Nr. 275. Redaktion u. Harp terpedition: Gießen, Selters weg 83. Ferusprechanfchluk Nr. 362. Donnerstag, den 28. November 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Єrpreffer. - ,, Der ärgste Schuft im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant." So lautet ein deutsches Merkwort, das ein Wahrwort ist. Aber selbst unter den ,, ärgsten Schuften" gibt es noch Abstufungen. So verächtlich das Denunziantentum an fich ist es fann gewisse Milderungsgründe geben: Rachedurst, voraufgegangene schwere Reizung, unter UmStänden fogar ein mißleitetes Gerechtigkeitsgefühl. Solche sind Milderungsgründe- teine Entschuldigungsgründe Dentbar. Wenn aber der Denunziant zum Erpresser wird, wder umgekehrt, wenn der Erpresser zum Denunzianten wird, der so ist Gipfel der Niedertracht erreicht and fann nicht mehr überboten werden. Es ist nicht zu sagen, was Expresser schon an Unheil angerichtet haben. Ganze Familien find ruiniert, ungezählter Menschen Lebensglück ist vernichtet worden durch schnöde Erpressung. Das Gesetz verhängt über den Erpresser schwere Strafen. Unseres Erachtens sind sie aber noch lange nicht Schwer genug. Doch was das schlimmste ist: auch die Härteste Strafe, auch nicht die Androhung der Todesstrafe Dermag uns vor dem Erpresser zu schützen. Denn der Erpresser weiß ganz gut, daß, wie die Dinge gegenwärtig liegen, En weitaus den meisten Fällen der, der einen Erpresser zur Anzeige bringt, harten und unter Umständen unwiederbringlichen Schaden erleidet, Schaden an seinem Ansehen, an feiner Ehre, an seiner bürgerlichen Lebensstellung. Jedem von uns find Fälle erinnerlich, in denen die Objekte der Erpreffung lieber ihr ganzes Vermögen dahingaben, ehe fie gegen Den Erpresser Anzeige erstatteten und dadurch zur öffentlichen Kenntnis brachten, was dem Erpresser die Handhabe für sein elendes Tun geboten hatte. Jeder von uns erinnert sich Tolcher Fälle, in denen Anzeige erst erfolgte, nachdem das Opfer der Erpressung ausgesogen und zusammengebrochen tvar.- Hier müßten Gesezgebung und richterliche Praxis anders werden. Wir gestehen ein, daß unser Haß gegen die Erpresser und unser Abscheu gegen die Erpressung weit genug gehen, um uns wünschen zu lassen, daß Anzeigen, die von Grpreffern ausgehen, unter allen Umständen unbeachtet bleiben, und daß Straftaten, die aus Anlaß einer Erpressung zur Kenntnis der Behörden gelangen, von der Strafverfolgung ausgeschlossen sein sollen. Damit wäre dem Erpressertum Der schlimmste Giftzahn ausgebrochen. Ebenso wichtig ist, daß die Gerichtspraxis in Erpressungsprozessen eine andere werde. Gewiß tut der Richter bei der Erörterung der wirklichen oder angeblichen Straftat in allen Fällen bloß, was er nach Lage der Gesetzgebung tun muß oder tun zu müssen glaubt. Wir haben jedoch die Vermutung, daß sogar ohne Aenderung der Gesetzgebung die Praxis eine andere sein könnte. In einzelnen Fällen ist es jedenfalls so gewesen, und diese einzelnen Fälle sollten zur Norm werden, zur unverbrüchlichen Norm. Wir wollen einen solchen Fall anführen: Vor langen Jahren hatten deutsche Staatsmänner Höchsten und hohen Ranges häufige gesellige Zusammentünfte, die sich aus ihrer Stellung zueinander ergaben. Bei diesen Zusammenfünften ging es fröhlich und ungezwungen zu. Man sprach sich mit rückhaltloser Offenheit aus und wog die Worte nicht ab. Man wußte, daß man unter Freunden war, daß man nicht jeden Ausdruck buchstäblich mahm, und daß selbst geflissentliche Uebertreibungen feinem Mißverständnis begegneten. Bei dieser Zusammenfünften wartete ein langjähriger Diener eines der Staatsmänner auf. Dieser Diener teilte eines Tages seinem Herrn mit, daß er fich verlobt habe und demnächst heiraten wolle. Die freundliche Beglückwünschung genügte ihm nicht als Erwiderung auf die Mitteilung, vielmehr beanspruchte er eine Liche Ausstattung, und zur Begründung seines Anspruchs produzierte er ein förmliches Tagebuch, in dem bie anfechtbaren Aeußerungen aller Teilnehmer an jenen geselligen Zusammenfünften verzeichnet waren. Der Erpresser wurde auf der Stelle angezeigt, auf der Stelle festgenommen, und nach kurzer Zeit war die gesetzlich zulässige und angemessene Strafe über ihn verhängt. Die Versuche, die einzelnen Aeußerungen festzustellen, wurden abgeschnitten. Das Richterfollegium beschränkte den Beweis ausschließlich Darauf, ob eine Erpressung vorliege, und sprach darnach das Urteil. reich= Etwas anders ist die Sachlage im Falle der Fürstin rede. Die Fürstin wurde durch einen Diener beschuldigt, Silbergeschirr in verschiedenen Hotels entwendet zu haben. Der Diener hatte einen Erpressungsversuch gegen den Fürsten gemacht, wie das Gericht annahm, und wurde zu einem Jahr Gefängnis berurteilt. Ein Verfahren gegen die Fürstin wurde nicht eröffnet resp. nicht fortgesetzt, da Unzurechnungsfähigkeit angenommen wurde. Jetzt ist eine Broschüre von Cem Verteidiger des Dieners erschienen, die im Namen des getränkten Rechts Untersuchung gegen die Fürstin Wrede und Beststellung ihres Geisteszustandes durch Beobachtung nicht in einem Privatsanatorium, sondern in der augemeinen Strafuntersuchungsanstalt verlangt, außerdem den wegen Crpressung verurteilten Diener in Schutz nimmt, weil fein Erpressungsversuch nur ein ungeschickter Ausdruc seines durch die Schuld der Fürstin getränkten Empfindens gewesen wäre. Das fann sein, wie es will- die untersuchung der Fürstin durch beamtete deutsche Aerzte hätte Her wenn auch feineswegs berechtigten, aber doch zweifellos dorhandenen Auffassung die Spitze abgebrochen, es könnte mit zweierlei Maß gemessen meroen je nach der Stellung des Strawürdigen. Dem überführten Erpresser die volle Strafe, das kann man füglich fordern ebenso wie die peinliche Vermeidung irgend welcher Umstände, die Gelegenheit zu Einwendungen gegen die strengste Unparteiiicfeit der Rechtspflege geben fönnen. Denn unsere deutsche Rechtspflege ist einwandslos, wir können mit Fug stolz auf ihre Unantastbarkeit sein. Senator. Der Dänenkönig in Berlin. König Friedrich VIII. von Dänemark hat gestern einen förmlichen Triumpheinzug in Berlin gehalten. Zu Ehren seines Besuches hat Kaiser Wilhelm Veranstaltungen treffen lassen, wie sie sonst nur für die großmächtigsten und be freundetsten Monarchen aufgeboten werden. Längs der historischen Feststraße Unter den Linden waren Tribünen errichtet, am Brandenburger Tor fand eine besondere feierliche Begrüßung des dänischen Königspaares durch den Oberbürgermeister von Berlin und andere Vertreter der Bürgerschaft statt, und vorher hatte am Lehrter Bahnhof die Einholung in ebenso prunkvoller wie schmeichelhafter Form sich vollzogen. Auch die Begrüßung durch die amtliche und halbamtliche Presse hatte einen außerordentlich freundlichen Charafter. Mit ganz besonders warmen Worten wurde das dänische Königspaar willkommen geheißen, mit ganz besonders warmen Worten wurde des verstorbenen greisen Königs von Dänemark gedacht und der liebenswürdigen Tugenden, die diesen Fürsten auszeichneten. Es wurde sogar mit Nachdruck betont und als eine Deutschland erwiesene dankenswerte Freundlichkeit anerkannt, daß König Friedrich von Dänemark, abgesehen von dem Besuch in Stockholm, der aus Rücksichten der Nachbarlichkeit und des Zartgefühls vorangehen mußte, die ersten Schritte in das Ausland nach Berlin machte. Schule. Geduldig harrt man in der rauhen, nagfalten Novemberluft auf die Ankunft des Kaiserpaares und seiner dänischen Gäste. Da saust das neue elektrische kaiserliche Automobil heran, und hält neben den vierspännigen à la Daumont bespannten offenen Galakutschen. Bald nach dem Kaiser erscheint mit ihrem Gefolge die Kaiserin, ihr folgen der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich, die ihre Gemahlinnen in dem Gefolge der Kaiserin finden. Nach wenigen Minuten braust der Sonderzug in die Halle; das dänische Königsbaar entsteiat dem Couvé. Herzlich begrüßt durch den Kaiser und die Kaiserin. Beim Verlassen des BahnHofes rasseln die Trommeln und schrillen die Pfeifen im der Spielleute und Paradeschritt defiliert die Ehrenkompagnie. Der König von Dänemark in deutscher Admiralsuniform schreitet, während die dänische NationalHymne intoniert wird, die Front der Kompagnie ab, begeistert begrüßt durch die Mitglieder der dänischen Kolonie, die ebenfalls dort Aufstellung genommen hatten. neuen In flottem Tempo geht die Fahrt nun nach dem Brandenburger Tor, nach der Via triumphalis der Kaiserstadt an der Spree. Auf dem Pariser Platz harrt schon seit langem das Empfangskomitee der königlichen Gäste, die Herren im Frad, die Damen in weißen Kleidern. Da dröhnt endlich Paukenschall von ferne, bald ist die waffenklirrende Schwadron der Garde du Korps vorüber, jezt nahen die Wagen, jubelnd begrüßt von der spalierbildenden Menge. Herr Kirschner, der Oberbürgermeister, tritt an den Schlag des ersten Wagens, in dem rechts vom Kaiser der König von Dänemark Plaz genommen hat. Der König hört dem Sprecher der Berliner Bürgerschaft aufmerksam zu, und hell und freundlich flingen die Dankesworte, mit denen der Gast unseres Kaisers auf Der Königin von und die mit denen So freundschaftlich unsere Beziehungen zu Dänemark seit längerer Zeit sind, und so wenig es sich schicken würde, bei bem Empfang eines fremden Monarchen föniglichen Ranges Unterscheidungen wesentlicher Art nach der Zahl seiner Untertanen und der von ihm beherrschten Quadratmeilen Landes zu machen, so ist es doch beinahe selbstverständlich, daß eine gewisse Differenzierung sich einstellt, auch ohne daß man es will, je nachdem der Besucher an der Spitze einer Großmacht oder eines kleinen Staates steht. Auch im bürgerlichen Leben richtet man den Empfang anders ein, wenn man irgend einen hochmögenden Freund und Gönner erwartet, als wenn man einen lieben Nachbar bei sich zu sehen sich anschickt. Es müssen deshalb eigene Gründe vorgelegen haben, die dafür bestimmend waren, daß die Aufnahme des dänischen Königspaares in Berlin sich so glänzend und so herzlich zugleich gestaltete.. Das Rätsel ist gar so schwer nicht zu lösen. Ganz abgesehen davon, daß das dänische Königshaus mit unserem Kaiserhause in Beziehungen der Verschwägerung steht, daß das dänische Königshaus in nahem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den meisten europäischen Fürstenhäusern ist und dadurch eine mehr als gewöhnliche Berücksichtigung erheischt, kommt noch der Umstand in Betracht, daß man auf beiden Seiten gewillt war, der Begegnung das Ges präge einer vollständigen historischen Aussöhnung zu geben. Vor 42 Jahren hat ein Krieg die beiderseitigen Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark auf einer neuen Grundlage regeln müssen. Der besiegte Teil mußte sich fügen, doch trotz des Friedensschlusses blieb, wie zu geschehen pflegt, der Groll in seinem Herzen. Vor 40 Jahrer. wurde in dem Friedensschluß zwischen Deutschland und Desterreich eine besondere Klausel festgelegt, die zum mindesten so gedeutet werden konnte, als ob Dänemark noch zu einigen Regulierungsansprüchen berechtigt wäre. Ausgleich dieser Ansprüche erfolgie nicht, und resultierte eine Verlängerung der Mißstimmung. nach langer Zeit trat eine vollständige Beruhigung ein, und erst jetzt findet gewissermaßen die äußere Besiegelung statt, daß man drüben wie hüben in Aufrichtigkeit und ohne Hinters gedanken entschlossen ist, sich auf den Boden der geschichtlichen Tatsachen und der geschichtlichen Entwickelung zu stellen und miteinander in aufrichtiger Freundschaft zu leben. Der daraus Erst Das ist die erste Bedeutung des dänischen Besuches in Berlin, und das ist der Grund, weshalb man dem Besuch ein so feierliches Gepräge gegeben hat. Doch die Bedeutung des Besuches ist damit noch nich erschöpft; sie besteht zu einem nicht gezingen Teil darin, daß ein neues Vorbild und Beispiel gegeben ist für geschichtliche Versöhnung oder für Versöhnung mit der Geschichte. Das erste Beispiel ist es nicht. Wir haben nach rei Seiten Kriege führen müssen: gegen Dänemart, gegen Desterreich, gegen Frankreich. Am schnellsten gelang die aufrichtige Versöhnung mi Desterreich- Ungarn; jezt ist die Versöhnung mit Dänemark befiegelt; nun möge die Versöhnung mit Franb eich nicht lange mehr auf fich warten lajjea. Die Einzugsfeierlichkeiten. Vor dem Lehrter Bahnhof stauen sich dichte Menschenmassen, besonders viele Schulkinder- heute ist ja keine Dänemark, die fich als eine hohe stattliche Erscheinung in schneeweißem Haar präsentiert, ist inzwischen durch Fräulein Kirschner, der Tochter des Oberbürgermeisters, ein Blumen strauß überreicht worden, wofür sie mit gütigem Lächeln und Händedruck dankt. Während auf dem Pariser Plaz die Begrüßung des dänischen Königspaares stattfand, versammelten sich in den roten Zimmern des Schlosses die zum Empfang mit großem Vortritt befohlenen Damen und Herren. Nach einer Parade im Lustgarten fand im Gardedukorpssaal des Schlosses feierlicher Empfang statt. Gegen 14 Uhr vereinigte ein Familienfrühstück nebst Marschalltafel das Kaiserpaar und seine Gäste, sowie die Herrschaften der beiderseitigen Gefolge. Abends 8 Uhr wird im weißen Saal eine Gala tafel Sen Abschluß der Empfangsfeierlichkeiten bilden. Am Dienstag veranstaltet der hiesige dänische Gesandte, Freiherr von Hegermann- Lindencrone ein Frühstück zu Ehren des Königs von Dänemart. Bei dieser Gelegenheit findet ein offizieller Empfang der Deputationen der hiesigen dänischen Kolonie statt. Politische Rundschau. Deutsches Reich. Berlin, 21. Nov. Die Abreise des Dänischen Königspaares erfolgte gestern Nacht um 1212 Uhr vom Stettiner Bahnhof aus. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz und die Prinzen des Königlichen Hauses gaben ihren Gästen das Geleit nach dem Bahnhof. Die Revierkonferenz der Bergarbeiterverbände der westlichen Bergreviere nahm eine Resolution an, in der die gestellten Lohnforderungen aufrecht erhalten, aber in der Streiffrage eine abwartende Haltung empfohlen wird. In den Handelsvertrags- Verhandlungen zwischen Spanien und Deutschland sollen fich Schwierigkeiten ergeben haben. Der Fall Eisnert im hessichen Landtag! Der Zweiten Rammer ist folgende Anfrage der Abgeordneten Reinhard und Genossen, betreffend die Bestätigung des Herrn Eißnert zum Beige, ordneten der Stadt Offenbach eingegangen: Die Bestätigung des der sozialdemokratischen Parteien angehörenden Herrn Eißnert zum Beigeordneten der Stadt Offenbach hat in wetten Kreisen des Landes nicht allein Aussehen erregt, sondern auch zu den ernsteften Bedenten Veranlassung cegeben. Der Verlauf der Versammlung am 4. November 1. J. in Darmstadt hat hierfür einen u trüglichen Beweis geliefert. Es ist das erste Mal, daß eine Magistrate perfon bestätigt wurde, die einer Partei angehört, welche offen die jeßige Staats- und Gesellschaftsordnung befämpft und auf deren Beseitigung hinarbeitet. So sehr die Auffassung der Regierung, daß bei der Bestätigung nicht die politische Parte angehörigkeit von Einfluß sein fann, anzuerkennen ist, so erregt doch die Anwendung dieses Grundsaßes die größten Bedenken bei einer Partet, die sich selbst außerhalb der gegebenen Staatsund Gesellschaftsordnung stellt. Wir fönnen uns mit der getroffenen Entscheidung, welche in den weitesten Kreisen 33. E ht ir et. st er en 8. ng m. bereits for free bielleicht türmisch und feine zwanger af Sieg des verbaßten welchem im Zorn über ben abermaligen wurde. fegend. Haares Breite entronnen war, hundert neuen Gefahren ausfeine Reiterin, die einem gräßlichen Schicksal nur um eines 3n wilden Sätzen raste es auf dem Eisenbahnkörper weiter, 68 faft von den Räumern der Bokomotive berührt jenem Augenblid ber höchsten Gefahr bei Seite, in als von der Anstrengung feines Rittes. ebenso fagte er rauh. " Sie sehen doch, daß meine Cousine ohnmächtig ist 1 Mir scheint, Sie täten am besten, ihr hier auf dem Rasen eine bequeme Lage zu verschaffen!" Beim Klang seiner Stimme schlug Josephine langsant Herbert ex ihm ste henden Doktor. ganzen Vormittags beobachtet hatte, fie der Obhut dieses alten Herrn anvertrauen, den ich von uns mit meiner Cousine zurückfährt, sondern wenn wir ,, Vielleicht ist es am geratensten, mein Herr, wenn feiner in derselben britsken Art, die er schon während des fle fanft hatte niebergtelten Taffen, wendete fic zu Dem hinter zu fchloffener Berbrecher zu werben, nur um fie zu verraten,= Leiter," werden." ,, Es ist die bas war doch ein ander Ding. " wer weiß, ob Sie nicht vielleicht noch Mr. Chaumont aufzumuntern, der wohl erste Stufe auf ber fuchte mich mochte, welch gemischte Gefühle in meinem haben ein zweiter Vidocz tämpften, der Bevölkerung lebhaftes Bedauern erregt hat, nicht einverstanden erklären und stellen die Anfrage an die Großh. Regierung: Belche Gründe haben Veranlassung gegeben, in dieser Frage eine prinzipielle Henderung in der seitherigen Stellungnahme eintreten zu lassen? Darmstadt, den 19. November 1906. Reinhard. Auler, Best. Braun. Breimer. Diehl. Finger. Dr. Glässing. Haas. Dr. Heidenreich. Lang. Dr. Osann. Bitihan. Schönberger. Seelinger. Ulmann. * Frankreich. Die Inventarisierung des Kirchenvermögens begann am 20. November. Ueberall waren, da man Unruhen befürchtete, größerere Truppenmassen zusammengezogen. In Vilbelonque bei Perpignan zündeten die Gläubigen Schwefel an, um die Inventarisierung zu hindern. Erst nach 2 Stunden, als der Qualm erstickt war, fonnte mit der Inventur begonnen werden. stellte sich jedoch heraus, daß alles eventuell zu Inbentarisierende weggeschafft worden war. In Pignan bet Montpellier wurde brennender Schwefel auf die Soldaten geworfen, die Infanterie mußte die Kirche mit Sturm nehmen. && Frankreich und Spanien schiden gemeinsam ihre Geschwader nach Marotto. England hat anscheinend bte Absicht, sich anzuschließen. Dänemark. Die dänische Regierung brachte eine Vorlage auf Einführung des allgemeinen und gleichen Kommunalwahlrechts ein. Amerika. Der amerikanische Staatssekretär Root begrüßte in einer hochpolitischen Ansprache die Ansiedlung der Deutschen in Südamerika. Anfere diaux. Jungen. Stizzen aus dem Marineleben von J. L. Sivan.. 11. Alle Mann an Bord! 1 Der Dienst an Bord der deutschen Kriegsschiffe ist genau nach der Uhr geregelt, wie das ja selbstverständlich ist, wenn Disziplin und Ordnung herrschen soll. Es gibt daher wenig freie Zeit und die Drüdeberger" lommen nicht auf ihre Rechnung. Jeder Mann muß hier an seinem Blaze sein, namentlich wenn die Bootsleute das liebliche Signal Alle Mann an Bord" pfeifen, was unter Umständen auch während der Nacht borkommen kann, wenn das Schiff auf der Reise ist und ein schwieriges Manöver alle Hände verlangt. Das ,, Alle Mann" wird in der Marine besonders geübt. Für jeden Dienst hat der Mann hierbei seine bestimmte, Rolle". Beim Deckwaschen oder„ Backen und Banken" hat er einen anderen Plaz als bei Feuerlärm, im Gefecht oder bei Bootsmanövern und es gehört eine ganze Weile dazu, bis jeder genau weiß, wo er hingehört, wenn dieses oder jenes Manöver befohlen wird. Im übrigen gibt es unter den Dienstverrichtungen, die tagtäglich zu vollziehen find, manche, die dem Mann wenig Bergnügen machen. Schon das„ Purren"( Wecken), das um vier Uhr früh erfolgt, hätte ich am liebsten überhört, aber der Wachtmeister" paßt zu sehr auf, und wenn einer sich zu Iange befinnt, ob er aufstehen soll, kann es ihm wohl passieren, daß er etwas unsanft aus der Hängematte befördert wird. Sind die Schläfer endlich alle auf die Beine gebracht und die Hängematten am gehörigen Ort abgeliefert, so beginnt das tägliche, Sonnabends durch eine Extrazugabe verstärkte Vergnügen des Matrosen, das Deckwaschen. Ich möchte übrigens feinem, der nichts dabei zu tun hat, raten, sich Sonnabends, wenn Rein Schiff" befohlen ist, in der Nähe des Decks aufzuhalten. Er könnte eine unfreiwillige Taufe in Lauge oder Seifenwasser bekommen, die seinem Schneider am angenehmsten sein würde, denn ein Anzug geht dabei mindestens zum Teufel. Wasser ist bekanntlich an Bord etmas febr billiges, wenn es zum Scheuern gebraucht mirh ind man ist nicht sparsam damit, so daß, wenn die groze Reinigungsarbeit endlich durch das Signal„ Klar Ded" be= ndet wird, ein halber Ozean über die Planten gelaufen ist. Weniger verschwenderisch geht man aber mit dem Waschvasser um. Seewasser eignet sich zum Zeugmaschen absolut nicht und es muß daher mit allen möglichen Listen und Ränken Seifwasser besorgt bezw. aufbewahrt werden, damit nan nicht in Verlegenheit kommt. Dabei geht es denn nanchmal wunderlich genug zu. Mir haben sie trotz peinichster Aufmerksamkeit einmal das mühsam gesparte Seifvasser aus dem sichersten Versted„ geklemmt". Natürlich war stein Mensch gewesen und ich mußte meinerseits wieder ine List anwenden, um dem Koch etwas Wasser zu mausen, enn niemand fragt hier danach, wo das Waschwasser zum Zeugmaschen herkommt. Desto schärfer wird aber, wenn die Wäsche an den Jollen hängt und über Ded lustig im Winde Hattert, aufgepaßt, mer etwa nicht sauber gewaschen hat! Wehe auch, wenn die Jolle reißt und das frisch= jewaschene Zeug mit dem soeben neugemalten Schornstein Bekanntschaft macht: soviel Donnerwetter, Flüche und Verwünschungen find nicht über Sodom und Gomorrha niedergegangen, wie über das Ded eines Schiffes, wenn dieser Inglüdsfall eintritt. Diese Abwechselung war uns daher niemals angenehm und wir freuten uns, wenn wir im Hafen lagen und die Sorgen um die Wäscherei aufhörten. Aber es herrscht eine nusterhafte Reinlichkeit an Bord und jeder Kommandant sett einen ganzen Stolz daran, daß sein Schiff in allen Teilen glänzt und blißt, daß die Geräte und Waffen sauber gehalten und unter den Mannschaften keine Schmierfinfen groß gezogen verden. Darum spielt neben dem technischen Dienst der Buzdienst eine Hauptrolle und seitdem der Mann an Bord ür seine Kleidung selbst zu sorgen hat und durch Kleiderzeld entschädigt wird, ist auch das Interesse des Einzelnen in seinen Sachen größer geworden. Es gibt sogar Streber, Die von dem Garderobengeld noch sparen und doch ihre Sachen peinlich in Ordnung halten, ja sogar Sonntags oder in der Freizeit kein besseres Vergnügen fennen, als sich liebevoll ihr Kleiderspind anzusehen. Viel freie Zeit gibt es allerdings an Bord nicht. Ist Der Vormittagsdienst, der von 8 Uhr an etwa bis 12 Uhr Dauert, vorbei und das Mittagessen eingenommen, wozu 10 Minuten vorher die Backen und Banken heruntergeschlagen verden, dann tritt allerdings eine Pause bis gegen 1/22 Uhr in, in der man allerlei Privatsachen erledigen oder wohl ein turzes Stückchen schlafen kann. Dann aber geht es weiter nit Puzen, Flicken und Exerzieren bis gegen 6 Uhr, der Abendbrotzeit. Von da an ist Freizeit bis um 9 Uhr, wo alles schlafen gehen muß. Liegt das Schiff im Hafen, so vird wenn möglich Landurlaub genommen, der je nach der Stellung und Führung des Betreffenden bis 10 Uhr oder änger erteilt wird. Die Beurlaubten werden dann mit dem Boot an Land gebracht und wieder abgeholt und es macht 1. B. in Kiel einen für die Landratten" ungewohnten Eindrud, wenn nachts die Boote der verschiedenen Schiffe IN den Brücken liegen und die Bootsführer durch Ausrufen ihrer Schiffsnamen Brandenburg", Wörth", , Deutschland" usw. ihren Mannschaften den Weg zu erleichtern suchen, wie etwa die Hotelhausknechte am Bahnhof den Fremden. Die Nichtbeurlaubten aber müssen am 9 Uhr in der Matte liegen und das emsige Schwagen jört dann von selbst auf. Jan Maat ist froh, wenn der Tagesdienst um ist und er ein paar Augen voll Schlaf nehmen ' ann, d. h., wenn er nicht Wachtdienst hat oder ihn mitten In der Nacht die Pfeife des Bootsmannes ermuntert: Alle Mann an Bord!" == " 1 Vermischtes. " Der Liebesroman eines Prinzen. Erbprinz Eberbyn bon Bentheim- Steinfurt ist in London eine morganatische Ehe mit der Tochter des früheren Bürgermeisters von Hückesheim, Lilli Langenfeld, eingegangen. Um diese Liebes heirat eingehen zu können, hat der Prinz zugunsten seines jüngeren Bruders auf alle Erbansprüche verzichtet. Das junge Paar lernte fich im verflossenen Sommer in Wiesbaden kennen, wo beide zur Kur weilten. Der Prinz steht in verwandtschaftlichem Verhältnis zum deutschen Kaiserhause. Seine Mutter ist eine geborene Prinzessin von Waldeck- Pyrmont, eine Schwester der Königin- Mutter von Holland. Das junge Ehepaar ist von London nach Godesberg zurückgekehrt. = Englands erster Gentleman. König Eduard braucht sehr viel Geld für seine Toilettenbedürfnisse. Sein Verbrauch Für ein Zehnpfennigstück DEUTCHLES REICH 10 1906 DANNICA erhält man ein Fleisch= Verdingung. Montag, den 3. Dezember an Schuhen beträgt jährlich mindestens 100 Paar, wovon der Preis zwischen 80 und 120 Franks variiert. An Kleidern braucht der König jährlich 12 schwarze Anzüge, von denen leder 400 Frants fostet, je 20 Smoking- und Saffoanzüge à 300 Frants und 15 verschiedene Ueberröcke im Preise von 500 bis 1200 Franks per Stüd. Dazu kommen noch die zahlreichen militärischen Uniformen des Königs, welche ein feparates Konto bilden. Die bürgerliche Toilette des Königs tommt jährlich auf beiläufig 40 000 Franks zu stehen, während bie militärische Toilette eine Jahresausgabe von zirka 60 000 Franks verursacht. = A Fin Schiff Senft geftellte Sc led ift jetzt an e ft worden. Der Ghiebautunft wa Meter breit und Mafdhinen entwidel enormer Fortid Satfache, daß ei SRnoten laufend u en geworfen wird == Merkwürdige Deutschböhmife bend in einem By dem Ausstellungs Bei fich die Glüd folgende Bewandtni ner Bigarrennied Berlauf übergeben ben Geschäfts vert ber das breißigite Tage vor der Sie prüdidjiden. Auf ehmer der Aus Brillantfchmudes Eine kühne Afrikareisende ist die Frau des belgischer Oberst Cabra, die den Ruhm für sich in Anspruch nehmer darf, die erste Frau zu sein, welche den dunklen Erdtel burchquert hat. Mme. Cabra verließ ihre Heimat zusammen mit ihrem Gatten im April 1905, reiste von Neapel nach Dar- es- Salaam und ging von da nach Zanzibar, Mombasa und Entebbe, der Hauptstadt von Uganda. Von da ab reiste fie mit ihrem Gatten bis zum Albertsee und nach Mahagi im Kongostaat, überschritt die Ruwenzorifette und wandte sich dann den Kongofluß abwärts nach der Küste. Mme. Cabra erklärt, daß fie feine nennenswerten Gefahren und Ents behrungen habe überstehen müssen, aber einige Erlebnisse hätten sie sehr belustigt, besonders das Erstaunen der Ein. geborenen beim Anblick der ersten weißen Frau, die sie sahen, = Roosevelt- Autogramme. Wie die meisten seiner wohl, habenden Landsleute bezahlt Präsident Roosevelt die laufenden Ausgaben für seinen Haushalt und seine persönlichen Bedürf nisse nicht in barem Gelde, sondern mit Schecks auf das Bankhaus, bei dem sein Privatvermögen niedergelegt ist. G tommt nun häufig vor, daß diese Schecks über sehr geringe Summen lauten. Oft gibt sie der Empfänger nicht erst weiter, weil er ihn als Autogramm höher einschätzt, als nach Seinem eigentlichen Geldwerte. Es scheint, daß die Autogramme Roosevelts außerordentlich gesucht und nicht leicht zu erwerben find. Von spekulativen Yankees find die kleinen Schecks von seiner Hand sehr begehrt und unter Umständen sogar noch mit einem Aufschlage zahlt. Das Bankhaus bekommt dann den Sched natürlich überhaupt nicht zu sehen, der Lieferant ist trotzdem bezahlt, und so haben alle Teile Ursache zur Zufriedenheit. = - Der Königsschatz Montezumas ist durch Zufa in Pueblo, einem kleinen Städchen Merifos, gefunden worden. Man schätzt den Wert des Goldfundes auf über 12 Millionen Mark. Bei Vornahme von Kellerarbeiten in dem dortigen San Domingo- Theater stieß man zufällig auf die Goldschätze. Es handelt sich hier um den Königsschaz Monte zumas, den die Mexikaner vor der Habgier der spanischen Ronquistadoren versteckten und der seitdem verschwunden war, Dft genug haben die spanischen Gouverneure versucht, von den Eigeborenen durch die grausamsten Foltern den Ver bergungsort des Schazes zu erfahren, doch es gelang ihnen nie, die Wahrheit über den Schatz zu erforschen. = - Leicht verdientes Geld. Jm Keller eines Hauses in Mainz fand der Schüler Beier beim Spielen nur wenige Meter tief vergraben einen aus Goldmünzen und altertüm lichen Gegenständen bestehenden Schatz, dessen Wert von Sachverständigen auf etwa 6000 Mart abgeschäßt wurde. Der Befizer des Hauses nahm den auf seinem Grund und Boden gemachten kostbaren Fund als sein Eigentum in Anspruch und wollte nur den gesetzlichen Finderlohn zahlen, während der Vater des jugendlichen Schahgräbers auf die Hälfte des Wertes der Sachen, also auf ca. 3000 Mart Anspruc erhob. Bevor die Angelegenheit gerichtlich zum Austrag tam, haben sich die Parteien dahin geeinigt, daß der Eigen tümer dem Schüler Beier zu Händen seines Vaters die Summe bon 2500 Marf in bar auszahlte, nachdem er sich von der Rechtmäßigkeit des Anspruches überzeugt hatte. Ein so glänzendes und eigenartiges Geschäft dürfte dem Knaben wohl schwerlich in seinem Leben wieder geboten werden. Lahrad Jen eines Selbstmörders. Jm Februar beging in Lon on der Börsenmann Ernst Schwabacher Selbs mord, da er sich finanziellen Schwierigkeiten gegenüber fab, aus denen ihm ein Ausweg nicht möglich erschien. Er hatt sich in Spekulationen in füdafrikanischen Minenwerten ein gelassen, die unbeibel für ihn ausschlugen. Alz jedod dieser Tage sein Aktienbesiz versteigert wurde, ergab sich das staunenswerte Resultat, daß für seine Gründeraftien der Vaal River Diamond Company, die einen Nennwert von einem Pfund hatten, bis zu 6500 Pfund pro Stüd gezahl wurden. Wenn Schwabacher heute leben würde, wäre Herr eines Vermögens non über 15 Millionen Mart. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, liab d. J8., 10 Uhr vormittags, wird im Geschäftszimmer der unterzeich neten Verwaltung Kaserne 1 wo auch die Bedingungen ausliegen, der Bedarf an Feisch- und mit Wurstwaren für die hies. Truppen 1. Pfund- Waket in der Zeit vom 1. Januar bis Kathreiners 30. Juni n. Js. verdungen. Die nach Ziffer 17 der Bedingungen aufzustellenden Angebote sind spätestens zu dem oben angegebenen Zeitpunkte, mit der Malzkaffee! Auſſchrift: Angebot auf Lieferung Noch billiger können Sie's doch nicht verlangen! Machen Sie also noch heute einen Versuch mit dem echten Kathreiner", schieben Sie's nicht noch weiter auf, jeder auf, jeder Kaufmann hat diese 10 Pfennig- Pakete, also lassen Sie sich sofort eins holen. Achten Sie aber genau darauf, daß Sie auch den echten„ Kathreiner" bekommen, es gibt nämlich viele minderwertige Nachahmungen! bon Fleisch und Wurstwaren" versehen, hier abzugeben. Garnisonverwaltung Gießen. = Das Land Land der Welt b fentlichen Bortra benen, wie er mi Morde berübt w Buftande macht er en von zehn Fal ich der Strafe zu e der Lahn; hier, den allgemeinen Melioration plan von den Fluren 5 bis 19 und 40 bis 49 der Gemarkung Gießen. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir he zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 21. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. In der Zeit vom 23. November d. Js. bis schließlich 6. Dezember ds. Js. liegt auf dem Bureau Großherzoglichen Bürgermeisterei Gießen der allgem Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Bi Die Kunstungsprotokoll von den Fluren 5 bis 19 und 40 bis dex Inserierens Neue Broschüre an Interessenten porto- u.kostenfrei Daube& Co. G. m. b. H. Annoncen- Expedition Frankfurt a. M. Kaiserstr. 10 Einsicht der beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendung hiergegen findet ſtatt: Freitag, den 7. Dezember 1906, vormittags von 9 bis 10 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Gießen, wozu ich die teiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nid erscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen in Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründ und auf Papier in Aftengröße( mindestens/ Bog einzureichen. Friedberg, den 17. November 1906. Der Großherzogliche Feldbereinigskommiffär gez. Schnittspahn, Kreisamtmann. = Der Marqu Simmling einer bec Tarquis de Loz de ungen, fein Lel friem Beruf hat Marquis hat ein rade fein Pferd nadh feinem G chem Leben ein Zi Haben Fol Die Fürfti um Befuch im S Samstag, faber eine Sigung folgender Tages Geländeerwerbs Rebenbahn Sto Die legte ligen Provin fn faßte den Be Breins zu stellen. neben der Landwir B Sandelst te auch nicht an Bohlen im Bezirt fidh gegangen. cheidenden Mit ihlt und zwar er Adolf A E. M. N Fabril. E Carl Ri In Gießen brigen Rammermit Lieferung Im Jahre 1 ragen des Kreises blag und 250 Die Angebo immer des Unte ur Einsicht der B gebote bis zum 18 Gießen, de Zimmers Das Liefern Bejangjaal der foa Tonnerstag, de Fentlid bergebe Beichnung, egen während offen. Angebote 616 zum genann Buschlagsf Gießen, Sta Bie tann jede faft ichmerzlo Enthi erreich Mein erprobtes G franto in gridbloji Giniendung von 5 anweif Stine, Hemm 2 anftändige Tonnen faubere Sd Gießen, Lid Baar, tobon de = ert. An Kleider Dienst gestellte Schnelldampfer" Lahn" des Norddeutscher helm Rühl in Großen- Bused mit 25 Stimmen. Für züge, bon bene und Saltoanz te im Breije bo Commen noch bi Ein Schiff auf Abbruch. Der vor 18 Jahren fr loyd ist jetzt an eine Firma in Grabom auf Abbruch ver uft worden. Der Dampfer, der seinerzeit ein Wunder den Schiffsbaukunst war, hat 5 Dece, ist 140 Meter lang 5 Meter breit und bis zum Bootsded 14 Meter hoch. Di önigs, welche Maschinen entwideln 10 000 Pferdekräfte. Nichts kann wohl Dilette des König Bu ftehen, währen gabe von Cau des belgiid Anspruch nehme Heimat zusamme en enormer Fortschritt im Schiffsbau mehr bezeichnen als Tatsache, daß ein solches Schiff, hechelegant eingerichtet 18 Anoten laufend und vollständig seetüchtig, schon zum alten ifen geworfen wird, nur weil es unmodern geworden ist. Merkwürdiger Zufall. Der Haupttreffer der Lotterie ter ,, Deutschböhmischen Ausstellung Reichenberg 1906", be = dunklen Grebend in einem Brillantschmud im Werte von 20 000 kroner bon Neapel na it dem Ausstellungsunternehmen selbst zugefallen, in desser Befth fich die Glüdsnummer 47 189 befand. Hiermit hat e nzibar, Mombe folgende Bewandtnis. Dreißig Lose genannter Lotterie waren Von da ab reiner Zigarrenniederlage in Wien zum kommissionsweisex und nach Mah te und wandte f te. Mme. Cab Berfauf übergeben worden und die Inhaberin des betreffen ben Geschäfts verkaufte davon insgesamt 29 Stüd, müßte und das war der Haupttreffer- aber das dreißigste - - am fahren und& Tage vor der Ziehung als unverfäuflich nach Reichenberg Erstaunen der Gehmer der Ausstellung zugleich Geioinner des kostbarer einige Erlebni urückschicken. Auf diese eigenartige Weise sind die Unter Sran, die sie jabe Brillantschmuckes geworden. Ei, ei! eiften feiner mo evelt die laufente = Das Land der Mörder. Als das verbrecherischfte Band der Welt bezeichnete der Richter Kavanagh in einem ersönlichen Bedürffentlichen Vortrage in Chicago die Vereinigten Staaten, in t Scheds auf benen, wie er mitteilt, in den letzten fünf Jahren 45 000 iedergelegt ist. Morde verübt worden sind. Mitverantwortlich filr diest über jehr gering pfänger nicht t, daß die Au Bustände macht er das amerikanische Jury- System, das in nen von zehn Fällen dem Angeklagten die Möglichkeit biete, ich der Strafe zu entziehen. = einschäßt, als Der Marquis als Droschkenkutscher. Der letzte Abtund nicht ömmling einer der ältesten Adelsfamilien der Bretagne, der ees find die fei Marquis de Loz de Goetgourant, war gänzlich verarmt und unter Umständegoungen, sein Leben als Droschenkutscher zu fristen. In Das Bante iesem Beruf hat ihn nun auch der Tod erreicht. Der upt nicht zu je Marquis hat ein Alter von 64 Jahren erreicht. Er hatte so haben alle gerade sein Pferd gefüttert und war auf den Bod gestiegen, m nach seinem Standplatz zu fahren, als ein Herzschlag einem Leben ein Ziel sezte und er tot vom Kutschbock zu durch Zuja gefunden word über 12 Millions 1 in dem dorti auf die Goldsch Roben Fiel Lokales. * Die Fürstin zu Solms- Hohensolms- Lich nigschatz Mom ist zum Besuch im Neuen Palais in Darmstadt eingetroffen. gier der spanis *** Samstag, 1. Dezember, vorm. 9 Uhr beginnend, verschwunden w finbet eine Sigung des Prorinzial- Ausschusses mit folgender Tagesordnung statt: Aufbringung der Kosten bes Geländeerwerbs für die Teilstrecke Stockheim- Höst a.. eure versucht, Foltern den Och es gelang i orschen. er eines Hauses Spielen nur w inzen und alter dessen Wert geschätzt wurde, Grund und Ba wäh der Nebenbahn Stockheim- Vilbel. § Die letzte Ausschußsigung des landwirtschaftlichen Provinzialvereins für die Provinz Oberff: n faßte den Beschluß, feinen Antrag auf Auflösung des Bereins zu stellen. Man ist der Ansicht, daß er sehr wohl neben der Landwirtschaftskammer fortbestehen kann. B Handelskammerwahlen. Ohne Gegenströmung, gentum in An wie auch nicht anders erwartet werben fonnte, sind die nzahlen, Bohlen im Bezirt Gießen Alsfeld- Lauterbach gestern auf die Hälfte bor fich gegangen. In Gießen Stadt wurden die htlich zum Austauscheidenden Mitglieder mit großer Majorität wiederge igt, daß der Gwählt und zwar erhielten: O Mark- An 3 Vaters die Su em er fich bon gt hatte.- Gi fte dem Knaben en werden. Srders. Im Schwabacher G feiten gegenüber h erschien. Gr Minenwerten hlugen. Ale j e Gründeraftien Adolf Klingspor 102 Stimmen E. W. Nowac.. Fabrik. Emil Schmall 98 M 97 M Н Carl Röhr.... 91 B In Gießen Land war durch den Wegzug des bisherigen Kammermitgliedes Direktor Steinide eine NeuLieferung von Walzmaterialien. Im Jahre 1907 werden zum Walzen der Kreis. vurde, ergab fraßen des Kreises Gießen 10 300 cbm Basaltklein. blag und 2500 cbm Bindematerial erforderlich. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amts. non pollube, het immer des Unterzeichneten( Landgraf Philipp- Platz 3) einen Nennwert nd Stüd g illionen Marl ung. arfung Gießen meinen Meliora 19 und 40 ng bringen wit 1906. ei Gießen. ung. mber b. Je bi auf dem Bure Bießen der allg ngsbericht und ts 19 und 40 bon Ginwend ber 1906, 10% Uhr, wozu ich die lade, daß die ausgefaloffen зи faffen, zu beg mindeftens B ber 1906 einigetommiffi reisamtmann zur Einsicht der Bewerber offen. Daselbst können Angebote bis zum 12. Dezember d. Js. abgegeben werden. Gießen, den 21. November 1906. Diehm, Großh. Baurat. Vergebung von wahl nötig; es wurde gewählt Kaufmann Lorenz Wilden Bezirk Lich war die Amtszeit des Brauereibesizers Heinrich Ihring ebenfalls abgelaufen; seine Wiederwahl erfolgte mit 26 Stimmen. Desgleichen war auch für den Bezirk Lauterbach eine Ersagwahl nötig; das bisherige Mitglied Heinrich Dürbed Lauterbach wurde ebenfalls wiedergewählt und zwar mit 28 Stimmen. Im Bezirk Alsfeld wurden gewählt Wilhelm Wallach mit 44 Stimmen und Karl Grünewald 2. mit 40 Stimmen. - * Butzbach, 21. Nov. Bei der gestern hier staitge fundenen Ersatzwahl zur Handelskammer Friedberg wurde Herr Brauereibefizer Christoph Melchior einstimmig wieder gewählt. ** Der Vorhang zu unserm neuen Theater wird von dem Berliner Maler Hans Kobesstein hergestellt werden. Die Koften sollen sich auf 75 000 Rt.(?) belaufen, die von einem Theaterfreunde gestiftet wurden. Der Entwurf zu dem Vorhang ist im Turmhaus ausgestellt. * Lebensretter. Der Beigeordnete Reichardt zu Nierstein hat am 1. August d. J. einen Knaben vom Tode des Ectrintens gerettet. Als Anerkennung dafür ist ihm vom Großherzog die Rettungsmedaille verliehen. Der Schüler Heinrich Kirchner zu Sinsheim, der am 4. Septbr. einen Menschen vom Tode des Ectrinkens gerettet hat, erhielt eine Geldprämie. - Der dicke Mittwoch"- so nennt man hier den Buß- und Bettag unserer preußischen Nachbargebiete- brachte unserer Stadt einen recht lebhaften Verkehr, wozu nicht wenig das günstige Wetter, das bis zum Nachmittag anhielt, beitrug. Schon um die Mittagsstunde wimmelte es in den Straßen der Altstadt von festlich gekleideten Menschen, die den freten Tag benaßten, um mancherlei Einfäufe zu machen. Die Mittagszüge brachten aus Dutenhofen, Wezlar, Aßlar, Braunfels eine Menge Gäste, die es si bis zum Abend hier recht gut gefallen ließen. P. Die Eheleute Rabanus Nauheimer aus Winkeln, die sich dahier seit einiger Zeit abdachlos umher. trieben, wurden gestern verhaftet. Die Frau wurde als die Person erkannt, die in lezter Zeit die Betrügereien in hiesiger Stadt verübte. Der Ehemann, der von dem Treiben seiner Frau Kenntniß hatte, lebte von dem Gelde, welches die Frau erschwindelt hatte. * Zur Fleischnot. Der Vorstand des Hessischen Städtetags beschloß, eine Eingabe an den Reichskanzler zu richten und um schleunige Maßnahmen zur Beseitigung der Fleischnot, insbesondere durch Aufhebung der Grenzsperre, zu bitten. * Für das Abtragen der Post anweisungen und der Briefe mit Wertangabe ist im Landbestellbezirk bisher eine Gebühr von 10 Pf.g für das Stück erhoben worden. Diese Gebühr wird jest nach amtlicher Bekanntmachung vom 1. Dezember a5 auf 5 Pfg. ermäßigt. X Königsberg, 20. Nov. Bergbau. Wenn auch das untere Biebertal sich fortgesetzt einer sehr regen Industrie zu erfreuen hat, indem seine Bewohner in den großen Kalt Steinbrüchen, Eisensteingruben, vor allem aber in den vielen Bigarrenfabriken jahraus, jahrein eine lohnende B- schäftigung finde, sof liegt hier schon seit dem Jahre 1898 jeglicher Verkehr daruteder. Die alten Schlackenhallen und vielen Binnengänge beweisen es, daß auch hier der Bergbau in großer Blüte stand. Ja die Namen vieler Gruben sind m. Anbau u. Garten Geschäftshaus Geschäftshaus paſſend für jedes hypothekenfrei offene Geschäft, in better Lage eines gut frequentierten Badeortes Mitteldeutschlands sehr preiswert zu verkaufen. Offerten von nur Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedition dieses Blattes erbeteu. Gänse schöne, böhmische Mastgänse, ber Zimmer: bezw. Schreinerarbeit. Bfb. 70 Bfa. verſende franko geg. Das Liefern und Aufschlagen eines Podiums im Nachnahme. Freyung Gesangsaal der Höheren und Erweiterten Mädchenschule A. Ch. Otto, rung Holl donnerstag, den 29. Nov. d. Js., vorm. 10 Uhr fentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen legen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns abzugeben. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 21. November 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Wie kann jede Frau eine fast schmerzlose Nervenschwäche und deren Folgezustände, Angftgefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnisschwäche, Gemätsverstimm., Herzflopfen, Magenschwäche, ObrenEntbindung faufen, Mattiafeit, Schlaflofiakeit, erreichen? Schwinde', Uebelkeit, Zittern der Glieder usw., beseitige ich ohne Mein erprobtes Geheimnis sende Störung von Beruf und Lebensframfo in geschlossenem Brief geg. weise auf Grund 30jähr. Erfahrung. Gin lendung von 5 Mr. per Post- Chemiker Heyden, Altona- Elbe. anweisung. Seinr. Hemmer, Barmen. Wärter 2 anftändige Arbeiter foninen saubere Schlafstelle ferhalt zum 1. Dezember gesucht. Gießen, Licherstraße 7, II. Chirurg. Klinik, Gießen. Bettnässen ( auch Hosennässen) beseitigt unt. Garantie sofort! Alter, Geschlechtsangabe. Retourmarke erbeten! Auskunft erteilt umsonst: Institut Sanitas<, Stadtamhof 112 in Bayern. Rad mit Freilauf für 100 Marf zu vertaufen. Näh. bei WWWWWW W W W W Stadt- Cheater Giessen. Direktion: Herm. Steingoetter. Freitag, den 23. November: 7. Freitag= Abonnements Vorstellung. älter als jede geschichtliche Ueberlieferung. In alter Zeit wurde hier der hochhaltige Roheinstein gewonnen und nach dem Salzbödetal und später nach den Eisenhütten bei Biedenkopf verbracht. Auch der so sehr erwünschte Ausbau der Biebertalbahn nach unserm Drt scheint sich wohl kaum zu verwirklichen. Laubach, 20. Nov. Ein einträgliches Fohlen besitzt der hiesige Fuhrunternehmer Schmidt. Dieses ist in diesem Jahre auf 5 Pferdemärkten Oberhessens, nämlich in Alsfeld, Buzzbach, Friedberg, Gießen und Ortenbera, mit dem 1. Preise, mit 2 silbernen Medaillen und mit 220 Mt. Ein 3 Jahre lang Gelbpreisen ausgezeichnet worden. dauernder Pferdeprozeß, der nahezu 4000 Mt. Kosten verursachte, wurde vor einigen Tagen zu Gunsten des im Vogelsberg bekannten Meggermeisters G. Siegfried in letter Instanz entschieden. * Lauterbach. Hier treten die Masern in beängsti gender Weise auf. Die untersten Klassen der Volksschule mußten deshalb geschlossen werden. * Ulrichstein, 21. Nov. Zur Erinnerung an die Geburt des Erbgroßherzogs wurde hier am Sonntag auf Veranlassung der hiesigen Sektion des Vogelsberger Höhenklubs eine Prinzenlinde gepflanzt, unter Beteiligung der Schuljugend und sämtlicher Vereine des Städtchens. s. Herborn, 20. November. Unserem freundlichen Dillstädtchen steht eine schöne Weihnachtsgabe bevor, indem das neue Bahnhofsgebäude am 24. Dezember seiner Bestimmung übergeben werden soll. Bekanntlich war dessen Inbetriebnahme schon für den 1. November cr. geplant, scheiterte aber an der Verzögerung des inneren Ausbaues. In der Tat ist auch fein weiterer Aufschub hier mehr möglich, galten doch unsere Bahnhofsräume, vor allem die beiden Wartesäle, schon seit Jahren als sehr beengt. Nunmehr haben jedoch die neuen Verbindungen nach dem Hinterlande und dem Westerwalde uns einen nie geahnten Verkehr gebracht. Die gesamte Erweiterungsanlage wird aber erst mit nächstem Sommer möglich werden, verursacht doch die Anlage des neuen Weges am Fuße des Homberges bedeutende Schwierigfeiten. Das hier zu Tage tretende mächtige Felsgestein fonnte eben durch fortges ßte Sprengungen mühsam hinweggeräumt werden. Die Kosten der neuen Bahnhofsanlage find zu 1 012 000 Mt. veranschlagt, wozu der Baufonds der noch im Ausbau begriffenen N benbahn HerbornWesterburg einen Bauschalbeitrag von 90 000 Mt. Leiftet. Sicherem Vernehmen nach liegt für den am letzten Martinimarkt sich hier ereigneten Unglücksfall, indem ein bejabrer Mann aus Ebingen in eine Bahnhofsunterführung stürzte, keine Lebensgefahr für den schwer Verleßten mehr vor. Aus der Geschichte Giessen. Gestern Abend wurden die Volts vorlesungen mit einem Vortrag des Oberbibliothekars Dr. Ebel, der die Geschichte Gießens zum Inhalte hatte, eröffnet. Die Ausführungen sind so interessant, daß auch weiteren Kreisen die Wiedergabe untenstehender Daten erwünscht sein dürfte. Die Städte haben verschiedenartige Entwicklung genommen, so verschieden, daß keine zwet fich gleichen, troßdem fann man aber einzelne große Grundzüge im Werdegang der deutschen Städte erkennen. Gi ßen wird als Stadt erst nach 1200 zum ersten Male genannt. Ulawillkürlich fragt man sich: was war denn vorher da? Und da stellt sich denn bei der Forschung heraus, daß wir auf uraltem Kultnrboden stehen. In grauer Wer klagt über teure Zeit? Wer unnütz 10 Pfg. ausgibt, während er Reeses 5 Pfg.- Backpulver für die Hälfte kaufen kann; wer nicht Reeses Spar- Puddingpulver à 10 Pfg kauft, bei dem er den Zucker spart; wer nihct Reeses Vanilinzucker benutzt, der billiger ist, als Vanille. Alles mit Prämienscheinen. Reese G. m, b. H, Hameln. Locomobilen ( fahrbar m. Wanderconzession.) 1 Std. v. Lanz 89 erbet. fein hergerichtet 1 " " " 1 90 97 " " 11 billig abzugeben. 7-9 P. S. 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Vorzeit haben die Menschen den Urwald hier schon gelichtet und Siedlungen angelegt, namentlich in der Lindener Mark müssen diese nach den gemachten Funden bedeutend gewesen sein. Aber auch nach Dossenheim, dem früheren Ursulum, haben die Siedelungen fich hingezogen und zwar müssen sie bereits als ihrer zum ersten Male Erwähnung getan 4000 wird. Jahre ununterbrochen bestanden haben. Die Bevölkerung war dicht und wohlhabend. Die Wetterau war durch zogen von Handelsstraßen, denen die Römerheere folgten. Der Kulturstand war ein hoher, denn nicht die Jagd bildete ausschließlich die Quelle des Lebens unterhaltes, sondern die Gegend erfreute sich bereits eines ausgedehnten Ackerbaues. Was für ein Volk hier saß, wissen wir nicht, vermutlich sind es Stelten gewesen, die von den Germanen später unterworfen und verdrängt wurden. Erst die Berührung mit den Römern bringt uns die Stunde, daß die Chatten ihre Wohnfize hier aufgeschlagen hatten. Sie waren ein startes, friegerisches, zähes Volt, das von den Römern nicht überwunden werden konnte. Die Grenze dieses Volkes lief in unserer Gegend, wie der Römerwall, der bei Grüningen seinen nördlichsten Bunft erreicht, beweist. Die Chatten haben nie ihre Wohnsize verlassen, sie und die Friesen find die einzigen deutschen Stämme, die ihre Gebiete bis auf den heutigen Tag behauptet haben. Bald verschwinden diese Lichtpunkte aber wieder, die Völkerwanderung fam und hüllte die Geschicke unserer Gegend in undurchdringlichen Nebel, aus dem erst nach langer Zeit einzelne Spizen wieder auftauchten. Jm 8. Jahrhundert dringt Bonifazius vor und verfündet das Christentum, später liegen die Konradiner und Badenberger ( so genannt, weil sie ihren Namen von der Stammburg Bamberg ableiteten) in heftiger Fehde miteinander die zur Errichtung der Burg Gleiberg führt. 1175 wird das Kloster Schiffenher von der Gräfin Calome erritet. Der i Gießener landwirtschaftlicher Wetterdient Boraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag 23. November. Vorübergehend Aufheiterung, später Trübung und Regenfälle, Temperatur nicht verän mäßige sübliche Binde. Was führte nun zur Gründung unserer Stadt Gießen?| Mädchen, wurde der 16jährige Dienstknecht Karl Af Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten, da Pofitives Beienheim zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. hierüber nicht gemeldet wird, der Geschichtsforscher also holt wegen Diebstahls vorbestrafte Taalöhner Philipp von Griesheim bei Darmstadt hat zu Eckartshausen in lediglich auf Vermutungen angewiesen ist und somit mehrere Annahmen Berechtigung haben. Die eine Annahme geht Wirtschaft im unbewachten Augenblicke eine größere Da dahin, daß man zum Schuße des Klosters Schiffenberg eine dahin, daß man zum Schuße des Klofters Schiffenberg eine Bigarren gestohlen. Urteil: 1 Jahr Gefängnis, 5 Ehrverlust unter Anrechnung eines Monats Untersuchungs Wasserburg angelegt, die andere, daß von dem Grafen von Bleiberg eine Bolstelle errichtet worden wäre. Die letzte ist die wahrscheinlichere. Andere Annahmen scheidet man, weil sie zu vage find, am besten aus. Der Name Mäusburg, dem man eine größere Bedeutung unterzuschieben bereit ist, soll auf ein Wigwort zurückzuführen sein. Als ein Haus nämlich bezogen wurde, wimmelte es so von Mäusen, daß der neue Bewohner es spottweise die„ Mäusburg" nannte. 1248 wird Gießen zum ersten Male als Stadt genannt. Die Gleiberger hatten unweit der heutigen Stadtkirche eine Burg aufgeführt, an die noch der Burg graben erinnert. Diese Burg wurde mit Burgmannen belegt. Mit der Zeit wurde die Burg aber zu klein und die Burgmannen wurden in den anliegenden Häusern untergebracht, sodaß ein ganzer Burgbezirk sich bildete, der mit einer ( Schluß folgt.) Mauer umgeben wurde. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, 20. November. Gegen den Gastwirt Emil Alexander Graulich von Steinfurth bei Bad Nauheim ist Anklage wegen Sittlichkeitsvergehens und fortgeseßter tätlicher Beleidigung seines Dienstmäbchens erhoben. Die bei geschlossenen Türen stattgehabte Verhandlung führte zur Verurteilung des Angeklagten in eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten. Der ihm zur Last gelegte Fall wegen Sittlichkeitsvergehens wurde nur als tätliche Beleidigung wie die übrigen Taten angenommen. Warn Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einem 6jährigen ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inserate Ibin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, in Gießen. Die Hoffnung nicht aufgeben! Scotts Emulsion wird von einer großen Anzahl von fast aller Kulturstaaten als vorzügliches Nähr- und Kräftigungs empfohlen, in Fällen, wo Kräftigung des Körpers nötig ist. 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Kaiser& Co. zu Dülken am hiesigen Platze betriebenen Verkaufsgeschäfte in Kaffee, Tee, Schokolade, Biskuits und Zuckerwaren käuflich übernommen haben. Wir werden diese Verkaufs- Geschäfte, ebenso wie unsere übrigen Filialen, deren wir über 1000 in allen grösseren Städten Deutschlands und der Schweiz besitzen, getreu unserem Grundsatze: weiterführen. Grosser Umsatz, kleiner Nutzen Dieser geradezu riesige Umsatz setzt uns in die Lage, unserer verehrlichen Kundschaft zu bieten, was von unserer nach Vom Guten stets das Beste Millionen zählenden Kundschaft gern und freudig anerkannt wird. Als besondere Vergünstigung geben wir noch ohne Preisaufschlag bei unseren anerkannt vorzüglichen Qualitäten auf alle Waren( ausgenommen Kaffee unter Mk. 1. das Pfund und Zucker) bis zu 5% Rabatt 5% Wir bitten um geneigten Zuspruch und empfehlen uns Hochachtungsvoll! Kaiser's Kaffee- Geschäft Eigene Kakao-, Schokolade-, Zucker- und BackwarenFabrik. G. m. b. H. Europas grösster Kaffee- Rösterei- Betrieb. 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