Nr. 174 baltion n.Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Ferusprechenschink Nr. 362. Freitag, den 27. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberhefftsche Familienzeitung( thy und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Keine Gefängnisftrafe für Kinder. Der preußische Minister des Innern, Dr. v. BethmannHollweg, hat an die zuständigen Polizeibehörden einen Erlaß gerichtet, der auch in anderen deutschen Bundesstaaten nicht ohne Nachahmung bleiben dürfte. Der Erlaß soll verhüten, daß jugendliche Personen und namentlich Schulkinder auf Grund polizeilicher Strafverfügungen den Gefängnissen zugeführt werden. werden. Der Großkronrat Ignatiew, Trepow und Pobjedonoszew seien vom Zaren mit der obersten Gewalt, General Trepom mit der ausführenden Macht betraut. Andererseits verlautet, daß der Zar infolge des Eindruckes, den die Auflösung der Duma im Auslande hervorgerufen hat, entschlossen sei, ein liberales Ministerium zu bilden, um den revolutionären Gefahren die Spize abzubrechen. Regierung und Volksvertreter. - Die Wahlen zur neuen Duma finden Anfang Dezember statt- wofern nichts dazwischen kommt, wodurch diese Absicht geändert wird. Die heimkehrenden ehemaligen Duma- Abgeordneten werden unbehelligt bleiben, sofern sie nicht öffentlich über die Tätigkeit der Duma berichten. Andernfalls sind die Behörden angewiesen, unnachfichtlich vorzugehen. Nach geltendem Gesez können nämlich polizeiliche Strafberfügungen wegen Uebertretungen auch gegen Personen im Alter von 12 bis 18 Jahren gerichtet werden. Diese Verfügungen substituieren im Falle des Unvermögens den Geldbußen Haftstrafen. Es ist daher vorgekommen, daß jugendliche Personen, ja sogar Kinder, die noch schulpflichtig waren, wegen geringfügigen Uebertretungen in Haft gebracht wurden, wenn die Geldstrafe sich nicht beitreiben ließ. Es bedarf teiner näheren Darlegung, daß den betroffenen Kindern daraus meist schwerster und kaum wieder gutzumachender moralischer Schaden erwuchs. Das Kind, das einmal im Gefängnis gewesen, verliert erfahrungsgemäß die Scheu vor dem Gefängnis; ist eine jugendliche Person einmal im Gefängnis gewesen, so hat für sie dieser Ort in der Regel teine Schrecken mehr. sichern. Die Furcht vor der Rückkehr schwindet. Es ist überflüssig, die weiteren Konsequenzen auszumalen. Um dies zu verhüten, hat das genannte Ministerium die Polizeibehörden angewiesen, bei dem Fehlen erschwerender Umstände, jugendlichen Personen gegenüber, die Geldstrafen so zu bemessen, daß eine Zahlung der Buße möglich wird und eine Umwandlung in Haftstrafe nicht einzutreten braucht. Wo aber höhere Geldbußen verhängt werden müssen, da soll ratenweise Zahlung gestattet sein und sollen die Betroffenen darauf aufmerksam gemacht und in geeigneter Weise dazu angehalten werden, die Ratenzahlung zu beantragen. In der Voraussetzung, daß nicht mangelnder guter Wille, sondern tatsächlich Zahlungsunvermögen vorliegt, sollen nach dem Willen des Ministers die Polizeibehörden da, wo eine Um wandlung der Geldstrafe und eine Vollstreckung der Haftstrafe fich anders nicht umgehen läßt, in jedem einzelnen Fall ge= wissenhaft prüfen, ob sich nach den besonderen Umständen nicht ausnahmsweise empfehlen würde, an allerhöchster Stelle genommen Am Mittwoch waren 100 Mitglieder der Kadettenpartei in dem finländischen Badeort Teryoki zu einer Beratung zusammengetreten. Die Versammlung sprach sich gegen die revolutionäre Bewegung aus, aber für die Durchführung der in Wiborg gefaßten Beschlüsse Ebenso wurde beschlossen, sofort Maßnahmen zu treffen, um der Partei in der neuen Duma möglichst viel Size zu Die Kosaken wollen nicht schießen. Auch in Moskau haben sie sich geweigert, auf das Volk zu schießen. In dem dort liegenden Kosakenregiment sollte jeder Mann 40 scharfe Patronen erhalten. Das ganze Regiment verweigerte die Annahme mit der Erklärung, daß sie wegen der Auflösung der Duma nicht auf das Volk schießen wollten. Die Kosaken riefen:" Wir werden fie auseinander jagen, aber nicht schießen!" Tatsächlich zog dann auch das Regiment mit blinden Patronen auf. Als abends die Agitatoren verhaftet werden sollten, erflärte die gesamte Mannschaft, sie würden jeden Dienst einstellen, wenn auch nur einer der Kameraden verhaftet würde. Weiter wird gemeldet: Bormont, 26. Juli. 18 russische Offiziere, darunter 2 Generale, die hier und in Oeynhausen zum Kurgebrauch weilten, wurden von der Petersburger Militärkanzlei telegraphisch abberufen und zur Rückkehr nach Rußland befohlen. Petersburg, 25. Juli. Am Zarenhofe wird die Frage erörtert, In welcher Weise die von Pobjedonoszew vorgeschlagene Finanz. operation die Kapitalien der russischen Kirchen und Klöster zur Erhaltung des Zarentums heranzuziehen, am zweckmäßigsten durchgeführt werden fann. Moskau, 26. Juli. Die Führer der Organisation im Heere sind verhaftet. Die Verhaftungen sind eine Folge der Beschlagnahme von Papieren bei dem Petersburger Sozialistenblatte „ Mysl" und seinem Chefredakteur, dem ehemaligen Dumaabgeord neten Solonifo. den Erlaß der Strafe im Gnadenwege vorzuschlagen. Die Polizeibehörden sollen überdies ganz besonders prüfen, ob Kinder, denen eine strafbare Handlung zur Last gelegt wird, bei Begehung der strafbaren Handlung die zur Erfenntnis der Strafbarkeit erforderliche Einsicht be= sessen haben. Schon im Zweifelsfall son bon dem Erlaß polizeilicher Strafverfügungen überhaupt Abstand werden, sollen die Polizeibehörden auch bei der Uebersendung der Verhandlungen an die königliche Staatsanwaltschaft ausdrücklich darauf hinweisen, inwieweit und aus welchen Gründen sie die zur Erkenntnis der Strafbarfeit erforderliche Einsicht bei den Kindern als nicht vorhanden erachten. Am Schluß seines Runderlasses spricht der Minister das Vertrauen aus, daß es auf dem angegebenen bettenpartei.) Wege gelingen werde, jugendliche Personen und insbesondere Schulkinder in Zukunft auf Grund polizeilicher Strafverfügungen den Gefängnissen nicht mehr zuzuführen. Auf die Schlußbemerkung ist der größte Wert zu legen. Sie zeigt deutlich die Absicht des Ministers, daß wegen polizeilichen Uebertretungen Kinder überhaupt nicht ins Gefängnis tommen sollen. Die Polizeibehörden können garnicht umhin, diese Absicht zu verstehen, und demzufolge werden sie ihr Verfahren darauf richten, die öffentliche Ordnung auch ohne die Volistreckung von Haftstrafen gegen Kinder aufrecht zu erhalten. Kein Zweifel, daß ihnen das im vollen Umfang gelingen wird. Wenn sie den Erlaß genau ausführen, so werden sie das vorgesteckte Ziel nicht verfehlen. Bei einem Kinde kann man nie mit Bestimmtheit sagen, daß es die zur Erkenntnis der Strafbarkeit seiner Handlung soweit es sich um Verfehlungen handelt, die der polizeilichen Rüge vorbe halten find erforderliche Einsicht besitzt. Der Zweifel ist also die fast ausnahmslose Regel, und damit ist die VorausSeßung gegeben, bei deren Zutreffen der Minister die Vollftredung einer Haftstrafe ausgeschlosse vissen will. - Man sieht, daß es nicht nötig war, die Gesetzgebung zu bemühen, um die große Verbesserung herbeizuführen, die der in diede stehende Erlaß schafft. Die Lage im Zarenreich. Ministerpräsident Stolypin erließ eine Kundgebung, in welcher er der Bevölkerung von Petersburg, insbesondere den arbeitenden Klassen, seinen Dank ausspricht für die ruhige und forrette Haltung, und baldige Aufhebung der Ausnahmemaßregeln zusagt, sowie verschiedene Reformen verspricht. Die Militärpatrouillen wurden bereits aus den Straßen zurückgezogen. Zuckerbrot und Peitsche. Stolypin scheint die richtige Taktik eingeschlagen zu haben. Er hält dem Volte Zuckerbrot vor, indem er liberale Reformen berspricht; er zeigt ihm aber auch die Peitsche, indem er mit einer Diftatur droht. Ein Londoner Blatt weiß sogar zu ( melden, daß die Diktatoren schon ernannt sind und bereit gehalten Moskau, 26. Juli. Die hiesige revolutionäre Organisation ist böllig vernichtet. In der Provinz sind bisher 17 Zeitungen unterdrückt worden. Petersburg, 26. Juli. Sechs gewählte Reichsratsmitglieder, unter ihnen auch vier Vertreter der Wissenschaft, haben ihre Mandate niedergelegt.( Es sind dies die Angehörigen der KaPolitische Rundschau. Deutfches Reich. • Nach Meldungen des Hauptmanns Hirsch, Chefs der 5. Kompagnie der Schußtruppe, aus Fratus find die Operationen in Deutsch- Ostafrika wieder aufgenommen worden, da die Aufständischen die Bedingungen der Auslieferung der Führer und der Waffen nicht erfüllten und die Führer entfliehen ließen. Hauptmann Schoenberg meldet aus Liwale die Ergreifung des Rebellenführers Abdallah Schimani. * Die Erteilung eines jährlichen Erholungsurlaubs an Telegraphenarbeiter und sonst außerhalb des Beamtenverhältnisses stehende Personen im Post- und Telegraphendienste ist vom Reichspostamt angeordnet worden. In Bezug auf die Zeit der Beurlaubung soll den Wünschen der einzelnen nach Möglichkeit entsprochen werden. Einen Rechtsanspruch auf die Bewilligung eines Erholungsurlaubs besteht nicht. Der Urlaub fann auch geteilt gewährt werden und beträgt, wenn diese Personen mehr als fünf Jahre anstellungsberechtigende Dienstzeit haben, bis zu fieben Tagen, wenn sie mehr als zehn Jahre anstellungsberechtigende Dienstzeit haben, bis zu zehn Tagen. Die Löhne und Vergütungen merden während des Urlaubs belassen. * Der Kongreß der christlichen Gewerkschaften hat be= sondere Ergebnisse nicht zu verzeichnen. Aus den Debatten war nur eine über die Polenfrage bemerkenswert. Die andern Verhandlungsgegenstände haben für die Deffentlichkeit kein Interesse. * Die Fernhaltung ungeeigneter Schüler von den höheren Lehranstalten bezweckt eine Verfügung, die jüngst das Probinzialschulfollegium in Breslau erlassen hat. Darin wird bor allem gerügt, daß bei der Aufnahme von Schülern in die untersten Klassen der höheren Lehranstalten bisweilen eine unzulässige Nachsicht bei der Prüfung im Deutschen geübt wird. Zu solcher Nachsicht liegt keine Veranlassung vor, vielmehr würde es zur Gesundung unserer höheren Schulen beitragen, wenn diejenigen Schüler. die jetzt in zu großer Zahl, ohne innere Berechtigung diesen Anstalten zuströmen, ihnen ferngehalten würden und auf den Volksschulen eine be= fcheidenere, aber ihren Verhältnissen entsprechende Ausbildung genießen. Niederlande. ** Durch den Schicksalsschlag, der die Königin Wilhelmina betroffen hat, ist nicht nur die Hoffnung der Familie auf einen Threnerben wieder vernichtet, sondern auch die Frage der Thronfolge wieder aufgerollt worden. Das Staatsministerium beschloß auf Grund ärztlichen Befundes, die sofortige Regelung der Thronfolge durch Einbringung eines Thronfolgegesebes herbeizuführen. Nach dem jezigen Stande wäre der nächste Anwärter anf den Thron der Großherzog von Sachsen- Weimar, und eine Konferenz von 112 Abgeordneten des niederländischen Parlaments hat beschlossen, der Regierung die Thronfolge des Weimarischen Hauses zur gesetzlichen Festlegung vorzuschlagen. Da aber ein König von Holland außer der holländischen nur höchstens die luxemburgische Krone tragen darf und der letzte Fürst von Sachsen- Weinar taum auf die Krone seines eigenen Landes verzichten wird, so fiele das Kronerbrecht an den Prinzen Heinrich von Reuß- Köstriz oder an dessen Sohn, Prinz Heinrich XXXII. Ein Teil des Volkes verlangt allerdings, falls die Königin finderlos stirbt, es dem Volke freistehen solle, sich selbst eine Regierungsform und ein Staatsbeshaupt mählen. Cin folher Bohlag hat aber keine Ausky ani analme Frankreich. ** Es scheint fast, als sollte der Name Dreyfus aus den Beitungsspalten nicht mehr verschwinden. Seit gestern bes schäftigt sich sogar auch die Auslandspresse wieder mit ihm. Dreyfus foll, als er Mittwoch Abend zum erstenmal roteber zu einem Essen der Artillerie- Offiziere im ,, Cercle Militair" erschien, von einem Hauptmann tödlich beschimpft worden sein, meiden die einen. An der ganzen Geschichte sei fein Wort wahr, berichten die andern. Wann wird man den Namen Dreyfus zum letztenmal in den Zeitungen lesen? England. ** Das Verhältnis zu Rußland wurde im Unterhause in eigenartiger Weise berührt. Der fonservative Abgeordnete Turnour richtete an die Regierung die Anfrage, ob sie der russischen Regierung ihre guten Dienste anbieten wolle zur Neubildung der Duma. Der Premierminister CampbellBannermann erwiderte, er wisse nicht, ob der Abgeordnete Turnour im Ernste eine Beantwortung seiner Frage wünsche. Seine Antwort auf die Anfrage sei verneinend; eine nähere Erklärung derselben gebe er nicht. Italien. ** In Rom macht sich eine starke Agitation gegen den Zweikampf im Heere geltend. Ein vom König Viktor Emanuel eröffneter Kongreß von pensionierten Offizieren des Heeres spricht den Wunsch aus, daß die Geseze der Ritterlichkeit vorschreiben, jede Ehrenfrage vor allem einem Ehrengerichte vorzulegen. Er wünscht, daß gemäß den Ansprüchen der modernen Zivilisation, das Duell abgeschafft werde. Dieser Beschluß ist um so wichtiger, als gegenwärtig in der italienischen Armee Duelle häufiger find, als in irgend einem anderen Heere. Amerika. ** Da die neue Fleischinspektionsbill in den Vereinigten Staaten nur vom Bundesinspektor besichtigte Waren zuläßt, werden ausländische Fleischprodukte vom zwischenstaatlichen Verfehr ausgeschlossen und nur in den Küstenstädten zu gelassen. Alien. ** Wichtige Reformen in China werden geplant. Nach einer Meldung aus zuverlässiger Quelle wird der Zopf beim Militär und bei der Polizei noch vor den Herbstmanövern abgeschafft werden. Die chinesischen Zeitungen berichten, daß auch ein Verbot des Fußbindens bevorstehe. Afrika. ** In Johannisburg herrscht große Besorgnis bezüglich der Aufrechterhaltung der britischen Vorherrschaft bei der neuen Transvaalverfassung. Man versucht ein Kompromiß zwischen Briten und Buren zustande zu bringen, jedoch ohne große Aussicht auf Erfolg. Falls die Buren die Majorität im Transvaal- Parlament erhalt iegt die Zukunft der Finanzen und damit ganz Südafrikas in ihrer Hand. Kleine politifche Nachrichten. Frankfurt a. M., 26. Juli. Dem preußischen Landtage sol in Der nächsten Session eine Vorlage über Anlegung einer Talfperre im Taunus zugehen. Dresden, 26. Juli. Im höheren Schulwesen Sachsens stehen sehr wichtige Aenderungen bevor; außer der Einführung der Oberrealschulen ist auch eine Aenderung des Lehrplanes für die Gam nasien und Realgymnasien ins Auge gefaßt. Wien, 26. Juli. Für den verstorbenen Ferdinand v. Saar soll Peter Rosegger ins Herrenhaus berufen werden. London, 26. Juli. Das englische Flottenbauprogramm soll eine bedeutende Erweiterung erfahren. Es heißt, anstatt zweier ,, Dreadnoughts" und zweier großer Panzerkreuzer seien jezt drei ,, Dreadnoughts" projektiert. London, 26. Juli. Die Mitglieder der Interparlamentarischen Konferenz wurden heute im Buckingham- Palast vom König Eduard empfangen. felt, flatten. bent franfen Hire 1 vächelte swar Brannenberg Tag auf ihrem marmornem Antlig. Bumpenaristokraten!" lachte sie. 811. bas DO eine steinigGeld zurückzuer vollen Bld nach dem Garten, eine Blume gebeugt hatte, und sagte: Triumphierender Stolz mit ber linken stürzte auf fie Jm nächsten Augenblick hatte er Er erhob sich mit einem Rud und ten nach ihrem Geficht fie As thnxih erstaunt anfay, warf er einen bedeutungs. wo sich Gertrub eben über fonderbaren Bann, der hier noch liegt!" führen. Du hast hier Wichtigeres zu tun. Dort! einmal vernünftig miteinander und befreit uns alle von diesem Ich werde Mama zu Herrn und Frau von Brannenberg Sprech Damit führte er die Mama die raich die Sachlage be" Zauschen? rennen also den wahren Brunb melner Wieso leider?" " Jawohl, leider 1" Ste bamaligen plöglichen Abreise?" " Ich war wie aus allen Himmeln gestfirzt, als ich bas erfuhr." Ihr Bruder Willy. Wer hat Ihnen etwas darüber erzählt?" Stinb, 618 babin wird beln After schler Lieber deine gute Mutter. Wer weiß, ist bas Herd dürft eine junge Frau auch eher i baut, wo du einstmals hausen wirst 1" orfibaus schon ge Biertelstunde, wintte mich der Vater in feine Arbeitsstube im Sonnenschein auf ber Bant ober gar hinterm Ofen boden als fich braußen die Seel aus'n Leib rennen. Und an deinem The ich diesmal wieder von daheim schieb, in ber lebten bren Play Finden als Dof und Gefellfchaft. Der Kaiser und wahrscheinlich auch die Kaiserin treffen in der Zeit vom 17. bis 22. August in Homburg v. d. H. ein. Während der A: we enheit des Kaisers in Homburg wird die Einweihung des Lanografendenkmals, das vom Bildhauer Fritz Gerth entworfen und angefertigt ist, stattfinden. ** * Unter dem Vorsitz des Wirklichen Geheimen OberRegierungsrats Dr. Köpte- Berlin ist in Plön die Reifeprüfung im Prinzenhause beendet worden. Prinz Oskar von reßen bestand die Prüfung mit gutem Erfolge. Prinz Zer Bring traf sich sodann in Kiel mit der Kaiserin, sowie dem Prinzen Joachim und der Prinzessin Viktoria Luise. Que gingen dann mit der Iduna" in See. ** Der Großherzog von Luxemburg unterzog sich einer gutverlaufenen Operation. Am rechten Fuß wurde zur Erleichterung des Gehens eine Sehnendurchtrennung vorgenommen. *** In der Gymnasialkirche in Bonn fand die Konse= tration des altkatholischen Bischofs Demmel durch den Erzbischof Gul aus Utrecht statt. Deer und flotte. Neuformation der deutschen Torpedoflotte. Der Kaiser hat Formierung von Torpedodivisionen mit je zwei Abteilungen auf der Nord- und Ostseestation zum 1. Oktober d. J. befohlen. Zum Herbst erfolgt in Kiel und Wilhelmshaven eine vermehrte Einstellung von Torpedorefruten. Künftig sollen zweimal jährlich Mannschaften zur Einstellung kommen, im April und Oktober. Da fünftig für 99 Boote stets aktive Besazung bereitgehalten werden soll, werden für die Torpedodivisionen bis 1920 53 Offiziere und 2218 Mannschaften allmählich mehr eingestellt werden. Die jetzt angeordnete Neuformation ist eine der wichtigsten für unsere Torpedowaffe. Diese Erweiterung bringt die Anlage eines Hafens für kleinere Fahrzeuge auf Helgoland und einer Kohlenstation auf Rügen mit sich. Die Herbstmanöver der deutschen Marine werden am 1. September in der Ostsee ihren Anfang nehmen. Etwa bom 8. September ab weilt die Flotte in der Nordsee, und damit erreichen die Manöver ihren Höhepunkt. In den Tagen des 13. und 14. Septembers wird es zwischen Helgoland und der deutschen Bucht zu einer großen Seeschlacht kommen, die fich bis zur Elbmündung hinziehen dürfte, und bei der auch die Küstenforts von Curhaven in Tätigkeit treten werden, zu deren Besetzung die Einziehung von 300 Reservisten der IV. Matrosen- Artillerieabteilung bereits verfügt worden ist. Soziales Leben. X Dreitausend Arbeiter ausgesperrt. Sämtliche Buda pester Mühlen haben, da die Einigungsverhandlungen zu feinem Resultat geführt haber, den Betrieb eingestellt. Dreitausend Arbeiter sind dadurch brotlos geworden. Die Ruhe ist bisher nicht gestört worden. X Neunstündiger Arbeitstag. Die Torpedowerkstätte der Reichsmarine in Friedrichsort hat den neunstündigen Arbeitstag eingeführt. Die Mittagspause beträgt 14 Stunden. × Aussperrung der Bauarbeiter in Köln. Eine Versammlung der freien Vereinigung der Arbeitgeber des Dachdecker- und Bauklempnergewerbes beschloß, da die Arbeit in den von den Gesellen gesperrten drei Betrieben nicht wieder aufgenommen wurde, eine allgemeine Aussperrung der Dachdecker und Bauklempnergesellen vorzunehmen. Nab und fern. + Die Flüsse trocknen aus! Die anhaltende Trockenheit dieses Sommers stellt wieder Wasserverhältnisse in Aussicht, wie sie im Spätsommer 1904 sehr zum Schaden der FlußSchifferei sich bemerklich machten. In Tetschen ist die Elbe seit dem 17. Juli um 2 Meter gefallen. Bezüglich der Berieselung wird festgestellt, daß diese fortgesetzt gut war, und daß es in dem Schacht sowie im Füllort stets feucht war. Die Kohlenstaub war wenig vorhanden. Lampe, durch deren Zertrümmerung der Brand entstand, soll in gutem Zustande gewesen sein. Ferner wird durch mehrere Beugen festgestellt, daß am Füllort, wo das Unglück anfing, ein Hydrant vorhanden war, der gut erreicht und geöffnet werden konnte. Wäre er benutzt worden, so wäre das Unglück zweifellos vermieden worden. In der Nachmittag- Sizung wurde die Belegschaft der fünften und sechsten Sohle eingehend über die Vorgänge bei dem Brande, die Zeit und Art der Feuermeldung, die erhaltenen Befehle und die Rettungsmaßnahmen vernommen. Diesen Vernehmungen folgten die Auslassungen der Sachverständigen. Zunächst wurde Bergassessor Althoff über die Frage gehört, ob die Paragraphen 41 und 112 der bergpolizeilichen Bestimmungen über Bewetterung der Steinkohlenbergwerke und ihre Sicherung gegen Schlagwetter- und Kohlenstaub- Explosionen usw. durch den Ange= Elagten verlegt worden sind. † Großer Hafenbrand. In dem ponimerschen Städtchen Barth wütete in den am Hafen befindlichen Lägern ein ver= heerendes Feuer. Es fam in den Kohlenlägern auf, wo es fünf Tage lang seine Nahrung fand, und gefährdete die umliegenden Holz- und Theerläger. Die ganze Stadt war verqualmt. Mehrere Arbeiter mußten wegen Rauchvergiftung in die Universitätsklinik nach Greifswald geschafft werden. Von Stralsund und Rostock wurde Militär als Hile requiriert. Pocken im Reichslande. In St. Martin bei Metz ist ein zweiter Fall von schwarzen Pocken festgestellt worden, nachdem schon vor einiger Zeit ein Kranter unter Bockenverdacht in die Isolier- Baracke gebracht war. Auch der reuerdings an Pocken Erkrankte ist dorthin transportiert werden. † Die volle Million. Für die Person, die als die millionste die Bayerische Jubiläumsausstellung in Nürnberg besuchte, war als Prämie ein Fahrrad ausgesetzt. Die Glückliche, der dieses zuteil wurde, war die Frau Rentiere Lidicke aus Treptow an der Spree. Der Sachverständige bemerkt hierzu, daß die bergpolizeilichen Bestimmungen an feiner Stelle von einem Schutz der verwendeten Lampen durch eine„ Laterne" sprechen. Ebenso bestand damals noch kein Verbot wegen der Lagerung von Grubenholz in der Nähe von offenem Licht. Dieses Verbot ist erst jetzt erlassen worden. Berieselt hat man die Grube seines Grachtens in ausreichender Weise. Ebenso wie die Buchtigkeit des Schachtes entsprach auch die des Füllortes den bergpolizeilichen Vorschriften. Nach alledem kommt er zu den Schluß, daß der Paragraph 41 nicht übertreten worden ist. Was den Paragraph 112 anbelangt, so tommt in Betracht, daß tatsächlich ein Hydrant am Füllort vorhanden war, dessen Betriebsfähigkeit erwiesen erscheint. Es ist unwahrscheinlich, daß die am Füllort arbeitenden Leute von dem Vorhandensein dieses Hydranten nichts gewußt haben sollten. Deshalb Sedeutet die unterbliebene Belehrung der Belegschaft über die Heuerschußeinrichtungen durch den Angeklagten auch keinen Verstoß gegen Paragraph 112. Die Sachverständigen, Bergwerksdirektoren Randebrock und Niederstein erklärten ihre völlige Uebereinstimmung mit dem Gutachten des ersten Sachverständigen. Hierauf wurde Bergwerksdirektor Meyer- Herne von der ,, Hibernia", einer der Retter von Courrières, gehört. † Tod durch Bienenstich. In Orsan in der Nähe des Bockstädter Lagers wurde die Frau eines Landmannes von einer Biene in den Kopf gestochen. Bald darauf schwollen der Frau der Kopf und die Brust unnatürlich an, und nach furzer Zeit trat der Tod ein. † Betrügerische Bankbeamte. In Italien haben zwei Brüder Vacca, von dener der eine Raffierer an der Banca d'Italia in Neapel, der andere Beamter der dortigen Volksbank war, die Institute durch Fälschungen um Millionen betrogen und sind dann flüchtig geworden. † Warnung vor cincan Schwindler. Von einem Schwindler in London, der besonders das Gebiet der Stellen- und Heirats- Vermittlung bearbeitet, werden Offerten unter der Firma ,,, Anstalt für brieflichen Unterricht E. Theobald. Ltd. 58 Gloucester Street, Pimlico, London SW." versandt. Von amtlichen Stellen wird vor diesem Schwindler gewarnt. Tages- Chronik. ernährten Gange fich einnistet, Entzündungen und durch. brechende Geschwüre hervorruft. Diese Entzündungen bleiben aber nicht nur auf die Wandungen beschränkt. Sie ergreifen vielver Sns empfindlichste Gewebe des menschlichen Körpers, Sa Bauchsell, das die Därme überzieht. Zunächst bleibt der Brozeß lolalisiert. Es bildet sich in der rechten, mehr nach unter gelegenen Bauchpartie eine Geschwulst, die Eiter in Ficb Siegt. Meist aber wird auch das ganze Bauchfell ergriffen. Die Batienten, die sich ganz munter fühlten, bekommen unter Starter Fieber und Erbrechen, einen unerträglich stechenden Schunez in der rechten unteren Bauchseite, der sich bei der geringsten Bewegung steigert. Der Leib ist gespannt, oftmals aufgetrieben und bei jeder Berührung hoch empfindlich. Ist hier nicht schnelle Hilfe am Platze, so ist das Schlimmste zu besihaien. Wog! bildet sich manchmal die Krankheit unter geeigneter, auch min operativer Behandlung zurüd; allein Has deimiüdische be amicit besieht darin, daß fie nach fiiczeren er längezer genräumen toiederleyrt und sich the Opfer bolt. Datum baben in der Diskussion über die beste Behandlungsmethode ser Blinddarmentzündung die Chirurgen Recht behalten. Der entheente Blinddarm tut nicht mehr weg und kann keine Gefaren mehr bringen. Zudem kommt, daß der Fortschritt der modernen Chirurgie diese Operation zu einer ungefährlichen gemacht hat. Das Aus tochen der Instrumente und des Verbandmaterials, die Dess infektion der Hände des Operateurs durch Waschen in heißem Wasser, Sublimat und Alkohol, weiterhin die Narkose: fie machen den Eingriff zwar nicht zu einer besonderen Annehm lichkeit, aber doch zu einer erträglichen und zumeist Erfolg versprechenden Heilmethode. Selbst die Operationen während des akuten Anfalls geben noch der weitaus größten Zahl der Betroffenen eine starke Wahrscheinlichkeit der Lebenserhaltung. Darumi muß jede populäre Darstellung die Aufgabe haben, die Furcht vor der Operation zu befämpfen und wenigstens jedem, der schon mehrmals yon der Krankheit gepackt wurde, den Rat zu erteilen, in der anfallsfreien Zeit den Wurm fortsatz entfernen zu lassen. Freilich braucht man nicht so weit zu gehen wie ein amerikanischer Chirurg, der gefordert hat, daß jedes neugeborene Kind von seinem Wurmfortsat befreit werden müsse. Das ist rigoros! Begreiflich aber ist diese Forderung bei einem Arzte, der oftmals diese heimtückische Krantheit zu behandelt hatte. Ergreift sie doch mit Vorliebe gerade Männer zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr in der Blüte ihres Schaffens. Männer, von denen man Großes er Das Gutachten dieses Herrn bildete einen schroffen Gegensatz zu den vorangegangenen. Bergwerksdirektor Meyer er= flärt, es habe auf der Grube sehr viele trockene Stellen, an denen Staub lagerte, gegeben, die Stelle, an der die Lampe hing, war nichts weniger wie feuersicher, das haben die traurigen Tatsachen bestätigt, und schließlich, die Anlagen auf Borussia" können von einem ernsthaften Mann nicht als Hydranten angesprochen werden. Sachverständiger Randebrock erwähnte in seiner Entgegnung auf das Meyer'sche Gutachten: Man übt doch den Bergbau nicht nur aus, um Gefahren zu verhüten, sondern auch um Kohlen zu fördern. Die Seeleute sagen: Navigare necessere est, vivere non necessit! Die Westfalen sagen: Wer die Gefahren des Bergbaues beseitigen will, nuß den Bergbau verbieten! Im Anschluß an jene Ve= merfung entstand im Publikum lebhafte Unruhe. Bergwerksdirektor Randebrock fährt fort: Es ist traurig, daß sich heute nach Jahresfrist und nach der erschöpfenden Klärung der Dinge durch diesen Prozeß, fünf Sachverständige nicht zusammentommen fönnen inbezug auf die Frage, ob der Betriebsführer auf Borussia" richtig gehandelt hat oder nicht. Ich behaupte, daß, wenn irgend einer von uns an Stelle Rüthers gestanden hätte, er nicht besser gehandelt haben würde, dieser. Keinen nehme ich aus. Derselbe Sachverständige rief mit einer Erklärung: Der Königl. Preuß. Bergwerksverwaltung ist auch nicht der Schatten eines Vorwurfs aus Anlaß der Borussia- Affäre zu machen stürmische Unruhe im Zuhörerraume hervor, in dem sich neben den sozialdemokratischen Führern auch eine große Anzahl Bergwerksdirektoren, Zechenbeamte und Grubenleute eingefunden hatten. St. Jugbert, 26. Juli. Nach Genuß von Malzlaffee erkrankte eine aus sieben Personen bestehende Familie unter VergiftungsErscheinungen. Weimar, 26. Juli. Der Raubmörder Winkler, der das Ehe paar Hahnemann in Holmsdorf bei Jena ermordete, ist heute früh hingerichtet worden. Darmstadt, 26. Juli. In Nieder- Ramstadt erschoß die Frau eines Regierungsbauführers ihre beiden kleinen Kinder und dann Rich selber. Die„, Boruffia"-Katastrophe. ( Sonder- Bericht.) Dortmund, 26. Juli. Die weiter fortgeführte Beweisaufnahme gab ein wesentlich zugunsten der Bergwerksverwaltung verändertes Bild. - als Nach längerem Plaidoyer des Vertreters der Staatsanwaltschaft und des Verteidigers, Justizrat Wallach, wurde heute gegen Mittag das Urteil gesprochen, welches auf Freisprechung des Angeklagten Rüther lautete, und die Kosten der Staatstasse auferlegte. Eine neue Geißel der Menschheit. Von Dr. med. Th. 8locisti- Berlin. Es will so scheinen, als ob zugleich mit der Bereicherung unseres Lebensinhalts durch die Kultur, der Menschheit immer neue Gefahren erwachsen. Viele Leiden förperlicher und seelischer Art ergeben sich aus dem Wandel unserer Lebensverhältnisse. - Wer hat früher von der Blinddarmentzündung etwas gewußt? Und heute- darf man wohl sagen gibt es Laum eine Familie, in der nicht diese Krankheit einmal ein gefehrt ist, oder gar einen lieben Angehörigen in jungen Jabren fortgerafft hätte. Man versteht deshalb, warum die wissenschaftliche Medizin immer wieder die Frage von neuem behandelt; denn jedes Jahr bringt neue Erfahrungen und neue Erkenntnis. wartet. * Der Gro Muhl zu Bobenha Gotten und Bilbel die ebar übertragen. ** Der Groß teniferafpiranten Falturtechnifer erna ** Am 24. Ju Hochbauomt Alsfeld bauauffeber nach D dem bautechnischen Bauwefen zugeteilt. ** Das Jug Rachmittag zu allg aud fo erwartet, benommen! Obwo bold fchien, fob f mehr und mehr zu berabzulächeln. G Amber die Straß auftreben, wo de Luftiges Durcheina ein frohes Aufbligen waren größtenteils in den Haaren, wa trugen. Bu beiden Es will wirklich scheinen, als ob in der Tat die heutige Kulturmenschheit mehr von der Krankheit ergriffen wird. Und man tann wohl nicht fehlgehen, wenn man zur Er. flärung mehr unsere hentige Lebensweise hercnzicht. Es darf nicht als ein Zufall bezeichnet werden, daß die sitzende" der Name ist fast so gräßlich wie die Sache Lebensweise - - als eine der Ursachen erkannt worden ist. Und die Ver mutung hat wohl auch ihre Berechtigung, daß die kolossale Steigerung des Fleischgenusses, die sich z. B. in Deutschland im letzten Halbjahrhundert pro Kopf um das Dreifache ver mehrt hat, mit eine Quelle der häufigen Blinddarmentzün dungen bildet. Wie überhaupt, so ist auch in diesem speziellen Falle die Rückkehr zu natürlichen Lebenssitten ein Mittel, das Leben sichrer und schöner zu gestalten. Worum handelt es sich denn eigentlich bei der Blindbarmentzündung? Jeder weiß, daß wir einen Teil unseres Darmschlauches als Blinddarm bezeichnen. Aber nicht die Mandungen dieses Rohres stellen den Sitz der gefürchteten Frankheit dar. Es handelt sich vielmehr um Entzündungsprzeise, die jenen fleinen Wurmfortsat betreffen, der ♫ his 10 Zentimeter lang ist und einen Schlauch darstellt, dessen Lichtung nur für eine dünne Strids assel puffierbar ist. Ob dieser Schlauch überhaupt eine Beveutung für den Organismus hat und welcher Art diese Dann wäre, ist vollkommen unbekannt. Es handelt sich wahrscheinlich um die Ueberbleibsel eines einstmals passierbaren Gung, der infolge Nichtgebrauches allmählich eingeschrumpft ist. Dieser Wurmfortsatz hat eine besondere Neigung zu eritanica. Die ältere Medizin nahm an, daß Kirschkerne in di Cefnung eindringen und dadurch die Entzündung hervorrufe, an ist es zwar ein Unfug, vor dem nicht genug geYearnt werden fann, Kirschkerne zu verschlucken weil sie unberdault sind und weil der innere Kern, der beim Aufknacken feigema toird, die ungeheuer giftige Blausäure enthält allein für die Blinddarmentzündung tommen sie garnicht in Betracht, weil sie in die enge Lichtung des Fortsages garnicht einbringen können. Die Fremdkörper, die man in serierten osazen gefunden hat, waren meist kleine KotSeine, die fich aus den Salzen unserer Nahrung, oft umgelagert um eingedrungene Barthaare oder Borsten schlechter Zubnbüren, gebildet hatten. Neuerdings schuldigt man ein im Darm des Menschen häufig vorkommendes Bakterium an, Sas in diesem schlecht ventilierten und vermutlich auch schlecht Hus dem Gerichtsfaal. Publikum Spalier. tingender Mufit m führte die Taufende bergerfrage nach dea lich aus mit feinen und Geschenken, die Sport war durch ei Bortritt hatten die prachtigen Laubgänge Es wurden einige p bielt Reftor Habr rede, die in einem Ho austlang. Die Rapell thre Spielpläge auf § Die Bestie im Menschen. Seine Ehefrau Ursula buchstäblich zu Tode gemartert hat der Pferdeführer Franz Holewa aus Zaborze D.- Schl., der vom dortigen Schöffengericht zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Die Frau stand schon lange auf der Trunkenboldliste und setzte oft das ganze Wirtschaftsgeld in Fusel um. Als Holewa sie eines Tages wieder total betrunken auf dem Boden liegen fand, drohte er sie totzuschlagen. Aus dem Gasthaus, wo er sich Mut getrunken hatte, zurückkehrend, holte Holewa sich eine Art aus dem Stalle und begab sich damit in sein Zimmer. Bald darauf hörte man dumpfe Schläge und Hilfegeschrei. Als die Einwohner des Hauses in das Zimmer eindrangen, lag Frau Holewa in einer großen Blutlache. Die Stirn war zweimal gespalten, der linke Oberarm ausgerissen. In dieser Verfassung ließ der Unmensch zwet Tage lang sein Opfer auf der Erde liegen. Am zweiten Tage gab die Frau nur noch leichte Lebenszeichen von sich. Nachbar frauen legten fie ins Bett, reinigten fie vom Blut und Schmuh und zogen ihr saubere Wäsche an. Wenige Stunden darauf starb die Frau. Die Strafe fiel deshalb so milde aus, weil das Gericht annahm, daß der Angeklagte durch die Trunksucht seiner Frau stark gereizt war. § Ein diebischer Eisenbahn: schaffner. Vor dem Land gericht II. in München stand der 41jährige frühere Eisenbahns Schaffner Jakob Loibl aus München. Loibl, der Gepäc schaffnerdienste verrichtete, bestahl seit dem Jahre 1903 in einer Reihe von Fällen Passagier- und Eilgutgepäckstücke, bis er im Oktober vorigen Jahres bei einem Versuche, einen Teil der zuvor gestohlenen Edelsteine und Brillanten bei dem dortigen Juwelier Haag zu veräußern, als verdächtig ange halten und festgenommen wurde. Er ist 14 solcher Verbrechen und 7 Vergehen des Diebstahls sowie eines Vergehens der Unterschlagung angeklagt. Mit ihm fizen auf der Anklage bant dessen 40jährige Ehefrau Gertrud Loibl und deren Freundin, die 31jährige Bahnadjunktensehefrau Mathilde Stadler aus München, beide eines Vergehens des Diebstahl eines fortgesetzten Vergehens der Hehlerei beschuldigt. Jako Loibl wurde zu einer Zuchthausstrafe von 6 Jahren, die beiden Frauen zu ie einer einwöchigen Gefängnisstrafe verurteilt. § Streikpostenstehen strafbar. Nach einer Entscheidung bes Kammergerichts als Berufungsinstanz wird fortab aud bas Streitpostenstehen und das Begleiten der Arbeitenden nach der Arbeitsstätte und nach der Wohnung als Belästigung angesehen und unter Strafe gestellt. § Der Rorschacher Krawall vor Gericht. Das St. Gallene Kantonsgericht verurteilte 26 Arbeiter, die im September 1905 am Rorschacher Krawall beteiligt waren, wegen Sachbe Schädigung und Nötigung zu Freiheitsstrafen von 14 Tagen bis zu 6 Monaten. Die Ausländer werden mit Verweisung aus dem Kanton bestraft. Kunst und Wiffenfchaft. AM. Jm Ballon zum Nordpol. Mr. Walter Wellmann der im Auftrage einer großen amerikanischen Zeitung einen Versuch machen will, den Nordpol im Luftballon zu erreichen hat sein Standquartier auf Spitzbergen an der Virgo- Bat aufgeschlagen, demselben Ort, von wo Andrée zu der Todes fahrt mit seinen beiden Gefährten aufstieg. Die Virgo- Bat ficht mit Tromsö durch drahtlose Telegraphie in Verbindung. Wellmann ist dabei, seinen riesigen Ballon mit Gas zu füllen und denkt nach wie vor daran, sein tollkühnes Unternehmen im Laufe des Monats August zur Ausführung zu bringen Treiben. Der ganze und in allen ging Rage und Maus" Raben ihre Gesh cli oder Balanzieren, h fine Turner, die in fen, am Barren schr am Klettertau hinaufer fun, die auch auf pringen. Mit lauter fimpfer angefeuert, fo Dit erfchallt heiteres Bildenfälle, befonder hipfen, nicht ab. A Dismal war er fogar Bedente fich zu nab Rol feine Errungensch den handen der Lehr Antennung für ihre In der Baufe nahme Roffe ein oder beehrte ßten Rund für Speisen und ein herrliches Fef Den Blid auf die f effigen Bergen und burde auf dem Trieb Stadt geordnet, wo e metternder Mufit b brate.- Jet ift innerung wird es noch man ja auch noch eine P.A. 60jährige Sießen. Die Fef eft ift nunmehr ferti ie folgt: Samstag, er in der Festhal Fabne. Sonntag ftgate, vormittags Bug, nadmittags fliegend Rufter erfterem find 38 d in der Festhalle Uhr Aufführung des Deutsche Held ittags Frühschopp nerife Auffahrun biels und großed Supt Fefttagen find att. Die Mufit wi famten Rapellen de Re 116( Bießen) un Rr. 24( Darmfladt) Bitterung it Borfor nerische Teil des ann. Die Beteiligun arnen ist eine fe rein mit allen Eur Beziehungen pflegt. ** Ler Wet tommenden Son Birtschaft feinen 4. atungen wichtiger Aus dem neu folgende Ber gen und burd indungen bleiben t. Sie ergreifen chlichen Körpers, nächst bleibt der hten, mehr nad ft, die Giter 日 auchfell ergriffen. bekommen unter äglich ftechenden der fich bei de Gespannt, oftmals empfindlich. Schlimmste zu Krankheit unter Cokales. 27. Juli. ** Der Großherzog hat dem Pfarrer Heinrich Muhl zu Bobenhausen 2 die zweite evangelische Pfarrstelle zu Schotten und dem Pfarrassistenten Robert Staubach u Bilbel die evangelische Pfaristelle zu Groß- Eichen bertragen. ** Der Großherzog hat am 25. Juli den Kulturtechnikeraspiranten Ernst Merlau aus Gießen zum Stulturtechniker ernannt. ** Am 24. Juli wurde der Hochbauaufseher bei dem Hochbauomt Alsfeld, Michael Frid zu Alsfeld als Hochn, daß fie nach dem bautechnischen Bureau der Ministerialabteilung für zurild; allein bauaufseher nach Darmstadt versett und bis auf weiteres derleyet und fi fusion über die entzündung die Bauwesen zugeteilt. Das Jugendfest der Gießener Kinder ist gestern " - - - " 1 ausdrücke hervorzuheben: Aus der„ Sektion" ist die„ Gruppe"| Umgegend aufzuweisen. Auch viele Sommerfrischler des geworden. Anstatt: Botaillon soll chargieren Geladen!" Vogelsbergs sahen sih das bewegte Leben und Treiben heißt es entweder: Zum Schuß Laden!" oder, dieses echten Jahrmarktes an. wenn nicht sofort geschossen werden soll:" Laden und Sichern!" Für„ Chargiert Fertig!" wird gesagt: Zum Schuß!"— Fertig!" Die" Points" werden in Zukunft„ Richtungsunteroffiziere" oder„ Richtungsoffiziere" benannt. Byramide" ist in" Gewehrgruppe", die" Teten" sind in " Anfänge" verdeutscht. Die Berdeutschungen sollen auf besonderen Wunsch und Anregung des Kaisers durchgeführt worden sein. " Die * Von der Darmstädter Künstlerfolcnie. Die Gründung eines Lehrateliers für angewandte Kunst bei der Darmstädter Künstlerkolonie wird nunmehr amtlich bestätigt. Als Lehrer für dieses Atelier sind gewonnen worden: der Architekt Albin Müller, Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Magdeburg für Raumkunst, Fr. Wilhelm Kleukens, Lehrer an der Akademie für graphische Künste * * Alsfeld, 26. Juli. Das hiesige Elektrizitätswerf erhält eine Erweitrungsanlage, die nach dem Voranschlag des Prof. Kittler etwa 50 000 Mt. foſten dürfte. Frankfurt, 26. Juli. Heute Vormittag starb im Alter von 75 Jahren der bekannte Frankfurter Historienmaler Professor Leopold Bode an den Folgen einer Lungenentzündung. * Mainz, 26. Juli. In den in Mombach unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters Göttelmann stattgehabten Sigung der Eingemeindungskommission wurden die von der Stadt Mainz gestellten Bedingungen einstimmig angenommen und der Eingemeindungstag auf den 1. April 1907 festgesetzt. Enddarm tut nicht Nachmittag zu allgemeiner Zufriedenheit verlaufen. Wurde und Buchgewerbe in Leipzig für Flächenkunst, Ernst Riegel hat sich gestern Abend in dem benachbarten Kurhaus Villa bringen. Budem Chirurgie diese hat. Das Aus auch so erwartet, selbst die Sonne hat sich recht taftvoll benommen! Obwohl sie am Mittag dem Vergnügen garnicht terials, die Des hold schien, schob sie doch am Nachmittag den Wolfenschleier Saschen in heißem mehr und mehr zurück, um auf den jugendlichen Frohsinn die Narkose: sie herabzulächeln. Schon bald nach Mittag begannen die onderen Annehmender die Straßen zu beleben und der Bürgermeisterei zumeist Erfolg zuzustreben, wo der Bug aufgestellt wurde. cctionen während größten Zahl der Lebenserhaltung Aufgabe haben, und wenigstens Zeit den Burm man nicht so g, der gefordert Surmfortſah lich aber iſt dieſe imtüdische Krant it Borliebe gerade hr in der Blüte nan Großes er wie die Sache 1. Und die Vep daß die kolossale 3. in Deutschland as Dreifache ver Blinddarmentzün in diesem speziellen Titten ein Mittel, al. Es war ein luftiges Durcheinanderschwirren von feinen Stimmen und ein frohes Aufblißen ungezäolter Kinderaugen. Die Mädchen waren größtenteils in Weiß erschienen mit Epheu Kränzen in den Haaren, während die Knaben Hüte mit Fähnchen . it gepact wurde, teugen. Bu beiden Seiten der Straßen bildete ein dichtes Bublikum Spalier. Um 2 Uhr seßte der Bug sich unter ingender Musit mehrerer Kapellen in Bewegung und führte die Tausende Kinder durch die Garten- und Grünbergerstraße nach den Philosophenwald. Er sah recht statt. lich aus mit seinen zahlreichen Fahnen, Kcänzen, Bögen lich aus mit seinen zahlreichen Fahnen, Kcänzen, Bögen und Geschenken, die voraufgetragen wurden. Auch der Sport war durch eine Radfahrer Abteilung vertreten, den Bortritt hatten die Damen. Um 3 Uhr nahmen die prächtigen Laubgänge des Waldes die Festteilnehmer auf. Tat die heutige Es wurden einige patriotische Lieder gesungen und dann tergriffen wird. hielt Rettor Hahn eine furze warmherzige Begrüßungsn man zur Erebe, die in einem Hoch auf den Kaiser und den Großherzog hercnzicht. G daß die fizende thre Spielpläge auf. daß die fiende austilang. Die Kapellen fonzertierten und die Kinder suchten Bald herrschte überall ein reges Treiben. Der ganze Festplaß war in Spielräume eingeteilt und in allen ging es hoch her, hier spielen Mädchen Kaze und Maus" oder„ Komm mit mir", dort zeigen Senaben ihre Gesch cklichkeit im Reifenwerfer, Bogenschießen oder Balanzieren, hier hübsche Reigenaufführungen, dort tühne Turner, die in flottem Sprunge über den Bock hinwegfeßen, am Barren schwingen oder an der Kletterstange und am Klettertau hinaufentern. Ueberall Jugendlust und Froh finn, die auch auf die Eltern und Kinderfreunde überspringen. Mit lauten Zurufen werden die kleinen Wettfämpfer angefeuert, fodaß ihre Augen immer mehr erglühen. Dit erſchallt heiteres Lachen, denn es geht ohne drollige wischenfälle, besonders beim Wurstschnappen und Brezelhuipfen, nicht ab. Aber nach der Arbeit tommt der Preis! Diesmal war er sogar so liebenswürdig, in Gestalt hübscher Geschenke sich zu nahen und am Abend trug jedes Kind stolz seine Errungenschaft nach Hause. Die Leitung lag in den Händen der Lehrerinnen und Lehrer, denen ungeteilte nerkennung für ihre Umsicht und Freundlichkeit wurde. In der Pause nahmen die Kinder mit ihren Eltern den Staffee ein oder beehrten die Buden und Verkaufsstände mit ihrer geschäßten Kundschaft, denn auch für den materiellen Teil, für Speisen und Getränke, war trefflich gesorgt. Es war ein herrliches Fest unter den riesigen Baumkronen mit dem Blick auf die sonnenüber flutete Landschaft nach den n Blut und Schmu hessischen Bergen und der Burgruine Gleiberg. Um 1/28 Uhr wurde auf dem Trieb der Bug zum Rückmarsch in die Stadt geordnet, wo er gegen 129 Uhr eintraf und unter schmetternder Mufit bei der Bürgermeisterei seine Fahnen Jetzt ist das Fest vorüber, aber in der ErVor dem Land abbrachte. frühere Eisenbahnsinnerung wird es noch recht lange fortleben nnd dann hat man ja auch noch einen Troft: es kommt ja wieder! Roibl, der Gepads em Jahre 1903 in Igutgepäditüde, bis Verfuche, einen Teil Brillanten bei dem efrau Ursula buch Cortigen Schöffen fängnis verurteil er Trunkenboldliste n Fusel um. Als ken auf dem Boden Aus dem Gast rückkehrend, bolte d begab sich damit dumpfe Schläge Hauses in das einer großen Blut ber linfe Oberarm er Unmensch zwei Um zweiten Tage bon fich. Nachbar ge Stunden darau milde aus, weil urch die Trunksut verdächtig ange - in München für Kleinkunst. Die Lehranstalt ist nur für begabte Schüler und Schülerinnen gedacht, sie wird deren nur eine beschränkte Bahl aufnehmen. In der Keramait werden die Schüler durch den Leiter der Großh. teram. Manufattar J. J. Scharrvogel unterrichtet, das Atten zeichnen lernen sie in der Kunstschule von Adolf Beyer in Darmstadt. Professor Olbrich wird an dem Lehratelier nicht tätig sein, da er anderweitig zu sehr in Anspruch genommen ist. Die Lehranstalt wird im Herbst ds. J8. oder im Frühjahr 1907 mit ihrer Tätigkeit beginnen. * Am Sonntag, dem 29. Juli, wird in Darmstadt in dem neueingerichteten Ausstellungsraum der hessischen Zentralstelle für Gewerbe, Neckarstr. 3, ein Tuberkulosemuseum eröffnet, das vom Montag ab unentgeltlich zu besichtigen ist. * Falsche Markstücke werden, wie aus Berlin gemeldet wird, gegenwärtig wieder in den Verkehr gebracht. gemeldet wird, gegenwärtig wieder in den Verkehr gebracht. Die Münzen sind aber nicht besonders gut gearbeitet und daher bei einiger Aufmerksamkeit leicht als Falschstücke zu erkennen. * Hülfsarbeiter bei der Eisenbahnverwaltung gesucht. Jafolge der großen Verkehrssteigerungen der letzten Jahre besteht bei der Esenbahnverwaltung ein Bedarf an zur Verwendung bet Bureauarbeiten sich eignenden Hülfsunterbeamten. Es bietet sich daher für junge Leute mit besserer Schulbildung Gelegenheit zu sofortiger Einstellung. Solche Bewerber werden zunächst bei voller Lohnzahlung für einen Zweig des Unterbeamtendienstes aus. gebildet und nach erfolgter Ausbildung und formloser Prüfung als Hülfsbeamten mit Bureauarbeiten beschäftigt. Prüfung als Hülfsbeamten mit Bureauarbeiten beschäftigt. Hülfsbeamten, welche sich als brauchbar erweisen, bietet fich später G- legenheit, in gut bezahlte Stellen des mittleren Dienstes zu gelangen. * Die Eichhörnchen richten in diesem Sommer in den Waldungen großen Schaden an. Da sie sehr zahlreich sind, so sind die Forstwarte mit dem Abschießen derselben beauftragt und erhalten eine Schußprämie. * Handwerk und Israeliten. Der Verein zur Beförderung des Handwerks unter den Israeliten" in Oberhessen und den benachbarten Gebieten hat seit Bestehen 57 junge Israeliten als Handwerker ausbilden lassen, die sich sämtlich in geachteter Stellung befinden. Verausgabt wurden im Jahre für Unterhalt der Lehrlinge 698 Mt. Das Vereinsvermögen beträgt 3487 Mt. Die * Der Kampf der Bettungshändler. Berliner Druckschriftenhändler protestierten in einer dieser Tage stattgefundenen, start besuchten Bersammlung gegen die Entscheidung des Kammerichtes, durch die sie zu„ Oberzensoren" gemacht werden sollen. Sie wollen fein Urteil über sittliche oder unfittliche, politische oder religiöse Tendenzen der von ihnen vertriebenen Druckschriften abgeben, und erklären die in solchen Fällen über sie verhängten Strafen für zu hart; schließlich fordern sie eine baldige Kenderung der Sachlage. N. Krofdorf, 27. Juli. Am Sonntag hält unser Schüßenverein sein Schüßenfest ab. er. Lollar, 26. Jul. En trauriger Unglücksfall ereignete fich her heute Morgen. Der Hüttenarbeiter Heinrich Schmict, ein Wißmarer, geriet beim Rangieren zwischen die Buffer und zog sich schwere Quetschungen an den Armen zu. Der unglückliche Mann wurde in die Gießener Klinik verbracht. + Lang- Göns. Am Sonntag veranstaltet der Verband Oberhess Posaunenchöre hier eine Aufführung. Außer einigen Chorälen und kleineren Mufistücken sind zum Vortrag vorgesehen:" Preis und Anbetung" von Nint und Seht er fommt mit Pceis gefrönt" aus Judas Maktabäus, mit dem Siegesmarsch. P.A. 60jähriges Jubiläum des Turnverein Gießen. Die Festordnung zu diesem diamantenen Feft ist nunmehr fertiggestellt. Sie lautet im wesentlichen wie folgt: Samstag, 4. August, abends 8 Uhr, Eröffnungs. 4 folcher Verbrechen feier in der Festhalle, Festrede, Weihe der neuen nes Bergebens der Fahne. Sonntag vormittags Empfang der auswärtigen auf der Anklage Feſtgäfte, vormittags 12 Uhr Festessen, nachmittags 2 Uhr Feftzug, nachmittags 4 Uhr allgemeine Freiübungen, daran Loibl und dere anschließend Musterriegen- Bett- und Schauturnen Behefrau Mathilde ( zu erfterem sind 38 Riegen angemeldet) auf dem Festplatz ens des Diebftable und in der Festhalle auf dem Oswalds Garten, abends befchuldigt. Salo 9 Uhr Aufführung des turnerisch- vaterländischen Festspiels 6 Jahren, die beide ftrafe berurteilt Deutsche Helden und Turner". Montag voreiner Entscheidung mittags Frühschoppenkonzert, nachmittags Volksfest und turnerische Aufführungen, abends Wiederholung des FestAn den Haupt- Fefttagen findet Konzert und Tanz auf dem Festplatz ftatt. Die Musit wird während des ganzen Festes von den * Bodenrod, 26. Juli. Die hiesige Gemeindejagd, gesamten Kapellen des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm die durch guten Hochwildbestand bekannt ist, gelangt am Ne 116( Sießen) und des 2. hess. Leibbragoner- Regiments 6. August auf weitere 9 Jahre zur Verpachtung. Nr. 24( Darmstadt) ausgeführt. Für den Fall ungünstiger Witterung ist Vorsorge getroffen, daß der hervorragende Viehmarkt zeigte die seit einigen Jahren gewohnte normale * Ulrichstein, 26. Juli. Der geftrige nnd vorgeftrige turnerische Teil des Festes ungekürzt ausgeführt werden tann. Die Beteiligung bei dem Musterriegen- Wet- Auffahrt an Rindvich. Der Handel bewegte sich auf hoher tarnen ist eine sehr günstige; sie zeigt, daß der Turnverein mit allen Turnvereinen d. D. T. nah und fern gute Beziehungen pflegt. wird fortab au In der Arbeitenden ung als Beläftigung spiels und großes Brillantfeuerwert. . Das St. Gallene im September 1905 en, wegen Gadbe fen von 14 Tage en mit Bereifung Daft. Walter Wellmann Chen Zeitung einen ballon zu erreichen an der Birgo- Bat drée zu der Tode 9. Die Birgo Bat phie ir Berbindung mit Gas zu fillen hnes Unternehmen ührung zu bringen Ter Wetterau Lahngau Sängerbund hält kommenden Sonntag in Krofdorf in der Moosschen Wirtschaft seinen 4. Sängertag ab. Es stehen Schlußberatungen wichtiger Angelegenheiten auf der Tagesordnung. * Aus dem neuen Exerzierreglement für die Fußtruppen find folgende Berdeutschungen der bisherigen Fach. ? Grünberg, 26. Juli. U ser geftriger Jakobimartt wies einen recht flotten Geschäftsverkehr auf. Das Paar Ferkel galt 50-55 Mt., 55-60 mt., 60-75 t. Schwere Dtalität wurde zu 75-80 Mt. abgesetzt. Breisstufe und ging dessen ungeachtet recht flott. Für ein= jährige Rinder bezahlte man 150-180 mt., für das Paar einjährige Ochsen 440-450 Mt., zweijährige 500-550600 Mt., bessere und ältere Qualitäten 800-900 Mt. Der gestrige Schweinem irtt war gut befahren. Auch hier zeigte sich ein lebhaftes Geschäft bei hohen Presen, die jedoch gegen das Frühjahr einen Rückgang aufweisen. Das Baar Fertel wurde bezahlt mit 60-70 wt., bessere Sorten mit 70-75., billigere Sorten unter 60 t. Der heutige Vergnügungsmarkt hatte sehr zahlreichen Besuch aus der * Darmstadt, 26. Juli. Ein Familiendram a Trautheim zugetragen. 8wischen 7 und 8 Uhr erschoß sich die dort als Kurgast wohnende Ehefrau des Regierungsbaumeisters Hofmann aus München, nachdem sie vorher ihre beiden Kinder im Alter von 3 Jahren und 4 Monaten erschoffen hatte. Auch der Ehemann befindet sich dort als Kurgast. Die Frau hatte die beiden Kinder weiß gekleidet und schoß jedem von ihnen eine Rugel in die Schläfe. Dann entleibte sie sich selbst durch einen Schuß in den Kopf. Frau H. stand im 21. Lebensjahre, war von heiterem Wesen und niemand hat an ihr in letter Beit irgend etwas Auffälliges bemerft. Deshalb fann man sich auch die Beweggründe zu der Tat nicht erklären. Es bleibt nur die Arnahme, daß die Frau in einem plöglichen Anfall von Geistesstörung gehandelt hat. Darmstadt, 26. Juli. Feuer. Gestern Nachmittag brannte eine 2500 Bentner Futterstoff: enthaltende Scheuer der Großherzoglichen Meierei nieder. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 7. Sonntag nach Trinitatis, den 29. Juli. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Bugleich Chriftenlehre für die Nutonfirmierten aus der Markusgemeinde. Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Donnerstag, ben 2. August, nachmittags Ausflug der Vereinigung der fonfirmierten Jugend der Markus. gemeinde. Näheres wird unter den Kirchlichen Anzeigen" befannt gemacht. " In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Bugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 92 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Kirchenrat Dr. Naumann. Nach allen Gottesdiensten Sollette für die Innere Mission. Batholische Gemeinde. Samstag, den 28. Juli. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 29. Juli. 19229 8. 8. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 62 Uhr an: Belegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 912 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. " Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 7. Sonntag nach Trinitatis( 29. Juli) predigt: 1. vormittags: Defan Wagner. Text: 1. Tim. 6, 6-12 Lied Nc. 296. 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: Matth. 9, 35-38. Lied Nr. 168. Gottesdienst mit Katechismuslehre in Lumda vormittags 92 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 28 Juli. Trüb, doch meist trocken, am Tage Aufheiterung und Erwärmung, schwache veränderliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide Gieß Ferromanganin ist das anerkannt beste Mittel gegen Blutarmut, Bleichsucht, Herzklopfen, Nervenschwäche, Schwächezustände, unreines Blut, Ausschlag, Geschwüre und Strofeln, indem es blut= reinigend und blutbildend wirft. Das Blut ist die Quelle, durch welche unser ganzer Körper gespeist wird und durch welche wir unsere körperliche, sowie geistige Kraft erlangen.( Bestandteile: Eisen 0,5, Mangan 0,1, Buder 18, Rognat 15, Alfobol 15, Wasser und aromat. Bestandteile.) zu haben in den Apotheken. Beim Einkauf achte man auf das gefeßlich geschüßte Wort„ Ferromanganin". Die gemische Fabrit Th. Lauser in Regensburg hat heute eine Ertrabeilage betreffend Nährpräparat Eggose" beilegen lassen. Es wird hiermit darauf besonders aufmerksam gemacht. " 61499T P Giessener Ruder- Gesellschaft 1877 e. V. Sonntag, den 29. Juli 1906: XIII.Ruder- Regatta auf der Labn 215 Ruderer 19 Vereine 45 Boote Beginn der Regatta nachmittags 3½ Uhr. Beginn der Vorrennen bormittags 7 Uhr Während der Regatta: Großes Konzert ausgeführt von der Kapelle des 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie- Regiments„ Kaiser Wilhelm" Nr. 116 unter Leitung des Musikdirektors E. Krauße. Im I. Verein ,, Contentia" Gießen Sonntag, den 29. d. Mts, auf der Schönen Aussicht": " Italienische Nacht= verbunden mit Einweibung der Standarte. Streichmufik! Streichmufik! Nichtmitglieder fönnen eingeführt werden und sind solche herzlich willkommen. Der Vorstand, Anfang abends 8 Uhr. Bekanntmachung. Die Lieferung von 70-80 Zentner Hen erfter Qualität, zur Fütterung des im Schlachthause einge stellten Viehes, soll vergeben werden. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Preise der Plätze: 2m orberauf: 1 Blaz 1,50 Mr., II. Blaz 0,80 Mt. An der Kasse: 1. Platz Aufschrift bis zum 1. f. Mts. bei uns einzureichen. 2,00 Mt., II. Platz 1.00 Mt Plätze auf der Schürz'schen Bleiche 20 Pfg. Für Mitglieder nur im Vorverkauf bei Herrn Ernst Challier Eine Karte, I. Platz, gratis. Beifarten 1. Platz 0,80 mt., II. Platz 0,60 Mt.( Für Söhne über 16 Jahren haben Beifarten keine Gültigkeit.) Sonstige Starten nur im Vorverkauf bei den Herren: Daniel Heil Nachfolger, Lindenplay 3, Heinrich Herlinger, Seltersweg 30; Heinrich Noll, Mäusburg 7. Arbeitsvergebung zum Neubau der Jrrenanstalt zu Gießen. Auf Grund des Ministerialerlasses bom 16. Juni 1893 werden die nachftehenden Zimmerarbeiten zum öffentlichen Wettbewerb ausgeschrieben: Angabe der hauptsächlichsten Massen. Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig! Spielend leicht! Offert. u. A. B. a. Annoncenexpedit. Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Darlehn auf Möbel, Wirtschaft ufw. gibt Selbstgeber ohne unnötige Vorauszahlung. Unger, Berlin, Gubener Straße 46. Rückporto. Los I u. II Los III u IV 2 Gebäude 2 Gebäude mit je mit je Los V n. VI 208 VII b. X L08 XI 2 Gebäude 4 Gebäude 1 Gebände mit je mit je Tannenholz zu liefern cbm Holz abzubinden lfdm 255 108 105 66 168 11910 4460 4560 2900 6500 Glatte Holzgesimse lfdm 485 140 130 100 150 Deckenschalung qm 1220 500 555 290 850 Rauher Fußboden qm 1100 166 190 300 150 ein Näheres enthalten Es kann auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. die Unterlagen. 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Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung eine höheren und erweiterten Mädchenschule sollen Montag, den 6. August d. J8., vorm. 10 Uhr öffentlich bergeben werden. Los II Schreinerarbeiten im Kellergeschoß Los III Los IV Los V Los VI " " Erdgeschoß " " 1. Obergeschoß " 1 " II. Obergeschoß " 7 Stüd äußere eichene Eingangstüren. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Bor druck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Beitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 26. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Großh. Univers. Bibliothek Gießen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden haben die vor dem 9. Juli entliehenen Bücher spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. Vom 13. August bis 13. Oktober ist die Bibliothe täglich von 9 bis 1 Uhr vormittags geöffnet. Gießen, den 25. Jult 1906. Der Großherzogliche Direktor: Dr. Haupt. Im Erscheinen befindet sich:= Meyers 11,000 Abbildungen, 1400 Tafeln und Karton. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Verwelengen. Lexikon. 20 Bände in Halbleder gebunden an je ro Mark Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Institute in Leipzig und Wien NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beta Selenah undarn Hausdoctor Die Bygiene des Schwamme. bie Anwesenden, bret te auf den ເວ ທີ ລາວ ອີ ວາ 1 dies geschehen war, ersuchte er ben Wirt um erei Teile und dieser wurde gebracht, gleichfalls in dret Stüde zerlegt und er, das Kunststück würde noch viel schöner ausfallen, er auch ein halbes Pfund Käse zur Verfügung habe. von etwa 1% Pfund Gewicht, schnitt dieses in berbarg fedes diefer Stücke unter einem Hute. Dann erklärte Auch wenn bie Süte rfeilt. Nr. 171 Freitag, den 27. Juli sische Famil 1906