Nr. 200 Baltien u.Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 39. Wernsprechenschluk Nr. 362. Montag, den 27. August 1906 Gießener 15. Jahrgang € Geatiebellagen: Oberhefftiche Samiliengeitung( und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Giehen und anderer Rehörden non Amnestie. Die feit Wochen hin- und herschwankenden Vermutungen, ob anläßlich der Geburt des kaiserlichen Enkels eine Amnestie zu erwarten sei, find mun mit einem Schlage geklärt worden. Die Hoffnungsfreudigen haben Recht behalten, Kaiser Wilhelm hat durch Gnadenerlaß vom 24. August 1906 eine Amnestie für Majestätsbeleidigungen und Beleidigungen von Mitgliedern des Königlichen Hauses gewährt. Die Gnadenverfügung ist von Schloß Wilhelmshöhe datiert, vom Justizminister Beseler gegengezeichnet und hat folgenden Wortlaut: Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen ze. wollen, da Uns durch Gottes Gnade ein Enkel geschenkt ist, der in wenigen Tagen die heilige Taufe empfangen soll, nnd dieser Tag dazu auffordert, empfangene Unbill zu verzeihen und Vergebung zu üben, allen denjenigen Personen, welche bis zum Abschlusse des heutigen Tages durch Urteil eines preußischen Zivilgerichts wegen einer gegen Unsere Person begangenen Majestätsbeleidigung oder wegen Beleidigung eines Mitgliedes Unseres Königlichen Hauses im Sinne der§§ 95 und 97 des Strafgesetzbuchs zu Freiheitsstrafen rechtskräftig verurteilt sind, diese Strafen, soweit sie noch nicht vollstreckt find, und die noch rückständigen Kosten in Gnaden erlassen. Ist wegen einer solchen und wegen einer anderen strafbaren Handlung auf eine Gesamtstrafe erkannt, so ist der wegen der ersten Handlung verhängte Teil dieser Straße im vollen Umfange als erlassen anzusehen. Auf die von einem mit anderen Bundesstaaten gemeinschaftlichen Gerichte erkannten Strafen findet dieser Erlaß Anwendung, sofern nach den mit den beteiligten Regierungen getroffenen Vereinbarungen die Ausübung des Begnadigungsrechts in dem betreffenden Falle Uns zusteht. Unser Justizminister hat für die schleunige Bekanntmachung und Ausführung dieses Erlasses Sorge zu tragen. Schloß Wilhelmshöhe, den 24. August 1906. Beseler. Wilhelm. Dieser Beweis der kaiserlichen Huld wird bei allen Deutschen, gleich welcher politischen Meinung und Richtung fie anhängen, rückhaltlose Anerkennung und aufrichtigen Dank hervorrufen. Es ist ein schönes Vorrecht des Trägers der Krone, Gnade üben und so die eiserne Unerbittlichkeit des Gesetzes mit der versöhnenden Hand des Verzeihens und der Nachsicht mildern zu können. Kaiser Wilhelm hat sich und seinem Volke in glücklicher Stunde das Geschenk der Amnestie gemacht die bevorstehende Taufe im Kaiserhause erhält dadurch einen Glanz, der durch die prunkvollste Veranstaltung nicht überboten werden fann. Dank dem Kaiser! - Verruf und Boykott erlaubt! ( Von unserem juristischen Mitarbeiter.) Am 30. April 1904 hatte das Reichsgericht eine Entscheidung getroffen, die den Verruf und den Boykott in den gewerkschaftlichen Lohnfämpfen für unzulässig und strafbar erklärte. Die Entscheidung erregte großes Aufsehen und fand in den beteiligten Kreisen nicht durchweg Zustimmung. Aber nicht blos die beteiligten Kreise, die man als befangen ansehen konnte, auch Juristen von Ruf, deren Unbefangenheit nicht in Frage zu stellen war, und namentlich Sozialpolitiker erachteten die Entscheidung für fehlgehend. Dieser Ansicht hat fich jetzt das Reichsgericht selbst angeschlossen. Am 12. Juni ds. Js. hat der sechste Zivilsenat des Reichsgerichts ein Urteil erlassen, das folgende Grundsätze aufstelite: 1. Boykott und Streik im Lohnkampf find nicht rechtswidrig. Die Unternehmer können Ersatz der Verluste, die fie infolge von Streit oder Boykott erlitten haben, nicht verlangen. 2. Wenn ein Verein von Arbeitern, der in einen Lohntampf zur Erringung günstigerer Lohn- und Arbeitsbedingungen eingetreten ist, seinen Sabungen gemäß den Mitgliedern, die sich am Kampf nicht beteiligen würden, lediglich den Verlust ihrer Mitgliedschaft in Aussicht stellt, so stellt das eine Drohung im Sinne des§ 153 der Gewerbeordnung nicht dar. 3. Wenn die Partei, die durch an sich erlaubte Kampfmittel günstigere Lohn- und Arbeitsbedingungen zu erlangen strebt, den Gegnern die bevorstehende Anwendung dieser Kampfmittel ankündigt und dadurch auf deren Entschließung über die Streitfragen einzuwirken sucht, so ist das keine durch§ 153 der Gewerbeordnung verbotene Drohung. 4. Wenn Arbeiter zur Erringung günstigerer Lohnund Arbeitsbedingungen und zur Beseitigung von Zu ständen und Einrichtungen, durch die sie sich beschwert fühlen, die Mitwirkung weiter Kreise des Publikums durch die Presse oder durch Flugblätter anrufen, so verstößt das nicht gegen die guten Sitten. Diese neuere Enischeidung, die einstweilen für die Judifatur bindend ist, enthält keine überraschende Auslegung, enthält vielmehr im wesentlichen nur eine Bestätigung der Auslegung, die von den Praftifern von vornherein als zutreffend angesehen worden war, aber bei manchen Gerichten Widerstand gefunden hatte. Die Praxis des gewerblichen Lebens hat sich längst daran gewöhnt, Streif und Boykott als angemessene und erlaubte Mittel des Lohnkampfs anzus sehen. Es ist nur eine geradlinige Konsequenz, wenn die Ankündigung der Anwendung dieser erlaubten Mittel nicht als eine unzulässige Drohung aufgefaßt wird. Ebenso ist es nur logisch, daß Arbeitervereinigungen, die sich zu einem Lohnkampf zusammengetan haben, den Verlust der Mitgliedschaft denen anfündigen, die etwa bei dem Lohnkampf nicht mittun wollen. Zweifellose und allgemeine Zustimmung wird es auch finden, daß ausdrücklich gesagt ist, es widerstreite nicht den guten Sitten, die Unterstügung der öffentlichen Meinung in einem Lohnkampf durch die Presse und durch Flugblätter anzurufen. In der neuen Reichsgerichtsentscheidung ist überall mur von den Rechten der Arbeitnehmer, d. i. der Arbeiter, die Rede. Das tommt jedoch daher, daß in dem zur Entscheidung gebrachten Einzelfall das Vorgehen von Arbeitern in Frage stand. Deswegen gilt durch das Urteil des Reichsgerichts für die Arbeitgeber nicht minder, was dem Buchstaben nach für die Arbeiter allein ausdrücklich festgestellt ist. Es liegt also keine Verschiebung des Rechtsgebiets zwischen Arbeitern und Arbeitgebern zu gunsten jener vor. Auch wäre es irrig, anzunehmen, daß etwa das Reichsgericht den Arbeitern ge= statten wollte oder gestattet hätte, beliebige Drohungen anzuwenden, um andere Arbeiter, die arbeitswillig wären, in einen Lohnfampf hineinzuzwingen oder hineinzuschrecken. Davon steht in dem Reichsgerichtserkenntnis nichts. Wenn dieses Erkenntnis die Arbeiter vor vegatorischen Auslegungen und Verfolgungen schützt, so schützt es nicht minder die Arbeitgeber bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und bei der Anwendung der ihnen zu Gebote stehenden Mittel im Lohnkampf. Die Arbeitgeberverbände und die Arbeitsnachweise dieser Verbände dürfen jezzi grundsätzlich wieder die Verrufserklärung mißliebiger Arbeiter vornehmen. Darin liegt unseres Erachtens das Schwergewicht des neuen Reichsgerichtsurteils, dessen praktische Bedeutung bald genug zu Tage treten wird. Die Arbeiterorganisationen sind im wirtschaftlichen Streit schon lange nicht mehr der schwächere Teil. Ihr Zusammenschluß hat ihnen vielfach großes Uebergewicht gegeben. Die Fabritherren waren feineswegs mehr Herren in ihren Fabriken. Sie durften weder entlassen noch einstellen, wen sie wollten, sondern mußten sich den Vorschriften der vereinigten Arbeiter fügen. Die Reichsgerichsentscheidung vom 12. Juni gibt den Arbeitern ihr volles Recht und zeigt den Arbeitgebern, wie sie zu ihrem Recht gelangen fönnen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Ueber die Erträge der neuen Steuern wird die erste Aufstellung veröffentlicht. Von den seit dem 1. Juli erhobenen Steuern brachte die Zigarettensteuer im Monate Juli einen Rohertrag von 477 741 Mart, die FrachturkundenSteuer von 1 368 042 Mark, die Automobilsteuer von 473 875 Mart und die Erbschaftssteuer von 897 Mark ein. Die wirklichen Ergebnisse sind aber bedeutend niedriger, da bie Verwaltungskosten abgerechnet werden müssen. Die Brausteuer nebst der Uebergangsabgabe von Bier ergab im Monat Juli eine Mindereinnahme von 1909 625 Mark offenbar infolge der vorausgegangenen Mehrproduktion zu ben alten Steuersägen. * In Marienburg fand am 25. die diesjährige Tagnng des deutschen Ostmarkenvereins statt, der sich gestern ein glanzvoll durchgeführter ,, deutscher Tag" anschloß. Nach dem Jahresbericht hat der Verein seine Tätigkeit zur Stärkung des Deutschtums in den Ostmarken im verflossenen Jahre weiter ausdehnen können. U. a. find zur Unterstützung der deutschen Kleingewerbetreibenden Darlehnskassen gegründet und die Heranziehung deutscher Handwerker, Aerzte, Apotheker und Rechtsanwälte nach den Ostprovinzen wesentlich gefördert worden. * Wie in diplomatischen Kreisen versichert wird, ist die Nachricht von der Ausarbeitung eines Geschentwurfs zur Enteignung polnischer Güter durch die Ansiedlungsfommission unrichtig. Es werde zur Zeit im preußischen Ministerium des Innern kein einziger Gesezentwurf zur Lösung der Polenfrage ausgearbeitet, am allerwenigsten aber ein solcher zur Zwangsenteignung polnischer Grundbesizer. * Der Besuch des französischen Ministers Clemenceau in Berlin wurde vielfach mit politischen Fragen in Zusammenhang gebracht. Nach den persönlichen Erklärungen des Ministers tommt er aber nur als Privatmann, um die Museen und andere Sehenswürdigkeiten der Reichshauptstadt zu besichtigen. Es fiegt nicht in seinem Plane, in Berlin politische GrUrter flegen. * Der Kolonialsfandal zieht immer weitere Kreise. Es wird jetzt behauptet, daß außer Major Fischer auch noch andere Offiziere der Schutztruppe in einem engen freundschaftlichen Verhältnis zu Herrn von Tippelskirch gestanden haben, das Beziehungen zur Folge hatte, welche zu nicht wünschenswerten Kreditgewährungen führten. Man wird auf die endliche Aufklärung der Affäre mit Spannung warten. Rufsland. ** Der Ministerrat beriet über die innere Lage des Reiches und kam zu dem Beschluß, die bisherige Politik unter genauer Beobachtung der bestehenden Gesetze fortzuführen. Die Lage ist im Uebrigen unverändert. Es liegen folgende Meldungen vor: Moskau, 25. August. In der Mylnikowgaffe ent deckte die Polizei eine Kampfgenossenschaft von Sozialrevolutionären. Sechs Männer und zwei Frauen wurden verhaftet. In der Pilnikowgasse wurde ein Waffenlager vorgefunden, das unter anderm neun Pud scharfe Patronen enthielt. Petersburg, 24. August. Bei der Deffnung eines Postbeutels für Wertsachen aus Eriwan auf dem Hauptpostamt, der nach den amtlichen Scheinen 148 400 Rubel enthalten sollte, wurde eine Bleistücke enthaltende Papierhülle vorgefunden. Der Postbeutel war äußerlich völlig unversehrt. Warschau, 25. August. Eine von einem Agent Provocateur auf die Tramway- Schienen gelegte ungefährliche Bombe explodierte und veranlaßte eine große Panit. Militär wollte auf die Menge schießen, wurde aber von einem höheren Offizier daran verhindert. Trotzdem fanden viele Unglücksfälle statt. Balkanftaaten. ** Die diplomatischen Reibungen wegen der maeedonischen Unruhen dauern an. Der bulgarische Ministerpräsident Petrow hat der Pforte auf ihre Vorstellungen geantwortet, daß es schwierig wäre, der Erregung des Volkes, das über die Untaten der griechischen Banden in Macedonien erbittert sei, Einhalt zu tun, und daß das einzige Mittel dagegen in der Ausrottung der griechischen Banden bestände. Die Pforte hat von neuem Schritte in Sofia unternommen, gleichzeitig aber auch das Kriegsministerium beauftragt; zu beranlassen, daß die Truppen auf das energischste gegen das griechische Bandenunwesen vorgehen. Zwischen türkischen Truppen und albanesischen Stämmen tam es bei Drenizza in Alt- Serbien zu einem blutigen Kampfe, bei dem beide Teile starte Verluste an Toten und Verwundeten hatten. Die türkischen Truppen zogen sich unter Verlust von zwei Gebirgsgeschüßen zurück. Amerika. - ** Die Revolution auf Stuba gewinnt an Ausdehnung. Die Insurgenten haben die Stadt Palmire bei Cienfugos eingenommen. In verschiedenen Gefechten erlitten die Regierungstruppen Niederlagen. Der Gütertransport auf den Bahnen hat aufgehört. Die Presse sieht die Lage pessimistisch Die amerikanischen Staatsbürger auf Stuba und die Mitglieder der kubanischen Kolonie in Newport ersuchen Präsident Roosevelt um eine vermittelnde Intervention. Kleine politische Nachrichten. an. Stockholm, 25. August. Die russische Besatzung auf den Alandsinseln hat diese jetzt verlassen und nur zwei Offiziere und 15 Mann zur Bewachung des Telegraphen zurückgelassen. Die Anwesenheit der Russen hatte ziemliche Erregung in Schweden wachgerufen. Varis, 25. August. Ein hiesiges Blatt bestätigt, daß die Abberufung und Pensionierung des Botschafters in Berlin, Bihouard, zum kommenden Herbst beschlossene Sache ist. Odessa, 24. August. Bei dem Jahresfest des 12. Sappeurbataillons, dem sich das 11. anschloß, begannen die Soldaten aufrührerische Reden zu halten. Offiziere, welche einschreiten wollten, wurden verprügelt und davongejagt. Kosaken stellten schließlich die Ruhe wieder her und verhafteten eine Anzahl Soldaten und Zivilisten. Peking, 25. August. Die chinesischen aus dem Auslande zurückgekehrten Kommissare und die leitenden Staatsmänner empfeylen die Einsegung von Provinzialregierungen als Vorläufer zu einer ionstitutionellen Regierung in China. Beer und flotte. Mainzer Kaisertag. Der Kaiser hat am 25. Im Beisein des Großherzogs von Hessen und vieler Fürstlichkeiten die Besichtigung des 6. Dragoner- Regiments auf dem großen Sande bei Mainz abgehalten. Hieran schloß sich eine größere Gefechtsübung der 41. Infanterie- Brigade und eine Parade. Der Kaiser führte sein Regiment Nr. 116, der Großherzog das 115. Regiment und die Prinzessin Friedrich Karl von Hessen das 80. Regiment, dessen Uniform fie trug. Nach der Kritik führte der Kaiser mit dem Großherzog die Fahnenund Standartenabteilungen nach dem Schlosse in Mainz zurück, woselbst Frühstückstafel stattfand. Troz immer stärker werdenden Regens hatten viele Tausende in den Straßen Aufstellung genommen und begrüßten den Kaiser und den Großherzog mit begeisterten Hurrahrufen. Aus Anlaß der Barade fanden viele Ordensverleihungen statt. H 11 Au! " Ja, es ist die reine Defi- zitrone!" fizit, und jeder Direktor wird wohlhabend dabei" Diese Fabrit arbeitet Jahr für Jahr mit einem De= fönnten. Das Belt. Humoreste Curt Thierge n. bon ,, Wenn wir so ein 3Zelt hätten wie Professors, dann Er verlor eth wieder knickte er und bogen fich trumm. Dreimal hatte er ihn cauſammen Nagel. Besonders einer schien ein arger could mit jedem und traf seinen Daumen mit voller Bucht. holte weit aus, und der Hammer rutschte vom Nagel ab Noch ein Versuch: Herr Holzer gerade geklopft, und immer arger umorist zu sein. " Taufe im Kaiferhause. - - - Zum 29. Huguft. Ein dritter Kaiser ist uns geboren" so scholl es mit Jubeltönen rings in allen deutschen Landen, als am Morgen des 4. Juli d. J. der Draht mit Windeseile die frohe Botschaft verkündete, daß dem Kronprinzen des Deutschen Reiches ein Stammhalter geboren wurde. Der Kaiser erhielt die Freudennachricht, während er fern dem Heimatland, in nordischen Gewässern Erholung von der drückenden Last der Regierungsgeschäfte suchte. Nun sind schon Wochen ins Land gegangen. Das jüngste Reis am Hohenzollernstamm hat sich zur Freude seiner Eltern und des gesamten deutschen Volfes, fräftig entwickelt. Nimmt doch ganz Deutschland an dem Gedeihen des Kaiserenfels lebhaftesten Anteil, ist doch das Prinzlein, das jetzt noch sorgsam behütet in der Wiege schlummert, dazu bestimmt, einst den deutschen Kaiserthron zu besteigen und die Geschicke bieler Millionen zu lenken. Am 29. August findet die Taufe des Kronprinzensohnes, des Kaiserenfels statt; eine illustre Gesellschaft wird dem Tauffinde als Paten zur Seite stehen, die gekrönten Häupter Europas haben fast vollzählig ihre Sondergesandten abgeschickt um ihr Interesse an dem feierlichen Aft besonders deutlich zum Ausdruck zu bringen. Bei den Taufen im Hohenzollernhause werden einzelne Traditionen streng aufrecht erhalten und verleihen so diesen Feierlichkeiten ein historisches Gepräge. So liegt z. B. der Kleine fürstliche Täufling in der alten Hohenzollernwiege", bis alle Taufgäste versammelt sind und die jeweilig älteste der unverheirateten preußischen Prinzessinnen, wenn solche zurzeit im Fürstenhause sind, das Kind der Hauptpatin übergibt. Die gleiche Taufschleppe bekleidet alle fürstlichen Kinder. Der Name wird in Goldkandille eingestickt. Stets hatten die beiden Hofdamen der fürstlichen Mutter iese Schleppe, während die Leibpagen der Taufeltern zu Seiten des Täuflings schreiten. † Totschlag auf der Straße. Vor dem Hause Lange traße 92 in Berlin wurde der Rollkutscher Paul März nach einem furzen Wortstreit von dem Bahnarbeiter Robert Nowidi burch Messerstiche tödlich verlegt. März starb auf dem Transport nach dem Krankenhaus, Nowidi wurde verhaftet. Die Ursache des Streites war eine Schlägerei zwischen den Kindern beider. Frau Nowicki hatte die Kinder des März geschlagen, worauf dieser sie zur Rede stellte. Nowicki, der abends die Sache erfuhr, lauerte darauf dem März auf und mißhandelte ihn in der geschilderten Weise. Die Taufgeräte, deren man sich bei den Taufen im Hohenzollernhause bedient, bestehen aus einer Filbernen Taufschale und einer Tauffanne aus schlesischem Golde. Die Rückseite der Taufschale trägt die Namen aller Täuflinge, die bie Zahl dreißig bereits überschreiten. Das Kunstwerk wird jetzt in der vierten Generation benutzt, es wurde im Jahre 1855 hergestellt, ebenso die Tauffanne, die auf Wunsch König Friedrich Wilhelms IV nach Entwürfen von Peter Cornelius und Geheimrat Stüler gearbeitet wurde. Diese Taufgeräte wurden bei der Taufe des Kaisers Friedrich III das erstemal benutzt; nach beendeter Feierlichkeit werden die beiden kost baren Gefäße im Tresor der Königlichen Hof- und Garnisonfirche zu Potsdam aufbewahrt und von da aus an den Ort gebracht, an dem sie gebraucht werden. So wurden sie schon nach Hannover und nach Kamenz transportiert, nun werden fie ihren Dienst bei der Taufe des fünften Kaisers tun. Kaiser Wilhelm II. wurde schon 8 Tage nach seiner Geburt, am 5. März 1859, durch den damaligen Hofprediger Dr. Strauß, in der Kapelle des Palais seines Großvaters in Berlin getauft. Sein ältester Sohn, Kronprinz Friedrich Wilhelm, am 11. Juni 1882 in der Jaspisgalerie des neuen Palais in Potsdam. Nur der jüngste Sohn des Kaisers, Prinz Joachim, der im Schlosse zu Berlin geboren wurde, ist auch dort getauft, sonst alle kaiserlichen Kinder im Neuen Palais; wie auch alle jüngeren Geschwister des Kaisers. Als Vertreter ausländischer Taufpaten nehmen an der Feier teil: für den Kaiser Franz Joseph der Erzherzog Joseph, für den Kaiser von Rußland der Großfürst Wladimir, für den König von England der Prinz Christian zu Schleswig Holstein, für den König von Italien der Herzog von Genua F.S. Soziales Leben. † Aus dem Fenster eines Straßenbahnwagens entflohen ist in Berlin der Artist Paul Bogan, der zur Verbüßung einer Strafe nach Moabit überführt werden sollte. Obwohl der Transporteur mit Hilfe von Passanten sofort die Verfolgung des Flüchtlings aufnahm, erfletterte dieser blitzschnell eine 32 Meter hohe Kirchhofsmauer und entfam. † Die Fürstin Wrede, die Heldin der bekannten Base: dower Silberaffäre ist aus der Heilanstalt Lankwitz entlassen worden und hat sich in die Behandlung ihres Pariser Arztes begeben. Vorher soll sie in Basedow gewesen sein. Es verlautet, daß die Aerzte die Fürstin für unzurechnungsfähig erklärt haben. X Bekämpfung der Tuberkulose. Zur Bekämpfung der Tuberkulose wurden im Landkreis Solingen durch freiwillige Sammlungen 94 000 Mark gespendet. Die wohltätige Stiftung führt den Namen ,, Kaiser Wilhelm- Auguste ViktoriaStiftung". † Das Ende des Defraudanten. Im Walde bei Meiningen wurde der Lehrer Emil Roth aus Zella Sankt Blasii erschossen aufgefunden. Roth hatte aus der Kasse des Raiffeisenschen Darlehnsvereins, die er seit 15 Jahren ver: waltete 21 000 Mt. unterschlagen und war flüchtig geworden. Außerdem hatte er noch Unterschleife in der Turnvereinskasse begangen. † Fledderer im Eisenbahneonpee. Einem Tirolreisenden, bem Rentier Lau aus Gr.- Lichterfelde wurde im Schnellzuge, wahrscheinlich bei Innsbruck, die Brieftasche mit Reisepaß, Bewerbelegitimation, einem Wechsel über 600 Mart, 4-5 Hundertmarkscheinen, mehreren Lotterielosen, einem Taufschein und anderen Papieren geraubt. Der Tat verdächtig ist ein Mann von etwa 40 Jahren, der ein vollständiges Touristenlostüm trug und sich in der Nähe von Innsbruck in auf fälliger Weise an Lau herangedrängt hatte. Den österreichischen Behörden ist es noch nicht gelungen, des Räubers habhaft zu X Schwere Ausschreitungen in Nürnberg. Jm Verlaufe des Ausstandes in der Motorfahrzeug- Fabrik Union kam es zu bedauerlichen Ruheſtörungen. Die gesamte Schußmannschaft war aufgeboten, um die Regensburgerstraße und ihre Umgebung zu säubern. Die Schußleute wurden von der Menge angegriffen. Aus den Wirtschaften wurden sie mit Gläsern, Flaschen und Steinen bombardiert. Die Beamten säuberten die Wirtschaften. Es tamen etwa 30 Verlegungen von Zivilpersonen vor; auch mehrere Schugleute wurden ver legt. Ein zwölfjähriges Mädchen wurde erschossen. Gegen 1/211 Uhr rückte ein Bataillon Infanterie an und sperrte die Regensburgerstraße. Zehn Schuyleute sind durch Messerstiche und Hiebe verlegt, einigen Schußleuten ist die Uniform vol ständig zerrissen worden. Zehn erheblich verletzte Zivilisten haben im Krankenhaus Aufnahme gefunden. Ein 19jähriger junger Mann, der aus einem Wirtschaftszimmer eines Revolverschuß auf einen Schutzmann abgab, wurde verhaftet. werden. × Der Streik in Bilbao geht seinem Ende entgegen Die Arbeit ist in den meisten Werkstätten und Fabriken wieder aufgenommen worden. Nur der Ausstand der Berg arbeiter dauert unverändert fort. Nab und fern. † Ein Staatsrat als Dieb. Die Gräfin Rodellec du Porzic hat beim Untersuchungsrichter gegen den in Paris lebenden russischen Staatsrat Greger, der Gast auf ihrem Schlosse war, die Anklage erhoben, ihr ihren mit Diamanten geschmückten Ring, den man in Gregers Reisetasche gefunden hatte, gestohlen zu haben. Greger bestreitet den Diebstahl auf das entschiedenste und erklärt, er sei das Opfer einer Intrige. Er wolle von seiner Immunität als Diplomat feinen Gebrauch machen und in Brest bleiben, bis die Angelegenheit aufgeklärt sei. Es handelt sich um einen Ring mit blauen Diamanten, der früher zum Kronschaze König Philipps gehört hat. Bunte Cages- Chronik. Kattowitz, 25. August. Dr Gerichtsvollzieher Mannel erhängte sich in seiner Wohnung, weil ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet werden sollte. + Gif Stunden verschüttet. Bei der Arbeit in einer Sandgrube bei Schopfheim wurde der 14jährige Hans Gerwig von einstürzenden Sand- und Geröllmassen derort verschüttet, daß nur Hals und Kopf freiblieben. Seine Hilferufe verhallten ungehört, da die nach der Unfallstelle führende Straße meist unbeleht ist. Erst abends wurde er im Elternhause bermißt und nach längerem Suchen befreit. Er hatte bei dem Einsturz einen Schenkelbruch erlitten. Felddienstübung zum Vorschein. Ки ME. 3ur 2 Brofeffor Gidherid tifcher Crprobung trerte Refultate er braunrote Flüffig Butleafe" barite bergeftellt wird u das Protoplasma es hergestellt ist. die Byochanafe, b gertören. Man auf den Nafenfchle die Genidftarrebaz allem das weitere auch die Nebertrag Es gibt feine falsche Meldung, fein Mißverständnis, das nicht schon bei solchen Gelegenheiten vorgekommen wäre, und feine Art von Donner wetter, das sich nicht schon über die Häupter der schuldigen Feldwachführer, Patrouillen, Posten usw. entladen hätte. J deutschen Gegenden fann man sich als Patrouillenführer schließlich noch forthelfen, kommt man aber in Gefilde, in denen das Polentum herrscht, so bekommt man, wenn man einen Bauern nach dem Wege fragt, entweder gar feine Ant wort oder man versteht sie nicht und läuft erst recht verkehrt, noch dazu, wenn die Dörfer alle so ähnlich flingen Zwischen den Lutogniewos, Brzeszanowos, Konarzewos usw. soll sich der Teufel rausfinden! Es gibt nicht überall so gescheite Landleute, die einem Einjährigen beim Aufbau seiner Feldwache zurufen:„ Stellen Sie sich nicht hierhin, das ist hier allemal falsch!"" Der gute Mann hatte die Sache schon öfter mit angesehen und angehört, denn die Gefechtsideen wiederholen sich genau so oft, wie die Examenfragen. Im militärischen Jargon nennt man sie Türken", dem Musketier aber kommen sie meist spanisch vor. Jedes Exerzieren schließt nach bestimmter Zeit mit einer Besichtigung, bei der die Leute zeigen solen, was sie gelernt und was sie wieder vergessen haben. So kommt denn auch nach den Annehmlichkeiten des Bataillonsegerzierens die Bataillonsbesichtigung, für die schon wochenlang vorher der Parademarsch gepaukt worden ist, zum großen Aerger der Regimentskapelle, die jeden Vormittag vom Frühschoppen weg nach dem großen Platz wandern und den Mannschaften eins aufspielen muß. Zabrze, 25. August. Auf der Redenhütte stürzte ein außer Betrieb gesezter Hochofen plötzlich ein. Der dort be schäftigte Aufseher Lerch wurde getötet, der Arbeiter Perdetzki lebensgefährlich verlegt. † Im Koffer erstickt. Zwei Kinder eines Bauern in Tauplitz legten sich, während alle Hausbewohner auf dem Felde waren, in einen Koffer um zu schlafen. Als die Leute nach Hause kamen, machten sie sich auf die Suche nach den permißten Kindern. Schlieglich öffnete man den Koffer und jand darin die Kinder erstickt. Oschatz, 25. August. Der zwölfjährige Sohn eined hiesigen Seminarlehrers, der wegen einer Disziplinwidrigkeit mit Karzer bestraft werden sollte, ließ sich vom Personenzug Oscha Dresden überfahren. Er war sofort tot. Petersburg, 25. August. Die steinerne Michaelowskybrück beim Sommergarten ist eingestürzt. Mehrere Menschen sind dabei umgekommen. † Bom Gerüst gestürzt. Im Schebebahnhof zu Vohwinkel brach ein Anstreichergerüst zusammen. Sechs Anstreicher stürzten in die Tiefe. Zwei waren sofort tot, vier wurden schwer verletzt. In des Königs Rock. Heitere Bilder aus der Mappe eines deutschen Soldaten. III. Regiment.....!!!!!" 11 11 Endlich ist auch diese Frühjahrsunterhaltung vorbei. G vergehen einige Wochen in wechselnden Uebungen. Die Kompagnieen gehen fleißig schießen, Felddienstübungen wechseln mit Detaileɣerzieren, damit die Herren Soldaten und die Griffe nicht ganz vergessen, eines Tages beginnt δας große Rennen nach dem Exerzierplaz wieder. Diesinal find es alle Bataillone, die fich dort versammeln und sogar die Blechtuter", wie der Soldat die Kapelle verächtlich nennt, sind da. Vor der Front des weiten Karrees hält der Herr Oberst auf seinem Rappen, neben ihm der Adjutant. Und plötzlich blißt es in der Sonne auf. Der Oberst hat den Degen gezogen, die Herren Majore desgleichen. ,, Regiment....!!!" ertönt dat Kommando. Bataillon..!! fommandieren die Majore nach. Und dann beginnt das Exerzieren, das em Musketier am wenigsten Spaß macht, schon weil es inzwischen immer wärmer wird und der Herr Oberst an spätes Mittagessen gewöhnt ist. Es dauert also eine ganze Weile, bis die er mideten Truppen wieder in die Kaserne einrüden und der Hornist zur Freude der Hungrigen das Signal bläst:„ Mit' Napp!, mit'n Napp!" Dann fann sogar der dicke Kandziora schnell laufen, denn heute gibt es Erbsen mit Sped, von denen er sich immer noch einen Bug" holt. Alles hat seine Zeit auf Erden, auch die längste Rekruten. zeit und das schönste Kompagnieegerzieren. Und wenn die Kompagniebesichtigung zur Freude der Vorgesezten glücklich überstanden ist, wacht der brave Musketier eines schönen Tages an der Südwestecke des großen Exerzierplates auf, wohin der Herr Major die Kompagnieen zum Bataillonsererzieren höflichst eingeladen hat. Eigentlich läuft der Soldat nicht gern nach dem großen Play", denn der Weg bahin ist weit, staubig und sonnig, der Plaz selbst aber ist sonnig, staubig und weit. So weit, daß man sich darauf verlaufen kann, was sogar ganzen Abteilungen, selbst Rompagnieen passiert. † Feuer in der Grube. Ein riesiger Brand zerstörte auf der Grube Gottlob" in Theißen den Förderturm, die Luftbahn und einen Teil des Schachtes. Bei dem Brande kamen die Förderleute Robert Eck und Melzer ums Leben. Der Betrieb der Grube ist eingestellt. Aber das Bataillonsererzieren wird meistenteils„ ohne Tritt" ausgeführt und der Muschko benutzt diese erwünschte Gelegenheit zum Bummeln recht ausgiebig, natürlich nur so lange, bis die Herren Vorgesetzten dahinterkommen und der Bummelei ein unangenehmes Ende bereiten. Es gibt gewisse Kleinigkeiten, die man in der Hize nicht vertragen kann, so etwa Laufschritt oder eine Präsentierstellung, bei der die Finger allmählich absterben. Das erfrischt die Kompagnieen wieder und beim nächsten Antreten gehts noch einmal so gut. Am andern Morgen aber geht es wieder hinaus. Der Wind weht über die Stoppelfelder und die Leute müssen an die bevorstehenden Manöver gewöhnt werden, darum wird jezt fleißig auf dem Sturzader exerziert. Die Uebungen werden von Tag zu Tag länger, die Parademärsche häufiger und die Gefechtsmärsche ausgedehnter. Noch wenige Tage dann geht's hinaus in das Manöverfeld, die eigentliche Boe schule für den Krieg, und wenn das Manöver borbei i dann hat Reserve Ruh". Vorläufig aber tönt es noch alle Tage über den Plaz:" Regiment..!!!" L Julius, Die Bataillonsbefehle morgen früh 6 Uhr usw." sind jetzt an der Tagesordnung und jeden Morgen bescheint die Sonne dasselbe Bild auf dem großen Plaz. Nur manchmal wird die Szenerie angenehm durch ein ,, Gefecht" unterbrochen oder es findet eine Felddienstübung im Bataillon statt. Feldbienstüben ist etwas wunderschönes, besonders wenn man zum ,, markierten Feind" kommt. Eine Stunde bevor die Bataillone abrücken ist eine besondere Abteilung, die Schilfkappen über bie Helme gezogen, mit ,, bersiegelter Order" und diversen roten und gelben Flaggen versehen, dazu pro Mann 15 Blaz patronen" abgezogen. Sie legt sich irgendwo in der Natur hin, in möglichst bequemer Schlafstellung- pardon Schlacht. tellung und harret der Dinge, die da kommen sollen, nämlich der angreifenden Truppen. Wobei es schon vorgekommen ist, daß der markierte Feind eingeschlafen war und erst erwachte, als das Hurra der stürmenden Krieger ihm in die Ohren gellte. - Das Bataillon, das nach der ausgegebenen Gefechtsidee zu einer Armee gehört, die gestern eine Schlacht geliefert hat und den Feind verfolgt oder dergl., rückt inzwischen auf der Landstraße mit gehörigen Vorsichtsmaßregeln dahin, wo der Feind steht. Außer dem Herrn Major und den anderen Offizieren weiß natürlich keiner, wo die roten und gelben Flaggen stehen. Die Sache entwickelt sich vollständig kriegsmäßig, nur daß statt der scharfen Kugeln Plazzpatronen verknallt werden, die nicht wehe tun, und daß die Erschossenen" nur bildlich abgewürgt werden. Alles, was sich an„ ,, Schlauheit" in den Köpfen der braven Vaterlandsverteidiger angesammelt hat. tommt bei so einer Vermischtes. MG Mittel gegen martsfanal gebra nicht bewährt. RN. Jm B der Däneninfel Ballon ftatt, die, berliefen. Trozd Jahre die Fahrt hon jezt bis zu E $ Die Revi worfen. Das Re Landgerichtsrates Aufhebung des er Tautete, vom Lan gebens uw. zu e Monaten Gefängni $ Berurteilun Karlsruhe verhan gegen eine Anzahl im Mai d. J. aus lidhen Feindigtei b. Roth begangen drei Monaten Gef Bochen und ein an ein Angeflagter wu = Eine Angel aus dem deutsch- französischen Kriege trug der Instmann Ferdinand Wendt aus Neu- Muntomen bis jezt im rechten Oberschenkel. Wendt wurde bei Gravelotte am 14. August 1870 verwundet. Durch unerträgliche Schmerzen gezwungen, mußte W. sich jetzt ärztlich behandeln lassen, wodurch die Kugel endlich entfernt wurde. = Neuer Frauenberuf. An einer Straßenecke im Westen Londons kann man täglich ein junges, schmächtiges und blasses Mädchen sehen, daß sich dem Beruf des Schuhpußens zugewandt hat, der bisher ein Privileg des starken Geschlechts zu sein schien. Und so oft sie ihre Funktion ausübt, nieder fniet, um das Schuhwerk eines Kunden mit sachverständiger Hand zu bearbeiten, sammelt sich schnell ein ganzes Heer von Neugierigen, um das ungewohnte Schauspiel zu be trachten. == Die Väter von St. Bernhard auf dem Automobil. Die Mönche des Hospizes auf dem St. Bernhard haben soeben ihre erste Probefahrt von Martigny nach dem Hospiz mit ihrem neuen Motortransportwagen gemacht, der besonders für den Zwed konstruiert ist, schwere Lasten bei hohen Steigungen zu befördern. Sechs Mönche sind in Mailand als Chauffeure ausgebildet worden. Zwei Mönche lenkten den mit Vorräten beladenen Wagen ohne jede Schwierigkeit den Weg zum Berge hinauf. = Wunderlicher Heiliger. Der„ Prophet Adam" im bürgerlichen Leben Mr. J. F. Sharp, der das Evangelium des Urzustandes predigt, ist in Oklahoma( Amerika) verhaftet worden. Er zog mit etwa fünfzig Anhängern, die fast alle völlig unbekleidet waren, auf der Suche nach dem Garten Eden, der seiner Ansicht nach an der Pazificküste liegt, durch die Stadt. Die Wallfahrer, unter denen sich eine Anzahl kleiner Kinder befand, mußten jedoch einige Meilen hinter Oklahoma City infolge förperlicher Erschöpfung die Pilgerfahrt aufgeben, und dort wurde der Prophet Adam" von den Be hörden in Gewahrsam genommen. ==Indische Pest. Durch die Pest in Indien find während des Jahres 1905 ganze Distrikte entvölfert worden. Die Zahl der an der Epidemie Gestorbenen belief sich in dem Jahre auf mehr als 300 000. Der Distrikt Muttra, in dem die Epidemie am schlimmsten hauste, hatte 45 644 Todesfälle gegen 4185 im Jahre 1904 zu verzeichnen. Der Landwirt. = Glid im 1 Nußbaum und Frie Tagen fünf Taufen Belohnung für de jenigen aus, der ngeben fönnte. dem Bankhaufe wi Sheine gefunden feine Tante de fowie die Tante er Berlierer, der unte bajtet worden war, ** Ernannt Bogt aus Buzbach zu Sie mit einem Behrerftelle an Areife Lauterbad. tordienft verbunde * Großh. Reg 23. Auguft, enthält gerung des von E edberg- Hungen flußgele je bi reffend. Von der T rieben: Samstag Gefolge im Sonderz Mainz Alzey ein. Der Großherzog bo Sarl von Heffen, de torpa, v. Eichhorn, leutnant v. Boigt Geffen, Freiherrn Großherzog begrü Raifer trug diel Nr. 116, der Gr regiments Nr. 115. Dar, begann auf aten Dragonerre Bettübung, bere Batte. Sie wurde bigabe, beftebend Rommando de bi nach dem neuen e. Auf de Major bon Wun Bilhelm- Regimen jog fich eine trolgedeffen nicht bei Mainz am fuhrte dort Major ** Bohlve Der Truppenschau ir ein tiefergreifender 2 gd. Die Tabakernte in Hessen. Die begonnene Tabab ernte fällt quantitativ und qualitativ recht gut aus. In den Gemarkungen Lampertheim, Lorsch und Viernheim, wo der Tabakban am bedeutendsten in Hessen ist, sind die Pflanzen sehr gut geraten. Das Quantum ist fast doppelt so groß wie in früheren Jahren. tp. Versand von seinem Obst. Holzwolle ist ein un schäzbares Verpackmaterial für empfindliches Obst. Ihr einziger, aber leicht zu behebender Fehler ist das Vorhanden sein eines schwachen Holzgeruches, der leicht auf die Früchte übergeht. Dieser Geruch, der nur frischer Holzwolle eigen ist läßt sich beseitigen, wenn man die Wolle in dünner Lage einige Tage dem Sonnenschein aussetzt. Allerdings wird die Wolle dadurch bräunlich. Seine Majefat der einer ganzen Suite und ließ die Muste 1. Rompagnie le mir bor gener bensgefa eten. Seine Mo huldvollen L Rettungsmedaille Bird nicht nur den tern dem ganz ben und die Wo onder&, daß Thr t feine falide hon bei jolden Art von Donne der fchuldigen Caden hätte. Batrouillenji in Gefilde, in an, wenn man gar feine An it recht vertebr ähnlich flingen Conarzemos um nicht überall Kunst und Wiffenfchaft. ME. Zur Verhütung der Genicstarre- Ausbreitung hat Professor Escherich- Wien ein Mittel erfunden, bei dessen praftischer Erprobung in Wiener Kinderspitalen recht bemerkens. terte Resultate erzielt wurden. Es handelt sich um eine braunrote Flüssigkeit, die ein proteolytisches Enzym, ein Nuklease" darstellt, d. h. ein Produft, das aus Bakterien hergestellt wird und im allgemeinen nur die Eigenschaft hat, das Protoplasma derjenigen Batterien zu zerstören, aus denen es hergestellt ist. Das hier in Anwendung gezogene Produkt, die Pyochanase, vermag auch andere, als diesen Bazillus zu auf den Nasenschleim einwirten lassen, und es gelang dadurch, die Genicstarrebazillen wirklich zu töten. Es soll damit vor allem das weitere Nachdringen der gefährlichen Bakterien und Als Mittel gegen die ausgebrochene Krankheit in den Rückenmartsfanal gebracht, hat sich dagegen die Pyochanase noch nicht bewährt. m Aufbau seiner zerstören. Man hat nun diese Pyocyanase durch Einspritzung hierhin, das i die Sache ichon ie Gefechtsideen menfragen. auch die Uebertragung auf Nebenmenschen vermieden werden. , dem Musketier gerzieren fchlie bei der die Leute pieder bergejen Chmlichkeiten be ng, für die fon worden ist, RN. Jm Ballon zum Nordpol. Fortgesezt finden von der Däneninsel aus Probeflüge mit dem Wellmannschen Ballon statt, die, abgesehen von fleineren Unfällen, glücklich berliefen. Trotzdem denft Wellmann nicht daran, in diesem jeden Vormittag Jahre die Fahrt anzutreten, und zwar, weil das Paceis 3 mandern und ung borbel. O lebungen. D elddienstübungen Serren Soldate eines Tage Tone, die fi fahon jetzt bis zum 81. Breitengrad reicht. Aus dem Gerichtsfaal. § Die Revision des Landgerichtsrats Blumenberg verworfen. Das Reichsgericht hat die Revision des ehemaligen Landgerichtsrates Blumenberg verworfen, der nach teilweiser Ererzierpla ufhebung des ersten Urteils, das auf fünf Jahre Gefängnis wie der Solda der Front del feinem Rappen Sligt es in de gen, die Herre 1" ertönt dal ren die Majon lautete, vom Landgericht Beuthen D./S. wegen Amtsvergebens usw. zu einer Gesamtstrafe von vier Jahren neun Monaten Gefängnis verurteilt worden war. § Verurteilungen wegen Landfriedensbruch. In dem zu Sarlsruhe verhandelten Prozeß wegen Landfriedensbruchs gegen eine Anzahl Bewohner von Elchesheim bei Rastatt, die im Mai d. J. aus Parteinahme für einen katholischen GeistTichen Feindseligkeiten gegen den Elchesheimer Hauptlehrer b. Roth begangen hatten, wurden vier Angeklagte zu je drei Monaten Gefängnis, einer zu vier Monaten und zwei ites Mittagesse Bochen und ein anderer zu vier Wochen Gefängnis verurteilt; ein Angeflagter wurde freigesprochen. Sem Mustefia nzwischen imme eile, bis die e rüden und de al bläit: Mit = Glück im Unglück. Ein Angestellter des sankhauses dide Kandzion Rußbaum und Friedmann in Oschersleben verlor vor einigen mit Sped, bot er hinaus. Da Beute mujen a en, darum wir Die Ucbunge märsche häufige ch wenige Tage eigentliche Bos töber borbe i tönt es noch alk L. Julius ichen Kriege trug untomen bis j ei Gravelotte am gliche Schmerzen Tagen fünf Tausendmarkscheine. Die Firma setzte 1000 Mart Belohnung für den Wiederbringer und 500 Mark für denjenigen aus, der über den Verbleib der Banknoten etwas angeben fönnte. Jetzt sind nun die fünf Tausendmarkscheine dem Bankhause wieder zurückgegeben. Ein Kind hat die Scheine gefunden und mit den schönen Bildern" gespielt, Es seine Tante den Wert des Fundes erkannte. Das Kind sowie die Tante erhielten jetzt je 500 Mart Belohnung. Der Verlierer, der unter dem Verdacht der Unterschlagung verhaftet worden war, wurde sofort auf freien Fuß g- setzt. Lokales. ** Ernannt wurde der Regierungsbauführer Ludwig Vogt aus Bußbach zum R gierungsbaumeister.- Erledigt: Die mit einem evangel schen Lehrer zu beseßende ehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hemmen, im Kreise Lauterbach. Mit der Stelle ist D.ganisten- und behandeln lassen, Leordienst verbunden. schmächtiges und * Großh. Regierungsblatt Nr. 18., ausgegeben am Benede im Wein 23. August, enthält u a. eine Bekanntmachung, die Vr längerung des von dem Bahnhof Dornheim der Nebenbahn des Schuhpußens Friedberg- Hungen nach dem Germaniabrunnen führenden unschlußgeleises bis zum Schwalheimer Sauerbrunnnen obbet Adam" betreffend. tarten Geschlechts n ausübt, niede Et sachverständige * Von der Truppenschau wird aus Mainz geein ganzes he Schauspiel zu beschrieben: Samstag- Morgen 8 Uhr traf der Kaser mit Gefolge im Sonderzug beim Bahnwärterhaus 39 der Strecke dem Automobil. Mainz Alzey ein. Auf der Haltestelle waren anwesend: Bernhard haben Der Großherzog von Hess r, Prinz und Peinzessin Friedrich nach dem Ho Karl von Hessen, der kommandierende General d 8 18. Armee. cht, der besonders forps, v. Eichhorn, der Gouverneur von Mainz, Generalaften bei bobe leutnant v. Voigt und der Provinzialdirektor von Rheinfind in Mailand hessen, Freiherrn von Gagern. Der Kaiser und der Mönche lenti Großherzog begrüßten und füßten sich sehr herzlich. Der jede Schwierigh Raiser trug die Uniform seines Infanterieregiments Nr. 116, der Großherzog die Uniform seines Infanteri regiments Nr. 115. Nachdem der Kaiser zu Pferde gestiegen bar, begann auf dem Großen Sand die Besichtigung des sten Dragonerregiments. Heran schloß sich eine größere Gefechtsübung, deren Aufgabe General v. Eichhorn gestellt hatte. Sie wurde im wesentlichen von der 41. Infanteriebrigade, bestehend aus den Regimen ern 87 und 88 unter dem Kommando des Generalmajors Kunze ausgeführt, wobet nach dem neuen Exerzierceglement verfahren wurde. e. Auf dem Trieb stürzte vorige Woche Major von Wunsch vom 1. Bat. des hiesigen Kaiser worden. Die helilhelm- Regiment gelegentlich einer Gefechtsübung. Er zog sich Verlegung am Kopfe zu und konnte infolgedessen nicht an der Truppenschau auf dem Sand bet Mainz am Samstag teilnehmen. Das 1. Bat. führte dort Major von Loerbrocks vor. das Evangeli Amerita) verhafte gern, die faft nach dem Garte cfifte liegt, du fich eine Anga ige Meilen bint ng die Pilgerfal Dam" bon ben bien find während ch in dem Jah ttra, in dem d 45 644 Todesf Segonnene Tabl gut aus. In de iernheim, wo de find die Pflanze oppelt so groß wi wolle ift ein un ches Obf. 3 7 das Vorhanden it auf die Fri Solzwolle eigen i in dünner Lage Merdings wird die ** Wohlverdiente Belohnung. Gelegentlich der Truppenschau in Mainz ereignete sich, wie wir erfahren, ein tiefergreifender Att vor der Front unsers 116. Regiments. Seine Majestät der Kaiser kam vor dem Parademarsch mit fein er ganzen Suite vor die Front des Regiments geritten und ließ die Musketiere Steiner und Rühl, beide der 11. Rompagnie des Regiments angehöhrig, welche Die wir bor furzem berichteten, eine Frau mit tige ner bensgefahr vor dem Ertrinken retteten, vor= treten. Seine Majestät übergab den beiden braven Leuten it huldvollen Worten der Anerkennung die preuß she Ret tungemedaille und drückte beiden die Hand. Unvergeßlich bird nicht nur den beiden so hoch ausgezeichneten Musketteren, fondern dem ganzen Regiment dieser ergreifende Moment bleiben und die Worte Sr. Majestät:„ Ich freue mich ganz besonders, daß Ihr es gerade seid von Weinem Regiment." Die Gewerbeschule Gießen nimmt am ** Gestern wurden auf der Rennbahn bei der Hardt in Gegenwart einer stottlichen Zuschauermenge die Rennen um den Großen Preis von Gießen ausgefahren. Nach der Defiliertour, in der sämtliche Streiter sich dem Publitum präsentierten, starteten H F. Vendredi- Kairo, Ludwig Fröhlich Frankfurt und Georg Drescher- Mainz zum ersten Lauf um den großen Preis. Das Zeichen zur Abfahrt erfolgte; die Rämpfer fuhren langsam an und hefteten sich dann an ihre Führungsmaschinen. Als erster ging der schwarze Afrika- Reister Vendredi mit 3 Punkten durchs Ziel. Ihm folgten der Europa Meister Drescher mit 2 und Fröhlich, der neue Stern, mit 1 P. Bei dem 2. Lauf über 10000 Meter trat Vendredi wiederum mit 3. P. an die Ep ße, während Fröblich mit 2 und Drescher mit 1 P de Piäße wechselten. Einige Augenblicke überrahm Fröhlich sogar die Führung, die er aber gegen den Neger, der an seinen Schrittmacher angeschmiedet schien, nicht behaupten tonnte. Der Kampf war shr interessant. Die pannung des Publikums steigerte sich aber noch mehr, als der Start zum Endlauf über 20 000 Meter erfolgte. Drescher gab den Kampf nach mehreren Runden auf, während Vendredi und Fröhlich bartnäckig miteinander stritten. Mit voller Kraft stieß der N ger vor und nahm seinem Gegner mehrere Runden ab. Vendredi durchfuhr die 20 Kilometer in 20 Minuten, also mit derselben Geschwindigkeit, mit der ein Rennpferd die Bahn durcheilt Nach Schluß des Rennens wurde der Sieger mit einem Lorbeerkranz geschmückt. Beim Ehrenpreisfahren wurde Kronenberg Gießen erster, Boller- Gießen zweiter, Andrae- Wiesbaden dritter und LauerGießen 4. Sehr interessant war auch das Mannschaftsfahren, das in einem fog. Verfolgungsmatch über 2000 m zwischen der„ Germania" Gießen und dem Radfahrerverein Wezlar ausgetragen wurde. Den Siegespreis trug die Germania" davon, die die Strecke in 4 Min., 2135 Sef. zurücklegte. Den Schluß der Rennen bildete ein Motormatch mit 18pferdigen Maschinen zwischen SeidenspinnerMainz und Wohn- Mainz, aus dem Seidenspinner als Sieger hervorging. 29. Ottober ihren Unterricht auf. " *** Die Gießener Ferienkolonie in Weiters= heim erfreut sich besten Wohlbefindens; alle haben sich recht gut herausgemacht. Vergangene Woche wurden die Kinder gewogen, wobei es sich ergab, daß fast bei allen ein Mehrgewicht von 21/ 2-3 Pfund tonstatiert wurde; ein Kind hat sogar 61/2 Pfund zugenommen. Der verstorbene Rentier Büdina hat mit dieser seiner Stiftung, von deren Zinsen die Unterhaltungskosten der Ferienkolonie bestritten werden, große Freude in viele unbemittelte Familien gebracht. Wie wir hören, wird im nächsten Jahre die Zahl der Kolonisten um etwas noch erhöht, da der Zinseitrag aus der Stiftung höher sein soll als die Unterhaltungetoften ausmachen. * ** Wie uns der Turnverein Krofdorf mitteilt, bat si auf seine Reklamation herausgestellt, daß auf dem wusterriege( ain Barren) des Krofdorfer Turnvereins an 60jährigen Stiftungsfeste des Turnvereins Gießen die 9. Stelle rangierte mit 19,17 P. und nicht wie berichtet wurde mit 15,33 P. an 30. Stelle. die Modelle der deutschen Kriegsschiffe gezeigt. Der *** Gegenwärtig werden in der Neustadt zu Gießen Besuch der Ausstellung ist zu empfehlen. - - ge. ** Die„ Volkswacht", das wöchentlich zwei Mal erscheinende Organ des hessischen Bauernbundes, wird bald ihr Escheinen einstellen. An ihrer Stelle soll eine Tages Beitung am gleichen Verlagsorte Friedberg gründet worden, deren spätere Aufgabe mit sein soll, auch in anderen Aceisen und Provinzen Propaganda für die Partei zu machen. Dem Vernehmen nach sind für das neue Unternehmen, das eine G. m. b. H. wird, bereits größere Beträge gezeichnet. Am gestrigen Sonntag hat zu Friedberg in stattgefunden, welche sich mit der N ugründung befaßte. den Drei Schwerter" schon eine größere Versammlung findenden Reichstagswahlen sein?- D. R.) ( Sollte das nicht schon ein Vorläufer für die 1908 stattMan sieht also, bei dem Geist des Fortschritts wohnt immer noch ganz dicht der Aberolaube. ( Buzb. 8tg.) § Nieder- Wöllstadt, 25. August. Denunziant. Durch eine anonyme Anzeige war der auf der hiefigen Molkerei beschäftigte Gehilfe Willi Naumann eines Raubmordes- zichtigt worden. Nach Ermutelungen der Staatsanwaltschaft Giehen hat sich aber seine Schuldlosigkeit herausgest: Ut. Hoffentlich trifft den gemeinen Denunzianten die verdiente Strafe. * Bad Nauheim, 26. Auguft. Ein Schwindler treibt fit einigen Wochen in der Gegend von Darmstadt und Nauheim sein Wesen, indem er sich als Inhaber balo dieser, bald jener großen Firma, insbesondere von Tabakfirmer, aus ibt und die Rechnungen der jeweiligen Firmen einzufassiteren sucht, was ihm in einigen Fällen Luch gelungen iſt. * Bad- Nauheim, 20 August. In der abgelaufenen Woche sind 1114 Surgäfte angekommen. Die Gesamtfrequenz beträgt bis zum 23. August 24 441 Pesonen, wi von an genanntem Tage noch 5085 ortsanwesend waren. Täder wurden bis zum legten Donnerstag 318 037 abgegeben. § Alsfeld, 26. Auguft. Durch unser fommunalpolishes Leben geht gegenwärtig ein lebhafter Bug, gilt es doch zur bevorstehenden Bügermeisterwahi Kandidaten zu nominteren, da unser bisheriger Bürgermeister Arnold mit Rücksicht auf sein hohes Alter eine Wiederwahl abgelehnt hat. Als Kandidaten kommen bis jetzt der Kreisstraßenmeister Braun und der Landwirt Karl Arnold in Betracht. * Sel genstadt. Zum Lustmord. Man schreibt aus Seligenstadt: Die Nachricht, daß Frizz Taut, der jüngst in schaff nburg über den Mord an Frieda Weih eingehende Erzählungen machte, verhaftet sei, bestätigt sich nicht. Ueberhaupt tommt er als Mö der kaum in Betracht. Bis jezt sind sieben Unschuldige festgehalten und noch immer zeigt sic feine Spur von dem Täter. Seit der Bluttat sind fast drei Wochen verstrichen. * Mainz Der Kellner Clauter aus Monzernheim, der hier auf der Straße die 25jährige Tochter des Militärarresthausverwalters Hoffmann erschossen hat, wurde zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Universitätsklimt in Gießen überwiesen. * Darmstadt, 26. Auguft. 42 Jahre im Zuchthause weilt der i Bt 60 Jahre alte Taglöhner Corinian Schmidt von Unter- Schönmattenwag, der anfangs 1864 durch den damaligen Assisenhof der Provinz Startenburg wegen Raubmordes zum Tode verurteilt wurde- cine Strafe, die die Gnade des Landesherrn in lebenslängl ches Buchthaus umwandelte. Schon mehrmals hat Schmitt verlucht, einen Straferlaß zu erreichen. Er leugnete fortges Bt Seine Schuld. Neueste Nachrichten. Das Attentat auf Stolypin. C.B. Petersburg, 25 August. Heute Nachmittag um 3 Uhr erfolgte gelegentlich des Empfanges beim Ministerpräsidenten Stolypin in dessen V.la auf der Apothekerinsel eine Explosion. Weitere Meldungen besagen: C.B. Petersburg, 26. August. Der Anschlag auf den Ministerpräsidenten erfolgte während des Empfanges in der Villa Stolypins. Ungefähr um 4 Uhr nachmittags fuhr eine Kutsche vor dem Portal der Villa bor, in der vier Personen sagen, zwei in Zivilkleidung, zwei in ausländischer Uniform. Die Fremden begaben sich in die Pförtnerstube, wobei einer der Uniformierten das Sprenggeschoß im Helm verborgen hielt, während er den Helm in den Händen hielt. Plötzlich entglitt ihm die Bombe und fiel zu Boden. Die Wiriung war furchtbar, die Erplosion geradezu verheerend. Sämtliche in der Pförtnerstube anwesenden Personen, die vier Attentäter ebenfalls, wurden getötet. Im Wohnzimmer töteten Sprengstücke den Generalmajor Samjatin und den Hofmeister Woronin. Die 25jährige Tochter Stolypins wurde im oberen Stockwerk schwer verletzt. Beide Beine müssen ihr amputiert werde:. Ein kleiner Sohn des Ministers erlitt einen Beinbruch. Stolypin selbst blieb unversehrt. Die ganze Hinterwand des Gebäudes ist vernichtet. Alle an der 1 Rodheim, 27. August. Die Kirchweih am geftrigen Tage war verhältnismäßig gut besucht. Das Wetter hatte viele Verwandte und Bekannte aus der Umgegend herbeigeleckt- nur von Gießen fehlte der Zu Front des Hauses postierten Schuhleute und Detektives drang. Wäre es nicht im Interesse des Ortes selbst, wenn diese Kirchweih diese Kirchweih zumal Rodheim ja schöne Lage und Bahnverbindung hat genügend befant gemacht würde? - find tot, ebenso der Kutscher, der die Attentäter gefahren. Im Hause waren über 50 Personen anwesend, man zählte sofort 28 Tote und 22 schwer oder leicht Verlegte. Das Gebäude ist nur noch ein Trümmerhaufen, in dem Polizei und Feuerwehr nach den Leichenteilen suchen, da einzelne Personen ganz zerrissen wurden. Der Eindruck in Petersburg ist unbeschreiblich. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, Nacht, am Tage wärmer, schwache, veränderliche Wind. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarie.) * Langsdorf, 26. Aug. Bürgermeister Köhler ist bei der geftrigen Bürgermeisterwahl seinem Gegner unterlegen. Von 184 abgegebenen Stimmen hat er nicht ein Drittel nur 55 auf sich vereinigt, während Beigeordnete Schiel 129 Stimmen betam. Köhlers Stern ist in seiner eigenen Gemeinde im Erbleichen; vielleicht hat er selbst mit dazn beigetragen. Sein origineller Aufruf, den man nicht für ernſt nahm und von deſſen Veröffent. den 28. Auguft. Meist heiter und trocken, nach fühler lichung ihn seine Freunde abrieten, hat das Gegenteil gezeitigt von dem, was Köhler damit bezweckte. Die Partei Schiele führte mehr begreiflichere Gründe für die Nichtwiederwahl Köhlers ins Feld, z. B. seien die Gemeindesteuern, die früher nur 1500 Mt. ausmachten, um das sechsfache gestiegen, demgegenüber aber das Gemeindevermögen fleiner geworden. Mag sich Bürgermeister Köhler in das Unvermeidliche fügen, er hat noch so viele Nebenämter, daß es wohl ihn selbst später freuen wird. wenn er mehr dem einen oder dem anderen, das er hat, sich widmen kann. ( Anm. der Red: Wir halten es für nicht gut, daß zu viele Aemter von einer Person verwaltet werden.) § Oberbiel, 25. Auguft. Gestern Nacht brach in der Hofraite des Landwirts Wilh. Log ein Schadenfeuer aus, das eine mit Futtermitteln gefüllte Scheune und einen Stall einäscherte. * Butzbach, 26. August. Nummer 13. Wie an sovielen Pägen ist es auch dem hiesigem Poftamt ergangen: feiner der an die Fernsprechstelle angeschlossenen Teilnehmer wollte die Nr. 13 haben und so fehlt diese ominöse Nr. ganz. Verantwortlich für die Politik und den Inseratense 1 Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beile in Gießen. un= entbehrlich, um die Kopfhaut rein zu erhalten, einen Carboline, das Beste für die Haare- schönen, reichen und zarten Haarwuchs zu sichern und das Ausfallen zu verhüten. Zu haben in Drogerien Apotheken und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. ufekes Kindermeht Kifek hervorragend bewährt bei Darmkatarrh, Brechdurchfall etc. Diarrhoe, T LL 11 Bekanntmachung. Betc. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, links der Lahn; hier die Arbeiten des III. Abschnitts Die nachsteherde Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gteßen, den 27. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Bekanntmachung. Wir machen " 11 Submission. Nuskohlen Die Ausführung von Hausentwässungen betreffend. Für die Klinik für psychische und nervöse te Wir haben wiederholt die Wahrnehmung gemacht, heiten in Gießen soll für das Rechnungsjahr 1906 daß einzelne mit der Ausführung von Hausentwässerungen Lieferung von: beschäftigten Unternehmer in unzulässiger Weise die ca. 7000 Ctr. Hüttenkoaks in der Korngröße 6-10 Straßen zur Lagerung des Grubenaushubes und als 800 Werkplatz für ihre Arbeiten benügen. darauf aufmerksam, daß dies im Interesse des Verkehrs auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeb nicht geduldet werden kann und für die Folge unnach- werden. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen b sichtlich Bestrafung der betreffenden Hausbesitzer eintreten wird. Nur in ganz dringenden Fällen werden wir die 3-5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau Erlaubnis zur Benütung der Straßen erteilen. Dies- Einfidt offen. Offerten sind verschlossen und mit entsprechende bezügliche Anträge sind bei dem städtischen Tiefbauamte Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin anzubringen. Montag, den 10. September 1906, vorm. 12 auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Nad Artikel 34 des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung vom 4. Juli 1906 soll jedem beteiligten Grundeigentümer bei der Bekanntgabe der Offenlegung des Zeitungsplanes ein Auszug aus den Gütergeschossen über die Ersatzgrundstücke zugestellt und sollen zugleich mit der Offenlegung die vorher im Felde abgesteckten neuen Grundstücke den Beteiligten an Ort und Stelle vorgezeigt werden. Die genaue Beobachtung dieser Bestimmungen hätte wegen der Kürze der Zeit zur Folge, daß die neuen Grundstücke im Feldbereinigungsbezirf im laufen- Kg. den Jahre nicht zur Benutzung übergeben werden könnten. Um dies und die damit verbundenen wirtschaft lichen Nachteile zu vermeiden, soll der Verzicht der beteiligten Grundeigentümer auf die Zufertigung von Geschoßauszügen bei der Bekanntgabe der Offenlegung und auf die Vorzeigung der angesteckten neuen Grundstücke zugleich mit der Offenlegung zugelassen und dann unterstellt werden, wenn sie nicht spätestens bis zum 1. September schriftlichen Antrag auf Ausführung dieser Arbeiten bei dem Unterzeichneten gestellt haben. Auf die Zufertigung der Eigentumsurkunden gemäß Artikel 38 Absatz 3 des Feldbereinigungsgesetzes und die Vorzeigung der neuen Grundstücke bei der Uebergabe hat der vorstehend erwähnte Verzicht feinen Einfluß. Friedberg, den 18. August 1906. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Die unterm 22. August 1906 angeordnete Sperre des Afterweges zwischen Walltor- und Schillerstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 16. August 1906 angeordnete Sperre der Licherstraße zwischen Schiffenbergerweg und Wolfstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V. Roth. : Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird. die Schloßgasse von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 27. Auguft 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Die unterm 10. Auguft 1906 angeordnete Sperre der Mäusburg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 27. August 1906. Srokh. Volizeiant Gießen. J. V.: Roth. Vergebung von Pflasterarbeiten. Gießen, den 24. August 1906. 1 Weißbrot 2 Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Brotpreise vom 26. Auguft bis 9. September 1906. Pfg. Der hiesigen Bäcker. 2 Kilogr( 4 Pfd.) Gem. Brot bei: Ernst Christ Wiese? 44 27 Georg Dern II., Gr.:Linden 46 54 Louis Süßmuth, Steinberg 46 25 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 50 W. Weißel, Lang- Göns. i Gem.- Brot 2 3 1 Kornbrot 2 " Der auswärtigen Bäcker. Georg Dern II., Gr.- Linden 25 2. Steinmüller, Gr.- Linden 46" 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Heinrich Weber, Heuchelheim 27 . Weigel, Lang- Göns.. 26 Heinrich Binz, Allendorf a. L. 25 W. Fabel, Wiesed.. 26 2. Steinmüller, Gr. Linden 26 W. Leir, Klein- Linden Karl Post, Wieseck Der Zuschlag erfolgt bis zum 12. September 190 Gießen, den 24 August 1906. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheite Dr. Dannemann. ,, Vega"-Brenner " " " 46 " 46 75 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 23 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 Karl Post, Wieseck 11 46 " 1 Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesed. 46 W. Steinmüller Ww., LangGöns " 1 " 46" " " " Karl Spamer, Reiskirchen. 46 Jakob Appel, Krofdorf 50, W. Lein, Klein- Linden 50" " 1 Soeben erschien der " " 1 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48, " 1 " 27 " 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wieseck. " Karl Post, Wieseck 69 69" Louis Süßmuth, Steinberg 69 Ernst Christel Wieseck " 1 66 " " " 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: " F. Weiß Grününgen 52 jede gewöhnliche Petroleumlampe " " " 54 22 H. Binz, Allendorf a. L. Jakob Appel, Kroidorf d) dessen Docht niemals geschraubt zu werden braucht. " 23 f " 51 " 54 " 54 " . 27 Jakob Appel, Krofdorf.. 27 2 Kilogr.( 4 Vfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 2. Steinmüller, Gr. Linden 52 Heinrich Binz, Allendori a.L. 50 W. Fabel, Wieseck W. Weißel, Lang- Göns 52 Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Karl Trautmann, Wieseck, Jakob Appel, Krofdorf. w. Lein, Klein- Linden Karl Post, Wieseck 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Broz bei Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 23 W. Weizzel, Lang- Göns.23 W. Steinmüller Ww., Lang Göns Karl Stumpf, Garbenteich 24 Heinr. Weber, Heuchelheim 24 " " 1 Gust. Jacoby, Alten- Bused 69 ( Patente in allen Staaten) ,, Vega" ist der beste Petroleum- Glühlicht- Brenner der Karl Trautmann, Wieseck. 69" a) eine Steuervorrichtung zur Verhinderung des Blakens besit b) der ohne Vorwärmung sofort Licht gibt, 23c) der 2 Gewinde, zugleich für 10" und 14" hat, passt also a Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 Jakob Appel, Krofdorf. e) der bei einer grösseren Lichtstärke wie Gasglühlicht nur f ca. 1 Pfennig Petroleum pro Stunde verbraucht, f) der geruchlos brennt. 46 " Preis des VEGA- Brenners komplett mit Glühstrumpf und Cylinder Mk. 6." Heinr. Binz, Allendorf a. L. 44 Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf. Garbenteich 44 Ferd. Weiß, Grüningen. " " " " 24 46 . " " W. Lein, Klein- Linden 46" " " " Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den " 1 L Steinmüller, Gr. Linden 23 W. Leir, Klein- Linden.. 25 Heinr. Binz, Allendorf a L. 24 hiesigen Bädern. Gießen, den 25. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. In der Zeit vom 18. bis 25. August 1906 wurde in hiesiger Stadt Niederlagen in Giessen: Edgar Borrmann, Eisenhandlu Hermann Mettenheimer, Beleuchtungsartikel. Buxtehude, grösste Malerschule 1906, w. goldne Medaille und Ehrenpreise. Prosp. d. Eiserwag, Dir. Schrett rocknende fussbode Lack Oelfarben nicht nachklebend, gefunden: 1 Meißel, 1 Damenregenschirm, 1 DamenParkettwachs, gürtel, 1 Taschenmesser, 1 Ring und 1 Damenuhr; Parkettwachs ohne Glätte verloren: 1 goldne Uhr( gez. H. S. Stab) mit sowie alle sonstigen Artikel zum fleiner glatten silbernen Kette nebst austreichen und wichsen Medaillon und eine goldne Damenuhrfette mit Perleneinsätzen. Zugeflogen ist. 1 grüner Zwergpapagai. Entlaufen ist: 1 gelblich weißer Spitz mit Halsband, an demselben ein roter Schlips. Die Empfangsberechtigten der gefundenen GegenDie zur Herstellung von Gossen 2c. in der Klinik für psychische und nervöse Strankheiten nötig werdende stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend Pflasterarbeit wird hiermit unter Zugrundelegung des zu machen. Mnistertaleriasses vom 16. Juni 1893 öffentlich aus: Gießen, den 25. August 1906. geschrieben. Die Angebotsunterlagen fönnen in unserem Amtslofal eingesehen, Angebotsformulare zum Selbstkostenpreis docther bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 8. September 1906, vorm. 11 Uhr bei uns einzureichen. Gießen, den 25. August 1906. Großherzogliches Hochbauamt. J. V.: Heyer. Im Erscheinen befindet sich:= Meyers 11,608 Abbadungen, 1400 Tafelz and Karton. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissons. Verweisungen. 148,680 Artikels. Lexikon 20 Bände in Halbleder gebenden zu je 10 Mark. Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlunge Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Halle a. S. Allgemeine Zeitung Handelsblatt grossen Stils. Wirksames Insertionsorgan. 5gesp. Petitzeile 30 Pfg., Reklame 75 Pfg. Bei Wiederholung Rabatt. Abonnements - für ein Vierteljahr 2.40 Mk., monatl. nur 80 Pfg. der Fußböden bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Die wegen ihrer günstigen Ge= winnchancen so beliebten Giessener Pferde- Lose à 1 Mk. Siebung 12. Septbr. in allen durch Plakate kenntlichen Geschäften zu haben. Flechten sas. and trockene Schuppenflechts skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden u. Beingeschwäre. ader beine, böse Finger, alte Wunde sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte goneilt zu werden, mache noch sines Versuch mit der bestens bewährte RINO- SALBE frel von Gift. Säure, Dose Mk. 1.Nur echt in Original packung weiss- grün- rot und mit Firs Rich. 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