Nr. 197 baltion u.Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 38. Fernsprechanichink Nr. 362. Donnerstag, den 23. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratiabetlagen: Oberbeffifche Familienzeitung( und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden po frauen im Amt. Bor wenigen Tagen war die Nachricht verbreitet worden, 28 sei eine Verfügung ergangen, die auf den Bahnhöfen tätigen weiblichen Schalterbeamten aus dem Dienst allmählich zu entfernen und fie fernerhin im Bureaudienst zu verwenden. Als Grund wurde angeführt: die Damen verständen im Verkehr mit dem Publikum nicht den rechten Ton zu finden und regten fich auch allzuleicht auf. Die ganze Meldung war nicht wahr. Eine solche Verfügung sei weder erlassen noch beabsichtigt, die angeblichen Wahrnehmungen, die eine geringere Verwendbarkeit der weiblichen Beamten für den Schalterdienst dartun sollten, sind an leiner zuständigen Stelle gemacht oder zur Sprache gebracht worden. Und wenn es geschehen wäre, so läge immer noch lein Grund vor, fich aufzuregen. Es gibt ganz gewiß weibliche Beamte, die den rechten Ton für den Verkehr mit dem Bublifum nicht immer zu treffen wissen, und die sich leichter aufregen als gut ist. Es wird ratsam sein, solche weibliche Beamte vom Schalterdienst zu befreien und sie dem ruhigeren Bureaudien zuzuführen. Damit wird ihnen und dem Vorgesezten und dem Publikum gleichmäßig gedient sein. Gegen die weiblichen Beamten überhaupt spricht das aber nicht und eg würde niemals eine allgemeine Maßregel in der angedeuteten Richtung rechtfertigen. Denn was von den weiblichen Schalterbeamten gesagt ist, das trifft aufs Haar auch für einzelne männliche Schalterbeamte zu. Jeder von uns hat wohl schon einmal einen nervösen und in der Wahl seines geschäftlichen Verkehrstons nicht sehr glücklichen männlichen Schalterbeamten getroffen, hat wohl gar Beschwerden geführt und dann nach einiger Zeit wahrgenommen, daß der erreg bare Herr vom Schalter verschwand, um in der geringeren Haft der Bureautätigkeit das gestörte Gleichgewicht wieder zu gewinnen. Wegen solcher Einzelvorfälle wird weder die gesamte weibliche noch die gesamte männliche Schalterbeamtenschaft ausgeschaltet. Es ist nicht daran zu denken, daß auf irgend einem Gebiet die Beamtin, die einmal Platz gefunden hat, wieder verschwindet. Sie hat sich den Plaz erobert, nicht im Sturm, sondern gegen vielfache Vorurteile, gegen hartnäckige Abneigung. H Und nach der Eroberung, noch lange nachher, mußte sie ihn verteidigen. Denn nur versuchsweise wurde sie zugelassen, und eingehende, ausdauernde Prüfung hatte sie zu bestehen, ehe fie bestätigt wurde und in den Hafen der Etatsmäßigkeit" einlief. Wer solche Proben ausgehalten hat, der verschwindet nicht ohne weiteres von der Bildfläche, der wird nicht durch eine einfache Verfügung generell von dem eroberten Territorium ausgewiesen und verbannt. Wir wollen damit nicht sagen, daß der weibliche Beamte überall fich zu zeigen hätte. Zu solchem Wunsch haben wir leine Veranlassung. Denn wir sind mit der männlichen Beamtenschaft im Großen und Ganzen recht gut ausgekommen. Aber wir möchten der weiblichen Beamtin, die sich bewährt hat, nichts in den Weg gelegt wissen, auch nicht darin, daß fie fich auf noch anderen Gebieten bewährt. Das FortSchreiten mag langsam sein, sehr langsam sogar, wenn man es durchaus nicht anders haben will; aber völlig unterbunden und ausgeschlossen sollte es nicht werden. Dazu haben wir vor der Frau viel zu viel Achtung, als daß wir ihr den Stempel der Minderwertigkeit unter allen Umständen aufgedrückt sehen möchten. Es heißt aber, die Frau für unbedingt minderwertig erklären, wenn man ihr grundsäßlich die Fähigkeit abspricht, die Vorgesetzte eines männlichen Beamten zu sein. Es unterliegt gar keinem Zweifel, daß es viele Frauen gegeben hat und gibt, die nach Bildung und Verstand biele Männer weit überragten, die auch im praktischen Leben autoritative Stellungen bekleideten, musterhaft wahrnahmen und auch Männern gegenüber sich in voller Geltung erhielten. Jedes größere Geschäft kennt solche Frauen. Wenn nun eine solche tüchtige Frau Beamte geworden ist, so liegt unseres Erachtens kein ausreichender Grund vor, ihr eine Stellung nach ihrer Tüchtigkeit zu versagen und sie als Untergebene da zu halten, wo sie besser die Vorgesetzte wäre. Der männliche Beamte braucht sich, wofern er tüchtig ist, vor der weiblichen Konkurrenz nicht zu fürchten; und wenn er sich fürchtet, so taugt er nicht sehr viel. Er wird auch nicht verdrängt werden. Doch ein Plätzchen an der Sonne sollte man den Frauen gönnen. Ein deutsch- franzöfifcher Konflikt. Die Streitigkeiten zwischen Angestellten deutscher und französischer Gesellschaften im Kongogebiet an der Grenze von Süd- Kamerun erhalten jetzt neue Beleuchtung durch eingegangene Berichte an die auf deutscher Seite beteiligte Hamburg- Afrikagesellschaft. Französische Blätter, vor allem der„ Matin" behaupteten, die deutschen Händler hätten die" Eingeborenen zum Kautschukraub auf französischem Gebiet angehalten und zu diesem Zwed in den französischem Einfluß unterstehenden Dörfern Heimliche Niederlassungen errichtet. Auch sollten die Deutschen trotz der Verbote Pulver and Waffen über die Grenzlinie gebracht haben. Englische Firmen hätten sich des gleichen Raubhandels schuldig gemacht. Diesen scharfen Beschuldigungen tritt nun die Hamoury Afrikagesellschaft mit der Erklärung entgegen, daß der umstrittene Ort auf deutschem Gebiet liege. Die von französischer Seite aufgebauschten Vorkommnisse seien absolut harmloser Natur und, soweit fie ernsterer Art sein sollten, überhaupt erfunden. Einen Hauptpunkt der Beschuldigungen bildete die Tatarennachricht, mit der Hamburg- Afrikagesellschaft in Verbindung stehende Schwarze hätten auf einen französischen Agenten geschossen. Selbst der die französische Grenzkommission befehligende Hauptmann Cottes messe diesem angeblichen Vorfalle keine Bedeutung bei und habe seine Regierung in befriedigender Weise aufgeklärt. Die Hamburg- Afrika- Gesellschaft ist der Meinung, daß die übertriebenen Gerüchte zurückzuführen sein werden auf das rücksichtslose Vorgehen der An gestellten der französischen Gesellschaften, welche glauben, verständnislose Schwarze vor sich zu haben. Im Großen und Ganzen scheinen sich die Streitigkeiten aus Konkurrenzmanövern entwickelt zu haben, wie sie überall vorkommen. Weder auf deutscher noch auf französischer amtlicher Seite ist man deshalb geneigt, die Sache tragisch zu nehmen. Trotzdem ist die baldige Durchführung der begonnenen Grenzregulierung zu erhoffen, damit Unflarheiten in Zukunft vermieden werden fönnen. Dolitifche Rundfchau. Deutsches Reich. * Zu den Beratungen des Deutschen Katholikentages am Mittwoch war auch der Legat des Papstes, Kardinal Vanutelli erschienen. In der zweiten öffentlichen Generalversammlung sprach zunächst Abg. Oberlandesgerichtsrat Burlage- Oldenburg über die römische Frage." Er forderte die volle Freiheit und Unabhängigkeit des Papstes. Soll der Papst frei sein, so darf er nicht einer fremden Gesetzgebung unterworfen sein: Untertan oder Souverän. Ein Drittes gibt es nicht. Wie fann ein Staat sich befugt halten, den Papst seiner Gesetz gebung zu unterwerfen, das Oberhaupt der Religion, welche nicht die Religion eines Staates, sondern die Religion aller Staaten ist. Das Papsttum ist international oder richtiger gesagt übernational." Ritter von Kralik- Wien regte die Gründung einer katholischen Universität an. Prof. Dr. ZahnStraßburg sprach u. a. gegen das Nackte in der Kunst. Jede unbegründete Gewandlosigkeit ist unnatürlich. Der Körper trägt die Kleidung nicht bloß zuin hygienischen Schuh, sondern auch zum moralischen Schutz." In seinem Vortrag über die Frauenfrage geht Seminarpräses Lausberg- Köln auf die Entwickelung und Ziele der Frauenbewegung ein und erkennt deren Berechtigung nur soweit an, als sie sich auf christlicher Grundlage befinden. Die Generalversammlung des katholischen Volks. vereins war von etwa 6000 Personen besucht. Seine Einnahmen haben im verflossenen Jahre 440 800 M., die Ausgaben 329 000 M. betragen. Ein Vertreter der Katholiten Nordamerikas teilte mit, daß seine Glaubensbrüder drüben 90 Bischöfe, 12 000 Gemeinden und 6000 Pfarrschulen ohne einen Pfennig Staatshilfe geschaffen hätten. Der nächstjährige Katholikentag findet in Würzburg statt. * Vom 5. bis 7. Oktober wird der Deutsche Verein für das Fortbildungsschulwesen" seine Generalversammlung in München abhalten.- Gelegentlich des Fortbildungsschultages finden auch Ausstellungen der bortigen fachlichen Fortbildungs schulen statt, welche die Neuorganisation dieser Schulen in anschaulicher Weise vor Augen führen werden. * Die Schutztruppen im südwestafrikanischen Aufstands. gebiet werden unaufhörlich durch größere Hottentottenbanden in Tätigkeit erhalten. Eine Abteilung von 150 Gewehren Bondelszwarts unter Johannes Christian wurde von Haupt: mann Bach mit drei Kompagnien überrascht und nach drei: stündigem Gefecht zersprengt. Der Gegner hatte größere Verluste und ließ eine Anzahl Toter auf dem Gefechtsfeld. Auf deutscher Seite fiel Leutnant von Heyden und ein Reiter. Ein Mann wurde schwer, ein anderer leicht verwundet. Ga wird bei den Truppenverbänden sehr über Mangel an Proviant geflagt, da die Etappenstraßen bei den über weite Gebiete sich erstreckenden Märschen versagen. * Zur Erleichterung der Durchführung des Zigaretten steuergesetes ist bestimmt worden, daß Anträge von Kleinhändlern auf Verlängerung der Frist für den steuerfreien Verkauf von Zigarettenblättchen bis zum 1. Dezember 1906 von den Direktivbehörden zu erledigen und eventuell zu genehmigen sind. Kleinhändlern fann ferner gestattet werden, die Preisangabe der am 1. September 1906 in ihrem Besitze befindlichen Vorräte von Feinschnittabak im Verkaufspreis von 3 M. und weniger für das Kilogramm mit Tinte zu bewirken. Endlich können Ausnahmen von der Vorschrift, wonach die Steuerzeichen nur in ganzen Bogen abzugeben sind, zu Gunsten fleiner Händler, wie Friseure, Kolonialwarenhändler, Gastwirte, bei der erstmaligen Versteuerung der Vorräte zu gelassen werden, da diese Händler vielfach für ganze Bogen keine Verwendung finden werden. frankreich. ** Zu den Streitigkeiten wegen Trennung von Kirche und Staat ergreift der amerikanische Erzbischof Gibbons im Namen des amerikanischen Episkopats das Wort. In einem Schreiben an Kardinal Richard, Erzbischof von Paris, wird der Wunsch ausgesprochen, daß die Katholiken Frankreichs sich bald derselben Freiheit erfreuen möchten wie die Katholiken der Vereinigten Staaten, wo alle firchlichen Eigentumsfragen von den Zivilbehörden unter Rücksichtnahme auf die Dogmen der Kirche zur allgemeinen Zufriedenheit geschlichtet werden. Rufeland. ** Jn Petersburg verlautet, daß Kuropatkin wieder Kriegsminister werden soll. Er sei bereits vom Zaren nach Petersburg berufen worden, um die geplante ArmeeReorganisation durchzuführen. Diese scheint allerdings sehr nötig zu sein, da sich die Militärrevolten täglich wiederholen. In Taschkent lieferten sich mehrere Regimenter gegenseitig eine zwölfftündige Schlacht. Zahlreiche Tote und Verwundete deckten das Feld, bevor die Ruhe wiederhergestellt werden fonnte. ** Die letzten Tage standen wieder unter dem Zeichen des Attentats. In Sjedlezz wurde auf den Polizeimeister eine Bombe geworfen; der Täter ist unbekannt, der Polizeimeister ist den erhaltenen Verlegungen erlegen. Der Kommandeur des Borissowschen Regiments wurde in seiner Wohnung in Samara von einem Unbekannten ermordet; der Mörder übergoß den Körper mit Spiritus und zündete diesen an. Dagegen fand die Polizei in Baschilowka bei Moskau eine Bombenfabrik und nahm 13 Personen fest. Nach offizieller Bekanntmachung wurden in der letzten Woche in Rußland 72 politische Morde an Amtspersonen verübt, 42 Beamte wurden schwer verwundet. Ferner wurden 120 Bomben gefunden, 12 Geheimdruckereien entdeckt, 13 Kron- Schnapsbuden und 18 Staatskassen beraubt, wobei 22 Angestellte getötet und verwundet wurden. Aus politischen Gründen wurden 276 Personen verhaftet. Balkanftaaten. ** Das ökumenische Patriarchat hat beschlossen, ein brittes Memorandum an die Botschaften der Großmächte zu senden. In demselben wird eine eingehende Darstellung der Ereignisse in Anchialo nach den Erzählungen griechischer Flüchtlinge gegeben; es wird gegen diese Untaten protestiert, die bulgarische Regierung wird der Mitschuld an den Verfolgungen der Griechen angeklagt, und es wird um die tatträftige Intervention der Signatarmächte des Berliner Vers trages behufs Wiederherstellung des status quo in Bulgarien ersucht. Alien. ** Nunmehr soll auch China Verfassungsstaat werden. Die Kaiserin- Witwe beabsichtigt eine Konferenz von hohen Würdenträgern, darunter einige Vizekönige, einzuberufen, um über die Annahme einer Verfassung zu beraten. Kommissare, die vor kurzem von einer Auslandsreise heimgekehrt find, sprechen sich für einen allmählichen Uebergang zu einer fonstitutionellen Regierung aus und halten 10 bis 15 Jahre für notwendig, um das Volk durch Erziehung für ein neues Regierungssystem reif zu machen. Es wird also noch ein Weilchen dauern! Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 22. August. Der Reichskanzler hat das General Tommando des Gardekorps um möglichste Beschleunigung der Untersuchung des Falles Fischer- Tippelskirch ersucht. Straßburg, 22. August. Der gegenwärtig in Paris weilende Polizeikommissar Stephany hat ein Gesuch bei der Schweizer Behörde eingereicht, sich in Zürich niederlassen zu dürfen, woselbst er eine neue Broschüre herausgeben will. Wien, 22. August. Die Unruhen wegen der Steuer eintreibungen im Albanesengebiete dehnen sich aus. Die dort befindlichen Truppen sind zu schwach, Verstärkungen werden aus Uesfüb erwartet. Tokio, 22. August. Auf die vereinten Vorstellungen der biplomatischen Vertreter Englands, Amerikas und Japans hal China das Versprechen gegeben, an der russisch- chinesischen Grenze Zollstationen zu errichten. Konstantinopel, 22. August. Zwischen Verna bei Ber Ghaft( Tripolis) und der Insel Rhodus ist eine funken telegraphische Verbindung eingerichtet worden, die ihrerseits funfentelegraphisch mit Konstantinopel verbunden werden soll Eine deutsch- österreichische Gesellschaft führt die Anlage au Revolutions- Fieber auf Kuba. Newyork, 22. Auguft. Die Bevölkerung Kubas befindet sich in heftigster Erregung. General Gomez, der Führer des ausgebrochenen Aufstandes, ist zwar festgenommen worden, mit ihm 610 Verdächtige, trohdem zeigen sich überall Insurgentenbanden. Mehrere Gefechte haben stattgefunden. So ist es also wieder zu einem ernsten bewaffneten Aufstand auf der„ Perle der Antillen" gekommen. Augenscheinlich mangelt es den jezigen Machthabern an Truppen, um die bedrohten Provinzen Santa Clara, Matanzas und Havanna zu schützen, denn sie fordern die Bevölkerung zu freiwilligem Gendarmeriedienst auf. Das heißt, man sucht Soldaten zur Verteidigung. In eingeweihten amerikanischen Kreisen hat man die Krisis lange nahen sehen und es werden die Vorwürfe gegen die führenden Leute in Washington nicht ausbleiben, weil fie die Dinge so weit tommen ließen. Denn T AL 11 Dejterreicher und die Ruffen find Barbaren." Wie fede hatten die Gottlieb schnell hinzu. andere Nation, die im erbitterten Kampfe fiegreich ist!" fügte Da hast du recht. Friedrichs Soldaten waren in Schle= fien auch nicht die besten Brüder; aber jetzt hat er das Recht die Stränge der Pferde durchschnitten, zwvel worfen. Arm gepackt, während in einiger Entfernung welche die Kammerzofe oder Dienerin zu sein schien, am Diener an Händen und Füßen gefesselt und auf die Erde ge Einer der rohen Gesellen hielt ein Frauenzimmer, mo eine junge Dame her ihren bon Mittlerweile hatte sich der alte Herr wieder In ben e- hörbar gemacht, der auf die drei entfliehenden Böhmen schoß, wollte, wurden durch den Knall von Gottliebs Pistole unund die ersten Worte, die der junge Offizier an ihn richten fth seines ihm von den Räubern entwundenen Degens gesetzt, r fiel Sie haben mich gelehrt, wie felbstsichtig Sie haben mich gelehrt, welchen Einfluß zu ist als viele feinesgleichen, der aber vielleicht besser als manche Leben sein fann, das Leben eines Mannes, der nicht schlechter und wertlos eln Lebens und feiner tiefsten Philofophie weiter wanderten andere sein tönnte. Soll ich's furz und deutlich ausspre ein m letter Vinie richtet sich die evolution gegen die amerilanische Herrschaft, von der man auf Kuba mehr enttäuscht Ist, als es nach offiziellen Verlautbarungen jemals den An[ chein hatte. Die Kubaner warfen die spanische WillfürWirtschaft von sich, um geordnete Zustände zu bekommen. Man stellte sich das auf Kuba so vor, daß die Amerikaner anrücken und ihr Geld über die Insel ausschütten würden, damit die Herren Kubaner es nur aufzuheben brauchten. Aber es fam anders. Statt der geldausgebenden, tamen geldsuchende Amerikaner, die den Havanesen ihre Talerstücke abnahmen und schleunigst damit nach den U.S.A. zurüdfehrten. Daher die Mißstimmung gegen Onkel Jonathan, die sich ab und zu In Revolutiönchen Luft macht. Dem General Gomez wird es nicht schwer gefallen sein, Anhänger zu werben. Aller= bings hat er die Unflugheit besessen, sich zu früh fangen zu lassen, und die Regierung, deren Truppen von General Munez befehligt werden, wird mit den ihres Führers beraubten Insurgententrupps leichteres Spiel haben, wenn es ihr gelingt, die geordneten Elemente des Bürgertandes gegen die Aufrührer zu bewaffnen. Es heißt, daß iegreiche Gefechte gegen die Revolutionäre stattgefunden haben, daß diese an mehreren Punkten in die Flucht geschlagen worden seien. Immerhin wird die Plänkelei noch eine Weile andauern und in Washington wird man die Augen weit aufhalten müssen. Denn ein Aufstand auf Kuba ist leine Sache, mit der zu spaßen ist. Das wissen die Amerikaner recht gut. Dof und Gefellschaft. Kaiserin Charlotte von Merito, die Witwe des unglücklichen Kaisers Maximilian, soll von ihrem geistigen Leiden völlig wiederhergestellt sein. Sie hat dieser Tage ihren Bruder, König Leopold von Belgien, besucht und soll dabei keinerlei Spuren früheren Jrrsinnes mehr gezeigt haben. Die zweite Heim fuchung Valparaisos. Noch rauchen die Trümmer der zerstörten Stadt Valparaiso und schon hat ein zweites Erdbeben die geängstigten Bewohner in neuen Schrecken versetzt, zu den ersten schweren Schäden weitere hinzugefügt. Die Lage in der Stadt ist dadurch noch bedenklicher geworden, um so mehr als es den Truppen nicht gelingen will, die Ordnung auf. rechtzuerhalten. Ein Trupp Sträflinge war aus den Gefängnissen entwichen und zog plündernd in den Straßen umher. Erst nach längerem Kampfe konnten 50 der Banditen gefangen werden, die man sofort niederschoß. Die Fleischerläden wurden von einer lärmender: Menge gestürmt, da trotz aller Vorkehrungen der Regierung Mangel an verfügbaren Lebensmitteln eingetreten ist oder wenigstens die Verteilung nicht schnell genug vor sich geht. Nur ein Teil der Obdachlosen ist bisher in Zelten und Holzhütten untergebracht worden, die Mehrzahl tampiert noch im Freien. Die Zahl der Toten wird jezt auf 300, die der Verletzten auf 800 geschätzt. Ihre Unterbringung macht Schwierigkeiten, da u. a. auch das deutsche Hospital zerstört worden ist. Auch die Bestattung der Toten ist bei der herrschenden Panik infolge der wieder holten Erderschütterungen fast unmöglich. Seitens der chilenischen Regierung sind 4 Millionen Pesas für die ersten dringenden Bedürfnisse angewiesen und weitere erhebliche Summen zum Wiederaufbau der Stadt vom Kongreß verlangt worden. Die Bahnverbindung ist bis Limache wieder in Betrieb. In der Provinz Valparaiso und im Bezirk Aconcagua find die Verwüstungen weit schlimmer als in der Stadt Valparaiso. Auch hat neuerdings eine Flutwelle in Talca große Vers Heerungen angerichtet. In Quillota haben neue Erdstöße den letzten stehengebliebenen Rest der Häuser vernichtet. Es bestätigt sich auch, daß fast sämtliche Orte an der Küste zerstört find, teilweise auch San Franzisko del Monte, San Antonio und Cartagena. In der Umgebung von Valparaiso find die Städte Limache, Llai- Llai und Novoviejo vollständig vom Erdboden verschwunden. Man schätzt den Verlust für ganz Chile auf 200 Millionen Mark, jedoch wird der Handel nicht sonderlich davon betroffen; man hat wenigstens für das borgeschlagene Moratorium im Lande wenig Meinung. Zur Hülfeleistung haben sich in Deutschland, so in Hamburg und Berlin, bereits Komitees gebildet, es ist indessen fraglich, ob fie in Wirksamkeit zu treten brauchen. japanischer Tradition und christlicher Bruderliebe sich für die letztere entscheidet, furzweg als Messias. Es wird behauptet, daß der plötzlich erwachte christliche Glaubenseifer das Zeichen einer äußerst regen Glaubensströmung sei. Man zählt verschiedene japanische Propheten, die nach ihrer eigenen Angabe hier auf Erden eine göttliche Mission erfüllen. Nach den neuesten Nachrichten haben die weiteren Erd. töße Valparaiso fast völlig zerstört. Die dorthin entsandten Spezialberichterstatter melden, daß es ganz unmöglich ist, Einzelheiten zu telegraphieren, die Lage sei trostlos. Die Bahl der Toten ist noch immer nicht ermittelt; die Angaben Schwanken zwischen 2 und 12 000. Chriftliche Propheten in Japan. ( Sonder- Bericht.) Tokio, im Juli. Da sind zunächst Miyazaki und Suchiro, die vor einigen Monaten fast gleichzeitig sich als Retter der Welt ausgaben. Dann richtete vor ganz furzer Zeit ein gewisser Jhichi Zenyn an die Menschheit die Bitte, zu ihm zu kommen und sich retten zu lassen: er will die Sitten bessern und den reinen Glauben predigen. Ein vierter Messias Namens Kowałami Hajime hat eine Reihe bemerkenswerter Artikel über den Sozialismus veröffentlicht. Diese Artikel, so erzählte er, seien ihm durch eine ganz besondere göttliche Offenbarung in die Feder diktiert worden, in einer Art hypnotischen Schlafes, in welchem er zehn Tage lang keine Speise zu sich genommen habe. Dann hat Kowalami Hajime noch einen Artikel über den ,, Endzweck des menschlichen Lebens" veröffentlicht. Ein fünfter Prophet endlich, Tsunazima Ryosen, hat ein Buch mit dem Titel„ Byokanroku"( Rekord der Krankheit) herausgegeben, in welchem er sich direkt als Gottes Sohn einführt. Das sind natürlich Geburten einer überhizten Phantasie, wie sie jede das Innere des Menschen bewegende allgemeine Bewegung zeitigt. Unbestreitbar vollzieht sich auf seelischem Gebiet eine heftige Gärung im japanischen Volke,_die_zu neuen Weltanschauungen drängt. E. T. Der überraschende Aufschwung, den das Land des Mikado in militärischer und wirtschaftlicher Beziehung genommen hat, ist nicht ohne Rückwirkung auf die religiösen und moralischen Anschauungen geblieben. Auch in dieser Beziehung zeigen fich überall Reformbestrebungen, die manchmal allerdings sonderbare Formen annehmen. Mit eigentümlichen Empfindungen wird man in Europa die Kunde vernommen haben von der Einsetzung einer Kommission, die untersuchen soll, welches Kultussystem aus der alten oder neuen Welt sich zur Einführung als Staatsreligion am besten eignen würde. Jedenfalls geht ein Zug durch das Land, der auch auf diesem Gebiete Befreiung von veralteten und nicht mehr haltbaren Anschauungen fordert. Nab und fern. † Ein Cholerafall in Berlin? Das achtjährige Töchterchen des Zimmermanns Weimann in der Köpenickerstraße fam dieser Tage frank aus der Schule. Es bekam Durchfall und Erbrechen und starb am Sonntag. 47. Allgemeiner Genossenschaftstag. or. Rassel, 21. Auguft 1906. Unter dem Vorsize des Verbandsdirektors Oppermann- Magdeburg fand nachmittags um 2 Uhr die Nach Seperatverhandlung der Konsumbereine statt. Worten herzlicher Begrüßung seitens des Vorsitzenden referierte Dr. Schneider- Potsdam eingehend über folgenden Antrag des Anwalts: Der Allgemeine Genossenschaftstag empfiehlt den Konsumvereinen für die Dividendenverteilung folgende Grundsäge anzuerkennen: b Genoffenfchaften z blung auferlege, mben Grenzen ein gzu beobachten, Gefeße und Grun Saluß der Verba * Bur Langst reibt die Frankfurter te Langedorf wurde andtagsabg. Roble abit. In difer 8 tetätigleit nicht rech bevochtehende Neun eingefeßt. Seine beren Freunde zuge a) Zunächst wird auf die Geschäftsguthaben, wie fie am Schlusse des Vorjahres ermittelt sind, höchstens eine den landesüblichen Zinsfuß nicht übersteigende, für volle Mark berechnete Kapitaldividende verteilt; b) der verbleibende Ueberschuß wird, wie schon der Vereinstag Deutscher Konsumbereine( 1896) empfohlen hat, an die Mitglieder als Einkaufsdividende nach Verhältsnis ihrer Warenentnahme aus dem Verein gewährt; geordneten Schiel Röhler durch sein zu erweitern geb mer und für den Gemeindeverwaltung men. Auch habe Gegenfag zu feine Bertrauen vieler veric ne große Schuldenla emer persönlichen hluß wird er direkt ert Begner der Feld Berhinderung versproche Gegen diefe Angrif c) die Warenentnahme der Mitglieder wird nach. gewiesen durch den am Schlusse der Rechnungs. periode bis zu dem vom Vorstande festgesetzten Tage abgelieferten Betrag an Dividendenmarken. Der nächste Punkt betraf die Regelung des Arbeitsverhältnisses der Lagerarbeiter. Hierauf hielt Assessor Donath- Berlin einen längeren gewerbliche Bestimmungen. Referent Auf Anzeige des behandelnden Arztes ließ der Kreisarz! Bortrag über gewich bes Bortrages die Belehrung. falar empt die Leiche wegen Choleraverdachts beschlagnahmen und nach dem Schauhause bringen. Die Wohnung wurde desinfiziert. Die beiden Brüder der Verstorbenen, die neun und secha Jahre alt sind, dürfen die Schule vorläufig nicht besuchen. Sie sind aber ebenso wie die Eltern gesund. † Erdbeben in Schlesien. In Zaborze wurden ziemlich starke Erderschütterungen wahrgenommen. Man hörte donner: ähnliches Rollen. Die Fensterscheiben sprangen entzwei Stubentüren und Schränke wurden aufgerissen und wieder geschlossen, Bilder und Spiegel fielen herunter von den Wänden. Nicht in letter Linie gewinnt das Christentum an Boden. Man erinnert sich vielleicht, daß während des russischjapanischen Krieges ein lutherischer Japaner, der von den Russen gefangen genommen und zum Tode verurteilt wurde, vor dem Sterben nicht nur den größten Mut zeigte, sondern auch den größten Glaubenseifer an den Tag legte. Da er die Friedenslehren Christi mit der militärischen Pflicht in Einklang bringen wollte, bestimmte er, daß das Geld, das er hinterließ, zur Pflege der russischen Verwundeten verwendet werden sollte; er verriet dadurch, daß seine Seele zwischen zwei entgegengesetzten Pflichten hin und her schwankte: zwischen der Pflicht, sein Vaterland zu verteidigen und der Pflicht, alle Menschen als Brüder anzusehen Es gibt seit zwei Jahren in Japan mehrere„ Bekenner" und glaubensfreudige Cristen dieser Art; man bezeichnet in Japan einen solchen Mann, der im Dilemma zwischen alt= Die Einwohner gerieten in Furcht und Schrecken und eilten auf die Straße in der Meinung, die Häuser müßten einstürzen. Eine Anzahl von Häusern und Stallungen erhielt Risse und Senkungen. Es ist noch nicht festgestellt, ob es sich um Senkungen infolge Bergwerkbetriebs oder um Erdbeben handelt. † Die wiedergefundenen Diamanten. Der Dieb, der fürzlich in Ostende einer Dame ein Halsband im Werte von 200 000 Franks gestohlen hatte, ist in der Person des ehe: maligen Kellners Gallé in Lüttich verhaftet worden, gleich: zeitig in Gent zwei seiner Komplizen. Das Halsband wurde wiedergefunden. † Ein ausdauernder Schwimmer. Der Dampfer ,, Benshaw" bon Liverpool fischte im Mittelmeer einen Mann namens Paul Seidler auf, der an Bord des Dampfers ,, Carpathia" der Cunard- Linie als ungarischer Dolmetsch angestellt gewesen war. Seidler erzählte, daß er am Abend vorher nach der Abfahrt von Genua über Bord gefallen sei. Er ist die ganze Nacht hindurch geschwommen. † Hochflut in Antwerpen. Auf der Schelde seẞzte eine plötzliche Flutwelle die Bemannung der vor Anker liegenden Schiffe in Schrecken. Der deutsche Dampfer„ Hippolit Wör mann" aus Hamburg stieß mit dem Dampfer Thomas Melville" zusammen. Der letztere wurde von der Welle voll. ständig in die Höhe gehoben und drehte sich um sich selbst. Noch mehrere ähnliche Unfälle ereigneten sich. Der ,, Melville" ist infolge der erlittenen Havarien gesunken; die Mannschaft konnte gerettet werden. Der Wörmanndampfer ist nur leicht beschädigt. = Er wäscht sich nicht. Der Mann, der sich nie wäscht, ist ein Apotheker des Namens Federico Cerboni, ein alter Herr von 75 Jahren, der in Gelsomino bei Florenz wohnt. Dieser Wasserscheue hat sich folgendermaßen über sein furioſes Prinzip ausgesprochen:„ Ich bin rüstig, frisch, Lustig. hatte nie mit Kopfschmerz zu tun und habe einen vorzüglichen Appetit, trotzdem ich mich nie wasche, nicht einmal morgene das Geficht. Ich habe, soweit mein Gedächtnis zurückreicht, nie gebadet, niemals einen Teil meines Körpers gewaschen. Wenn ich bedenke, daß manche Toilettenfabinette ganze Ver mögen kosten, durchschauert es mich. Ich habe nie den Schlaf und Appetit verloren. Können das gleiche diejenigen sagen, die am Meeresstrand, in klimatischen und hydropathischen Kurorten den Beutel der Spekulanten füllen? Ich gehe in Stiefeln zu Bette und trage Winter und Sommer denselben Rod." Bunte Tages- Chronik. Posen, 22. August. Leutnant v. Kalden vom 6. Grenadierregiment wollte seinem Burschen den Mechanismus seines Dienstrevolvers zeigen. Die Waffe ging los, und der Bursche wurde tödlich getroffen. Osnabrück, 21. August. Wegen fortgesetter Einbruchs. diebstähle sind zwei im aktiven Dienst stehende Lokomotiv. führer verhaftet worden. Kaiserslautern, 21. Auguft. Ein Teil der Pulverfabril Schopp ist in die Luft geflogen, zwei Personen wurden dabel getötet, eine tödlich verletzt. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Auf Antrag Nolte- Lüdenscheid wurde beschlossen, den Herrn Anwalt zu ersuchen, von dem Vortrage Sonderabdrucke herstellen zu lassen. Wegen vergerückter Zeit wurde der lezte Punkt: Die Notwendigkeit der Warenunter suchungen von der Tagesordnung abgesetzt und die Versammlnng um 61 Uhr geschlossen. Verden, 21. August. Auf dem Schießstande beim„ ,, Grünen Jäger" hat fich der Unterprimaner Lewin erschossen. Ala Beweggrund der Tat wird gekränkter Ehrgeiz angenommen weil Lewin am Tage vorher zwei Stunden Karzer zudiktier erhalten hatte. Melsungen, 22. Auguft. Der Schreinermeister Jakob ber seiner Ehefrau mit einem Rasiermesser den Hals durch schnitt, erhängte sich im Walde. Kassel, 22. August. Die 3. Hauptversammlung wurde heute morgen 9 Uhr durch Justizrat Wolski- Allenstein eröffnet. Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen des Ortsausschusses erhielt Justizrat Dr. Harnier- Cassel das Wort zu seinem sehr interessanten und lehrreichen Vortrag über wichtige Rechtsfragen aus dem Sparkassenverkehr. Redner entwickelt zunächst den Unterschied zwischen den sogenannten Inhaber- und den Legitimationspapieren, zu welch letzteren sowohl die auf einen bestimmten Namen ausgestellten als auch die etwa infolge der inneren Einrichtung der betr. Kasse nur mit einer Nummer versehenen Sparbücher unbedingt gerechnet werden müssen; denn Inhaberpapiere im Sinne des B. G.-B. fönnen nur mit staatlicher Genehmigung herausgegeben werden. Elberfeld, 22. August. Wegen eines vor 15 Jahren ver übten Luftmordes wurde hier der 41 jährige Haufierer Erns Halft verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt Vigo, 22. August. Bei einer Enterübung auf dem Schuk chiff Charlotte" stürzte der Schiffsjunge Lorenz ab und wa ofort tot Besondere Vorsicht ist bei der Behandlung der auf Minderjährige lautenden Sparbücher geboten. Gesetz licher Vertreter und verfügungsberechtigt über solche Einlagen ist zunächst der Vater, nach dessen Tode die Mutter, sofern ihr nicht ein Beistand gegeben ist, der seine Zustimmung zu den Verfügungen geben muß. Sind beide Eltern tot so wird ein Vormund bestellt; er kann, wenn er im Testament als„ befreiter" Vormund bezeichnet ist, allein verfügen, andernfalls nuc mundschaftsgerichtes. mit Zustimmung des Gegenvormundes oder des VorLebhafter Beifall lohnte diesen lehrreichen und flaren Vortrag. man mich gewähl bere Haus Köhler!!! Rage!!! für die t gt habe! und ber g teng fein! Rage albt! Lofi, der hagerf de König der Nacht, blings und des Lebe ezweig, mit dem ?! Egriftliches Egharen deine Kirche bod die heidnische Ra even chriftlich- heid fhwerlich den erfe Eisenbahnper schriften hat E geben. Es heißm sdienst find alle ben in diesem Dim Berschuldete Bec noch im Magaz find die Beamten, ermeifen, an Stell net find. Es bedar mg, ob eine andern lift und nicht der ebenso untauglich Möglichkeit zu gt werden, daß i tundige Beamte Bei Verfehunger Berhältnisse nach borstehenden Verse dung zu machen. Lotterie. Du lotterie an Breußer anderen Losen in H at joeben das Mini maustellung zu Einschränkung, daß Hierauf teilte der Vorfißende mit, daß bereits end der But bos 3 gestern auf das Huldigungstelegramm an Se. Majestät folgende Antwort eingegangen ist: Wilhelmshöhe Schloß, 21. Auguft. preußischen Alaffen Ueber den fleif del schreibt die der Zwischenhande Se. Majestät der Kaiser und König lassen für laden den Konfu den treuen Gruß bestens danken. Auf Allerhöchsten Befehl: Der Geh. Kabinettsrat v. Lucanus. Zu dem nächsten Bunft referiert Anwalt Dr. Grüger über den Antraj des Gesamtausschusses: Der Allgemeine Genossenschaftstag stellt für die Behandlung der Giroverbindlichkeiten folgende Grundsätze auf: aftsberichte der Bie. en bestehen, einen daraus, daß die T 1904 ihr Anlageto tibant das thre jangft die Magde Bertufrechnung für hatte die Bant mund infolgede 000 Rt. einen Rein 20%. Angelidh Ragdeburg als ei von Bich verru 1. Die Giroverbindlichkeiten sind nicht in die Bilanz einzustellen, wohl aber im Geschäftsbericht, und zwar getrennt nach Verbindlichkeiten a) aus Geschäfts wechseln, b) aus Primadiskonten, auszuführen.| 2. Wird durch die Weiterbegebung von Geschäftswechseln für die Genossenschaft regelmäßig Betriebsfapital beschafft, so sind die daraus entstehenden Gico verbindlichkeiten als Betriebsfapital aufzufassen und als solches bei Berechnung des Verhältnisses der Reserven zum Betriebskapitat in Ansatz zu bringen. Sodann referiert über den Antrag des Anwalts: " Der Allgemeine Genossenschaftstag erklärt: Unter§ 49 Nr. 2 des Genossenschaftsgesetzes fallen Kreditgewähcungen jeder Art ohne Rücksicht auf die Art der Sicherstellung. Dagegen werden Bürgschaftsübernahmen von§ 49 Nr. 2 nicht betroffen, sie sind jedoch b.i der Beurteilung der Kreditfähigkeit des betreffenden Mitgliedes in Betracht zu ziehen" Justizrat Dr. Alberti- Wiesbaden. Redner empfiehlt den Antrag zur Annahme mit dem Hinweis darauf, daß die stetig fortschreitende Entwicklung perteurer? a Die Frankfu gaft beabfitigt, einzurichten. Die Frankfurter Auguft das Feft ib des Jubiläums erf Frankfurter Beitung. Der bedeutenden Der überaus naffe in extremen Ten andern und Erwach erheit ist es der m Grade die Kint artig tritt er fta mentlich in Wiefe Ein Schreibti de bat fürzlich b afistag Auguft 1906. ftors Opper Genossenschaften zu Boltsbanken ihnen die strenge Verbung auferlege, bei den erweiterten Geschäften doch die ben Grenzen einzuhalten und diejenigen Maßregeln ng zu beobachten, welche der Verkehr mit sich gebracht Geseze und Grundsäz: vorgeschrieben haben. Schluß der Verhandlungen 1 Uhr mittags. 2 Uhr die fatt. Na Borsitzende gehend über empfiehlt de ung folgende * Lokales. 23. August Zur Langsdorfer Bürgermeister wahi et bt die Frankfurter„ Kl. Presse." In dem oberhessischen milian Gander geschrieben. Er schrieb Goethes Eclfönig“ auf die Rückseite einer Briefmarte. * Selbsterkenntnis. Aus dem früheren Kurs hessen erzählt man der„ Tägl. Rundsch.": Ein Gast fißt zu furhessischen Zeiten in einer Sneipe Kassels und schimpft ziemlich vernehmlich über die miserable Wirtschaft hier. Ein in der Nähe sizender Polizist steht auf und ermahnt den Gast, er müsse ihn arretieren, wenn er fortfahre, in gleicher Weise die Regierung zu beschimpfen. Gast:„ Aber ich habe doch nur hier die Wirtschaft, die Restauration gemeint." Polizist:„ Das kann jeder sagen; wenn jemand hier über eine miserable Wirtschaft schimpft, so weiß die hohe Obrig uthaben, wie mb tagsabg. Köhler vor neun Jahren zum Bürgermeister feit recht wohl, daß die kurfürstlich hessische Regierung germittelt find a bit. In dieser Zwischenzeit scheint man aber mit seiner meint ist". Binsfuß nidatstätigkeit nicht recht zufrieden gewesen zu sein, denn für nete Stapital bevorstehende Neuwahl hat eine scharfe Agitation gegen vie schon der e( 1896) emp D at man mich gewählt eingefeßt. Seine Gegner, denen sich auch viele seiner beren Freunde zugesellt haben, empfehlen die Wahl des geordneten Schiel in einem Aufruf, in dem betont wird, ls Einkauft. Köhler durch seine rührige politische Tätigkeit, die er arenentnahme zu erweitern gedente, als Randidat zur Landwirtschaftsammer und für den Reichstag außer Stande sei, sich der er wird nagBemeindeverwaltung in der wünschenswerten Weise anzurednungs haem. Auch habe er durch die bisherige Verwaltung, die De festgelegten Gegensatz zu seinen früheren Versprechungen stehe, das Dividenden Bertrauen vieler verioren. Ferner habe er der Gemeinde rine große Schuldenlaft aufgebürdet und für die Durchsetzung mer persönlichen Wünsche und Ideen gearbeitet. Bum des Arbeits: lug wird er direkt des Wortbruchs beschuldigt; er sei rst Gegner der Feldbereinigung gewesen und habe ihre inen längeren Bhimberung versprochen, sie aber dann selbst herbeigeführt. Referent beegen diese Angriffe seßt sich Köhler mit folgendem Die Belehrung Lufruf zur Wehr:" Rache! Langsdorfer! Vor 9 Jahren Beifall. Auf aus Rache!! gegen das en, den Herrn abere Haus Köhler!!! Heute will man mich erschlagen onderabdrude Race!!! für die tausendfachen Wohltaten, die ich Euch Beit wurde igt habe! und der gute alte Heinrich Schiel soll Euer Warenunter Batzeng sein! Rache nichts als Rache! Loft- Höbur gegen setzt und die Baldr! Loki, der haßerfüllte Wühler und Heger, Hödur, der inde König der Nacht, Baldr, der Gott des Licht, des Frühlings und des Lebens tennt Ihr die Sage vom Riftel wetg, mit dem auf Lofis Geheiß Hödur den Baldr 22. August. iglug?! Christliches Langsdorf, das Du allsonntäglich Scharen deine Kirche füüst, christliche Brüder! Wte heute morgen bo die heidnische Rache so süß!!! Köhler- Langsdorf."- stein eröffnet. Dieser von chriftlich- heidnischem Rotwäsch stroßende Aufruf des Ortsaus ifte schwerlich den ersehnten Erfolg haben. fel das Wort Eisenbahnpersonalvorschriften. Neue Pereichen Vortrag alvorschriften hat der Eisenbahnmin.ster Breitenbach rkassenverkehr. erausgegeben. Es heißt darin unter anderem: Aus dem zwischen den Briebsdienst sind alle Beamten zu entfernen, deren längeres tionspapieren, bleiben in diesem Dienste die Betriebssicherheit gefährden en bestimmten ürde. Verschuldete Beamten dürfen in Zukunft weder im a infolge der offen noch im Magazindinste verwendet werden. Auch nur mit einert sind die Beamten, die sich für ihre Stellung als ungeEngt gerechnet guet erweisen, an Stellen zu verwenden, wofür sie besser im Sinne designet sind. Es bedarf aber vorher einer eingehenden Genehmigung ifung, ob eine anderweite Beschäftigung tatsächlich von Son - - Forteil ist und nicht der ungeeignete Beamte für die neue dlung der aufille ebenso untauglich ist. Ein häufiger Personalwechsel boten. Geleh nach Möglichkeit zu vermeiden, und es muß stets begt über folde fichtigt werden, daß in großen Betrieben besonders sach effen Tode die fachkundige Beamte nicht ohne weiteres entbehrt werden geben ist, der men. Bei Verſegungen von Beamten ist auf deren pergeben mujhe Verhälnisse nach Möglichkeit Rücksicht zu nehmen. mund bestellt: bevorstehenden Versetzungen ist den Beamten frühzeitig befreiter" Vorteilung zu machen. Lotterie. Durch den Uebergang der Hessischen ndernfalls nur oder des Borenlotterie an Preußen ist der Vertrieb von IndustrieDer anderen Losen in Hessen wesentlich erschwert worden. o bat soeben das Ministerium den Vertrieb der Lose der hrreichen und äumsausstellung zu Karlsruhe in Hessen erlaubt mit Einschränkung, daß die Ausgabe und der Vertrieb nicht hrend der Zeit des Vertriebes der Lose zur ersten Klasse preußischen Klassenlotterie erfolgen darf. t, daß bereik n Se. Majeft 21. Auguft. Snig laſſen canus. " Ueber den fleisch verteuernden Zwischen del schreibt die Westdeutsche Arbeiterzeitung". Wie der Zwischenhandel in Vieh vom Bauer bis zum laden den Konsum verteuert, dafür liefern auch die if Allerhöchaftsberichte der Viehmarktbanken, die in vielen größeren ten bestehen, einen schlagenden Beweis. Es ergibt sich daraus, daß die Dresdener Zentral- Viehmarktbant im Dalt Dr. Grige e 1904 ihr Anlagefapital mit 24% und die Chemnitzer emartibant das ihre mit 17% verzinst haben. Ebenso stellt für jüngst die Magdeburger Viehmarktbant ihre Gewinnolgende Gruno Berlustrechnung für das Jahr 1905. In diesem Fleisch hr hatte die Bant an Provisionen 114 351 Mt. einge: bt in die Bilen und infolgedessen bei einem Aktienkapital von icht, und her. einen Reingewinn von 60927,21 Mt., also aus Geſch 20%. Angesichts solcher Zahlen ist es fein Wunder, Magdeburg als einer der teuersten Pläße für den führen. *** Vom landwirtschaftlichen Wetterdienst Gießen erhalten wir folgende Buschrift: Da in lezter Beit in einer anderen hiesigen Beitung verschiedene Notizen erschienen sind, die einen den Wetterdienst schädigenden feindlichen Charakter tragen, sehe ich mich genötigt zu folgender öffentlicher Erklärung, in der die Gründe zu suchen sind. Ich habe vor einigen Tagen die Abgabe der Prognosen an die betr. Redaktion selbst zurückgezogen und zwar aus folgenden Gründen: Erstens erschienen die Prognosen sehr unregelmäßig, zweitens wurde von der Redaktion die Form der Prognosen beanstandet, die Kongreß auf einem unserer berühmtesten übrigens Meteorologen festgelegt wurde. Auf eine dienstliche Mitteilung, daß ich von nun an die Prognosen aus obigen beiden Gründen zurückziehen werde, wurde mir von der Redaktion eine persönliche, beleidigende Antwort zuteil. Ich habe trazdem eine Erwiderung unterlassen. Auf den Artikel des Reichsboten", der in der Montagsnummer der " betr. Zeitung Erwähnung findet, sei folgendes bemerkt: Die Notiz, daß nach der Kölner Zeitung" eine Prüfung der Treffsicherheit der Prognosen nur ca. 50 Proz. Treffer ergeben habe, ist nicht maßgebend. Eine wissenschaftliche Prüfung fann es nicht sein. Die Prüfung von wissenschaftlicher Seite hat eine durchschnittliche Trefferzahl von über 80 Prozent ergeben. Einzelne Wetterdienststellen weisen je nach ihrer klimatischen Lage eine höhere Trefferzahl auf, andere eine geringere. So hatte der Wetterdienst zu Gießen im Jahre 1904 92 Pcoz. Treffer, im Jahre 1905 88 Proz. Wenn dieses Jahr noch etwas ungünstiger ausfallen sollte, so ist daran der überaus wechselvolle und irreguläre Charakter der Witterung schuld. Außerdem sei bemerkt, daß diese neue Einrichtung von Seiten der praktischen Meteorologie mit dem Bewußtsein ins Leben gerufen wurde, daß eine absolute Treffsicherheit unmöglich ist; doch wird er im Laufe der Zeit vervollkommt werden. Das Urteil einiger Steptifer wird der Tatsache feinen Abtrag tun, daß die Prognosen des hessischen landwirtschaftlichen Wetterdienstes sich Anerkennung und Vertrauen in dem Publikum erworben haben, besonders bei denjenigen, die sich durch eigenes Studium einen Einblick in das Bild der Wetterkarten und in die Grundlagen der wissenschaftlichen Prognostik erworben haben. Diejenigen, die darunter stehen, sowie diejenigen, die darüber stehen, mögen unsere wissenschaftlichen Wettervoraussagen noch förderhin als Prophetentum betrachten. B. Beppler. ( Es wäre sehr zu begrüßen, wenn in verschiedenen Orten die Wetternachrichten geprüft und die Resultat: dem landwirtschaftlichen Wetterdienst( Herrn W. Peppler) eingesandt würden. D. R.) Wezlar, 22. Auguft. Auf dem heutigen Viehmarkt waren aufgetrieben: 700 Schweine und 220 Stück Rindvieh, darunter 80 Bullen. * Gladenbach, 20. August. Im Anschluß an die teilweise vollendete Westerwaldquerbahn, die bekanntlich die Fortseßung der Bahn Marburg- Herbon bis nach Montabaur bilden soll, ist auch noch eine Bahn durch den oberen Westerwald nach Marienberg geplant. * Weilburg, 22. Auguft. Der Dant des Prinzen. Fräulein Kartgaus, die einen Blumenstrauß dem Prinzen Eitel bei der Tausendjahrfeier überreichte, erhielt eine goldene Brosche mit Namenszug. Gleichzeitig beauftragte der Prinz den Bürgermeister, der Einwohnerschaft für den überaus herzlichen und liebevollen Empfang und die Aufnahme seinen Dant auszusprechen. * Lauterbach, 22. August. Das für den 19. August anberaumte Hainigsfest" mußte infolge der zweifelhaften Witterung ausfallen und wird am fommenden Sonntag abgehalten. * Gedern, 22. August. Mit dem 1. September wird der Stationsführer der hiesigen Gendarmeriestation, a cht. meister Daum, nach Lich verfekt. * Aus dem Ohmtal. Dem überaus reichen Obst segen, der zu erwarten steht, hat das seitherige naſſe Wetter geschadet und auch genüßt. Genügt, indem die Früchte sehr üppig auswachsen, geschadet, indem Abfall und Fäulnis der Früchte sich verstärken. Der Obstsegen ist Büdingen haben manche Gemeinden fast gar feine AusDie Frankfurter Wach- und Schließgesicht auf eine Dofternte. Dort waren auch die Ergebnisse mt einzurichten. von Geschäft auf von Vieh verrufen ist. Wo figen nun die wahren übrigens fein allgemeiner in unserer Provinz; im Kreise täßig Betriebsberteurer? tehenden Gi ufzufaffen und aft beabsichtigt, auch in Weglar einen Nachtwacht- der Beerenernte gleichfalls unbedeutend. rhältniffes Dec B zu bringen 3 Anwalts: lärt: Die Frankfurter Beitung" feiert am Sonntag, dem August das Fest ihres 50jährigen Bestehens. Aus z des Jubiläums erscheint eine umfangreiche Geschichte Frankfurter Beitung." Die Frankfurter Beitung" ist Der überaus naffe Sommer mit seinem beständigen lafel in extremen Temperaturen ist für die Gesundheit aftsgefeßes falder bedeutendsten Weltblätter. ficht auf die - Bad Nauheim, 21. Auguft. Der Stadtvorstand beschloß die Herstellung der alten Burgpforte an der Füstenftraße zwecks Anlage einer Verbindungsstraße und bewilligte 9500 Mt. Der bereits früher erfolgte Ankaufsvertrag der alten Reinhardskirche von der Kirchengemeinde wurde genehmigt. alten Reinhardskirche von der Kirchengemeinde wurde genehmigt. Die Stadt beabsichtigt, die frühere Kirche als Museum einzurichten. Bei der Beratung über das vom Staat vorgelegte Projekt einer gemeinsamen Klär- und Kanalisationshmen von Rindern und Erwachsenen nichts weniger als günstig. anlage der Städte Friedberg und Bad Nauheim wurde beliedes in Betrachteren Grade die Kinder und auch ältere Leute heimsucht. Prüfung und Begutachtung des Projektes zu betrauen. " * Mainz, 22. Auguft. Truppenschau. Das Mainzer Gouvernement macht bekannt, daß das Betreten des Ererzierplages Großer Sand" während der Truppenau am 25. August von 6 Uhr Vormittags ab verboten ft. Die Zulassung der Zuschauer wird jedoch so rechtzeitig erfolgen, daß sie den Parademarsch aus nächster Nähe mit ansehen können. Nach beendigter Truppenschau wird sich der Kaiser in Begleitung des Großherzogs Ernst Ludwig an der Spize der Fahnenkompagnie nach dem Großherzog lichen Palais begeben und dabei folgenden Weg einschlagen: Gastellsche Waggonfabrit eutiang, Straße Mombach- Mainz, Mombacher Tor, Mombacherstraße, Wallstraße, Alicenp'ctz. Bingerstraße, Große Bleiche nach dem Großherzoglich. Palais. * Seligenstadt, 22. August. Auf der Suche nach dem Mörder. Aus dem Sp ffart wird gemelbet: Unter dea Verdachte, den Mord an der Elisa Weih in Zellhausen verübt zu haben, wurde gestern in Rippberg bei Walldürn ein aus Kaiserslautern flammender Schlosser namens Schuster. berhaftet und hierher verbracht. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, 21. August. Der Taglöhner Anton Kienzle von Assenheim hat seinem Schwager mit einem Stein eine blutende Verlegung am Kopfe beigebracht, wofür ihn das Schöffengericht zu 2 Wochen Gefängnis und nebenbei wegen Ruhestörung zu 3 Tagen Haft verurteilte. Seine gegen das Erkenntnis eingelegte Berufung wurde verworfen. Das Schöffengericht Grünberg hatte den Taglöhner Otto Frank von dorten wegen Körperverlegung zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Ec batte eine Frau dermaßen mißhandelt, daß sie ärztliche Hülfe in Anspruch nehmen mußte. Das Urteil wurde von ihm und der Staatsanwaltschaft angefochten, was zur Folge hatte, Wegen daß die Strafe auf 6 Monate erhöht wuroe. Majestätsbeleidigung wurde der Maurer Josef Kaiser von Ober- Wöllstadt zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Als ihm von dem frohen Ereignis der Geburt des Sohnes des Kronprinzen Mitteilung gemacht wurde, ließ er sich zu einer den Deutschen Kaiser beleidigenden Aeußerung hinAuf Privatklage des Molkereidirektors Friedrich reißen. Fendt zu Büdingen wurde der Steinhauer Heinrich Käuper zu Bleichenbach wegen Beleidigung zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt. Beide legten Berufung ein, was Echöhung der Strafe auf 50 Mt. und Zuspruch der Publikationsbefugnis zur Folge hatte. - Martiberigte. Gießes, 23. Aug. Auf dem yeutigen Wochenmartt tofteten Butter per fb 1.20-1.30 M., Hubnereter per Stud 8-9 Pfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Pfd. 22 fg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 Wtf., Hahnen per Stück 0.80-1.80 Mt., Enten per Stück 1.80-2.20 wt., Gänse per Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 80-86 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 fg., Schweinefleisch per Pfd. 80-94 Prg. Schweinefleisch gesalzen per Bfd. 94-00 fg., Raibfleisch per Pfd. 80-84 fg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 P1g., Kartoffeln per 100 Kilo 7.00-8.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 wit., Weiskraut per Std. 15-30 td., per St. 10-30 fg., Aepfel per Pfd.15-20 Pfg., Zwetschenper Str. 0.00 0.00 Mt., Kirschen per Pid. 30-40 Pfg., Which per Liter 20 Pfg. Dauer der Markizeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarttverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Warfizeit im Umherzieher feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 24. Auguft. Zunächst noch heiter und trocken, sehr warm, später Trübung und Gewitter, langjame Abfuhlung, veränderliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib. in Gießen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Mr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 2 Arbeiter, 1 Magd, 4 Schlosser, 2 Schmiede, 1 Elektromonteur, 4 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Schuhmacher, 1 Wäscherin, 2 Glaser, 1 Anstreicher, 1 Küchenmagd, 1 Küchenbursche, 1 Stutscher, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen. Lehrlinge: 3 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist oder Heizer, 2 Wasch- und Puzfrauen, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahrbursche, 1 Stassier oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Ein wirklich blutbildendes Mittel besigen wic im Ferromanganin. Es werden wohl viele blutbildende Präparate empfohlen und speziell Dele, die aber meist nicht nur schlecht verdaulich und schwer einnehmbar sind, sondern auch noch ernste Verdauungs- und Darmstörungen verursachen. Hingegen ist der hervorragende Wert von Ferromanganin sofort zu erkennen, da es wohltuend auf den Magen wirkt und die kräftigende und blutbildende Wirkung sich in Kürze bemerkbar der Beurteilung derheit ist es der Keuchhusten, der in allerdings schlossen, eine Kommission zu wählen und dieser mit der macht. Ferromanganin ist sehr angenehm im Geschmack nnahme mit dem ende Entwicklung wärtig tritt er start in der Umgebung von Gießen namentlich in Wieseck. Ein Schreibtünstler. 227 Worte auf eine marke hat fürzlich der Frankfurter Handelslehrer Mart Schon jetzt erheben sich Stimmen gegen die hohen Kosten des Projekts, das unsere Stadt 415 000 Mt. foften würde, nachdem die alte, vor 15 Jahre erbaute Kläranlage die Stadt eist etwa 2 Millionen gekostet habe. und wirkt nicht nachteilig auf die Zähne.( Beftandteile: Etsen 0,5, Mangan 0,1, Zucker 18, Alkohol und fognak 15, Rest. dest. Wasser und aromat. Bestandteile.) zu haben in Apotheken. zu haben in Apotheken. Engros- Ferromanganin- Gesellschaft, Frankfurt a. M. T AL Giessener Freiw. Feuerwehr sowie sämtliche Mannschaften der Pflichtfeuerwehr Montag, den 27. Auguft d. J., abends 8 Uhr: Nebung. Die Mannschaften der Pflichtfeuerwehr haben pünktlich 8 Uhr am Turmhaus am Brand anzutreten. Wigandt, Brandinspektor. Gasthaus zur Linde Lollar Nächsten Sonntag, den 26. August und Montag, den 27. August: Kirchweihfest Frühobst- Versteigerung. Bekanntmachung. Samstag, den 25. Auguft, nachmittags 3 Uhr Der Installateur Wilhelm Schmidt dahier ist beginnend wird das Frühobst von den städtischen Bäumen Ausführung von Anlagen im Anschluß an de am Krofdorferweg, Wieseckerweg, alten Steinbacherweg, kädtische Elektrizitätswert auf Grund der Beftir auf dem Lutherberg und im Lärchenwäldchen an Ort ungen vom 20. September 1900 zugelassen worden. und Stelle meistbietend versteigert. Gießen, den 20. August 1906. Die Zusammenfunft ist am Schlachthaus. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Gras- Versteigerung. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Notlauffeuche unter den Schweinen des Heinri Dörmer im Forstgarten. Unter dem Schweinebestand des Heinrich Dörme Gehöftsperre ist angeordnet. Das Grummetgras der im Baugelände der neuen im Forstgarten ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Irrenanstalt an der Licherstraße liegenden Wiesen soll Samstag, den 25. August 1906, vorm. 11 Uhr in mehreren Losen an Ort und Stelle öffentlich an die Meistbietenden versteigert werden. Gießen, den 21. August 1906. Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Gießen, den 22. August 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Gasrohrberlegungsarbeite wird der Seltersweg zwischen Kreuzplatz und Plod straße vom 23. bis 28. d. Mts. von morgens 6 bi Vergebung von Glaserarbeit. abends 7 Uhr für den Fuhrwerks- und Radfahrverk Die zur Anbringung von 8 äußeren Vorfenstern in den Arbeitssälen des chemischen Laboratoriums zu Gießen nötige Glaserarbeit, ca. 43 qm, wird hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom An beiden Fest tagen in meinem schönen ge: 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. räumigen neuen Saalbau vollbesetzte Tanzmusik. Für gute Speisen und Getränke ist reichlich gesorgt. Es ladet ergebenst ein Gottlieb Ernst, Wirt. 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Gerbel. Arbeitsvergebung. Die Lieferung und Aufstellung einer Umzäumung aus berzinntem Drahtgeflecht für den Niederdruc behälter auf dem Lutherberg soll auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibungen bergeben werden. gesperrt. Gießen, den 21. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. die Alicestraße zwischen Bahnhof- und Frankfurterftra Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wi bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrberle gesperrt. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wi der Afterweg zwischen Walltor- und Schillerstraße bom 23. d. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrverkeh gesperrt. der Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 23. Juli 1906 angeordnete Spe Marktstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 30. Juli 1906 angeordnete Sperre de Landmannstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 30. Juli 1906 angeordnete Spe Die Bedingungen, Zeichnungen 2c. liegen während des Wetlarerweges zwischen Frankfurter und Friedri der Dienststunden auf unserem technischen Bureau zur straße wird hiermit aufgehoben. Einsichtnahme auf, woselbst auch nähere Auskunft erteilt wird. Angebote sind bis zum 7. September d. Js., bormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei uns einzureichen. Gießen, den 23. August 1906. Städt. Gas- und Wasserwert Gießen. Otto Bergen. STOLLWERCK ADLER KAKAO Fabriken: Köln- Berlin- Pressburg. London- Newyork. Gießen, den 21. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 18. August 1906 angeordnete Sperre d Löberstraße zwischen Gartenstraße und Goethest wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 22. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Beim städtischen Armenamt ist zum 1. Oktob ds. Js. die Stelle des ersten Bureaugehilfen neu zu besezen. Bewerber, die bereits auf einem Burea tätig waren, wollen ihre Gesuche unter Angabe der S haltsansprüche und Beifügung von Lebenslauf Zeugnissen ans Armenamt, Neuenbäue 25, bis spätefta 10. September ds. Js. einreichen. 11,000 Abbadungen, Gießen, den 21. August 1906. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. J. V.: Georgi. = Im Erscheinen befindet sich:= Meyers 1400 Tafeln und Karten. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Yerweisungen. Lexikon 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mari Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wiet. Anno dazumal in den Kranen einen eigenarti geformten Ring als Sinnbild des Sieges trägt; darüber be findet fich ein anderer Geler als Sinnbild der Mutterschaf stellt einen Gefer bar, ber Nr. 192 Donnerstag, den 23. Auguft 1906