Str. 222 bation Baupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernſprechauſchluk Nr. 362. Freitag, den 21. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeklagen: Oberbeffiche Familienzeitung( and bie Gießener Setfexblafen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberbeffen. Die Unfallrenten. Wenn der Arbeiter einen Unfall bei der Arbeit erleidet, fo hat er Anspruch auf eine Rente, die sich nach dem Unfallsschaden, nach der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit bemißt. Das ist eine wunderschöne Einrichtung, deren Bestimmungen allem Anschein nach sehr flar und einleuchtend find. In der Paris aber zeigen sich die Dinge etwas anders und weit weniger schön. Die Unfallrentenkasse und der von einem Unfall betroffene Arbeiter haben nicht das nämliche Interesse. Die Rententasse sieht ihren Vorteil darin, möglichst kleine Renten möglichst turze Zeit zu zahlen, während der Arbeiter dem begreiflichen Wunsch hat, die Rente recht hoch bemessen zu sehen und ihren Genuß möglichst lange Zeit sich zu sichern. Die Folge davon ist zunächst, daß die Unfallrentenfasse die Arbeiterrente drückt, sie quetscht"- wie der Kunstasdrud lautet dem geschädigten Arbeiter mißtraut, Simulation bei ihm vorausseßt, in mehrfach wiederholter ärztlicher Untersuchung ihn mürbe zu machen sucht, nach dem Ergebnis der späteren ärztlichen Ermittelungen ihm die Rente fürzt oder gar entzieht. Auf der anderen Seite lernt der unfaйgeschädigte Arbeiter, in der Verwaltung der Rentenfasse feinen Feind zu sehen, der ihn beeinträchtigen will und in dessen Abwehr er sich aller Mittel der List, der Verschlagenheit, der Täuschung, der Vorspiegelung bedienen darf. Selbstverständlich bleibt es dabei nicht. Mancher Arbeiter wird durch die chikanöse Art, mit der die Unfallrentenkasse zuweilen vorgeht, wirklich zum Simulanten, und die Simulation ist es wiederum, die die Kassenverwaltung in ihrem unbilligen, in der Berallgemeinerung ganz gewiß ungerechtfertigten Vorurteil bestärkt. Der Arbeiter, dem sein Recht nicht wird, es sei das wirkliche oder das vermeintliche Recht der fich benach telligt und um seinen Anspruch gebracht glaubt, der wird in der Verdrossenheit seines Herzens wenig Verständnis für die Wohlfahrt der Sozialgesezgebung behalten, vielmehr in ihr eine Vorspiegelung erblicken, auf die er in gleicher Weise zu antworten das Recht besäße. Andererseits liegt für einen Arbeiter, der durch einen Unfall einen Teil seiner Arbeits fähigkeit eingebüßt hat und eine Unfallrente bezieht, darin eine schwere Versuchung. Zunächst wenigstens wird der Arbeiter gar nicht arbeiten. Das bringt sein Zustand mit sich. Dann wird er weniger arbeiten als er fönnte, vielleicht gar nicht arbeiten, obwohl er noch die halbe Arbeitskraft befizt, um fich eine höhere Unfallrente zu erlisten. Da er oft kontrolliert und immer neu untersucht wird, so enthält er sich auch der leichteren Arbeit, um nur ja nicht die ihm zugebilligte Rente zu verlieren oder gefürzt zu sehen. Dabei haben wir von denn schlimmsten Feind noch garnicht gesprochen: vom Trunt. Der Arbeiter, der nicht arbeitet und im nicht erzwungenen Müßiggang eine Rente bezieht, ist immer in der Gefahr, ein Erinfer zu werden. Geschieht das, so ist das Unglüc fertig. - Wir sagten eben, daß man in dem Arbeiter nicht das Gefühl aufkommen lassen dürfe, als werde sein wirkliches oder bermeintliches Recht gefränft. Soll das vermieden werden, so muß die Sprache des Gesetzes von großer Klarheit sein. Das ist die Sprache unserer Sozialgeseze nicht. Der Laie bersteht sie faum, d. h. er versteht sie falsch. Und aus dem falschen Verständnis leitet er seine Ansprüche her. Das würde fich am Ende noch einrenten und zurechtbieger lassen, wenn in der Praxis dafür gesorgt würde, daß die Theorien zur Wirklichkeit sich gestalteten. Man sagt einem Arbeiter, daß er 20 oder 30 oder 40 Prozent seiner Arbeits- und Verdienstfähigkeit behalten habe, und bemißt ihm danach seine Rente. Wie er aber sein Fünftel oder Viertel oder Drittel Arbeitskraft, das ihm geblieben, verwerten könne, davon wird ihm nichts gesagt, das überläßt man ihm. Das sollte nicht sein, vielmehr sollten die Unfallrentenfassen für Unfallsrentner einen Arbeitsnachweis einrichten. Dann wäre schon viel geholfen, für beide Tetis. Denn im Grunde will der Arbeiter arbeiten und mich auüßig gehen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Recht beruhigend und erfreulich lauten die letzten Nachrichten über die Verhältnisse in Deutsch- Südwestafrika. Das Vorgehen der deutschen Truppen und namentlich der Abteilungen Bech und Wobrieg läßt die Hottentotten nicht mehr geschlossen auftreten. In fleinen Banden durchstreifen fie die Berge und verstecken sich in den Schluchten, nachdem noch am 13. September Hauptmann Bech in den östlichen Karras- Bergen eine größere Hottentottenbande zersprengt und zum Teil getötet oder gefangen genommen hat. Nach Ausfange Gefangener leidet der Feind unter Nahrungsnot, da er bei der steten Heze durch unsere Truppen fast alles Vieh beerloren hat. * Bei Schwedt a. D. wurde am Mittwoch der erste Spatenstich zu dem Großschiffahrtsweg Berlin- Stettin getan. Der Feier dieses Beginnes des Riesenwerkes wohnten Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden bei. * Kaum vor Mitte nächster Woche wird die Wahl eines euen Regenten in Braunschweig vorgenommen werden. Der Landtag wird am 22. ds. zur ersten Sizung zusammentreten und zunächst eine Kommission zur Vorbereitung der Regentenwahl ernennen. * Einen öffentlichen Protest gegen die neuen Verkehrsftenern, in denen sie eine schwere bedauerliche Störung der gesunden Verkehrsentwicklungen erblicken, erhoben die Teilnehmer an der 35. Generalversammlung des internationalen Hotelbesitzervereins in Köln. Gleichzeitig wendet sich die Versammlung an alle berufenen Körperschaften und Vereinigungen mit dem dringenden Ersuchen, auf baldige Beseitigung dieser Verkehrserschwerungen hinzuwirken. * Die Genossin Rosa Luxemburg ist wieder im Lande. Nachdem sie in Warschau lange Zeit in Haft gehalten worden war, wurde sie gegen Stellung von 3000 R. vorläufig in Freiheit gesetzt. Man erfährt nicht, ob das Verfahren in Warschau gegen Frau Rosa Luxemburg eingestellt wurde oder ob fie die Kaution im Stich gelassen hat. In Deutschland hat sie zunächst ein Verfahren in Weimar wegeri Aufreizung zu Gewalttätigkeiten auf dem Parteitag zu Jena zu erwarten. Rufeland. ** Unter den Beamten und Dienstboten des Palastes in Beterhof wurde eine neue Verschwörung gegen das Leben des Baren entdeckt. Die Verschwörer hatten bereits 6 Bomben in ben Palast geschmuggelt. Ein Gärtner und 6 Diener wurden berhaftet, ein Offizier, der den Verschwörern Hülfe geleistet hatte, beging Selbstmord. ** In Sewastopol find mehrere Kriegsschiffe ohne BeJakung, da die Matrosen gruppenweise desertierten und in Admiral großer Zahl nach Rumänien geflüchtet sind. Strydlow soll dem Treiben der Matrosen gegenüber machtlos sein. Er wurde gewaltsam in Sewastopol zurückgehalten, als Um er ver einiger Zeit nach Petersburg fahren wollte. bem Geist der Meuterei, der sich neuerdings wieder stärker in der Armee bemerkbar macht, entgegenzuroicken, hat der Kriegsminister die Gründung eines patriotischen Geheimbundes innerhalb des Heeres gebilligt, um die Revolutionäre zu überwachen und an Gewalttaten zu verhindern. ** Zur Abwehr der revolutionären Banden wird in Riga bie deutsche Handelsjugend zum Zusammenschluß und zum Selbstschutz aufgerufen. Amerika. ** Das Eingreifen Amerifas in den Aufstand auf Kuba, um den Frieden zwischen den Parteien zu vermitteln, scheint bon gutem Erfolg zu sein. Die amerikanischen Gesandten, der Kriegssekretär Taft und der Unterstaatssekretär Bacon find in Havanna eingetroffen und haben sich überzeugt, daß die Aufständischen der Regierung weit überlegen sind. Vertreter aller Parteien haben den amerikanischen Gesandten ihre Ansichten über die Lage unterbreitet und werden ihre Friedensbedingungen vorlegen. Vor Ablauf von 10 Tagen wird ein Ergebnis der Unterhandlungen kaum zu erwarten sein. Für den Fall des Scheiterns rüstet sich Amerika, um nötigenfalls sofort 5000 Mann nach Kuba senden zu können. Afrika. ** Ziemlich pessimistische Schilderungen über die Lage in Marokko gehen einem großen rheinischen Blatt von einem der besten Kenner des Landes zu. Jeden Augenblick könnten an irgend einem Punkte Ereignisse eintreten, welche das Leben und das Eigentum der Europäer auf das Schlimmste gefährden. Der Vizekönig von Marafesch, Mulei Hafid, scheint alles vorzubereiten, um sich gegebenenfalls selbst zum Sultan ausrufen zu lassen. Er hält alle Geldsendungen nach der Küste in Marakesch zurück. In den Oasenlandschaften rüstet man zum heiligen Krieg gegen die immer mehr vorrückenden Franzosen. Kleine politifche Nachrichten. Brüssel, 20. September. König Leopold erhielt vom Negus Menelik anläßlich des Abschlusses des belgisch- abessi= nischen Handelsvertrages zwei junge Löwen zum Geschenk. Die Tiere wurden dem Antwerpener Tiergarten überwiesen. Barcelona, 20. September. Die Manöver wurden aufgehoben, um die Unterdrückung der farlistischen Agitation zu erleichtern. Daressalam, 20. September. Durch das persönliche Eingreifen des Sultans von Sansibar wurde dort ein Ausstand Sämtlicher Soldaten und Polizisten wegen höherer Soldforderungen beigelegt. ** Hof und Gefellschaft. Auch in diesem Jahre gedenkt der Kaiser einen Jagdausflug nach Oberschlesien zu unternehmen. Nach den bisherigen Bestimmungen trifft der Monarch Mitte November zunächst auf Schloß Rauden ein, um an einer Fasanenjagd in Lensczof teilzunehmen. Im Anschluß hieran begibt er sich zu einem weiteren Jagdaufenthalt nach Slawenziz. * Aus Anlaß der Feier seiner goldenen Hochzeit hat das Großherzogspaar Baden eine Stiftung in Höhe von 100 000 Mark errichtet, deren Erträgnisse jeweils am 20. September zur Verteilung gelangen sollen, und zwar stets für die wohltätigen oder gemeinnügigen Zwecke, die gerade die dringendsten sind oder für die andere Mittel nicht zur Verfügung stehen. Die ** von und Zweite Kammer der Landesstände überreichte dem Großherzog eine Adresse, in der sie den Dank des Landes ausspricht für die Förderung der Verfassungsreform und die Erhaltung des Landes in den Bahnen eines gesunden politischen, fulturellen, ſozialen wirtschaftlichen Fortschritts. In der Adresse wird des auch wohltätigen Wirkens der Großherzogin und des vorbildlichen Familienlebens des Großherzogspaares gedacht. Der Hauptfesttag( 20. Sept.) führte aus dem ganzen Lande ungeheure Massen feiernder Landesfinder in die festlich geschmückte Residenz. Feierliches Glockengeläute, die Abgabe von 101 Salutschüssen und Choralmusik vom Turm des Rathauses leitete den Tag ein. Alle Geschäfte und Schulen sind geschlossen. Im Laufe des Vora mittags traf das Kaiserpaar und zahlreiche Festlichkeiten ein, für die im Schlosse eine Familientafel stattfand. An diese schlossen sich um 2 Uhr Gesangsvorträge der Vereinigten Männergesangvereine auf dem Plage vor dem Schlosse, denen die Fürstlichkeiten vom Balkon aus zuhörten. Soziales Leben. X Der Hafer rbeiter- Aussin Stettin beendet. Die Einigungsverhandlungen in dem nun vier Wochen dauernden Streit haben endlich zum Ziel geführt. Der Ausstand ist beendet und die Arbeit wird heute bereits aufgenommen. × Generalausstand in Grenoble. In Grenoble, dem Mittelpunkt der französischen Handschuhindustrie waren die Handschuhmacher in den Ausstand getreten. Nunmehr haben die Vorstände sämtlicher Arbeitersyndikate den Generalaus stand beschlossen. Auch die Sezer der Druckereien verließen sofort ihre Arbeitspläge. Der Breslauer Hufrubrprozeß. ( Dritter Tag.) § Breslau, 20. September. Heute machte die Verteidigung den ersten Vorstoß gegen die Belastungszeugen aus der Schußmannschaft wie gegen die anderen, die das Verhalten der hiesigen Polizei in freundlichem Lichte darstellen. Ein neuer Beweisantrag der Verteidigung. Vert. Simon nimmt nämlich nach der Vernehmung einiger neuer Belastungszeugen das Wort zu der Erklärung: Nachdem wir nunmehr eine so große Anzahl von Leumundszeugen für die Polizei gehört haben, muß ich einen neuen Beweisantrag stellen. Ich behauptete, daß auf dem Strie gauer Plaz, wenn einer der Beteiligten sich entfernen und ruhig nach Hause gehen wollte, die Schuhmannschaft sofort auf ihn losstürzte und einhieb. Eine große Anzahl von Personen hai Verlegungen auf dem Rüden erhalten, woraus hervors geht, daß sie auf der Flucht von den Schußleuten verlegt wurden. Staatsanw. Dr. Hensel erwidert: Es wird ohne weiteres zugegeben, daß einzelne Personen auf dem Rücken Verlegungen davongetragen. Die Verlegungen auf dem Rücken rühren daher, daß die meisten Schußleute beritten waren und deshalb von obenher schlugen, sodaß die Hiebe meist Schulter und Rücken trafen. Das Gericht beschließt eine größere Anzahl von im Rücken verlegten Personen zu laden. Nach längeren Auseinandersetzungen über die Bedeutung der Hirsch- Dunckerschen Vereine werden weitere Belastungszeugen vernommen. Arbeitswillige als Zeugen. Der Arbeitswillige Zeeh, der unorganisiert ist und infolgedessen von der Aussperrung verschont blieb, befundet, daß ihn ein Angeklagter Blausad" geschimpft habe. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob er sich beleidigt gefühlt habe, antwortet er verneinend. Er habe dem Rufer erwidert, er sei ein ,, Ruppsack", das sei in Breslau so üblich. Die Nichtorganisierten würden ,, Blausäcke die Mitglieder des Metall. die Gewerkvereinler arbeiterverbandes„ Ruppsäcke" und ,, Hirsche" genannt.( Große Heiterfeit.) Der nächste Zeuge, der nichtorganisierte Arbeiter Kaputte ist von dem Angeklagten Frante angespuckt worden. Ein Verteidiger fragt ihn: Wäre es nicht möglich, daß der Angeklagte nur zufällig ausgespuckt hat?" Beuge: Das fann sein. Vorsitzender: hat denn Frante eigentlich gespuit? Machen Sie es doa einmal vor.( Große Heiter. keit). Der Zeuge spuckt drei bis viermal kräftig aus und ruft laut Pfui!" dazu. Auch einige Arbeiter, die den Beugen an dem Tage begleitet haben, sagen aus, daß Franke vor ihm ausgespuckt und ihm zugerufen habe: Pfui, Du gemeines Schwein Vors.: Nun wird wohl vom„ zufälligen" Aus. spucken nicht mehr die Rede sein.( Erneute" Heiterkeit.) Der Zeuge Arbeitswilliger Schulz will ebenfalls be schimpft worden sein. Die Frage, ob ihm etwas an der Be Vert. R. A strafung der Angeklagten liege, verneint er. Weizmann regt an, er möchte den gestellten Strafantrag zu rückziehen. Beuge: Dazu bin ich bereit!- Vors.: Dann müssen sie auch die Kosten zahien!- Beuge: Dann zieh ich den Strafantrag nicht zurück. - 8. Rein. 3c fenne besselben und babe ja übrigens auch den meine Herren und ich fann nicht genug bedauern, daß mein ber Gelabenen vorlegen. Sie befinden sich auf falscher Fährte, Herr Duprat, mit dem zusammen ich sie aufgesetzt, Beute zu benötigen. Uebrigens fann Ihnen mein Prokurist, Diener genug, um bei festlichen Gelegenheiten feiner neuen feben einzelnen bie Liste es mußte fräftigen Burschen konstriblert, er wilrde fich gewiß mit ihm vertragen haben. Im Winter man schrieb 1814 hatte ihm nur seinen eigenen speziellen Feind entgegenstellen sollen: boch auch golbaten geben, bie ben ilden beden; er hatte Soldatenben Serieg nicht angefangen. Mar und das paßte ihm garnicht. man den Hätte Eilenbahnkatastrophe in England. Noch ist das letzte schwere Eisenbahnunglück in England in deutlicher Erinnerung und schon bringt der Draht die Trauerkunde von einer neuen Katastrophe, die in ihren Wirfungen gleich furchtbar ist: Der Schottland Expreß ist bei Grantham über eine Brücke abgestürzt, die Wagen bilden einen wüsten Trümmerhausen, zehn Personen sind tot, sechszehn wurden schwer verletzt. Als vor wenigen Monaten fast an der gleichen Stelle die Entgleisung eines mit amerikanischen Dampferpassagieren gefüllten Zuges so schwere Opfer forderte, da wurden in der gesamten englischen Presse Stimmen laut, die alle Schuld der Eisenbahnverwaltung zuschoben. Zwei Linien sind es, welche den Verkehr zwischen London und den Häfen vermitteln. Die Züge dieser beiden Konkurrenzlinien fahren mit einer Geschwindigkeit, die weit über die Grenzen des Erlaubten hinausgeht, nur um die Konkurrentin in Bezug auf schnellere Beförderung der Passagiere aus dem Felde zu schlagen. Der Schottland Expreß hatte King- Croß- Station verlassen. Die Abteile des Schnellzuges waren vollbesetzt. In unmittelbarer Nähe der Station Grantham der Greath Northern Line entgleiste der Zug, der auf ein Nebengleis geraten war und dessen Bremsen versagten, urplöglich. Die Lokomotive und einige Waggons fielen über eine Brücke, etwa 10 Meter hoch, hinunter und bildeten dort eine wirre Trümmermasse. Aus den Trümmern, die binnen kurzer Frist zu brennen anfingen, tönten herzzerreißende Hilferufe der unter ihnen begrabenen Passagiere. Mit lobenswerter Schnelligkeit und Umsicht wurde sofort versucht, die Reisenden aus den rauchenden Trümmern hervorzuziehen und hatten diese Bemühungen auch an vielen Stellen Erfolg. Aerzte waren ebenfalls schleunigst herbeigeholt worden, sodaß den schwerberlegt hervorgezogenen alsbald Hilfe zuteil werden konnte. Von ihnen starben jedoch vier auf dem Transport nach dem Krankenhaus, während zehn Passagiere nur noch als Leichen aufgefunden wurden. Es ist nur der energischen Hilfsaktion der Eisenbahnbeamten und einiger herbeigeeilter Herren zu verdanken, daß diejenigen Passagiere, die bei der Katastrophe selbst unverlegt blieben, nicht in den brennenden Trümmern lebendig verbrannten oder erstickten. Die Ursache der Katastrophe ist noch nicht völlig aufgeklärt. Man nimmt an, daß der Schnellzug infolge falscher Weichenstellung auf ein Nebengleis geriet und daß, als man den Irrtum bemerkte und den Zug zum Stehen bringen wollte, die Bremsvorrichtungen versagten. Es ist wohl anzunehmen, daß sich die Regierung nun endlich energisch ins Mittel legt, um jenem menschenmordenden Wettfahren der Eisenbahnzüge ein Ende zu machen. Nab und fern. † Drahtlose Verständigung zwischen Nanen und Peters burg. Wie aus Petersburg telegraphiert wird, ist man in der russischen Hauptstadt von dem Erfolg der Versuche mit drahtloser Telegraphie nach dem System Popow- Telefunken," die zwischen Petersburg und Nauen bei Berlin vorgenommen wurden, sehr befriedigt. Die auf der deutschen Station aufgegebenen Zeichen konnten in Petersburg genau aufgenommen werden. † Die Erde bebt. Die finsteren Gewalten im Innern unseres Planeten sind immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Aus Italien kommen verschiedene Meldungen von mehr oder minder heftigen Erdstößen. Palermo, 19. September. Die Erderschütterungen bauern fort; zwei merkbare Stöße erfolgten 9 Uhr vormittags und 1 Uhr nachmittags. Von außerhalb werden hauptsächlich Erderschütterungen aus Trabia und Termini gemeldet. Der Erdstoß um 1 Uhr hat in beiden Orten die Häuser derart beschädigt, daß sie fast unbewohnbar geworden find. Die Einwohner beider Orte verlassen ihre Wohnungen und lampieren unter Zelten. Die Ortsbehörden verlangen Zelte und Lebensmittel und die Behörden in Palermo suchen die Bedürfnisse nach Möglichkeit zu befriedigen. Villaveria, 20. September. Gestern wurden hier neue Erdstöße verspürt. Der Fluß Rossa da Toera ist aus den Ufern getreten und hat die Stadt überschwemmt. Mehrere Personen, darunter der Bürgermeister, sind ertrunken. Wien, 20. September. Aus Toblach wird gemeldet, daß im Ampezzotale in vergangener Nacht vier leichte Erdstöße verspürt wurden. † Großfener im Dock von" uenos Aires. In einem Dock in Buenos Aires, in dem europäische Waren lagern, ist Feuer ausgebrochen, das großen Schaden angerichtet hat. Die Dampfschiffe, die in der Nähe lagen, haben ihre Liegeplätze berlassen und sind nicht gefährdet worden. Der Verlust wird auf 5 Millionen Piaster( Papier) geschäßt, 30 000 Tonnen Waren, meist deutscher Herkunft sind verbrannt. Die Entstehungsursache des Feuers ist noch nicht bekannt, fünf Beamte seien verhaftet. Das Depot, welches 2 Millionen Franks tostete, ist vollständig zerstört. † Vom Taifun zerstört. Die telegraphische Verbindung mit Kanton und Swatow ist durch den Taifun zerstört worden, man befürchtet, daß diese beiden Städte ebenfalls unter dem Wirbelsturm schwer gelitten haben. Jetzt eingetroffene Meldungen besagen, daß bei dem letzten Taifun mehr als 5000 Chinesen ums Leben kamen. Der Schaden wird nach oberflächlicher Schäßung auf 20 Millionen Dollars berechnet. + Die Schußwaffe. Der 13 jährige Sohn des Handels mannes Thiele aus Wittenberg a. E. gab auf den Kutscher Paul, der ihm wegen der Schießerei mit einem Revolver Borhaltungen machte, zwei Schüsse ab, wobei Paul der linke Untertiefer zertrümmert und er in die Seite getroffen wurde. In Berlin wurde das fünfjährige Söhnchen des Fabrikarbeiters Gosczynski von dem Schlossergesellen R., der mit einem Teschin spielte, so unglücklich in den Kopf getroffen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. † Seine Tochter zu Tode gemartert hat der Gefangenenaufseher Fleckenstein in Kreuznach. Kurz vor dem Tode machte die 15jährige Tochter noch folgende Aussage: ,, Mein Vater hat mich über den Kopf mit dem Schrubber geschlagen. Der Schrubber hatte einen verrosteten Nagel, der mir in den Kopf drang. Dann hat er mich die Treppe hinuntergeworfen, wo ich bewußtlos liegen blieb." Der unnatürliche Vater flüchtete, wurde aber in Bingen dingfest gemacht. + Einsturz eines Neubaues. In Bremen ist ein in der Lindenhofstraße errichteter Neubau, auf dem 30 Arbeiter beschäftigt waren, blößlich eingestürzt. Von der Feuerwehr wurden 9 Mann, die schwere Verlegungen davongetragen haben, nach dem Kranken- und Diafonissenhause befördert, die übrigen sind leicht verlegt. † Selbstmord auf dem Manöverfelde. Major Seyfried bom 7. bayerischen Infanterie- Regiment in Bayreuth hat bei Matting in Unterbayern auf dem Manöverfelde fich die Pulsadern mit einem Taschenmesser aufgeschnitten. Er wurde hinter einem Streuhausen mit Stichen in der Brust und Schnitten an den Handgelenken aufgefunden. † Fabrikbrand. In Naß explodierte in der Extraktionsfabrit von Gerstewiß bei der Erdwachsfabrikation ein Kenel mit Benzol. Das Fabrikgebäude brannte nieder. Der Betrieb ist unterbrochen. Menschen sind nicht zu Schaden ge= tommen. † Wegen eines Kusses seine Frau erschossen hat der Landmann Gruber aus Nadab in Ungarn. Gruber bemerkte, daß seine Frau einem Burschen, mit dem sie tanzte, einen Auß gab, sofort sprang er unter die Tanzenden, zog einen Revolver und gab zwei Schüsse gegen die Frau ab. Eine Kugel traf die Unglückliche in den Kopf, die zweite ging durchs Herz. Die Frau war sofort tot. Bunte Tages- Chronik. Flensburg, 19. September. Bei einer Manöver- Uebung bei Loitfirkeby wurde der Füsilier Meyer vom 86. Regiment bon einer Platzpatrone im Gesicht getroffen und auf der Stelle getötet. Eilenburg, 20. September. Heute Nacht brach das vom Portier der Kattunmanufaktur bewohnte Haus infolge Erdrutsches zusammen. Der Portier wurde früh als Leiche aufgefunden. Recklinghausen, 19. September. Nach dem Genuß von Bilzen erfrankte eine aus Desterreich stammende Bergarbeiterfamilie. Der Zustand des Familienvaters und eines zweijährigen Kindes ist hoffnungslos. München- Gladbach, 19. September. Mit 28 000 Mark durchgebrannt ist der 18 jährige Kaufmannslehrling Coenen. Die Spuren des Flüchtlings weisen nach Berlin. Madrid, 19. September. Bei Ponferrada( Prov. León) stießen zwei Güterzüge zusammen; mehrere Personen wurden getötet bezw. verwundet. Herbstmoden. ( Plauderei unserer ständigen Korrespondentin.) Noch vor kurzer Zeit brannte sengend heiß die Sonne auf uns hernieder, man ließ noch einmal alle hellen Kleider waschen und plätten, men dachte noch an eine Landpartie für den Sonntag. Und plöglich hat die Welt sich in Grau gehüllt. Wir werden es gewahr, daß es mit dem Sommer zu Ende ist. Die nächste Ueberlegung gilt unserem äußeren Menschen. Wir müssen uns rüsten der ungemütlichen Witterung entgegen zu treten. Darum wird Abschied genommen von dem duftigen so kleidsamen Sommerhut und Umschau gehalten, was für eine neue Form ihn ebenbürtig ersezen fönnte. Vor einer neuen Hutmode haben die Damen immer ein flein wenig Angst. An kein Kleidungsstück gewöhnt man sich so schwer als an den Hut der Saison. Gegenwärtig hat es die Mode den Damen etwas leichter gemacht als bei Beginn des Frühlings. Damals wurde einstimmig der kleine Hut als der einzig tragbare erklärt. Das war heikel. Er verlangt ein hübsches Gesicht und schöne Haare. Jezt hat wieder der große Hut den Sieg errungen. Vorläufig ist der Schäferhut maßgebend. In merkwürdiger Weise werden die Hüte jetzt geformt. Man sieht beim Bestellen einer neuen Kopfbedeckung nichts anderes als ein rundes Stück weichen Felbels, aber furzgeschoren, in dem leicht erhöht der Kopf sich abzeichnet. Hieraus wird mit Hilfe von Draht die jedesmalige Form gebogen, sei sie nun Rembrandt oder Bergère oder Tricorne. Die Modefarben sind augenblicklich weinrot, prune, grau, castor und wieder einmal alle hellen Töne. Die Garnierungen bestehen aus Band in der Farbe des Hutes, aus abschattierten Blumen, die noch so reichlich mie im Sommer getragen werden, aus Chiffon, in Falten um den Hut gelegt, zumeist zweifarbig. Braun und Grün sind Zusammenstellungen, die immer wieder bemerkt werden. Wichtig sind die Untergarnierungen, die aus einer Reihe von Tüllschluppen an Stelle von Rosetten bestehen. Der Rand des Hutes wird mit gleichgetöntem Chiffon oder Tüll eingefaßt. Beliebt ist der Wagnerkopf aus Sammet, dem sich lange Straußfedern anschmiegen. Federn werden wohl als die vornehmste Zier des Hutes geschäßt. Daneben werden auf fleinen schmalen Hüten, Marquisform, große Möven oder Schwalben bewundert. Weiße große Hüte schmückt man mit hellblauen Federn und mattrosa Rosen, und solche aus schwarzem Sammet mit weißen Federn. Der tonangebende Stoff in der Damentoilette ist augenblicklich der Sammet. Mit ihm fehren wir wieder zu den alten Anschauungen über das Kostüm zurüd, von denen eine gesundere Richtung sich mit Energie abgefehrt hatte. Mehr als je wird die runde schmale Taille betont, die in einer langen anliegenden Sammetjacke ihre richtige Würdigung findet. Sie wird in Zusammenhang gebracht mit einem glatten Sammetrock, der die Hüften knapp umspannt, dann aber weit und schleppig ausfällt. In schwarz, dunkelblau, aber auch in mode= farben und vor allem in den bereits aufgeführten modischen roten und lila Nüancen sieht man solche Roben. Aber sie werden auch aus Tuch oder aus englischen Klein farierten Stoffen angefertigt. Bemerkenswert ist es, daß man auch den fußfreien Rock zur langen Jade trägt. Der furze Sacco und Bolero, auch die kleine sogenannte englische Jacke, die wenige Zentimeter über die Taille geht, find meten der langen gut angeschrieben. Die kurzen Jacken haben meistens lebhafte Garnierungen, stehen vorn weit von der Taille ab und werden mit halblangen Aermeln gearbeitet. Der Miederrock wird als unmodern angesehen, tritt aber immerhin noch auf zu furzen Jacken. Ein dunkelblauer Miederrod aus Tuch mit einer gleichfacbigen Seidenbluse, deren Sattel mit weißen Spizzen belegt ist, dazu eine dunkelblaue fleine Sammetjacke kann sich sehen lassen. Sobald dickere Stoffe notwendig werden, tritt auch der Faltenrod in den Hintergrund, der aber noch nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt hat. Durchschnittlich find die Röcke glatt, so teilig wie möglich, weil diese Art die Figur schlank machen soll. Vielfach besetzt man sie mit Blenden aus Tuch, was auch für Sammetröcke zutrifft. Mit diesen ersten Andeutungen über die Mode geben sich die Damen für heute wohl zufrieden. Wer ihnen folgt, fann schon ein nettes Sümmchen ausgeben. Emma Reichen- Berlin, - Was die Herzte fagen. - Intereflantes vom Naturforscher- und Herztetag. Englische Krankheit. Die bösen Nerven. Diebstahl kein Bes brechen. Lockungen der Warenhäuser. Beugnisfähigleit Zeugnis- Wert. Gesunde Mütter, gesunde Kinder. Z. Stuttgart, 19. September - Ver Das Berliner Tay rl. Der Birgermeister or einigen Wochen in Be hr hat er in der amerit nguführen begonnen, die Denn auf feine Veranla Haft gegründet worden Automobildrofchten- Berte einzuführen beabfi 00 Tarameter- Automo den = Therese Sumbert Unglüd gehabt. Sie en den Brüdern Cram bait in Empfang zu Winifterium des Inner Baris in der Wohnung anguzeigen, erfuhr fie, be noch zwei Jahre I Seine- Departement ohn laffen. So wird fie a bie Millionen warten m In den verschiedenen Abteilungsfizungen der medizinisce Gruppen wurden eine Reihe von Fragen behandelt, die c weit über die engen Grenzen der Fachleute Interesse erwec Von den Kinderärzten sprach Dr. Draesecke über die englich Krankheit. Diese Krankheit äußert sich schon in den erte Monaten des Lebens in einer Aufweichung des wachsende Knochens, sodaß die Kinder eine Reihe von Verkrümmunge und Verbiegungen an ihrem Knochengerüst erleiden, die später nur schlecht wieder ausgleichen. Dem Vortragende gelang es nun, nachzuweisen, daß auch im Rüdenma rachitischer Kinder nicht unbeträchtliche Veränderungen sich vo finden. Während jede Nervenfaser im Rückenmarfe selbst einer Hülle umgeben ist, finden sich bei der englischen Kran heit Störungen in der Zusammensetzung dieser feinsten Hül was auf dem Wege der verschiedenen Färbbarkeit dieser Mar hülle ermittelt wurde. Ueberall im Rückenmark rachitischer Kinder fann man Nervenfasern antreffen, die bald mehr, bald wenige von einer normalen Markhülle entblößt sind. Umgeben diese kranken Nervenfasern allmählich wieder mit einer jeder Hinsicht gefunden Markhülle, so wird das Knochensysten wieder die ursprüngliche Festigkeit erlangen. Ist nun de Erkrankung des Nervensystems die Grundursache der Kran heit und hängen hiervon wieder alle anderen Begleiterfron fungen ab oder handelt es sich bei der Rachitis um irge eine bestimmte, bisher nicht bekannte Schädigung, welche da ganze Knochensystem und zugleich das Nervensystem franfen läßt? Der Vortragende mochte das letztere nit annehmen, neigte vielmehr der ersteren Annahme mehr Die Ausführungen des Vortragenden können uns also unte Umständen wieder einmal in die verwickelten, von unserem Nervensystem zu leistenden Aufgaben einen Einblid gewähre Es wird schließlich nur noch eine Sorte von Krankheite geben: die Nervenleiden, auf die alle Veränderungen des menschlichen Organismus zurückgeführt werden. Seitden nun vollends die Jrrenärzte sich so fräftig regen, will es mu gar scheinen, als ob auch alle frankhaften Erscheinungen de menschlichen Gesellschaftslebens auch nur eine Form der G krankungen der Nerven sind. Wenn das so weiter geht, wird besonders der Diebstahl nicht mehr als ein Verbrechen, sondern als eine Krankheit betrachtet werden müssen, freilich als eine recht gefährliche. 1 $ Das Schwurge Montag, den 24. Septbr 1906 zufammen und be 1. Tage gegen Jobs. A ver fude, Antlage: Staate anwälte Grünewald, Leu gegen die Eheleute Peter megen Meineids, Ant Theobold, Berteidigung: 26 Sept. geger Chriftia verfus, Antlage: Berteidigung: Rechtsan 27. Sept. gegen Callma Reineids, Anflage: Gro teidigung: Rechtsanwalt Fuß aus Niederhausen m Ober: Staatsanwalt The Juftigrat Weibig. Sam Benter aus Ungersbach Erfolg, Anflage: Groß teidigung: Rechtsanwalt Dito Ullrich aus Geiß Angflage: Großh. Geri Rechtsanwalt Juftigrat gegen Friedrich 8mmer Rat, Anflage: Großh Rechtsanwalt Arnold. Der Münchener Gerichtsarzt Prof. Dr. Hans Gudden München, ein Sohn des bei dem bayerischen Königsdrama ums Leben gekommenen Leibarztes des Königs Ludwig II. ht die Warenhausdiebe auf ihre Zurechnungsfähigkeit untersu Die Warenhäuser ziehen alle Bevölkerungsschichten a Sie fesseln und blenden durch die Reichhaltigkeit und de Glanz ihres Inhaltes, sowie durch das in ihnen pulsierende Treiben, das zu manchen Zeiten zur beängstigenden Hochflut ansteigt, den Besucher in außerordentlichem Grade. So tommt es, daß bei nicht wenigen Besuchern bisher nicht vo handene Begehrungsvorstellungen entfadt werden, gleichzeitig mit einem märchenartigen Gefühl, als müsse man nur die Hand nach den Schäßen ausstrecken. Dej in der Tat in vielen, wenn nicht in den meisten Fällen bo Warenhausdiebstahl, solch halb unbewußte Vorstellungen au tauchen und durch die Sinnenreize, sowie durch das herrichende Gewühl noch verstärkt werden, geht daraus hervor, daß der Regel der Dieb nur für ihn unbrauchbare Gegenstande stiehlt. Da entwendet zum Beispiel eine Maurers fr eine Flasche feinsten Parfüms, mit der sie gar nichts anfangen kann. Eine andere stiehlt kostbare Seiden bänder, Blusenstoffe und dergleichen, die ebenfalls fi sie wertlos sind, weil der Gegensatz dieser Stoffe zu ihre Sonstigen Kleidern und Mitteln zu auffallend wäre. Aus der Zwecklosigkeit und Unbrauchbarkeit des gestohlenen Gutest also wohl ein Schluß auf die Planlosigkeit und Plöglichtet des Vorgehens des Täters gerechtfertigt. Bedeutsam ist, 1. daß an den Warenhausdiebstählen die ländliche völkerung und betrunkene Individuen so gut wie garnicht b teiligt sind, 2. daß bei mehr als zwei Drittel der Diebe eine Betreten des Kaufhauses schon bestehende Diebstahlsabf oder eine materielle Notlage bestimmt nicht vorhanden ist, 3. daß zirka 99% der Warenhausdiebe dem web lichen Geschlecht angehören. Unter diesen finden wir Altersstufen und alle Gesellschaftsklassen vertreten. Aber Diebinnen machten schon auf den Laien den Eindrud Minde..vertigkeit." Die Personen waren noch unbestraft. Nach den fahrungen Guddens erfährt bei nervösen oder hysterisce Frauen die Vorstellungs-, Willens- und Gemütssphäre leicht durch die äußeren Reize, wie sie in einem Warenhas einwirken, jähe Steigerungen. Es erscheint daher die derung gerechtfertigt, daß in jedem Fall von Warenhausd stahl eine psychiatrische Untersuchung angeordnet werden fol und daß bei einer eventuellen Aburteilung auch Geldstree al3 zulässig erkannt würden. Gudden empfiehlt zum Sch eine gute Medizin gegen diese Stehlfrankheit Einschlie der gar zu leicht mitgehenden" Gegenstände. Der Landtagsa gefern Vormittag in Mi britten Wahlbezirk Starf geboren, war Areisted Beichenlehrer in Michel tr Landtagsabgeordneter Die drei S Landes haben laut eir Großherzoglichen Bentro fienenen Bufammenftel wachs von 31 Sdüler Goangelischen mit 30 La Prozentjag der fa bon 29,1 im Schu Etuljahr gefunten und Matholischen Bevölkerung Lehrer- Bräparanden Un auf. Dort beträgt di Evangelische und 4 Catholischen Schüler( 81 gehenden Schuljahr auf errichteten Schullehrerin fatholische Element fär jahr unter 142 A atholij waren, gege Borjahre. -0- Ein Unitur berger Landes Tusstellu berg, aus. Es ist die loff nigrant, der in G erhielt. Der Riefenfch Freien. Er dient bon 100 000 Rt. bar 31 der Ausstellung verbu Edrant natürlich alle felbft. Die Bieb bom 1. bis 6. Oftobe Ennen wir nur empfe Tam in Homburg auf Wertvolle Anregungen gab der Direktor der Württ bergischen Heil- und Pflegeanstalt Winnental, Medizina Dr. Kreuser über die Zeugnisfähigkeit der Schwachfinnic Das Zeugnis Schwachsinniger mag so oft unrichtiges n enthalten, die volle Wahrheit aber ist kaum je davon zu warten, recht häufig aber bedenkliche Fälschungen des b bestandes. Ohne eingehende psychologische Prüfung der sönlichkeit fann ihm daher ein Beweiswert nicht zuerfa werden; als Belastungszeugen sollen Schwachfinnige a feine Beachtung finden. Beachtenswerte Aufschlüsse über die Behandlung Wöchnerinnen gab Professor Walcher in seinem Vortrage der Versammlung für Kinderheilkunde. Kräftige Ernähru der Mutter vor und sofort nach der Geburt durch Mid Thee, Suppe, Braten und Gemüse hält der Redner für r wendig. Die früher übliche und jetzt noch manchmal gewendete Hungerdiät sei zu verwerfen, solle die Mutter Kind selbst ernähren und zwar sachgemäß ernähren fön Natürlich ernährte Kinder aber übertreffen in jedem Fal fünstlich ernährte an Lebensfähigkeit und Gedeihen. So gab uns der Aerzte- und Naturforschertag reiche interessante Anregungen auf vielen Gebieten. Homburg, 20. Sirf Bülow mit der Fift einen turze Führung des Grafen Darmstadt, 20 Berhandlung gegen d Bandlow wegen Beie erferer freigesprochen 50 Rt. berutilt Sihung der S Die erfte Si fogte 30 Buntte; gere Zeit dauere. instimmig wur agen. und Herzteta Diebitabl Beugnisfai gefunde Kinder rt, 19. Septe ngen der medi behandelt, ite Intereje ede über die fchon in de ung des ma von Vertrüm üft erleiden, Dem Vort uch im Süden eränderungen i üdenmarte je der englischen diefer feinsten rbbarkeit diejer art rachitijcher mehr, bald find. Umgeb wieder mit e ird das Knoche angen. it indursache der nderen Begleite r Rachitis um Vermischtes. Das Berliner Taxameterwesen als Muster für NewDer Bürgermeister von Newyork Mac Clellan weilte einigen Wochen in Berlin. Unmittelbar nach seiner Rück. What er in der amerikanischen Hauptstadt eine Einrichtung uführen begonnen, die er in Berlin fennen gelernt hat. Denn auf seine Veranlassung ist in Newyork eine Gesellaft gegründet worden, die nach Berliner Vorbild den Automobildroschten- Verkehr mit Zarameterbetrieb in NewZu diesem Zwede sollen c einzuführen beabsichtigt. 100 Tarameter- Automobildroschten in den Verkehr gestellt tben. Therese Humbert darf nicht reisen. Die große Therese Unglüd gehabt. Sie wollte nach London reisen, um dort en den Brüdern Crawford die 111 Millionen ihrer Erb. Als fie fich aber aufs haft in Empfang zu nehmen. Ministerium des Innern begab, um ihre Niederlassung in Bar is in der Wohnung ihres Bruders Romain Daurignac mjuzeigen, erfuhr sie, daß die bedingungsweise Freilassung hr noch zwei Jahre lang die Verpflichtung auferlege, das Beine- Departement ohne polizeiliche Erlaubnis nicht zu vers affem. So wird sie also mindestens noch zwei Jahre auf Millionen warten müssen. Lokales. 21. September 1906. Das Schwurgericht der Provinz Oberhessen tritt hädigung, wel Montag, den 24. Septbr. zu den Sigungen pro 3. Quartal terben 1906 zuſammen und bei handelt über folgende Fälle: Am das legter n Annahme m önnen uns alo Didelten, bon en Einblid ge Sorte von Kra 1 Enge gegen Johs. Kepler aus Gießen wegen Notzuchtserfuchs, Antlage: Staatsanwalt Hoos, Verteidigung: Rechtsanwälte Grünewald, Leun und Fischer. Dienstag, 25. Sept. gegen die Eheleute Peter Ruckelshausen aus Ehringshausen wegen Meineids, Anklage: Großh Ober- Staatsanwalt Mittwoch, = Veränderunge Theobold, Verteidigung: Rechtsanwalt Raab. 6. Sept. gegen Christian Streum aus Lorbach wegen Not: ucht versuchs, Antlage: Großh. Gerichtsassessor Neuroth, Eig regen, will werben. ten Greinerteidigung: Rechtsanwalt Dr. Stahl. Donnerstag, ir Form nn das so 2. nicht mehr eit betrachtet . Dr. Hans G erischen König Königs Ludwig gsfähigkeit unt offerungsschichte eichhaltigkeit in ihnen pul 27. Sept. gegen Callmann Schwab aus Grebenau wegen Reineids, Anflage: Großh. Gerichsass ssor Dr. Hezel, Vertidigung: Rechtsanwalt Kaz. Freitag, 28. Sept. Friedrich Fuß aus Niederhausen wegen Totschlags, Anklage: Großh. Ober- Staatsanwalt Theobold, Verteidigung: Rechtsanwalt Jufti zrat Weidig. Samstag, 29. Sept. gegen Elisabethe Benter aus Angersbach wegen Körperverlegung mit tödl. Erfolg, Anklage: Großh. Gerichtsassessor Dr. Hezel, Vertidig ung: Rechtsanwalt Engisch. Montag, 1. Oktober gegen Dito Ulrich aus Geiß Nidda wegen Verbrechens im Amt, eängstigenden Angliage: Großh. Gerichtsassessor Dr. Hegel, Verteidigung: Rechtsanwalt Justizrat Dr. Guifleisch. Dienstag, 2. Oftober gegen. Friedrich Zimmer aus Bisses wegen Verbrechens im Amt, Anklage: Großh. Staatsanwalt Reuß, Verteidigung: Rechtsanwalt Arnold. em Grade. Go isher night ellungen enartigen Gefü ägen ausstreden en meisten Fälle Bte Vorstellunge e durch das herrit sprochen und darüber Beschluß gefaßt, sodaß schon nach| Bedürfnisfrage dem H. Pope für die schon bestehende Wirteiner Stunde vom Vorsitzenden, Oberbürgermeister Mecum, verfündet wurde: die öffentliche Sigung ist geschlossen. " Vor Eintritt in die Tages- Ordnung gab D.-B. Mecum bekannt, daß der Verzicht seitens der Stadt auf das Präsentationsrecht über die 2. evang. Psbrrstelle zu Gießen bom Minifterium nicht beanstandet worden sei. Die Stadt tritt dieses Recht an die Kirchengemeinde ab und braucht dafür den jährlichen Zuschuß von 1794,75 Mt. nicht mehr zu zahlen. Im Gießener Anzeiger" ist vor einiger Zeit anläßlich einer Gerichtsverhandlung ein Artikel erschienen, der sich über die Tätigkeit des Feldschußpersonals nicht be. sonders gut ausspricht. Die Stadt hat sich dagegen beim Oberstaatsanwalt beschwert und die städtischen Felsschüßen in Schutz genommen. Darauf ist nun die Antwort eingekommen, daß in dem betr. Artifel erstens von Gießener Feldschutzbeamten gar nicht die Rede war und zweitens seitens des betr. Berichterstatters resp. seitens der Redaktion gen. Beitungen unrichtig berichtet worden sei.-8wei praktische Neuerungen sind während der großen Ferien im Sizungszimmer angebracht worden, was D.-B. Meeum noch erwähnt. Eine elektrische Lüftungsanlage und zwei große verschiebbare Tafeln zum Befestigen von Pänen 2c. Stadtv. Petri ist so erfreut über diese Verbesserungen, daß er sich bereit erflärt hat, die Decke des Sigungssaales auf seine Kosten zu erneuern. - Nachdem wurde zu Punkt 3 der Tages- Ordnung ge= schritten. T. Seilfuß will an der Hammstraße einen Holzschuppen erbauen, Dispens ist dazu erforderlich. Er betommt die Genehmigung unter der Bedingung, daß er sein Lager an der Westanlage aufgibt und seine neue Halle in der Hammstraße 15 m vom Eulerschen Wohnhause entfernt errichtet. Bauunternehmer Scheppelmann hat die Grenze seines Wohnhauses Ecke Roonftraße etwas verändert, der Ballon widerspricht jeßt der Bau- Ordnung. Der dafür nachgesuchte Disp ns wird aber genehmigt, weil sonst im anderen Falle das Aeußere des Hauses im Ansehen verliert. Gärtner Georg will am Wege nach dem Friedhofe eine Ausstellungshalle errichten. Wird genehmigt mit der Bedingung, daß er 8 m Vorgarten läßt. Die Gebrüder Imhäuser besißen ein altes Haus in der Wagengasse, das einen Giebel hat. Diesen wollen die Besizer zu einem Stockwert voll ausbauen. Die Genehmigung dazu wird nicht Wilh. Valentin erteilt, weil die Straße zu eng ift. hat am Fuße der Hardt ein fleines Gehöft, jeßt will er noch eine Stallung dort errichten. Der nachgesuchte Dispens wird abgelehnt. Befürwortet wurde dagegen das Gesuch für C. Gans. Der Gesuchsteller will sein Wohnhaus am Afterweg erhöhen um einen Giebel und auch etwas ver Gastwirt und Megger Henkel beabsichtigt, bei größ rn. Einführung der Kanalisation in sein Haus sich eine neue Wurstfüche zu erbauen, die Aborte auch an anderer Stelle anbringen zu lassen. Der Grundriß des ganzen Anwesens würde dadurch verändert und gegen die Bau Ordnung erheblich verstoßen, sodaß der Diepens versagt wurde. - * Der Landtagsabgeordnete Georg Säusel ist. Kiz in der Marburgerstraße will neben seinem Stallgestern Vormittag in Michelstadt verstorben. Er vertrat den britt: n Wahlbezirk Starkenburgs. Er war in Steinba raus herbor, bi geboren, war Kreistechniker, Kreisfeuerwehrinspektor und Beichenlehrer in Michelstadt. Seit dem Jahre 1899 war Landtagsabgeordneter. rauchbare Gegen el eine Maur der sie gar hlt kostbare ■, die ebenfal Diefer Stoffe i allend wäre. -gestohlenen G igfeit und Pl t. len die ländli so gut wie gari Iber Diebe hende Dieba nicht vorhanden hausd'ebe dem Diejen finden n vertreten. aien den Eindr eftraft. Nach da vöfen oder by und Gemütsphi ie in einem erscheint daher d all von Warenh angeordnet werd teilung auch G nempfiehlt zum Tantheit- Gin nftände. Direktor der Binnental, Med eit der Schwad To oft Unrichtige it faum je bavon e Fälldhungen de gifche Prüfung ba Jeiswert nicht Echwachfinnig die Behandl in feinem Bo de. Kräftige G er Geburt burd Dält der Redner gt noch mand en, folle die gemäß ernähren ertreffen in jedem und Gebeiben. aturforiertag mi Sebieten. * Die drei Schullehrer- Seminarien des Landes haben laut einer soeben in den Mitteilungen der Großherzoglichen 8entralstelle für die Landesstatistik" ersiemenen Zusammenstellung im letzten Schuljahr einen zu wachs von 31 Schülern zu verzeichnen. Hieran sind die Guamgelischen mit 30 und die Katholiken mit 1 beteiligt. Der Prozentsatz der katholischen Schüler( 128 unter 468) bon 29,1 im Schuljahr 1904/05 auf 27,3 im letzten Schuljahr gesunken und steht hiernach um 3,3 hinter dem latholischen Bevölkerungsanteil des Landes zurück. Auch die Lehrer- Bräparanden- Anstalten wiesen ähnliche Verhältnisse auf. Dort beträgt die Schülerzunahme 28, worunter 24 Evangelische und 4 Katholiken. Der Prozentsiz der fatholischen Schüler( 81 unter 316) ist von 26,9 im vorher gehenden Schuljahr auf 25,7 gesunken. Nur bei dem neu erichteten Schullehrerinnen- Seminar in Darmstalt ist das fatholische Element stärker vertreten, indem im leßten Schuljahr unter 142 Asp rantinnen 51, also 35,9 Prozent tholisch waren, gegenüber 46 bezw. 34,9 Prozent im Borjahre. -0- Ein Unitum stellt auf der diesjährigen Nürnerger Landes- Ausstellung die Firma Ferd. Schäfer, Nürnberg, aus. Es ist dies ein 164 Bentner schwerer Riesen fenschrank, der in St. Louis den einzigen Großen Preis thielt. Der Riesenschrank steht unter einem Glasdach im Freien. Er dient zur Aufbewahrung des Hauptgewinns to 100 000 Mt. bar in Gold in 20 Markstücken der mit der Ausstellung verbundenen Einmarts- Lotterie. Daß der Grant natürlich aller Augen auf sich lenkt, versteht sich or selbst. Die Ziehung dieser chancenreichen Lotterie geht bo 1. bis 6. Oftober vor sich. Den Ankauf dieser Bose bhmen wir nur empfehlen. * Homburg, 20. Sept. Heute Vormittag 10 Uhr 19 lom in Homburg auf dem Bahnhof der Reichskanzler Fürst Bülow mit Gemahlin an. In Friedberg hatte der Fürst einen kurzen Aufenthalt genommen, um unter Führung des Grafen Oriola die Stadt zu besichtigen. * Darmstadt, 20. Sept. In der heute stattgehabten Berhandlung gegen den Redakteur Hannemann und gegen Bamblow wegen Beieidigung des Abg. Berthold wurde afterer freigesprochen und Bandlow zu einer Geldstrafe von 50 R. verunt ift. Sihung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, 20. Sept. 1906. Die erste Sigung nach den großen Ferien unfaßte 30 Punkte; man fonnte vorher annehmen, daß sie langgere Zeit dauere. Dem war aber nicht so, sehr schnell und einstimmig wurden die einzelnen Angelegenheiten be- gebäude noch einen Holzschuppen errichten. Auch dazu ist Dispens erforderlich. Er wird erteilt mit der Bedingung, daß der Schuppen hinter der Stallung zu stehen kommt. Professor Dr. Poppert ist um Anbringung eines Holzspaliers( an Stelle des Eisengitters) an seiner in der Wilhelmtraße gelegenen Villa eingekommen. Das Holzspalier entspricht mehr der Bauart des ganzen Hauses. Wird genehmigt. Mit der Kanalisation ist man mit der neuen Unternehmerin, der Firma Castanjen& Co. in Duisburg, in diesem Sommer schneller vorwärts gefommen, es waren während der großen Ferien weitere 3 mentrohre notwendig. Die runden Rohre sind nicht mehr vorrätig gewesen, sodaß ovale Rohre, die 55 Pfg. pro m mehr fosten, vom Oberbürgermeister ausgesucht und angetauft wurden. Die Versammlung genehmigte nachträglich diese Mehr Ausgabe. - - Die Quer Die Duisburger Zementwarenfabrik war um Rückver= gütung des Frachturkundenstempels eingekommen. Der mit der Stadt abgeschlossenen Lieferungsvertrag lautet auf frei Gießen", weshalb Ablehnung des Gesuches erfolgte. Kommerzienrat Emmelius hat in den Anlagen zu Homburg v. d. H. praktische Papierfäften gesehen und deren Anschaffung für Gießen's Anlagen für ratsam gefunden. Die Stadt hat 2 Stück bezogen und ausgestellt. Die Kosten von 33,50 Rt. werden nachträglich bewilligt. Straße zwischen Liebigstraße und Riegelpfad wird zu Ehren eines edlen Stifters Wilson straße benannt. Dr. Ebel regte hierbet an, man möchte lieber einen alten dort bekannten Flurnamen dazu wählen. Die neue Straße bei den Wohnhäusern für Eisenbahnbeamte neben der Frankfurterst: aße soll den Namen Buddestraße führen, nach dem früheren Eisenbahnminister Budde.- Die B.schaffung eines neuen Badeofens für die Stadtmädchenstule wird genehmigt. Das Komitee für Erbauung der Eisenbahn von Lich nach Grünberg war eingekommen, daß die Stadt Gießen auch Obligationen antaufen möchte. Die Versammlung lehnte es ab, weil die Stadt durch diese Bahn einen direkten Nutzen nicht habe, vielmehr eine andere jedenfalls auch zur Ausführung kommende Bahnlinie für Gießen wertvoller set. Die Gesamt- Kostenrechnung für die Feldbereinigung rechts der Lahn liegt jezt vor. Gießen hat 81 571,20 Mt. aufzubringen. Davon sind früher schon 60 000 Mt. angewiesen und zur Auszahlung gekommen, so daß ist nur noch der Rest von 21 571,20 Mark bewilligt werden muß. G- schieht. Stadtv. Helfrich giebt hierbei bekannt, daß der Stadt die Feldbereinigung nur 60 000 Mt. fofte, da für Rückvergütung von Wegebaugeldern und für verwertetes Gelände zusammen 21 000 art vereinnahmt wurden. Das Gesuch des Dr. Zinger um Erlaubnis zur Aufnahme Unfallverlegter in seinem Hause Goethestraße 10 wurde genehmigt, da bekanntlich die Schwesternhäuser zu Zeiten überfüllt sind. Wirtschaftskonzessionen wurden befürwortet dem Herrn A. Reuter für Sonnenstraße 13, dem D. Sieck für Hammstraße 14, dem G. Trinkaus für Verneint wurde die seinen Neubau im Seltersweg. schaft Großer Steinweg 12 und für ein 3. Zimmer im " Restaurant Storch"( Dammstraße 39). Ueber die Konzessinsfrage für den Wirt Sied entspann sich eine längere Debatte. Die Wirtschaftskommission hatte die Bedürfnisfrage verneint, weil der Umsatz in lezter Zeit ein nicht genügender gewesen sei. Die Stadiverordnetenversammlung stellte sich aber auf den Standpunkt, daß man eine ältere Ronzession nicht zurückziehen dürfe, da bekanntlich vor nicht allzulanger Zeit in der Nähe des hier in Frage kommenden Hauses eine Nachdem zweite Stonzession befürwortet worden sei. wurde der Wirtschaftsplan für die Gießener Stadtwaldungen für 1907 genehmigt. Die Verwertung des Stammholzes aus den Stadtwaldungen stand als letter Punkt auf der D. Ja Zukunft soll bei Submissionen das Stammholz mit der Rinde verkauft resp. ausgeboten werden. Der Staat habe diese Einrichtung schon lange und dabei bessere Preise erzielt. - - Airglige Nachrichten für Sießen. Evangelische Gemeinde. Am 15. Sonntag nach Trinitatis, den 23. September. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 91% Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Die Vorbereitung zur Kinderkirche findet Samstag, den 22. September, vorm. 11 Uhr statt. Sonntag, den 30. d. Mts. nimmt die Kinderkirche der Markusgemeinde wieder ihren Anfang. Die Vorbereitung findet Freitag, den 28. d.-M. nachm. 4 Uhr, statt. In der Johanneskirche. Vormittags 912 Uhr: Pfarrer Kraus. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrer Kraus. Am nächstfolgenden Sonntag, den 30. September beginnt der Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. An demselben Tage Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Katholische Gemeinde. Samstag, den 22. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge legenheit zur heiligen Beichte. " Sonntag, den 23. September. 16. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 612 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Andacht. Katholischer Gottesdienst in Grünberg ift Sonntag, 23. Sept., vorm. 91% Uhr: hetlige Messe mit Predigt. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 15. Sonntag nach Trinitatis( 23. Scpt.) predigt: 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: 1. Matth. 11, 25-30. Lied Nr. 282. 2. nachmittags: Defan Wagner. Text: 2. Thess. 3, 6-13. Lied Nr. 406. Katechismuslehre. Beichte, Gottesdienst und Feter des heil. Abendmahls in Stangenrod vorm. 9 Uhr. Gottesdienst mit Katechismuslehre in Lumda nachmittags 112 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 22. September. Teilweise heiter, Nachlassen der Niederschläge, Temperatur nicht verändert, wechselnde Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 2 landw. Arbeiter, Ziegeletarho'ter, 7 Schloffer, 2 Schmiede, 1 Spengler( auswärts), 1 Tapezier, 2 Schreiner( auswärts), 3 Wasch- und Buzfrauen, 1 jüngerer Glaser, 1 Maler( auswärts), 1 Anstreicher, 1 Installateur, Erdarbeiter, 1 Küchenmädchen, 1 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 2 Hausburschen, 1 Haushälterin, 1 Stüße der Hausfrau. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied gegen Ver gütung, 1 Spengler, 1 Elektromonteur, 2 Schreiner, 1 Bäcker( auswärts). Es suchen Arbeit: 1 Maschinist oder Heizer, 1 Maschinenwärter, 2 Kutscher, 2 Schreiner, 1 Flickerin, 1 Kleidermacherin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahr bursche, 2 Lauffrauen, 1 Haushälterin, 2 Wasch- und Putzfrauen, 1 Näherin, 2 Packer, 1 Kassier oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich für die Politik und den Inseratent. I Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bei e in Gießen. Carboline, zum täglichen Gebrauch für das Haor unentbehrlich, wirft erfrischend und erhält das Haar in Erhältlich in seinem natürlichen üppigen Zustande. Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. 11 Buchdruckerei von Albin Klein GIESSEN Seltersweg 83. ใ ur tadellosen, schnellsten und billigsten Anfertigung von Werken, Zeitungen, Katalogen, Formularen und Zirkularen, Prospekten, sowie aller anderen geschäftlichen und privaten Drucksachen in moderner Ausführung empfehle ich meine Druckerei. Die kleinsten wie die grössten Aufträge werden mit gleicher Sorgfalt ausgeführt. Für Vermittelung und Zuweisung von grösseren Druckaufträgen wird angemessene Provision gezahlt. Perforier- Anstalt. Elektrischer Betrieb. Man verlange Kostenanschläge. Stereotypie. Zu verkauf 1 kleines Wohnhaus, Stadt, f. Handwerfer ober sehr geeignet, um 10000 1 hochrentables Geschä befte Lage, um 95 000 m 2 Geschäftshäuser, M Stadt, um 22: bezw. 30 0 Näheres durch: Carl Geißler, Geschäftsagentur, Giee Hotel Einhorn". Luhn waesch am bester 9061 Donnerstag, den 20. September essische Familienzeitu Tägliche Unterhaltun Brotpreise bom 23. September bis 7. Oftober 1906. Der hiesigen Bäcker. 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bei: Kg. 1 Weißbrot 2 1 Gem.- Brot 2 " 3 1 Kornbrot 2 Pfg. Ernst Christ Wiese! 44 27 Balt. Opper, Allendorf a. 2. 44 54 Georg Dern II., Gr.- Linden 46 25 Louis Süßmuth, Steinberg 46 50 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 75 W. Weigel, Lang- Göns. In 9 Tagen Ziehung! Krieger- Verein Für 1Mk Gießen. Samstag, den 22. September I. Js. auf Abendstern. Monats- Versammlung. " " " " 46 Abfahrt abends 6,55 Uhr, 23 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 Karl Post, Wieseck 46 Der auswärtigen Bäcker. Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 25 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 W. Weißel, Lang- Göns.. 26 Heinrich Bnz, Aulendorf a. L. 25 . 26 W. Fabel, Wiesed " " 46 " " Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesed. 46 W. Steinmüller Ww., LangGöns " 46" " L. Steinmüller, Gr.- Linden 46 " " " 1 " Karl Spamer, Reiskirchen. 46 Jakob Appel, Krofdorf.. 50 W. Lein, Klein- Linden " " " 1 " 27 " 2. Steinmüller, Gr.- Linden 26 W. Leir, Klein- Linden Karl Post, Wieseck Jakob Appel, Krofdorf.. 27" .27" Kilogr.( 4 Pfd.) Weißbrot bet Georg Dern II., Gr.- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 Balt. Opper, Allendorf a. L. 50 2. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 W. Fabel, Wieseck . 50 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48", 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wieseck. Karl Post, Wiesed Ernst Christel Wiesec Louis Süßmuth, Steinberg 69 69 69 " " 66 Н Gust. Jacoby, Alten- Buseck 69" Karl Trautmann, Wiesec. 69" " Rückfahrt 10,36 Uhr Römerbrunnen Mineralquellen bei Echzell, Oberhessen, von altersher rühmlichst bekannte Rineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und zu ausgedehntem Versandt benutzt, ist infolge hoben, natürlichen Kohlenfäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. Eine glückliche Konzentration von Salzen, unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer vorzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Gicht und Harnbeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. N " " " 52 " 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: 23 F. Weiß Grününgen Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22, " " " 23" 54 22 5. Binz, Allendorf a. L. Jakob Appel, Krosdorf " " 54 " 54 W. Weigel, Lang- Göns.. 52 Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Karl Trautmann, Wieseck, Jakob Appel, Krofdorf. W. Lein, Klein- Linden Karl Post, Wieseck " 54" 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 23 W. Weigel, Lang- Göns 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 Jakob Appel, Krofdorf Heinr. Binz, Allendorf a. 2. 44 Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 46 " " " " " 23 Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 " " W. Steinmüller Ww., LangGöns Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf, Garbenteich 44 " 24 N Karl Stumpf, Garbenteich 24 Ferd. Weiß, Grüningen. 46 " " L Steinmüller, Gr.- Linden 23 Heinr. Weber, Heuchelheim 24 W. Lein, Klein- Linden 46" " Der Brotverkäufer. " " W. Lein, Klein- Linden 25 Dieselben Preise, wie bet den Heinr. Binz, Allendorf a. 2. 24, hiesigen Bäckern. Gießen, den 22. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Dammstraße zwischen Walltorstraße und Nordanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksberkehr gesperrt. Gießen, den 21. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Riegelpfad zwischen Ludwig- und Ebelstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 21. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Stadt und Land Erwachsene u. Kinder - gehen am liebsten wohin? zu Gustav Trinkaus in Giessen, Seltersweg und warum? Weil dort Alles tanzt großartige musikalische Unterhaltung und das größte Amusement am hiesigen Plaze iſt. 0000000000 Musikfreunden ist durch ein neues Unternehmen eines bedeutenden Verlages die Möglichkeit geboten, sich nach eigner Wahl und auf angenehme Weise eine Musik- Bibliothek zu verschaffen. Nähere Auskunft, Prospekte, Kataloge 2c. nur durch die General- Vertretung C. M. Kühn( Arth. Fadum) Inh. Paul Meier Ludwigstr. 17 Darmstadt Elisabetenfir 36 Tel. 1285 Tel. 1311 000000000 Locomobilen ( fahrbar m. Wanderconzession.) 0903020 13597B Gewinne mit 300000 HauptgewinnbarGeld MK100000 40000 Nürnberger Lotterie Ziehung 1. bis 6. Oktober Lose à 1 Mk., 11 Lose 10 Mk. Porto und Liste 30 Pfg. Nach nahme 20 Pfg. mehr, versendet das Generaldebit Ferd. Schäfer, Nürnberg. Generalvertrieb: Kiefer& Co., Mainz. Lose sind zu haben bei: Richard Buchacker, W. Semmler, Philipp Weiler. Oelfarbe Schnett nicht nach fl rocknende Fussbode La Parkettwad Parkettwachs ohne sowie alle sonstigen Arti Auftreiten und Wi der Fußböden bei Emil Fischbad Gießen, Selterswe Nur 53 für den Kuchen brauchen Sie noch, denn REESE'S 53 BACKPULVER für 1-1% Pfund Mehl mit Prämiensche ist unübertroffen und kostet nur die Hälfte Überall zu haben. Reese S Hame Trische Dauerbrand- Amerikaner Regulierbeiz, Koch, Hopewell- und Darmstädter Oefen in diversen Fabrika Ofenschirme, Ofenvorsetzer, Verdampfschalen. Feuerge ständer, Koblenfüller, Koblenkasten, Koblenlöffel, Stoche Ascheeimer, Mülleimer Wasch, Wring- und Mongelmaschinen, Dezimal, Ted Wirtschaftswagen, Fleischhack, Reib- u. Meffervumasa Vogelkäfige und Züchter Utensilien, Fischereigeräte, Bi Werkzeuge, Beschläge, Eisenwaren, Kurzwaren, S Stahlwaren, Waffen und Munition empfiehlt 1 Stcf. v. Lanz 89 erbet. fein hergerichtet 7-9 P. S. Besen und Türvorlagen, Kokossticke, Flechtrohr, Raf 1 " " " 1 90 97 " " " " " Feuerbüchse neu 12-17 Ausziehkessel " " 20-30 " " billig abzugeben. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. Soeben erschien der ,, Vega"-Brenner ( Patente in allen Staaten) ,, Vega" ist der beste Petroleum- Glühlicht- Brenner der eine Steuervorrichtung zur Verhinderung des Blakens besitzt, der ohne Vorwärmung sofort Licht gibt, c) der 2 Gewinde, zugleich für 10 und 14" hat, passt also auf jede gewöhnliche Petroleumlampe d) dessen Docht niemals geschraubt zu werden braucht. Edgar Borrmann, Gies Telefon 165 Eisenhandlung Neuft g. Blutftod. T Polster- u. Tapezier- bille Damburg Fitt Arbeiten fertigt Karl Reh. Gieken Seltersweg 88. Zuverlässiges, älteres Mädchen oder alleinstehende Fran, die selbständig kochen, waschen und bügeln kann, ber sofort oder später Jesucht. Offerten mit Zeuonis. ibschriften und Lohnansprüchen erbeten an Frau Amtsrichter Pusch Ortenberg( Oberhessen). Hausbursche vom Lande gesucht. Näheres d. e) der bei einer grösseren Lichtstärke wie Gasglühlicht nur für die Exp. d. Bl. ca. 1 Pfennig Petroleum pro Stunde verbraucht, f) der geruchlos brennt. Preis des VEGA- Brenners komplett mit Glühstrumpf 6.und Cylinder. . Mk. Niederlage in Giessen: Hermann Mettenhelmer, Beleuchtungsartikel. Besseres Mädchen ( Waise), welches tochen kann und alle Hausarbeiten versteht, sucht Stellung als Stüße der Hausfrau. Näheres durch die Expedition dieses Battes. bier t. D. bat. Auf bequeme Teilzahlun Möbel Herren-, Dame und Kinder- Garder Manufakturware etc. J. Jttman Kredit- Haus Giessen Plockstrasse 14-14 Anno dazum Rivalifierende Musiker. burch ben er erafelt worden ist. Wenn man 8. B. beobachtet, erscheint, wenn man wie ein flott entworfenes und wirklich Auffehen erregendes Blafat furze Reit darauf mit verhältnismäßig ügigen Beränderungen auf einem Buchumschheaterſtild oder ein fenfationeller Roman immer einen Schweif von Nachahmungen hinter fich herzieht, so wird man dem originellen Engländer ferner fieht, wie ein erfolgreiches nicht Unrecht geben tönnen. Nr. 216