Nr. 169 Debattion u.Haupteɣpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 21. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang と Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( läg und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen Huf dem toten Punkte. [ Politische Wochenschau.] Die Jahreszeit ist weit vorgeschritten, glühenden Brand bersendet die Sonne und schickt sich an, mit ihrem Eintritt In das Zeichen des Löwen die gefürchteten Hundstage der Wer Zeit und Geld Schmachtenden Kreatur zu bescheeren. Abrig hat, ist aus dem Dunst der Städte in die Einsamkeit ber Wälder geflüchtet oder sucht Erholung an den Gestaden bes ewigen Meeres. Auch die Diplomaten sehnen sich in biesen Tagen, denen man als Attribut die im übrigen durchaus nicht zu verachtende, jaure Gurfe" beigelegt hat, nach glücklicher Bergessenheit irdischer Geschäfte, sie haben ihre Schreibstuben geschlossen und gönnen sich einen Augenblick Ruhe nach den Anstrengungen und Kämpfen des Jahres. Aber ganz auf ben toten Bunft gerät das Rad der politischen Dinge doch nicht, wenn man auch mit Fug von der ,, Saison morte", der ereignislosen Beit, spricht. Des Reiches Kanzler, Fürst von Bülow, weilt noch in Norderney, um die Folgen seiner Erkrankung ganz zu überwinden. Mit Freude wird er die Botschaft vernommen haben, die Beruhigung der aufständischen Gebiete in DeutschOstafrita sei soweit vorgeschritten, daß die militärischen Dperationen vorläufig eingestellt werden konnten. Obwohl auf die Dauer unseren braven Schußtruppen noch nicht voll Bändige Ruhe winft, fich hier und da noch ein Eingreifen notwendig machen wird, soviel ist sicher, daß man bei der Niederwerfung der unbotmäßigen Elemente über den toten Punkt hinweg ist. Die Regelung der Nordgrenze unseres ostafrikanischen Befizzes durch die deutsch- englische Grenz lommission, die für beide Teile in befriedigender Weise ers folgt ist, erwedt ebenfalls günstige Aussichten für die fernere gedeihliche Entwicklung. Leider fann man nicht sagen, daß der so lang und auss führlich besprochene Plan der einheitlichen Gestaltung bes deutschen Eisenbahn Verkehr 3 bereits den loten Vunkt überwunden hat. Der badische Landtag konnte fich mit der vorgeschlagenen Einführung der vierten Klasse nicht befreunden, auch in Bayern will man von der bis herigen Einteilung in drei Klassen nicht abgehen. Das ent gegenkommende Verhalten bei der Regulierung der Personen.. tarife läßt aber die Hoffnung zu, daß in absehbarer Zeit, hoz aller Hindernisse, eine Vereinigung zustande kommt, daß die jetzigen Beschlüsse nur den Anfang, nicht das Ende der Reformen darstellen. In Bayern ist die Erhöhung der Orts. Posttarife analog den Beschlüssen der Reichspost durchgeführt worden. Das bayerische Landesparlament hat die vor geschlagene Begründung einer Staatslotterie abgelehnt, da ed bie unleugbaren Nachteile einer staatlichen Spielanstalt für wesentlicher hielt, denn die auf der anderen Seite ebenso unleugbaren fistalischen Vorteile einer Lotterie, die sicher ges rignet ist, dem Staatsfädel zugunsten der Steuerzahler über lote Punkte hinweg zu helfen. Die schon in den Einzelheiten festgelegte Kreuzfahrt ber englischen Flotte in der Ostsee ist aufgegeben worden, angeblich auf Wunsch der russischen Regierung, welche bie freundschaftliche Ablehnung mit den inneren Sorgen, der Befürchtung von Demonstrationen feindseliger Voltsmassen rechtfertigte. Sicherlich ist aber auch der lebhafte Einspruch im englischen Unterhause gegen die Fahrt nicht ohne Einfluß geblieben und man fann fast glauben, der ablehnende Be scheid sei der englischen Regierung nicht ganz unerwünscht gefommen. Sie fonnte 10 mit erleichtertem Herzen über den Zwiespalt hinwegkommen, eine Kundgebung zu veranstalten, die im der eigenen Lande von großen Majorität des Volkes ziemlich heftig fritisiert worden wäre. Wenn gleichzeitig auch der Besuch ber deutschen Häfen aufgegeben wurde, so fann Deutschland mit tühler Besonnenheit diese Tatsache aufnehmen. Wir haben uns bei dem vorjährigen Erscheinen der englischen Flotte, die von ängstlichen Gemütern als Drohung aufgefaßt wurde, weder aus der Ruhe bringen, noch ins Bockshorn lagen lassen. In Uebereinstimmung mit Kaiser Wilhelm gaben die Bewohner unserer Hafenstädte den Gästen, was ben Abgesandten einer fremden Nation gebührt, ohne das Bewußtsein der eigenen Kraft zu verlieren. Und diesmal hätten wir es ebenso gemacht. Höflich und selbstbewust so darf, so soll Deutschland ähnlichen Situationen entgegenjehen. Die englische Regierung fann übrigens laum von einer toten Saison reden. Der Aufstand in Natal wird lebhaft bistutiert, weil die Behauptung, die englischen Söldner hätten unmenschliche Grausamkeiten bei dessen Bewältigung begangen, nicht ganz ohne Unterlage zu sein scheint. Die ägyptische Frage birgt schwere Probleme und trotz des unbestreitbaren Aufblühens Aegyptens nuter englischer Herrschaft ist die Entfesselung des islamitischen Fanatismus nicht zu unterschätzen. Die Vermehrung der englischen Besaßungstruppen zeigt das Bestreben, die Dinge nicht auf dem toten Punft zu belassen. Rußland scheint nicht mehr imstande zu sein, die Schwierigkeiten der Lage zu überwinden. Duma und Regierung in offenem Kampfe, Anarchie allerorten, Meutereien im Heer und Mordanschläge ohne Ende das ist das Bild, wie es uns alltäglich durch die Zeitungsmeldungen vor Augen geführt wird. Der tote Punkt regiert wann wird bie befreiende Tat fommen? - - Die mittelamerikanischen Republiken Raubstaaten nennt sie nicht ganz mit Unrecht der Volksmund Guatemala, Honduras und San Salvador hatten Langeweile und begannen einen frisch- fröhlichen Kriegszug gegeneinander. Das Eingreifen Präsident Roosevelts brachte die unartigen Gesellen freilich alsbald wieder zur Besonnenheit, sodaß sie sich versöhnt die biederen Hände reichten. Auf wie lange? So lange Korruption und Glüdsrittertum in fenen Breiten für den Gang der verschiedentlichen Staatsmaschinerien entscheidend sino, bleibt dort alles auf dem toten Puntt. Politifche Rundfchau. Deutfches Reich. Das Ergebnis der Nachwahl im Reichstagswahlkreis Hagen- Schwelm ist, wie vorauszusehen war, Stichwahl zwischen dem freifinnigen und dem sozialdemokratischen Kandidaten. Nach genauer Feststellung verteilen fich die abgegebenen Stimmen wie folgt: König( Soz.) 16 250, Cuno ( Freis.) 11 180, Becker( Zentrum) 5117, Moldenhauer( Natl.) 4545, Mumm( Christlichsoz.) 2163 und Cohzewski( Pole) 149 Stimmen. Die Stichwahl zwischen König und Cuno findet bereits am 27. Juli statt. - Wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter aus zuverlässiger Duelle erfährt, wird nicht allein die nationalliberale, sondern auch trog Altena- Iserlohn die Parteileitung des Zentrum 3 die Parole ausgeben, für den Freifinnigen in der Stichwahl einzutreten. Ob die Zentrumswähler der Parole folgen und sich an der Stichwahl beteiligen werden, vermag allerdings niemand vorauszusagen. Das Endergebnis der Nachwahl in Hagen ist darum äußerst unsicher. * In Breslau beginnt am 22. Juli der 6. Kongreß der christlichen Gewerkschaften Deutschlands, dessen Tagesordnung eine Anzahl hochwichtiger Punkte enthält. Reichstagsabgeordneter Giesberts- München- Gladbach wird über„ Die christlichen Gewerkschaften in der Arbeiterbewegung, Voltswirtschaft und im öffent lichen Leben" sprechen. Die Zahl der Mitglieder der christlichen Gewerkschaften beträgt etwa 210 000 Mann. * Der wegen Verdachts eines gegen den Kaiser beab. fichtigten Attentates in Altona verhaftete Amerikaner Rosenberg ist aus der Haft entlassen worden. Die nähere Untersuchung hat ergeben, daß Rosenberg nicht, wie angenommen war, anarchistischer Umtriebe verdächtig ist. frankreich. ** Die Verleihung der Ehrenlegion an Dreyfus wirft schon ihre Schatten und dürfte noch weitere parlamentarische Kämpfe nach sich ziehen. Der Generalsekretär der Ehrenlegion Roussel hat sich gegen die Verleihung des Ordens an Dreyfus ausgesprochen. Diese Haltung hat die Budgetkommission der Deputierten fammer damit beantwortet, daß sie den Posten des Generalsekretärs gestrichen hat. ** Das von der Deputiertenfammer beschlossene Gesez wegen Trennung von Staat und Kirche beschäftigt die in Rom tagende Kardinal- Kommission noch immer sehr lebhaft. Auf Wunsch des Papstes sind mehrere französische weltliche und Ordens- Geistliche nach Rom berufen worden, um dort über die durch das Trennungsgesetz geschaffene Lage genauen Bericht zu erstatten. ** Balkanftaaten. * Der deutsche Gesandte Prinz von Ratibor in Belgrad tritt in einem in der Presse veröffentlichten Schreiben den Gerüchten über Kaiser Wilhelm entgegen, nach denen dieser in Wien geäußert hätte, Serbien sei ein Hindernis sür die Balfanpolitit Desterreich- Ungarns. Der Gesandte erklärt, Kaiser Wilhelm habe diesen Ausspruch niemals getan. Afrika. ** Auch nach der Konferenz von Algeciras wird den Europäern die Erwerbung von Land in Marokko fortgesetzt erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht. Entgegen den vom Sultan gegebenen Versprechungen den maroffanischen Behörden Instruktionen aus Fez zug maen, die dabin lauten, daß jede Abgabe von Land an Fremde zu vermeiden ist. * Dof und Gefellschaft. In Stuttgart ist Fürst Wilhelm von Wald. burg zu Zeil und Trauchburg, der frühere Reichstagsabgeordnete und langjährige Präsident der Kammer der Standesherren, gestorben. Der Fürst stand im 70. Lebens jahre, als Todesursache ist Herzschlag anzusehen. Deer und flotte. Neue Waffen- und Munitionsdiebstähle. Im Keller eines Hauses der Chausseestraße in Berlin wurden 100 Gewehre, Seitengewehre und Gewehrschlösser beschlagnahmt und vom Artilleriedepot aufgenommen. Diese Diebstähle werden mit den türzlich bekannt gewordenen Patronendiebstählen in Spandau in Zusammenhang gebracht. Nab und Fern. † 23. Deutscher Radfahrer- Bundestag. In Nürn berg findet momentan der 23. Deutsche Radfahrer- Bundestag statt. Dem Bunde gehören 41 Gauverbände in Deutschland und Desterreich mit 43 000 Mitgiiedern an. Der Vers mögensbestand des Bundes betrug Ende 1903 37 554,78 m, Anschließend an den Bundestag findet ein großer Radfahrerforso durch Nürnberg statt. + Ameisen Regen. Die Berliner Straßen waren fürzlich von Mengen der großen geflügelten schwarzen Ameisen bedeckt. Zu Tausenden wurden die schnellfüßigen Tierchen von den Passanten tot getreten. In früheren Zeiten pflegte man bei derartigen Erscheinungen von einem ,, AmeisenRegen" zu sprechen. + Bum zehnten Male durchgebrannt. Von einem schier unbezwinglichen Hange zum Ausreißen ist ein neunjähriger Schüler in Stegliß getrieben. Kürzlich war er zum zehnten Male aus der elterlichen Wohnung verschwunden. In Berlin wurde er von einem Nachtwächter schlafend auf der Straße aufgegriffen. Der jugendliche Durchgänger soll jezt in einer Fürsorge- Erziehungsanstalt untergebracht werden. † Durch Schreck die Sprache wiedererlangt. In Mühlhausen in Thüringen hatte ein Biertutscher durch einen Blizschlag die Sprache verloren. Als er fürzlich einen heftigen Schred empfand, fonnte er sofort wieder sprechen. † Beim Rettungswerk ertrunken. Ein Herr aus Dresden, der am Blasewißer Ufer mit seinem Söhnchen spazieren ging, bemerfte, wie ein fiebenjähriger Knabe in die angeschwollene Elbe stürzte. Sofort sprang der Herr dem Kinde nach. Er wurde gleich diesem von der Strömung fortgerissen, und beide ertranken. † Das Auto auf dem Jahrmarkt. In Saalfeld geriet das Automobil des Erzherzogs Eugen von Desterreich an eine Jahrmarfisbude, in der Zuckerwaren feilgehalten wurden. Das Fahrzeug stürzte die Bude mit allen in ihr enthaltenen Ledereien um. Der Erzherzog ließ sofort halten und reichte dem Budenbesizer einen Fünfzig- Markschein, über dessen Empfang der Mann sich höchst erfreut zeigte. † Kunst und Ehrenlegion. Der höchste französische Orden ist neuerdings wieder an ein paar befannte Mitglieder der darstellenden Kunst verliehen worden. Es sind das die bekannte Tragödin Sarah Bernhardt, sowie Monsieur Xavier Privas, einer der hervorragendsten Pariser Kabarett- Sänger, der fürzlich zum Liederfürsten vom Montmartre ausgerufen wurde. † Einsturz einer Bahnhofswirtschaft. In Ruin, einer Haltestelle der Tiroler Südbahn, stürzte der Neubau der Bahnhofswirtschaft ein. 8wölf dort befindliche Arbeiter wurden verschüttet, vier wurden gerettet, zwei schwer verletzt. † Selbstmord im Grabe. In Baden in Desterreich machte ein sechzig Jahre alter Hausbesizer einen Selbstmordversuch, der jedenfalls ganz einzigartig ist. Er schaufelte im Garten seines Hauses ein Grab, legte sich in dieses und schnitt sich dann mit einem Küchenmesser die Pulsader der linken Hand durch. In dem selbst bereiteten Grabe wurde der Lebensmüde von Hausbewohnern aufgefunden, als er bereits fast verblutet war. † Die chinesischen Seeräuber. Von den chinesischen Piraten, die den Dampfer„ Sainan" angegriffen und Waffen aus der Ladung geraubt haben, sind bereits fünfzehn fests genommen. Das englische Kanonenboot ist den übrigen aus der Spur. † Blig und Feuer! Der tüdische Genosse der heißen Sommertage, das Feuer, hat in den letzten Tagen im Inund Ausland Verheerungen angerichtet, Habe zerstört und Menschenleben vernichtet. Es liegen uns hierüber folgende Meldungen vor: Danzig, 20. Juli. Aus vielen Teilen Westpreußens laufen Nachrichten von teilweise recht erheblichen Feuersbrünsten infolge Blitzschlages bei heftigen Gewittern ein. Blankenese, 20. Juli. Gestern nachmittag schlug Die beiden Insassen ertranfen. der Blizz in ein Segelboot. Uelzen, 20. Juli. Eine gewaltige Feuersbrunst hat das Dorf Sipnig in Asche gelegt. Die Bewohner waren bei der Ernte auf dem Felde, als in der Scheune des Grund. besitzers Jser Feuer ausbrach, und bald bildete das Dorf ein einziges Flammenmeer. Von dem Dorfe steht nur noch ein Wohnhaus und die Hirtenfate. Holzkirch a. d. D., 20. Juli. Die Lohmühle bet Neustadt an der Tafelsichte ist abgebrannt. Ein Mann und zwei Kinder find verbrannt. Petersburg, 20. Juli. In Alatyr( Gouverne ment Simbirst) find 600 Häuser, darunter die Post, die Bank und ein Kloster niedergebrannt. 5000 Menschen sind obdachlos. Sysran, 20. Juli. Seit gestern wütet hier eine Heftige Feuersbrunst. Etwa 35 000 Menschen sind ohne Obdach und Brot. Hunderte find in den Flammen umgetommen. wwran tonnte vielleicht ben Buigi Piala in Genua nehmen lassen? Er wird wohl aufzufinden fein." Törichte Geschichten! Gewährsmänner?" Ausführung der Tat zugegen und hat von Luigt alles Nähere Wer find übrigens die hiesigen Bezterer war Dillon und Carlo Giovanoli. ber Was gebenrst bu barauf zu tun P bet ber denken. Denn so leichtfertig auch ber Ton möcht' ich ihn völlig mit Stillschweigen übergehen." halten ist, so geht doch daraus hervor, daß die arme Frau Das darfst du nicht! Du mußt doch an die Mutter " Das möchte ich gern mit bir besprechen. Am liebsten bes Briefes ge 19. gefahren waren. " Ja, unser Berlin!" versette Frizz stolz. zu Friz, als sie beide in ben Bahnhof Friedrichstraße" einich einen Begriff und einen möglichst guten inbruc Das ist also Euer Berlin 1" fagte Harry bertunbert Und damit Bachanfälle verfiel, beängstigte ben Auferstandenen nic wenig. blonde Mädchen Seele hinter sich umzublicken. Im Zwischenatte wagte er es, sich nach der gefilhlvoller Welch angenehmes Erstaunen! das er schon einige Male im Theater ge Das war fa das hübsch Cokales. 21. Juli. * Der Großherzog fam Donneretag Nachmittag im Automobil in Offenbach an und besichtigte die Fabrik von Maier& Cie. Hieran schloß sich um 127 Uhr ein Abendessen bei Kreisrat v. Hombergf. Um 128 Uhr folgte der Großherzog einer Einladung des Turnvereins in die Turnhalle, Goethestraße, wo Stabübungen, Riegen- und Kürturnen, sowie Fechtübungen vorgeführt wurden. Der Großherzog folgte den Vorführungen mit größter Aufmerksamkeit. * Am 19. dz. Mts. wurde im Burgschloß zu Lauterbach die Verlobung des Grafen Wilhelm von Schlig genannt von Görg mit Catharina Riedesel Frein zu Efenbach, ältesten Tochter des Großherzoglichen Oberstallmeisters Mor y Riedesel Freiherrn zu Es nbach befannt gegeben. *** Der Provinzialaus schuß hat die gegen die Bürgermeisterwahl in Unterschmitten eingelegte Reflamation zurückgewiesen. ** Der Direktor des Gießener Gymnasiums, Geh." Schulrat Prof. Dr. Schädel beabsichtigt, nach München überzusiedeln. * Parlamentarisches. Die Orts- und Bolt zeidiener im Großherzogtum Hessen haben an die Zweite Stammer eine Vorstellung gerichtet, in der sie um Regelung ihrer Anstellungs, Gehalts- und Hnte: bliebenen VersorgungsBerhä tnisse auf nachstehender Grundlage bitten: 1. Daß hinsichtlich der Gehaltsbezüge eine gefeßliche Regelung und wesentliche Echöhung eintritt und die P tenten mit den Gemeindeforstwatten gleichgestellt werden. 2. Daß den Polizeidienern im Falle ihr.r Dienstunfähigkeit eine Pension gleich wie den Gemeindeforstmarten zu teil werde und daß auch zu diesen Pnsionen ein angemessener Staatszuschuß erfolge, für die Wuwen und Waisen möge eine HinterbliebenenVersorgung eingerichtet werden, wie dieses auch bei anderen Beamtentlassen ähnlicher Art schon lange der Fall ist.( Es ließe sich wohl diese gefeßliche Regelung bei der bevorstehenden Revision der Verwaltungsgeschgebung im Rahmen der Landgemeindeordnung und im Zusammenhang damit vollziehen.) Betreffs der Anstellungsverhältnisse wird gebeten, folgendes berücksichtigen zu wollen: 1. Die Anstellung des Polizeidieners erfolge nach Anhörung des Gemeinderats und nach erfolgter Prüfung des Kandidaten durch das Großh. Kreisamt. 2. Der Gehalt dürfte einheitlich nach der Einwohner zahl durch das Großh. Kreisamt festzusetzen sein. 3. Der Polizeidiener sei pensionsberechtigt, die Gemeinde hat die Beiträge zur Pensionskasse, wie dies bei den Gemeindeforst. warten der Fall ist, zu tragen. 4. Bei Erkrankung der Polizeidiener dürfte demselben ein Vertreter auf Kosten der Gemeinde gestellt werden. Die Vorstände der hessischen Fleischerinnungen bitten, die staatliche Schlachtv teh bersicherung nicht in Vollzug zu seßen, da jede wohl. tätige Wirkung des Gesezes, rasche Hilfe und schleuniger Ersatz durch die schwerfällige zentrale Geschäftsführung unmöglich gemacht werde. Ein Antrag des Abg. Dr. Glässing erstrebt eine Revision des Gesezes über das Verfahren der Zwangsvollstreckung im Verwaltungswege vom 30. September 1893, sowie der Ausführungsvorschriften zu dem Gesez. - *** Am tommenden Donnerstag hat die Kinderwelt von Gießen ihren großen Tag, dann feiert sie ihr schönes Jugendfeft, zu dem nicht weniger als 3530 Anmeldungen erfolgt sind. Der Bug, der auf der Süd- und Oftanlage aufgestellt wird, bewegt sich durch die Gartenstraße und Grünbergerstraße nach dem Festplatz im Philosophenwald, wo der Nachmittag unter verschiedenen Preisspielen zugebracht wird. * " Sozialdemokratische Hochschule. Die Sozialdemokratie hat anscheinend eingesehen, daß ihren publizistischen und agitatorischen Kräften trotz aller Selbstübechebung doch manchmal da oder dort noch etwas fehlt. Der Frankfurter Fall Bielowski ist ein neuer Beweis dafür. Um dem Uebel abzuhelfen, wird eine Art Hochschule für sozialdemokratische Parteifunktionäre, ein" Seminar", wie sie der Vorwärts" nennt, in Berlin ins Leben gerufen werden. Im November dieses Jahres sollen in Berlin die Ausbildungskurse beginnen, die bestimmt sino, besonders befähigte Genossen zu Redakteuren der Parte presse, Agitatoren und Pattis tretären zu drillen. In einem halben Jahre soll den Anwartern für die„ ge hobenen Stellen" in der Partet das nötige wissenschaftitche Rüstzeug für ihren Beruf beigebracht werden; National ökonomie, Soziologie, Partetgeschichte, Ges.Besfunde und noch ein Dußend andere Disz painen, alles natürlich nach Sozialdemokratischen Rezepten zurechtgemacht, werden in dieser Akademie gelehrt werden. Leider erfährt man aus der Ankündigung im„ Vorwärts" nicht, wer die Lehrer sein werden. Im übrigen enthält das Programm Bestimmungen, woraus sich ergibt, daß der Parteivorstand straffe Ordnung in ſetuer Akademie halten wird. Wer den gestellten Anforderungen nicht genügen fann, wird vom Parteivorstand aus dem Kursus entlassen. Die ganze Einrichtung verfolgt offenbar neben der theoretischen Ausbildung aus den praktischen Zweck, den immer mehr durch die Gewerkschaftsbewegung gefährdeten Einfluß der sozialo motiatischen Orthodoxie wieder zu festigen, denn eine genügende Kenntnis der oben angegebenen Disziplinen wird in einem halben Jahr den Standidaten taum beizubringen sein. *** Die Fahrt der Hessischen Flottenfreunde an die Wasserkante ist in allen Punkten gut verlaufen. Die Teilnehmer haben auch die denkwürdigen Stätten besucht, wo die Schleswig- Holsteiner in so weien Kämpfen um ihr Deutschtum gerungen. * Hessisches Schulmuseum. Der auf dem Gebiete der hessischen Schulgeschichtsforschung mit anerkanntem Erfolg tätige Pfarrer D. Dr. Diehl in Hirschhorn hat die Ecrichtung eines hessischen Schulmuseums angeregt, in dem alles vereinigt werden soll, was an Material für die Geschichte des Unterrichtswesens in Hessen ausfindig gemacht und erreicht werden faun. Da zur Verwirklichung des Gedankens zunächst einmal nötig ist, festzustellen, welche Schulbücher, Lehrmittel und sonstige für die Schulgeschichte be= deutsamen Gegenstände aus der Zeit vor 1830 etwa in den Schulinventaren vorhanden sind, hat Großh. Ministerium des Janern, laut Darmft. 3g.", eine genaue Püfung der Inventare der Schulen veranlaßt, über deren Ergebnisse bis zum 1 September berichtet werden soll. *** Das Unwetter, das in der Nacht zum 20. Juli über Oberhessen niederging, hat schweren Schaden angerichtet. In Wahlen schlug der Buz in dos Specht'sche Wohnhaus, dasselbe nebft Stallung in Brand spend. Die Löscharbeiten waren durch Wassermangel sehr erschwert. Das Gebäude brannte bis auf den Grund nieder. In Angersbach wurde ein Haus durch Blitzschlag stark beschäbigt. In Bleichenbach entzündete der Blizz den Epeicher eines Wohnhauses. In Lauterbach ging ein Haus in Flammen auf und in herchenhain wurde ein Pferd der Gastwirtin Witwe Kuhl vom Blige erschlagen. Das Gewitter war von einem wolfenbruchartigen Regen begleitet, der erheblichen Schaden verursachte. - * Erhöhung der Seifenpreise. Eine nach Limburg einberufene Versammlung der Seifenfabrikanten aus Hss n- Nassau und der Rheinproving bschloß, die seitherigen Seifenpreise zu erhöhen. Die bisherigen ständen nicht im Einklang mit den hohen Del- und Fettpreisen, deren Steigerung allem Anscheine nach sein Ende noch nicht erreicht habe. In dem allen A Das Glück im Winkel. Gießenern bekannten Vorort Bernhardshausen kam es in einer zugezogenen Familie zu einem Konflikt, als der Gemahl in später Festesstimmung nach Hause fam. Bald hörte man Revolver knallen und Geschrei, bis plötzlich die„ treue" Gattin im Nachtkostüm auf die " Straße reterierte. * Zum Schuhe der nüzlichen Vögel hat die hessische obere Forstbehörde neuerdings folgendes bestimmt: Das untere Forstpersonal ist zunächst nach der v. Berlep'schen sind Nsthöhlen anzubringer. In sehr trockenen Lagen sind Schrift, Gesamter Vogelschutz" zu belehren. Ueberall im Walde asserpumpen mit zementierten, flachrandigen Wasserbecken anzulegen. Das Suppersonal hat dafür zu sorgen, daß in der trockenen Jahreszeit stets Wasser in den Becken vor erleichtern, ist in diese Wasserbecken ein schwimmendes, handen ist. Um den Bögeln das Trinken und Baden zu Biden trocken gehalten und durch Bedecken mit Laub und hölzernes Kreuz zu einzulegen. Im Winter werden die Moos vor Aussieren geschüßt. In der Nähe dieser Wasser Dickichtremiſen aus Schwarz- und Weißborn und aus Stationen sind möglichst viele Nisthöhlen anzubringen, sowie Beersträuchern anzuziehen. Auch sollen hier und an anderen Stellen im Walde Reisigmassen auf Holzgestellen so aufge= schichtet werden, daß die Vögel dauernd Nistpläge darin finden. Die zwei Meter langen Füße dieser Holzgestelle müssen mit Dörnern und Stacheldraht umhüllt werden, damit Wiesel, Marder und dergleichen nicht herankommen fönnen." * Johannisbeeren. Neben Erd- und HeidelNeben Erd- und Heidels beeren sind jgt die Johannisbeeren das beliebteste Obst bei Jung und Alt, dem nun auch Himbeeren und Stachelbeeren folgen. Gleich der letteren gehört die Johannis beere der weitverzeigten Familie der Grossularien an, die in den Wäldern des südlichen und mittleren Europas wild wächst. Außer weißen und roten gibt es auch schwarze Johannisbeeren, die in unserer Gegend zwar weniger vorfommen, in Norddeutschland jedoch groger Beliebtheit sich erfreuen infolge ihres fühlenden, wohlschmeckenden Saftes. Die beiden ersten Sorten finden zu Kompots, Gelees und Marmeladen wie zur Bereitung eines föstlichen Beerenweins und Liförs allgemeine Verwendung. × Vom Lande. Die Kornernte hat überall auf dem Lande ihren Anfang genommen und auf den Höhen stehen bereits seit einigen Tagen die ersten Kornhaufen. Die heurige Gente erfordert ganz besonders gutes Erntewetter, zumal das Getreidefeld infolge der anhaltenden feuchten Witterung viel Untraut hat aufkommen lassen. Dazu find sämtliche Fruchtgattungen mächtig im Halme aufgeschossen, sodaß selbst das Sommergetreide vor allem der Hafer hinter dem Roggen taum zurückbleibt. Nach Aussage der Schnitter haben die schweren Gewitterregen den Fruchtfeldern nicht geschadet, sie versprechen vielmehr auch alle einen guten Störnerertrag zu liefern. rg. Leihgestern. Das in unserer Gemarkung idyllisch liegende Gasthaus Zur Rindsmühle", die von Spaziergängern und Ausflüglern, besonders von Gießenern, gerne besucht wird, soll in Kürze der Neuzeit entsprechend Der Besitzer beabsichtigt, das eingerichtet werden. Etablissement bedeutend zu vergrößern. erforderliche Gelände will er von Gemeinde Leihgestern fäuflich erwerben. Er steht bereits mit der Gemeindebertretung in Unterhandlung. Wirtschaft hat sich der Fremdenverkehr in Leihgestern bedeutend gehoben, eine Vergrößerung und Neueinrichtung der betreffenden Wirtschaft wird deshalb auch für die Leihgesterner von Interesse sein. Man hofft hier im Ort, daß das Unternehmen von Seiten der Gemeindebertretung unterstützt wird. Seit Bestehen dieser sonders aber seit Eröffnung der Bahnstrecke Heldenberger Stockheim. Der letzte Kursus 1905-06 war von 45 Schülerinnen im Alter von 16-20 Jahren besucht. § Lich, 20. Juli. In unserem Ort wird nach den Plänen des Baurats Diehm- Gießen mit einem Kostenaufwand von 27 000 Mt. ein Gebäude für die Aderbauschule des Kreises aufgeführt. § Lich, 21. Juli. Unsere Wasserleitung wird demnächst ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Duellen bei Ahlbach geben reichliches Wasser, das in das Reservoir der vor 15 Jahren gelegten Leitung geführt wird. So sind die damaligen Arbeiten doch nicht gänzlich nuglos aus geführt worden. * Alsfeld. Für das Eugen Richter Denkmal wurden hier 163 Mt. gesammelt. * Alsfeld, 20. Juli. Unserer früherer Kreisrat Dr. Wallau hat seine Studienreise angetreten, die er in seiner Eigenschaft als Reichstagsabgeordneter mit noch mehreren Kollegen nach Ostasien unternimmt. Alte Münzen. Bei * Schadenbach, 20. Juli. dem Inventar der hiesigen Bürgermeisterei befindet sich ein Beutel voll alter Goldstücke aus früherer Zeit, die sind. vielleicht recht wertvoll Die Bürgermeisterei ist gerne bereit, sie Kennern zur Verfügung zu stellen. * Vaitshain, 20. Juli. Der morgens von Lauterbach kommende Personenzug hätte an einem Bahn. übergange beinahe ein Kuhfuhrwerk überfahren. Durch die Geistesgegenwart des Lokomotivführers und des Bauern wurde das Unheil aber glücklicherweise abgewendet. * Frankfurt, 20. Juli. Im Frühjahr 1908 find seit der Gründung der Frankfurter Handelskammer hundert Jahre verflossen. Aue Anlaß dieses Jubiläums soll eine Dentschrift veröffentlicht werden. * Frankfurt, 21. Juli. Am morgigen Sonntag feiert unser Mitbürger, der Meistersänger Julius Stod hausen seinen 80. Geburtstag. Er ist ein Schüler des berühmten Geſangsmeiſters Garcia. Liber hat ihrer des -84 Big, Sammelfle 0 Rilo 6.00-7.00 Seisfraut per Str. 0000-00 RF, 3metf 40 Pig., Milch per br morgens bis 1 16 marttverkehrs dürfen bi bwährend der erften b algeboten werden. Blandesamt- Ra Am 10. Juli be Richard Adalbert; Fa 11. Laglöhner Ludwig Johannes Roth 2. ein ofteber Friedrich Wi Pul Paul; Glafer Bilhelmine Johanna; Tochter, Ella Rathari Sohn, Wilhelm; Tochter, Marie Stat Hofenbaum eine To Juftus Chrift eta So Hahn eine Tochter, 2 Das diesjährig Rinder angemeldet ben 26. Juli 1906 perden. Nachmittags 2 Oft- und Südanlage einen Weg durch die lage. Erwachsenen από δας Gingreifen it An den Eingäng frettung der Kosten b Sefteilnehmern ein& Borverkauf, der dauert, werden Eintr dieselben find zu ha Balltorftraße Nr. 16, in ton& Balser Mäusb mingen in den Jug Nr. 36, A. Steinhäuser geloften Karten find borzuzeigen. legten Jahren ein schmerzhaftes rheumatisches Leiden be fallen. Stockhausen, der einer Musiterfamilie von Ansehen entstammt und dessen Wege in Paris stand, war als ausübender Künstler in seinem Spezialfach ein Auserwählter, ein Aristokrat. Seine Stimmittel ein Bariton von dunklem Timbre und seltenem Wohlflang erhielten sich Dank einer vorzüglichen Schulung bis ins Alter hinein geschmeidig. Seine Aussprache war die denkbar deutlichste, sein Vortrag von innerer Wärme beseelt. Mehrfach war Stockhausen als Leiter von Konzertgesellschaften tätig. Von 1862 bis 1867 stand er an der Spiße der Philharmonischen Konzerte und der Singakademie in Hamburg. Im Jahre 1874 wurde er zum Dirigenten des Sternschen Gesang vereins in Berlin und 1878 als Lehrer an das Hochsche Konservatorium in unserer Stadt berufen, in der er sich nach seinem 1875 erfolgten Wieder- Austritt aus der von Raff geleiteten Anstalt dauernd niederließ. Stockhausen hielt instrumenten ist der Zut diesen Stellungen die klassischen Traditionen aufrecht; seine Intentionen als Dirigent waren stets auf Reinhaltung der Kunstwerke und auf deren stilgerechte Wiedergabe gerichtet. Den Bestrebungen der Bach- Freunde schloß sich Stockhausen tatkräftig an. * Frankfurt. Heu und Strohmarkt. Heu per Zentner Mt. 4.- 00, Stroh Mt. 3.30-3.40. Aus dem Gerichtssaal. traftammer. Gießen, 20. Juli. Der Arbeiter Dietrich Fischer aus Elpenrod hatte sich in einer Wirtschaft zu Friedberg als Forstgehülfe aus gegeben, wo er einige Tage verweilte. Am Tage seiner Abte.se fand das Buffetfräulein ihre Tür aufgebrochen und aus ihrem Koffer waren etwa 50 Mt. nebst Uhr mit Kette verschwunden. F., der bereits mehrfach vorbestraft ist, machte sich durch unwahre Angaben so berdächtig, daß trop feines Leugnens an seiner Täterschaft nicht gezweifelt wurde. Et erhielt 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverluft und wird unter Polizeiaufsicht gestellt. Gegen den Schrift seger Johannes Deißer aus Danzig wurde bei verschlossenen Turen verhandelt. Er wurde des Sittlichkeitsverbrechens an Kindern unter 14 Jahren in einer vollendeten und in zwet versuchten Begangenschaften für schuldig befunden und 34 4 Jahren Zuchthaus nebst 5jährigem Ehrverlust verurteilt. - - Der jugendliche Bergarbeiter Wilhelm Jung in Gießen öffnete auf dem Bergwerk den Spind eines Arbeiters mit einem falschen Schlüssel und stahl 3 bis 4 Mt. Er wurde zu 3 Wochen Gefängnis verurtent. Das hierzu - Wegen wiederholten unentschuldigten Ausbleibens beiden Pflicht feuerwehr- Uebungen zu Kaichen erhielt der Bahn arbeiter Kaspar Ziegler einen Strafbefeht, dessen Einspru verworfen wurde. Er legte Berufung ein und machte geltend, daß er ständig als Bahnarbeiter beschäftigt set. Er hat jeden Monat nur zwei Sonntage frei und soll diese noch zu U.bungen der Feuerwehr benußen, was setner Ansicht nach unzulässig ist. Seine Berufung wurde für begründet erachtet, da ständige Eisenbahnbedienstete nur mit 8unimmung ihrer Vorg sezten zu den Pflichtfeuerwehrubungen herangezogen weroen dürfen. Daß in vorliegendem Falle die Eisenbahn behörde ihre Zustimmung erteilt hat, fonnte nicht festgestellt weroen, weshalb Freisprechung eintrat. * Aus dem Biebertal, 20. Juli. Für unser schönes Tälchen wird gegenwärtig eine Wasserleitung erbaut. In dem Dorfe Bieber sind bereits die Hausanschlüsse beendet, in Rodheim wird noch daran ge= arbeitet. Das Gesamtprojekt koster rund 125 000 Mt., die Quellen sind am Dünsberg und liefern vorzügliches Trinkmasser, das Kreisarzt Dr. Tannebaum untersucht hat. Das Reservebassin am Launscheidsberg faßt 350 cbm. Die Quellen liefern in der Sekunde 12 Liter Wasser. Im Herbst wird die Wasserleitung vollendet sein. * Aus der Wetterau, 20. Jul. Die landwirtschaftliche Haushaltungsschule, die 1889 in Lindenheim gegründet wurde, wird von Jahr zu Jahr stärker b.sucht, be= Marktberichte. teken, 21. Juli. Aus dem heutigen zoenmartt topteten Butter per Pfb. 110-1.20 M., Hayaereter per Stuck 6-7 Prg., Enteneiet St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 18 Erbsen per Vfd. 22 fg., Linsen per Pfd. 32 fg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stud 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 Wit., Enten per stud 1.80-2.20 wit., Gänse per Pfd. 00-00 Pig., Ochsenfleisch per Pfd. 78-86 Pig, Rind fleisa per Pfd. 70-72 1g., Schweinefleisch per Pfe. 80-91 Big Schweinefleisch gesalzen per fd. 94-00 Big, Raibfleisch per Pf. Bon nachmittage celift ihre Wagen unde nach und von Len metiam zu machen w Haufierern mit L Gießen, den 20 Die Für d Arbei zur Unterha Aciernements erforderli Mittwoch, den 25. offentlig bergeben wer Arbeitsbeschreibung Ginficht offen. Ar illich, find bis zu zureichen. Buidlagsfrist 14 Gießen, den 19 Städtisch Se D e stutzen, Bolzer alle Arten Vog Kataloge gratis und Chem Be Selbenberg 06 mar bon CO Kilo 6.00-7.00 m., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8 00 mt., besucht. wird nad deu en mit einem 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 Pfg., Kartoffeln per Beisfraut per Str. 00-00 Mt., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per 8tr. 00-00 Rt., Zwetschenper Str. 0.06-000 Mt., Kirschen per Bfd. 30-40 Pig., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenunb während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feil geboten werden. bäude für die marktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht ct. leitung mi en. Die Duelle n bas Reim Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. wird. So fi ch nuglos a ter Dentma herer Kreista angetreten, di geordneter mi Internimmt. Geborene. Am 10. Juli dem Glaser Richard Müller ein Sohn, Richard Adalbert; Fuhrmann Karl Schmidt eine Tochter; 11. Taglöhner Ludwig Henkel ein Sohn, Walter; Schlosser Johannes Roth 2. ein Sohn, Walter Wilhelm; 12. GüterDorfteber Friedrich Wilhelm Wiegand ein Sohn, Friedrich Karl Paul; Glaser Wilhelm Daubert ein Tochter, Karoline Wilhelmine Johanna; 13. Vizefeldwebel Karl Ganß eine Tochter, Elsa Katharina; 14. Schußmann Wilhelm Wöll ünzen. Be in Sohn, Wilhelm; Schuhmacher Adam Döbus eine rei befindet si Tochter, Marie Statharina Luise; 15. Megger Morig Sherer Zeit, di Rosenbaum eine Tochter, Rudolfine; 16 Lithographen gung zu stellen Hahn eine Tochter, Anna Marie; 17. Bergmann Ludwig Bürgermeisten Juftus Christ ein Sohn, Karl; Hilfswagenwärter Wilhelm ens bon Laute einem Bah fahren. Duri hrers und de derweise abg 1908 find Jugendfest. Das diesjährige Jugendfeft, zu welchem 3530 inder angemeldet worden sind, soll Donnerstag, ben 26. Juli 1906 im Philosophenwald abgehalten werden. ammer bunde läums foll ein Nachmittags 2 1hr stellt sich der Festzug in der Sonntag feiet- und Südanlage zum Abmarsche auf und nimmt Fulius Stod seinen Weg durch die Grünbergerstraße nach dem Festein Schüler de plaze. Erwachsenen Personen ist das unbefugte Hereinhat ihn in da drängen in den Zug, sowie das Betreten der Spielpläge sches Leiden be und das Eingreifen in die Spiele strengstens untersagt. ilte von Ansehn An den Eingängen zum Fenplatz wird zur Befireitung der Kosten von allen nicht zun Zug gehörenden fand, war a eftteilnehmern ein Gintrittsgeld von 30 Bfg. erhoben. ein Auserwählter, in Bariton bo Entbar deutlicht, Im Vorverkauf, der bis zum 26. Jult mittags 12 Uhr dauert, werden Eintrittskarten à 25 Pfg. abgegeben. erhielten Dieselben find zu haben: im Geschäft von 2. Althoff ing Alter hinen Waltorstraße Nr. 16, in den Schreibmaterialienhandlungen bon E. Balser Mäusburg Nr. 11, F. Kühn Seltersweg Mehrfach wa Nc. 36, N. Steinhäuser Neuen- Bäue Nr. 17. Die vorheraften tätig. Bon gelösten Karten find an den Kassenstellen im Walde Philharmonisch vorzuzeigen. urg. Im Jahre Bon nachmittags 22 Uhr an läßt die Omnibusternschen Gefang gesellschaft ihre Wagen vom Neuenwegentor aus alle Viertelan das Hochst stunde nach und von dem Philosophenwalde verfehren, worauf in der er sich na aufmerksam zu machen wir nicht versäumen wollen. 18 der von Roff Hausierern mit Luftballons, Pfauenfedern und Lärmdhausen hielt in instrumenten ist der Zutritt zum eftplage untersagt. n aufrecht; feine Gießen, den 20. Juli 1906. Reinhaltung de bergabe gericht fich Stodgauja aartt. Heu pr 3.40. faal. Ab Für den Fektausschuß: Curschmann. Arbeitsvergebung. Die zur Unterhaltung der Gebäude des städtischen Rasernements erforderlichen Weißbinderarbeiten sollen! Mittwoch, den 25. Juli d. J., vorm. 10 Uhr öffentlich bergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. en, 20. Juli. Elpenrod hat Forstgehülfe aut m Tage seiner aufgebrochen un bft Uhr mit Katt bestraft ift, macht - daß trop fand Jeifelt wurde. G Jahre Ehrverluf Gegen den Schrift ebet verfchloffener lichtentsverbrechen ollendeten und i big befunden und rberluft verurtalt Jung in Gießer nes Arbeiters mu Mt. Er wurde egen wiederholte eiben Pflig erhielt der Bahn Deffen Einspru und machte geltend tigt fet. Er hat foll otese noch einer Anfight no begründet erachte Bunimmung ihre ngen herangezog De die Eisenbahn te night festgef martt topeten Bu 6-7 Brg., Entenan atte 2 St. 5-6 g fg., Tauben pe 1.60 Mt., Habne 80-2.20 Wit, Ganfe 78-86 Pig, Rinds er Pfe. 80-91 Big Raibfleisch per fo Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 19. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Albert Hiller, Mehlis i.Thür.. Fabrikant aller Arten Scheibenbüchsen u.Jagdgewehren als Drillinge. Doppel- Flinten, einläuf. Flinten, Zimmerstutzen, Bolzenbüchsen, Luftgewehre, alle Arten Vogelflinten und Teschings. Kataloge gratis und franko. Teilzahlungen gestattet. Schardt ein Sohn; Hutmachermeister Rudolf Richter ein Sohn. Aufgebote. Am 13 Juli. Friedrich Reuling, Lackierer dahier mit Elisabethe Marie Lu se Hermine Simon hiers- lbst. Friedrich Wigner, Buchhalter in Lich mit Luise Waag dahier. 14. Gottlieb Rauber, Eisenbahn Gütervorsteher in Frankfurt a. M.- Sachsenhausen mit Helene Stephany dahier. 17. Christian Reibeling, Bureauvorsteher dahier mit Elise Stemmler hierselbst. Heinrich Lehrmund, Schlosser dahier mit Eva Hamm hierselbst. Heinrich Jödt, Maschinenarbeiter dahier mit Elisabethe Repp bierselbst. 18. Heinrich Müller, Taglöhner dahier mit Karoline Müller hierselöst. Philipp Brück, Fabritarbeiter dahier mit Marie Kloos in Hausen. Heinrich Nau, Schuhmacher dahier mit Anna Elisabeth Jakob in Kassel. Emil Simmeburg, Sergeant dahier mit Elise Roth in Mainz. 19. Wilhelm Weigel, Schlosser dahier mit Wilhelmine Berg hierselbst. Eheschließungen. Am 14. Juli. Wilhelm Luch, Schlosser dahier mit Marie Elise Schmidt hierselbst. Robert Mainzer, Eisen. dreher dohter mit Mathilde Körbächer herselbst. Julius Fölfing, Poftverwalter in Groß- Felda mit Karoline Kreiz dahier. 18. Johann Baptist Schurgens, Referendar in Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Es liegt in Ihrem Interesse, wenn Sie sich, bevor Sie eine Waschmaschine kaufen, die Original- ,, Riffel"- Dampf- Waschmaschine ansehen, denn sie ist entschieden die beste Dampfwaschmaschine der Gegenwart; infolge eigenartiger Konstruktion der Trommel steht die Maschine inbezug auf Wäscheleistung und Schonung der Wäsche konkurrenzlos da. Probemaschine auf Wunsch bei J. Häuser, Eisenhandlung. Neustadt 56. 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März 1902 bestimmt: Das in der Genfer Konvention zum Neutralitätszeichen erklärte Rote Kreuz auf weißem Grunde, sowie die Worte:" Rotes Kreuz" dürfen( abgesehen von ihrer Verwendung für Zwecke des militärischen Staatsdienstes) zu geschäftlichen Zwecken, sowie zur Bezeichnung von Vereinen oder Gesellschaften oder zur Kennzeichnung ihrer Tätigkeit nur auf Grund einer Erlaubnis gebracht werden, die im Großherzogtum Hessen von Großherzoglichem Ministerium des Innern erteilt wird. Dies gilt auch dann, wenn das Genfer Rote Krenz mit Abweichungen wiedergegeben wird, sofern die Gefahr einer Verwechselung vorliegt. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft bestraft. Keine Anwendung finden diese Bestimmungen auf den Vertrieb derjenigen, mit dem Roten Kreuz versehenen Waren, welche vor dem 1. Juli 1903 mit einem amtlichen Stempel versehen worden sind. Sämtliche andere bis jetzt in Geltung gewesenen Ausnahmen sind von dem 1. Juli 1906 ab aufgehoben. Gießen, den 18. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß in Uebereinstimmung mit der Stadtverordnetenversammlung der unterm 28. Auguft 1900 erlassene Tarif für das Droschkenfuhrwesen in der Provinzialhauptstadt Gießen ergänzt worden ist, wie folgt zu zwei Streckenfahrten. Direkte Fahrt von einem Punkte der engeren oder weiteren Stadt bezw. vom Bahnhof nach Einspänner meisvänner O 9999991099999 Die Frau bat Recht! welche die Garderobe für sich und die Kinder sowie Bett- und Leibwäsche Gardinen und Teppiche ferner: Möbel und Betten kurz alles was im Haushalte gebraucht wird, in einem Geschäft kauft, welches durch sein langjähriges Bestehen Beweise für seine Reellität und Leistungsfähigkeit erbracht. Ein solches Geschäft ist das grosse Warenhaus von J. Jttmann, Plockstr. 14-16 Giessen Daselbst werden die Zahlungsbedingungen ganz nach Wunsch des Käufers gestellt und Jedermann Kredit gewährt bei kleinen Ratenzahlungen. Jeder Versuch führt zur dauernden Geschäftsverbindung. J.Jttmann GIESSEN Personen: 1-2 3-4| 1-2 3-4 Forsthaus Hochwart 1,80 2,30 2,30 2,80 Plockstrasse 14-16 Plockstrasse 14-16 Gail'sche Dampfziegelei, Tonwarenfabrif 1,- 1,50 1,50 2,- Irrenanstalt 1,1,40 1,20 1,70 Gießen, den 18. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 14. bis 21. Juli wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 filbernes Armband, 1 lebender Blumenstock, 1 Trauring und Geld; 00000010100000 O Arbeitsvergebung. Die Arbeiten und Lieferungen für die äußere innere Entwässerungsanlage der nachstehend au führten Gebäude werden hiermit unter Zugrundelegu des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 unter hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich au geschrieben. A. Aeußere Entwässerungsanlage: cbm Erdaushub Regenlfdm rohr- und Tonrohre Hoffint Rebis fions fasten Schächte 2081 Kreisamtsgebäude 165.00 112.00 9 L08 II 70.00 20.00 2 Gensdarmeriefaserne 208 III Neues Schloß 85.00 65.00 6 600.00 350.00 10 8 208 IV Chem. physik. Institut B. Junere Entwässerungsanlage: 208 V Kreisamt 208 Vl Gensdarmeriefaserne 208 VII Neues Schloß L08 VIII Chem. phyfit. Institut 1 darunter 62 00 lfdm D. N. A. R. in verschiedenen Dimensionen. barunter 60.00 lfdm D. N. A. R. in verschiedenen Dimensionen. darunter 35.00 Ifdm D. N. A. R. in verschiedenen Dimensionen. barunter 60.00 lfdm D. N. A. R. verschiedenen Dimensionen 2c. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Ant Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare dorthe bezogen werden. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift b sehen, bis Mittwoch, den 1. Auguft, vorm. 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 17. Juli 1906. Großherzogliches Hochbauamt Gießen. Becker. Arbeitsvergebung. Zur Erbauung der veterinärmedizinisch Institute zu Gießen, hier des Auditoriengebäude werden die folgenden Arbeiten des inneren Ausbaus unter Zugrundelegung des Ministerialerlaffes bon 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. Los I Schreinerarbeiten: 3 äußere Türen aus Eiche holz, 21 Türen aus Tannenholz 2c. Los II Anstreicherarbeiten: 1300 qm Del- und Lein farbenanstrich 2c. Versteigerung. Kanalisations- 208 II Schlofferarbeiten: Beschlag von 21 Türen Montag, den 23. Juli d. I., nachmittags 2 Uhr, Artikel werden im Bieterschen Saale hält sich bestens empfohlen Neustadt 55, versteigert: Los IV Liefern und Verlegen von Linoleum: 360 Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Zweigburu Frankfurterstraße 85, eingesehen, Angebotsformulae 120 fompl. Türbeschläge, 25 Firma Emil Horst( feine Beichnungen) dorther bezogen werden. Die Ange Liebigstraße 51( Riegelfp). bote sind mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Samstag, den 4. August, vorm. 11 Uhr dem Eröffnungstermin, auf genanntem einzureichen. Back Rosetten( Marke Ideal), große Partie Feilen, 2 Zapfen: verloren: 1 dunkelrotes Portemonnaie mit ca. 10 Mt. 100 Pack Schloßfchrauben, eine und einer Fahrkarte Darmstadt- Gießen als Inhalt, fraiser mit Erfaßfraiser und um 1 Schußfich für Automobilhuppe und Borte, 8 Uhr eine große Rate Serren monnaie mit 1,20 Mt., einem 10- Mt.- Stück, u. Damen- Regenschirme, Son. mehrere kleine Münzen, 1 Fahrkarte nach Helpen- nenschirme, Stöcke, Bierkrüge, Biergläser, 1 Steinbowle u. a. m. bach und zurück und mehrere Notizzettel Inhalt. Die Versteigerung findet be Entflogen ist: 1 grüner Papagai mit gelbem Kopf. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 21. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Pflastersteinlieferung. ftimmt statt. Geißler, Gerichtsvollzieher, Gieken. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. 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