Nr. 248 Carbon neperpebition: legen, Selterswe affia Rt. 382. Montag, den 22. Oftober 1906 Gießener -15. Jahrgang Contibellagon: Oberhoffthe Samilienzeitung und bie Gießener Settenblaton( whentlich). Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) Mr Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Bolizeiamtes Gießen und anderer Behörden von here Das neueste. Berlin, 21. Oft. Wegen Wufreizung verschiedener Bevölkerungellassen zu Gewalttätigkeiten wurde Graf BücklerKl.- Tschirne von der hiesigen 9. Straffammer zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Tübingen, 21. Oft. Der Bauunternehmer Rückgauer, dem die Schuld an dem verhängnisvollen Hoteleinsturz in Nagold beigemessen wird, wurde vom hiesigen Landgericht weges fahrlässiger Tötung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Posen, 21. Oktober. Nachdem zwischen dem Kultusministerium nnd dem Oberpräsidenten der Provinz Posen eine Konferenz ftattgefunden hat, steht eine Entscheidung der Regierung in Sachen des Schulstreits bevor. Köpenid, 21. Oft. Die Stadtverordneten haben eine Eympathie- Sundgebung für Bürgermeister Langerhans einflimmig beschlossen. Ein neues Zaren- Manifeft. K. Berlin, 20. Oftober. In feinem Lande der Welt wird soviel gelogen, wie in Rußland, und über kein Land der Welt wird so viel gelogen, wie über Rußland. Gleichwohl hat es beinahe den Anschein, als glaubten manche Leute, die russische Produktion an Lügen über Rußland bedürfe noch einer Nachhilfe, um den vorhandenen Bedarf zu decken. So wurde heute früh erst die Nachricht verbreitet, die von Ministerpräsident Stolypin aus. gearbeiteten Reformen seien so geringfügig, daß fie kaum Beachtung verdienten. Wenige Stunden später kam die amtliche telegraphische Meldung aus Petersburg, wonach ein taiserlicher Utas recht weitgehende Reformen verfügt, die fich allerdings nur auf die Bauern beschränken. Diese Einschränkung ist vielleicht der größte Mangel des Erlasses, vorausgesetzt, daß der Utas des Baren bei den Be hörden des Zaren Gehorsam findet, was durchaus nicht selbstverständlich ist. Sogar in ganz friedlichen, nicht revolutionären Beiten ist es vorgekommen, daß zarische Befehle überhört und ignoriert wurden. Das neue Zarenmanifest bestimmt zunächst, daß allen Angehörigen der bäuerischen Bevölkerung mit Ausnahme der fibirischen Fremdvöller gleiche Rechte hinsichtlich des Staats. dienstes zustehen sollen. Weshalb die fibirischen Fremdvölker von dieser Wohltat der Rechtsgleichheit ausgeschlossen sein sollen, ist um so weniger verständlich, als die gedachten Fremdbölfer in Sibirien taum den Ehrgeiz haben, in den russischen Staatsdienst zu treten und sicher diesen Wunsch kaum jemals vor erlangter Assimilation hegen werden. Eine weitere Bestimmung besagt, daß die Bauern, die feither bei dem Eintritt in höhere Schulen und in den Staats. dienst aus den Banerngemeinden ausgeschlossen wurden, ferner. hin das Recht haben sollen, in den Bauerngemeinden zu bleiben. Außerdem soll den Bauern das Recht zugebilligt werden, ihren Wohnsitz frei zu wählen. Zu dem Ende sollen ihnen auf ihr Verlangen unbefristete Pässe ausgestellt werden. - An dieser Neuerung fällt auf, daß sie den Bauern allein zugute tommen will. Wenn der Baner die freie Wahl des Wohnfiges haben soll, so ist nicht einzusehen, aus welchem Grunde das gleiche Recht irgend einem anderen Teil des Volkes vorbehalten bleiben müsse. Wenn es von irgend einem Standpunkt aus noch begreiflich ist, daß man der ländlichen Bevölkerung den Wechsel des Wohnsizes erschwert, um die Landflucht zu hindern, um dem Acker die bearbeitenden Kräfte zu erhalten, so ist es doch ganz unverständlich, daß man irgend welche Städter an die Stadt fesseln will. Was das Paßwesen betrifft, so begleitet es den russischen Menschen von der Wiege bis zum Grabe. Es gibt keinen russischen Polizeimann höherer oder niederer Ordnung, der seither den Gedanken gefaßt hätte, das staatliche Leben und die staatliche Ordnung seien auch möglich, wenn Bürger und Bauer ohne Baßbegleitung durch das Land reisen dürften. Das war bei uns auch so. Erst in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts find wir in Deutschland von Paß und Baßlarte befreit worden. Die Russen hinten uns im Durch schnitt um mindestens sechzig Jahre nach. Es ist kein Grund, weshalb fie gerade in der Paßfrage uns schneller folgen sollten. - Bedeutungsvoller ist der dritte Teil des Barenmanifestes, der sich gleichfalls mit der Spezialgesetzgebung für die Bauern beschäftigt: Die Kopfsteuer soll Beginn des nächsten Jahres an aufgehoben werden Seelensteuer nennt man sie in Rußland - und die solidarische Haftbarkeit der Gemeinde für die Steuer des einzelnen Gemeindemitgliedes soll aufhören. Das ist eine Ueberleitung zum Aufhebung des Gemeinbefizes, fann es wenigstens fein. In Zusammenhang damit steht auch die weitere Verfügung, daß die geltende Ordnung, hetreffend die Teilung des Familiengutes, ebenso wie andere Non de bänerlichen Sonderrechts aufgehoben werden sollen. Man sieht, daß das neue Zarenmanifest einen Teil der bäuerlichen Forderungen, die in der Reichsduma vorgetragen worden find, erfüllt. Allerdings nur einen Teil und nicht einmal den wesentlichsten. Immerhin ist ein Anfang gemacht. Man kann es nicht unflug nennen, daß die russische Regierung fich bemüht, vor allen Dingen auf dem flachen Lande die Gemüter zu beruhigen. Ob die Abschlagszahlung dazu ausreichen wird, bleibt abzuwarten. * * Ueber die neuesten Phafen der Revolution liegen noch folgende Meldungen vor: Itzehoe, 20. Oktober. Auf dem im hiesigen Hafen liegenden russischen Schoner Almo" ist gestern eine bewaffnete Meuterei ausgebrochen. Die Matrosen schlugen den Kapitän nieder; der Steuermann entkam durch die Flucht. Die Menterer demolierten hierauf die Kajüte, die Schiffseinrichtung und die Schiffskaffe. Abo, 20. Oktober. Das finnisch- russische Revolutions komitee wurde gestern mittag durch Militär aufgehoben. Sämtliche 216 Mitglieder des Komitees, darunter 28 frühere finnische Offiziere, find nach verzweifeltem Widerstande verhaftet worden. Kischinew, 20. Oftober. Heute überfielen neun Werft von der Stadt acht Bewaffnete, von denen drei Masken trugen, eine Gruppe von 50 Passagieren, die sich auf Fuhrwerken zur Dampferhaltestelle begaben, beraubten fie und verwundeten eine Anzahl von ihnen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Jm Königreich Sachsen wird die Fleischtenerung be sonders hart empfunden. Das Ministerium des Innern hal beshalb den Landeskulturrat und die Kreishauptmannschaften angewiesen, sofort Erhebungen über die Gründe anzustellen und eine vergleichende Statistit über die Zahl des Schlachtbiebes jetzt und früher zu geben.- Der Stadtrat von Karlsruhe beschloß einstimmig, fich an die Regierungen und den Reichskanzler mit nachdrücklichen Vorstellungen für die Bes seitigung der herrschenden Fleischnot zu wenden. * Die sächsische Landessynode hat nach mehrstündiger Beratung über den Toleranz- Entwurf der Regierung betr. die gegenseitige Zulassung der evangelisch- lutherischen und der cömisch- katholischen Geistlichen zu den Begräbnissen auf den Bottesackern beider Konfessionen in erster Lesung den Entwurf mit allen gegen 15 Stimmen angenommen. * In der seit dem Tode des Prinzregenten Albrecht schwebenden braunschweigischen Thronfolgefrage ist eine be achtenswerte Wendung eingetreten durch den dem Landtag zugegangenen Bericht der staatsrechtlichen Kommission, die sich mit der Regierungsvorlage zur Neuwahl eines Regenter befaßt hatte. Die Kommission stellt den Antrag an den Landtag, folgendes zu beschließen: Die Landesversammlung spricht ihr Ueberzeugung dahin aus, daß ohne einen endgültigen und vorbehaltlosen Verzicht der sämtlichen Agnaten des herzog lichen Hauses auf Hannover die im Interesse des Landes dringend wünschenswerte Verständigung zwischen der Kron Preußen und den Herzog von Cumberland nicht zu erhoffen ist. Sie ersucht den Regentschaftsrat, diesen Beschluß zu Kenntnis des Herzogs von Cumberland sowie der königlich preußischen Regierung zu bringen. Sie gibt ferner dem Regentschaftsrat anheim, einstweilen den Landtag zu vertager und erst dann wieder zusammentreten zu lassen, wenn ent weder eine die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen dem Regentschaftsrat und der Landesversammlung erfordernd Erklärung des Herzogs von Cumberland eingegangen ist, oder, ohne daß solches geschehen, eine Frist von drei Monaten verstrichen sein wird. Amerika. ** Einen aufsehenerregenden Eingriff des Staatsanwalts hat die amerikanische Wahlbewegung gezeitigt. Der Großindustrielle Hearst fandidiert für den Präsidentschaftsposten bes Staates Newyork. Die Hearst- Bresse war in der Agitation unvorsichtig genug, anzudeuten, Hearst würde als Gouverneur ben Newyorker Staatsanwalt Jerome sofort abseßen. Letterer hat nunmehr eine friminelle Untersuchung eröffnet unter der Erklärung, Hearst habe seine Kandidatur erfauft, und die Hearst- Partei habe gegen viele Kandidaten Erpressungen verübt. Der Zwischenfall erregt große Sensation, weil bisher noch keine Wahlbewegung durch einen Eingriff des Staatsmwalts alteriert wurde. Afrika. ** Die Verhältnisse in Marokko find ernst geworden. Zwischen den Truppen des Thronprätendenten und denen des Sultans hat bei Mazagan eine Schlacht stattgefunden, welche Die ganze Nacht durch andauerte. Die Truppen des Sultans purden in die Flucht getrieben, nachdem sie mehr als einhundert Mann verloren hatten. Die Verluste der Auttändischen sollen ebenfalls schwer gewesen sein. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 21. Oftober. Die unterbrochene Disziplinar Untersuchung gegen den ehemaligen Gouverneur Jesko von Buttkamer wird demnächst wieder aufgenommen werden. Posen, 20. Oktober. Der polnische Schulstreik hat sich uf den ganzen Bromberger Bezirk ausgedehnt. In Posen fällt der Religionsunterricht für die tatholischen Schüler und Schülerinnen für diese Woche ohne Angabe der Gründe aus. Stuttgart, 20. Ottober. Die Kammer der Abgeordneten hat heute bei der Beratung einer Eingabe des württema bergischen Volksschullehrervereins betreffend die fakultative Zulassung der Simultanschulen einen Antrag auf Berücks fichtigung dieser Petition mit 41 gegen 16 Stimmer ab. gelehnt. Rom, 20. Oktober. Der Staatsrat hat einen Kontratt mit der Firma Krupp auf Lieferung neuer 75- mm- Batterien für acht Millionen Lire genehmigt. Tanger, 20. Oktober. Eine Abteilung Sultanstruppen erlitt zwischen Azemur und Mazagan in der Nähe der Küste im Kampfe mit rebellischen Stämmen, sehr empfindliche Verluste. Der französische General Lyautey fährt fort, in Oran alle Militärposten erheblich zu verstärfen. Hof und Gefellfchaft. Sonntag früh ist der Kaiser von seinem Bonner Aufenthalt in Potsdam auf der Wildparkstation wieder eingetroffen. * Nach einem Besuch des cinzen Rupprecht von Bayern ist das deutsche Kronprinzenpaar über Starnberg und München gestern nach Berlin zurückgekehrt. * ** Die Gesundheit des Schahs von Persien ruft schwere Bedenken wach. Einige fürchten eire Katastrophe in wenigen Tagen, andere Hoffnungsvollere in einigen Wochen. Muzaffer Eddins Nachfolger würde Mohammed Ali sein. * Bedenklich erkrankt ist Casimier Périer, der frühere Präsident der französischen Republik. Périer wurde nach der Ermordung Sadi Carnots am 27. Juni 1894 zum Präsidenten gewählt, legte das Amt jedoch am 15. Januar 1895 freiwillig nieder. In Teheran ist der persische General a. D. und Generaldirektor der persischen Posten Max von Wedel im 57. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene war früher preußischer Offizier, machte den Feldzug von 1870/71 mil und trat 1876 in österreichische Dienste. Von dort ging er nach Persien. Beer und flotte. Ehrung für den Feldmarschall v. Beck. Graf Hülsen Häfeler überreichte in Wien dem Freiherrn v. Beck ein eigena händiges Glückwunschschreiben Kaiser Wilhelms. Das untergegangene Unterseeboot Lutiu" wird nunmehr gehoben werden. Es ist dänischen Tauchern gelungen, zwei Hebeketten an dem auf dem Meeresgrunde liegenden Boot zu befestigen. Um die Retten unter dem Fahrzeug hindurchzu befommen, mußten Löcher gegraben werden, was eine ziem lich schwierige Arbeit war, da das Hinterteil 86 Zentimeter tief im Grunde steckt. Ein Taucher stellte fest, daß die Hauptlufe des Bootes halb geöffnet ist, und daß an der Deffnung zwei Leichen liegen. Danach ist teine Hoffnung auf Rettung irgend eines Ueberlebenden mehr. Soziales Leben. × Jubiläumsgeschenke. Aus Anlaß der Feier ihres hundertjährigen Bestehens stiftete die Firma Urbahn& Kotthans in Burscheid ihren Arbeitern 15 000 Mart in Sparkassenbüchern; je nach dem Dienstalter erhielten die Arbeiter bis 1000 Mark. X Drohender Kohlenarbeiterstreik? In der letzten Sitzung der Siebenerkommission wurde festgestellt, daß, abgesehen von einigen Braunkohlenwerken, von den bergbaulichen Vereinen noch keine Antwort auf die bekannten Forderungen der Bergarbeiter eingegangen sei und eine solche auch schwerlich vor dem 25. Oktober eintreffen dürfte. Nach Eingang der Antmort der bergbaulichen Vereine werden die Organisationsleiter und die Siebenerkommission zur Beschlußfassung zusammentreten. XBom Bergarbeiterstreik in Oberschlesien. partieller Streit unter den Schleppern der„ Neuen Vittoria- Zinferzgrube" bei Beuthen ist nach Einschreiten des Kgl. Bergrevierbeumten Bergrat Hohnhorst- Tarnowitz und des Bergwerksdirektora Menzel beseitigt und sind die Ausständigen, nur einen Tag streitten, wieder angefahren. Sturmkatastrophe in Zentralamerika. Ein zyklonartiger Sturm, der mit einer Geschwindigkeit bon 120 Meilen in der Stunde einherraste, hat in ganz Bentralamerika und besonders auf Kuba furchtbare Verwüstungen angerichtet. Man schätzt die Zahl der teu auf mehrere Hundert, den Materialschaden auf viele Millionen Dollar. Mehrere Schiffe, die in den Häfen verankert lagen, zingen mit Mann und Maus unter. Die aus Havana eingelaufenen Nachrichten lassen er= fennen, daß der Orkan vom Mittwoch der furchtbarfte mar. FREE 6. 33. er ANA en 16 ng n. ach abgekürzter Drift, wie es schien, lateinische Worte Iumpt, aerfafert, tanben. Aber in foliden und ehentalle mit lateinischer Schrift bebedt war. aufgeklebte Bergamentberleibung, die ebenfalls tief entfärbt waren. Auf seiner Innenseite aber trug feber Deckel eine leder überzogen und von zahllosen Wurmgängen durchzogen Bleiftiftes, bie gleichfalls mit Bergament oder mit SchweinsBlätter lagen zwischen zwei Holzbedeln von der Dicke eines teen eine Staubwolte aufzulösen. Dieſe Augenblid bereit, trop ihres ursprünglich Dunkelbraun von Alter, von Stod und Staub, zerfekt, zerBustande befanden sich diese Blätter! Allein fonnte, so wäre der hinten burch fie einſt pageweſen. furze Lederriemen, gewesen, hätte er nicht seine Holzdeckel gehabt. und nur die Löcher in den Holzbeckeln erzählten noch, daß Buchbinderet. Die Riemchen, bie Kramme waren vergangen, gebildet der Anfang und bas Vorbild unserer späteren ihnen eingeschlossenen Bergamentblättern boch eine Art Band born durch eine fammengehalten gewesen und hatten so mit den zwischen Diese Deckel waren offenbar ursprüng ramme zu ber heiligen Ursula geweihten Grauenflofter stammte, wertlos Fund, der scheinbar aus einem eine gelehrte ältere bauung nicht wohl entrinnen. innen sich in das Wert hineinstudierte, einer gesegneten Er des Buches selbst. So tonnte benn, wer von außen nach durch möglichste Nachbarschaft zu sichern, gleich auf die Deckel um das Verständnis der Zusammengehörigkeit beider Teile gewissenhafter Nüchternheit genauer aufgezeichnet und zwar, auf die Begebenheit tonne, die ihr bekannten Tatsachen in ein Schreibkundiger, ein Lateinsprechender, der zugleich in bezug noch ein Wissender war, also etwa Im Folgenden wird man nun für bie späteren tosterbewohnerinnen klar zu erhalten, hatte bie Erzählung selbst Manu?" Und bas ganz ernstlich. Kurz nebst Tochter." nicht nach Hause gekommen. Jawohl! ' rin ins Vergnitgen", und da war auch fie gerabe. ganze Familie vom oberen Stod, Hers und Frau Sofral zutretende Erbschaft, bie mir just sehr gelegen tommt, b Abend zur Tante Geheimrat. Na, bent ich, immer man es sind übrigens zweimalhunderttausend Mart, noch lang ,, Gezielt und geschossen." Ich war wahrhaftig ohne bie au Nun mußte ich gleich am ersten Wie man fo fagti Dit Beate?" Den Kuba je erlebt hat. Der Byflon fonnte auf Grund der barometrischen Beobachtungen den Einwohnern eine halbe Etunde vorher angefündigt werden, sodaß, als das Toben des Sturmes Mittwoch um die Mittagszeit begann, man schon einige Schuhmaßregeln hatte treffen können. Wäre das Unwetter, das Donnerstag früh seinen Höhepunkt erreichte, unvermutet über Kuba hereingebrochen, so wäre ein gar nicht absehbarer Schaden angerichtet worden. Der westliche Teil von Kuba hatte am schieriten unter dem Wüten des Orfans zu leiden. Die Verbindung mit Havana ist abgeschnitten, und man hegt schwere Besorgnis wegen der Sicherheit der Stadt. Seit Mittwoch 10 Uhr abends existiert feine Kabelberbindung mit Havana, aus diesem Grunde wurde auch das Unglüd in seiner ganzen Schwere erst so spät befannt. In Washington hegte man ernste Besorgnis für die Kriegsschiffe 111d die Bundestruppen. Die amerikanischen Kriegsschiffe baben jedoch sämtlich den Sturm gut überstanden mit Ausnahme des Kreuzers Brooklyn", der auf Strand getrieben wurde; es gelang aber nach langem Bemihen, den Kreuzer wieder frei zu bekommen. Die Bundestruppen haben, als der Zyklon fignalisiert wurde, ihr Zeltlager verlassen und in Havana Schuß gesucht. Die gelandeten Mannschaften der amerikanischen Kriegsschiffe hatten Zeit genug, sich an Bord ihrer Schiffe zu flüchten. Während des Sturmes wurden die Schiffe derart gerüttelt, als ob fie fich inmitten eines Erdbebens befunden hätten. In Havana selbst hat der Orkan furchtbaren Schaden an gerichtet. Viele hunderte Personen erlitten schwere Verlegungen. Die Mehrzahl der Getöteten wurde durch einstürzende Gebäude erschlagen. Die Wagen der Tramway wurden aus den Gleisen gehoben. Häuser schaufelten, als ob fie Schiffe auf dem Meere wären. Kirchtürme stürzten ein. Unter den Trümmern der Häuser befinden sich noch zahlreiche Leichen. Im Hafen wurden 35 Schiffe beschädigt. Der Dampfer, Lucile" sant mit der ganzen Mannschaft, etwa vierzig Matrosen, trotzdem er veranfert war. In Havana ist jeder Verkehr aufgehoben, die Eisenbahnverbindungen nach dem Innern sind unterbrochen. Man schäßt den Material schaden auf zwei Millionen Dollar. Der Zyklon, dessen Bentrum über Pinar del Rio hinweggegangen ist, hat den größten Teil der Ernte vernichtet, die Tabakernte ist dadurch ernstlich in Frage gestellt. Nach einer neueren Schätzung sollen 94 Eingeborene und 16 Ausländer ums Leben gekommen sein. Der Orkan, der in Kuba so furchtbare Verwüstungen anrichtete, hat auch die Ostküste von Florida heimgesucht. Eine Anzahl festgebauter Häuser wurde durch den Wind demoliert und Eisenbahnen zerstört. Fast alle Telegraphendrähte find niedergebrochen. In der Stadt Miami auf Florida wurden an hundert Häuser und mehrere Kirchen vom Sturm zerstört. Von einer Flutwelle verschlungen wurde die Insel Elliots Key, man glaubt, daß sämtliche Bewohner, 250 an der Zahl, ums Leben gekommen sind. Jm Staate Salvador wütet der Sturm bereits seit zehn Zagen und hat große Verluste an Menschenleben und Vieh fowie großen Schaden an der Ernte verursacht. Das KriegsSchiff Szalco" ist bei Acajutla verloren gegangen. In San Salvador und Sonsonate sind viele Gebäude eingestürzt und Haben die Bewohner unter den Trümmern begraben, eiserne Brücken sind zerstört und die Wasserleitung und elektrischen Lichtanlagen find stark beschädigt worden. Der Sturm läßt nach. Der angerichtete Schaden ist vorläufig unberechenbar. In Guatemala und Honduras beziffert er sich auf Millionen bon Dollars. † Eisenbahnunfall. Auf dem Personenbahnhof von Hamm fließ ein Schnellzug, von Münster fommend, infolge Ueberfahrens des Haltesignals auf eine Wechselmaschine; fieben Reisende und ein Heizer wurden leicht verletzt. Newyork, 20. Oktober. Eine Depesche aus Key West meldet, daß der österreichische Dampfer Jennie", nach Genua bestimmt, in Key West 49 Schiffbrüchige gelandet hat, die er auf See an der Ostküste von Kuba aufgefischt hat. Die Leute gehören zu einer für die Hafenerweiterungsbauten an der Ostküste von Florida angeworbenen Arbeiterkolonne, die auf einem großen Segelboot dorthin unterwegs vom Sturm übers rascht worden find. Während des Sturmes sind auch noch neun andere Boote unterwegs gewesen, und man befürchtet, daß sehr viele Personen dabei umgekommen find. Newyork, 20. Oktober. In Miami( Florida) wurde der Dampfer St. Lucie" mit Hafenarbeitern vom Sturme erfaßt und zum Scheitern gebracht, wobei 20 Mann ertrunken sind. † Doppelmord. Zwei Mordtaten find an einem Tage in der Nähe von Schandau versucht worden. Auf dem Wege bon Herrnskretschen nach Schandau fand man morgens die Botenfrau Marie Richter aus Herrnstretschen in schwer. berletztem Zustande. Mittags wurde auf dem Wege zwischen dem Lichtenhainer Wasserfall und Lichtenhain die 12jährige Tochter des Werfführers Tiermann erwürgt aufgefunden. In beiden Fällen scheint es sich um ein und denselben Täter zu Handeln. In Frage kommt der Arbeiter Arthur Schilling, der in der Nacht vorher in der Herberge in Schandau übernachtet hatte. London, 20. Oktober. Es wird gemeldet, daß ein großes Boot mit hundert Personen vom Kai auf Elliots Key los. brach und bei Barama aufgelesen wurde, nachdem die Hälfte der Insassen über Bord gewaschen war. Nah und Fern. † Das Mordfahrzeug. Bei Esch in Luxemburg rannte ein mit vier Personen besetztes Automobil gegen einen Baum. Die Insassen wurden herausgeschleudert und blieben mit schweren inneren Verlegungen liegen. Das Automobil wurde zertrümmert. † Zerstörte Kunstschätze. Die historische Abtei von St. German und St. Mary in Yorkshire wurde von einer Feuersbrunst zerstört. Sie war früher ein Benediktinerkloster und wurde unter Wilhelm dem Eroberer begründet; jetzt diente sie als englische protestantische Kirche. Das Feuer entstand vermutlich durch eine Gasmaschine, welche die Orgel trieb. Der Schaden wird auf eine Million Mark geschätzt. Bunte Tages- Chronik. Falsches Papiergeld. Die belgische Nationalbank hat beschlossen, nachdem der Drud der neuen, vierfarbigen 100 Franknoten genügend fortgeschritten ist, die im Januar d. J. ausgegebenen provisorischen Billetts mit den in rot braun gedruckten Worten" Cent Francs" zurückzuziehen, da Versuche zur Fälschung dieser provisorischen Banknoten gemacht worden sind. Sie ersucht daher um deren bald. mögliche Einwechselung gegen neue 100 Franknoten. † Explosionskatastrophe. In einem Probierraum der Körtingschen Fabrik in Hannover explodierte ein Gasmotor. Umherfliegende Eisenteile trafen die anwesenden Arbeiter. Der Schlosser Reine erlitt einen Ober- und Unterschenkelhruch, der Schlosser Böcker eine schwere Brust- und Untertieferverlegung; beide erlitten auch schwere Brandwunden. Myslowitz, 20. Oktober. Heute früh sollte im hiesigen Schlachthof ein Pferd erschossen werden. Durch unvorsichtige Handhabung des Schießapparates wurde der daneben stehende Bierverleger Schneider erschossen. † Ein unvorsichtiger Koch. Von 62 Teilnehmern an einem Bankett von Angestellten der Flandrischen Bank in Brüssel erkrankten 57 an Vergiftungserscheinungen, einige davon schwer. Die Ursache der Vergiftung ist noch nicht ficher festgestellt. Lübed, 20. Oktober. Eine Volksversammlung beschloß, den Bierboykott aufzuheben. Der Bierkrieg eudete mit einem Siege des Brauereiringes über die Wirte. Trier, 21. Oftober. Die hiesige Kriminalpolizei entdeckte im Kordaler Wald eine vollständige Falschmünzerwerfstätte, in der falsche Markstücke hergestellt wurden. Zwei Falschmünzer wurden verhaftet. † Sterben als Geschäft. In Marseille starb plötzlich ein sehr angesehener Kaufmann unter Vergiftungserscheinungen. Bu gleicher Zeit wurde bekannt, daß eine seinem Haushalt angehörende Person ihn bei 34 verschiedenen Versicherungsgesellschaften mit hohen Summen versichert hat. Man glaubt, daß ein Verbrechen vorliegt, das begangen worden ist, um sich in den Besitz der Versicherungssummen zu setzen. " Limburg a. 2., 20. Oftober. Der Direktor der WachSchließgesellschaft ist unter Mitnahme sämtlicher Abonnementsgelder geflohen. und † Schreckensszene an Bord. Ein an Bord des italienischen Dampfers Sardegna" in Buenos Aires eingeschiffter Passagier wurde auf hoher See von plötzlichem Wahnsinnsanfall heimgesucht und tötete durch Messerstiche einen Maschinisten und zwei Matrosen. Nur mit großen Schwierigkeiten konnte der Irre unschädlich gemacht werden. Hattersheim, 20. Oftober. Hier erschlug nach durchzechter Nacht der Landwirt Moof seine eigene, in bitterster Not ebende Frau. Der Gattenmörder ist verhaftet. Lübed, 20. Oktober. In Seereg wurde die Pflegefrau Walkowski wegen Engelmacherei in Untersuchungshaft ge= Bis jetzt sind sechs Fälle festgestellt, in denen sie die ihr anvertrauten Kinder vermutlich ermordet und beseitigt hat. nommen. Saarlouis, 20. Oftober. n der Gemeindekasse Neuforweiler wurde ein viele tausend Mark betragendes Defizit festgestellt. Der flüchtige Rendant wurde in Malstatt- Burbach verhaftet. † Gefühnt. Am 20. murde in Stendal der Arbeiter Tyczinski, der im Monat Dezember die Frau des Gutsaufsehers Sollwedel in Kläden ermordet hatte, hingerichtet. London, 20. Oktober. Ein heftiger Nordsturm hat in Schottland und im nördlichen England große Verheerungen angerichtet. Gestern abend war der Eisenbahnverkehr unterbrochen, Schiffahrt und Fischerei waren gestört. Johannesburg, 20. Oftober. In der gestrigen Nacht hat sich auf der„ Simmerdaſtgrube" ein schrecklicher Unfall zu= getragen. Als beim Einfahren der Nachtschicht ein Förderforb, in dem sich 23 Chinesen befanden, in 700 Fuß Tiefe angekommen war, hörte man ein verdächtiges Knirschen der Seile, der Förderkorb schwankte, das Seil riß, und der Förderkorb fiel etwa tausend Fuß tief hinab. Die Insassen wurden sämtlich getötet. = Vermischtes. Nun ist es auch gelungen, festzustellen, wo der Hauptmann" die Uniform gekauft hat. Es hat sich die Trödlerin Remlinger aus der kleinen Mittelstraße gemeldet, bei der der Hauptmann Offiziersüberrod, Mantel und Hose kaufte. Inzwischen glaubt man in Treptow eine Spur des Hauptmanns gefunden zu haben. Ein Bauarbeiter aus Rigdorf jah einen Mann, dessen Aussehen auf das Signalement des Pseudohauptmanns paßte; der Mann schien im Waldboden etwas vergraben zu wollen. Als man auf ihn zuschritt, ergriff der Mann die Flucht und lief nach der Rirdorfer Grenze zu. Hier kletterte er über einen Zaun des dortigen Gartengeländes und war wie vom Erdboden verschwunden. Alles Absuchen der Arbeiter blieb ohne Erfolg. = Aus $ Die Affäre- im burger Landgerich Gemeindearbeiter and des Eppendo fhtunghaften S torbenen. In der her zugeben, daß e ten den Leichen A er Diege in Stra pe verkaufte die S Berftorbenen gewe ben waren. Ferne getiffen Seident Buppe enthaltend orden fei. In Ant mahme tam der edung des Schönb $ Sennig als Priminalbeamten, di morders Hennig zu om Reichsgericht T 18 Januar 1907 an mtvalt, der die Ve um bei der Staats tellt, die Strafvolft bis über die Revifion im Falle der Aufheb Hennig für die eb als Benge gebraucht anwaltschaft Botsdam Eine millionenschwere Sendung. Ein Millionen- Geldtransport ist dieser Tage von Berlin aus nach der Türkei abgegangen. Es handelte sich um Gelder einer englischtürkischen Anleihe in Höhe von vier Millionen Dollars in Gold und Wertpapieren. Die kostbare Sendung war in schweren Risten verpackt und wurde, begleitet von einer Anzahl Posts beamten, zunächst nach Myslowih in Oberschlesien expediert, auf dem dortigen Bahnhofe ausgeladen und während der Nacht im Postgebäude untergebracht. Am Vormittag des nächstfolgenden Tages wurden die Wertkisten wieder zur Bahn gebracht, um über Sczakowa nach der Türkei weiter befördert zu werden. Der Hauptmann von Köpenid. Noch hat man ihn nicht gefunden, doch seine Uniform ist fast vollständig zur Stelle geschafft. Erst den Säbel, dann die Hose, hierauf die Feldbinde und nun auch die Stiefel des Eroberers von Köpenick. Der Verbrecher hat sie in einem kleinen Schuhwarengeschäft in der Mödernstraße, nahe dem Anhalter Bahnhof, zurückgelassen, wo er sich anstatt ihrer neue Stiefel taufte; über die Tragikomödie von Köpenick find natürlich eine Unmenge von Gedichten fabriziert worden, eines der besten erschien in der Prager, Bohemia", frei nach Liliencron, wir lassen es folgen: Klingling, bumbum und tschingdada, Zieht im Triumph der Perserschah? Und um die Ecke brausend bricht's Wie Tubaton des Weltgerichts, Voran der Bürgermeister. Der Bürgermeister ächzt und stöhnt. Er ist das Schweigen nicht gewöhnt. Auch der Rendant marschiert im Trab. Man nahm ihm seine Schlüssel ab. Und dann der Herre Hauptmann. Der Hauptmann naht mit stolzem Sinn, Die Schuppenketten unterm Kinn, Die Schärpe schnürt den schlanken Leib, Beim Zeus! das ist kein Zeitvertreib, Und dann det viele Jelde! Zwei Pferdchen, rosenrot und braun, Sieh'n den Herrn Bürgermeister traun, Samt der Frau Bürgermeisterin, Auch der Rendant sitzt mitten drin. Und dann die Grenadiere. Die Grenadier' im strammen Tritt, In Schritt und Tritt und Tritt und Schritt, Das stampft und dröhnt und flappt und flirrt Laternenglas und Fenster flirrt, Und dann die Köpenicker. - Die Köpenicker, dicht gedrängt, Steh'n schwitzend ins Spalier gezwängt. Aus Tür und Tor und Hof und Haus Schaut Mine, Trine, Stine aus Und leiner wagt zu mudsen! Der Hauptmann unterdes ganz sacht Hat schlau sich aus dem Staub gemacht. Ganz leise bumbumbumbum tsching Flog da ein bunter Schmetterling Tsching tsching, bum, um die Ecke! = 2 Millionen Mark für Reklame. Pie„ Aktiengesellschaft Bears Soap" in London, deren Seifen in der ganzen Welt bekannt sind, hatte bisher für ihre Reflame einen Etat von ca. 2 Millionen Mark jährlich ausgeworfen. Das Resultat war, daß die Gesellschaft 18 bis 20 Prozent Dividende an ihre Aftionäre verteilen konnte. Man glaubte nun, die Seife sei derart eingeführt, daß man die Reklame einstellen könnte, und strich den Reklameetat. Jezt war das Resultat: die Gesellschaft konnte im letzten Jahre überhaupt keine Divis dende verteilen und zwar, wie in der Generalversammlung ausdrücklich angegeben wurde, weil man feine Reklame ge macht hatte. = Erschwerte Volkszählung. Während der türkischen Volkszählung kam es in Mossul zu Unruhen, die dadurch hervorgerufen wurden, daß die Mohammedaner sich weigerten, ihre Frauen zählen zu lassen. Sie schlossen die Läden und Basare. Der Vali verhaftete die Rädelsführer, steigerte dadurch aber die Empörung der Volksmenge in einem solchen Grade, daß er sich schließlich genötigt sah, die Verhafteten freizugeben. Er war ferner gezwungen, die Bolkszählung einzustellen. Es wurde eine Anzahl von Verlegungen ge meldet. Die feindselige Stimmung beschränkt sich auf die Mohammedaner. = Anonyme Brief Frau Amtmann Dr. wegen der anonymen S vor dem Reichsgericht von der Bochumer S viertägiger Verhandlun glieder der ersten Ba anonime Briefe höchft haben. Das Urteil la Der Kächer fein in Böhmen gebürtige, porzeitiger Seimfehr in Frau, einen Schloffer, gerit in Nürnberg ve Todesstrafe gemäß freigesprochen. Ein Denkmal für einen Einbrecher. Die Stadtväter von Sheldon( Vermont) zerbrachen sich ein ganzes Jahr lang die Köpfe darüber, was sie mit einer Barschaft im Werte von 500 M. tun sollten, die man bei einem Einbrecher gefunden hatte, der während der Ausübung seines Berufes erschossen worden war. Endlich kam man auf den genialen Gedanken, dem Einbrecher für sein Geld einen schönen Denkstein zu setzen mit der Inschrift: Dein unbekannten Manne, der in der Nacht des 13. Oktober 1905 erschossen wurde, als er in den Räumen der Firma Gennison& Gallop den Geldschrank zu öffnen versuchte." = " 1 Mutterliebe. Eine arme Witwe in Newhort, der es an Mitteln gebrach, um ihr neugeborenes Töchterchen zu er nähren, entschloß sich nach langem Zögern, das Kind einer reichen Familie zu überlassen, die es adoptieren wollte. Alle Formalitäten waren erledigt und man trat vor den Richter. Die Mutter gab weinend ihr Kind der reichen Frau, die es tüßte. Der Richter fragte, ob sie willens sei, ihre Tochter wegzugeben. Nur schwer entrang sich ihr das" Ja". Dann nahm sie die Feder, um den Vertrag endgültig zu unter schreiben. Aber in diesem Augenblid gewann die Mutterliebe ganz den Sieg über das arme Weib. Sie warf die Feder von sich, riß das Kind aus den Armen der reichen Leute und schrie: hr sollt mir mein Kind nicht nehmen. Richter, Lassen Sie es nicht zu. Es ist mein Kind, ich lasse mein Kind nicht von mir!" Dann riß fie die fostbaren Kleider von dem fleinen Körperchen und hüllte das Kind wieder in das arm selige Zeug. Der Richter erhob fich und sagte:„ Die Atten dieses Falles sind zu vernichten. Der Gerichtshof" beugt fich einem höheren Gesez." = Die Arbeit der Meereswellen. Die übliche Annahme, daß England durch Abspülungen stets Land verliert, wird durch den Generaldirektor der fartographischen Abteilung als irrig bezeichnet. Er habe festgestellt, daß in den letzten 35 Jahren das Land durch Anspülungen um 30 000 Morgen brauchbaren Ackerlandes zugenommen habe. Die Anspülun gen seien allerdings teilweise mit einer Abbrödlung der Vorküste verbunden. Lincoln habe beispielsweise 400 Morgen Küste eingebüßt und 9000 Morgen gewonnen. Die Graf schaft Suffolk habe dagegen eine Einbuße von 367 Morgen zu verzeichnen gehabt. Die Abspülungen seien dort sehr start. In Irland bröckelt die Ostküste langsam ab, während Schottland 3839 Morgen brauchbaren Landes gewann, dafür aber allerdings 8371 Morgen Küstenland verlor. = Eine geistestranke Revolverheldin. Die Restaurateurswitwe Haberstroh, die wegen des Revolverattentates auf den töniglichen Musikdirigenten Mehring in Liegnitz vom dortigen Schwurgericht freigesprochen wurde, weil sie die Tat in einem Anfalle von Geistesstörung verübt hat, ist als gemeingefährlich der Polizei überwiesen worden. Frau H. wurde gestern vom Liegnizer Untersuchungsgefängnis in geschlossenem Wagen der Polizei zugeführt, die sie sofort nach der Jrrenabteilung des Städtischen Krankenhauses bringen ließ. Von dort aus wird Frau H. einer öffentlichen Frrenanstalt überwiesen. = - Tausend Einwohner. Eine kleine Gemeinde im Elsaß glaubte bei der letzten Volkszählung die Ziffer 1000 zu er reichen, doch sahen sich die Gemeindevertreter getäuscht, es fehlten noch 7 Einwohner an der runden Summe. In höchster Not wurde eine Zigeunerbande, die 12 Köpfe zählte, schnell in die Zählkarten eingetragen und es war erreicht. Nun tommt aber der bittere Nachgeschmad. Die jetzt über 1000 Einwohner zählende Gemeinde muß, so will das neue badische Elementarunterrichtsgeseh, 2160 M. Gemeindebeitrag für ihre Lehrer zahlen, ohne Zigeuner", als Gemeinde unter 1000, wäre fie mit 1900 M. davongekommen. Die umlagepflich tigen Bürger pfeifen jetzt auf die teuren ,, 1000" und wüten gegen den zerknirschten Bürgermeister und seinen Verwaltungs cat. Die Bessergelaunten aber haben das Wortspiel geprägt: Erst zählen dann zahlen. - Die neue beffiid Samstag Bormitta Eindelammer zu ihrer Bureau Wahl zujammer Seiten Rammer angef hnten Bläge ein, die Birgermeister und Mit befinden, verteilen fich ob fal. Ministerialpräsid lieber der landwirtsch Herren Miniftertalrat Bilginger( jest Are Surf über die Landwir arbeitete, und die Herre und Landesofonomierat bag Abg. Aut. Schm Mitglied der Rammer übernehmen habe. Amt und begrüßt Borten, dankte auch de en. Er wies dan der Rammer hin und Titiget der Rammer of in Heffen beitrag Minifterialpräfiber bernahme des Alter bie Rammer vorläufig irischaft bedeutungsb und Pflicht, zugleich die Rammer aufs her Ausdrud zu geben, da bie fich an die Inüpfen, im reichten Geschichte wird der 2 die Landwirtschaft bat einen wesentlich er in Preußen; der folgt, nach dem G organisation dabei ma fft auf ein gedeihli Dberspricht Ihnen, mehr Beachtung find dten Bielen und d eden.( Beifall.) gleich im Namen prechen darf, der m teilt hat, Ste auch Ihnen herzlichsten oge es Ihnen befa Landwirtschaft herzuf walten der von den Landwirtschaft.( Bei Bei der danach Des 1. Baibenten t 42 bon 45 abgegeben nimmt darauf den Defenden herzlich wil Brafidiums der Bme reimaligen och ou Borderer und Besch eter des Präsidente rdneter Bähr.Db Der theinhessischen D tein präsentierten, fen, die in ihm ei Belle Herrn Relle Men, wo der Hauptmann" die Trödlerin Remlinger Idet, bei der der Haupt Hose faufte. Inzwischen des Hauptmanns gefunden Rigdorf jah einen Mann, nt des Pfeudohauptmanns den etwas vergraben zu tt, ergriff der Mann die Grenze zu. Hier fletterte Gartengeländes und war Alles Absuchen der Arbeiter ung. Ein Millionen- Geld clin aus nach der Türle m Gelder einer english ier Millionen Dollars in e Sendung war in schweren t von einer Anzahl Post in Oberschlesien expediert, geladen und während der cht. Am Vormittag des Berttisten wieder zur Bahn der Türkei weiter befördert flame. ie Attiengesell ren Seifen in der ganzen ihre Reflame einen Etat usgeworfen. Das Resultat 20 Prozent Dividende an tan glaubte nun, die Seife Reklame einstellen könnte, t war das Resultat: die re überhaupt keine Divi der Generalversammlung I man teine Reflame ge Während der türkischen zu Unruhen, die dadurch hammedaner fich weigerten eschlossen die Läden und ie Rädelsführer, steigerte oltsmenge in einem solchen ötigt sah, die Verhafteten vungen, die Bolkszählung ahl von Verlegungen ge g beschränkt sich auf die Einbrecher. Die Stadtväter fich ein ganzes Jahr lang er Barschaft im Werte von einem Einbrecher gefunden seines Berufes erschossen uf den genialen Gedanken, schönen Denkstein zu setzen nnten Manne, der in der ssen wurde, als er in den Gallop den Geldschrank zu Witwe in Newport, der es borenes Töchterchen zu er Bögern, das Kind einer Aus dem Gerichtsfaal. § Die Affäre im Eppendorfer Krankenhause fand vor dem Hamburger Landgericht ihren Abschluß. Der Geschäftsführer Des Gemeindearbeiter- Verbandes, J. Schönberg, hatte den Vorstand des Eppendorfer Krankenhauses beschuldigt, er treibe einen schwunghaften Handel mit Leichen von nichtidentifizierten Verstorbenen. In der Zeugenvernehmung mußte ein Oberwärter zugeben, daß er ohne besonderen Auftrag seines Vorgesetzten den Leichen Köpfe entnommen und an den AnatomieBiener Dieße in Straßburg für acht Mark versandt habe. Diege verkaufte die Köpfe an Studenten. Es seien Köpfe von Verstorbenen gewesen, von denen Angehörige nicht vorhanden waren. Ferner wurde festgestellt, daß bei dem Tode eines gewissen Heidenreich statt an seiner Leiche an einem eine Puppe enthaltenden Sarge ein stilles Gebet verrichtet worden sei. In Anbetracht des Ergebnisses der Beweisaufnahme kam der Gerichtshof zu einer kostenlosen FreiSprechung des Schönberg. § Hennig als Zenge. In Sachen der beiden Berliner Kriminalbeamten, die wegen Entweichen lassens des Raubmörders Hennig zu Geldstrafen verurteilt worden sind, ist vom Reichsgericht Termin zur Revisionsverhandlung auf den 18. Januar 1907 anberaumt worden. Seitens des Rechtsanwalt, der die Verteidigung der beiden Beamten führt, ist nun bei der Staatsanwaltschaft in Potsdam der Antrag gestellt, die Strafvollstreckung gegen Hennig so lange auszusehen, bis über die Revision der beiden Beamten entschieden ist, da im Falle der Aufhebung des ersten Urteils der Raubmörder Hennig für die eventuelle neue Verhandlung wiederum als Zeuge gebraucht wird. Es ist fraglich, ob die Staatsanwaltschaft Botsdam darauf eingeht. § Anonyme Briefe. Die Revisionsverhandlung wider die Frau Amtmann Dr. La Roche in Bankau bei Herne i. W. wegen der anonymen Briefschreiberei findet am 11. Oktober vor dem Reichsgericht in Leipzig statt. Die Angeklagte war von der Bochumer Straffammer am 22. Februar cr. nach viertägiger Verhandlung schuldig befunden worden, an Mitglieder der ersten Bankauer und Herner Gesellschaftskreise anonyme Briefe höchst beleidigenden Inhalts geschrieben zu haben. Das Urteil lautete auf drei Monate Gefängnis. § Der Rächer seiner Gattenehre. Der aus Rudolfstadt in Böhmen gebürtige, vorbestrafte Reisende Merschik, der bei borzeitiger Heimkehr in seine Wohnung den Geliebten seiner Frau, einen Schlosser, erstochen hat, wurde vom Schwurs gericht in Nürnberg von der Anklage der Körperverlegung mit Todesstrafe gemäß dem Wahrspruch der Geschworenen freigesprochen. Die neue hessische Landwirtschaftskammer ist Samstag Vormittag im Sizungssaale der Zweiten Ständekammer zu ihrer Konstituierung und Vornahme der Bureau- Wahl zusammengetreten. Die zahlreichen auch der 8weiten Kammer angehörenden Mitglieder namen ihre ge wohnten Plätze ein, die übrigen, unter denen sich zahlreiche Bürgermeister und Mitglieder des Bundes der Landwirte befinden, verteilen sich ohne besondere Bestimmung im Sigungs saal. Ministerialpräsident Braun stellte zunächst die Mitglieber der landwirtschaftlichen Zentralverwaltung vor, die Herren Ministertalrat Usinger, Ober- Regierungsrat Sölzinger( ist Kreisrat in Alsfeld), der den Gesezent wurf über die Landwirtschaftskammer im Minifterium be arbeitete, und die Herren Ober- Regierungsrat Heinrichs und Landesökonomierat Müller, und stellte sodann fest, daß Abg. Ant. Schmidt 2. aus Brezenheim das älteste Mitglied der Kammer sei und demnach das Alterspräsidium zu übernehmen habe. Herr Schmidt übernahm nachdem das Amt und begrüßte die Versammlung mit herzlichen Borten, dankte auch den Regierungsvertretern für ihr Erscheinen. Er wies dann kurz auf die Entstehungsgeschichte der Kammer hin und sprach die Hoffnung aus, daß die Tätigkeit der Rammer zum Wohle der gesamten Landwirt schaft in Hessen beitragen werde.( Beifall) 3 adoptieren wollte. Alle man trat vor den Richter. der reichen Frau, die es e willens sei, ihre Tochter fich ihr das" Ja". Dana ertrag endgültig zu unter Slid gewann die Mutterliebe Beib. Sie warf die Feder rmen der reichen Leute und d nicht nehmen. Richter, in Kind, ich laffe mein Kind e fostbaren Kleider bon dem Kind wieder in das arm ch und fagte:" Die Afte Der Gerichtshof beugt f Jen. Die übliche Annahme, stets Land verliert, wird tographischen Abteilung al at, daß in den letzten 35 ungen um 30 000 Morgen men habe. Die Anspülun einer Abbröcklung der Vor beispielsweise 400 Morgen gen gewonnen. Die Graf Einbuße von 367 Morgen Ministerialpräsident Braun bemerkte darauf: Mit der Webernahme des Alterspräsidiums durch Herrn Schmidt ist bie Rammer vorläufig fonftituiert. In diesem für die Landwirtschaft bedeutungsvollsten Augenblick ist es mir Wunsch und Pflicht, zugleich im Namen der Großh. Regierung, die Kammer aufs herzlichste zu begrüßen und der Hoffnung Ausdruck zu geben, daß die großen und schönen Erwartungen, die sich an die Begründung der Landwirtschaftsfammer Enüpfen, im reichsten Maße erfüllen werden. In der hessischen Geschichte wird der 20. Oft. einen muchtigen Merkstern für die Landwirtschaft bilden. Unsere Landwirtschaftskammer hat einen wesentlich anderen Aufbau erhalten, als die Kammer in Preußen; der Aufbau ist von unten nach oben era folgt, nach dem Grundsaß, daß die bewährte Vereinsorganisation dabei maßgebend blieb. Die Großh. Regierung hofft auf ein gedeihliches Zusammenarbeiten mit der Kammer und verspricht Ihnen, daß die Wünsche der Kammer um so mehr Beachtung find.n werden, je mehr sie den gesetzlich geSteckten Zielen und den Interessen der Landwirtschaft entsprechen.( Beifall.) Es ist mir eine hohe Freude, daß ich zugleich im Namen Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs sprechen darf, der mir vor wenigen Minuten den Auftrag erteilt hat, Sie auch in seinem Namen zu begrüßen und Ihnen herzlichsten Erfolg zu wünschen.( Lebh. Bravo!) Möge es Ihnen beschieden sein, einen stattlichen Bau für die Landwirtschaft herzustellen, möge über Ihren Verhandlungen walten der von den Vätern ererbte gute Geist der hessischen Landwirtschaft.( Beifall.) spülungen seien dort febr thiste langsam ab, während aren Landes gewann, daj ftenland verlor. rheldin. Die Restaurateur Revolverattentates auf den ng in Liegnitz vom dortigen e, weil sie die Tat in einem hat, ift als gemeingefährli Frau H. wurde gestern bom in geschlossenem Wagen der nach der Frrenabteilung de ließ. Von dort aus wir nftalt überwiesen. e fleine Gemeinde im Gla lung die Biffer 1000 zu meindevertreter getäuscht, d unden Summe. In höchfte die 12 Köpfe zählte, fanell d- es war erreicht, un mad. Die jetzt über 1000 B, fo will das neue badijde 7. Gemeindebeitrag für ihre ale Gemeinde unter 1000 ommen. Die umlagepfli teuren, 1000" und wüten er und feinen Verwaltung ben das Wortspiel geprägt Bei der danach durch Stimmzettel vollzogenen Wahl des 1. Präsidenten wird Geh. Regierungsrat Haas mit 42 von 45 abgegebenen Stimmen gewählt. Präsident Haas nimmt darauf den Präsidentensiz ein und heißt alle Anwesenden herzlich willkommen, zugleich auch im Namen des Bräsidiums der Zweiten Ständefammer. Er schloß mit einem dreimaligen Hoch auf den Großherzog, den allezeit treuen Förderer und Beschüßer der Landwirtschaft. Zum 1. Stellvertreter des Präsidenten wurde mit 41 Stimmen Landtagsabge. ordneter Bähr- Oberhessen gewählt. Segen den Vorschlag deer rheinhessischen Mitglieder, die Dekonomierat Lichtenfe in präsentierten, erhob sich widerspruch seitens der Oberhessen, die in ihm einen Freihändler wähnten und an seine Stelle Herrn Kellerstein Bockenheim vorschlugen. Es waren 2 Wahlgänge erforderlich. Jm 2. Wahlgange wurde Lichtenstein mit 21 Stimmen gewählt, da viele weiße Bettel abgegeben wurden. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Dekonomierat Walter- Lengfeld, Fritsch- Dilshofen, Bürgermeister Hahn- Heßloch und Köhler Langsdorf. Cobales. * Wie verlautet, hat unter den Bewerbern um die erlebigte Offenbacher Bürgermeisterftelle Kreisamtmann Dr. Merd Gießen als geborener Offenbacher die meisten Aussichten. * Magistratsverfassung. Das Ministerium des Innern hat den Ständen eine Vorlage betreffend die fakultative Einführung der Magistratsverfassung in Städten von mindestens 10 000 Einwohnern zugehen lassen. Die Begründung verweist auf die zum Teil starte Zunahme der städtischen Bevölkerung und die damit eingetretene Arbeitsmehrung bei den meisten städtischen Geschäften. Als Richtschnur für den Entwurf hat die für Hessen- Nassau erlassene Städte- Ordnung vom 4. August 1897 gebient. Der Magistrat besteht aus dem Bürgermeister, den Beigeordneten als Stellvertretera, einer Anzahl unbesoldeten und wo es notwendig erscheint noch aus einem oder mehreren besoldeten Stadträten. Je Stadtgemeinden bis zu 50 000 Einwohnern sollen 6 besondere Stadträte, in solchen von 50 000 bis 100 000 8 und in Städten von mehr als 100 000 Einwohnern 10 Stadträte zum Magiftrat gehören. * Bom 2. bis 15. November übt ein Reserve regiment des 18. Armeekorps auf dem Uebungsplaß bei Darmstadt. Den Exerzier- und Felddienstübungen wird das neue Exerzier Reglement zugrunde gelegt und das Schießen mit scharfen Patronen mit dem Gewehr 98 und der neuen S- Munition abgehalten. Die Bataillone wurden durchschnittlich auf 800 Gewehre gebracht. Auch bei der Feldartillerie wurden Reserve- Abteilungen bei allen Armees Korps gebildet. Die des 18. Armeekorps üben am 18. Nov. bei Darmstadt. H. Der Gesangverein Harmonie feierte am Samstag im Saale des Café Leib sein 60 jähriges Stiftungsfest. Die Musik der Gießener Feuerwehrfapelle leistete ihr bestes, auch wurden die Gesangsvorträge des festgebenden Vereins unter Leitung des Dirigenten, Lehrer Albach, einwandfrei zu Gehör gebracht. humoristisen Vorträge sowie ein Theaterstück ernteten lebhaften Beifall. Alles in allem tann der Verein mit dem Verlauf seines Festes zufrieden sein; wir wünschen, daß es ihm gelingen möge, auf dem Gebiete des Gesanges weitere gute Fortschritte zu erzielen. d. Die tleinste Lehrerstelle in Oberhessen ist in Reibertenrod im Kreis: Alsfeld. Sie zählt nur 10 Kinder. Es wohnen dort sehr wohlhabende Bauern, die troß der hohen Kosten nicht zugeben, daß die Stelle eingeht. * Bahnhofsrestaurationspacht. Dieser Tage wurden die bei der Eisenbahndirektion Frankfurt eingegangenen Offerten auf Pachtung der Bahnhofsrestauration Gießen ge öffnet. Die Angebote waren unglaublich verschieden; das höchste Gebot für jährliche Pacht beträgt 35 000 Mt., bas medrigste 600 Mt.(!) Im ganzen waren 99 Offerten ein gelaufen. Die meisten Bewerber boten 16 000-20000 r. Der Zuschlag wird erst in 14 Tagen erteilt. r. Klein- Linden. Am 28. Oftbr. sind es 40 Jahre, daß das hiesige Gotteshaus seiner Bestimmung übergeben und damit ein wirkliches Weihefeft gefeiert wurde. Die vorher zu firchlichen Zwecken dienende kleine Stapelle auf dem alten Friedhofe wurde niedergerissen. Die kleine, aber noch gute Orgel der Kapelle mit 6 flingenden Registern ist zur Zeit noch im Besitz eines hiesigen Bürgers. Die neue funftvoll gebaute Orgel von der Firma Förster in Lich wurde ein Jahr später aufgestellt und von Musikdirektor Lux- Mainz zum ersten Male gespielt und inspiziert. Seit diesem Festtag wird ihm in unserer Gemeinde eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt und wenn auch keine Tanzmusif angesetzt werden darf, so ist zur Abendzett doch in allen Wirtschaften eine festliche Stimmung wahrzunehmen. r Großen Linden. Seit einigen Tagen hat sich in der Nähe des Ringofens ein Steinadler(?), so wird uns ge schrieben, niedergelassen. × Grünberg. Die Bezirkslehrertonferenz Grünberg hält amt 27. Oft. dahier eine Versammlung ab, in der Lehrer Roth mit der I. Klasse den Zeichenunterricht nach der Methode Hölschers vorführen wird. das 1/5 der Kosten tragen soll, beabsichtigt die Ergreifung des Rekurses und hat eine Kommission mit der Angelegenheit betraut. * Offenbach, 20. Oft. Der Offenbacher sozial. demokratische Beigeordnete Eisnert, dessen Bestätigung durch den Großherzog von Hessen so großes Aussehen erregte, ist in sein Amt eingeführt worden. Oberbürgermeister Brint nahm die Vereidigung vor. Er führte dabei aus, daß nach den Bestimmungen der Städteordnung der Bürgermeister von den Beigeordneten vertreten werde. Auch Eißnert fönnte als unbesoldeter Beigeordneter in die Lage fommen, wo ihm dann eine Fülle von Pflichten oblägen. Er möge sich stets von fachlichen Erwägungen leiten lassen und zum Wohle der Stadt wirken. Beigeordneter Eißnert dankte dem Bürgermeister und den Stadtverordneten, die ihn gewählt. Es fönne nicht seine Aufgabe sein, alles Bestehende umzugestalten. Er werde im Rahmen der gefeßlichen Beftimmungen und der Städteordnung seine Pflicht als Betgeordneter tun, ebenso wie bisher als Stadtverordneter. Er werde handeln, wie es feine eigene Ueberzeugung ihm gebiete und ftets das Wohl der Stadt Offenbach im Auge haben. Aus dem überfüllten Zuhörerraum ertönten nach diesen Ausführungen lebhafte Bravorufe. Sprechsaal. Die elektrische Beleuchtung des Seltersweg ist, wie ich in leßter Nummer dieses Blattes lesen konnte, von den Stadtverordneten Kirch, Schaffstaedt und Löber in letter Stadtverordnetenversammlung sehr befürwortet worden. Mit Recht führte besonders der erst= genannte Herr an, daß der Seltersweg eine unserer schönsten Haupt- und Geschäftsstraßen sei.- Da nun einmal für bessere Beleuchtung ein Kredit von 1500 Mt. erforderlich ist, wenn die Gasflammen um, sage und schreibe, 2 vermehrt würden, fönnte m. E. bie nachgesuchte und vom Herrn Oberbürgermeister eingehend für Gas beleuchtung begründete Summe zur Einführung der elektrischen Beleuchtung vorteilhaft verwandt werden. Soweit mir ferner von zuverlässiger Stelle noch darüber mitgeteilt wurde, ist in derselben Debatte auch in Erwägung gezogen worden, daß zu den Mehrkosten der Anlage für elektrische Beleuchtung sicherlich die anwohnenden Geschäftsleute( vielleicht auch die Hausbesizer! D. R.) einen Teil mit beisteuern würden. Nur einmal umgefragt bei den Seltersweger Firmen! Hoffentlich bringt Ihnen, Herr Oberbürgermeister, das Resultat darüber auch wieder den Mut, zum zweiten Male den Herren Stadtverordneten eine Vorlage wegen elektrischer Beleuchtung unserer Hauptstraßen und Bläge ( Aber eins nach dem andern, wenn wir bitten dürfen, Herr Einsender! D. R.) vorzulegen. Vielleicht nimmt auch der Bürgerverein, der ja heute Montag- Abend eine öffentliche Bürgerversammlung abhält, in welcher ohne Zweifel auch zahlreiche Geschäftsleute und Hausbefizer vom Seltersweg mit anwesend find, Stellung zu dieser Beleuchtungsfrage. Ueberhaupt zählt genannter Verein sehr viele einflußreiche Bürger( Der Verein hat 400 Mitglieder. D. R.) zu seinen Mitgliedern, er hat seit seiner Gründung schon monche helfen, warum sollte er nicht auch hier seine gute akzeptablen öffentliche Frage in tankenswerter Weise mit ventilieren Vorschläge oder Ansichten zur allgemeinen Kenntnis bringen. Ein Bewohner des Selterswegs. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 23. Oftober. Hetter und trocken, morgens Nebel, nachts tälter, am Tage etwas wärmer. Mäßige südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich für die Bolitik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gießen. Ein Wort im Vertrauen. Der größte Fehler, den die meisten Menschen begehen, besteht darin, daß fie das Auftreten von Unpäßlichkeiten und Störungen im Körper mit Gleichgültigkeit betrachten, wodurch allmählich das, was sie augenscheinlich als geringe Störungen ansehen, sich zu ernſtem Krankheitszustande bildet, in ein chronisches Stadium gerät. Wenn man hingegen gleich bei Beginn von Störungen und Unwohlsein ein richtiges und einfaches Mittel anwendete, würden in einigen Tagen die Störungen beseitigt und dadurch auch ernstere KrankNeuheiten bermieden werden. Es ist deshalb von größter Wichtigkeit, daß beim Auftreten von Appetitlosigkeit, Verdauungsstörung, Kopfschmerzen, Verkopfung, HerzKlopfen, Rückenschmerzen Blähungen Uebelsein, Brechreiz, Gereiztheit, Mattigkeit, bleichem und kranfem Aussehen ein paar Tage Ferromanganin eingenommen wird, um diese Störungen zu beseitigen, den Körper zu kräftigen und das Eintreten ernster Krankheiten zu verhüten d. Dannerod, 20. Oft. En der Arbeiterkolonie Ulrichstein gehöriger größerer Strohhaufen verbrannte gestern Abend, der jedenfalls von ruchloser Hand angezündet wurde. Die hiesige Feuerwehr war bald am Plaze, konnte aber nichts mehr retten. a Deckenbach. Sonntag, den 11. November wird unser neues Schulhaus eingeweiht. Es gibt dies ein Freudenfest für Gemeinde und Jugend, denn unser altes Schulhaus, wenigstens die niedrige Schulstube, gehörte zu den schlechtesten des Kreises Alsfelt. Die hiesige durch hohe Kommunalumlagen äußerst gedrückte Gemeinde hat alles aufgeboter, ein schönes, der Gemeinde zur Zierde gereichendes Gebäude zu bekommen. Wie werden sich in dem schönen, hellen und luftigen Schulfaate die 80 Kinder so wohlfühlen. Möhten sie aber auch durch gutes Verhalten sich für die außerordentliche Wohltat recht dankbar zeigen. Das alte Gebäude wird E: wird fortan Gastwirtschaftszwecken dienen. also jezt hier statt geistige, leibliche Nahrung verzapft werden. Bugleich soll mit diesem Feste die hiesige Kirmes verbunden werden. a. Alsfeld, 21. Oftober. Nächsten Mittwoch, den 24. Dtober, findet die Kreislehrertonferenz des Kreises Alsfeld unter Leitung unseres neuen Kreisrats Hölzinger statt. * Friedberg, 20. Dt. Bekanntlich wurden Friedberg und Bad Nauheim verurteilt, an den Müller P. Dieß eine Entschädigung wegen Verunreinigung der Usa zu zahlen und die M ßstände baldigst zu beseitigen. Friedberg, Ferromanganin( enthält: Eijen 0,5, Mangan 0,1 ( an Zucker gebunden), Kognak 15, aromat. Bestandteile und Wasser) ist eine glückliche wissenschaftliche Zusammensetzung, dabei von angenehmem Geschmack und verfehlt nie seine günstige Wirkung, wie dieses hinlänglich von Tausenden beurkundet ist. Preis Mt. 2.50 in Apotheken. Wenn in einzelnen Octen nicht vorrätig, beziehe man von: Universitätsapotheke Zum goldn. Engel" in Gießen Engel- Apothefe Frankfurt a. M. Apothefe in Üürich, stein( Oberhessen) und Stern- Apotheke in Kassel. Die Kinder gedeihen vorzüglich dabei & leiden nicht an Hervorragend bewährt bei Brechdurchfall, Darmkatarrh, Diarrhoe Kufeke Verdauungsstörung. Kindermehl etc. 6. 38. st er III ern 180 ng m. Theater- Verein Giessen. 1. Vorstellung: Freitag, den 26. Oktober 1906: Zum Gedächtnis von Heinr. Laube Graf Effer. Trauerspiel in 5 Aufzügen. wwwwW W W W W Stadt- Cheater Giessen. Direftion: Herm. Steingoetter. Dienstag, den 23. Oktober 3. DienstagAbonnements= Vorstellung. Essex: Richard Kirch vom Schauspielhaus in Der Weg zur Hölle Anfang 8 Uhr pünktlich. Frankfurt a. M. Ende gegen 11 Uhr. Eintrittskarten zu Mk. 5, 4, 3( für Mitglieder im Vorverkauf zu Schwant in 3 Atten bon Gustav Kabelburg. Mk. 4.50, 3.50, 2.50) und zu Mk. 2 für Studierende! Mittwoch, den 24. Oftober: bei Herrn Challier, Neuenweg und abends an der Kasse. Freisinniger Verein. Einladung 1. Bolts- Borstellung. Die Brant von Messina. Ein Trauerspiel mit Chören von Fr. Schiller. SAIR RISAS SSR. zur ordentlichen Hauptversammlung********** am Dienstag, den 23. Ottober, abends 9 Uhr im Curn- Verein unteren Saale des Café Ebel, Tagesordnung: Bericht. Rechnungsablage. Vorstandswahl. Bericht über den Südwestdeutschen Parteitag der Freisinnigen Volkspartei in Oberstein, erstattet durch Herrn Landtagsabgeordneten Rechtsanwalt Reh von Alsfeld. Um zahlreiches Erscheinen ersucht ergebenst Der Vorstand. Giessener Eis- Verein( E. V.) Montaa, den 29. Oktober 1906, abends 82 Uhr pünktlich im Hotel Großherzog von Hessen: GeneralVersammlung. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Gießen, den 21. Oktober 1906. Der Vorstand. Im Erscheinen befindet sich:= Meyers 15,000 252dung on, 1409 Tatein and Karten. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeines Wissens. Verweisungen. 149,009Arted a Lexikon no Bände in Halblader gebinden su je 10 Mark Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts la Leipzig und Wien. IEDER NUMMER BEGINNT ABONNEMENT DIE Gießen. Gegründet 1846. Die für den 22. Oftober ds Js. angesetzte GeneralBersammlung findet Montag, den 29. d. Mis. statt. abends 8 Uhr Der Vorstand. Bucker gemahlen und krystall 10 Pfd.: Mk. 2.10 Adolf Lenhard Nachf. Inh. Jacob Maternus. Gießen. Frankfurterstraße. Wasche mit LUHNS Luhns Giebt schönsteWasche Nurecht MIT ROTBAND Ohne Preisaufschlag geben wir bei unseren anerkannt vorzüglichen Qualitäten 5% Rabatt 5% Kaiser's Kaffee- Geschäft G. m. b. H. Europas grösster Kaffee- Rösterei- Betrieb. Fabriken in Viersen, Berlin, Breslau, Heilbronn, Basel. Schokoladefabrik in Viersen. Filialen in Giessen: Kirchenplatz 12 und Lindenplatz 5. Für nur 1 Mk. sind zu gewinnen: 100000 M. 40000 M. Bar Geld zus. 13597 Gewinne über 300000M. Ziehung unbedingt am 12. November u. f. Tag. Nürnberger 11 St. Lose à 1 Mk. 10 M. Porto u. Liste 30 Pf., Nachnahme 20 Pf. mehr empfiehlt Ferd. Schäfer, Nürnberg. Generalvertrieb: Kiefer& Co., Mainz. Lose sind zu haben bei: Richard Buchacker, W. Semmler, Philipp Weiler. Kartoffeln Flechten für den Winterbedarf prima Ware liefert zu den billigsten Tagespreisen frei Keller. ales. and trocken Schuppenflochte, akroph. Eksoma, Hautausschläge, H. Trechsler, Giessen, offene Füsse Steinstraße 48. FARBIG illustriertes WITZBLATT. QUARTAL 3 мк. Telephon 581. Meggendorfer- Blätter München DROBENUMMER GRATIS VOM VERLAG MÜHEN Beinschäden a. Boingeech wire. adezbeine, böne Finger, alte Wunden sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt ra werden, mache noch einea Versuch mit der bestera bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. 95aro, Dose M. 1.-. Nar echt in Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firms Rich. Schnbest& Co., Wein böbls. Filochanger weise man zurück. Wachs, Naphtaben je 15, Walrat 20, Benzoelett, Venot. Terp., Kampfes pflaster, Porabalaj 6, Eigels sa, Claryssrobin 5. Ex haben in den meiston Avethehen Dienstmädchen gesucht. Bekanntmachung. Die Mitglieder der Stadtverordneten Versammlung werden hiermit zu einer dringlichen öffentlichen Sitzung auf Dienstag, den 23. Dftober, nachmittags 5 Uhr ergebenst eingeladen. Tagesordnung: Beleuchtung des Seltersweges( Gas oder elektrisch Gießen, den 20. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wich die Mänsburg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 19. Oftober 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Liebigstraße zwischen Garten- und Bismarcftrje von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrbert gesperrt. Gießen, den 19. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Oftober 1906 angeordnete Spen der Woltengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Oftober 1906 angeordnete Spez der Marktstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. Oftober 1906. Großh. Polizeiant Gießen. Herberg. leine Mansardenwohnung für| für 1-2 Pers. sef. zu verm. 3. Rimmer. Kreuzblatz 1. Wohnung an ruhige Leute zu vermieten. Gießen, Tiefenweg 10. Im städtischen Hause Tiefenweg 13 Alte Klinik, Gießen. ist eine kleine Wohnung zu verHaus eventl. Bauplatz in Gießen oder Umgegend gesucht. mieten. Näheres auf der Bürger: meifterei Bimmer Nr. 15. Zwei ſchöne 2- Zimmerwohnung Offerten an J. Müller, Frank- sofort zu vermieten. Wasser, furt a. M., Kaiserstrak 61 1. Gas, Gartenanteil. Städt. Wohnungsnach Schiffenbergweg 60, p. weis Gießen. Gartenstraße 2( 3 9 Es find zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern " " 6 " 3 Wohnungen von 5 Zimmern 4 " " 17 3 " " " 2 " " 1 2 unmöblierte gimmer 4 möblierte Zimmer 1 Laden mit Wohnung 1 Werkstätte. Zu mieten gesucht: Schmall, Gießen, Marburgstr. 60. 3-3.- W. Liebigstraße 35, II, Riegelpfad 34, III. 2= 3.- W. 3: 3.- W. zu vermieten. Näh. Gießen, Stephanstr. 25, part. Schön möbliert. Zimmer zu vermieten. Gießen, Licherstraße 7, III. Makulatur hat abzugeben 36 Wohnungen von 1-7 3immern. Expedition d. Blattes. Junger Hausbursche bom Lande gesucht. Nähr die d. Bl. Exp. Auf bequeme Teilzahlung Möbel Herren-, Damenund Kinder- Garderobe Manufakturware etc. J. Jttmann Kredit- Haus Giessen Plockstrasse 14-16. FÜR UNSERE JUGEND Sinnfpruch. England und 5 in in den Vereinigten Staten, 2 in richtete fte 84 Strankreich wetten 217 Stationen gibt es noch andere, die von fchaften eingerichtet worden sind.. befindlichen Stationen 1904 waren ausgerüstet, im Jahre der auf Schiffen bedeutenden Gesell Dampfschiffsgesellschaften ift noch viel größer. Bereits 40 englische mehreffe mit Marconiapparaten auch hatten Hr er yr. 243 Montag, den 22. Oftober ssische Familienzei 1906