Nr. 171 battion u.Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Dienstag, den 24. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( ligth) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen Der Staatsstreich in Rußland. Mit der Auflösung der Duma, einer Tat, die dem Staatsstreich, der Revolution von oben, gleichkommt, hat sich der Zar auf den Standpunkt des Machthabers gestellt, der entschlossen ist, den Forderungen des Volkes nicht nachzugeben, sondern jede, gegen die Regierung gerichtete Bewegung, nachs brüdlich und mit allen Mitteln zu unterdrücken. Die Auflösung der Duma bedeutet zunächst den Sieg der Militärpartei und ist ohne Zweifel der Beginn einer Diktatur, die mit Feuer und Schwert ihren Willen zur Geltung bringen wird. Hier das Auflösungsdekret: Nikolaus der Zweite an fein Volk. ( Das Manifest des Zaren.) Nachdem die Vertreter des Volkes heimgeschickt worden, hat Zar Nikolaus ein Manifest erlassen, das bestimmt ist, die Notwendigkeit der Auflösung der Duma zu beweisen und die Gemüter der Bevölkerung zu beruhigen. Das Manifest, das von Sonntag hatiert ist, hat folgenden Wortlaut: „ Wir haben durch unseren Willen die Vertreter der Nation zu einem Werke geseggeberischen Schaffens berufen. Indem wir fest auf die göttliche Gnade vertrauten und an eine glänzende und große Zukunft unseres Volkes glaubten, erwarteten wir von ihren Arbeiten Gutes für das Land. Wir haben auf allen Ges bieten des nationalen Lebens große Reformen in Vorschlag gebracht, und wir haben es immer unsere Hauptsorge sein lassen, die Unwissenheit des Volkes durch das Licht der Bildung, und die Lasten des Volkes durch eine Erleichterung der Arbeitsbedingungen und der Bedingungen für den Landbesiz zu be feitigen. Eine grausame Prüfung hat unsere Erwartungen_getäuscht Anstatt auf dem Gebiete der Gesetzgebung zu schaffen, entfernten sich die Vertreter des Volkes aus dem Bereich ihrer Zuständigkeit und beschäftigten sich mit Untersuchungen über die Handlungen der auf unsere Anweisung eingesezten Lotalbehörden und über die Unvollkommenheiten der Grundgeseze, die nur durch unseren kaiserlichen Willen abgeändert werden könnten. Endlich unternahmen die Vertreter des Volkes wahrhaft ungesegliche Handlungen wie den Aufruf an das Volk seitens der Duma. Die Bauern, die durch derartige Ungeseglichkeiten beunruhigt wurden, und auf eine gefeßliche Besserung ihres Schicksals warteten, gingen in einer Reihe von Bezirken zur offenen Plünderung, zur Zerstörung fremden Eigentums und zum Ungehorsam gegen das Gesez und gegen die rechts mäßigen Behörder über. Aber unsere Untertanen müssen fich erinnern, daß die Besserung des Loses des Volkes nur möglich ist unter der Bedingung voller Ordnung und Ruhe. Wir werden keine willkürlichen oder ungeseßlichen Handlungen zulassen und mit allen Machtmitteln des Staates werden wir unseren kaiserlichen Willen den Ungehorsamen aufzwingen. Wir fordern alle gutgesinnter. Russen auf, sich zu einigen, um die gesegliche Macht zu unterstügen und den Frieden unseres teuren Landes wiederherzustellen. Möge die Ruhe im russischen Lande wiederhergestellt werden und möge Gott uns helfen, die wichtigße unserer Aufgaben, die Besserung des Loses der Bauern, ‹ zu verwirklichen. Unser Wille in diesem Punkte ist unerschütterlich, und der russische Arbeiter wird, ohne fremdes Eigentum anzutasten, da, wo die ländlichen Besitzungen zu klein sind, ein gefeßliches und rechtschaffenes Mittel erhalten, um feinen Land besig zu erweitern. Die Vertreter der anderen Klassen werden auf unsere Aufforderung alle ihre Bes mühungen aufwenden, um diese große Aufgabe, die von der zus fünftigen Duma endgiltig im Wege der Gesezgebung gelöst merden muß, zu verwirklichen. Indem wir die Duma auflösen, bestätigen wir unsere unabänderliche Absicht, diese Institution zu bewahren. In Uebereinstimmung mit dieser Absicht haben wir durch einen an den vollziehenden Senat gerichteten Ukas die Eins berufung einer neuen Reichsduma auf den 5. März 1907 festgesezt. Treue Söhne Rußlands! Euer Kaiser ruft Euch, wie ein Vater seine Kinder, Euch mit ihm zu vereinigen, um unser heiliges Vaterland wieder gesunden zu lassen. Wir glauben, daß Riesen des Gedankens und der Tat erscheinen werden und daß dank ihrer emsigen Arbeiten der Ruhm Rußlands erstrahlen wird. Nikolaus." Das Manifest fündigt also unnachsichtliche Strenge für die Revolutionäre an, und verspricht den Arbeitern Erweiterung ihres Landbesitzes. Ob die Arbeiter und Bauern den Worten des Zaren noch Glauben schenken werden das ist die Frage. Stolypin über die Lage. - Mit der Duma ist auch der Ministerpräsident Goremyfin gefallen und durch den bisherigen Minister des Innern Stolypin ersetzt worden. Ein Pariser Blatt wandte sich an den neuen Premier telegraphisch mit der Frage, welche Tragweite nach seiner Meinung die Auflösung der Duma haben dürfte. Ministerpräsident Stolypin antwortete: Der Zar ist fest entschlossen, das Gesetz über die Volks. vertretung vom Oktober 1905 aufrechtzuerhalten. Die Auflösung der Reichsduma habe erfolgen müssen, weil die Reichsduma ihre Aufgabe nicht verstand und durch ungehörige Erörterungen das neue System in seinem Bestande bedrohte. In den in Peterhof, Oranienbaum und Alexandrija befindlichen Zarenschlössern ist eine überaus rührige Geschäftigkeit zu beobachten, jedoch ist es schwer mit Bestimmtheit zu sagen, ob der Zar in dem gegebenen Moment in diesem oder in dem anderen Schlosse weilt. Die Stimmung am Zarenhofe ist eine zuversichtliche. Für den Wachdienst find die neuen verschärften Bestimmungen in Kraft getreten. eine Verstärkung der Truppen ist jedoch nur in Petersburg erfolgt. Ein Rumpfparlament in Wiborg? Die Mehrzahl der Dumamitglieder, unter ihnen auch die Führer der gemäßigten Rechten, weilen seit Sonntag auf finländischem Boden. Sie sind in Wiborg zusammengetreten, um über die Lage zu beraten. Ein von gestern datiertes Zelegramm aus Wiborg meldet: An der Beratung, die Sonntag abend begann, nahmen 185 Abgeordnete teil. Den Vorsitz führt der bisherige Dumapräsident Muromzew. Auch einige Reichsratsmitglieder sind eingetroffen, jedoch wurden fie nicht zus gelassen, da die Sigung nicht öffentlich war. Der rechte parlamentarische Flügel, sowie die rechtsstehenden Polen haben keine Vertreter entsandt. Auch Vertreter der Presse sind nicht zugelassen worden, trotzdem sickerte manches über die Maßnahmen der Dumamitglieder durch. Eine zuverlässige Information besagt: Zahlreiche Reichsdumamitglieder schickten noch vor ihrer Abreise aus Petersburg Vertrauensmänner nach der Provinz ab, um dort die Situation flarzulegen und die Landbevölkerung aufzufordern, diesbezügliche Kundgebungen der aufgelösten Reichsduma ruhig abzu wartenWie diese Kundgebungen geartet sein werden, ist noch nicht befamit. Andrerseits wird auch die Regierung nicht müßig zuschauen. Zunächst hat sie das finländische Bouvernement aufgefordert, die Konstituierung eines Rumpfparlaments in Wiborg oder einer anderen Stadt Finlands zu verhindern und die dort weilenden Abgeordneten zu überwachen. Außerdem ist in Petersburg zwischen dem Ministerium des Innern und dem Kriegsministerium eine dahingehende Vereinbarung getroffen worden, daß Reservemannschaften für den Landpolizeidienst gegen hohe Entschädigung und besondere Privilegien herangezogen werden können. Die Stimmung in Rußland. Die im Dienst der russischen Regierung stehende Petersburger Telegr.- Agentur verbreitet ein Stimmungsbild aus dem Zarenreich, das rosig gefärbt ist und darum mit großer Vorsicht aufgenommen werden muß. Das von gestern datierte Telegramım lautet: Die Auflösung der Duma hat nicht den von der Presse vor ausgesagten Eindruck hervorgerufen. Petersburg, Moskau und die Provinz nahmen den Auflösungsukas im allgemeinen ruhig auf. Privatmeldungen aus den russischen Zentren behaupten des Gegenteil. Sie sagen sogar voraus, daß der erste Rückschlag bald auf dem Lande einsehen werde, wo die Niederbrennung sämtlicher Gutshöfe be= fürchtet wird. Die Betersburger Presse, soweit sie gestern erschienen ist, nimmt mehr oder minder offen gegen die Auflösung Stellung. Sie mahnt alle zur Ruhe und Festigkeit, sowie zur Beobachtung der Parteidisziplin. Selbst die konservative Nowoje Wremja' kann nicht umhin, der aufgelösten Duma ein Wort der Anerkennung nachzurufen; sie spricht den Wunsch aus, daß die neue Duma der ausgelösten an Ehrenhaftigkeit und guter Gesinnung nicht nachstehen möge. Das Blatt warnt die leitenden Persönlichkeiten vor dem Wahn, daß es ihnen leicht werden würde, das Vertrauen des Volkes zu erwerben. Bezeichnend ist die Haltung der offiziösen Roßija". Sie beginnt ihre Auslassung mit einer Abschüttelung des ge= fallenen Ministerpräsidenten Goremykin: Alle sind einig, daß das alte Regime insolvent ist", nun kommt jedoch ein Aber"; fie fährt fort: ,, Aber ebenso begreifen alle, daß es nur allmählich durch ein neues ersetzt werden kann. Das Alte muß fallen, doch muß an seiner Stelle eine feste Mauer errichtet werden." Keine Einmischung Deutschlands! Ein Teil der ausländischen Presse sucht noch immer die Gerüchte von einer beabsichtigten Interventionspolitik benach barter Länder gegenüber den Ereignissen im russischen Reich zu stüßen. Hierzu bemerkt die fast offizielle Nordd. Allg 8tg.": ,, Wir sehen diesem haltlosen Gerede nochmals die Feststellung entgegen, daß alle Angaben über eine Einmischung Deutschlands, sei es auf Grund von Berabredungen mit fremden Höfen oder Regierungen, fe: ohne solche Ahreden, ausnahmslos tendenzibie Erfindungen sind." Und an die Adresse derer, die in gehässiger Weise gegen Rußland polemifieren, find nachstehende Säge gerichtet: „ Es wäre erfreulich, wenn bei uns alle politischen Kreise die Entwicklung der russischen Angelegenheiten mit derselben loyalen Zurückhaltung und Bermeidung einseitiger Parteinahme begleiten möchten, die sich unsere Politik zur Pflicht gemacht hat. Wir können angesichts ber Vorgänge in Rußland nicht besonnen genug bleiben, so lebhaft mir auch wünschen, daß es der russischen Regierung und dem russischen Volle gelingen moge, einen Ausweg aus den inneren Schwierigtetten zu finden." Das ist für jeden ruhig denkenden Politiker deutlich! Was das Ausland sagt. Auch die gesamte nichtrussische Presse beschäftigt sich naturgemäß faum mit etwas anderem als mit der Lage in Rußland. Fuft ohne Ausnahme wird die Auflösung der Duma als ein großer politischer Fehler bezeichnet, der sich rächen werde, well er fich rächen müsse. Der Bar wird als schlecht betalen, und die Lage als äußerst bedrohlich hingestellt. Man befürchtet allgemein eine innere Revolution, so blutig, wie sie in der Geschichte der Völker noch nicht verzeichnet ist. Die Börsen aller Länder reagierten auf die Nachricht von der Auflösung der Duma mit einem erneuten Kurssturz in russischen Werten. Die russische Regierung versucht das Ausiand 81: beschwichtigen. Sie benutzt dazu ein großes theinisches Blatt, dessen Petersburger Vertreter Beziehungen zu hohen und höchsten russischen Kreisen hat. Durch diesen Vertreter tut die Petersburger Regierung dem Ausland und und zu wissen, mit der Duma- Auflösung sei in Peterhof die Absicht verfuüpft. sie Volfsvertretung mit ihren Pflichten und Rechten im Geißte der konstitutionellen Monarchie zu erhalten und in voüew Maße die bürgerlichen Freiheiten zu verwirklichen, die durch die kaiserliche Kundgebung vom 30. Oktober 1905 versprochen worden sind. Wie seltsam, so fährt der Gewährsmann des Blattes fort, es auch sein mag, so wird doch in Kreisen des Kumuetts beb ptet, daß die Erreichung dieses Zieles mit allen zu Gebote stehenden Mitteln angestrebt werden wird, selbst mit der Militär- Diktatur, welche zur Anwendung gelangen sollte, falls der Beschluß des Kongresses der Arbeiter- Vertreter in Moskau, den politischen Streit zu beginnen, zur Ausfübung gelangt. Eine hervorragende Rolle bei diesen wichtigen Entschließungen der Regierung spielt der Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch, der die Kundgebung vom 30. Oftober 1905 durchsetzte und der jetzt den Erlaß zur Auflösung der Duma muregte. Als nächste Aufgabe stellt sich die Regierung die Durchführung des allgemeinen Wahlrechts, auf dessen Grundlage auch bereits die Neuwahlen fin e Duma ausgeschrieben werden sollen. Der Reichsrat fährt fort tätig zu sein. Jedoch wird befürchtet, daß die von den Akademien und den Universitäten gewählten Reichsrats- Mitglieder( elf ,, Kadetten") ihre Mandate niederlegen und daß dadurch einige Verwicklungen entstehen fönnten. Vor dem Staatsreich. Der Unterzeichnung des Defrets, das die Auflösung der Duma verfügt, durch den Zaren, ist in Peterhof eine sehr stürmische Sitzung vorausgegangen. In der Konferenz, der die Minister und andere hoch; rehende Personen anwohnten, sprach sich der Zar, wie durch Indiskretion befannt wird, außerordentlich scharf über die Bej' üsse der Duma aus. Er ließ erkennen, daß er das von dc Duma vorgeschlagene Manifest als offene Empörung betrachte und sich auch mit der milderen Fassung, in der das Manifest erschienen ist, nicht einverstanden erklären fönne. Den Ministern wurde es bei der erregten Stimmung, in der sich der Zar befand, verhältnismäßig leicht, ihn davon zu überzeugen, daß der BeSchluß der Duma in der Agrarfrage eine schreiende Vernoch weitere fassungsverlegung sei, und daß diesem revolutionäre Betätigungen der Sozialdemokraten und der Arbeitsgruppe folgen würden. Die einzige Maßnahme dagegen sei die Auflösung der Duma. Unter diesen Umständen entschloß sich denn der Zar zur Unterzeichnung des Defrets, worauf die Minister Goremyfin und Stischinski ihre Entlassung gaben. Der bisherige Minister des Innern Stolypin erflärte sich bereit, die Neubildung des Ministeriums zu übernehmen. Die denkwürdige Sigung, die vielleicht über Rußlands Zukunft entschieden hat, fand in demselben Kabinett in Peterhof statt, in dem seiner Zeit das Verfassungsmanifest unterzeichnet wurde. Der Zar war sichtlich erregt, als er die Dumaauflösung vollzog. Ein Federzug entscheidet die Geschicke eines Weltreiches und niemand hat in letter Stunde wohl dem Zaren die Gefahr vorgestellt, in die er sein Reich mit diesem Federznge gestürzt hat. Wir verzeichnen noch folgende Meldungen: Petersburg, 23. Juli. Der Oberprokurator des Heiligen Synods Fürst Schirinsty Schachmatom ist auf sein Ersuchen unter Belassung in der Würde als Senator seines Postens enthoben worden.( Nun kommt wohl Pobjedonoszem wieder?) Der Stadthauptmann hat die Veranstaltung von Versammlungen und Umzügen verboten und die Hausbesizer und Portiers zur Unterstügung der Polizei verpflichtet. Die Mitglieder des Reichsrats sind benachrichtigt worden, daß bie auf Mittwoch anberaumte Sigung nicht stattfinden wird. Ueber bie weitere Tätigkeit des Reichsrats ist nichts beschlossen.( Ver mutlich soll nun auch der Reichsrat abgefägt werden.) - Der Ministerpräsident beschäftigt sich mit einer Reorganisation bes Ministerrats, dessen Mitglieder durch andere ersetzt und ber. mehrt werden sollen. Wiborg, 23. Juli. Es verlautet, daß der Staat von Helsingfors beschlossen habe, der aufgelösten Duma das Stadthaus zur Verfügung zu stellen und einen Aufruf an die finische Nation zu erlassen. Auf der heute eröffneten interLondon, 23. Jult. parlamentarischen Konferenz wurden die Abgesandten der Duma mit Beifallsrufen begrüßt. Sie erklärten jedoch, daß ihr Mandat erledigt sei und daß sie nach Petersburg zurückkehrten. Was will die Großfürftenpartei? Indiskretion eines Eingeweihten.) Bar Nikolaus ist nicht der Täter seiner Taten. Die Revolution der Straße entrang ihm den Erlaß der Verfaſſuna: die Gegen evolution der Großfürsten nötigte ihm "" wiffen rief fie mit plötzlicher Bebhaftigkeit, Ste ift zu verzeihen. Tun tamen ihr boch bie Tranen. olchen Falle nicht, zu schweigen." Ames!" ergänzte er. Die Beltungen lieben es in einem Frau P ihn möglichst aus seiner unwürdigen Lage zu befreien. da benke ich es mir so: Seine Gegner glauben, daß er sich Vor allen Dingen muß ich Mittel und Wege finden, Was beabsichtigen Sie nun zu tun, gnädige Und blickten fest und bestimmt. etwas Strenges befommen, und die großen, dunklen Augen noch schärferen Schnitt als früher zu haben, thre Büge hatten Da sie ihn nur mit einem ganz flüchtigen Blid streifte alemiich furz gehalten, thr schön geformter Mund schlen einen Bolizisten, bie sich indessen den Beichnam fortzuschaffen. ebenfalls eingefunden, gehenden Herrn, der gleich mir die erschiltternde Szene ge Aber, mein Gott," wandte ich mich an einen vorüber. man das Inheil nicht, unh erschreckenbem lelintut, ben Rüdweg a ten fich baran, jezt die Auflösung der Reichsduma. Die Aurong mar längst beschlossen. Sie wurde angedroht, als man glaubte, die Duma werde Beschlüsse fassen, die aufrührerisch genannt werden konnten. Wider Erwarten war die Duma in diesem Falle besonnen, sie lehnte bedenkliche Anträge ab, und nin ist die Auflösung doch erfolgt! Unfraglich hat die Duma groze Fehler gemacht. Doch nicht an ihr allein lag die Sgulo. Aus der Revolution geboren, mußte sie weitgehende Reformen berlangen. Das Ministerium aber verweigerte jede Reform. Sie betrachtete die Duna lediglich als Bewilligerin bes Budgets und besonderer Anleihen. In der Verwaltung Rußlands hatte sich nichts geändert, sollte sich nichts ändern. Die ganze Politit tear auf einen toten Strang geraten. Auf beiden Seiten weigerte man sich, Konzessionen zu machen und so blieb es, soweit die Regierung in Betracht tam, bei Zurückweisung jeder notwendigen Aenderung in der Verwaltungspraxis und soweit die Duma in Betracht kam, bei der Aufstellung immer neuer und schließlich unmöglicher Forderungen. Unter diesen Umständen würde eine Auflösung der Duma vielleicht die Möglichkeit geboten haben, durch einen Appell an die Bevölkerung eine Vertretung zu erhalten, die mäßigere Ansprüche ellen und mit der die Regierung zu einer Verständigung gelangen würde. Doch die Absicht einer Ver= tändigung ist gar nicht vorhanden. Die Regierung Sunn sich keiner Täuschung darüber hingeben, daß eine Neuzahl eine Duma nach Petersburg hinbringen würde, die noch zabifaler als die vorige sein würde. Da die Regierung ein solches Resultat voraussehen muß, so ist es flar, daß sie mit einer späteren Verständigung gegenüber einer neuen Duma nicht rechnet, ja es ist in hohem Maße wahrscheinlich, daß sie überhaupt nicht mit einer neuen Duma rechnet. Zwar schreibt das Oktobermanifest des Zaren, durch das Supland eine Verfassung erhalten hat, ausdrücklich vor, daß Sei Auflösung einer Duma sofort Neuwahlen vorzunehmen selen, aber die Regierung hat in diesem Falle die Entschulbigung, daß das Land in der Revolution sei und daß in einem revolutionären Lande feine ordnungsmäßigen Wahlen vorgenommen werden könnten. Das wäre natürlich nur ein Vorwand, da die Regierung den revolutionären Zustand des Landes gekannt und in dieser Kenntnis die Auflösung der Duma vorgenommen hat. Was in Wirklichkeit hier in Frage steht, ist aber die russische Verfassung! Nicht die Reichsduma ist durch den Willen der Regierung gestürzt; die augenblicklich herrschende Großfürstenpartei will das ganze Ok= to bermanifest rüdgängig machen, alles, was seit dem Oftober geschehen ist, lediglich als Episode betrachten. Sie behandelt den ganzen Streit als eine Machtfrage und glaubt, augenblicklich über die reale Macht zu verfügen. Jedenfalls hegt sie aber die Besorgnis, daß ihre Macht mit jedem Tage verschwinden könne. Solange die Duma vorhanden ist und aus der Duma Reden in die Oeffentlichkeit dringen, liegt Die Gefahr nahe, daß die Destruktion in der Armee zunimmt, in ber das Bartum seinen letzten Arter verlieren würde. Man tann daher begreifen, daß die Großfürstenpartei nicht länger zögern will, einen letzten Versuch zu machen, um die Revolution niederzuwerfen. Mit welchem Erfolge das geschehen wird, steht dahin. Darüber läßt sich nichts voraussagen. Sicher scheint nur das eine, die Revolution in Rußland wird nicht aufhören, auch wenn sie jetzt eine Niederlage erleidet. Sie kann wohl zurückgeschlagen, aber nicht erschlagen werden! Das erfte ruffifche Parlament. ( Ein Rückblick.) gierung voraussahen und von einer Fortdauer der Tagung viel für Rußland erwarteten. Diese Hoffnungen sind freilich nun zerstört und das Volk wird auf die in Aussicht gestellten Reformen bis zur zweiten Duma warten müssen, wenn es nach dem Vorangegangenen noch fähig ist, zu warten. Politifche Rundfchau. Deutsches Reich. * In einem Teile der Presse war behauptet worden, daß das vom Kaiser benutzte Schiff Hohenzollern" ausschließlich jum Aviso für größere Kommandoverbände bestimmt gewesen and seine Verwendung als Kaiserschiff gegen den Willen des Reichstags erfolgt sei. Das ist nach halbamtlicher Erklärung unrichtig; es wurde damals dem Reichstage gegenüber ganz offen dargelegt, die„ Hohenzollern" sollte neben ihrer Betimmung als Aviso für größere Kommandoverbände auch als Raiserschiff verwendet und dafür eingerichtet werden. Der Reichstag hatte diese Absicht gebilligt. Kürzer war wohl kaum die Lebensdauer einer Volks. vertretung als die der russischen Duma, die durch einen Erlas des Zaren vom August 1905 berufen, am 10. Mai 1906 zu sammengetreten war, um nun nach kaum zweimonatlicher Arbeit durch Auflösung zu enden. Das erste russische ParIament wird, wenn nicht unerwartetes geschieht, auch das Iezte sein, zumt mindesten das letzte, welches nach dem gegen wärtigen Wahlmodus berufen wird. Das geht schon aus dem Wortlaut des Auflösungsdekrets hervor, das zwar eine neue Duma für März 1907 bestellt, aber nach demnächst" zu veröffentlichenden Wahlgesetzen. * Seit dem 21. d. M. tagt in Breslau der Kongreß christlicher Gewerkschaften, zu dem etwa 70 Delegierte aus allen Teilen Deutschlands eingetroffen sind. Die Begrüßung der Versammelten erfolgte durch Vertreter des Oberpräsidenten, des Regierungspräsidenten, des Oberbürgermeisters sowie durch eine Reihe anderer hoher Beamter. * In eingeweihten Kreisen verlautet, daß der Rücktritt des Unterstaatssekretärs von Mühlberg nur noch eine Frage der Zeit sei. Wahrscheinlich wird Herr von Wandhausen, der bisherige Gesandte bei der argentinischen Republik, der Nachfolger werden. * In Kopenhagen ist der Neichstagsabgeordnete Jens Jessen gestorben, der an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Johannsen seit dem Jahre 1902 den ersten schleswigholsteinischen Wahlkreis Hadersleben- Sonderburg im Reichs tage vertrat und stets ein scharfer Vorfämpfer des schleswiger Dänentums war. So wie die erste Duma zusammengesetzt war, konnte sie unter dem in Rußland herrschenden System nicht lange am Leben bleiben. Von vornherein hatte die sogenannte Kadettenpartei, die als durchaus fortschrittlich anzusehen ist, zwar die Führung in der Duma, aber ihrer Aufgabe, die Regierung zu einer freiheitlicheren Auffassung zu befehren und einen Einfluß in diesem Sinne auszuüben, konnte sie sich nicht ge= wachsen zeigen, weil es ihr selbst an innerer Festigkeit und Zusammenschluß fehlte. Ohne imstande zu sein, einen gemäßigten Verhandlungston in der Duma durchzusetzen und unnötige Schärfen im Verkehr mit den Regierenden zu vermeiden, ließ die Kadettenpartei vielmehr die rein revolutionären Elemente in der Duma vorherrschend zu Worte kommen und brachte dadurch das Parlament von Anfang an in einen uns überbrückbaren Gegensatz zum Zaren und seinen Ministern, der von Tag zu Tag schärfer wurde. Unter dem Eindruck einer fortschreitenden Erbitterung zwischen der Duma und dem Kabinett, die allerdings durch die Unfähigkeit des letzteren, die Lage zu begreifen, nur noch genährt wurde, verzettelte sich die ganze Tagungszeit des Parlaments in nußlosen Angriffe: gegen die Regierung, in endlosen Tiraden und Kritiken des Systems, ohne daß etwas Greifbares geschaffen wurde. Das Ergebnis der Tätigkeit dieser Duma ist denn auch völlig Null ge wesen, und von den einschneidenden Reformen, die man von dem neuen Parlament erwartet hatte, ist feine Ausführung gefommen, wenn man nicht etwa ein Gesetz zur Untersuchung der notleidenden Landesteile als solche Reform ansehen will. * Ein neuer Erlaß des Ministers des Innern weist die Standesbeamten an, jede im fausmännischen Beruf tätige Berson, welche sich ihnen gegenüber als Kaufmann bezeichnet, unter dieser Bezeichnung in die Staudes- legister einzutragen ind von dem Verlangen einer Epezialbezeichnung fortan ab= zusehen. frankreich. ** Es heißt, daß der Kriegsminister bereits disziplinarische Maßnahmen gegen verschiedene in der Dreyfus- Affäre kompromittierte Offiziere verfügt habe. Der Kommandant Lauth und der Oberst Rollin sollen zur Disposition gestellt werden. Beneral Andre hat ongeregt, daß Dreyfus vor versammelten Truppen der Garnison Paris im Namen der Regierung ein Ehrendegen überreicht werde. Vielleicht war es ein Fehler, daß die Dinna sich gerade in der hochwichtigen Agrarfrage auf den Standpunkt steute, alles Privateigentum müsse zugunsten der Bauern enteignet werden, während die Krone nur die Kronländereien aufteilen wollte. Tatsache ist jedenfalls, daß diese, von der Duma stets betonte Forderung im leßen Ende der Anstoß zur Aufe lösung des Parlaments war, und daß selbst die Milderung des Duma- Manifestes, das ursprünglich weit revolutionärer gefaßt war und nur notgedrungen auf seine jetzt vorliegende Fassung gebracht wurde, den Zaren von seinem Entschlusse nicht mehr ablenken konnte. Denn wenn auch der nach dem ersten Wortlaut des Manifestes unvermeidliche offene Bruch zwischen Duma und Kaiserreich noch glücklich umgangen worden war, so konnte doch der Zar nach diesen Proben ein gedeihliches Zusammenarbeiten mit der Duma nicht mehr erwarten. Ob es trotzdem am Plaze war, die Duma schon nach zwei Monaten nach Hause zu schicken, kann natürlich erst die Zukunft lehren. Es fehlt nicht an Stimmen, die gerade jetzt eine Wendung in dem Verhältnis zwischen Duma und Res Balkanftaaten. ** Immer weiter dehnt sich die Tätigkeit der bulgarischen Banden aus. Selb in den bisher verhältnismäßig ruhigen Sandschat Drama fine fie aufgetaucht. In ein dortiges Hotel warfen drei Bulgaren eine Bombe, durch die ein Grieche und eine Frau getötet wurden. Soldaten erschossen mehrere der Attentäter. Auch die umliegenden Dörfer wurden von den Banden überfaller, die auch dort Bomben warfen. Im Bezirk Rostoria gelang es, eine griechische Bande unschädlich zu nachen. Dof und Gesellschaft. † Der 23. Deutsche Radfahrer- Bundestag in Nürnberg hat beschlossen, die den Mitgliedern gewährte Haftpflichtverficherung auf weitere fünf Jahre auszudehnen, und vom 1. Januar 1907 ab eine Unfallversicherung einzurichten, mit einer Gewährung von 1000 Mark für den Todesfall und 1000 Marf für den Invaliditätsfall und 1 Mart Kurfostenbeitrag pro Tag der Erwerbsunfähigkeit. Die Kosten der Versicherung werden durch Erhöhung des Bundesbeitrages bon 3 Mark auf 3,50 Marf pro Jahr und Mitglied aufge= bracht. Ein Ausflug nach Rothenburg a. d. Tauber beschloß den Bundestag. Für das nächste Jahr wurde Stettin als Tagungsort gewählt. *** Fürst Bülow wird in Norderney bis zum 25. September bleiben. Einem bestimmt auftretenden Gerücht zufolge wird der Kaiser nach Beendigung der Nordlandreise abermals in Norderney zu einem Besuche des Fürsten erwartet. Deer und flotte. Mann, über Bord. Auf der Uebungsfahrt des neuen Turbinentorpedobootes S. 125" stürzte vor Pillau der Torpedoheizer Josef Schmidt über Bord und ertrank. † Mit einem Holzpfahl erstochen. In Lunding bei Ha Dersleben war ein 16 jähriger Junge von seinem Vater beauf tragt, eine Kuh an einen Pfahl anzubinden. Weil das Tier sich störrisch zeigte, schlug der Junge mit dem Pfahl nach ihr, wobei er mit der Spize seine danebenstehende Schwester ins Auge traf, sodaß das Kind furz darauf verschied. Das ** Ernannt wurd Darmflabt Rarl andeszuchthaus Marien hk. 3n legter Be Saleffereten, die fich fruttionen( Gittert ftigten, Setraft, bezm wungen worden, we loge zur Gerftellung Gewerbeordnung er Annahme, daß dief handwerksbe it hatten. E fann t nur ausnahmswei men derartige Arb der zuftändigen Be bere Genehmigung, art genehmigte Anl tgenehmigungspflich Cachbarn ihr gegenübe nachteiligender Fin er dem Abschlagen iemals auf Einstellun auf Serftellung von G Bifang aufliegen, tonnen † Auftreten der Reblaus. In der Gemarkung Laubenheim ift an einem alten Herde eine Reblausverseuchung mit vorläufig neun franten Stöcken gefunden worden. Auch in der Gemarkung Oberheimbach ist ein neuer Reblausherd festgestellt. † Todessturz auf der Radrennbahn. In Halle kam der Rennfahrer Huhndorf aus Leipzig bei dem Dauerrennen um das kleine goldene Rad zu Fall und zog sich so schwere Ver= legungen zu, daß er infolge eines Schädelbruches verstarb. Der Verunglückte, der entgegen den ausdrücklichen Vorschriften ohne Schutzhelm und ohne Schutzrolle fuhr, farambolierte in der 20. Runde mit seinem Motor, wodurch der schwere Sturz hervorgerufen wurde. Deutsche Unterseebote. Für die in der Ostsee demnächst stattfindenden Uebungsfahrten deutscher Unterseeboote wird das Hebungsfahrzeug ,, Oberelbe" des norddeutschen Bergungsvereins mit einer besonderen Ausrüstung versehen. Schiff wird die Unterseebote begleiten und stets zum sofortigen Eingreifen bereit sein, um bei etwaigen Störungen der UnterseeUebungsfahrten sofort das betreffende Unterseeboot mittels der installierten neuen Vorrichtungen an die Oberfläche heben zu können. Man hofft hierdurch ähnlichen Unfällen vorbeugen 3n können, wie sie sich in der letzten Zeit bei Uebungsfahrten von Unterseeboten in der französischen und englischen Marine ereignet haben. bor. Nab und fern. † Bomben- Explosion in der Nähmaschinenfabrik. In den Filialen der Singer'schen Nähmaschinenfabriken in Sosnowice und Bendzin wurden zu gleicher Zeit durch Bomben Explosionen große Verwüstungen angerichtet. Mehrere Pers fonen fomen ums Leben. An beiden Orten herrscht eine große Panit. † Ein ernster Ant nobilunfall ereignete sich in Wien, indem ein Auto an einen Baum rannte und zerschellte. Die Insassen des Automobils wurden herausgeschleudert, ein junger Mann und ein Mädchen blieben sofort tot, der Chauffeur starb bald darauf im Krankenhause. Zwei andere Insassen wurden nur leicht verletzt. † Vom 15. Deutschen Bundesschießen. Das Samstag Festprogramm brachte noch einen schön verlaufenen Münchene Turnerabend. Sonntag nachmittag 3 Uhr nahm der Ehren präsident Prinz Ludwig von Bayern die Preisverteilung Den prachtvollen Kaiserpreis erhielt Handelslehrei Jung Stuttgart, den Preis des Prinzregenten Luitpold, dei für die Standfestscheibe" Heimat" gegeben war, ein Münchener Kaufmann Brunner. Das prachtvolle Meißner Porzellan de Königs Auguf von Sachsen erhielt der Bureauvorsteher Otto Schmitt aus Suhler- Neuendorf, den Ehrenpreis der Stadt Hamburg Dr. Ludwig Lemberger aus Pessendorf in Steier mark. Den Preis des Königs von Württemberg erhielt der Gastwirt Thomas Quercher aus Lindensdorf in Oberbayern Abends wurde ein Monstrefeuerwerk auf der Bavarien höhe abgebrannt, während die Häuser längs des Bavaria ringes im Scheine einer wundervollen Jllumination er Strahlten. Mit diesem Feuerzauber" schloß das ge lungene Fest. W † Folgenschwere Explosion. In Boskowitz bei Brünn brach in einem Keller, in dem Explosivstoffe lagerten, Feuer aus. Es erfolgten zwei Explosionen, wodurch 26 Personen schwer und eine prößere Anzahl leicht verletzt wurden. † Opfer der Berge Jm Karwendel- Gebirge wird der Jurist Schulzenstein aus Berlin vermißt. Aus Innsbrud ist eine Rettungs- Expedition zur Aufsuchung des Vermißten auf gebrochen. † Schwere Schicksalsschläge. Das blinde Töchterchen einer in dem Dorfe Birkenbach wohnenden Familie, war beim Herde beschäftigt, als plöglich die Kleider Feuer fingen. Der auf das Hilfegeschrei des Kindes herbeigeeilte Vater brach beim Anblick seiner lichterloh brennenden Tochter zusammen nnd verstarb alsbald. Das Kind selbst verbrannte elendiglich da außer den beiden Personen niemand im Hause an: wesend war. † Eisenbahn- Zusammenstoß. Auf der Seabord Air- Linie fand in der Nähe von Hamlet in Nordamerika ein Zusammen stoß zwischen einem Personenzuge und einem Güterzuge statt. Dreiundzwanzig Personen, meistens Neger, fanden ihren Tod. † Familiendrama. In Kirspelwaldniel( Niederrhein] wurde ein 22jähriges Mädchen erhängt aufgefunden. Unter dem Verdachte der Täterschaft wurde die Stiefmutter des Mädchens sowie ein Kostgänger verhaftet. * Die diesjährige Landesverbandes des D rausfichtlich Sonntag, Worms abgehalten w * Das 15. Berb Naffau wird vom 1 gehalten. Mehr als bei zur Verteilung. Neue Dienst irgermeister uni hmigung des Großger Birgermeister und Beig filbernen( bezw. go enteiden find größer Banprägung hergestellt ande gtcagen werden zu Birgermeister zeigen nun des Großherzogs Ecr Meine Staatswappen, die dagegen tragen auf der auf der Südfeite den er Arone. Auf der Rü ferdem noch der Name viert werden. † Einsturz einer Eisenbahnbrücke. Als der Great Northern Expreß- Zug die Brücke über den Beaver- Canon ( Britisch Kolumbia) passierte, stürzte die Brücke ein. Soweit bis jetzt bekannt, sind nur 3 Personen ums Leben ge tommen. = Vermischtes. Die Ammen der preußischen Prinzen. Die Mmmen find, solange sie einen Prinzen oder eine Prinzessin nähien, der allerstrengsten Beaufsichtigung unterworfen. Jeder unbeaufichtigte Ausgang ist den sonst sehr freundlich, fafl familiär Behandelten untersagt. Ihr Umgang bleibt auch nicht einen Augenblick ohne Kontrolle. Selbst den Besuch ihrer Männer denn es handelt sich nur um verheiratete Frauen dürfen sie ohne Aussicht nicht empfangen. Ihre Diät und Sonstige Lebenshaltung untersteht direkt der Aufsicht der kaiser. lichen Leibärzte und einer eigens damit betrauten Palastdame, welche die Amme unter ihrer Aufsicht hat. = - Auch ein Rekord. Auf der letzten Reise des Dampfers des Norddeutschen Lloyd Großer Kurfürst" von Bremen nach Newyork sind sechs Kinder geboren worden. Eine Mutter, welche erster Klasse fubr, brachte ein Kind zur Welt, eine andere, in der zweiten Klasse, gebar Zwillinge, eine dritte, im Zwischended fahrende Frau schenkte Drillingen das Leben. Der Schiffsarzt soll fioh gewesen sein, daß es nur drei Passagierklassen gibt. =====Eine Ururgroßmutter. In unserer schnellebigen Beit gibt es immer noch eine große Anzahl von Menschen, die ein hohes Alter erreichen. Die Zahl der Hundertjährigen ist eine erstaunlich hohe. Und doch, Ururgroßmutter zu sein, dessen können sich gewiß nicht viele Frauen rühmen. Diefes äußerst seltene Vorlommnis hat sich in Wattenscheid, in der Familie des Bergmanns Beermann ereignet. Ihm wurde in diesen Tagen ein Sohn geboren. Die Ururgroßmutter des Kindes ist 98 Jahre alt und noch sehr rüftig. = = Das Niesen als Obstruktions- Mittel. Ein neues Mittel, einen unliebsamen Redner am Weitersprechen zu hindern, hat man im Wiener Gemeinderat erfunden und mit Erfolg in Anwendung gebracht. Wenn man jemanden nicht mehr hören mag, so wird nicht etwa getrampelt oder ge schrieen, sondern man nimmt eine Priese und bietet auch den Freunden die Dose an. In dem entseßlichen Nieskonzert, das dann entsteht, geht das gesprochene Wort einfach zu Grunde!" En Millionärpalast unter der Seine. Mehr als phantastisch ist die Jdee eines reichen Pariser Aristokraten, um dem Lärm der Millionenstadt zu entfliehen, sich einen Palast unter der Seine erbauen zu lassen. Nun ist dieser Palast vollendet und offenbart sich als ein Wunder an Pracht und Schönheit der Ausstattung. Aus einer Marmorgrotte gelangt man in einen 50 Fuß tiefer liegenden Empfangssalon. Nach der Hize und dem Staub der Oberwelt um fängt die Besucher dort herrliche Kühle. Von vielen Ventilatoren wird die Luft ihnen zugefächelt; in der Mitte der marmornen Halle steht ein großer Springbrunnen, in dem Fische schwimmen. Ein sanftes, abgetöntes Licht flutet durch den Raum. Von da tommt man in die Bibliothet unter dem Fluß selbst. In der Mitte der Dede ist ein Dach von grünlich weißem Glas, über das man deutlich die Fluten des Stromes fich wälzen sieht, durch die das Licht in abgedämpfter Ruhe hereinfiel. Der Spleen scheint also nicht mehr das ausschließliche Vorrecht des Engländers zu sein. - ** Die Brauereiver befgloffen, vom 1. 2 Bierpreises um 2 begründet dies in ausf Gründe jedoch blind andere Sache. Aber de Durft die Kon agen, denn alles ta broughs und Verkehr alon- nur den d der Michel das ih anreform, das in Bier Gin Fuhrwert Fundes der Landwirte, Chimer Wäldchen bei genartiger Diebstah magen, mit dunklem , wurde gestohlen. n wollte, waren Roß mond etwas von einem muß man annehm he. Der Wallach hat en an den linken Füß Dbfpreise. verwertung. Mirabel 4. Die Breife betru 11 bis 14 kt.; M.; Stachelbeeren 19 R.; Sauerteichen M.; Pfifiche 30 t; alles per Benine Sportliges nahm am 19. 68. en einen Retordverfu lords bis 30 kn tbrecher Robl und nte Marte Brennab Bom Lande. Die mirt Enttäuschungen , denn die Wolle 1,60 Rt. und m 1,10 bis 1,20. Deiterer Ridgang de dieß dem Landwir Abort, daß alle Fa Die Berlinfte durch Beiden durch Ueber in Betracht zieht, weifelhafte Kapitale Grünberg, 23. bigen ftarten Deb n 3 Stimmen -Brünberg f Bemartungsgren ionen berzinslich in Nürnberg Haftpflichtvers n, und bom urichten, mit Codesfall und art Kurtosten Cokales. 24. Juli. ** Ernannt wurde der Gefangenaufseher am Gefängnis Darmstadt Karl Hofmann zum Gefangenauss her am e Kosten der Landeszuchthaus Marienschloß mit Wirkung v. 1.August 1906. ndesbeitrages itglied aufge auber beichlog e Stettin als hk. In letzter Zeit sind verschiedentlich Inhaber von Schlossereien, die sich mit der Herstellung von eisernen Bauonftruftionen( Gitterträgern, eisernen Treppen usw.) behäftigten, Setraft, bezw. zur Aufgabe dieses Geschäftszweiges Freuden wird dieser Beschluß von den meisten Geschäftsleuten Grünbergs und den Bewohner der an der Strecke liegenden Ortschaften begrüßt werden. Durch die früheren Entschließungen des Gemeinderats, weder Gelände noch Geld zu geben, hatte sich in den unserer Stadt zunächstliegenden Gemeinden eine gewisse Verstimmung bemerkbar gemacht, infolgedessen manches Geschäft unserem Plaze entzogen wurde. Wir wollen hoffen und wünschen, daß durch den neuen Beschluß unseres Gemeindevorstandes die Stimmung umshlägt und der frühere lebhafte Verkehr zwischen Stadt und Land zum allgemeinen Besten, wieder eintritt. Gegen die Sehrt, Heinrich Spamer und Christoph Trinkaus. Die 3eit wird lehren, ob deren Standpunkt der richtige gewesen ist für die gesamte Gemeinde. ding bei Has gezwungen worden, weil sie die für die Errichtung einer Bater beauf Anlage zur Herstellung eiserner Baukonstruktionen nach§ 16 Bewilligung stimmten die Gemeinderatsmitglieder Heinrich Jeil das Tier fahl nach ihr, Schwester ins 5. Laubenheim ng mit vor Auch in der erd festgestellt. alle tam der der Gewerbeordnung erforderliche besondere Genehmigung in der Annahme, daß diese nur für Fabriken, nicht aber auch fir Handwerksbetriebe notwendig sei, nicht eingetolt hatten. Es fann daher allen Gewerbetreibenden, die richt nur ausnahmsweise und die in vollständig geschlossenen Räumen derartige Arbeiten ausführen wollen, geraten werden, bei der zuständigen Behörde die nach§ 16 erforderliche befondere Genehmigung, evtl nachträglich nachzusuchen. Eine schwere Ver nichtgenehmigungspflichtigen Anlagen berart genehmigte Anlage genießt auch im Gegensatz zu den den Vorteil, daß ches verstarb. Nachbarn ihr gegenüber wegen etwa von ihr ausgehender n Vorschriften benachteiligender Einwirkungen, z. B. des mit dem Nieten schwere Sturz niemals auf Einstellung des Gewerbebetriebes, sondern nur ober dem Abschlagen der Träger verbundenen Geräusches, auf Herstellung von Einrichtungen, welche die benachteiligende errennen um Cambolierte in * Grünberg. Unfall. Auf dem Haasschen Säge werk wurde der Fuhrmann Conradi- Beltershain von einem bom Wagen fallenden Baumstamm so unglücklich getroffen, daß er ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußte. * Homberg a. d. Ohm, 23. Juli. Die hiesige Apotheke ging zum Preise von 95000 Mt. an den Apothefer Nöl über. Der Vorbesizer. Apotheker Hunrath, hatte die Apothefe 1875 für 35 000 Mt. erworben. Wie verlautet, ist die Stadt Alsfeld wegen Konzession einer zweiten Apotheke für Alsfeld beim Ministerium vorstellig geworden. In Hessen werden Apotheken Konzessionen nicht mehr an Bivatpersonen, sondern nur noch an Körperschaften, brit. In den Bix fung ausschließen, bezw. auf Schabloshaltung flagen wie Kreise, Gemeinden usw. verliehen. En Sosnowice Cch Bomben= Nehrere Pers fönnen. * Die diesjährige Landesversammlung des Hessischen herrscht eine Landesverbandes des Deutschen Flottenvereins wird voraussichtlich Sonntag, den 14. Oktober, im Festspielhause зи Worms abaehalten werden. fich in Wien, rschellte. Die hleudert, ein ort tot, der Zwei andere bei Brünn gerten, Feuer 26 Personen wurden. rge wird der Innsbrud ist Sermißten auf Sord Air- Linie ein Zusammen Süterzuge statt. Den ihren Tod. der Great Beaver- Canon e ein. Soweil Leben ge . Die Ammen izesin nöbien, orjen. Jeder reundlich, faft ig bleibt auch n Besuch ihrer Piratete Frauen Ihre Diät und ficht der taifer auten Balast at. e des Dampfers von Bremen Fine Mutter, ur Welt, eine eine dritte, im en das Leben. es nur drei r schnellebigen von Menschen, Sundertjährigen mutter zu sein, ihmen. Diefes enscheid, in der - Ihm wurde großmutter des . Ein neues tersprechen zu nden und mit emanden nicht mpelt oder ge Sietet auch den Niestonzert Ort einfach zu me, Mehr als r Aristokraten, en, fich einen Run ist dieser der an Pracht Marmorgrotte en Empfangs Oberwelt um Von vielen in der Mitte ngbrunnen, in es Licht flutet Die Bibliothel Dede ist ein an deutlich die e das Licht in fcheint aljo Engländers * Das 15. Verbandsschießen des Gaues Hissen und Nassau wird vom 12. bis 15. Auguft ds. Js. in Haiger abgehalten. Mehr als 30 wertvolle Ehrenpreise kommen dabei zur Verteilung. Neue Dienstzeichen für die hessischen Bürgermeister und Beigeordneten. Mit Genehmigung des Großherzogs sind die Dienstzeichen für die Bürgermeister und Beigeordneteo geändert worden. Die neuen silbernen( bezw. goldener, für die Städte bestimmten) Dienstzeichen sind größer als die seitherigen; sie werden in Glanzprägung hergestellt und mit Desen versehen, um am Bande gtragen werden zu fönnen. Die Dienstzeichen der Bürgermeister zeigen nunmehr auf der Vorderseite das Bildnis des Großherzogs Ecnst Ludwig, auf der Rückseite das eine Staatswappen, die Dienstzeichen der Beigeordneten dagegen tragen auf der Vorderseite das große Staatswappen, auf der Rückseite den Allerhöchsten Namenszug E. 2. mit der Krone. Auf der Rückseite der beiden Dienstzeichen wird außerdem noch der Name der betreffenden Gemeinde eingraviert werden. ** Die Brauereivereinigung von Cassel und Umgebung bat beschlossen, vom 1. Auguft an eine Erhöhung des Bierpreises um 2 Mt. pro Hektoliter eintreten zu lassen und begründet dies in ausführlicher Weise. Ob das Publitum diese Gründe jedoch blindlings anerkennt und würdigt, ist eine andere Sache. Aber schließlich wird der vielgepriesene deutsche Durst die Konsumenter schon zuc Kapaulation wingen, denn alles kann der Deutsche tragen Bölle, Berbrauchs- und Verkehrssteuern in beliebiger Höhe ein geschlossen nur den Durst erträgt er nicht". Und so wird der Michel das ihm verordnete Pulverchen Reichsfinanzreform, das in Bier gelöst zu nehmen ist, schon schlucken. - Ein Fuhrwert gestohlen. Bei dem Feste des Bundes der Landwirte, das am vergangenen Sonntag im Offenheimer Wäldchen bei Friedberg gefeiert wurde, wurde en eigenartiger Diebstahl verübt. Ein viersißiger gelber Jag bwagen, mit dunklem Wallach bespannt, der etwas abseits hand, wurde gestohlen. Als der Besizer die Heimfahrt antreten wollte, waren Roß und Wagen verschwunden. Da niemand etwas von einem durchgegangenen Pferde gemerkt at, muß man annehmen, daß das Gefährt gestohlen burbe. Der Wallach hat eine weiße Blesse und weiße Abichen an den linken Füßen. * Obstpreise. Wochenbericht der Zentralstelle für 06ftverwertung. Mirabellen, Pfirsiche und Aprikosen werden ucht. Die Preise betrugen: rote und weiße Johanniseren 11 bis 14 t.; schwarze Johannisbeeren 16 bis 18 Mt.; Stachelbeeren 12 bis 14 Mt.; Heidelbeeren 12 bis 15 Mt.; Sauerk.rschen 28 Mt.; andere Kirschen 15 bis Mt.; Pficfiche 30 bis 40 mt.; Frühbirnen 15 bis 16 Mt.; alles per Zentner. a- Sportliches Der Berliner Dauerfahrer Demte nternahm am 19. ds. Mts. auf den Münchener Radrennhnen einen Retordversuch. Es gelang ihm, die bestehenden Beltrefords bis 30 km zu schlagen. Ebenso wie die Retortbrecher Robl und Dickentmann fährt auch Demte die kannte Marte Brennabor. * Vom Lande. Die Scha fzucht, welche schon manchem andwirt Enttäuschungen gebracht hat, steht vor einem neuen erluft, denn die Wolle,( Rückenwäsche), welch: bis vor zem 1,60 Mt. und mehr kostet, ist in den letzten Tagen 1,10 bis 1,20 Mt. das Pund im Preise gesunken und weiterer Rückgang der Wollpreis: soll zu erwarten sein. ist dies dem Landwirt um so rätselhafter, da man doch berall hört, daß alle Fabriken flott beschäftigt sind. Wenn an die Verinste durch Krankheiten, die Unannehmlichkeiten Weiden durch Uebertritt der Schafe auf fremde Grundide in Betracht zieht, so ist und bleibt die Schafzucht ezweifelhafte Kapitaleanlage. L. Grünberg, 23. Juni.( Eingesandt.) Nach riftündigen starten Debatten beschloß der Gemeinderat mit gegen 3 Stimmen zu der projektierten Eisenbahn -Grünberg fostenlos das Gelände innerhalb erer Gemarfungsgrenze zu stellen und 40 000 Mark Obligationen verzinslich zu 33% zu übernehmen. Mit * Wetzlar. Weidmannsheil. Infolge Lungenwurms sind im letzten Jahre sehr viele Rehe im Kreise und der weiteren Umgebung eingegangen. Bur großen Freude der Jäger scheint nunmehr diese Krankheit zum Stillstand gekommen zu sein, da der Rehstand sich schon wieder beträchtlich vermehrt hat. * Wetzlar Niedergirmes, 23. Juli. Gestern fand hier das diesjährige Haupt, aben und Konturrenzschießen des Lahn- Dill- Schüßenbundes statt. * Cassel, 23. Juli. Der Kaiser wird bei seinem Besuche in Wilhelmshöhe im August der deutschen Kolonialschule im benachbarten Witzenhausen einen Besuch abstatten und dann einer Einladung der Familie Hanstein folgend die eine Stunde von Wizenhausen entfernte Burgruine Han ftein besichtigen. Neueste Nachrichten. CB. Wiborg, 23. Juli. Das Manifest der hier versammelten Duma Abgeordneten fordert das Volk auf, keine Steuern zu zahlen und nicht einen Soldaten zu stellen, ferner jede Gewalttätigteit energisch abzuwehren.( Also: be= waffnete Revolution! D. Red.) Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 25 Juli. Wolfig bis trüb, leichter Gewitterregen, etwas fühler, veränderliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marktberichte. Sieken, 24. Juli. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter Der Bfb 110-1.20 M., Sübnereter per Stid 6-7 Vfq., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Pfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben ber Paar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 Mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse ber Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 78-86 Pfg., Rind: fleisch per Pfd. 70-72 Pfg., Schweinefleisch per Pfs. 80-91 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 94-00 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 80-84 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 Pig., Kartoffeln per 10 Kilo 6.00-7.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 Mt., Weiskraut per 3tr. 00-00 Wif., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per 3tr 00-00 Mt., Zwetschenper 3tr. 0.00-000 Mt., Kirschen per Pfd. 30-40 Pfg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 23. Juli. Fruchtmarkt. E8 notterten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Weiterauer § Lich, 23. Juli. Giltigkeit der Beigeordnetenwahl. Der Kreisausschuß Gießen hat die Wahl Me 18.90-19.00, furhessischer Mr. 18 90-18 00 Roggen, hiesiger des Herrn Hellers zum Beigeordneten für gültig erklärt. § Lich, 23. Juli. In der Freitag- Nacht fam in dem Hause des Handelsmannes Hirsch ein Feuer zum Ausbruch, das aber glücklicherweise durch unsere Feuerwehr alsbald gelöscht werden fonnte. * Flensungen. In dem benachbarten Dörfchen SolmsIlsdorf brach in der Scheune des Landwirts Magel Feuer aus, das so schnell um sich griff, daß nur mit Mühe das Vieh gerettet werden konnte. Wohnhaus und Scheuer brannten bis auf die Grundmauern nieder. Durch rasches Eingreifen der Flensunger, Lardenbacher und Ilsdorfer Feuerwehren konnten die Nachbargebäude des Landwirts Velte gerettet werden. * Freienseen. Kirchweihfreuden. Bei der Kirch. weih tam es zwischen Laubacher und Lardenbacher Burschen zu ernsthaften Schlägereien, in deren Verlauf es blutige Gesichter gab und auch der einschreitende Ortsbiener nicht unbehelligt blieb. Ursache der Rauferri bildete, daß nach der Behauptung der einen Partei ihr bei der General. musterung in Schotten von der Gegenseite zwei Fahnen von ihrem Wagen weggenommen worden seien. Da Unter. suchungen bereits eingeleitet sind, dürfte die Geschichte ein gerichtliches Nachspiel haben. * Butzbach. Ein zum Transport nach Marienschloß bestimmter Gefangener bekam dieser Tage den noblen Einfall, sich bei seiner Ankunft am hiesigen Bahnhof zu weigern, den Weg nach dem Zuchthaus zu Fuß zurückzulegen. Er warf sich auf den Boden und belästigte das Pablikum. Man sah sich schließlich genötigt, einen Wagen zu beschaffen, der den widerspenstigen Burschen an seinen Bestimmungsort brachte. Vielleicht richtet die Regierung für die verehrten Sträflinge einen Automobilverkehr zwischen dem Bahnhof und dem Zuchthaus ein. A Friedberg, 23. Juli. Die 46. Wander- Versammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins fand heute Vormittag von 10 Uhr ab im Gasthause zum Ratsfeller statt. Die 47. Wanderversammlung 1907 wird in Büdingen abgehalten. Lehrer Buß- Leihgestern hielt einen Vortrag über" Spekulative Fütterung der Biene." Die Die spekulative Fütterung ist von großen Nugen, wenn sie nicht zu früh angewandt wird, sie reizt zu erhöhter Tätigkeit. Homburg. Wie verlautet wird sich die Kaiserin zur Einweihung des Landgrafendenkmals am 22. Auguft nach hier begeben. * Fulda, 23. Juli. In der Bischofswahl hat das Domkapitel zunächst dafür zu sorgen, daß binnen vier Wochen dem König eine Kandidatenliste vorliegt. It etner der vorgeschlagenen, was hier schon mehrmals der Fall war, dem Landesfürsten minder genehm, so wird sein Name einfach von der Liste gestrichen. Weist sie auch dann noch mindestens drei unbeanstandete Namen auf, so ist die Vorlage einer neuen Kandidatenliste nicht nötig und es tann sofort zur Wahl geschritten werden. Auch diesmal hat man wieder einen Geistlichen der heimischen Diözese für das Oberhirtenamt im Auge. Frankfurt, 23. Juli. Im allerengsten Familienkreise, in förperlicher und geistiger Frische, beging am Samstag Professor Julius Stockhausen seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar hatte jede offizielle Feier und jeden Empfang abgelehnt. Troßdem ließen es sich einige seiner besten Freunde nicht nehmen, den Tag mit ihm zu feiern. Telegraphische Glückwünsche übersandten u. a. die Erbprinz ssin Elisabeth von Anhalt- Dessau, Graf Hochberg, Kultusminister v. Studt, der Landgraf von Hessen, Regierungspräsident v. Meister, ferner Joachim, Bruch, Karl Reinicke, die Hamburger Philharmonie, der Basler Gesangvereia und viele andere. * Mainz, 23. Juli. Die hiesige sozialdemokratische „ Volkszeitung" geht am 1. Oftober in den Besitz der sozial. demokratischen Partei über. mr. 00.00-00.00, russischer Mt. 16.30-17.00 Gerste, hiesige Mr. 17.25 bis 1775, Pfälzer Mr. 17.00 bis 17.60, fränkischer Mr. 17.75-18.00, Riedgerste Mt. 17.- bis 18.25 Hafer, hiesiger und Wetterauer Wt. 00.00-0000, turhessischer Mr. 17.00-18 75, bay erischer Mr. 00.00-00.00, Mais, Mired Mr. 13.50-13.50. Alles bro 100 Kilo ab hier. MehI wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26 75-27.75, feinere Marten Mr. 28.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mt. 24.75 bis 25 75, feinere Marken Mt. 25.75-27.75 hiesiges Nr. 2, Mt. 24.25-24.75, feinere Marken Mt. 25.00-25.75, hiesiges Str. 4, Mt. 20.75-21.25 feinere Marten Mr. 22-22.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mt. 24. biz 24.50, do. 1 Mt. 22.25-22.75, do. 2 Mt. 18.00-19. Weizenschalen Mt. 4.95-5.05, Weizenkleie Mt. 4.95--5.15, Roggenfleie Mf. 5.35-5.50, Weizenfuttermehl Mt. 6.75-8.00. Notierungen der Frankfurter Bichmarktpreise Frankfurt a. M., 23. Juli 1906. Zum Verkauf panden: 486 Dysen, 83 Bullen, 803 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 209 Kälber, 329 Schafe und Hämmel, 1351 Schweine, 0 Biege. 0 Ziegen und Schaflämmer. Bezahl wurden für 100 Pfund Schlacht| LebendDchien: a. volfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge flischige, nicht ausgemästete unu ältere ausgemäftete c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. vollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwectes b. vollfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Rühe und Färsen( Stiere und Kinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) Ma gewicht gewicht Mo 80-82 74-76 - 67-69 71-73 67-69 - 75-76- 72-74 - 56-58 - - 1 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 1 landw. Magd, 3 Idw. Arbeiter, Ziegeleiarbeiter, 5 Bauschlosser, 2 Wagner, 5 Schreiner, Erdarbeiter, 1 Installateur, 3 Glaser, 4-5 fräftige Arbeiter, 2 junge Hausburschen, 2 Fahrburschen, 6 Dienstmädchen, 4 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Kutscher, 1 Mädchen zur Aushilfe( tagsüber). Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 Wasch- nud Puzfrauen, 1 Flickerin, 1 Heizer, 1 Glaser, 1 Kaufmann, 1 Lauffrau, 1 Haus- oder Bureaudiener, 1 Schreibgehilfe. Verantwortlich für die tolitik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Das Haar gehört unzweifelhaft zu den hervorragendsten menschlichen Schönheitsattributen, und leider fangen die Unglüdlichen, bei denen der Haarausfall oder Haarschwund begonnen, zu spät an, das Uebel zu befämpfen. Es ist deshalb notwendig, täglich ein Haarwasser zu gebrauchen, um diesen Uebelstand zu verhindern und um schönes Haar in seiner natürlichen Farbe zu erhalten. Dies wird ganz sider durch Carboline erzielt. Erhältlich in Drogerien, Parfümerien und Apotheken oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. Betr. Die Abhaltung des Jugendfestes. Bekanntmachung. Donnerstag, den 26. Juli 1. J., nachmittags von 2 Uhr ab, wird das diesjährige Jugendfest im Philosophenwald abgehalten werden. Zwecks Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit bestimmen wir hiermit, daß an genanntem Tage von 12 nachmittags ab der Fuhrwerksverkehr Zum neuen Saalbau. ( früher: Steins Garten.) Dienstag, den 24. Juli: Grosses Konzert zum Besten des Invalidendank ausgeführt von der Jugendfest. Des diesjährige Jugendfeft, zu welchem 353 Kinder angemeldet worden sind, soll Donnerstag, den 26. Juli 1906 im Philosophenwald abgehalte werden. nach dem Philosophenwald nur den Mittelweg entlang Kapeile des Inf.- Regts. Kaiser Wilhelm( 2. Gr. Hess.) Nr. 116 feinen Weg durch die Grünbergerstraße nach dem Fet und von da zurück nach der Stadt nur durch die Eichgärten, von 6 Uhr nachmittage ab aber in umgefehrter Richtung bewerkstelligt werden. unter Leitung des Grossh. Musikdirektors Hern C. KRAUSSE. Das Publikum wird gebeten, sich nicht in den Zug Anfang 8 Uhr. hineinzudrängen, auch nicht die Spielpläge im Philosophenwald zu betreten oder in die Spiele einzugreifen. Gießen, den 21. Juli 1906. Grekh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die am Jugendfeft teilnehmenden Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule versammeln sich Donnerstag, den 26. Juli um 13/4 Uhr nachm. auf dem Hof der Bürgermeisterei. Gießen, den 23. Juli 1906. Für den Festausschuß. Curschmann. Bekanntmachung. Der diesjährige lette Impftermin in Gießen findet Mittwoch, den 25. Juli von 5 bis 6 Uhr Eintritt 50 Pfg Verein ,, Contentia" Gießen Sonntag, den 29. d. Mts., auf der Schönen Aussicht": " Italienische Nacht= berbunden mit Einweihung der Standarte. Streichmusik! Streichmusik! Nichtmitglieder fönnen eingeführt werden und sind solche herzlich willkommen. Der Vorstand, Anfang abends 8 Uhr. ſtatt. Die Angehörigen der noch rückständigen Impflinge Ein Juwel werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre Kinder zartes, reines Gesicht, privatim impfen lassen müssen, wenn sie diesen letzten ein Termin nicht wahrnehmen und ein Aufforderungs- rosiges, jugendfrisches Aussehen, weine, fammetweiche Haut und bezw. Strafverfahren nach dem Reichsimpfgesetz ber- blendend schöner Teint. Alles dies meiden wollen. Gießen, den 20. Juli 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. wird erreicht durch: Stedenpferd Lilienmilch- Seife b. Bergmann& Co., Radebeul mit Schußmarte: Steckenpferd. à Stück 50 Pfg. bei: Carl Haberkorn Nachfl. Bei der unterzeichneten Behörde ist alsbald eine und Apotheker Schäfer, Schuhmannstelle mit einem Anfangsgehalt von 1320 Mt., steigend jährlich um 30 Mt. bis zum Höchstgehalt von 1800 ME. zu besetzen. Geeignete Bewerber, die während ihrer aktiven Dienstzeit beim deutschen Reichsheer oder der deutschen Marine mindestens 3 Jahre Unteroffizier gewesen find, wollen sich unter Vorlage selbstgeschriebener Gesuche, denen die Militärpapiere, sowie Führungszeugnisse betzuschließen sind, bis 20. August 1. Js. melden und sich vormittags zwischen 10 und 12 Uhr vorstellen. Gießen, den 21. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Betrifft: Schweineseuche unter den Schweinen des Moses Keßler zu Gießen. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Moses Keßler dahier ist die Schweinefeuche ausgebrochen. angeordnet. Gießen, den 23. Juli 1906. Gehöftsperre ist Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Marktstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Durchfahrt der Eisenbahn- Unterführung am Neustädtertor von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 21. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Eichweg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 21. Juli 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 30. Juni 1906 angeordnete Sperre der Braugasse wird hiermit aufgehoben. Gteßen, den 23. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 18. Juni 1906 angeordnete Sperre der Ebelstraße zwischen Riegelpfad und Wilhelmstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Grünberg. Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig! Spielend leicht! Offert. u. A. B. a. Annoncenexpedit. Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Lesen Sie Die Hilfe! Politische Wochenschrift vierteljährlich 1,50 M. durch Buthhandel durch Post Herausgeber: FR NAUMANN Berlin- Schoneberg Verlangen Sie unter Berufung auf diese Anzeige ein kostenloses ProbeAbonnement vom Buchverlag der = hilfe". Berlin- Schöneberg.= Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Flechten Bass. and trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, Nachmittags 2 1hr stellt sich der Festzug in de Oft- und Südanlage zum Abmarsche auf und nimmt plaze. Erwachsenen Personen ist das unbefugte Herein drängen in den Zug, sowie das Betreten der Spielpläte und das Eingreifen in die Spiele strengstens untersagt An den Eingängen zum Festplatz wird zur Be streitung der Kosten von allen nicht zum Zug gehörenden Festteilnehmern ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. erhoben. Im Vorverkauf, der bis zum 26. Juli mittags 12 Uhr dauert, werden Eintrittskarten à 25 Pfg. abgegeben Dieselben sind zu haben: im Geschäft von 2. Althof Walltorstraße Nr. 16, in den Schreibmaterialienhandlungen von E. Balser Mäusburg Nr. 11, F. Kühn Selterswe Nr. 36, K. Steinhäuser Neuen- Bäue Nr. 17. Die vorhe gelösten Karten sind an den Kassenstellen im Walde borzuzeigen. Von nachmittags 22 Uhr an läßt die Omnibus gesellschaft ihre Wagen vom Neuenwegentor aus alle Viertel stunde nach und von dem Philosophenwalde verkehren, worauf aufmerksam zu machen wir nicht versäumen wollen. Hausierern mit Luftballons, Pfauenfedern und Lärm inftrumenten ist der Zutritt zum Festplaße untersagt. Gießen, den 20. Juli 1906. Für den Festausschuß: Curschmann. Bekanntmachung. Die unterm 7. Juli 1906 angeordnete Sperre de offene Füsse Mäusburg wird hiermit aufgehoben. Beinschäden u. Beingeschwüre derbeine, böse Finger, alte Wunde sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift. Säure, Dose Mk. 1.-. Nar ocht in Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firma Rich. Schubert& Co., Wein böhla. Fälschungen weise man zurück.( Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoetett, Venet. Terp., Kampferpflaster, Perubalsam je 5, Eigelb 20, Carysarobin 0,5. En haben in den moleton Aretheken Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monatl. genügt! Keme ausländische Sache! Streng reell! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Prospekt durch alleinige| Annahmestelle Chr.Hummel München, Römerstrasse 3. * g. Blutstod. Timerman Hilfe amburg Fichteftr. 33 u. meine hier t. D. pat. Neuheit. Zum Luhns waescht am besten Jugendfeste! 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Juli 1906 angeordnete Sperre der Bleichstraße zwischen Garten- und Goethestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. Juli 1906. Großh. Polizeiant Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Das 2. Ziel Gemeindesteuer für 1906 ist bei Vermeidung der Beitreibung bis Ende ds. Mts. zut hiesigen Stadtfasse zu entrichten. Zahltage: Täglich vormitags, mit Ausnahme des 26. und 31. d. Mts. Gießen, den 24. Juli 1906. Der Stadtrechner: Doepfer. Verdingung. Die zur teilweisen Sohl- Befestigung des Haupt flutgrabens im Neustädter- Feld erforderliche Lieferung bon 200 Ifdm. Zementbetonrinnen soll öffentlich be geben werden. Angebote auf Vordruck sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Writtwoch, den 1. August, vormittags 10 Uhr auf unseren Amtszimmer Neuen- Bäue 22 einzureichen woselbst die Eröffnung der eingegangenen Offerten in Gegenwart etwa erschienener Bieter erfolgt. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 21. Juli 1906. Städtisches Tiefbauamt. J. V.: Köhler. 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Die gegenwärti Reihe dem amerikan nationalen Parlame fier wieder um terung von Unmög mit daran, ein inte Befugnis fchaffen zu den Vorschlag des ferenz möge erklär wenn die Hanger K auf Organisation u wenn die Mächte d ferenz genehmigten. Hanger Friedenskonf foll ihr ein genau eingeräumt werden. raumen, sondern in Ein weiterer 2 interparlamentarische langt den Entwur Schiedsgerichtsvertra Blener will diesen die den Wunsch aus Der zweiten Haager miffionen ermächtig Kodifikation und gebung tunlichst zu dem vorigen auf ei Konferenz. Endlic des Privateigentum Gebrauch neuer fchießung bon a referiert werden. Aus alledem Friedensvereinigun einflussung und Regierungen in ih und ihnen die Entwickelung die werden tann. Die fann nicht unmittel Friedensvereinigung Friedensvereinigung Aufgabentreis ist wird noch weiter Sticht plößliche Gr Une Erfolg wird Nac Der Petersbu telegraphiert, die fa Der Bar jei ge unterzeichnen. De reaftionären Sofba