anne en, bon alte u, feit 1823 hoben, nati Igetrant. bon alzen en ihm ben archen der ren: und werden. ngabe ärztl. nder in Citi olmier Hof Sellncod; en. s Zeit nem feit lange della ' s Leben egelmäßig fo d nachhaltig Jodella olikommenste Le lichen Konturm t Apoth. Lahuse , adte mang und Namen ,, Jo parate find al art 2.30 und 4 iessen: el u. Belitn Beini er- Gei tell tzau( seit 18 Bolfftraße 9 ngen Jahren e en Ruhe nötig. Leichte Selbab maliger Besuch.nd Empfehlunge Monatlich 1 rg zu sprechen. over erbeten. ersteigen Ontag, den 24. nachmittags 3 n dahier im Ga .Anzahl Theat cunter wertvol e Teile einer Bühn Nähmaschine und gsweise gegen b en. iegen, den 21. 6 Seipel, Gerid ocknend Oelfa night La Park ettwachs o alle fontigen reiden und Der Fukbo mil Fis Bießen, G Mark Ver Tag und mehr mit meine kmaschine le Arbeit nehme F. Sieber in 14 N.39, Viele Dankschr r. 223 Zweites Blatt. Samstag, den 22. September 1906 Mation u.Baupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernſprechauſchluk Kr. 362. Gießener 15. Jahrgang Contibellagen: Oberbeffiche Familienzeitung( und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen. Der Herbst naht bestellt die 81 Gießener AAAA die Zeit, wo die Abende länger werden und der Lampe traulicher Schein die Familie abends wieder beisammenhält. Nun findet man Zeit und Muse, die Begebenheiten an der Hand einer gut geleiteten, informierten und übersichtlichen Tagespresse zu besprechen. Der Mann, der mit der Zeit fortschreiten will, Freude am öffentlichen, politischen und sozialem Leben hat, im Sommer aber der allzuvielen Erwerbs- und häuslichen Arbeiten weniger zum Lesen tommt, fich jetzt eine Zeitung seines Bezirfes, um in erster Linie zu wissen, was um ihn herum, in der engeren Heimat vorgeht. Frau greift gern zu einem Unterhaltungsblatt, zu einem guten Familienblatt, aus dessen Inhalt fie leicht Ratschläge für Küche und Haus entnehmen kann. Eine gute Erzählung ist ihr willkommen, wodurch fie auf wenige Minuten fich der Behaglichkeit mehr hingeben kann. Selbst die größeren Kinder, weil sie nun auch mehr in den Wohnräumen sich aufhalten müssen, finden Gefallen am Lesen. Eine gute humoristische Beilage bringt Scherz und Fröhlichkeit in ihre Reihen. Diesen Wünschen und Erwartungen tragen die Im Taifun. Der ungeheure Wirbelsturm, der die chinesischen Gewässer am Dienstag heimsuchte, hat kolossale Verheerungen ange richtet und mehr als hundert Menschenleben gefordert. Besonders der Hafen von Hongkong, der anscheinend im Zentrum des Taifuns lag, hat furchtbar gelitten, zahlreiche Schiffe sanken, der Materialschaden ist bis jetzt noch nicht abzusehen. " Die Taifune, jene schrecklichen Wirbelstürme, die in gea wissen Jahreszeiten die chinesischen Gewässer heimsuchen, sind beshalb so gefürchtet, weil sie so schnell heranbrausen, daß an eine Sicherung der Schiffe durch Reffen aller Segel oder boppelte Verankerung nicht mehr zu denken ist. Dex Taifun wälzt haushohe Wogen bor sich her und wirft die größten Schiffe wie Spielzeug durcheinander. Wie groß der Verlust an Menschenleben und Kaufmannsgut ist auf den Schiffen, die auf offenem Meer von dem Wirbel turm erfaßt wurden, konnte noch nicht festgestellt werden Im Hafen von Hongkong war die Wirkung des Taifuns ein geradezu fürchterliche. Die britischen Dampfer ,, Kwongchow", Wingchai" und ,, San- choung" gingen unter, die deutscher Dampfer Johanne", Petrarch", ,, Anna Luyken" und „ Signal" strandeten, ein anderer deutscher Dampfer Apenrade" befindet sich in sinkendem Zustande, Prinz Waldemar" wurde am Hintersteven und an den Schraubenflügeln schwer beschädigt. Auf den Strand gelaufen sind ferner noch die britischen Dampfer ,, Lonteagle" und" Fatshan" und der amerikanische Dampfer Hitchcock". Die zur Zeit in Hongkong liegenden Kriegs. schiffe der französischen Flotte erlitten ebenfalls schweren Schader und büßten 4 Offiziere ein. Der französische Zerstörer ,, Fran cisque" scheiterte, der Zerstörer ,, Fronde" wurde schwer beschädigt Von englischen Kriegsschiffen sind die Flußkanonenboote ,, Robin und Moochen" und der Zerstörer Tatu" schwer beschädigt bas Kanonenboot" Phönix" wurde auf den Strand geworfen. Erschrecklich groß sind auch die Verluste an chinesischen Dschunken, diese leichtgebauten Fahrzeuge wurden von der Gewalt des Wirbelsturmes einfach zersplittert, mehr als 100 berartige Fahrzeuge sind mit Mann und Maus untergegangen Es ist wohl nur eine sehr oberflächliche Schäzung, wenn man von 100 Toten spricht, bei Zusammenstößen famen allein zwanzig Menschen ums Leben. Die Hafendocks waren mit Schiffstrümmern wie übersät auf den Straßen sind ebenfalls so viele Trümmer aufgehäuft, daß der Verkehr stockt. Im Peart River wurden zahllose Boote der Eingeborenen zum Scheitern gebracht, hierbei sollen Hunderte den Tod gefunden haben. Groß ist auch die Zahl der Obdachlosen; Beamte der britischen Regierung haben sofort umfassende Vorkehrungen getroffen, um den obdachlos gewordenen ein Domizil zu ver schaffen. Stündlich treffen Nachrichten von Schiffsfatastrophen ein, und ständig wächst die Zahl der durch den Taifun zu Grunde gegangenen Menschenleben. Und wie viele werden gar nicht, oder erst nach langer Frist bekannt werden, denn bie einzigen Beugen dieser oder jener Katastrophe lieger Neueste Nachrichten tumm auf dem Boden des Meeres. gern Rechnung. Die Politik, das Lokale, ganz besonders aber die Unterhaltungsbeilage und Der Tag eines Berliner Lebemanns. die humoristische Beilage sind so redigiert, daß der belesenste Bürger wie auch der einfachste Arbeiter gefallen daran finden fann. Daneben ist der Abonnementspreis sehr niedrig. Ja, wir wollen und fönnen dem Publikum noch mehr entgegenkommen und liefern ab 1. Oktober unsere Zeitung Monatlich für nur 45 Pfennig frei ins Haus. 7. tag, 5.25 abenbe 8% Haup ebun Rameraber bake er Uebung bo treten puntig& Das Romm Hochachtungsvoll Redaktion und Verlag Gießen Seltersweg 83, Nebenhaus. Von Leuten, die nicht fäen und doch ernten. Ohne Beruf. Schwere Arbeit. Schrecken. - - Die Uniform. Madame. Jm Klub. Momentane Verlegenheit. Das Ende mit Zweiter Klasse. Der Weisheit lezter Schluß. Das Leben ist der Güter höchstes. Ein Lebemann darf keinen Beruf haben. Leute, die Berufe haben, können nie Lebemänner sein. Diese Eitelfeit müssen sie sich abgewöhnen. Der Lebemann hat eine andere Zeiteinteilung als der normale Mensch. Was für andere der Tag ist, ist für ihn die Nacht. E3 geht ihm, wie dem seligen Friedländer, dessen Sterne ja nach Schiller auch nur in der Nacht strahlten. Der Lebemann belächelt die, die müde werden und bom Nachhausegehen sprechen. Er versteht das einfach nicht. Er ist nicht müde. Das kommt davon, daß er sich erst abends gegen 6 Uhr erhoben, Morgenkaffee, Lunch usw. auf einmal fonsumiert hat und mit dem Schlage der siebenten Stunde erst in das Leben des Tages eingetreten ist. Es versteht sich am Rande, daß es für den Lebemann nur zwei Bekleidungsstücke gibt: den Frack und den Smoking. Im Zweifelsfalle kommt nur der Frack in Betracht. Man Smoking gang und gebe war. Dazu nimmt man heute trägt ihn jetzt auch bei Herrengesellschaften, wo früher der bor die schwarze Krawatte; eine Uebung, die noch fürzester Zeit den Proleten gekennzeichnet hätte. A13 weitere Requisiten: selbstverständlich Lackstiefel, seidene Unterwäsche und δας unvermeidliche Monocle. Am Frühmorgen, d. h. also etwa um die Zeit, in der bei anderen Leuten der Abend dämmert, geht man im Dreß ins Theater, in den Zirkus oder in die großen Spezialitäten- Etablissements. Gegen Ende der Vorstellung fährt man essen. Dafür tommt natürlich nur eine eng begrenzte Reihe von Lofalen in Betracht. Erite Klasse selbstverständlich: man iit ja in großer Toilette, Madame dekollettiert. Unter Madame versteht die Lebewelt jene Vertreterin des weiblichen Geschlechts, die vielfach in ihrer Gesellschaft angetroffen wird, deren familienrechtliche Stellung aber nie recht flar ist. Nach dem Essen wird Madame nach Hause gefahren. Das gute Kind muß sich schonen, damit ihr Teint erhalten bleibt. Der Kavalier steigt noch in seinen Klub. Auch der gehört zu seinem Leben. Erstens: wegen des Spieles; zweitens: wegen des Spieles; drittens: wegen des Spieles. Dieses Spiel ist zunächst ein Vergnügen, dann aber auch eine Arbeit: die Arbeit des Lebemannes. Was nämlich echter Lebemann ist, hat gemeinhin kein Geld. Er hat vielleicht einmal welches besessen. Dieses dauerte nicht lange. Natürlich hat ihn das nicht sonderlich geniert. Vermöge des Geldes hatte er in Kreisen vera kehrt, die ihn nun so leicht nicht fallen lassen. Freilich er durfte fich nichts merken lassen. Hätte er einmal im äußersten Dalles jeman den um 20 M. angeborgt, um dafür anständig zur Nacht zu essen, oder wie man dafür im Kavalier- Jargon sagt: um ein Pfund Lebeöl", dann freilich wäre er wohl bald unter den Schlitten gekommen. Ein Kavalier pumpt nur Points". Er befindet sich in einer momentanen und vorübergehenden Verlegenheit" und macht" den jeweiligen Spielgewinner um einen namhaften Betrag. Damit pointiert er natürlich wieder und gewinnt auch vielleicht. Gewinnt er nicht, wird weiter geschoben". Schließlich haben auch diese Herrlichkeiten ihr Ende; meistens ein Ende mit Schrecken. Solange es aber noch geht, blüht der Mai, ist der Klub die melkende Kuh. Dauert's dort ausnahmsweise einmal nicht bis in den frühen Tag, findet sich partout kein Lämmchen, das gerupft werden kann, dann geht man noch in ein fashonables Nachtlokal, trinkt ein paar Pullen und amüsiert sich mit den Lebe damen zweiter Klasse, die in dem Clubman ohne weiteres den ,, Kavalier" erkennen, der lebt und leben läßt. Wenn dann der Morgen graut, fährt man nach Hause oder fährt auch nicht nach Hause. Sicher ist nur, daß dann die eigent liche Nacht beginnt, die wieder währt bis zum andern Abend, und wehe dem, der dann die Ruhe stört. So lebt der echte Lebemann, der Leute, die des Tages wachen, nur mitleidig belächelt und als gleichberechtigt nicht ansehen kann. Er hat sich durch alle Philosophen hindurchgerungen und ist an der Weisheit leztem Ende über Schiller hinaus zum gegenteiligen Schluß gekommen: das Leben ist der Güter höchstes doch! Nonus. Hus dem Gerichtsfaal. § Schwer bestrafter Bigamist. Wegen Doppelehe wurde ber 31jährige Arbeiter Friedrich Hoffmann aus Pr. Eylau bon der Strafkammer in Lüneburg unter Versagung mildernder Umstände zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er hatte sich im Jahre 1898 mit einer Fabrifarbeiterin in Hameln verheiratet, die er, nachdem sie ihm im Laufe der Zeit fünf Kinder geschenkt hatte, in größter Not verließ. Er wandte sich nun nach Uelzen, lernte dort ein Mädchen kennen, das er im Jahre 1903 zum Traualtar führte. Nachdem er drei Jahre hindurch ein glückliches und zufriedenes Familienleben geführt, wurde seine Berfehlung durch Zufall ruchbar und er wegen Bigamie unter Anklage gestellt. § Geldstrafe statt Gefängnis. Der Juwelier Levy aus Frankfurt a. M., der seinerzeit mit dem Grafen Bückler in ein Handgemenge geriet und deshalb zu drei Monaten Gefängnis berurteilt wurde, braucht nicht ins Gefängnis. Der Kaiser hat die Gefängnisstrafe auf dem Gnadenwege in eine Geldtrafe von 3000 Mark umgewandelt. § Nachspiel zum Prozeß Berger. Der Händler Berger in Berlin, der wegen der Ermordung des Schulmädchens Lucie Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, erscheint heute vor der Straffammer in Breslau. Berger, der seine Strafe im Moabiter Bellengefängnis in Berlin verbüßt, hat ich in Breslau wegen Nötigung und Beleidigung zu verintworten. Es handelt sich um einen Angriff auf ein kleines Mädchen. Er bestreitet auch in diesem Falle, mit dem Mädchen rgend etwas zu tun gehabt zu haben. 8 Ver Wcorder Berger freigesprochen. Der wegen Ermordung der Lucie Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilte Händler Theodor Berger aus Berlin stand vor der Breslauer Straffammer unter der Beschuldigung, sich im Jahre 1900 in Breslau ebenfalls an einem Mädchen vergangen zu haben. Der Gerichtshof gelangte nach furzer Beratung zu einem Freispruch. Berger wurde, nachdem er sich von seinem Verteidiger verabschiedet hatte, wieder in das Zuchthaus zurückgeführt. § Verurteilter Bankier. Die Straffammer in Effen ver: urteilte den früheren Bankier Brandstätter, der überführt erachtet wurde, etwa 430 Bohranteile der früheren Kalibohr: gesellschaft ,, Hattorf" unrechtmäßig und zwecks eigener Be reicberung ausgegeben zu haben, zu einem Jahre Gefängnis. De Staatsanwalt hatte zwei Jahre Zuchthaus beantragt. = Vermischtes. Im Namen des Königs, in Sachen des Kaisers. Ein Bivilprozeß in welchem der Kaiser Kläger ist, schwebt seit einiger Zeit beim Landgericht in Insterburg. Der Kaiser hat nämlich gegen den Bächter Kallweit des Romintener Hotels, bas faiserliches Privateigentum ist, die Räumungsflade an 9061 Irrengen lassen und zwar mit der Begründung, daß K. die Bachtung nicht vertragsmäßig bewirtschafte. In erster Instanz ist die Klage vom Amtsgericht Goldap kostenpflichtig abgewiesen worden. Auf die hiergegen eingelegte Berufung hat bie Ferien- Ziviltammer des Insterburger Landgerichts in ihrer legten Sigung einen Beweisbeschluß erhoben. Es sollen der Oberhofmarschall Graf zu Eulenburg und der kaiserliche Oberförster Freiherr Speck v. Sternburg als Zeugen vernommen werden. Alsdann wird die erste Bivilkammer zu Insterburg im Namen des Königs in Sachen des Kaisers in erkennen haben. = Ein origineller Kanz ist der Kaufmann Lemberg aud Pirna. Dieser sandte, als er sich einer schweren, lebensgefährlichen Operation unterzog, an den Pirnaer Anzeiger jeine eigene Todesanzcige. Man muß die Seelenruhe des seltsamen Todestandidaten bewundern, der, den Tod vor Augen, fich daran machte, seine eigene Todesnachricht abzu. fajjen. = Theorie und Praxis. Der englische Kriegsminister Haldane, der fürzlich Deutschland besuchte, hielt in Newcastle bor dem Schützenverein eine eindrucksvolle Rede, in der er betonte, daß die Schießausbildung des Einzelnen äußers wertvoll für die Landesverteidigung sei. Dann ergriff er selbst die Büchse und gab zwei Schüsse auf die Ehrenscheibe ab, die jedoch beide thr Ziel verfehlten! Auch Unterstaatssekretär Runciman wollte sein Glück versuchen, aber auch seine Ge schosse konnten die Scheibe nicht finden. = Pariser Eheskandal. Vor einigen Monaten wurde in Paris die Ehe des Grafen Billet- Will mit der Tochter des Grafen von Comminges geschieden und zwar zu Ungunster der Frau Gräfin. Sie nahm ihren Mädchennamen wieder an und bezog als Madame von Comminges in der Nähe der Champs- Elysées eine Wohnung in demselben Hause wie der Kavallerieleutnant Bertie de Sauvigny, der gleichfalls einer ber ersten Familien Frankreichs angehört. Als der Leutnant am Montag Abend in seine Wohnung zurückkehrte, hörte er schon auf der Treppe jemand darin ſtöhnen und wimmern Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird uno jano ore Grann auf dem Flur Itegen, mit einer Schuß wunde in der Brust. Aerztliche Hilfe wurde schnell herbei geholt, aber die Hoffnung, die Verlegte am Leben zu erhalten, ist sehr gering. = Rockefellers Leibwache. Der reichste Mann der Welt, Mr. Rockefeller, lebt in beständiger Angst um sein ,, teures" Leben. Die Leibwache von Detektivs, die ihn ständig um= gibt, hat gewechselt werden müssen, da einer der Leute aus der Schule geplaudert hat und sich vor Fremden rühmte, im Geheimdienst des Petroleumfönigs zu stehen. Dr. Biggar, der Leibarzt Rockefellers, ist der Chef dieser Geheimpolizei, die Tag und Nacht über das Leben und die Sicherheit des Milliardärs wacht. Dr. Biggar hat jetzt ein Dußend der zuverlässigsten Pinkerton- Leute in Dienst genommen und hofft mit dem neuen Material seine Aufgabe besser durchführen zu tönnen. Wenn Rockefeller ausfährt, so befindet sich gewöhn lich Dr. Biggar und einer der Detektivs mit im Wagen während vier bis fünf andere Geheimwächter auf Motor rädern unauffällig folgen oder vorausfahren. Zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit hat die Stadt Leipzig einen bahnbrechenden Schritt unternommen, ber geeignet ist, die allgemeine Aufmerksamkeit der KommunalVerwaltungen auf sich zu ziehen und sie zur Nachahmung anzuspornen. In den Haushaltsplan für das Jahr 1907 hat bie Stadt Leipzig zum erstenmal 15 000 Mark eingesetzt, die zur Gewährung von Stillprämien an Mütter bestimmt find. Das heißt also, Mütter, die ihre Neugeborenen selbst nähren und dadurch die verderbliche Künstliche Ernährung vermeiden, werden durch eine ldzuwendung ausgezeichnet. In Norwegen hat man mit ähnlichen Einrichtungen glänzende Resultate erzielt. Gegenüber der Eitelkeit und der Trägheit vieler Frauen, die sich ihrer natürlichen Mutterpflicht entziehen und dadurch nicht allein das Leben ihrer Kinder, sondern die Gesundheit der ganzen kommenden Generation ges fährden, ist die Prämien- Verteilung vielleicht nur ein kleines, aber doch anerkennent vctes Mittel. Obstversteigerung. Der Ertrag von Obst an den Bäumen der die Sammstraße zwischen Walltorstraße und Nord- Kreisstraßen soll an den einzelnen Straßenstrecken an anlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- Ort und Stelle baumweise versteigert werden, und zwar: verkehr gesperrt. 1. Straße Gieken- Nodheim Montag, den 24. September von vormittags 8 Uhr ab. Gießen, den 21. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Riegelpfad zwischen Ludwig- und Ebelstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 21. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Brotpreise Kg. bom 23. September bis 7. Oftober 1906. Der hiesigen Bäcker. 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bet: Pfg. Ernst Christ Wiesed 44 1 Weißbrot 1 Gem.- Brot " " 1 Kornbrot 2312 " Der auswärtigen Bäcker. 27 Balt. Opper, Allendorf a. 2. 44 54 Georg Dern II., Gr.- Linden 46 25 Louis Süßmuth, Steinberg 46 50 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 75 W. Weißel, Lang- Göns. " " " 1 46 " 23 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 Karl Post, Wieseck 46 “ 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.- Linden 25 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 W. Weißel, Lang- Göns. 26 Heinrich Binz, Aulendorf a. L. 25 W. Fabel, Wiesed 46 " " " Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesed. 46 W. Steinmüller Ww., LangGöns 46 " L. Steinmüller, Gr.- Linden 46 " " 26 Karl Spamer, Reiskirchen 46 Jakob Appel, Krofdorf " .50 " V " " 2. Steinmüller, Gr.- Linden 26 W. Leir, Klein- Linden Karl Post, Wiesed 27 " 27 " " Jakob Appel, Krofdorf.. 27" 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 Balt. Opper, Allendorf a. L. 50 2. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 W. Fabel, Wiesec W. Lein, Klein- Linden.. 50 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wieseck... 69 Karl Post, Wieseck Louis Süßmuth, Steinberg 69 Ernst Christel Wieseck 69 2. Straße Kleinlinden- Dutenhofen am Diens tag, den 25 ds. Mts. von vormittags 82 Uhr ab. Anfang am Ortsende Kleinlinden. 3. Straße Kleinlinden- Großenlinden am Mittwoch, den 26. de. Mts., beginnend Ortsende Kleinlinden, vormittags 8½ Uhr. 4. Straße Gießen- Steinbach am Donnerstag, den 27. d. Mts., beginnend am Bahnübergang, vormittags 8 Uhr. 5. Straße Gießen- Bleiberg am Freitag, den 28. d. M., beginnend bei Valentin, vormittags 8 Uhr ( an dieser Straße meistens Zwetschen). Gießen, den 20. September 1906. Rohrer Kreisstraßenmeister. Möbl's Canzschule. Mein diesjähriger Tanzkursus beginnt Montag, den 1. Oftober 1906. Gefällige Anmeldungen erbitte vorher in meiner Wohnung Sonnenstraße 5 zu machen. Unterricht für Einzelne und Extrapartien erteile zu jeder Hochachtungsvoll Tageszeit. Joseph Möhl, Tanzlehrer. 66 11 " " Guft. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wieseck. 69 " " " " 52" 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: F. Weiß Grününgen 23 Trische Dauerbrand- Amerikaner" 22 23"" Regulierbeiz, Koch, Hopewell- und Darmstädter Oefen in diversen Fabrikaten W. Weigel, Lang- Göns.. 52" Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Karl Trautmann, Wieseck, Jakob Appel, Krofdorf. W. Lein, Klein- Linden Karl Post, Wieseck " 54 51 • " 54 " 54 " 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Zinßer, Allendorf a. Ld. 23 W. Weißel, Lang- Göns 23 W. Steinmüller Ww., Lang Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22, 5. Binz, Allendorf a. L. Jakob Appel, Krosdorf 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 . . Jakob Appel, Krofdorf 46 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 44 " " " " " " Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 Karl Spamer, Reiskirchen. 44 " " Göns 24 Karl Stumpf, Garbenteich 44 " " Karl Stumpf, Garbenteich 24 Ferd. Weiß, Grüningen.. 46 " " Heinr. Weber, Heuchelheim 24 W. Lein, Klein- Linden 46 . " " 2. Steinmüller, Gr.- Linden 23 Der Brotverkäufer. " " W. Lein, Klein- Linden.. 25 Dieselben Preise, wie bei den Heinr. Binz, Allendorf a. L. 24", hiesigen Bädern. Gießen, den 22. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. STOLLWERCK Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Verdampfschalen. Feuergeräte= Dänische Briefmarken in Deutschland hergestellt. Die Herstellung der in nächster Zeit zur Ausgabe gelangenbe neuen dänischen Poſtmarken konnten die erforderlichen Klische sicht in Dänemark gemacht werden. Man wandte fich zunäch nach Frankreich, doch lieferten die dortigen Firmen ganz un Jenügende Proben. Die Klischees wurden dann in der Reich bruckerei in Berlin in vorzüglicher Weise und mit feines Beschmack ausgeführt, wie die dänischen Blätter schreiber Automobiltour einer Königin. Die Königin- Mutta Margherita von Italien hat Turin verlassen, um eine größer Automobiltour durch Frankreich und Deutschland zu unte nehmen. Die Königin reist im strengsten Inkognito unte jem Namen einer Gräfin Stupinigi. = = Das längste, das schnellste und das schwerste Sch Die moderne Schiffsbautechnik ist in einem ewigen Wettle werb begriffen, stets die Leistungen anderer Länder dur größere, bedeutendere zu übertreffen. Auf den Werften in Belfast, Wallsend und Chatham find fürzlich fast gleichzeit 3 Schiffe vom Stapel gelaufen, die jedes einzelne ein Rekordleistung darstellen. In Chatam lief der Kreuzer ,, Shannon der der längste Panzer- Kreuzer der Welt genannt werden muß vom Stapel. In Belfast und Wallsend die beider Riesendampfer der White Star- bezw. Cunard- Linie„ ,, Adriatic und Mauretania". Von diesen leztgenannten beiden Schiffen ist das eine das schnellste und das andere das schwerste Schif der Welt. Das schnellste Schiff ist der Cunard- Dampje Mauretania", welcher vertragsmäßig 251 Knoten in de Stunde laufen soll und 785 Fuß lang ist. Das schwer Schiff ist der neue White- Star- Dampfer Adriatic", der i Belfast gebaut ist. Der Bruttoaebalt des Schiffes beträgt 25 500 Tonnen und seine Wasserverdrängung durch tote Gewicht 40 000 Tonnen, doppelt so viel wie bei dem neue Schlachtschiff Dreadnought". H Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. 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