Kr. 226 baltion u.Baupterpebition: Gießen, Selterweg 30. Bernsprechenschluk Kr. 362. Mittwoch, den 26. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Spatibellagen: Oberhoffifche Familienzeitung( fig und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( siehener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberbeffen. Dur 45 Pfennig Monat! für den Vom 1. Oktober ab kostet das Monats= Abonnements auf unsere Zeitung nur 45, Pfg. Die von vielen Seiten uns gewordene Beftätigung, daß wir so wie bisher auch weiter objektiv berichten sollen, gibt uns die Anregung, dem breiten Publikum nach wie vor das zu bringen, was tatsächlich wissenswert ist. Wer sich auf unsere Zeitung abonnieren will, möge uns durch den Postboten oder durch unsere Zeitungsträger eine entsprechende Nachricht zukommen lassen und die Zeitung wird bis zum 1. Oktober gratis geliefert. Auch der laufende Roman wird fostenlos nachgeliefert. Hochachtend Redaktion und Berlag. Gießen, Seltersweg 83. Deß wunnerscheene Giesse, Giessener Catern. Idyllisch leiht am Lahnesstrand Besonnersch awwer wann im Land Kaa Rejestreeme fließe; Doch alleweil wörd's bahl ze Sond, Es rejend joa fast alle Stond! Deß Blaster ons'rer gude Schbadt Woar niemals sehr zu riehme, Dann doaß merrsch besser aach schont hatte Dhut sich zu soage zieme! Doaß eß derr ewwe joa en Braft,- Merr femmt joa om sei Läwe fast. Aus dere enn die anner Gaß' Dhut merr besterzt sich flichte,- Unn iwwerall is Dreck unn naß Wohi de dich moagst richte Doch duhst de net die Aage uff, - Doa blombst de hi- unn fannst nett uff.- No, Schbaß bei Seid, merr schwäßt vom ahne, awwer net vom annere unn doa wolle merr dann fonschdadiern, doaß es onfere löbliche Schdadtverwaltung wörtlich Ernst es, e klaa bissi Besserung in onser dreckige Schtraßeverhältnisse brenge, vorausgesetzt, daß häi iwwerhaapt noch woaß ze bussern is. Awer en gradzu iwwerwäldigende Eindruck hotts aum vorige Samstag Middoag gemoacht, wäi e imbosand äißfaß am owere Gelderschweg hi unn hergefoahre is unn hott sei Stroahle majeschbedisch iwwer Gaß unn Droddeware Der Zar ift weit. Mr. Petersburg, im September. Bar Nikolaus II. und seine ganze Familie sind in den finischen Schären. Der Ausflug wird mit Gesundheitsrückfichten begründet. Das flingt nicht unwahrscheinlich, denn selbst ein stärkerer Mann, als der gegenwärtige Zar es ist, hätte unter dem Eindruck der lezztjährigen Geschehnisse erholungsbedürftig werden, ja zusammenbrechen können, ohne fich deswegen dem Vorwurf der Weichlichkeit auszusetzen. Auch daß der russische Herrscher zur Jagd gegangen sei, läßt sich durch ärztliche Empfehlung lebhafter Bewegung ausreichend erklären. Ebenso ist es wohl denkbar, daß die nämlichen gesundheitlichen Gründe, die zu dem Ausflug führten, gleichfalls seine Verlängerung veranlaßten. Die Seereise braucht deswegen noch lange keine Flucht zu sein, die etwa in das Ausland gerichtet war. Zwar die Vermutung drängte fich beinahe auf, daß der Zar sich in Peterhof nicht mehr sicher fühlte. Aber man hat fein Recht, einem bündigen Dementi gegenüber auf einer Klärung zu beharren, die sich lediglich auf eine, wenn schon noch so naheliegende Vermutung zu stüzen vermag. Ueberdies spricht gerade die Verlängerung des Ausflugs und des Aufenthalts in den finischen Schären gegen eine Fluchtabsicht. Wollte der Zar fliehen, er hätte nicht gezögert. Auch die Erzählungen von Attentaten, die in Petersburg vorbereitet seien eine besonders phantastische Erzählung berichtete sogar von einer förmlichen Attentats- Generalprobe mit Automobilen und allen modernsten Hilfsmitteln von der Verhaftung einzelner Personen aus der unmittelbaren und vertrauten Umgebung des Zaren, find völlig unbeglaubigt. Nicht als ob Attentate auf den Selbstherrscher aller Reußen undenkbar wären, als ob man die Anarchisten dazu für zu fromm halten müßte. Ach nein! in Rußland fönnen Attentate gegen das Staatsoberhaupt, wie die Geschichte Rußlands lehrt, noch von ganz anderen Leuten als von gewöhnlichen Anarchisten ausgehen. Es wäre also möglich, daß Zar Nikolaus II. gute Gründe hatte, aus Peterhof fortzugehen. Nur soll man nicht für eine Tatsache ausgeben, was blos eine Möglichkeit ist. Aber selbst wenn der Ausflug des Zaren aufhört, ein Ausflug zu sein, wenn er zur Flucht wirklich wird, so ist das höchstens von symptomatischer Bedeutung, für den Gang der russischen Revolution von sehr geringem Belang. Das klingt seltsam, doch ist es eine Tatsache. Der russische Zar ist nicht von der Volks. revolution bedroht, er ist vom Volk völlig getrennt und abgeschlossen. Seine Macht reicht nicht über die Straßen der Städte und nicht über die Bewohnerschaft der Dörfer hinaus. Das fann sich wieder ändern, aber vorläufig ist es so. In seinem Pa- geschbrißt, doaß es e woahr Last war unn de Dreck noch greeßer worde iß. Zwoar woar jca deß sämmtliche Reinigungspersonal hinnedrei unn netoedroa bemieho, die begosse Gaß widder in enn för Mensche einigermoaße passawele Zuschdand ze vers he,-- awer doa woar alle Sonst umsonst: Doas müsse merr unsere Schbadtber waldung losse; säi häld in alle Schdicke uff Ordnung unn greeßte Binflichfeit! Unn doas bewies terzlich en Fall, wo se em Hauseigedhiemer, der sich Gasanschluß für sein Neubau beschdellt, awer uff de heudige Doag noch taan fritt hott, bereits die Kosterechnung zugeh ließ. Wann se nor dem Mann net vor ferdig gestellter Aerwet met de Auspändung tomme ehnder set Haus im schdäbische Licht leuchte dhut! Der Fall wer dann ewe so ungemiedhlich, wäi's de Noachberschaft von de Honds ausstellung am Samstag Noacht woar, wo deß gemeinschaftliche Konzert von de sämmtliche ausgestellte 300 Hondeseele stattgefunne hott unn bei dem sich ein großer Bernhardiner oder sonst so e groß Gediersch besonnersch evorgedha hawwe soll, so doaß merr fet Stimm in Anne rod vernomme hätt, wie en Ohrnzeuge uns versichert. Net fer schee fenne merrsch eroachte, daß se bei dene Kanaloarweide fer die Fuhrwerte so absonnerliche Woarnungstafeln uff gefthellt hawwe, dann bei dene muß e Kutscher oder Fuhrmann schon en schbark ausgebrände Sinn fer moderne Schriftfonft besize wann er däi räächt verrzwörtelt Uffschrift: - ACHTUNG SCHRITT FAHREN RECHTS FAHREN Grossh, Polizeiamt Giessen lefe fann. Merr soche manchen, der faan Kutscher woar, bor dene Schilder steh unn draa busdamiern, moed dea eijendlich druffftann, doch die wenigste fonntes entziffern. Weil merr nu awwer grad die Redd von Schilder hawwe, so wolle merr gleich noch e Schilderen gäwwe von em Schild, doaß schonn zu allerlei Zwicke geoient unn deshalb aach schon mancherlei Sprich im Schild geführt hott. Doas eß nämlich daß nemliche Schild, welches im Verlaaf der diessommerliche Fefilichkeide beim Sängerfest und Juwelfest vom Turnverein in Mitleideschaft gezoge woar, unn jedesmaol mit e annere Inschrift geziert am Festplayeingang am Oswaldegoarde gebrangi hott. Doa driwwer wer derr iuch joa beinoah zwische dem musikalische unn dem | last lauern auf den zaren Gefahren, die mit der Revolution in feinem unmittelbaren Zusammenhang stehen. Höchstens daß die Revolution einem verwegenen und skrupellosen Ehrgeiz den Vorwand bietet, den schwachen Vorboten der Macht zu beseitigen, während diese Macht gelähmt ist, und sich die Erbschaft für bessere Zeiten zu sichern. In Und machtlos wie der Zar selbst gegenüber der Revolution find auch seine Minister. Ob Ministerpräsident Stolypin diese oder jene Verfügung erläßt, ist ohne tiefere Wirkung. Befiehlt er etwas anderes, als was die wirklich waltenden Kräfte wollen, so bleibt es unbeachtet. Er befiehlt auch nicht viel, was ein Zeichen von Klugheit ist. Er weiß eben, daß er nicht weiß, wieweit er auf Gehorsam rechnen fann. Außer den Revolutionären weiß das niemand, und selbst diese wissen es nicht immer. Aus dem Heer sogar ist die Disziplin ge wichen. Vereinzelte Fälle von Ungehorsam wollen nichts sagen. Nicht einmal Meutereien im Großen. Denn sie können besondere und vergleichsweise harmlose Ursachen haben. Wenn ein Oberst seine Soldaten konsequent hungern läßt, so fann eine Meuterei leicht eintreten, ohne daß man deswegen glauben dürfte, der Geist des Gehorsams habe das Regiment völlig verlassen. Doch um solche Kleinigkeiten handelt es sich nicht. Wenn in Lodz eine ganze Kompagnie zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt wird, so müssen weit schlimmere Dinge als eine Hungermeuterei vorgekommen sein. Petersburg selbst, in der Garde, in einem bevorzugten Res giment ist ähnliches geschehen. Was es eigentlich gewesen, hat man nie erfahren. Nur die Bestrafungen sind befanni geworden. Die Vorgänge in der Schwarzen Meerflotte gehören in das nämliche Kapitel. Ein anderes Regiment wird planmäßig zu Raub und Mord erzogen das Libausche Regiment und wird zu Vorstellungen in Massenmegeleien förmlich auf Gastspielreisen geschickt. Diese Dinge haben miteinander nur gemein, daß sie eine Leugnung der Staatsordnung sind. Ein innerer Zusammenhang zwischen ihnen besteht aber nicht. Auch nicht mit den Bauernaufständen in den baltischen Provinzen und ebensowenig zwischen dieser Bauernaufständen und den sozialrevolutionären Anschlägen gegen die Polizei im weiland Königreich Polen. Es gibt eben in Rußland, obwohl man immer von der russischen Revolution spricht, nicht eine Revolution, sondern gleichzeitig deren ein Dußend. Das Land ist groß genug, um dieser merkwürdigen Vielheit Kaum zu gewähren. Auch ist es durchwühlt genug, um jeder Art von Revolution einen wohl vorbereiteten Boden zu bieten. Die eine und die andere Revolution fann aufhören an Revolutionen wird es darum für absehbare Zeit in Rußland nicht fehlen. tornerische Kommidee en Streit entbronne, derr ganz ekelich hätt werrn fenne, amwer Gott lob unn dant, iß alles widder im Reine, weil de Klegere nachgoab. Schdreid eß net schee unn verrdörbt däi sonst goar net beesoardige Gemiedher von de Giessener, weshalb fluger Weis aach die berehrliche Kommideeer sich korz entschlosse hawwe, den e biffi abgenoßte Festplatz widder uff ehr Koste zu restaudiern. Woaß em ahne räächt es, muß em annere billig sei. So fäht merr als, es drifft awwer aach net iwwerall zu, dann sonst hätte sich onser Herrn Schdadvädder net dezu verstiehe, bei em Konzessionsgesuch um e Wörrdschaft, däi schon lang beschdanne, en abschlägige Bescheid ze gäwwe, während ewedros e neu errichd Wörrdschaft die Konzession krag. Doa hable mersch mit dem Herrn Schdadtrath Haubach, der noach'm Grondsay:" Häckst de mein Judd, haag ich dein Judd" iwwer däi Petition von den Wisseheugroaspächter, die en Noachlaß an Pachtgeld wegen schläächter Erndeausfall beoandragt hatte, zur Doagesordnung iwwerging mit de Begrindung, dem adraag föllt schdatt gegewe werrn, wann die Herrn Pächter sich verflichte dheede, in de fiwwe fette Joahan aach de Iwwerschuß vom Mehrerdroag, als wei dos Boachtgeld ausmächt, en die Schdadtfass' abzefihrn!- Zum Schluß wolle merr noch e gud Werk unn e schee Dhad von em hiesige Schdadtrath erwähne unn in Hochdeutsch besinge: Schmücke dein Heim, steht überall zu lesen, Fürwahr, das ist ein wadt'res Wert, Ein Heim, das nie geschmückt gewesen, Das ist und bleibt fürwahr ein düft'rer Ort. Run hat in uns'rem lieben Gießen, Stadtväterliche Suid es wahr gemacht, daß fünftig wird den Magistrat begrüßen Im Sigungssaale eitel Glanz und Pracht. Nicht nüchtern werden fürder schrei'n die Wände, Kunstvoll geschmückt soll'n sie das Herz erfreu'n, Bald werden regen sich viel fleißige Hände Die schlichte Decke nun der Kunst zu weih'n. Nicht hängt dem Magiftratus auf die Nase Die simple Decke wie in alter Beit; Drum tausend Dant, dem Spender der Dase In trod'ner Wüfte der Alltäglichkeit! 11 3. [ oxschend richteten. Diefe ein Mann in vorgeschrittenen berwilen Jahren, miteit in feinem Blid und ganzen Wesen. rechenden Bartstoppeln bewachsen. ein gelber Teint vollendeten das wenig einnehmende Antlig. unrafiertes Geficht war mit ungleichmäßig verteilten Marlante Büge, tiefe Falten und Aussehen und einer ent im Elend verfommen zu lassen. Gelde doch nicht haften. tönnte ich ihm noch verziehen haben, denn Segen fann an jenem ift, bie Sie hier sehen. Wäre es bloß die Erbschleicherei, die Nachleben, bessen büsterste Schattenfeite noch lange nicht die Aber er hat mir noch mehr getan rajulb an memem Nicht aussprechen weit mehr, als ich zu sagen vermag. ein und wegen Kirchenraubs entlassener Sister als blättchengesenschaft, bei welcher ich angeblich frithe therer fungiere. Den Pfaffen" nennen Sie mich mit echlepper eines berfolchen auftrete. steckten Anspielung darauf, daß Sie sind ein Fremder hier und mein Opfer. for ſchüttelte ich mit mit der Würde mmilio Sie werden gerubft." Dr lichem Das und ähnliches war Lokalpatriotismus auch Badebenußung ich bin eine anständige und Dame Alleinmitteln Benflonat immlelerin wären Sie bride, aus denen zu weisch ei ich aus begreif hervorging, wie schilchtern per alle Stellen unter Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Der Braunschweigische Landtag nahm zur Thronfolge frage für das Herzogtum Braunschweig eine Resolution an, In der zum Ausdruck gebracht wird, daß der Landtag eine [ ängere Fortdauer des Provisoriums nicht für förderlich halte. Der Landtag ist deshalb der Meinung, daß die Vornahme ber Regentenwahl einstweilen nicht zweckmäßig sei. Es soll bielmehr der Versuch gemacht werden, auf eine Beseitigung der vorhandenen Gegensäße hinzuwirken. Die Landesver: sammlung richtet deshalb an den Regentschaftsrat folgenden Antrag: Den Reichstanzler als Vorsitzenden des Bundesrats zu ersuchen, die zur Beseitigung der bezeichneten Gegenfäße geeigneten Schritte zu tun und zugleich diese Resolution zur Kenntnis der Königlich Preußischen Staats: regierung und Seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Cumberland und zu Braunschweig und Lüneburg zu bringen." Präsident Semler verlas ein Schreiben des Reichskanzlers, in dem die volle Unterstützung des Regentschaftsrates durch die Reichsregierung bei den schwebenden Aufgaben zugesagt wird. Darauf vertagte sich der Landtag. * Von gestern ab tagt der sozialdemokratische Parteitag zu Mannheim wieder im städtischen Saalbau, im Nibelungen: saal, dem schönsten Saal Deutschlands. Nach Eintritt in die Verhandlungen wurde der Bericht der Mandatsprüfungs: fommission erstattet. Danach sind 313 Delegierte erschienen, welche 335 Mandate vertreten, außerdem sind noch anwesend 52 Vertreter der sozialdemokratischen Partei im Reichstage, 20 Parteifunktionäre und 19 ausländische Gäste mit Mandaten, im ganzen 404 Teilnehmer. In der Diskussion fam der " Fall Stampfer" zur Sprache. Stampfer hatte dem Vor: wärts" vorgeworfen, daß er bald so und bald so schreibe, und hatte das mit Zitaten belegt. Der Vorwärts" hatte das als einen Bubenstreich bezeichnet und als eine böswillige Fälschung des Sinnes seiner Ausführungen. Dr. Adolf Braun, der Herausgeber der„ Neuen Gesellschaft" erklärt die Angriffe Stampfers auf den Vorwärts" für berechtigt, Ledebour und Redakteur Ströbel verteidigen das Zentral: organ, dem namentlich in der preußischen Wahlrechtsfrage Schwankungen vorgeworfen werden. Die Angelegenheit Etampfer soll einem Schiedsgericht unterbreitet werden. In seinem Schlußwort weist Abg. Pfannkuch die verschiedenen gegen den Vorstand erhobenen Vorwürfe zurück. Haupt: sächlich löst sich die Diskussion in eine Polemit zwischen Vor: wärtsfreunden und Anhängern der Neuen Gesellschaft" ( Herausgeber Dr. Braun und Frau Lilli Braun) auf. In der Nachmittagssigung ermahnt Abg. Gerisch die Genossen zur Stärkung des Parteifonds. Dann wurde der Bericht über die Tätigkeit der Reichstagsfraktion entgegengenommen. Es liegen zahlreiche Anträge vor, unter denen die Mißbilligung Sozialdemokratischer Teilnahme an der Weinprobe im Reichstag Durch die Genossen des 3. Hamburger Wahlkreises Heiterkeit crregte. * In Mailand ist der internationale Handelskammer. Tongreß eröffnet worden, dem etwa 600 Delegierte aller Wulturstaaten beiwohnen. Das Hauptinteresse der Verhandingen bilden die von den Aeltesten der Berliner Kaufmannichaft eingebrachten Resolutionen über internationales Wechselcecht und Organisation der Handelskammern. Rufeland. ** Trotz aller behördlichen Strenge dauern die Attentate und Räubercien fort. Die Unsicherheit ist selbst in den Großstädten erschreckend. In Petersburg drangen einige anständig gefleidete junge Leute in die Wohnung eines Hausverwalters, schlossen die Anwesenden in ein Zimmer ein und raubten Wertsachen, Pfandbriefe und Wechsel im Betrage von 200 000 Rubel. Die Räuber entkamen. In der Intendantur: niederlage ist ein Diebstahl von 1 Million Arschin Leinwand im Werte von 80 000 Rubel entdeckt worden. Der Admiral Besolrasow erhielt von den Revolutionären die Mitteilung, daß er zum Tode verurteilt sei. In Dembowagura kam es zu einem Rusammenstoß zwischen Polizei und Kosaken und den Teilnehmern an einer Arbeiterversammlung. Zwei Arbeiter wurden getötet, mehrere verwundet. An Wiederher stellung der Ordnung ist also noch lange nicht zu denken. Belgien. ** Das in Gent tagende Institut für internationales Recht kam zu folgendem Beschluß bezüglich des Luftballons und der drahtlosen Telegraphie: Die Luft ist frei. Die Staaten haben an ihr in Friedens- und in Kriegszeiten nur die zur Selbsterhaltung erforderlichen Rechte. Auf die draht: lose Telegraphie finden mangels besonderer Bestimmungen, die für den gewöhnlichen telegraphischen Verkehr geltenden Regeln Anwendung. Jedem Staate steht es frei, zur eigenen Sicherheit die Leitung Hertz'scher Wellen über sein Landoder Seegebiet zu untersagen, er ist jedoch gehalten, die anderen Staaten von einem solchen Verbote sofort zu benach: richtigen. 44 Balkanftaaten. ** Die Zustimmung der Schußmächte zu dem Beschluss Griechenlands, die Ernennung eines neuen Statthalters fü Kreta selbst vorzunehmen, bedeutet ein Entgegenkommen, das lebhaft besprochen wird. Ursprünglich verlangte Griechenland die Einverleibung Kretas. Da die Schußmächte sich nicht entschließen konnten, das zuzulassen, und zwar hauptsächlich aus Rücksicht auf Bulgarien, das sonst Mazedonien für sich berlangt hätte, wurde das erwähnte Bugeständnis als eine Art Abschlagszahlung gemacht. Amerika. ** Der Aufstand auf Cuba ist vorläufig durch einen Waffenstillstand beendet worden. Wie es heißt, haben die Regierung und die gemäßigte Partei sich bereit erklärt, den Forderungen der Liberalen und der Aufständischen in allen Bunften nachzugeben. Afrika. ** Bei den neuesten Vorgängen in Südafrika fällt die loyale Haltung Englands Deutschland gegenüber angenehm auf. In einer in Kapstadt abgehaltenen Gerichtsverhandlung gegen zwei Engländer, die dabei ertappt wurden, wie sie Waffen und Munition für die Herero über die Grenze von Südwestafrika schafften, kennzeichnete der Richter ihre Handlungsweise in den denkbar schärfsten Ausdrüden und wies darauf hin, daß ein solches Verfahren gespannte Beziehungen mit Deutschland hervorrufen müsse, falls es nicht sofort unterbrückt und geahndet würde. Er verhängte über jeden der Beiden eine Geldstrafe von dreißig Pfund Sterling eventuell bier Monate Gefängnis. Dof und Gefellschaft. In Heidelberg ist der Großherzog von Baden nebst Gemahlin gestern vormittag eingetroffen, um an der Einweihung des Instituts für Krebsforschung teilzunehmen. Das Großherzogspaar wurde am Bahnhof von Oberbürgermeister Dr. Wildens und dem Geheimen Kirchenrat Prorektor Troeltsch empfangen und fuhren dann durch die reichgeschmückte Stadt nach dem Institut. Dort hielt Professor Czerny die Begrüßungsrede. *** In Kopenhagen wurde die Prinzessin Waldemar, als sie von dem Palais nach Schloß Bernstorff fuhr, aus dem Wagen geschleudert. Sie erlitt mehrere Verlegungen, die jedoch anscheinend nur leichterer Natur sind. Die Prinzessin wurde sofort zu ihrem Palais zurückgefahren. Deer und flotte. Als Präsident des Reichsmilitärgerichts ist als Nachfolger des Generals von Massow der Kommandierende General des XI. Armeekorps Wilhelm Linde in Aussicht genommen. Wechsel im Kommando des 2. Korps. Als Nachfolger des bisherigen kommandierenden Generals des II. Armeekorps, Generals der Kavallerie von Langenbeck ist der bisherige Kommandeur der 22. Division in Kassel Generalleutnant von Heeringen mit der Führung des II. Armeekorps beauftragt worden. Typhus- Epidemie in der Wiener Garnison. Beim Regiment Hoch- und Deutschmeister in Wien sind 24 Mann am Typhus erkrankt. Die Aerzte führen die Erkrankungen auf den Genuß schlechten Trinkwassers während der Manöver zurück. Französische Deserteure. In dem elsässischen Grenzdorf Stoßweiler haben sich in diesen Tagen 4 französische Desers teure gemeldet, die von ihrem Truppenteile, dem in Epinal garnisonierenden 6. Jägerbataillon zu Pferde heimlich entwichen waren. Uniform und Waffe hatten sie jenseits der Grenze zurückgelassen; fie trugen Zivilkleider und Feldmüßen. Die Fahnenflüchtigen wurden nach Feststellung ihrer Persönlichkeit durch die Gendarmen über die schweizerische Grenze komplimentiert. Soziales Leben. X Streik der Schmiede in Glasgow. 10 000 Kesselschmiede am Clyde haben beschlossen, zum 29. d. M. zu tündigen. Sie verlangen 5 Prozent Lohnerhöhung, was die Arbeitgeber rundweg ablehnen. X Frieden im französischen Handschuhmacher- Streit. Der Ausstand in Grenoble mird als beendet angesehen. Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen der Streifenden werden noch Verhaftungen vorgenommen; ein bei den Unruhen durch einen Steinwurf verletzter Soldat ist heute gestorben. Nab und fern. † Verschollen. Im Mai d. J. reiste eine junge Wiener Sängerin St. Rosenstiel von Wien nach Leipzig in Begleitung eines Russen, der sich Schweinit nannte und sich als ihren Bräutigam ausgab, obwohl er verheiratet war und seine Frau in Berlin im Stich gelassen hatte. Seit Mai ist von ber jungen Dame keine Spur mehr aufzufinden, sie gilt als verschollen. † Eine Ortschaft eingeäschert. Das russische Grenztädtchen Krzepice wurde durch eine furchtbare Feuersbrunst vernichtet. 144 Wohnhäuser und 158 Wirtschaftsgebäude mit Mobilar, Wirtschaftsgeräten und Futtermitteln sind niedergebrannt. Zur Linderung der großen Not hat sich in Bozanowitz, der benachbarten preuBischen Grenzstadt, ein Hilfskomitee gebildet, das die jenseitigen Grenzbewohner mit dem Notdürftigsten versehen will. † Schreckenstat eines Jrren. Der Eigentümer Bauer aus Falkenwalde in Pommern erschoß in einem Anfall von Geistesstörung seine Ehefrau, Mutter von neun Kindern, von denen das jüngste vier Wochen alt ist, und darauf sich selbst. † Schmuggel en gros. Auf der Grenzstation Merandrowo wurde ein Warschauer Großkaufmann, der einen großen Schmuggel an goldenen Uhren und Ketten ausführen wollte, bon russischen Zollbeamten verhaftet, jedoch nach Zahlung bon 2500 Rubel Strafe wieder freigelassen. Der Schmuggler hatte die Wertsachen, die beschlagnahmt wurden, an seinen Unterbeinkleidern befestigt. † 170 Personen ertrunken. In der Nähe von Campbellpore fippte auf dem Fluß Indus eine Fähre um. An Bord der Fähre waren 200 Personen, ausschließlich eingeborene Inder. 170 Personen ertranken. † Kanonenboot Helena" nicht untergegangen. Di Meldung, das amerikanische Bundeskanonenboot ,, Helena" sel während des letzten Taifuns mit der gesamten Besazung von 175 Mann untergegangen, bewahrheitet sich erfreulicherweis nicht. Das Marinedepartement der Vereinigten Staaten hai aus Shanghai die Meldung erhalten, daß die„ Helena" glück: lich dort angekommen ist. † Von den Toten auferstanden. Der verschwunden Pfarrer Delarue von Chatenay bei Paris, dessen Abhanden kommen so großes Aufsehen erregte, den man ermordel glaubte, ist im Vorort St. Gilles bei Brüssel entdeckt worden. Delarue erklärt, er habe den Priesterrock ausziehen und fünf: tig fich anderweit sein Brot suchen wollen. Delarue trägt einen starken Bart, was sein Erkennen erschwerte. † Blutige Raffenkämpfe in Amerika. Die Greueltaten des Pöbels von Atlanta( Georgia), der in der Nacht zum Sonntag 30 Neger tötete und über 100 verwundete, haben ein ebenso blutiges Nachspiel gehabt. Gestern früh stürmten ungefähr 200 Mänrer das Gefängnis in Atlanta, holten einen Neger heraus, hingen ihn an eine Telegraphenstange und durchborten ihn mit zahllosen Kugeln. 16 Kompagnien Infanterie, eine Batterie leichter Artillerie, eine Schwadron Kavallerie und die ganze Polizei von Atlanta wurden aufgeboten, um die Ordnung in der Stadt aufrechtzuerhalten. Während der Nacht wurde wiederholt aus dem Hinterhalt auf Straßenbahnwagen geschossen, so daß der Verkehr aus mehreren Linien eingeſtellt werden mußte. Um zehn Uhr wurde ein Neger von 50 Personen verfolgt. Er flüchtete in ein Hotel und wurde dort von seinen Verfolgern erschossen. Der Rückschlag ist aber auch nicht ausgeblieben, die Neger haben für die Greueltaten Vergeltung geübt. Zwanzia ozen wurden an der Weichbildgrenze der Stadt übe fallen, vermutlich durch studierende Neger. Der Universität arbeiten. In der W sekretär und ein Polizeioffizier wurden getötet, vier Polizer, weil er nicht arbe beamte verwundet, sechs Schwarze wurden ergriffen, hierbo r die Mutter, für die zwei erst, nachdem sie auf der Flucht von dem Volkshause halbtot geschlagen worden waren. Bunte Tages- Chronik. Fulda, 24. September. Auf offener Straße wurde italienischer Kanalarbeiter von mehreren seiner Landsleve erstochen. Cleve, 24. September. In Mörs am Niederrhein wurden schwer verletzt, die beiden anderen wurden als Leichen hervo gezogen. boburch auf den Gebar Frau Rothschild Geld auf babe dort öfters gefehe Beredar nahm, ale er i Barz faßte Steinmet Tat. Er brachte ber den Hals bei, fodaß fie vier Kinder in einer Sandgrube verschüttet. Zwei wurdte fie in den hintere Innsbruck, 24. September. Tot gestürzt hat sich in Schmuck des heimkehrenden Almviehs holen wollte. Dem Sefretär nahm einem Schachtelchen in goldene Uhr mit Ret Kranebitterflamm der Senner Franz Turch, der Eiben un Beripapieren ließ er Aus dem Gerichtsfaal. § Im Breslauer Krawallprozeß wurde auf Antrag de Verteidigung am Montag nochmals in die Beweisaufnahm eingetreten, da fich noch neue Zeugen gemeldet hatten. Di Dienstag beendet. ante er in der Küche Berftein. Das 8wa Efter wechseln. De A Bett mit der Bemerf Geld in der Lotterie bmdte er die Uhr mit d bafe in Darmstadt für erflärte Steinme fragen Vernehmungen dieser, sowie einiger noch von der Verteidigung und fich auch keinerlei und dem Staatsanwalt benannter Zeugen wurde dam at zum Montag fchlie Die Vorgeladenen befundeten nicht berstadt und schenkte wesentlich neues. Staatsanwalt Dr. Hensel nimmt in seinem den er selbst am Finger Plaidoyer die Schußmannschaft in Schutz; sie habe keine Aus bas er am Tage vorher g schreitung begangen, auch nicht im Falle Biewald. Dem Muiter hörte, Frau Roth betr. Beamten, der die Hand Biewalds abgehauen habe, Furd vor der strafrechtlichen Verfolgung vorzuwerfen, weil er fi Schneider 1/2 Jahre, gegen Jaczik 10 Monate, gegen die er nights erwidern. Am Epur des Täters gefomm nicht melde, sei nicht angebracht. Es könne auch andere mim Athletenllub burd Gründe haben! Der Staatsanwalt beantragt schließlich gegen wifchen burch die der andern Angeklagten Strafen von 12 Jahren bis zu 6 Wochen auf den Kopf zugefag Gefängnis, gegen die Hebeamme Haase 100 Mart Geldstrafe Steinme:" Jawohl!" C § Eine anonyme Postkarte hatte eine Frau 3. in Friedenau atal gebracht. Damit w bei Berlin von einer früheren„ guten" Freundin erhalten beendet und es begannen Die Karte zeigte das Bild eines buntgefiederten Hahnes, darunter standen die Worte:" Dumm, faul, gefräßig und aufgeblasen." Die Absenderin wurde ermittelt und wegen Beleidigung zu 20 M. Geldstrafe bezw. 4 Tagen Gefängnis berurteilt. § Wegen Kautionsschwindels wurde in Aachen der In haber einer inzwischen eingegangenen Auskunftei und Inkasso geschäftes Plaire& Co., die in Eschweiler, Düren und Trier Filialen unterhielt, zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Gin junger Mann, dem 2000 M. Kaution abgeschwindelt wurden, veranlaßte die Anzeige des betrügerischen Gebahrens de Firma. Lokales. 25. September 1906. Abendfiunde wurde das U f Todesstrafe lautet. Die Biehjeuche verbreitet. Vor allem ift inlegter Beit in Gießen, born- Steinberg, Hungen, Bleidenrod, Alsfeld, Obern Richelnau, Nieder- Mockit mitten, Wetterfeld, Bodenrod, Nieder Weisel, heim, Bad Nauheim, und Oberheffen faft erloschen und Bodenrod, Milzbrar Langgone, Muschen i Eichelsdorf, Eschenrod, * Ringfreies Homburg v. d. H. erl ** Erledigt: Die mit einem fatholischen Lehrer befeßende erste Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Oppersfelbſtändigen Gastwirte hofen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. * Landtagserfahwahl. Wie verlautet, wird als Nachfolger des verstorbenen Abgeordneten Häusel, Bosthalter Dlt in Höchst i. D. von der nationalliberalen Partei als Land tagskandidat aufgestellt werden. Infolge ergangene tingfreie Brauerei, welch liefern. Depot fann Angebote sind zu richten Gantwirte des Ober- 2 feine so einfache Sache& Die Leiche im verbreitet war, ein weni Etzierung der Leiche ber P. Polizei Konferenz. Einladung von Seiten des Polizeiamtmannes Herbergsteriöse Dunkel, das ü fand heute Vormittag im Sizungssaale des Bürgermeister gebäudes zu Gießen die 15. Konferenz der Polizeiamts- und Bolizeiverwaltungsvorstände statt. Nach Schluß der Sizaten ergeben, die mit ist im Hotel Großherzog ein gemeinsames Eſſen vorgesehen. P. Ladendie berei. Vorgestern faufte eine Gießener Frau in Begleitung ihres 14jährigen Töchterchen in einen Laden etwas ein. Hierbei wurde vom Personal beobachtet, daß tas Mädchen heimlich eine Tortenschaufel in feine Tasche verschwinden ließ. Mutter und Tochter leugnete anfangs und gaben an, die Schaufel in einem anderen G schäft erworben zu haben, allein das Geschäftszeichen die Herkunft nicht bestreiten und so wurde Anzeige erhoben nämlich wie der F Ward fließen laffen. Ermordeten die Zunge a durch ein sicheres Beichen fi die Leiche ist der obert worden, die ihr Gutachten mertmale abgab. Die Druderid zur im politiſchen, sond durch fie geht, wie ein der Weg zum Reichtum * Selbstmord im Gefängnis. Im Unter suchungsgefängnis zu Gießen hat der„ Kl. Preſſe" zufolg der inferiert, fofort ein der Kaufmann J. Dörffer, gebürtig aus Glogau, feirenin bedeutend besseres& Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Dörffer, ein me und fein Kundenfreis w fach wegen Eigentumsvergehen bestrafter Mensch, war Bad Nauheim bei Begehung eines schweren Diebftable b gefaßt worden und dringend verdächtig, die mehrfach legter Zeit dort begangenen Einbrüche verübt zu haben. Am Montag begannen die Obstversteigerunge an den Kreisstraßen und zwar Gießen- Heuchelheim- Rodhen Klein Linden- Dutenhofen, Klein- Linden- Großen- Linden. D erzielten Preise waren recht hoch, da sich zahlreiche Händle aus der weiteren Umgebung eingefunden hatten. Es tave nur vorzügliche Tafeläpfel wie Goltparmänen, Schöner to Bostop, Peping, graue Reinette, Ananas- Reinette und den zum Verkauf. Der Zentner foftete am Baume 8-13 A Die Arbeiten an der Kreissammel was en meisterei bei Garbenteich sind seit einigen Bochen in r griff genommen. Aus dem gesamten Kreise Gießen mi das gefallene Vieh in die Kreiswasenmeisterei gebracht. 8 Transport der Tierkadaver sollen Kraftwagen angesch werden. Die gesamte Anlage des Werfes ist zu 120 000 R beranschlagt. * Der Raubmord in Pfungstadt. Gestern te handelte das Schwurgericht in Darmstadt gegen den Raa mörder Steinmez aus Pfungstadt. Steinmetz, ein b schränkt aussehender Bursche, 21 Jahre alt, antwort zögernd auf die geft Uten Fragen. Es gibt zu, den Rea mord begangen zu haben. In den beiden legten Winter hat Steinmetz in der Milchhandlung von Engel gearbeit wo er 12 Mt. die Woche verdiente, die er stets sein Mutter ablieferte. Er unterhielt ein Verhältnis mit b Tochter eiues gewissen Crößmann, vertehite öfters dessen Familie und machte dem Mädchen zeitweise flin Geschenke. Am 23. Fbruar hörte Steinmez bei Engel au and dreifache vermehren glaubt, die Leute müßte alb feien die Geschäfts Lagbung zur fleißigen Blattes freundlicht Beginn der Herbfifaison Brignachtsgeldhaft folge Beka Wir bringen angehörigen, daß in wählt wurden: 1. Bendant D 2. Buchhalter G 3. Buchhalter S Gießen, den 2 Bez ie Königlich eröffnet das Wi Brogram nze der Stad . Der Unterleiten. In der Woche vom 3. bis zum 11. März, getötet, bier en ergriffen, on dem Boll Straße trut feiner Lan Niederrhein üttet. Bei en als Leiden geftirst bat rch, der Gibe Do yan weil er nicht arbeitete, feinen Verdienst hatte, bat hnji Mutter, für die Miete zu sorgen. Er erklärt, daß ruch auf den Gedanken gekommen sei, sich bei der Frau Rothschild Geld auf rechtswidrigem Wege zu holen, rib bort öfters gesehen, daß die Frau Geld aus dem Selic nahm, als er ihr Milch brachte. Am Samstag, Wirz faßte Steinmez den festen Entschluß zur Begehung erat. Er brachte der Frau Rothschild mehrere Stiche den Hals bei, sodaß sie umfiel. Er hielt sie für tot und chlapte fie in den hinteren Holzstall, wo er sie liegen ließ. uder Sefretär nahm er aus einer Schublade 7 Mt., uinem Schächtelchen in einer anderen Schublade 20 Mt., ine goldene Uhr mit Stette und einen Ring. Eine Kaffette plen wollte, mit Bertpapieren ließ er unberührt. Zuhause angekommen, Taal. " seitherige Umsoh um ein bedeutendes sich vermehren soll. Da heißt es, wie jezt beim Landmann so auch beim Geschäftsmann:„ Wer ernten will, muß säen", oder: wer ein gutes Geschäft machen und seine Ware flott absetzen will, der muß inserieren. Denn wenn man nicht weiß, wo und was am Orte von diesem und jenem zu haben ist, so fann man es auch nicht faufen, und wo nichts gefauft wird, da ist auch fein Geschäft zu machen. Also die Druckschwärze tüchtig in Anspruch nehmen. sp. Sportliches. Thaddäus Robl gewann auf Brennabor in Lehe ein 20 und 30 km- Rennen. * Gambach, 25. Sept. Auch unsere Gemeinde hat dieses Jahr eine große 8 wetschen ernte zu verzeichnen. Täglich gehen Waggonladungen ab. Für den Zentner gepflückte Zwetschen werden 3 b8 3,50 Mt. bezahlt. Anderes Obst gibt es diesmal sehr wenig. * rarmte er in der Küche Kaffee und reinigte das Messer am Bafftein. Das Zwanzigmartstück ließ er burch seine Sefter wechseln. Der Mutter brachte er 12,50 Rt. Butzbach, 25. Cept. Ein Kind verbrannt. Die ms Bett mit der Bemerkung, daß es für Miete sei, er habe beiden Knaben des Gefangen- Aufsehers Bemer beschäftigten as Gelb in der Lotterie gewonnen. Der Luise Crößmann sich heute Morgen in einem Schuppen, in welchem auch noch urde auf Antrante er die Uhr mit der Erklärung, daß er sie im Pfand Stroh und Heu aufbewahrt wird, mit Holzs zen. Der die Beweisaama. in Darmstadt für 20 Mt. gekauft habe. Auf Beältere 10jährige sette oben, während der kleine ihm das gemeldet hatten, rougen entlärte Steinmeß, daß er feine Gewissensbisse gehabt Holz zuwarf. Plöglich entstand von unten herauf Feuer, - Beugen wurde codt zum Montag schlief er gut. Montag fuhr er nach n befundeten enfel nimmt in 3; fie habe teine Falle Biewald, Eberstadt und schenkte den Ring der Frau Rothschild enu er selbst am Finger hatte(!), dem Käthchen Schneider, at am Tage vorher getroffen. Als Steinmetz von seiner bgehauen habe Doluiter hörte, Frau Rothschild sei ermordet worden, fonnte uwerfen, weil nicht erwidern. Am Freitag- Abend wurde dann Steinfönne auch erty in Athletenklub durch den Polizeidienser Rau, der inO Monate, gege pour des Täters gekommen war, verhaftet. Nachdem er agt schließlich nigen durch die der Größmann geschenkte Uhr auf die 10 100 Mart Gelinm( ty:„ Jawohl!" Er wurde bann ins Untersuchungs. Frau 3. in Friplal gebracht. Damit war die Bernehmung von Steinmet In später esendet mind es begannen die Zeugenaussagen. omdstunde wurde das Urteil gegen den Mörder gefällt, das Zobesstrafe lautet. Freundin ntgefiederten - , faul, gefrag ermittelt und 4 Tagen Gef Die Viehseuchen sind in Oberhessen noch ziemlich esarbreitet. Vor allem ist es der Schweinerotlauf, er herrschte e in Aachen be lezter Beit in Gießen, Langsdorf, Lang- Göns, Wozen ustunftei und Steinberg, Hungen, Birtlar, Münster, Burg- Gemünden, ler, Düren und Beidenrod, Alsfeld, Oberndorf, Langenbergheim, Dauernheim, ingnis verurteilt. Dichel reau, Nieder- Mockstadt, Hof- Loustadt, Gedern, Ober. abgeschwindelt mittem, Wetterfeld, Ulrichstein, Friedberg, Hoch- Weisel, ischen Gebahren Biltenrod, Nieder- Weisel, Stadten, Schlitz, Meßlos, Büdesjen, Bad Nauheim, und Vilbel; die Schweinepest ist in Ciberheen faft erloschen und herrschte nur noch in Gießen and Beckenrod, Milzbrand nur in Muschenheim, Rauschbrand Sanggöns, Muschenheim, Klein- Linden, Alten- Buseck, Eiheldorf, Eschenrod, Oberschmitten und Nieder- Seemen. 5. September Ringfreies Bier gesucht. J. H. Wolf in katholischen Lomburg v. d. H. erläßt folgendes Ausschreiben:„ Die meindeschule zu de bändigen Gastwirte des Obertaunuskreises suchen eine dienst verbunden afreie Brauerei, welche bereit ist, für längere Zeit Bier liefern. Depot tann übernommen werden. Preise und Bie verlautet, gebotte sind zu richten an den Verein der Gast- und eten Häufel, Bodantavirte des Ober- Taunuskreises." Es scheint also eralen Partei als ene so einfache Sache zu sein, ringfreies Bier zu erhalten. Die Leiche im Koffer. Endlich scheint sich das Infolge erga mtmannes Serie Dunkel, das über die Sensasionsaffäre bis jetzt Det breitet war, ein wenig aufhellen zu wollen. Bei der le des Bürgergierung der Leiche der Frau Bogel aus Wildungen haben z der Polizeia nämlich wie der„ Frankfurter Generalanzeiger" schreibt, ach Schluß der Tanken ergeben, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf einen ames Essen borg Word fchließen lassen. Es ist festgestellt worden, daß der ern faufte eine nor dieten die Zunge aus dem Munde gehangen hat, woTöchterchens in thein sicheres Beichen für erfolgte Strangulation gegeben ist. Personal bei Leche ist der obersten Medizinalbehörde ausgehändigt Ortenschaufel in wooden, die ihr Gutachten über die vorhandenen Strangulationsnd Tochter leelmalle abgab. in einem andern 3 Geschäftszein wurde Anzeige gnis. Im b Die Druckerschwärze ist eine Macht nicht im politischen, sondern auch im geschäftlichen Leben, ie geht, wie ein hervorragender Inserent gesagt hat, Beg zum Reichtum. Und wenn auch nicht gerade jeder, = Rl. Preffe" inseriert, sofort ein reicher Mann oder killionär wird, aus Glogau, Geim bedeutend besseres Geschäft wird er auf jeden Fall machen sein Vater zur Hilfe eilen fonnte, total verkohlt hervorgeholt werden mußte. Bei dem Rettunge versuche erhielt auch der Vater erhebliche Brandwunden. Das Feuer fonnte furz darauf vom Aufseher gelöscht werden. * Bad Nauheim, 25. Sept. Von dem Führer der Studienreise der 42 französischen Aerzte, welche am 13 v. Mts. Bad Nauheim besuchten, ist aus Paris in der vorigen Woche ein Dantichreiben bei der hiesigen Großh. Kurverwaltung eingetroffen, das sich sehr anerkennend über den Empfang und die hiesigen Bäder ausspricht. Alsfeld, 25. Sept. Geh. Regierungsrat Dr. Melior und Gemahlin begingen gestern die Feier der Silbernen Hochzeit. Fulda, 25. Sept. Grausiger Fund. Ein Sarg mit menschlichen Knochen wurde gestern bei den Kanalisations arbeiten Hinter den Löhern" zu Tage gefördert. Der Schädel der Leiche war zertrümmert, die Schuiterknochen und Rippen lagen lose dabei. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß hier das Opfer eines Verbrechens heimlich bei Seite geschafft worden ist, zumal ein Totenhof sich niemals an dieser Stelle befand. Das Gericht hat si bereits der rätselhaften Angelegenheit angenommen. * * Frankfurt a. M.( Heu und Strohmarkt.) Heu 3,00-3,20, Stroh 2,50-2,90. Alles per Zentner. Hanau, 24. Sept. Die kürzlich von der„ Hanauer 8tg." gebrachte Meldung, unter den Pferden des hiesigen Ulanenregiments sei die Brustseuche ausgebrochen, hat sich nicht bewahrheitet. Es handelt sich, wie sich jetzt herausstellt, bei den ertranften Tieren nur um eine Erkältung. Heppenheim, 24. Sept. Gestern erfolgte hier die Eröffnung der zweiten Volts- Atademie. Angemeldet sind mit den vier Dozenten 54 Teilnehmer, meistens Landlehrer, einige Lehrerinnen, Geistliche, Schriftsteller und Künstler. Die Arbeiterschaft ist ebenfalls durch einige von ihren Betrieben und Beurlaubte vertreten. * * Mainz, 25. Sept. Buttrant tst ein hiesiger Schiffslehrling im Rückfall geworden. Ec wurde vor der lehten Hundesperre von einem franken Hunde gebiss n und ist nach der Behandlung im Berliner Pasteur'schen Institut als geheilt entlassen worden. In letzter Zeit bekam_er wiederum Wutanfälle und suchte Leute zu erwürgen. Der Bedauernswerte fam daher wieder in Behandlung. * Darmstadt, 25. Sept. Das Schwurgericht verhandelte gegen den Gemeinderechner Altvater aus Babenhausen wegen Verbrechens im Amte. Altvater wurde zu 2 Jahren Gefängnis abzüglich 9 Monate Untersuchungshaft verurteilt. Der Staatsanwalt hatte 3 Jahre 6 Monate Gefängnis beantragt. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 25 September. Die Straffammer verurteilte den noch jugendlichen wegen Diebstahls im Rückfall zu 6 Monaten Gefängnis. Der Angeflagte hat einem Bekannten zu Friedberg ein ht. Dörffer, and fein Kundenkreis wird sich gar bald um das doppelte Friseurgehilfen Karl Lorenz Stempel von Friedberg fter Mensch, maid dreifache vermehren, als wenn er nicht annonciert und weren Diebftabt, die Leute müßten ihm ja so wie so tommen. Dess tig, die mehr feien die Geschäftsleute auch unserer Stadt und deren Fahrrad entwendet, womit er nach Offenbach fuhr und Wmbung zur fleißigen Benußung des Inseratenteils unseres freundlichst eingeladen, stehen wir doch am in der Herbstsaison, der in Kürze das Winter- und Benachtsgeschäft folgen wird, in welchen Monaten der berübt zu habe Sft verfteigeru Heuchelheim -Großen- Linden fich zahlreiche f en hatten. armänen, Stoner mas- Reinette und m. Baume 8-13 isfammelwal einigen Wochen Bekanntmachung. es dort zu verkaufen suchte.- Der Lehrer Karl Link yon Rudingshain war wegen Körperverlegung, begangen in Ausübung seines Amtes unter Anklage gestellt. Es ist ihm zur Last gelegt, einem Jungen mit Zuverlässiges, älteres Mädchen oder alleinstehende Frau, die Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirks- selbständig fochen, waschen und anhörigen, daß in heutiger Mitgliederversammlung ge- gesucht. Offerten mit Zeugnis, bügeln kann, per sofort oder später bohlt wurden: ibschriften und Lohnansprüchen erbeten an reife 11. Bendant Doering zum Direktor, Frau Amtsrichter Pusch Buchhalter Eisenhauer z. Rechner, neifterei gebracht Kraftwagen and fes ift zu 120000 gftadt. Geferm tabt gegen den Steinmes, in Jahre alt, ant gibt zu, den beiden legten Wi bon Engel gror die er fiets f Berhältnis mit bertepite offers ochen zeitweile teinmez bei Gngel Ortenberg( Oberbeffen). Junger 3.Buchhalter Haas zum Kontrolleur. Hausburiche Bießen, den 21. September 1906. Bezirkssparkasse Gießen. Doering. ie Königliche Baugewerk- Schule zu Jostein im Taunus eröffnet das Winterhalbjahr am Donnerstag, den 18. Oktbr. Programme und Meldezettel versendet kostenlos Die Direktion. vom Lande gesucht. Näheres d. die Exp. d. Bl. Junger Kaufmann sucht per 1. Oftober möbliertes Zimmer Off. erbitte an Herm. Sauerzweig, Schönebeck a. Elbe, üllerstraße 3. event. mit Bension. --| einem Lineal eine Verlegung am Kopf beigebracht zu haben. Das Gericht hielt für festgestellt, daß der Junge, der eine Züchtigung verdient hatte und bei dem nach Ansicht des Lehres die übrigen Züchtigungsmittel erschöpft waren, unabsichtlich den Schlag an den Kopf erhalten hat. Es erfolgte Freisprechung und Belastung der Staatskasse mit den Kosten. Schwurgericht. Gießen, 24. Sept. 1906. Heute hatte sich der Schmiedegeselle Johannes Keßler von Gießen wegen Notzuchtsversuchs vor dem Schwurgerichte zu verantworten. Er hatte auf dem Lahntal- Sängerbundesfest tüchtig gezecht und als er in angetrunkenem Zustande den Festplatz verließ, machte er einen unsittlichen Angriff auf ein Mädchen. Das Mädchen rief um Hilfe und Keßler wurde festgenommen. Der Angeklagte, der von seinem Arbeitgeber als fleißiger Mensch geschildert wird, wurde zu 8 Monaten Gefängnis verurteilt. Rechtsauskünfte. ( Für die erteilten Auskünfte kann eine zivilrechtliche Haftung nicht übernommen werden.) Tischlermeister G. Alimente für nach dem 31. Dez. 1899 außerehelich geborene Kinder sind bis zum zurückgelegten 16. Lebensjahre des Kindes zu zahlen. Grenzzaun. Jeder Grundstückseigentümer ist auf Vers langen seines Nachbarn zur Errichtung eines Grenzzauns verpflichtet, falls derartige Bäune üblich sind. Die Kosten sind von den Nachbarn zur Hälfte zu tragen. Der Anspruch ist event. auf gerichtlichem Wege geltend zu machen. Handlungsgehülfe in R. Der Kaufmann fann mit dem Handlungsgehülfen an Stelle der gesetzlichen 6wöchigen Kündigung zum Quartals schluß eine einmonatige Kündigungsfrist vereinbaren. Maria H. Die Mutter fann in ihrem Testament be= stimmen, daß der Ehemann ihrer Tochter in Bezug auf deren Erbschaft von Verwaltung und Nuznießung aus geschloſſen ſein soll. N. 35. Die unberechtigte Weigerung der Herrschaft, dem Gesinde den Lohn zu zahlen, berechtigt dieses, den Dienst sofort zu verlassen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 27. September. Zunehmende Trübung, doch keine erheblichen Niederschläge. Etwas wärmer; mäßige westliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Anämie, Blutarmut, Bleichsucht. Diese Zustände fennzeichnen sich durch blasses Aussehen, Blässe der Lippen und des Zahnfleischs, Herzflopfen, Schlaffheit, Kurzatmigkeit nach der kleinsten Anstrengung, Rückenschmerzen, Mangel an Energie, nervöse Erregtheit, Verdauungs- und Unterleibsstörung, dunkle Ränder um die Augen und Gedächtnisschwäche. Für diese Zustände gibt es nur ein wirklich zuverlässiges Mittel und dieses ist Ferromanganin, eine glückliche, wissenschaftliche Zusammensetzung von angenehmem Geschmack. Ferromanganin berfehlt nie seine günstige Wirkung, indem es dem Blute die nötigen Elemente zuführt und den Organismus in einen normalen Zustand versetzt. Frisches, gesundes Aussehen, rosige Wangen und Lebenskraft werden dadurch gesichert. Ferromanganin hat einen Weltruf, von Tausenden erprobt, und sollte in keiner Familie fehlen.( Enthält: Eisen 0,5, Mangan 0,1, Bucker 18, Alkohol und Kognak 15, Rest. dest. Wasser und aromat. Bestandteile.) Preis der großen Flasche Mt. 2.50. Beim EinSchutzmarke„ Mädchenkopf" zu erhalten fauf achte man darauf, das echte Ferromanganin mit In Apotheken erhältlich, wenn nicht vorrätig in der Universitätsapotheke 3um goldn. Engel" in Gießen- Engel- Apotheke Frankfurt a. M. Apotheke in Ulrichstein( Oberhessen) und Stern- Apotheke in Kassel. - Hygienische Bezirkssparkasse Gießen. 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Januar 1907 zur Rü fommenden 3/ oigen Sauldverschreibungen der der Stadt Gießen von den Jahren 1893, 1894 find gezogen worden: Mineralquellen bei Echzell, Oberhessen, von altersher rühmlichst bekannte Mineralquelle der Wetterau, seit 1823 ge faßt und zu ausgedehntem Versandt benußt, ist infolge hoben, natürlich en Kohlenfäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. a) vom 1893er Anlehen: Lit. L. 18, 64, 99, 134, 235, 292 über 2000 M. 22, 33, 39, 98, 150, 230, 257, 369 über 10 N. 136, 158, 277, 289, 320, 335, 357, 36 " " " " 423, 434, 534, 535, 565, 591, 706 über 0. 104, 132, 138, 139, 164, 262 über 200 P. 13, 59, 93, 102, 208, 274, 292, 379 über 1 b) vom 1894er Anlehen: Lit. L. 346, 352 über 2000 Mr. M. 495, 499 über 1000 Mt. " " N. 842, 852, 859, 980, 1036, 1074 über 500 0. 302, 383, 400 über 200 Mt. " Н P. 447, 479, 497, 522 über 100 Mr. c) vom 1895er Aulehen: Lit. L. 442 über 2000 Mt. M. 549 über 1000 Mt. Н N. 1163 über 500 Mt. " O. 466, 486 über 200 Mt. " P. 607 über 100 Mt. " Es wird dies mit dem Anfügen zur Kennt Besitzer der borbemerkten Schuldverschreibungen daß die Einlösung derselben bei der Stadtkasse: Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfu und Gießen erfolgen fann, sowie daß die Verzinsung mit Dezember 1906 aufhört. Von den in vorhergehenden Jahren aus Schuldverschreibungen sind noch nicht zur Rüd borgelegt worden: Lit. O. 266, 319, 397 über 200 Mr. " P. 6, 24 über 100 Mt. Gießen, den 25. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 20. Auguft 1906 angeordnete& der Stephanstraße zwischen Goethe- und Bleid wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Vergebung von Arbeiten. Die bei dem Umbau des III. Schulsaales in Allendorf a. Lumda Eine glückliche Konzentration von Salzen, unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer borzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und haus zu des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Sicht und Harnbeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Auto ritäten von erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen im Wege des schriftlichen Angebots vergeben Die Arbeiten sind, wie folgt veranschlagt: durchgreifender Wirkang. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. Bettnässen ( auch Hosennässen) beseitigt unt. Garantie sofort! Alter, Geschlechtsangabe. Retourmarke erbeten! Auskunft erteilt umsonst: Institut Sanitas, Stadtamhof 112 in Bayern. A Prima Speisekartoffeln Sotpie Feinste Salatkartoffeln liefert billigit J. Hankel, Gießen, Schloßgasse. 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Bürgermeisterei Allendorf a. zusenden, wo alsdann in Gegenwart etwa erf Bewerber die Eröffnung der Angebote erfolgt. schlag und Plan, sowie die Bedingungen lieget Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. 2. zur Einfe offen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 18. September 1906. Der Großh. Kreisbauinspektor des Gießen. Diehm, Großh. Baurat. + Dank. Herrn F. M. Schneider in Meiken i. S. sage ich hiermit Dank, daß ich durch seine briefliche Behandlung ohne Berufsftörung von meinem schweren Leiden in kurzer Zeit vollständig geheilt worden bin. Jah litt an beftigen Schmerzen im Fuß, die Schmerzen gingen von den Hüften bis Fußgelent, sodaß ich nur mit Mühe ganz frumm gehen konnte, aber nach der Behandlung des Herrn F. M. Schneider in Reißen i. Sachi, Nikolaisteg 8, wieder stramm und aufrecht ohne Schmerzen gehen kann. Jakob Seizinger, Maurermftr. Lobenhausen, D.- A.Gerabronn Maschinenschlosser( Württemberg). stellt kommenden Monat ein. Biebertalbahn. Dienstmädchen Altbewährt! 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Es to Bu- nicht einmal mus Luft am Stand Der gewöhnliche befindlichen der p gorjam leiften fönn