r. 225 Bebalden Baupterbebition: Gießen, Selterweg 88. Bernsprechenschink Nr. 362. Dienstag, den 25. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Svatlebellagen: Oberbeffiche Famillenzeitung( and bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gickener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung. ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle antlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Dur 45 Pfennig für den Monat! Vom 1. Oktober ab kostet das Monats= Abonnements auf unsere Zeitung nur 45/ Pfg. Die von vielen Seiten uns gewordene Bestätigung, daß wir so wie bisher auch weiter objektiv berichten sollen, gibt uns die Anregung, dem breiten Publikum nach wie vor das zu bringen, was tatsächlich wissenswert ist. Wer sich auf unsere Zeitung abonnieren will, möge uns durch den Postboten oder durch unsere Zeitungsträger eine entsprechende Nachricht zukommen lassen und die Zeitung wird bis zum 1. Oktober gratis geliefert. Auch der laufende Roman wird fostenlos nachgeliefert. Hochachtend Redaktion und Berlag. Gießen, Seltersweg 83. Weltfrieden. In Mailand hat der diesjährige Weltfriedenstongreß getagt. Jm kommenden Jahr wird er seine Sigungen in München abhalten. Der bayerische Ministerpräsident hat an den Kongreß telegraphiert, daß die bayerische Regierung es als eine freudige Pflicht der Gastfreundschaft ansehe, in ihrer Hauptstadt den Kongreß begrüßen zu können. Es ist das erste Mal, daß eine deutsche Bundesregierung in solcher Weise sich zu dem Weltfriedenstongreß stellt. Bisher war die Haltung der deutschen Regierungen jenem Kongreß gegenüber zwar durchaus nicht unfreundlich, aber es war nirgend etwas von einem besonderen Entgegentommen zu merken. Die Aenderung ist jedenfalls be achtensivert und zeigt, daß man in den Kreisen der deutschen Regierungen den Bestrebungen des Weltfriedenskongresses mit größerer Sympathie als früher gegenübersteht. Freilich fonnte auch sonst schon nicht daran gezweifelt werden, daß die Verbündeten deutschen Regierungen in ihrer Gesamtheit wie jede einzelne, die Bestrebungen billigten. Doch hatte man zu der Vermutung eine gewisse Berechtigung, daß die Regierungen in Deutschland von den Beratungen des Kons gresses feine Unterstützung ihrer eigenen praktischen Friedensbestrebungen erwarteten. Das muß jest insofern anders geworden sein, als man wenigstens in München zu der Ansicht gekommen ist, der Kongreß fönne an seinem Teil dazu beitragen, daß der Gedanke eines allgemeinen Friedens der Verwirklichung näher gebracht werde. Man darf nicht so weit gehen, etwa anzunehmen, daß nunmehr wirklich der Friedensgedanke durch jenen Kongreß unmittelbar zu einer Wahrheit werden könne. Solche Hoffnung würde den Tatsachen weit vorauseilen. Dagegen ist man wohl zu der Vermutung berechtigt, daß jetzt auch in den Kreisen der Regierungen anerkannt wird, die öffentliche Meinung sei eine Macht, der man eine Einwirkung auf die Entschließungen der Regierenden in aller Welt zutrauen dürfte, und daß unsere Regierungen fich gern bereit finden, die Unterstützung der öffentlichen Meinung für das Ziel der Friedenserhaltung anzunehmen und umgekehrt durch ihre freundwillige Haltung die öffentliche Meinung, die den Frieden wünscht, zu stärken. Das ist, wie gesagt, ein Fortschritt. Die bayerische Vie gierung hat sich um das Werk des Friedens verdient gemacht, indem sie den Weltfriedenskongreß, der im nächsten Jahre in München tagen soll, in der angegebenen Weise entgegentommend begrüßte; und als selbstverständlich kann gelten, daß der bayerische Ministerpräsident den rühmlichen Schritt nicht getan hat, ohne sich des vollkommenen Einvernehmens mit allen übrigen Verbündeten Regierungen des Reiches bewußt zu sein. Weiß man doch überall in der Welt, daß Deutschland den Frieden mill, nichts als den Frieden, und daß eine Störung des Weltfriedens nur von anderer Seite kommen fönne. Zwar hat es in einem Teil der ausländischen Presse zu feiner Zeit an gegenteiligen Ausstreuungen gefeht. Aber man wußte auch, daß diese Ausstreuungen der Wahrheit widersprachen und eine ganz bestimmte Tendenz verfolgten, die keineswegs eine Friedenstendenz war. Feinde des Weltfriedens sind es gewesen, die sich unausgesetzt bemühten, den Glauben zu erwecken, als ob von Deutschland aus Pläne verfolgt würder, deren Ausführung anders als mit gewaffneter Hand nicht möglich sei. Sie wollten damit nur verbergen, daß ihre eigenen Ziele das Licht der. Deffentlichkeit nicht vertragen. Hierüber ist allmählich die öffentliche Meinung in allen Landen hinreichend aufgeklärt worden, sodaß nicht mehr zu besorgen steht, es möchte aus jenen AusStreuungen Mißtrauen gegen Deutschland, aus dem Mißtrauen eine Mißstimmung, und aus der Mißstimmung ein Zwist erwachsen. Gerade die Vorkommnisse des letzten Jahres haben diese Intrigen blosgelegt und die Urheber der Intrigen aller Welt kenntlich gemacht. Alle die dunklen Machenschaften, die erst auf dem Kongreß von Algeciras ihre Beseitigung fanden, sind vergeblich gewesen, und es ist zu einem Besitztum der allgemeinen Einsicht geworden, daß Deutsch: lands Stärke zu den vornehmsten Sicherungen des Friedens gehört. Nachdem dies erreicht worden, war der Zeitpunki gekommen, in dem die deutschen Regierungen, ohne ein Miß: verständnis besorgen zu dürfen, Anschlaß an den Teil der öffentlichen Meinung nehmen konnten, der die Propagierung bes Weltfriedensgedankens sich zur Aufgabe gemacht hatte. Die bayerische Regierung war die gegebene Wortführerin, nicht weil sie mehr als die anderen deutschen Regierungen Dem Gedanken bing, sondern weil die bayerische Hauptstadi ausersehen war, den nächsten Weltfriedenstongreß in ihren Mauern zu sehen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Zu der Thronfolgefrage in Braunschweig veröffentlicht Graf von der Schulenburg, der Führer der Braunschweiger welfischen Parteien, eine Erklärung, in der es u. a. heißt: Der Herzog von Cumberland wünsche unter Zuziehung seiner Söhne und Berater und auf Grund des in Gmunden liegenden Aftenmaterials alsbald zur Braunschweiger Thronfolgefrage Stellung zu nehmen. Neuerdings verlautet, daß der Landtag bei etwaiger Unentschiedenheit des Herzogs von Cumberland einen neuen Herrscher in der Person des zweitberechtigten Agnaten, des Herzogs Karl Vorwin von Mecklenburg- Strelitz, zweiten Sohne des Großherzogs Adolf Friedrich, zu wählen beabsichtige. * In Homburg v. d. H. wurde der stellvertretende Kolonialdirektor Dernburg von dem zur Kur sich in Homburg aufhaltenden Reichskanzler Fürsten von Bülow empfangen. Die Herren fonferierten längere Zeit über die schwebenden Kolonialfragen. * Die Verhandlungen des sozialdemokratischen Parteitages wurde durch eine Begrüßungsversammlung eröffnet. Der Andrang war so groß, daß der riesige Nibelungensaal des städtischen Saalbaus schon von 6 Uhr abends an gesperrt werden mußte. Reichs- und Landtagsabgeordneter Dreesbach begrüßte die Delegierten und Gäste, worauf Bebel das Wort zu einer längeren programmatischen Ansprache nahm, an derer Schluß er den Parteitag für eröffnet erklärte. Im Anschluß daran wurden Singer und Dreesbach zu Vorsitzenden des Parteitages gewählt und die Tagesordnung festgesetzt, deren Hauptpunkt die Frage des Massenstreifs bildet. Kurz vor Beginn erschien auch Rosa Luxemburg. Singer drückte ihr fast zärtlich die Hand, als sie am Vorstandstische erschien, während Stadthagen in der Freude des Wiedersehens ihr sogar einen Auß gab.- An die geschäftlichen Verhandlungen schloß sich ein Kommers an. Für den sozialdemokratischen Parteitag war eine eigene Postanstalt in Aussicht genommen, für die alle Einrichtungen bereits vollendet waren. Durch Verfügung des Reichspostamts in Berlin ist die Poststelle wieder aufgehoben worden. In der gestrigen Delegiertenfizung sprachen mehrere russische Gäste, die sich natürlich in lebhafter Weise mit den inneren Zuständen des Zarenreiches beschäftigten. Parteisekretär Pfannkuch erstattete den Geschäftsbericht, der sich in eingehender Weise auch über die Gewerkschaftsfrage verbreitete. Der von dem Parteikassierer Gerisch gegebene Kassenbericht beklagt die Lässigkeit einzelner Lofalorganisationen in der Abführung und Aufbringung der Gelder. Rufeland. ** Die Lage im Lande ist unverändert. Man befürchtet in Polen den Ausbruch einer militärischen Menterei. Die Attentate mehren fich und die Attentäter finden die Unter Gießen und anderer Behörden von Oberheisen ftuzung der Bevölkerung. Es liegen folgende Weldungen vor: Warschau, 23. September. Eine ganze Kompagnie eines Jekaterinburger Regimentes ist durch das hiesige Kriminalgericht zu lebenslänglicher Zwangsarbeit wegen Meuterei verurteilt worden. Stettin, 23. September. Der schwedische Dampfer Standinavia" wurde auf der Reise nach Finland bei Bornholm von 2 russischen Dampfern angehalten und die gesamte Ladung, bestehend aus 3000 Gewehren und reichen. Batronenvorräten tonfisziert. Sosnowice, 24. September. 200 Kosaken um zingelten in der Sielcer Vorstadt ein Arbeiterhaus, um eine Bombenfabrik auszuheben. Die Hausbewohner schossen auf das herankommende Militär, das die Schüsse erwiderte. Sechs Arbeiter wurden getötet, vier verwundet; drei Bom: ben beschlagnahmt. Auch einige Soldaten sind verletzt. Warschau, 23. September. In der Gefangenen. anstalt zu Mokotow haben 200 politische Verbrecher die Annahme von Nahrung verweigert und die Abänderung des Reglements betreffend den Verkehr mit Bekannten so wie bessere Ernährung und Behandlung gefordert. Spanien. ** Die in legter Zeit etwas gespannten Beziehungen zwischen der spanischen Regierung und dem Vatikan haben sich wesentlich gebessert. Nach einem regen Notenaustausch bezüglich der religiösen Vereinigungen ist ein Abkommen auf der Grundlage des vorjährigen Konkordats erzielt worden. An dem Konkordat soll nicht gerührt werden. England. ** Die Regierung hat die Absicht, in nächster Zeit eine Vorlage zur Einführung von Home- Rule in Irland im Unterhause einzubringen. Die Vorlage soll bereits bis auf die fleinsten Einzelheiten ausgearbeitet sein. Ueber die Einzelheiten der Vorlage verlautet noch nichts, doch glaubt man, daß die irischen Nationalisten im großen und ganzen bes friedigt sein werden. Amerika. ** Die Vereinigten Staaten brauchen, wie es jetzt den den Anschein hat, wegen des Aufstandes auf Kuba nicht zu intervenieren. Die amerikanischen Bevollmächtigten Taft und acon verhandeln mit den Aufständischen zwecks friedlicher ilegung der Zwistigkeiten. Für alle Fälle werden 0 Mann amerikanische Marineinfanterie und Matrosen eit gehalten, in Havana zu landen, um erforderlichen as nach dem Lager von Columbia gebracht zu werden. Diese orsichtsmaßregel wird getroffen für den Fall, daß die Aufständischen, unzufrieden mit den Verhandlungen, die Stadt angreifen sollten. Alien. ** Eine starte Spannung zwischen Rußland und Japan macht sich neuerdings bemerkbar. Der Widerspruch, den die russische Presse erhebt gegen die Eröffnung des Sungari und anderer Flüsse in der Wandschurei für den internationalen Handel, wird in Tokio mit Erstaunen aufgenommen, da die Schlickung des Sungari den Grundsatz der„, offenen Tür" tatsächlich zunichte machen würde. Der Widerspruch wird gerade jetzt als höchst inopportun betrachtet, wo Japan fich bereit zeigt, die freundlichsten Beziehungen zu Rußland zu unterhalten. Kleine politische Nachrichten. Wien, 24. September. Die 5., 9. und die 10. Division haben Mobilisierungsbefehl erhalten. Als vorläufiges Hauptquartier ist stip ausersehen. Man bringt die Mobilmachung mit den Balkanwirren in Beziehung. Paris, 24. September. Der Hirtenbrief des französischen Episkopats über das Trennungsgesez wurde in allen Kirchen Frankreichs verlesen. Irgendwelcher Zwischenfall ereignete fich dabei nicht. Newyork, 24. September. Eine Revolution gegen den Präsidenten Diaz ist in den Städten Minatitlan, San Geronim und anderen Ortschaften der Provinz Veracruz ausge= brochen. Das Militär schließt sich der Bewegung an. Tientsin, 24. September. Der die französische Befagungs▪ truppe tommandierende General erhielt von seiner Regierung den Befehl, alle Dispositionen betreffend die Verringerung der Besatzung aufzuheben. Die Besatzungsstärke soll unverändert bleiben. Deer und flotte. Ein deutsches Kanonenboot im Taifun. Nach amtlicher Meldung hat das deutsche Flußkanonenboot ,, Tsingtau" durch den Taifun feine Verluste erlitten, weder an Personal noch in Material. Herzog Albrecht von Württemberg preußischer Korps. Commandeur. Der bisherige Kommandeur der 26. Division, Seneral der Kavallerie, Prinz Albrecht von Württemberg, st nach Preußen kommandiert, um das Kommando des 11. Armeekorps zu übernehmen. Der sozialdemokratische Reservist. Als auf dem Hauptbahnhof zu Thorn der Rua mit den entlassenen Reservisten 11 HELLO ta ergayle nicht weiter." die thn macht auf mich fast den Eindrud, als ob du selbst" in ärgerliche Falten iegenb. 8um Schluß!" rief er grollend. fieh rasch und mit ungewöhnlicher Energie empor, fein Gesicht amvandelnde Schwäche nicht Herr werden laffen; ex raffte Aber thr Vater hatte fragen, man drängt mich dazu; daß man fich geirrt, daß die Bewegung, die du an der beiner möglichen Bekanntschaft mit dem Ermordeten zu be statt beiner sprechen. Ich habe mich verpflichtet, dich nach Bewahre dein Geheimnis tief in beiner Brust und lasse mich chtelt eine rein zufämine bea bloßen Schredens und nun werde ich sagen, wenn fie einem unsicht nicht?" Heradhängenben leuchte er. Führe mich in den Keller". baren Gegner an die Gurgel wollten. Hände zudten, als Den Namen:" uns beide gleich beschimpfend iſt" bor meinem Kinde von einem Verdacht zu reinigen, ter für Weil ich es unter meiner Würde halte, y tein 1" In barum chen" he mich folgte mit bem pettor unb tanzen tonnte, auch bie ältesten bal Lanal CEB waren nod Kinder. die allerschönste Und ich tanzte immerfort mit Traute. andere junge Mädchen aus der Stadt da, aber Traute roat Beiber zur Abfahrt bereit stand, schwenkte ein Reservist aus dem Fenster seines Abteils heraus eine rote Fahne, indem er babei in den Ruf ausbrach:„ Es lebe die Sozialbemokratie!" Der Zug, der sich inzwischen in Bewegung gesezt hatte, wurde sofort angehalten und der Mann festgenommen. Da er noch unter dem Militärgesetz steht, sieht er einer schweren Bestrafung wegen Betätigung sozialistischer Besinnung entgegen. Rückkehrende Südwestafrika- Krieger. Die Landung der aus Südwestafrifa zurückkehrenden Krieger soll in Zukunft nicht mehr, wie bisher, in Hamburg, sondern in Curhaven erfolgen. Der erste dieser Transporte, der dort abgefertigt werden wird, trifft heute oder morgen in Stärke von 650 Mann an Bord des Dampfers Gertrud Woermann" in Surhaven ein. Die Mannschaften werden bis zu ihrer Entlassung in die Heimat in dem großen Seegüterschuppen der Hamburg- Amerika Linie untergebracht. Soziales Leben. X Lohnbewegung der Vergarbeiter. Die offizielle Vertretung der rheinisch- westfälischen Bergarbeiter, die Siebenertommission, hat sich in einer Sigung dahin geeinigt, daß in ber Lohnfrage etwas geschehen müsse. Zu diesem Zwed sol mit allen Bergarbeitervervanoen des Jn- und Auslandes in Verbindung getreten werden. Ferner wurde auch über die Sperre und das Ueberschichtenwesen beraten. Es herrschte in allen Fragen Einmütigkeit, sodaß ein Zusammengehen der verschiedenen großen sozialdemokratischen, christlichen und Hirsch- Dunckerschen Genossenschaften zu erwarten ist. X Beendigung des Nürnberger Bauarbeiterstreiks. Der Ausstand der Maurer und Bauhilfsarbeiter ist noch fast dreimonatlicher Dauer beendet. Auf den Bauten wurde die Arbeit zu den alten Bedingungen aufgenommen. Die Arbeit: geber wollen Zugeständnisse machen, sie verlangen jedoch vor: Her den Abschluß eines für längere Zeit gültigen Tarif: bertrages. Der letzte Akt einer Ebetragödie. § Jnusbrud, 24. September. Vor den Geschworenen steht die Landesratswitwe Luist Rutthofer unter der Anklage des Gattenmordes. In der Nacht zum 30. April d. J. hat die Angeklagte ihrem Gatten den Landesrat Rutthofer, mit einem Küchenmesser 17 Stiche beigebracht, von denen zwei den Tod des Verletzten durch Verblutung herbeiführten. Die Angeklagte wird durch wuchtige Indizien fait zu Boden gedrückt und doch leugnet sie die Mordabsicht, behauptet vielmehr, die Angst um ihr eigenes, durch den Gatten bedrohtes Leben, habe ihr die Mordwaffe in die Hand gezwungen. - - ..Der Teufel lacht dazu." - Das ,, grofse" Ereignis der Berliner Cheaterfaifon Unter den Bühnen Berlins nimmt das Metropoltheater eine ganz eigenartige Stellung ein. Es ist das Theater der Fremden und der Eleganz und die Première, die alljährlia nur einmal auf dieser Bühne stattzufinden pflegt, ist ein Er: eignis oder besser das Ereignis für die elegante Well Berlins und die welche dazu gehören wollen. Das Genre, bas im Metropoltheater gepflegt wird, ist die Renue. In mehr oder weniger guten, aber meist deutlichen, allzudent: lichen Wizen werden hier die politischen und literarischen Er: rignisse des Jahres kritisiert und farrikiert. Der bewährte Freund"-liche Hausdichter wird darin bestens von einem Komponisten unterstützt, der es versteht, die schönsten Melo: bien zu finden und von dem Kostümlieferanten, der aber meist sein Geld für das bekommt, was er nicht liefert, denn bie Damen auf dieser Bühne leiden stets an bedenklichem Stoffmangel" und zeigen oft mehr, als selbst bei Hoftheater: abenden an Decolleté vorgeschrieben ist. Mit dem bewährten Rezept und einer Schar von Künstlern, die in Berlin populär sind, weil sie gut sind, ist es leicht Erfolge zu erzielen. Rein Wunder also, daß auch die diesjährige Revue„ Der Teufel lacht dazu" vor dem Premièrenpublifum, das aus der hohen Finanz, der Presse, Berlin wo es am W- sten ist und„ solchen" Damen gebildet wird, Gnade fand. - " 1 fahren und war jofort tot. Kainz hat vor 15 Jahren ja seine damalige Mietgeberin und Geliebte zu ermorden b sucht und sieben Jahre Zuchthaus dafür verbüßt. Er gut als notorischer Säufer. † Der Mord auf der Raxalp. Kaiser Franz Joseph die wegen des Frauenmordes in Rarental zum Tode b urteilte Friederide Zeller zu 20jährigem Kerker begnadigt. Bunte Tages- Chronik. er diesmal felbft ber nift um einen Strafproz Nag den Bestimmungen ine Rlage, wodurch ein wird gegen den Staatsar her fich am Freitag vor fter Landgerichts abfp bgrafen Erasmus zu Der Tochter einer Wa Shon verheiratete. Die Lübed, 24. September. Der bekannte Serienloshände Wehrmann, der trotz des Lübecker Gesezes gegen die Seri losgesellschaften massenhaft neue Gesellschaften bildete, i berhaftet worden. Hannover, 24. September. Bei Dedensen wurden be Reservisten, die bei geschlossener Schranke auf den Bahntörse gelangt waren, überfahren und getötet. fochten mit der Beha ließung gefäfteun gericht hat den jung Beil Hatte Hohemait unter tindigt. Diefen Entm Dr. Wurzmann, als V foten. Als Beflagter Jammer Staatsanwalt D be alten Grafen Juft Barteren bezogen fich fü behauptungen auf Beuge Ingolstadt, 24. September. In einem hiesigen Tanzfac erschoß der Schlosser Grahmmer aus Eifersucht ein Mädchen und dann sich selbst. Wien, 24. September. Der zwölfjährige Lateinschüle Host in Neuburg a. d. Donau hat aus seines Vaters Amts fasse 7000 M. bar gestohlen und ist mit einem gleichaltrige Jungen flüchtig geworden. Viermal haben die Revuen des Metropoltheaters im Himmel begonnen, die diesmalige beginnt in der Hölle, wo Satan in höchsteigener Pestilenz" die Gesandtinnen empfängt, denn des Teufels Sendbote ist immer eine Frau. Während aber die Sünden" von Paris, Monte Carlo, Wien und vor allem die von Rußland, das die Hölle noch übertrifft," den Beifall des Höllenfürsten, die von Paris sogar für den Teufels. tanz, den Matchiche, den Orden pour Hölle- Mérite" erhalten, ist Lucifer mit Berlin höchst unzufrieden. Berlin ist zu tugend. haft und liefert keine Seelen für die höllische Zentralheizung. Allerdings hat sich der Dichter hier zu einem Kompliment an Berlin verstiegen, an dessen Berechtigung er wohl selbst nicht glaubt. Er hätte sich nur bei der Première im Theater umsehen sollen, es waren genug Leutchen da, die reif wären, baß der Teufel sie holte! Satan beschließt also, selbst eininal die ,, Kalte Tugend" aufzusuchen, und nachdem er per Automobil durch den Vesuv auf die Oberwelt gekommen ist, burchfährt er Berlin in der Sylvesternacht und landet zuerst an der Friedrichstraße, dann am Potsdamer Platz, wo nach und nach alle interessanten Typen des Jahres nach bewährter Schablone vorüberziehen. Es erscheint die Zeitungsfrau als Zensor, die Berliner Gauner und Verbrecher, der Volks= zähler, King Akwa und die Kousine", die neuen Steuern, der Krefelder Backfisch und der Tanzhusar und nicht minder die selten gewordenen Berliner Schweine. Ein Heinedenkmal erscheint als Vision, in der Heine sich gegen ein steinernes Denkmal verwahrt und ,, des jüngsten Hohenzollernprinzen Bilderbuch" beschließt mit einem lebenden Bild nach A. v. Werners Kaiserproklamation zu Versailles und einem Aufzug fridericianischer Soldaten den zweiten Akt. Es hätte sehr gut das ganze Stück schließen können. Denn was noch nachkommt, eine ziemlich wiglose Parodie auf die Marokkotonferenz mit einem schon Xmal dagewesenen Theater tintamaresque und das Ballet, das man schon weit origineller gesehen hat, hätte ruhig fortbleiben können. Besser war denn noch ein Duett zwischen Mond und Sonne, das den Amischenaft ausfüllte. Das schönste, Hennigs Flucht über die Dächer, hatte die Polizei gestrichen. Ohne ersichtlichen Grund, denn wen fönnte in Berlin heute noch Hennigs Name nervös machen? Nicht einmal einen Schuhmann! Das Theater kam dadurch um einen Akt, der gerade mit außerordentlich kostspieligen szenischen und technischen Apparaten ausgestattet war. Es bleibt allerdings noch genug zu sehen, im Publikum wie auf der Bühne, an Kostümen, Diamanten und etcetera. Und das letztere ist gerade das, was im Metropol theater und meisten zieht. Der Teufel aber lacht dazu. Mephisto Die Vorgeschichte zu jener Bluttat, die hier und in ganz Tirol und darüber hinaus Entsetzen erregte, hört sich an wie einige Kapitel aus einem Defadenz- Roman. Ein hübsches aber armes Mädchen heiratet, nur um versorgt" zu sein, einen bedeutend älteren Mann, dessen Name, Vermögen und Stellung ihr die Position verschafft, nach der ihr ehrgeiziges Herz verlangte. Bald merkt jedoch die junge Gattin, daß jener Ehebund unter einer glänzenden Hülle viel Trauriges, Trübes verbirgt. Ihr alternder Gatte umgibt sie mit übergroßer Sorgfalt und väterlicher Liebe, doch ihre heißesten Wünsche bleiben unerfüllt. Nun tritt der Hausfreund" in die Erscheinung, und bald empfindet die Gattin das Drückende der selbstauferlegten Ehefessel mehr und mehr. Sie stöhnt unter diesem Joch und sehnt sich nach Befreiung. In einem Dekadenz- Roman ist der Schluß nun etwas anders, da kommt die dramatische Szene zwischen den Ehegatten, man spricht einige Phrasen, einige von Jbsen und anderen geborgte Gemeinplätze von dem Recht der Persönlichkeit, dem Recht der Liebe und man geht auseinander den Rest erledigen die Rechtsbeistände. In dem Falle, der den Geschworenen heut zur Aburteilung vorliegt, kam es anders, mußte es anders kommen. Die Frau wollte auf jeden Fall, um jeden Preis, selbst um den der Blutschuld, wieder frei sein, und mit kühler Ruhe ging fie dabei zu Werfe. Die Welt sollte glauben, sie sei eine Dulderin, die bis jetzt heroisch die Mißhandlungen ihres Gatten, die Enttäuschungen ihrer Ehe trug. Bis jezt denn in jener Nacht, als ihr Gatte trunken nach Hause fam, sich mit Gewalt Einlaß in ihr Schlafzimmer erzwang, da griff sie, als sie in der Hand den Revolver blizen sah, zu einem Küchenmesser und versenkte es wieder und wieder in der Brust des Gatten. So klingt das Märchen, das die Gattenmörderin die Geschworenen und die Welt glauben machen will. Die Anflage lautet anders, mit grausamer Deutlichkeit entrollt sie uns folgen= des Bild. Frau Rutthofer war des etwas willensschwachen Gatten müde, fie wollte ihn bei Seite schaffen. In ihrem Schlafzimmer verbarg sie außer dem scharfgeschliffenen Küchenmesser, noch eine eiserne Hantel, ein spizzes Dessertmesser und ein furzes Messer mit Hirschhorngriff. Als der Gatte in jener Schreckensnacht ihr Schlafzimmer betrat, stach sie ihn nieder und zerfleischte den schon Wehrlosen mit 17 Stichen. Dann legte sie den ebenfalls parat gehaltenen kleinen Revolver auf das Nachttischchen, und glaubte nun den Augenschein erwecken zu können, als sei ihre Tat ein Akt der Notwehr gewesen. Nach geschehenem Morde legte sich die Frau, und das ist höchst bezeichnend für ihr ganzes Handeln, seelenruhig in das Bett des Gatten, ohne sich um das in einer Blutlache schwimmende Opfer ihres Verbrechens zu kümmern. Am Morgen machte sie sorgfältig Toilette(!) und begab sich ins Spital, um einen Arzt zu holen. Im Zimmer, in dem die Leiche lag, ließ sie drei Lichter brennen, um, wie sie sagte, den Toten zu ehren. Ich habe mir, so erklärte die Angeklagte in der Untersuchung, damals gedacht: Herr, gib ihm die ewige Ruhe, wenn er wirklich schon tot ist. Auf dem Wege zum Arzt warf sie bei der Wohnung ihres Freundes" Jean Sablic Kleine Steinchen gegen sein Fenster, um ihn zu wecken. Dann holte sie den Dr. Kofler, der nur den Tod des Landesrates konstatieren konnte. Um sieben Uhr früh ging fie nochmals zu ihrem Freunde Sablic, teilte ihm mit, was geschehen sei, und er riet ihr, sich selbst bei Gericht zu stellen. Sie wollte dies tun, traf jedoch niemanden bei Gericht und ging nach Hause. Um 1/2 8 Uhr wurde die Mörderin verhaftet und sofort dem Untersuchungsrichter vorgeführt, dem sie ihre Tat eingestand, allerdings in der Form, die sie sich herausgeflügelt hatte. - Der Verhandlung wird von allen Seiten großes Interesse entgegengebracht. Die Sympathien find natürlich alle auf Seiten des Gemordeten und keine Stimme erhebt sich zu dem Versuch einer Rechtfertigung des Verhaltens der Gattenmörderin. Die öffentliche Meinung hat längst ihr Urteil ge= sprochen, der Spruch der Geschworenen wird der Stimme des Volkes Recht geben. Nab und fern. Aus dem Gerichtsfaal. § Nachspiel zum Fall Blumenberg. Vor der Stra fammer in Beutben stand unter der Anflage der Erpressung, des Betruges, der Unterschlagung und des Wuchers der Agent Mar Abraham aus Beuthen, der die finanzielle Not des Landgerichtsrats Blumenberg ausgenuzt hatte. Er verleitete diesen unter anderem zu Bestellungen, für die er sich die Provision im voraus zahlen ließ. Der Staatsanwalt be antragte gegen Abraham einschließlich der im Fall Blumen berg wegen Beihilfe erkannten zweijährigen Gesorgnisstrafe eine Gesamtstrafe von drei Jahren Zuchthaus. Das Urteil lautete ou cine dienstente non einem Jahr † Neuer Ausbruch des Vesuvs? Aus dem Erscheinen neuer Sonnenflecken folgert der Direktor der Prager Stern warte, Beuger, daß ein neuer Ausbruch des Vesuvs wahrscheinlich ist. Diese Befürchtung, die in verschiedenen Zeitungen Neapels publiziert wurde, hat große Bestürzung unter der Bevölkerung hervorgerufen. Inzwischen kommen aus Sizilien weitere Nachrichten über neue Erdbeben. Die Bevölkerung berläßt das Festland und begibt sich mit Booten auf das Wasser. † Vatermord. In Drezzel bei Genthin ermordete der berheiratete Kossät Bärmann im angetrunkenen Zustande seinen franten 87jährigen Vater. Der Mörder erhängte sich nach seiner Verhaftung im Gefängnis. rigt wird seine Entsch Die zweite Rlage auf raben, bis die Anfechtun Ein Baufpefu ift diefer Lage in Offenba unternehmer fam ein gem tlärte ihm, er wolle i 110 000. ablaufen; zahlung zu geben, die er Renfch, der fich in Offen zun ale reicher Mann u eine Anzahl Personen um G fattfinden sollte, begab d halber zubor in das ihm fahren mußte, daß der Fr habe. Der Betrüger ist bald zu faffen, a feine Be az Bürgel und war eini Ein dreifter S Lotterielofen wird Winfchmeiher& Co. fuch Arnheim a. Rh. aus Te Lotterieverein". Mit ihre Empfang der ersten Rat Lotterieloje, die fich angel an denen die Mitspieler liche Lotteriedirektion ha aud nicht eine einzige de baben fann, da diese Lo verschiedensten Landesteile und nicht weiter verkauft Jm Monat Ottobe § Die Mörderin ihres Vaters. Von der Straffamme Memel wurde die achtzehnjährige Besizerstochter Gedeit aus Schwenzeln, die ihren Vater vergiftet hatte, zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Der alte Gedeit hatte ein Liebesber hältnis seiner Tochter mit einem seiner Knechte nicht dulden wollen. Die Tochter hatte deshalb zweimal in eine Suppe, die sie dem Vater zu trinken gab, Arsenik getan. + Von Zigennern ermordet. In der Nähe von Süzess Abonyi im Komitat Miskolcz wurde das Ehepaar Kaloczi von Zigeunern beraubt und ermordet. Die Zigeuner erschossen den Wagenführer Kaloczi, spannten die Pferde aus, rissen die Frau vom Wagen, erschlugen sie und raubten die Leichen des Ehepaares völlig aus. Dr. Sigle Nachlaß. Der Zivilser des lanerischen obersten Landesgerichts hat dahin entschi dat Dr. Sigh der verstorbene Eigentümer des„ Bayerisca Battu", Errichtung seines Testaments geistig nicht met in der Lage mar, rechtsverbindlich über sein Vermögen zu vertigen. Die Folge soll ein Prozeß der Erben auf Herausgabe des Blattes von den jezigen Eigentümern sein. Lokales. 25. September 1906. ** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Ratl Diez aus Gleimenhain eine Lehrerftelle an der Gemeinde schule zu Ober- Ohmen. * Der Provinzialiandtag der Provinz Heſſen Nassau soll nach Vorschlag des Landes- Ausschusses in Rafid am 6. Mai 1907 zusammentreten. † Richter Lynch in Amerika. Zahlreiche in Atlanta ( Georgia) vorgekommene, an weißen Frauen von Negern vers übte Verbrechen, haben die dortige weiße Bevölkerung aufs höchste erregt. Vorgestern begann ein allgemeiner Angriff gegen die Neger. Ein Pöbelhaufe zog nach dem Negerviertel. Wo ein Neger sich sehen ließ, war er die Zielscheibe von Kugeln, Messern, Stöcken und Steinen. Viele Neger wurden zu Tode geprügelt. Die Zahl der Verwundeten beträgt mindestens hundert. Die meisten versteckten sich in Kellern. Gouverneur Terrell beorderte acht Kompagnien Infanterie und eine Batterie leichter Artillerie, um dem Morden Einhalt zu tun. Um Mitternacht waren noch 15 000 Weiße auf der Suche nach Negern. * Teuerungszulage. Mit Rücksicht auf die teuere Lebenshaltung bewilligte die Firma Georg Wilhel Gail Gießen ihren sämlichen in den Zigarrenfabriken be schäftigten Arbeitern eine Lohnerhöhung und zahlte dieje Aufbesserung bereits für die verflossene Woche an ihre Arbeiter aus. † Eisenbahnunglüd. Bei Einfahrt in den Bahnho Feuerbach stieß der von Stuttgart tommende Personenzug Nr. 154 in dem Tunnel kurz vor der Station auf einen borangefahrenen Leerwagenzug auf. Einige Wagen wurden zertrümmert; die Lokomotive des Personenzuges sowie mehrere Wagen des Leerzuges sind entgleist. Von den Reisenden wurde niemand verlegt; vom Zugpersonal haben der Lokomotivführer und der Zugführer des Personenzuges sowie ein Bahnpostschaffner leichte Verletzungen davongetragen. L. Kaminbrand. Gestern Abend übte die Frein. Cailsche Feuerwehr auf dem Brandplay. Plößlich bebede der Plaz sich mit Rauch und als man nach der Ursache forschte, entdeckte man, daß dichte Rauchwolfen mit Funter regen untermischt dem Eglyschen Hause entstiegen. Sofort war die Wehr zur Stelle, doch brauchte sie glücklicherweise teine größere Tätigkeit zu entfalten, da es sich nur um einen Schornsteinbrand handelte. Eine dichte Menschenmenge † Das Ende des Säufers. Der 46 jährige ledige Zimmermann Mag Kainz in München hat die 40jährige Schuhmacherfrau Enziger, mit der ihn zarte aber unerlaubte Bande verknüpften, ermordet, indem er ihr den Hals durchschnitt. Der Mörder ließ sich dann von einem Eisenbahnano überwohnte dem Schauspiel ber. * Auf dem dritten Verhandlungstag der deutschen lat und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften in Spig leitete ein Referat des Vorstandes der h ssischen Beruf Genossenschaft Dr. Schröder über die Errichtung einer f pflichtversicherungsanstalt der Land. und Forstwirte für al gesamte Deutsche Reich die Verhandlungen ein. * Nach den Ermittelungen des hessischen Landwirtschat rats beläuft sich die Zahl derjenigen Personen im Groj Hesser, die zur Landwirtschafts ammer Orgas sation gehören, auf etwa 75 000. des Großh. Turninspektor farsus für hessische V An ihm nehmen etwa 4 Großherzogtums teil. sp. Sportliches. ihrem Ende zu. Den ( 50 km) gewann Bezprem Magdeburg, der bei etwa wurde, wurde Brune Der Abschiedspreis von Arefe efter. Sämtliche Fahrer Bom Lande. Ub men der Kartoffelr enig förderlich, auch ta feht in den Keller fom ente ift je nach den So eben. Im ganzen bar Tenet werden. Jedenfa Saushalt für nächstes S werden müffen. Asbach, 24. Sept der Breis der wets dem der Zentner zulet Die Bweltschen werden no ein versandt. Oberlleen, 24. S ebie figen Ortes wurde be ter F. Fischbach aus trunten. Marburg, 24. Se Michelbach fließen Eelde, die fich eine macht hatten. Währen Flucht ergriffen, wo Dren, was ihm aber Daten im Wald alleinge it bon lichtscheuem Gefi * Das Volkstrachtenfest zu Buzb a chat a dem Rechnungsabschluß eine Ausgabe von ca. 10 000 verursacht, welcher rund 20 000 Mt. Einnahme gegenüb stehen. Der Ueberschuß ist nach dem s. 8. gefaßten Beschli des Komitees, zufolge Bestimmung des geschäftsführendes Ausschusses zur Hälfte dem historischen und Trachtenmuse zu Buzzbach, zur anderen Hälfte dem Verein für ländl Heimat Wohlfahrt und Kunstpfl- ge überwiesen worb Erftere Summe soll zur Errichtung eines neuen Museum gebäudes, Beschaffung weiterer Trachtenfiguren und sonstg Museumezwecke verwendet werden. Der andere Teil c zu Zwecken ländlicher Heimatpfl ge demnächst verwendet. In dieser Beziehung sind weitere Biele in Aussicht genomm und es sollen Veranstaltungen stattfinden, über die dal Nähere später bekannt gegeben wird. - Den Teilnehmerinne und Teilnehmern an den Zuggruppen des Heimatspflege und Trachtenfestes, sowie denjenigen, die bei dem Festspe mitgewirkt haben, werden Erinnerungen an dieses Fest, et weder in Broschen oder in Festschriften bestehend, durch die Festleitung übermittelt. Mit der Austeilung derselben wutbe gelegentlich des Kirchweihfestes und Jubiläums des Krieg vereins zu Pohl Göns am 23. 1. Mis. begonnen. - * Der Staatsanwalt als Vertlagter. Gi seltener Anblick! Während sonst der Staatsanwalt die flage vertritt und mit dem Sünder scharf ins Gericht geit, allerhand peifereft * Marburg. Die C Detein Siebertafel" ange altenden großen Gef gangen. Als Termin de worden. Bom hohen Bogel iften Tagen wird die Beppenftrut dem Berkehr Verbindet sich die Einm Brunnens, der wie e drift befagt, zum Un gerungsrats Sdonfe en ift. Michelstadt, 23. bäufel, der bie en ift, fand geftern gen Bitterung hat aben aus dem ganze bor 15 Jabre ote zu ermorde ir berbügt. er Franz Jole ntal zum Lote Serter begnadi es gegen die ifbiesmal selbst der Beklagte. Es handelt sich beileibe nium einen Strafprozeß, sondern nur um eine Bibilflage. I den Bestimmungen der Bivilprozeßordnung muß nämlich etan Rage, wodurch ein Entmündigungsbeschluß angefochten gegen den Staatsanwalt gerichtet werden. Der Prozeß, demic am Freitag vor der zweiten Biviltammer des Frantfumit Landgerichts abspielte, betraf die Ehe des jungen verständlich waren die Parteigenossen Häusels stark vertreten, für die Regierung war Ministerialrat Freiherr von Biege. leben erschienen. * Oberweg. Naturlaune. Im Garten des Lehrers Heller steht ein Apfelbaum, der neben reifen Früchten auch eine ftattliche Fülle von Blüten trägt. * Pohl- Göns, 24. September. Das gestrige Jubiläumsnte Serienlos hugaffen Erasmus zu Erbach. Erbach, der sich bekanntlich feft des hiesigen Kriegervereins, mit dem die Ueberreichung fchaften bilde benjen tourden auf den Ba em biefigen L mrider Tochter einer Wäscherin am 1. September 1905 in anon verheiratete. Diese Ehe hat der Vater als nichtig amfoten mit der Behauptung, sein Sohn sei zur Zeit der ließung gefchäftsunfähig gewesen. Das Homburger gericht hat den jungen Grafen, der zur Beit auf der Stätte Hohemait untergebracht ift, wegen Beiftesfrankheit einer Raiserschleife und das Kirchweihfest verbunden waren, nahm einen herrlichen Verlauf und gestaltete sich zu einem schönen Voltsfeste. fersucht ein ratinbigt. Diesen Entmündigungsbeschluß hat Rechtsanwalt handlungen wurde die Errichtung einer Militär Darjährige Lateini Wurzmann, als Vertreter der jungen Gräfin, angeten. Is Beflagter trat in dem Brozeß vor der Zivilfeines Vaters Jammer Staatsanwalt Dr. Hoffmann auf, dem als Vertreter einem gleidh: alten Grafen Justizrat Dr. Delsner beitrat. Beide interen bezogen sich für ihre Behauptungen und Gegenbol hauptungen auf Zeugen und Sachverständige. Das Geritet wird seine Entscheidung am 5. Ottober verkündigen. Die zweite Alage auf Nichtigkeit der Ehe bleibt vorläufig chen, bis die Anfechtungsflage erledigt ist. Taal, Vor der ahr g flage der Ere Ein Bauspetulant. Ein eigenartiger Schwindel Des Buchers der f dieser Tage in Offenbach verübt worden. Zu einem Baufinanzielle Sternehmer fam ein gewandt auftretender Mensch und er. hatte. Er beräte ihm, er wolle ihm ein Haus in Frankfurt für für die er 0000 wt. ablaufen; er gedente 50 000 m. als Aner Staatsant, op blung zu geben, die er auf der Bank deponiert habe. Der Der im Fallsch, der sich in Offenbach einlogiert hatte, gerierte sich rigen Georgiskt man als reicher Mann und Hausbesißer und beschwindelte chinaus. De bian Enzahl Berſonen um Gelbbeträge. Als die Protokollierung Son der Straflber uvor in das ihm bezeichnete Bankhaus, wo er er. thatfinden sollte, begab der Bauunternehmer sich vorsichtsBerstochter Gedet atte, zu zwölf chen mußte, daß der Frembling dort feinen Pfennig stehen hatte ein Liebe be. Der Betrüger ist verschwunden, doch hofft man, ihn Anechte nicht bald au fassen, da seine Persönlichkeit bekannt ist. Er stammt beimal in eine& Birgel und war einige Beit in Amerika. it getan. Ein dreister Schwindel mit preußischen otterielosen wird polizeilich mitgeteilt. Die Firma fer des loinschmeiher& Co. sucht von dem holländischen Städtchen do mbeim a. Rh. aus Teilnehmer für ihren„ preußischen ida Betera tterinverein". Mit ihren Anteilscheinen versendet sie nach at meb in S gen zu bergen Empfang der ersten Rate ein Verzeichnis der preußischen erausgabe des cotterillose, die sich angeblich in ihrem Besize finden und in denen die Mitspieler bnteiligt sein sollen. Die Röntgile Lootteriebirektion hat aber festgestellt, daß die Firma nicht eine einzige der angegebenen Numm in hinter sich lamben loann, da diese Lose von deutschen Spielern in den errigiediensten Landesteilen von Lotterie- Einnehmern bezogen nicht weiter verkauft wurden. September amtsaspiranten& lle an der Genel m Monat Oftober wird in Darmstadt unter Leitung Großh. Turn inspektors Schmuck ein staatlicher Turn slatsu für Hessische Volksschullehrer abgehalten werden. Cn ihm nehmen etwa 40 Lehrer aus allen Kreisen des der Provinz herzogtums teil. Ausschusses in sp. Sportliches. Die Radrennsaison neigt sich hm Ende zu. Den großen Abschiebspreis von Treptow Rüdficht auf die 500 km) gewann Przyrembel, im großen Abschiedspreis von Georg Billagdeburg, der bei etwa 20 km regenshalber abgebrochen 1 Bigarrenfabrika vuurde, wurde Brune Derde als erster erklärt. Im großen ng und zahlte hied spreis von Krefeld( 41 km) wurde Willi Bongs ene Woche antreffer. Sämtliche Fahrer fahren Brennabor. bend übte die f Bom Lande. Ueberall beginnt man mit dem Ausah. Plözlich nemen der Kartoffeln. Das nasse Wetter ist der Arbeit man nach der ng förderlich, auch taugt es nicht, wenn die Erdäpfel uch wolfen mit atestat in den Keller fommen. Der Ausfall der Kartoffelſe entitiegen. iſt je nach den Sorten- und Bodenverhältnissen ver. chte ſie glüdününden. Im ganzen darf wohl auf eine Mittelernte gees fich nur undet werden. Jedenfalls wird aber in gar manchem dichte Menschenhallt für nächstes Jahr die Schweinemast beschränkt Deterden müssen. Atzbach, 24. Sept. Durch auswärtige Händler ist ag der drug her: Preis der Zwetschen rapid in die Höhe gegangen, jenschaften in mind der Zentner zulegt sogar mit 3,20 Wt. bezahlt wurde. Der hifischen Die Zwetschen werden nach den großen Städten am NiederErrichtung einhverfandt. nd Forstwirte f Oberkleen, 24. Sept. Ertrunken. In der Nähe eifigen Ortes wurde der in den 50er Jahren stehende fchen Bandwiter J. Fischbach aus Weglar tot aufgefunden. Er war Personen im ertatem. ammer Dig ngen ein. uBuzba b Marburg, 24. Sept. Im Walde zwischen Marbach analo uchelbach stießen zwei Arbeiter auf fünf jugendliche Stime, die sich eine richtige Räuberhöhle zurecht D Friedberg, 24. September. Im Hotel Trapp tagte heute die 30. Hauptversammlung der Ludwig- und Alicestiftung für die Lehrer Hessens. Nach den geschäftlichen Verlehnsklasse für junge Lehrer, die als Einjährigfreiwillige dienen, beschlossen. Die Kasse soll- wenn möglich am 1. Januar 1907 in Tätigteit treten und wird Darlehen bis 600 Mart gewähren. Weiter wird auf Antrag des Vorstands folgender Beschluß gefaßt:„ Die Hauptversammlung beauftragt den Vorstand geweinschaftlich mit dem Vorstand des Landeslehrervereins, bei den gefeßgebenden Fattoren dahin vorstellig zu werden, daß die Witwenversorgung nach dem Antrage des Abgeordneten Schmidt- Mainz in gleicher Weise wie bei den Staatsbeamten geregelt wird." - * Lauterbach, 24. September. Seitens der Regierung war bei dem Preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten mit Rücksicht auf die Vergrößerung des hessischen Eisenbahnbefizes die Errichtung einer weiteren hessischen Betriebsinspektion in Oberhessen angeregt worden. Dieser Anregung ist, wie die„ Darmst. 8tg." schreibt, nunmehr stattgegeben und die Verlegung der Betriebsinspektion 2 von Fulda nach Lauterbach in Aussicht genommen worden, sobalb Sie zur Unterbringung der Inspektion erforderlichen Räume, sowie eine Dienstwohnung für den Inspektionsvorstand in Lauterbach zur Verfügung stehen. * Lauterbach. Die diesjährige Obstausstellung des Oberhessischen Obstbauvereins wird vom 11. bis 14. Oftober hier in Lauterbach im Saale des Felsenkellers abgehalten. Lauterbach. 24. Sept. Das Dekanat Lauterbach feiert dieses Jahr sein Jabres- Missionsfest am Mittwoch, 26. September, in Crainfeld. * * Offenbach a. M. Gegen die Stimme des Oberbürgermeisters bewilligten die Stadtverordneten 16 Lehrern und Lehrerinnen, die des Streites mit dem Fürsten von Birsten wegen über das Vorschlagsrecht an den hiesigen Volksschulen später zur Anstellung gelangten, eine Entschädigung von 12 652 Mt. § Frankfurt, 24. Sept. Julius Stockhausen t. Samstag ist der Komponist und Gesangsmeister Julius Stockhausen verschieden. Vor zwei Monaten erst feierte er seinen 80. Geburtstag in voller geistiger Frische, nachdem er förperlich leider längst nicht mehr frei von Schmerzen war. Er wurde am 23. Juli 1826 zu Paris geboren als der Sohn des trefflichen Harfenisten Franz Stockhausen. 1848 entschied er sich für den Beruf des Konzertfängers. Von 1862-69 leitete er die Philharmonischen Stonzerte" in Hamburg. 1878 siedelte Stockhausen nach Frankfurt über, wo er eine reiche Tätigkeit entfaltete. Sein Scheiden ist für die Musit ein schwerer Verlust. " * Frankfurt. Der Traum, ein Operetten Beyreuth in Frankfurt erstehen zu lassen, ist nach den„ F. N. N" bereits ausgeträumt. Für alle Zukunft. Es werden im Albert Schumann- Theater teine Operetten Festspiele mehr inszeniert werden. Die diesjährige Operetten Spielzeit brachte ein Defizit von 85 000 mt. * Oppenheim, 23. September. Die diesjährige Haupt. versammlung des hessischen Landesgewerbevereing, die gestern hier stattfand, war von mehr als 300 Mitgliedern besucht. Der von dem Vorfißenden Regierungsrat Noack erstattete Tätigkeitsbericht des Laudesgewerbevereins und der Zentralstelle für die Gewerbe, führte zu einer längeren Aussprache. Ueber Sicherung der Bauforderungen sprach Rechtsanwalt Calman Alzey. Die Versammlung beschloß die vom Verband deutscher Gewerbevereine aufgestellten Leitsätze wie folgt: Die Versammlung begrüßt die Vorlage betr. Sicherung der Bauforderungen als geeignete Grundlage zu einer Verfländigung über den notwendigen Schutz des Baugewerbes. Sie hegt aber erhebliche Bedenken gegen die durch Paragraph 11 dem Fachmann des Unternehmens auferlegte schwere Belastung und vor allem gegen die niedere Fixierung der zur Abwendung der Hypothefarantragung statthaften Hinterlegung. Im übrigen verweist die Versammlung auf die früheren in Kassel und Kaiserslautern( vom Verband deutscher Gewerbevereine) gefaßten Beschlüsse und hält an der Forderung feft, Einnahme gegeht ergriffen, wollte sich einer mit dem Revolver gleichst hen und bei Neubauten außerhalb der von der von ca. 10000 Bet hatten. Während vier der 18-20jährigen Burschen| daß auch die Bautätigkeit bei Umbauten, welche Neubauten 18. gefaßten Ben, was ihm aber nichts half. In der Wohnung fand Landesgesetzgebung bestimmten Baubezirke einen weiteren ge mollerhand Speiserefte und Gegenstände. In letzter Zeit wcan im Wald alleingehende Personen, besonders Frauen, Des gefchäftsf und Trachten Berein für lif überwiefen bot lichtscheuem Gesindel belästigt worden. Marburg. Die Enladungen zu dem vom Gesang- nes neuen Liedertafel" angeregten, im nächsten Jahre hier ab. fortschreitender Entwickelung. enfiguren und geriden großen Gesangswettstreit sind bereits erDer andere igen. Als Termin des Festes ist der 7. Juli anberaumt mnäcft verwend Corten.. in Aussicht gnäter: Tagen wird die neue Kreisstraße Rudingshausenfinden, über de Den Teilnehm bes Heimat Bom hohen Vogelsberg, 24. September. In den Pepentrut dem Verkehr übergeben. Mit der Eröffnung veldet sich die Einweihung des Karl Theobald men, der wie eine an seiner Fassade angebrachte - schlichen Schuß im Sinne der Kaiserslauterner Vorschläge enthält. Nach den Mitteilungen des Gewerbeschulrats Meyer Darmstadt über den Stand des gewerblichen Unterrichtswesens in Hessen erfreut sich dieses gedeihlicher, stets Der Tagung ging eine Sigung des Ausschusses des Landesgewerbevereins voraus. Die nächstjährige Versammlung wird in Schlitz abgehalten Königstein. Die benachbarte Gemeinde Neuenhain hat ihren Sauerbrunnen auf die Dauer von 25 Jahren an eine hiesige Gesellschaft verpachtet. Das Wasser ist dem berühmten nahegelegenen frontaler sehr ähnlich. Die Geschaft beabsichtigt, dort ein großes Wasserversandtgeschäft werden. * Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 26. Sptember. Meist heiter, trocken, fühl, stellenweise leichter Nachtfrost, nebelige östliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marktberigte. Glekem 25. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per fb 100-1.15 St., Sübnereier ber Stild 8-9 fq., Anteneier St. 0-0 Pfg., Käse ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vfd. 22 Pfg., Linsen ver Pfd. 32 Vfg., Tauben ber Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 mt., Habnen per Stüd 0.80-1.80 Mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse ber Pfd 00-00 Pfg.. Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 10+ Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-8.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-0.00 m., Weisfraut per Std. 15-20 fd., per St. 10-30 Pfg., Aepfel ver Ctr. 15-18 mt, Zwetschen per Str. 2.50-3.00 Mt., Birnen per Ctr. 10-15 Mt., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch und Brotpreise am 24. September 1906. Ochsen Kälber Schweine do. Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. " Fleischpreise in Steßen 1/2 11 80 18.50 m. 16.50" 50 kg Schlachtgewicht 90-93 m./ kg 82-88 f. 100-106 Pf. do. 80-84 bo. 90-100 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 54 P. Schwarzbr. d. 50 " " Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. W E8 Frankfurt a. M., 24. Sept. Fruchtmarkt. notterten nach Qualität: Au Weizen, hiestaer und Wetterauer Mt 17.25-17.50, furhessischer Mr. 16.90-17.25 Roggen, hiesiger Mr. 16 00-16.50, russischer Mr. 17.00-18.50 Gerfte, hiesige Mt. 17.25 bis 17.75, Pfälzer Mt. 18.00 bis 18.50, fränkischer Mt. 18.25-18.50, Riedgerste Mt. 18. bis 18.50 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mt. 00.00-00.00, kurhessischer Mt. 17.00-18 75, bayerischer Mt. 00.00-00.00, Mais, Mixed Mt. 13.50-13.50. Alles pro 100 Kilo ab hier. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marten Mr. 28.00-29.00, hiesiges, Nr. 1, Mt. 24.75 bis 25 75, feinere Marten Mr. 25.75-27.75 hiesiges Nr. 2, Mt. 24.25-24.75, feinere Marken Mr. 25.00-25.75, hiesiges Nr. 4, Mt. 20.75-21.25 feinere Marten Mr. 21-22 00, Rogaenmehl, hiesiges, 0, Mr. 24. bis 24.50, do. 1 Mt. 22.25-22.75, do. 2 Mt. 18-19.25 Weizenschalen Mt. 4.90-5.00, Weizenkleie Mt. 5.00-5.20, Roggenflete Mr. 5.00-5.20, Weizenfuttermehl Mr. 6.75-7.75. Notierungen der Frankfurter Biehmarktpreise Frankfurt a. M., 24. September 1906. Zum Verkauf flanden: 348 Dchsen, 65 Bullen, 771 Kühe und Färsen( Stiere und Kinder), 241 Kälber, 318 Schafe und Hämmel, 1681 Schweine, 1 8tege 0 Ziegen- und Schaflämmer. Bezahl wurden für 100 Pfund: Schlacht- LebendOchsen: a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fl ischige, nicht ausgemäftete unu ältere ausgemästete gewicht gewicht Mo 90-93 - 82-85 - 72-76 a. bollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 79-81 73-75 - c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: ühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. vollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. volfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) I 81-85 - 79-82 68-72 - T Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: brecher( auswärts) 7 Schlosser. 2 Schmiede, 1 Spengler 2 landw. Arbeiter, 3 3ieghter, 8 Stein( auswärts), 1 Tapezier, 2 Schreiner( auswärts), 2 Wasch und Pugfrauen, 1 jüngerer Glaser, 1 Maler ( auswärts), 1 Anstreicher, 1 Installateur, Erdarbeiter, i Küchenmädchen, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 1 Hausbursche, 1 Haushälterin, 1 Stüze der Hausfrau. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied gegen Vergütung, 1 Spengler, 1 Elektromonteur, 2 Schreiner, 1 Bäcker( auswärts). Es suchen Arbeit: 1 Maschinist oder Heizer, 1 Maschinenwärter, 1 Die Stutſcher, 2 Schreiner, 1 Flickerin, 1 Kleidermacherin, aan diefes Rogerungsrats Schönfeld um den Kreis Schotten errichtet tief gefaßt, die erforderlichen Gebäude errichtet und die noten bestehend, dard teilung berfelben ubiläume de Rig Bertlagter begonnen Staatsanwalt bie arf in Gait worten ift. wendigen Maschinen aufgestellt werden. Michelstadt, 23. September. Die Beise zung des* Caffel, 24. September. Sein Handwerk Von Ahäusel, der dieser Tage an einem Herzschlage verden kürzlich aus der Strafanstalt zu Wehlheiden entflohenen fchen ist, fand gestern Nachmittag statt. Trotz der un- drei Zuchthäuelern ist einer, der Taglöhner Brix, in Frankgütigen Witterung hatte sich eine große Zahl von Leitfurt ergriffen worden. Er hatte bereits wieder mehrere Diebten aus dem ganzen Hessenlande eingefunden. Selbst. stäble hinter sich. 1 Büglerin, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahrbursche, 2 Lauffrauen, 1 Haushälterin, 2 Wasch- und Buzzfrauen, 2 Packer, 1 Kassier oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich für die Bolitik und den Inseraienteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. 11 Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksangehörigen, daß in heutiger Mitgliederversammlung gewählt wurden: 1. Bendant Doering zum Direktor, 2. Buchhalter Eisenhauer z. Rechner, 3. Buchhalter Haas zum Kontrolleur. Gießen, den 21. September 1906. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Die Urlifte für die Schöffen und Geschw Auf Grund des Artikel 23 des Volksschulgesetzes und der Bestimmung Großh. Ministeriums des Innern, liegt eine Woche lang und zwar vom Abteilung für Schulangelegenheiten, vom 26. November 1901 bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß die Fortbildungsschule Mittwoch, den 26. September bis einschließ Mittwoch, den 3. Oktober ds. Js. auf dem Bürgermeisterei- Bureau zu jedermanns Montag, den 1. Oktober ds. Js., im Stadtknaben- offen. Montag, den 1. Oktober ds. Js., im Stadtknaben- offen. Innerhalb der Offenlegungsfrist fann gec fchnlhaus an der Nord- Anlage beginnt und von Richtigkeit oder Vollständigkeit der Urliste schriftle genanntem Tage an wöchentlich zweimal abgehalten wird. 34 Protokoll des Bürgermeisters Einsprache et werden. Zum Besuche derselben sind alle Knaben verpflichtet, Gießen, den 32. September 1906. welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann entlassen worden sind, sowie die Schüler der Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen, Realschulen und höheren Bezirkssparkasse Gießen. Bürgerschulen, welche nach Ablauf des achten Schuljahres Doering. Bezirkssparkasse Gießen. Wir bringen hierdurch zur Kenntnis der Bezirksangehörigen, daß vom 1. Ottober 1. Js. ab bei unserer Kasse die tägliche Verzinsung der Einlagen zur Einaustreten, ohne mindestens ein Jahr lang der Obertertia angehört zu haben. Es haben sich einzufinden: Montag, den 1. Oftober, nachmittags 2 Uhr: alle schulpflichtigen Kaufleute, soweit dieselben nicht die kaufmännische Fachschule besuchen, Schreiber, Schriftsezer, Buchbinder, Geometer, Photographen, Graveure, LithoAuslaufer, Hausburschen, Gärtner. Bekanntmachung. führung gelangt und daß jeden Werktag von vor graphen, Mechaniker, Maler, Lackierer, Friseure, Mezget, Schiffenberg findet diese Wahl mittags 8-1 hr und nachmittags von 3-4½2 Uhr die Kasse geöffnet ist. Montag, den 1. Oftober, nachmittags 5 Uhr: alle schulpflichtigen Maurer, Steinhauer, Zimmerleute, Gießen, den 22. September 1906. Dachdecker, Spengler, Schloffer, Schreiner, Glaser, WeißDirektion der Bezirkssparkasse Gießen. binder,( Etsendreher, Installateure, Instrumentenmacher, Doering. Schmiede, Technifer. Bekanntmachung. Das 3. Ziel Gemeindeftener für 1906 ist innerDas 3. Ziel Gemeindeftener für 1906 iſt inner: halb 8 Tagen bei Vermeidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkaffe zu entrichten. Zabltage: Täglich vormittags, mit Ausnahme des 26. und 29. ds. Mts. Gießen, den 22. September 1906. Der Stadtrechner: Doepfer. Bekanntmachung. Die noch ausstehenden Rechnungen über Lieferungen zum diesjährigen Jugendfest find bis spätestens 1. Oftober 1906 an Herrn Rektor Hahn einzusenden. Gießen, den 22. September 1906. Der Feftausschuß: Curschmann. Obstversteigerung. Donnerstag, den 27. September 1906, vormittags 9 Uhr wird auf dem städtischen Obstbaum stüd hinter der neuen Kaserne das Obst von etwa 40 Bäumen bestehend in Tafel-, Wirtschafts- und Mostobft, auf dem Stamm versteigert. Nach dieser Versteigerung werden um 10 Uhr im Bürgermeistereihof etwa 15 Sörbe haltbarer Tafel birnen versteigert. Gießen, den 15. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. NachlakIn 5 Tagen Ziehung! Bersteigerung. Für 1Mk Mittwoch, den 26. Sept. nachmittage 2 Uhr versteigere ich im Bieferschen Saale, Neustadt 55, das zum Nachlaß der Witwe Damm gehörige Mobiliar als: 1 vollständ. Bett, 1 Kleiderschrank, 1 Vertifow, 1Küchenschrank mit Glasaussaz, eine große Partie Frauenkleider, Weißzeug, Hemden, Haus- und Küchengeräte gegen Barzahlung. Gießen, den 24. Septbr. Carl Geißler, Geschäftsagent. Gießen. Nachlaß= Versteigerung. Mittwoch, den 26. Sevtember vormittags 9 Uhr, versteigere ich im Hause Damm= straße 20 die zum Nachlaß der Johanna Beck Witwe gehörigen Mobilien gegen Barzahlung: 1 Küchenschrank mit Aufsatz, Bett, 1 Kleiderschrank, 1 Kommode, 2 Tische, Weißzeug, Bilder und dergleichen. Gießen, der 24. Septbr. 1906. Carl Geisler, Geschäftsagent Gießen. Buch über Ehe die v. Dr. Retau m. 89 Abb. statt 2.50 Mk. nur Mk. 1.-. Preil. über int. Buch. gratis. R.Oschmann, Konstanz Nr.421. 13597 Gewinne mit 300000MK HauptgewinnbarGeld MK100000 40000 Nürnberger Lotterie Ziehung I. bis 6. Oktober Lose à 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. Porto und Lifte 30 Pfg. Nach nahme 20 Pfg. mehr, versendet das Generaldebit Ferd. Schäfer, Nürnberg. Generalvertrieb: Kiefer& Co., Mainz. Lose sind zu haben bei: Richard Buchacker, W. Semmler, Philipp Weiler. Palmin Feinstes Pflanzenfett zum kochen! braten u.backen Die Wahl eines Vertrauensmannes( Wahlman für die Wahl zur Landwirtschaftskammer be Am 27. September 1906 von 10 Uhr b bis 7 Uhr nachmittage wird die Wahl eines trauensmannes für den 8. Vertrauensmännertre Für die Wahlberechtigten aus der Geme Wahlbezirks Gießen vorgenommen. im Sizungssaal des Bürgermeiereigebände zu Gießen, Gartenstraße 2 statt. Wahlberechtigt ist nur, wer in die festgestellte lifte eingetragen ist. Zur persönlichen Teilnahme an der Wahl find Dienstag, den 2. Dktober, nachmittags 5 Uhr: Verbandsangehörige berechtigt, die zur Zeit der alle schulpflichtigen Bäcker, Schneider, Schuhmacher, deutsche Reichsangehörige, männlichen Geschlecht Sattler, Tapezierer, Wagner, Kellner, Köche und alle volljährig sind. Ein persönlich Wahlberechtigter fan übrigen Schulpflichtigen. bet der Stimmabgabe durch einen Bevollmächtigten Außerdem haben diejenigen Schüler der Nachbar- treten laſſen. gemeinden, die abends in ihren Heimatsort zurückkehren, Das Wahlrecht von Verbandsangehörigen, die aber zum Besuche der hiesigen Fortbildungsschule ange- Vormundschaft oder Pflegschaft stehen oder nicht meldet worden sind, sich Dettwoch, den 3. Ottober, liche Versonen sind, ist von ihren gesetzlichen Vertr nachmittags 4 Uhr, im Stadttuabenschulhause ein- das Wahlrecht von weiblichen Verbandsangehörige zufinden. Bevollmächtigte auszuüben. Die Voll Unter Hinweis auf Artikel 25 des Volksschulgesetzes, Ein Bevollmächtigter muß denselben Erforde wonach Lehrherren, Dienstherren und Arbeitgeber ihren entsprechen wie ein persönlich Wahlberechtigter, b Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der jedoch nicht Verbandsangehöriger zu sein. Er dat i Fortbildungsschule nötige Zeit bei Meidung polizeilicher mehr als eine Vollmacht übernehmen. Strafen einzuräumen haben, ersuchen wir die Genannten, bedarf der schriftlichen Form und ist von der Bi sowie die beteiligten Eltern, Vormünder 2c., den Schul- meisterei des Betriebssizes des Verbandsangeh pflichtigen von vorstehender Bekanntmachung rechtzeitig fosten- und stempelfrei zu beurkunden. Kenntnis zu geben. Gießen, den 20. September 1906. Für den Schulvorstand: Mecum, Oberbürgermeister. Der Wahlvorstand besteht aus dem unterzei Oberbürgermeister als Vorsitzenden, dem Beigeor Curschmann dessen Stellvertreter, fund den B Hahn, Rettor. Stadtverordneten Philipp Euler IV und Ludwig zu Gießen. Bekanntmachung. Mittwoch, den 26. September ds. Js., nach mittags 3 Uhr, sollen in dem Schulhause Afterweg ( Gewerbeschule) zwei Unterrichtskurse für erziehliche Handarbeit mit je dreistündiger wöchentlicher Unterrichtszeit eingerichtet werden. In dem einen derselben werden die Schüler mit Papparbeiten und in dem anderen mit Kerbschnittarbeiten beschäftigt. Zur Beteiligung an dem Unterricht können ältere Schüler der Volksschule, sowohl als auch Schüler der höheren Lehranstalten zugelassen werden. Steßen, den 21. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten für den Neuba Höheren und Erweiterten Mädchenschule sollen Donnerstag, den 4. Oktober d. Js., vorm. öffentlich vergeben werden. 208 1 Kunstschmiedearbeiten, os 1 Kunstschmiedearbeiten, darunter: 7 Stück Haupteingangstüren, ca. 70 Ifdm. Treppen und sonstige Ge 1 zweiflügeliges Einfahrttor. " " Für Werkzeuge und Materialien, welche den Schülern während der Unterrichtszeit gestellt werden, sind von jedem derse ben 2 Mt. zu entrichten; die Schüler der Los 2 Schlosserarbeiten, höheren Lehranstalten haben außerdem noch ein Schul- Los 3 Gipsstrichböden, 1418 qm geld von 4 Mark zu bezahlen. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedin Anmeldungen zu dem Unterricht werden zur oben liegen während der Dienststunden bei uns zur angegebenen Zeit in genanntem Schulhause entgegen offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst sind bis zum genannten Zeitpunkt bei uns genommen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 22. September 1906. Gießen, den 21. September 1906. Mecum, Oberbürgermeister. * Hahn, Rektor. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. GROSSE Modenwelt Polster- u. Tapezier- Stäſe pro Quar tal: IMK Tonangebend! Unerreicht! Riesen- Schnittbogen. Abonnem. bei allen Postanstalt. u. Buchhandl. Farbenprächtige Colorits. Gratis- Probenummern bei John Henry Schwerin, Berlin W. Achten Sie genau auf TitelZuverlässiges, älteres Mädchen oder alleinstehende Frau, die felbftändig kochen, waschen und bigeln kann, ver sofort oder später gesucht. Offerten mit Zeugnis ibschriften und Lohnansprüchen erbeten an Frau Amtsrichter Pusch Ortenberg( Oberhessen). Junger Kaufmann sucht per 1. 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