eine Härte des Schicksals, daß Sunimund von früher Jugend solchem Holz werden teine Helden geschnißt. Es ist deshalb der Geist nicht über den Durchschnitt sich erhebend: aus aum Helden bestimmt worden. Ein unscheinbarer Störper, Sunimund Stägmann ist von der Mutter Natur nicht Humoreste von 23. Mittweger. Ble Hettungsmedaille. ben Mut Ez eifriger ist er auf der Jagd nach Unglüdsfällen Lebensglück von der Rettungsmedaille abhängt. von abgewiesenen Freiern. Wie sollte ers ba wagen um ein fremdes zu retten, aber Marthas Hand zu begehren wie, er würde sein Leben aufs Spiel feßen, jeden Augenblick, machen. Das it natirtich man hört auch immer Sunimund wird allmählich gang melancholischen fast fire Idee, daß sein Immer ber= 0 etter! ber Iosreitenb): wittend auf beim Ausrichten Genaue Bezeichnung. liebes Bataillons ereuzbonnerScheren Sie sich zuriidlSchoolbaten bes ersten des der Mann mit bem A Gesicht Uexterbild. prüdie Rr. 302. bation u. Dapterbebitkom: Siegen, Saltersweg 83. Fernsprechanfchluk Rr. 382. Montag, den 24. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( taglid und die Gießener Setfenblafen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Rokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält olle amtlichen Betoninachungen der Grosh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Reichstagswahlen. Hessen und Hessen- Nassan. Der nationalliberale Verein Gießen hielt om geftrigen Nachmittag im Café Ebel eine Vertrauensmännerbersammlung ab, die namentlich aus den ländlichen Bezirken des Wahlkreises äußerst zahlreich besucht war. Der derzeitige Vorsitzende des nationalliberalen Vereins, Stadtverordneter Kirch, leitete die Versammlung und erstattete nach begrüßenden Worten an die Erschienenen Bericht über die bis jetzt eingeleiteten Schritte und Verhandlungen mit den dem nationalliberalen Verein naheftehenden politischen Parteien. Alsdann berichtete der Schriftführer Dr. Krausmüller über die leider resultatlos verlaufenen Einigungsversuche der liberalen Parteien in Darmstadt, betonend, daß der Bericht in der Frankfurter Zeitung sich nicht mit den wirklichen Vorgängen deden würde. Nach längerer eingehender Aussprache, an der fich u. a. die Herren Prof. Dr. Birmer, Prof. Dr. Biermann, Lehrer Wagner GroßenBuseck, Jöckel- Grünberg beteiligten, wurde beschlossen, den seitherigen Reichstagsabgeordneten Kommerzienrat Heyligenftaedt zur Wiederwahl zu empfehlen und dementsprechend nachstehende Resolution einstimmig gefaßt: Die Versammlung erkennt die ersprießliche Tätigkeit des seitherigen, von den liberalen Parteien im Jahre 1903 aufgestellten und gewählten bewährten Reichstagsabgeordneten Kommerzienrat Heyligenstaedt dankend an und beschließt, ihn für die bevorstehende Reichstagswahl fräftig und energisch zu unterstüßen. Die Versammlung bedauert aufrichtig, daß eine Einigung der liberalen Parteien in Darmstadt nicht zustande gekommen ist und gibt dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß die mit den hiesigen politischen Vereinen eingeleiteten Verhandlungen zu einem befriedigenden Abschluß gelangen möchten. Der tatsächliche Erfolg bei der legten Stadtverordneten-, Landtags- und Reichstagswahl dürfte ein gemeinsames Vorgehen rechtfertigen, um hierdurch dem Wahlkreise eine würdige vaterlandsgetreue Vertretung im deutschen Reichstage zu erhalten. Der zweite Vorfizende, Rechtsanwalt Kaufmann, richtete alsdann an die Anwesenden einen warmen Appell zur tatkräftigen Mitarbeit in dem beborstehenden Wahlkampf und brachte zum Schluß der gut verlaufenen Versammlung ein Hoch auf das Vaterland aus, das begeisterten Widerfall fand. Die Einigungsverhandlungen zwischen der nationalliberalen Partei und der Freisinnigen Volkspartei über die Aufstellung eines gemeinschaftlichen Kandidaten im WahlDie Nationalliberalen freise Darmstadt sind gescheitert. stellen deshalb Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Dr. Osann als Kandidaten auf. Alsfeld. Die sozialdemokratische Partei stellt den Stadtv. Orbig in Gießen als Kandidaten auf. Bad Nauheim. Die Freisinnigen wollen die Kandidatur des Grafen Oriola nicht unterstüßen, sondern selbständig vorgehen. Die Sozialdemokratie des 4. nassauischen Wahlkreises ( Ober- und Unterlahnfreis) stellt als Kandidaten den Gewerkschaftssekretär Habicht aus Frankfurt a. M. auf. Die christlich organisierte Arbeiterschaft hat den Gewerkschaftssekretär Schmidt Dillenburg in Aussicht genommen. Was soll ich schreiben?! Gedanken eines Leitartiklers am Heiligabend. Es ist wirklich ein ganz netter Junge, der Lehrling aus der Druckerei. Ich hatte mir schon vorgenommen, ihm auf sein frisches Gesicht hin einen blanken Taler zum Fest zu schenken. Er würde zwar nichts Vernünftiges damit anfangen, sondern hingehen und seine vierzehnjährige Seele mit. aber immerhin. unendlichen Zigarettendämpfen vergiften Doch jetzt bin ich zweifelhaft geworden, ob ich ihm nicht besser ein Paket Pfefferkuchen und einige Zuckerstangen versezze. Auf die Gefahr hin, das jugendliche Herrenbewußtsein tödlich zu tränken. Kommt der Bengel doch nun schon zum drittenmal und ruft die stets energischer klingende Forderung nach dem ,, Weihnachtsartifel" ins Zimmer. - Nun ja, der Bursche trägt eigentlich feine Schuld. Unmöglich darf man es ihn entgelten lassen, daß sein Gebieter, Der Herr Faftor, die Zeitung fertig stellen und nicht mehr länger auf den Festhymnus warten will. Habe doch selbst neulich in einer schwachen Stunde die Arbeit zugesagt. Und mun soll das Blatt in die Presse, die Sezer und Drucker wollen heimgehen zu ihren Frauen und Kindern. Ich aber zermartere vergeblich das Denkerhirn, um schöne und gediegene Worte zu finden, der Bedeutung des Tages und der Weihe der Stunde angemessen. Gleich nach Tisch legte ich ein Dugend Blätter auf den Schreibtisch, nahm eine neue Feder, tunkte fie vorsorglich ins Tintenfaß und begann: ,, Mit ehrfürchtigem Schauer feiern wir wieder das schönste Fest Nein, das ging nicht. Mußte ich doch schon irgendwie Also etwas anderes. Sann nach und gelesen haben. sann nach, bis mir fribblig in den Fingerspitzen und wirr im Kopfe wurde. Nicht allein die ehrfürchtigen Schauer" und ,, das schönste Fest" waren bekannt. Es gab ja gar nichts mehr, was nicht schon ein anderer besser und schöner gesagt hätte. Die ausschweifendsten Episoden, die überschwenglichsten Wortbildungen alles dagewesen. Der kurze Winternachmittag verging, die Dämmerung brach aus den Ecken und schaute neugierig zum Fenster herein und immer noch lagen die weißen Folioseiten unberührt da, keines geistreichen Gedankens Schnörkelzüge verunzierten sie. Wenn das Zitieren nicht ganz in Verruf gekommen wäre, hätte ich mit dem seligen Faust verzweifelnd gerufen: ,, Da siz ich nun, ich armer Tor Und bin so flug als wie zuvor." So ging ich nur heran ans Fenster und sah auf die Straße. Hurtig eilten in der Winterkälte die Menschen dahin, beladen mit Päckchen und Packen und Kasten und Düten. ich Die Läden senden breite Lichtgarben auf die Gassen fönnte vielleicht reden über die Selbstlosigkeit und die Liebe, die heute Blüten treiben trop Frost und Schnee. Ueber die prächtige Sitte, den Nebenmenschen, geliebte Angehörige und bedürftige Arme mit Gaben zu überraschen und zu erfreuen. Doch wenn ich nicht irre, beschäftigte ich mich im vorigen Jahre mit ähnlichen Sachen das fann ich der Zeitung und ihren Lesern nicht zumaten. Ob es mit einer politischen Exkursion etwas wäre? Wie die versöhnende heilige Nacht gleich einem Friedensengel sich herabsenken soll, Gegensätze mildernd und feindliche Interessen ausgleichend, wie sie die Menschen anfeuern soll, ihre Kräfte hinzulenten auf das eine große und würdige Ziel, auf die Wohlfahrt des gesamten Volfes und des Vaterlandes, statt sich zu zersplittern und zu erschöpfen in nichtigen Kämpfen um Nebensächlichkeiten! Doch ein politisch Lied, ein garstig Lied ich höre bereits, wie mir ein eingefleischter Parteiser auseinandersetzt, daß ich gar keine Ahnung davon habe, was eine Nebensächlichkeit und was die Hauptsache sei. Er wolle mir ganz genau und haarklein beweisen, daß einzig und allein bei ihm und seinen politischen Freunden die Rettung aus allen Nöten der Zeit gefunden werden könnte. Würde mir rechtzeitig einen Wahlzettel zuschicken. Danke sehr, will überhaupt nichts wissen von der Poiitif. Es ist Weihnachten, Oder soll ich schreiben über den Wert und Unwert der Geschenke, über die Heuchelei und die konventionelle Hand, die gibt, weil sie muß und weil es so Sitte ist; über die Schwäche des menschlichen Herzens, das sich zum Christtage schier erschöpfen will in überquellenden Liebesbeweisen, sich berauscht an klingenden Worten der Empfindelei und vierundzwanzig Stunden später zurückkehrt zu den Pfaden, auf denen der Neid, die Bosheit und die Unverträglichkeit gedeiht? Könnte mir schlecht bekommen. - es Doch, was ist das? Drüben beim Nachbar wird ja schon der Baum angezündet. Der Vater ist gekommen, hat das Jüngste auf den Arm gehoben und die andern find wahrhaftig noch vier tanzen um die im Kerzenschein Strahlende Tanne. Wie die Gesichter glühen, die Augen glänzen. Jegt fingen sie. Was ist es denn nur gleich. Richtig ,, du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit." Mit den innigen Tönen schwebt die Erinnerung leise herbei, leise. Sprang auch einst um den gabengefüllten Tisch mit dem leuchtenden Stämmchen. Weihnacht, heilige Nacht, wie viel Glück brachtest du dem findlichen Herzen! Süße Geheimnisse bargst du und schillernde Märchen. Ueber weite Schneefelder hob die Sehnsucht ihre bunten Flügel und trug meine suchende Phantasie bis an die Pforten der Unendlichkeit. Und schier will mich bedünken, daß auch jetzt noch die alte Sehnsucht lebt, daß auch diese Weihnacht des Jahres 1906 uns emporheben wird aus den Niederungen der Autäglichleit und dem grauen Sorgenstaub widriger Geschicke. Welt ging verloren, Christ ward geboren, Freue dich, freue dich, o Christenheit" Fingen die Kleinen drüben. Ja, freuen wir uns allesamt über das Heil, das aus reineren Höhen uns gegeben wird. Da naht auch der Segerjüngling wieder... Hier ist der Taler, und ich lasse die ganze Druckerei vom Herrn Prinzipal bis zum Ausläufer und alle Leser der Zeitung schön grüßen und jedem ein fröhliches, zufriedenes Weihnachtsfest wünschen. Allein schreiben- schreiben mag ich heute nicht! Politifche Rundschau. Deutsches Reich. H. G- s. * Eine ziemlich beträchtliche Herabsehung der Gebühren für vom Auslande eingeführtes Fleisch ist geplant. Der Bundesrat wird sich in allernächster Zeit mit der Angelegenheit befassen. Die Herabseßung soll zunächst für einen begrenzten Zeitraum erfolgen und zwar deshalb, weil schon bei Erlaß der Gebührenordnung eine Revision der Gebührensäge in Aussicht genommen war.* Der Königsberger Professor R. Siegfried richtete einen offenen Brief an den Reichskanzler um erhöhten Schuh des Wahlgeheimnisses bei den bevorstehenden Reichstagswahlen. In dem Briefe wird verlangt, daß in den Wahlausschreiben der Regierung den Wahlvorstehern und Wahlbeisigern streng untersagt wird, Gegenliſten zu führen. Sollten Personen, auf die sie feinen Einfluß auszuüben vermögen, Aufzeichnungen über die zur Wahl Erschienenen machen, so haben die Wahlvorsteher die Pflicht, die Urnen vor ihrer Entleerung einer energischen Durchschüttelung zu unterziehen. Der Weitergebrauch als mangelhaft erkannter Wahlurnen ist zu unters fagen. Wie man hört, gedenkt die Regierung diesen Anregungen Folge zu geben. Rufsland. ** Ein kaiserlicher Utas sezt als Termin für die Duma wahlen den 19. Februar 1907 an. Dieser Ufas gilt nicht für den Nordkaukasus, für( den Transkaukasus, Mittelafien und Sibirien, für welche Gebiete der Wahltermin noch nicht festgesetzt ist. ** In Lodz hat ein Ueberfall auf einen Verleger stattgefunden. Drei Leute drangen in das Papiermagazin des Verlegers der Lodzer Zeitung und verwundeten ihn durch Revolverschüsse. Auf dem Transport nach dem Krankenhaus starb der Verwundete. Als Grund für den Mordanschlag wird angeführt, daß sich der Verleger geweigert haben soll, eine Proklamation der Sozialisten und Demokraten zu druden. Balkanftaaten. ** Der Nachfolger des mordeten Alexanders, König Peter vou Serbien wird seines Thrones nicht froh. Es wird jcht bekannt, daß zweimal im legten Jahre Abgesandte ans Belgrad zum serbischen Gesandten in London gekommen sind, um seine Sympathie für die Einsetzung des Prinzen Arthur von Connaught auf den serbischen Thron zu gewinnen; er sei sogar ersucht worden, die Sache dem Herzog von Connaught vorzulegen und dessen Zustimmung zu bewirten. Der Gejandte machte den Auftraggebern tiar, daß nicht die geringfie Aussicht bestehe, daß ein englischer Prinz den serbischen Thron annehme. König Eduard würde nie seine Zustimmung zu einem solchen Plane geben. Ferner verlautet, eine Partei in Serbien le den Brinzen Mirko von Montenegro, eine andere Brinzen Georg Wilhelm, ältesten Sohn des Herzogs von Cumberland, aus den serbischen Thron sezen. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 22. Dezember. Durch königliche Verordnung werden beide Häuser des preußischen Landtages zum 8. Jantiar 1907 einberufen. Berlin, 22. Dezember. Die mehrfach angeregte Revision der Geheimmittellisten wird, wie verlautet, in furzer Zeit ers folgen, nachdem die auf dem Gesundheitsamte über diese Materie gepflogenen Sachverständigenberatungen sich ihren Ende nähern. Berlin, 22. Dezember. Der Reichstagsabgeordnete Roeren hat wegen des Offenen Briejes" von dem früheren Bezirtsleiter Geo U. Schmidt Strafantrag gestellt. München, 22. Dezember. Wie der Kgl. bayerische Oberst tämmererstab bekannt gibt, nimmt der Prinzregent Luitpold alle aus Anlaß des bevorstehenden Jahreswechsels ihm zu gedachten Glückwünsche dankend für empfangen an, wünscht also feinerlei Zusendungen im. Wien, 22. Dezembicahlreform ist durch die letzten Beschlüsse des Herrentes unter Dach und Fach gebracht. Das Gesetz über die Wayl der Mitglieder des Reichsrats und bie Reichsratswahlordnung wurde in dritter Lesung an genommen. Paris, 22. Dezember. Mach fiebenstündiger Debatte wurde das Gesez über die Kultusfreiheit mit unwesentlichen Zusäßen mit 413 gegen 166 Stimmen angenommen. Gesandte Christiania, 23. Dezember. Der deutsche Dr. Stübel reiste auf Urlaub nach Deutschland ab. Er lehrt nicht mehr auf seinen Posten zurück. Konstantinopel, 22. Qmber. Die Pforte hat gegen die Abficht Englands Protest eingelegt, das Sinaigebiet als ein unabhängiges Departement unter einen englischen Funktionär zu stellen. Aegypten sei ein unabtrennbarer Zeil der Türkei. Deer und flotte. Drahtlose Telephonie bei der deutschen Marine. Den neuesten Fortschritten in der Uebermittelung von Nachrichten durch Telefunken wird auch seitens der Marine besonderes Interesse entgegengebracht, da es bei den, namentlich auch an Bord des Kreuzers Nymphe", angestellten Versuchen mittels des Ruhmerschen Apparates nur möglich war, bis auf höchftens 15 Kilometer Entfernung eine telephonische Verständigung ohne Draht zwischen den Schiffen herzustellen. Kürzlich ge lang der Telefunkengesellschaft bekanntlich die Verständigung zwischen Berlin und Nauen, also auf eine Entfernung von 40 Kilometern. Nunmehr wird die drahtlose Telephonie in 33. m ht st ex ent BEPAGE n. Пр Sistan gerufeny Ob es meme ich bege keinen glühenderen ~~~ וו װט u ען Munich als den die nichläge diefes erbärmlichen Schleichers etwas unbequemer Schwiegerfohn werden w 4434 erheblich größerem Umfange als bisher zur Anwendung Commen, und in die Linienschiffe Lothringen" und ,, Deutschland" find bereits zu diesem Zwed neue Apparate eingebaut worden. Die Rüstungen werden nicht eingeschränkt. Die von England angeregte Einschränkung der Rüstungen dürfte die nächste Haager Konferenz faum beschäftigen. Die russische Regierung und auch die deutsche Regierung haben erklärt, die Frage überhaupt nicht diskutieren zu können. Die französische Regierung hat der englischen Regierung ebenfalls mitgeteilt, daß sie der Erörterung dieser Frage in Haag abgeneigt sei. Soziales Leben. X Erholungsurlaub für Eisenbahn- Arbeiter. Nach einem Erlaß des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten lann Arbeitern der Staatseisenbahnverwaltung bei guter Führung jährlich ein Erholungsurlaub erteilt werden. Er soll bei Arbeitern, die mindestens fünf Jahre im Staatseisenbahndienst beschäftig und in Hilfsunterbeamtenstellungen tätig find, je nach ihrer verwendung bis zu sechs und acht Tagen, bei allen übrigen Arbeitern des Betriebs- und Wertstättendienstes, sofern sie mindestens sieben Jahre beschäftigt find, vier Tage, sofern sie mindestens zehn Jahre beschäftigt find, sechs Tage betragen. X Der Konflikt zwischen Schiffsreedern nud Offizieren der Handelsmarine. Der Reedereiverein Flensburg hat sich eintimmig dem Vorgehen der Hamburger und Bremer Reeder gegen den Verein der Kapitä und Offiziere angeschlossen. Die Lage bleibt vorläufig ungeklärt, da ein großer Teil ber Offiziere auf seinem Standpunkt beharren will. Der Ruf nach befferen Wohnungen. Dr. A. Neiße. Die vermehrte Fürsorge, welche unsere Zeit der öffentlichen Gesundheitspflege zuwendet, ist auch an den größeren und fleineren Gemeinwesen nicht vorbeigegangen. Während im Mittelalter Schmutz und Unrat in den Flecken und Städten angehäuft war und infolgedessen beständig Seuchen herrschten, hat man seit dem Ende des neunzehnten Jahrhunderts zu Maßregeln gegriffen, wodurch die Kommunen zur Pflanzstätte hygienischer Bestrebungen geworden sind. Neuerdings wird sogar die Errichtung einer Zentralstelle für StadtHygiene gefordert, um allen Aufgaben der Gesundheitspflege gerecht werden zu fönnen. Die Zentralstelle würde das für hygienische Fragen in Betracht kommende Material sammeln und sichten, dann aber auch den einzelnen Gemeinden in ihren hygienischen Bestrebungen hülfreich zur Seite stehen. Zu den wichtigsten Aufgaben der tommunalen Gesundheitspflege gehört eine den Bedürfnissen ebenfalls mit dem Messer bedroht wurde. Erst nach langem Kampfe gelang es, den Ungarn zu überwältigen und gefesselt zur Wache zu bringen. Er wird für seine Heldentaten die gebührende Strafe empfangen. † Selbst bezichtigt. Der Leipziger Kriminalpolizei hat sich Inhaber eines Engrosgeschäfts, der 65 Jahre alte Adolf Hubert Dantelmann, gestellt. Dankelmann beschuldigt sich selbst, bedeutende Wechselfälschungen und Betrügereien verübt zu haben. † Drama im Keller. Als der Eigentümer Haedrich in Kriebitzich zwecks einer Besorgung seinen Steller betrat, bemertte er in der Dunkelheit einen Menschen, worauj Haedrig schleunigst zurückging und den Keller wieder verschloß, um Hilfe herbeizuholen. In demselben Augenblick frachte von innen ein Schuß; der im Keller Gefangene hatte sich erschossen. Es war der früher bei H. wohnhaft gewesene Schlosser Mayczak, der mit der Ehefrau Haedrichs schon einmal das Weite gesucht hatte. des menschlichen Organismus angepaßte Anlage der Straßen. Erst seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts hat man die Bedeutung der Pläße und Parks zu würdigen begonnen. Gegenwärtig hat von den großen Städten Paris weitaus den größten Parkbestand, dann folgen London, Wien, Berlin, schließlich Newyork und Brüssel. Unter den deutschen Städten steht Berlin an vierter Stelle. Die größten städtischen Parkanlagen hat Frankfurt an der Oder, Leipzig und Wiesbaden schließen sich an. Die Londoner und Pariser haben durch die uneingeschränkte Berechtigung, die Rasenpläße zu benußen, in ihren Parkanlagen mehr gewonnen, als die Bevölkerung der Städte, die durch die Wächter immer wieder aus der Jllusion geweckt wird, daß die Parks ihretwegen da seien. Namentlich in englischen Städten werden die Anlagen im Interesse des Publikums möglichst ausgenutzt. Es wird für Spiel- und Turnplätze gesorgt, zum Rudern und Schwimmen Gelegenheit geboten. Im Winter gibt es Eisbahnen, die bei elektrischer Beleuchtung bis 10 Uhr abends benutzt werden können. Aber die Parts können nicht für alles entschädigen, worauf ein großer Teil der eng zusammenwohnenden Bürger verzichten muß. Viele Gefahren drohen der Kultur durch die städtische Bauweise. Die ringförmige Anordnung der hohen Mietsfasernen um einen Hof verhindert das Eindringen von Licht in die Wohnräume. Da in den Hösen kein Zugwind vorhanden ist, so werden alle Dünste. die aus den Küchen und Zimmern dringen, zurückgehalten. Berunglückte Schlittenfahrt. Bei einer Rernschlitten: fahrt in Northeim schlug ein Schlitten um. Von den Insassen war ein junger Mann sofort tot, zwei Mädchen wurden schwer verletzt. † 3: n Kinderwagen verbrannt. Als die Ehefrau des Bäckers Gerven in Berlin in ihre Wohnung zurückkehrte, fand fie ihre Behausung voller Rauch und den Kinderwagen, in welchem ihr sieben Monate alter Sohn Erich lag, in Flammen bor. Sie löschte das Feuer und brachte das mit schweren Brandwunden bedeckte Kind nach dem Krankenhause. Hier ist es an demselben Abend gestorben. Das Feuer ist anscheinend dadurch entstanden, daß die gleichfalls in der Wohnung anwesende zweijährige Tochter Frieda mit Streichhölzern gespielt und den Wagen in Brand gesetzt hat. † An den Unrechten gekommen. Der Handelsmann Funk wurde auf der Chaussee nach Saatwinkel auf seinem Wagen von zwei Strolchen überfallen. Es gelang ihm aber, die Räuber herunterzuwerfen. Einer der Burschen fiel unter die Räder, wurde überfahren und schwer verletzt. Der andere Räuber war von dem Handelsmann im Gesicht verletzt worden. Trotz der erheblichen Verlegungen gelang es ihnen noch, in den Wald zu entkommen. Der Gerettete jagte nach Berlin zu. Bei Plößensee begegnete ihm ein Gendarm, der sofort die Verfolgung der Räuber aufnahm; diese sind bisher nicht ermittelt worden. Wenn man bedenkt, daß in Berlin durchschnittlich 77 and in München immerhin noch 37 Einwohner auf das Haus Tommen, daß selbst deutsche Mittelstädte 20 und mehr Einwohner auf ein Haus zählen, während sich die Durchschnittszahlen für London auf 7,6, für Manchester und Birmingham auf 5, für Liverpool auf 5,7 stellen, so muß man anerkennen, daß die auch in Deutschland emporblühende Gartenstadtbewegung einer Begründung nicht ermangelt. Die Bewegung verfolgt das Ziel, den Arbeitern fern von der Großstadt billige und gesunde Wohnungen, Einfamilienhäuser zu beschaffen. Allerdings müssen die Arbeiter auf dem Lande auch Erwerbs= gelegenheiten haben. Deshalb erstrebt die Gartenstadtgesellschaft die Verlegung von einzelnen Industriezentren auf das Land. Die erste derartige Gartenstadt war Burneville, eine Gründung des Birminghamer Fabrikanten Cadbury. Jezt hat diese Gartenstadt ungefähr 7000 Einwohner, davon 40 v. H. Arbeiter, die bei Cadbury angestellt find, 40 v. H. andere Arbeiter und 20 v. H. Handwerker und Kaufleute. Neuerdings ist an der Station Letchworth, in der Nähe von London, eine neue Gartenstadt erbaut worden. Ungefähr drei Monate nach ihrer Gründung zählte die Stadt 500 Einwohner und einen Arzt. Die billigsten kleinen Arbeiterwohnungen fosten 4,25 Marf wöchentlich Miete. Bunte Tages- Chronik. Hamburg, 21. Dezember. Gestern nachmittag erschos der Schlosser Modus seine Geliebte Walther und dann sich selbst, weil sich das Mädchen von ihm abgewandt hatte. Wo Gartenstädte nicht angelegt werden fönnen, ist die Gründung von Hauserviertelgärten vorgeschlagen worden, d. h. die Anlage von Gärten innerhalb des Häuserblocks. Der Siasen samt einigen Sandpläßen wird den Kindern für ihr Spiel zur Verfügung gestellt. Jedenfalls vollziehen sich auch auf dem Gebiete der Wohnungsbeschaffung Umwandlungen und Ansichten, denen der Volksfreund aufrichtig zustimmen tann. Nab und Fern. Zerbst, 21. Dezember. Das Schneidermeister Müllersche Ebepaar in Opperode wurde von einem Unbekannten nachts vor das Haus gelockt, niedergeschlagen und lebensgefährlich berlegt. Es war ein Raubmord geplant. Auf das Hilfegeschrei der Ueberfallenen floh der Täter. † Das Ansteigen der Genicstarre im Ruhrgebiet gibt zu Bedenken Anlaß, da sie ausschließlich eine Krankheit der letzten Winter und Frühjahrsmonate sei. Seitens der Behörden wird der Ausbreitung der Genickstarre erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt. Köln, 21. Dezember. Auf dem Wege zwischen Dünebusch und Wissen wurde eine Näherin, die beimwärts ging, vergewaltigt und ermordet. Der Tat verdächtig sind zwei Landstreicher. Duderstadt, 21. Dezember. Auf dem hiesigen Bahnhofe wurde der Bahnarbeiter Benedir Kopp von dem aus Leinefelde einlaufenden Personenzuge überfahren und sojort getötet. † Ein Gemütsmensch. In der Nähe des Klostertors in Hamburg stellte sich ein Ungar direkt vor einen Rangierzug, sodaß der Lokomotivführer halten mußte. Als er dann den Ungar aufforderte, die Strecke frei zu geben, sprang der Pußtajohn auf die Lokomotive und drang mit gezücktem Meffer auf den Führer ein. Inzwischen war ein Schußmann herbeigekommen, der aber von dem heißblütigen Maanaren Kunst und Wiffenfchaft. letzten Zeit verhältnismäßig erträglich. Einige brachten fleine Ersparnisse mit oder erhielten einigermaßen Hilfe von Ver: wandten, Bekannten und Parteiorganisationen. Die Bauern und Arbeiter fanden im Sommer Verdienst bei der örtlichen Bevölkerung. Im Tobolster Gouvernement herrscht ein großer Mangel an tüchtigen Handwerfern. Fast alle Handwerfer unter den Verschickten fanden daher bald gut bezahlte Arbeit. Einige Verschickte leben im Sommer von Jagd und Fischfang. Weit weniger leicht als die verschickten Handwerfer und Bauern fönnen die Angehörigen der intelligenten Stände einen Verdienst finden. Am besten sind noch die Aerzte und die Tierärzte daran. K. Gin Serum gegen die Genickstarre sollte nach einem englischen Blatte von Prof. Koller in Bern erfunden und bereits in heftigsten Fällen erfolgreich erprobt worden sein. Tatsächlich beschäftigt sich Prof. Kolle( nicht Koller) in Bern, früherer Assistent Prof. Rochs schon seit ungefähr einem Jahr mit der Herstellung eines solchen Serums, das in einzelnen Fällen sich gut bewährt hat. Indes ist die Zahl der mit Prof. Kolles Serum behandelten Fälle noch zu gering, um ein zuverlässiges Urteil zu gestatten. De Belämpfung des tstammer Des wig einen Antrag eine große Bra ir die Entdeckung und Cauerwou Schuts der Bau Borfebrungen& freichen der Bä Bei Teile nem Teil Rubbi Während des Winters verändern sich die Lebens. bedingungen stark zum Schlechteren. Die Bauern und die Handwerker sind jetzt nur auf die Kronsbeihilfe angewiesen, d. h. bleiben fast ohne alle Mittel zum Leben. Die einzelnen Verschickten- Kolonien haben nicht mehr die Möglichkeit, mit einander in Verbindung zu treten und sich gegenseitige Unters stützung zu leisten. Diese völlige Abgeschiedenheit in Ber bindung mit der ungesicherten materiellen Lage verschärft die ohnehin gespannten Beziehungen zu den Aufsehern und zu der Polizei. O. Verständigung mit Planeten. Nach einer Mitteilung aus Paris soll die dortige Akademie der Wissenschaften fii: die Herstellung einer Verständigung zwischen den Erd. bewohnern und den Bewohnern eines Planeten einen Preis bon 100 000 Franks ausgesetzt haben. Die Nachricht flingi etwas sonderbar. Oder sollte die Akademie keine wichtigeren Sorgen haben? feit werden 25 bat zunächst den wht allein den H geziefer in der bes Schutzmittel g bgebranntem Ra Sor dem Auftrag nebit den start bener Borte zu das bei troden ein gewöhnliche beit des Baumes wieder durch Abfr Ein großer Mißstand im Leben der Verschickten ist der Mangel an medizinischer Hilfe. Im Tobolster Gouvernement, wie überall in Sibirien, herrscht so große Aerztenot, daß alle verschickten Aerzte sogar als Bezirksärzte angestellt werden. Im Beresower Kreise gibt es auf einer Strecke von 500 Werst nur zwei ärztliche Stationen mit Krankenhäusern. Ein anderer nicht minder wichtiger Uebelstand ist die Langsamkeit im Bost verkehr. Die Postabteilungen find hunderte von Werst von. einander entfernt. Die Poſt wird im Sommer auf Booten befördert, im Winter auf Schlitten. Im Herbst und Frühling hört wegen der Wegelosigkeit jeder Postverkehr auf 1 bis 2 Monate auf. Um etwas gegen die Isoliertheit zu tun, hat man die Politischen" für den Winter in die größeren Dörfer geschickt. Gegenwärtig dürfen sich die Verschickten ohne be sondere Erlaubnis 3 bis 5 Tage in der Stadt Tobolsk auf halten; sie haben nur ihr Eintreffen der Polizei anzuzeigen. Die örtliche Bevölkerung des Gouvernements sympathisiert mit den„ Politischen" und sucht auf jede Weise ihr Schicksal zu erleichtern. R. Photographie der Stimme. Professor Morage von der Sorbonne, der alten Pariser Universität, berichtet über eine ,, neue Entdeckung", die darin bestehen soll, das aus: gesprochene Wort von den Lippen weg zu photographieren". Die Erfindung ist nicht neu. Der Berliner Physiker Ernst Ruhmer hat bereits vor etwa sechs Jahren die merkwürdigen Ergebnisse der von ihm mit dem Photographophon angestellten Versuche der Oeffentlichkeit übergeben. Dieser überaus sinnreich erdachte Apparat vermag die auf photographischem Wege festgelegte Stimme beliebig oft wiederzugeben. Es ist indessen bisher nicht gelungen, die Erfindung praktisch zu verwerten, da man sich davon noch kein bestimmtes Bild machen kann. Ruffifche Verbannte. - - Leiden und Elend im fibirifchen Gouvernement Tobolsk. Staatliche Beihilfe. Wie sie leben.- Aerzte gesucht. Drte ohne Krankenhäuser. In Schnee und Eis. Poft verkehr in Sibirien. Verbannte auf Urlaub. Die große Familie. Disziplin muß sein. Beneidens wertes Los! Nach langem Memes die Lage gez berangefomme mit feinem lichte Se und Hoffnu Schönfte aber, Frieden. Dauße rinen aber wärmt riben Schein der ili ertönen von all immer jubelnder be Engelsgrup boe auf Erden un Nach einer von den Verschickten selbst aufgestellten Statistik find 95 v. H. verschickt, ohne daß gegen sie eine Ans Mage erhoben wurde. Der größte Teil der Politischen" ist auf drei Jahre verschickt. Unter den Verschickten befinden sich nicht mehr als 15 Frauen. Die Kadetten bilden nur einen recht kleinen Bruchteil der Verschickten. Trotz der Verschieden. heit der politischen Ansichten und der sozialen Stellung bilden alle administrativ Verschickten eine einzige Familie; sie fühlen fich hier eben nur als Leidensgefährten. Infolgedessen können Die Verschickten nicht gleichgiltig gegen die Aufführung der einzelnen Genossen sein, da schlechte Handlungen einzelner bie ganze ,, Kolonie" fompromittieren können. Sie suchen solchen Vorfällen nach Möglichkeit durch eine gewisse Disziplin orzubeugen. Die höchste Strafe, welche die Kolonien" bis jetzt verhängt haben, ist der dauernde oder zeitweilige Aus schluß aus der Reihe der Genossen; als niedere Strafen bienen: Verweis, zeitweilige Entziehung des Rechtes an der Eröterung der genossenschaftlichen Angelegenheiten teilzunehmen, Mitteilung des Vergehens an die Parteiorganisation. In der Lage der zu Zwangsarbeit verurteilten Sträf linge, die in andere Distrikte Sibiriens fommen, hat sich da jegen noch nichts geändert. Gegen sie ist das Los der Ber chickten immen noch beneidenswert. Jm Gouvernement Tobolsk waren bisher etwa 1500 po: litische Verbrecher untergebracht, die zur Verschickung nach Sibirien verurteilt sind. Sie werden dort auf die einzelnen Dörfer verteilt, je zwei bis 40 auf einen Ort, nach der Zahl der Höfe. Zugleich mit den„ Politischen" werden in die Dörfer" auch„ Ausseher" geschickt. Fast alle administrativ Verschickten ergalten von der Krone Beihilfe". Die Privilegierten( erbliche und persönliche Edelleute, Ehrenbürger, Studierende) erhalten 1 Rubel 50 Kopefen monatlich Wohnungs: gelder und 4 Rubel 50 Ropelen Verpflegungsgelder; die Nichtprivilegierten erhalten feine Wohnungsgelder und müssen fich mit 1 Rubel 50 Ropeken Verpflegungsgeld begnügen. Außerdem erhalten alle Verschickten ohne Unterschied des Standes einmalig für die Beschaffung von Sommerkleidung 4 Rubel 70 Ropeken, für die Beschaffung von Winterkleidung 32 Rubel. Frauen, welche ihren Männern in die Verbannung gefolgt find, erhalten die gleiche Beihilfe an Wohnungs- und Verpflegungsgeldern; pro Kind wird die halbe Beihilfe gewährt. Troß der Billigkeit der Lebensmittel reicht die BeiHilfe der Krone nicht für das Unentbehrlichste aus; die Wohnung allein fostet vielfach mehr als die ganze Kronsbeihilfe. Immerhin war die Lage der Verschickten bis zur = Vermischtes. " Weihnachten im Deutschen Kaiserhans. Wenn die Weihnachtszeit heranrückt, dann stellt die Kaiserin die Wünsche ihrer Kinder zusammen, und wählt meist selbst in den Ge schäften ihrer Hoflieferanten aus, oft begleitet von der Prin zessin Vittoria Luise. Die Besuche in den Kaufläden dauern oft eine erhebliche Weile, da die Kaiserin sich nicht begnügt, den Ankauf dieses oder jenes Gegenstandes zu befehlen", sondern selbst prüpft und vergleicht, ehe sie ihre Auswahl trifft. Von den Kindern des Kaiserpaares hat jedes für den Vater und die Mutter je ein Geschenk bereit. Der Kaiser hat dagegen die Gewohnheit, wenn er Geschenke aussuchen will, fich von den Lieferanten eine große Auswahl der in Frage kommenden Gegenstände nach dem Berliner Schloß bringen zu lassen, und dann seine Auswahl zu treffen. Am heiligen Abend findet dann jedes der kaiserlichen Kinder seinen eigenen, schön geputzten, aus einem königlichen Forst stammenden Weihnachtsbaum, unter dem die Gaben ausgebreitet liegen. Wie in jedem Bürgerhause versammelt sich die Kaiserfamilie, und die Kinder schreiten voran in den lichterfüllten Saal zur Bescherung. = Der Großhe im Automobil n zunächst di Bal Fürth, nahm ditor Gebeimrat mn der Aufführung heater bet. Nach de Unsinn, du siegft... In Berlin hat sich eine Blei deuterin und Kartenkünstlerin niedergelassen, die, trotzdem wir im aufgeklärten Jahrhundert leben, noch einen ungeheuren Zulauf hat. Die weltberühmte Bleideutenkünstlerin hat ein Birfular erlaffen, in welchem sie hervorhebt, daß sie wegen ihrer Kunst" von ,, reich, aristokratisch und bürgerlich" besucht werde. Die Weltberühmte" betont jedoch, daß sie nur Damen ,, bevorstehendes Schicksal, Glücksfälle und die Zukunft" Streng gewissenhaft sage. Für das weibliche Geschlecht ist diese Einschränkung nicht gerade schmeichelhaft. Das Allerichönste aber in dem Zirkular ist der folgende Vermerk: Auf Grund der feinen Mieter im Hause kann ich die Damen zu den Wartezimmern in Massen nicht, sondern nur höchstens paarweise zulassen, wenn Damen unauffällig fommen. Sprechzimmer finden die Damen ohne Ausnahme des Ranges nach Vorschrift nur einzeln Zutritt. Sie werden doch nie alle, und wer darauf spekuliert, ist noch immer zu Geld gekommen. = - Sum Wann ist Christus geboren? Ein tonangebendes italienisches Blatt schreibt über dieses jetzt wieder aktuelle Thema: In der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts erinnerte Clemens Alexandrinus daran, daß ägyptische Teologen die Geburt Jesu auf den 20. Mai festießten, während andere den 19. oder 20. Mai als das richtige Datum bezeichneten. Im Jahre 243 bebauptete ein unbekannter Schriftsteller, daß Christus am 28. März geboren sei, und schließlich gab es soviele verschiedene Lesarten, daß Pater Lupi, der alle die Hypothesen zusammenstellte, erflären fonnte, im ganzen Jahre jei nicht ein einziger Monat, der nicht von hervorragenden Schriftstellern als Geburtsmonat Chrifti bezeichnet sei. Der Tag bleibt völlig ungewiß, wohl aber ist mit Sicherheit erwiesen, daß man zum ersten Male in Konstantinopel am 25. Dezember 379 das Weihnachtsfest als offiziellen Geburtstag Chrifti allgemein gefeiert hat. = England - ein ucues Dorado? In England ist ein 32 englische Meilen langes Goldriff entdeckt worden. Die Lage wird streng geheim gehalten. Zur Ausbeutung des Goldlagers hat sich ein Syndikat gebildet. Sollte das Goldriff nicht eine Riesenente sein? og zum Abende Dr. Strider. Die S tels Sonderzuges Der Großh Hochbauauffebec rififteller Freiherr Anwaltefa me außerordentliche ciren, auf deren btlichen Berjamm nb für den aus d grat Metz L., e die Befferu onals fteht. 3wei intere ammer hat der tevec einmal geric em Staub auf cfe des Minist emten jede Betä ungen berbietet taatsanwaltes antisemitischen le beantragt b dt werde, diese für ungültig& ten unter ei ten Falle ein bitruiert worden Der neue G mom Finanzmin bielen worden weise wieder ge und balan 38 572 Mart; betrag mit 59 liter ftellt in bedauernde Bes besonders in im Erträgni ten Steuern 651 000 M.( Bel Die Re Die Lifte de in der Stadt bon Freitag, Freita Lage cinch tag) bormitt Bimmer Nc. www.achen gegen 3 bis 6 11 find bet Bagen, bon bit Dorzubrin Bießen, Großt brachten Silfe bon Die Bau i der örtide Gerrid t alle S gut bea Don Jago djidten Tintelligen och die er die Leben ern und fe angewie Die einzeln Der Landwirt. 5. Bekämpfung des Heu- und Sauerwurms. Die Landdaftskammer des Regierungsbezirts Wiesbaden nahm emig, einen Antrag an, den Landwirtschaftsminister zu , eine große Prämie in Höhe von mindestens 50 000 Mfür die Entdeckung eines neuen Mittels zur Bekämpfung be und Sauerwurms auszusehen. glichteit, feitige Unte beit in e beridarit ehern und hidten it Bouvernemen tenot, daß Schutz der Bäume gegen Hasenfraß. Unter den zahl: reiche Vorkehrungen zum Schuß gegen Hasenfraß hat sich Das Betreichen der Bäume mit nachsiehender Mischung gut bent. Zwei Teile Kallmilch werden mit einem Teil Lehm mipenem Teil Rubdünger gemengt; auf je 10 Liter dieser feit werden 25 Gramm Lysol zugesetzt. Dieses Schutzmit bat zunächst den Vorzug der Billigkeit. Es verhütet aber nicht allein den Hasenfraß, sondern auch die Ansiedelung Don Ungeziefer in der Borke des Baumes, und ist auch ein trefides Schutzmittel gegen den Frost. Die Kalfmilch, welche mes frischgebranntem Kalf hergestellt wird, darf nicht zu dünn ein. Vor dem Auftragen der obigen Mischung ist der ältere Stamm nebst der starken Astteilen von Moos, Flechten und alheiorbener Borte zu reinigen. Zu dem Streichen der Bäume, das bei trockenem Wetter geschehen soll, dient zwecknag ein gewöhnlicher Tüncherpinsel. Im Interesse der It werden. bheit des Baumes liegt es aber, den Anstrich im Früh on 500 Ein anden mfeit im n Wert vo auf Book und Früb ehr auf 16 aufgeftell Den nur eina aber wieder durch Abfraßen zu entfernen. Cosales Rach langem Harren- ungeduldig haben die it zu tun, b Sinen die Tage gezählt ist der Heilige Abend ößeren Denlich herangekommen. Wieviel Zauber strahlt er nicht ten ohne aus mit seinem lichterglänzendem Baum und wieviele Toboletniche und Hoffnungen knüpfen sich nicht an ihm. i anzuzei Di Schönste aber, das er bietet, ist die Versöhnung, Sympathie der Frieden. Daußen ist's öde und falt geworden, da ihr Eid Drammen aber wärmt der helle Lichterglanz, vor dessen mdem Schein der Kampf des Tages verstummt. Und fie eine pliblich ertönen von den Türmen die Glocken, heller Amb immer jubelnder hinaus und durch die Welt geht Colitischen befinden der frohe Engelsgruß: Ehre sei Gott in der Höhe und Foi ede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen! Der Großherzog begab sich Freitag- Nachmits ie; fie fübl tag im Automobil nach Mainz. Der Großherzog bedessen fon fido tigte zunächst die Privatsammlungen des Herrn führung Fürth, nahm darauf den Tee beim Provinzialdirettor Geheimrat Frhin. v. Gagern und wohnte Sie fute darin der Aufführung der„ Salome" im Mainzer Stadtiffe Dish th ater bet. Nach dem Theater begab sich der Großolonien bezog zum Abendessen zum Geh. Kommerzienrat weilige Strecker. Die Rückkehr nach Darmstadt erfolgte dere Straktels Sonderzuges um 11 Uhr 54 Min. abends. Der Großherzog empfing am 22. Dezember der Hochbauaufseher Rahn von Gießen, den teilten Chriftiteller Freiherrn v. Wolzogen. bat fich do Zos der So r Verschiede tellung bilde gen einzeln Cechtes an de teilzunehme ation. - * wohl Anwaltskammer.. Auf den 19. Januar ist eire außerordentliche Versammlung nach Darmstadt einbezajen, auf deren Tagesordnung außer der bei der ordentlichen Versammlung in Gießen unmöglichen ErsatzWenn für den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Geh. bie in Jagrat Metz I., auch eine wichtige sozialpolitische in den Foge, die Besserung der Verhältnisse des Bureauon der B pexsonals steht. Fläden daun richt begnüg während die Eisenbahnerträgniffe mit 15000 000 M., d. h. um eine Million höher gegen das Vorjahr angesetzt werden konnten. -b- In der Gemälde Ausstellung im Turmhause am Brand hat bergangene Woche wieder ein vollständiger Wechsel der Gemälde stattgefunden. Die diesmalige Ausstellung, die zirka 150 Bilder aufzuweisen hat, ist wieder sehr interessant und kann der Besuch aufs angelegendlichste empfohlen werden. Die Ausstellung ist an den Feiertagen von 11 bis 3 Uhr nachmittags ununterbrochen geöffnet. Der Eintritt für Nichtmitglieder des Kunstvereins ist an Sonnund Feiertagen 20 Pfg. an Werktagen 50 Pfg. ** Der gestrige goldene Sonntag spannte alle sträfte der hiesigen Geschäftswelt an, aber er brachte auch die goldene Ernte. Zu Fuße, per Wagen und per Bahn trafen auswärtige Stäufer in dichten Scharen ein, um sogleich einen wahren Sturm auf die Läden zu eröffnen. Die Straßen trugen ein sehr leb haftes Gepräge und abends konnte man jung und alt mit Paketen beladen nach Hause ziehen sehen. *** Zu einer schönen Feier gestaltete sich die gestern bei angezündeten Weihnachtsbäumen in der Johannesfirche gehaltene Bescherung der Kleinkinderbewahranstalt, zu der die Gemeindeglieder sich Zwei interessante Anträge an die Zweite befehlen Remmer hat der bekannte Abg. Köhler- Langsdorf bre Auswoeder einmal gerichtet, die geeignet sind, von neuem jedes für de großem Staub aufzuwirbeln. Sie betreffen die beiden Der Kaiser Glasse des Ministeriums Finger von 1892, der den sjuchen Beamten jede Betätigung an den antisemitischen Beder in strebungen verbietet, sowie 2. den Erlaß des früheren hloß bring beftaatsanwaltes Schlieppe, der sich ebenfalls gegen Um heilig die antisemitischen Bestrebungen im Odenwald richtet. einen eigene Stibbler beantragt bei der Kammer, daß die Regierung stammender erniht werde, diese Erlasse unverzüglich zurückzuziehen und für ungültig zu erklären, da im ersten Falle die Banten unter ein Ausnahmegeseg gestellt und im eiten Falle ein Ausnahmerecht zu Gunsten der Juden foam ftruiert worden sei. breitet lieg Kaiferfami ten Saal Ich eine trotzdem wit ungebeur erin bat e aß fie wege rlich" bei daß fie m bie Butun chlecht ift dick Aderirhön Auf Grund men zu Den Gemeinschaftäußerst zahlreich eingefunden hatten. licher Gesang eröffnete die Feier und dann erschienen die Kleinen singend unter Führung der Schwestern. Pfarrer Dr. Naumann hielt die tiefgreifende Predigt, die warm zu dem Herzen der Gemeinde ging. Danach trugen die Kinder in Gruppen vor mit jenem Reize, der nur den reinen Kinderstimmen eigen ist. Die Gemeinde sang abermals und dann war die schlichte kirchliche Feier zu Ende und die kleinen begaben sich in die Schule an der Diezstraße zur Bescherung. Der neue Staats haushaltsetat für 1907 bom Finanzminister den Ständekammern im Drnd Bewiesen worden. Der neue Etat stellt sich erfreubeweise wieder bedeutend günstiger, als der vorjabige und balanziert in Einnahme und Ausgabe mit 8738 572 Mark; der Verwaltungsetat schließt ohne Fbetrag mit 59 557 000 M. ab. Der Herr Finanzminister stellt in seinem Vorbericht fest, daß sich eine fortdauernde Besserung unserer Erwerbsverhältnisse *** Eine sehr gemütliche Weihnachtsfeier gab gestern Abend der Gernhardtsche 3ither und Mandolinenchor im Hotel„ Einhorn". Sehr hübsch vorgetragene Musikpiecen wechselten mit Vorträgen des Männerchors und des gemischen Chors auf das Schönste ab. Die Darbietungen gefielen so gut, daß das Publikum nur durch Zugabe befriedigt werden fonnte. Später fand bei brennendem Christbaum eine Weihnachtsverlosung statt, die manchem ein recht schönes Angebinde brachte. Erst nach Mitternacht fand die Feier ihr Ende. Schftens pat om besonders in der Steigerung der direkten Steuern ment. 8 e des Mange ditu ben doch ni Gell ner zu onangebentes leder aftu Jahrhunder ifde Teolog brend ander bezeichnete iftsteller, def Blich gab e Der alle de ganzen abre im Erträgnis der Eisenbahnen ausdrücke. Die elten Steuern fonnten im neuen Staatsvoranschlag 651 000 M.( auf 13 686 000 M.) angesetzt werden, Bekanntmachung. Die Reichstagswahl betreffend. Die Lifte der bei der bevorstehenden Reichstagswahl in der Stadt Gießen stimmberechtigten Personen Itegt bon Freitag, den 28. Dezember 1906 bis Freitag, den 4. Januar 1907 beide Tage einschließlich( auch am Sonntag und Neu jalicetag) bormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags ** Die„ Contentia" hält am 1. Feiertag ihre Weihnachtsfeier im„ Neuen Saalbau" ab, zu der ein besonders hübsches Programm aufgestellt ist.- Der Turnverein Gießen( gegr. 1846) gibt seine Weihnachtsfeier mit Verlosung und Tanz am zweiten Feiertage. Der evangelische Arbeiterberein beranstaltet am Sonntag, dem 30. Dezember, im Neuen Saalbau" seine Weihnachtsfeier, zu der auch Nichtmitglieder Zutritt haben. Verbreitung der neuen Zeitung vielleicht auch als Agitationsmittel für die bevorstehende Reichstagswahl gelten oder hat ihr Verbreiter die Exemplare verloren? 1. A. w. g. * Dutenhofen. Zirka 74 000 m. sollen von dem Eisenbahnfistus für Veränderungen auf unserer Eisenbahnstation für das nächste Jahr zur Verfügung gestellt worden sein. Man spricht davon, daß unsere Haltestelle von Gießen aus elektrisches Licht bekommen soll. * Viehseuchen herrschen in Oberhessen noch in folgenden Orten: Schweinepest in Romrod, Schwabenrod, Harbach, Eudorf, Vockenrod, Ostheim und NiederEschbach; Schweinerotlauf in Hoch- Weisel, Rosbach, Wallenrod, Reinbach, lezhausen, Eichelsdorf, NiederSeemen, Griedel, Blofeld, Ramstadt und Ober- Gleen; Rauschbrand in Grebenhain, Arnshain, Ulrichstein, Eichels dorf, Eschenrod, Ober- Seemen und Ober- Mockstadt. * Buzzbach, 21. Dez. Eigenartige Klage.. Eine sonderbare Weihnachtsfreude machte eine Darmstädter Firma etwa 40 hiesigen Geschäftsleuten, indem sie sie zu verklagen beabsichtigt auf Abnahme von dreßbüchern, die vor etwa 3 Jahren der Firma in Auftrag gegeben waren, aber erst dieser Tage zur Aus. gabe gelangten. Unsere hiesigen Kaufleute durften sich nach der Meinung der Firma in der Zwischenzeit andere Adreßbücher nicht beschaffen, da ja schon beim Sammeln der Aufträge vor 3 Jahren ein„ demnächstiges Erscheinen" in Aussicht gestellt war. Man ist hier sehr gespannt auf den Ausgang der anhängig gemachten Klage. Offenbach. Wie man der„ Offenbacher Zeitung" mitteilt, ist nicht der sozialdemokratische Stadtverordnete dem * Weipert, sondern der Privatier Krumm, der, ohne einer beſtimmten Partei anzugehören, freiheitlich gesinnt ist, zum unbesoldeten Beigeordneten gewählt worden. * Es verjähren am 31. Dezember 1906 alle im Laufe des Jahres 1904 enstandenen Forderungen von Kaufleuten, Fabrikanten, Handwerkern und denjenigen, welche ein Kunstgewerbe betreiben, für Lieferung von Wareu, Ausführung von Arbeiten und Besorgung fremder Geschäfte mit Einschluß der Auslagen. Forderungen von Grossisten und Fabrikanten sowie aller derjenigen, die für einen Gewerbebetrieb( iefert haben, verjähren erst in 4 Jahren. Am 31. D 1906 berjähren also die Forderungen dieser Art au Jahre 1902. Hierzu gehören auch die Prov.( ons. forderungen der Handelsagenten, Rückstände von Zinsenforderungen, Henten und Pensionen. In zwet Jahren verjähren außerdem Gehaltsforderungen der Handlungsgehilfen, Lohnforderungen der Arbeiter, Aerzteforderungen, Forderungen von Rechtsanwälten, Lehrern, Mietsforderungen usw. Die Verjährung wird unterbrochen durch Schuldanerkennung von seiten des Schuldners( Abschlagszahlung, Zinszahluug, Sicherheitsleistung) oder durch Klage der Berechtigten. Die bloße Mahnung unterbricht die Verjährung nicht. Das neueste. GB. Berlin, 23. Dez. Der Bapst hat einen genauen Bericht von den geistlichen Behörden in Posen über den poluischen Schulstreit eingefordert. Man erwartet eine Entscheidung des Vatikans über die von der Geist. lichkeit einzunehmende Haltung. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es tönnen eingestellt werden: 5 Schlosser, 1 Schmied, 2 Wagner, 2 Schreiner, 1 Stüfer, 20 Postaushelfer vom 19. bis 24. Dezember, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Schreiner, 2 Installateure, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 1 Heizer oder Maschinist, 1 Silfearbeiter, 1 Wagner, 2 Schreiner, 5 Wasch und Buzfrauen, 1 Maurer, 2 Arbeiter, 1 Kaufmann, 2 Lauffrauen, 1 Schreibgehilfe. Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde zn Gießen. Ein Kräftigungsmittel nach Keuchhusten. Folgender Fall, der uns vor kurzem berichtet wurde, fann sig überall wiederholen, wo Scotts Emulsion gebraucht wird. Es lohnt sich gewiß für viele, den nachstenden Brief zu lesen: Hannover, Jakobistraße 65, den 22. Jan. 1905. Meine kleine Tochter Ella, jest 12 Monate alt, die von Geburt an recht schwächlich war, wurde durch Keuchhuften, an dem sie von ihrem fünften bis zehnten Monat litt sehr, zurückgebracht. Der Appetit war gänzlich verschwunden, sodaß sie von Tag zu Tag hinfälliger wurde, und ich mir ernstlich Sorge um sie machte. Nachdem ich schon verschiedene Mittel erfolglos angewandt, ließ ich die Kleine Ecotts Emulsion nehmen und sezte, da bald eine deutliche Besserung eintrat, den Gebrauch fort. In kurzer Zeit hat sie sich vollständig erholt, die Knochen haben sich ebenfalls gekräftigt, sodaß sie schon jetzt anfängt zu laufen. Auch sind in furzer Zeit vier Zähnchen durchgebrochen. ( gez.) Willi Feuerhahn. Eltern, deren Kinder unter den Folgen von Keuchhusten zu leiden haben, sollten dem Beispiel von Herrn W. Feuerhahn folgen. Der Erfolg ist sicher, wenn wirklich die echte Scotts Emulsion zur Anwendung kommt bei andern Mitteln kann man Enttäuschung erleben. cotts Emulsion ist aus feinftem Norwegischen Medizinaltran im Scottschen Herstellungsverfahren zubereitet, welches den Tran selbst für den schwächsen Magen leicht berdaulich und deshalb doppelt wirksam macht. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie Lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Rarton mit unserer Schuhmarke( der Fischer mit dem Doric). Scott& Bowne, G.. b.. Frankfurt a. M Bestandteile: Feinster Medizinal- Bebertran 150,0, prima Glyerin 50,0 unter. phosphorigſaurer alt 4,8, unterphosphoriasaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0 feinster arab. Gummi pulv. 2,0, best. Wasser 129,0 Alfohol 11,0. Sierzu aromatische Emulfion mit Rimt, Mandel-, und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. -a- Von der Landstraße. Am letzten Samstag- Abend gegen 10 Uhr, so schreibt man uns, fanden Passanten auf der Rodheimer Straße in der Nähe des Windhofes eine Menge Fremplare der neuen sozialdemokratischen Oberh. Volkszeitung". Soll diese pfundwetse(! D.R.) Vergebung von Erdarbeiten Die Erdarbeiten für die Herstellung von Baum- Zigarren- Ausverkauf!! gruben auf dem Landgraf Philipp Blaz sollen Samstag, den 5. Januar 1907, vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum borgenannten Zeitpunkt an Zuschlagsfrist 3 Wochen. net jei bo 3 bis 6 Uhr auf dem Bürgermeisterei- Bureau einzureichen. rvorragenden Sicherheit a antinopel an Zimmer Nr. 9- zu jedermanns Einsicht offen. Einpachen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Men Geburt Bite find bet Vermeidung des Ausschlusses binnen 8 Tagen, von Beginn der Offenlegung ab gerechnet, Gießen, den 24. Dezember 1906. gland it daselbst vorzubringen. worden, 2 beutung de Le bas Gold Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Gießen, den 22. Dezember 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. NAUMANNIA- SEIFE it dem Besta Selenah undern! uns Achtung! Stadt- Cheater Giessen. Solange Vorrat, versende 300 St. milde, aromatische Zigarren zum Direktion: Herm. Steingoetter. Spottpreis von nur Mk. 6,85 fr. unter Nachnahme nach jed. Post. Franz Siebert, station Deutschl. Cassel, Königsplatz 362. Bucker gemahlen und krystall Freitag, den 28. Dezember: Außer Abonnement! Blocks- und Gutscheine haben Giltigkeit. Gastspiel von Herrn Bruno Eichgrün. Einmalige Aufführung. 10 Pfd.: Mk. 2.10 Die SiebzehnAdolf Lenhard Nachs. Inh. Jacob Maternus. Gießen. Frankfurterstraße. jährigen. Schauspiel in 4 Aufzügen von M. Dreyer. D. 33. FREEE st ex 137 நீக ig n. 17 D AGE es Munich als den, die michläge diefes erbärmlichen Schleichers teng hege feinen glühenderen etwas unbequemer Schwiegersohn werden w Turn Verein Gießen. Gegründet 1846. Mittwoch, den 26. Dezember 1906( 2. Weihnachtsfeiertag): Weihnachts- Feier Bekanntmachung. Holzversteigern Die Benutzung des Schweinemarktplazes und der im Gießener Sta schiedener anderer Pläge zur Förderung des in der Donnerstag, den 3. Lahu gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter vormittags 9% Ust Donnerstag, den 27. Dezember, vorm. 11 Uhr, werden in den Waldu an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert Stadt Gießen im Diftrift mit Verlosung und werden. Tanz. Nur Mitglieder haben Zutritt. PS. Am 3. Feiertag, nachmittags: Ausflug nach dem Windhof. Evang. Arbeiterverein Giessen. Sonntag, den 30. Dezember in Steins Garten: Der Vorstand. Weihnachtsfeier. Verlobungs- u. Eintritt für Mitglieder und deren Angehörige frei. Söhne von Mitgliedern, über 17 Jahre alt, sowie Nichtmitglieder zahlen pro Person 30 Pfg. Saalöffnung 72 Uhr. Anfang 8 Uhr. Gratulations Eisenbahn- Fahrbeamtenverein Karten Giessen in moderner Ausführung zu 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, abds. 8 Uhr billigsten Preisen empfiehlt Weihnachtsfeier mit Abendunterhaltung( Theater zc.), Berlosang und Zanz im Saale des Lenz'schen Felsenkeller. Gäfte tönnen eingeführt werden. Der Vorstand. die Buchdruckerei von Albin Klein Giessen, Selters weg 83. Verein ,, Contentia" Gießell. Weinbandlung und Am 1. Weihnachtsfeiertage, abends präzis 8 Uhr, im Neuen Saalbau" Große Weihnachts- Feier bestehend aus Theater, lebenden Bildern, Verlosung und Ball. Wegen den bei den lebenden Bildern mitwirkenden kleinen Kindern ist der Anfang auf Punkt 8 Uhr festgesetzt. Einladungen sind beim I. Vorsitzenden, Crednerstrasse 40, zu haben. Rübenschneider Brockelmühlen Futterschneidmaschinen Futterdämpfer Jauchepumpen Räucher- Apparate 2c. empfiehlt J. Häuser, Giessen 56 Neustadt Eisenhandlung Neustadt 56 Zu Weihnachts- Geschenken geeignet empfehle Gießen, den 24. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. Dezember 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Damenregenschirm und 1 Damenwinterschuh; verloren: 1 Lorgnette, 1 filberne Damenuhr mit Goldrand, 1 Gummischuh, 1 goldne Damenuhr, im Innern derselben eingraviert zum Andenken an die Großmutter Fott", und 1 filberne Damenuhr mit goldner Rette, eingrabiert B. 78. Eingefangen warden: 2 Schafe. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 22. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. berfteigert: 2315 Fichten- Derbftangen 78H Reieftangen 369 M 5 2 Rm. Eichen- Russche Buchen Scheit 77 M 38,7 Eichen " 3 Elsbeer: " 1 " 4 " 22,4" " 24,3 18 24 " W 42,4" " 23,6 Aspen Kiefern= Buchen- Knuppe Eichen Erlen Kiefern Buchen- Stoc Eichen ElsbeerFichten" 910 Wellen Buchen- Reif 1690 " 3020 " Eichen NadelDie Zusammenfunft in Licherstraße an der 2. Sch Gießen, 22. Dezember 19 Gr. Bürgermeisterei G Curschmann. Goldgrubeller St fonz. ohne Konfurreng, bei 7 Die unterm 24. Oktober 1906 angeordnete Sperre jährl. Miete, altershalber der Liebigstraße zwischen Ludwig- und Frankfurterstraße[ pacht. Uebernahme Preis wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 24. November 1906 angeordnete Sperre des Riegelpfades zwischen Ludwig- und Querstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 17. November 1906 angeordnete Sperre Weinstube Seibel der Alinitstraße wird hiermit aufgehoben. Giessen Ludwigsplatz empfiehlt feine nur prima Rhein- u. Moselweine, Rothweine und Südweine sowie Liköre, Rum, Arrac, Cognac sowie alle Colonialwaren und Delikatessen in bekannter Güte. Flechten allas. and truckano Schuppenticate, akrepa. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden a. Beingeschwüre aderboine, bico Finger, alte Wundes sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich bofts geheilt werden, mache noch eines Versuch mit der bestens bewährtes RINO SALBE frei von Gift. Säare, Doss Mk. 1.--. 1 War echt in Original packung weiss- grän- rot and mit Firma Eich. Schubert& Co., Wein böhla. Fillachungen weise man zurück. Wachs, Naphtalaa jo 15, Walrat 20, Ronroelett, Veset. Terp., Xamplerpaster Parabolsam je 5, Eigelb so, Carysarobin 0,5. balvan Anthaken Gießen, den 22. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die urterm 24. November 1906 angeordnete Sperre des Weglarerwegs zwischen Klinik und Friedrichstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 24. Oftober 1906 angeordnete Sperre der Bahnhofstraße zwischen Liebigstraße und dem Bahnhof wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. Dezember 1906. Großh. Bolizeiamt Bießen. Herberg. Warenhaus Geschw. Seuling Uebereinfunft. Näberes erb. W. Puzicka, Salle a. Thalamtstraße 3. Gänse schöne, böhmische Maftgame Bfb. 70 Bfa. versende frank Rachnabme. A. Ch. Otto, bei Buch über Ehe die v. Dr. Retau m. 89 Abb 2.50 Mk. nur Mk. 1.-. Preil int. Buch. gratis. R.Oschmann, Konstanz N Wir suchen für jeden zirf einen tüchtigen Vertreter für einen tonfurrenglofa Haushaltungsartikel. Ga 2.0 Mr. Monatsgehalt Spesenzuschuß. Mufter Näheres gegen Einsendung bon 0,75 Mr. Zeitunge Automobil- Reflame wi von uns übernommen. Strohschnitter& Co., G. m. b. H., Bonn a. Rhein 1 Hilfsheizer für Bieber stellt ein Biebertalbi Jüngeres Kindermädche per sofort oder 1. Januar ge Frau Zahnarzt Schw d Ploditraße 7. 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