Kabankal баз Untler! Faffe mich Dant baß bu ba warst. Hast ihm fitr ein Anirps gegen so eine bumm noch nicht. Wirb auch wiederkomme weiter nicht, laß mich nur erst ma mir alle Rippen im Leibe zerbrochen. Banden, Hengst und zieh mich had gebracht? glaube, ex tft an Dosen Kopfschmerzen ja, Herr, so gut ichs in d Menschen ranitrengenden körperlite Heiten Menichen Entkräft gung Entkräftung zur Fog aufregender Art find. En lene, der Genelende Kran 0.S B. Anstrengung und je grör Frankheit, je größer nadir fchen sind keine hungrig nen nicht wie gewöhnli durch reichliche Zufuhr Appetit zur Einnahme die nd, fo reichliche Nahrung en das, was die moder rung, die jedem fchmed Bestandteile enthält, die z tig find. das bekannte Mährpräpar g derfelben ist verfucht u utachten auch erreicht worde fondern jedem auch länge wirklich nährt und das Nr. 251 ben w.Beupterbebition: Gießen, Selterweg 80. Fernspremanfilak Ar. 362. Donnerstag, den 25. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Contibellagen: Oberbeffiche Familienzeitung( unb bie Gießener Seifenblasen( widentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) nabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) fr Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberkein Das Neueste. Ein Parlamentarier behauptet im„ Darmstädter Tägl. Anz." die Bestätigung Eißnerts sei durch das Ministerium und zwar mit zwei gegen eine Stimme erfolgt. Der Provinzialdirektor von Starkenburg von Graney wird demnächst in den Ruhestand treten. Als sein Nach folger soll der Offenbacher Kreisrat v. Hombergt in Frage Tommen. Die Reichstageersagwahl in Stade ergab Stichwahl zwischen Reese( nationallib.) und Ebert( Soz.) In HadersLeben siegte der Däne Hanssen. Die Stadt Köpenick erhöhte die Belohnung auf die Ermittelung des Aussenräubers van 500 auf 1000 Mt. Die Verhandlungen der Elbeschiffer in Dresden sind gescheitert. Die Reedereien verlangen zunächst Wiederaufnahme der Arbeit und wollen alsdann mit ihren Leuten berhandeln. Das Schwurgericht Konstanz verurteilte den 22jährigen Maurer Anton Hof zum Tode. Als Goluchowskis Nachfolger hat der österreichische Botschafter in Petersburg Baron Aehrenthal das Portefeuille des Auswärtigen angenommen. " Einwanderung. Der Deutschen Reform- Korrespondenz" wird aus Berlin geschrieben: Che das Reich und ehe der Norddeutsche Bund bestand, Lonnte man bei uns jahraus jahrein die Klage hören, daß die Auswanderung dem Land die besten Kräfte nehme, es der Ver armung entgegenführe. Den Grund aber für die Erscheinung, die man beklagte, ohne fie abstellen zu können, wurde wenigstens in den Tageblättern und im öffentlichen Gespräch im Militarismus" gefunden, der das Land erdrücke. Jeder Taler des Militärbudgets galt als Ankläger und als Förderer der Auswanderung. Inzwischen haben sich die Verhältnisse völlig geändert. Das Militärbudget ist recht stattlich gewachsen, weit über das Berhältnis der Geldwertverminderung hinaus, und kein Mensch flagt mehr über seinen Druck. So fest ist die allgemeine Ueberzeugung geworden, die Höhe des Militärbudgets stehe außerhalb jeder Beziehung zum nationalen Wohlstand und könne ihn gar nicht mindern, daß man ohne weiteres jeden für nationalökonomisch minderwertig hält, der sich zu einer anderen, zu der früher die ganze öffentliche Meinung beherrschenden Anschauung bekannt. Gleichzeitig hat sich die Bevölkerung Deutschlands in ungewöhnlichem Maße vermehrt. Der Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle übersteigt bereits die erstaunliche Zahl tel werden und ist es geworde bon 800 000 jährlich. Und trotzdem ist Deutschland aus iche Mahrung, die jede jeden nährt; fie kann einem Auswanderungsland ein Einwanderungsland geworden. Was noch von Deutschland fortzieht und fremde Länder zu bauernder Niederlassung aufsucht, das folgt nicht einem allnzung der täglichen Nahr gemeinen Drang, sondern hat ganz bestimmte Einzelmotive. Anschaffung für jeden mög Da find Verwandte, die vor Jahren ausgewandert, die in günstige Lage gekommen sind und nun lockende Einladungen Siftigungsmittel für gelund schicken; da sind Verdrießlichkeit ganz persönlicher Art, die 5 Pf Mart rium Laufer Regensburg ein ein Mart cht Fräulein en Sie mir, fes und ers ersten Etage. n Haufe der tat basfelbe ich dankend paar einen Wechsel des Wohnorts wünschenswert machen. Aber ein eigentlicher Auswandererzug ist nicht vorhanden. Vielmehr haben wir troß des mächtigen Menschenzuwachses noch großen Menschenmangel, und die 600 000 der in Deutschland arbeitenden Ausländer haben unsern Menschenhunger noch lange nicht gestillt. Giessener *** Catern. P 111 Nachdruck verboten. Grimmerger Gallmabd. O Griminerg, huch! du edle Stadt, Dou best merr werdh unn lieb, Wann aach die beese Wäld behaabt ' s wär Alles nor„ äh'n Grieb." Unn woas för Werrer hatt err heut!- Kaa Gallbreuh goabs, faa bies, Nor Sonneschei unn Herbstesduft- Bahl wäi im Paredies!- Das alles klingt rätselhaft. Doch des Rätsels Lösung ist einfach genug: Wir waren ein armes Land und find zu Reichtum gekommen, so daß Ausgaben, die uns früher Seufzer erpreßten, jetzt mit Leichtigkeit von uns getragen werden, auch wenn sie die doppelte und dreifache Höhe erreicht haben. Die deutsche Industrie hat sich in wunderbarer Weise entwickelt und beschäftigt immer mehr und mehr Personen, so daß sie bereits angefangen hat, der Landwirtschaft, die keine Fabrikarbeiterpreise zahlen kann, die notwendigen Arbeitskräfte zu entziehen. Wir exportieren Waren, und darum brauchen wir feine Menschen zu exportieren. Im Gegenteil. Dieses Gegenteil hat unerfreuliche Begleiterscheinungen. Wir bekommen Slawen und Italiener in nicht unbeträchtlicher Zahl ins La..d, und das führt zuweilen zu nationalen Unbequemlichkeiten. Es wird auf der einen Seite darüber geflagt, daß die fremd= ländischen Arbeiter den einheimischen die Preise verderben, und wiederum, daß die industrielle Nachfrage die fremdländischen Arbeiter bestimme, weit höhere Lohn- forderungen als bisher zu stellen. Diese Schattenseiten der Einwanderung sollen nicht geleugnet und in ihrer nicht vergessen, daß die Einwanderung an und für sich schon Bedeutung nicht unterschätzt werden. Man darf aber auch erhebliche Forderungen bringt. Wie bescheiden immer die Lebensanforderungen der Zuzüglinge sein mögen etwas brauchen fie immer, und so erhöhen sie den heimischen Konsum. Dadurch wird die Industrie positiv gestärkt, deren Gedeihen wesentlich davon abhängt, daß fie einen aufnahmefähigen heimischen Markt zu versorgen hat. So hilft der zuziehende ausländische Arbeiter nicht bloß der deutschen Industrie in der Erhöhung ihrer Produktionsfähigkeit, sondern sorgt zus gleich für eine Erhöhung ihres Absages. Die heimischen Arbeiter aber haben sich im großen und ganzen über die Konkurrenz der Ausländer auch nicht zu beklagen. Denn in der Regel werden die Ausländer nur in die niedersten Stellungen und Beschäftigungsarten einrücken, sodaß die heimische Arbeiterbevölkerung den besser bezahlten Arbeiten sich zuwenden kann. So bewirkt die Einwanderung ein lang sames, aber ununterbrochenes Emporsteigen der einheimischen Arbeiter. Deutschland macht jetzt die Erfahrungen, die Amerika mit der Einwanderung schon früher gemacht hat. Beide haben Gewinn davon, beide find von dem Sättigungspunkt noch weit entfernt. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Der Reichstag hat im laufenden Etat für die Ver. größerung des Nord- Ostsee- Kanals 100 000 Mark zur Projeftierung bereit gestellt. Es ist nicht nur eine wesentliche Verbreiterung und Vertiefung nicht nur der Schleusen, sondern der Gesamtanlagen des Kanals in Aussicht genommen. * Von irgend welchen bestimmten Beschlüssen der Reglerung zur Fleischteuerung kann wenigstens in bezug auf die Milderung der Grenzsperren noch nicht die Rede sein; die Dinge werden aber dem Vernehmen nach so ernst angesehen, daß man erneute Erörterungen unter den Bundesregierungen über die Fleischteuerungs- und Fleischversorgungsfrage für unabweisbar gehalten hat. Diese sind eingeleitet, ihr Ergebnis aber noch nicht vorherzusagen. Neuerdings beschlossen die Stadtverwaltungen von Köln und Danzig, sich erneut an die preußische Staatsregierung wegen Milderung der Einfuhrbestimmungen für Vieh und Fleisch zu wenden. Der Gallmahd wer dann aach widder emol glicklich erim unn noach beste Kräfte iwwerschdanne. Es woar derr awwer aach e Werrer, wäi's däi Grimmerger schont seit 40 Joahr uff däi Gallwoch net hatte. Doas waas joa ewwe des tlaanst Keend, doaß däi Mähd taa gruß Bedeuding mehr hawwe gejc freuher, awwer de Gallmahd, der eß noch groad so gruß unn aach so schih, wäi freuher aach. Woas woar doas e Vergniege und e Loftbarkaahd, woas e Menscheschbiel, woaß e Masse Bude, en Cirkus Rosenberg, aach Sahldenzer, unn zwaa Karesselle, dem Lehmann sei„ Tunnelbah Ünnersee boot" unn em Krämer von Biedefopp sei zwaaschdöckig, en Kinnemattograf, e Schießbud unn Gott waas! woas sonst noch all. Unn woaß des Scheenste vom Ganze woar, doaß nor a ahnzig Wördschaft uff'm ganze Festplatz woar, unn dät is nett rich dig frequendird worrde. Daderrför war awwer im Iwwrige deß Ver gniege desto greeßer unn Männlein wäi Weiblein hawwe fich minnanner amifierd, so goud wär's ging. Doa woarn awwer aus alle Himmelsrichdunge die Mensche verdrede unn woas deß allerschöhnste debbet woar, doaß nett ah bees Wördche gefalle is, sonnern Alles hott sich in de greeßte Grenze des Dahnschdands bewegt. Benebst viele ahle Weiwer woarn awwer | Oefterreich- Ungarn. ** An Stelle Goluchowskis tft Freiherr v. Aehrenthal zum Minister des Aeußeren ernannt worden. Freiherr bon Aehrenthal hat das Portefeuille angenommen. Rufeland. ** Wenn es auch an größeren Schlägen der Revolus Honäre fehlt, fo find doch Ueberfälle und Räubereien noch immer an der Tagesordnung. Folgende Meldungen liegen vor: Tiflis, 24. Ottober. Ein von Kars tommender Postwagen ist von zehn Räubern überfallen und um 29 000 Rubel beraubt worden. Die Grenzwache verfolgt die Räuber. Werchneudinst, 24. Oftober. Die hiesige Güterftation wurde nachts von 20 Räubern überfallen, doch schlugen Soldaten von einem bei der Station haltenden Militärzuge die Räuber in die Flucht und nahmen sechs von ihnen fest. Tschita, 24. Oktober. Beim Revisionsverfahren im Prozeß gegen Mitglieder des Militärverbandes verurteilte das Militärgericht zwei Leutnants zum Verlust der Standesrechte und Verbannung. Die übrigen Angeklagten wurden zu Ausschließung aus dem Dienst und zweijähriger Festungshaft verurteilt. Beide Leutnants und ein dritter An geflagter wurden nach Fällung des Urteils flüchtig. Petersburg, 24. Oktober. Den Regierungsbehörden der Hauptstädte wurde befohlen, eine neue Registrierung der wohnberechtigten Juden vorzunehmen und alle nicht wohnberechtigten erbarmungslos auszuweisen. Bei den Ausweisungen, die schonungslos vor sich gehen, spielen fich herzzerreißende Szenen ab. frankreich. ** Der internationale Pariser Kongreß zur Unterdrückung des Mädchenhandels sprach sich einstimmig zugunsten der Errichtung von Ortsausschüssen und Informationsbureaus an der Grenze und in den Hafenstädten aus. Der Kongreß äußerte ferner den Wunsch, daß die Schiffahrtsgesellschaften den Regierungen auf den Mädchenhandel bezügliche Mitteilungen liefern möchten. ** Das durch Clémenceau neugebildete Ministerkabinet fetzt fich wie folgt zusammen: Präsidium und Inneres Clémenceau, Justiz Guyot- Dessaigne, Auswärtiges Pichon, Unterricht Briand, Finanzen Caillaug, Krieg Picquart, Marine Thomson, öffentliche Arbeiten Barthou, Handel Doumergue, Ackerbau Ruau, Ministerium für Arbeiten und Gesundheitspflege Viviani, Kolonien Millies- Lacroix. Sämt liche Mitglieder des neuen Kabinetts mit Ausnahme von Millies- Lacroix traten zu einer Sigung zusammen. Man regelte endgiltig die Frage der Besetzung der Unterstaatssekretariate. Das Ministerium hat nach den französischen Blättern entschieden radikalen Charakter. Dem Kabinett gehören an sechs Radikale bezw. Sozialistisch- Radikale, der gleichfalls zu den Radikalen gehörende General Picquard, zwei unabhängige Sozialisten, zwei Mitglieder der demofratischen Linken und schließlich ein Mitglied der demokratischen Vereinigung. Türkei. ** Die Redifbataillone von Durrazo und Firava find ans Yemen zurückgekehrt. Das erste Bataillon hat einen Verlust von 472 Mann, das andere einen solchen von 135 Mann gehabt. Um den seit 14 Monaten rückständigen Sold zu erhalten, veranstaltete die Mannschaft vor der Ent Lassung eine lärmende Demonstration. ** Nunmehr ist die Kretakrise als überstanden zu betrachten. 8aimis gelana es. die Parteien miteinander zu aach e Unmasse schiene Mäddercher doa, däi von meiner Seid aus mett besonnerem Indresse besichdigt worde finn. Unn weil äich im Besuch von Mahd unn alle sonstige Festlichkeide Spezialist bin, so draff äich dann nadierlich aach de Zockerbäcker von Beuringe, der mett seine Klarnett die ganz Weld unsicher unn dorch die scheußlich schöne Töne aach Mensche rasend mächt. Bet de ehrschde Begrießung hadd äich eingendlich die Absicht, das fuffzigjährige Juwiläum unserer Begegnnng auf alle meegliche Festlichkäde zu feiern, awwer doa erfuhr äich dann glicklich von seiner Fraa, doaß de Stehf von de Violin, däi err doch immer bei sich hott, abgebroche woar unn doaß deshalb för deßmoal die mussigalische Doarbiedungene Eischränkung erfoahrn mißte. Kaan Mensch woar froher wät äich, unn unner Verabfolgung von zwaa Nikkel á 10 haww äich mein Zockerbäcker mitte em Wissegrond stih geloasse. Vom Zockerbäcker wolle merr noch emol abschwenke zu zwaa blaue Aage, däi em e wunnervolle Mädche erb- unn eigedhiemlich woarn. Doas woar uch e poar Aage, e poar Aage! fast goar net ze beschreiwe! Unn je mehr äich in die Aage geguckt hobb, je mehr iß de Gedanke in merr erwacht: - Ach, wenn's doch nor alle Doag Gallmahd wer! 38. FELE st er 117 ent ng a n. bersöhnen und durch die Erklärung, daß eine administrative Rontrolle nicht stattfinden und daß eine Finanzkontrolle nur auf eine eventuelle Anleihe sich beschränken werde, zu beruhigen. Kleine politifche Nachrichten. Stade, 23. Oktober. Stichwahl zwischen dem Nationalliberalen Reese und dem Sozialdemokraten Ebert ist das Ergebnis der Reichstags- Ersatzwahl im 18. Hannoverschen Wahlkreise Stade- Bremervörde. Hadersleben, 23. Oktober. Bei der Reichstags- Ersatzwahl im Kreise Hadersleben- Sonderburg wurde der Däne Hansen im ersten Wahlgang gewählt. Washington, 24. Oktober. Schaßsekretär Shaw hat seine Demission gegeben, nachdem seine Stellung infolge seiner Schroffheit gegen die Finanzwelt unhaltbar geworden war. Tanger, 24. Oktober. Die Lage in der von den Aufständischen eingenommenen Stadt Arzila hat sich verschlimmert. Man befürchtet weitere Gewaltmaßregeln Raisulis. Die Polizei posten in der Umgebung von Tanger wurden verdoppelt. Hof und Gefellschaft. Bestern empfing der Kaiser den österreichischen Generalstabschef Feldzeugmeister Grafen Bed. Der Kaiser wird Ende November und Anfang Dezember der Jagdgast berschiedener schlesischer Magnaten sein. Er wird den Herzog bon Ratibor in Schloß Raudten besuchen, den Herzog von Ujest in Slawenziz und den Fürsten von Donnersmard in Die Neuded, um bei ihnen dem Weidwerke obzuliegen. Hofjagd in Lezlingen wird am 7. und 8. November statt finden. - In den letzten Tagen wurde der Papst wieder von einem Gichtanfall heimgesucht. Dr. Lapponi äußerte auf Befragung, es liege ein sehr leichter Gichtanfall im rechten Knie vor. Das Befinden besserte fich so, daß der Papst gestern den deutschen Staatssekretär von Tschirschky empfangen onnte. Deer und flotte. Unfall in der deutschen Marine. Das Torpedoboot S 71 stieß beim Einlaufen in den Wyfer Torpedobootshafen gegen eine Mole. Das Schiff erlitt Beschädigungen und mußte zur Reparatur in die faiserliche Werft gehen. Für die Kriegerwitwen. Am Geburtstag der Kaiserin verteilte der deutsche Kriegerbund 46 000 Mark an hilfs bedürftige Witwen verstorbener Krieger. Maßregelung eines Kriegervereins. Dem schon seit bielen Jahren bestehenden Kriegerverein zu Wilster in Schleswig hat der Regierungspräsident die Erlaubnis zur Führung einer Fahne entzogen, weil der Verein sich weigert, bem neugebildeten Kriegerverband für den Kreis Steinburg beizutreten. Der Verein will fich indessen diese Bestrafung nicht gefallen lassen, sondern beim Minister die Aufhebung ber Verfügung beantragen. Das gesunkene Unterseeboot ,, Lutin" ist mittels eines Schwimmdocs gehoben und nach einer weniger tiefen Stelle geschleppt worden. Man hofft, das Boot weiter nach einer nur 30 Meter tiefen Stelle bringen zu können. Eine Amazonenfchlacht im englischen Unterbaufe. No. London, 24. Oktober. Mit einer ungewöhnlich stürmischen Ouverture hat die Herbstsession des Unterhauses begonnen, Szenen, wie die gestern stattgehabten, sind noch nicht erlebt worden. An der Stätte, wo sonst ernste Parlamentarier über des Volkes Wohl ju Rate fizen, zanfte, teiste und schrie eine Gesellschaft ,, wahl. toller" Weiber. Ein Höllen- Brueghel fönnte die Vorkomm nisse nicht halb so festhalten, die kühnste Phantasie wurde burch die Wirklichkeit übertroffen. - Das ins Gefängnis. Unisono lehnten die streitbaren Damen beides ab, fie wollten weder zahlen, noch„ fizen". weitere muß man abwarten. Ob der Frauenbewegung damit gedient wird, wenn fanatische Elemente, in dem Glauben, zur Vertretung der Interessen der Frauen berufen zu sein, derartige Radauszenen herbetrufen, muß stark bezweifelt werden. Es ist jedenfalls auf das Schärfste zu verurteilen, wenn man versucht, durch derartige, unwürdige Protestfundgebungen, das zu erzwingen oder zu ertroßen, was vielleicht auf friedlichem Wege schneller und besser erreicht werden kann. Soziales Leben. X Ueber die Lage im Ruhrrevier wird am Freitag die Siebenerkommission in Essen Beschluß fassen. Man glaubt, daß ein Streik sofort nicht ausbrechen wird, da die Verbandsführer unter feiner Bedingung einen Vertragsbruch herbei. führen wollen. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß eine Kündigung mit gefeßlicher, also vierzehntägiger Frist erfolgt. × Jm Binnenschifferausstand haben die Arbeitgeber in einer Generalversammlung beschlossen, sich feinesfalls mit der Ausstandsleitung bezw. der Seftion des Binnenschiffer- und Hafenarbeiterverbandes in irgend welche Verhandlungen einzulassen, sondern nur von ihren Arbeitern Forderungen und Wünsche entgegenzunehmen, unter der Bedingung, daß die Arbeit von ihnen sofort bedingungslos wieder aufgenommen wird. Nah und fern. † Gräfin Montignoso und ihre Kinder. Das Zusammen. treffen der Gräfin Montignoso mit ihren beiden ältesten Söhnen, dem Kronprinzen Georg und dem Prinzen Friedrich Christian von Sachsen, hat heute in München stattgefunden. Die Prinzen begeben sich morgen zu ihrem Vater, der gestern über München nach dem Süden abgereist ist. † Um einen Schirm. Der Oberförster Schönberger, der aus Magdeburg in Potsdam anfam, bemerkte, als er aus dem Zuge stieg, daß er seinen Regenschirm im Koupee stehen gelassen habe. Er wollte noch in den bereits in Bewegung befindlichen Zug hineinspringen, fiel aber und geriet unter die Räder. Dem Bedauernswerten wurden beide Beine ab= gefahren, so daß er im hoffnungslosen Zustande nach dem Krankenhaus gebracht werden mußte. Kaum hatte der Premierminister Sir Henry Campbell Bannermann seine Begrüßungsrede gehalten, als von der äußeren Galerie ein müſtes Geheul und Getobe in den Saal hineinschallte. Ungefähr 30 der enragiertesten Wahlrechtsfämpferinnen glaubten nun den Moment gekommen, um die turbulenten Szenen, zu deren Schauplatz jene Fanatiker des Wahlrechts der Frauen sich fürzlich die Straße aussuchten, hier im Parlament zu wiederholen. Jene Frauen, die sich berufen fühlten, die Rechte des zarten" Geschlechtes zu bertreten, geberdeten sich wie Megären. Wild durch= einander schollen die Rufe: Frauenstimmrecht! Freiheit! Wir find feine Sklaven I und andere mehr. Eine der Frauen bestieg ein Sofa, und mit schriller Stimme schrie fie in das Tohuwabohu etwas hinein, was sie für eine Rede hielt. Eben ertönte wieder der Schrei: Was fümmern uns eure Gefängnisse! da erschienen die Konstabler auf der Bildfläche. Die sich nun entwickelnden Bilder spotten jeder Beschreibung: die radikalen Damen wehrten sich mit Händen und Füßen, mit Krazen, Beißen und Schlagen gegen die handfesten Konstablers. Erst als ein verstärktes Aufgebot von Schuhleuten erschien, fonnte mit Erfolg gegen die Rasenden vorgegangen werden. Mit Todesverachtung wagten Fich die fühnen Sicherheftswachmänner in den Bereich der Fingernägel der Wahlrechtlerinnen, wie die Tieger fielen diese über die Männer her und bald bewiesen herumliegende Fezen bon Kleidungsstücken, wie energisch die modernen Amazonen ihre Freiheit zu erkaufen suchten. An Händen und Füßen mußten die Frauen gepackt und so auf die Straße ge= Schleift werden, ohne daß sie ihren Widerstand aufgaben. Kaum draußen angelangt, wurden die Inhaftierten von einer Schreienden Menge empfangen, die Miene machte, gegen die Bolizei Stellung zu nehmen und die Häftlinge zu befreien. Auf der Polizeistation hielten diese Märtyrerinnen für das Bahlrecht der Frauen" begeisterte Brandreden, bis man sie, anscheinend nicht ganz höflich, zum Schweigen brachte. Zehn der Amazonen wurden in Haft behalten, die andern, deren heißer Rachedurst und fühner Mut im Polizeirevier gewaltig abgekühlt war, mit einer Verwarnung entlassen. Die zehn Rädelsführerinnen aber wurden vor den Kadi geführt. Dieser faßte die ganze Sache von der fomischen Seite auf und beschloß, die Frauen an ihrer empfindlichsten Stelle, an ihrem Geldbeutel zu strafen. Dann fällte er folgendes Urteil: Entweder ihr zahlt fünf Pfund Sterling als Sicherheit für euer ferneres Wahlverhalten oder ihr svaziert auf amei Monate Der Mörder † Der Schandauer Mörder verhaftet. Arthur Schilling aus Chemnitz, der wegen mehrerer Bluttaten in der sächsischen Schweiz steckbrieflich verfolgt wurde, ist in Kamenz verhaftet worden. Er hat die Ermordung der 13 jährigen Frieda Thiermann und den Mordversuch an der Botenfrau Richter bereits eingestanden. Aus der Provinzial † Entsprungener Knabenräuber. Frrenanstalt zu Treptow a. Rega entwichen ist der dort untergebracht gewesene gemeingefährliche Geistes tranfe frühere Seemann Emil Miller. Der Entwichene ist wegen schweren Diebstahls mehrfach vorbestraft. Seine letzte Straftat war die Aufsehen erregende Entführung des fünfjährigen Knaben Rosenberger in Stettin, die er in Gemeinschaft mit dem Glaser Steinweg und dem Arbeiter Fuchs ausführte. Der Haupttäber Miller, der den Knaben in einen Sad gesteckt aus der elterlichen Behausung forttrug, war straffrei geblieben, da ihn die gerichtlichen Sachverständigen für geistesfrant erklärten. † Ein mysteriöser Leichenfund beschäftigt zur Zeit die Behörden in Orlamünde. Dort wurde unweit der ellanfabrik Freienorla die Leiche eines Mannes gefunden, die schon einige Wochen im Wasser gelegen haben dürfte. Die Taschen des Toten enthielten verschiedene Wertsachen und einige Sparkassenbücher mit einer Gesamteinlage von über 2000 Mart. Die weiter aufgefundenen Legitimationspapiere lauten auf den Dienstknecht Theodor Gehring, der aus der Nähe von Koburg stammt und zuletzt in einem thüringischen Orte als Kutscher in Stellung war. Das Auffallendste ist, daß der Kopf der Leiche eine schwere Schußwunde aufweist. Ob ein Mord, Selbstmord oder Unglücksfall vorliegt, fonnte bisher nicht festgestellt werden. als zu schwach, da die Neger wie wilde Tiere fämpften. Schließlich konnte der Tumult durch Neger- Pastoren beruhigt werden. Bunte Tages- Chronik. Halle, 24. Oftober. Heute nachmittag stürzte in einem im hiesigen Volkspark im Bau befindlichen Saale das Jnnen gerüst ein. Sieben Maurer wurden lebensgefährlich verletzt. Als Mörder des Landwirts Oldenburg, 24. Oftober. Strathmann in Petersdorf ist der Bandmann Emlen, ein Verwandter des Ermordeten, verhaftet worden. Emfen hat bereits ein Geständnis abgelegt. † Räuberfrechheit. Ein einzelner Räuber plünderte in einer sehr belebten Straße in Manchester ein Postamt aus, obgleich sich sechs Personen in dem Postamt befanden. Der Räuber, der den Postmeister mit einem Revolver bedrohte, ergriff nacheinander vier Häuschen von je 20 Sovereigns, die er in seine Manteltasche steckte. Während dieses Auftrittes befanden sich außer dem Postmeister drei weibliche Postbeamte und zwei Telegraphenjungen in dem Dienstraum, die alle das Sprachvermögen und die Bewegungsfähigkeit verloren zu haben schienen. Der Räuber ging, den Postmeister stets unter der Waffe haltend, rüdwärts nach der Tür, steckte dort seinen Revolver ein und verschwand. Mülheim a. Ruhr, 24. Oktober. Vergangene Nacht wurde bei Speldorf der von der Nachtschicht kommende fiebzigjährige Bergmann Seyen überfallen, seiner Barschaft beraubt und alsdann in die Ruhr geworfen. Die Leiche wurde gelandet. Der Raubmörder ist bisher noch nicht ermittelt. Ein $ Der Großh Bermählung der mit dem Grafe alten Palais f Teil der Räu Freiherrl. Riebefelf Berfügung geftel * Der Groß mtmann bei dem R Minifterialfefre Rajor a. D. Freibe Om 1. Robbr. 19 Rauheim ernann Der Großt Bolizeidiener Kar meine Ehrenzeichen erlieben. Erledig partei Köbbi * Bei der L Böchft Rönig wurd gewählt. Dld- Hö bund) 8 Stimmen rafahung gebracht, Wahlmannern der Defonom G. Büchne 3 liberale Dld nur Der nationa Brilon, 24. Oktober. Im Schlachthause wurde durch unvorsichtige Handhabung des Schußapparates statt eines Bullen der ihn zur Schlachtbank führende Geselle des Metzger. meisters Heizig getötet. † Der Untergang des Warjagin". Neuere Meldungen berichten, daß der Kapitän des russischen Dampfers ,, Warjagin", der am 21. Oftober auf eine Mine geriet, das Schiff vor fichtigerweise etwa vier Meilen nördlich der Torpedolinie führte. Trotzdem geriet der Dampfer beim Mandschurischen Kap mit seinem Hed auf eine Mine. Anderthalb Minuten nach der Explosion sank das Schiff. Von den Passagieren, deren Zahl 200 betrug, wurden 47, von den 23 Mann der Besatzung 12 durch Ehinesen gerettet. Die Namen der Umgekommenen sind noch nicht befannt. = Vermischtes. - Die Jagd auf den Kassenräuber von Köpenick ist bisher noch immer erfolglos verlaufen. In Pirmasens hatte man einen Handelslehrer Rung verhaftet, da dieser aber sein Alibi bom 15.- 18. Oktober nachweisen fonnte, mußte man ihn wieder freilassen. In Amsterdam hat man ebenfalls einen Verdächtigen verhaftet, der in Berlin zuletzt gewohnt haben will, und eine Ueberfahrkarte nach Newyorf verlangte. Die Nachforschungen über die Identität dieses Mannes, der sich Lara nennt, find noch nicht abgeschlossen. Die Vers Bui des Bürgermeisters von Köpenid erinnert an die Weguyrung des englischen Königs Karl I. von Holmby House, wo er unter Obhut der Kommissare' des Parlaments war. Der Vorgang wird folgendermaßen geschildert: Am 3. Juni 1647 erschien die Truppe Joices in Schlachtordnung auf dem Hofe des Schlosses. Der König erschien oben auf der Frei treppe: Herr Joice," sagte der König, ich habe Sie zu fragen, fraft welcher Vollmacht Sie sich meiner zu bemächtigen und mich von hier fortzuführen gedenken." Majestät, ich bin gesandt durch die Vollmacht der Armee." " Das if feine gesezmäßige Vollmacht. Haben Sie einen schriftlichen Auftrag von Sir Thomas Fairfax?"" Ich habe die Be fehle der Armee, und der General gehört zur Armee." Das ist teine Antwort; der General steht an der Spize der Armee. Sagen Sie mir, wo ist Ihr Auftrag?" Da ist er, Majestät." Wo denu?" ,, Dort, hinter mir." Und er zeigte auf seine Soldaten. Niemals sagte der König, , habe ich einen derartigen Auftrag gesehen, ich gebe zu, er ist in schönen, sehr leserlichen Buchstaben geschrieben." † Die falsche Prinzessin. Bestern mittag versuchte eine etwa 60 Jahre alte Frau in Königsberg i. Pr. dem im Schlosse wohnenden Prinzen Friedrich Wilhelm etn Anliegen vorzubringen; sie gab sich bei dem Doppelposten vor dem Schlosse als Prinzessin von Oldenburg aus, worauf die Posten präsentierten, die Hauptwache trat ins Gewehr und das Spiel wurde gerührt. Der die Wache tommandierende Vizefeldwebel bot der angeblichen Prinzessin auf deren Wunsch einer. Stuhl. Es entstand eine große Menschenaufammlung, auf die die Polizei aufmerksam gemacht wurde. Die angebliche Brinzessin wurde schließlich als eine geiftestranke Wittwe aus Königs. berg festgestellt; fie wurde nach dem städtischen Krankenhause gebracht. " † Negertumulte im Theater. In einem Theater in Philadelphia wurde ein Stüd aufgeführt, das zahlreiche für das Negertum beleidigende Stellen enthält. Darauf drangen während der Vorstellung mehr als 2000 Neger ins Theater ein, bewarfen die Schauspieler mit faulen Früchten, Eiern und Steinen, stürmten auf die Bühne und verjagten die Schauspieler. Darauf wurden die Zuschauer von den wütenden Negern angegriffen. Die berbeiaerufene Bolizet erwies sich = - " - - H - " ** * den 4. Nov. zum F 林 Jagden. 1 jajan. - gebiete der Herren S wurden während ein 46 Rebe, 36 Hafen In 1 Freiherrn v. Miffl Jagd abgehalten. 3 Safen und 2 S Jm abgelaufe partaffe Gießer und einen Geschäftsg Jabresbilanz weift 1 57 325. 18 120 Dienstboten und als Sklavenhandel im Zarenreiche. Jm Tale des Sumlar im Transkaspischen Gebiet wird noch heute ein flotter Stlaven Handel betrieben. Tagtäglich werden dort öffentlich Stiaven zu Dußenden verkauft. Die meisten Sklavenhändler wohnen in dem in dieser Beziehung weit und breit bekannten Dorfe Nuchur. Vorwiegend tommen Berserinnen in Betracht, Frauen, Mädchen und Kinder, die größtenteils in Persien geraubt und nach dem Sklavenmarkt gebracht werden, eine Arbeit, mit der fich hauptsächlich Perser beschäftigen. Interessant ist es, daß die beim Sklavenhandel oft vorkommenden Streitig feiten an Ort und Stelle durch die bestellten Richter ge schlichtet werden, wodurch der Sklavenhandel gewissermaßen einen offiziellen Anstrich erhält. = Glimmerfunde in unseren Kolonien. In den Vitimiri Bergen in Deutsch- Ostafrika wurden größere Lager von Glimmer festgestellt. Der Finder hat Proben eingesendet, über die die königliche geologische Landesanstalt und Berg akademie das folgende Gutachten abgegeben hat: Die vor gelegten Glimmerproben find eine ausgezeichnete Ware, die wegen ihrer Durchsichtigkeit, Klarheit und Freiheit von Fleden und Einschlüssen, die wegen ihrer gesunden, durchaus ebenen, riß und nidfreien Beschaffenheit zu Glimmerwaren und natürlich auch in der Elektrotechnif sehr gut verwendbar ist. Wir schätzen den Wert der Proben auf etoa 5 Mart für 1 Kilogramm. = Ein Dieb mit 36 Namen betrieb in der Rue d'Aligre in Paris unter dem„ bürgerlichen" Namen Marime Jousse ein fleines Milchgeschäft. Zum großen Erstaunen seiner Kunden wurde der ehrenwerte Herr Jousse dieser Tage wegen Bandendiebstahl verhaftet. Jousse stand in Wahrheit, wie die Polizei festgestellt hatte, an der Spiße einer weitver zweigten Gauner- und Diebesbande, die auf sein Geheiß in Paris und Umgegend Diebstähle ausführten. Er selbst hatte in den verschiedensten Stadteilen unter 36 verschiedenen Namen Läden und Depots gemietet, in denen er die ge stohlenen Gegenstände verkaufte und sogar einen schwung haften Handel nach England, Holland und der Schwe betrieb. = Anti- Duellgesete in Spanien. Spanien ist wohl be Hlassische Land der Zweifämpfe, von denen sehr viele nur au bloßer Eitelkeit ausgefochten werden. Doch beabsichtigt die Regierung, in der Zukunft mit großer Strenge gegen di Kämpfenden einzuschreiten, und bereits hat der Justizminiſta Graf von Romanones einen Gesezentwurf vorbereitet, de demnächst den Cortes vorgelegt werden soll. In dieses Gesezentwurf ist vorgesehen, daß in jedem Falle eines Ehren handels ein Ehrengericht angerufen werden müsse, widrigen falls würde gegen ein Duell als Versuch oder als Tat ein Körperverletzung oder eines Mordes nach den Bestimmunge des Strafgesetzbuches mit aller Strenge eingeschritten werden : Der Kanal von Korinth meistbietend zu verkaufen Am 27. November gelangt der Kanal von Korinth samt be dazu gehörigen Immobilien und Remorqueuren zur öffent lichen Versteigerung. Sie erfolgt auf Betreiben der Ban von Empedoklis zur Sicherstellung eines uneinbringlich Guthabens von einer Million Franks. Dieser Schritt richte fich in erster Reihe gegen die Mißwirtschaft der Direktion welche bei Jahreseinnahmen von 300 000 Drachmen di Aktionäre leer ausgehen läßt. = ====- Die größte Postmarke, welche je ausgegeben wurde war eine Fünf- Cent- Marte der Vereinigten Staaten, die fü Zeitungspakete bestimmt war; sie war vier zu zwei Zoll gro Die kleinste Postmarke dagegen dürfte eine 25 Pfennig- Mark von Mecklenburg- Schwerin sein, die im Jahre 1856 au gegeben wurde und kaum ein Viertel der Größe einer ge wöhnlichen Postmarke hatte. Man hat berechnet, daß etw 13 000 verschiedene Sorten von Briefmarken in den ve schiedensten Ländern der Erde ausgegeben worden sind. * Der Oberb Miffion wird fein in der üblichen Wif Samadhit der Verban tagen; in der öffentli wird Prof. Drews Die Fefpredigt hält freien Abendverfamm Dr. Burfter über di Soffor Jules Ramb Bei der Hauptversam Bduld und Unglüc Raumann aus Huber Lz. Die Saf faft hielt bergang Sof ihren erften U diedenen Landsleut Dirletorträge wur Landmannschaft hat fe fets bestrebt ist, a Mitgliedern wa Ein Hana dinft von Siam ein mann, Sohn des Sa direttor der fi crgannt worden. * In Lauterbo eine Eisenbahnb Schulhäu Lehrerstgreibt die Schulhäuser au dem einen Dite w dem Schulgrundf einem Dorfe wurd Lehrer und feine umgewandelt, ohne borde borber gefra emporte Lehrer von er ein Strafmanda * Spinnst Hunderte lang in mehr als bolständ die Spinnftube. ine boltserzieherif lieb, bie Boltsera Matte; bon der Die fitliche und ge Im Laufe der B So mußte in den polizeilich gefloffer erregende Dinge b fi in ihrer urip U wie wilde Tiere Lambiter urch Neger- Paftoren berubit nachmittag titrate in einen efindlichen Saale das Jane den lebensgefährlich berle Cokales. * Der Großherzog wird heute an dem aus Anlaß der Vermählung der Katharina Riedesel, Freiin zu Eisenbach mit dem Grafen Wilhelm von Schib, gen. von Görg, im alten Palais stattfindenden Hochzeitsessen teilnehmen. Ein Teil der Räumlichkeiten des alten Palais ist den Provinzial- Jungviehweiden im Sommer 1906. eine gute Ordnung gehandhabt wurde. Aber auch dort ist| Die Betriebsergebnisse der Oberhessischen die Spinnstube in den letzten Dörfern verschwunden; nur der Name hat sich erhalten. Jetzt versteht man unter jener Bezeichnung Abendgesellschaften jungerLeute beiderlei Geschlechts, die im Winter stattfinden, aber einen ganz anderen Charakter haben als die alten Spinnstuben. 18 Mörder des Landwirt Freiherrl. Riedeselschen Herrschaften für die Hochzeitsfeier den Meisterschaftsfahrer von Deutschland Peter Günter in zur Verfügung gestellt worden. ** Der Großherzog hat am 24. Oft. den Krets. amtmann bei dem Kreisamt Gießen Dr. Paul Wörner zum Ministerialsekretär im Ministerium des Innern und den Major a. D. Freiherrn Wilhelm von Start mit Wirkung vom 1. Rovbr. 1906 zum Kurdirettor in Badder Landmann Emlen, en rhaftet worden. Emten b ber. Vergangene Nacht wurde hicht fommende fiebzigjährige einer Barschaft beraubt und Die Leiche wurde geland nicht ermittelt. Schlachthause wurde dur Schußapparates ftatt eins führende Gefelle des Menga chtes. Nauheim ernannt. ** Der Großherzog hat am 8. Sept. dem bisherigen Bolizeidiener Karl Schmidt 3. zu Lollar das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Dienste" berliehen. ** Erledigt: Die Stelle des Forstwarts dei For ftwartei Köddingen, Oberförsterei Windhausen. * Bei der Landtagserfazwahl im Wahlkreise Höchst König wurde Büchner- König( freis) mit 16 Stimmen gewählt. Dlb- Höchst erhielt 3 Stimmen, Meiniger( Bauernrauber von Köpenid ist bit bund) 8 Stimmen.- Die Wahl hat insofern eine Uebern. In Pirmasens hatte man aftet, da dieser aber sein Ali am hat man ebenfalls eiren raschung gebracht, als von den eigentlich nationalliberalen Wahlmännern der mehr dem Bauernbund nahestehende sp. In Krefeld fonnte W. Pongs auf Brennabor 3 Läufen schlagen. H. Hamburg- Amerika Linie. Die nächsten Abfahrten von Post- und Bassagierdampfern finden statt: Nach New- York: im November: 3. Batavia, 8. Amerika, 10. Patricia, 17. Pretoria, 24. Graf Waldersee, 29. Kaiserin Augusta Victoria; 1. Dez. Blücher, 8. Dez. Pennsylvania. Nach Boston: 6. Dez. Bosnia, 16. Dez. Belgravia. Nach Baltimore wie nach Boston. Nach Philadelphia: 30. Oftbr. Acitia, 10. November Artemisia. Nach Westindien: 1. Nov. Cherusfia. Nach Merito: 29. Oftober Sardinia, 3. November Markomannia. Nach Ostasien: 30. Oft. Spezia, 10. Novbr. Sambia, 20. Silesia. Arabisch- Persischer Dienst: 14. Nov. Canadia. en fonnte, mußte man Defonom G. Büchner gewählt wurde, während der national Fleichnot und die fortgesezte Erhöhung der LebensmittelBerlin zulegt gewohnt haben mach Newport veriangte. Di ität dieses Mannes, der id ht abgeschloffen. Die V liberale Dld nur 3 Stimmen erhielt. * Der nationalliberale Landesausschuß wird Sonntag, Den 4. Nov. zum Fall Eisnert Stellung nehmen. ** Jagden. In dem bei Burkhards gelegenen JagbOn Köpenid erinnert an die gebiete der Herren Dr. Drohm und Mettenheimer- Gießen igs Karl I. von Holmby oil wurden während einer dreitägigen Jagd zur Strecke gebracht: 46 Rehe, 36 Hasen, 6 Füchse, 1 Schnepfe, 1 Huhn und 1 jajan. In letzter Woche wurden im Jagdgebiet des Freiherin v. Müffling unweit Grebenhains eine dreitägige & Ribien oben auf der Frei Jagh abgehalten. Ergebnis: 40 Rehe, darunter 9 Böcke, 3 Hafen und 2 Schnepfen. * Jm abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Bezirtsmisfare' des Parlaments wer ßen geschildert: Am 3. Jum ein Schlachtordnung auf dem er König, ich habe Sie Sie fich meiner zu bemächtigen gedenten." Majestät, id - - cht der Armee."" Das i partasse Gießen eine Gesamteinnahme von 4845 730. und einen Geschäftsgewinn von rund 270000 t. Haben Sie einen schriftlice far?"- ch habe die le Eneral gehört zur Armee."- Seneral steht an der Spitze der ist Ihr Auftrag?" Da i - - ,, Dort, hinter mir." Und Niemala" sagte der König trag gesehen, ich gebe zu, a Buchstaben geschrieben." nreiche. Jm Tale des Sumir noch heute ein flotter Sllava verden dort öffentlich Stiam eisten Sklavenhändler wohnn eit und breit bekannten Dorje Berserinnen in Betracht, Frau, ößtenteils in Berfien geraut gebracht werden, eine Arbe Er beschäftigen. Interessant t el oft vorkommenden Streit irch die bestellten Richter p Sklavenhandel gewissermaja en Kolonien. In den Vitimb wurden größere Lager va nder hat Proben eingejend gische Landesanstalt und Ben Sten abgegeben hat: Die bo eine ausgezeichnete Ware, larheit und Freiheit von Fled rer gefunden, durchaus ebene enheit zu Glimmerwaren un ednit sehr gut verwendbar it Proben auf etoa 5 Mart men betrieb in der Rue d'Alig rlichen" Namen Marime Jou Zum großen Erstaunen fein Herr Jouffe dieser Tage wege Souffe stand in Wahrheit, an der Spize einer weite Sbande, die auf sein Gehei hle ausführten. Er felbft ba dteilen unter 36 verschied gemietet, in denen er die ufte und sogar einen f d, Holland und der Sc Die Jahresbilanz weift 13 156 000 Mt. auf. Der Reingewinn ist 57 325. 18 120 Mt. wurden zur Auszeichnung treuer Dienstboten und als Unterstüßung bezahlt. * Der Oberhessische Verein für innere Mission wird sein Jahresfest am 13. und 14. November in der üblichen Wise zu Gießen begehen. Am 13. wird zunächst der Verband der Oberhessischen Erziehungsvereine stagen; in der öffentlichen Versammlung der Synodalvertreter wird Prof. Drews über Seltenwesen in Oberhessen berichten. Die Festpredigt hält Pfarrer Volp aus Laubach. Bei der freien Abendversammlung in Steins Garten sprechen Prof. Dr. Wurster über die Fürsorge für die konfirmierte Jugend, Pastor Jules Rambaud über die belgische Missionskirche. Bei der Hauptversammlung am 14. wird über das Thema Schuld und Unglück" verhandelt werden, worüber Pfarrer Naumann aus Hubertusburg das Referat erstattet. Lz. Die Sächsisch- Thüringische Landsmannschaft hielt vergangenen Sonntag im Vereinslokal Pfälzer Hof" ihren ersten Unterhaltungsabend ab. Die von ver. schiedenen Landsleuten vorgetragenen Musik- Gesang- und Dialektvorträge wurden sehr beifällig aufgenommen. Die Landsmannschaft hat mit dieser Veranstaltung bewiesen, daß sie stets bestrebt ift, heimatliche Bräuche und Sitten unter den Mitgliedern wach zu halten und zu pflegen. * Ein Hanauer, der im Jahre 1890 in den Boftdienst von Siam eingetretene deutsche Oberpostassistent Coll. mann, Sohn des Hanauer Kreistierarztes ist, zum Generaldirektor der siamesischen Posten und Telegraphen ernannt worden. * In Lauterbach soll mit dem 1. Oft. nächsten Jahres eine Eisenbahnbetriebsinspektion errichtet werden. * Schulhäuser als Gefängnisse. Die„ Preuß. Lehrerztg." schreibt: Im Kreise Biedenkopf werden neuerdings die Schulhäuser auf dem Lande als Arrestlokale benutt; in dem einen Orte wurde der Keller, in einem anderen ein auf dem Schulgrundstück stehendes Gebäude dazu benutzt. In einem Dorfe wurde sogar der am Hause befindliche, für den Lehrer und seine Familie bestimmte Abort zur Arrestzelle umgewandelt, ohne daß der Lehrer oder seine vorgesetzte Behörde vorher gefragt worden wären. Als nun der darob empörte Lehrer von seinem Hausrecht Gebrauch machte, erhielt er ein Strafmandat. Spanien. Spanien ift twohl b e, von denen sehr biele mur werden. Doch beabsichtigt mit großer Strenge gegen d bereits hat der Juftizmin Gesezentwurf vorbereitet, elegt werden soll. In die daß in jedem Falle eines Gh erufen werden müsse, toibrig als Verfuch oder als Eat Mordes nach den Bestimmung er Strenge eingeschritten wer meijtbietend zu verh th Der Kanal von Korinth fami und Remorqueuren zur off rfolgt auf Betreiben der B rftellung eines uneinbringli Frants. Dieser Schritt Die Mißwirtschaft der Dire bon 300 000 Drachmen welche je ausgegeben WALL er Bereinigten Staaten, die ; fie war bier zu zwei Zoll g en dürfte eine 25 Pfennig- Ma ein, die im Jahre 1856 ein Viertel der Größe einer Man hat berechnet, daß el von Briefmarken in den we ausgegeben worden find. * Spinnstuben. Eine Volkseinrichtung, die Jahr: hunderte lang in hoher Blüte stand, tann bei uns nunmehr als vollständig verschwunden betrachtet werden, nämlich die Spinnstube. Die hessischen Spinnstuben hatten lange eine volfserzieherische Bedeutung. In ihnen fand das Voltelied, die Volkserzählung, das Märchen die eigentliche Pflegestätte; von der Spinnstube aus wurden wichtige Fäden für die sittliche und geistige Kräftigung des Volkslebens gesponnen. Im Laufe der Zeit arteten die Spinnstuben jedoch aus. So mußte in den letzten Jahren im Vogelsberg ein Teil polizeilich geschlossen werden, da an einzelnen Orten ärgerniserregende Dinge vorgekommen waren. Länger erhielten sie sich in ihrer ursprünglichen Ehrbarkeit im Obenwald, wo | * Wezlar. Teuerungszulage. Unsere Stadtverordneten beschlossen mit Rücksicht auf die andauernde preise die Löhne sämtlicher städtischer Arbeiter zu erhöhen. * Wetzlar. Die feldmesserischen Arbeiten der projeftierten Eisenbahn Wezlar- Buzbach sind von der Firma Lenz& Co. fertiggestellt. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, mit der Firma Lenz& Co. und mit den Herren in Bußbach bie notwendig werdenden Verträge und Abkommen zu treffen. * Wezlar. Die Stadt beabsichtigt die Erbauung eines Schlachthaus Neubaue&. Der Ankauf des nötigen Geländes wurde beschlossen. Die Stadtverwaltung hat eine Erhöhung der Löhne der Gas- und Wasser- und Kanalwertsarbeiter vorgeschlagen. - * Aus der Wetterau, 24. Dkt. Auf eine Anregung des Landtagsabgeordneten Damm- Friedberg hin will die Regierung vom 1. Mai 1907 ab auf den beiden Wetterauer Bahnstrecken Friedberg- Nidda und Friedberg- Hungen schnelleren 8ugvertehr einrichten. Die Fahrge schwindigkeit einzelner Züge wird sich in der Stunde um 10 Kilometer steigern. Dadurch wird einem längst gefühlten Bedürfnis Rechnung getragen. Man schreibt uns: Die 4 Weiden des landw. Provinzialvereins sind auch im legten Sommer gut besetzt gewesen. Die nachstehende Tabelle gibt eine Uebersicht über die Beschickung der einzelnen Weiden, über den Auf- und Abtrieb und für Rinder über die Zunahme während der Weideperiode: Weide Name der Auf- Ab: Weide: Gewichts- Besetzt mit trieb trieb tage zunahme Rinder Fohlen durchschnittl. Tiergarten 1. Juni 1. Oft. 126 69 " 1. 126 Н " " 2. 127 17 " " 96,71 kg 60 11 81,10 60 16 71,71 49 Wernings 28. Mai 1. 126 Lauterbach 28. Bell 28. Es geht hieraus hervor, daß die Weide Wernings in diesem Jahre die stärkste Lebendgewichtszunahme der Weiderinder mit rund 97 kg im Durchschnitt zu verzeichnen hat. Auf der Lauterbacher Weide betrug die durchschnittliche Zunahme 81 kg auf der Zeller Weide 72 kg. Für alle 3 Weiden fann die Zunahme als eine vorzügliche bezeichnet werden. Selbst die Zunahme auf der Zeller Weide, die gegen die beiden anderen Weiden zurücksteht, muß als eine vorzügliche bezeichnet werden, zumal in Bell eine starte Zufütterung von Kraftfutter nicht üblich ist. Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ergebnisse fönnen die Landwirte, welche in der Züchtung unserer beiden Rindvichschläge Hochzucht betreiben und in der Verbesserung ihrer Viehstämme nicht zurückbleiben wollen, nur immer wieder auf das vorzügliche Mittel, die Gesundheit, die Konstitution und den Körperbau ihrer Tiere durch den Weidebetrieb zu verbessern, aufmerksam gemacht werden. Auch die auf der Fohlenweide Hungen aufgetriebenen Fohlen sich in recht gutem Zustande von der Weide abgetrieben worden, und es dürsten dieselben durch bessere Stellung der Gliedmassen, durch korrektere Gänge, durch größere Widerstandsfähigkeit und durch lentsameren Charakter die aufgebrachten Roften wohl reichlich bezahlt machen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, der 26. Oftober. Meist trüb, teine erhebliche Niederschläge. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Marktberigte. Blekes, 25. Oftober. Auf dem heutigen Wochenmartt toßeten Butter per Pfb 1.00-105 W., Hühnereier per Stüd 9-10 Bfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käfe ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 ẞfg., Erbsen per Pfd. 18-24 Pfg., Linsen per Pfd. 25-40 Bfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse ber Pfd. 70-75 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Bfg. * Friedberg, 22. Dft. 1350 Mt. wurden im nahen Nieder- Wöllstadt in frechfter Weise gestohlen. Die Frau hatte den Geldbeutel, den sie ihrem Manne zur Lohnauszahlung bringen wollte, auf den Tisch gelegt. Ein Landstretcher ging bettelnd durchs Dorf, sah den Geldbeutel, nahm ihn an sich und verschwand schleunigst aus dem Dorf. Nachbarsleute nahmen alsbald die Verfolgung des Spitzbuben Schweinefleisch gesalzen ver Pfd. 10+ Pfg., Kalbfleisch ver Bfb. auf, ohne seiner habhaft zu werden. * Dornheim, 23. Dft. Der unter dem Verdachte eines Sittlichkeitsverbrechens verhaftete Lokomotivheizer D. von hier wurde zur Konfrontierung mit dem überfallenen Mädchen hierhergebracht und später wieder in das Unterfuchungsgefängnis abgeführt. D. leugnet die Tat auf das entschiedenste. Der 19 Jahre alte Sohn des Gemeindes rechners Hornung von hier hat sich erschossen. rechners Hornung von hier hat sich erschossen. Fortgesette Hänseleien seiner Kameraden wegen eines Liebesverhältnisses sollen den jungen Mann in den Tod getrieben haben. Homberg a. O. Am 31. Oftober findet hier Viehmarft statt. ** * Flensungen. Karl Peppler 1. wurde als Betgeordneter der Gemeinde Flensungen wiedergewählt und kreisamtlich bestätigt. * Mainz. Verbotene Ehrung. Der vor kurzem als unsicherer Kantonist" bei der 5. Kompagnie 117. Rgts. eingestellte 26jährige Frig Oppermann erhielt von der französischen Regierung wegen seiner Dienstleistung bei der Fremdenlegion die Kolonialmedaille. Das Kriegsministerium hat ihm die Anlegung der Auszeichnung verboten. * Mainz, 24. Ottbr. Strafmüde. Im hiesigen Strafgefängnis versuchte die 20 Jahre alte Dienstmagd Marie Melchior das Leben sich zu nehmen, indem sie Vitriol, das sie zum Arbeiten brauchte, trant. Der Zustand des Mädchens ist ernst, doch nicht hoffnungslos. * Mainz, 24. Oft. Nach einer Mitteilung der Bürgermeisterei wird aus Anlaß der Ueberführung der Gebeine von über 900 während des Feldzuges von 1870/71 in Mainz verstorbenen französischen Soldaten in zwei Massengrabstätten am Dienstag, 30. Oftober, eine besondere Feier auf dem Friedhofe veranstaltet. Im Auftrag der französischen Regierung wird der französische Generalkonsul Knecht von Frankfurt dieser Feier beiwohnen. Mit diesem Akt ist auch eine besondere militärische Feier verbunden, an der sämtliche Offiziere der Garnison teilnehmen. * Aus dem Bezirk Wiesbaden. Demnächst wird ein japanischer Minister in Begleitung eines höheren japanischen Staatsmannes den Regierungsbezirk Wiesbaden bereisen, um das preußische Schulmesen tennen zu lernen. * Worms, 24. Dkt. Das Jahndenkmal wird Sonntag enthüllt werden. Um sicher zu sein, 84-90 Bfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 4.00-5.00 m., Weiskraut per Std. 10-15 fg., per St. 00-00 Pfg., Aepfel ber Str. 15-24 Mt., Zwetschen per 3tr. 4.00-4.50 Mt., Birnen per Ctr. 10-15 Mt., Nüsse 100 St. 30 Pfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauerder Marktzeit on 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegen stände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, Zieg tot und Steinbrucharbeiter, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 2 Spengler, 1 Wagner, 1 Küfer, 3 Schreiner, 2 Schneider, 1 Puzzfrau für abends, 1 Waschfrau, Strecken- und Erdarbeiter. 2 Installateure, 1 Packerin, 1 Hausbursche, 1 Hausmädchen, Dienstmädchen, Lauffrauen und Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Elektrotechnifer, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Buchdrucker, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Schlosser, 2 Heizer- oder Maschinisten, 1 Schreiner, 1 Büglerin, 1 Kleidermacherin, Wasch- und Buzfrauen, 2 Maler, 1 Packer, 1 Lagerarbeiter, 1 Hausbursche, 1 Laufbursche. Verantwortlich für die Politik und den Inseratentel Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gießen. Landwirtschaftliches. Nährstoffausfuhr and der Wirtschaft durch Körner: verkauf. Durch Körner erfauf wird aus der Wirtschaft erheblich mehr Vhosphorsäure ausgeführt als Kali. Jn Stroh befindet sich dagegen mehr Kali als Phosphorsäure Da aber nur selten Stroh verkauft wird, gelangen die klimengen in Stallmist und Jauche wieder auf den Ader zurück Bei starkem Körnerverfauf muß daher an erster Stelle an den Ersatz der Phosphorsäure durch künstliche Düngung gedacht werden. Am besten und billig en gesticht dies durch Thomasmehl und zwar in der Stärke von 400-600 kg pro Hektar.( 2-3 Ctr. pro Morgen.) daß man auch wirklich MAGGI's Würze mit dem Kreuzstern erhält, achte man genau auf den Namen MAGGI und die Schuhmarke Kreuzstern. greg FREE st er 111 en 8 ng a n. 6. 38. Theater- Verein Giessen. 1. Vorstellung: Freitag, den 26. Oktober 1906: Zum Gedächtnis von Heinr. Laube Graf Effer. Trauerspiel in 5 Aufzügen. Essex: Richard Kirch vom Schauspielhaus in Anfang 8 Uhr pünktlich. Frankfurt a. M. Ende gegen 11 Uhr. Eintrittskarten zu Mk. 5, 4, 3( für Mitglieder im Vorverkauf zu Mk. 4.50, 3.50, 2.50) und zu Mk. 2 für Studierende bei Herrn Challier, Neuenweg und abends an der Kasse. Samstag, den 27. Oktober, abends 8 im Café Leib( Gießener Festsaal): Warnung. Restauration„ Zum Pfau 99 Giessen, Neustadt 55( früher Bramm) Die Firma A. Winther& Co. in Lörrach macht durch Versendung verschiedener Druckschriften („ Der Rettungsanfer, ein Lebenswecker für Gesunde und Schöne Lokalitäten, Saal, heizbare Kegelbahn, VereinsStranfe"," Genesung, eine luftige und doch ernste Novelle" ...) 11 Zimmer, Fremden- Zimmer Christian Belz . f. w. für die von ihr in Verkehr gebrachten echten Grosser Hof zur Aufstellung von Fuhrwerken sow. Stallungen hygienischen Nährsalze" eine unlautere und prahlerische Reklame. Dieselben werden als großartige Heilmittel für alle möglichen Strankheiten, auch unheilbare, angepriesen. Es ist festgestellt worden, daß diese Mittel, welche übrigens nur in Apotheken verfauft werden dürfen, die ihnen beigelegte Heilwirkung nicht besitzen. Vor dem Bezuge derselben ist bereits öffentlich gewarnt worden. Wir schließen uns dieser Warnung an. Gießen, den 20. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 31. Juli 1906 angeordnete Sperre der Uhr: Wilhelmstraße von Frankfurter- bis Ludwigstraße wird hiermit aufgehoben. II. öffentlich. Vortrag Herr Georg Wagner- Dresden Radebeul: Die Gesundheitspflege nach naturgemäßer Anschauung. Eintrittskarten sind zu 50 Pfennig abends an der Kasse zu haben. Kaufmännischer- Verein und Ortsgewerbe- Verein. Gr. Gewerbeschule Gießen. Das Wintersemester der unter Oberaufsicht Großh. Zentralstelle für die Gewerbe stehenden technischen Lehranstalt beginnt Gießen, den 23. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Oftober 1906 angeordnete Sperre des Afterweges von Walltor- bis Schillerstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 11. Juli 1906 angeordnete Sperre deri Bahnhofstraße von der Alice- bis Liebigstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird aschmaschinen Wa Wring- und Mangelmaschinen August Kröll, Seltersweg 12. Kaffee!! eigener Röstung gebrannt per Pfund Mt. 1.- bis Mt. 1.80 roh 0.85 " 1.60 bet 5 Pfund: 5 Pfennig per Pfund billiger. Adolf Lehnhard Nachf., Gießen Telephon Nr. 337. e0e0e0e Musikfreunden ist durch ein neues Unternehmen eines bedeutenden Verlages die Möglichkeit geboten, sich nach eigner Wahl und auf angenehme Weise eine Musik- Bibliothek zu verschaffen. Nähere Auskunft, Prospekte, Kataloge 2c. nur durch die General- Vertretung C. M. Kühn( Arth. Fadum) Inh. 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