. 300. altion v. Dauptegpebithen: Gießen, Seltersweg 83. Fezusprechanfchluk Kr. 362. Freitag, den 21. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( tägli) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Nenelle Nachrichten ( Gichoner Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Reichstagswahlen. Nationalliberale Wahltaktif. Wie aus Berlin gemeldet wird, steht die nationalrale Partet auf demselben Standpunkt wie die hspartei. Ihr Zentralvorstand hat zur Frage allgemeinen Taftif bei den Reichstagswahlen ende Resolution angenommen: Der Zentralvorstand artet von den nationalliberalen Wählern, daß sie Haupt und Stichwahl ihre Stimme so abgeben ihre Wahlbündnisse so abschließen, daß die Verung des deutschen Reichstages durch Zentrum und gialdemokratie soweit als nur möglich eingeschränkt bom deutschen Volk der Druck einer Vorherrschaft klerikalen und revolutionären Partei endlich ge: mmen werde. Deshalb bittet der Zentralvorstand, rall den Wahlkampf von vornherein so zu führen, wenigstens in den Stichwahlen ein Zusammenjen gegen jene beiden Parteien erleichtert wird. Norddeutschland. Herborn. Die Sozialdemokraten stellten den Kaufann Trott- Haiger auf. Wildungen. Für unseren Wahlkreis ist von nationalberaler Seit Dr. Boettcher aufgestellt worden, während er Bund der Landwirte für die Kandidatur Richthofen intritt. Eschwege- Schmalkalden- Wißeuhausen. Der Bund der Sandwirte und die Konservativen unterstützen den DeutschSozialen Raab. Goslar. An Stelle des bisherigen nationalliberalen Abgeordneten Fabrikanten Horn, der aus Gesundheitscüdfsichten eine Kandidatur ablehnte, kandidiert Amtsrichter Könne- Zellerfeld. Nordhausen. Die Freisinnigen haben ihren bis, herigen Abgeordneten Dr. Wiemer aufgestellt, die Sozialdemokraten den Expedienten Glocke aus Berlin. Auch die Nationalliberalen sind mit einer Kandidatur( Rechtsantvalt Senger) hervorgetreten. Braunschweig. Die nationalen Parteien nominierten den bisherigen Reichstagsabgeordneten Rechtsanwalt v. Damm. Sachsen. Ein Zusammenschluß aller bürgerlichen Parteien im Königreich Sachsen ist in Vorbereitung. Die gemeinsame Wahlparole soll ausschließlich die Wiedergewinnung der sächsischen Wahlkreise für das Bürgertum bilden. Leipzig- Stadt. Der Stadtverordnete Rechtsanwalt Dr. Jund wurde als liberaler Kandidat nominiert. Erfurt. Die Sozialdemokraten haben den Redakteur Schulz aufgestellt. Die bürgerlichen Parteien unterhandeln wegen eines gemeinsamen Kandidaten. Halberstadt Oschersleben- Wernigerode. Die National liberalen stellen den bisherigen langjährigen Vertreter Linspan auf. Schlesien. Soweit bis jetzt feststeht, werden in fünf oberschlesischen Wahlkreisen das Zentrum und die Bolen eigene Kandidaten aufstellen. Die Polenblätter führen eine äußerst scharfe Sprache gegen das Zentrum. * Die Parteien im Reichstag. Nachstehend geben wir unsern Lesern eine Zuammenstellung, die die Stärke der Fraktionen im verLoffenen Reichstag zur Zeit der Auflösung nachweist. Es zählten die Fraktionen des Zentrums 103 Mitgl. der Sozialdemokraten 78 " der Deutsch Konservativen 52 " " der Nationalliberalen 51 " der Reichspartei 22 11 20 " 16 " 14 " Deutschfreisinnige Volkspartei Fraktion der Polen Wirtschaftliche Vereinigung ( davon Deutsch- Soziale 5, Chriftl.- Soziale 2, Bund der Landwirte 3, Bayrischer Bauernbund 3, Braunschweiger Welfe 1) Freisinnige Vereinigung Elsaß- Lothringer Bilde( bei feiner Fraktion) Deutsche Reformpartei 1270 " 9 " " 6 " 394 Mitgl. Durch den Tod erledigt waren 2 Size: Dreesbach ( Soz.) und Breuer( Zentr.); durch Niederlegung des Mandats 1 Sitz( Raab, Wirtschaftliche Vereinigung.) Fünfhunderttausend Mart * sollen am 15. Dezember bei der Deutschen Bank in Berlin unter der Spitzmarke„ pro patria" eingezahlt sein zur Verwendung der Agitation bei den Reichstagswahlen gegen Zentrum und Sozialdemokratie. Das Oberbaus in Gefabr? -er. London, 19. Dezember. Das Oberhaus ist wieder einmal in Gefahr. Der ganze Wizz, über den das fröhliche Altengland gebietet, ist gegen das Haus der Lords aufgeboten. Die bisfigsten und grimmigsten Scherze über die Vertreter gesetzgeberischer Erbweisheit werden ersonnen oder neu in Umlauf gesetzt, und durch die Vereinigten Königreiche wird die Forderung laut, daß man die Institution der Peers abschaffen müsse, wenn nicht England vor der ganzen Welt sich lächerlich machen und die Möglichkeit jedes Fortschritts einbüßen sollte. So und noch viel fräftiger kann man es in den Zeitungen lesen und in den Volksversammlungen hören. Man geht mit den Lords gar nicht glimpflich um. Das Lerikon der Verachtung, in dem britischen Inselreich ohnehin nicht klein, schwillt durch den Zorn gegen das Oberhaus zu unheimlichem Umfang an, und die Kunst der Rede, die sich aus dem Lande Shakespeares zu verlieren drohte, hat mit der frischen Aufgabe einen frischen Aufschwung erfahren; denn Zeitungs- und Volksredner wetteifern miteinander im eleganten wie im derben Ausdruck der Mißbilligung gegenüber den Lords. Man sollte es laum für möglich balten, daß so großer Zorn aus so kleinem Anlaß entspringen kann. Das Schulgesetz, das von dem Unterhaus angenommen war und von dem Oberhaus mit großer Wiehrheit verworfen worden ist, hat gar feine prinzipielle Bedeutung. Es ist ein Opportunitäts- und Gelegenheitsgesch, das nach einem oder zwei Jahren genau so zurecht fäme wie heute. Doch die Größe eines Zorns steht nicht immer im richtigen Verhältnis zu der Bedeutung seines Anlasses. Allerdings darf man in der Regel hoffen, daß auch der große Zorn, der aus einem geringfügigen Anlaß hervorgegangen ist, leicht verraucht. So wird es hier gehen. Gerade die Heftigkeit, mit der sich alles gegen das Oberhaus wendet, wird bewirken, daß der Zorn schnell verlodert. Alle die Schmähungen, die in diesen Tagen gegen das Oberhaus und feine Mitglieder, gegen die gesamte Peerschaft laut geworden sind, werden in wenigen Wochen völlig vergessen sein. Hat man doch längst vergessen, daß genau dieselben Reden schon früher gehalten find, mehr als einmal und sogar mit besserer Hegründung. Das Haus der Lords fürchtet sich nicht, denn es weiß ganz genau, daß es auf der Grundlage einer ganz außerordentlichen Beliebtheit besicht. In feinem Lande der Welt ist der Adel bei dem Volke so beliebt wie in England. Man verhehlt sich hier durchaus nicht, daß die Vertreter des englischen Adels feineswegs Muster an Einsicht und Scharfblick find, daß sie ein volles Maß von Fehlern haben; aber man liebt sie mit allen ihren Fehlern und sympathisiert mit ihnen. Das Erlöschen eines historischen Hauses gibt Anlaß zu nationaler Trauer, und das Aufblühen neuer Geschlechter wird mit Freude begrüßt. Alle mehr oder weniger schlechten Wize über die zur Lordschaft aufgestiegenen Bierbrauer und GroßWarenhändler sind nur der scherzhafte Ausdruck für das aufrichtige Gefühl innerer Zusammengehörigkeit zwischen Voll und Adel. Damit ist nicht gesagt, daß etwa das Oberhaus in der Meinung des Volkes dem Unterhaus gleichstünde. Das Unterhaus repräsentiert den Willen der Nation, das Oberhaus mur den Willen der oberen Zehntausend. Das Volk aber ist politisch geschult genug, auch den abweichenden Willen der oberen Zehntausend zu respektieren. Freilich macht sich der Zorn über solche Abweichungen, sobald die Abweichung hinderlich wird, in derben Worten und selbst in Drohungen Luft. Die Drohungen sind aber nicht ernſt gemeint. Weiß man doch, daß das Oberhaus schließlich nachgibt, sobald erwiesen ist, daß der Wille der Nation auf ein bestimmtes Ziel gerichtet und nicht davon abzubringen iſt. Hat die Nation durch das Unterhaus zweimal_ge= sprochen, so gibt das Oberhaus in der Regel nach. Sein Nein" hat also nur eine aufschiebende Wirkung, legt dem Unterhaus und der Bevölkerung nur die Verpflichtung auf, sich eine Sache wiederholt zu überlegen. Auch weiß das Oberhaus, daß die mit dem Unterhaus in notwendiger Uebereinstimmung befindliche Regierung über das unwiderstehliche Mittel des Peerschubs verfügt, wodurch eine große Minderheit sehr leicht zur Mehrheit werden kann. Im vorliegenden Fall freilich ist die Mehrheit, die das Schulgesetz verwarf, zu stark gewesen, als daß ein den üblichen Grenzen fönnte. Peerschub in helfen So viele reiche Bierbrauer, die das Oberhaus jetzt aufnehmen müßte, gibt es gar nicht. Der Zorn wird in furzer Zeit vorübergegangen sein. Er hat sich in früheren Zeiten schon manchesmal beruhigt, sogar bei Widersprüchen, die fich auf größere Dinge bezogen. Kein Anzeichen spricht da= für, daß es jetzt anders sein wird. Beharrt das Unterhaus auf seinem Votum, so wird das Oberhaus nachgeben. Die Drohung mit einer Abschaffung des Oberhauses ist niemals ernst gemeint gewesen, und sie ist es auch heute nicht. Gerade daß in dem jezigen Unterhaus zum ersten Male etwas sozialistisch angehauchte Arbeitervertreter sitzen, macht es im höchsten Grade unwahrscheinlich, daß eine Mehrheit des Unterhauses einen ernsthaften Ansturm auf das Oberhaus zugeben würde. Schwerwiegende politische Beschlüsse werden hier nicht ab irato gefaßt. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Die gegen die Kolonialbeamten Göt, Schneider und Wistuba schwebende Voruntersuchung wegen Verlegung des Amtsgeheimnisses ist abgeschlossen. Auf Grund der Untersuchungsergebnisse hat Oberstaatsanwalt Isenbiel bei der zu ständigen Strafkammer den Antrag gestellt, die Angeschuldigten außer Verfolgung zu sehen. Das gegen den früheren Kolonialbeamten Pöplau gleichfalls schwebende Verfahren soll dagegen auf Antrag des Oberstaatsanwaltes zur Eröffnung des Hauptverfahrens führen. * Schon vor einiger Zeit ist ein Hilfsarbeiter für landwirtschaftliche Arbeiten im Reichsamt des Innern angestellt worden. Früher wurde die Regelung landwirtschaftlicher Angelegenheiten den Einzelstaaten überlassen, während in Zukunft anscheinend auch das Reich in dieser Beziehung eingreifen will. Im Etat wird ein neuer Posten zu besonderen Berichten über die Landwirtschaft ausgeworfen; wie der Absah landwirtschaftlicher Erzeugnisse gefördert, wissenschaftliche, technische und ähnliche allgemeine Bestrebungen auf dem Gebiete der Landwirtschaft unterstützt werden sollen, wird in einer besonderen Denkschrift dargelegt. * In einem halbamtlichen Fachblatte wird zu der Frage der Personentarif- Reform bestätigt, daß im Verkehr mit den deutschen Ost- und Nordsee Bädern die Ausgabe bon Rückfahrkarten mit 45 tägiger Giltigkeit beibehalten werden soll, doch werden die neuen Tariffäße eingerechnet, und es wird daher Freigepäck nicht gewährt. Die Beibehal tung der Rückfahrkarten ist auf dringende Anträge der Badeverwaltungen und im Hinblick auf den Wettbewerb des Dampferverkehrs erfolgt. Die Rückfahrkarten werden, wie bisher, zur wahlweisen Benugung der betreffenden Dampferstellen und zu mehrfacher Fahrtunterbrechung auf diesen be= cechtigen. * Aus Paris tam endlich gestern eine Aufklärung über die von der Nationalzeitung" wiedergegebene Notiz aus den Hohenloheschen Memoiren, die sich mit der Geldaffäre zwischen Papst Leo XIII. und dem deutschen Kaiser beschäftigte. In der veröffentlichten Fassung erschien die Reminiszenz fofort unglaubwürdig. Jezt läßt sich der„ Matin" von seinem römischen Mitarbeiter melden, die Geschichte müsse auf eine Entstellung gewisser Verhandlungen zurückgeführt werden, die über die Rückerstattung der im Kulturkampf nicht ausgezahlten Bischofsgehälter an den Papst gepflogen worden seien. Der Papst habe den Empfang dieser Gelder aber abgelehnt. Dies sei die einzige Geldangelegenheit, die jemals zwischen dem Vatikan und Deutschland geschwebt habe. * In Hamburg gab fürzlich ein Unteroffizier auf einen flüchtenden Deserteur scharfe Schüsse auf offener Straße ab. Aus diesem Anlaß hat der Hamburger Senat an das preußische Kriegsministerium das Ersuchen gerichtet, Anordnungen über den Gebrauch von Schußwaffen zu treffen, die eine Gefähr dung des Publikums ausschließen. Oefterreich- Ungarn. ** Die so lang umstrittene Wahlreform fann jegt als gesichert gelten, da das Herrenhaus sich mit Bezug auf die Reichsratswahl- Ordnung der Fassung des Abgeordnetenhauses anzuschließen gewillt ist. Der Ministerpräsident Bed konferierte bis Mitternacht mit den Obmännern des Abgeordnetenhauses und des Herrenhauses. Es wurde vollständige Einigung erzielt. Das Grundgesetz der Wahlreform wird erst nach Weihnachten bom Herrenhaus erledigt werden. Rufeland. ** Aus den verschiedenen Teilen des Reiches liegt wiederum eine Blütenlese von Nachrichten über Gewalttaten aller Art vor. Kiem, 20. Dezember. Jm Dorfe Kocenovka drangen der Gemeindevorsteher und sein Adjunkt, welche den Bauer Fialto suchten, in das Gehöft desselben ein. Fialfo zertrümmerte mit einer Art dem Adjuntten den Schädel und verwundete den Vorsteher durch einen Beilwurf am Kopfe. Eine Menge von 300 Bauern lief auf das Geschrei des Vorstehers zusammen und erschlug den Fialko. Slonim( Provinz Grodno), 20. Dezember. 21 Gefangene, die in einem Bahnzuge befördert wurden, schossen während der Fahrt mit Revolvern auf die Begleitmannschaften. Zwei von diesen wurden getötet, drei verwundet. Sechs der Gefangenen sprangen aus dem Zuge. Die Flüchtigen werden verfolgt. Chabarows f, 20. Dezember. Tschunchusen drangen in den letzten Tagen in einen Bahnzug der Ussuribahn und griffen die Reisenden an. Ein Soldat wurde getötet, fünf Chinesen erlitten Verwundungen. Charkow, 20. Dezember. Ein Knabe fand auf der Straße eine Metalléüchse, die er einem Arbeiter brachte. Als 1 83. ie ir et. st er 1337 ent BEAT m. Die La Platamittel geht es also nicht mehr." gleich davon in Kenntnis zu sehen. Mit dem alten Auskunftsgrößeren Wechsel mehr in Bahlung, ohne den Bezogenen foBant nimmt feit dem Beginn feiner Amtsführung feinen geführt, die vertäufelt unbequem für mich ist. laufft dat er auch dir gegenüber feine AusTyrannei ertragen. schanden zu machen. Bu lange schon Es ift Hohe Beit, fie haben wir endlich zuschütteln." seine abdieser leidenschaftliche du vergißt, meine liebe Maria, daß Henninger mich Bornesausbruch Don Manuels bestürzte Miene bewies, wie sehr ihn überraschte. leider Aber Glüd meines Kindes geht alles andere. geschmeidig ist, als unsere Landsleute. mir Und er und es wird zustande Wenn tommen, mals, als würdig und bies Berlöbnis iegt zustande kommt dein Freund einer Heirat führen. Nicht zu einem frivolen Bruch wie daHenninger wird fie glücklich machen, obwohl er viel weniger liebensich verbürge mich dir dafür so wird es auch zu über in einer eifersüchtigen bes Apparates fnb jebodh forgfältig fichtigung in acht genom meia herminbern daß filr eine solche Uebertragung eigentümlichen Begründung, worden, durch Patente geschützt fein mitßten, weil sie nachgemacht werden tönnten. Man hat nur foviel gefeben, waren, die der Erfinder aber auch noch auf die gewöhnliche hofft. feien To Außerdem vier Leitungsdrähte nötig Sonst zu leicht hatte erst vor und amar mit fo einfach, daß e ber bie dieser sie öffnen wollte, explodierte fie, mit furchtbarer Gewalt. Der Arbeiter und zwei der umherstehenden Kinder wurden getötet und drei andere Kinder verletzt. Amerika. ** Trotz der vermittelnden Stellung des Präsidenten Roosevelt nimmt die Feindschaft zwischen Amerikanern und Japanern in Kalifornien zu. Die Versuche des Präsidenten Roosevelt und der Regierung in Bassington, die Angelegenheit beizulegen, dürften ote den geringsten Erfolg bleiben. Im Gegenteil, die Erregung in Salifornien steigt von Tag zu Tag. Man spricht von gewaltfanten Maßregeln gegen die Japaner, gegen die eine maßlose Agitation eingejeht hat, deren Folge leicht Unruhen gegen die Japaner sein können. Alien. ** Die Umtriebe gegen die Fremden wie gegen die eigene Regierung haben die Lage in China wesentlich verschimmert. Ueberall werden geheime Waffenniederlagen entdeckt, so auch eine in Dentsin. Der Antauf von Waffen durch Privatleute ist lebhaft. Die treibenden Kräfte sind die Südchinesen, Mitläufer der brotlos gewordenen Opiumverfäufer, Besizer von Spielhäusern u. a. Die Jopaner verstärkten die Bewaffnung der Schutzwache bei ihrer Betinger Gesandtschaft durch 100 Gewehre und 50 Kisien Patconen. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 20. Dezember. Da Kaisers Geburtstag diesmal auf einen Sonntag fällt, hat der Staatssekretär des Reichsmarineamts die Verfügung erlassen, daß in sämtlichen Marinewerkstätten usw. am bevorstehenden 24. Dezember wie sonst an Kaisers Geburtstag bei voller Löhnung die Arbeit ruhen soll. Hamburg, 20. Dezember. Das Verbot der Einfuhr von frischem Schweinefleisch aus Dänemark, Schweden und Norwegen ist auch vom Hamburger Senat für aufgehoben erklärt worden. Hagen, 20. Dezember. Zwischen den Nationalliberalen und Freisinnigen ist eine Einigung dahin erzielt werden, daß als Kompensation für die Unterstüßung, die die Nationalliberalen dem Freisinn in Hagen- Schwelm und Altena- serJohn angedeihen lassen, die freisinuige Volkspartei für die Nationalliberalen in den Wahlkreisen Hamm- Soest, BielefeldWiedenbrück, Herford- Halle, Dortmund- Hörde und BochumGelsenkirchen bereits im ersten Wahlgang eintritt. Sondershausen, 20. Dezember. Dem Fürsten von Sondershausen wurden während seiner Erkrankung aus der Privatfchatulle 10 000 Mark gestohlen. Darmstadt, 20. Dezember. Die Reichstags- Stichwahlen finden im Großherzogtum Hessen am 5. Februar t. J. statt. München, 20. Dezember. Die Münchener Post meldet, daß der ehemalige Reichskommissar Dr. Karl Peters von den Nationalliberalen und Konservativen für München I als Reichstagskandidat aufgestellt worden ist. Rom, 20. Dezember. Der Papst hat den auswärtigen Mächten eine Protestnote wegen des bei der Ausweisung des Geschäftsträgers Montagnini aus Frankreich beobachteten Verfahrens überreichen lassen. Soziales Leben. × Streik der Berliner Kraftdroschtenführer. Mit dem 1. Januar f. J. tritt ein wesentlich erhöhter Tarif für Kraft= droschken in Berlin in Kraft. Die Besizer der Auto- Droschken werden aber aus dieser Erhöhung feinen Nutzen ziehen, selbst wenn das Publikum sich nicht an dieser Verteuerung stoßen follte. Die Autokutscher verlangen nämlich eine wesentliche Lohnerhöhung, sie erhielten bisher pro Fahrtag 1,50 Mark und eine Beteiligung von 25 Prozent an der Tageseinnahme. Der hierdurch erzielte Verdienst beträgt pro Tag 5 bis 8 Mart und mehr. Die Fuhrherren lehnten die Forderungen ihrer Kutscher ab und drohen mit Aussperrung. Für den event. Kampf kommen in Groß- Berlin ungefähr 400 Automobildroschkenführer in Frage, denn diejenigen Führer, die ihre eigenen Autodroschken fahren etwa 50- find an dem Kampf nicht beteiligt. - Hus dem Gerichtsfaal. § Redakteur Karl Schneidt verurteilt. Die Berliner Strafkammer verurteilte den Redakteur der Zeit am Montag" Karl Schneidt wegen Beleidigung der Berliner Sittenpolizei zu zwei Monaten Gefängnis. Schneidt hatte in einer Reihe von Artikeln das rücksichtslose Eindringen von SittenſchutzLeuten in ein Hotel und in Privatwohnungen geschildert und muß dabei wohl das Maß des Zulässigen überschritten haben. § Sonderstraffammer für den polnischen Schulstreik. Infolge der Anhäusung von Strafsachen wegen Beleidigung beziehungsweise Aufreizung im Zusammenhang mit dem Schulstreik ist die Bildung einer neuen Straffammer beim Landgericht Posen notwendig geworden. § Das Urteil im Posener Waffendiebstahlsprozeß ist gestern verkündet worden. Fünf Angeklagte erhielten längere Zuchthaus bezw. Gefängnisstrafen, die andern fünf wurden freigesprochen. Jm einzelnen wurden verurteilt: Kaufmann BehrendPosen, Händler Desbroda- Thorn und Arbeiter Jäger- Mezz zu je einem Jahr sechs Monaten Zuchthaus; der Kassenführer Donath- Spandau zu einem Jahr neun Monaten, Kaufmann Nadersohn- Kl. Tarpen zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis. Altwarenhändler Loll- Grünberg, Tischler Redecke- Hildesheim, Kaufmann Günzel sowie Neupert und Grosser wurden freigesprochen. § Rechtsanwalt Dr. Hau wird ausgeliefert. Die Auslieferung des Dr. Hau, der wegen Mordes an seiner Schwiegermutter verfolgt wird und sich gegenwärtig in London in Untersuchungshaft befindet, ist Leivilligt worden. Die AusLieferung soll demnächst erfolgen. Nab und Fern. Verkehrsschluß auf der Oder. Der Verkehr auf der Wasserumschlagstelle des Koseler Oderhafens ist für Kohlen gesperrt, der Güterverkehr wird am 31. Dezember eingestellt. Rutschgüter werden auch während des Winters angenommen. † Unter Kohlen begraben. Die Frau des Buchdruckers Falkenberg in Berlin hatte im Keller an einer Holzwand Preßkohlen aufgestapelt. Als die Frau fich gestern in den Keller begab, brach die Holzwand zusammen und mit ihr fiel, die Frau unter sich begrabend, der Kohlenstapel um. Hilfe kam zu spät, die Verunglückte war bereits einem Genickbruch erlegen. † Schiffe in Not. Unwetter und Böswilligkeit haben wiederum eine Anzahl Schiffe in Not und Schaden gebracht. Es liegen folgende Meldungen vor: Hamburg, 20. Dezember. Die hier eingetroffene Viermasterbart ,, Ecuador" traf auf der Höhe von Kap Horn 86 große Eisberge, die teilweise 200 bis 300 Fuß aus dem Wasser hervorragten. Das Schiff hatte mit ungeheuren Schwierigkeiten zu kämpfen, um aus dem Drifteis herauszukommen. Zwischen den Eisbergen trieben zahlreiche Schiffstrümmer. Vicksburg, 20. Dezember. Der Dampfer Wt. Scorel flog gestern, während die Ladung an Bord gebracht wurde, in die Luft; 10 bis 25 Personen, meist Neger, sollen getötet und etwa 12 verletzt worden sein. Der Unfall wird einem Kesselschaden zugeschrieben. Feodosia( Gouv. Taurien), 19. Dezember. In der vergangenen Nacht brach während eines Unwetters auf dem Dampier Novorossijst Feuer aus. Dank dem energischen Eingreifen des Kapitäns, der das Schiff zum Ufer lenkte, wurden die Passagiere und die 50 Mann starke Besazung gerettet. Das Schiff ist völlig verbrannt. Odessa, 20. Dezember. Das unlängst hier angekommene Dampfschiff ,, Nikolaus I." wurde in dieser Nacht durch eine Höllenmaschine gesprengt. Die Explosion rief eine große Panik hervor. Das Vorderteil des Schiffes wurde gänzlich zerstört, die Mannschaft wurde gerettet. † Selbst dem Richter gestellt hat sich der seit einigen Tagen verschwundene Kriminalkommissor Rucks aus Schöne berg. Da bereits auf Antrag der Schöneberger Polizeidirektion und der Staatsanwaltschaft am Landgericht II ein gerichtlicher Haftbefehl gegen Rucks vorlag, so wurde er sogleich in Haft genommen, Er hatte sich bisher in Stettin aufgehalten. † Flußpiraten in Holland. In letzter Zeit sind in Holland wieder von den Rheinfähnen eine Unmasse Handels: waren geraubt oder von ungetreuen Kahnschiffern zu Schleuderpreisen an Piraten verkauft worden. An der Rotterdamer Börse ist gestohlenes Getreide im Werte von 3000 Gulden von einem Piraten an einen Mühlenbesitzer verkauft worden. † Der tägliche Eisenbahnunfall. Der von Budapest nach Brag abgehende Schnellzug ist infolge falscher Weichenstellung bei der Station Kormend mit einem Lokalbahnzuge zusammengestoßen, wobei der Lokomotivführer und der Heizer sowie mehrere Bassagiere mehr oder minder schwer verlegt wurden. † Die Explosionskatastrophe in Marseille hat weitere Folgen gezeitigt. Auch das neben dem zerstörten belegene Haus ist eingestürzt, glücklicherweise ohne jemand zu verlegen. Die Explosion war so heftig, daß eine Leiche zwanzig Meter fortgeschleudert wurde. Es wird vermutet, daß sich im Hause geschmuggeltes Dynamit befand und die Explosion verursachte. † Mit der Hutuadel ermordet. Eine jung verheiratete Frau namens Catherine Neil wurde von der Newyorker Polizei unter dem Verdacht, ihren Gatten, dem sie erst vor einigen Wochen angetraut war, auf geheimnisvolle Weise ermordet zu haben, verhaftet. Der Mann war mit einer langen Nadel, die bis in das Gehirn getrieben war, getötet worden. Eine der Frau des Ermordeten gehörende Hutnade! wurde auf der Erde gefunden. Neil machte am Tage vor seinem Tode ein Testament, in dem er seine Schwester zur Universalerbin einsetzte. Es scheint, daß die Frau durch diese Tat ihres Mannes sich aufs bitterste gekränkt fühlte und blutige Rache an ihm zu nehmen beschloß. † Großfeuer in Charbin. Das große Gebäude des Generalstabes des Amurbezirks, das im Zentrum der Stadt Charbin gelegen ist, ist abgebrannt. Dank den aufopfernden Bemühungen der Offiziere und Soldaten sind die Geldbestände und Dokumente gerettet worden. Das Museum und die Bibliothet sind zerstört. Auf dem Kai ist ein Lager mit großen Vorräten sowie ein Kaufhaus ebenfalls durch Zenersbrunst vernichtet worden. † Brand des Weimarer Hoftheaters. Bei einer Vor mittagsprobe im alten Theater in Weimar entstand auf dem Schnürboden durch Kurzschluß eine Feuersbrunst, die schnell um fich griff und mangels eines eisernen Vorhangs auch in den Zuschauerraum vordrang. Menschenleben sind zum Glück nicht zu beklagen, nur ein Theaterdiener wurde durch einen herabstürzenden Kronleuchter nicht allzuschwer verwundet. Der Brand konnte nach mehrstündiger Löscharbeit bewältigt werden. Das Theater, das innen vollständig ausbrannte, hat in seinem Aeußeren nur wenig gelitten. Ein neues Theater ist bald fertig, und sollte das alte schon im Februar L. J. niedergerissen werden. Bunte Tages- Chronik. Krossen, 20. Dezember. Oberleutnant Bieder vom 52. Infanterieregiment wurde in seiner Wohnung von seinem Burschen im Bette bewußtlos aufgefunden. Das Zimmer war mit Qualm angefüllt. Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Halle a. S., 20. Dezember. In Weinberg starb der Senior der preußischen Geistlichen Pastor Anton Gersdorf im Alter von 101/2 Jahren. Schweich, 20. Dezember. Unbekannte Täter bewarfen den Abendschnellzug Trier- Koblenz mit Steinen. An der Maschine und am Packwagen wurden die Fenster zertrümmert; der Heizer wurde leicht verletzt. Siegen, 20. Dezember. Bei der im Bau befindlichen Bahnstrecke Freudenberg- Rote Mühle ereignete sich eine Sprengstofferplosion. Zwei Mann wurden getötet, zwei Mann schwer verletzt. Junsbruck, 20. Dezember. Der Privatier Alois Stark begab sich allein auf die Gemsenjagd und wird seither vermißt. Er dürfte beim Schneegestöber in den Bergen den Tad gefunden haben. Stockholm, 20. Dezember. Das Wasserbau- Bureau hat den Plan einer elektrischen Eisenbahnverbindung mit dem Kontinent ausgearbeitet, welche die Reisedauer von hier nach Berlin auf 9 und nach Petersburg über Finnland auf 11 Stunden reduziert. Vermischtes. Weibliche Chauffeure. Ein englisches Provinzblatt brachte jüngst folgende Anzeige:„ Eine Dame sucht Stelle als Automobilfahrerin. Vorsichtige Wagenleiterin; versteht einfachere Reparaturen zu besorgen. Man wende sich an" folgt genaue Adresse. Ein firer Reporter beeilte sich, an der angegebenen Adresse vorzusprechen und fand eine junge Witwe, die im Norden Englands sich reiche Erfahrung im Steuern von Automobilen verschiedener Bauart erworben und dabei mit der Maschine so vertraut geworden ist, daß sie alle mög lichen Reparaturen selbst erledigen kann. Ob sich für Tätigkeit viele wirklich geeignete Kandidatinnen finden wi scheint allerdings fraglich. Wenn sie aber zu haben s so würden ihnen vielleicht nicht nur Damen, sondern Väter unternehmender Töchter und Männer munterer Frauen vor manchen Fahrern männlichen Geschlecht Vorzug gewähren. = " Amerikas Weihnachtspost für Europa. In Jahre nimmt die für Europa beſtimmte Poſt einen Un an, daß man sie in Newyork faum bewältigen kann. Postdampfer, die Kaiserin Auguste Viktoria"," Krou Wilhelm", Etrucia" und" Newyork", mußten eine g Anzahl von Kabinen zu Hilfe nehmen, um die Pe unterbringen zu können. Seit vierzehn Tagen wurde Newyorker Hauptpostamt derartig intensiv gearbeitet, daß gar die Portiers, Heizer und Botenjungen zum Sortin der Postsachen herangezogen werden mußten. 16- bis 17 dige Arbeitszeit war pro Mann das Normale. Allein Postanweisungen wurden in dieser Zeit mehr als 171/2 Mark für Europa eingezahlt. X Der Postbeamtenstreik in Desterreich vermieden. Drohung mit passiver Reſiſtenz seitens der österreichi Postbeamten scheint ihre Wirkung erzielt zu haben. Nac die Vertrauensmänner der Wiener Postbediensteten den ginn der passen Resistenz beschlossen hatten, erhielten von der irektion die Mitteilung, daß die Bewilligu mehrerer Forderunge im Zuge sei. Die Resistenz wu mehr verschoben = Stodheim. betot aufgef in, da man Midda, 20 ibmachte Stadtteil ta die Geld daß ein Bet laffe n dit n brige Anwal das ganze and feine Ang rieben, ficht blafeft entgege ibar ift, wird noch im Ep ommen haben Lauterbach $ Areisrat bor bobnteu, wur Et projettier gen. Die laufen. Im beiten begonne Snsbach. langen ftat Si Lenz& Banes ber Bußbach. ant find Laugen, 20 als Pfarrer be, angenom Rain; 20 Fababndirektio eine Leuer Filliat Wienschen mit Affenfüßen find in Australien duri Prof. Klaatsch aufgefunden worden. Der berühmte Ford hält sich, nachdem er Neuguinea und Queensland durchque im Nordterritorium auf, wo ihm einige Schwarze borger wurden, die einen weißen Händler überfallen und ge hatten. Prof. Klaatseh stellte fest, daß einer der Schwarze Affenfüße hatte, d. h. die Füße sind Hände und zeigen gen denselben Bau wie die Hinterhände der Affen. Nach der Behauptungen der Schwarzen gäbe es in den noch une forschten Gegenden zwischen dem Daly- und Viktoriaflue zahlreiche Leute mit solchen Füßen; Dr. Klaatsch ist jetzt in Begriff, die Richtigkeit dieser Aussagen zu prüfen. Jeden falls ist es das erste Mal, daß bei einem Australneger diee Affenhände statt der Füße gefunden wurden. Cokales. ** Der Großherzog hat am 19. Dezember di Kommerzienräte Gustav Müller, H. Schirme Ludwig Georgie, sämtlich in Gießen, Handelsrichtern, den Fabrikanten Hermanı Eichenauer, den Kaufmann May Friedber get beide in Gießen, zu Ergänzungsrichtern bei de Kammer für Handelssachen mit dem Siz in Gießen ernannt. A Die Gisbahn an der Moltkestraße ist heute ep öffnet worden und die Freunde des Eissports fönnen sich nun ihren Freuden hingeben. Wer sich als Mit glied des Eis vereins noch anmelden will, fann die auch an der Eisbahn- Kasse tun. Gs geht uns Sebr Jn Nr. 298 Sterbach, den dortiger ege git foften. ne fehr grobe Bublifum ir Be betreffend den Wir sehen immungen zur dem Anfügen, d Juwiderhandlung 1. Ber wärmer usw. dazu die Genel dos Gesuch m amen und S wie die Ango lcher die glei erwerksförp des Orts der L Die Abg * Die amtliche„ Darmstädter Zeitung" schreibt: Di Regierungsvorlage über die Gehalte der Volls schullehrer wird in der Presse mehrfach abfällig beurteilt. Das war vorauszusehen. Denn die Lehre bereine haben bekanntlich hohe Forderungen geftellt und da die Regierung neben den Interessen der Lehra doch auch die Interessen der Steuerzahler zu berüd sichtigen hatte, so mußten die Säße der Vorlage hinter den Wünschen der Lehrer zurückbleiben. Trogdem werden die hessischen Lehrer, wenn die Vorlage Gesez wird, eine bevorzugte Stellung unter ihren Amtsgenossen im Reiche einnehmen. Bei dieser Sachlage ist es nicht beimen, von d gründet, wenn der Regierung Mangel an Wohlwollen für den Lehrerstand vorgeworfen wird. Gewiß hatte man auch höhere Gehaltssätze vorsehen und damit größere finanzielle Anforderungen an das Land ftele fönnen. Aber die Voraussetzung für eine solche weiter gehende Vorlage wäre entweder eine beträchtliche Steuer erhöhung, oder eine beträchtliche Mehrbelastung de Gemeinden( über das Gesetz von 1878 hinaus) gewesen hagefeßes b Es ist ein Beweis praktischen Wohlwollens der Regierung für den Lehrerstand, daß sie von der Einb.ingung eine solchen Vorlage abgesehen hat. * Bergwerke sind im Großherzogtum Hesse 26 in Betrieb, dabon 4 in der Provinz Starkenburg ( Messel, Rohrbach, Seligenstadt und Wald- Michelbac die anderen alle in Obe hessen. Die 9 Braunkohle bergwerke hatten 1905 eine Produktion von 39714 Tonnen im Werte von 828000 M. Die Arbeiterzal betrug 554. Die 15 Eisenerz- Bergwerke produziert 227 920 Tonnen im Werte von 1800 000.; ih Belegschaft betrug 1241 Arbeiter. Die Mangan Bergwerke, auf welchen Manganerz als Nebenprodu gewonnen wird( bei Gießen und Ober- Noßbach) prod zierten 109 Tonnen im Werte von 2850 M. Für de Bearbeitung des Noheisens bestehen die meisten Werk in Offenbach( 9), dann folgen Daimstadt( 4), Worms( 3 Michelstadt und Mainz je 2. * Großen Linden, 20. Dez. Die im Frühjahr b gonnenen Renovierungsarbeiten an unserer tauſen jährigen Kirche ruhen jetzt seit sast 4 Monaten. J eten ist, Jahren ist ve Zuwider erden nach S aft, foweit n Geldstraf ei Monaten 2. An be Orten ist das eboten. Suwider Reidsstrafa Der mit Hof n Obhut Ki Wenn Gl ungsfähige beclidhen Au hrend der ne derartig erden nach 2 Bauffid iten Falle b alle bis zu bft gejezten Bießen Die falli zwischen fanden, wie der„ Darmst. 8tg." geschriebet Grumm wird, Verhandlungen statt zwischen dem Gemeinde- und Kirchenvorstand und dem Denkmalschutz, weil von de ersteren beantragt war, gleichzeitig mit der Renovierung eine Vergrößerung der Kirche durch Hinausrücken eina Seitenwand vorzunehmen. Dieser Lage ist nun eine die Wünsche der Gemeinde berücksichtigende Verständi gung erzielt worden und die Arbeiten sollen deshalb noch vor Frühjahr wieder begonnen werden, damit das Gotteshaus bis Spätsommer eingeweiht werden kann. Die Kosten sind auf rund 30000 m. veranschlagt. De Gottesdienst wird seit Frühjahr in der Turnhalle abgehalten. meidung bezahlen. Gießer Zu W Bigar Bräfentfif damit jagen, wum ara lan gefliffentlich zu durchkreuzen." Ob es little tug 150 Munich als den. die Michläge diefes erbärmlichen Schleichers ch bege feinen glühenderen soll ihn haben. Ich vergegie 41114 etwas unbequemer Schwiegersohn werden könnte, aber oas Zigarr ank. Db f datinnen finden aber zu haben Damen, jonbe änner munterer nlichen Gejchle Europa. mte Poft einen bewältigen tam Vittoria", ", mußten eine men, um die ehn Tagen enfib gearbeitet, * Stodheim. Hier ist ein 68jähriger Landwirt im| be tot aufgefunden worden. Er scheint erfroren an, da man feinerlei Verlegungen feststellen fonnte. * Nidda, 20. Dez. Dahier bestehen mehrere sog. eihnachtssparvereine, darunter einer nach im Stadtteil Raun" genannt. Als dieser am legten tan die Gelder der Anleger verteilen wollte, ergab daß ein Betrag von etwa 960 Mt. bei der Bezirksfasse n cht mehr angelegt war. Der Rechner, der A brige Anwaltsgehülfe Seibert, hatte recht flott gelebt ind das ganze Geld in Wirtschaften verpulvert. Da und seine Angehörigen nicht imftande sind, das Geld ersehen, sieht mancher mit bösem Gesicht dem Weihhitbar ist, wird die Zeit lehren. Das Bürschchen soll noch im Sparkasseneinlagebuch„ Radierungen" vorgenommen haben. Stimmung zu machen. Teilen Sie bitte Ihrem Berichterstatter mit, daß ich gesonnen bin, mit dem betr. Schweinehändler oder Schweinezüchter, der zu solchen Preisen schlachtreife, gute Tiere abgibt, einen Kaufabschluß zu machen. Ich bin bereit, wöchentlich zirka 30 Stück Schweine abzunehmen und für das Pfund Schlachtgewicht sogar 68 Pfennig zu zahlen. Fällt die Qare zur vollen Zufriedenheit aus, fann noch mehr geliefert werden. Es sollte mich freuen, wenn Ihr Artikelschreiber bet seinen veröffentlichten Angaben bliebe, damit wir Fleischer die Fleisch und Wurstpreise noch mehr reduzieren könnten zum Vorteil unserer verehrlichten jungen zum tsfest entgegen. Wie weit der Vorstand des Vereins Kundschaft. ußten. 16- bi Normale. it mehr als 174 erreid bermiede ens der österre It zu haben. oftbediensteten hatten, erbie Lauterbach. In der letzten Gemeinderatssitzung, er Streisrat von Bechtold und Kreisarzt Dr. Henrici keiwohnteu, wurde einstimmig beschlossen, die für unsere Stadt projektierte Sanalisation zur Ausführung zu tring en. Die Kosten dürften sich auf etwa 200 000 m. Friedrich Schreiner, Meggermeister in Gießen, Seltersweg. Literarisches. daß die Benelaufen. Im kommenden Fühjahr wird mit den Die Verfasserin gibt in ihrem Tagebuche eine anmutige Die Reisten Arbeiten begonnen werden. din Australin 杯 Butzbach. In den letzten Tagen haben hier Verhandlungen stattgefunden mit einem Vertreter der Der berühmte Firm a Lenz& Co. und hiesigen Interessenten wegen Queensland dudes Baues der Strecken Ebersgöns- Bußbach große Zahl an bekannten Persönlichkeiten aus allen e Schwarze bo überfallen und B einer der ände und zeigen s der Affen. Ra es in den nog Ty- und Bittori Dr. Alaatioh it en zu prüfen. nem Auſtralnege urden. und Butzbach- Rodenberg, die als eine Linie geplant find. * Laugen, 20. Dez. Pfarrer Wahl hat einen Auf als Pfarrer nach Essen, wo er einstimmig gewählt wurde, angenommen. ME Mainz 20. Dez. Sämtlichen Arbeitern des Gisen bahndirektionsbezirks Mainz wurde vom 1. Dezbr. bewilliat. ab eine Teuerungszulage bon 20 Pfg. pro Tag Sprechsaal. Es geht uns folgendes Schreiben zu: Sehr geehrt r Herr Redakteur! Em 19. Dezembe er, H. Shin In Nr. 298 Ihres w. Blattes schreiben Sie von in Gießen Lauterbach, den 18 Dezember, daß die fetten Schweine fanten Hern in dortiger egend 60 bis 61 Pfg. pro Pfund Lebendar Friedbe gewicht fosten. Ich teile Ihneu mit, daß diese Notiz gsrichtern eine sehr grobe Unrichtigkeit enthält und geeignet ist, em Sig in das Publikum irre zu füh en resp. gegen uns Fleischer teftraße ist bet Bekanntmachung. des Eissports betreffend den Berkehr mit Feuerwerkskörpern. Wir sehen uns veranlaßt, die nachstehenden BeWer fich al Dreißig Jahre Hofdame. von Irma Freiin bon Waldstedt. Preis broschiert 5 M., elegant in Leinen gebunden 6 M. Vossische Buchhandlung, Berlin W. 62. Schilderung des Lebens an einem fürstlichen Hofe, dessen Fürstenpaar die Zeit begriffen und vorurteilsfret und in echtdeutschem Sinne seinen Beruf erkannt hat. Das Buch gewinnt besonders an Interesse durch die Kreisen, mit denen die Verfasserin im Laufe der 30 Jahre zusammengeführt worden ist. Es seien nur erwähnt Kaiser Wilhelm I., Kaiserin Augusta, Kaiser und Kaiserin Friedrich, Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Augusta Viktoria, Kaiser Franz Joseph und die Kaiserin Elisabeth, König Georg und die Königin Marie von Hannover, deren Töchter, Großherzog Karl Alexander von Weimar und Gemahlin, Herzog Wilhelm von Braunschweig, Prinz Alexander von Hessen und viele andere Fürstlichkeiten, Fürst Bismarck, Staatsminister Windhorft, Friedrich Haase, Ludwig Barnay, Ernst Possart, Marie Seebach, Pauline Ulrich, Anna Schramm; aus der Berliner Gesellschaft u. a. Fürst Anton und Fürstin Marie Radziwill, Hausminister und Frau d. Wedel, Gräfin v. d. Groeben, Frau von Rath, viele Mitglieder des diplomatischen Korps. Außerdem darf das Buch als eine Chronik der souveränen FürstenHäufer gelten, da wohl fast alle in dem Zeitraum von 1870 bis 1900 vorkommenden Geburten, Vermählungen und Todesfälle Erwähnung finden. Warenhaus Geschw. Seuling elden will, amimrungen zur allgemeinen Stenntnis zu bringen mit Wetsteinſtr. 45 dem Anfügen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, uwiderhandlungen unnachfichtlich zur Anzeige zu bringen. itung" schreibt alte der B mehrfag Denn die Forderungen Intereffen der erzahler zu e der Vorlage n. Troßdem age Beleg with Amtsgeno lage ist es ni 1. Wer Feuerwerkskörper Frösche, Grafers, - empfiehlt Wetsteinstr. 45 Spielwaren, Geschenkartikel, wärmer uſw.lagern und vertreiben will, hai Galanterie- u. Haushaltungswaren dazu die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen. Dos Gesuch muß schriftlich eingereicht werden und die in größter Auswahl. Banen und Sorten der betreffenden Feuerwerkskörper Christbaumschmuck, Lichter, Lichterhalter, wie die Angabe der größten Gewichtsmenge, bis zu welcher die gleichzeitige Lagerung bezw. Verwendung der Feuerwerkskörper beabsichtigt wird, ebenso die Bezeichnung Des Orts der Lagerung enthalten. Die Abgabe von Feuerwerkskörpern au Beronest, von denen ein Rißbrauch derselben zu be ngel an Wohlichten ist, insbesondere an Personen unter 16 wird. Gewiß Jahren ist verboten. orsehen und Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen an das Land immerben nach§ 367 3iffer 5 des Reichsstrafgesetzbuches r eine solche mit Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft be Gefängnis von beträchtliche& aft, soweit nicht höhere Strafen nach§ 9 des Mehrbelaftung rei Monaten bis zu zwei Jahren 378 hinaus) geich geſetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt sind. ollens der Regi er Ginb.ingung oßherzogtum cobing Starfa Wald Michel Die 9 Braunl altion bon 39 Die Arbeite gwerte produc 1800 000 Die Mang als Nebenpro ber- Noßbod 2850 MF die meisten tadt( 4), Worm im Frühjah n unferer toute 4 Monaten. 2. An bewohnten oder von Menschen besuchten ten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern weboten. Zuwiderhandlungen werden nach§ 367 3iffer 81 Reichsstrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Rt. aber mit Haft bis zu 6 Wochen bestraft Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen bren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder sonstige unzuDinungsfähige Personen anvertraut sind, es an der ernderlichen Aufsicht haben fehlen lassen und diese Personen ihrend der Zeit, wo sie ohne solche Aussicht waren, eine derartige Uebertretung begangen haben, so den nach Artikel 44 des Hess. Polizeistrafgesetzes die Baufsichtigung verpflichteren Personen beim enorm billig. Lichterhalter, Regenschirme für Damen, Herren u. Kinder stets das neueste in großer Auswahl und zu billigsten Breisen. In Schirmen mit bunter Rante, sowie farbig bringen wir ftets eine unerreicht grone Auswahl zu vorteilhaften Breifen. Unsere Firma genießt den Nuf, stets die ersten und feinsten Nouveantes der Branche zu bringen. Casseler Schirmfabrik Seltersweg 9 Gießen Seltersweg 9 aiten walle polizeilich verwarnt, im Wiederholungs. Central- Molkerei Giessen fille bis zu einem Dritteil der auf die Uebertretung bst gesetzten Strafe belegt. Gießen, den 10. Dezember 1906. Großh. Bolizeiasat Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die fällig gewesenen Holsgelder, sowie die Heu8tg." gefrind Grummetgrasgelder sind innerhalb 8 Tagen bei dem Gemeinde meidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu| but, weil bon mit der Renovier Hinausrüden cin Lage ift nun Stigende Berlin en follen desp werden, damit d weiht werden lan beconfchlagt 2 in ber Sunbal Gießen, den 19. Dezember 1906. Doepfer, Stadtrechner. Bahnhofftr. 43. Gebr. Grieb Bahnhofstr. 43 Spezialität: ff. Wetterauer- u. Vogelsberger Cafe butter. Frische Eier. Vorzügliche Handkäse, alle Sorten feine Käse. Ia. Vollmild, Buttermilch, Rahm, Matte auf Bestellung frei ins Haus. Zu Weihnachts- Geschenken Geschäftshausen geeignet empfehle Bigarren und Zigaretten Präsentfiftchen in 10, 20, 25, 50 und 100 Stück- Backung. Zigarrenhaus Georg Todt, Plockstr. 9. hypothekenfrei offene Geschäft, in befter Lage eines gut frequentierten Badeortes Mitteldeutschlands sehr preiswert zu verkaufen. Offerten von muc Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedition dieses Blattes erbeteu. * Kling Klang- Gloria, deutsche Volks- und Kinderlieder, ausgewählt und in Musik gesetzt von W. Labler, ilustriert von H. Lefler und J. Urban. Dr. Paul Heyse in München schreibt da über n. a.: Gin reizendes Lieder und Bilderbuch, das ich in allen Kinderstuben eingeführt wünschte, wo musikalische Mütter ihr junges Volk die lieblichen Worte und Weisen lehren und mit den drolligen Bildern ergögen können. Auch die Auswahl der Lieder ist mit sicherem Taft getroffen, so daß man zu diesem anmutigen Werke nur lück wünschen kann. Kirchliche Nachrichten für Sießen. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag, dem 23. Dezember, 4. Advent. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 92 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusund Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 91/2 thr: Pfarrer Euler. Nachmittags 3 Uhr: Chriftbescherungsfeier für die Kleinkinderbewahranstalt. Kirchenrat Dr. Naumann. Nachmittags 5 Uhr: Weichnachtsfeier für die Kinderkirche der Johannesgemeinde. Pfarrassistent Steiner. Montag, den 24. Dezember. In der Stadtkirche. Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 5 Uhr: Weihnachtsvesper für die Militärgemeinde. Pfarrer Euler. In der Johannesfirche. Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. 1. Weihnachtsfeiertag, den 25. Dezember. Sollefte für die Kleinkinderbewahranstalt. In der Stadtkirche. Vormittags 92 Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusund Markusmeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vorkehrungen gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage der Hauswasserleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dem Einfrieren des Wassers in den Hauswasserleitungen bei eintretender Bälte vorzubeugen, es erforderlich ist, die Hauswasserleitungen des Abends fär die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabiperrhahn geschlossen und dann das seitlich desselben oder hinter dem Wassermesser befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäs untergestellt, geöffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in der Haus Um eine vollständige Entleerung hent wieder geſchloſſen wird. leitung stehende Waſſer vollständig abgelaufen ist, worauf bezeichnetes zu erwirken, ist es geboten, während derselben das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Bepfventil der Hausleitung offen zu halten, damit die Luft Zutritt in die Leitung erhalte. Ein größerer Teil des Wassers kann auch schon durch das Zapsventil der untersten Büche entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht wird. Nach stattgehabter Entleerung sind diese Zapfventile, welche dem Eintritt der Luft, bezw. der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. Das Schließen des Ha: ptabsperrhahnes erfolgt durch Aufsezen des beigegebenen Schlüssels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrz igers, bis Widerstand erfolgt. Das Oeffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehang in entgegengeseztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behufs Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahr wieder vollständig geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, überhaupt nach ungeheizten Räumen, Hosräumen, Gärten usw. sind auf die Dauer deren Nichtgebrauchs, bezw. des ganzen Winters, mittelst ihrer besonderen Bei Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und abzustellen. anhaltender, außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wasserentnahme auch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfals in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Küchen unbenutter Wohnungen geführt sind, tann man durch Unterhaltung eines kleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch empfiehlt es sich, in kalten Blosett- oder sonstigen ungeheizten Bäumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht schon durch ein ausreichende Umhüllung gegen Kälte geschüßt ist, die Temperatur durch ein Defchen oder geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhalten. Sehr kalt stehende, insbesondere auch abgestellte und vorübergehend nicht in Gebrauch befindliche Klosetts( wie in Vereinshäusern 2c.) werden durch Einstreuen von etwas Saiz( Viehsalz) in das Schlußwasser des Cyphons( Wasserat schlusses) gegen Aufirieren der Schüsseln geschüßt. Die Wassermesser nebst dem nächstanschließenden Teil der Bohrleitung sind während des Winters mit Stroh, Säden oder ähnlichen Schußmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfenster geschlossen zu bauen. Die Herstellung aller Wassermesser, die infolge ungenü enden Schutes gegen Bälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Hausbesiker. Im übrigen müssen die Wassermesser jederzeit leicht zugänglich bleiben. Nach vorliegenden Erfahru cen sind es namentlich Neubauten urd unbewohnte Stodwerke, deren Wasserleitungen nicht immer die erforder= liche Fürsorge geschenkt wird, insbesondere sind auch schon öfters infolge Richtabsperrens von Garten- Wasserleitungen während des Winters große Beschädigungen und namhafte Wofferoerluste entstanden. Durch die empfohlenen Vorkehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesitzer aber Wir werden Beschädigungen an Leitung und Gebäude ferngehalten. empfehlen daher vorstehende Vorsichtsmaßregeln allea seteiligten zur ganz besonderen Beachtung. Länger andauernde Absperrungen, Einwinterungen, Reparaturen und Auftauungen von Hauswasserleitungen werden am zweckmäßigsten und schnellsten von denjenigen Installation sgeschäften besorgt, welche die betr. Hauswasserleitungen f. 3t. ausgeführt haben und daher die örtlichen Verhältnisse mit ihren empfindlichen Punkten am besten kennen. Gießen, den 8. Dezember 1906. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Dito Bergen. 6. 83. ie ür et. st er 1232 ent BEA ng a m. Abends 62 Uhr: Weihnachtsfeier der beiden Konfirmandenvereinigungen der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vormittags 91/2 Uhr: Professor D. Ed. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Straus. 2. Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember. Sollefte für die Armen. In der Stadtkirche. Vormittags 91/2 Uhr: Professor D. Drews. Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche. In der Johanneskirche. Vormittags 92 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasund Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Euler. Abends 72 Uhr im Lukassaal: Weihnachtsfeier der beiden Konfirmierten Vereinigungen der Lukasgemeinde. Der Anbang geistlicher Volkslieder zum Gesangbuch ist erschienen und fann borerst bei den Kirchendienern zu 20 und 25 Pfg. bezogen werden. Bei den Buchbindern sind vo handen auch eingebundene Eremplare, aber ohne Noten, zum Einlegen in das Gesang buch, zu haben. Batholische Gemeinde. Samstag, den 22. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen: heit zur hl Beichte. Arbeitsvergebung. Die zum Neubau des Stadttheaters in Gieken borkommenden Schreinerarbeiten, Los 1 bis 4, sollen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen and Angebotsformulare liegen im Bureau des Architekten Hans Meyer, Westanlage 6, dahier, zur Einsicht offen und fönnen daselbst( außer Zeichnungen) zum Selbstkostenpreis erhoben werden. Die Angebote find bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 10. Januar 1907, vormittage 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, den 20. Dezenber 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Benugung des Schweinemarktplages und verschiedener anderer Pläge zur Förderung des in der Lahn gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter Samstag, den 22. Dezember 1906, vorm. 11 Uhr an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 21. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. MUNCHNER Jugend CBER GEORG HIRTH JEDE ist die berufene Vorkampferin und Vertreterin der modernen Weltanschauung auf allen Gebieten der Kunst und Literatur und illustriert in Wort und Bild rascher und reichhaltiger als jede andere Wochenschrift die intereffantesten Tagesfragen. PROBENUMMER GRATIS NUMMER 35 Pfg Erscheint jeden Samstag: Verlobungs- n. 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Kommunion. Vormittags um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. 91/2" Hochamt mit Predigt. Rachmittags um 5% Uhr: Andacht. " Montag, den 24. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Dienstag, den 25. Dezember. Weihnachsfeft. Vormittags von 5 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 5 Uhr Christmette. " " " " " 6, 6, 7 und 8 Uhr sind hl. Messen. 912 an Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5½½ Uhr: Fest Andacht mit Segen. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte. Mittwoch den 25. Dezember. Fest des hl. Stephanus. Vormittags von 61/2 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. " um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. " " , 912 Uhr: Hochamt. " Nachmittags um 52 Uhr: Fest Andacht mit Segen. Gickener landwirtschaftlicher Wetterdien Boraussichtliche Witterung in Hessen für San den 22. Dezember. Heiter und trocken, starker mäßige östliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die volitik und den Inse Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, an Giehen. Alle an Asthma, Engbrüftigkeit, Kurzatmigkeit Leidenden wollen von der Engel- Apotheke, Fran a. M., Gratisprobe von Dr. Elswirths Atmol- Aft Pulver verlangen, welches franko zugesandt Stranke werden sich dann überzeugen, daß sie in A ein zuverlässiges Mittel haben, um diese Leiden ef reich zu bekämpfen.( Astmol enthält: Stramon Grindel rob 10, Bol. laric 10, Menthol 3, Stal. nit 20, Natr. nitric 20.) Große Schachteln sind zu 2501 in den Apotheken zu haben, wenn nicht vorrätig, we man sich an: Universitätsapotheke 3um goldn. Engel" in GießenEngel- Apothefe Frankfurt a. M.- Apotheke in stein( Oberhessen) und Stern- Apotheke in Kassel. NAUMANNIA- SEIFE. mit dem Beste Seifenah undfern! Achtung! Handwerker Achtung! 919 Seiten stark Was willst du wissen? 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Die Reklame. Der schriftliche Verkehr. Post, Telegraph, Fernsprecher. Die Eisenbahnen. Die Fremdwörter. Handwerk und Kleingewerbe in der Gewerbeordnung. Die gewerblichen Vereinigungen and Verbände. Das Versicherungswesen. Die Verträge des täglichen Lebens, Das Wechselrecht. Die Masse und Gewichte. Geld und Geldwirtschaft. Die Grundstücke. Die beweglichen Sachen. Die Familie. Vormund, Pfleger und Beistand. Das Erbschaftsrecht. Das Strafrecht. Der Schutz der gewerblichen Erzeugnisse und Erfindungen. Reichs- und Staatsverfassung. Steuern und Zölle. Das Vereins- und Versammlungsrecht. Heer und Marine. Das Gerichtswesen. Die Zwangsvollstreckung. Zahlungsschwierigkeiten und Konkurs. Das sehr leicht verständliche, mit grosser Gründlichkeit verfasste Bue ist für jeden Handwerker, aueh Kaufmann, Vorarbeiter ete. sehr wertvoll Bestellungen nimmt entgegen Albin Klein, Giessen Geld bis 1000. auch gegen bequeme Ratenzahlg. auf Wechsel od. 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