Rr. 301. Erites Blatt. Rebation a. Dauptegpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechenflak Nr. 362. Samstag, den 22. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Stekener Seifenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhelfen und die Kreise Marburg und Weklar; Lekalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amblichen Betamachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Belizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Reichstagswahlen. Das Großherzogtam Heffen, bas bekanntlich in 9 Wahlkreise zerfällt, war im letzten Meichstage durch 6 Nationalliberale, 2 Sozialdemokraten und 1 Freisinnigen vertreten. Die Nationalliberalen behaupteten 1903 ihre Mandate in Friedberg Büdingen, Bensheim& bach und Worms Heppenheim; fie eroberten von den Antisemiten Gießen und Alsfeld Lauterbach, der Sozialdemokratie Offenbach- Dieburg. Die Sozialdemokratie behauptete Mainz und Darmstadt. Die Freisinnigen wahrten ihren Besißstand in AlzeyBingen, während die Antisemiten den Rest ihrer Mandate in Oberhessen durch das geschlossene Vorgehen der Liberalen einbüßen mußten Das Zentrum hatte in allen Wahlkreisen Kandidaten aufgestellt; es fam in Worms, Alzch und Mainz in die Stichwahl, in der es aber unterlag. Mit Ausnahme des Darmstädter wurden sämtliche hessischen Reichstagssige rst in der Stichwahl erstritten. Indessen vermochte bekanntlich die Sozialdemofcatie das Darmstädter Mandat bei der Nachwahl 1906 auch in dem zweiten Wahlgange zu behaupten. * Das Telegramm an den Reichskanzler. Als die bedeutsame Rede des Reichskanzlers Fürst Bülow bekannt wurde, die er vor der Auflösung des Reichstages an die Abgeordneten richtete, durchzog ein Gefühl hoher Begeisterung alle national empfindenden Preise unseres Volkes. Aus allen Teilen des Reiches gingen dem Stanzler patriotische Kundgebungen und Beifallserklärungen zu. Eine Frankfurter Tischgesellschaft, bestehend aus Ingenieuren, Künstlern und Offizieren, beauftragte den Ingenieur und Abteilungschef Kuhn, dem Reichskanzler eine Rundgebung mitzuteilen. Der Reichsfanzler erwiderte darauf:" Für Ihre patriotische Begrüßung bitte ich Sie, hierdurch meinen verbindlichsten Danf entgegenzunehmen. In vielen solchen Kundgebungen hat der nationale Sinn zu mir gesprochen; möge er bei den Wahlen darnach handeln und Erfolg haben! Bülow." Hessen und Hessen- Nassau. Die Reichstagsstichwahlen finden auch im Großherzogtum Heffen am 5. februar statt. Friedberg. Der Bund der Landwirte hält am kommenden Sonntag im Hotel zu den drei Schwertern" eine Wahlversammlung ab. Hanau a. M. Der Bund der Landwirte und die Antisemiten wollen bei der vorstehenden Reichstagswahl von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten Abstand nehmen. Offenbach. Die Stadtverordneten genehmigten gestern zunächst einen Antrag Orb, nach dem jeder eingetragene Reichstagswähler durch eine Karte benachrichtigt werden soll. Kassel. Die Landesorganisation der nationalliberalen Partei Kurhessens beschloß einstimmig, den gegenwärtigen Besizstand der liberalen Parteien in feiner Weise zugefährden, vielmehr für dessen Ehaltung nach Kräften einzutreten. Norddeutschland. Wiesbaden. Wahlbündnis. Die Freisinnige Volkspartei beschloß, mit den Nationalliberalen dahin zu verhandeln, daß ein von den Freifinnigen aufzustellender Kandidat schon im ersten Wahlgang von den Nationallibe alen unterstützt wird, weil man es für ausgeschlossen hält, daß ein Nationalliberaler in die Stichwahl kommt. Die Nationalliberalen wollen den seitherigen Abg. Bartling wieder aufstellen. - Frankfurt a. O. Wie die„ Frkf. Oder Zeitung" meldet, stellten die konservativen Parteien im Wahlfreise Frankfut a. D. Lebus den Gutsbesizer RodeZechin als eigenen Kandidaten auf. Rechtsanwalt Bassermann lehnte darauf die Wiederkandidatur ab. Beide liberalen Parteien leiteten sofort Verhandlungen ein zur Aufstellung eines anderen nationalliberalen Kandidaten. Oberhausen. Das Zentralwahlkomitee der nationalliberalen und fonservativen Partei des Wahlkreises Duisburg Mühlheim- Oberhausen beschloß, nochmals eine Kommission an den Führer der Nationalliberalen, Bassermann, nach Berlin zu senden, um iha unbedingt zur Annahme der Kandidatur zu bewegen." Süddeutschland. Fürth. Die Sozialdemokratie hat für den hiesigen Wahlkreis Segiß aufgestellt. Karlsruhe. Dem demokratischen Führer Direktor Heimburger ist aus dem 6. badischen Reichstagswahlfreise Ettenheim Lahr- Wolfach die gute Aussicht bietende Man ecwartet, Blockkandidatur angeboten worden. daß Heimburger das Anerbieten annimmt. Nürnberg. Als Kandidaten im hiesigen Wahlkreis stellten die Freisinnigen den Landtagsabgeordneten Häberlein auf, den die Nationalliberalen und voraus sichtlich auch die Deutsche Volkspartei unterstügen we den. Prophezeiungen für 1907. ng. Paris, im Dezember. Die Zukunft ist dunkel. Was gäbe die Welt, der Einzelne arum, zu wissen, was sich demnächst, im kommenden Jahr oder noch später für Schicksale abwickeln würden. Es wäre o bequem zu leben, wenn man schon beizeiten vorsorgen önnte für alle Eventualitäten. Und nun gar die Politik. Wieviel Aufwand an Scharfsinn und Kombination würde erpart, falls alles genau tabellarisch im voraus festgelegt werden könnte. In vergangenen Jahrhunderten stellten Magier das Horoskop, lasen in den Sternen und prophezeiten nach Kräften darauf los. Wir lachen heute über den Hokuspokus. Aber Ursache dazu ist gar nicht einmal vorhanden. In der Seinestadt wenigstens genießen Propheten immer noch großes Ansehen. Es gibt Leute genug, die z. B. augenblick= lich auf die politischen Vorhersagen der bekannten Handwahr sagerin und Zeichendeuterin Madame de Thèbes Stein und Bein schwören. Sie sagt eigentlich zwar gar nichts in ihrem Almanach". aber mit Worten läßt sich bekanntlich trefflich streiten. Daß Deutschland bei Madame de Thèbes nicht besonders gut fortkommt, ist nicht weiter verwunderlich. Wozu wäre die würdige Dame sonst eine Vollblut- Französin? Doch lassen wir ihr selbst das Wort: - Ich nannte das vorige Jahr ein tolles Jahr; 1907 wird nicht viel besser sein, ich könnte es ein unzusammenhängendes Jahr" nennen. Die Plöglichkeiten, die Ueberraschungen, die plöglichen Umschwungsaktionen und Frontänderungen werden einander von Dezember ab mit noch größerer Raschheit folgen als bisher. In Frankreich wird aber, wie ich sagen muß, keine Plage, keine Aufregung von langer Dauer sein; nichts wird uns schließlich absorbieren. Ich glaube nicht an den Krieg mit einem anderen Lande. Wir werden aber der Gefahr, der wir gegenüberstanden, auch im neuen Jahre ins Auge blicken und unter allen Umständen, in den Kolonien wenigstens, das Wort den Soldaten lassen müssen. Die übliche Serie der parlamentarischen und ,, finanziellen" Dramen wird noch sensationeller sein als gewöhnlich, und es werden vor allem zwei sehr bekannte Und Persönlichkeiten von der Bildfläche verschwinden. wieviel wieviel Skandale, wieviel häusliches Leid, Liebesdramen wird es 1907 geben! Deutschland sehe ich mehr und mehr beunruhigt, abgeschwächt, bloßgestellt, ge= reizt und aufreizend.(!) Der Kaiser hat die schönsten Lage seiner Regierung hinter sich. Er wird seinem unerfahrenen Nachfolger eine unentwirrbare Lage hinterlassen. 1907 wird Deutschlands Schwäche(!) nur noch mehr offenbaren. Plötzliche Todesfälle stehen mehreren deutschen Fürstenfamilien in Aussicht; die Hofaffären werden reich sein an In Desterreich, Aufsehen erregenden Ueberraschungen. welche Aufregung!... Der alte Kaiser fann durchaus nicht mit Sicherheit darauf rechnen, daß seine Krone dem erwählten Erzherzog zufällt. In England wird sich der Klassenkamps verschärfen. Der Konflikt zwischen den Lords und dem Volke steht beror. Aber der König wird alles wieder ins Lot bringen. Er wird noch einmal dem Alter und der Krankheit ein Schnippchen schlagen. Bon den Vereinigten Staaten fann ich nicht viel Beruhigendes sagen. Feuer, wieder Feuer oder auch Wasser mit drohenden Ueberschwemmungen; und dieselben Gefahren bedrohen auch Südamerika. Fast in allen Staaten wird die Politik 1907 Unheil an: richten und ernste Konflikte herbeiführen. In Spanien hat der König die größten Gefahren seiner Regierung überstanden und wenn 1907 und 1908 ihm Ruhe lassen, darf er sicher sein, ein fönigliches, glückliches Eigenleben führen zu können. Italien erwacht zu neuem Leben. Ich sehe überhaupt, daß die lateinischen Rassen mehr als je die Welt führen werden: der armselige Triumph des Industrialismus geht seinem Ende entgegen... Ich glaube, daß die Macht des Vatikans größer werden wird, daß vor allem eine moralische Macht eine Kräftigung erfahren wird, wenn die Regierungen sich von dem entfesselten Appetit der in materialistischer Weltanschauung erzogenen Völker bedroht sehen werden. In Belgien ist, wie ich glaube, die Zeit der sozialen Umwälzungen gekommen. Was endlich Rußland betrifft, so ist es ganz unmöglich, etwas flares und ficheres zu unterscheiden. Alles ist Widerspruch. Die Anzeichen ,, individueller" Katastrophen scheinen mir aber seltener zu sein, Dafür dürfte aber in absehbarer Zeit die russische Armee wieder eine Rolle nach außen hin zu spielen haben!... - - Madame de Thèbes operiert sichtlich nach der Art der alten Aiaeunerinnen nichts Bestimmtes. dafür dehnbare und vieldeutige, eigentlich nichtssagende Redensarten. Aber sie ist eine Prophetin Politiker, vor allen ihr Leute in Deutschland, jeid gefaßt. Ihr wißt, was euch bevorsteht. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Der braunschweigische Regentschaftsrat hat den Beschluß gefaßt, die Thronfolgefrage vor den Bundesrat zu bringen. Wie man zu wissen glaubt, wird Preußen bei seiner grundsäglichen Stellung verharren, während Bayern, Sachsen und Mecklenburg- Schwerin der Sache des Herzogs von Cumber land sympathischer gegenüberſtänden. Prinz Max von Baden, ein Enfel des Großherzogs, ist mit einer Tochter des Herzogs Ernst August verheiratet. Jedenfalls wird durch die Anrufung des Bundesrats die definitive Lösung der Thronfolge frage noch auf geraume Zeit hinaus verzögert. * Das Disziplinarverfahren gegen den Major Fischer, dessen finanzielle Beziehungen zu Tippelskirch großes Aufsehen erregten, ist nach einer Meldung furz vor der parlamentarischen Besprechung des Nachtragsetats für Südwestafrika durch den Reichskanzler, als obersten Vorgesezten der Schußtruppenoffiziere, dadurch erledigt worden, daß der angeschuldigte Major vierzehn Tage Stubenarrest erhielt. Da die Strafe auf dem Disziplinarwege ausgesprochen wurde, konnte eine Kompensierung durch die erlittene Untersuchungshaft nicht eintreten. Möglicherweise steht aber noch ein ehrengerichtliches Verfahren in Aussicht. * Zur bevorstehenden Reichstagswahl find Angaben über die Partei der Nichtwähler besonders interessant. Ein offiziöses Blatt schreibt über die Nichtwähler: 1903 find über 25 Prozent der Wahlberechtigten von der Urne fern geblieben. Die Bartei der Nichtwähler macht also den vierten Teil aller Wähler aus. Sie verfügte über mehr als 3 Millionen Stimmen. Sie war also stärker als die Drei millionenpartei der Sozialdemokratie. Die Partei der Nichtwähler rekrutiert sich nicht aus der Sozialdemokratie, auch nicht aus dem Zentrum." Rufeland. ** Als Vorspiel zu den Dumawahlen macht sich eine äußerst strenge Verfolgung der Kadettenpartei bemerkbar; da bie Partei von der Regierung als revolutionär betrachtet wird, find alle Bureaus dieser Partei von der Regierung untersagt worden. Personen, die sich inoffiziell versammeln, werden verhaftet. Die Zugehörigkeit zum ungesetzlichen Verband der Kadettenkreise wird als strafbar betrachtet. Ueber diese Maßregel herrschen große Mißstimmung und Niedergeschlagenheit. Ferner liegen folgende Nachrichten vor: Radom, 21. Dezember. Der Handelsschüler Werner, der gegen den Chef der Gouvernements gendarmerie eine Bombe schleuderte und ihm schwere Verwundungen beibrachte, an denen der Oberst inzwischen gestorben ist, wurde vom Feldgericht zum Tode verurteilt und hingerichtet. Daraufhin wurde von den Arbeitern der Generalausstand für Radom und Umgebung proklamiert. Petersburg, 21. Dezember. Die Hungersnot hat enorm zugenommen; nach dem Bericht des hiesigen Notstandskomitees haben 60 Millionen Menschen in 30 Gouvernements unter Nahrungsmangel zu leiden. Riga, 21. Dezember. Das Feldgericht verurteilte zehn Anarchisten zum Tode und sechs zu schwerer Zwangsarbeit. Sebastopol, 21. Dezember. Admiral Skrydlow hat angeordnet, daß die Wachtposten im Festungsrayon von 6 Uhr abends bis 7 Uhr morgens auf verdächtige Personen, ohne sie anzurufen, feuern sollen. Moskau, 21. Dezember. Studenten der hiesigen Universität wollten heute eine Versammlung abhalten, um über die Veranstaltung eines dreitägigen Ausstandes zur Erinnerung an die Ereignisse im Dezember vorigen Jahres zu beraten. Die Universität wurde aber vorher von Polizei umstellt und die Versammlung verboten. Die Studenten gingen ruhig auseinander. frankreich. ** Der Erzbischof von Paris erließ eine Rundgebung zum Kirchenfamps, nach der als Zeichen der Trauer in allen Pariser Kirchen in der bevorstehenden Weihnachtsnacht die Messen ausfallen. Die englischen, schottischen und amerikanischen Zöglinge des Seminars Saint- Sulpice richteten an den Polizeikommissar einen schriftlichen Protest gegen ihre Ausweisung, in welchem sie auf die von Frankreich durch das Konfordat übernommene Verpflichtung hinweisen, für ihren Unterricht und Unterhalt zu sorgen. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 21. Dezember. Der Kaiser wird am Neujahrstage um 1134 Uhr mittags die Kommandierenden Generaie und die in Immediatstellen befindlichen Flaggoffiziere im Rittersaale des Königlichen Schlosses empfangen, um von ihnen die Glückwünsche des Heeres entgegenzunehmen, ebenso die Glückwünsche der Flotte durch den Flottenches, PrinzAdmiral Heinrich von Preußen. Um 124 Uhr ist im Zeughause Ausgabe der großen Parole. Berlin, 21. Dezember. In dem Etat des Reichstages für 1907 soll eine bestimmte Summe zu Repräsentations33. oft ex 137 ent amm 弘 剪 几 m 口 咖 n. Пр neue abrung als freundlich und zuvortrommend empfangen Durfte ich ihn nicht Mit allebem geschieht dir nur, Lebte was du verdient hast. ufficht, so würde sie nimmermehr eine Möglichkeit gefunden Conchita hier in unserm Hause und unter meiner persönlichen Warum schlugft du meine Warnungen in den Wind? eine allgemeine Amnef alle politischen Berbrecher wenn nicht um ihn ergangen wäre." Gleichviel! und ihm jede Möglichkeit abschneidet, fich aus dem Gefängnis Du wirst Sorge tragen, daß man ihn noch heute verhaftet aus bem Wege zu schaffen, so müssen wir uns ihrer bedienen. Morbindung u foton Da es bie einzige Handhabe ist, braucherbal prebot angen man in b Gelegenheit bieten, bich bieses oder jenes nur hargut on hiele Sielegenheit au benüßen oder Sie auch, drängers auf gute Art zu entledigen. Es kommt bann eben nicht ins Gewicht fällt, so wird sich vielleicht auch für dich Beiten furzen Prozeß mit seinen Widersachern macht unb wenn in solchen Beiten ein Menschenleben mehr oder weniger unbequemen Be ber BetonomteabteilungInnereich felner, ex wax Bei mir Schreiber in Warum?" Also, um was handelt es Rich." ,, Vollstänbig richtig, xzellenz." bekommen, und meine Müthe ist vergebens." Schon zwei Monate bemühe ich mich, das Dokument zu zwecken für den Präsidenten des Reichstages eingesetzt werden. Gera, 21. Dezember. Die Landgerichtsgemeinschaft zwischen Gera und Weimar ist wieder erneuert worden. London, 21. Dezember. Anhängerinnen des Frauentimmrechts machten abermals einen turbulenten Versuch, in bas Parlament einzudringen. Fünf Frauen wurden verhaftet. Madrid, 21. Dezember. Zuverlässig wird gemeldet, die Verlängerung des bisherigen Handelsabkommens zwischen Deutschland und Spanien sei anscheinend endgültig entschieden, der Austausch der Noten könne jeden Augenblick tattfinden. Konftantinopel, 21. Dezember. An der bulgarischen Südgrenze bei Hastowo fand ein Zusammenstoß zwischen türlischen und bulgarischen Posten statt. Vier türkische und ein bulgarischer Soldat fielen. Deer und flotte. Schwachbegabte als Rekruten. Auf Veranlassung des preußischen Kriegsministeriums ist angeordnet worden, daß über die aus den Hilfsschulen für schwachbegabte Kinder zur Schulentlassung kommenden Knaben, besondere Entlassungszeugnisse mit Zusäßen zur Beurteilung dieser Knaben in geistiger und gesundheitlicher Beziehung ausgestellt und an bie mit der Aufstellung der Listen für die Rekrutierung betraute Behörde und von da an den Zivilvorsitzenden der jeweiligen Ersaßkommission übermittelt werden. Auch ärztliche Atteste über solche Knaben sollen bei der Schulentlassung ausgestellt und an die erwähnten Stellen geleitet werden. Die Beugnisse sollen später Verwendung finden bei Beurteilung ber Militärtauglichkeit der Betreffenden. Weihnachts- und Neujahrsgefchenke. - - Sitten und Unsitten aus alter und neuerer Zeit. Ein Geschenkverbot.- Freiwillige und unfreiwillige Gaben. Von Zimenzelten und Hämpli". Dienstbotenweihnachten. Die englischen Christmasboxes. Prellerei und Zwangstrinkgelder. Wer gut schmiert- Freie Tafel für Jedermann. Der Nachtwächter gratuliert. Die Sitte, fich gegenseitig zu Weihnachten zu beschenfen und zu Neujahr Trinkgelder auszuteilen, ist uralt und sie hat im Laufe der Jahrhunderte zu den mannigfachsten Mißbräuchen geführt. Andere Zeiten, andere Sitten. Wie z. B. über das Schenken zu Weihnacht und zu Neujahr die hohe Obrigkeit im Mittelalter dachte, erhellt aus verschiedenen alten Polizeiverordnungen; sie verbieten es ausdrücklich, wie z. B. ein Ravensberger Resfript aus dem 14. Jahrhundert: Darnach ist gesetzt, daß zu Weihnachten von dem heiligen Advent bis zu dem 12. Tag( Dreikönigstag) niemand den andern weisen( beschenken) sou; es wolle denn ein Mann seinen Leute- Priester oder seinen Ammann ehren, oder ein Bater sein Kind, oder ein Geschwister das andere, und wer fürbaß( ferner) jemand weiset, außer wer da benannt ist, der muß geben an die Stadt zu III Schilling als dick( so viel) er's tut." In Konstanz wurde ebenfalls im Jahre 1460 ein Mandat erlassen, nach dem den Paten ganz genau bestimmt wurde, wie viel sie bei der Taufe dem Kinde geben sollten, und To im och ze Wihenachten weder Ziemenzelten, Brot, Käß, Hämpli noch sust nit anders senden an Gevärd( ohne Ge= fährdung)." Ebenso bestand in Schwaben ein Verbot der Christ- und Neujahrsgeschenke. Ja, noch in der sächsischen Policey- Verordnung" vom Jahre 1661 werden diese Geschente sehr eingeschränkt. Den Herrschaften soll es aber unverwehret bleiben, wofern ein oder ander Herr, oder Frau einem Dienst- Bothen, so ihm oder ihr vor andern treulich gedienet, aus frehem Willen, ein leidliches zum H. Christ und zu Veranlassung fernerer fleißigen Dienste verehren wolle." Noch 1735 wird in Sachsen eingeschärft, daß das Gesinde bei fünf Taler Strafe und Verlust des Lohnes und Geschenkes leine Gaben zum Jahrmarkt oder Neujahr ausbedingen darf, ebenso wenig die sogenannten heil. Christgeschenke. Es wird aber in jeder Herrschaft Belieben gestellt, ob sie zur Weihnachts- und Neujahrszeit ihrem Gesinde etwas geben will, oder nicht." Solche Geschenke dürfen sich jedoch nicht über 1 Reichsthaler 8 Groschen bis 2 Reichsthaler belauffen." In England liefen die Lehrjungen oder auch Mädchen mit einer Büchse oder mit einer Schäffel von Haus zu Haus, um Almosen zur Beschaffung von gewürztem Warmbier 31: sammeln. Vor den heruntziehenden Banden war kein Mensch sicher; war es ein menschliches Wesen, so wurde er ergriffen und rücklings auf eine Stange gefeßt, während Frauen und Mädchen in Tragkörben Plah nehmen mußten; dann ging es im Laufschritt nach dem nächsten Gasthaus, wo die Gefangenen sich durch a drink all around" lostaufen mußten, wenn sie sich nicht groben Beleidigungen aussehen wollten. Ursprünglich eine freiwillig gegebene Unterstützung, wurde das Trinkgeld zu Neujahr von Gesellen und Lehrjungen nebst ihrem lärmenden Anhange vom schönen Geschlecht" allmählich als eine Zwangsfontribution erhoben, bis man im 18. Jahrhundert in den Zeitungen und von den Kanzeln herab gegen die Bores" als eine unleidliche Landplage zu eisern begann. Schlächter und Bäcker sandten ihre Lehrjungen aus, um Kontributionen von ihren Kunden zu erheben, deren Dienstboten wieder von den Lieferanten geschmiert werden mußten. Im übrigen stammt auch die Sitte, daß am Neujahrstage Restaurateure, um Kundschaft anzulocken, für alle, die kommen, freie Tafel halten, aus alter Zeit. So schreibt Jules Misson, ein französischer Reisender, der England in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts besuchte:... in den SpeiseHäusern ist am Neujahrstage freie Tafel für jeden Menschen; der Gast braucht für nichts von dem, was an guten Sachen auf dem Tische steht, etwas zu bezahlen; das Essen kostet heute nichts, wird ihm lächelnd bedeutet, dafür wird aber erwartet, daß er um so mehr trinke, und auf diese Weise Kommt der schlaue Wirt immer auf seine Rechnung." Auch bei uns kommt ja die Sitte des Neujahrsgeldes immer mehr ab und die Laternenanzünder, Nachtwächter und Schornsteinfeger dürfen an vielen Orten nicht mehr in die Häuser gehen, um Gaben zu sammeln; ganz ausrotten wird man aber diesen Brauch wohl niemals fönnen. Dazu ist die Sitte boch zu alt und eingewurzelt. Soziales Leben. × Konflikt zwischen Reedern und Schiffsoffizieren ni Hamburg. Die Situation zwischen den Reedern und der Schiffsoffizieren hat sich verschärft. Der Verein der Kapitän und Offiziere der Handelsmarine beschloß in einer stark besuchten Versammlung, die bereits geleistete Unterschrift ihre Austrittserklärung zurückzuziehen und abzuwarten, ob di durchführen. Kunst und Cliffenfchaft. R. Jut Herzen der Sahara. Der englische Vize- Resident n Kano( Nigeria), Hans Vischer, ist nach einer von Tripolis mus unternommenen abenteuerlichen Reise quer durch die Sahara am 10. Dezember in Maifoni eingetroffen. Er rreichte, quer durch die Wüste ziehend, die Oase Bilma, die etwa 1600 Kilometer von Tripolis entfernt ist. Vischer, ein jeborener Schweizer, hat diese Expedition im Auftrage der nglischen Regierung ausgeführt. Kein Europäer der jetzigen Beneration ist je so tief in das Herz der großen Wüste einJedrungen. Hus dem Gerichtsfaal. § Unschuldig verurteilt. Wegen schweren Sittlichkeits. berbrechens wurde im Mai 1904 ein Bauunternehmer aus Grünberg in Schlesien von der Straffammer in Glogau zu 1/2 Jahren Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt, obwohl er fortgesezt seine Unschuld beteuerte. Der Verurteilte verbüßte die Strafe, während welcher ihm zwei Häuser subhastiert wurden. Ein Schulmädchen war furz vor der Konfirmation entbunden worden. Der Vater des Kindes sollte der Bauunternehmer sein, der auch auf die Aussage des Mädchens hin verurteilt wurde. Jezt hat es sich heraus: gestellt, daß der Stiefvater des Mädchens der Schuldige war, und daß der Bauunternehmer s. 3. auf die falsche Aussage des Mädchens hin verurteilt wurde. Der Stiefvater hat sich erhängt, als ein zweiter Versuch einen Unschuldigen für die Folgen seiner Schuld hastbar zu machen, mißlang. Der Bauunternehmer hat nun mit Erfolg die Wiederaufnahme seines Prozesses durchgesetzt. Cokales. *** Wie uns mitgeteilt wird, soll Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Moriz, der Direktor der medizinischen Klinik unserer Landesuniversität, d m Vernehmen nach den an ihn ergangenen Ruf an die Universität Straßburg angenommen haben. Der Fortgang Profeffors Dr. Moritz ist ein schwerer Verlust für unsere Universität. * Der zweite sozialdemokratische Beiseordnete. Die Stadtverordnetenversammlung in Offenbach wählte den sozialdemokratischen Stadtberordneten Ph. Weipert zum unbefoldeteu Beigeordneten * Sonderzüge Aus Anlaß der bevorstehenden Festtage verkehren auf den preußisch- hessischen Staatsbahnen eine ganze Anzahl Sonderzüge. Sie sind auf den in den Bahnhöfen ausgehängten roten Fahrplänen bermerkt. ** Das Weihnachtsfest wird auch in diesem Jahre wieder von verschiedenen Vereinen gefeiert. So veranstaltet der Kriegerverein heute Abend im Gießener Festsaal eine Weihnachtsfeier, während der Eisenbahn- Fahrbeamtenverein am 2. Weihnachtsfeiertage im Lenzschen Felsenkeller" eine Abendunterhaltung mit Bescherung gibt. Der Gernhardtsche Zither und Mandolinenchor hält seine Weihnachtsfeier am morgigen Sonntag im Hotel„ Einhorn" ab. *** Giskonzert. Die hiesige Regiments Kapelle fonzertiert morgen Sonntag- Nachmittag von 3-5 Uhr auf der Gisbahn des Eisvereins( siehe Annocenteil) * Die Weihnachtsferien beginnen für alle hessischen Schulen mit dem heutigen Tage. Sie dauern für die ländlichen Volsschulen 8 Tage, für die städtischen und die höheren Lehranstalten des Großherzogtums 14 Tage lang. Der Unterricht beginnt bei den ersteren Schulen am Donnerstag nach Neujahr, also am 3. Januar, bei den städtischen Volksschulen und den höheren Lehranstalten am 7. Januar. P. Besetzlicher Vorschrift gemäß muß derjenige, der den Besitz eines Hundes aufgibt, denselben spätestens bis zum Ablauf des Kalenderjahres bei der Bürger meisterei seines Wohnorts abmelden, da er andernfalls zur Entrichtung der Hundesteuer auch für das folgende Jahr verpflichtet ist. Daher fommt es, daß gerade im Monat Dezember die Zahl der zur Ab meldung gelangenden Hunde besonders groß zu sein pflegt. Bedauerlicherweise gibt es nun viele Hundebesize, welche sich des Hundes, dessen Besitz sie auf geben wollen, am einfachsten dadurch zu erledigen sucher, daß sie ihm die Steuermarke abnehmen und ihn sodann auf die Straße jagen und seinem Schickiale überlassen, das darin besteht, daß er vielfach erst nach tage- und nächtelangem Umberirren in der Kälte ohne Nah ung und Obdach- von dem Hundefänger einge fangen und nach Ablauf der Auslösungsfrist getötet wird. Diese mitleidlose Behandlung kann den armen Tieren erspart werden, wenn sie von dem Hundefänger bei dem Besitzer abgeholt und alsbald getötet werden. - * Die Fahrt nach dem Karzer Einen lustigen Studentenult leisteten sich die Angehörigen der Burschenschaft„ Cimbria" in Würzburg und de en Verfehrsgäste. Vom Rektor der Universität wurde vor kurzem ein Mitglied der„ Cimbria" zu 3 Tagen Kaczer verdonnert. Wenige Tage später wurde nun der Schwerve brecher von seinen Komilitonen in feie lichem Aufzuge nach dem Karzec in der neuen Universität verbracht. Dem Zuge, der berechtigten Jubel unter der kleinen und großen Bevölkerung Würzburgs hervorrief, ging ein Mann mit riesigem Platate Bum Karzel" voran. Ihm folgten ein Wagen mit Weusit, welcher fast ununterbrochen lustige Weisen ertönen ließ, ein vergitterter Metzgerivageu, in dem der Delinquent, angetan mit einem großen weißen Hemd und mit gefesselten Händen, in sicherem Gewahrsam saß, dann einige Wagen mit Burschenschaftlern. Links und rechts vom„ Beijerl wagen" gingen Studenten in Wichs mit großen HelleVor dem Karzerlofal angefommen, hielt der Senio: der„ Cimbria" eine Abschiedsrede an den GeReeder ihre Drohung, die Vereinsmitglieder zu entlassen fangenen, die Musik spielte einen Trauermarsch, worauf der Sträfling dem Pedellen übergeben wurde. * Grünberg, 20. Dez. Den besten Beweis firlat Wohlstand einer Gegend bilden die Kasseneinlagen der Bevölkerung. Diese Einlagen haben in den le Jahren eine namhafte Steigerung erfahren. Die a ordentlich gute Ernte, die Höhe der Viehpreie, i Milchlieferungen an die Molkereien und dgl. sind: die Wohlstandsquellen. Die Tage vor Weihna dienen den Kassengeschäften und bringen unserer: auch gegenwärtig einen regen Besuch Daß unim: Geschäfte, insonderheit die mit speziellen Weihnats artifeln, den Wohlstand der Umgegend spüren, ficher angenommen werden. * Braunfels. In unserer Stadt ist zurzeit m Bewegung im Gange, welche auf die Erlangung Baugewerkschule abzielt. * Friedberg. Der Kreistag beschäftigte sich für mit der geplanten Errichtung einer Wander- Hau haltungsschule für den Kreis Fiedberg. Stefa nach dem Vorbild des Kreises Gießen ins Leben treta Der Kreistag ist auch der Frage der Bestellung bm Schulärzten für den Kreis nähergetreten * Deckenbach. Hohes Alter. Am Mittwoch de 12. d. M. fonnte Herr Heinrich Dörr, Schneidermeiste dahier, in geistiger und förperlicher Frische seinen Geburtstag feiern. Möge der Jubilar noch mands Jahr guter Gesundheit und Wohlergehens in unsere Gemeinde sich erfreuen! * Bad- Salzhausen. Die internationale Aftien- Boh gesellschaft zu Erkel nz, hat in Bad- Salzhausen eing zirfa 23 Meter hohen, starken eisernen Bohrtura aufgestellt. Die Arbeiten sind schon soweit gedicher daß vor einigen Tagen mit der Tiefbohrung begonna wurde. Der Bohrturm steht nur 20 Meter von de Stelle entfernt, wo bor 5 Jahren eine Tiefboh un stattfand und in einer Tiefe von 370 Metern die erit und bei 415 Metern Tiefe die zweite warme Sole go funden wurde. Der Sprudel trieb damals 1 Meta über die Erdoberfläche. Jegend ein Vorkommnis lic ihn aber wieder verschwinden. Der Staatskasse ginga dadurch über 100 000 m. verloren, während der für die ganze Gezend bedeutungsvolle Aufschwung des Badeortes einen jähen Rückschlag erfuhr. Diesmal soll wenn alles flappt, auf 700 Meter Tiefe geboht werden. Auf einen Sprudel dürfte mit Sicherheit zu rechnen sein. * Offenbach, 20. Dezember. Eisenbahnunfall Gestern Abend um 7 Ühr 7 Min. fuhr der auf Bahn hof Offenbach ausfahrende Personenzug Nr. 211 dem von Mühlheim kommenden Leerzug Nr. 8722 in die Flanke, wobei 3 Personenwagen des Veerzuges stat beschädigt wurden. Personen sind nicht verletzt. Has dem Gerichtssaal. Straflammer. - Gießen, 21. Dezember 1906. Dem Handelsmann Josef Berlin von Großen Bused ging ein Strasbefehl über 3 Wt. zu, weil er auf einer Straße vor dem Markt gehandelt hat. Das Schöffengericht Gießen sprach ihn frei, aber die Straf fammer fam auf Berufung der Staatsanwaltschaft zur Verurteilung. Das Oberlandesgericht hob das Urteil auf und verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an die Straffammer zurück, die wieder zur Verurteilung des Angeklagten gelangte. Die 16jährige Dienstmago Marie Nockel von Maar hat zu Lauterbach das Haus ihrer Dienstherrschaft aus Bosheit und Nachsucht an gesteckt, sodaß ein Schaden von mehreren Tausend Mart entstand. Sie wurde wegen vorsäglicher Brandstiftung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis verurteilt.- Dur das Schöffengericht Gießen wurde der Maurer Konrad Seipp 4. von Hattenrod wegen Diebstahls zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Er hat zu Gießen einen Hund in einen abort gelockt und ihm dort das Halsband im Wert von 3 Mt. abgenommen Seine erufung wurde verworfen; auch erhielt er wegen un gebührlichen Benehmens 24 Stunden Haft. Zwei 15jährige Jungen aus Lözer( Ostpreußen) Ruo Prophet und Johann Strafzid sind aus ihrer Heimat wo sie wegen Diebstahls verfolgt wurden, bis Stiro - ons gewandert, wo sie bei einem Landwut Abd fanden. Bei ihrem Weg ang nahmen sie eines Anechs ühe und Kleider mit. Sie wurden wegen Diebstah zu je 6 Wochen Gefängnis becurteilt. Eingesandt. ** Weinachts- Musik im Schaufenster Es gingen uns hente früh folgende Zeilen eines kleine AB- C Schützen zu: Lieber Herr Rötaftör! Als ich gestern mit Schäfers Baul bei Bachs un die Eck durch durch die Blockstraße ging nach de Schule blieben wir beide Baul un ich bei Itt manns bom Schaufenster stehen und beguckten uns dort da schenen Weihnachtsmann. Derselbe mit seinem großer weißen Bart komt aus dem Walde mit einem Schlitter auf dem viele Sachen liegen un will in das kleine Häuschen. Baul sagte zu mir das bei im der Weit nachtsmann wol nicht fomt, ich hab vorhin ene Stafe tase zerbrochen un Mama sagte nun komt der Weih nachtsmann nicht zu mir. Da uf emal hern wir dorchs Schaufenster das Lied was ich auch in der Strippe schon gelernt hab. O du frehliche o du seliche gnaden bringende Weihnachtszeit aus dem hübchen Häuschen. Wir beide ham lange daforgestanden vorm Jttman jeim Schaufenster, weil Baut sich so gefceut hat übe das scheene Haus, den großen Weihnachtemann un die vielen schenen Sachen. Lieber Rötaktör tun Sie das in die Nachrichten" abtruden, die auch Baul Shift bielleid Boul oder ja Fürs Hou rauen, is n aufliegt. M wirtfdaftliche at 1.00 t Bestellung an das 24, B. m. b. Gillgers Büchelchen Brigners deutfo mmengeftellt, Breife bon F enth lordnung fou beren Prog it über die für den Wa Standesamt Am 11. Dez ich eine T ib Quln ei ann eine T Baithofbejizo Sr, Margar San Martest Tochter, Ur enberger ein Giessene Eintrittsgeld Gießen, B. 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Dergebung von Waſſerleitungsarbeiten. Sonutag, den 23. Dezember.906 von 3 bis 5 Uhr nachmittags: Konzert auf der Eisbahn. Die Arbeiten und Lieferungen zur Erbauung einer Wasserleitung für die Gemeinde Steinbach bei Gießen bestehend in der Lieferung der Materialien und der Herstellung eines Hochbehälters von 130 cbm Fassungsraum der Ausführung von 2800 m Gußrohrleitung von 80 und 100 mm 1 W. und der Herstellung von 900 m Leitung aus galvanisiertem Eisenrohr sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote sind bis zum 18. Jannar 1907 vorMattiberigte. lekes 22. Dezbr. Auf dem heutigen Bochenmorti fosten Putter mer fb 1.20-1 25 M., Sithnereier ber Stüd 9-10 Rfq., Erteneier St. 0-0 Bfg., Käfe ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Big., Erbsen per Vid. 18-24 Bfg., Linsen per Pfd. 25-40 Vfg., Tauben ver Baar 0.80-1.00 Mr. Hühner per Stück 1.00-1.60 mt., Hahner per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 Mit., Gänse Der Pfd 70-80 Pfg.. 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