Zweites Blatt. 1906 Nr. 175 Rebaftion und Haupt Erpedition: Gieken, Selters meg 83 garten uft: ie Stadt. auf dem Fe in der Festhal Aufführunge elden u. Turner Be. W uerwerk Be. Lahn. Herrn C. Kranje bon 14-17 Jabra Samstag 20 P ab in der Turnhale Sinzel Dauerkart bader, Neuen- Bau, play, Ernst Jung udwigsplay. ck. rbeiten. höhten Fußwegs Drte Heuchelhe und zwar: 67,35 Mt. 66,00 347,00 " " 697,80 bergeben werde 7. Auguft L. J mmer des Unte Bedingungen u cat. des Kreise auarbeiten ten Fußwegs a den Arbeiten un 108,57 Mr. 167,00 " 234,00 " 2169,00 " 123,00 " 157,60 170,00" bergeben werdem 7. Auguft 1. mer des Unter und Bedingung at. des Kreic eferung. ng bon Bültenfol on Anthracitkohle emeindebaus an der Cas- und Johanne nstag, den 7. augu Fe: niprechaniching No. 362. Samstag, den 28 Juli 1906. Bofe aus dem 4. Jahrgang Gratisbeilage: Oberbeffische Familienzeitung( 3 × wöchentl.) Fernsprechanschluk Nr. 362. Ohm- und Feldalhal - 7901050 ( Oberkeliljer Beobachter) is 2:00 Exotischer Befuch. - Setteres von den französischen Festtagen. König Sisowath von Kan.oodscha, der eben von Marseille aus wieder in seine tropische Heimat zurückgekehrt ist, hat den guten Franzosen vielen Stoff zur Heiterkeit gegeben. Der Rummel" begann schon in Marseille, wo man dem Könige eine Spezialitätenvorstellung zeigte. Zuerst Equilibristen, die der König sehr fräftig gebaut fand, dann ein Stückchen Ballett und zuleßt Menuett und Gavotte. Sisowath war sehr erstaunt darüber, daß die französischen Tänzerinnen sich so ins Zeug legten, und meinte, daß sie sehr schwizen müßten. Die größte Bewunderung des Königs erregte der Kunstpfeifer und Bauchredner Alexandre, der so großartig den Gesang der Nachtigall, das Schreien des Esels und das Quieken des Schweines nachmachte. Der König war anfangs ganz fassungslos bor Staunen: als aber die auf den Stühlen stehende vor nehme Welt zu flatschen begann, flatschte er tapfer mit. Geradezu köstlich war die Szene, die sich abspielte, als Sisowath seine Tänzerinnen ins Feuer schickte. Die weiße Menge begann laut und vernehmlich zu gähnen. Die einen fühlten durch die seltsame Musik ihr Ohr beleidigt: die anderen wollten diese in grellbunten Stoffen steckenden Puppen, deren ganzes Spiel darin bestand, daß sie sich die Finger verrenkten, nicht als Tänzerinnen gelten lassen. Man hatte sich bei den Worten orientalische Tänze" mit Behagen auf etwas anderes vorbereitet. Als dann die große Enttäuschung fam, stieg das Publikum von den Stühlen und bahnte sich einen Weg zu den Ausgängen. Der König fragte sofort seine Nachbarn, was der plößliche Aufbruch zu bedeuten habe: man erzählte ihm, daß der Lärm ein in Frankreich üblicher Ausdruck höchsten Entzüdens sei," worauf er hoch befriedigt gleichfalls den Saal verließ. Daß der König von Kombadscha im übrigen ganz modern denkt, beweist, daß er sich auch auf Ordensverleihungen vorbereitet hatte. Vor seiner Landung hatte Sisowath in Paris telegraphisch 200 Muniserophon- Medaillen bestellt, um tüchtige Männer zu belohnen. Er fand aber schon in Marseille so viel braves Volt, daß der ganze Ordensvorrat auf einmal erschöpft wurde. Die Leiter der Kolonialausstellung befamen pro Familie zwei Medaillen. Der Koch, der das königliche Essen bereitete, wurde auch mit einer Medaille geschmückt; der König wußte, warum er das tat: er konnte dem Küchenchef fein Trinkgeld geben und zahlte daher mit Orden. Als der König sah, daß man in Frankreich mit 200 Orden nicht auskommen könne, bestellte er noch tausend Stück von der Sorte. Der Muniserophon" wird in diesem Sommer in Frankreich sehr getragen werden; da er sehr praktisch konstruiert ist, fann man ihn nach Belieben als Spange, als Gürtelschnalle oder als Strumpfbandhalter verwenden. Zu Hause kann der König gegen den Willen des von der franzöfischen Regierung eingesetzten Balastbuchhalters einer Lieblingstänzerin nicht ein lumpiges Zigarettenetui schenken; in Frankreich aber hat er Hunderte von Orden verschleudert, obwohl er wissen konnte, daß man ihm in feinen Staaten die Rechnung dafür vorlegen wird. Von Frankreich scheint sich Sisowath merkwürdige Begriffe gemacht zu haben: er mochte es wohl für ein verlorenes Land balten, in dem es nicht viel zu essen gibt, da doch sonst Lokalanzeiger für die Kreise Alsfeld, Grünberg und Schotten. - nicht so viele Franzosen nach Kambodscha tommen würden, um dort von Hühnern und gesalzenem Fisch zu leben. Aus diesem Grunde hatte er auch seine Vorsichtsmaßregeln getroffen: Das Schiff, das ihn gen Frankreich führte, hatte an Bord eine ganze Ladung lebender Hühner, große Kisten mit Salzfisch und einen Haufen Holzkohle. Es war eine reizende Szene im Hof der Präfektur von Marseille, als das ganze Personal mobil gemacht wurde, um die entlaufenen föniglichen Hühner wieder einzufangen. Die Marseiller aber glaubten in ihrem Unverstand, daß das von Sisowath mitgebrachte Geflügel heilig und zu Opferungen bestimmt sei. Die Re publit hatte wohl ein politisches Interesse daran, dem exotischen Herrscher das Leben in den Mauern der französischen Hauptstadt so angenehm und unterhaltend wie möglich zu gestalten. Daher war die Summe von 250 000 Franken für die Aufnahme des Königs ausgesetzt worden. Jezt aber, nachdem der König fort ist und man fich den Schaden näher befieht, stellt es sich heraus, daß die Ausgaben für ihn, alles in allem, die recht ansehnliche Summe von einer Million erreichen! Man scheint also in Frankreich sonst keine Sorgen zu haben. Vermutlich wird die prächtige Operettenfigur, die der erotische Herrscher bietet, nun auch in Muſik gesezt. Es wäre schade, wenn sich die Bühne diesen Stoff entgehen ließe. ITY Berliner Hundstagsbriefe. Unfere Strohwitwer. Der völlig Gefnickte, der seine bessere Hälfte mit Kind und Kegel zur Bahn geleitet und beim Abschied wohl auch eine Träne zerdrückt, aber sofort fröhlich lächelt, wenn der Bug die Halle verlassen hat, ist durchaus teine böswillige Erfindung unserer Wizzblätter, lebt vielmehr unter uns, neben ans, über uns. Wir selbstverständlich find anders! Wir gehen abends um zehn Uhr zu Bett und schreiben täglich vor Sehnsucht triefende Briefe. Na, wir überhaupt!" Der Berliner Strohwitwer ist besser als sein Ruf. Wohl freut auch er fich Gattin im Geebabe die wochenlange Siefta, indessen die weilt; aber er tennt die Genüsse der irdischen Garfüche denn doch zu sehr, als daß er sich von ihnen über Nacht verführen ließe. Die sämtlichen Stammtische sind voll von Gästen, und der Ton ist freier und froher als im Winter; auch" tagen" ste länger als sonst wohl und finden vielleicht gar ihre Fortsetzung an anderer Stelle. Die fleinen Hausschlüsselsorgen fehlen. Man hört nichts mehr von Dienstbotenjammer und atmet auf. Ist das nicht ganz begreiflich? Ab und zu wird ein Bummel unternommen. Zwei oder drei tun fich zusammen und freuen sich schon tagelang vorher. wie Kinder, auf die Nacht. Nie aber bleibt die Enttäuschung aus. Sie find ja gar zu leicht kenntlich, die braven Stroh. witwer. Wo fie auch hinkommen, an zweideutige" Date: überall stürzt sich das Laster so aufdringlich auf sie zu, daß fie ihm angewidert den Rücken kehren. Mit offenen Augen läßt sich heute auch der verheiratetste Großstädter nicht mehr neppen". Und so wird die Ehemannstugend von denen gerade am meisten geschüßt, die ausziehen, sie zu rauben. Bad Reichenhall Saison Mai- Oktober. Frequenz 30,000 Personen. Bekanntmachung. ist. der fisn ( Bote aus Oberhessen) - Viel ärger treiben's die Hennitchen, die solide" in ihre " Klubs" gehen und dort gar bald im ärgsten Spieltaumel aefangen sind. Dort blüht im Sommer das Leben! Die Statistik des so jämmerlich verkrachten Klubs von 1900" hat ergeben, daß der Hauptteil der Hunderttausende von Mark betragenden Kartengelder im Sommer eingekommen Während die Gattin im Bade weilt, verspielt solide" Ehemann, der zum Troste seiner besseren Hälfte im Klub ja vor Verführung sicher ist, fein oder auch ihr Vermögen. Beispiele haben's gelehrt. Ein Kohlengrossist Berlins schickte vor zwei Jahren seine Frau nach Kissingen. Sie war sehr eifersüchtig und flingelt Nacht für Nacht in dem ,, vornehmen" Klub an. Regelmäßig gab, Männchen" persönlich ihr Antwort, und beruhigt ging fie schlafen. Als fie wiederkam, berichtete Männchen" ihr, daß er in diesen " soliden" Nächten 800 000 Mart verloren habe und daß sie nun Bettler seien. Weniger Vorsicht seitens der teuren Gattin wäre also hier sicher mehr gewesen. Das ist nur ein Beispiel; sie ließen sich dugendweise vermehren. Der großstädtische Strohwitwer ist besser als sein Ruf, sagte ich. Wenn er die Gatti.t hintergehen will, tut er's auch, wenn sie im Städtchen weilt. Jedenfalls ist die gattinnen lose Sommerpause nicht geeignet, aus einem soliden Manne einen unsoliden zu machen. Im Gegenteil. Sie sollten un hören, die Frauen an der See und im Gebirge, wie täglich nach ihnen die Sehnsucht steigt. Da fehlt dies an der Ord. nung und hier an der Bequemlichkeit. Na, Gott sei Dant, in at Tagen ist„ fie" wieder daheim. So fann man's täglich ren. Sogar poetisch können dann die Strohwitwer werden! Ich selbst ertappte mich neulich am Stammtisch babet, wie leise Schillers Verse über meine Lippen famen: Ebrei bu Franen! Sie flechten und weben Himmlische Rosen ins irdische Leben Freilich: ich bin Junggeselle. Kunst und Wiffenfchaft. S. Pötter. PS. Nochmals die Heidelberger Schloßfrage. Die erste badische Kammer nahm mit allen gegen zwei Etimmen den Antrag auf Ablehnung der Forderung für Weraufbau des Heidelberger Schlosses an. Finanzminister Beder oab die Erklärung ab, daß die Regierung fich den Beschlüssen des Landtages füge, aber an ihrem grundsäßlichen Standpuntte festhalten werde; er fönne nur wiederholen, daß zur Erhaltung des Otto- Heinrichs- Baues das Abtragen und Wieder. aufbauen das beste Verfahren sei. RG. Röntgenstrahlen gegen graue Haare. In der Akademie der Wissenschaften in Paris gab Professor Bonchard bekannt, daß der Professor Dr. Imbert im Hospital in Mont. pellier Experimente mit Röntgenstrahlen gemacht habe, durch die ergrautes Haupt- und Barthaar wieder seine natürliche Farbe gewann. Auf der von dem fressenden Hautwolf ent Stellen Seite, die mit Röntgenstrahlen behandelt wurde, find Haar und Bart wieder schwarz geworden. Die Entdeckung erregt in Gelehrtentreifen großes Aufsehen, da man ihr eine weittragende Bedeutung beimißt. Solebad, besuchtester, deutscher Luftkurort in den bayerischen Alpen. Gelegenheit zum Gebrauche aller modernen Kurmittel. Grösste pneumatische Kammern der Welt. Bewährt bel Erkrankungen der Atmungsorgane, Asthma, Emphysem, Skrophulose, Herz- und Frauenleiden, Exsudate' Rheumatismus, Rhachitis und Rekonvaleszenz. Reichhaltiges Unterhaltungsprogramm. Illustrierter Prospekt kostenfrei durch das Kgl. BadKommissariat. Geschäfts- Verlegung und Die Lieferung von 70-80 Bentner Hen erfter- Empfehlung. Qualität, zur Fütterung des im Schlachthause eingestellten Viehes, soll vergeben werden. T Dem verehrlichen Publikum von Giessen und Umgegend, sowie Angebote sind verschlossen und mit entsprechender meiner werten Kundschaft die ergebene Mitteilung, dass ich meine Aufschrift bis zum 1. f. Mts. bei uns einzureichen. Gießen, den 25. Juli 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Curschmann. Bad. Schwarzwald, Todtnau, Luftkurort. 3 Autoverb, tägl mit Freiburg. Endstation der Wiesentalbahn. Postverbindung mit Kirchzarten ( Höllentalbahn.) Eignet sich durch seine hervorragend schöne Lage vorzüglich zu längerem Aufenthalt. Ausgedehnte Waldungen mit prächtigen Spazierwegen. Großartige Wasserfälle. Zentralste Lage u. best. Stüßpunkt für Touren nach den höchsten Bergen des Schwarzwaldes. Hotel und Pension zum Ochsen. Erftes befteingerichtetes Haus am Blaze mit Gesellschaftsräumen und schattigen Garten. Flußbäder. Billige Pensionspreise. Familien Borzugspreise. Juustr. Prospekt u. Näheres durch den iaentümer M. Kuhner. 650 M. ü. d. M. Wagenbauerei von heute an nach Westanlage 27verlegt habe. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer höheren und erweiterten Mädchenschule sollen Montag, den 6. August d. Js., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Los II Schreinerarbeiten im Kellergeschoß Erdgeschoß Los III Los IV Los V Los VI " " " " I. Obergeschoß " II. Obergeschoß " 7 Stüd äußere eichene Eingangstüren. Durch Aufstellung von sämtlichen der Neuzeit entsprechenden Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen. Hilfsmaschinen der Wagenbautechnik bin ich in der Lage, den liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vorgrössten Anforderungen gerecht zu werden und bitte Sie, mich auch druck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten weiterhin gefälligst unterstützen zu wollen. Prompte Bedienung Beitpunkt an uns einzureichen. zugesichert. Hochachtend Heinrich Spies, Wagenbauerei mit elektrischem Betrieb. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 26. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. borfiand. Vermischtes. München hat keinen Durst mehr. Aus München, dem Eldorado der Biertrinker, tommt soeben eine betrübende Nachricht: der Bierfonsum ist in erschreckender Weise zurückgegangen! Während im Jahre 1889 noch 525 Liter Bier pro Kopf der Münchener Bevölkerung getrunken wurde, sanf der Verbrauch per Kopf im Jahre 1905 auf 296 Liter, also nahezu auf die Hälfte. ===Ein Prozeß um zehn Pfennig. Vor der Straf fammer in Trier wurde ein Prozeß verhandelt, bei dem der Wert des Streitobjektes nur zehn Pfennig beträgt. Ein seit 30 Jahren im Bahndienst stehender Beamter hatte an der Gepäckannahme für zwei Gepäckstüde zwanzig Pfennig er halten, aber nur zehn Pfennig an die Kasse abgeliefert. Die Auflieferer des Handgepäcks stellten die Unregelmäßigkeit fest und brachten sie zur Anzeige. Bahnarzt Dr. Weiß äußerte fich dahin, daß der Angeklagte bei Begehung der Tat in einer Weise frant gewesen sei, daß man von geistiger Unzurechnungsfähigkeit oder Traumzustand sprechen fönne. Das Gericht beschloß die Einholung eines Obergutachtens über den Geistes. zustand des Angeklagten. = Reichtum einst und jetzt. Vermögen und Einkünfte die in früheren Zeiten als sehr beträchtlich galten, fönner vor den heute in dieser Hinsicht bestehenden Anschauunger nicht Stand halten. Es ist jüngsthin statistisch nachgewieser worden, daß die steinreichen Leute von heute sechsmal reichen oder, bei gleichem Vermögen, zwölfmal zahlreicher sind, al die reichsten Persönlichkeiten der früheren Jahrhunderte. Jm Mittelalter gab es feinen Menschen, der soviel besaß, wi jeder der fünfzig reichsten Franzosen von heute besitzt Ludwig IX., der Heilige, brauchte im Jahre 1251 nad unserem Gelde drei Millionen Francs; seine Gattin erhielt für ihre persönlichen Ausgaben 40 000 Francs. Viele Pariserinnen von heute erhalten weit mehr von ihren Männern. Franz I. gab im Jahre 1516 für seine Person und seinen Hof nur 1 200 000 Francs aus. Viele Prinzessinnen aud föniglichem Hause erhielten ein Heiratsgut von 600 000 bis 700 000 Francs. Die Tochter des reichen Grafen von Montélimar bekam( im Jahre 1262) 70 000 Francs Mitgift: die Tochter des nicht minder reichen Herrn von Gourdon nur 17 000. Der mittlere Adel und das reiche Bürgertum gaben noch weit weniger aus: hier waren 25 000 Francs die größte Mitgift eines Mädchens, und dieses Mädchen wurde als eine glänzende Partie betrachtet. Der Gouverneur von Montmirail heiratete im Jahre 1316 ein adliges Fräulein, bas ihm ganze 300 Francs in die Ehe brachte. Im 15. Jahrhundert waren 500 Francs eine anständige Mitgift für die Töchter wohlhabender Kaufleute. Die Eltern mußten aber für das Hochzeitsmahl aufkommen, und die Kosten dieses Mahles waren oft nicht viel geringer, als die Mitgift. Bei einer Hochzeit wurden für Fleisch allein 80 Francs ausgegeben, während die ganze Mitgift nur 600 Francs betrug. Schwefelbad Langenbrücken. Gegen Heiserkeit, chronische Haut- und Geschlechtskrankheiten u. s. w. von bestem Erfolg. Station zwischen Heidelberg und Karlsruhe. Näheres durch Prospekte. A. Sigel, Eigentümer. Eröffnet am 23. Mai. Dr. Ziegelmeyer, Badearzt. Luisen- Stahlquelle König i. 0. Nachweislich erste und stärkste Stahlquelle am Plaze. = Abnahme der Geburten in England. Genaue Statistiken, die nach einem neuen wissenschaftlichen Verfahren angestellt wurden, haben zu der Erienntnis geführt, daß die Geburtenziffer in England immer mehr abnimmt. Man ist nämlich dazu übergegangen, den Umstand mit zu berück fichtigen, daß die Bevölkerung mancher Gegenden eine viel größere Zahl von Frauen im besten Lebensalter einschließt, als in anderen Gegenden. Legt man diese Feststellungen zu Grunde, so ergibt sich, daß Jrland das einzige Gebiet des Vereinigten Königreichs ist, das eine Zunahme der Fruchtbarkeit während der letzten zwei Jahrzehnte zeigt, während in ganz Großbritannien eine fortschreitende Abnahme zu verzeichnen ist. Diese Abnahme der Geburtsziffer hängt ver mutlich zusammen mit der allgemeinen Steigerung des Wohl. lebens, die immer zu einer Beschränkung der Kinderzahl führt. Die englischen Statistiker sprechen die Befürchtung aus, daß die Abnahme der Geburten eine Verschlechterung der moralischen wie der physischen Eigenschaften der Nation im Gefolge haben werde. = Die Tat einer Bahnsinnigen. In der Gegend von Bergères wurde die 18 jährige Modistin Blenet von einer wahnsinnigen Frau aus sonderbaren Beweggründen ermordet. Die Frau, welche sehr erzentrisch gekleidet war, ers würgte das Mädchen, nachdem sie ihr erklärt hatte ,,, sie sei zu schön, um unter Menschen zu bleiben, ich werde dich meinem göttlichen Geliebten, dem„ Phöbus" opfern. Das Mädchen erlag bald den Verlegungen, die wahnsinnige Mörderin wurde zur Polizei gebracht, auch dort rief sie immer noch ihren göttlichen Geliebten Phöbus" an. = Die Hyänen der Brandstätte. In der russischen Stadt Sysran, die durch einen furchtbaren Brand zerstört wurde, erschienen Bauern, um nichtverbranntes Eigentum der Einwohner zu rauben. Auf die Plünderer wurden Schüsse abgegeben, einige von ihnen wurden getötet. Inzwischen sind durch einen kaiserlichen Ufas Stadt und Bezirk Sysran in den Zustand des verstärkten Schuges gesezt worden. = Drahtloser Diebesfänger. Ein Hochstapler hatte in Saßnitz verschiedene Zechprellereien verüht und kehrte hierauf an Bord des Postdampfers Prinz Waldemar nach Kiel zurück. Er glaubte sich geborgen, allein die Funkspruchstationen Arkona auf Rügen und Marienleuchte auf Fehmarn brachten ihm das Verderben. Die Kieler Polizei hatte auf diesem funfentelegraphischen Wege Nachricht erhalten und nahm den Zechpreller auf der Kieler Anlegebrücke fest. = Ein Hafen für 10 Schilling verkauft. Der Hafen von Southwold wurde von dem Stadtrai für 10 Schillinge verkauft. Southwold hat die Absicht, Geringshafen an der Nordsee zu werden. Der Hafen, der bisher wenig Bedeutung hatte, wurde zu dem erwähnten Preise an eine Gesellschaft abgetreten, die ihn ausbauen und benußen will. Das Goldstück, für das der Hafen verkauft wurde, wird eingefaßt und an die Amtsfette des Bürgermeisters gehängt werden. Bekanntmachung. Das Pachtgeld von Triebbterteln und anderen städtischen Grundstücken ist innerhalb 8 Tagen bei Vermeidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu zahlen. Gießen, den 27. Juli 1906. Der Stadtrechner: Doepfer. Arbeitsvergebung. bom Auszug der Analyse: in 1000 Gramm Wasser sind enthalten: Zur Erbauung der veterinär medizinischen Kohlenfaures Natron 0,0739 Gramm, Chlornatrium 0,0269 Gr., Institute zu Gießen, hier des Auditoriengebäudes, Chlorkalium 0,1974 Gr., fohlensaurer Ralf 0,2721 Gr., phosphor- werden die folgenden Arbeiten des inneren Ausbaues faurer Stalf 0,0248 Gr., fohlensaure Magnesia 0,0944 Gr, Schwefel unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses faure Magnesia 0,0194 Gr., kohlensaures Eisenoxydul 0,0835 ( Gr., Kohlensäure mit einfachen Go bonaten zu Bicarbonaten ver- 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. bunden 0,2207 Gr., Manganorydul 0,0223 Gr., entsprechend fohlen Los I Schreinerarbeiten: 3 äußere Türen aus Eichensaures Wanganorydul 0,0368 Gr., Stahlbäder, Moor, Salz, Kohlensäure- und Süßwasserbäder zu jeder Tageszeit. Pension im Hause. König, im Mai 1906. L. Schnauber Wwe., Besitz. des Gasthauses„ Zur Traube". Lahnkalk- u. 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Lindenfels Becker. im Odenwald- Luftkurort Hotel u. Pens. ,, Hell. Haus“ + Der ehrliche Finder... Es ist sicher nicht ange. nehm etwas Wertvolles zu verlieren, das mag zugegeben werden, das Finden verschafft aber auch keine reine Freude, denn daran knüpfen sich eine Anzahl von Verpflichtungen, deren Nichterfüllung uns mit dem Gesez in Konflikt bringt. Die Hauptpflicht ist die Anzeigepflicht. Der Finder muß dem Verlierer oder wenn er diesen nicht fennt, der Polizeibehörde unverzüglich den Fund anzeigen. Nur bei Sachen unter 3 Mart Wert ist eine Anzeige nicht erforderlich. Der Finder muß die gefundene Sache in Verwahrung nehmen. Auslagen, die den Umständen nach erforderlich erscheinen, wie Fütterungskosten eines Hundes, Annoncenkosten zur Er mittelung des Verlierers fann der Finder ersetzt verlangen. Der Finder fann einen Finderlohn beanspruchen. Dieser beträgt von dem Berte der Sache bis zu 300 m. 5 Prozent, von dem Mehrwerte 1 Prozent und bei Tieren ebenfalls 1 Prozent. Mit dem Ablaufe eines Jahres nach der Anzeige an die Polizeibehörde geht die gefundene Sache in das Eigentum des Finders über. Ganz andere Vorschriften gelten bei Funden in den Geschäftsräumen oder den Beförderungsmitteln einer öffentlichen Behörde oder einer dem öffentlichen Verkehre dienenden Verkehrsanstalt. Der Finder hat in diesem Falle die gefundene Sache unverzüglich an die Be hörde oder die Verkehrsanstalt oder an einen ihrer Angestellten abzuliefern. Für alle diese Funde gibt es feinen Finderlohn, feinen Auslagenersaß, feinen Eigentumserwerb. Eine Spezialvorschrift des Gesetzes betrifft den Schatzfund, d. h. eine Sache, die so lange verborgen gelegen hat, daß der Eigentümer nicht mehr zu ermitteln ist". Wird eine folche Sache gefunden, so wird das Eigentum zur Hälfte von dem Entdecker, zur Hälfte von dem Eigentümer der Sache erworben, in welcher der Schatz verborgen war, z. B. dem Grundeigentümer. Ist der Eigentümer zugleich Entdecker, so fällt ihm selbstverständlich der ganze Fund anbeim. Runstlicher Regen für Hotelgäste. Der Besitzer eines bornehmen Hotels in Paris läßt über dem Hofe seines Hotels, der zugleich als Erholungsraum und Rauch- und Lesezimmer dient, einen fünstlichen Regen herstellen. Der Hof ist mit einem großen Zeltdache bedeckt, das sich ausnimmt, wie ein aufgespannter riesiger Regenschirm. Und vermittels eines bielfältigen Systems kleiner feiner Röhren, das seitwärts an den Dächern angebracht ist, ergießt sich ein ganz richtiger" starker Regen, vielleicht eine Stunde lang auf das Dach herab. Die Gäste könnten also ruhig unter dieſem ſizen bleiben und verspüren bald eine sehr erfreuliche Abnahme der glutvollen Temperatur. = Einbruchssichere Stahlgruft. Vor Jahren wurde in Newyork die Leiche des reichen Schnittwarenhändlers Stewart gestohlen, um ein Lösegeld zu erpressen. Die Witwe des jüngst verstorbenen Millionärs Russel Sage, hat um ähn lichen Vorkommnissen vorzubeugen, für ihren Gatten eine diebessichere Stahlgruft mit automatischen Alarmapparaten anfertigen lassen. Die Stahlgruft wiegt sechs Tonnen, fostel 35 000 Dollar und wird Tag und Nacht bewacht sein. Hinterzarten PP Höchstgelegene Station der Höllentalbahn. Gasthaus und Pension ,, Zum Adler" mit Dependance, Bad und großem Speisesaal. 300 Fuß über dem Meer. 3/4 Stunden vom Titisee. Altes, bestrenommiertes Haus, bester Standort für Ausflüge in die Umgegend der Höllentalbahn und bequemster Aufstieg zum Feldberg. Herrliche Tannenwaldungen. Vorzügliche Küche, reelle Weine. Milchwirtschaft. Eigenes Fuhrwerk. Billige und gute Bedienung. Alfred Riesterer, Eigentümer. 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B.: Schlau. diese nicht in die ii che bringt, denn sie habe ich deshalb hier aufhängen lassen, damit meine Stichin liebe Freundin, Siehst Du, ihren fürchtet_natlich, daß dieser die Soldaten- Bilder für seine