t. welchem 35: 3 Nr. 172 ll Donnersta wald abgehal er Feitzug in auf und nim e nach dem F unbefugte en der Spielpl ngitens unterc wird zur Bug geboren 30 Bfg. erhob mittags 12 Big. abgegeb t bon L. Alt cialienhandlun Stübn Selters 17. Die boc tellen im W aßt die Omni raus alle Bie berlehren, wo wollen. federn und L untersagt. ng. conete Sperre ießen. ng. geordnete Ep oben. ßen. ng. ngeordnete Sp und Goethest ießen. ng. für 1906 ift nde ds. Mts. mit Ausnahme btrechner: pfer gung des Har Cderliche Liefe Toll öffentlich rschloffen und pätestens ittags 10 br ue 22 einzureid genen Offerten folgt. amt. AGGI Bouillon Kapseln die besten! s wertvoll während merszeit, wo sich ouillon nur schwer ewahren lässt auf Möbel, Windo Ibftgeber ohne unnoti Ing. Unger, Bell traße 46. Hudpor er Bäder lolge! verhältnisse, Aus ein Gelnhausen. battion u.Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Mittwoch, den 25. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( gk) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Rokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhofon Die Konferenz der friedensfreunde. Am Montag ist in London die Interparlamentarische Konferenz zur Förderung der internationalen Schiedsgerichte" Drei Tage nur zum vierzehnten Male zusammengetreten. find für die Beratungen in Aussicht genommen. Die zu ver handelnden Gegenstände sind nach Zahl und Bedeutung nicht gering. Wenn gleichwohl drei Tage zu ihrer Erledigung als ausreichend angenommen werden konnten, so ist klar, daß man bon vornherein auf weitgehende Uebereinstimmung aller Teilnehmer in allen zu erörternden Fragen gerechnet hat. Das ist natürlicherweise auch der Fall, da es Gleichgesinnte sind, die vor achtzehn Jahren den Gedanken der interparlamentarischen Konferenz gefaßt und seitdem in wachsender Zahl ihn gefördert haben. Der Ursprung der Einrichtung geht auf das Jahr 1888 zurück. Mitglieder des englischen und französischen Parlaments waren es, die damals in Paris berieten, wie man die Einrichtung internationaler Schiedsgerichte fördern und praktische Ergebnisse in dieser Richtung erreichen könne. Man richtete an die Mitglieder aller Parlamente Einladungen auf den 29. und 30. Juni 1889 nach Paris. Der Einladung folgten 99 Parlamentarier, nämlich 56 französische, 32 englische, 5 italienische und je 1 spanischer, belgischer, dänischer, ungarischer, griechischer und amerikanischer. Diese 99 nahmen eine Resolution an, in der sie die Erledigung aller inter= nationalen Streitigkeiten durch Schiedsgerichte und den Abschluß von Schiedsgerichtsverträgen empfahlen. Im folgenden Jahre fanden sich bereits Vertreter von 11 Parlamenten ein, über 1000 Parlamentarier erklärten schriftlich ihre Zustimmung, unter ihnen Staatsmänner von Weltruf. Die dritte Konferenz wurde von 17 Parlamenten beschickt, auch deutsche Parlamentarier hatten sich eingefunden. Die Teilnahme an den Konferenzen wurde in demselben Maße allgemeiner, als die Bestrebungen sich mehr und mehr von Utopien abwendeten und sich auf erreichbare Dinge richteten. Vollkommene Einigkeit herrschte darüber, daß die Erhaltung des Friedens im Interesse der Völker liege, und daß deshalb das Interesse aller Völker gefördert werde, wenn man Einrichtungen treffe, die den Austrag von Meinungsverschieden heiten, Streitigkeiten und Gegensätzen auf dem Wege freundlicher Verständigung ermöglichen, zur Regel und zuletzt zu bindender Vorschrift machen. Die gegenwärtigen Konferenzberatungen gelten in erster Reihe dem amerikanischen Antrag auf Einrichtung eines internationalen Parlaments. Man darf nicht glauben, daß es sich hier wieder um einen Rückfall in die Neigung zur Erörterung von Unmöglichkeiten handelt. Die Amerikaner denken nicht daran, ein internationales Parlament mit gesetzgeberischer Befugnis schaffen zu wollen. Ihr Antrag wird erläutert durch den Vorschlag des Berichterstatters Lord Weardale: die Konferenz möge erklären, daß es sehr vorteilhaft sein würde, wenn die Haager Konferenz größeren und dauernden Einfluß auf Organisation und Tätigkeit der Diplomatie beläme und wenn die Mächte die regelmäßige Tagung der Haager Konferenz genehmigten. Mit anderen Worten heißt dus: Die Haager Friedenskonferenz soll nicht in unbestimmten Zwischenräumen, sondern in regelmäßiger Wiederkehr tagen, und es soll ihr ein genau umgrenzter Einfluß auf die Diplomatie eingeräumt werden. Ein weiterer Antrag, der die gegenwärtige Tagung der interparlamentarischen Friedensvereinigung beschäftigt, ver= langt den Entwurf eines Musters für einen allgemeinen Schiedsgerichtsvertrag. Der Berichterstatter Freiherr von Plener will diesen Antrag durch eine Resolution begleiten, die den Wunsch ausspricht, daß die Mächte ihre Vertreter auf der zweiten Haager Konferenz zur Ernennung von Sonderfommissionen ermächtigen, deren Aufgabe darin bestehen soll, die Kodifikation und Entwickelung der internationalen Gesezgebung tunlichst zu fördern. Auch dieser Antrag zielt gleich dem vorigen auf eine Erweiterung der Befugnisse der Haager Konferenz. Endlich wird in London über die Unverleglichkeit des Privateigentums zur See in Kriegszeiten, und über den Gebrauch neuer Flinten und Kanonen, endlich über die Beschießung von Häfen und Städten durch feindliche Flotten referiert werden. Aus alledem ist ersichtlich, daß die interparlamentarische Friedensvereinigung nichts anderes beabsichtigt, als unter Beeinflussung und Zuhilfenahme der öffentlichen Meinung die Regierungen in ihren Friedensbestrebungen stark zu machen und ihnen die Wege zu zeigen, auf denen in stetiger Entwickelung die Einengung der Kriegsmöglichkeiten erreicht werden kann. Die Berufung der Haager Friedenskonferenz fann nicht unmittelbar als ein Werk der interparlamentarischen Friedensvereinigung angesehen werden. Aber sicher hat die Friedensvereinigung den Weg gebahnt und vorbereitet. Ihr Aufgabenfreis ist damit nod nicht erfüllt. Sie fann und wird noch weiter in demselben Sinne fegensreich wirken. Sticht plögliche Erfolge darf man von ihr erwarten, aber der schöne Erfolg wird nicht ausbleiben. Nach dem Staatsstreich. Der Petersburger Korrespondent eines Römischen Blattes telegraphiert, die fortschrittlichen Mitglieder der Duma glauben, der Bar sei gezwungen worden, den Auflösungsukas zu unterzeichnen. Der 8ar habe nur unter dem Druck der reaftionären Sofvartei aebandelt. Von anderer Seite werden die Vorgänge vor der AufLösung wie folgt dargestellt: Nachdem der Kriegsminister dem Zaren die Versicherung gegeben hatte, daß man auf die Treue des Heeres rechnen fönne, unterzeichnete der Zar das Auflösungsdekret. Stolypin hatte zuvor einen Bericht dem worin die Auflösung der Duma Zaren übermittelt, als unumgänglich bezeichnet wurde, da sie in ihrer jetzigen Gestalt eine Gefahr fitr den Monarchen wie für die Dynastie überhaupt bedeute. Stolypin ist auch der Verfasser des Manifestes. Freilich soll Stolypin den Posten des Ministerpräsidenten nur unter der ausdrücklichen Bedingung angenommen haben, daß er im liberalen Sinne handeln dürfe. Was die Finanzweit sagt. In den tonangebenden Kapitalisten- und Börsenkreisen findet man für die neuesten Vorgänge im Zarenreich eine Erklärung, die etwas abenteuerlich flingt, aber doch nicht ganz unmöglich ist. In Rußland, so heißt es, ist der kommende 7. August ein fritischer Tag. An diesem Tage ist die Zahlung der zweiten Rate der jüngsten russischen Anleihe fällig, die bes sonders wieder in Frankreich untergebracht ist. Die Pariser Banfiers machten Schwierigkeiten. Sie erklärten, daß, nachdem Rußland ein tonstitutioneller Staat geworden sei, die Zustimmung der Boltsvertretung für die finanziellen Operationen notwendig erscheine, und verlangten die Zustimmung der Duma. In Petersburger Regierungsfreisen war man nicht im Zweifel darüber, daß die Duma fich diesen ihr in die Hand gegebenen Trumpf nicht entgehen lassen, sondern ihre Zustimmung nur gegen Gewährung besonderer Rechte und Freiheiten erteilen würde. Unter diesem Gesichtspunkte wird die Auflösung der Dunia verständlich. Es fragt sich nur, ob die Franzosen auch unter den veränderten Verhältnissen ihr Geld hergeben werden. Man nimmt an, daß dafür besonders entscheidend sein dürfte, wie es mit der bevorstehenden Zahlung der Zinsen für die russischen Anleihen aussehen wird. Es ist sogar schon die Rede davon, daß, falls Rußland nicht imstande ist, die Zinsen für seine Schulden zu bezahlen, von Frankreich die Einsetzung einer Finanzkontrolle und die Beschlagnahme der Zölle vorgeschlagen werden könnte. Würden die Mächte zu diesem Mittel greifen, so würde das freilich das Ende der russischen Großmacht- Stellung be deuten. Die Kosafen versagen. Ein faiserlicher Ufas verhängt über den Bezirk Toganrog im Gebiet der Donischen Kosaten den Kriegszustand. So meldete gestern der russische offiziöse Draht, und mit Staunen las man außerhalb Rußlands diese Nachricht. Die Kosafen find als die treuesten Hüter des russischen Thrones befannt und doch wird über ihr Gebiet der Kriegszustand verhängt. Jezi tommt die Erklärung: Es ist bekannt geworden, daß die Don- Kosaken sich entschieden gegen die Duma- Auflösung aussprachen. Sie durchschauten die Absichten der Regierung, sagen sie, und seien entschlossen, nicht mehr gegen das Volk vorzugehen. Darum also der Belagerungszustand im Don- Gebiet. Meutereien in Heer und Marine. Da die festeste Stüße des Staates, die Kosafen, wanken, was Wunder, daß im minder zuverlässigen Heer und in der durchaus unverläßlichen Marine neue Ansätze zu Meutereien wahrnehmbar sind! Auf der Festung Brept- Litowsk zündeten menternde Artilleristen nachts das Gebäude des Offizierklubs an. Die darin weilenden Offiziere flohen und wurden von Meuterern verfolgt. Zwischen den Fliehenden und den Verfolgern kam es zu einem Fenergefecht, in welchem zwei Offiziere getötet und mehrere verwundet wurden. Und aus Sebastopol meldet ein Telegramm, daß 2500 Matrosen eine Versammlung abhielten und ein Programm ihrer Forderungen aufstellten, das dem neuen Befehlshaber der Schwarzmeerflotte unterbreitet werden soll. Es wurde beschlossen, daß alle Mannschaften meutern sollen, wenn die Forderungen nicht erfüllt werden. Tie Sensation macher an der Arbeit. In dem Widerstreit der Nachrichten fehlt es natürlich nicht an sensationell aufgebauschten Meldungen, die den Stempel der Erfindung deutlich genug tragen. So weiß ein Blatt zu berichten ,,, die Kaiserin- Mutter habe bei Kopenhagen eine große Villa gekauft, damit dort die kaiserliche Familie für den Fall, daß sie aus Rußland flüchten müßte, Wohnung nehmen könnte."( Die Kaiserin- Mutter hat in Dänemark schon mehrere Villen.) Aus ähnlicher Quelle stammt eine über Paris verbreitete Nachricht, die englische Regierung beabsichtige, bei den übrigen Mächten anzufragen, wie diese sich zu einer gemeinsamen diplomatischen Aktion in Petersburg stellen würden." Die Mächte werden sich hüten, sich an dem russischen Herenkessel die Finger zu verbrennen. Die Bewertung der Russenpapiere. Die allgemeine Stimmung über die Lage in Rußland findet in der Bewertung der russischen Papiere in Finanzkreisen deutlichen Ausdruck. Man ist nunmehr auch an den offiziösen Bankstellen mißtrauisch gegen die Russenwerte ge= worden, vor deren Beleihung allerdings oft genug vorher gewarnt worden ist. Zwar ist die von einigen Blättern gebrachte Meldung, die Seehandlung habe die weitere Annahme russischer Werte zum Lombard verweigert, in dieser Form unrichtig. Die Seehandlung hat aber für die Erhöhung laufender Kredite mit Rücksicht auf die Zusammensetzung des bestehenden Lombardunterpfandes verlangt, für den erbetenen neuen Kredit tunlichst anderweite Unterlagen als Russenwerte zu beschaffen. Das besagt für die Auffassung der Verhältnisse an der Börse genug. Ferner liegen folgende Meldungen vor: Petersburg, 24. Jult. Das Ministerium des Auswärtigen plant ein Zirkular an die Mächte, worin der Standpunkt der gegen wärtigen Regierung dargelegt werden soll. - Mit Ausnahme der„ Nowoje Wremta",„ Rossija" und „ Petersburgskija Wjedomosti" sind heute alle hiesigen großen politischen Tageszeitungen fonfisziert worden. Die Zensur soll demaächst wieder eingeführt werden. - Hier ist gegenwärtig eine Truppenmacht von 22 000 Mann jufammengezogen. Die Bahnhöfe werden scharf von Militär bewacht. Rube vor dem Sturm. ( Sonder- Bericht.) Petersburg, 23. Jult. Die unangenehme Ueberraschung, die uns die Regierung mit der Dumaauflösung bereitet hat, ist über Nacht gekommen. Sie hat nicht wie eine Bombe gewirkt und dadurch die Erwartung derer getäuscht, die da glaubten, eine solche Maß nahme der Machthaber werde mit einem Schlage die ganze Wut des Volkes entfesseln. Im Gegenteil. Die Nachricht von dem Auflösungsmanifest drang nur langsam und allmählich ins Publikum und der erste Eindruck war der völliger Verblüffung und Erstarrung. So verliefen die beiden Tage nach Bekanntgabe der Nachricht ruhig, und nur in einigen Vorstadtstraßen tam es zu drohenden Ansammlungen, die aber leicht unterdrückt wurden. Vielleicht hielt das rasch und in großem Maße herangezogene Militäraufgebot die Massen in Schach, vielleicht aber und das ist das Wahrscheinlichere war die Revolutionspartei auf einen derartigen Gegenschlag der Regierung nicht vorbereitet und demzufolge nicht gerüstet. Man möge sich aber nicht täuschen! Die Ruhe, die unsere Großstädte bewahren, ist nur eine äußerliche. Im Geheimen arbeitet die freiheitliche Partei mit Aufbietung aller Kräfte, und von Stunde zu Stunde macht die Unzufriedenheit über die Maßnahmen der Regierung Fortschritte. Selbst regierungsfreundlichere Kreise werden schon von der Mißstimmung erfaßt und murren gegen die Auflösung der Duma, von der man im Laufe der Zeit eine Beruhigung des Landes und eine, wenn auch noch so mäßige Reform seiner Verwaltung, erwartet hatte. - Allerdings, hier in Petersburg dürfte es vorläufig faum zu bewaffnetem Widerstand kommen. Petersburg starrt von Militär, da man, nicht mit Unrecht, eine Häufung der Attentate und eine Bedrohung des Zaren selbst befürchtet. Aber von den niederen Volksschichten, die s. 3t. vor das Winterpalais zogen, hat wohl faum ein Mann Lust, mit den Nagaiten der Kosaken Bekanntschaft zu machen oder ein paar Löcher in den Leib zu bekommen. Der eigentliche Kampf wird sich auf dem Lande abspielen, wie ja die Agrarfrage überhaupt der rote Faden ist, der sich durch die ganze Bewegung zieht. Der Aufruf der in Wiborg versammelt geweſenen Dumamitglieder, feine Steuern und keine Soldaten zu bewilligen, wird vor allem bei den Bauern Widerhall finden und die in ihre Heimat zurückkehrenden Abgeordneten werden das Ihrige dazu tun, den Fanatismus der Bauern zu erregen. Auf dem flachen Lande wird der Brand des neuen blutigen Kampfes entzündet werden und es wird sich bald zeigen n ffen, ob die Regierung sich auf die Armee soweit verlassen kann, daß sie dieses Aufstandes Herr werden fönnte. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Zur Ausdehnung der Unfallversicherung auf Unfälle, melche sich im öffentlichen bisher nicht bedreten Dienste ereignen, merden zur Reit im Seichsamt des Innern gesetzgeberische Maßnahmen vorbereitet. Es bandelt sich zu= nächst darum, staatlichen und fommunalen Beamten, welche durch ihren Dienst Lesorberen Gemsn ausgesetzt sind, bei den aus solchen Gefahren ermedecten Unfällen eine ange= messene Entschädigung zu gebarn. Weiter aber werden in die Versicherung einzubeziehen sein Richtbeamte, welche zur Unterstügung jener Beamtea ting sind, und überhaupt Personen, welche bei geineiner Not oder Gefahr Hilfe leisten. Damit wird namentlich auch einem berechtigten Wunsche der freiwilligen Feuerwehren enterochen. Der Landgesetzgebung würde vorbehalten bleiben, für die Staatsbeamten an Stelle der reichsgesetzlichen Versicherung eine entsprechende Unfallfürsorge eintreten zu lassen. * Das für Sachsen veröffentlichte Gesetz über die Fener. bestattung ist durch den Landtag gegen den Regierungsentwurf dahin abgeändert worden, daß die Errichtung von Krematorien auf den Friedhöfen selbst gestattet sein soll. Hierdurch wird die in diesem Jahr zusammentretende sächsische Lindessynode vor die Frage gestellt, ob auch die amtliche Tätigkeit der Geistlichen in den Kapellen zu gestatten ist, die mit den Verbrennungsöfen errichtet werden. Oefterreich- Ungarn. ** Zu blutigen Zusammenstößen zwischen Deutschen und Tschechen kam es in Graez( Dest.- Schlesien) gelegentlich eines Demonstrationsausfluges der tschechischen Sofolvereine. Die deutschen Vereine suchten den in Nationaltracht einmarschierenden Sokolisten den Zutritt zu verwehren und demolierten den Festplay. Darüber fam es zu einem wütenden Kampfe. Bei der Heimfahrt wurden die Züge der Deutschen bon den Tschechen bombardiert und deutsche Frauen und Kinder verletzt. Die Zahl der Verletzten ist noch nicht feſtgestellt, sie wird auf 60 angegeben. Militär räumte schließlich Sie Straßen, sodaß nachts die Ruhe wiederhergestellt war. frankreich. ** Wie die Blätter melden, hat Major Dreyfus einen dreimonatigen Urlaub erhalten, den er in der Schweiz vers bringen wird. Es scheint der übliche Urlaub zu sein, der der Pensionierung vorausgeht. Amerika. ** Der panamerikanische Kongreß wurde Montag in Rio de Janeiro eröffnet. Es find Vertreter aller südamerikanischen Republiken mit Ausnahme von Venezuela, Haiti und San Domingo erschienen. Rio Branco leitete die Sizung und hielt die Begrüßungsansprache. In einer vorbereitenden Versammlung wählte der Kongreß den brasilianischen Gesandten bei den Vereinigten Staaten von Nordamerika, Nabuco, zum Präsidenten und beschloß eine Dankesadresse an Präsident Roosevelt und Präsident Porfirio Diaz für ihre Vermittelung zwischen Guatemala, Salvador und Honduras zu richten. Dof und Gesellschaft. In Amsterdam ist das Gerücht verbreitet, die Königin Wilhelmine der Niederlande sei in Schloß Loc borzeitig entbunden worden. *** In Gegenwart des Kaisers fand im Fjord von Molde eine Segel- und Ruder- Regatta statt, die von den Kuttern und Gigs der deutschen Kriegsschiffe veranstaltet war. Der Kaiser nahm an Bord der Hamburg" die Verteilung der Preise vor. Deer und flotte. Denkmal auf den Schlachtfeldern von Jena und Anerstedt. Auf den Friedhöfen zu Jena und Auerstedt sind dieser Tage in aller Stille die Grundsteine zu den Erinnerungsdenkmälern Für die in diesen Schlachten gefallenen Krieger gelegt worden. Die Einweihung der Grabdenkmäler soll am 14. Oftober, dem 100 jährigen Jahrestage der Schlachten, verbunden mit einem Feldgottesdienst auf beiden Schlachtfeldern, stattfinden. Der Kaiser wird zu der Feier die Generalfeldmarschälle Graf v. Haeseler und v. Hahnke entsenden. Ein gewaltiger Fund. Fischer fanden in der Kieler Bucht das 40 000 Kilogramm schwere Steuerruder, das das Linienschiff„ Elsaß" vor 1/2 Jahren bei einer beschleunigten Probefahrt verlor. Um die„ Elsaß" schnell wieder kriegsbereit zu machen, mußte die damals noch unvollendete Preußen" ihr fertiggestelltes Ruder an das Schwesterschiff abgeben. Werfts dampfer sind abgegangen, um die Bergung zu versuchen. Soziales Leben. × Sperre der Budapester Mühlen? Der Budapester Ungarische Mühlenverein beriet über den Ausstand der Mühlenarbeiter und beschloß, den Arbeitern mitzuteilen, die Mühlen seien geneigt, den Arbeitslohn für die Sonntagsarbeit um 50 Prozent zu erhöhen. Wenn die Arbeiter dieses Bugeständnis nicht annähmen, seien sämtliche Budapester Mühlen gezwungen, ihren Betrieb vom 25. Juli ab, vollständig einzustellen. Nab und Fern. † Ferdinand von Saars t. Der bekannte österreichische Dichter Ferdinand von Saar hat in seiner Wohnung in Döbling bei Wien seinem Leben durch Erschießen ein jähes Ende bereitet. Das Motiv der Tat ist in einem langwierigen Beiden des Bedauernswerten zu suchen. † Das Fleisch wird billiger- in Augsburg. Dort haber bie Schlächter den Preis für das Kalbfleisch von 72 Pfennig ruf 56 Pfennig für das Pfund heruntergesetzt, und zwar fün Fleisch von Kälbern erster Qualität. Zur Nachahmung bringend empfohlen! + Von einer Deichsel aufgeschlitt. Auf der Stralauer traße in Berlin wurde der Versicherungsbeamte Keller aué Kirdorf, als er auf einer Straßenbahn stand, von einer Wagendeichsel aufgespießt. Der Wagen tam aus einer Haus. einfahrt heraus, seine Deichsel drang dem Verunglückten in ben Leib, ihn buchstäblich aufschlizend. Der Zustand des so schwer Verletzten ist hoffnungslos. Ihre † Ein Rabenvater. Der Arbeiter Eichler aus Rirdor hat seine beiden sechs- und neunjährigen Knaben fortgesetzt in der brutalften Weise mißhandelt. Die unglücklichen Kinder varen halb verhungert und machten schon auf den ersten Blick den Eindruck elender, tranfhafter Geschöpfe. Körper sind über und über mit Wunden und blutunter laufenen Striemen bedeckt. Auf den Köpfen der beiden Knaben wurden mehrere offene, noch blutende Wunden fest gestellt. Die Stiefmutter wurde, wenn sie die Kinder schützen wollte, selbst unmenschlich geschlagen. Die armen Kinder wurden in einem städtischen Waisenhause untergebracht, und Jegen den bestialischen Vater Strafanzeige erstattet. † Konkurs eines Vorschuß- Vereins. Einen geradezu fandalösen Konkurs hat der Vorschuß- Verein in Jülchen jemacht. Eine für diesen Monat in Aussicht gestellte Ab. chlagsverteilung kann nicht stattfinden, da nur 62 000 Marl erfügbar sind, wogegen sich die Passiva auf 1 100 000 Mari belaufen. Viele Mitglieder haben den Offenbarungseid jeleistet, gegen fünfzig ist das Zwangsvollstreckungsverfahren, jegen die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrated las Verfahren wegen Konkurs- Vergehen eingeleitet. † Raubanfall. Als der Schlosser Werler aus Adlershof n der Nacht von Köpenik nach Hause ging und einen Richti veg durch die Kölnische Heide benutzte, wurde er dort von wei wildaussehenden, mit Knütteln und Messern bewaffneten Bestalten, überfallen. Sie nahmen dem Schlosser sein Porte: nonnaie mit 10,40 m. Inhalt ab und verschwanden dann in Dunkel des Waldes. † Verhaftete Diebe. Der Arbeiter Hahne und der Reisend Lastning wurden in Leipzig festgenommen, als sie prößere Mengen Goldsachen verfaufen wollten. Diese stammen ms Diek rahlen her, die in Berlin verübt wurden. † n Schacht ertränkt. In einem mit Wasser gefüllten Echte in der Nähe von Hagen wurde die Leiche eines ieit Monatsfrist vermißten Dienstmädchens aufgefunden. Die Leida hatte vier Schüsse im Kopf. † Dem irdischen Richter entzogen hat sich der Raubmörder Greie, der am 12. Juni auf der Landstraße bei Paunsdorf einen Handwerksburschen ermordet und beraubt hatte. Er wurde in Unterfreienstädt, Bezirf Merseburg, von einem Zimmermann erkannt und durch benachrichtigte Gendarmen verfolgt. Im Augenblick der Verhaftung beging der Ver. folgte Selbstmord. † Der schlafende Mörder. Eicben polnische Arbeiter überfielen und erstachen den Bergmann Liebau in Kleinfurra( Bezirk Halle a. S.) im Schlaf. Der Mörder wurde mit dem blutigen Messer in der Hand verhaftet; er war neben seinem Opfer eingeschlafen. † Der Rächer seiner Ehre. Der Adjunkt Schmidt in Germersheim, der Direktor der dortigen Volksbank, traf beim Nachhausekommen vom Kirchgange seine Frau in Gesellschaft eines Leutnants vom 17. bayerischen Infanterie- Regiment an. Schmidt schoß seiner Frau eine Kugel durch den Kopf, er stellte sich dann selbst der Polizei. † in Nanbmord. In einer Grube bei Gladbach wurde eire gut gekleidete männliche Leiche gefunden, die Schußwunden und benetzungen des Schädels, die von Hammerschlägen herrälen, aufweist. Alle Anzeichen deuten auf einen Raub mord hin. † Ein Boots- Unglüd. Bei einer Gewitterboe fenterte in der Bismarschen Bucht ein Boot, in dem der Unteroffizier W. Tesienom, zwei Sergeanten und drei Einjährig- Freiwillige des 2. uillons des 90. Füselier- Regiments eine Segel partic unternahmen. Von den Verunglückien konnten füns durch den userfahrenden Postdampfer„ Poel" und durch ein Fischerbet gerettet werden. Der Unteroffizier Tessenow ertrant. † Vier Kinder verschüttet. In Mittellerbach in der Pfalz wurden vier in einer Sandgrube spielende Kinder verschüttet. Zwei davon sind tot, die zwei anderen schwer verletzt. † Von Mörderhand gefallen. In ihrem Bureau in Warschau wurden die beiden Vertreter der Berliner Firma Weller am hellen Tage durch Revolverschüsse getötet. Da das auf dem Tische liegende Geld und auch die wertorden Uhren der Ermordeten, Ingenieur Loewenstamm und Stonto rist Stambulke, nicht entwendet waren, kann es sich nicht um einen Raubmord handeln. Um die Politik haben sich die beiden Ermordeten nicht gefümmert, die Motive zu dieser Tat bedürfen also der Aufklärung. + Mordtaten in Kurland. In der Nähe von Tagah wurde der Baron Heinrich von Campenhausen auf dem Zelde er. mordet gefunden. Er ist ein älterer Bruder des Parons Campenhausen Stolben, der im Mai ermord. wurde. † Das bestohlene Ministerium. Im fersen Finanz ministerium in Belgrad find Punzirmatrizen im Werte von 40 000 Francs abhanden gekommen. Der Diebstahl ist um so auffallender, als die Matrizen in der Hauptkasse des Finanz ministeriums unter doppelter Sperre verwahrt worden waren. † In den See gestürzt. Bei Spokane in Nordamerika entgleisten infolge eines Schienendefektes die Lokomotive und zwei Wagen des Nord- Blizzzuges und stürzten über das Geländer in den Diamantsee. Elf Personen sind dabei ums Leben gekommen. † Einsturz eines Hotels. In South Framingham in Massachusetts stürzte der Neubau eines Hotels ein. Fünfzig Personen wurden unter den Trümmern begraven. Behn Personen wurden getötet, dreißig schwer verleẞt Die„, Boruffia"-Katastrophe. ( Sonder- Bericht.) § Dortmund, 24. Jult. Rieine Ursachen, große Wirkungen; ein Grubenarbeiter tieß aus Unachtsamkeit eine Grubenlampe um, dadurch entstand auf der Zeche Borussia" der große Brand, der 39 Bergleuten den Tod in den Flammen oder durch Ersticken brachte. " Vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts steht unter der Anklage der Körperverlegung mit Todeserfolg der Betriebsführer Rüther, dem man die Schuld an dem Unglück zur Last legt Das Unglück selbst entstand auf der fünften Sohle der Zeche dadurch, daß mehrere Bergarbeiter am Füll ort einen großen Stapel Holz beiseite schaffen mußten, um für die leeren Wagen Platz zu machen. Bei dieser Gelegenheit warf ein Arbeiter, der seine Aufmerksamkeit dem herunterkommenden Förderkorb zuwandte, versehentlich ein Stüd Holz gegen eine Petroleumlampe, die dadurch umfiel. Der Brand griff rasend schnell um sich, die Belegschaft suchte schleunigst durch den einzigen Schacht( ein zweiter, moderner war erst im Bau) nach oben zu gelangen. Aber ein Teil aus den entfernter gelegenen Revieren erreichte den Ausgang nicht mehr, obwohl von den Bergleuten zehn Stunden lang unter Hintanseßung des eigenen Lebens an der Rettung der Kameraden gearbeitet wurde. 39 Bergleute, darunter 18 Familienväter verschlang das wütende Element. Das war um so schrecklicher, als es nur gelang, 14 Leichen sofort zu bergen, 25 blieben in der Grube. Erst um Oſtern dieses Jahres wurden eine Anzahl Gebeine Verunglückter gefunden und dann unter riesiger Beteiligung der Bevölkerung zu Grabe getragen. Ein Jahr dauerte die Untersuchung und nun glaubt man in dem Angeklagten Rüther den für die Katastrophe Verantwortlichen gefunden zu haben. In den Kreisen der Bergarbeiter hat das Unglück neben tiefer Trauer um den Verlust so vieler Kameraden auch einen Entrüstungssturm hervorge rufen. Es wurden Stimmen laut, die ähnlich wie bei der Katastrophe von Courrières auch in diesem Falle die Ursache des Unglücks ungenügenden Sicherheitsvorrichtungen zur Lait legten. Als Häuptmängel wurde in Fachkreisen die fast garz fehlende, zum mindesten aber nicht genügende Berieselung der Strecken angegeben, und in zweiter Linie das Dulden von nicht genügend gesicherten Lampen an einer Arbeitsstätte, wo trockenes Holz gestapelt lag. Der Angeflagte Rüther, der sich mit großer Keckheit verteidigt, gibt zu, die vorgeschriebene Berieselung unterlassen zu haben; er habe sie nicht für nötig gehalten, weil an dem Füllort, wo das Feuer ausbrach, fein Kohlenstaub gewesen sei. Die Unglückslampe hat sich in einem sehr mangelhaften Zustande befunden und war ohne Scheiben. Der Verhandlung wird von allen Kreisen weitgehendstes Interesse entgegen= gebracht, ist doch das Unglück auch am 8. Februar im Reidstage besprochen worden und hai Handelsminister Delbrück ein rücksichtsloses Vorgehen auch gegen etwaige Mitschuldige aus der preußischen Bergwerksverwaltung angefündigt. Wither bestätigt auf Befragen des Sachverständigen, Bergassessors Randebrock, daß die Wetteriüttung auf, Borussia" beraltet, ja, geradezu richt und ganz zwed. Io gewesen sei. Bergwerksdirektor Niederstein, der bald nach Bekanntwerden des Unglückes nach der Borussia" geeilt war, lobte die von dem Angeklagten Rüther getroffenen Rettungsmaßregeln und ihn selbst als energischen, umsichtigen Lei er, der Rettungsversuche. Der 17 jährige Arbeiter Karl Thi mann, welcher die Lampe umstieß, die den Brand verursachte, bekundete, daß auf der Grube stets sich Wassermangel bemerkbar gemacht habe; als der Brand im Entstehen mar, wollte Thiemann einige Eimer Wasser haben, doch ehe dicse çe olt wurden, war ein Verweilen an der Brandstätte schon unmöglich geworden. Wenn Hydranten in genügender Anzahl dagewesen wären, so hätte das anfangs geringfügige Feuer leicht bewältigt werden fönnen. Borwärts" überlie hriften des Reicher Mammern bero Ribaltion des Bor Ich gebe biefe Beamten des Reichs ciner ähnlichen Har abuwalzen. Herr& bag man fich dafür Auch die Aussagen der anderen Zeugen und Sachver ständigen lassen erkennen, daß auf der Zeche Borussia" nicht alles so war, wie es sein sollte und daß aus diesem Grunde alle gegen die Bergwerksverwaltung erhobenen Vorwürfe nur zu berechtigt sind. Ohne die Nachlässigkeit in der Beobachtung der fundamentalsten Sicherheitsmaßregeln hätten wir in Deutschland fein zweites Courrieres erleben brauchen. A. S. Aus dem Gerichtsfaal § Revision im Prozeß Zander. Nachdem bereits der Ver. teidiger des Major von Zander sich bei dem Schwurgerichts urteil nicht beruhigte, hat nun auch der Staatsanwalt Revision eingelegt. jedoch abgelehnt, pe Herrn Fifcher erflä Salte, aus we ner T 61 gab mir Herr R. Reichsverband zu gebrudten Briefen b aus der Zeit bes hlagen und bem Berlin, den 23 * Shuhindu Chuhinduftrieaus ftell Coffel abgehalten on der Regierung fi Orangerie Schloffes. Bentralverband deutfa ** In die Fa batte in legter Beit miffen, daß ihm aus Bopnung während fein gestohlen wurden. Tro sicht geglüdt, den Lang Befohlene die Wach ir plante eine längere mter verftedt in der mmen. Richtig, der nde weg, ba fließt § Soldaten als Raubmörder. In Posen wurden die beiden Musketiere Rosinski und Geppert, die einen polnischen Landwirt ermordet und beraubt haben, früh 6 Uhr hinge richtet. Das Gnadengesuch der beiden Raubmörder ist abge lehnt worden und so wurde der Gerechtigkeit freier Lauf ge lassen. Vor nicht allzu langer Zeit machte Rosinsky durch einen verwegen ausgeführten Fluchtversuch von fich reden. Rosinsky befreite sich von seiner Fesselung, gelangte durch ein in die Diele seiner 3.lle gebrochenes Loch in eine nichtbewohnte und daher unverschlossene Zelle, und von da ins Freie. Nach 2 Tagen wurde der Ausbrecher von einem Fleischermeister erkannt und wieder eingeliefert. Lokales. aufe wohnende Frau 25. Juli. ** Landgraf Alexander von Hessen beabsichtigt, im Oktober Deutschland zu verlassen und eine längere Fahrt nach Indien zu unternehmen. Das Großh. Regierungsblatt Nr. 17, ausgegeben am 26. Juli, enthält das Gesetz zur Aenderung des Gesetzes, die Feld bereinigung betreffend, vom 28. September 1887. ** Verliehen wurde dem Stadtkämmerer Just us Werner zu Weglar der Königliche Kronenorden vierter Klasse und dem pensionierten Oberbriefträger Just us Koch zu Eudorf bisher Frankfurt a. M. das Allgemeine Ehrenzeichen. - - - ** Die Gießener Stadtverordneten Ver sammlung hält Freitag, den 27. Juli 1906, nachmittags 4 Uhr eine Sigung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Baugesuch des Jakob Horn für die Steinstraße. 2. Baugesuch von Weidig für den Seltersweg. 3. Baugesuch von Dennighoff für die Sonnerstr. 4. Baugesuch von Leichtweiß für die Sonnenstr. 5. Baugesuch von Rothenberger für den Neuenweg. 6. Baugesuch von Bender für die Oftanlage. 7. Entwässerung des Grundstücks von Dr. Zinßer an der Goethestr. 8. Erbauung einer Gerwerbeschule.- 9. Vergrößerung des Exerzterplag: 8. 10. Ueberlassung der früheren Festhalle der Aftienbrauerei an den Berein Hundesport. 11. Einführung der Wasserleitung in das Diestzimmer des Friedhofsaufsehers am Rodtberg. 12. Entwässerung der städtischen Raserne. 13. Entwässerung der israelitischen Leichenhalle. 14. Vergebung von Arbeiten für die höhere und erweiterte Mädchenschule. 15. Lieferung von Fußbodenöl.- 16. Be schaffung von Werkzeug für die städtischen Arbeiter. 17. Gesuch der Laternenwärter um Urlaub und Stellvertretungskosten. 18. Herstellung eines Unterkunftsraumes für die Wiesenarbeiter. 19 Beschaffung eines Fahrrads für den Laternenausseher. 20. Beschaffung eines Fahr rads für das technische Bureau des Gas- und Wasserwerks. 21. Erwerb von Straßenland für die Johannesstr. 22. Kabellegung in der Hensel- und Bismarckstr. 23. Auf stellung einer Laterne am unteren Ende der Wolfsstr. 24. Versorgung der Wirtschaft beim Philosophenwald mit Licht und Wasser. 25. Voranschlag des Realgymnasiums und der Oberrealschule für 1907. 26. Vergütung für die Reinigung von Schulräumen der höheren und erweiterten Mädchenschule. 27. Schanttonzessionsgesuch von a. Dito Sick für Hammstr. 14, b. Johann Gerlicher für Kirchstraße 11. - - - - *** Am Samstag hielt der leiberg Verein auf der Burg seine diesjährige Generalversammlung ab. Aus den Mitteilungen und dem Rundgang durch die Burg er hellt, daß auch im verflossenen Jahre nach Kräften an der Echaltung des Baues gearbeitet worden ist. Der zweite Vorsitzende, Geh. Justizrat Dr. Schmidt, legte eine Ansicht der Burg vor ihrer Zerstörung im Jahre 1646, also in ihrer unsprünglichen Gestalt, vor. ** " „ Vorwärts"-Streiche. Dem Vorwärts" sind in der letzten Zeit wiederholt durch einen groben Ver trauensbruch Briefe an den Reichsverband gegen die Sozial demokratie bezw. des lezteren an seine Mitglieder zum Abdruck zur Verfügung gestellt worden. Nun hat sich herausgestellt, daß der Kanzleibeamte Ostar Hellmann durch Vermittlung des Redakteurs R. Fischer sie der Redaktion des Vorwärts" überlieferte. Der Reichsverband übermittelt uns folgende Erklärung Hellmanns: " " Ich, Ostar Hellmann, seit 1. Februar 1906 Kanzleibeamter des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie", erfläre hiermit, daß ich von verschiedenen an den Reichs: verband ger heten und von der Geschäftsstelle des Reichsverbandes an Mitglieder des Reicht verbandes gesandten Schreiben Durchshläge angefertigt und diese durch Vers m.ttlung des Redakteurs R. Fischer der Redaktion des hörenden Sachen. No fort gefaßt und der alb von feiner Schein " o jo fonnte die Frau bracht werden. Deutscher Du Ruiturnfeft in Hanau anten: 275 Heftoliter bage Bier, 6770 F ein und 28 Heftoliter int juridgeblieben Hanau im Jahre 1891 tura feft. $ Die füdwestdeutsc Auguft in Bingen ein follen Verhandlungen dem Gebiete des deu Wenn jeman Mitglied des Mainzer München ein infideler Mainzer fuc itliches Heim." Er ote, zumeist aus weit an aber auch seine gol mehreren hundert M Botalische F Fabgleit erbrachte Lampertheim dadurch, da Oberligner in plate an ihre richtige A Alein Linden, 2 glidt ist gestern Abe bler. Er und noch Beinbergerüft hinauft Beigel fiel herunter, Stalles, dann auf te ihn in die Bie penbrüche und eine fa Brunglückte ift der Danbringen, 24. deter Verein Kinder getragen worden. Münchholzhausen, biläum Unir lan Bad ur Bargewin. Jed. Los gewin Vermögen u Gewinn durch Beitritt zu amtl. a em. Verein! Kein Risik Gesetzl.staatl. angeordn Bine Mark on gen Streng reell! Tele Mill, Hauptgewinn Leinster Treffer höher Ospekt durch allein abmestelleChr.Hum er Ankauf! Beitritt täg Finchen, Römerstrasse ang med iederstein, der der Boruffia her getroffenen en, umfichtigen Den Brand ver Arbeiter Kar Waffermangel Entstehen mar doch ehe dicie canditätte icon igender Anzabl ngfügige Feun und Sachper Boruffia" nicht diefem Grunde Vorwürje na er Beobachtung ätten wir in djen. A. S. bereits der Ber Schwurgerichts Vorwärts" überliefert habe. Ebenso habe ich die FlugSchriften des Reichsverbandes und gelegentlich verschiedene Nummern der. Korrespondenz" des Reichsverbandes der Redaktion des Vorwärts" überantwortet. Ich gebe diese Erklärung ab, um von allen übrigen Beamten des Reichsverbandes jeden Verdacht, daß sie sich einer ähnlichen Handlungsweise schuldig gemacht haben, abzuwälzen. Herr Redakteur R. Fischer hat mir erklärt, baß man sich dafür erkenntlich zeigen werde. Ich habe es jedoch abgelehnt, pefuniäre Vorteile anzunehmen. Als ich Herrn Fischer erklärte, daß ich es nunmehr für richtig halte, aus we ner Tätigkeit im Reichsverband auszuscheiden, gab mir Herr R. Fischer den Rat, noch einige Beit beim Reichsverband zu bleiben. Außer den im Vorwärts" abgedruckten Briefen habe ich nur noch einige wenige Briefe aus der Zeit des Wahlkampfes in Darmstadt durchgeschlagen und dem Vorwärts" überliefert. Berlin, den 23. Juli 1906. " gez. Ostar Hellmanrn. Schuhindustrie Ausstellung. Eine große Schuhindustrieausstellung wurde am 22., 23. und 24. Juli in Coffel abgehalten und zwar in den Räumen des anwalt Rebifion bon der Regierung für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Orangerie- Schlosses. Diese Fachausstellung wurde vom wurden die Bentralverband deutscher Schuhwarenhändler veranstaltet. *** In die Falle gegangen. Ein Bureaubeamter einen polnischen 6 Uhr hinge hatte in legter Beit widerholt die Wahrnehmung machen freier Lauf ge Wohnung während seiner Abwesenheit Geld und Kleinigkeiten order ist abge müssen, daß ihm aus seiner in der Liebigstraße gelegenen Rofinsty durch on fich reden. angte durch ein bon da ins per von einem n eine nichtbe " gestohlen wurden. Troß scharfer Beobachtung war es ihm nicht geglückt, den Langfinger zu erwischen. Da nimmt der Bestohlene die Wach und Schließgesellschaft" zur Hilfe. er plante eine längere Reise, während derer ein Wachbeamter versteckt in der Wohnung der Dinge wartet, die da tommen. Richtig, der Wohnungsinhaber ist noch keine Vierteifunde weg, da schließt jemand die Thür auf und eine im Sause wohnende Frau betritt und durchsucht die ihr nicht gehörenden Sachen. Natürlich hat der Beamte sie dann 25. Juli. fofort gefaßt und der Wohnungsinhaber kam dann auch sehr beabsichtigt, im balb von seiner„ Scheinreise" aus der Nachbarschaft zurück längere Fahrt und so konnte die Frau regelrecht überführt zur Anzeige gebracht werden. tr. 17, auf Deutscher Dur ft. Bei dem 28. mittelrheinischen zur Renderung Kreisturnfest in Hanau wurden einschließlich Vorfeier gebetreffend, vom trunken: 275 Heftoliter Hanauer Bier, 138 Heftoliter barisches Bier, 6770 Flaschen Wein, 143 Flaschen Schaumnerer Just us wein und 28 Heftoliter offener Wein. Der Konsum ist nenorden vierter wesentlich zurückgebl eben hinter dem Konsum bei dem in Justus Koch Hanau im Jahre 1891 abgehaltenen mittelrheinischen Kreisgemeine Ehren turnfeft. eg. Die südwestdeutschen Viehhändlers werden am neten Ber. 5. Auguft in Bingen eine Agitationsversammlung abhalten. 06, nachmittags sollen Verhandlungen über die schädlichen Erscheinungen gesordnung ab: auf dem Gebiete des deutschen Viehhandels gepflogen werden. * Wenn jemand eine Reise tut.... Ein Steinstraße. 3. Bau Mitglied des Mainzer Schüßenvereins hat vor seiner Reise 4. Baugesuch nach München in ein Münchener Blatt einrücken lassen: Baugesuch von Ein fideler Mainzer sucht während des Schüßenfeftes ein gemütliches Heim." Er erhielt nicht weniger als 300 AnBaugesuch von gemütliches Heim." ung des Grund- gebote, zumeist aus weiblicher Hand. Dafür wurde ihm dann aber auch seine goldene Uhr mit der Kette im Werte 8. Erbauung bon mehreren hundert Mart gestohlen. Eperzierplaz Je der Aftien Einführung der iedhofsauffehers Otischen Rajerne. Zeichenhalle. und erweiterte nöl.- 16. B n Arbeiter.- * Postalische Findigkeit. Einen neuen Beweis ihrer Findigkeit erbrachte die Bost wieder dieser Tage in Lampertheim dadurch, daß eine mit der Aufschrift" Stamm: tisch zum Oberlügner in Lampertheim" versehene Ansichtspoftfarte an ihre richtige Adresse glangte. „ StammA Klein Liuden, 24. Juli. Lebensgefährlich ver inglückt ist gestern Abend der 18jährige Arbeiter Weigel und Stellver on hier. Er und noch einige junge Leute wollten an einem terkunftsraumes Beißbindergerüft hinaufflettern. Plößlich brach eine Stange eines Fahrrads and Weigel fiel herunter, dabei schlug er zuerst aufs Dach g eines Fahres Stalles, dann auf das Pflaster der Straße. Man 10 Wafferwerts brachte ihn in die Gießener Klinik. Es wurden mehrere Rippenbrüche und eine schwere Gehirnerschütterung festgestellt. Johann str. tr.- 23. Auf Der Verunglückte ist der Sohn einer Witwe. r Wolfsftr. " § Danbringen, 24. Juli. Unser am 15. März geophenwald mit gründeter Verein Kinderfreund" ist in das Vereinsregister Realgymnafiums getragen worden. Bergütung für und erweiterten bon a. Dito her für Stird g- Verein auf lung ab. Au die Burg er Kräften an der t. Der zweite gte eine Anfight 1646, alfo in Vorwärts en groben Ber gen bie Sozial lieber zum Ab at fich heraus ann durch Ver and übermittelt Redaktion bes 1906 Ranglei zialdemokratie an den Reichs Celle des Reichs andes gefandten Diese durch Vers R.baltion de * Müuchholzhausen, 24. Juli. Goldenes LehrerJubiläum Unser langjähriger erster Lehrer und Draanist Herr Karl Althaus ist am 3. Auguft ds. Je. 50 Jahre im Schulamte unseres ftillen Dörfleins tätig, und unser Ort rüstet sich, diesen Jubeltag würdig zu begehen. Herr Althaus verlebte seine Jugend in Dutenhofen, wo sein Vater auch Lehrer war. Nach Absolvierung des Seminars ward er am 3. August 1856 als Lehrer und Organist in unserem Drte angestellt und hat seit dieser Zeit fein Amt ununterbrochen zum Segen der Gemeinde verwaltet. Aber nicht nur dieser allein galt sein Wirken, auch der weiteren Umgebung, dem ganzen Kreise suchte er sich nüßlich zu machen; er war als Kassierer des Kreisfriegerverbandes tätig und wirkt zur Zeit noch im Vorstand des Landwirtschaftlichen Verein 8 ( Abteilung Beglar). Möchte ihm noch ein heiterer Lebensabend beschieden sein. * Nieder- Saulheim, 24. Juli. In der bekannten Thomas'schen Mühle war dieser Tage eine gerichtliche Mobiliarversteigerung. Fast sämtliches, zum Hausbedarf nicht notwendige Mobiliar fam unter den Hammer. * Ziegenberg, 24. Juli. Unser Schloßherr Kommerzienrat R. Passavant, wurde vom König von Preußen in den erblichen Abel stand erhoben. A Lich, 23. Juli. In Ober- Bessingen stürzte der schon betagte Maurer Schieferstein zwei Stockwerf hoch von einem Neubau in die Tiefe und blieb tot liegen. Er hatte sich den Kopf vollständig zerschmettert. ? Schlitz, 24. Juli. Der Wirteverein Bezirk Schlitz lehnte in seiner Generalversammlung jeden Bieraufschlag ab. Er ist der Meinung, daß die Brauereien den geringen Steueraufschlag selbst tragen fönnen. ?? Lauterbach, 24. Juli. Mit den Ausschachtungsarbeiten für den Turnhallenbau uns res Turnvereins ift begonnen worden. * Stodheim, 23. Juli. Die Arbeiten am Bahnbau der Nebenbahn Vilbel- Stockheim schreiten üstig vorwärts. Der 500 Mefer lange Tunnel bei Büdesheim ist vollendet, ebenso sind die Bahnförperbauten auf der Strecke Gronau- Vilbel, wo mit sehr schwierigen Terrainverhältnissen zu kämpfen war, größtenteils fertiggestellt, fo= daß mit dem Verlegen des Oberbaues bereits begonnen und teilweiser Arbeitszugbetrieb eingerichtet wurde. teilweiser Arbeitszugbetrieb eingerichtet wurde. Die eiserne Brücke über die Nidda ist beinahe fertig. Um einer Gefahr des Dammbruches bei dem alljährlich stattfindenden Hochwasser, das die Nidda aus dem oberen Bogelsberg bringt, zu vermeiden, find riesige brückenähnliche Wasserdurchlässe in den Bahndamm eingebaut. Die Jabetriebseßung der Strecke dürfte frühestens im Oktober zu erwarten sein. Hiermit ist die direkte Verbindung von Frankfurt mit dem an Naturschönheiten in reichem Maße ausgestatteten Vogelsberg hergestellt. A Friedberg, 24. Juli. Die Honig. VerwertungsGenossenschaft oberhessischer Imfer hielt gestern hier eine Versammlung ab. Die vorigen Sommer angeregte und gegründete Genossenschaft hat bereits einen guten Anfang zu verzeichnen. Die Hauptversammlung soll im September zu Hungen stattfinden. Aus dem Gerichts[ aal. Gießen, 24. Juli 1906. Wegen Betrugs im Rückfall wurde die Witwe des Taglöhners Christoph Henß zu Gießen zu 3 Monaten und 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Sie hat in einem Geschäft auf den Namen eines anderen Kunden Waren erschwindelt. Troß ihres Bestreitens, daß sie die fragliche Person gewesen ſei, wurde sie für schuldig befunden, da sie wegen Schwindeleien -- bereits bestraft ist. Der Händler Louis Diefenbach zu Echzell und der Fuhrmann Louis Hinkel aus Bisses, die beide in ihren Vermögensverhältnissen zurückgekommen sind, versuchten, sich durch Wechsel Geld zu verschaffen. Sie fanden einen Mann aus Bisses, den sie in seiner Angetrunkenheit veranlaßten, ihnen fünf Blankowechsel zu unterschreiben, die sie nach und nach mit größeren Beträgen aus. füllten. Dret davon wurden in Umlauf gesezt, sodaß der Mann, der keine Ahnung vom Wechselverkehr hatte und nicht wußte, was er unterschrieben, zur Zahlung von über 3000 Mart angegangen und teilweise auch auf gerichtlichem Wege verurteilt wurde. Diefenbach erhielt wegen Urfundenfälschung 9 Monate und Hinkel wegen Bethülfe dazu 4 Monate Gefängnis. Beiden wurden die Ehrenrechte auf 3 Jahre aberkannt. Der 14jährige Hausbursche Heinrich Jungermann in Gießen war angeklagt, mit finem noch strafunmündigen Bruder aus dem Keller Bad Reichenhall Keine Serienlose oder Saison Mai- Oktober. Frequenz 30,000 Personen. Nur Bargewin. Jed. 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Rubfleisch 51 Bfg. | eines Wirtes Kohlen entwendet zu haben. Er leugnete in der Verhandlung, gewußt zu haben, wo sein Bruder die Kohlen her hatte, weshalb zwecks Aufklärung der Sache Vertagung eintreten mußte. Im Verlaufe der letzten zwet Jahre hat der Gastwirt Bernhard Jamin zu Vilbel mehrere Schweine geschlachtet, ohne sie untersuchen zu lassen, weshalb ihm ein Strofbefehl über 5 Mt. zuging, dessen Einspruch das Schöff ngericht verwarf. Er gab an, das Fleisch nur in seiner Haushaltung verwandt zu haben, weshalb dieses feiner Untersuchung bedurfte. Da Gastwirte sich diesen Vorschriften zu unterwerfen haben, wurde seine Berufung zurückgewiesen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 3 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, Ziegeleiarbeiter, 3 Schlosser, 2 Wagner, 3 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Installateur, 2 Glaser, 2 fräftige Arbeiter, 2 jüngere Hausburschen, 1 Fahrbursche, 1 Kutscher, 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 Wasch- nud Puzzfrauen, 1 Flickerin, 1 Heizer, 1 Kaufmann, 1 Hausoder Bureaudiener, 1 Schreibgehilfe. Lehrlinge: 1 Schlosser. Verantwortlich für die politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Das Haar gehört unzweifelhaft zu den hervorragendſten menschlichen Schönheitsattributen, und leider fangen die UnglüdItchen, bei denen der Haarausfall oder Haarschwund begonnen, zu spät an, das Uebel zu bekämpfen. Es ist deshalb notwendig, täalich ein Haarwasser zu gebrauchen, um diesen Uebelstand zu verhindern und um schönes Haar in seiner natürlichen Farbe zu erhalten. Dies wird ganz sicher durch Carboline erzielt. 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Orangenblätter 50, Eryngit blätter 35, Scabtosenblätter 36, Lemusblätter 75, Dimms ftein 1.50, rotes Sanbelholz 75, Barbannawurzel 44, Carurwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, Chinarinde 3.50, Eryngitwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Grastourzel 57, Lapathewurzel 67, Sükholzwurzel 75, Saffa: parillwurzel 35, Fenchel, rim. 3.50, weißen Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile find nach einem eigenen Berfahren geschnitten und getroduct, wobar ber heilwert speziel erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. Zu beziehen durch alle Apotheken des Deutschen Reiches. W ,, Vorsicht bei Einlauf". Man wetse minderwertige Nachahmungen entschieben zurüd and beachte den Namen und Schutmatte bes Tees. Bo nicht erhältlich, direkter Berendt. Solebad, besuchtester, deutscher Luftkurort in den bayerischen Alpen. Gelegenheit zum Gebrauche aller modernen Kurmittel. Grösste pneumatische Kammern der Welt. 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Gießen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die vor dem 9. Juli entliehenen Bücher spätestens am 10. August zur Musterung einzuliefern. Vom 13. August bis 13. Oktober ist die Bibliothek täglich von 9 bis 1 Uhr vormittags geöffnet. Gießen, den 25. Juli 1906. Der Großherzogliche Direktor: Dr. Haupt. Jugendfest. Das diesjährige Jugendfest, zu welchem 353 Kinder angemeldet worden sind, soll Donnerstag den 26. Juli 1906 im Philosophenwald abgehalten werden. Nachmittags 2 1hr stellt sich der Festzug in de Oft- und Südanlage zum Abmarsche auf und nimmt seinen Weg durch die Grünbergerstraße nach dem Fet plaze. Erwachsenen Personen ist das unbefugte Herein drängen in den Zug, sowie das Betreten der Spielpläge und das Eingreifen in die Spiele strengstens unterfact An den Eingängen zum Festplatz wird zur streitung der Kosten von allen nicht zum Zug gehörenden Durch Aufstellung von sämtlichen der Neuzeit entsprechenden Betrifft: Schweineseuche unter den Schweinen des Moses Festteilnehmern ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. erhoben Hilfsmaschinen der Wagenbautechnik bin ich in der Lage, den grössten Anforderungen gerecht zu werden und bitte Sie, mich auch weiterhin gefälligst unterstützen zu wollen. Prompte Bedienung zugesichert. Hochachtend Heinrich Spies, Wagenbauerei mit elektrischem Betrieb. 700 Mtr. üb. d. Meer Donaueschingen Knotenpunkt der romt. Schwarzwald: u Höllentalbahn. Etükpunkt für Schwarzwaldtouren. Soolbad- Luftkurort.( Gauchach- u. Butachtal: c.) Hotel und Pension zum Schützen mit neu erbaut. Kurhaus, geg. dem fürstl. fürstenb. Parke Sool-, Kohlensäure- u. Fichtennadelbäder im Hause. 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Juni 1906 angeordnete Sperre der Brangasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiant Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 18. Juni 1906 angeordnete Sperre der Ebelstraße zwischen Riegelpfad und Wilhelmstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Belauntmachung. Die unterm 7. Juli 1906 angeordnete Sperre der Mäusburg wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Nr. 36, K. Steinhäuser Neuen- Bäue Nr. 17. Die vorhe gelösten Karten sind an den Kassenstellen im Walde borzuzeigen. Von nachmittags 22 Uhr an läßt die Omnibus gesellschaft ihre Wagen vom Neuenwegentor aus alle Viertel stunde nach und von dem Philosophenwalde verkehren, worauf aufmerksam zu machen wir nicht versäumen wollen. Hausierern mit Luftballons, Pfauenfedern und Lärm instrumenten ist der Zutritt zum efplage untersagt. Gießen, den 20. Juli 1906. Für den Festausschuß: Curschmann. Betr. Die Abhaltung des Jugendfestes. Bekanntmachung. Donnerstag, den 26. Juli 1. Js., nachmittags von 2 Uhr ab, wird das diesjährige Jugendfest in Philosophenwald abgehalten werden. Zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit bestimmen wir hiermit, daß an genannten Tage von 1½½ nachmittags av der Fuhrwerksverkehr nach dem Philosophenwald nur den Mittelweg entlang und von da zurück nach der Stadt nur durch die Eichgärten, von 6 Uhr nachmittags ab aber in umgefehrter Richtung bewerkstelligt werden. Das Publikum wird gebeten, sich nicht in den Zug hineinzudrängen, auch nicht die Spielpläge im Philo sophenwald zu betreten oder in die Spiele einzugreifen Gießen, den 21. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die am Jugendfest teilnehmenden Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule ber Die unterm 7. Juli 1906 angeordnete Sperre sammeln sich Donnerstag, den 26. Juli um 1% Uhr der Wolkengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 2. Juli 1906 angeordnete Sperre der Bleibftraße zwischen Garten- und Goethestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Das 2. Ziel Gemeindefteuer für 1906 ist bei nachm. auf dem Hof der Bürgermeisterei. Gießen, den 23. Juli 1906. Fahrräder, Für den Festausschuß. Curschmann. erstklassig, direkt von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65 an. prima Mäntel von Wasserfälle belebt; Bahn-, Schiffs- und Vermeidung der Beitreibung bis Ende ds. Mts. zur Zefore, ca. Mk. 4. Automobil- Verbindung mit Interlaken. Park- Hotel Bönigen in schönster ruhiger Lage, direkt am See. Großer schattiger Garten, elektrisches Licht, Seebäder, Ruderboote. Geeignet für längeren Aufenthalt. J. K. Häsler- Thöni. Bad Orb. Bade- Hotel Schneeweis& Müller Soolbäder im Hause. - Pension von Mk. 4.75 an. Prosp. Locomobilen ( fahrbar m. Wanderconzession.) 1 Std. v. 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Gießen, den 25. Juli 1906. Städt. Elektrizitäts- Werk Gießen. Stolte. Bekanntmachung. Behufs Bornahme von Kabelarbeiten ist das Stabel in der Löberstraße am 26. d. Mts. nachmittags zwischen 2-6 1hr ausgeschaltet und die Stromlieferung unter brochen, was wir hiermit den anliegenden Konsumenten zur Kenntnis bringen. Gießen, den 25. Juli 1906. Städt. Elektrizitäts- Werk Gießen. Stolte. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel Jr. Giessen. - Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Luftschläuche von Mk. 2.80 an. Reparaturen auch an fremdem Fabrikat prompt und billigst. Wer sich auf diese Zeitung be: zieht und einen Auftrag von Mk. 10 erteilt, erhält eine höchst praktische Gratis- Zugabe. Katalog gratis und franko. Duisburger Fahrradfabrik ,, Schwalbe" Akt.- Ges. Duisburg- Wanheimerort. Gegründet 1896. 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Ganz Diese Mumien aber sollen französischen Arztes Nr. 69 L Mittwoch, den 25. Juli sische Famil 1906