MEEL Π 228 Banpterpebition: Gießen, Seltersweg 38. Fernsprechenfchlek Rr. 362. Freitag, den 28. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Contibellagen: Oberbeffiche Familienzeitung( D unb bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) Mr Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle eintlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberbeffen. Was ift ein Generalstreik? Thas Mannheim wird der Deutschen ReformSurrefpondenz" geschrieben: Unter den Kampfmitteln der Sozialdemokratle spielt der Ceneralstreit die Rolle der ultima ratio. Wenn alle übrigen Sittel vergeblich aufgebraucht sind, soll der Generalstreit den Wzten Ansturm bilden, der jeden Widerand niederwirft. Cleber ben Generalstreit, seine Anwendbarkeit und seine WirkFramleit ist schon sehr viel gesprochen worden, erst jetzt wieder caf dem hier tagenden sozialdemokratischen Parteitage. Es wurde festgestellt, daß man über Theorie und Praxis des Oeneralftreits fehr verschiedener Mernung sein könne, daß das Urteil in Deutschland anders lauten dürfe als in Desterreich, und in Desterreich anders als in Rußland. Es wurde ferner Fitgestellt, daß der Generalstreit ein äußerst gefährliches, leicht Blen Beranstalter selbst verderbendes Kampfmittel sei, von hefen Gebrauch in Deutschland einstweilen und für absehbare eit nicht ernstlich die Rede sein tömme. Es wurde sogar ohne Biderspruch behauptet, daß der Generalstreit sich gar nicht anFronen oder organisieren oder vorbereiten lasse, daß er gleich mem elementaren Ereignis komme und plöglich da sei, micht weil man ihn wollte, sondern weil er sich aufzwinge. Ein solcher innerer Zwang werde eintreten, wenn man etwa en Arbeitern ihre politischen Rechte türzen, das Koalitionsrecht einschränken, das allgemeine Wahlrecht aufheben würde. In diesem äußersten Fall würde der Generalstreik das ge= gebene Abwehrmittel auch dann sein, wenn man die Niederage boraussähe. Da Rechtsänderungen der angedeuteten Un bon bestimmender Seite nicht beabsichtigt werden, so ist Der Hinweis auf die Möglichkeit eines Generalstreits bei uns Dein theoretisch. Daran wird auch durch die Versicherung michts geändert, daß alle Vorbehalte nur einstweilige Geltung batten, so lange nämlich die sozialdemokratische Partei nicht tarter sei, als fie tatsächlich ist. Dabei lief das Bekenntnis Enter, daß die Sozialdemokratie in Deutschland auf nicht tehr als 400 000 gewerkschaftliche Arbeiter rechnen könne. In allen Erörterungen über den Generalstreit ist nur Sines nicht gesagt worden: was der Generalstreik eigentlich ff war das Wort ist leicht zu übersetzen: der Generalstreik die allgemeine Arbeitseinstellung. Alle Räder stehen il, wenn dein starker Arm es will"," heißt es in einem Bartenlied. Aber ein rechtes Bild von dem Generalstreit hat man darum doch nicht. Der partielle Streit, auch der über ein ganzes Gewerbe sich erstreckende Streit ist keine ungewöhnliche Erscheinung. Man hat ihn manches Mal gesehen. Rußland sogar einen Streif der Eisenbahner, der PostBamten, der Telegraphenbeamten und selbst der Polizisten. Bei jedem dieser Streits ist die Hoffnung der Streifenden borauf gerichtet, daß Hilfe und Unterstützung von AußenFhen den kommt. Die aufgesammelten eigenen Mittel der Cheifenden reichen nicht lange genug aus, um die wirtThaftliche Gegenpartei mürbe zu machen. Deshalb erfordert en Streit desto mehr Zuschüsse von außen und geht er maturgemäß desto schneller vorüber, je größer die Zahl iner Teilnehmer ist. Woher soll nun beim Generalstreik die Silfe tommen? Gewiß würde er unermeßliche Störungen mit emer gewissen Plöglichkeit hervorrufen, nicht bloß bei den Arbeitgebern im engeren Sinne, sondern in allen Gesellschafts= dichten. Auch wären die Störungen sicher mit großen Schädigungen verbunden. Was wäre aber damit geholfen? Die Arbeiter Leben doch nicht außerhalb der Welt, sie sind doch alle nicht Blog Produzenten, sondern zugleich Konsumenten. Stellen sie alle die Produktion ein, so haben se auch nichts für ihren Bonsum. Die Rechnung auf die grögere Empfindlichkeit und de damit in Zusammenhang stehende geringere WiderstandsThigkeit der befizenden Klassen fann gar nicht anders als trigerisch sein. Sie erinnert an den Rat jenes Mannes, der ine Unmenge Fische, für die es an Kesseln aus Kupfer ge= Thrach, in Kesseln aus Wachs zu sieden empfahl, und auf die Ginrede, daß die Wachskessel am Feuer schmelzen würden, Thinzarfügte: man solle das Feuer so mächtig machen, daß die Fiche früher gar als die Wachskessel geschmolzen wären! Der finge Ratgeber wurde ausgelacht. Die Fürsprecher des Generalstreits werden es einstweilen noch nicht. Aber es wird hom dahin kommen, hoffentlich ehe ein Versuch angestellt bird, der nur Unheil anrichten kann. Das wissen auch die recht gut, die mit der Vorstellung tine Generalstreifs zu spielen lieben und von ihm als einem möglichen und praktisch anwendbaren Mittel sprechen. Sie hm es vielleicht bloß, um den Massen nicht ein liebgewordenes Bhantasiebild zu nehmen. In Wirklichkeit ist der General. herif eine fata morgana, eine leere Luftspiegelung, und nicht animal eine schöne." Politische Rundschau. Deutfches Reich. Eine große, von der Leipziger Fleischerinnung einberufene Versammlung erklärte zu der Frage der Fleischteuerung, bei fortgesetter Steigerung der Einkaufspreise sei eine abermallige Erhöhung der Verkaufspreise für Fleisch und Fleische warren unausbleiblich. Die Versammlung forderte dringend die Deffnung der Grenzen. Anläßlich der ungewöhnlichen Fleischteuerung richtet der Frankische Bauer", das Organ des aringen Bauernvereins in Franken, eine Wahnung an seine Safer, alles schlachtreife Vieh underweilt auf den Markt zu bringen, damit der Teuerung in etwas abgeholfen würde. Wenn die Klagen über die Teuerung immer stärker würden, so müßten die öffentlichen Sympathien für die Landwirtschaft mehr und mehr schwinden. Much gefter beherrschten die Diskussionen über den Maenstreit noch den sozialdemokratischen Parteitag in Mannheim. Vom Parteivorstand und der Kontrollkommission in eine Resolution gegen die Anarchosozialisten eingebracht worden, in der es heißt: Die anarcho- sozialistischen Bestrebungen, wie sie in den lokal organisierten Gewerkschaften fich geltend machen, sind unverein bar mit den Zielen und Interessen der Sozialdemokratie. Die Parteipresje hat daher die Pflicht, die anarcho- sozialistische Bewegung auf das entschiedenste zu bekämpfen, und die Parteigenossen haben die Aufgabe, die für diese anarcho- sozialistischen Bestrebungen eintretenden und agitierenden Bersonen, soweit diese Bersonen Parteigenossen find, aus ihren Reihen auszuschließen. Leber- Jena spricht gegen den Zusatzantrag Legien zur Bebelschen Resolution. Reichstagsabgeordneter Bömelburg, Vorsitzender des Zentralverbandes der Maurer, sagt: Klarheit herrscht heute nach meiner Auffassung über die Anwendung des politischen Massenstreits. Partei und Gewerkschaften sind ber Meinung, daß, wenn die herrschenden Klassen den Versuch machen wollten, das Wahlrecht oder das Koalitionsrecht anzutasten oder wenn Stimmung in den Massen vorhanden sein sollte, zu dem Abwehrmittel des politischen Massenstreiks zu greifen sei. Nach längerer Debatte wurde die Abstimmung über die Anträge zum Massenstreif bis Freitag vertagt. Nach mittags unternahmen die Delegierten einen Ausflug nach Heidelberg. - * Der in Augsburg tagender Hauptversammlung des Gustav- Adolf- Vereins ging auf das Huldigungstelegramm an den Kaiser eine Dankdepesche zu, in welcher der Kaiſer ſein lebhaftes Interesse für die Arbeit des Vereins ausspricht. Die diesjährige große Liebesgabe des Vereins im Betrage von 28 832 Mart wurde für die Gemeinde Leoben in Steiermart bestimmt. Die nächstjährige Jahresversammlung des Vereins findet in Stralsund statt. Rufeland. ** Ein Tag vergeht wie der andere. Attentate und Ueberfälle wechseln miteinander ab und die Revolution fhreitet ungehindert fort. Heute liegen folgende Meldungen vor: Petersburg, 26. September. Als heute der Kassierer der Newstywerte und sein Assistent mit 15 000 Rubelu über den Hof der Werte schritten, wurden fie in Gegenwart von Hunderten von Arbeitern von etwa 20 Individuen umringt und unter Bedrohung mit Revsvern der ganzen Summe beraubt; die Arbeiter wen durch Revolverschüsse ferngehalten. Die Räuber, flohen dann und verloren unterwegs 1300 Rubel. Moskau, 26. September. Ein auf der hiesigen Station der Mostau- Rjäsanbahn stehender Güterzug wurde von bewaffneten Personen überfallen; mehrere Kisten mit Revolvern und scharfen Patronen wurden geraubt. Odessa, 27. September. In nächster Nähe der Stadt wurden zwei Familien, zusammen sieben Personen, ermordet. Odessa, 26. September. Das Kriegsgericht verurteilte den Sozialisten Profotiloff, welcher den Fabrikdirektor Kirchner getötet hatte, zum Tode durch den Strang. Riga, 27. September. Gestern abend wurde abermals eine Bombe gegen einer Straßenbahnwagen geschleudert, die aber nur einen Pfosten zerschmetterte. Der Urheber der vorhergegangenen Bombenexplosion wurde standesrechtlich zum Tode verurteilt. Balkanftaaten. ** Die Zuspigung des Verhältnisses zwischen Bulgarien und der Türkei hat einen Nachkommen des bekannten Nationalhelden der Albanesen Skanderbeg Aladro Kastrioti zu neuen Taten begeistert. Kastrioti, der seit drei Tagen in strengstem Inkognito in Sofia weilt, nachdem er eine Agitationsreise durch Montenegro, Dalmatien, das Küstenland und Serbien beendet hat, erklärte, er sei entschlossen, Bulgarien im Falle eines Konfliktes mit der Türkei mit einer 50 000 ann starten, aus seinem Anhange bestehenden albanischen Armee zur Seite zu stehen. Kastrioti suchte mit den mazedonischen Führern in Fühlung zu treten, fand jedoch nicht das gewünschte Entgegenkommen. Amerika. ** Die Gemäßigte Partei auf Kuba ist dahin übereingekommen, eine Kommission zu ernennen, um mit den Aufständischen über die Friedensbedingungen zu unterhandeln. Die Entscheidung in den streitigen Punkten soll Kriegssekretär Taft und Unterstaatssekretär Bacon überlassen werden. Die Gemäßigte Partei hat die Bedingung fallen laffen, daß die Aufständischen zuerst die Waffen niederlegen müßten. Der Umschlag in der Haltung der gemäßigten Partei ist durch ein von Taft und Bacon gestelltes Ultimatum herbeigeführt worden, das besagte, daß, falls die Partei nicht der Vernunft Gehör schenken würde, die Vereinigten Staaten durch Proflamation eine Militär- Regierung einsehen würden. Afrika. ** Aus Tanger tommen beunruhigende Nachrichten über Gewalttaten gegen Europäer in Mawkko. In der Nähe von Marrakech wurde ein französischer Beamter Lassalles von Reitern des Scheichs Tefana angegriffen, 30 Stunden gefangen gehalten und erst nach langen Unterhandlungen wieder freigelassen. Eine Kugel war ihm durch den Schenkel ges gangen. Eben daselbst war dieser Tage ein Deutscher, dessen Namen nicht bekannt ist, in Gefahr, ermordet zu werden. Nur dem Dazwischentreten eines Händlers aus Fez verdankte er seine Rettung. Die Gesandtschaften werden sich die Sache wohl etwas näher betrachten müssen. Alien. ** Die Reisteuerung in China hat zu zahlreichen Hunger- Revolten geführt, die teilweise durch Waffengewalt niedergeworfen werden mußten. Der Gouverneur von Sut schau, dessen Provinz von der Teuerung hart betroffen ist, hat an die Regierung die Bitte gerichtet, aus den in Schanghai hinterlegten Witteln 100000 Taels zum Ankauf von Reis zur Verfügung zu stellen. Kleine politische Nachrichten. Hamburg, 27. September. Die Nachricht, daß in Veracruz eine Revolution gegen den Präsidenten Diaz ausgebrochen sei, wird dem hiesigen merikanischen Generalkonsul als falsch bezeichnet. Das Land sei ruhig. Interlaken, 27. September. Tatjana Beretjem, die Mörderin des Rentiers Müller aus Paris, wird zur Beobachtung nach der Frrenanstalt Münsingen gebracht. Madrid, 27. September. Die Weiterberatung des Handelsvertrags mit Frankreich ist vertagt worden, da die beiderseitigen Delegierten bei ihren Regierungen Verhaltungsmaßregeln einzuholen wünschten. Washington, 27. September. Die Verkündigung der amerikanischen Intervention auf Kuba durch den Präsidenten Roosevelt wird aus Oyster Bay jeden Augenblick erwartet. Assumption, 27. September. General Benigno Ferreyra ist zum Präsidenten der Republik Paraguay, und Emil Gonzalez Navero zum Vizepräsidenten gewählt worden. ** Hof und Gefellschaft. Am Montag ist der Großherzog von Heffen. Darmstadt tas strengsten Infognito mit dem Kabinetterat Römheld und dem Adjutanten Massenbach vermutlich nach Rußland auf zehn Tage verreist. * Der Gesundheitszustand des Sultans soll nach neueren Meldungen tatsächlich sehr ungünstig sein. Professor Bergmann aus Berlin habe eine Operation angeordnet, doch habe der Sultan erwidert, er ziehe den baldigen Tod einer Operation vor. Dem Bischof Dr. Thiel in Frauenburg( Erm. land) ist aus Anlaß seines heutigen 80. Geburtstages der Rote Adlerorden 1. Klasse verliehen worden. Deer und flotte. 3 Neue Uniform. Gelegentlich des gegenwärtigen Aufent halts des Kaisers in Rominten war dieser Tage eine Abordnung der beiden Ehren Kompagnien der Infanterieregimenter Nr. 33( Gumbinnen) und Nr. 44( Goldap) nach dort befohlen worden, die aus je einem Unteroffizier und drei Mann bestand. Es wurde den Leuten, wie verlautet, neue( italinische) Uniform in der Art unseres Waffenrockes und der Litewfa anprobiert, um festzustellen, ob die Beklei dungsstücke praktisch und zugleich geschmackvoll seien. Die neue Uniform scheint von ungefähr aus demfelben blauen Stoffe wie unsere Waffenröcke zu sein, doch zeigt sie Aufschläge von hellerem Rot, auch sind die hohen, weißen Binden unserem Auge ungewöhnt. Begnadigte Grenadiere. Infolge der badischen Amnestie find auch die vier Heidelberger Grenadiere begnadigt worden, die in der Trunkenheit am Schlusse des Manövers fich vor drei Jahren an einem Unteroffizier vergriffen hatten und zu sechs und sieben Jahren Zuchthaus verurteilt worden waren. Der englischen Verunglücktes englisches Schlachtschiff. Kriegsflotte ist ein schweres Unglück zugestoßen, und zwar bei der ersten Versuchsfahrt des neuen Schlachtschiffes " Hibernia". Die ,, Hibernia" verließ Plymouth, um die neuen großen Geschütze zu probieren. Spät nachmittags kehrte das Schiff nach Plymouth in einem schwer beschädigten Zustande zurüd. Das Abfeuern der großen Geschüße hatte das Kriegs: schiff derartig erschüttert, daß die Decks fich verbogen hatten. Außerdem zeigte das ganze Bauwert des Schiffes Risse und Verbiegungen. Einige Matrosen der Mannschaft hatten Verlegungen erlitten. Das Schiff, welches 30 000 000 Mal testete, ist vorläufig wertlos. Soziales Leben. × Bergarbeiter- Bewegung. Der Vorstand des alten Bergarbeiterverbandes im Ruhrkohlengebiet gibt zu dem Beschluß der Siebenerkommission bekannt, daß die Lohnzu Beerdigenden getragen wurben. fragte Duprat beim Hinaustreten aus der KatalombenverBeichen ber Bur Grohoye fort, ein Bewels, daß bier bina pie ir bis efung find Berbrecher, wenn bas Ruvert im Portefeuille " Und wo find wir nun?" würdest du uns preisgeben?" Duprat trägt meinen Namen. Und wenn ich heran ſollte In meinem Haufe," entgegnete Rifton. In Geit mann find Cite henn um sollte ich dich schonen, durch dessen Unvorsichtigkeit" burch die berameifelte Lage zu einem kühnen Ent lachte laut auf. pro an Dryden. Bunbesgenossen sehr auffäuig bemertte. nutteft, um des Kommerzienrates persönliche Bekanntschaft au was wir gestern Abenb besprachen 1" manbte fide bon bem wahrenbryben biefes feltfame Berhalten felnes alteren Wie wäre es, wenn bu biese Gelegenheit be fich Duprat jezi ein anfebildette Da mir bamit auf" egerfon mix, ble belben baben Rogern, fammen meinen r Nun und nimmer! „ öre Da tönnte ich ja womöglich in ble seat erwolberte ber Betretä bewegung alle deutschen Bergreviere umfassen solle. Die Art der Forderungen werde die Siebenerkommission in einer weiteren Sigung feststellen. Inwieweit das Ausland eingreifen wird, dürfte die nächste Zukunft lehren. Der Vorstand ermahnt die Bergarbeiter, feine voreiligen Schritte zu tun. × Internationaler Arbeiterschus. Die in Bern verSammelt gewesene internationale Konferenz hat ihre Beratungen beendigt. Das Abkommen über das Verbot des weißen Phosphors in der Zündholzindustrie wurde unterzeichnet von Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz. Die Konvention, betreffend bas Verbot der industriellen Nachtarbeit der Frauen, wurde bon allen an der Konferenz vertretenen Staaten unterzeichnet. Die Ratifitationen sollen bis spätestens am 31. Dezember 1908 dem schweizerischen Bundesrate eingesandt werden. Die Ronvention tritt zwei Jahre nach Sch des Protokolls über Einreichung der Ratifikationen in Kraft. Verbaftung der Münchener Golddiebe. Nach amerikanischem Muster war vor einigen Tagen in di tönigliche Münze in München eingebrochen worden. 130000 Mar! waren den Tätern in die Hände gefallen. Nur wenige Tage durften die Diebe sich am gleißenden Glanze des Goldes er freuen, dann hat fie der Arm der Gerechtigkeit erreicht. Drei Brüder Ruf und ein Mechaniker König wurden als die Gold. diebe ermittelt und verhaftet. Das gestohlene Geld ist gefunden und der Münze wieder zurückerstattet worden. Der Zufall hat bei Entdeckung der Golddiebe wieder eine bedeutsame Rolle gespielt. Ein Trambahnschaffner der Schwabinger Linie bemerkte in der Geldbörse eines Fahrgastes auffallend viel Goldgeld. Auf seine Veranlassung wurde der Mann verhaftet. Es war der Münzarbeiter May Ruf. Sein Bruder, der seiner Militärpflicht genügt, wurde auf Veranlassung eines Feldwebels ebenfalls verhaftet. Er hatte sich in der fraglichen Nacht aus der Kaserne entfernt und für seine Beteiligung an dem Diebstahl 30 000 Mark erhalten. Er machte sich durch große Ausgaben verdächtig. 60 000 Mart wurden in der Wohnung des Max Ruf ge= funden. Weitere Erhebungen führten zu der Feststellung, daß nicht Max Ruf der eigentliche Täter sei, sondern ein Mechaniker namens Wilhelm König aus Haar, der seiner Militärpflicht z. 3. bei der 1. Kompagnie des Bekleidungsamtes genügt. Bei seiner daraufhin erfolgten Verhaftung geftand König, daß er, auf Anstiften seines Mitschuldigen Max Ruf, der die günstige Gelegenheit ausbaldowert" hatte, allein den Diebstahl begangen hat. In der fraglichen Nacht war König über Urlaub ausgeblieben, indem er über einen Zaun fletterte und die Kaserne heimlich verließ. Seine Abwesenheit wurde durch einen Zufall entdeckt, da gegen Mitternacht ein Eilbrief an König anfam. Der diensthabende Unteroffizier wollte König den Eilbrief übergeben, fand jedoch das Bett leer. Am Morgen kam König über den Zaun wieder in die Kaserne. Er gab an, die Nacht über in Schwabing gewesen zu sein. In der Wohnung der Freundin des K., die sich seit einiger Zeit im Krankenhaus befindet, wurde ein großer Teil des Geldes gefunden. In einer Villa in Haar, wohin Ruf und König sehr häufig fuhren, ist ebenfalls ein kleiner Teil des Geldes aufgefunden worden, sodaß insgesamt 76 000 Mark der gestohlenen Summe wieder zur Stelle waren. König weigerte sich anfangs hartnäckig, an; n= geben, wo der Rest des Geldes vergraben liege. Endlich bequemte er sich dazu, den Ort anzugeben, an dem der Rest des Geldes vergraben war. Seinen Angaben, entsprechenb wurde im Englischen Garten nachgesucht und auch das Geid gefunden. Eine Schwindelbank. § Berlin, 27. September. Wegen verschleierten Wuchers, Betruges und versuchte Erpressung verurteilte die 3. Straffammer des hiesigen Land gerichts 1 den Agenten K. Kubernuß und den Kaufmann Mittel haus zu 1 Jahr 3 Monaten bezw. 2 Monaten Gefängnis Kubernuß wurde außerdem noch zu 600 M. Geldstrafe und dreijährigem Ehrverlust verurteilt. - war ,, Mundus vult decipi" die Welt will betrogen werden das war der Wahlspruch, den sich die Herrer , Direktoren" des Kubernußschen„ Bankhauses" erkoren hatten Und wie getreu folgten sie diesem Leitspruch. In der Stein: megstraße hatte Rubernuß ein kleines Bureau inne, in dem er, wenn eine besonders starte Geldnot in der Lebewelt und in Offizierskreisen herrschte, vier bis fünf Maschinenschreiberinner beschäftigte, gewöhnlich aber nur eine Kontoristin. Da K. kein eigenes Vermögen besaß, arbeitete er mit einigen Hintermännern, über deren Persönlichkeit er jedoch bisher die Auskunft ver: weigert hat. Dieses Unternehmen firmierte Bank- unt Kommissionsgeschäft, Vermittelung für Hypotheken, Grund: stücks- und Darlehnsverkehr". In seinen Prospekten erwähnte K. mehrere Abteilungen, die wie in großen Bankhäusern mil einem Buchstaben bezeichnet waren, auch legte er sich den Titel Direttor" zu. Der Geschäftsbetrieb dieses Bank: hauses" ist dergestalt, daß K. durch Inserate in Provinzial: zeitungen, an deren Erscheinungsorten ein Regiment garnisoniert, seine Hilfe als Geldvermittler anbot, häufig fich aber auch als Selbstgeber bezeichnete. Mittel haus, der Mitangeklagte, bei allen diesen Ge schäften seine rechte Hand", die aber in diesem Falle sehr genau wußte, was die linke tat. Im Jahre 1904 trai ber damals im 154. Infanterie- Regiment in Jauer alé Beutnant dienende Sohn des Generals von S. mit Kubernu in Verbindung. Der 26jährige Offizier hatte Schulden, ihm lam es darauf an, möglichst schnell Geldmittel zu erlangen, und gab sich deshalb zufrieden, als ihm K. für ein Afzepi bon 500 M. nur etwa 300 M. auszahlte. In Anbetracht der furzen Zahlungsfrist entsprach dies einem Zinssatz von über 60v. H. Als der Offizier mit neuen Darlehnsgesuchen an K. heran: trat, erklärte dieser, ein Offizier der Garde müsse dann aber ben Wechsel als Bürge mit unterzeichnen. Durch Kubernu gedrängt, der es auch verstand, bei dem Offizier auftauchende Bedenken zu beschwichtigen, ließ fich v. S. verleiten, den Namen eines andern Leutnants auf dem Wechsel, der über 1000 Mark lautete, zu fälschen. Für diesen Wechsel erhielt er das früher gegebene Atzept über 700 Mart von K. zurüd und den Betrag von 80 Mart, sodaß der Geldverleiher das beste Geschäft dabei gemacht hatte. Die Fälschung kam bei ber Präsentation des Wechsels zu Tage. Der Leutnant v. S. wurde von dem Kriegsgericht in Glogau zu fieben Monaten Befängnis und Ausstoßung aus dem Heere verurteilt. - Alle übrigen Geschäftsmanipulationen trugen in gleicher Weise den Stempel des Wuchers an der Stirn aefchrieben. Durch das ergangene Urteil ist wieder ein solcher Blutsauger für längere Zeit unschädlich gemacht. Der Fall v. S. wird wohl auch einigen von denen die es angeht" eine weise Lehre sein. Nab und fern. + Die Schlacht bei Pommerensdorf. Eine Blutige Schlacht entspann sich gestern zwischen etwa 100, mit Knütteln und Messern bewaffneten Schülern aus Stettin und aus dem Vororte Pommerensdorf. Einer der Burschen schoß mit einem Revolver einem Kameraden ins Gesicht und verletzte ihn schwer. Die Polizei verhaftete eine große Anzahl der Beteiligten. + Eine gefährliche Verwechslung. In Daberkow bel Demmin beauftragte der Pastor einen Konfirmanden, aus der Satristei einen Behälter mit Wein zu holen, um die Abend mahlstelche aufzufüllen. Versehentlich nahm der Junge einer Krug, in dem sich verdünnte Salzsäure befand, wie sie zum Puzzen der Kronleuchter verwendet wird. Nichts ahnent füllte der Pastor den Abendmahlstelch und ließ drei Frauen von der äßenden Flüssigkeit trinken. Eine von ihnen schwebt in Lebensgefahr, die andern werden vielleicht wieder auf: tommen. † zu lange Finger. Der Buchhalter des Brüseler Comptoir d'Escomptes namens Dacoster, ein junger Mann im Alter von 22 Jahren, hat durch Buchfälschungen die Summe von 200 000 Francs unterschlagen, welche er in lustiger Gesellschaft verausgabte. Er wurde verhaftet. † Feuer im Brester Hafen. Eine riesige Feuersbrunst richtete im Bengalhafen von Brest großen Schaden an. Truppen und Matrosen mußten zur Löschung des Feuers aufgeboten werden. Eine Zeitlang waren die Material- und Pulvermagazine bedroht. Das Feuer ist an zwei verschiedenen Stellen ausgebrochen, welche fünfzig Meter auseinander lagen. Die öffentliche Meinung beschuldigt einen schwachsinnigen Einwohner der Brandstiftung. + Eisenbahnunfall. Auf der Wabashbahn stieß bei Catlin in Jllinois ein Güterzug mit einem Postzuge zu sammen, wobei 10 Personen ihr Leben einbüßten und viele andere verletzt wurden. Als Ursache des Unfalles wird falsche Weichenstellung angegeben. † Erbrochene Gräber. In das zwischen Rothkirch und Gassendorf mitten im Park gelegene Mausoleum der Frei Herrlich von Rothkirch und Pantenschen Familie wurde während der Nachtzeit ein Einbruch verübt. Von einem Sarge war bereits der Deckel abgehoben, wahrscheinlich sind die Diebe dann gestört worden. Die Leiche selbst ist an fheinend unberührt geblieben, auch konnte noch nicht festge stellt werden, ob etwas gestohlen ist. Von den Tätern fehlt noch jede Spur. † Im Spiel serunglückt. Auf der Reichenberger Bahn vergnügte sich nahe Gablonz ein zehnjähriger Knabe damit, eine starke Schnur nach Art eines Lassos nach den Rädern eines fahrenden Zuges zu werfen. Die Schnur, die er fest um seinen Arm gewickelt hatte, verfing sich in den Rädern und zog den kleinen unter den Zug. Er wurde als gräßlich verstümmelte Leiche aufgefunden. † Schreckliche Unwetter wüteten in den spanischen Provinzen Alicante, Granada und Murcia und haben vielfach Ueberschwemmungen verursacht und die Ernte vernichtet. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen, zahlreiche Häuser sind in der Gemeinde Santo Meva eingestürzt. 25 Leichen sind bereits geborgen. Bunte Tages- Chronik. Danzig, 27. September. Die Fischer Sommerfeld und Trautmann aus Westlich- Neufähr wurden beim Fischen auf See vom Sturm überrascht. Das Boot schlug um und beide ertranfen. Kattowitz, 27. September. Der Eisenbahnsekretär Schramm geriet gestern auf Station Friedensgrube beim Besteigen eines Zuges unter die Räder, wobei ihm der Fuß abgetrennt wurde. In der Nacht starb der Verletzte. Plauen i. V., 27. September. Hier erschoß sich kurz vor seiner standesamtlichen Trauung der praktische Arzt Dr. med. Georg Horn. Melancholie wird als das Motiv der Tat vermutet. Köln, 27. September. Der Restaurateur Johann Faßbender ist unter Mitnahme der Kasse mit 11 000 m. eines in seinem Lokale tagenden Sparvereins, dem ausschließlich kleinere Handwerker angehören, flüchtig geworden. Markgröningen, 27. September. Der unter dem Ver: dacht des Gattenmordes verhaftete Kreuzwirt Heinrich Wild hat nunmehr nach anfänglichem Leugnen eingeräumt, in der Nacht zum 7. ds. Mts. seine schlafende Ehefrau, mit der er seit längerer Zeit in Unfrieden lebte, mittels Revolver erschossen zu haben. Coney Island eine internationale ,, Baby- Show" veranstaltet wurde. Die Ausstellung wurde zahlreich beschickt, denn Kindern aller Rassen ist ja im tosmopolitischen Newyork leim Mangel. Auch diesmal machten die Veranstalter mit den Kindern anderer Leute ein gutes Geschäft. Den Bogel abo schossen hat aber ein Mann mit einer Ausstellung von Sma dern, die sämtlich der schönen Erfindung des Kinderbru apparates ihr Dasein verdanken. buft wird jest, wie es ba ung der Berficherung fü dar in vollem Betrag fie feinerzeit der Wa gezahlt hatte. Die W relana ben Berficherung ten. Man laffe fich hungsfarte vorlegen und be gellebt worden ift; to Ben zurüdzubehalten, b Fine Granitfal aber tatsächlich zugetro bfist zwischen Schönber frei, die aber in leg offene Woche tamen nu der die Aufsicht über = Amerikanische Geschäftsfrauen. Auf der Newyorket Fondsbörse in Wallstreet find nicht Männer allein die leitenden Geister; den geschicktesten Generalen machen da Frauen de Rang streitig. Unter den Sachverständigen auf dem Baum wollmarkte zum Beispiel ist niemand höher bezahlt als Mittlich ftaunen! In Mac K. Giles. Ihren Angaben wird mit gleicher Spannung entgegengesehen wie jenen des landwirtschaftlichen Departements der Vereinigten Staaten. In der großen Maklerfirma bon H. Knickerbocker& Co. nimmt Frau Helene M. Kniderbode eine hervorragende Vertrauensstelle ein. Die Arbeit, die sie bewältigt, übertrifft die eines Mannes, und wer die Brieft der Firma in verwickelten Fragen erhält, würde nie darauf einige Herren und ba verfallen, daß fie von einer Dame stammen. Die am höchſten bezahlte Frau an der Newyorker Börse ist wohl Frl. Caroline van Brunt. Sie bekleidet den Posten des Kassierers in der Firma von S. H. P. Pell& Co. und bezieht ein Gehalt bon jährlich 15 000 Dollars. Rechts- Ausküntte gbnb besichtigen zu dürf Summe als Antaufspr gefalle. Als nun ber Age binziehenden Befichti frontfurt um diffin p ein Telegraphenbote ein Defche mit der Unterschrift hatte, den Herren nur frei Demet fet( Wirklich großar erhalten alle unsere Abonnenten, sobald sie uns en un alle Maschinen du mit Angaben ihrer Anliegen auch die Abonnement hatten bereits mehrere quittung des laufenden Monats mit einschida, Frankfurt transportiere kostenlos! Beantwortung erwünscht ist, werden nur berüd Bodt fchöpfend, telephonis tilte, worauf dieser fofort baufen feftzunehmen. Die 16 Gewerbe Anfragen in Rechtssachen, deren schriftlideridtigte. Es gelang, fichtigt, wenn der schriftlichen Anfrage auch ein aulen Heffens erfor frantiertes und adressiertes Couvert neben der Besamtausgabe von 434 9 Abonnemente quittung unserer Beitung beiliegt hieten fich aber nur auf Cokales. 28. September 1906. ** Erledigt: Die mit einem evangelischen Lehrer zu bes Bende Lehrer stelle an der Gemeindeschule Steinfurt. Mit der Stelle ist Lektordienst verbunden. cd& te 97 375, bie 8infen Exit 192 280, die Ortsgeme Gemeinden 81 725, die fonftige Bawendungen mwerfer, Sonntagszeichen hen erforderten eine Ge end auß obigen Raffen b ving ftanden. Die gemeinnü R. Am 16 Ottober wird in Tham( Oberpfalz) eine von der Reichsbankstelle in Nürnberg abhängige Reichscherzogtum Heffen halter bantnebenstelle mit Stassenemrichtung und beschränften Giroverkehr eröffnet werden. taps 11 Uhr im e: diesjährige Bersammlung - * Nach einem Ausschreiben des Präsidenten des Ausen: Bericht des Berbani schusses für Beratung der Verwaltungsgefeßreform igen Stand des Baubere im hessischen Landtage sollen bis längstens 6. Oftober die gibnis der vorgenommene Vorschläge der Einzelreferenten eingereicht sein, wie dies rubericht. Förderung seitens der Referenten für die Landgemeindeordnung, den die öffentlichen Spartaff Abgg. Köhler und Uebel, bereits geschehen ist. Am 9 Dt. pen. Die wirtschaftlich sollen die Sigungen des Ausschusses beginnen und die Berenigen Bautätigkeit, handlungen so gefördert werden, daß bis Anfang Dezember fen. Referent Pfarrer sämtliche Referate fertiggestellt sein können. Als erster Gegenstand soll auf die Tagesordnung der Ausschußsizung am 9. Oktober der Entwurf der Landgemeinde- Ordnung g sezt werden. ** * des Verbandsvorstandes jährigen Verbandstag. Der Turnausschu Sabr 1906/07 folgenden den 30. September 190 Ben; 2. Gauborturne Am Mittwoch hatte der Arbeiter Christian Streum von Lorbach vor dem Schwurgerichte fich wegen Notzucht zu verantworten. Die Verhandlung untag, den 7. Ottober 190 wurde unter Ausschluß der Offentlichkeit geführt. Der Bestag, den 2. Dezember 19 flagte ist beschuldigt, am 22. Juli d. I. zwischen Lorbach tag, den 17. Februar 19 und Büdingen sich an der 14 Jahre alten Anna Loz ver 4. Bezirfavorturnerftunde gangen zu haben. Die Geschworenen bejahen die Schuldfeft 1907 statt. frage, billigen aber mildernde Umstände zu. Das Gericht erkennt auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis. ** * Heute Abend annoverschen trat bereit ** Freidenferversammlung. findet 129 Uhr im Hotel Einhorn eine General Versammlung statt, in welcher u. a. auch die Vorstandswahl vollzogen wird. Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 25. und 26. September stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1268 Stück Rindvieh, 355 Schweine. Der nächste Marlt findet am 9. und 10. Ottober statt; am letteren Tag aud Krämermartt. * Wie die Frankf. 8tg." zu melden weiß, werden die Der Herbst hat her Einzug gehalten. Im Dienstag flaiter Froft men Ednee. In Dipre Laubschmudes beraubt Einbrud, als befände mo Ainzenbad, 27. Ten Bahnhof 2-3 Bentner wird mit 3 Rom, 27. September. Prinzessin Margarete Paterno gröst tanzler zur Deffaung der Grenzen zur Linderung der Bieh ten am Niederrhein. beging Selbstmord, indem sie sich aus dem Fenster ihres Balastes hinabstürzte. Die Prinzessin, die wegen ihrer Schönheit sehr befannt war, sollte sich demnächst mit einem Herzog verloben. Das Motiv der Tat ist unbekannt. Vermischtes. = Kindesraub. In Ettenheimmünster in Baden hat ber Gelegenheitsarbeiter Capolta das ein Jahr alte Söhnchen seines bisherigen Brotherrn, des Schlächtermeisters Seller, gewaltsam entführt, aus Rache, weil 8. ihn entlassen hatte. Der von der Kindesentführung sofort benachrichtigten Gens barmerie gelang es, Capolta in Mendingen zu verhaften. Der Entführer trug das arme Wurm, das jämmerlich schrie, in seine Joppe eingewickelt, mit sich herum. = Blutige Rache eines Eifersüchtigen. Ein Reserve mann Michele Porciello aus Guardia Lombardi verliebte fich in eine junge, hübsche Bauerntochter in seiner Ortschaft und heiratete sie. Dies mißfiel den Brüdern Juno, weil das Mädchen die Werbung des ältesten von ihnen abgewiesen hatte. Vater und Söhne Juno schwuren deshalb, sich an dem armen Porciello zu rächen und führten diese Rache am Tage nach der Hochzeit des jungen Paares aus. Alle fünf bewaffneten sich mit Beilen, überfielen Porciello auf seinem Hofe und schlugen ihn buchstäblich vor den Augen seiner Frau in Stücke. Der Polizei gelang es bisher, nur den alten Juno dingfest zu machen. Die vier Brüder find flüchtig. = Baby- Ausstellungen. Die im letzten Winter in Newgork abgehaltenen Kinderausstellungen haben einen derartig großen Erfolg gehabt, daß auch diesmal und zwar auf noi auffordern. Aus dem Biebertal * Der Beschluß der Hanauer Vereine und geselligen und Bolizeidien Verbindungen, infolge des Bierkrieges bis zum 1. April bifigen Gegend fich zu 1907 teine Festlichkeiten abzuhalten, ist wieder aufgehoben worden, nachdem der Bierkrieg im Sinne der Konsumenten zu Ende gegangen ist. Ben wollen. X Weblar 27. Sept. S Merete haben, da die Firm * Die Folgen der jzigen preußischen Schul- lag des Oberbormundis politit machen sich zum Beispiel in Nassau insofern geltend, i Solms Braunfels f als der Andrang zum Lehrerberuf immer mehr nachläßt. 8 dieser Firma einen Bert den fürzlich in Dillenburg und Herborn stattgefundenen upp den Buderus Aufnahm prüfungen für die Päparandenschule waren so wenig junge Leute erschienen wie sonst nie zuvor. 10 Jahren jährlich 25 berigen Fürstlich Bra neuerrichtete reisbaumeisterftelle dem Stadtbauftigt, bag is nicht immer * Der Kreisausschuß des Landkreises Hanau hat die if alle Betriebe der Buder meister F. Heinbeck in Merseburg, vorher Stadtbaumeister in Lemgo, übertragen. Um die Stelle, die mit einem Anfangsgehalt run 3000 f. und 500 Mt. Reisefoftenent schädigung ausgeschrieben war, hatten sich 231 Bewerber gemeldet. § Der Landes- Rechnerverband hält Sonntag, Generalversammlung ab. filid nodulommen. Wen nb Grapreise und die fortge B innungsfoften verteuern, men guten Abflug für da Münzenberg, 26. S abien Gemeinderats Bilheim Gorr 6. mit 14. Oftober zu Frankfurt im Saale 8um Storch" feine blt: Ludwig Rail mit Jahre lang feine Versicherungsmarten geflebt, obwohl fie er, der aber nur weni * Warnung. Eine Waschfrau in Höchft hatte mehrere von den Familien, bei denen sie wusch, regelmäßig außer dem Tagelohn die Hälfte des Versicherungsbetrages( 10 Bfg.) erhalten hatte. Ihr Versäumnis fam jezt bei der Revision der Karten an den Tag und nicht sie, sondern ihre Kunddemokraten diesmal m Bad Nauheim, 27. Se birettore zum 1.0 em Beitpunkt zurüc Boftens haben sich ei het. Es sollen zusamm Shoto b befagidt, Schen Real der Versicherung für alle die vorhergehenden Jahre wärts. schaft bird jezt, wie es das Gesez vorschreibt, zur Nach undi par in vollem Betrage( 20 Pfg.) angehalten, auch viele Beamte, sowie Off ziere bis zum Generalmajor auf: In nächster Zeit wird man zur engeren Wahl reiten und dann den Poften vergeben. Die endgültige Großherzog vorbehalten. Den Bowen fie seinerzeit der Waschfrau regelmäßig den Betrag Entscheidung über die Besetzung des Postens hat sich der uf der allein bie en da F n auf dem er bezabit fchon zahlt hatte. Die Waschfrau geht frei aus, obwohl fie lana den Berficherungsbetrag unrechtmäßig für sich behaltim. Man lasse sich deshalb bei Lohnzahlungen die Dungsfarte vorlegen und sehe nach, ob für die betreffende Bochgeklebt worden ist; wenn nicht, ist man berechtigt, den Lohn zurückzubehalten, bis es geschehen ist. Eine Granitschleiferei gestohlen! Man Matle furt fikt zwischen Schönberg und Wilmshausen eine GranitGelnhausen. Jugendlicher Lebensretter. Das 5jährige Söhnen eines Schriftsezers in Gelnhausen wurde beim Spiel von einem anderen Rinde in die Kinzig gestoßen und war dem Ertrinfen nahe. Die anderen Kinder liefen weg, nur ein 7jähriger Knabe warf dem in Todesges gefahr befindlichen Kinde einen Strick zu, der von diesem ichen Depan freigaber tatsächlich zugetragen. Ein Rentner aus Frank- wurde. gleicher munir flich staunen! In Schönberg hat sich dieser Gauner- erfaßt werden konnte, wodurch die Rettung bewerkstelligt e M. Send lenei, die aber in lezter Zeit nicht in Betrieb war. Die Arbeit, nd wer bie würde nie Berene Woche tamen nun zu dem Drtsdiener von Schönberg, der die Aufsicht über das stillstehende Etablissement Die anführt einige Herren und baten, als Kaufliebhaber das Wert wohl eingetmb besichtigen zu dürfen, indem sie zugleich eine sehr Rasierer hohe Summe als Ankaufspreis versprachen, falls das Werk ezieht eminem gefalle. Als nun der Ortsbiener infolge der sich all zulange hinziehenden Besichtigung erklärte, bei dem Besizer in Funkfurt um dess n persönliches Erscheinen zu bitten, Strat ein Telegraphenbote ein und überreichte eine gefälschte Depreihe mit der Unterschrift des Frankfurter Rentners des Inhate, den Herren nur freie Hand zu lassen, da alles geten, fobald ordawet set( Wirklich großartig. D. Red.) Die Gauner ließgm num alle Maschinen durch Monteure zusammenräumen bie tomar batten bereits mehrere Waggons nach Ludwigshafen ats mit bezumn Frankfurt transportieren lassen, als der Ortsdiener Beraht schöpfend, telephonisch dem Besizer das Geschehene mitteilte, worauf dieser sofort die Gendarmerie in Bensheim eren scribenachrichtigte. Es gelang, einen der frechen Patrone in werden Elhaufen festzunehmen. n Anfrage Die 16 Gewerber, Kunstgewerbe- und Fa shulen Hessens erforderten im vorigen Schuljahre Coubert eine Gesamtausgabe von 434 925 Mt. Die Gesamteinnahmen Beitung bezitten sich aber nur auf 399 723 Mt. Das Schulgeld - rbringte 97 375, die Zinsen von Stiftungen 13912, der Stant 192 280, die Ortsgewerbevereine 12 256, die Städte and Gemeinden 81 725, die Spar- und Kreistassen 33 791 Die September und sonstige Zuwendungen erbrachten 2240 Wt. Bamboefer, Sonntagszeichen- und gewerblichen Fortbildungsvangelison chulen erforderten eine Gesamtausgabe von 90 452 Rt., Gemeinde während aus obigen Rassen hierfür 89 020 Mt. zur Verrdienft berbigung ftanden. ( Oberph Die gemeinnüßigen Bauvereine im abhängige rowerzogtum eſsen halten Sonntag, den 7. Oktober, ng und bevormittags 11 Uhr im Neuen Saalbau" zu Gießen hre diesjährige Versammlung ab. Auf der Tagesordnung äsidenten defteboom: Bericht des Verbandsvorsitzenden über den gegen98 gefeßwärrägen Stand des Bauvereinswesens in Hessen und das ens 6. DErgebnis der vorgenommenen gesetzlichen Revisionen. cht sein, Rass ubericht. Förderung der gemeinnüßigen Bautätigkeit meindeordnamurch die öffentlichen Sparfaffen. Referent Rendant DöringBiejen En ift. A Die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der innen und gemeinnützigen Bautätigkeit, insbesondere der LaugenoffenAnfang defen Referent Pfarrer Bechtolsheimer- Mombach. Onnen. Wahl des Verbandsvorstandes. Wahl des Ortes für den der Ausdächtjährigen Verbandstag. meinde- Dron Der Turnausschuß des Gaues Hessen hat für bas Jahr 1906/07 folgenden Uebungsplan erlossen: SonnArbeiter( ag, den 30. September 1906: 1. Gauvorturnerstunde in wurgeriesen; 2. Gauvorturnerstunde Ende April 1907. Die Sonntag, den 7. Oktober 1906: 1. Bezirksvorturnerstunde; geführt. Son mitog, den 2. Dezember 1906: 2. Bezirksvorturnerftunde; Sonntag, den 17. Februar 1907: 3. Bezirksvorturaerstunde. Die 4 Bezirfsvorturnerstunde findet 4 Wochen vor dem Bauufeft 1907 statt. 5. zwischen! ten Anna Dejahen die zu. Das 8. 9. Srute & - - Der Herbst hat heuer erheblich früher als sonst einem Einzug gehalten. Im Taunus, im Bahntal, sowie m hannoverschen trat bereits in der Nacht vom Montag eneral Bridien etag ſtarker Froſt ein. Die Höhen der Rhön ragem Schnee. In Ostpreußen sind die Bäume bereits wahl bolljo allen Laubschmuckes beraubt und Feld und Wald erwecken Bet dem an den Eindruck, als befände man sich bereits im November. waren aufg Der nächte legteren T Kinzenbach, 27. Septbr. Tagtäglich werden am " bieficien Bahnhof 2-3 Waggon 8 wetschen versandt. en weiß, Der Banner wird mit 3 Mt. bezahlt. Die Zwetschen einfam ben nach Frankfurt, größtenteils aber noch den großen Sinderung de eine und Start: am Niederrhein. Aus dem Biebertal. Man schreibt uns, daß die Ort und Polizeidiener wie auch die Fußgendarm derbisigen Gegend sich zu einer Vereinigung zusammenes bis uhlie im wollen. wieder auf ne der Ronj 64 Wezlar 27. Sept. Die Buderusschen Eisenwer haben, da die Firma Krupp höchstwahrscheinlich den Bush des Obervormundschaftsgerichts zur Erwerbung des ßischen Fürfi Solms- Braunfels'schen Grubenbesiz erhalten wird, ffau infofen mit der Firma einen Vertrag abgeschlossen, nach dem die Firmin kupp den Buderus'schen Esenwerken auf die Dauer bon L Fahren jährlich 25 000 Tonnen Roteisenstein aus den herigen Fürstlich Braunfels'schen Gruben liefert. Burmehr nachli born flattgef benfchule nie zubor zeit sind alle Betriebe der Buderus' schen Eisenwerke so lebhaft be= fes Banan fchäftigt, daß es nicht immer möglich ist, allen Anforderungen e dem pin filig machzukommen. Wenn auch die Steigerung der KotsDie mit einem Stadtbound preise und die fortges pte Erhöhung der Arbeitslöhne die Gewonnungskosten verteuern, so hofft die Leitung doch auf Mt. Reift einer guten Abschluß für das laufende Jahr. fidh 231 and halt E Bum Stord Böchft hatte m getlebt, obwohl regelmiy gsbetrages( 10 egt bei ber fondern the Münzenberg, 26. Sept. Bei der gestern hier stattgeban Gemeinderatswahl wurden folgende neu gewählt: Ludwig Karl mit 90, Wilhelm Mathes mit 70 und Bilheim Gorr 6. mit 47 Stimmen. Auch waren die Sozialdemokraten diesmal mit einem eigenen Randidaten aufgetrener, er aber nur wenige Stimmen erhielt. Bad Nauheim, 27. Sept. Bekanntlich ist der Posten des Audirettors zum 1. Oft. vakant, da Herr von Grolman zum Zeitpunft zurücktreten wird. Zur U- bernahme Dieses Postens haben sich eine ganze Reihe von Bewerbern gemes. Es sollen zusammen etwa 50 sein, darunter sehr | § Aus dem Ohmtal. Die diesjährige außerordenlich reiche Zwetschenernte erinnert lebhaft an die gleich reiche im Jahre 1879 und ihre ungewöhnlich schwere Folgen für den gesamten Bestand an Zwetschenbäumen. Wie heute, so waren auch damals die Bäume so reich beladen, daß die efte brachen und viel Obst umkam. Nun folgte dem Jahre 1879 ein sehr strenger Winter mit ungewöhnlicher Glatteis bildung, dem damals zahlloses Wild zum Opfer fiel. Durch das Uebermaß der Erträge geschwächt, vermochten die wetschenbäume den Unbilden des Winters nicht Stand zu Tausendweise gingen die halten; die meisten erfroren. Zwetschenbäume ein, aanze Gärten und Obstbaumstücke standen im Frühling 1880 verdorrt da, und nicht einmal bis heute sind ganz die Wunden geheilt, die damals den Die jeßige abnorm 8wetsenbäumen geschlagen wurden. - an reiche Zwetschenernte schwächt naturgemäß ihre Erzeuger, die Zwetschenbäume, und zwar um so mehr, als auch im vorigen Herbste die Zwetschenernte hier eine gute genannt werden mußte. Sollte nun wieder ein falter Winter folgen Anzeichen hierzu fehlt es ja nicht dann stünden unsere Zwetschenbäume wieder vor einer großen Gefahr. Dieser Gefahr fann nun begegnet werden durch Kräftigung der durch die reichen Erträge geschwächten Bäume in Gestalt einer durchgreifenden Düngung. * Hersfeld, 27. Sept. Für unsere Stadt ist die Hundesperre und zwar auf 3 Monate festgesetzt worden, weil ein dem Landwirt Konrad Bäz gehörender Hund unter dem Verdacht der Tollwut getötet werden mußte. * Frankfurt, 27. Sept. Die englischen Sänger, die gestern Abend per Extrazug hier eingetroffen, sind mit großen Ehren empfangen worden. Die Begrüßung geschah durch Bürgermeister Dr. Barrentrap. * Mainz, 26. September Wegen Gründung einer obligatorischen Mädchen- Fortbildungsschule hat sich der hiesige Schulvorstand mit der Handelskammer, der Kreisschulfommision, sowie mit dem Minifterium in Darmstadt in Verbindung gefeßt. Es ist beabsichtigt, die neue Lehranstalt im April 1907 zu eröffnen. * Darmstadt, 27. Sept. Der Raubmörder Steinmet hat seine Verurteilung zum Tode mit derselben gleichgültigen Ruhe entgegengenommen, die ec auch in der Voruntersuchun und während der Verhandlung gezeigt hat. Als man ihn am Dienstag- Abend nach dem Urteilsspruch aus dem Schwurgerichtssaale führte, gab ihm seine im Gang stehende Mutter ein großes Stück mit Wurst und Fleisch belegtes Brot. Er nahm es unter Dantesworten an und ver zh te es auf dem Transporte nach dem Gefängnisse mit gutem Appetit. Als ihn der Staatsanwalt fragte, was er fich bei dem Urteil dente, erwiderte er:„ Ich weiß nicht, was ich denken soll." In der Nacht hat Steinmetz gut geschlafen, er war offenbar durch die Verhandlung sehr ermüdet. Selbstverständlich hofft er auf Begnadigung, und wie man hört, wird der Verteidiger ein Gnadengeſuch an den Großherzog richten. - * Kassel, 27. Sept. Zum Kommandeur der 22. Division in Kassel wurde Generalleutnant v. Plettenberg, bisher Inspekteur der Jäger und Schüßen, ernannt an Stelle des Generalleutnants v. Heeringen, der mit dem Kommando des 2. Armeekorps in Stettin betraut wurde. Der neu ernannte fommandierende Genral des 11. Armeekorps, General der Kavallerie, Herzog Albrecht von Württemberg, ist bereits hier eingetroffen und hat sich auf dem Friedrichs. plage durch den bisherigen Storpskommandeur, jeßigen Präsidenten des Reichsmilitärgerichts, General Linde, die anwesenden Offiziere der Garnison Kassel vorstellen lassen. * Kassel. Wie sehr der Konsum an Fleisch durch die herrschende Fleischteuerung zurückgegangen ist, wird dadurch illustriert, daß in der Stadt Kassel im Betriebsjahre 1. April 1905 bis 31. März 1906 der Fleischverbrauch von im Vorjahr 7374 301 Kilogramm auf 7 233 620 Kilogramm zurückgegangen ift, obschon die Zivilbevölkerung sich um runn 6000 Seelen vermehrt hat. Der Verbrauch auf den Ap der Zivielbevölkerung betrug nur noch 62,8 Kilogramm gegen 67,7 Kilogramm im Vorjahr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 29. September. Meift heiter, morgens Nebel, trocken, Temperatur wie seither. Veränderliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 16. Sonntag nach Trinitatis, den 30. September. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 91 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Nächstfünftigen Sonntag, den 7. Oftober findet im Hauptaottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für Matthäusund Marcusgemeinde gemeinsam statt. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johannestirche. Vormittags 92 Uhr: Pfarrer Euler. Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer ieder Gemeinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Batholische Gemeinde. Samstag, den 29. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 30. September. 17. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. " um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Im Monat Oftober ist an den Werktagen abends um 6½ Uhr Rosenkranzandacht mit Segen. Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Anämie, Blutarmut, Bleichsucht. Diese Zustände fennzeichnen sich durch blasses Aussehen, Blässe der Lippen und des Zahnfleischs, Herzklopfen, Schlaffheit, Kurzatmigkeit nach der kleinsten Anstrengung, Rückenschmerzen, Mangel an Energie, nervöse Erregtheit, Verdauungs- und Unterleibsstörung, dunkle Ränder um die Augen und Gedächtnisschwäche. Für diese Zustände gibt es nur ein wirklich zuverlässiges Mittel und dieses ist Ferromanganis, eine glückliche, wissenschaftliche Zusammensetzung von angenehmem Geschmack. 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Wir fordern deshalb diejenigen, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des pp. Ullrich als Dienstmnnn erheben zu können glauben, auf solche bei Meidung des Ausschlusses binnen acht Tagen bei uns vorzubringen. Gießen, den 27. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme bon Kanalisationsarbeiten wird der Schiffenbergerweg zwischen Licher- und Bergitraße von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 26. September 1906. Großherzogliches Volizeiamt Gießen. Herberg. Bezirkssparkasse Gießen. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksangehörigen, daß vom 1. Oktober 1. Js. ab bei unserer Kasse die tägliche Verzinsung der Einlagen zur Einführung gelangt und daß jeden Werktag von vormittage 8-1 Uhr und nachmittags von 3-4½½ Uhr die Kaffe geöffnet ist. Gießen, den 22. September 1906. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. 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Auguft 1906 angeordnete e der Stephanstraße zwischen Goethe- und Bleichro wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. September 1906. Großh. Bolizeiant Gießen. Herberg. Giessener Freiw. Feuerweh Sonntag, den 30. September: Haupt- Nebung in Gemeinschaft mit der Freiw. Sanitätskolonne Antreten pünktlich 10 Uhr vormittags. Die Mannschaften werden ersucht, zu dieser Web pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Rachmittage 32 Uhr findet im Reuen Saalba eine Familienfeier ftatt, wozu wir unsere Kameraden, sowie die an ordentlichen Mitglieder der Wehr mit ihren we Familien einladen. In allen Buchhand Das Kommanda Münchner Jugend>> ist unbestritten die vielseitigste, intere. fanteste und aktuellste Chronik des zeitgenöffifchen Kulturlebens und in Anbetracht ihres reichen farbigen Kunstschmuckes Die billigste aller illu ( trierten Wochen Schriften d. Welt. Einzelne JUGEND lungen und 3eitungskios= ken und auf allen Bahnhöfen zu haben. Probenummer gratis durch den Tummer 35 Pfg. 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