AL Rr. 198 baltion Haupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Rechanick Nr. 362. Freitag, den 24. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratiebellagen: Oberbeffische Familienzeitung( th und die Steßener Setfenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Sießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von seinen Eine deutsche Rechnung an Rußland. Die Revolution in Rußland hat vielen deutschen Reichsangehörigen Schädigungen und Nachteile gebracht, namentlich in den westlichen Gouvernements. In Lodz allein wohnten etwa zwanzigtausend Reichsdeutsche, und in Lodz ist jüngst die öffentliche Ordnung recht hastig hergestellt" worden. Bei einem Deutschen, Karl Kühn mit Namen, haben die russischen Soldaten eine Durchsuchung der Wohnung vorgenommen. Das Ergebnis war, daß in der Wohnung fein Wertstüd zurück- und von dem Uebrigen nichts heil blieb. Der Verweser des deutschen Generalkonsulats in Warschau, Baron Lerchenfeld, kam nach Lodz, und der Zufall wollte es, daß er in der Wohnung des Karl Kühn mit dem Obersten des Tomster Regiments zusammentraf, der die Untersuchung des Vorfalls leiten soll. Herr v. Lerchenfeld war aus eigenem Antrieb nach Lodz gekommen, um sich der bedrängten und geschädigten Landsleute anzunehmen. Die Telegramme, die ihn rufen sollten, waren auf dem Telegraphenamt einfach zurückgewiesen worden eine ziemlich bequeme Methode, einen unbestechlichen und nicht zu desavonierenden Zeugen von einer Untersuchung fernzuhalten. Selbstverständlich hat Baron Lerchenfeld es für seine Pflicht gehalten, alle ge= schädigten Reichsdeutschen in Lodz zu vernehmen und genaue Protokolle über die Vorkommnisse abzufassen. Die Schadenrechnung wird zusammen auf diplomatischem Wege in Petersburg vorgelegt werden. Ihre Begleichung dürfte allerdings etwas auf fich warten lassen. In Rußland liebt man die Ueberstürzung auf feinem Gebiet, namentlich nicht im Bezahlen. Wahrscheinlich wird man die Gesamtrechnung in Einzelposten auflösen und die Geschädigten durch Ermüdung zur Ermäßigung ihrer Forderungen zu bestimmen suchen. Wir bekennen, daß wir nicht wissen, wie sich Rußland zu der Frage der Enschädigungspflicht bei Störungen der öffentlichen Ordnung seinen eigenen Angehörigen gegenüber stellt. Vermutlich ablehnend. Es wäre merkwürdig und unlogisch, wenn es anders wäre. war fehlt es in Rußland weder an merkwürdigen noch an unlogischen Erscheinungen. Aber wenn die Logik von einer Zahlungspflicht befreit, so spricht auch in Rußland höchste Wahrscheinlichkeit dafür, daß die Logik zur Geltung fommt. Fremden Staatsangehörigen freilich darf die russische Regierung nicht so ohne weiteres die falte Schulter" zeigen. Der Anstand verbietet das, will sagen: der öffentliche Anstand. Wenn andere Regierungen nobel sind, muß man es doch nicht minder sein. Es geht nicht an, den Fremden an der Revolution Schuld zu geben, oder sie der Teilnahme daran zu bezichtigen. Auch sind die Zerstörungen, für die eine Enschädigung beansprucht wird, durchaus nicht immer von der Revolution verursacht, wie der Lodzer Fall zeigt. Verwundungen und Tötungen völlig Unbeteiligter sind nicht selten vom Militär ausgegangen, das auf eine Volks= fundgebung mit blinder Schießerei zu antworten pflegte. Eine Bombe plagt, und das Militär schießt- nicht etwa auf die Bombenwerfer, sondern auf harmlose Passanten und in die Häuser friedlicher Leute. Wen's trifft, das fümmert die Schießenden nicht. Wenn der Getroffene ein Russe ist, so wird er begraben, und die Angelegenheit ist endgiltig erledigt. Ist aber der Getroffene ein Ausländer, so bekommt die Geschichte noch eine Fortsetzung. Die Regierung des Verwundeten oder Getöteten nimmt sich seiner oder seiner Hinterbliebenen an und präsentiert der russischen Regierung eine Rechnung. In Lodz hat eine Soldatenkugel dem englischen Untertan Roche ein Bein zerschmettert. Roche ist an den Folgen der Verlegung gestorben. Kostenpunft: 75 000 Rubel. Die Zahi dieser Rechnungen ist nicht klein. Wir Deutsche haben das Recht, in gleichem Fall Gleiches zu verlangen. Mit Sicherheit fann erwartet werden, daß in der russischen Presse die Behauptung laut wird: die deutsche Entschädigungsforderung sei nur der Vorwand für eine beabsichtigte Intervention, für einen Einmarsch. Daran ist kein Wort wahr. aber das schadet nichts, in manchen Kreisen macht es für die russische Regierung Stimming. Die russische Regierung selbst ist völlig davon durchdrungen, daß man auf deutscher Seite nicht daran denkt, ihr den Gefallen einer Intervention, eines Einmarschs zu erweisen, ihr einen Teil ihrer Sorgen abzunehmen. Dazu sind wir nicht befreundet genug, solchen Liebesdienst hat die russische Regierung nicht um uns verdient zu solchem Liebesdienst sind wir auch zu praktisch geworden. Aber die Rechnung wird präsentiert. Kaufleute für Südweftafrika. Ein großes süddeutsches Blatt, dem man gute Beziehungen zur Reichskanzlei nachsagt, hat Informationen aus Berlin über die jüngsten Konferenzen zwischen dem Kaiser und dem Reichskanzler in Wilhelmshöhe erhalten. Es sollen manche Entschließungen auch persönlicher Natur zu der Kolonialfrag gefaßt worden sein. Die Beschlüsse und Resultate der Besprechung sollen nach Rückkehr des Kanzlers aus Norderney nach Berlin praftische Gestalt annehmen. Das heißt also, daß für die nächste Zeit größere Veränderungen bei den für die Kolonien tätigen Beamten und Offizieren zu erwarten find. Im einzelnen gibt das Blatt folgende Aufschlüsse: In Wilhelmshöhe sei die Erkenntnis durchgedrungen, i daß sonst ganz tüchtige Geheimräte und Offiziere doch den Aufgaben nicht gewachsen waren, wie sie beim Ausbruch des Aufstandes in Südwestafrika plöglich an sie gestelli wurden. Der Ankauf bedeutender Materialien, die schnellen Abschlüsse von Lieferungskontrakten sezen Kenntnisse und Erfahrungen voraus, über die rein juristisch geschulte Beamte und Offiziere nur in seltenen Fällen verfügen. Durch diesen Mangel seien Ausgaben entstanden, die man ale Verschwendung bezeichnen muß. Der Gedanke liegt nahe, entweder durch organisatorische Aenderungen in der Verwaltung oder durch Berufung faufmännisch geschulter Persönlichkeiten Besserung herbeizuführen. Ob mit diesen Veröffentlichungen die neuerdings wieder umlaufenden Gerüchte von der Erschütterung der Stellung des Erbprinzen zu Hohenlohe in Verbindung zu setzen sind, muß dahingestellt bleiben. Eine solche Beziehung ist in der Wirklichkeit aber kaum anzunehmen, da die Weißlichkeiten in der Kolonialverwaltung aus einer Zeit datieren, die lange vor der Uebernahme der Geschäfte durch den Prinzen liegen. Immerhin erscheint die Aufnahme faufmännisch geschulter Kräfte in den Kolonialdienst unter möglichster Schonung der bisherigen verdienten Beamten nicht unsympathisch. Straffes Abwägen von Einnahmen und Ausgaben, wie man es vom Kaufmann erwartet, kann für die Zukunft unserer Kolonien nur nüzlich jem. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. Der in den letzten Jahren so oft erwogene Gedanke einer Reise Kaiser Wilhelms nach Amerika gewinnt jetzt befondere Aktualität durch eine Meldung aus St. Louis folgenden Inhalts: Eine Vereinigung hervorragender Bürger beschloß, Kaiser Wilhelm einzuladen, Amerika zu besuchen. Diese Einladung wird in Deutschland sicher mit dem gebührenden Interesse aufgenommen werden. Trotzdem erscheint die Verwirklichung des Planes recht fraglich. * Eigenartige Auffassungen über den Fall Podbielski und die Verschiebung der kaiserlichen Entscheidung treten in Darlegungen zutage, die ein höherer Offizier nach einem größeren Frankfurter Blatt jüngst gemacht haben soll. Der Offizier vertrat danach die Ansicht, so wie der Fall liege, konnte der Kaiser sich garnicht anders verhalten. Herr von Podbielski sei zunächst General z. D., Offizier mit allen Vorrechten eines aktiven Generals. Als solcher unterstehe er in erster Linie dem militärischen Ehrengericht. Es sei ganz natürlich, daß bei der militärischen Auffassung des Kaisers diese Qualität von Podbielski's zunächst maßgebend sei. Minister sei Herr von Podbielski gewissermaßen im Nebenamte. Ohne ehrengerichtliche Untersuchung fönne die Angelegenheit nicht erledigt werden, erst nachher könne die Entscheidung über den Ministerposten fallen. Es ist anzunehmen, daß hier nur eine rein private und vom Standvunfte der Staatsraison nicht zu haltende Ansicht ausgesprochen ist, die in maßgebenden Kreisen wohl schwerlich ge= teilt wird. - * Der Ausschuß der ständigen Kommission für die Ausarbeitung der Reform des Personen- und Gepäck- Tarifs hat seine Arbeiten beendigt. In dem fertig gestellten Entwurf sind alle Bestimmungen des jetzt geltenden Tarifs, welche sich auf die Rückfahrkarten, festen Rundreisekarten, die Gewährung von Freigepäck, von Fahrpreisermäßigungen bei Gesellschaftsfahrten beziehen, beseitigt und an ihre Stelle neue Vorschriften gestellt worden. Für die zusammenstellbaren Fahrscheinheste soll die Gültigkeitsdauer verlängert werden; sie beträgt jetzt bei Reisen von 600 bis 2000 km 45 Tage, bei Reisen bis 3000 km 60 Tage und darüber hinaus 90 Tage. Die Geltungsdauer der Fahrscheinhefte soll bei Reisen bis zu 3000 km auf 60 Tage, bis zu 5000 km auf 90 Tage und für weitere Entfernungen auf 120 Tage erhöht werden. Ob der Entwurf in dieser Form zur Annahme gelangt, muß allerdings abgewartet werden. Amerika. ** Der Bürgerkrieg auf Cuba ist noch nicht zu Ende, obwohl der Präsident erklärt, daß kein Grund zur Befürchtung vorliegt. Die Aufständischen haben sich der Stadt San Luis bemächtigt, wobei eine Anzahl Personen getötet und verwundet wurde. San Luis wurde durch 100 Mann Landgendarmerie verteidigt, von denen 50 den Aufständischen ergaben. Mit der Einnahme der Stadt haben die Aufständischen einen wichtigen Stützpunkt für die Durchführung fünftiger Operationen gewonnen. Ferner haben die Rebellen Catalina eingenommen und der Aufstand breitet sich immer weiter aus, zumal das reguläre Militär vielfach zu Sen Auffiändischen, die schon über 2000 Mann start sind, abergeht. Meldungen aus San Luis besagen, daß eine Abteilung Landgendarmerie eine Bande von 300 Aufständischen zerstreute, wobei viele Rebellen getötet oder verwundet wurden. San Luis ist jedoch noch immer in den Händen der Aufständischen. Gegen den Gouverneur der Provinz Havanna, General Munez, ist ein Mordversuch verübt worden. Kleine politifche Nachrichten. - Berlin, 23. August. Der Kreuzer Falfe" ist als das nächste erreichbare deutsche Kriegsschiff nach Valparaiso beordert worden, zum Schutz des Lebens und Eigentums der dortigen deutschen Reichsangehörigen. Paris, 23. August. Der Generalgouverneur von Indochina verlangt Aufnahme einer Anleihe von 100 Mill. Fr., um das Land mit Kirchen, Schulen, Kasernen und Bewässerungsfanälen zu versehen. Dagegen sei es nicht nötig, Bei dem gegenwärtig bestehenden Einvernehmen mit England Indochina in Verteidigungszustand zu versetzen. Konstantinopel, 23. August. Es verlautet hier, daß bei den Schußmächten Kretas neuerdings die Absicht in den Bordergrund trete, die Insel mit Griechenland zu vereinigen. Die Pforte sieht dieser Entwicklung mit Unruhe entgegen. Newyork, 22. August. Versicherte Bewohner von San Franzisko flagen in Deutschland und Desterreich gegen die Gesellschaften, welche die Schäden nicht voll bezahlen wollen. Tokio, 22. August. Japan hat den auswärtigen Regierungen heute mitgeteilt, daß Dalny vom 1. September ab Freihafen sein werde. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser trifft, von der Mainzer Truppenschau tommend, am 25. August Nachmittag 5 Uhr in Cronberg ein, übernachtet im Schlosse Friedrichshof und reist am Sonntag Abend 93/4 Uhr nach Berlin ab. Der Kaiser und die Kaiserin treffen mit der Prinzessin Viktoria Luise am 13. September direkt vom Manövergelände kommend, im Automobil zum Besuche des Herzogpaares Ernst Günther zu Schleswig- Holstein auf Schloß Primfenau ein. Der Kaiser gedenkt dort bis zum 15. September Aufenthalt zu nehmen und sich an diesem Tage nach Schloß Klitschdorf im Kreise Bunzlau zu begeben zum Besuche des Fürsten zu SolmsBaruth. Die Kaiserin wird mit der Prinzessin- Tochter vier Tage in Prinfenau verweilen. *** Von Reiseplänen des Papstes ist in letter Beit oft gesprochen worden, doch werden diese immer nach furzer Zeit wieder dementiert. So verlautet jetzt wieder, daß Papst Pius X. demnächst, spätestens aber im kommenden Jahre den Vatikan zeitweilig verlassen wolle. Ueber die Wahl des Ortes, den Papst Pius für seinen Erholungsaufenthalt in Aussicht genommen hat, weiß man nichts Bestimmtes. Soziales Leben. × Die Zigaretten- Produktivgenossenschaft, die der Tabaks arbeiterverband in Dresden nach dem vorjährigen großen Streif gründete, ist in Konkurs geraten. × 100 000 Mark für ein Frauenheim. Kommerzienrat Wacker in Nürnberg hat seiner Vaterstadt Heidelberg aus Anlaß der bevorstehenden Jubiläumsfestlichkeiten im Groß herzoglichen Hause von Baden 100 000 Mark zur Beschaffung eines Heimes für den Frauenverein geschenkt. X Die Milchversorgung der Städte. Der Deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege versendet soeben die Tagesordnung für seine diesjährige, 31. Versammlung, die Mitte September in Augsburg abgehalten werden soll. In diesem Jahre sind es zwei Punkte, die in Folge ihrer Bedeutung für das allgemeine Volfswohl allenthalben Beachtung finden werden. Es sind die Milchversorgung der Städte, mit besonderer Berücksichtigung der Säuglingsernährung und die Bekämpfung des Staubes im Haus und auf der Straße. Zu der ersten Frage hat der Beigeordnete Brugger- Köln eine Reihe von Leitsägen aufgestellt, die unter anderm eine Ergänzung der ortsgesetzlichen Vorschriften für den Milchhandel sowie die Errichtung städtischer Milchzentralen anregen. Zu dem zweiten Punkt wird hauptsächlich eine Reform der Straßenreinigung und Besprengung gefordert. X 3um Streit in Bilbao. Die Lage im spanischen Grubengebiet hat sich verschärft. Die Zeitungen haben ihr Erscheinen eingestellt. Gestern fam es zwischen Ausständigen und Truppen zu einem Zusammenstoß, bei dem viele Personen verwundet wurden. Der Marineminister ist in Bilbao eingetroffen, der Belagerungszustand ist erklärt. Ausständige, die von Bilbao tamen, machten den Versuch, bei Castro Urdiales den Eisenbahnverkehr zu verhindern. Die Bürgerwehr, die dieses zu verhindern suchte, wurde mit Steinwürfen empfangen. Sie gab hierauf Feuer und zwei Personen wurden getötet und drei verletzt. Gepanzerte ruffifche Poliziften. In den Rigaer Zeitungen erschien dieser Tage ein Aufruf des Generalgouverneurs, worin die Bewohner zur Stiftung von Geldspenden zur Anschaffung von Panzern für die Poli zisten, denen gegenwärtig große Gefahr droht, aufgefordert werden. Da es der Krone jezt an Mitteln fehlt, die nötige Anzahl Panzer anzuschaffen, so sei es Pflicht der Gesellschaft, nach dem Prinzip" Einer für alle und alle für einen" und im Interesse des allgemeinen Schutzes, der Obrigkeit entgegenzukommen und nicht zuzulassen, daß der Terror die Tätigkeit ber Polizei lähme. Es scheint eine eigenartige Verwirrung bei den russischen Behörden zu herrschen, daß man durch solche Mittel der Revolution und ihren Schrecken zu steuern hofft. Bisher Brief bom Kurfürsten berzeihen Ste, ihn jetzt nicht bei mir. der Pfalz zu fiberreichen. Ich habe Und diese Dame, Hoheit ,," 199" merden." Wieder ftrahlte ein munderhares werden wohl hoffentlich bald miteinander recht gut bekannt mein Herr, meine Tochter Cornelia." Sie Lächeln dem feit zurück und gra Eine leichte Berührung seiner Achsel rief ihn in die Wirklich feine unmittelbare Umgebung vergeffend, einige Zeit stehen und legte unwillkürlich die Hand an die Stirn; so blieb er Beim Nennen dieses Namens zuckte Feodor zusammer auffghhegegneten feine lugen der fönlicher aber er sah entschieden älter aus. Seinen Mangel an durchfurcht. Der Herzog hatte gesagt, er ſei 22 Jahre alt, Schönheit hatte der junge Mann offenbar unmöglich mehr als 25 oder 26 Jahre zählen, auffallend und niedrig und für einen so jungen Menschen, er fonnte perburch geblieben. baum" gesungen. einzig schönen, schlichten Töne, und atemlos lauschten wir plöglich der Gedanke: warum ist dieser Mensch wohl ledig Ganz deutlich hörten Drinnen im Musifzimmer wurde jegt Schuberts ,, Lindenwir jeden dieser scheint sich die Revolution wenig an die Panzer zu fehren und auch die Polizisten wollen darauf nicht warten, sondern nehmen massenhaft ihre Entlassung. Wie der Terror arbeitet, zeigen die folgenden Meldungen aus den verschiedenen Teilen des aufgewühlten Zarenreichs: Petersburg, 23. August. Bei zwei Personen, die in der Peterhofer Burg erschossen aufgefunden wurden, fand man das Todesurteil der Kampfesorganisation gegen General Trepom. Das Gerücht, daß Trepom tot sei, hat sich nicht bestätigt. Odessa, 23. August. Ein Anarchist warf in das Gebäude einer Galanteriefirma eine Bombe, die jedoch niemand verlegte. Riga, 22. Auguft. Der Chefredakteur der Baltischen Post erhielt wegen eines abiäßigen Artikels über den Tramwaystreik von den Revolutionären das Tedesurteil zugestellt. Moskau, 23. Auguft. Der frühere Abgeordnete der Arbeitergruppe Samelijen ist seit zwei Wochen verschollen. Man vermutet, daß er ermordet worden sei. Mostau, 23. August. Im hiesigen Zentralgefängnis meuterten die Gefangenen, meil eine Anzahi politischer Werbrecher besondere Vergünstigungen erhalten hatte. Ein Truppenaufgebot feuerte unter die Gefangenen und tötete eine große Anzahl Die Maßnahmen der Regierung leßen Gewalt gegen Gewalt. So ordnet ein Erlaß des Bouvreneurs von Polen, General Stalonn, an, daß Augengeagen von Attentaten auf Personen oder Eigentum anderer, bie ihre Hilfeleistung versagen, einer dreimonatigen Gefängnishaft unterliegen, falls nicht Lebensgefahr oder andere triftige Gründe ein Eingreifen verhinderten. Der gleichen Strafe unterliegen Personen, die es unterlassen, alles was ihnen über Verbrechen bekannt wird, zu melden. Wesentlich sympathischer berührt die Nachricht, daß der Ministerrat eine Lolksschulreform plant und der nächsten Duma einen bezüglichen Gesetzentwurf vorlegen will. Gleichzeitig erachtet der Ministerrat es als unumgänglich notwendig, daß die Bezüge der Lehrer von Elementarschulen erhöht werden, und daß auch die Zahl dieser Schulen vermehrt wird. Zu diesem Zwecke hat er für das nächste Jahr einen Kredit von 5 333 000 Rubein bereits gestellt. So erfreulich das ist, es ist die einzige wirkliche Reform, über die bisher etwas verlautet und das Herz der Regierenden scheint gegen die anderen berechtigten Wünsche des Volkes genau so gepanzert zu sein, wie es die Polizisten werden sollen. Nab und fern. † Begnadigt. Der Kaiser hat den Arbeiter August Kretschmer aus Münsterberg in Schlesien, der am 27. Mai d. Js. vom Schwurgericht in Meiße megen Mordes an der Arbeiterehefrau Anna Niegsch aus Gläsen zum Tode verurteilt worden war, zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. R. beteuerte fortgesetzt seine Unschuld, wurde jedoch auf Grund erdrückender Indizienbeweise verurteilt. = = Der Basedow'sche Silberschatz wird bezahlt. Dem Hotel Goldener Schild" in Karlsbad ging eine Zuschrift des Berliner Rechtsanwalts Luke zu, welche lautete: Im Auftrage des Fürsten Wrede und zum Ausgleich Ihrer Rechnung für abhanden gekommenes Geschirr bitte ich um Quittung." Gleichzeitig erhielt die Hotelleitung 87 Kronen 70 Heller. Schön hineingefallen ist ein italienisches Blatt, das fich den Riesenbären aufbinden ließ, daß die CharakterisierungsNoten der deutschen Offiziere rügende Bezeichnungen enthielten, und daß derartige Rügen durch den Buchstaben S ausge= drückt werden. Das erste S bedeutet: er säuft d. h.( so erTäutert das italienische Blatt) er trinkt viel. Sobald dieser Punkt aufgeklärt ist, kann man auch leicht die Bedeutung der anderen vier S feststellen. SS bedeutet: säuft start, SSS: fäuft sehr stark, SSSS: fäuft sehr stark Schnaps. Das letztere ist schon eine ziemlich scharfe Rüge. Nichtsdestoweniger ver liert der Kaiser, das Oberhaupt des Heeres, bei diesen vier S noch nicht die Geduld; sobald aber ein fünftes S dazu kommt, was soviel sagen will als: säuft sehr stark schlechten Schnaps, wird derjenige, der diese Note erhält, ohne Gnade aus dem Heere gestoßen. So furchtbar ist wohl noch nie ein Blatt hineingelegt worden. † Kein Cholerafall in Berlin. Der Tod der kleinen Elisabeth Weimann in Berlin, ist, wie die Obduktion ergeben hat, nicht infolge Cholera erfolgt. Es ist also kein Grund zur Beunruhigung vorhanden. Hamburg, 23. August. Der verhaftete Lotterieschwindler Fischer war nur vorgeschoben. Der eigentliche Urheber war Der Lotteriefollefteur Laages in Lübeck, der nach Kopenhagen entflohen ist. Für 19 000 Mark Postsendungen an diesen wurden beschlagnahmt. Volprichausen, 23. August. Auf der Grube des Bergbauaftienvereins Justus ist ein Bergmann von niederstürzenden Salzflumpen getötet worden, ein anderer stürzte in glühende Salzlösung und wurde schmer verbrüht. † Ein bestialischer Vater. In Korneuburg suchte ein Biegelschläger sich seines 21/2 jährigen Sohnes zu entledigen, indem er ihn mehreremal in ein mit Wasser gefülltes Gefäß tauchte und ihn zuletzt ganz unter Wasser drückte, wobei er ihn würgte. Erst nach Einschreiten der Nachbarn ließ er von dem Kinde ab, das an den Folgen der furchtbaren Mißhandlungen nach zwei Tagen starb. Der Schluß des Katholikentages. Tk. Effen, 23. August. Mit dem heutigen Tage hat der 53. deutsche Katholiken= tag sein Ende erreicht. Die Tausende von Arbeitern und Angehörigen anderer Stände kehren wieder in ihre Heimstätten zurück, und bald wird in unserer Kanonenstadt wieder dem alltäglichen Bild das festliche Treiben der letzten Tage Plaz gemacht haben. † Eine aufsehenerregende Verhaftung. In Cuxhaven wurde der Astrophysiker Wilhelm Graf verhaftet, der mit wertvollen Apparaten Lichtbildervorträge in verschiedenen Städten Deutschlands hielt. Graf wird wegen Betrügereien und Zechprellereien steckbrieflich verfolgt, wußte sich aber den Nachforschungen der Polizei zu entziehen, indem er sich Gräf nannte. Die Apparate soll er angeblich seinem früheren Prinzipal entwendet haben. Das Antworttelegramm des Heiligen Vaters ist mun auch eingelaufen und zur Verlesung gebracht worden. Es lautet: † Auf der Landpartie ertrunken. Bei einem Ausflug, den eine Volksschule nach dem Mäldchen von Vincennes unternommen hatte, sind zwei Schüler sowie ein Lehrer, der ihnen Hilfe bringen wollte, ertrunken. ,, Dankbaren Herzens und in freudiger Erwartung auf reiche Erfolge, sowohl für die Einheit im katholischen Glauben, als auch zur Förderung und Mehrung der Liebestätigkeit, hat der Heilige Vater die Huldigung und den Ausdruck der Gesinnung des Katholikentages entgegengenommen. Um sein warmes Jutereffe für die Versammlung zu bezeugen, erteilt er vel väterlicher Liebe den apostolischen Segen." Die heutige geschlossene Versammlung wurde durch den Vizepräsidenten Frhrn. von Twickel eröffnet. Es wurde eine Reihe von Resolutionen über sozialpolitische Fragen und die christliche Charitas angenommen und einige Anträge beraten. Einer der Anträge, der die kommunale Sozialpolitik befürwortet, gelangte zur Annahme. Damit hatten die Arbeiten des 53. Katholikentages ihr Ende erreicht. Gestern, in aller Frühe, zogen mehr als 1500 Pilger, in feierlichem Zuge nach Werden, wo in der Abteikirche die Gebeine des heiligen Ludgerus zur letzten Ruhe bestattet sind. Mit einer Festmesse und Kirchengesängen schloß diese würdige Feier. Nach der Rückkehr von der Männerwallfahrt begann im städtischen Saalbau die 3. geschlossene Generalversammlung. Unter den Beschlüssen des Ausschusses für christliche Charitas ragt durch Wichtigkeit jener hervor, der die Errichtung von Krüppelheimen, zunächst in der Diözese Köln, fordert. In ganz Deutschland zählt man über 500 000 Strippel, darunter im Rheinland und Westfalen allein 72 000. † Die Feuersbrünste in Valparoise dauern fort, ver mutlich infolge des neuen Erdbebens Der Belagerungs. zustand ist noch in Kraft. 30 000 Flüchtlinge von Valparaiso find in Santiago angelangt. Die chilents.Hen Versicherungs gesellschaften sind schwer betroffen, weil die ausländischen Gesellschaften durch ein fürzlich angenommenes Gesch ver trieben wurden. Der argentinische Senat hat für die cite= nischen Notleidenden 250 000 Pesos= 1 Milion Mart bewilligt. Bunte Tages- Chronik. Braunschweig, 23. August. Jm Walkenrieder Tunnel sprang der Gefangene Ahlborn, der sich die Fesseln gelöst batte, bei 60 Kilometer Geschwindigkeit aus dem Zug. Der Transporteur sprang ihm nach und verletzte sich schwer. Der Gefangene entfam. Essen, 23. August. Bei Zeche Gustav fanden Knaben auf einem Schutthaufen eine Sprengkapsel, die sie durch ein Streichholz entzündeten. Drei Knaben wurden dabei schwer, vei leichter verlegt. Mit der Beseitigung der Trinkunfitten beschäftigt sich ein zweiter Antrag, der die Errichtung von Fürsorgestellen für Alkoholkranke fordert. Von Interesse waren auch die Beratungen bezw. Beschlüsse über die Krankenpflege auf dem Lande und die Errichtung von Schulsparkassen. Ueber die Anträge zur Sittlichkeitsfrage sprach Abg. von Roeren. Zu diesem Vortrage waren auch die beiden Kardinäle Dr. Fischer und Vanutelli erschienen, von der VerSammlung stürmisch begrüßt. Abg. von Roeren führte u. a. aus: Die Verseuchung unseres Volkslebens und die sittlichen Gefahren für unsere Jugend haben einen Umfang angenommen, daß jeder, der einen Funken von Gefühl für die Sittlichkeit unserer Jugend und unseres Volkes hat, mit Besorgnis in die Zukunft sehen muß. Glücklicherweise ist die Erkenntnis von den Gefahren, denen unser Volksleben entgegengehe, in den gebildeten Kreisen im Wachsen. Selbst in Literatenkreisen mehren sich die Stimmen und Kundgebungen gegen diese Art des Schmuz betriebes. Gegen die Flut von Schmuß, welche unser öffentliches Leben überschwemmt, müssen überall Vereine, wie sie in Köln bestehen, geschaffen werden. Nachdem die anschließende Resolution einstimmig angenommen worden war, wurde die Versammlung geschlossen. Gegen 5 Uhr Nachmittag eröffnete Reichstagsabgeord= acter Gröber die 3. öffentliche Versammlung, die in der Festhalle in Anwesenheit beider Kardinäle stattfand. Graf Galen sprach zunächst über charitative Bestrebungen der Katholiken, besonders des Bonifacius- Vereins, während Abgeordneter de Witt die Betätigung des katholischen Teiles des Volkes im öffentlichen Leben beleuchtete und Jesuitenpater Seiler- Feldkirch die soziale Frage besprach. Dann richtete Kardinal Vanutelli im Namen des Papstes Worte der Anerkennung für die Katholiken Deutschlands an die Versammlung und erteilte den Segen. Am Nachmittag fanden Tagungen des kathol. Missions= kongresses und der Albertus Magnus- Vereine statt. Den Schluß des Abends bildete ein groß angelegtes, wohlge= lungenes Gartenfest. Aus dem Gerichtsfaal. und wurde gefangen. Sem Genosse wurde später verhaftet, da der Schaffner noch vor seinem Tode eine genaue Be schreibung von ihm geben konnte. = Hot Gr fpricht gebenden Körperic Borlage ihre 3 billige Regelung Bericherftatter Der Referent er Annahme des mig geichiebt.Der Mann für alles". Nicht nur in Deutschland fennt man die Dienstbotenmisère, auch im Lande der Frei heit" seufzt man unter ihrem schweren Druck. Drüben" wußte man sich sehr schnell zu helfen, man führte einen neuen Erwerbszweig ein, den Mann für alles". In den Tages zeitungen liest man täglich Inserate, in denen Männer für alles", die nett, arbeitsam und fleißig find, gesucht werden. Als Gehalt sind 80-100 Mark pro Monat ausgeschrieben. Auch in den Vermittlungsbureaus ist der männliche Dienst bote ein sehr begehrter Artikel. Bisher war der Mann nur In den Küchen der Restaurants und Hotels eine alltägliche Erscheinuna. = Mißstände im Simplon- Verkehr. Die italienischen Lokomotiven sollen den Anforderungen hinsichtlich der Ber tehrsgeschwindigkeit und der Beförderung großer Züge nicht genügen, und über die französischen Zufahrtlinien wird geflagt, weil sie nur mit großen Verspätungen tätig sind, Der Großhe Uhr in Jagdfchlof Berlieber tob Sanepp 50jährige Tätigte dt, die Silberne M t noch im Laufe - Um die großen Verspätungen hereinzubringen, mit denen die efland.Sm § Die Haftpflicht der Eisenbahn. Von allgemeinem Interesse ist ein Urteil des Reichsgerichts, das in Sachen eines Entschädigungsanspruches gefällt wurde. Infolge mangelhafter Beaufsichtigung durch die eigene Mutter hatte ein dreijähriges Kind während einer Eisenbahnfahrt die Abteiltür geöffnet und sich beim Sturze aus dem Eisenbahnwagen verletzt. Das Reichsgericht hat den Entschädigungsanspruch der Mutter für begründet erklärt und den Einwand des Verschuldens der Mutter zurückgewiesen. Dabei sind u. a. die folgenden Grundsäße aufgestellt worden: Ein Vertragsberhältnis zwischen dem Kinde und der Bahnverwaltung besteht nicht, da nur die Mutter Vertragspartei ist, weiche die unentgeltliche Mitbeförderung des Kindes vereinbart hat. Abgesehen davon, kann eine vertragsmäßige Pflicht des Kindes, sich beaufsichtigen zu lassen, nicht angenommen werden, ebensowenig ein Verschulden des dreijährigen Kindes. Allerdings hat die Bahn ein Rückgriffsrecht gegen die Mutter. = Vermischtes. französischen Züge in Pontarlier ankommen, mußten die schweizerischen Bundesbahnen, denen allein die Aufgabe ob liegt, die Unebenheiten wieder auszugleichen, die erlaubte Geschwindigkeit für den Verspätungsfall von 75 auf 90 Kilo meter erhöhen. = Großherzog mit rbeit bedacht und a Frein mit einer Ge Infolge eines alls auf schwere schwebte in Hamburg ein junger Mann, der sich auf ein Motorrad geschwungen hatte und dieses, nachdem er genügend gefahren war, nicht mehr„ stoppen" konnte. Ein durchgegangenes Motorrad. In tausend Aengsten utnannt der Referb Der arme ber gejeglichen M baft berurteilt. Urfa Sulfeiert Autler war gezwungen, die Reise um das Heiligegeistfeld eftaurant in Mainz. Fahrt ging es immer im Kreise herum, bis dem Viech" die Sinifteriume, Abteilur unfreiwillig mindestens 50 mal zu machen. In sausender Buste ausging. Auch ein Vergnügen! 47. Allgemeiner Genossenschaftstag. or. Rassel, 23. August 1906. Allgemeine Angelegenheiten. Die heutige 4. Hauptversamminng tagte unter dem Vorsiz von Rat Probst- München. Den erſten Punft der Tagesordnung bildete ein Vortrag des Verbandsdirektors Justizrat Gebhardt- Zweibrücken über Erfahrungen mit dem Genossenschaftsgesetz. Große Vorsicht empfiehlt der Redner bei Ausstellung von Urkunden, namentlich soll man nur das Notwendigste hineinschreiben. Beispielsweise darf auf einen Bürgschaftsschein, welcher bereits durch Rückzahlung erledigt war, fein neuer cedit gegeben werden. Mit Erfolg fann sich ein Bürge seiner Zahlungspflicht entziehen, wenn in der Bürgschaftsurkunde angegeben ist, daß die Bürgschaft zum Zwecke der Beschaffung von Mitteln für den Geschäftsbetrieb gegeben ist und das Geld beispielsweise zum Effektenanfauf verwendet worden ist. Angriff auf einen Orientexpreßzug. Zwischen den Stationen Vitileanca und Buzeo wurde auf den Orient expreßzug ein frecher Ueberfall verübt. Ein vor kurzem ent lassener Stationsvorsteher bestieg mit einem Genossen den Zug in Galag. Die Räuber wußten, daß sich Geld in Höhe von 400 000 Mark in dem Postwagen befand. Als sich der Zug in voller Fahrt befand, begaben sich die beiden Räuber in den Postwagen und versuchten den Postschaffner zu überreden, mit ihnen gemeinsame Sache zu machen. Als sich der Mann weigerte, wurde er durch zwei Schüsse tödlich ver. wundet. Es gelang dem treuen Beamten noch, die Schlüssel des eisernen Geldschranks aus dem Fenster zu werfen, ehe er zusammenbrach. Der Zug wurde in der Nähe der Station Buzeo zum Stehen gebracht. Der frühere Stationsvorsteher versuchte zu entkommen, verletzte sich aber beim Abfbringen 2. Auguft( Ludwigsta retag der Großherz Großherzogtums der Un September) diefes 6piember unter 2 bulen eine der Biben fr ju beranstalten. Das Raijer 2 42 Uhr unsere S nach Mainz begeb het. Nach der der nach Gießen Truppenübungeplag Brigade Frerzieren m abzuhalten. Chenwald stattfindet pt. trifft das Reg 21& ptember wird die Großer Pre Et in Großen Prei fe zu beantworteu, ausgezeichnete Fül wird von Delf Emitters geführt, Dre Anwalt Dr. Grüger- Charlottenburg weist im Anocher hat, wi mend der Frankfurter schluß hieran darauf hin, welche Fülle von Rechtsfragen mer ebenfalls mit e im Falle einer Krisis entsteht. Nach seiner Ansicht Die Entscheidung d gibt es nur einen Weg der Verlustdeckung und der dredi und Drescher ist die Eder in zwei Rennem vor dem Neger beug weres Rennen L Reistern gegenü Renaen beginnt Neubildung des Vereinsvermögens, welches lediglich durch neue Einzahlungen geschehen kann. Auf denselben Standpunkt hat sich auch der Reichsverband landwirtschaftlicher Genossenschaften gestellt. = rung Auf Schloß Licht Verb. Rev. Schuhmacher- Stuttgart überbringt die Grüße des Verbandes Württemberger Genossenschaftend für Berbreitung und verbreitet sich in seinem darauf folgenden Vor- volkstümliche trag:" Praktische Erfahrungen mit Handwerker- Ge- liche Führer find nossenschaften“ zunächst über das geteilte Verhalten Greiner von der der Handwerker gegenüber der Gründung von Genossenhausen wird schaften; so komme es oft vor, daß Gründungen lange fen. hinausgeschoben wurden und mit einer beängstigenden Plöglichkeit erst dann zustande gekommen sind, wenn al doch die alte Barb es zu spät war. Den Gipfel d Kl. Breffe" wird ohner erhielt e er sein Kind, da dieses Jahr nicht Auf dem Gebiete der Handwerkergenossenschaften fönne großes geleistet werden, wenn die Mitglieder harmonieren; auch den Kreditgenossenschaften eröffne sich, je mehr sich das Großkapital konzentriere, ein um forderung durch die so dankbareres Feld, je mehr sich das Großkapital in en, daß das Stim Handel und Industrie betätige, um so schwieriger torben sei. Der üb würde die Lage des Handwerks, und zu seiner Hebung sei daher die Förderung des Handwerkergenossenschafts wesens nur zu empfehlen. Herbst- Bütow verbreitet sich über die Entwickelung der in Mecklenburg gegründeten Schuhmacher- und Schneidergenossenschaften. Er stellt fest, daß die Innungen sich jetzt mehr den Genossenschaften zuneigen; Redner kann aber dem nicht zustimmen, daß einzelnen Genossenschaften Gelder zur ersten Einrichtung geschenkt worden seien. Er empfiehlt, genossenschaftliche Kurse abzuhalten und dadurch dadurch aufklärend zu wirken. Dr. Haunter- Cassel regt u. a. an, die Handwertergenossenschaften in unsere Unterverbände der Kreditgenossenschaften aufzunehmen. Gerade die Kreditgenossenschaften sind wie Meller- Frankfurt a. M. ausgeführt die besten Freunde der Handwerker. - jedoch diefer Grunt nochmals an den ng, triftigere E tung unterlassen ha litnen anderen Gr te verftorben fei. wegen Berweiger Der Underbeffer men. In einem ar Eger, der nach einer orderungen, für jet ommen tonnte uni boch nicht die Lyr ten und der Hausn er Aufforderung zu er machte auch über i elt das gleiche Nächster Punkt der Tagesordnung ist der Antragungen des beligen des Anwalts: Der Allgemeine Genossenschaftstag der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Erwerbs, und Wirtschaftsgenossenschaften erkennt an, obwohl er die in einzelnen Punkten weitergehenden Beschlüsse des vor. jährigen Genossenschaftstages aufrecht erhält und zur nachträglichen Berücksichtigung empfiehlt, daß der im Reichsanzeiger vom 23. Juli 1906 veröffentlichte bor läufige Entwurf eines Gesetzes betteffend die Erleichterung des Wechselprotestes den Wünschen der Handelskreise in allen wesentlichen Punkten Rechnung ung eingelegt. Gin Deuli en Schweinezüchte einepreise hoch au zahlt jedes Mitgl enen Schweinezuch Big. für das fun Bfund Schlach Die Köchin Rorrefp. für Deut angeblicher stud. n Gutenbergs e päter berba eine genaue in Deutile Lande der rud. Driber hrte einen ne In den Log gt. Er spricht die Hoffnung aus, daß die gesetzbenden Körperschaften einer baldigen endgültigen Borlage ihre Zustimmung erteilen und auf eine illige Regelung der Kostenfrage hinwirken werden. Bericherstatter: Direktor Malz- Frankfurt a. M. Der Referent empfiehlt in längeren Ausführungen Annahme des vorliegenden Antrages, was einen Männer timmig geschieht.-Schluß der Verhandlungen 1 Uhr. gesucht werde t ausgefahrieben männliche Dien der Mann m seine all agit Die italienif fichtlich der Lokales. 24. August * Der Großherzog ist Mittwoch Nachmittag um Uhr in Jagdschloß Wolfsgaiten eingetroffen. Verliehen wurde vom Kaiser dem Wertmeister tob Schnepp zu Krofdorf, welcher demnächst auf 50jährige Tätigkeit im Hause des Herrn Gail zurück, fabrtlinien ft, die Silberne Medaille für Verdienste. Der Genannte roßer Züge wörth nach Nürnberg unternahm, hier das Geld mit vollen Händen ansstreute und mehrere Tage in Saus Braus lebte, bis er schließlich als eine in Männerkleidern steckende Köchin, Walburga Kurrer aus Wagenhofen entlardt wurde, die Die Verhandlung vor ihrer Herrschaft durchgebrannt war. der Straffammer in Neuburg a. D. entroute ein anmutiges Bild ihres Lebens. Wie der Korrespondent" ist weiter zu berichten weiß, war die unternehmungsluftige Person zuerst in Männerkleidern als Ackerbauschüler aufgetreten, hatte mit der größten Dreiftigkeit Defonomiebetriebe 2c. befichtigt und war schließlich aus einem Hotel mit einer großen Beche durchgegangen. Darauf verübte sie einen Einbruch bei einem Bauern ihres Heimatsortes, wobei ihr 600 Mt. in die Hände fielen und stahl noch obendrein in Starnberg ein Fahrrad. Im Besiz der 600 Mt. spielte sie dann als Sohn eines Münchener Staatsanwalts" den fibelen Studenten, bis sie schließlich der Polizei in die Hände fiel. Jezt muß der floite Bruder" Studio zur Abwechselung ein Jahr " 1 ungen tätig frit noch im Laufe dieses Jahres in den wohlverdienten sieben Monate im Gefängnis wieder Frauenkleider tragen. n, mit denen befland. die Aufgabe - Im Januar 1905 wurde Schnepp bereits en, mußten on Großherzog mit dem Silbernen Ehrenzeichen für treue en, die erlaatein mit einer Gedenktafel. theit bedacht und außerdem von dem Deutschen TabalInfolge eines am 5. Juli in Gießen ausgetragenen bills auf schmere Säbel wurde gestern in Darmstadt der 75 auf 90 St * Der postalische Wetterdienst hat auf dem Lande verschiedene unfreiwillige Scherze erzeugt. Bekanntlich gehen von der Zentrale nur die Chiffern an die Postämter, diese sehen dann den Text nach vorgedrucktem Schema auf und geben ihn telephonisch weiter. Da wurde z. B. aus " Lamboystraße dahier dem verheirateten Arbeiter Schädel eine Gerüststange so unglücklich auf den Kopf warf, daß Schädel sofort eine Leiche war, wurde von der Straffammer wegen fahrlässiger Tötung zu drei Tagen Gefängnis verurteilt. * Darmstadt, 23 Auguft. Auf nach Amerita! Frau Bürgermeister Merz Witwe in Großbiberau, Lie Egefrau des verstorbenen Sparkassenrechners, wurde gestern Morgen verhaftet, als sie mit einer Ueberfahrtskarte nach Amerifa versehen, eine fleine Reise antreten wollte. Frou Merz hatte die Geschäfte der Sparkasse selbständig geführt. Vo einiger Zeit sind von der Oberrechnungsfammer eine Reihe von Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. * Westerwald, 23 August. Bergbau. Eine Gesellschaft erwarb bei Hachenburg Gelände zur Quarzit gewinnung; 25 Ar wurden mit 1300 Mt. bezahlt. - Bei Eckenroth wurde ein Eisensteingang von 100 Meter Mächtigfeit freigelegt. - Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 11. Sonntag nach Trinitatis, den 26. August Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Johanneskirche. tausend Menggutnamnt der Reserve vom Infanterie- Regiment 168, Reißmäßigen westlichen Winden bei zunehmender Bewölkung" Vormittags 912 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. er fich auf dem er genüge te. Der C In faufende DES ber gesetzlichen Mindeststrafe von 3 Monaten Festungsat berurteilt. Ursache war ein Wirtshausstreit in einem Heiligegeifitaurant in Mainz. ( Kl. Presse.) Schulfeiertage. Nach einem Erlaß bem, Bied" snifteriums, Abteilung für Schulangelegenheiten, ist am 5. Auguft( Ludwigstag) wie auch am 17. September( Geruttag der Großherzogin) in allen öffentlichen Schulen des roßherzogtums der Unterricht auszus zen. Da der Sedantag September) dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, ist am September unter Aussezung des Unterrichts in allen Auguft 1906 6 Gulen eine der Bedeutung des Tages entsprechende Schuletten. ru beranſtalten. chaftstag Das Kaiser Wilhelm Regiment wird heute g tagte untaht 2 Uhr unsere Stadt verlassen und sich zur Truppenen. Den erou nach Mainz begeben, wo es sofort nach dem Sande ortrag des Bau- afhiert. Nach der Truppenschau begibt das Regiment Deibrücken übe wie der nach Gießen zurück. Montag früh fährt es auf jet. Truppenübungsplatz bei Griesheim, um dort RegimentsBrigade: Exerzieren in Gemeinschaft mit den 168ern und brn abzuhalten. Am 7. Sept. geht's ins Manöver, das Odenwald stattfindet und bis 22. September dauert, am 12 Sept. trifft das Regiment wieder in Gießen ein und am 4. September wird die Entlassung der Reservisten erfolgen. c. Großer Preis von Gießen. Wer bleibt angegeben leger im Großen Preis von Gießen? Diese Frage ist Sper zu beantworten, da die drei Konkurrenten sämtlich Beschaffung b n ist und dich ausgezeichnete Führungsmaschinen unterstützt sind. Der eger wird von Delf- ß- Köln, dem früheren Schrittmacher tauf berwende mitters geführt, Drescher, der einen neuen 18pferdigen het Ausstelly nur das e darf auf ein Hüdzahlung werden. ungspflicht weift im brittmacher hat, wird von Wohn- Mainz unterstüßt, ährend der Frankfurter Fröhlich sich die Dienste Seidenon Rechtsfrage inners ebenfalls mit einem 18pferdigen Motor gesichert seiner Anfit dung und Die Entscheidung dürfte zwischen den beiden Matadoren Bendredi und Drescher liegen. Am leßten Sonntag schlug escher in zwei Rennen den Neger, ebenso oft mußte er rmögens, vor dem Neger beugen. Der Kampf muß auf alle Fälle angen geschehr schweres Rennen liefern, der Frankfurter wird den t sich auch deden Reistern gegenüber einen schweren Stand haben. ssenschaften Rennen beginnt nachmittags 4 Uhr bei jeder Etterung. überbringt Auf Schloß Lichtenberg veranstaltet der Rhein- MainGenossenschaftband für Verbreitung der Volksbildung im September folgenden Botenere volt stümliche Kunst ausstellung. Wissen Sandwerker Schaftliche Führer sind Professor Sutter zu Lichtenberg und eilte Verhaltar Greiner von der Darmstädter Künstlerkolonie. Zu g von Genossedernhausen wird gleichzeitig ein Muster- Dorfmuseum ündungen langaffen. beängstigende Den Gipfel des heiligen Bureaukratismus ten find, weht doch die alte Barbarossastadt Kaiserslautern ertlommen. Kl. Presse" wird nämlich von dort geschrieben: Ein genoffenſchain ohner erhielt ein Strafmandat über 4,50 Mart, Die Mitgliede er ſein Kind, das schon im vorigen Jahre gestorben nſchaften er beſes Jahr nicht impfen ließ. Auf die entsprechende entriere, ein unforderung durch die Polizei gab dieser friedlich fund und Großfapital ſen, daß das Stind bereits im Auguſt vorigen Jahres fo schwierig u feiner Hebu jedoch dieser Grund nicht triftig, und es erging von brorben sei. Der über Tod und Leben wachenden Polizei cgenoffenschaf Die Entwickelung fest, daß haften zuneigen , daß einzeln mächtige westliche Winde bei zunehmender Bevölkerung". Ein anderer Schlauberger sette in seine Wettervoraussage feine Wettervorausfage sämtliche ihm zugesprochene Jaterpunttion mit ein, wie: " Heiter wie am Vortage Komma jedoch Nigung zu lokalen Gewittern Semitelon im übrigen ist die Temperatur nicht wesentlich geändert Punkt". * Lollar, 23. August. Am Sonntag feiern wir unser schönes Kirchweih fest. 1. Laubach, 23. Aug. Die neue Friedhofskapelle ist im Rohbau vollendet und im inneren Ausbau begriffen. Das Kirchlein wird etwa 12000 Mt. fosten. Die Pläne hat Baurat Diehm- Gießen entworfen. * Berstadt. Unglück. Hier stürzte der Pfarrer Roch beim Obstpflücken ab und erlitt einen schweren Beinbruch an dessen Folgen er verstorben ist. * Nieder- Bessingen, 23. August. Hoffnungsvoll. Die Polizei nahm sich hier in liebevoller Weise zweier 18jähriger Bürschchen an, die in recht flotter Weise in Gast. rollen den kleinen Gernegroß gaben. Der eine, namens Strupp, führte die Kassengeschäfte. Die nötigen finanziellen Unterlagen soll er sich in Frankfurt durch Fälschungen von Postanweisungs Quittungen über 800 Mt. verschafft haben. Diefe Summe gedachte er mit einem guten Freunde in den Ferien zur Erholung zu benutzen. Zuerst sind beide zwei Tage in München gewesen. Sie beschlossen dann, einen Luftkurort am Fuße des Vogelsberges aufzusuchen und famen nach unserem Orte. Am Abend hatten einige Gäste, die mit ihnen sich unterhielten, freie Zeche. Am Tage machten sie mit ihren zwei neuen Rädern Epazierfahrten oder knallten mit in Gießen gekauften Revolvern lustig drauf los. Doch die Freude war nur kurz. Samstag Nacht wurden beide Luftturgäste geschlossen nach Lich gebracht, um von da nach Frankfurt weitertransportiert zu werden. * " Marburg, 23. Mai. Der Gesangverein Li dertafel" beschloß, wie unseren Lesern bekannt ist, im nächsten Jahre hier einen großen nationalen Gesangswettstreit, barbunden mit Volksfest, zu veranstalten. Es werden etwa 300 Einladungen dazu ergehen, nicht nur an die Gesangvereine in Kurhessen, Hess n- Darmstadt und Nassau, sondern weit über die Grenzen der genannten Gebiete hinaus. Man hofft auf eine Beteiligung von 4-5000 Sängern und es soll auf diesem in großem Maßstabe geplanten Gesangsfest namentlich das Volkslied zur Geltung fommen. * Friedberg, 23. August. Sonntag, den 26. August findet auf vielfachen Wunsch Besichtigung der Viehweide in Wenings statt. Abfahrt von Friedberg 5,45 morgens nach Heldenbergen. Ankunft in Mertenfrig 9.15, auf der Weide 10,5 Uhr, Mittagessen in Wenings 12 Uhr. Nachmittags zu Fuß über Bindsachsen( Besichtigung der dortigen Buchten) nach Büdingen( Marsh 2,5 Stunden,) Abfahrt 526 Uhr, an Friedberg über Heldenbergen 8.34 Uhr. Wegen Vorausbestellung des Mittagessens in Wenings und eventuell Eclangung einer Fahrpreisermäßigung( bei über 30 Personen), wird Unmeldung bis zum Samstag, beat 25, früh an die Geschäftsstelle des Bezirks- Buchtvereins Friedberg, Homburger Landstraße erbeten. Interessenten, namentlich auch frühere Schüler der Ackerbauschule Friedberg sind freundlichst eingeladen. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Marfusgemeinde gemeinsam. Anmeldungen für beide Gemeinden vorher bei Pfarrer D Schlosser Kirchstraße 1, erbeten. Die Mitglieder der Vereinigung der konfirmierten männl. Jugend der Matthäusgemeinde werden gebeten, sich zu einer Besprechung wegen eines gemeinsamen Spazierganges abenos 814 Uhr im Matthäussaal einfinden zu wollen. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Vormittags 92 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Am nächstfolgenden Sonntag, dem 2. September firchliche Feier des Sedantages. An demselben Tage Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde im Hauptgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. An diesem Tage Kollefte für die Kaiser Wilhelm- Stiftung zum Besten deutscher Invaliden. Batholische Gemeinde. Samstag, den 25. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 26. Auguft. 12. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. von 61 Uhr an: Belegenheit zur hl. Beichte. P um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. Batholischer Gottesdienst in Grünberg ist Sonntag, 26. August, vorm. 91/2 Uhr: heilige Messe mit predigt. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 25. August. sieder langsame Aufheiterung, meist trocken; warm, mäßige westliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 2 Arbeiter, 1 Magd, 4 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Elektromonteur, 4 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Schuhmacher, 1 Wäscherin, 2 Glaser, 1 Anstreicher, 1 Küchenmagd, 1 Küchenbursche, 1 Kutscher, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen. Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: nochmals an den Impfsünder eine fategorische Aufchung, triftigere Gründe anzugeben, warum er die Sung unterlassen habe. Doch auch jetzt vermochte er Weilburg, 23. Auguft. Der in verflossener Woche feinen anderen Grund anzugeben, als daß das Kind begonnene und am 15. September endende Fortbildungs Suhmacher bets verstorben sei. Wegen Unterlassung der Impfung fursus für Volksschullehrer an der hiesigen Landwegen Verweigerung der Angabe troß Aufforderung wirtschaftsschule wird von 25 Lehrern aus den Regierungsdude ber Unverbessertiche" in die erwähnte Strafe ge bezirken Wiesbaden, Kassel, Koblenz, Köln, Trier, Aachen banen. In einem anderen Impffall erhielt ein dortiger und aus dem Herzogtum Sachsen- Meiningen besucht. Der ichtung gejeniger, der nach einer anderen Straße verzogen war, zwei Kursus soll die Teilnehmer befähigen, Unterricht an Fort: gehilfe. forderungen, für jede Wohnung eine. Da er nur einer bildungsschulen zu erteilen. nommen fonnte und das arme Kind nach dem Impffchaftliche Au d zu wicke * Weilburg, 23. August. Der gestrige Tag der dwertergenol gee boch nicht die Lymphe mit dem Aufdruck des Straßen- Tausendjahr feier war der Bürgergarde gewidmet als Kreditgenoffen Kreditgenoffen chens und der Hausnummer erhält, brauchte er auch nur einer Aufforderung zu entsprechen, was auch geschah. Trotz M. ausgefü de wachte auch über ihn das Auge des Gesetzes und er erhielt das gleiche Strafmandat. Gegen diese Amts1 Maschinist oder Heizer, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahrbursche, 1 Kassier oder Bureaudiener, 1 BureauVerantwortlich: für die Politik und den Inseratente I Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bette in Gießen. ift der Antrondlungen des heiligen Bureaukratismus ist natürlich Be- der Schießpreise an die Gardisten. Schüßenfönig wurde Präparate empfohlen und speziell Dele, die aber meist Stag ber au Erwerbs und obwohl er die in Ein deutscher Fleischtrust. Die rheinhigen Schweinezüchter haben einen Ring gebildet, um die einepreise hoch zu halten. 1000 Mt. Konventionalzahlt jedes Mitglied der in dem Ring zusammengeLojernen Schweinezuchtgenossenschaften, das Schweine unter Big. für das Pfund Lebendgewicht und unter 80 Pig. las Pfund Schlachtgewicht abgibt. fchliffe des bor hlt, daß der in t erhält und zur bot cöffentlichte tteffend die Gr Wünschen der untten Rechnung e Die Köchin als stud. med. Kürzlich hatte Korresp. für Deutschlands Buchdrucker" berichtet, wie angeblicher stud. med. Otto Kurz mit verschiedenen gern Gutenbergs eine abenteuerliche Reise von DonauErsatz für die ausgefallene Kirchweihe. Mittags 2 Uhr bewegte sich der übliche Kinderzug durch die Straßen der Stadt nach dem Festplatz. Die Kinder wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Gegen 7 Uhr war die Verteilung August Kiss 1. Der Hauptmann der Garde, Brinkmann, teilte den Mannschaften mit, daß der Großherzog Wilhelm bon Luxemburg als Erinnerung an die Tausendjahrfeier der Garde einen silbernen Humpen mit eingelegten nassauischen Talern, sowie eine Rifte Kabinettswein zum Geschenk übermacht habe. * Hanau. Eine Volksversammlung beschloß, den Vermittlungsvorschlag der Brauereien abzulehnen und am Bierbontott festzuhalten. * Hanau, 23. August. Fahrlässige Tötung. Der 15jährige Weißbinderlehrling Goy aus Heldenbergen, der im April aus Unvorsichtigkeit an einem Neubau in der Ein wirklich blutbildendes Mittel besitzen wir im Ferromanganin. Es werden wohl viele blutbildende nicht nur schlecht verdaulich und schwer einnehmbar sind, sondern auch noch ernste Verdauungs- und Darmstörungen verursachen. Hingegen ist der hervorragende Wert von Ferromanganin sofort zu erkennen, da es wohltuend auf den Magen wirkt und die kräftigende und blutbildende Wirkung sich in Kürze bemerkbar macht. Ferromanganin ist sehr angenehm im Geschmack und wirkt nicht nachteilig auf die Zähne.( Bestandteile: Eisen 0,5, Mangan 0,1, Zucker 18, Alkohol und Stognak 15, Rest. deft. Wasser und aromat. Bestandteile.) Engros- Ferromanganin- Ge zu haben in Apotheken. sellschaft, Frankfurt a. M. x 11 Wo gehen wir nächsten Sonntag hin? Nach dem Sportplatz an der Hardt zu den Intern. Dauerrennen um den von den Meisterfahrern zweier Welttelle bestrittenen Großen Preis von Gießen Preis 1000, 600, 400 Mark. Motorreunen. Fliegerrennen. Mannschaftsfahren. Preise der Plätze: An der Kasse: Tribüne 2 Mf., 1. Blag 1.20 Mf., 2. Plaz 80 Pfg., Stehplatz 40 Pfg. Vorverkauf: 1. " " " 30 " " " Oelfarben Schnett rocknende Fussboded nicht nachklebend, Lack Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten die Alierstraße zwischen Bahnhof- und Frankfurter von heute an bis auf weiteres für den Fuhr gesperrt. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Balizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Parkettwachs, Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten Parkettwachs ohne Glätte 23. 5. mts. an bis auf weiteres für den Fuhrbe der Afterweg zwischen Walltor- und Schillerstraße sowie alle sonstigen Artikel zum gesperrt. uftreichen und Wichsen der Fußböden bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Beim städtischen Armenamt ist zum 1. Ofte Bims die Hand. 3o. die Stelle des mil Abrador ersten Bureaugehilfen. neu zu besetzen. Bewerber, die bereits auf einem B tätig waren, wollen ihre Gesuche unter Angabe der haltsansprüche und Beifügung von Lebenslauf Zeugnissen ans Armenamt, Neuenbäue 25, bis späte Gelddarleben zu 5% a. 10. September ds. J. einreichen. auf Möbel giebt Kleusch, Berlin, Schön„ 1.50 1., 2., 70 Der Vorverkauf findet in der Zigarrenhandlung Friesleben, Bahnhofstraße hauser Allee 128. Rückporto. sowie in der Schreibmaterialienhandlung Noll in der Mäusburg statt. Sächs- Thür.- Landsmannschaft Einen Kipper GIESSEN. Sonnabend, den 25. August cr., abends 8½ Uhr bei Landsmann Kuhnd auf der„ Schönen Aussicht": Gemütliches Beisammensein. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Alle Landsleute, welche dem Verein nicht ange= hören, sind herzlich willkommen. Der Vorstand. Deutsche Flotten- Ausstellung Gießen Neustadt 55. - ein für Abendstern für dauernd Biebertalbahn, Gießen. Technikum Lemgo i. L. Bau-, Maschinenbau-, ZieglerSteinmetz-, Heizerschule. Satzungen kostenfrei. Beginn 30. Okt. D. Ferienkurse. Abkürz. d. Studien. Ing.- Dipl. Bekanntmachung. Die unterm 18. August 1906 angeordnete Sperre der Löberstraße zwischen Gartenstraße und Goethestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 30. Juli 1906 angeordnete Sperre Gießen, den 21. August 1906.: Die Armen- Deputation der Stadt Gießen J. V.: Georgi. Frühobst- Versteigerung. Samstag, den 25. Auguft, nachmittags 31 beginnend wird das Frühobst von den städtischen Bä am Krofdorferweg, Wieseckerweg, alten Steinbache auf dem Lutherberg und im Lärchenwäldchen an und Stelle meistbietend versteigert. Die Zusammenfunft ist am Schlachthaus. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Gras- Versteigerung. Das Grummetgras der im Baugelände der u Irrenanstalt an der Licherstraße liegenden Wiejen Samstag, den 25. August 1906, vorm. 11 mehreren Losen an Ort und Stelle öffentlich an Meistbietenden versteigert werden. Eröffnung: Samstag, d. 25. August. des Weglarerweges zwischen Frankfurter und Friedrich- in Nur einige Tage. PALMIN Feinste Pflanzenbutter Zum Kochen, Braten und Backen Weltall und GIESSEN Seltersweg 83 ca. 2000 Schwarze und bunte Illuftrationen, fowie zahlreiche Fakfimile- Beilagen. straße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 21. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Der Installateur Wilhelm Schmidt dahier ist zur Ausführung von Anlagen im Anschluß an das städtische Elektrizitätswert auf Grund der Beftimmungen vom 20. September 1900 zugelassen worden. Gießen, den 20. August 1906. Großh. Bürgermeißerei Gießen. Mecum. Extrabeigaben in neuem Syftem der Daritellung. ເ Menfchheit Geschichte der Erforschung der Natur und der Verwertung der Naturkräfte im Dienite der Völker von Hans Kraemer in Verbindung mit bervorragenden Fachmännern. Reichillustriertes Prachtwerk Komplett in 5 Bänden, Preis pro Bd. 16 Mk. = 19 Kr. 20 H.= 21 Frcs. 35 ctm. Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57. Buchdruckerei Albin Klein Adresskarten, Aviskarten, Zirkulare, Menus Couverts mit Firma, Einladungsbriefe u. Karten Eintrittskarten, Mitteilungen, Mitgliedskarten Postkarten, Programme, Quittungen, Statuten Rechnungen, Gratulationskarten, Weinkarten Verlobungskarten, Trauungskarten Visitkarten Weinkarten, Speisekarten, Tischlieder etc. etc. GIESSEN Seltersweg 83 Buchdruckerei Albin Klein GIESSEN Seltersweg 83 GIESSEN Seltersweg 83 Lesen Sie Die Hilfe! Politische Wochenschrift vierteljährlich 1,50 M. Jurch Buchhandri durch Post Herausgeber FR.NAUMANN Derlin- Schoneberg Verlangen Sie unter Berufung auf diese Anzeige ein kostenloses ProbeAbonnement vom Buchverlag der Hilfe". Berlin- Schöneberg. = Hochfeines 1 Salon- Pianino neuester Konstruktion, in Nußbaum modern, faft neu, ist mit Garantieschein billig abzugeben. Schriftl. Anfragen u. K. 70 a. d. Erp. dieses Blattes erbeten. Zuverlässiges, Gießen, den 21. August 1906. Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Arbeitsvergebung. Die zur Erneuerung bezw. Ergänzung der friedigung beim Neubau der israelitischen Leichen erforderlichen sollen Schreiner- und Zimmerarbeiten Donnerstag, den 30. August d. Js., vorm. 11 öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingu liegen während der Dienststunden bei uns zur Gi offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhi find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzur Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 21. August 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Arbeitsvergebung. Die Erd- und Maurer, Pflaster- und Chan arbeiten für den Ausbau der Friedrichstrake w der Frankfurterstraße und dem Weglarerweg sollen Mittwoch, den 5. September, vorm. 11 öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer zur Einsicht offen. Angebote auf vorgeschrieb Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens zum borgenannten Zeitpunft verschlossen und mit sprechender Aufschrift versehen an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 23. August 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Arbeitsvergebung. Die Lieferung und Aufstellung einer Umzän aus verzinktem Drahtgeflecht für den Niederd behälter auf dem Lutherberg soll auf dem Wege öffentlichen Ausschreibungen vergeben werden. älteres Mädchen oder alleinstehende Frau, die selbständig fochen, waschen und Die Bedingungen, Zeichnungen 2c. liegen wä bügeln kann, per sofort oder später gesucht. Offerten mit Beugnis der Dienfistunden auf unserem technischen Bureau Einsichtnahme auf, woselbst auch nähere Auskunft wird. ibschriften und Lohnansprüchen erbeten an Frau Amtsrichter Pusch Ortenberg( Oberhessen). Angebote sind bis zum 7. September d. J., mittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Geld in jeder Höhe auf schrift versehen, bei uns einzureichen. Wechsel oder Schuldschein vermittelt Diskret an jederm. Kail Farrenkopf, Harzburg. Gießen, den 23. August 1906. Städt. Gas- und Wasserwerk Gick Otto Bergen. AUS DEM REICHE DES WISSENS Vollsmedizin. In der Provinz Poitou kennt man gaz Fieber bie man mit weißen Lappen umwickelt. gefunden hat, ohne sie zu suchen, und legt sie zwischen franken behandelt man so: man nimmt eine schre Kröte, seltsame Methoden Strankheiten zu heilen. zwei bie mus halen, ganze Nr. 193 Freitag, den 24. August che Fan 1906