Nr. 250 den balien Samptegbebitten: Giehen, Selterweg 88. Fernsprechenschink Mr. 262. Mittwoch, den 24. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Conttobellagon: Oberbeffiche Samienzeitung( und die Gießener Settenblaton( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gichener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) Mr Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheen Kabinettskrifen. er Es triselt hier, es triselt dort, es triselt beinahe in der ganzen Welt, und wo es etwa noch nicht friselt, da sieht man Heinen Krisen erwartungsvoll entgegen. Wir machen feine Ausnahme. Nur haben wir unsere Kleine Krise bereits hinter uns: den Wechsel in der Leitung der Kolonialverwaltung. Der Nachhall der Krise wird in den Reichstagsverhandlungen noch tommen. Doch der Sturm wird fich aller Wahrscheinlich teit nach nicht mehr gegen das Kolonialamt richten. Im Gegenteil ist die Vermutung gestattet, daß von der Kolonial. verwaltung aus den maßlosen Uebertreibungen ein Ende bes reitet werden wird, in denen ein Teil der Presse sich ges fallen hat. An den internationalen Kabinettskrisen aber, wenn man so fagen darf, find wir recht sehr beteiligt. Nicht überall gleichmäßig. Die Krisis in der Leitung der Aus wärtigen Angelegenheiten Desterreich- Ungarns geht uns nahe genug an. Bwar wußte man schon seit Monaten, daß Graf Goluchowskis Miniſterherrlichkeit sich dem Ende zuneige. 8war weiß man jetzt schon, daß der kommende Mann, welchen Namen er haben, welche Parteistellung in inneren Fragen einnehmen werde, ganz unbedingt an dem Bündnis mit Deutschland in Treue festhalten wird. Hat es Graf Goluchowski getan, der als Pole und auch sonst keine Vorliebe für Deutschland hat, so wird es für absehbare Zeit jeder spätere Leiter der auswärtigen Politit Desterreich- Ungarns nicht minder tun. Doch es gibt Unterschiede, die merkbar find, wenn sie auch nicht deutlich nach außen hervortreten. Daß Graf Goluchowski bei dem Handelsvertragsstreit mit Serbien feine sehr glückliche Hand gehabt hat, mürde ihm seine Stellung nicht verdorben haben. Desterreichische Minister find nicht zu Erfolgen vers pflichtet. In diesem Falle waren dem leitenden Staatsmann übrigens die eigenen Leute in den Rücken gefallen. Die Ungarn find es gewesen, die die Geschäfte der Serben gegen Desterreich- Ungarns Interesse verfahen. Es geschah nicht aus Liebe zu den Serben, sondern aus Haß gegen Goluchowski. Und dieser ungarische Haß galt dem Grafen Goluchowski einzig deshalb, weil er den Handelsvertrag mit Deutschland seiner Pflicht gemäß im Namen Desterreich- Ungarns abgeschlossen hatte und nicht darein willigen mochte, anläßlich der Handelsvertrags Verhandlungen dic wirtschaftliche Loslösung Ungarns bon Desterreich herbeizuführen. Der ungarische Haß gilt ein ganz flein wenig auch Deutschland, weil Deutschland es abgelehnt hatte, mit der ungarischen parlamentarischen Oppofition gegen die ungarische Regierung zu paftieren.zt ist diese Opposition zur Regierung gekommen und will es Deutschland nachtragen, daß dies forreft verfahren ist. Sogar der ungarische Ministerpräsident Wekerle, der für einen staatsmännischen Kopf von mehr als gewöhnlicher Begabung gilt, hat Gelegenheit ge= nommen, fich in recht kleinlicher Weise unfreundlich gegenüber Deutschland zu äußern und zu verhalten. Zu einer Rakoczy= feier, die in Budapest stattfinden sollte, hatten einige unparteiische Kaufleute Säbel aus Deutschland bestellt. Die liebe Konkurrenz beschwerte sich bei den Ministerpräsidenten. Sie erklärte nicht etwa, daß fie ebenso gute Säbel ebenso billig liefern könne, sondern behauptete, die Verwendung deutscher Säbel würde die ungarische Nationalfeier schänden. Und Herr Weferle teilte diese Auffassung. Lieber sollten die Banderien mit Knütteln und mit Stöden als mit deutschen Säbeln ausrücken! Törichter kann sich der Chauvinismus wohl nicht geberden. Da nun Graf Goluchowski über die üngarn gefallen ist, so ist anzunehmen, daß die Ungarn bei der Bestimmung des Nachfolgers für den Grafen Goluchowski bon maßgebendem Einfluß sein werden. Die Wahl wird somit nicht gerade auf einen begeisterten Freund Deutschlands fallen. Trotzdem darf mit Sicherheit angenommen werden, daß auch der neue Mann die alten Bahnen nicht verlassen wird. Desterreich- Ungarn ist auf das Bündnis mit DeutschTand angewiesen, von dem beide Teile stets Vorteil gehabt haben. " Auch in Italien hat man mehr als einmal versucht, an einer Lockerung des Dreibundes zu arbeiten. Es war vers geblich. Nach jeder Extratour" kehrte Italien reumütig und beschämt zu den vorigen Beziehungen zurüd, denen es die Erhaltung seiner Großmachtsstellung verdankt. Staatssekretär b. Tschirschty verweilt seit einiger Zeit in Rom. Seine Aufgabe dort ist es, Gewissen und Verstand der italienischen Machthaber etwas zu schärfen. In Frankreich hat Herr Clémenceau die oberste Leitung der Geschäfte übernommen. Er hat in früherer Zeit, als er noch journalistisch tätig war, teine überschwängliche Liebe für Deutschland an den Tag gelegt. Dazu war er micht verpflichtet und niemand hat es von ihm verlangt. Aber er war auch in seiner Abneigung nicht unbesonnen. Er Blieb ein kühler Beurteiler der tatsächlichen Verhältnisse, ein Feind waghalfiger Experimente und ein Freund des Friedens. Für unsere Wünsche reicht das vollkommen aus. Alles in allem: es kriselt, doch die Krisen find nicht be= denklich. Der europäische Frieden hat schwerere Proben überfanden, er wird auch aus der jeßigen ungefährdet hervorСебен Die forderungen der Bergleute im Rubrrevier zurückgewiefen. Nunmehr hat der Bergbauliche Verein des Ruhrreviers zu den durch die Siebener- Kommission übermittelten Wünschen der Bergarbeiter Stellung genommen. Das Resultat ist die Abweisung der Arbeiter- Forderungen, wenigstens insoweit, als der Bergbauliche Verein es ablehnt, mit der SiebenerKommission in Verhandlungen einzutreten. Aber auch die etwa von den Arbeiter- Ausschüssen geltend zu machenden Ansprüche haben wenig Aussicht auf Annahme, da der Bergbauliche Verein auf dem Standpunkt steht, weder die Lohnverhältnisse noch die sog. Sperre rechtfertigten ein Vorgehen in der beabsichtigten Form. Die Vollfigung des Bergbaulichen Vereins tagte in Essen. Die Versammlung wurde fich dahin einig, daß als Vertreter der Belegschaften nicht die Verbände, sondern nur die durch Gefeß geschaffenen Arbeiterausschüsse anzusehen seien, und daß andererseits der Bergbauliche Verein nicht zuständig sei, über die Lohnfestsetzungen Erklärungen abzugeben. Es wurde beschlossen, den Bergwerksbefizern zu empfehlen, mit den Arbeiterausschüssen zu den eingereichten Forderungen Stellung zu nehmen, wobei nachgewiesen werden soll, daß seit Jahresfrist die Löhne bereits in rapider, sprunghafter Weise um 10 bis 15 v. 5. gestiegen seien und sich noch in fortgesetter Steigerung besänden. Insbesondere in der letzten Zeit habe die Lohnerhöhung ganz besonders zugenommen, was daraus hervorgehe, daß die Durchschnittslöhne im September dieses Jahres fich um mehr als 7 v. H. höher stellten als die Löhne im Durchschnitte des zweiten Quartals dieses Jahres. Die Kohlenpreissteigerung, die in den letzten Jahren durchschnittlich nur 4 v. H. betragen habe, werde daher von der Steigerung der Löhne bei weitem überholt. Was die Forderung der Aufhebung der sogenannten Sperre betreffe, so könne angesichts eines Belegschaftswechsels von 27 000 Mann im September von einer Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit der Arbeiter wohl nicht die Rede sein. Dieser Wechsel sei so bedeutend, daß er geradezu als eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit der Arbeiter angesehen werden müsse; eine Beschränkung des fortwährenden Wechsels der Arbeitsstätten seitens der Arbeiter sei dringend erforderlich. Die Bergwerksbefizer würden sich auch nicht das Recht nehmen lassen, geeignet erscheinende Bergarbeiter anzunehmen oder abzulehnen. Ge muß abgewartet werden, was diesen Beschlüssen gegenüber die Arbeiterschaft tun wird. Jedenfalls ist die Lage absolut nicht geklärt und die Gefahr eines allgemeinen Ausstandes nicht aufgehoben. Politifche Rundschau.. Deutsches Reich. * Bei der Reichstags- Ersazwahl im 10. sächsischen Wahlfreise wurde der sozialdemokratische Kandidat Photograph Bindau gegen den Nationalliberalen Professor Hasse und den Freifinnigen Lehrer Bed gewählt. Die Ersazwahl war notwendig geworden infolge des Todes des sozialdemokratischen Abgeordneten Grünberg. Bei der jetzigen Wahl vereinigten fich Antisemiten und Nationalliberale auf den rechtsnationalliberalen Hasse, der bis 1903 befanntlich Leipzig im Reichstage vertrat. * Der braunschweigische Landtag nahm in den Beratungen zur Thronfolgefrage die Anträge der staatsrechtlichen Kommission an. Jedoch wurde auf Vytrag des Staats. ministers von Otto der Passus gestrichen, nach dem Abschriften des Berichts der Kommission dem Herzog von Cumberland und der preußischen Regierung übersandt werden sollen. Nach diesem Beschluß wird dem Herzog von Cumberland eine dreimonatige Frist gewährt, um sich endgiltig bez. der bollständigen Verzichtleistung auf Hannover durch sämtliche Agnaten zu entscheiden. In seiner Rede betonte Minister von Otto ausdrücklich und wiederholt, daß das Ministerium auf dem Standpunkt stehe, daß ein unbedingter Verzicht des Hauses Braunschweig auf Hannover notwendig sei, bevor an eine Thronfolge in Braunschweig gedacht werden könnte, und führte an der Hand der Aften aus, daß auch seit 30 und mehr Jahren der Landtag und die Regierung in Braunschweig stets auf diesem Standpunkte gestanden hätten. * Der in Kassel tagende 11. Parteitag der Deutschen Reformpartei wurde gestern geschlossen. Abg. Zimmermann berichtete zunächst über das Parteiprogramm. Hierauf wurde beschlossen, die allgemeinen Leitsätze unverändert bestehen zu lassen. Rufsland. ** Den Behörden find mehrere wichtige Schläge gegen die Revolution gelungen. Es hat den Anschein, als ob die Bewegung langsam abnimmt. Folgende Meldungen liegen vor: Mostau, 22. Oktober. Heute fanden hier viele Haussuchungen und Verhaftungen statt, welche das Betehen eines neuen Bundes der Boft- und Telearabbenbeamten aufdeckten. Nach den erfolgten Verhaftungen fönnen die Angelegenheiten des Verbandes als liquidiert angesehen werden. Mostau, 23. Oktober. In einem hiesigen Gefängniffe hat man gestern den seit Wochen gesuchten Bankräuber Belenzow entdeckt. Belenzow befand sich in Untersuchungshaft wegen eines Einbruchsdiebstahls in einer Dorfkirche und nannte fich Prokofiew. Petersburg, 22. Oftober. In der Gendarmerieverwaltung fand während der Entladung von Bomben eine Explosion statt, bei welcher der die Entladung vollziehende Beamte schwer und ein Gendarmerie- Oberst leicht verwundet wurden. Petersburg, 23. Oftober. In der Taubstummenanstalt in St. Petersburg brach in der vergangenen Woche plöglich ein Aufruhr aus. Die Taubstummen demolierten das Mobiliar, die Fenster und die Türen. Bei der Ver= nehmung sagten fie aus, daß sie ihrerseits feinerlei Beschwerden und Forderungen vorzubringen hätten, es wäre ihnen lediglich darum zu tun gewesen, ihrer Sympathie für die Freiheitsbewegung Ausdruck zu geben. Irkutsk, 23. Oftober. In der vorigen Nacht fand eine Máffenflucht der Arrestanten aus dem hiesigen Gefängnisse statt. 17 Arrestanten gelang es zu entkommen, 9 andere wurden getötet, ebenso ein Gefängnisauffeher, 2 Wärter wurden verwundet. frankreich. ** Auf dem in Paris eröffneten internationalen Kongre gegen den Mädchenhandel find 300 Delegierte anwesend, die 17 Regierungen vertreten. Auf den Bericht des deutschen Delegierten hin nahm der Kongreß mehrere Beschlüsse an, in denen die Nüglichkeit des Einvernehmens zwischen den ver fchiedenen internationalen Komitees zum Zwed der gegenseitigen Mitteilung über die eingeleiteten Strafverfahren und die erfolgten Verurteilungen wegen Mädchenhandels aus gedrückt wird. Auch sollen Beziehungen zwischen Behörden und Komitees hergestellt werden, um die Auskünfte über den Mädchenhandel zu zentralisieren. Norwegen. ** König Haakon nahm in feierlicher Weise zum ersten male die Eröffnung des Storthings vor. Die Thronrede hob hervor, fie könne ein lichtes Bild von Norwegens augenblic lichen Verhältnissen geben. Norwegen finde seit der Durch führung seiner Selbständigkeit überall Sympathie. Steuer erleichterungen seien für die nächste Zukunft in Aussicht. Afrika. ** Eine eigentümliche Meldung zu den Kämpfen in Marokko kommt aus Tanger. Der Maghzen hat sich ent schlossen, teine Regierungstruppen nach dem von den Auf ständischen eingenommenen Arzila zu entsenden, weil dadurch unnötiges Blutvergießen verursacht werden könnte. Alien. ** Das neue persische Parlament hält jede Woche vier Sigungen ab, die vorläufig der Ausarbeitung von Reglements gewidmet find. Das Parlament findet sich nur schwer in den Regierungsangelegenheiten zurecht; die wichtigsten Regierungs vorlagen sollen dem Parlamente noch vor seiner Vervoll ständigung durch die Abgeordneten der Provinz unterbreitet werden. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 23. Oktober. Der italienische Botschafter in Berlin, Graf Lanza, hat sein Abschiedsgesuch eingereicht. Berlin, 23. Oktober. Kaiser Wilhelm ließ dem Bürgermeister von Venedig Grafen Grimani seine Absicht mitteilen, der Stadt Venedig eine Büste Wagners zu schenken. Grimani erklärte mit verbindlichem Dank die Annahme des Geschenkes.. Stuttgart, 23. Oftober. Der Rücktritt des württembergischen Ministerpräsidenten Dr. v. Breitling erfolgt nach Auflösung des gegenwärtigen Landtags Ende dieses Monats. Sein Nachfolger wird der Minister des Auswärtigen Dr. v. Weizsäcker. Köln, 23. Oktober. Die Bezirksversammlung der Arbeitervereine von Köln und Mülheim am Rhein beschloß in Sachen der Fleischnot die Absendung einer Petition an den Reichstanzler sowie an sämtliche Zentrumsabgeordnete. Nab und fern. + Das Resultat der Ballouwettfahrt wird nunmehr offiziell bekannt gegeben. Den Ehrenpreis des Kaisers erhielt Ballon Ernst"( Führer Dr. Bröfelmann), während der Ehrenpreis bes Berliner Vereins für Luftschiffahrt dem Ballon, Sohnte" Führer Dr. Emden), zuerkannt wurde. Es gelangten ferner noch fünf weitere Preise zur Verteilung, die den Ballons Helios"( Führer Dr. Schlein), Helmholt"( Führer Dr. Elias), Coblenz( Führer Leutnant Zimmermann),„ Graudenz" Führer Hauptmann Wehrle) und Bezold"( Führer Hauptmann d. R. von Kehler) zugesprochen wurde. † An der Grenze. Auf Veranlassung des Amtsgerichts Wittenberg wird der russische Grenzjäger Franz Malinowsti aus Schorzellen( Rußland) gesucht. Er hat auf preußischem Gebiet den russischen Grenzjäger Olczak erschlagen. Der etwa 1,62 Meter große Mann, der ein hageres Geficht und einen 33. FREE ie st ANA er 111 en 8. ng m. Speift batte, bis e bas ganze Tierlein mit Ausnahme der Knochen ver bas ewig an bem Spieße figen ließ, und hörte nicht auf, ein Stild nach dem andern von bem belitaten Fertelchen ab, Stud grobes, buntelgraues Saferbrot aus ber Tasche, schnitt rusvig, bas Fleisch barunter gar und zart. Er holte ein na etnies weiten Probe war bie Haut Tot Probahen ab, tostete tinb brehte bas er etwas beiseite mar has Feuer. Wasserfall rings herum leiten abredeten Besuchen sicher zu sein. Die Deffnung der Grotte festklemmen konnte, um vor unders fann ich nicht, weil ich selbst " Denn," sagte er ,,, den satt ist, Unglück auf der Jagd wenn er nach Hause bie Großmutter und das Rotkäppchen hinte reinander her ge Morgens neben mir liegt und schnarcht wie damals, wo er Augen nicht besser als ein Rehbock), oder ob er nicht eines auch in das Loch hinein muß. Ob aber der Wolf jedesmal haben und dann fommt bin ich in ( er fann auch einmal feinen sein, überall, wo er Klosterküche abliefern zu können. und bei guter Gesundheit noch für den Mittagstisch in der dann desto schneller zu marschieren, um die Edelfische lebendig Wässerlein traf, sein Netz auf eine Weile hineinzulegen und Gebirge zu organisieren. Unterwegs ließ er es sich angelegen zwischen den Nonnen im Tal und bem Einsiedler im wilben feiner Person zu sorgen und einen regelmäßigen Postdienst auf eine Quelle oder ein fließendes ( Fortsetzung folgt.) Tonnte sie mit ben fajunen Stadtgarten doch test the Nonturrenz treten! Und nun gar tommen! Nein bas war nichts 1 dem Verkaufspreis erfundigt und gedacht: es ist jammerschade des Weges fam, hin- und hergedreht, fich bet den Alten nach auch hinterher, wo es galt, ein fein wenig Seide zu spinnen 1 Leutchen plöglich alle längst überlegt; Re waren boch gewiß Aber Mutter Grin hatte sich immer wieder, wenn fie im Winter! Reine Stage würde hinaus. Das hatten fich die Teinen, blonden Schnurrbart hat, teilte, bevor er flüchtig wurde, seinem Freunde mit, daß er über Berlin nach Amerita reisen wolle. † Auf den Spuren eines Mörders. Die Vermutung, daß der Arbeiter Schilling der Urheber der in den lezten Tagen bei Schandau verübten Mordtaten wäre, hat ihre Bestätigung gefunden. Die Polizei legte eine Photographie des Genannten der im Krankenhause hefindlichen überfallenen Botenfrau Richter aus Herrnsfretschen vor, welche sofort in dem Bilde ihren Angreifer wieder erkannte. Der Mörder ist jedoch trotz eifrigster Verfolgung noch nicht gefaßt worden. Er dürfte über die böhmische Grenze entkommen sein. † Der offene Gashahn. Zwei Brüder sind in Eimsbüttel bei Hamburg einer Gasvergiftung zum Opfer gefallen. Sie sollten die Wohnung ihrer Mutter renovieren und blieben dort über Nacht; ihr Bett stand in der Küche neben dem Gaskocher. Am Morgen fand die Mutter den einen Sohn tot, den andern schwer betäubt vor, jedoch ist Hoffnung vorhanden, daß er am Leben bleibt. Das Unglück ist dadurch entstanden, daß der Hahn des Gastochers offen stand. † Von einem Briefkasten erschlagen. Das neunjährige Töchterchen des Lokomotivführers Wilhelm in Hunstorf, das nach dem Bahnhofe gegangen war, um seine Mutter abzuholen, hängte sich an den vor dem Stationsgebäude angebrachten Briefkasten. Dabei löste sich der schwere Kasten von der Wand und stürzte auf das zu Boden fallende Kind, welches einen Schädelbruch erlitt und kurz darauf starb. † Raubmord auf der Straße. In Petersdorf bei Friesoythe wurde bei Tagesgrauen der Landwirt Strathmann vor der Thobenschen Wirtschaft ermordet und beraubt aufgefunden. Der Täter hat sein Opfer nach der Tat schwer verstümmelt. Die Person des Raubmörders ist unbefannt. !! † Eigenartiger Unfall. Bei einer Kneiperet, die von Rekruten des Linienschiffes Elsaß" in Brodersdorf bei Kiel unternommen wurde, stieg die Fröhlichkeit so weit, daß die Leute zu tanzen anfingen. Hierbei wurde der Tisch ums gestoßen, auf dem das Bierfaß lag. Dieses fiel dem Rekruten Sch. auf das Geficht und der Messingbahn drang ihm ins Auge, außerdem erlitt er am Kopfe nicht unbedeutende Verlegungen. Der Unglückliche, der furchtbare Schmerzen ausstand, wurde von seinen Kameraden nach Fort Röbstorf getragen und erhielt dort einen Notverband. Hierauf schaffte man ihn nach dem Stationslazarett in Kiel, wo sofort auf ( operativem Wege das Auge ausgenommen werden mußte. † Bergrutsch im Enlengebirge. Auf der Zahnradstrecke der Eulengebirgsbahn hat zwischen Silberberg Stadt und Silberberg Festung ein erheblicher Bergrutsch stattgefunden und wird noch ein weiteres Nachrutschen befürchtet. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten; Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. + Selbstmord eines Bankiers. Der Londoner Bankier B. Mc. Fadyen, Chef der Firma Mc. Fadyen& Co., die die Bahlungen eingestellt hat, beging im Eisenbahntunnel Selbstmord. Die Firma unterhielt hauptsächlich mit Indien Handelsbeziehungen. Man glaubt, daß der ganze indische Handel durch ihren Zusammenbruch ernstlich in Mitleidenschaft ge= zogen wird. Die mit ihr in Geschäftsverbindung stehende Banffirma Arbuthnot& Co. in Madras hat bereits die Bahlungen eingestellt. Bunte Tages- Chronik. Berlin, 23. Oktober. Auf dem Polizeirevier 98 in der Rykestraße wurde heute der Arbeiter Adolf Schütte unter dem Verdacht eingeliefert, am 28. März d. J. das Ehepaar Reichert in Schöneberg ermordet zu haben. Auf die Ergreifung des Doppelmörders waren 1000 Mark ausgesetzt. Magdeburg, 23. Oktober. Hier hat ein Banklehrling mit einer gefälschten Quittung bei einer Bank 15 000 Mart erhoben und wurde damit flüchtig. Leipzig, 22. Oktober. Professor Dr. Friedrich Hesse, Direktor des zahnärztlichen Instituts der Universität, ist im Rosental erschossen aufgefunden worden. Er war seit längerer Zeit wegen Krankheit beurlaubt. den Hund an beiden Ohren und ritt auf dem tobenden Vieh etwa 30 Schritt zum Tore hinaus. Hinter dem Gehöft fam der Hund auf Sturzacker auf den Rücken zu liegen. Der tapfere Mann hielt mit eiserner Kraft das eine Ohr des Tieres fest und schüttete ihm Lehm in den aufgesperrten Rachen, den das wütende Tier gierig schluckte, bis es fast erstickt war. Sokolowski warf das noch lebende Tier dann auf den Bauch, Hemmte es zwischen die Beine und schleppte es auf den Hof zurüd, wo es mit einer Forte gänzlich getötet wurde. Der Tierarzt stellte an dem Tiere höchste Tollwut fest. Stuttgart, 23. Oktober. Zwischen dem Hoftheater- Inten danten Baron von Putliz und dem Chefredakteur Dr. Karl Anton Piper fand ein Pistolenduell statt, das unblutig verlief. = Versunkene Millionen. Jm Oktober 1799 ging in der Nähe von Zeeland das Schiff ,, Die Lutine" mit sehr tostbarer Ladung, die hauptsächlich aus Gold im Wert von zwanzig Millionen holländischen Gulden bestand, im Sturme ainter. Seither ist nicht viel mehr als eine einzige Million gehoben worden, obgleich vier Versuche zur Hebung des Schiffes im Laufe der Jahrzehnte angestellt wurden. Der erste Versuch wurde im Jahre 1800 gemacht. Während der nächsten fünfzig Jahre versank das Wrack so tief im Sande, daß es damals nicht mehr erreicht werden konnte. Das zweite Mal ging man 1857/61 an das Schiff heran, und es wurde wie 1800 auch etwa eine halbe Million zu Tage gefördert. Der dritte Versuch wurde 1886/91 unternommen, der letzte 1894/95, wobei aber so gut wie nichts aus dem Meere Heraufgeholt werden konnte. Jezt regen holländische Blätter aufs neue die Frage an, ob ein abermaliger Versuch zur Hebung des Schiffes nicht lohnend wäre. Rothenbach, 23. Oktober. In der Nähe von Schwarzwaldau wurde eine Frau, die Verwandte nach dem Bahnhof Rothenbach begleitet hatte, auf dem Rückwege der Schädel eingeschlagen und der Hals durchschnitten. Von den Tätern fehlt jede Spur. Jülich, 22. Oktober. In Uderath zündeten mehrere Kinder auf dem Felde Feuer an, wobei ein Kind den Flammentod fand. Die herbeieilende Mutter erlitt schwere Brandwunden. Vörde, 23. Oktober. Der Wirteverein gründete aus Rücksicht auf die Bierpreiserhöhung eine Genossenschaftsbrauerei und kaufte die Altenlohesche Brauerei für 250 000 Mart. Odessa, 22. Oktober. Graf Karl Szibor Marchoßzki er= schoß auf seinem Gute seine Frau, seine 22 Jahre alte Tochter Eugenie und die 16 Jahre alte Augusta. Die Ursache dieser schrecklichen Vorgänge wird auf häusliche Konflikte zurüdgeführt. Der Graf ist Vater von elf Kindern. Außerordentliche Stadtverordneten- Versammlung. Gießen, 23. Oktober. Die elektrische Straßenbeleuchtung besonders die des Seltersweges stand als einziger Punkt auf der Tagesordnung. Oberbürgermeister Mecum eröffnete 1/26 Uhr( eine Sigung der Gas- und Wasser werk- Kommission war vorausgegangen) die Sitzung und erwähnte, daß von einem Herrn( Stadtverordneter Kirch D. R.) bei Punkt: bessere Gas- Beleuchtung des Seltersweges, angeregt wurde: die Einführung der elektrischen Beleuchtung mit in Erwägung zu ziehen. Wenn in der Stadt das Gerücht im Umlauf set, ich, so bemerkte der Oberbürgermeister noch hinzu, wäre gegen die elektrische Straßenbeleuchtung, so ist das ein großer Irrtum. Sofort nach der letzten Sizung hat der D.-B. gemäß des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung mit der Gas- und Wasserwerk- Deputation einen Voranschlag für elektrische Beleuchtung des Seltersweges insbesondere und einen Voranschlag für die elektrische Beleuchtung der Hauptstraßen und Pläge ausarbeiten lassen; nämlich der Straßenzüge: Turin, 22. Oktober. Auf der Linie Turin- Modane bei Collegno stieß ein aus Frankreich kommender Schnellzug mit einem Güterzug zusammen. Vom Eisenbahnpersonal sollen zwei getötet und zahlreiche Reisende verwundet sein. Der Materialschaden ist bedeutend. = Vermischtes. Einbrecherpech. Ein Geldschrankfnader" hatte die von seinem Standpunkt aus löbliche Absicht, den Tresor eines Mäntelgeschäfts in der Jägerstraße in Berlin einer„ unvermuteten" Revision zu unterziehen. Der Geldschrank war verschlossen und der Herr Revisor" wollte den Besitzer des Geschäfts rücksichtsvoller Weise nicht erst wecken und wandte deshalb einige Sprengmittelchen" an. Ein Erfolg wurde auch erzielt, jedoch nicht der beabsichtigte, dem„ Revisor" wurde die Schädeldecke zertrümmert. Als der Besitzer morgens sein Kontor betrat, fand er eine Leiche vor. = 1. Bahnhofstraße, Marktstraße, Marktplag, Kirchenund Lindenplatz und Wallthorstraße; 2. Seltersweg, Kreuzplatz und Mäusburg; 3. Neustadt, Schulstraße, Neuenbäue, Gartenstraße und Ludwigsplatz und 4. Landgraf Philipp- Plaz und Brandplatz. ibe, muffe bie hillige fein. Berr Bräutiga laffen frei lägt. Bon einer Refolutio vielmehr bei ber fie, den Vortrag gen und ihn dann gefallen ist, die nur dadurch wurde, weil für bessere Gasbeleuchtung im Seltersweg von der Stadtverwaltung 1500 Mt. beantragt waren. Er sei der lezte, der eine Straße bevorzuge. Der Antrag auf bessere Beleuchtung des Seltersweg lag vor und noch dazu die Forderung einer solch hohen Summe, so daß er es für richtig hielt wenn schon jegt dort die elektrische Beleuchtung in Darauf wurde die Einführung Anwendung fomme. der elektrischen Beleuchtung für oben genanute Straßen einstimmig beschlossen und ein erstmaliger Kredit von 6000 Mt. bewilligt, unter der Voraussetzung, daß die Hauseigentümer die Anbringung der Rosetten fostenlos geftatten. 2 wurde in bie tung des Selters ab, eingetreten. reiben eingelaufen, d meift darauf hin, be der elettrifchen St enpflafter zu lege Reupflafferung des begonnen werden Bürgermeifter um Angelegenheit zu bei den Straßenfre e auf der Südanla Stadtv. Gabriel wünscht noch, daß bei Anbringung der Bogenlampen im Seltersweg eine solche auch an der Ecke der Plockstraße vorgesehen werden möchte, zumal die Plockstraße doch eine belebte Geschäftsstraße set. Der O.-B. sagte dem zu. Der schlechte Zustand der Hammstraße am Güterbahnhof wurde hierauf vom Stadtv. Schmall gerügt und darin vom Betgeordneten Georgi unterstützt. Der O.-B. wird untersuchen ob Besserung schnell möglich ist. Zum Schluß interpellierte Stadtv. Kirch den Oberbürgermeister wegen den Fortgang der Vorarbeiten für die elektrische Straßenbahn, deren Jnangriffnahme die Stadtverordneten- Versammlung bereits im März gut geheißen habe. In der am Vorabend stattgefundenen und sehr zahlreich besuchten Bürgervereinsversammlung ist ein Schreiben verlesen worden, womit öffentlich darum angefragt wurde. Er wie wohl auch die anderen anwesenden Stadtver ordneten sei dadurch in eine recht bedrängte Lage gefommen, weil er selbst über den Fortgang der Vorarbeiten nicht informiert ist. O.-B. Mecum erflärte, daß die Pläne soweit fertig sind und im nächsten Monat der Gesellschaft vorgelegt werden können. Bürgerverein Giessen. ( Schluß.) Für Gießen ist keines dieser Eysteme zu empfehlen, fuhr Rechtsanwalt Leun in seinem Referate über die K an al gebühren fort, denn wir müssen daran festhalten, daß bei uns der Anschlußz wang besteht. Die Aufwendungen für die Kanalisation sind ziemlich bedeutende, die durch die Ranalgebühren voll aufgebracht werden müssen. Wer soll diese nun tragen? In erster Linie tommt die Kanalisation den Hausbesißern zugute, indem ihre Anliegen im Werte steigen, dann aber auch den Mietern, überhaupt jedem Bewohner Die Hausbesizer haben schon besondere Auslagen durch die Hausanschlüsse gehabt und es kann deshalb nur gerechtfertigt erscheinen, wenn sie dafür eine tleine Mietsteigerung vielleicht bis zu 4% ihrer Untoften eintreten lassen. Es muß der Hausbesizer nicht notwendigerweise allein die Roften tragen, sondern auch der Mieter. Es muß aber andererseits vermieden werden, daß der Mieter durch Abwälzung die gesamten Steuern zu tragen befommt. Es muß 3. B. berücksichtigt werden, daß der Hausbesitzer jetzt schon die Abfuhrkosten zu bezahlen hat, die ja später in Fortfall fommen. Man fönnte auch daran denken, die Industrie wässer einzuführen und eine Art Vorbelastung zu schaffen. Bar Kostenaufbringung sind von zwei hiesigen Herren Vors schläge gemacht worden. Diese ganze Anlage, würde 22 000 Mt. fosten, für den Seltersweg allein 3500 Mt. Aufgestellt würden im Ganzen 65 Bogenlampen, davon im Seltersweg 10. Die Betriebskosten belaufen sich auf rund 13 000 mt. Für Verbesserung der Gasbeleuchtung in all den gesamten Straßen und Plätzen find als einmaliges Anlagekapital rund 7900 Mt. erforderlich. Also ein all zugroßer Unterschied der großen Verbesserung mit elektrischer Beleuchtung ist nicht zu fonstatieren. Nun fommt aber noch hinzu, daß das Gaswerk schon jetzt bald am Ende seiner Höchst leistung angelangt ist. Würde die Straßenbeleuchtung durch Gas vermehrt, dann wäre der Zeitpunkt weit schneller gekommen, entweder ein neues Gaswerf zu erbauen oder sich zu umfangreicheren Vergrößerungen zu entschließen, wozu mindestens 60 000 f. nötig sind. Die Gas- und Wasserk- Deputation ist nunmehr zur Ueberzeugung gefommen, daß elektrische Beleuchtung einzuführen ratsamer ist, damit das Gaswerk entlastet wird, und be antragt vorerst die elektrische Beleuchtung für den Seltersweg und dieselbe für oben genannte Straßenzüge je nach dem Fortgang der Verbesserungen der Fußsteige. Diese Nachrichten hatten zur Wirkung, daß/ tel der anwesenden Stadträte, die vor Beginn der Sizung sich privatim gegen die elektrische Beleuchtung aussprachen, daß auch nicht einer gegen die Vorlage sprach. Noch: mals ausführlich begründete Beigeordneter Georgi die elektrische Straßenbeleuchtung. Vom Gaswerks. direktor Bergen und auch auswärtigen Fachleuten ist es bestätigt worden, daß die Höchstleistung des Gaswerkes bald erreicht ist. Wenn also jetzt und für die nächsten Jahre eine bedeutende Vergrößerung oder gar Neubau des Gaswerfes( ca. 2000000 Mt.) vermieden werden kann, so spart die Stadt schon allein an den Zinsen und Amortisation. Die Stadtverordneten Löber, Schaffstaedt, Petri, Emmelius, Schmall und Heichelheim treten besonders für Annahme der Vorlage ein, betonen aber alle, daß die elektrische Beleuchtung für die vorgenannten Straßen einzuführen sei. Stadtv. Petri frug nebenbei an, ob nicht in den letzten Jahren mit dem Gasglühlicht wesentliche Fortschritte in der Beleuchtungsstärke erreicht worden sind. Der anwesende Direktor Bergen sagte dazu, daß es eben auch sein Wunsch ist, den eventuellen Neubau so lange hinauszuschieben, bis die Versuche beständig zu guten Resultaten führen. Stadtv. Emmelius führt an, daß man in der Bürgerschaft nicht den Gedanken noch mehr bestärken solle, Gießen habe zu schlechte Straßenbeleuchtung. Dem wolle er entgegenhalten, daß die vor einigen Jahren gemachten Vergleiche mit anderen gleich großen Städten sehr zu Gunsten Gießens aussielen. Stadtv. Kirch nimmt vor Abstimmung noch das Wort, um festzustellen, daß seine Anregung in der letzten Versammlung auf guten Boden Kampf mit einem tollwütigen Hunde. Der Grundbesitzer Sokolowski in Nowacken( Ostpreußen) wollte dieser Tage einen großen Hund verjagen, der auf seinem Hofe sich umhertrieb. Plötzlich stürzte der Hund auf ihn los, um ihn zu beißen; S. aber schlug das Tier mit der Faust auf den Schädel, sodaß es zurüdtaumelte. Nun aber raffte sich der Hund auf, stellte sich auf die Hinterbeine und biß den Mann nach dem Geficht. Voller Geistesaeaenwart backte Sofolomafi 1 1. Vorschlag: Die Kanalumlagen werden auf 5 Millionen angenommen( die Summe ist aber reine Annahme und als X für die Unbekannte einges Bt. D. R.) Die Unter haltung, Verwaltung, Abnutzung, Abtragung sind mit 10% in Rechnung zu setzten, mithin sind 500 000 Mt. jährlich aufzubringen aus den Wohnungen, die im Kanalnez liegen. Als Grundlage hat der Brandkassenwert und dann das Steuerfapital zu dienen. Ec nimmt für Gießen 2000 Ge bäude mit einem durchschnittlichen Werte von 30000 Mt., also gleich 60 000 000 t. an. - - ben. Stadtrat Rird: die elektrische Beleu Anlaß interefferen mn die Erler nicht m eg recht bunfel, und& Babeninhaber ihn be rwaltung einen Arebi ier neuer Laternen. deutung, indem wir gung leiten ließen, ba nicht fobald wied 2. Vorschlag: Die Kanalbautosten belaufen sich auf 4 Mill. Mt.( natürlich ebenfalls nur reine Annahme). Die Summe ist mit 4% zu verzinsen 180 000 Mt., Amorti fation 1% 45 000 Mt. Hierzu treten die obengenannten anderen Ausgaben, sodaß die Summe von 450 000 R erscheint. Den Gebäudewert Gießens veranschlagt er bet 1800 Gebäuden auf 40 000 000 Mt., die 180 000 Mt. decken. Der Rest muß durch Umlagen aufgebracht werden. egt triche Beleuchtung wo der Beleuchtung& man borerft einen men die Roften nicht bag man zunächst di Ratten follte. Softwirt Jastow rugten Seltersweg fondern auch den a ieben werden, auf bi Stadtrat Rird: ein anderen Städte tung des Selters am Stadtteile. Betr bunden, daß alles weite s liegt. Wir fönn das geschieht. Zum Schlusse faßte der Referent seine Vorschläge zur Kostenverteilung noch einmal zusammen. Es wäre unbillig, sagte er, die gesamten Kosten den Hausbesitzern aufzubürden es wäre unbillig, sie samt und sonders auf die Mieter ab zuwälzen und es wäre unbillig, alles durch allgemeine Um lagen aufzubringen. Empfehlenswert sei, dem Hausbesizer einen großen Teil, es braucht nicht der größte zu sein, vorweg aufzuerlegen und den Rest durch Umlage zu decken. ( Lebhafter Beifall.) Nach einer furzen Pause wurde in die Diskussion einge treten. Als erster Redner ergriff Braurev for Grünig das Wort. Er ist nicht dafür, den Steuerzettel noch weiter in die Höhe zu treiben und die Bewohner rechts der Lahn fönnten doch überhaupt nicht zu den Beiträgen herangezogen werden. Er macht den Vorschlag, die Hälfte den Hausbe. sigern aufzuerlegen und die andere Hälfte durch Umlagen auf zubringen. Die Erhebun nach der Frontlänge verwirft er ebenfalls, dagegen ist er für eine Vorbelastung der Industrie Das einfachte sei, den Brandkassenwert as Maßstab zu den Kanalbeiträgen zu nehmen, daun brauche man in tomplizierte Rechnerei sich nicht einzulassen. Rechtsanwalt Leun fann ihm nicht zustimmen. Er hält die Berechnungen nach dem Wietwert nicht für gar zu kompliziert. Zudem dürfe man eine Aufgabe aus Gründen ihrer Kompliziertheit nicht umgehen, wenn durch sie eta gerechtes Verhältnis geschaffen werden könnte. Bei einer Anlage wie die Kanalisation, die so tief in das soziale Leben Da niemand mehr f fter Weise verlaufene 8. Müller, ge Die amtliche D Beitigung des foziald inert in Offenbach: der Betätigung der Offenbach zum unbef igen, find mehrfa ben. Unrichtig ist zunä Beitigung der zu Beig Rafterbach gewählten Sarti Bahn und Silber aglegabeiten ist bis j bcden. Es ist ferner u geordneten Eignert Chebirgermeisters Brin Endlich ist es u Brojekte der Scha habe, für das die u gewinnen ftrebe. atigung für die desberrn und der R Außern, glaubt diefe borbehalten zu fo die durch einen allig, derzufolge der fit des Minifter Wie das Mainz Drdinat in Mainz tenden Reberkunft d Bandes das übliche Der Freifinn im Café Ebel 1. Borfibende Ju Eingang gedachte er ler verdienten abers bie Gießene bei früheren barstorbenen Vorft eber Borfiende. jammlung von ihr riftführer Stadtveror richt über den let erhandlungen ja Buffe Ter liberalen Barterer Rationalfozialen) handlungen, die im rben, zu sprechen. mstädter Freifinnige Stadtverordneter Handiges Mitglied Mine fight hlt. Die Gründu g nommen. igene Randidat reifen Alzey Bing unjeren 23ahltr Don der Stadtverwaltung wurde, weil für beijere inschneide, müsse die Steuer aber unter allen Umständen Ausgleich mit Alsfeld und festen Zusicherungen einen Schulvorsteher Großh. Dekonomierat Weißel in Lich zu ane billige fein. Er fet der legte, der eine auf bessere Beleuchtung och dazu die Forderung B er es für richtig hielt leftrische Beleuchtung in wurde die Einführung oben genanute Straßen erftmaliger Kredit bon Borauslegung, daß die Herr Bräutigam wünscht, daß man die drei unteren Steuerklassen frei läßt. Bon einer Resolution wurde abgesehen, die Versammlung ließ es vielmehr bei der Aussprache bewenden, dagegen be hloß fie, den Vortrag des Rechtsanwalts Leun in Druck in legen und ihn dann an die Interessenten zu verteilen. Sodann wurde in die Beratung zweier weiterer Punkte, die Beleuchtung des Selterswegs und die elektrische Bahn beAn den Vorstand ist nämlich ein treffend, eingetreten. Kompromiß wieder herbeizuführen. Staotverordneter Leib gab nachdem die Einnahmen und Ausgaben seit 1904 bekannt; es wurde ihm nach stattgefundener Prüfung der Rechnungen Entlastung erteilt. Nunmehr berichtete Landtagsabgeordneter Rechtsanwalt Reh- Alsfeld über den am 22. Sept. in Oberstein stattgefundenen Südwestdeutschen Parteitag der Freifinnigen Volkspartei. Die Südwestdeutsche Volkspartei umfaßt die Gebiete Hessen- Nassau, Großherzogtum Hessen, Pfalz, Baden, Birkenfeld und den Saarbrückener Bezirk. Der nächste Parteitag Die Beteiligung war eine starte. richten. * Schlitz, 23. Oktober. Der Wildbestand in den Gräfl. Görtzschen Waldgemarkungen scheint in diesem Jahre ein ganz vorzüglicher zu sein. Bei den am ver= gangenen Dienstag und Freitag abgehaltenen ersten Jagden wurden laut der Hersfelder 3tg." im Revier Queck 45 Hasen, 9 Rehe und Freitag im Distrikt Haidstreiche 29 Hasen, 16 Rehe geschossen. Ein Hase kostete 2,70 Mt., Nehe pro Pfund 50 Pfg. im Stüd. Schlitz, 23. Oftober. Morgen Donnerstag findet in gen. von Göz mit Katharine Riedesel Freiin zu Eisenbach statt. * g der Rosetten fostenlos schreiben eingelaufen, daß eine Aussprache darüber wünscht. findet in Ober Ingelheim statt. Bemerkenswert ist Darmstadt die Vermählung des Grafen Wilhelm von Schlitz ht noch, daß bet Anife der elektrischen Straßenbahn gleichzeitig mit dem neuen Seltersweg eine solche Straßenpflaster zu legen. Da nun aber, wie verlautet, mit sich- 8 weist darauf hin, daß seinerzeit angeregt wurde, die Gecaße vorgesehen werden m zu. der Neupflasterung des Selterswegs schon im nächsten Früh aus den Verhandlungen, daß der Wiesbadener Beschluß in Oberstein verstoßen wurde. Die Nationalliberalen müßten sollte eine Einigung zustande kommen mehr nach links mausern; im hessischen Landtag seien sie fortgesetzt im die den Abgeordneten Röhler- Langsdorf zum 2. Präsidenten der 2. hessichen Kammer gemacht hat. Zu seinem eigenen ch eine belebte Geschäfts hr begonnen werden soll, so möchte das Schreiben den Schlepptau der Wirtschaftlichen Vereinigung, derselben Partei, Hammstraße am Güter diefer Angelegenheit zu tun gedenkt. Weiter wird gewünscht, Ober- Bürgermeister um eine Ausfuft ersuchen, was er in Stadtb. Schmall gerügt daß bei den Straßenfreuzungen und auf den großen Plägen, Wahlkreis Alsfeld- Lauterbach fommend, bemerkte * Lauterbach, 23 Ott. 8wei Brände an einem Tage brachen gestern hier aus. Bei Tagesanbruch brannte es in den Räucheranlagen der Wurstfabrik von H. Duchardt, wobei die in den Räucheranlagen befindlichen Fleisch- und Wurstwaren im Werte von 10 000 Mt. vernichtet wurden. Kaum hatte die Einwohnerschaft von diesem Schrecken sich bronnte die Eichmühle, die total vernichtet wurde. Man gelang Gendarmerie, Beorgi unterstügt. Det sowie auf der Südanlage elektrische Bogenlampen angebracht der Referent, wäre für die nächste Reichstagswahl dort ein erholt, als zum zweiten Male die Feuerglocke ertönte. Diesmal erung schnell möglich ist werden. Stadtb. Kirch den Ober ang der Borarbeiten für bie bie tattate Beleuchtung angeregt haben. Es dürfte Sie Busammengehen des Freifinnes und des Nationalliberalismus ausgeschlossen 1. Wahlgang. Der neue Parteiſetretär, RuII mann vom Zandesausschuß in Darmstadt Brandstifterin in ber Berſon, ber 18 Jahre often it, bie Rockl zu ermitteln und zu verhaften. ber Anlaß interessieren, der uns dazu geführt hat. Abends, wenn die Erfer nicht mehr erleuchtet sind, ist der Selters. aßenbahn, dtberordneten- Berſamm veg recht bunkel, und da man ja nicht verlangen kann, daß weißen habe. In der abe Labenishaber ihn beleuchten, so beantragte die städtische sehr zahlreich besuchten Ber waitung einen Kredit von 1500 Mt. zur Aufstellung ein Schreiben verleien weier neuer Laternen. Da tamen wir dann zur elektrischen darum angefragt wurde, Beleuchtung, indem wir uns hauptsächlich von der Eranwesenden Stadtver vägung leiten ließen, das schöne neue Pflaster, nachdem es recht bedrängte Lage ge gligt, nicht sobald wieder aufreißen zu müssen, denn die den Fortgang der Bor deftrische Beleuchtung wird mit der Zeit doch tommen. BeD.-B. Mecum erflärte tres der Beleuchtung der Südanlage durch Bogenlampen und im nächsten Monat muß man vorerst einen abwartenden Standpunkt einnehmen, en fönnen. Giessen. --) ba man die Kosten nicht fennt. Meine persönliche Meinung ift, daß man zunächst die Hauptstraße mit elektrischem Licht ausstatten sollte. Gastwirt Jastowsti ist der Ansicht, daß man dem bevorzugten Seltersweg nicht allein diesen Vorzug zuwenden solle, sondern auch den anderen Geschäftsstraßen. Es müsse Eyfteme zu empfehlen, vermieden werden, auf die toten Bunfte hinzuweisen. Referate über die Kanal Stadtrat Kir: Wir müssen erst Erfahrungen sammeln, ſsen daran festhalten, daß wie es in anderen Städten auch geschteht. Die elektrische ht. Die Aufwendungen für Beleuchtung des Selterswegs bedeutet teine Schädigung der bedeutende, die durch die anderen Stadtteile. Betreffs der elektrischen Bahn fann ich erden müssen. Wer soll bemerken, daß alles weitere in der Hand des Oberbürger e tommt die Kanalisation meisters liegt. Wir fönnen nur fortwährend interpellieren ihre Anliegen im Werte und das geschieht. Da niemand mehr sich zum Wort meldete, wurde die Ondere Auslagen durch die in bester Weise verlaufene Versammlung von dem Vorsitzenden, n deshalb nur gerechtfertigt Lehrer V. Müller, gegen 3/412 Uhr geschlossen. ne tleine Mietfteigerung ntoften eintreten laffen. motwendigerweise allein bie , überhaupt jedem Bewohner " Lokales. stellte sich noch vor und entwickelte furz das Programm seiner Tätigkeit. Den Schluß der Versammlung bildete die Vorstandswahl; per Akklamation wurden die bisherigen Herren wiedergewählt. Der Parteitag des Freisinnigen Landes vereins" findet nicht, wie früher irrtümlich gemeldet, am 17. und 18., sondern bereits am 3. und 4. November in Darmstadt statt. * ** " ** Im November soll im Neuen Saalbau" zu Gießen eine Gartenbau- Ausstellung abgehalten werden. ** Die Gesundheitspflege nach naturgemäßer Anschauung, lautet das Thema, über welches am Samstag, den 27. Oftbr. abends 81/2 Uhr im Festsaal des Café Leib gesprochen wird. Heutzutage, too si die Aufmerksamkeit der weitesten Bevölterungsschichten in Balast und Hütte mehr und mehr auf die Gesundheitspflege und die naturgemäße Heilweise, der sich auch fein einsichtiger Arzt mehr verschließt, richtet, bietet dieser zeitgemäße Vortrag für jedermann großes Interesse, denn Krankheiten verhüten, ist leichter als Krankheiten heilen. Je weiter aber die Anschauungen über die Ursachen der Krankheiten auseinandergehen, desto schwieriger ist es für den Laien, sich über die Verhütung und Heilung derselben ein vollständiges und flares Bild zu machen. Wir verweisen daher auch an Reiche Erfahrungen, dieser Stelle auf obigen Vortrag. ftehen dem bekannten Redner zur Seite und man darf auf feine Ausführungen, besonders in der jezigen Jahreszeit, wo so viele trant werden, wohl gespannt sein. sp. Das Herausforderungsrennen( 100 km) in Steglig warde von Dickentmann auf Brennabor gewonnen. * Darmstadt, 23. Oft. Gestern Vormittag hat der Schußmannschule dahier seinen Anfang genommen, den 20 Schugleute besuchen. zweite Unterrichtsfurfus für das Jahr 1906 an der * Aus Rheinhessen. In Flonheim wurden in diesem Jahre 10 700 Hamster eingefangen und abgeliefert, wofür die Gemeinde 700 Mr. zahlte. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. - Gießen, 23 Oktober. Der Ziegler Karl Meub von Ober Mockstadt war geständig, seinem Bruder im Verlaufe eines Strettes im angetrunkenen Zustande mit einem Messer mehrere Stiche versezt zu haben, sodaß der Getroffene längere Zeit in Lebensgefahr schwebte. Der wegen Gewalttätigteiten mehrfach vorbestrafte Angeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt und das zur Tat be Die Steuerbehörde hatte gegen nußte Messer eingezogen. den Architekten Jakob Stein in Gießen wegen Steuerhinterziehung einen Strafbescheid in Höhe von 300 Mt. ergehen lassen, gegen den er gerichtliche Entscheidung antrug. Das Schöffengericht Gießen segte die Strafe auf 180 Mt. herab, doch die Staatsanwaltschaft focht das Urteil an. behauptete, das Schöffengericht habe in Ueberschreitung seiner Buständigkeit die Sache zur Aburteilung gebracht; auch stellte sie den Antrag, den Angeklagten nicht, wie das Schöffengericht getan, wegen fahrlässiger, sondern wegen wissentlicher falscher Deklaration zu verurteilen. Der als Nebenkläger auftretende Vertreter der Steuerbehörde beantragte, auf das zwanzigfache der hinterzogenen Steuer von 560 Mt. zu erkennen, während von der Verteidigung beSie * Grünberg, 23. Oft. Unfall. Der am staatlichen Wasserwerk beschäftigte Arbeiter H. Röhm von hier wurde beim Rohrlegen bei Lauter von einem schwerem Rohr gestritten wurde, daß der Steuerbehörde absichtlich falsche Antroffen und trug schwere äußere und innere Verlegungen davon. Mieter. Es muß aber* Die amtliche Darmstädter Beitung" schreibt zur der Mieter durch Ab. Bestätigung des sozialdemokratischen Beigeordneten tragen bekommt. Es muß ißnert in Offenbach: In den Preßerörterungen, die sich Der Hausbefizer jetzt schon mit der Bestätigung der Wahl des Stadtverordneten Eißnert die ja später in Fortfall Offenbach zum unbesoldeten Beigeordneten dieser Stadt an denken, die Induſtrie beschäftigen, sind mehrfach falsche Behauptungen aufgestellt Borbelastung zu schaffen. worden. Unrichtig ist zunächst die Angabe, daß das Ministerium zwei hiesigen Herren Bor die Bestätigung der zu Beigeordneten der Gemeinden Mühlheim und Kelsterbach gewählten Mitglieder der sozialdemokratischen agen werden auf 5 Milionen Partei, Zahn und Kilbert, versagt habe: keine dieser beiden aber reine Annahme und ungelegenheiten ist bis jetzt beim Ministerium anhängig geßt. D. 8.) Die Unter Video Es ist ferner unrichtig, daß die Bestätigung des Abtragung find mit 10%. Beigeordneten Eißnert mit der Frage der Wiederwahl des find 500 000 Mt. jähtih berbürgermeisters Brink in irgend welchem Zusammenhang Steuern, dieses Opfer gebracht habe. jählt. en, die im Kanalne legen Dlaffenwert und dann das mmt für Gießen 2000 en Werte von 30000 teht. Endlich ist es unrichtig, daß die Bestätigung mit tinem Projekte der Schaffung einer Kunstakademie etwas zu tun habe, für das die Regierung die Mehrheit im Landloge zu gewinnen ftrebe. Ueber die Gründe, die bei der Bestätigung für die übereinstimmende Stellungnahme des foſten belaufen fig auf 4 uger, und der Regierung ausschlaggebend waren, fish äußern, glaubt diese einer etwaigen Erörterung im Land = 180 000 Mt., Amortige vorbehalten zu sollen.( Durch diese Erklärung wird ur reine Unnahme). De uch die durch einen Teil der Presse gegangene Meldung infällig, derzufolge der Großherzog die Bestätigung gegen die Ansicht des Ministeriums vollzogen haben sollte. D. Red.) * Wie das„ Mainzer Journal" meldet, hat das bischöflhe Ordinat in Mainz angeordnet, daß wegen der zu erbartenden Niederkunft der Großherzogin in allen Teilen des Landes das übliche Kirchengebet stattfinden soll. zerzu treten die obengenannte Summe von 450 000 Bießens veranschlagt er 00 R., die 180 000 mlagen aufgebracht werden ferent feine Borsläge ammen. Es wäre unbil Hausbefizern aufzubürden fonders auf die Mieter ab alles durch allgemeine Un swert sei, dem Hausbefiz nicht der größte zu fet Reft durch Umlage zu deda ** Der Freisinnige Verein Gießen hielt gestern bend im Café Ebel eine Hauptversammlung ab. Der 1. Vorsitzende Justizrat e leitete die Beratungen. Eingang gedachte er des verstorbenen Eugen Richters, sehr verdienten Führers der Freisianigen Volkspartei. Besonders die Gießener Freisinnigen haben ihm zu danken, er bei früheren Wahlagitationen hier mitwirkte. Auch verstorbenen Vorstandsmitgliedes Georg Möhl ge= dachte der Vorsitzende. Zu Ehren beider erhob sich die Bersammlung von ihren Sißen. Darauf erstattete der Schriftführer Stadtverordneter Eichenauer furz nochmals Bericht über den lezten Parteitag in Wiesbaden, dessen Berhandlungen ja aussehen erregten, streifte die Vereinigung ller liberalen Parteien( Volkspartei, Freis. Vereinigung nb Nationalsozialen) und kam dann auf die zahlreichen Berhandlungen, die im Landesausschnß zu Darmstadt geführt bur den, zu sprechen. Dort habe man das Vorgehen der Darmstädter Freifinnigen im Falle Korell gebilligt. Mit lieb Stadtverordneter Haubach sei in den Landesausschuß fländiges Mitglied und als Ersaßmann er( Eichenauer) gewählt. Die Gründung einer Verbands- Korrespondenz ist Mussicht g nommen. Bei den nächsten Reichstagswahlen bollen eigene Kandidaten wieder aufgestellt werden in den Ballfreisen Alzey Bingen- Ingelheim, Darmstadt und Erbach. für unseren Wahlkreis Gießen hofft man bet etnem urde in die Diskussion eing griff Braured for Grüng ben Steuerzettel noch weiter Bewohner rechts der Lah den Beiträgen herangezoge g, die Hälfte den Hausb e Hälfte durch Umlagen auf der Frontlänge verwirft a Vorbelastung der Induftri fenwert as Maßstab zu be brauche man in tomplizit ihm nicht zustimmen. Wietwert nicht für gar j eine Aufgabe aus Grinder ben, wenn durd fie ein wetben lönnte. Bei einer e so tief in das soziale Leben * Weikartshain. Am letzten Sonntag wurde das mit einem Kostenaufwande von 25 000 Mt. erbaute Schul. Direktor Geh.- Rat Dr. Breidert, Schulrat Kleinschmidt aus eingeweiht. Von Gießen waren Provinzial. und Baurat Diehm erschienen. In ihren Reden wiesen die Herren auf die Opferwilligkeit der fleinen Gemeinde hin, die bei ihren starten Kommunallasten, 140 Proz. der direkten * Aus der Wetterau, 23. Oftober. In den Orten der Wetterau, die sich an das staatliche Wasserwerk Lauter angeschlossen, werden gegenwärtig die Rohrlegungsarbeiten begonnen; es sind dies unter anderem die Orte Söbel, Melbach, Schwalheim, Berstadt und Dorheim, die insgesamt rund 5000 Einwohner zählen. Es werden vier Hochbehälter angelegt; das Gesamtrohrnez umfaßt 14 715 Meter. Auch an dem Hauptrohrstrang Lauter- HungenBerstadt- Bad Nauheim wird seit drei Wochen an verschiedenen Stellen gearbeitet. Die gelegten Rohre haben eine lichte -tte von 45-52 8entimeter. Im Frühjahr wird der Hauptrohrftrang vollendet sein und alsdann der Anschluß obiger Octe, sowie Friedbergs und Bad Nauheims erfolgen. Mit einer Anzahl weiterer Orte sind noch Unterhandlungen im Gange. schießen der Schüßengesellschaft Buzbach, das mit ? Butzbach, 22. Oft. Bei dem gestrigen Schlußetnem großen Preis- Gänseschießen endigte, erschoß Gastwirt Robert Ziegler den 1. Preis mit 40 Ringen. * Buzbach, 23. Oft. Unsere Staot hat den Beschluß gefaßt, die noch vorhandenen alten Stadtbefestigungen, besonders die Stadtmauer, zu erhalten. Man will auch Erhaltungsarbeiten an der alten Festungsmauer vornehmen und hofft dabei auf einen Zuschuß des Staates. gaben gemacht worden sind. Das Gericht hob das Urteil des Schöffengerichts auf und erkannte als erste Instanz auf das Zehnfache der vorenthaltenen Steuer, mithin auf eine Geldstrafe von 5600 Mark unter Belastung des Verurteilten mit sämtlichen Kosten. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 25. Oftober. Vielfach nebelig, meist trocken, Temperatur nicht verändert, windstill. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, Zieget und Steinbrucharbeiter, 2 Schlosser, 2 Schmiede, 2 Spengler, 1 Wagner, 1 Küfer, 3 Schreiner, 2 Schneider, 1 Buzfrau für abends, 1 Waschfrau, Strecken- und Erdarbeiter. 2 Installateure, 1 Packerin, 1 Hausbursche, 1 Hausmädchen, Dienstmädchen, Lauffrauen und Laufmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Buchdrucker, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Schlosser, 2 Heizer- oder Maschinisten, 1 Schreiner, 1 Büglerin, 1 Kleidermacherin, Wasch- und Puzzfrauen, 2 Maler, 1 Packer, 1 Lagerarbeiter, 1 Hausbursche, 1 Laufbursche. Verantwortlich für die wolitik und den Inseratenie l Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bethe in Gießen. Sucht man Mittel und Wege. schwächliche Personen oder Rekonvaleszenten au träftigen, so nehme man anstatt gewöhnlichem Lebertran Scotts Emulsion, da ersterer häufig die Verdauung stört. Scotts Emulsion dagegen verursacht feinerlei Beschwerden, hat außerdem nicht den unangenehmen Geschmad und Geruch des roben Tranes und wirkt schneller und sicherer, als wie gewöhnlicher Lebertran. * Friedberg. Am legten Sonntag wurde hier ein geschichtliches Fest gefeiert. Es war die Kirchweih der ehemaligen Burggrafschaft Friedberg. Seit der lezten Kirchweih waren 50 Jahre verflossen. Der kürzeste Weg, kräftig zu werden. Zwei Kerbe- Bäume wurden zur Feier des Tages gesetzt, einer für das eigentliche Fest, der andere für die älteste noch lebende erbjungfer- heute Frau Jost die bei der Kirchweih im Jahre 1856 mitWitwe gewirkt hat. Eine Militärkapelle, Starussell und Buden dienten wie früher zur Belustigung für Jung und Ali. * Lich. Die hiesige landwirtschaftliche Winterschule, beginnt am Dienstag, dem 6. November ihren nächsten Winterkursus. Aufgenommen werden junge Leute im Alter von 14 bis 20 Jahren, welche das Unterrichtsziel der Volksschule erreicht haben. 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Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Goethestraße zwischen Ludwig- und Stephanftraße bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 22. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 13. bis 20. Oftober 1906 wurden in hiefiger Stadt gefunden: 1 Rolle Draht, 1 Sette und 1 Paar Glacehandschuhe; verloren: 1 braunledernes Portemonnaie, 1 Portemonnaie mit über 60 Mt. Inhalt, 1 Portemonnate mit ca. 3 Mart, 2 Schlüsseln und 1 Schräubchen Inhalt, 1 gelbes Portemonnaie mit ca. 1,20 Mt. und 1 Taschenkalender mit Wilh. Wirsig Seltersweg Seltersweg 8= Spezialhaus-8= für Handschuhe, Krawatten, Herrenwäsche Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für 95 nur 1th Mark liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. 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Römerbrunnen "" Mineralquellen bei Echzell, Oberheffen, von altersher rühmlichst bekannte Mineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und ju ausgedehntem Versandt benußt, ist infolge hoben, natürlichen Kohlen: fäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. Eine glückliche Konzentration von Salzen. unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer borzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Gicht und Harunbeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Gartenstraße 2,( Zimmer Nr. 2) Es find zu vermieten: Bedarfsartikel für Herren and 10 Pfd.: Mk. 2.101 Wohnung von 7 Zimmern Reelle Bedienung. Adolf Lenhard Nachf. Brief 20 Pfg. 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