schaffen, he läßt die Verantwortung bei dem, der Ursache hat oder zu baben glaubt, die Schnelligkeit der Geschäftserledigung ihrer Buverlässigkeit vorzuziehen. Etwas mehr Vorsicht, besonders bei größeren Aufträgen, it immer am Plaze und läßt sich auch durchführen. Ist der Chef nicht da und fehlt der Prokurist, wenn die Bestellung gegeben und angenommen wird, so läßt sich anordnen, daß eine telephonische Rückfrage und Bestätigung erfolgen soll. Die ausbleibende Bestätigung zeigt dann beizeiten, daß man bie Nachfrage zu wiederholen hat, um sich gegen Schädigung zu schützen. Die letterwähnte Gerichtsentscheidung scheint das Richtige getroffen zu haben. Mit ihr wird der telephonische Verkehr, ber immer mehr an Ausdehnung gewinnt, sich einzurichten haben, und er fann es auch. Mercur. Die moskowitische Anarchie. Me jene blutigen Vorkommnisse, die in diesen Tagen Schlag auf Schlag folgten, haben bewiesen, daß die revolutionären Antriebe im russischen Reiche in keiner Weise an Kraft verloren haben. Die trotz der Duma- Auflösung einJegende verhältnismäßige Ruhe war nur eine trügerische, gleichsam das Athemholen vor dem erneut losbrechenden Sturm der Leidenschaften. Erbitterte Kämpfe sind in Odessa ausgebrochen, die das Schlimmste für die so schwer heimgesuchte Hafenstadt befürchten lassen. Arbeiterunruhen und Straßenschlachten. Gegen 15 000 Arbeiter veranstalteten Umzüge in Odessa. Als die Demonstranten daran gingen, die Schnapsläden zu berwüsten, trat ihnen das herangerufene Militär im Verein mit der Polizei entgegen und ein heißer Kampf entbrannte. Von beiden Seiten wurde heftig gefeuert. Das Militär gab mehrere Salven ab, wodurch 81 Personen getötet und 250 berwundet wurden. Auf Seiten des Militärs fielen 17 Mann. Das Weizengeschäft liegt vollständig darnieder, da die Arbeiter streiken. In der Piraspoler Vorstadt wurde die aus fünf Köpfen bestehende Familie eines Getreidehändlers ermordet und 10 000 Rubel sowie mehrere Wertsachen geraubt. Aus den verschiedensten Gegenden des Landes kommen Nachrichten über das Wiederaufleben der Gewalttätigkeiten. Revolutionäre Banden versuchten sich eines Waffendepots bei der Station Pablama in der Nähe von Moskau zu bemächtigen. Sie wurden von der wachthabenden Besazung nach heftigem Kampfe, wobei mehrere Personen getötet wurden, zurückgeschlagen. Auf der Station Woskressenstaja der Bahn Mostau- Kasan fand ein wahrscheinlich absichtlich herbeigeführter Zusammenstoß zweier Züge statt, bei dem elf Personen verwundet wurden. In Samara stieß ein Trupp von 400 Revolutionären mit der Polizei zusammen. In dem entstehenden Handgemenge wurden mehrere Polizisten durch Dolchstiche und Steinwürfe verletzt. Bedrohliche Situation in Warschau. Man vermutet allgemein, daß die Ermordung des Generals Wonljarljarski nur die Einleitung zu neuen Attentaten bildete. Soldaten veranstalten lärmende Kundgebungen gegen ihre Offiziere, die vergeblich den Ingrimm durch Agitation für ein Pogrom abzulenten suchen. Der Gouverneur Stallon hat infolge des Attentates, das gegen ihn verübt wurde, vollständig den Kopf verloren. Er befindet sich fortwährend in wahnsinniger Todesangst und weigert sich sogar, nahe Freunde und Vertraute zu empfangen, in denen er Sendlinge der Revolutionäre vermutet. Die Aerzte stellten einen schweren Nervenchok des Gouverneurs fest, dessen Ursache durch Drohbriefe täglich noch gesteigert wird. Auf Befehl Stallons ist das Regierungspalais mit einem Wall von Soldaten umgeben worden. Die Polizei hat eine Anzahl von Bomben in der Nähe des Polizeipräsidiums und der Skallonschen Wohnung entdeckt, die im Boden vergraben waren und bei Gelegenheit zur Explosion gebracht werden sollten. Ueber 200 Personen sind verhaftet worden, ohne daß man die Urheber der Mordanschläge entdeckte. Auch in Moskau werden die Häuser durch Geheimpolizisten aus Petersburg unablässig durchsucht nach Waffenlagern und Werkstätten von Sprengstoffen; es finden fortgesetzt VerHaftungen statt. Maßnahmen der Regierung. Angesichts der ungeheuren Erregung infolge der anhaltenden Mordtaten will man wieder bei den maßgebenden Kreisen eine Verschärfung der Sicherheitsmaßregeln durchführen. Die amtlichen Blätter bringen eine Notiz folgenden Inhalts: Jeder Revolutionär muß für vogelfrei und rechtlos erklärt werden. Wer der revolutionären Gesinnung überführt ist, soll hingerichtet werden. Wird Jemand mit Waffen, Explosivstoffen oder dergl. betroffen, so soll er standrechtlich erschossen, seine Angehörigen deportiert werden. Die Verbreiter revolutio närer Schriften find ebro zu beherbeln. Also Gewalt gegen Gewalt. Man geht wohl nicht fehl wenn man diese Ungeduld nicht ganz wörtlich nimmt, immer hin tennzeichnet sie die Stimmung. Man hat erkannt, daß irgend etwas geschehen muß, um das bedrohte Leben der Beamten zu schüßen. Beginnt doch bereits die Fahnenflucht in ihren Reihen, wie das gemeinschaftliche Abschiedsgesuch sämtlicher höheren militärischen und Zivil- Funktionäre in Odessa mit General Kaulbars an der Spize zeigt. Das offiziöse Organ der Regierung, die Rossija" in Petersburg bringt einen Artikel, in dem gesagt wird, die Regierung befize genügende Gewalt zur Unterdrückung der Attentate und verbrecherischen Handlungen, sie erblicke aber darin nicht ihr Hauptziel und die Grundlage ihrer Tätigkeit. Als nächste Pflicht betrachte die Regierung die Ausarbeitung der Gesetzesvorlagen für die Duma. Unaufschiebbare Fragen würden bis zum Zusammentritt der Duma in gesetzlich vorDie gesehener Weise von der Regierung erledigt werden. Revolutionäre fönnten die Tätigkeit der Regierung nicht behindern. Um die bäuerische Bevölkerung zu beruhigen, ist die Bauernagrarbank zum Zweck der Vergrößerung des bäuerlichen Grundbesitzes beauftragt worden, den Verkauf einer Reihe von Apanage- Ländereien an Bauern zu vermitteln. Stolypin über das Attentat. Der Ministerpräsident Stolypin schilderte einem höheren Staatsbeamten gegenüber seine Eindrücke während des gegen hn verübten Bombenanschlags. Stolypin befand sich in jeinem Arbeitszimmer, als im Empfangszimmer sehr laul aefbrochen wurde. Er unterschied deutlich die Stimme des Generals Samjatin, der während der Katastrophe umtam, Stolypin wollte die Tür öffnen gehen, um nach der Ursache des Streites zu forschen, als eine fürchterliche Detonation erfolgte. Sein erster Gedanke galt seiner Familie, seinen Kindern; doch blieb er einen Moment starr vor Schrecken stehen, als er den Balkon herabstürzen sah und mit ihm seine Tochter und sein einziges Söhnchen, sowie die alte Kinderwärterin. Stolypin selbst blieb völlig unversehrt, nur das Tintenfaß flog ihm gegen den Hinterkopf, ohne ihn zu bes schädigen. In seinem Kabinett wurden die Möbel teilweise durcheinander geschoben, doch sind alle wichtigen Papiere un beschädigt, ebenso alle Aftenstück in dem nebenan befindlichen Sekretariat, die, unter der einstürzenden Decke begraben, erhalten blieben. General Samjatin hatte den uniformierten Attentätern den Eintritt verweigern wollen. Er war mißtrauisch geworden, weil sie unvorschriftsmäßige Fellmüßen trugen. Während des Wortwechsels ließ einer der Attentäter die Bombe fallen, worauf die schreckliche Katastrophe erfolgte. Ein Arm dieses Mannes wurde weit weg im Garten des Landhauses gefunden. Stolypin sagte, er sei vollkommen gefaßt und fest entschlossen, seine Pflicht weiter zu erfüllen, und zwar auf der eingeschlagenen Bahn. Schmerzlich besorgt mache ihn nur das Schicksal seiner schwerverwundeten Tochter. Sein ebenfalls verwundeter fleiner Sohn soll der Genesung entgegengehen. Russische Nihilisten in Hamburg. Außer dem sich Favart nennenden Unbefannien, der verdächtig ist, russischer Revolutionär zu sein, sind noch drei Mitschuldige verhaftet worden. Sie wurden in dem Augenblick festgenommen, als sie sich nach England einschiffen wollten. Bei ihnen wurden noch eine Menge Waffen und viele hunderte von Gewehrpatronen beschlagnahmt. Außerdem wurden in ihrem Besitz Kolben aufgefunden, durch die Browning- Pistolen in Karabiner ungewandelt werden können. Es liegen noch folgende Meldungen vor: Riga, 28. August. Auf offener Straße wurden einem Steuereinnehmer 1500 Rubel geraubt. Der herzueilende Schußmann erhielt einen Schuß und war sofort tot. Als eine Patrouille heranfam, ergriffen die Räuber die Flucht. Einer wurde getötet. Man fand bei ihm das Geld vor. Riga, 28. August. Als die Polizei ein Haus umzingelte, in dem Bomben aufgefunden waren, gaben die im Innern versteckten Revolutionäre eine Gewehrsalve ab und warfen eine Bombe. Das Haus wurde darauf beschossen. Als man eindrang, fand man einen Mann und eine Frau tot auf. * Das Ende der Meuterer. Ueber die Hinrichtung der vom Kriegsgericht zum Tode berurteilten Meaterer von dem ,, Pamjat Ajowa" wird aus Reval geschrieben: Das Gericht fällte das Urteil um 1 Uhr nachts. Während der Verlesung des Todesurteils herrschte im Saal Totenstille: als das Geriat sich jedoch zu entfernen begann, bat ein Teil der Verurteilten, die Todesstrafe in unbefristete Zwangsarbeit umzuwandeln, während andere erklärten, daß sie dieses wohl nicht verlangen können, daß sie aber bäten, die Strafe des Todes durch Erhängen in den Tod durch Erschießen umzuwandeln, worauf sich das Gericht zurückzog. Nachdem die Verurteilten in ihre Zellen zurückgeführt worden waren, wurden sie gefragt, ob sie einen Priester zu empfangen wünschten; sie bejahten die Frage und baten, ihnen Heiligenbilder in die Zellen zu bringen. Nachdem alle, mit Ausnahme eines Studenten, das Abendmahl empfangen hatten, beschäftigten sie sich mit Schreiben von Briefen und der Aufzeichnung ihrer legtwilligen Verfügungen. Um 4 Uhr morgens traf das vom Chef des Geschwaders bestätigte Urteil der be= sonderen Kommission ein, jedoch mit der Umwandlung des Erhängens in Erschießen. Man brachte den Verurteilten in die Zelle leinene Hemden und befahl ihnen, fich indem umzukleiden, was einige zuerst nicht wollten, sie baten, sie in Matrosenkleidern sterben zu lassen. Nachdem sie sich im Korridor in Reih und Glied aufgestellt hatten, wurden sie auf den Schloßhof und von dort auf den Richtplatz geführt. Auf dem Schloßhof stimmte einer der Verurteilten ein Lied an, zu dem sich anfangs noch einige Stimmen geſellten, doch verstummte sofort wieder alles. Auf dem Richtplatz angekommen, baten die Verurteilten, sich von einander verabschieden zu dürfen, was ihnen auch gestattet wurde. Sie füßten sich untereinander und traten dann selbst an das längs dem Richtplaze ausgespannte Seil heran, wo fie angebunden wurden. Als alle angebunden waren, fam der Priester hinzu und reichte jedem das Kreuz zum Kusse. Mittlerweile hatte die durch das Los zur Volstreckung der Exekution bestimmte Truppenabteilung Aufstellung genommen. Nach der Verlesung des Urteils folgte von mehreren Seiten der Ruf:„ Genug, wir fennen selbst unsere Schuld. Zielt gut, Brüder, damit der Tod sofort eintritt." Nachdem der Priester nochmals das Kreuz zum Kusse gereicht hatte, erklang das Kommando die Salve ertönte, eine zweite Salv folgte zur Vorsicht. Nach der Vollstreckung des Urteila wurden die Leichen auf einen mit Sand bestreuten Wagen - fange Pferde suchen zu müssen. Jede Möglichkeit eines Pferden zurüd. das eines jeden andern. zugefallen war, aber sein Amt war ein ebenso wichtiges, wie war ausgeschlossen. Der behäbige Wirt blieb allein bei den Es war feine gefahrvolle Aufgabe, die ihm Der Leibgarde Heranstirmten und bie anberen Berschwörer nen abzunehmen. wurde, was vorgefallen war. Ein Soldat eilte zu Gottlieb, Gottlieb selbst niederstachen oder gefangen nahmen, ehe ihnen überhaupt flar rannte mit zwei anderen um ihm seinen Gefange günstig ist, morgen töstlicher Spätherbsttag ch tomme über ben 31( stela, tints." die Mondsichel und Venus in ging Horizont zeigten. Ungeduldig wartete Erich auf das Schwinden war noch gesättigt von der Wärme bes ages, ala fich f blaffem Silberichhimmer am schon gelegt und in den Hafen gebracht; von dort wurden sie aus einem Dampfer ins Meer hinausgefahren, wo die Bestattung nach Seemannsbrauch stattfand. Der Bürgerkrieg auf Kuba. Der Aufstand auf der„ Perle der Antillen" wird zwar von den amtlichen Organen des Präsidenten Palma als un bedeutend hingestellt und täglich versichert, daß die Insurgenter bereits größtenteils nach Hause marschiert seien, trotzdem dauert aber die Rebellion ungeschwächt fort. Im Gegenteil, die Aufrührer erhalten fortgesetzt Verstärkungen, teils aus den Reihen des Regierungsmilitärs, teils von den beute: Iuftigen Abenteurern, die in dortiger Gegend ,, wild wachsen" und stets da zu finden sind, wo es etwas zu morden, zu brennen oder zu plündern gibt. Fast täglich finden Gefechte zwischen den Rebellen und Regierungstruppen statt, bei denen sich stets beide Teile der Sieg zuschreiben. So behauptet Oberst Valle von der Land: miliz, daß er die Aufständischen, die von General Guzmann befehligt wurden, bei Cienfuegos geschlagen habe. Von der Land: miliz wurde ein Mann getötet, die Gegner hatten einen Verlusi von 17 Toten. Sehr empfindlich scheint dieser Verlust aber nicht zu sein, denn die Rebellen streifen dicht vor den Toren der Haupt stadt umher und haben genug Leute, Waffen und Munition um die Sache noch eine Weile auszuhalten. Der Befehls: haber der Regierungstruppen vermeidet einen Kampf, bis ei Verstärkungen erhält. Ueberhaupt scheint die Regierung ihre Sache nicht so ganz sicher zu sein, mindestens aber nicht di nötige Energie zu besitzen, um den Aufstand niederzuwerfen Präsident Palma äußerte sich über die Rebellen sehr opti mistisch. Er sagte: Die Führer der Revolution werden di volle Strenge des Gesezes erfahren. Die Revolution ist un bedeutend und wird binnen kurzem unterdrückt sein. Die Rebellen find gering an Zahl. In den Provinzen Sante Clara Havanna und Sinar del Rio gibt es gar keine und in den Provinzen Matanzas, Camaguey, Santiago haben sie feine Sympathien unter ihren Landsleuten." Aber Palmo dürfte sich doch darin täuschen und namentlich wird ihm Guerra, der in Sinar del Rio steht, noch schwer zu schaffen machen. Guerra erklärte sich fest entschlossen, seinen Wider: stand nicht eher aufzugeben, als bis die lezte Präsidenten: wahl für ungiltig erklärt sei. Guerras 2000 Mann sind mit Waffen und Munition wohl versehen. Er hat allerdings tein Geld und zahlt für Lieferungen mit Anweisungen au die tubanische Regierung. Da aber Palma im eigenen Lager Gegner hat, die star! gegen ihn arbeiten, so durfte der Aufstand auch von dieser Seite neue Nahrung erhalten und das Land nicht eher zur Ruhe kommen, bis Palma abdankt, vielleicht wird die Washingtoner Regierung ihn bald freundschaftlichst dazu auf: fordern. 1 1 1 Politifche Rundschau. Deutsches Reich. : 9 9 * Der Reichstagsabgeordnete Spahn hat in einer Ver Sammlung in Rheinbach bei Bonn beachtenswerte Aeußerungen über die Kolonialaffäre getan. Er sagte u. a. folgendes: Daß die Lieferungsverträge für die Kolonialtruppen nich mit der nötigen Umsicht abgeschlossen worden seien, hänge mi der mangelhaften finanztechnischen Durchbildung der Beamter der Kolonialabteilung zusammen. Ob die der Firma Tippelskirch Woermann oder den Versicherungsgesellschaften bewilligten Säh in Friedenszeiten unangemessen hoch seien, sei bei überseeischer Verhältnissen selbst für Sachverständige schwer zu beurteilen aber das leuchte auch Laien ein, daß Preise, welche für Friedens lieferungen angemessen seien, für Kriegslieferungen zu hoc werden, weil die Zahl der Lieferungen sich vermehrt. De Reichstag müsse Aufklärung darüber herbeiführen, ob fü Friedenszeiten bei Zulassung freier Konkurrenz günstiger Lieferungsverträge hätten abgeschlossen werden können. Dei Reichstag müsse eine scharfe Kontrolle ausüben, kein Beamter dürfe sich der Jllusion hingeben, daß sich hinterm Rücken dei Reichstagsmehrheit auf dem Verwaltungswege eigene Kolonial politik treiben lasse. Unter gegenwärtigen Verhältnissen ist übrigens die Nach richt interessant, daß Herr von Tippelskirch sich in der Schweiz ansässig macht, indem er das auf dem Arenenberg gelegene Schloß Salenstein, eines der feudalsten dieser Gegend, für 190 000 Frants angekauft hat. * Die Generalversammlung des Evangelischen Bundes findet vom 7. bis 11. Oktober in Graudenz statt. Die auf der Tagesordnung stehenden Vorträge behandeln u. a. die Pflege der evangelischen Kirche in Desterreich und im deutschen Often, die Paritätsfrage und den Einfluß des Bundes auf die wirtschaftliche Betätigung des Volkes. * Der Anarchist" August Rosenberg verlangt Ent schädigung für die unschuldig erlittene Haft vom Auswärtigen Amt und hat sich zu diesem Zwecke nach Berlin begeben. Rosenberg war bekanntlich am 6. Juli in Altona unter dem Verdacht, ein Attentat gegen den Kaiser zu planen, verhaftet morden. Die Untersuchung ergab jedoch die völlige Haltlosigkeit des Verdachts. * Mit der Frage, wie es möglich ist, die Sicherheit im Eisenbahnverkehr zu erhöhen, wird sich Ende nächsten Monats eine Konferenz von Fachleuten beschäftigen, die aus Anlaß ber in letzter Zeit mehrfach vorgekommenen Eisenbahnunfälle bom Präsidium der Berliner Eisenbahndirektion nach Berlin zusammenberufen worden ist. Balkan taaten. ** In friedlicher Weise, wie das vorauszusehen war, isl der russisch- bulgarische Zwischenfall beigelegt worden. Der bulgarische Minister der auswärtigen Angelegenheiten, General Petroff, hat in Pete burg die erforderlichen Erklärungen abgeben lassen, zugleich mit der Versicherung, daß das bul garische Ministerium in Zukunft die ernstesten Maßregeln ergreifen werde, um die Verletzung von Geheimnissen, wie sie die Verstimmung der russischen Regierung verursacht hat, zu bermeiden. Infolgedessen wurde der Vertreter Rußlands am bulgarischen Hofe Schtscheglow beauftragt, die diplomatischen Beziehungen zu der bulgarischen Regierung auf dem früheren Fuße wieder anzuknüpfen. Amerika. ** In St. Louis bildet die Möglichkeit eines Besuches des deutschen Kaisers fast das alleinige Gesprächsthema. Eine Anregung der Zeitung ,, Postdispatch", die städtischen Staatsbebörden sollten den Kaiser formell zum Besuch von St. Louis einladen, wurde begeistert aufaenommen Niederlande. ** Der Regelung der Fleischausfuhr wird hier besondere Beachtung geschenkt, damit Vorfälle wie in Amerika vermieden werden. Um Gewißheit zu haben, daß nur Fleisch von guter Beschaffenheit zur Ausfuhr gelangt, hat die Regierung einen Gesezentwurf eingebracht, nach welchem das zur Ausfuhr tommende Fleisch mit einem amtlichen Stempel über die erfolgte Fleischbeschau versehen sein muß; Zuwiderhandlungen dieser Vorschrift sollen der Bestrafung unterliegen. Afien. ** Der Boykott amerikanischer Waren in China hat trotz kaiserlicher Edikte und vizeköniglicher Proklamationen nicht nachgelassen. Der Petroleumhandel nach Südchina hat in diesem Jahre um 350 000 Dollar in Gold abgenommen, der Mehlimport um 800 000 Dollar und der Wollwarenimport ebenfalls erheblich. Kleine politifche Nachrichten. Leipzig, 28. August. Die hiesigen Hausbesitzer erklärten fich gegen das vom Rate der Stadt beabsichtigte Berufswahlrecht zum Stadtverordnetenkollegium. Da auch die Sozialdemokratischen Stadtverordneten dagegen sind, kann der Entwurf als gescheitert gelten. Madrid, 28. August. Ein königlicher Erlaß stellt die gefeßlichen Formalitäten für die Zivilehe wieder her. Die Verpflichtung für die Ehegatten, ihren Glauben anzugeben, tommt in Fortfall. Rio de Janeiro, 27. August. Der panamerikanische Kongreß ist heute durch den Minister des Aeußern Rio Branco in feierlicher Weise geschlossen worden. Dof und Gefellschaft.. *** Zum Geburtstage der Königin Wil. helmine von Holland ist der Generaladjutant v. Moltke im Auftrage des deutschen Kaisers nach dem Haag abgesandt und von der Königin in Audienz empfangen worden. Er überreichte als Geschenk des Raisers fünf Statuetten von Fürsten des Hauses Oranien. ** Da ** Der Großherzog und die Großherzogin von Baden sind auf Schloß Mainau eingetroffen. der Erbgroßherzog, der in Badenweiler an einer Netzhautablösung ertranft war, noch in Schonung verbleiben soll, so hat der Großherzog, um seinen Geburtstag im Familienfreise feiern zu können, in Aussicht genommen, dieses Fest in Badenweiler zu begehen. Deer und flotte. Die Schutztruppe in Südwestafrika soll bis zum April n. J. bis auf 7000 Mann vermindert werden. Bis dahin hofft man die Aufstandsbewegung soweit unterdrücken zu können, daß der größte Teil der Truppe entbehrlich wird. Keine Opfer der Hitze. Die Nachricht, daß bei den Manövern des 6. Armeekorps am 22. und 23. August bei dem 11. und 51. Infanterieregiment, sowie beim 6. JägerBataillon im ganzen vier Mann infolge Hizschlages gestorben seien, wird von zuständiger Seite als falsch bezeichnet; es ist bei den genannten Truppenteilen kein Todesfall infolge Higschlages vorgekommen. Stapellauf in Kiel. In Anwesenheit des Vertreters des Staatssekretärs des Reichsmarineamts, Vizeadmirals von Ahlefeld, der Admiralität, des Offizierkorps, der Spitzen der Militär- und Zivilbehörden und der Stadtverwaltung sowie unter Teilnahme zahlreicher Abordnungen und geladener Gäste lief gestern auf der kaiserlichen Werft in Kiel der kleine Kreuzer Ersatz Bliz" glatt vom Stapel. Die Taufrede hielt der Oberbürgermeister von Nürnberg, Dr. Schuh. Das Schiff erhielt den Namen„ Nürnberg". " Soziales Leben. X Gemeinnützige Stiftungen. Frau Zanders, die Gattin des Großindustriellen S. W. Zanders in Berg.- Gladbach hat die Summe von 100 000 M. für eine Stiftung überwiesen, deren Mittel zur Errichtung einer Volksbibliothek und einer Lesehalle verwandt werden sollen. Der Geh. Regierungsrat Kost hat der Stadt Magdeburg sein ganzes Vermögen, 75 000 M., zu Stipendien bermacht. Nab und fern. † Auf der Uebungsfahrt verunglückt. Bei einer Probefahrt der Schöneberger Feuerwehr stürzte das 6000 Kilogramm schwere Automobilfahrzeug mit der mechanischen Leiter infolge Anfahrens an eine Bordschwelle um. Der Oberfeuerwehrmann Kühne, der den Wagen lenkte, und der Feuermehrmann Ehlert wurden aus dem Wagen herausgeschleudert. Kühne geriet mit Kopf und Hals so unglücklich unter die Leiter, daß er schwere Verletzungen erlitt, die nach kurzer Zeit seinen Tod herbeiführten, Ehlert erlitt nicht unerhebliche Verlegungen an der Brust und an den Hüften und mußte in ein Krankenhaus überführt werden. † Valparaisos Wiedererwachen. Die Nachwirkungen des Erdbebens in Valparaiso machen sich jetzt weniger bemerkbar. Es werden Vorbereitungen zum Wiederaufbau der Stadt getroffen. Zu diesem Zwecke wird der Zoll auf Baumaterial für 1/2 Jahre aufgehoben. Die neue Stadt soll luftiger gebaut werden und mindestens 15 Meter breite Straßen er= halten. Die von Rothschild angebotene Hilfe wurde vom Präsidenten Riesto abgelehnt. Der deutsche Kreuzer Falke" hat zur Unterstützung der durch das Erdbeben geschädigten Deutschen mit einem chilenischen Kriegsschiff ein Detachement nach Valparaiso geschickt. Der Kreuzer ist ebenfalls auf dem Wege dorthin. + Liebevolles Söhnen. In Groffen feuerte der 22jährige Dienstknecht Paul Kauschte auf seine Mutter, die sich geweigert hatte, ihm Geld zu geben, mehrere Revolverschüsse ab, durch die sie im Gesicht und an den Händen erheblich berletzt wurde. Der Täter ist verhaftet worden. † Schon wieder die Petroleumkanne. Trotz aller War nungen versuchen immer wieder Leute, Feuer mit Petroleum anzufachen. Dem Sohne des Gutsbesitzers Müller in Naumburg explodierte bei einem solchen Versuche die Petroleumlanne und seine Kleider brannten im Nu lichterloh. In der Verwirrung rannte der junge Mann auf die Straße und Sprang in einen Teich. Er starb unter entsetzlichen Schmerzen. Sein ganzer Körper war mit Brandwunden bedeckt. † Durch giftige Gase getötet. In Andeville, Departe ment Dise, sind bei der Bohrung eines Brunnenschachtes ein Ingenieur und awei Arbeiter durch giftiae Gase, die sich nach einem Sprengschuß mit Dynamit in dem Schachte ar sammelt hatten, erstickt. Sofort aus Paris mit Rettungs apparaten abgesandte Feuerwehrleute konnten nur die Les name der Verunglückten zutage fördern. † Prinz Heinrichs Automobil bombardiert. Auf be Fahrt nach Hemmelmark wurde das Automobil des Prinze Heinrich von Preußen, das der Prinz selbst lenkte, vor ha wüchsigen Burschen mit Steinen bombardiert. Ein St Erledigt: G befeßende Lehrer Der Gefangenauf dontshaufen $ Die Wahlen z berletzte den Chauffeur am Auge; dieser verfolgte jedoch by fanfalt Bußbach wur Burschen und es gelang ihm, den eigentlichen Attentäter dennung feiner treue Prinzen Heinrich vor, der ihm eine ernstliche Verwarnunden demnächst vorgen zuteil werden ließ und alsdann die unterbrochene Fah ming des Landes in Flur eines Hauses zu stellen. Er führte den Knaben de fortsette. Bunte Tages- Chronik. Kattowitz, 28. August. zu Tode gequetscht. jeben Wahlbezirk w Afslammer gewählt. altige Durchführung Im Stahlwerk Friedenshit zwei Mitglieder f wurde der Arbeitsbursche Buchczik in der hydraulischen Prest. Die Ausschüsse steins auf der Strecke Bruchstraße geriet der Koksmeista vinzialhaupstädten. Langendreer, 28. August. Beim Abbruch eines Schorn hamer in den Provinz Bierheff unter die Steintrümmer und wurde lebensgefährlid hören außer den oben Herne, 27. August. Ein Abgesandter der französische Wahl der Mitglie Werke den Rettern von Courrières die ihnen verliehene den Ausschüssen für berlegt. Botschaft in Berlin hat heute im Beisein des Vorstandes da französischen Orden überreicht. Sklaverei im Bühnenleben. 7k. München, 28. Auguft. Die Bretter, welche die Welt bedeuten Mitglieder der Landwi Pen Verbands- Angehö Bahlmanner). Jeber Fannertreife. Jeder Hertrauensmann. R. Am 29. Septem - sollen, finder Reichsbantftelle in C Menge verhüllt, und das ist sehr gut. Denn, wenn dur Durgbrenn burch einen prunkenden Vorhang den profanen Augen de nebenstelle eröffnet einen Zufall oder durch des Geschickes rauhe Hand jen Gießen zwei Jüngling gleißende Hülle gelüftet wird, dann erschrickt man ob des lehungsanftalt Erfurt de traurigen Anblickes der des Neugierigen harrt. Die Welt des Flitters ist fast immer oder richtiger- immer eine Well des Scheins, unter der bunten Hülle, die im Rampenlich gleißt und glizert, friecht, wenn der Vorhang gefallen, di Wirklichkeitsgestalt, grau und bedauernswert hervor. Künstlerinnen, die sei es Variété, sei es Bühne Di Der Prozeß wird nicht Mitte Septem Straffammer Gießen Ale Refruten da fmt: für die Refrufen oben brillieren, in nur täuschendem, unbeständigem Glanze, d der Pioniere der 12 ind nur Marionetten in der Hand ihrer Agenten, ihre Sanderie und des Tra Impresarios und Managers. Eine deutliche Sprache rebel statuten der Marineteile ber Fall der Ueberbrettl- Diva Lona Nansen, die vo Landrichter bem hiesigen Amtsgericht 1. erschienen war, um wegen einer fem am 2. September i Forderung von 200 Mark den Offenbarungseid zu leisten, Fräulein Nansen bezieht Monatsgagen von 23000 ſtemme Bottift 87 und 3 und ist an den ersten Variétés des Kontinents engagiert pate unſere herzlichsten Wo liegt hier der Grund für die Unfähigkeit der Künstlerin A Das Wasserw 200 Mark zu bezahlen? Wenn wir die Erklärung hierfit ma erfährt gegenwärti abgeben, legen wir den Finger auf eine gar häßliche Wunded Basferwert wurde 18 anseres Artistentums und unseres Theaterwesens. Der Jm angelegt. Schon presario so nennt man aus Höflichkeit oder aus Scheu bor bem wahren Namen jene Vampyre der Bühne entdeckt hiert, daß das Quell in Oberbürgermeister and da ein Talent, er läßt es ,, ausbilden" d. h. er bringt ohnern Wasser liefer bem armen Wesen bei, was rechts und links auf der Bühne ift ennen liefert ca. 350 unnen wurde im lezten unten, der 9 m tief und verschafft ihm dann Engagements. Nun ist der gt, die neuerbohrten D Stern" gemacht. Die Gagen nehmen von Jahr zu Jahr zub Gießen für alle Zeite and gleichen Schritt hält die Vermehrung des Reichtums entuell Nachbarorte a des Agenten. Denn dieser schröpft das von ihm ,, gemanagte" irme Mädel in unbarmherziger Weise und dieses ist ihrem Peiniger gegenüber völlig machtlos; ihm verdankt sie ja ihre Existenz, ihm nuß sie sich dankbar erweisen. Im Falle Nansen war es ein perr Vallé, der eine ganze Anzahl von Brettisternen in der Welt herumreisen läßt, von denen er Wucherprozente nimmt, Seine Sklavinnen müssen auf dem Variété Geld zusammen charren, um den unersättlichen Impresario zu füttern. Beim Theater ist es fast ebenso, nicht ganz so fraß, weil sich die Deffentlichkeit öfter mit den Bühnenverhältnissen beschäftigt ils mit denjenigen des beim großen Publikum ziemlich miß reditierten Variétés. Der Künstleragent schluckt Prozente, amit er sich für Engagements intereſſiert, er fordert Prostorganisation der P ente, wenn ein Kontrakt unterschrieben usw., und die Schau, 772 Mitgliedern, das er fließen, daß es zu der Faffung eines vi Frühjahr begonnen Fatigstellung der Brunne Trinkwassers habenDie gessisg nstag- Abend wurde i uenz der hessischen E twahl 1903 abgeg pielerin muß zahlen und immer wieder zahlen. Dadurch jerät sie mit ihrer kleinen Gage immer mehr und mehr in bhängigkeit, das bischen Geld, das ihr bleibt, genügt faumen 43 Dorganisation ür die Hälfte der Kostüme, und dann soll das arme Wesen och auch noch leben. Wir wollen hier schließen, denn eim Weiterverfolgen dieses Themas bekämen wir ein Bild, - bie es trauriger kaum gedacht werden kann. Der Landwirt. gitatorensule ins ist mit Referentenfurfer innen. Der Vermöge Emnahmen betrugen 23 Ebreisfefretariaten Buffe leiften. Geger Brwurf erhoben, vor der Berau zu Gunsten e зи amit die Stichwohl ver be. Deutscher Molkerei- Verbandstag. In Hannover after Form gehaltene fand der 15. Verbandstag der Vereine deutscher Molkerei huldigung machte Dr beamten statt. Der Verband zählt z. 3. 955 Mitglieder und die Reichstagsfraktion zur Besprechung gelangten Punkten beansprucht besonderes tion töhft peinlich. berfügt über ein Vermögen von 31 912,99 Mark. Unter den Interesse: die Haltung des Verbandes zu mehreren Gesetzes bestimmungen, die Sonntagsruhe im Molkereibetriebe, der Gesetzentwurf über den Milchverkehr 1c. Dr. Krüger- Darm vermeiden gewünscht h verheffen foll in Gie Stim cfluß an stadt machte die Mitteilung, daß der Reichsverband landwirt bet werden. Der S schaftlicher Genossenschaften die Absicht habe, das im Oden lich bestimmt. Bun wald gelegene Schloß Lichtenberg zu kaufen, um hier ein Erasenstreitfrage folg bolungsheim für alte Genossenschaftsbeamte zu schaffen. Vermischtes. = Der Dieb im Automobil. Vor einigen Tagen hielt or der Markthalle am Wedding in Berlin ein Kraftwagen. Emagung, daß zur E ung eines politischer Belichaften ganz une Chadstonferenz die Erwo Rannheimer Parteit eine Berfiändigung mit i Der Chauffeur lud von einem danebenstehenden Obstwagen etern. Um für die verschiedene Körbe und Kisten mit Obst auf sein Auto, ohne baß jemand an seiner Arbeit Anstoß nahm. Dann fuhr er davon. Als der Besitzer des Obstwagens, der in der Markt Bemerlichaften beri genage möglicht ausz halle beschäftigt gewesen war, herauskam und den Diebstahlhern, hält es die S bemerkte, sah er nur noch, wie das Automobil nach der Müllerstraße zu verschwand. Obgleich mehrere Radfahrer fich sogleich zur Verfolgung aufmachten, konnten sie den Dieb nicht mehr erwischen. = Ein seltsamer Konkurstermin wurde vor dem Amtsgericht in Neustadt a./H. abgehalten. Es handelt sich um einen armen Teufel aus Haßloch. Nachdem alle Formalitäten erfüllt waren, stellte sich heraus, daß der Gemeinschuldner nicht einmal soviel Geld hatte, um etwas essen, trinken und nach Hause fahren zu können. Konfursrichter, Gerichtsschreiber, der Konkursverwalter und die Gläubiger öffneten ihre Börsen und steuerten zusammen, damit der Arme sich stärken und nach Hause reisen konnte. Händige Berbindung Bartei und Gewer lufione redner widerfp Pl aber der Begründung Ihrer Revolutio Rufe: Weniger gr m!" Mit der rebo der Anhänger syste bleibe gewiß weiter apitalistischen Streife wir night fo, als ern fonnten! Ueber Schachte mit Sett nur die diert. Lokales. 29. August 1906. Erledigt: Eine mit einem evangelischen Lehrer obil des befeßende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu lentte, bon Diert. Gin rtshausen. * Der Gefangenaufseher Chr. Schunk an der Bellenerfolgte jedo fan ftalt Buzbach wurde auf sein Nachsuchen und unter Landtagsfraktion erstatte Abg. Adelung Bericht. Zu der Frage Taftik bei den Kommunalwahlen" begründete Abg. Ulrich eine lange Resolution, die eingangs fordert, daß bei allen Wahlen jeder Kompromis vermieden und selbständig vorgegangen wird durch Aufstellung ausgesprochener und erprobter Parteigenossen als Kandidaten." In ihren Nach fäßen werden aber für das reine Prinzip„ Hintertürchen“, wie Abg. Dr. David sagte, offen gelassen, um doch zum en Attenta fennung seiner treuen Dienste in den Ruhestand verf Bt. sogen. wilden Kompromiß gelangen zu fönnen. den Knaben liche Vermon erbrochene § Die Wahlen zur Landwirtschaftskammer ben demnächst vorgenommen. Zu diesem Zweck ist jede wing des Landes in 15 Wahlbezirke eingeteilt worden. jeden Wahlbezirk wird ein Abgeordneter zur Landwirtert Frieden zwei Mitglieder für die Ausschüsse der Provinzen gestammer gewählt. Ferner werden für jeden Wahl draulichen Ich eines& e hlt. Die Ausschüsse für die Provinzen bezwecken die nachBallige Durchführung der Aufgaben der Landwirtschaftsammer in den Provinzen. Sie haben ihren Sitz in den * Die Wetternachrichten, die seit einiger Beit an den Poftanstalten veröffentlicht werden, werden in vielen rheinischen Landschulen jeden Tag den älteren Schülern vor Schluß des Unterrichts diftiert, damit die Jungen zu Hause Mitteilung machen und die Landwirte ihre Arbeiten danach einrichten fönnen. Dem ist weiteste Verbreitung zu wünschen. * Die Tabaternte im Großherzogtum Hessen fällt In den Gequantitativ und qualitativ recht gut aus. Tabatbau am bedeutensten in Hessen ist, sind die Pflanzen sehr gut geraten. Das Quantum ist fast doppelt so groß wie in früheren Jahren. der Kolovinzialhaupstädten. Den Ausschüssen für die Provinzen markungen Lampertheim, Lorsch und Viernheim, wo der der franzö Vorstande hnen berli eben. en, 28. Aug - eboren außer den obenbezeichneten Mitgliedern auch die 15 Mitglieder der Landwirtschaftskammer aus der Provinz an. Die Wahl der Mitglieder zur Landwirtschaftskammer und zu den Ausschüssen für die Provinzen erfolgt durch die von en Verbands- Angehörigen gewählten Vertrauensmännern Bahlamänner). Jeder Wahlbezirk zerfällt in 15 Vertrauensmannerkreise. Jeder Vertrauensmännerkreis wählt einen 28ertrouensmann. - R. Am 29. September wird in Tarnowiß eine von fanen Augen ebem stelle eröffnet werden. sollen, der Reichsbankstelle in Gleiwiz abhängige Reichsbank * Durchbrenner. Vor ein paar Tagen wurden the band in Gießen zwei Jünglinge feftgenommen, die aus nn, wenn idt man of t. Die Welt mer eine! ziehungsanftalt Erfurt desertiert waren. Der Prozeß gegen den Abgeordneten Hirschel im Rampe wird nicht Mitte September, sondern am 26. Oktober vor ng gefallen, der Straffammer Gießen verhandelt werden. ct hervor. - entdedt Als Refruten Einstellungstage wurden bees Bühne- tämmt für die Rekruten der Infanterie, der Feldartillerie| ändigem Glb der Pioniere der 12. Oktober; für die Rekruten der Agenten, allerie und des Trains der 4. Oktober und für die e Sprache Relruten der Marineteile der 3. November 1906. nsen, die um wegen * Landrichter i. P. Pott und Frau in Gießen gseid zu leiern am 2. September ihre Goldene Hochzeit. Herr Land2-3000 ter Pott ist 87 und Frau Pott 80 Jahre. Dem Jubel nents engag are unsere herzlichsten Glückwünsche! t der Künstle A Das Wasserwerk der Stadt Gießen bei Queck: flärung hielom erfährt gegenwärtig eine bedeutende Vergrößerung. häßliche Des Basserwert wurde 1895 in einem äußerst wasserreichen ejens. Der Call fel angelegt. Schon damals wurde nach Aussage des raus Scheuüheren Oberbürgermeisters, jezigen Finanzministers Gnauth, - d. h. er bfgestellt, daß das Quellgebiet für eine Stadt von 100 000 auf der Bnwohnern Wasser liefern fönne. Jtzt hat sich das beNun i fätigt, die neuerbohrten Quellen liefern solche Wassermengen, Sahr zu Jahr ß Gießen für alle Zeiten versorgt und in der Lage ist, s Reichtums eventuell Nachbarorte anzuschließen. Der 1895 erbaute hm gemanarunnen liefert ca. 3500 Rubikmeter täglich, der zweite it ihrem Beinrunnen wurde im letzten Frühjahre hergestellt. Ein britter hre Griſtenz, 3 runnen, der 9 m lief auf dem Felsen sißt, läßt soviel nsen war es Basser fließen, daß es zum Treiben einer Mühle genügte. it der Fassung eines vierten Brunnens soll im Spätherbst Beld zujammer Frühjahr begonnen werden. Die Stadt wird nach füttern. Bertigstellung der Brunnen täglich 10-12 000 Kubikmeter B, weil sie ften Trinkwassers haben. iffen beschäf ttlfternen in prozente nim * Die hessische Sozialdemokratie. Am ziemlich Samstag- Abend wurde in Mühlheim a. M. die Landeshludt Proze ferenz der hessischen Sozialdemokraten abgehalten. Die er fordert Glamtorganisation der Partei umfaßt 171 Ortsvereine mit und die 13772 Mitgliedern, das sind 20 Prozent der bei der ahlen. Dad Sauptwahl 1903 abgegebenen Stimmen. Neugegründet r und mehr ben 43 Dorganisationen. Abg. Dr. David ist bereit, St, genügt f as arme Agitatorenschule ins Leben zu rufen, und wird dem schließen, beit mit Referentenkursen in Mainz, Offenbach und Gießen wir ein bhginnen. Der Vermögensbestand beträgt 7473 Mt. Die nahmen betrugen 23 698 Mt. Für die Gründung von Bahlkreis sekretariaten will die Landeskammer eventuell Büffe leisten. Gegen Dr. David wurde der versteckte opurf erhoben, vor der Reichstagsnachwahl in Darmstadtereibetriebe, Gerau zu Gunsten einer Kandidatur Ulrich gewirkt und damit die Stichwohl verschuldet zu haben. In seiner in Sin Samster Form gehaltenen Burückweisung dieser einfältigen". ticher Wollhuldigung machte Dr. Dav.d die interessante Mitteilung, Mitglieder die Reichstagsfraktion die Mandatsniederlegung Cramers Tarf. Unter bermeiden gewünscht hätte und ihr die dadurch geschaffene rucht beson Situation höchst peinlich gewesen sei. Für die Provinz ehreren Geberhessen soll in Gießen ein täglich erscheinendes Blatt im Arschluß an das Offenbacher Abendblatt ge Krüger- Da erband landedet werden. Der Parteibeitrag wird auf 15 Pig. bas im Chatlich bestimmt. Zum Mannheimer Parteitag wurde in um hier ein bike Massenstreiffrage folgende Resolution angenommen:„ In br Erwägung, daß zur Anwendung und erfolgreichen Durch fitung eines politischen Massenstreits die Mitwirkung der Cheerschaften ganz unentbehrlich ist, spricht die hessische Blondes tonferenz die Erwartung aus, daß die Verhandlungen dis Mannheimer Parteitags zu Beschlüssen führen möchten, Bu fchaffen en Tagen f * Die Missionsfonferenz im Großherzogtum Hessen veranstaltet vom 4.- 6. September in Friedberg ihren zweiten Instruktionskursus für Aeußere Mission. " * ,, Auf Ihre Rechnung und Gefahr" schreiben faft alle Fabrikanten und Großtaufleute auf ihre Rechnungen und wollen damit sagen, daß sie für den Schaden der Ware, der während der Versendung entsteht, nicht aufkommen. Wie gerichtlich festgestellt, hat aber dieser Vermerk nur dann Gültigkeit, wenn vor dem endgültigen Abschlusse des Kaufes ausbrücklich vereinbart ist, daß die Ware, auf Rechnung und und Gefahr" des Käufers gesandt wird. Ist dies nicht der all, so fann der Käufer mit Recht die Annahme der während des Transportes beschädigten waren verweigern. sp Den Goldpokal von Breslau( 100 km- Rennen) gewann Piet Dickenntmann vor Walthour und Fuber auf Brennabor. Leihgestern, 28. Aug. Bei den Aufräumungsarbeiten unserer zerstörten Kirche fand man in der Nordwand zwei bermauerte gothische Fenster, ein Zeichen, daß das Schiff älter ist, als man bisher annahm. Die neue Kirche wird nach den Plänen des Kirchenbaumeisters Hofmann- Herborn erbaut werden und rund 75 000 Mt. foften. § Krofdorf, 28. Auguft. Bei einem verendeten Schweine des Georg Bender zu Dorlar sind die Backsteinblattern, bei einem verendeten Schweine des Friedrich Schufer daselbst ist Rotlauf festgestellt und Gehöftesperre angeordnet worden. w. Krofdorf, 28. Auguft. Die vereinigten 12 Gea meinden der Bürgermeisterei Azbach- Launsbach rüsten sich für nächsten Sonntag zum Kirchweihfeste, das wie alljährlich am 1. September- Sonntage abgehalten wird. * Ebersgöns, 28. Auguft. Hier wird am 1. September eine Posthilfstelle errichtet, deren Verwaltung dem Landwirt Johannes Messerschmidt übertragen worden ist. * Wetzlar. Eine sehr schöne ehrenvolle Auszeichnung ist Kantor Wilhelm Schmidt hierselbst zu teil geworden. In die auf Veranlassung des Kaisers herauszugebende Voltsliedersammlung wird auch eine Komposition von ihm aufgenommen werden. Es ist dies das Volkslied„ Ich habe mir eines erwählet". * Lehrerheim b. Schotten, 28. August. In diesem Jahre ist der Besuch unseres Kurortes etwas geringer als im vorigen. Es scheint dies die Folge davon zu sein, daß wegen der Wasserfalamität in den früheren Jahren mancher alte Gast zurückgehalten worden ist. Die Wasserfrage ist nun aber gelöst; eine neuerbaute Wasserleitung versorgt das Lehrerheim reichlich mit dem besten Trinkwasser und die Anlage eines Bades im Untergeschoß des Hauses entspricht allen diesbezüglichen Anforderungen. § Schotten, 28 Auguft. Hier wird gelegentlich der Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins in Schotten im Rathaussaal am Donnerstag, dem 30. Aug., ein Saatgutmarkt abgehalten, mit welchem eine Ausstellung von Saatgutproben aus den Saatbaustellen des Hessischen Landwir schaftsrats verbunden ist. - Gedern, 28. Aug. Seit Durchführung der Vogelsbergbahn bis Lauterbach ist die Teilstrecke Stockheim- Gedern durch den starten Frachtverkehr besonders Holz so stark belastet, daß sich ein stärkerer Geleisbau als not. wendig erweist, mit dessen Bau im Herbst begonnen wird. * Schlüchtern. Bestrafter Dieb. En eigenartiges Geschick traf dieser Tage einen Einwohner Schlüchterns. Derselbe entwendete in einer Wirtschaft daselbst eine Hand bell Schwefelhölzer und steckte sie in die hintere Hosentasche. Einige Augenblicke danach stand die ganze Tasche in Brand. Der Bestohlene merkte dies und machte den Dieb darauf aufmerksam. Durch einige das Feuer unterdrückende Handgriffe war sehr schnell jede weitere Gefahr beseitigt. ein Kraftm ieine Berständigung mit den gewerkschaftlichen Organisationen aus Plischfau in Ostpreußen verhaftet. Doerffer ist überführt, ein Auto, die Gewerkschaften berührenden Fragen von vornherein nden Obftwa rin der Mar b den Dieb mobil nad erlegtern. Um für die Zukunft in allen die Partei und Dann fuegenfäße möglichst auszugleichen und einheitliches Handeln zu sichern, hält es die Landestonferenz für notwendig, daß evne ständige Verbindung zwischen den obersten Leitungen b Partei und Gewerkschaften hergestellt wird." Die issionsredner widersprachen zwar nicht der Resolution, wohl aber der Begründung, die ihr Abg. Dr. David gegeben ht Ihrer„ Revolutionsromantik" begegnete David mit bia Rufe: Weniger große Worte und mehr underdressene ten! Mit der revolutionären Taktik habe man den rere Radjah ten fie den Di bor dem Amt delt fich * Friedberg, 28. Auguft. Schwerer Junge. Heute Nacht wurde hier der 32jährige Kaufmann Julius Doerffer in der Villa„ Peinz Heinrich" in Bad- Nauheim eingebrochen zu sein und den schlafenden Kurgästen Pretiosen in Höhe 1000 Mt. gestohlen zu haben. Bei dem Verhafteten fand man ein Portemonaie eines Nauheimer Kurgastes mit 152 Mt. Inhalt. Doerffer ist bereits 9 Mal vorbestraft. * Alsfeld, 27. August. Bei der heute stattgefundenen Bürgermeisterwahl wurde Karl Arnold mit 389 Stimmen gewählt. Stimmen gewählt. Straßenmeister Braun erhielt 138 Stimmen. * Homburg, 28. Auguft. Die neuen Denkmäler. Nach dem Entwarf, welchen Bildhauer Professor Gerth dem Kaiser vorlegte, wird das Denkmal der Landgräfin Elisabeth eine Gesamthöhe von ungefähr vier Metern haben. Mit Rücksicht auf die Belichtung wird das Denkmal vor die englische Kirche mit der Front nach der Ferdinandstraße zu errichtet werden. Das Nassauische Landesdenkmal, welches auf der Adolfshöhe zwischen Wiesbaden und Biebrich seinen Plaß erhält, ist ein auf vier Stufen ruhender Obelisk aus Granit, dessen Gesamthöhe 16 Meter beträgt. In der Front steht auf einem halbrunden Postament, welches mit dem Sockel des Obelisken verbunden ist, die 4 Meter hohe Figur des letzten regierenden Herzogs Adolf von Nassau, in Uniform ohne Helm, mit der linken Hand auf den Säbel gestüßt und den rechten Fuß leicht vorgesetzt. Der Herzog trägt den Krönungsmantel. * Frankfurt, 27. August. Die Adler- Fahrradwerke von Heinrich Kleyer haben heute das 300 000ste Fahrrad fertig gestellt, eine schöne Leistung deutscher Industrie. * Hanau, 28. Auguft. Das im Juli d. I. hier stattgehabte Mittelrheinische Streisturn fest schließt wie in der gestrigen Sitzung des Geschäftsausschusses mitgeteilt wurde, mit einem Ueberschuß von 260 Mark ab. * Aus dem Taunus. Die von Franziskanern auf dem Frauenberg bei Fulda beabsichtigte Niederlassung in Kaltheim im Taunus ist genehmigt worden. Im ganzen sind zur Ausführung der Siedlung acht Morgen Grundstück erworben worden. Mit dem Bau des Klosters und einer Kirche, die auch als Kaltheimer Pfarrkirche benutzt werden soll, wird sofort begonnen. Einstweilen bewohnen die Franziskaner das schon vorhandene Haus. " * Mainz, 27. August. Einen guten Fang machte laut M. Tgl." die Polizet. Als der Obmann Süßfleisch vor dem Mombacher Tor in die Nähe der Feftungswerke fam, fab er eine große Schlinge liegen, auch glaubte er leife Stimmen aus der Erde zu vernehmen. Er verständigte die Polizei, die bei näherem Nachsuchen eine vom Grase dicht verdeckte Höhle fand, in der 12 Kerle von 18-20 Jahren lagen. Während 3 davon dingfest gemacht werden tonnten, Itefen die anderen davon. Die Verhafteten sind der Bolizei wohlbekannt. behörde. - Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, 28. Auguft. Das Urteil in der in der letzten Sigung verhandelten Sache gegen den Wirt Heinrich Rühl von Utphe wegen Steuerhinterziehung lautete auf Verurteilung des Angeklagten zu der im Strafbescheid angefeßten Strafe der VerwaltungsDer Agent Valentin Grad von Lambrecht hat in verschiedenen Orten des Vogelsbergs sogenannte Serienlose holländischer Firmen abzusetzen versucht. Ein Bewohner von Herchenhain nahm ein solches Los unter der ausdrücklichen Bedingung, daß er nur einmal zu spielen brauche und daß der Agent ihn dessen schriftlich versichere. Dies tat auch der Agent, unterschrieb aber die Urkunde mit falschem Namen, was ihm wegen Urkundenfälschung drei Monate Gefängnis eintrug, worauf eine Woche Untersuchungshaft angerechnet wird. Die Ehefrau des Brauers Treiber in Gießen hat unter Anwendung eines falschen Schlüssels einem ihrer Hausgenossen eine Partie Spigen entwendet. Da man gegen sie Verdacht hegte, wurde von der bestohlenen Familie eine Reise fingiert, aber ein Beamter der Wach- und Schließgesellschaft in der Wohnung zurück. gelassen, der die Angeklagte bei der Tat abfaßte. Bei einer Haussuchung fand man auch noch eine der nämlichen Familie gehörige Schürze, die beschlagnahmt wurde. Die Angeklagte wurde wegen schweren Diebstahls zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Für den einfachen Diebstahl bezüglich der Schürze wurden 14 Tage Gefängnis angefeßt, die mit 1 Woche Vor dem Untersuchungshaft in Anrechnung tamen.- Schöff ngericht Vilbel hatte sich der Schlosser H. Ludwig Jung von Holzhausen wegen Körperverlegung zu verantworten. Es erfolgte seine Freisprechung mangels BeDie Staatsanwaltschaft und die Verlegten als weises. Nebentläger verfolgten Berufung, die zur Verurteilung des Angeklagten in eine Geldstrafe zu 40 und 8 Mt. Geld= buße für den einen der Verletzten führte. Im übrigen blieb es bei dem Freispruch. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 30. Auguft. Heiter und trocken, etwas wärmer, schwache östliche Winde. 3 ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es tönnen eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 6 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, Schlosser, 1 Schmied, 10 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Waschfrau, 1 Bußfrau, 3 Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, 1 Stüchenmädchen, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 2 Stutscher. Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung. Es suchen Arbeit: 1 Schweizer, 1 Maschinist oder Heizer, 2 Waschund Buzzfrauen, 1 Flickerin, 1 Staufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 2 Lauffrauen, 1 Kassier- oder' Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich für die Politik und den Inseratente I Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bette in Gießen. Gemeinfchuldner Sei der Anhänger systematisch berengt. Die Lohnarbeiter stand ausgebrochene Ronflift scheint sich weiterzuspinnen. entbehrlich, um die Kopfhaut rein zu erhalten, einen alle Formalitate en, trinfen und Seridita jatreibe röffneten i rme fich filter feth oft bleibe gewiß weiter die Kerntruppe, aber die anderen apitalistischen Kreise müßten auch gewonnen werden. wir nicht so, als ob wir für uns allein die Welt eberm fönnten! Ueber die Tätigkeit der sozialdemokratischen * Alsfeld, 28. Auguft. Der wegen der Renovierung der Walpurgisfire zwischen Stadt und KirchenvorAuf den Protest des Kirchenvorstandes hin hat der Stadtborstand dieser Tage erneut beschlossen, die Renovierung der Kirche, die zirka 125 000 Mt. tosten wird, zu verschieben und erst das Rathaus zu restaurieren. Carboline, das Befte für die Haare schönen, reichen und zarten Haarwuchs zu sichern und das Ausfallen zu verhüten. Zu haben in Drogerien Apotheken und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. 11 Bekanntmachung. Die Offenlegung der Wählerlisten für die Wahl zur Landwirtschaftskammer betreffend. (§ 3 der Wahlordnung.) Während der Woche vom 29. August 1906 bis einschließlich 5. September 1906, bormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 6 Uhr liegt die Liste der in der Gemeinde Gießen und in der Gemarkung Schiffen berg zur Vertrauensmännerwahl wahlberechtigten Verbandsangehörigen, die zugleich die Angaben über die Wählbarkeit der Verbandsangehörigen enthält, in dem Bürgermeistereigebäude- Zimmer Nr. 15- zu jedermanns Einsicht offen. Innerhalb dieser Frift fönnen Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste schriftlich oder zu Protokoll der Bürgermeisterei erhoben werden. Gießen, den 28. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Gasrohrberlegungsarbeiten wird die Mäusburg vom Kreuzplatz bis zum Marktplag vom 29. August bis 1. Septbc. von morgens 6 bis abends 7 Uhr für den Fuhrwerks- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 27. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Walltorstraße zwischen Brandgasse und Nordanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 29. August 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Krant heiten in Gießen soll für das Rechnungsjahr 1906 die Lieferung von: ca. 7000 Ctr. Hüttenkoaks in der Korngröße 6-10 cm Nußkohlen 800 " " auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen von 3-5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau zur Einsicht offen. Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Montag, den 10. September 1906, vorm. 12 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 12. September 1906. Gießen, den 24. August 1906. Großh. Direttion der Klinit für psychische und nervöse Krankheiten. Dr. Dannemann. Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für 195 nur 1th Mark 199 liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Jeder 50te Besteller erhält gratis hocheleganten Goldrahmen Nur nachweislicher Abschluss von 50.000 Porträts ermöglicht dieses Angebot. Niemand versäume diese Gelegenheit und sende umgehend Photographie mit deutlicher Adresse an Grand Institut pour reproduktion Hugo Weis Frankfurt a. M., Kronprinzenstrasse 54. Auf Kredit und gegen Bar! Möbel Betten HerrenDamen- und KinderKonfektion. Spielend leichte Abzahlung. J. Jttmann Giessen, Plock str.14-16 Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Kabelarbeiten ist das Kabel in der Schulstraße am 29. August, nachmittags von 2 Uhr ab, ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir hiermit den anliegenden Konsumenten zur Kenntnis bringen. Gießen, den 28. August 1906. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. Stolte. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel Jr. Glesson. Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Englische✰ Gas-, Gasflamm, Prima Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, der Lahn; hier die Arbeiten des III. Absch Die nachsteherde Bekanntmachung bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 27. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Nach Artikel 34 des Feldbereinigungsgesetzes in Fassung vom 4. Juli 1906 soll jedem beteiligten G eigentümer bei der Bekanntgabe der Offenlegung Zeitungsplanes ein Auszug aus den Gütergeschossen die Ersatzgrundstücke zugestellt und sollen zugleich der Offenlegung die vorher im Felde abgesteckten ne Grundstücke den Beteiligten an Ort und Stelle borge werden. Die genaue Beobachtung dieser Bestimmun hätte wegen der Kürze der Zeit zur Folge, daß neuen Grundstücke im Feldbereinigungsbezirk im lau den Jahre nicht zur Benuzung übergeben werden fönn Um dies und die damit verbundenen wirtsch lichen Nachteile zu vermeiden, soll der Verzicht der teiligten Grundeigentümer auf die Zufertigung bon schoßauszügen bei der Bekanntgabe der Offenlegung auf die Vorzeigung der abgesteckten neuen Grundf zugleich mit der Offenlegung zugelassen und dann un stellt werden, wenn sie nicht spätestens bis zum 1. tember schriftlichen Antrag auf Ausführung dieser Arbe bei dem Unterzeichneten gestellt haben. Auf die Zufertigung der Eigentumsurkunden gen Artikel 38 Absag 3 des Feldbereinigungsgesetzes und Vorzeigung der neuen Grundstücke bei der Uebergabe der vorstehend erwähnte Verzicht keinen Einfluß. Friedberg, den 18. August 1906. Der Großh. Feldbereinigungstommiffär gez. Spamer, Kreisamtmann. Clebung am 12. a. 13. Septbr. 1906. 46. Gothaer Gel- Lo Jeld- Lotterie 3338 Gewinne u. 1 Prämie Mk. 48000 Grösster Gewinn im glücklichsten Falle: Mk. Speisekartoffeln Pramle: sowie Haupt25000 15000 Fettilammkohlen Feinste Salatkartoffeln Gewinn 10000 abzugeben in: Beſtmelierte, Stücke, Nüsse I bis III; fotote Giesserei- u. Hochofenkoke. Auskunft erteilt Exped. d. Blattes. Dienstmädchen sofort gesucht. Augen- Klinik Gießen. Zuverlässiges, liefert billigt J. Hankel, Gießen, Schloßgasse. Städt. 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