Nr. 274. Rebaltion n. Sarp terpebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanfchluk Ar. 362. Mittwoch, den 21. November 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Von dem zur Deckung der Geländeerwerbskosten für den Bahnbau Grünberg- Londorf im Jahre 1895 aufgenommenen Streisonlehen im Betrage von 80000 Mt. find per 1. März 1907 zur Rückzahlung ausgelost die Obligationen: Lit. A. Nr. 32= 1000 Mt. G." " 26= 200" Gießen, den 19. November 1906. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Welder. Das neueste. Im Fall Cäsar hat der Oberkirchenrot den Proteft der Heinoldigemeinde zu Dortmund laut Frff. 8tg." abschlägig beschieden und die Entscheidung des Konfiftoriums von Münster anerkannt. Die norwegische Regierung hat in Berlin, Paris, London und Petersburg Schritte getan zum Abschluß eines Neutralitäts bertrages für Norwegen. Optimismus. Vor einiger Zeit hat unser Kaiser in öffentlicher Rede fich gegen die Schwarzseherei ausgesprochen, die keine Freude an den öffentlichen Dingen aufkommen lasse, Mißmut verbreite, Kleinmut förmlich züchte und Unzufriedenheit zur Grundlage der allgemeinen Stimmung mache. Als jüngst Naiser Wilhelm in München war, hat er sich dem Schriftteller Dr. Ganghofer gegenüber in ähnlicher Weise über ein verwandtes Thema geäußert. Der Kaiser rühmte und empfahl den Optimismus. In der Tat ist der Optimismus, der mit froher Zuversicht in die Zukunft blickt und hinter jedem gegenwärtigen Mißfland bereits die kommende Besserung sieht, die Vorbedingung jedes Fortschritts, ja mon fann ihn den Vater jedes Fortschritts nennen. Wer griesgrämig ist, der vergällt sich nicht mur den Augenblick, trübt nicht bloß seinem Weggenossen die Laune der Gegenwart, sondern betrügt zugleich die Zukunft um ihr mögliches Gedeihen und schneidet ihr die glückliche Entwickelung ab, indem er die Kräfte lähmt, die sonst gern zu ihrem Dienst bereit wären. Hierin liegt der allergrößte Schaden des Pessimismus. Wer an feine Besserungsmöglichkeit glaubt, der gibt sehr schnell auf, für die Besserung tätig zu sein und sich anzustrengen; der läßt den Dingen ihren Lauf und sieht mit verschränkten Armen zu, wie sie bom Schlimmen zum Schlimmeren sich gestalten. Das Gegenstück ist der Optimismus. Freilich gibt es auch einen Optimismus der Trägheit, der die Hände müßig im den Schoß legt, ohne Grund erwartend, daß die Wendung zum Besseren ohne Grund eintreten werde. Dieser Optimismus ist nur eine verkleidete Sorglosigkeit, eine lachende Trägseit, eine sich selbst betrügende Untätigkeit. Der wahre Optimismus, der eine Notwendigkeit ist, geht davon aus, daß alle Dinge verbesserungsfähig sind, und daß jede äußerste Anstrengung sich lohne, die Verbesserungs fähigkeit in die Wirklichkeit überzuführen. Dieser echte Optimismus stählt die Kräfte und steigert sie, indem er die Hoffnung belebt und den sich Mühenden im voraus die Früchte seiner Arbeit Toften läßt. Der verdrossene Pessimist, der keine Hoffnung für die Zukunft hegt und seine Arbeit für aussichtslos und vergeblich hält, hat von vornherein die bessere Hälfte seiner Kraft sich selbst genommen und sein Mühen, das er für unFruchtbar hält, unfruchtbar gemacht. Selbst wenn seine Ges wissenhaftigkeit ihn antreibt, auch in aussichtslosem Mühen But ringen, so ermattet er doch schneller als der andere, dem die allezeit rege Hoffnung die Kräfte erneuert. Der echte Optimismus ist weit davon entfernt, sich selbst und andere 3 täuschen und die Dinge schöner zu sehen als sie sind. Er liebt die Wahrheit und blickt ihr gern ins Auge. Aber selbst Sie unerfreuliche Wahrheit entmutigt ihn nicht, sondern erweckt im ihm den Vorsaz, das Bessere zur Wahrheit zu machen, So daß er im Vorgefühl der fünftigen erfreulicheren Zustände jetzt schon Freude empfindet. Jm öffentlichen Leben ist der Optimismus noch weit notmendiger als im privaten Leben. Wenn der Einzelne zu pressimistischen Grillen neigt, so schadet er nur sich selbst, so hindert er nur seine eigene Lebensfreude und sein eigenes Hortkommen, so schmälert er nur die eigene Kraft. Der Pessimismus aber, der in öffentlichen Dingen fich fundgibt, hat weit verwüstendere Wirkung. Wer den Pessimismus in öffentlichen Dingen predigt, der hindert auch ungezählte Andere, ihre volle Leistungsfähigkeit in den Dienst des Gemeineens zu stellen, und untergräbt damit endlich den Gemeinfine selbst. Optimist kann man sein, auch wenn die ggegenwärtigen Verhältnisse unerquicklich und sogar bedrohlich find. Ja, dann sollte man es ganz besonders sein, weil dann nnoch größere Anforderungen gestellt werden müssen, weil dann auf feinen kleinsten Teil aller vorhandenen Kräfte Verzicht ggeleistet werden kann. Mag doch, wer durchaus mürrisch ist mund hoffnungslos, mit seiner Mißlaune müßig beiseite stehen und in Untätigtett verharren- aber er verfündigt sich an seinen Mitmenschen, wenn er diesen die frohe Laune nimmt, deren sie zur vollen Entfaltung ihrer Fähigkeiten und der Verwendung dieser Fähigkeiten nicht entraten können. In diesem Sinne hat sich Kaiser Wilhelm zu Dr. Ganghofer ausgesprochen. Der Kaiser darf sicher sein, im deutschen Volke, das nur fünstlich zum Pessimismus angeregt werden kann und glücklicherweise nur vorübergehend darin verharren mag, die lebhafteste Zustimmung zu finden. Eine Aeußerung des Pessimismus ist auch die Kritik, die tadelt, bloß um zu tadeln, die jede Anerkennung versagt. Gewiß ist die Kritik notwendig und nüzlich. Sie ist ein ganz ausgezeichnetes und nicht entbehrliches Förderungsmittel. Doch das gilt nur von der Kritik, die nicht erschlägt, sondern den Weg zum Besseren weist, die nicht überall Unfähigkeit und bösen Willen voraussetzt, die nicht ausschließlich in der eigenen Erkenntnis den Maßstab für ein allgemeines Urteil erblickt, vielmehr eine andere Meinung und Anficht auch gelten läßt, die nicht den Glauben an die eigene unfehlbarkeit zur Vorbedingung ha: Es schadet nichts, wenn eine Kritik scharf ist und auch einmal über das Ziel und rechte Maß hinausgeht. Nur bösnillig darf sie nicht sein und bösen Willen verbreiten. Wenn sie diesen Fehler vermeidet, so trägt fie zu positivem Schaffen redlich bei, so hindert sie den Optimismus nicht, sondern bewahrt ihn davor, in den Fehler der Schönfärberei zu verfallen. Lebrling Gefelle - - Meifter. Dem Reichstag wird nach einer Ankündigung des Herrn Staatssekretärs Grafen Posadowsky in nächster Zeit schon eine Vorlage zugehen, die bestimmt, daß nur Meister das Recht zur Ausbildung von Lehrlingen haben sollen, und daß es in Zukunft nicht jedem, der ein Haus bauen oder auch nur Teile an einem Hausbau ausführen läßt, gestattet sein soll, sich Baumeister zu nennen. Zu dieser in Handwerkerkreisen mit großem Interesse aufgenommenen Anfündigung wird der Deutschen ReformKorrespondenz" geschrieben: Mit den in Aussicht stehenden Vorlagen wird, wenigstens in einem gewissen Umfang, der Meistertitel unter gesetzlichen Schuß gestellt und gleichzeitig dafür gesorgt, daß Lehrlinge nur dort mit Aussicht auf fünftige Gesellenschaft und Meisterschaft gehalten werden dürfen, wo eine erprobte Kenntnis in dem betreffenden Beruf vorhanden ist. Von seiten der Handwerksmeister ist diese Forderung schon seit Jahren gestellt worden. Ihre Erfüllung ist mancherlei Schwierigkeiten begegnet, die nicht in der Abneigung der Regierung lagen, sondern in der besonderen Art der Entwickelung, die das Handwerk in unseren Tagen genommen hat. Es gab eine Zeit, in der man genau wußte, was ein Handwerfer und ein Handwerksbetrieb war. Dann tam eine Zeit, die noch nicht einmal ganz vorüber ist, in der die Grenzen zwischen Handwerks- und Fabrikbetrieb sich verwischten, in der mancher selbst nicht zu sagen wußte, ob er noch Handwerker oder schon Fabriksleiter war. Erst allmählich find die Scheidelinien wieder fester und deutlicher gezogen worden, wenn auch heute noch in manchen Fällen eine flare und allgemein erkennbare Trennung nicht vorhanden ist. Jedenfalls ist die Regierung zu der Ueberzeugung gekommen, die Klärung sei hinreichend weit fortgeschritten, um zu gestatten, das Handwerkswesen aufs neue mit fester Regelung zu versehen und die Lehrlinge wiederum den fachkundigen Meistern zur alleinigen Ausbildung zuzuweisen. Die Handwerkerkreise sehen damit noch nicht alle ihre Forderungen und Wünsche erfüllt; sie werden aber der Reichsregierung für die Abschlagszahlung dankbar sein. Zu den beteiligten Kreisen gehören nicht bloß die Handwerker selbst, sondern auch die Eltern der jungen Leute, die Handwerfer werden wollen, und die in neuester Zeit kaum eine Gewähr dafür hatten, ob die Lehrherren, bei denen sie lernen sollten, auch wirklich verstanden, was diese zu lehren vertraglich übernommen hatten. Indem die Regierung auf die Wünsche der Handwerker eingegangen ist, hat sie sich ganz in dem Rahmen ihrer Grundsätze gehalten, die darauf gerichtet sind, den Schwachen Schuz zu gewähren." Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Neuerdings verlautet zu den geplanten Maßnahmen zur Behebung der Fleischtenerung, daß man in den maß gebenden Kreisen dem Gedanken der Grenzöffnung ziemlich zweifelhaft gegenübersteht. In Betracht käme dabei lediglich der direkte Import aus Holland und die Einführung ge frorenen Fleisches aus Amerika. Aus diesem Grunde jei die Errichtung von Schlachthäusern an der holländischen Grenze zu erwägen. Der Frage der indirekten Einfuhr in Gestalt bon gefrorenem Fleisch stehen angeblich die verbündeten Regierungen ablehnend gegenüber, dagegen verspricht man sich in maßgebenden Kreisen mehr von der Herabſegung der Tarifsäge der Eisenbahnen. * Nach in den Kreisen der Reichstagsabgeordneten_umlaufenden Gerüchten beabsichtigt Kolonialdirektor Dernburg, für Eisenbahnbauten in Südwestafrika 500 Millionen au ver: langen. Allerdings soll die Summe auf zehn Jahre verteilt werden, also 50 Millionen jedes Jahr erfordert werden, ein Teil dieser soll auch durch Landessteuern in der Kolonie selbst aufgebracht werden. Oefterreich- Ungarn. ** Die in Wien stattgefundene Konferenz der mitteleuropäischen Wirtschaftsvereine nahm ohne Debatte einstimmig die Anträge betreffend Anwendung und Ausbau der ZollSchiedsgerichte, betr. eines bankmäßigen internationalen Giroverkehrs zwischen getrennten Währungsgebieten, speziell zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn, unter Ausgestaltung zum internationalen Clearing- Verkehr an. Es wurden ferner beantragt die Durchführung des Post- Scheck- Verkehrs_im Deutschen Reich unter Herstellung einer organischen Verbindung mit der österreichischen und der ungarischen PostSparkasse und Angliederung desselben an die Biro- Abteilungen der großen zentralen Notenbanken. Ferner wurde die Schaffung gemeinsamer Normen für die Beaufsichtigung der privaten Versicherungsanstalten angeregt. Rufsland. ** Der Bar hat einen Ukas an die finnländischen Behörden erlassen, in dem er fie ersucht, alle politischen Verdächtigen, welche in Finnland ein Asyl gesucht haben, an Rußland auszuliefern. Die russischen Flüchtlinge in Finnland find von Panik ergriffen, da sie das Schlimmste befürchten, und treffen Vorbereitungen zur Flucht, falls der Senat dem Wunsche des Zaren Rechnung tragen sollte. Ferner liegen folgende Meldungen vor: Grodno, 20. November. Der Leutnant Iwanow eines hier in Garnison stehenden Bataillons verwundete durch zwei Revolverschüsse seinen Bataillonschef Turoff gefährlich in der Brust und tötete sich dann selbst. Mitau, 20. November. Heute wurden hier drei zum Tode verurteilte Führer der Unruhen in Tuffum und ein gleichfalls wegen Aufruhrs zum Tode verurteilter Einwohner der Stadt Windau hingerichtet. England. ** Die Frauen in London führen den Kampf um das Stimmrecht auf eigenartige Weise. Eine Anzahl von Frauenstimmrechtlerinnen drang in den Vorhof des Parlamentsgebäudes. Die Polizei trieb sie auseinander und verhaftete eine Frau. Die Schwester des Generals French zu verhaften, die bei dem Auftritt eine führende Rolle spielte, lehnte die Polizei trotz der an sie ergangenen Aufforderung hierzu ab. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 21. November. Dem Bundesrat ist eine neue Vorlage betreffend die Weiterführung der Bahn LüderizbuchtKubub bis Keetmanshoop, die der Reichstag bekanntlich im vorigen Jahre ablehnte, zugegangen. Berlin, 21. November. Die Zentrumsfraktion des Reichstags hat beschlossen, die Unterstützung der Poleninterpellation durch Verweigerung der Unterschriften abzulehnen. Rom, 21. November. Ein Mitglied der Anarchistenpartei richtet eine Zuschrift an die Blätter, worin erklärt wird, daß die Anarchisten alle Verantwortung für das Attentat im Petersdom ablehnen. Rom, 20. November. Der Anarchist Dr. Lagano, welcher den Professor Rossi auf offener Straße ermordet hatte, ist gestern in Neapel verhaftet worden. Tanger, 21. November. Aus dem in der Nähe von Fez belegenen Orte Djebel Zerhoun wird gemeldet, bat dort ein neuer Prätendent aufgetreten ist. Dof und Gefellschaft. Bei der zu Ehren des Dänischen Königs. paares im Schlosse zu Berlin abgehaltenen Galatafel wurden sehr warm gehaltene Trinksprüche ausgetauscht, in denen der Kaiser wie sein Gast der Beziehungen Deutschlands und Dänemarks gedachten und auf die Fortdauer der Freundschaft anstießen. Am Dienstag folgte das Königspaar einer Einladung des dänischen Gesandten zum Frühstück und empfing nachher eine Abordnung der dänischen Kolonie. Der Kaiser verlieh dem König von Dänemark die Kette zum Schwarzen Adlerorden und der Königin von Dänemark den Luisenorden mit der Jahreszahl 1813/14/15. Fürst Bülow erhielt den dänischen Elefantenorden, den höchsten Dänemarks. * Schwer ertranft ist Prinz Karl von Baden, der Bruder des Großherzogs. Der Prinz hält sich im Sanatorium des Hofrates Dr. Fey in Baden- Baden auf. Der Prinz ist 74 Jahre alt. Der Chef des Kgl. Sächsischen Generalstabes Generalmajor Georg Wermuth, ist nach langem, schwerem Leiden im Alter von fünfzig Jahren in Dresden gestorben. ** Das älteste Mitglied der französischen Deputiertenfammer, Abgeordneter de Mahy, der seit 1871 ununterbrochen der Kammer angehörte und wiederholt Minister war, ist in Paris im Alter von 76 Jahren gestorben. 33. m ht ir et. st er 1232 en ng m. bich nur ein Wort, fo einziges chwächlichen Kaufmannssohne und irgend biefem und von Schulden, von Wechseln einen fernen Winkel der Welt, wo man nichts von Bankiers und Ehrenscheinen weiß! entreiße ich bich entführe dich in Was frage ich nach meiner Karriere, Glück ertaufen fönnte?" wenn ich mir mit dem gesucht habe." Fieberrüsten Afrikas, die ich mehr als einmal freiwillig auf Schaden gelitten haben, als durch einen Aufenthalt an der sundheit aber würde durch diese Gewohnheit wohl faum mehr eine recht gezwungene. Der Oberstwachtmeister Yachte, aber seine Heiterkeit wat einer Cousine chlanken Hals. Den Kopf und Topfte jinauszuführen, und es schien ihn nicht zu verlegen, daß er hr nun auch den Ritterdienst leistete, sie in den Sattel zu Aber eine Wolfe glitt über sein Gesicht, als Josephine den Arm reichte, um sie auf die Terrasse Er hatte es nicht verhindert, daß Herbert dem schönen Tiere schmeichelnb den jeben. allmählich Es kommt häufig vor, daß Tiefseefische Schwimmblase treibt die Eingeweide aus Magen hilflos auf der Wasseroberfläche treiben. Wahrscheinlid aus den Höhlen und die übermäßige Ausdehnung be feine Musfeln gleichen faulem Fleisch, die Augen springer geschehen, mit großer Beute in Der Bauchhöhle. fo find felne Bräten häufig wie Bunder Deutfcher Reichstag. ( 122. Sigung.) CB. Berlin, 20. November. Vor schwach besetzten Bänken und noch schwächer be ezten Tribünen wurde heute im Reichstage die gestern be gonnene zweite Beratung der Abänderungen der Gewerbe ordnung, welche die Einführung eines Befähigungsnachweises für das Baugewerbe bezweden, weitergeführt. Die Regierung war dabei wie gestern durch den Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Grafen von Posadowsky, vertreten. Die Mitteilung des Staatssekretärs, daß dem Hause in diesen Tagen ein Gesezentwurf zugehen werde, der für den Titel„ Baumeister" oder Baugewerksmeister" Schußbestimmungen enthält und gleich zeitig vorschreibt, daß in Zukunft nur solche, die den Titel Meister" erworben haben, Lehrlinge halten dürfen, wurde bon den Konservativen, in deren Namen Abgeordneter Maltewiz sprach, freudig und dankbar begrüßt. Herr Mallemiz betonte dabei, daß der Schuß des Handwerks einer der Hauptpunkte des tonservativen Programms sei. Danach stimmte der Redner der Vorlage nachdrücklich zu. Dasselbe taten die Nationalliberalen, in deren Namen Abg. Böttcher bemerkte, die Vorlage werde hoffentlich dazu beitragen, etwas mehr Solidität in das Baugewerbe hineinzubringen. Von sozialdemokratischer Seite bemängelte Abg. Frohme den Inhalt der Vorlage als nicht bestimmt und flar genug. Diese Ausführungen gaben dem Abg. Gamp von der Reichspartei Anlaß zu der Bemerkung: Die Rede Frohmes sei ein neuer Beweis dafür, daß die Sozial demokraten dem Handwerk nicht helfen wollten. Staatssekretär Graf Posadowsty trat für die unberänderte Annahme der Vorlage ein, indem er darauf hinwies, daß der Befähigungsnachweis, der durch den ange fündigten Entwurf eingeführt werden solle, nicht technischer, sondern moralischer Natur sei. Lehrlinge solle nur derjenige halten und erziehen dürfen, der selber eine ordentliche Er ziehung genoffen habe. Gleichzeitig nahm der Staatssekretär Beranlassung, fich über den allgemeinen obligatorischen Fortbildungsunterricht auszusprechen, dessen Einführung Abg. Trimborn bom Bentrum gestern begehrt hatte. Graf Posadowsky bezeichnete diese Forberung als zu weitgehend. Die finanziellen Aufwendungen, die sie zur Folge haben würde, ließen sich nicht übersehen. Außerdem seien in vielen Orten die Vorbereitungen für einen solchen Unterricht nicht vorhanden. Die weitere Debatte zog sich noch lange hin. E2 beteiligten sich an ihr der Antisemit Werner und der Zentrumsabgeordnete Euler, die in breiten Ausführungen auf das Entschiedenste für den umfassenden Schuß des Handwerks und damit für die Vorlagen eintraten, und der Sozial demotrat Bö melburg, der die von seiner Partei gestellten Anträge, die einen größeren Schutz der Bauhandwerker fanden, begründete. In später Stunde tam noch der Konservative Pauly zum Wort, der unter Bekämpfung der sozial demokratischen Anträge für einen entschiedenen Schuß des Handwerks eintrat. Soziales Leben. X Deutscher Arbeitgeberverband. Die Hauptstelle der deutschen Arbeitgeberverbände hält am 4. Dezember in Berlin ihre Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen folgende Beratungsgegenstände: Schußverband gegen Streifschäden; neuere Ausstandstaktik der Arbeiterorganisationen; Streifstatistik. X Lohnerhöhung im amerikanischen Textilgewerbe. Die Baumwollfabrikanten in Massachusetts bewilligten 25 000 Arbeitern eine fünfprozentige Lohnerhöhung, welche am 26. d. M. in Kraft treten soll. Damit beträgt die Lohnsteigerung in den letzten 13 Monaten insgesamt 20 Prozent. Es ist noch nicht bekannt, ob die Arbeiter auf der ganzen von ihnen verlasgten Lohnerhöhung von 10 Prozent bestehen werden. Nab und fern. S0 † Schweinefleisch wird billiger. Ein Rüdgang der Preise für lebende Schweine macht sich in den letzten zehn Wochen auf dem städtischen Viehhofe in Berlin bemerkbar. wurden am 8. resp. 12. September für lebende Schweine mit 20 v. H. tara 134 bis 144 Marf für 100 Kilogramm Schlachtgewicht notiert, jetzt nur noch 114 bis 128 Mart. Jm Klein berfehr haben die Preise bisher noch nicht nachgelassen. Das Fleisch wird billiger! In Frankfurt a. M. fand eine Sigung der Preiskommission der Fleischerinnung statt, in der beschlossen wurde, für Schweinefleisch und Wurstwaren einen Abschlag eintreten zu lassen, dessen Höhe och festgesetzt wird. Die Jüngsfelder Baumschulen empfehlen Obstbäume aller Gattungen und Formen jung, kerngesund, sortenecht. Ziergehölze, Koniferen für Gärten und Friedhöfe grösste Auswahl. Strassenbäume Ia. Qualität. 100 Seiten starker Katalog kostenlos. Dahs, Reuter& Co. Jüngsfeld b. Oberpleis Gegr. 1877 Bez. Cöln. Persönliche Auswahl gern gestattet. 225 Morgen Bitten auf diese Zeitung Bezug zu nehmen! † Wetterschäden. Wiederum haben gewaltige Stürme und Wolkenbrüche an verschiedenen Orten großen Schaden angerichtet. Folgende Meldungen liegen vor: Marburg, 19. November. Jm ganzen nördlichen Teil der Provinz Hessen- Nassau und den angrenzenden Gebieten tobten gestern abend orfanartige Stürme mit Gewittern und starten Regengüssen; nachts trat vereinzelt Schneefall ein. Cughaven, 18. November. In der verflossenen Nacht ist auf der Nordsee und an der Elbmündung ein schweres Sturmwetter ausgebrochen. Der Wasserstand erreichte hier fast Sturmfluthöhe. Auf der Unterelbe strandete die deutsche Viermastbart„ Hans". In bedenkliche Lage geriet das Lotsenboot vom Elbfeuerschiff„ 4“, das mit der Besagung vertrieben wurde. Doch erhielt es rechtzeitig Rettung. Frankfurt a. M., 19. November. Jm Rhöngebiete ist starter Schneefall eingetreten. Der Taunus ist bis zur 300- Meter- Höhengrenze herab in eine Winterlandschaft ver wandelt. Im badischen Schwarzwald hat es zum erstenmale geschneit, und der Harz ist in Schnee gehüllt. Auch die Kälte hat ihr erstes Opfer gefordert. Bei Trier wurde der Bergmann Zahler auf der Landstraße erfroren aufgefunden. Menghis( Tenessee) 19. November. Während eines Sturmes, der Teile von Alabama, Mississippi und Tenessee heimgesucht hat, find acht Personen ums Leben gekommen und eine große Anzahl verlegt worden; viel Eigentum und die Saaten haben schweren Schaden gelitten, viele Häuser find vom Erdboden verschwunden oder teilweise zerstört. Einige Teile des Landes find überschwemmt und die Eisenbahn- und Telegraphen- Verbindungen vielfach zerstört. Es ist wohl möglich, daß die Zahl der Todesfälle sich später als größer herausstellen wird. † Köpenid in Stuttgart. Vor der Schloßwache in Stuttgart erschien gestern abend ein Mann in Majorsuniform und befahl, die Wache herauszurufen. Dem Befehl wurde Folge geleistet. Als jedoch die Wache antrat, lief der Major, offenbar ein Schüler des Köpenider Hauptmanns, davon. Die Patrouille konnte ihn nicht einholen. † Stoff zu einem Kriminalroman. In Pforzheim wurden im September der Tagelöhner Enghofer und seine Söhne Friedrich und Josef in ihrer Wohnung aufgefunden, an scheinend erkrankt infolge von Vergiftung. Die Söhne er. holten sich wieder, der alte Enghofer mußte jedoch nach dem Krankenhause gebracht werden. Nach seiner Entlassung aus diesem wurde eine Untersuchung gegen ihn eröffnet, diese aber wieder niedergeschlagen. Sonntag fand man den Alten und Friedrich Enghofer auf dem Fußboden liegend vor. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß sie an Vergiftung gestorben seien. Das weitere werden die gerichtlichen Ermittelungen ergeben. Kohlenoxydgas- Vergiftung. Zwei Monteur, der 27 jährige Mar Tomaschte und der 24 jährige Flormann hatten Nachtwache in dem Keller eines großen Berliner Handelshauses, wo ein großer Kessel montiert wurde. Als die Arbeitskollegen der Wächter am anderen Morgen den Keller betraten, fanden sie die beiden Monteure durch Kohlenorydgas vergiftet, am Boden liegend vor. Mit Hilfe des Sauerstoffapparates gelang es den F. wieder ins Leben zurückzurufen. Dagegen waren bei T. alle Bemühungen ver geblich. Er war den Wirkungen der Orydgase bereits erlegen. † Im Bett verbrannt. Der Tischlergeselle Brosemann in Rixdorf war ein leidenschaftlicher Raucher, der jedoch so fahrlässig war, im Bett noch weiter zu rauchen. Nun ist Brosemann ein Opfer seines Leichtsinns geworden, er hatte sich wieder mit brennender Tabatspfeife ins Bett gelegt. Ein Funken entzündete seine Liegestatt, und am andern Morgen fanden die Wirtsleute des Br. seine stark angefohlte Leiche. † Ein moderner Othello. In Magdeburg hat der 25 Jahre alte Instrumentenmacher Anton Schreiner, ein Witwer, die 38 Jahre alte Witwe Anna Preißig, geb. Heise, Mutter vor vier Kindern, bei der er wohnte, aus Eifersucht erschossen; dann hat er sich auf gleiche Weise selbst den Tod gegeben Er unterhielt mit der Getöteten ein Liebesverhältnis und wollte sie heiraten. † Explosion im Krankenhaus. Im Krankenhaus von Czenstochau explodierten 3600 Gramm Aether. Der Operationssaal ist stark beschädigt. Die Wände drohen einzustürzen. Zwei Spitalarbeiter haben schwere Brandwunden erlitten. Ein Hospitalarzt hat eine Gehirnerschütterung dabongetragen Neu aufgenommen: Herren- Hüte Stets das Modernste. Großer Billigste Preise. † Brand eines Hotelrestaurants. Im Hotelrestaurant Zum Ratskeller" in Köln brach Feuer aus, wobei ein Amerikaner namens Mathias Gildenbach derartige Brand wunden erlitt, daß er alsbald verstarb. Die zahlreichen übrigen Hotelinsassen wurden durch die sofort auj genommenen Rettungsarbeiten der Kölner Feuerwehr vor Schaden bewahrt. + Eisenbahnzusammenstoß. Auf dem Bahnhof Dieden, hofen fuhr der Schnellzug 10 auf stehengebliebene Wagen des Buges 6637. Der Lokomotivführer wurde schwer verletzt. Zwei leichtverletzte Reisende haben nach ärztlicher Behandlung die Meise fortacfest. Der Rotish it mid art. † Ein historischer Tag. Die 250. Wiederkehr des Tages, an dem in dem Ordensschlosse von Labiau der Vertrag bon Labiau geschlossen und damit die Souveränität des Großen Kurfürsten über das Herzogtum Preußen von Schweden an erkannt wurde, wurde unter allgemeiner Beteiligung auf Stadt und Kreis Labiau festlich begangen. Den Mittelpunt der Feier bildete die Enthüllung des Kriegerdenkmals mil den Bildnissen Kaiser Wilhelms des Großen und des Großen Kurfürsten. + Der Eisenbahnattentäter Rüder, welchem vor kurzem der Zahnarzt Claussen zum Opfer fiel, ist dringend verdächtig vor einigen Monaten auch das Dienstmädchen Dora Bur meister ermordet zu haben. In einem Koffer, welcher bei einer früheren Logiswirtin als Mietepfand blieb, wurden blutbefleckte Kleidungsstüde gefunden, welche die Logiswirtia als Eigentum Rüders anerkannte. Außerdem erkannte ful auch das bei der ermordeten Burmeister gefundene Messa als das Rückers an. Hus dem Gerichtsfaal. " 1 weic * Von der beit der Beftätigu in Offenbach wird bes Dezembers 215. Moni 6.2laffe 13. 8te Nur die Gewin G Ohne Gewähr. 106 29 333 466 76 72 72 684 762 936 3113 36 E( 600) 848 78 929 5196 7231 425( 500) 77( 3000) 682 72 847 978 10017 36 140 64( 600) ( 500) 627 33 60 66 74 555 340 452 630( 600) 5 500) 899 966( 500) 85 15 19( 3000) 274 411 42 702 § Die bekannte Frauenrechtlerin Dr. jur. Anita Angs Durg hatte sich in Hamburg megen Beleidigung der dortigen Polizeibehörde und ihrer ausübenden Organe zu verantworten, Frl. Augspurg soll bei Gelegenheit der Hamburger Wahl rechtskrawalle am 17. Januar d. J. einigen Sajuz.euten au offener Straße zugerufen haben: Diese Gesellen glauben fi heute alles erlauben zu können. Seht euch bloß die Kon stabler an, nicht für fünf Pfennige Anstand besitzen die Gesellen. Die gemeinen Kerls fallen wie Wölfe über die Menschen her und üben ihre Wut aus!" Am Tage nach der Krawallen am Schoppensichl und vor dem Rathause ver öffentlichte die Angeklagte in dem Hamburger General anzeiger" einen Artikel, den sie mit dem Titel: Aus schreitungen der Hamburger Polizei" überschrieb und in dem fie erzählte, daß die Schußleute auch sie und ihre Begleiterinnen mit dem Säbel bedroht haben. Sie sprach dann von„ Un taten der Polizei", die nicht beziusdit" werden dürften, und davon, daß die Polizeiverwaltung durch ihre unkluge En blößung des Kaschemmenviertels von aller Aufsicht die un mittelbare Ursache zu den Tumulten gegeben habe. Alles, was sonst an anderen Stellen vorgekommen sei, habe nicht in Ruhestörungen oder Exzessen seitens des Publikums be standen, sondern in kopflosen Ausschreitungen der Polizisten, die in sinnloser Wut über die ahnungslosen Passanten her fielen." Die Anklage gegen Fräulein Dr. Augspurg laute auf Vergehen gegen§§ 185, 186, 73 und 74 Str.G.B. unt § 20 des Preßgesezes. Als Zeugen find u. a. mehrere bei dem Straßenkampfe beteiligte Schuhleute und Verwundet geladen, nachdem die Angeklagte sich zur Führung de Die Angeklagte stellt in Wahrheitsbeweises erboten hat. Laufe ihrer verantwortlichen Vernehmung entschieden in Abrede, den Schuhleuten gegenüber die ihr zur Last gelegte beleidigenden Aeußerungen geton zu haben. Ausverkauf Für Juristen! in prima § Der Raubmörder Hennig hat durch seinen Verteidige das Wiederaufnahmeverfahren beantragt und dadurch erzielt daß die Volstreckung des über Hennig verhängten Tods urteils aufgeschoben wird, bis die Entscheidung über den Er trag auf Wiederaufnahme gefällt ist. Hennig hofft, daß e bei einer zweiten Verhandlung nicht mit dem Tode bestre werden, sondern mit lebenslänglichem Zuchthause dava tommen wird. Wilh. Wirsig Seltersweg Seltersweg Spezialhaus-8= für Handschuhe, Krawatten, Herrenwäsche Nervenschwäche und deren Folgezustände, Angstgefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnis: Heff. 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Unsere Auflage ist wesentlich gestiegen! Cokales. ftände Stellung nehmen. Ferner wird die Kammer die Botschaft des Großherzogs über die glückliche Geburt des Erbprinzen entgegennehmen und mit einer Dantadresse beantworten; später sollen auch die von der Zweiten Kammer fertiggestellten Gesezentwürfe, namentlich die Berggefeß. Novelle entgiltig verabschiedet werden. * Vom Regiment. Zu Fähnrichen sind befördert die Unteroffiziere Damm, Tamm, Wehner im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm( 2. Großh. Hiff.) Nr. 116. ** Frrer auf der Frrfahrt. Aus der Frrenflinif ist der 21jährige Bernhard Hönig entsprungen. - tt. Stadttheater Gießen. Nach dem außerordentlichen Erfolge, den Herr Büller gestern als Striese errungen es ist wohl selten auf unserer Bühne sob'el gelacht und applaudiert worden dürfte das zweite Gaftspiel heute Abend sicher ein zahlreiches Publikum in Charleys Tante führen. * Parlamentarisches. In der Zweiten Kammer hat der Abg. Köhler- Langsdorf den Antrag eingebracht: „ die Großh. Regierung aufzufordern, gegenüber dem Verlangen der Menge nach Abstellung der Fleischnot festzubleiben und im Bundesrat für Beibehaltung und Herbeiführung c. Viehmarkt Verlegung. Wie wir von untereines Grenzschußes einzutreten, der die heimischen Viehberichteter Seite erfahren, wird durch die Vergrößerung des stände gegen die eindringenden Seuchen in sicherster Weise schützt und dazu den Bauern Gewähr bietet für ange messene Viehpreise, worunter freilich nicht durch Zwischenhändler Viehwucher, großstädtische Meßgerprofite, Oftrois, Schlachthausgebühren 2c. unmäßig erhöhte Fleischpreise zu verstehen seien." tlicher Behandlu heit der Bestätigung des sozialdemokratischen Beigeordneten derkehr des Tage des Dezembers zusammentretende Erste Kammer der Land* Von der Ersten Kammer. Bu der Angelegenhändler: Viehwucher, der Vertrag b anität des Gro bon Schweden Beteiligung Den Mittelpu Eriegerdenkmals en und des Groj elchem bor hre Dringend berba mädchen Dora Roffer, welcher and blieb, to che die Logismi erdem erkannte = gefundene al. .jur. Anita A digung der dort e zu verantwor Hamburger en Sjuz.euten Sefellen glauben euch bloß die Instand befizen vie Wölfe über Am Tage nag dem Rathause Samburger Gen dem Titel: rschrieb und in d ihre Begleiteri rach dann von, werden dürften, ihre unkluge( Der Aufsicht die egeben habe. men sei, habe des Publikum ungen der Poli Slofen Passanten b Dr. Augspurg nd 74 Str.6.8 d u. a. mehren te und Verwu zur Führung Angeklagte ftell nung entschieden ihr zur Laft gel Jen. rch seinen Verte und dadurch verhängten heidung über de Sennig hofft, b Buchthause it dem Tode be sig eltersweg = 8= renwäsche Auf bequeme eilzably Möbel rren-, Damer und der- Gardero nufakturward etc. redit- Haus Glessen ekstrasse 14-16 in Offenbach wird nunmehr auch die in den ersten Tagen 215. Königlich Preußische Klassenlotterie. 6. Blaffe. 13. 8tebungstag. 20. November 1906. Vormittag. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. ( Nachdruck verboten.) ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) 106 29 333 466 76 729 990 1007 87 210 16 55 460 634 881 2272 830( 5000) 439 72 684 762 935 3113 363 457( 3000) 765 98 806 71 4242 437 44 596 718( 1000) 58( 600) 848 78 929 5196 229 397 482 669 81( 3000) 692 6631 73( 3000) 913 70 7231 425( 500) 77( 3000) 656 8358 690 714 881 940 9178 217 62 301 4( 500) 22 862 72 847 978 10017 36 140 64( 600) 244( 5000) 417 55 93 843 69 863( 600) 956 11067 314 135( 600) 627 33 60 56 740 98 848 962( 3000) 12128 627 81 613 13014 44 116 22 58 56 340 452 530( 500) 65 66 676 736 14214( 1000) 344 79 454 643( 1000) 717 ( 500) 899 956( 600) 85 15152 358( 500) 593 665 16364 471 624 663 17077( 500) 189( 3000) 274 411 42 702 59 91 18283786 918 19162( 500) 429 77 937 20061 148 88 733 897 21020 139 97 242 347 962 22039 215 729 23010 11 27023 60 106 34( 500) 801 622 814 913 85 24068 171 96 201( 500) 371 96 547 730 31 960 ( 3000) 25019 363 570 633 798 841 93 970 26058 609 61 746( 500) 919 186 480 631 70 88( 1000) 837 950 80 28018( 500) 64 65 221 49 326( 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Königlich Preußische Klassenlotterie. 6. Klasse 13. 8iehungstag. 20. November 1906. Nachmittag. Nur die Gewinne über 240 m. find in Klammern beigefügt. ( Nachdrud verboten.) ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) 200 77 340 89 602( 500) 980 72( 8000) 96( 500) 1582 2149 94 877 519 69( 600) 844 941 8043 390 91 471 641 77 78 643 895 4056 177( 500) 308 86 66 780 5245 660 737 74 909 6093 275 692 7136 673 721995 8060( 1000) 88 160( 1000) 273 306 37 729 800 927 41 9081 188 696 761 10274 353 796 866 935( 3000) 11119 440 638 863( 5000) 12110 88 285 344 434( 500) 643 782 849( 1000) 13111 617 828 14036 81 152 98 210 90( 500) 846 69 622 27 56 704 53 976 15227 61 71 378 446 860 16003( 500) 45 851 82 87 923 17108 234 83( 1000) 506 75 91 625 27 89 61 63 834 18108 9 318 20 623 717 891 19117 232 335 81 417 20125 206 83 683 83 703 17( 3000) 23 27 21031 57 287 814 96( 500) 463 684 782 844 92 22248 92 824 38 697 742( 500) 23244 98 426( 500) 94 669 767 807 11 919 82 24028 83( 1000) 94 191 319( 3000) 26 691 615 84 911 69 25111 207 8 362 584 26083 185 216 711 61 994 27103 18 73 739 61( 500) 877 842 91 28201 471 92 694 730 73( 600) 903( 500) 29220 30339 422 634 671 31271 318 625( 1000) 751( 500) 910 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3000) 153279 86 411 781 93 996 15 4632 42 973 155179 872 464 845 983 156268 348 63( 500) 488 686 616 861 157087 158 2:24 629( 3000) 43 55 93 758 936 158028 411 632 51 669 778 83 802 61 74( 500) 85 957 159003 23( 500) 246 74 87 401 67 565 76 625 849 53 970 160137 483 714 821 62( 10000) 970 161033 42 652 76 716 162179 95 ( 1000) 243 360( 3000) 607 38 82 856 906 163262 321 412 647 825( 500) 164222 332 618 27 66 743 49 860 923 165073( 500) 146 74 305 777( 3000) 861 80 166033 56 195 247 403 640 660 167311 77 416 672 89 664 783 911 72 168419 542( 1000) 643 169039 96 170 84 255 58 81 96 315 560 866 979 170035 126 256 449 624 689 793 816 171032 282 499 643 726 84 93 954 172025( 500) 563 65 773 826 931 173343 435 655 762 174116 840 475 552 175035 73( 1000) 209 24 580 642 61 770 843 999 176055 422( 500) 799 800( 600) 14 38 963 177182 300 68( 3000) 620 709 933 178309 72( 600) 92 649( 1000) 623 ( 500) 24 54 74 703 42 979 91 179073 136 222 324 87 991 981 180037 894 426 553 639 777( 500) 910 29 181012 425 551 727 815 40 80 182081 352 435 41 811 62( 500) 939( 3000) 47 183070 130 213 34( 3000) 315 611 620 703 85 184043 292 326( 3000) 52 67 89 483 953 185008 177( 3000) 360 539 42 619 795 962 66( 3000) 69 186044 843 46 460 582 873 80 969 187328 99 402 11 604 98 958 188086 608 82 607( 3000) 751 189011( 1000) 417 81( 10000) 758 911 190333 79 416 503 68 808 191068 147 62 97 273 302 6 409 633 59 99 884 192001 222 40 488 724 98 193428 678 98 194020 131 213 345 87 553 768 967( 1000) 195033 40 172 300 86 93 524 89 659 770 196094 206 339 412 92 197314 763 868 991 198072 367 71 436 697 774 86 964 199054 57 772 85 200166 418 794( 5000) 980 201028 348 777 875 202102( 3000) 220 86 826 410 492 622 765 802 203032 77 352 528 69 740 841 78 973 204254 482 537 ( 5000) 41 653( 500) 63 833 99 932 205245 81 878 667 74 681 762( 1000) 826 206057 145 334 654 882 902( 500) 44 60 207023 87 232 869( 1000) 466 610 29 71 940 208123 236 359 424 794 96 811 209529 956 210162 70 92 300 511 784 942 211257 94( 600) 457 673 728 970 212003 54 121 69 266 310 65 456 77 655 768 213324 570 724 29 42 49 821 986 214021 57 201 636 639 922 215246 339( 500) 482 83 692 216044( 1000) 166 427 631 712 826 99 217269 625( 1000) 782 930 43 66 218262 414 603 632 82 960 219121 48 304 450 502 80( 500) 634 725 45 220067 86 659 602( 500) 71( 500) 828 908 45 74 221063 95 125 248 58 509 619 90( 500) 740 843 222118( 1000) 52 299( 1000) 306 624 959 223136 58 450 544 69 224109 63 58 209 41 69 394 748 225164 628 862 81 226194( 600) 299 355 855 984 227064 114( 3000) 813 443 45 51 606 761 228133 223( 600) 412 618 765 828 229176 252 845 230147( 500) 404 671 728 850 57 231162 274( 600) 842 456 981 232414 41( 3000) 561 810 66 98 233237 62 844 83 405 847 950 234111 64 631 762 235003 21 26 113 84 201 371 700 238189 305 446 93( 3000) 522 772 237000 164 84 206 442 532 708 15 46 805( 1000) 23 50( 500) 901 53 238108( 500) 224 25 363 465 508 648 774( 1000) 981( 1000) 239048 321 526 55 848 969 240283 608 619 736 241007 134 311 663 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1000) 908 270230 41 481 660 271: 37( 1000) 69 487 842 821 25 272014 564 603 88 98( 500) 813( 1000) 78 911 273110 211 520( 1000) 704 27 69 816( 1000) 274126 96 821 78 639 43 896 797 826 970( 600) 275057 73 101 469 585 606 821 900 276007 38 156 326 60( 500) 409 592 606( 5000) 277025 115 389 423( 3000) 595 633 278131 ( 600) 57 96 213 66 613 22 708( 1000) 88( 3000) 906 95 278116 211 25 74 873 475 682( 3000) 878 934 200312 47 410( 1000) 98 627 61 818( 600) 28102 209( 3000) 428 625 669 807 14( 500) 73 282160 292 611 27 283109 248( 3000) 389 710 912( 1000) 40( 1000) 284115 76 526 624( 1000) 94 741 866 926 285025 294 325 631 66 928 286122 287 379 92 414 581 699 748 941 72 287094 130 79 257( 600) 391 427 45 767 950 51 90 1 Im Gewinnrade serblieben: 1 Brämte à 800 000 T., 1 Gewinn à 150000 M., 100 000 t., 1 à 75 000 mL, 1 à 60 000 f., 2 à 60 000 I, 1 à 40 000 Mt., 6 à 30 000 mt., 11 à 16 000 t., 88 à 10 000 9, 68 à 5000 L., 1039 à 3000 m., 1647 à 1000 t. 2426 à 600 m. hiesigen Schlachthofes und durch den Neubau der Kühlanlage eine alsbaldige Berlegung des Viehmarktplages notwendig. Es dürfte wohl interessieren, zu erfahren, daß dieser in die Nähe des seitherigen zu liegen tommen soll und eine der nächsten Stadtverordneten- Versammlungen sich hierüber, sowie über die ganze Anlage schlüssig machen wird. * Die Schweinepreise in Frankfurt. Der hessische Landwirtschaftsrat schreibt folgende cufsehenerregende Mitteilung: Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat vor furzem eine Eingabe an den Reichkanzler und den Landwirtschaftsminister zwecks Deffnung der Grenzen zur Befeitigung der Fleischteuerung gerichtet, in welcher er feststellt, daß in Frankfurt das Schweinefleisch seit August 1905 um 37,5% geftiegen sei. Die Hessische landwirtschaftliche Beitschrift weist nun an Hand der amtlichen Notierung über die Schlachtviehpreise auf dem städtischen Schlachtviehhof in Frankfurt a. M. nach, daß die Schweinepreise seit August 1905 bis einschließlich Oktober 1906 nur um 3,6% zugenommen haben, ja sogar, wenn man die beiden Novembermärkte noch mitrechnet, zur Zeit um 1,6% niedriger find als im August 1905. Die Frankfurter Megger verkaufen also, wie es sich nach der Eingabe des Magistrats herausstellt, zur Zeit das Schweinefleisch um sage 37,5% teuerer als im August 1905, obwohl der heutige Schweineprets niedriger ist als im August 1905! Nach dieser Sachlage würde es sich für den Magistrat, so meint die Hessische landwirtschaftliche Zeitschrift mit Recht, zur Beseitigung der Frankfurter Fleischnot wesentlich wirksammer erweisen und näher liegen, die Frankfurter Megger zu veranlassen, ihre ganz willkürlich um ca. 40% zu hoch gehaltenen Schweinefleischpreise um diesen Prozentsaz herabzuseßen, als Eingaben an den Reichskanzler und Landwirtschaftsminister wegen Deffnung der Grenzen zu richten. Dem Publikum dürfte dies doch über die Ursachen der Fleischteuerung in Frank furt die Augen öffaen und auch anderwärts zu denken geben." * Ein ganz unfehlbares Kennzeichen des Alters der Hasen soll folgendes sein. Man sehe zwischen den Ohren am Kopfe nah, ob dort einige weiße Haare vorhanden sind. Ist dies der Fall, so mag der Hase groß und start aussehen, er wird doch jung und zart sein, fehlen die Haare dagegen so fann er noch so klein und schmächtig erscheinen, es ist ein alter Hase, der troß aller Kochfunfitniffe geschmacklos und zähe bleibt. Ein Hase ist frisch geschossen, wenn betde Augen noch fest und rund im Kopfe stehen, sind sie bereits weich und nach innen gesunken, so ist das Tier schon fänger tot. * Aus Oberhessen. Die Konfirmation der Schuljugend wird nun fast allgemein auf Sonntag nach Ostern berlegt. Die wenigen Gemeinden, die noch eine Ausnahme bilden, werden notgedrungen bald nachfolgen. Im Verlegen der Konfirmation von Pfingsten auf Sonntag nach Ostern wählte man jedoch einen Termin, der durchaus nicht im Interesse der Bevölkerung gelegen ist. In neuester Zeit hat sich der festliche Charakter der Konfirmation gegen früher bedeutend erweitert. Durch die Verlegung der Konfirmation nach Ostern entstehen den Eltern der Konfirmanden doppelte Kosten, die feinesfalls geringfügig sind. Würde hingegen die Konfirmation mit dem Osterfeste vereinigt, so würde ein erklecklicher Teil dieser Kosten erspart bleiben. Auch steht das Osterfest zweifellos besser zum Charakter der Konfirmation als der Sonntag nach Ostern. Allgemein geht der Wunsch der Bevölkerung dahin, den 2. Osterfeiertag zum Konfirmationstag zu wählen, so, wie man ja auch seither den 2. Pfingsttag hierzu bestimmt hatte. Leihgestern. Am vergangenen Samstag- Abend hielt der Gesangverein„ Liederkranz" beim Wirt Arnold seine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vorfigende Strü leitete die Versammlung sehr sachgemäß, der Rechner Krapf legte den Rechenschaftsbericht ab. In der Rass: sind zur 8- it 182 t. bar vorhanden. Aus dem veiflossenen Vertsjahre verdient hervorgehoben zu werden die Teilnahme des Vereins am Lollarer Gesangswetthreit, von wo er mit einem Ehrenpreis und einem zweiten Prets belohnt zurückkehrte. Ferner hat das verdiente Mitglied Asprion sein 25jähiges Mitgliedsjubiläum feiern lönnen, bet welcher Gelegenheit es zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Nicht minder sei hervorgehoben die stetige Zunahme der Mitglieder; vor 4 Jahren war faum die Zahl 100 erreicht, heute zählt der Verein 132 Mitglieder. Duss günstige Emporblühen kann wohl zum Teil der verständigen Verwaltung seitens des Vorstandes wie der taftvollen Arbeit des Dirigenten Harnisch zugeschrieben werden.- Große Freude, besonders unter den aktiven Mitgliedern, weckte der einstimmige Beschluß, wonach der Verein am 7. Jult kommenden Jahres am Marburger Gesangswettstreit sich beteiligt. Der Rechner Krapf gedachte am Schlusse der Versammlung noch der Verdienste des Dirigenten Harnisch und brachte auf den deutschen Männergesang ein Hoch aus. Lauterbach, 20. Nov. Sinten de Fleischpreise. In Oberhessen sind die Preise für Schlachtschweine in Sinfen. In der Gegend von Lauterbach sind sie um 10 Pf., und zwar auf 65 Pfg. pro Pfund zurückgegangen. Die Landwirte halten heute mit dem Verkauf nicht mehr zurück. Bei den Mezgern sind die Preise noch nicht abgeschlagen. * Herbstein. Ein Veteran aus dem badischen Feldzug 1848/49, der Polizeidiener Eckert in Herbstein, ist im 6. 33. E ht ir st er en 130 ng m. 9067 hohen Alter von 80 Johren geftorben. Er war 51 Jahre als Polizeidiener tätig. * Schotten. Die Jägerwirtin †. Viele der Touristen des Vogelsberges erinnern sich an das zwischen hier und Laubach gelegene Forsthaus Rutartshausen, unter dem Namen„ das Jägerhaus" weithin bekannt. Zur leiblichen Erfrischung fehrte man bei der Jägerhauswirtin, allgemein Kunigunde" genannt, ein und war bei billiger Speise und gutem Trant bei der biederen Wirtin gut auf gehoben. Vor wenigen Jahren nahm sie nach dem Tode ihres Mannes, der durch sein Jägerlatein" weithin bekannt war, in dem nahen Eichelsdorf ihren Wohnfig. Jezt kommt dorther die Nachricht, daß sie im 70. Lebensjahre einem langen, schweren Leiden erlegen ist. Groß- Felda. Zu den erstaunlichen Erfolgen, welche die hiesige Geschirr- und Kummetfabrit des Herrn Völzing auf allen Ausstellungen, die sie mit ihren ganz hervorragen. den Erzeugnissen beschickt, errungen hat, ist eben ein neuer hinzugekommen, der so recht beweist, daß die Produfte genannter Fabrit auf besonderer Höhe stehen. Ein Mainzer Runde hatte von ihr verschiedene feine Kutschgeschirre bezogen und stellte sie auf dem Mainzer großen Herbstpferdemarkt aus. Sie erhielten den ersten Preis. * Offenbach. Der Verein der Detaillisten teilt durch Inserat mit, daß das hiesige Publitum bis jetzt über 450 000 m. in Rabattsparmarten des Vereins erspart hat. * Mainz In der Kochschule sind 36 Kinder infolge Fischvergiftung ertranft. Die Ursache der Vergiftung ist noch nicht festgestellt. Stadttheater Giessen. Der Raub der Sabinerinnen. Schwant in 4 Aften von Franz und Paul von Schönthan. Wenn wir ins Theater gehen, wollen wir auch was Luft'ges sehen" eine große Gemeinde bekennt sich zu diesem schönen Wahlspruch, und so etwas Luft'ges ist der Raub der Sabinerinnen", und wenn nun gar der viel: gewandte und geplagte Schmierendirektor Emanuel Striese von William Büller gegeben wird, ist der Abend ge wonnen. Es ist geradezu erstaunlich, wie Büller seine Rolle zu beleben vermag. Mit fefter, oft derber Hand packt er fie an, niemals aber der Karikatur verfallend, und stets voller Feinheiten! Ein großer Teil seines Erfolges beruht darauf, daß er, so gezwungen und gewunden er in die Situationen auch hineingeschoben wird, immer den mensch lichen Zug herausarbeitet. Die hiesigen Bühnenmitglieder brachten gleichfalls sehr hübsche Leistungen. Der Professor Gollwitz wurde von Adolf Lippert und Frau Friederike bon Louise Boné tressend gezeichnet. Ein sehr munteres, frisches Spiel entfaltete Bilhelmine Schellenberg als Paula, die ihre Rolle in feindetaillierter Durchführung gab.- Das Dr. Neumeistersche Ehepaar fand in - - - Rudolf Goll und Martha Schuster föstliche Bertreter. Emil Groß mit den Zügen der Leichtfertigkeit und der Sehnsucht nach geordneten Verhältnissen an der Stirn bot Erich Kober Gelegenheit zu einem kleinen Rabinettsflüc mimischer Kunst. G. H. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Bezirks- Verein„ Nord- Ost" Prämiierung von Dienſtboten. Gießen. Einladung zur General- Versammlung am Donnerstag, den 22. November, abds. 81/2 Uhr in der Restauration 3um Lindenhof". F Tages Ordnung: 1. Berichterstattung. 2. Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Verschiedenes. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen Der Vorstand. m. Anbau u. Garten Geschäftshaus ſend für jedes hypothekenfrei offene Geschäft, in better Lage eines gut frequentierten Badeortes Mitteldeutschlands sehr preiswert zu verkaufen. Offerten von nur Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedition dieses Blattes erbeteu. Römerbrunnen Mineralquellen bei Echzell, Oberheffen, von altersher rühmlichst bekannte Mineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und zu ausgedehntem Versandt benutzt, ist infolge hoben, natürlichen Kohlenfäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. Eine glückliche Konzentration von Salzen. unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer vorzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Gicht nud Harubeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkang. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. Stollwerck's Stollwerck LOCOA ADLER CACAO Blutbildend. Muskelstärkend Die bewilligten Prämien können von Dienstag, dem 20. ds. Mts. ab während der Geschäftsstunden bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Gegen Bar Auf Kredit Damen- Costüme Mäntel Gapes Blousen Herren-, Burschenund Knaben- Anzüge Mädchen- Kleider in grösster zu billigsten Preisen. Auswahl J. Jttmann GIESSEN Plockstrasse 14 und 16. Kleinste Anzahlung Gänse schöne, böhmische Mastgänse, per Pid. 70 Pfa. versende franko geg. Nachnahme. A. Ch. Otto, Freyung Rad Leichte Abzahlung Freibank. Gesalzenes Stierfleisch 50 Bfg. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdiens. Boraussichtliche Witterung in Heffen für Donners den 21. November. Wieder Trübung und Reger wärmer, mäßige südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Magd, 2 Spengler, 3 Schlosser, jüngerer Wagner, 1 kartonagearbeiterin, 1 Stüfer, Schreiner, 50-80 Arbeiter für eine Leder- und Edu fabrik( auswärts), 3 Weißbinder, 1 Packerin, 1 Haus bursche, 3 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Elektrotechnifer, 1 Buchbinder, Schreiner, 1 Bäder, 1 Installateur, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 2 Hetzer, 1 Hilfsarbeiter, 1 Wagne 1 Tapezier, 1 Stüfer, 3 Schreiner, 1 Büglerin, 4 Was und Buzzfrauen, 1 Schneider, 1 Maurer, 2 Arbeite 1 Hausbursche, 1 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Kellner. NAUMANNIA- SEIFE. mit dem Beste Seife nah undaral Bekanntmachung. Die unterm 2. November 1906 angeordnete Spe des Riegelpfads zwischen Ludwig- und Gbelstro wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 2. November 1906 angeordnete Spa der Alicestraße zwischen Bahnhof- und Frankfurterfi wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. November 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Bei der in der Sigung der Stadtberordnetensammlung vom 15. November 1906 borgenommen planmäßigen Berlosung der am 1. März 1907 Rückzahlung kommenden Schuldverschreibung des Anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 19 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Serie II Nr. 51, 91, 172, 203, 221, 231 260 à 2000 361, 547, 585, 653, 723, 728, 729, 890, 967, 1007, 1023, 1059, 1084, 1098, 1103, 1114, 1181 à 1000 " II " II„ 1239, 1316, 1407, 1430, 1655, " 1727, 1732, 1734, 1752, 1783, II " 1785, 1885, 1890, 1896 1908, 1987, 2054, 2160, 2185, à 500 2194, 2229 à 200 " " 2305, 2465, 2492, 2506, 2514, 2516 à 100 Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentli Kenntnis gebracht, daß die Einsendung dieser Ed verschreibungen bei der Stadtkasse in Gießen, bet dem Bankhause Delbrück, Leo& Cie. zu B und bei der Mitteldeutschen Streditbank zu Frankfurt erfolgen fann und daß die Verzinsung mit Ende 19 aufhört. Gießen, den 17. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Erdarbeiter für den Neubau der Jrrenanstalt. Auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. 1893 wird der Transport von ca. 2500 cbm Erde mals öffentlich ausgeschrieben. Bedingungen und Angebotsunterlagen fönne unserem Neubaubüreau auf der Baustelle an der L ftraße eingesehen und dortselbst zum Selbstkoster erhoben werden. Besichtigung der Baustelle ist zur richtigen abgabe erforderlich. Die Angebote müssen mit d sprechender Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungsta Montag, den 26. November 1906, vorm. 11 poftfrei auf unserem Amte( Stephanstraße 18) eintre Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 13. November 1906. Großherzogliches Hochbauamt Prima Becker. Speisekartoffeln Sowie Heirate nicht ohne Bach Feinste Salatkartoffeln bei Passau. über die Ehe von Dr. Retau mit 39 Abb. anft. 2.50 nur 1 Mt. Liebe und Ehe ohne Kinder bon Dr. Ernst 1.50 Mt. Beide Werke zusammen 2,70 Mt. frei mit Freilauf für 100 Mark zu ver: kaufen. Näh. bei Günther, Gießen, Asterweg 25. A. Günther, liefert billigst J. Hankel, Gießen, Schlokaaffe. 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