bei men Interessen bel ganz offen und ohne rebung angelangt," warf bem eigentlichen Geg Mun find wir nach fördern?" Eine zeitgemäße Er vor, und was Glück ell zu! 000 etc. 00 Lotterie Oktober. die Gewinner. hrecht albe Nummern monatlich eder Teilnehmer hten Anzahl ver n sofort in bar nach 30 Plg. per Mitglied und chnungen Sach m, sodass durch eschlossen ist. nze Einsatz sellschaften deutend st RECHT, hne ungen. sichern. ID ein er ihn nicht finden. britten Nux Mann vom inten ble Belben ein Doppelfinn bstehende Dhren, noch schräge Augen Somer schildert in Proteus einen mrin auf der rechten Seite etwas ver. bel bem zu, daß er der Rekrut Franz Bunkat. 223 Erstes Blatt. Bien u.Haupterpsbition: Gießen, Seltersweg 88. Hernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 22. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Ovatiobellagen: Oberhefftichs Familienzeitung( und bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). enelle Nachrichten ( siehener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberbeffen Wenn die Blätter fallen. Politische Wochenschau.] Herbstwinde haben sich erhoben. Fröstelndes Wehen geht urch die Natur. Die Zeit des Vergehens ist wieder naheeridt. Das gibt wechselnde Stimmungen, bald freudigen lang, bald banges Verstummen. Die vergangene Woche hat eides gesehen. An die Tage des Kaisermanövers in Schlesien, as unsere Wehrkraft in blühendem Stande zeigte, knüpften bie Jubiläumsfestlichkeiten in Karlsruhe, wo der älteste eutsche Fürst, des Kaisers Oheim, die Liebe und Verehrung entete, die er ein langes Leben hindurch ausgesät. Und wischen die stolze Wahrnehmung in Schlesiens Gefilden und ie Herzensfreude, die von Badens gesegneten Gauen sich über any Deutschland ausbreitete, schob sich die Totenklage um en Senior aus dem Hause Hohenzollern, um den Prinzen lbrecht von Preußen, Regenten von Braunschweig. Nicht ung, aber doch allzufrüh ist der reckenhafte Prinz Albrecht ur Ewigkeit eingegangen. Und sein Tod gemahnt in betrübichtter Weise, daß im Deutschen Reich eine alte Rechnung noch unbeglichen, ein alter 8miespalt noch offen ist. Herzog von Cumberland, weiland des Königs von Hannover Sohn, steht unversöhnt der Entwicklung gegenüber, die Deutschlant zur Erlangung seiner Einigkeit unter Preußens Führung nehmen mußte. Er fönnte auf dem Thron von Braunschweig in der Gemeinschaft der deutschen Fürsten fizzen; aber er verschmäht das, weil er auf ein geschichtlich verwirktes, mit dem Bestande des Reiches unvereinbares Recht nicht verzichten wil. Er hätte in der Hauptstadt Badens, mit dessen Herrscher= hams er verschwägert ist, mit dem Deutschen Kaiser zusammentreffen fönnen und hat vorgezogen, in legter Stunde sein Erscheinen abzusagen. Der Einen traurigen Nachhall bedauerlicher Verirrungen bringt der Breslauer Aufruhrprozeß. Der Prozeß knüpft an StreifKämpfe an, die längst vergessen wären, hätte nicht übel bedadhte Gewalttätigkeit jene Kämpfe in üblem Sinne ausgejeichnet. Der Richter, der hier urteilen soll, hat eine ungennein schwere Aufgabe. Das Recht ist verletzt, die öffent liche Ordnung ist empfindlich gestört worden; doch menschlich begrenztem Scharfsinn ist es faum möglich, zwischen dem bemußten Uebeltäter und dem durch einen bösen Zufall in die Berstrickung geratenen harmlosen Zuschauer zu unterscheiden. Mögen Weisheit und Milde sich zu gerechtem Spruch bereinigen! Das wirtschaftliche Leben im Reich pulsiert mit wünschensmerter Kraft. Doch die Teuerung, die seither nur auf dem arft der Lebens- und Genußmittel fich fühlbar machte, hat fich auch auf den Geldmarkt ausgedehnt. Das ist hoffentlich nur Giessener Latern. Früb morgens, wenn die Hähne kräb'n... Rings Stille herrscht. Der Tag dämmert... Nur da und dort huschen Gestalten durch den Morgenduft, den wir in Gießen mit dem wenig poetischen, jedoch desto wirkungsvolleren Namen„ Quotschenewwel" bezeichnen. Da ist es hochinteressant, hinter den Gardinen verborgen am Fensterlein zu lauschen, was alles der kommende Tag bringt. Sollte Ein altes Sprichwort sagt:„ Vögel, die zu früh' singen, frist die Kaz." Ich möchte die unumstößliche RichtigMeit dieses weisen Spruces start in Zweifel ziehen. er volle Giltigkeit haben, so würten alle diejenigen, die den jungen Tag mit Sang und Klang und hoher Lebensfreude begrüßen, elendiglich im Tageslauf zu Grunde gehen, an ein gedeihliches Wirken wäre überhaupt nicht mehr zu denken, denn das oben erwähnte fatale Sprichwort verdirbt ja von bornherein dem Menschen die Lust am Leben, die Freude am Dafen auf dieser schönen Welt. Anders ist es in der nackten Wirklicht. it. Da singt und klingt und schmeitert es in den grauenden Tag hinein, daß es eine Lust ist. Am frühesten treten die„ Bäckerschmahd" und der Bäckerschborsch" in die Erscheinung, die erstere still und züchtig, der lettere pfeifend oder singend: Ach, wie ift's möglich dann, Daß ich dich lassen kann, oder: - eine vorübergehende Erscheinung, die verschwunden sein wird, ehe die Blätter gefallen sind. Doch auch in diesem Fall ver= langt die Erscheinung sorgliche Beachtung, vorbeugende Maßregeln, denn die Teuerung des Geldes deutet zuweilen auf beginnendes Mißtrauen. An Kongressen hat es in der vorigen Woche auch nicht gefehlt. Der Naturforschertag in Augsburg hat zwar feine unmittelbare Förderung, aber eine danfenswerte Klärung der Auffassungen auf den Gebiete dieser Wissenschaft gebracht, das man sehr hübsch als das Gebiet der unbegrenzten Möglichkeiten" bezeichnet hat.- Unermüdlichkeit bewies der Kongreß der Friedenssreunde in Mailand, der nicht aufhört, der überzeugten und bei aller theoretischen Friedensliebe in Waffen starrenden Welt das Evangelium des Friedens zu predigen. Ob in Rußland die Regierung am Anfang ihres Endes, die Revolution am Ende ihres Anfangs steht, wird vielleicht offenbar werden, noch ehe die Blätter fallen. Der Zar und seine Familie sind zur See. Man spricht von einer Flucht. Daß die Seereise des Herrscherhauses eine Flucht darstelle, wird freilich amtlich geleugnet, Doch diese Leugnung hat keine beweisende Kraft, denn das Eingeständnis bedeutete schon einen Regierungsverzicht. Sicher ist nur, daß die Reise des Zaren mit dem entdeckten Plan eines Attentats in Zusammenhang gebracht wird, dessen Urheber zu der Umgebung des Zaren gehört haben sollen. Was hier Wahrheit ist, läßt sich aus der Entfernung nicht ergründen, erst der endgültige Ausgang tann zweifelsfreie Erkenntnis schaffen. Inzwischen häufen sich in dem unglücklichen Lande Greueltaten, die die Menschheit schänden. Revolutionäre und sogenannte Stützen der Ordnung wetteifern miteinander in Verbrechen, über die tulturlose Barbaren erröten würden. Der Mord, der öffentliche Mord ist zu einem Geschäft geworden, das man auf den Straßen, vor den Augen der Behörden und mit Hilfe des Militärs vorbereitet und betreibt. Für Kuba ist die Intervention der Vereinigten Staaten wahrscheinlich geworden. Wenn die Aufständischen noch in letter Stunde mit der Regierung der Insel ihren Frieden machen, so geschieht es, meil selbst die enragiertesten Empörer lieber die Gewaltherrschaft ihrer Gegner erdulden, als von der Union sich ,, befreien" lassen möchten. Noch eine andere Insel, Kreta, bedroht den Frieden der Welt. Ein Glück nur, daß die Streter noch heute den Ruf verdienen, den sie bereits in biblischer Zeit hatten, da man fie ,, faule Bäuche" nannte. Die scherifische Majestät von Marokko hat wenig Freude an der souveränen Selbständigkeit, die das gesamte Europa ihm zuerkannt hat. Die eigenen Lehnsmannen stimmen mit Freu't euch des Lebens, - Europa nicht überein und machen ihrem Herrn das Leben sauer, die Krone zu einem unsicheren Besitz, die Selbständigkeit Es kommt vor, daß im Herbst nicht blos die zum Spott. Blätter fallen. - Braunfchweigs neuer Regent. Wie unser Berliner CB- Mitarbeiter Freitag Abend von durchaus zuverlässiger Seite erfuhr, ist es fast sicher, daß Brinz Friedrich Wilhelm von Preußen zum Regenten von Braunschweig gewählt wird. Prinz Friedrich Wilhelm ist der jüngste Sohn des verstorbenen Prinzregenten Albrecht und am 12. Juli 1880 geboren, also 26 Jahre alt. Der außerordentliche Landtag des Herzogtums Braunschweig, der die Regentschaftsfrage zu lösen hat, wurde durch eine vom Prändenten des Regent= Shaftsrates, Staatsminister Dr. von Otto, verlesene Rede eröffnet. In dieser Rede wird zunächst dem Schmerz und der Trauer um den heimgegangenen Regenten und dem Dank des Landes für seine 21 Jahre hindurch mit nie ermüdendem Silichtgefühl geführte Regierung Ausdruck gegeben. Treu zu Statser und Reich haltend, habe er, auf dein nie verlassenen Grunde der Verfassung stehend, die Förderung der Wohlfahrt des Landes in echt braunschweigischem Sinne sich stets angelegen sein lassen. Als seine Königliche Hoheit am 24. Oftober 1885 auf Schloß Camenz die braunschweigische Abordnung empfing, die ihm die Wahl zur Regentschaft des Landes antrug, habe der Prinz der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Gott ihm Kraft verleihen werde, des Herzogtums Regierung im Geiste des verstorbenen Herzogs Wilhelm zum Segen des Landes zu führen. Die feierliche Zusage, welche diese Worte brachten, habe er bis zum letzten Atemzuge treu erfüllt. Dann heißt es weiter: Das Herzogtum ist durch das tief beklagte Ableben seines Regenten, ohne daß in der Sache und Rechtslage, der das Bestehen der Regentschaft entsprang, eine Renderung eingetreten wäre, wiederum verwaist. Auf Grund des Verfassungsgesetzes habe der Regentschaftsrat die provisorische Regierung übernommen und die Landesversamm lung einberufen. Eine rechte Entscheidung solle getroffen werden. Möge, was auf dem außerordentlichen Landtage beschlossen wird, mit Gottes Hilfe dem Lande zum Segen gereichen. Nach der feierlichen Eröffnung des Landtags wurde sodann sein bisheriger Präsident wiedergewählt. Eine Kommission wurde beauftragt, eine Antwort auf die Eröffnungsrede zu entwerfen, deren Wortlaut vom Hause selbst sodann festgestellt werden soll. und doch hat er in seinem Leben noch feinen polnischen Menschen gesehen. Bisweilen hört man in früher Morgenstunde auch noch alte Liedlein auf der Straße. Das stimmungsvolle Herzliebchen mein, unter'm Rebenbach Weil noch das Lämpchen glüht, und in rasch wechselnder Stimmung liegen ihm darauf„ zwei dunkle Augen" im Sinn, die jedoch keinen tieferen Eindruck auf ihn gemacht haben fönnen, denn er stimmt alsbald die wunderbare Weise von dem kleinen Kohn" an, und leitet wechselt ab mit dann hinüber zu dem wehmütigen Volksliede Wilh. Hauffs: Morgenroth, Morgenroth, Leuchtest mir zum frühen Tod. Ein Frühaufsteher ist unbedingt der„ Schusterbub", der zu den ersten und humorvollster Gestalten der Straße zählt. Er ist nicht wählerisch in seinem Programm, er bekennt im Liede und durch das Pfeifen alles, was ihm auf der Seele lastet und er macht aus seinem Herzen feine Mördergrube, sondern schmettert in den taufrischen Morgen hinaus: Mein Herz, das ist ein Bienenhaus, Die Mädchen sind darin die Bienen; in sorgloser Gleichgiltigkeit verläßt er eben das Pfarrhaus, um unmittelbar darauf G'rad aus dem Wirtshaus Komm ich heraus " Das ist der Tag des Herrn und gebildete Schuster jungen beherrschen die Melodie des Trauermarsches" von Chopin ebenso wie die„ Donauwalzer" bon Strauß oder den unverwüstlichen„ RabezlyMarsch". Der vormalige luftige Ehemann" muß icht beschämt zur Seite weichen, da der neuere Schlager Trinfe merr noch e Tröppche, der gräßlichste aller musikalischen Meuchelmorde, ihm längst den Rang abgelaufen hat. Nun ist das Leben auf der Straße vollständig erwacht. Die Melodieen verstummen. Alles eilt geschäftig her und hin.... Auch meine schöne Nachbarin, eine kleine junge Frau mit wunderbar hübschen Aeuglein und schwarzem Haar hat sich erhoben und waltet ihrer häuslichen Verrichtungen. Dabei tönt unaufhö lich ihr Lied, das wir ja alle in der zu intonieren und, obwohl es gar nicht seine Absicht ist, Jugendzeit so gerne gesungen: Gießen zu verlassen, so singt er doch: Muß i denn, muß i denn Bum Städele hinaus. Ich möchte behaupten, der Schusterjunge ist ein großer Kunstkenner. Er zeigt sich bewandert in den klassischen Werken alter Meister, ihm ist das Brautlted aus„ Lohengrin" eben so geläufig, wie das Lincke'sche Glühwürmchen", obwohl er nur einen sehr minimalen Begriff von Liebe hat, so flingt es doch gefühlvoll aus seiner Kehle: Du haft mich nie geliebt, und er behauptet fortwährend, daß im Böhmerwald feine Wiege stand, jedoch ist es allezeit nachweislich, daß seine Geburtsstätte das liebliche Dorf Waßenborn ist. In der Vorspiegelung falscher Tatsachen ist auch der in der Ladentüre den Morgen genießende Balwirerschbubb" groß indem er, angeregt durch die musikalischen Darbietungen der frühen Straßenpassanten, einen Hymnus auf die Bolin erschallen läßt: Der Polin Reiz bleibt unerreicht, Gold'ne Abendsonne, Wie bist du so schön, Nie fann ohne Wonne Deinen Glanz ich s h'n. Die Stimme meiner hübschen Nachbarin ist gar nicht übel; ich lausche oft ihrem Gesang- und sie trällert den lieben langen Tag- daß es manchmal ein Freude ist; ihr Repertoir ist ein gewähltes und dazu ein sehr reichhaltiges. Als sie jedo heute Morgen mit einer Ausdauer, die unvergleichlich, phänomenal, großartig, riesig, fabelhaft oder welche andere Bezeichnungen dieselbe noch verdient, die goldene Abendsonne zum vierzigften oder gar fünfundvierzigsten Male preift, da lege ich zerkaischt die Feder aus der Hand, fülpe den Hut auf's Haupt und suche den entlegensten Winfel einer Stätte auf, allwo man einen Guten schenkt", um dort endlich allein den Unmut zu ertränken, den mir die goldene Abendsonne am frühen Morgen bereitet hat.- Württemberger. - 11 n1 Politibe Rundfchau. Deutiches Reich. * Wiederholt sind schon die Ausführungsbestimmungen zu den neuen Steuergesehen durch amtliche Erläuterungen gemildert worden. Mit weiteren Aenderungen redaktioneller Art wird sich der Bundesrat alsbald nach seinem Wiederzusammentritt beschäftigen, um vom Geseggeber nicht beabsichtigte Härten in den Steuergesezen zu beseitigen. * Jm Reichsschazamt ist eine Vermehrung des Beamten: personals notwendig geworden als Folge der neuen Handels: berträge und der sehr zahlreichen Bestimmungen des Zolltarifs. * Während man im allgemeinen die Wirkung der Fahr. fartensteuer noch nicht übersehen kann, hat die Steuer in Baden ein ganz eigenartiges Ergebnis gehabt. In den letzten Tagen vor dem Infrafttreten der Steuer hatte das Publikum seinen Bedarf an Kilometerheften auf Monate hinaus gedeckt, um möglichst lange die Steuer zu sparen. Der August wies infolgedessen gegenüber dem Vorjahre eine Mindereinnahme bon 490 000 m. auf. Man will beobachtet haben, daß zu dieser Mindereinnahme auch eine teilweise Verschiebung des Personenverkehrs von der zweiten in die Britte Klajie beige= tragen hat. Rufeland. ** Bu der Gefahr von Meutereien tritt im Süden Rußlands die bedenklicher Bauernunruhen. Der Semstwo bon Odessa teilte dem Gouverneur offiziell mit, daß die Bauern im Gouvernement fich weigern, fernerhin noch Steuern zu bezahlen. Alle Zwangsmaßregeln find vergebens. ** Noch immer versucht die Regierung durch Maffenberhaftungen Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. So wurden in Riga 45 Mitglieder des Komitees des Lettenbundes und Organisatoren bewaffneter Räuberbanden verhaftet. Außer Bomben und Sprengstoffen, wurden zahlreiche Paßformulare und Urlaubsfarten, Betschafte von Bauernverwaltungen und bom Roten Kreuz, viele wichtige Dokumente und nicht weniger als 6 Wagenladungen revolutionärer Schriften und Bücher gefunden. ** Von der Kampforganisation der revolutionären Partei wurde Admiral Skrydlow gewarnt. Er solle Sewastopol berlassen, da sich noch im September dort Schreckliches ers eignen werde und sein Leben gefährdet sei. Wie verlautet, ist Admiral Strydlow schon jegt ein Gefangener seiner. Truppen. ** In Multany wurden bei der Prüfung der Papiere bon Reservisten 7 Mann der Landpolizei von Bauern getötet. Der Gehülfe des Landeskommissars wurde tödlich verwundet, weil die Polizei einen Agitator verhaftet hatte. Belgien. ** Jn Gent nahm das Justitut für internationales Recht eine Resolution an, in der es als den Forderungen des Völkerrechts, den Forderungen von Treu und Glauben und dem gemeinsamen Interesse aller Völker entsprechend bezeichnet wurde, daß Feindseligkeiten nicht beginnen dürfen ohne vorherige bestimmte Ankündigung in Form einer Kriegserklärung oder eines Ultimatums, und daß die Feindseligkeiten erst nach Ablauf einer gewissen Frist beginnen dürfen. Türkei. ** Bei den Schuhmächten von Kreta protestierte die Pforte dagegen, daß sie durch ihren lezten Beschluß dem Könige von Griechenland das Recht zuerteilen, den jeweiligen Nachfolger des Oberkommissars von Kreta zu bezeichnen. Dadurch würden die von den Mächten garantierten Souveränitätsrechte der Pforte offenfundig verlegt. Amerika. ** Die Friedensverhandlungen zwischen den streitenden Parteien auf Kuba haben begonnen, die Kriegsrüstungen darum aber noch nicht aufgehört. Um den Präsidenten Palma zur Nachgiebigkeit zu veranlassen, marschiert der Rebellenführer Guerra mit 5000 gut bewaffneten und mit Munition und Lebensmitteln reichlich versehenen Aufständischen nach Guanajay, das nur 20 Meilen von Havanna entfernt ist. Dort will er das Ergebnis der Friedensverhandlungen ab= warten. Roosevelt will mit Rücksicht auf die bevorstehenden Wahlen zum Kongreß ein Eingreifen der amerikanischen Truppen möglichst vermeiden. Afrika. ** Auf der Konferenz von Algeciras waren Frankreich und Spanien mit der Bildung einer Polizeitruppe zur Aufrechterhaltung der Ordnung beauftragt worden. Das Fehlen einer Achtung gebietenden Truppe läßt den neuesten Meldungen zufolge in Marokko alles drunter und drüber gehen und die Vers hältnisse scheinen unsicherer denn je und selbst angesehene Eingeborene find gefährdet. So ist jetzt der„ Polizeicher" an Vergiftungserscheinungen erfrankt. Seine Angehörigen behaupten, er sei das Opfer eines Anschlages des Sultans. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 21. September. In Wiener Blättern wurde bestritten, daß von der deutschen Regierung wegen der Ermordung bes deutschen Reichsangehörigen Fabrifbesizers Busch in Riga diplomatische Schritte in Petersburg erfolgt seien. Dieser Widerruf ist durchaus unzutreffend. Es sind tatsächlich Schritte erfolgt. Konstantinopei, 20. September. In Adalia im Vilajet Konia ist ein Bestfall tonstatiert worden. Washington, 19. September. Mrs. Longworth, die Tochter des Präsidenten Roosevelt, wird sich demnächst mit einer Anzabl junger Damen zur Bärenjagd nach Nordminnesota begeben. Dof und Gesellschaft. Zn kurzem Jagdaufenthalt ist das Kaiserpaar bon Karlsruhe in Rominten eingetroffen. Seinen Antrittsbesuch am Berliner Hofe wird der König von Norwegen Mitte Dezember abstatten. Die Königin wird voraussichtlich ihren Gemah! begleiten. Der Haupttag der Jubiläumsfeier in Karlsruhe schloß mit einer glänzenden Festtafel nach einer Gratulationskour vor dem Großherzogspaar. Während der Tafel brachten der Kaiser und der Großherzog Trint sprüche aus. Aus Anlaß seines Chepubiläums wurden vom Großherzog zahlreiche Personen begnadigt Der Breslauer Hufruhrprozeß. ( Vierter Tag.) - § Breslau, 21. September. Die Liste der Belastungszeugen, die endlos schien, ist erschöpft; heute kommen die Entlastungszeugen an die Reihe, deren Zahl ebenfalls groß ist so groß, daß fich beim Aufruf der große Schwurgerichtssaal als zu klein erweist. Der Vorsitzende läßt deshalb die Tür des benachbarten Sigungszimmers der Geschworenen öffnen, das sich ebenfalls rasch mit Zeugen füllt. Eine Reihe Angeflagter versucht in der nunmehr wieder beginnenden Zeugenvernehmung einen Alibibeweis da hin zu führen, daß sie zu der fraglichen Zeit die Arbeitswilligen nicht hätten beschimpfen fönnen, weil sie sich zu Hause aufgehalten haben. Die hierfür von der Verteidigung geladenen Zeugen bestätigen das, während die Arbeitswilligen bei ihrer Behauptung verbleiben. Nach der Aussage einiger Entlastungszeugen erweist sich mancher Auftritt, der von der Anklage als Aufruhr dargestellt wird, als ziemlich barmlos. Am Schluß der Vormittagssigung ereignet sich dann noch ein recht heiteres Vortommnis. Eine der beiden weiblichen Angeklagten erklärte, fie tönne Nachmittag nicht mehr wiederkommen, da sie stündlich einem freudigen Ereignis entgegen jähe. Vorsitzender: ,, Liebe Frau, halten Sie doch noch ein bischen aus, sonst müssen wir noch einmal in aller Ausführlichkeit extra gegen Sie verhandeln." Die Angeklagte erklärte sich dann unter allgemeiner Heiterkeit bereit, Nachmittag wiederzukommen mit dem Hinweis darauf, daß die zweite weibliche Angeklagte eine Hebamme ist. In der Nachmittagsfizung wird die Beweisaufnahme in schnellem Tempo erledigt. Morgen sollen die Plaidoyers ge halten werden. Das Urteil wird wohl erst am Dienstag ge sprochen werden. Nab und Fern. † urch eine Flutwelle auf der Weichsel, die bei Thorn eine Höhe von drei Metern erreichte, wurden zehn Holz traften einer russischen und Bromberger Firma zerrissen, wodurch ein Schaden von annähernd 100 000 Mark entstanden ist. Einige Flößer sind dabei ertrunken. Das zersprungene Schwungrad. In der Brauerei von Ernst Bauer in Leipzig sprang, während die Maschine im Betriebe war, plöslich das große Schwungrad in Stücke. Ein etwa zwei Zentner schweres Stück des über 50 Zentner schweren und ca. fünf Meter im Durchmesser haltenden Rades durchschlug das etwa 1/2 Meter starte Mauerwerf und flog ungefähr 18 Meter weit über die Straße bis an die Umzäunung des alten Johannisfriedhofes. Ein anderes Stück zertrümmerte die Mauer nach dem Hofe zu und ein drittes Stück drang durch die Decke des Maschinenhauses. Der Maschinist Paul erlitt beim Abstellen der Maschine eine Verlegung an der Hand, und ein auf der Straße vorübergehender Hausschlächter wurde am rechten Beine verlegt. Die Verlegungen sind zum Glück nicht gefährlich. † Von einem Hunde zerfleischt wurde in Dessau der zehnjährige Schulfrabe Möbius. Das sonst gutartige Tier war von dem Knaben durch Stockschläge gereizt worden. Es sprang an dem Knaben herauf und zerfleischte ihm durch Bisse das Gesicht, die Brust, die Arme und die Beine der= maßen, daß der unglückliche Junge schmerverlegt mittels des Unfallwagens dem Krankenhause zugeführt werden mußte. † Schweres Bauunglück. An dem Neubau der KontinentalKautschut- und Guttapercha- Kompagnie in Hannover stürzte gestern aus dem 3. Stockwerd ein Sandsteinblock herab, welcher das Gerüst durchschlug und 4 Maurer tötete. † Einbruch in die Königl. bayerische Münze. Ein frecher Einbruch ist in der vergangenen Nacht in München in das Gebäude der Königl. Münze unternommen worden. Es wurden ca. 130 000 Mart in neugeprägten Zehnmarkstücken gestohlen. Unter dem Münzgebäude fließt ein Bach durch einen gemauerten Kanal, der gegenwärtig wegen Reinigung des Bachbettes trođen gelegt ist. Durch diesen Kanal gelangten die Diebe an eine eiserne Türe; sie erbrachen dieselbe und drangen durch den Maschinensaal in den Raum ein, in welchem dus gemünzte Geld aufbewahrt wird und entnahmen einem Holzfasten die genannte Summe. Das gestohlene Geld hat ein ganz respektables Gewicht, nämlich 50 ilogramm. - Bis jezt fehlt von den Tätern noch jede Spur. - † Sängerkrieg auf der Wartburg. Die Sieben Jahrhundertfeier des Geburtstages der heiligen Elisabeth und des Sängerkrieges auf der Wartburg soll im Jahre 1907 durch Festzige, eine Wartburgjeier und historische Festspiele in Eisenach gefeiert werden. † Seltsamer Manöverunfall. Bei Gorsleben a. d. Unstrut drehte der Landwirt Luz, der seinem siebenjährigen Sohne ein Geschüß erklärte, das Verschlußstück; der Schuß trachte und riß dem Sohn den Oberkörper weg. † Drama in einer Irrenanstalt. In der Gora Kalwaria: Frrenanstalt in Warschau erschlug ein sonst als ungefährlich geitender Geistes franter sieben seiner Leidensgefährten mit der Art. Nachdem es gelungen war, dem Jrren die Art zu entreißen, wurde er in eine Einzelzelle geschafft. Dort fing er an, sich allmählich seiner Tat bewußt zu werden und brach in lautes Weinen und Klagen aus. Kanal zwischen dem Baltischen und Schwarzen Meer? Das Petersburger Ministerium beschloß den Bau eines Kanals zwischen dem Baltischen und dem Schwarzen Meer in Angriff zu nehinen. Die Baukosten werden auf 75 Millionen Rubel geschätzt. Wenn dieser Plan nur nicht im Stadium des Projeftes ewig stehen bleibt, jezt ist wohl in Rußland besseres und wichtigeres zu tun. - † Nach dem Wirbelsturm. Hongkong, die von dem letzten Taifun so schwer heimgesuchte chinesische Hafenstadt, hatte gestern unter einem weiteren, wenn auch schwächeren Wirbelsturm zu leiden. Der Sturm brach um Mitternacht los und dauerte über sechs Stunden. Britische Torpedoboote um fahren fortwährend die Insel, um Leichen aufzulesen. Der Schaden wird auf zwanzig Millionen geschäßt, über 5000 Tote sind bereits geborger. Fortwährend lausen weitere Nach= richten von Unfällen zur See ein. Der Dampfer„ Albatroß" mit 150 Passagieren fenterte in der Nähe des FutaumenPasses. Nur acht Personen wurden gerettet. Der Dampier ,, Hongkong" ist gesunken; die Mannschaft wird noch vermigt. Das Dampfschiff Yingfat" fenterte; 180 Passagiere und zehn Mann der Besagung werden vermigt. † Sodjbffer in Schlesien. Infolge der letzten heftiga Regengüsse, die seit Montag anhielten, trat im Hirschberg Tal Hochwasser ein. isbesondere der Zacken trat an biebe Stellen aus den Ufern und überschwemmte weite Strede Auch die tiefer gelegenen Stadtteile von Hirschberg sind unt Wasser gesezt. Gestern hörte der Regen auf und das Waffe begann wieder zu fallen. Die obere Oder ist aufs neue zur Steigen gekommen. Bei Ratibor ist der Wasserstand gestern um 70 Zentimeter gestiegen; ein weiteres, nicht us bedeutendes Steigen ist zu erwarten. Der Scheitel der Bo welle erreichte die Neißemündung. Bei Breslau ist der Stro im Wachsen. † Räuberischer Ueberfall auf eine Post. Der zwische Die Kosten der Thea nannte Wiener Schausp Game Gene" trug, beliefer waite Obernjängerin Pusgabe von 7000 9 ner für eine einzige einte fic, die Rolle ei balb audy tuie eine Rö bemerken, daß die Kön 0 200 Marf für ein Die verstorbene Kaijer Reid nicht über 25 Bei Nelly Farren's Jaworzno und Chakoma verkehrende Postwagen wurde e die Rolle der Col den Abendstunden von fünf Räubern überfallen. Rachberede entworfenes Roftü der Postillon gefnebelt worden war, wurde der Postwageleid wurde nach ausgeraubt. Den Tätern gelang es, unerkannt zu entkommer Luxemburg † Das Unglückssahrzeug. In Rodingen in scheuten die Pferde eines Wagens vor einem Automobil. De Wagen stürzte einen Abhang hinunter. Der Fuhrmann und sein Sohn wurden getötet, die Frau des Fuhrmanns brab beide Beine. betonft und der Gr Tereis war allerdin bei überboten; außerd in mit 5 Guineer die Freigibigteit b Hatte Siber solche Pre ime nur von bege „ Bewahrt das Fener und das Licht" sang in de Bürgersleuten vor. Die Mahnung ist auch heute noch an Blaze, wenn auch der tutende und singende Wächter der Nach fast überall von der Bildfläche verschwunden ist und sein Am in anderer, unserer Zeit mehr angemessener Weise verwalte wird. Namentlich jetzt bei den abnehmenden und lichtärma werdenden Tagen wird die Feuersgefahr stets größer und Bericht ist im Umgang mit allen Beleuchtungsgegenständen geraten. Im Herbst und Winter mehren sich die Fälle, denen Betroleumlampen umfallen oder plazen und dadur Menschen zu Schaden bringen. Peinliche Reinlichkeit, go nügendes und rechtzeitiges Nachfüllen, Abschneiden des ven kohlten Dochtendes vor dem Anzünden find einige der zu ba achtenden Vorschriften. Daß man mit Kerzenlicht nicht in die Nähe brennbarer Gegenstände gehen darf, daß man im Bette nicht lesen, nachher einschlafen und mit der vergessenen Kerzenflamme sein Lager und unter Umständen sich selbst in Brand sezen soll, ist selbstverständlich. Bei Gasanlagen droht Ep plosionsgefahr, falls Unaufmerksamkeit und Leichtsinn einreißt Betreten wir einen Raum, in welchem sich starker Gasgerud bemerkbar macht, so dürfen wir unter feinen Umständen ein Licht anzünden. Wir haben vielmehr sofort Fenster und Türen zu öffnen und alsdann für Schließung des Haupt hahnes Sorge zu tragen. Das Ableuchten von verdächtigen Leitungen durch Laien bringt Gefahren. Der vorsichtige Hausvater dreht abends auf jeden Fall vor dem Clafen gehen den Haupthahn ab. Damit fein Unglüd geschre ahrt das Feuer und das Licht." guten alten Zeiten der Nachtwächter den zur Ruhe gehende Regel find die Preise, " Rielen, fele niedrig. Die loftspieligen G wurden nach einem Ber artigen Verlauf zu läd B. drei hochelegant Ineun Guineen verfauft for telte einen Preis von e fiel„ Die drei Musfeti faringlich 200 Mart gr abgegeben werden. Gie ani billige Weise zu eta Bei einer anderen Auftio Luifpiel„ Die Schulreite um Berlauf famen, wur 20 Mart pro Stid und jamt 25 Mark bezai fande befand. Adzehn M find gleichfalls fein zu h ans Brolatfeide, mit e weifellos mit großem V 80 Rart veräußert wu Gilberborte bejezt, erziel bei derselben Gelegenheit fib einen Begriff von achen, wenn man beden einbrachte, während für fab das Zebnfache aufg T Der Riesenbrand in Buenos Aires soll das Werk bös. williger Brandstiftung sein. Unter dem Verdacht, die Brand fatastrophe verschuldet zu haben, sind fünf Kontorbeamte und 70 Arbeiter verhaftet worden. Bei den Löscharbeiten wurden fünf Feuerwehrleute verlegt. Bunte Tages- Chronik. Hohenstein, 20. September. Durch einen Güterzug wurden hier 13 Stück Rindvieh des Besizers Riecke in Mühl banz überfahren und getötet. Koblenz, 21. September. Ein ungenannter Menschen freund übergab der Stadt Koblenz anläßlich der goldenen Hochzeit des Großherzogspaares 10000 M. zu der städtischen Stiftung, aus der Handwerkern Mittel zuin Betrieb oder zu weiterer Ausbildung gewährt werden. Prag, 21. September. Aus allen Teilen des Landes laufen Nachrichten ein vom Steigen der Flüsse und von Ueberschwemmungsschäden. Budapest, 20. September. Der langgesuchte Mörder des Mühlenbesizers Knappe in Plagniß, Franz Sterniffel, wurde im Dorfe Koacs( Ungarn) verhaftet. Der Mord geschah am 9. Juli 1905. Milkwaukee, 21. September. Der Lokomotivheizer Delvin, dem der Norddeutsche Lloyd die Erfindung einer neuen Dampfturbinenmaschine abkaufte, erhielt die Summe von 3 900 000 m. ausbezahlt. Talka( Chile), 21. September. Hier wurde gestern ein heftiger Erdstoß verspirt, dem unebrete schwachere folgten. - Schauspieler- Sorgen. - - - - Was man auf der Bühne für Koftüme ausgibt. Frau Thalia bei der Arbeit. Prinzessinnen der Bühne. 5000 Mark für das Kleid der Frau Odilon. Königliche Pflichten. Gebrauchtes zu halben Preisen. Bom Theater zuxi Masten ball. Bescheidenes Ende aller Herrlichkeit. Alerorten, in großen und kleinen Städten, hat Frau Thalia wieder ihre Tempel geöffnet. Die bunte Welt des Scheins täuscht uns des Lebens Wirklichkeit vor. Der Mime und seine Gesellin sammeln eifrig die Kränze der Gegenwart, da ihnen bekanntlich die Nachwelt dieses beliebte Grünzeug vorzuenthalten pflegt. Leid und Freude, irdische Herrlichkeit und irdisches Elend führen uns die Künstler der weltbedeutenden Bretter unermüdlich in buntem abwechselnden Gewande vor Aber gerade das Gewand ist es, das dem Schauspieler, noch mehr der Schauspielerin oftmals bittere Sorgen bereitet. Bei Vermählungsfeiern oder anderen hervorragenden Festlichkeiten an den Höfen regierender Fürsten werden in der Prese stets die kostbaren und kostspieligen Toiletten der Damen ſehr eingehend beschrieben, und man gewinnt fast den Eindrud daß an den Höfen der größte Aufwand an Toiletten getrieben wird. Das ist aber eigentlich nicht zutreffend. Wenn wir von den Hochzeitskleidern der Königinnen und Prinzessinner absehen, geben die Prinzessinnen der Bühne viel höhere Summen für ihre Toilette aus. Die Haus-, Straßen- und Gesellschaftskostüme der Damen vom Hofe fönnen im allge meinen nicht als besonders kostspielig bezeichnet werden. Da gegen verschlingen selbst die schlichten Kostüme mancher Schau spielerinnen schon ganz hübsche Summen. Kürzlich war im einen englischen Blatte von den einfachen Kostümen zweier tonangebender Bühnenfünstlerinnen die Rede. Man erfuhr. daß ein gewöhnliches Negligee 300 bis 500 Mart toftete, während ein Straßenfostüm, welches in einem populären Luſt spiel zu verwenden war, einen Wert von 250 bis 300 Mart hatte; ein Baukleid stellte sich auf 650 Mart, während einige Empfangstoiletten im Preise von 950 bis 1300 Mart ge halten waren. Aber das sind noch verhältnismäßig niedrige Breife. Nach Schluß der London die 5000 Kost Ritungen aus dem Aus ein Mahdi- Kostüm in G Sufchlag erteilt, währen damen mit je 25 Pfenn ale 50 Paar braune Le Mädchen von West- Ken Gebot von insgesamt 5 borrenden Fallen der P neen Kostümen die St ausmachen, während für Sompofition des Ganzen das Modell erst einmal gebildet und variirt, s rhaltung nur noch ein ** Der Großhe Bortrag den Staatemen Die Verhandlu den Landtagsabgeordne anberoumt worden. ** Rendant D führer der Spar: und Direttor gwählt. Bu Enauer, und U R. Am 8. Oftob eine von der Reicheba Ein Mädchen un Die nachfolgend bon Interesse jein, d maden mit einem Saftigungsmittel fü Mein Töchterchen han fonnte mit 17 Menaten Bebrauch von Ecote mit anderen Kindern in bar bie Wirkung bei m litt feit feinem dritten M rb befter Nabiung b betart berich echtert, daß ben Lob unferes liebge weber zu Scotts Emul befierte sich bereits nach femme Bermunderung a ban bad Rino io tou Altersgenoffen überlegen Hier bewirkte einen derartigen Entwidlung der S war. Der Grund rin zu fudhen, daß dem Scottichen Be folge ihrer Leidtbe Bräparates dem S Scotts Emulfion wird We nach Gewicht oder Ma But unferer Schuhmarte( be Brantfurt a. M. Bestandteile: Feinster origfaurer Stalt 4,3, after arab. Gummi bulb. alfion mit Himt, Mande Ser Tekten trat im Baden trat mmte weite Hirschberg f n auf und da Der ift aufs weiteres, Die Kosten der Theaterkostüme, welche die fürzlich vielgerte Wiener Schauspielerin, Frau Odilon, in Madame Gene" trug, beliefen sich auf über 5000 Mart. Eine bate Opernsängerin hatte eine gute Entschuldigung für miusgabe von 7000 Mart, die sie zur Anschaffung von Unen für eine einzige Oper verwendet hatte. Sie habe, Der Water inte fic, die Rolle einer Königin zu spielen, und müsse Der Scheitel te alb auch wie eine Königin gefleidet sein. Dabei ist aber Breslau ist der Me 200 Mark für ein fertiges Kleid aus Paris ausgibt nerfen, daß die Königin von Holland nicht gern über Post. Der Softwagen überfallen. burde der erfannt zu entle Dingen in Qu nem Automob Der Fuhrman des Fulrname Licht" fang die verstorbene Kaiserin von Oesterreich für ein gewöhnMieid nicht über 250 Mart anlegte. Bei Nelly Farren's Benefiz in London trug Betty Lind, iale die Rolle der Colombine spielte, ein speziell zu den de entworfenes Kostüm, welches 800 Warf gelostet hatte. leib wurde nach der Vorstellung an den Meistbieten= exfauft und der Erlös tam dem Theaterfonds zu gute. Breis war allerdings sehr hoch, da drei Personen sich Baki berboten; außerdem wurden die Pantoffeln der Schauplein mit 5 Guineen bezahlt, so daß der Theaterfonds at die Freigibigteit der Dame einen bedeutenden Gewinn Aber solche Preise werden für gebrauchte Theater. chume nur von begeisterten Verehrern bezahlt. In der te en zur Ruhe gel sind die Preise, welche gebrauchte Theaterkostüme er. auch heute not ende Wächter de den, sehr niedrig. nden ist und wurden nach einem Bericht vor einem Jahre bei einem der= Die fostspieligen Gewänder der Mrs. Brown- Potter ener Weife ben enden und li hr stets gro euchtungsgegen antiger Berfauf zu lächerlich geringen Breisen losgeschlagen, 3. B. drei hochelegante Kostüme für fünf, bezm. vier und meun Buineen verkauft und eine wunderbare Brokatrobe er: wielte einen Preis von elf Guineen. Andere in dem SchauSpiel Die drei Musketiere" verwendete Kostüme, die uren fich die inglich 200 Mark geet hatten, mußten für eine Guinee plagen und b liche Reinlich Abschneiden de Find einige der Kerzenlicht arf, daß man in mit der berg den fich selbst in asanlagen dro and Leichtfinn fich starter G teinen Umstände fofort Fenste hließung des f ten bon berdi en. Der bor bor dem Unglid ge soll das Berl Verdacht, die nj Kontorbeam Löscharbeiten rch einen Gir izers Riede in genannter Me läßlich der ge M. zu der stad zum Betrieb Teilen des der Flüsse und ggefuchte Mörder nz Sterniffel, er Mord gej fomotibheizer indung einer It die Summe murde geffer toadhere jol gen. tüme ausgibtInnen der Bi - Königliche B Theater zum Derrlichkeit Städten, hat Die bunte eit bor. Der nze der Gegen beliebte Gri irdische Herr der weltbeden den Gewande m Schauspiele Orgen bereitet genden Feftli Den in der en der Damen faft den G Toiletten get effend. We und Prinze ühne biel 3, Straßen fönnen im hnet werden me mander 9 Ritzlich war Roftimen de. Man e 500 Mart lo m populären S 50 bis 300 toabrend ein 1300 Mart p nismäßig m abgegeben werden. Sie wurden von Personen gekauft, welche af billige Weise zu einem Mastenkostüm fommen wollten. Qei einer anderen Auktion, bei welcher die Kostüme aus dem Rustspiel ,, Die Schulreiterin" sowie aus verschiedenen Bossen um Verkauf famen, wurden zwölf Leibwachen- Uniformen mit 20 Mark pro Stüd und fünf Kaschmirröcke und Mieder mit insgesamt 25 Mark bezahlt, obwohl alles sich im besten Zu= Tande befand. Achtzehn Mark für zwanzig Paar Schnallenschuhe, Find gleichfalls fein zu hoher Preis, und sechs Julia- Kostüme aus Brokatseide, mit Spizzen und Perlen besetzt, mußten weifellos mit großem Verlust abgegeben werden, als sie für 80 Mark veräußert wurden. Sechs Romeo- Kostüme, mit Cilberborte besett, erzielten nicht viel mehr, denn sie wurden bei derselben Gelegenheit mit 100 Mart bezahlt. Man kann With einen Begriff von dem Kaufpreis getragener Kleider machen, wenn man bedenkt, daß die ganze Auftion 100 000 m. einbrachte, während für die Kostüme usw. ursprünglich ungeHabe das Zehnfache aufgewendet worden war. Nach Schluß der Earl's Court- Ausstellung wurden in London die 5000 Kostüme, Uniformen, Stahl- und KupferRüstungen aus dem Ausstattungsstück, Indien" veräußert. Für ein Mahdi- Kostüm in Gold und Atlas wurde bei 7 Mark der Zuschlag erteilt, während flitterbesezte Seidenroben der Chordamer mit je 25 Pfennig bezahlt wurden und nicht weniger ale 50 Paar braune Lederschuhe, die einst die Füße schöner Mädchen von West- Kensington geziert hatten, sind zu einem Gebot von insgesamt 5 Mark versteigert worden. Aus diesem horrenden Fallen der Preise geht schon hervor, daß bei den netten Kostümen die Stoffe nur einen fleinen Teil des Wertes -ausmachen, während für die künstlerische Erfindung, für die Sompofition des Ganzen der Hauptbetrag bezahlt wird. Ist das Modell erst einmal befannt, so wird es vielfach nachgebildet und variirt, so daß das Original auch bei guter rhaltung nur noch einen geringen Wert repräsentiert. F. H. Lokales. 22. September 1906. ** Der Großherzog empfing am 21. Sept. zum Bortrag den Staatem.nister Ewald. Die Verhandlung der Straffammer Gießen argen Ben Landtagsabgeordneten Hirschel st auf den 19. Oftob. aber aumt worden. ** * Rendant Dörina, der seitherige R chnungs. ihrer der Spar- und Lhroff zu Gißen wurde zu ihrem Direktor gewählt. Zum Kassierer wurde der erfie Buchhalter, ichnauer, und zum Kontrolleur Haas bestimmt. R. Am 8. Oftober wird in Northeim( Hanover) Mine von der Reiche barkstelle in Kessi und am 1. November Ein Mädchen und ein Knabe. Die nachfolgenden Zeilen werden für alle Eltern thon Interesse sein, denn sie werden darin Bekanntschaft machen mit einem Präparat, das ein vorzügliches äftigungsmittel für zarte oder schwächliche Kinder ist. Hannover, Edenstraße 17, den 7. Nov. 1905. Mein Töchterchen Hanna litt an englischer Krankheit und Foarte mit 17 Menaten noch nicht stehen. Ein mehrwöchentlicher Gebrauch von Ecoits Emulsion fräftiate sie derartig, daß sie nun mit anderen Kindern im Laufen wetteifert Stoch auffälliger aber bar die Wirkung bei meinem jüngsten Söhnchen Robert. Derselbe fait seinem dritten Monat an Drüsen, und troß aller Bemübungen d bester Nahrung hatte sich im siebenten Monat sein Zustand tant verschlechtert, daß wir, als noch krämpfe hinzutrat n, täglich den Tod unseres liebgewonnenen Kindes erwarteten. Da griff ich pieder zu Scotts Emulsion, und das Allgemeinbefinden des Kindes kerte sich bereits nach wenigen Tagen derart, daß selbst der Arzt fine Verwunderung aussprach. Nach kurzem Gebrauch hat sich dann das Kind so wunderbar entwickelt, das es jetzt faßt allen Altersgenossen überlegen ist. ( gez.) Karl Schmidt. Hier bewirkte der Gebrauch von Scotts Emulsion einen derartigen Fortschritt im Gedeihen und in der Entwicklung der Kinder, daß selbst der Arzt erstaunt war. Der Grund für den vorzüglichen Erfolg ist datin zu suchen, daß Scotts Emulsion in einem besonderen, denn Scottschen Verfahren derart zubereitet ist, daß infolche ihrer Leichtberdaulichkeit der ganze Nährwert des Präparates dem Körper zugute kommt. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie bje arach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton Bit Lanserer Schuhmarke( de: Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, G. m. b. H., Franatfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyerin 50,0 unterbosyphorigjaurer alt 4,3, unterphosphori jaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, fiaft ter arab. Gummi vulv. 2,0, destia. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulfion mit Simt, Mandel- und Gaulther aōl je 2 Tropfen. in Schlawe( Pomm.) eine von der Reich 3bankstelle in Stolp( Pomm.) abhängige Reichsbanfnebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. ** Unsere 116 r fehren heute Abend 10 Uhr aus dem Manöver zurück. Die alten Mannschaften werden Montag entlassen. tt. Stadttheater Gießen. Der Theaterprofpeft für die kommende Spielzeit wird am nächsten Montag alsgegeben. Erfahrungsgemäß häufen sich die Abonnements. bestellungen in den legten Tagen vor Saisonbeginn deract, daß Verzögerungen in der Ausfertigung sich nicht vermeiden loss n. Es werden deshalb vor allem die alten Abonnenten gebeten, so bald als möglich die Abonnements zu erneuern. Damit auch allen etwaigen Wünschen Rechaung getragen werden kann. Die Abonnementsbedingungen sind dieselben wie früher. Der Vorverkauf befindet sich ebenfalls we früher in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier, der jederzeit Abonnements bestellungen entgegennimmt. + Lebensmit de. Der in der Bahnhofstraße zu Gießen wohnhafte Schuhmacher Leppert schoß fig gestern Abend zwei Kugeln in die Syläfe. Er wurde sofort in die Klinik verbracht, doch wird an seinem Aufkommen qzweifelt. 2. ist verheiratet. Das Motiv zu der unstigen Tat ist bis jezt nicht befannt geworden. * Der Gastwirte verein für Gießen und Umgegend nnternahm Donnerstag einen Ausflug na Bußbach und stattete her dortigen Gambrinus- Brauerei einen Besuch ab. § Die Hauptversammlung des Hessischen Landesverbandes des Deutschen Flottenvereins wico Sonntag, 14. Dit, in Worms abgehalten werden. * Wie die„ Darmst. 8ig." mitteilt, ist zur Frage der Beaufsichtigung der Bäcker auf Anregung der Bäckerinnung Mainz seitens der vorges ßten Behörden den Großherzoglichen Kreisämtern empfohlen worden, zur Ausführung der über die Materte erlassenen Bolizei- Berordnung anzuordnen, daß Brotrevisionen von den Kontroll. beamten nicht in Uniform vorgenommen werden, sondern in unauffälliger Zivilkleidung und Dienstmüß, damit das taufende Bublifum nicht mit Mißtrauen gegen den betr. Bäckermeister erfüllt wird. Des ferneren solle bei der Brot. kontrolle die durch das Eintrocknen des Bcotes verursachte Gewichtsabnah ne berücksichtigt werden unter Bugranbelegung einer Minbergewichtstabelle, die for bor längerer Zeit von sachverständiger Seite unter Mitwirfung etaer Bäckerinnung aufgestellt wurde und sich gut bewährt hat. * Deffentlige Schauprobe landwirtschaft licher Maschinen und Geräte. Am Samstag, dem 29 September ds. Js., nachmittags 1 Uhr, veranstaltet der Hss. Landwirtschaftsrat auf dem Hardthof eine Shauprobe von Grubbern, Eystirpatoren, Kultivatoren und Shareygen, die bereits am 7. April ds. Js. durch die Maschinenprüfungsstelle und eine hierzu bestellte sachverständige Kommission ge prüft, nunmehr nach Waterprüfung und Verwendung in praktischen Betrieben öffentlich vorgeführt werden sollen. Die Landwirte und Interessenten sind eingeladen, die Gelegenheit zu benutzen, die verschiedensten Fabrikate der genanten Maschinenacten, welch sowohl bet der Herbstarbeit wie namentlich aber im Frühjahr auf bereits vor Winter ge= pflügten Meckern mit Vorteil Verwendung finden können, im Betrieb vorgeführt zu erhalten. * Zur Förderung der Obst zucht hat der Esen: bahnminister die Eisenbahndirektionen veranlaßt, alle geeigneten ungenügten Tronnstücke die an Böschungen liegen mit Obstbäumen zu bepflanzen. Die Nutzung der Anpflanzungen fann den mit der Pflege betrauten Eisenbahnbeamten für die ersten fünf Jahre unentgeltlich überlassen werden. * Obsthändler Ring. In Mombach haben die bildung herbeizuführen. So haben sie den Preis für Obsthändler einen Ring gebildet, um eine gemeinsame PreisPfirsiche auf 5 Mt. den 3- ntner festgefeßt. Die Produzenten wetgern sich aber, ihre Ware für diesen Schleuderpreis abzugeben und verlangen 8-10 f. * Großen- Linden, 21. S ptbr. Man glaubt, i zt die Wenzelaus Kapelle gefunden zu haben. Bei Aufgrabung des Fußbodens der im Umbau bear ffenen Kirche wurden nämlich die an das Portal anschließenden Grund. mauern einer Kapelle bloßgelegt. * Kinzenbach. Ju unserem uralten Bauerndorf hält eine kleine Schäfereigesellschaft nach wie vor an der Schaf zucht fest. Leider ist sie auch in biesiger Gegend immer mehr in Rückgang gekommen, denn Wolle und Fleiſch der Schafe waren bis vor karzem sehr niedrig im Preise, dazu will sich oft fein Schäfer mehr finden. Daß aber die Schafzucht für den Landwirt ducchaus nußbringend ist, davon gbt der lebhafte Handel den besten Beweis. So wurden dieser Tage die jungen Hammellämmer aufgekauft und das Stüd mit 24-26 Mt. bezahlt. * Wetzlar. Vor einigen Abenden gegen 9 Uhr ereignete sich auf der Röhrengießerei dadurch ein bedauerlicher Unfall, daß der flüssige Elseninhalt einer Gießpfanne fich pöglich durch Gasentwicklung entleerte und auf vier in der Näge beschäftigte Arbeiter spotte, wodurch disse schwere Brand wunden erlitten. * Vom südlichen Vogelsberg, 21. September. Die Vorarb- iten zu der proj tuerten Bahnstrecke, die den füblichen Vogelsberg bei Gebenbain mit dem Kinziatal bei Wächtersbach verbinden soll, werden ist wieder eifcig betrieben. Diese Bahnstreck: soll von Grebenhain über Bermuteban führen, dann füdöstlich Völzburg dem Tal des Salz baches über Lchenrod und salz folgen, von hier( inen Höhenzug na dem Tale bei F syboca und Neder. Reichen bach überschreiten und bei Blstein in die schon vo: handene Line Bierstein Wächtersbach einmünden. Die Gemeinden haben sich bereits zur fostenlosen Stellung des Geländes bereit erklärt und voriges Jahr wurde die Str de abgeſt ct. Dieser Tage fand uun eine mehrtägige Bsichtigung und weitere Verm ssang der Strecke durch Ingenieuc LautenbachKessel und den Vorsig ud n des Eisenbahnkomitees, Raufmann Heß Birstein, statt. Nach Aussage beider Herren hat die Bahn Aussicht auf baldige Erbauung. ? Busbach, 21. S- pt. Der Zentral- 8utviehmarft mit dem eine Provinzial Pferdeschav bet banden war, ist aut verlaufen. Für 1-1 jährige fin wurden bis zu 700 mt erzielt. Besonders schloß Norddeutschland bedeutende Käufe ab. * Bad Nauheim 20 Sept. Gestern Nachmittag überHrachte Pfarrer Nacke aus Altenkirchen im Auftrage der Kaiserin der Tochter des hiesigen Arztes Dr. Langebartels eine große Pippe. Der Anlaß dieses Geschenkes bildete ein Gruß, den die kleine Dame der Kaiserin durch den Kabinettsrat Kammerherrn von Bhr- Pinnow übermittelte. Dieser woonte im Auftrage der Kaiferin kürzlich einem Jahresfeste der Frauenbülfe in Altenkirchen bei, wo zu gleicher Beit auch die Tochter des Dr. Langebartels zum Besuche wilte und bei Gelegenheit den Kammerherrn bat, der Ka serin einen schönen Gruß auszurichten. Als Dank für diesen Gruß sandte die Kaiserin eine wunderschöne große Schlafpuppe nach Altenkirchen, von wo sie der dortige Pfarrer nach Bad Nauheim brachte. * Alsfeld, 21. Sept. Wittwoch Nacht gegen 12 Uhr brach im Räucherwerf des Rezgermeisters Gundrum am Kreuz Feuer aus, das jedoch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht werden fonnt:. * Wildungen. Der 10 000. Kurgast ist zum ersten Mal in oteser zur Neige gehenden Saison in unserem Bade eingetroffen. Er ist ein Herr Maberly, Ccionel aus London. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Im 8. S ptbr. Dem Lokomotivheizer Chriftian Haas eine Tochter; 11. Bäckermeister Heinrich Friedrich Müller ein Sohn, Wilhelm Gustav; 13. Kaufmann Johann Wilhelm Wienhold eine Tochter; Kaufmann August Johann Leffers ein Sohn; Auslaufer Heinrich Pitz ein Sohn, Hetarich; Schachtmeister Johann Anton Giovanni Martingno eine Tochter, Arba Olga; 15. Leitungsaufscher Philipp Mattern ein Sohn, Heinrich; Bahr spediteur Adolf Lyncker ein Sohn, Adolf Karl Philipp; 16. Lokomotivheizer Adolf Gabriel eine Tochter, Margarete; Kellner Heinrich Saßmannshausen eine Tochter, Erna Wilhelmine. Aufgebote. Am 14 S pt. Friedrich Wenzel, Metzger und Wirt dahier mit Dorothea Auguste Kein in Bergen. 15. Wilhelm Eduard Wiederstein, Kaufmann dahier mit Auguste Luise Emilie Rübsamen in Hof. 18. Albin Krahn, Postassistent Frankfurt a.-Bockenheim mit Marie Hörster dahier. Eheschließungen. Am 15. S.pt. Johannes Smiot 10., Taglöhner in Burkhardsjelden mit Elsabethe Wilhelmine Amend dahier. 18. Gottlieb Rauber, Esenbahn- Gütervorsteher in Frankfurt a. M.- Sachsenhausen mit Helene Stephany dahter. Gestorbene. Am 14. Sept. Philippine Muskulus, geb. Pfeffer, 77 Jahre alt, Witwe des Taglöhners Johannes Muslulus dahier. 13. Anna Heck, 70 Jahre alt, Taglöhnerin dahier. 15. Marie Sauer, geb. Kön g, 32 Jahre alt, Ehefrau des Taglöhners Heinrich Sauer dahiei. 14. Jean Brunner, 45 Jahre alt, Restaurateur dahier. 15. Emilie Hahn geb. Hatn of 1, 32 Jahre alt, Ehefrau des Kaufmanns Albrecht Hahn, dahier. Eva Kaz, geb. Wolf, 79 Jahre alt, Witwe des Handelsmanns Löb Raß dahier. 16 Ferdinand Paul, 38 Jahre ait, Rineralwass rfabrikant dahier. 18 Anna Helbig, geb. Feußer, 28 Jahre alt, Ehefrau des Brauers Edmund Helbirg ochier. Marktberichte. Sieser 22. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarti tofteten Butter ver fb. 110-1.15 M., Sümerele ber Stüd 8-9 Pfa., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg, Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Bfg., Tauben per Baar 080-1.00 Mt., Hühner per Stüd 1.00-1.60 Mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 Mt., Enten per Stück 0.00-0 00 Mt., Gänse ver Pfd 00-00 Pfg.. Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 10+ Pfa., Kalbfleisch ver Pfd. 80-84 Pfg., Hammelfleisch per Pfs 60-80 Pig., Kartoffeln per 10 Rilo 6.00-8.00 Mt., 3wiebeln per 3tr. 6.00-0.00 Mt., Weiskraut per Std. 15-20 fd., per St 10-30 Bfg., Aepfel der Ctr. 15-18 Mt., Zwetschen per Str. 3.00-3 50 Mt., Birnen per Ctr. 10-15 Met., Mulch per Liter 20 Bfg. Dauer der Marktzeit von 8 Ubr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochen marttverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilaeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 23. September. Abnehmende Bewölkung, meist trocken, nachts füyler, am Tage etwas wärmer, veränderlich: Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarie.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bette in Giegen. Carboline, zum täglichen Gebrauch für das Haar unentbehrlich, wirkt erfrischend und erhält das Haar in seinem natürlichen üppigen Zustande. Echältlich in Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. Heilung der Epilepsie. Verschiedene Publikationen in der medizinischen Fachpresse über ein neues und sicheres Heilverfahen gegen Epilepsie wurden auch dem Laien- Bublifum befannt und erregten allenthalben lebhafte Aufmerksamkeit. Verfasser dieser Aufsäge und Entdecker der neuen Heilmethode ist der Spezialarzt Dr. Alexander B. Szabó in Budapest. Derfelbe ist gerne bereit, denjenigen Patienten Aufflärungen zu erteilen, die durch seine erprobte Heilmethode die volle Wiederherstellung ihrer Gesundheit erlangen wollen. 著 11 11 W Möbel enn Sie zur Gründung eines eigenen Hausstandes sich eine neue komplette Wohnungs- Einrichtung anschaffen wollen oder wenn Sie für eigenen Bedarf bezw. zum Vermieten möblierter Zimmer Möbelstücke, wie Sofas, Bettstellen, Vertikows etc. brauchen, und die grosse Barausgabe scheuen, so können sie sich bei mir die Anschaffung durch wöchentliche, 14tägige, monatliche oder vierteljährliche Zahlungen sehr erleichtern, ohne Ueberteuerung fürchten zu müssen. 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Zahn- und Mundkrankheiten Chirurg dent. americ. Dt. s. Th. Amrein studiert an der Zahnärztlichen Universität in Zürich Akad. der Zahnheilkunde in Chigago gew. Assisstent beim königl. Hof- Zahnarzt sowie am zahnärztlichen Ambulatorium der Schweiz Schmerzloses Zahnziehen mittelst Amreinin ( eigene Erfindung) Zahnärztlich begutachtet. Gold-, Silber-, Emaillefüllung, Kronen- und Brückenarbeiten Seltersweg Nr. 62, I Sprechstunden: Vorm. 9-12, nachm. 2-6. Sonntagsu von 9-1 Uhr. Die Entwässerungs- Anlage im Grundstück„ Gartenstraße 11" soll verdungen werden. Offerten auf vorgebrudtem Formular mit entsprechender Aufschrift versehen find spätestens bis 28. D. Mis., abends 6 Uhr im Bureau, Johannesstraße 5, abzugeben. Pläne und Bedingungen liegen bei dem Architekten Hamann, Bergstraße 11 zur Einsicht offen. Angebotsformulare sind dortselbst erhältlich. Gießen, den 22. September 1906. Bezirkssparkasse Gießen Doering. In 8 Tagen Ziehung! Heinr. Prescher Maasschuhmacherei u. 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