eit erlich sind. und infolge -7.50, 0,9.50m .50 Big. , 50 fg. bums 2.- big ,-. 68, 1.25, 1.50 -.48, -.68, öher. aires, 98 Pfg. höher. ervice mit 25 Bogen sführung ratu Ber AusBerft bill. Fabrikate, - 4.50, höher. rief. bill. 50, 4.-, 618 Mr. luswahl itäten, 28.60, elwar. Herdofen, tenplatt. in groß. Auswahl Raffeeen Laffen 195 bis .38 Pfg. ingut, an. Bfg. an. an. 9. 5 Mt. 5 Mr. 48, 2.98 6 12 3,98 Big 3.50 und art. 4.50 und art. 0 2 Prei Rr. 299. Rabattion u. Haupte abiti: tegen, Seltersweg 83. Fernfredonfchlu Nr. 362. Donnerstag, den 20. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang 6. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Bichoner Bageklatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Reichstagswahlen. Der Bahlaft vollzieht sich in der Weise, daß jeder Wähler vom Wahl. torstand ein gestempeltes Koubert erhält, mit dem er einen abgeschlossenen Raum betritt, um dort seinen Bettel in das Koubert zu legen. Erst dann darf der Wahlborstand den Wahlzettel entgegennehmen. Trotzdem ist die geheime Wahl noch nicht völlig gesichert, da in fleineren Orten die Wahlurnen oft recht mangelhafter Art sind. In einem Aufsaß in den„ Annalen des Deutschen Reiches" hat der Königsberger Professor S. Siegfried auch die Frage der Wahlurnen besprochen und darauf hingewiesen, daß bisher in vielen fleineren Orten als Wahlgefäße Suppenterrinen, Hüte, Bierkrüge, Bigarrenfisten, Hutschachteln verwendet wurden; auch hat man die Wahlzettel vielfach so aufeinander geschichtet, daß man nachher bet dem Abzählen und Seffnen der Rouverts aus der Neihenfolge die Art der Abstimmung einzelner Personen feststellen fonnte, wenn nebenbei eine Liste geführt wurde, in die die Ab. timmenden eingetragen wurden. Um diesen Uebeltänden abzuhelfen, hatten die Nationalliberalen im Meichstag einen Antrag eingebracht, wonach für alle Wahllokale von Reichswegen gleichmäßige Urnen zur Berfügung geftellt werden sollten. Diesmal wird aber noch nach der alten Methode gewählt, zu der jeder Wahlborstand seine eigene Urne" mitbringen kann. Hessen und Hessen- Nassau. " ** Gießen. Sonntag, den 23. Dezember, nachmittags 1/24 Uhr, halten die Vertrauensmänner der nationalliberalen Partei des Wahlkreises Gießen- Grünberg- Nidda im Café Ebel dahier eine Besprechung ab, um den Blan der Wahlarbeit definitiv festzustellen. Wie es heißt, hat der bisherige nationalliberale Kandidat für den Wahlkreis Darmstadt- Groß- Gerau, Dr. Stein die Absicht ausgesprochen, nicht mehr zu fandidieren. Hanau. Amtsrichter Dr. Lucas in Langenselbold, der bisherige Bertreter des Reichstagswahlkreises HanauGelnhausen- Dib, hat sich wieder bereit erklärt, bei der bevorstehenden Wahl für die nationalliberale Partei im hiesigen Wahlkreise zu kandidieren. Norddeutschland. In Mühlheim Duisburg hat die nationalliberale Delegierten Versammlung beschlossen, die Kandidatur Herin Bassermann anzubieten. Im Wahlkreis Altena- Iserlohn kandidiert mit Unterstützung der Nationalliberalen Oberlandesgerichtsrat Müller Köln für die freisinnige Volkspartei. In Oschazz- Wurzen ist als Kandidat der rechtsstehenden Parteien Prof. Hasse aufgestellt worden. Im Wahlkreis Landeshut- Jauer wird wiederum der freifinnige Abgeordnete Hermes aufgestellt. In Plauen ist für die Freifinnigen der Landtags, abgeordnete Günther aufgestellt worden. Die Sozialdemokraten stellten in den sächsischen Wahlkreisen Dresden rechts von der Elbe Kaden, in Dresden links der Elbe Dr. Gradnauer, in DresdenLand Horn, in Freiberg Schulze, in Oschaz- Grimma Lipinski und in Baußen Höppner wieder als Kandidaten auf. In Döbeln fandidiert wieder Pinkan. Der bisherige Abgeordnete Hoffmeister von der freifinnigen Vereinigung hat zu Gunsten des Pfarrers Naumann auf eine Wiederwahl im Wahlkreise Glogau berzichtet. Der Kreis war relativ sicherer Besiz der Freifinnigen. In Hamburg stellten die vereinigten Liberalen als Reichstagskandidaten v. Rappard, Menzel und Dr. Braband, der nationalliberale Reichstagswahl- Verein von 1884 Prof. Dr. Vollner, Reimer und Sieverts auf. Eine Einigung ist wegen der gegensäglichen Stellung der Parteien zur Hamburger Wahlrechtsverschlechterung ausgeschlossen. Süddeutschland. In Heidelberg stellen die Konservativen den Oberauntsrichter Freiherrn Laroche. Die Nationalliberalen stellen den bisherigen Vertreter Beck wieder als Kandidaten auf. Ludwigshafex. In einer sozialdemokratischen Verjammlung erklärte der Referent, der frühere Reichstagsabgeordnete Ehrhardt, daß es zu einem Bündnis zwischen dem Zentrum und den Sozialdemokraten nicht käme. Es drehte sich bei den Reichstagswahlen nicht um die Kolonien, sondern um das Reichstagswahlgesetz und das Tabaksmonopol, das kommen soll. Im badischen Wahlkreise Waldshut- Sädingen kandidiert der bisherige Zentrumsabgeordnete Pfarrer Schuler. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Nach einem Berliner Blatt, das aus guten Quellen geschöpft haben will, werde die Bahn Kubub- Keetmanshoop in Südwestafrika nicht ohne die Genehmigung des neuen Reichs tages gebaut. Die Regierung wolle nicht Gelegenheit geben, von einer Verlegung des Budgetrechts durch den Bahnbau zu reden, obwohl die Budgetkommission ihm zugestimmt habe. * Der Erlaß des preußischen Landwirtschaftsministeriums über das Einfuhrverbot für lebende Schweine aus Dänemark, Schweden und Norwegen ist vielfach mißverstanden worden. Der Zweck des Erlasses war, die von den einzelnen Regierungspräsidenten erlassenen Verbote der Einfuhr von lebenden Schweinen und Schweinefleisch aufzuheben. An ihre Stelle ist ein einheitliches, auf die Einfuhr lebender Schweine beschränktes Verbot getreten, so daß nunmehr für die Einfuhr von frischem und zubereitetem Schweinefleisch keinerlei veterinärpolizeiliche Beschränkungen mehr bestehen. Damit ist die in der Reichstagssigung vom 11. Dezember seitens des Reichskanzlers bezüglich der Zulassung von frischem Schweinefleisch abgegebene Zusage in vollem Umfange für Preußen erfüllt worden. Die übrigen Bundesstaaten wollen mit ähnlichen Bekanntmachungen vor gehen. Ein beachtenswertes Nachspiel zum Fall Roeren ist eingeleitet worden durch einen offenen Brief, den der Bezirksamtmann a. D. Geo A. Schmidt, früher in Atakpame in Togo an den Herrn Roeren richtet. Jm Reichstag wurde Schmidt von dem Abgeordneten Roeren heftig wegen seiner Amtsführung angegriffen. Aus dem Briefe geht hervor, daß Herr Schmidt den Abg. Roeren ersucht hatte, seine Beschuldigungen gegen ihn, Schmidt, in der Deffentlichkeit zu wiederholen. Darauf erwiderte Roeren, daß Schmidt zur Klarstellung der Sache die Beschleunigung des Disziplinarberfahrens gegen sich bei der Kolonialabteilung beantragen jolle. Schmidt antwortete, daß feine Disziplinaruntersuchung gegen ihn schwebe, und ersuchte um Bescheid. Roeren müsse wissen, daß die gegen ihn geführten Gerichtsverhandlungen und Disziplinaruntersuchungen durchaus zu Schmidts Gunsten entschieden seien. Die im Reichstag erhobenen Beschuldigungen seien ein Ausfluß der Rache des Beamten Wistuba, gegen den wegen des Verrats von Diensttelegrammen Schmidt Anzeige gemacht habe. Es muß abgewartet werden, was die andere Seite darauf zu sagen hat. * Nach dem Ergebnis der Nachwahlen zum württem bergischen Landtag wird das Zentrum fünftig die stärkste Fraktion sein. Es wurden in 26 Bezirfen gewählt drei Kandidaten der deutschen Partei, vier Kandidaten des Bauernbundes, els Kandidaten der Voltspartei, zwei Kandidaten des Zentrums sechs Kandidaten der Sozialdemokratie. Vis jetzt ergibt sich folgendes Stärkeverhältnis: 21 Zentrum, 20 Volkspartei, 12 Bauernbund, 11 deutsche Partei, 11 Sozialdemokraten. Die ergänzenden Landeswahlen nach dem Proportionssystem finden am 9. Januar statt * on anscheinend offizios inspirierter Steue miro on Mitteilung verbreitet, die Regierung beabsichtige keine zweit Reichstags- Auflösung. Die Annahme, die Regierung plan eine zweite Auflösung, sei gründlich verkehrt. Die erste Auf ösung sei gerade im Vertrauen auf die Nation erfolgt An der Nation sei es, dies Vertrauen zu rechtfertigen. * An den Ritterguts bef er von Komierowski ist ein Danktelegramm des Papstes gelangt für die Huldigungs bepesche der großen Polenversammlung in Bosen, die sich an Montag mit dem polnischen Schulstreit beschäftigte. Das Telegramm des Papstes hatte folgenden Wortlaut:„ De hl. Vater hat mit dankbarem Herzen die Gefühle der An hänglichkeit, bekundet durch Dich und Deine Genossen, ent gegengenommen und erteilt allen Teilnehmern seinen Segen Kardinal Merry del Val." In dem an den Papst gesandter Telegramm erklärten die Polen, daß fie trotz der schwieriger Lage, in der sie sich aus Anlaß des Schulstreits befänden treu zu dem päpstlichen Stuhle hielten. Rufeland. ** Die Regierung hat nunmehr die Dumawahlen au den 18. Februar, die Wahlen der Wahlmänner auf der 25. Januar festgesetzt. Ueber die Vorgänge im Reiche liegen folgende Meldungen vor: Frfutst, 19. Dezember. In Tschita wurde eine Bombenwerkstatt entdeckt. Zwölf Personen wurden ver: haftet. Sewastopol, 19. Dezember. Von den 15 Matrofen, welche seinerzeit an der Meuterei auf dem Panzerschisi Potemfin teilgenommen und nach ihrer Rückkehr aus Ru mänien sich freiwillig dem Gericht gestellt haben, wurde heute einer zu vier Jahren Zwangsarbeit, die übrigen zur Einreihung in Arrestantenabteilungen auf die Dauer von sechs Monaten bis zu zwei Jahren verurteilt. Petersburg, 19. Dezember. Vizeadmiral Du bassow( der zweimal aus Lebensgefahr Gerettete) ist zum Admiral befördert worden. Lodz, 19. Dezember. Heute wurden zwei Bomben auf den Polizeimeister geworfen, der leicht verwundet wurde. Die Kutsche wurde zertrümmert, der Kutscher und ein Dragoner von der Eskorte erlitten Verlegungen. Italien. ** Ueber die auswärtige Politik Italiens gab der Minister des Auswärtigen Tittoni ausführliche Erklärungen in der Deputierten fammer. Ueber den Dreibund sagte der Minister, er könne sich voll und herzlich der ebenso warmen, wie wirksamen Verteidigung anschließen, die Fürst Bülow und Freiherr v. Aehrenthal dem Dreibund haben zuteil werden lassen. Der Dreibund werde auch ferner die Basis der italienischen Politik bleiben; ihm wolle man treu bleiben. Die Freund= schaft Italiens mit Deutschland und Desterreich- Ungarn stehe auf festem Boden. Freundschaftliche Beziehungen mit England zu unterhalten, sei für Italien nötig. Was die angedeutete Möglichkeit eines englisch deutschen Konfliktes angehe, so glaube auch in Oesterreich, das ebenfalls herzliche Beziehungen zu England unterhält, niemand ernstlich daran. Weiter erflärt der Minister die Beziehungen zwischen Italien und Frankreich seien freundschaftliche und herzliche. Solange der Dreibund fortfahre, seine friedliche Mission auszuüben, wie in seinem Charakter liege, und so lange die mit Italien befreundeten Nationen in der gegenwärtigen friedlichen Politi! verharren, brauche Italien nicht zwischen dem Bündnis und den Freundschaften zu optieren. = Amerika. ** Der von Präsident Roosevelt nach San Franzisko zur Untersuchung der Zwistigkeiten zwischen Japanern und amerikanischen Behörden wegen des Schulbesuchs der japanischen Kinder entsandte Handelssekretär Metcalf hat seinen Bericht erstattet. Das Schriftstück ging dem Kongreß zu mit einer Botschaft Roosevelts. Der Präsident stellt den japanischen Schulkindern das Zeugnis aus, daß sie reinlich seien, einen scharfen Verstand und gutes Betragen zeigten. Sodann wird dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die Bewohner San Franziskos den Japanern gestatten möchten, alle Schulen zu besuchen. Metcalf spricht sich dahin aus, daß es Pflicht der Bundesregierung sei, den Japanern Schutz zu gewähren, wenn die Macht der Polizei in San Franzisto dazu nicht usreiche. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 19. Dezember. In Gegenwart des Kaiser. paares fand heute nachmittag die feierliche Einweihung der neuen Heiliggeistkirche in Moabit statt. Berlin, 19. Dezember. Graf Lanza, der hiesige italienische Botschafter, ist auf sein Gesuch seines Postens enthoben worden. An seine Stelle tritt Albert Pansa als Botschafter in Berlin. Breslau, 19. Dezember. Zum filbernen Bischofjubiläum des Kardinals Kopp haben nahezu das gesamte preußische Episkopat sowie der Olmüßer und Prager Bischof am 8. Januar ihren Besuch angemeldet. Lübeck, 19. Dezember. Der Senat veröffentlicht eine Bekanntmachung, nach der die Einfuhr von seischem Fleisch aus Dänemart, Schweden und Norwegen vom 20. Dezember d. J. ab gestattet ist. Hannover, 19. Dezember. Die hannoverschen Welfenkreise beabsichtigen die Absendung einer Dantdeputation an den Herzog von Cumberland wegen der Ablehnung einer Verzichtleistung auf Hannover. Ludwigshafen, 19. Dezember. Von zuständiger Seite verlautet, daß ein noch unveröffentlichter neuester Entschluß der bayerischen Regierung für fünftig die Zuziehung der Geistlichkeit zu den Fortbildungsschulprüfungen anordne. München, 19. Dezember. Um die Beschuldigungen Bebels im Gerichtssaal zurückweisen und als unwahrheiten erweisen zu können, hat Dr. Peters die Münchener Post, welche ihn in einem Artikel Hänge- Peters" genannt hat, berklagt. Madrid, 19. Dezember. Das Handelsabkommen mit Deutschland ist unterzeichnet worden. Das Provisorium, das sonst Ende dieses Jahres abgelaufen wäre, ist dadurch auf sechs Monate, also bis Ende Juni nächsten Jahres verlängert worden. Zanger, 19. Dezember. Mehalla Guebbas, der angeblich 8000 Mann Truppen huben sollte, tam in Eltsar mit 3000 Davon desertierten 1800, sodaß noch 1200 blieben, die fich jedoch aus Furcht vor Raisuli nicht vorwagen. an. Tanger, 19. Dezember. Das diplomatische Korps in Tanger beschloß, vom Sultan von Maroffo die Entfernung Raisulis aus dem Gebiet von Tanger zu verlangen. Beking, 19. Dezember. Amtlich wird bekanntgegeben, dak nach dem Uebereinkommen mit Rußland China als inter83. nmeb ie ür et. ft er en ng a m. BEAST nationale Wohn- und Handelspläge nachfolgende vier Orte öffnet: Tschangtschun, Kirin, Charbin und die Grenzstation Mandschuria. Die Deffnung erfolgt am russischen Neujahrstage. Der Aufstand in Kiangse soll vollständig unterbrüst sein. Deer und flotte. Ein schweres militärisches Schießunglück ereignete sich zu Kolberg in Pommern. Bei einer unweit Bogenthin abgehaltenen Felddienstübung löste sich in dem Augenblick ein Kanonenschuß, als Truppen vorbeimarschierten. Drei Leute, zwei Kanoniere und ein Gefreiter der Infanterie, wurden dabei schwer verletzt. Die Verunglückten wurden nach Anlegung von Notverbänden dem Garnisonlazarett in Kolberg zugeführt. Man hofft, daß alle drei wiederhergestellt werden. Englische Heeresreform. Der britische Kriegsminister hat Vorschläge ausgearbeitet zur Schaffung einer ,, Nationalarmee", welche die Stelle der gesamten bisherigen Hilfsstreitkräfte einnehmen soll. Die in diese neue Truppe eintretenden Leute dienen sechs Jahre als Freiwillige und können sich während dieser Frist für einen zwei Jahre nicht übersteigenden Zeitraum zum aktiven Dienst in die reguläre Armee einstellen lassen. An allen militärischen Hauptplägen sollen besondere Unterrichtsanstalten errichtet werden, in denen die Offiziere der neuen Truppe ihre technische Ausbildung erlangen können. Nach dem Senfationsprozeß. § Greifswald, 19. Dezember. Das Verdikt der Geschworenen, das den Luftmörder Teffnow des Mordes in zwei Fällen und der versuchten mit Ueberlegung ausgeführten Tötung in einem Falle schuldig spricht, hat die fieberhafte Spannung ausgelöst, die seit Beginn bieses sensationellen Prozesses auf unserer Stadt lagerte. Seitdem der letzte Aft der Tragödie Tessnow seinen Anfang nahm, war der Prozeß des vierfachen Lustmörders das abJolute Tagesgespräch, das alle sonstigen Wichtigkeiten zurücktreten ließ. Mit größter Aufmerksamkeit folgte man jeder Phase der Verhandlung, die uns einen Einblick gestattete, in bie grundlose Tiefe menschlicher Verkommenheit. Und doc war wohl niemand in dem stets dicht gefüllten Zuschauerraum, ber, ohne mit der Wimper zu zucken, Tessnow dem Beile des Henters überantwortet hätte. Wer wollte diese Fülle von Momenten ableugnen, die dafür sprachen, daß der Mördez seine bestialischen Taten in einem Zustande begangen hat, der ihn jeglicher Verantwortung dafür enthebt? Als die Männer der Wissenschaft, eine Anzahl Psychiater von Ruf. Ihr Gutachten abgaben, daß Tessnom epileptisch sei und in einem traumartigen Dämmerzustande zum Mörder wurde, glaubte man im Zuschauerraum als sicher annehmen zu bürfen, die Tore eines Jrrenhauses würden sich bald für immer hinter dem Mörder schließen. Auch am Pressetisch, wo Dußende flinker Federn über das Papier raschelten, teilte man diese Meinung, ja selbst der Verteidiger glaubte seiner Sache so ficher zu sein, daß er nur Lie Gutachten der Psychiater für seinen Klienten spremeu eß. Anders der Staatsanwalt; der Vertreter der Anflagebehörde verlangte bolle Sühne für die begangenen Greultater und sein Plaidoyer zeigte uns der Angeklagten als einen Verbreiter schlimmster Art, der völlig überlegt bandelt, und schon vor Begehung der Bluttaten daran denkt, sich ein Alibi zu Construieren. Tessnow selber nahm an allen den nervenaufreitenden Vorgängen, bei denen es sich doch unt nicht mehr und nicht weniger als um seinen Kopf handelte, gar keinen Anteil. Oder war es nur eine einstudierte Rolle, die er mit Aufgebot aller seiner Kräfte bis zum Aktschluß durchführen wollte?- Als das Todesurteil gesprochen, blieb der Angeklagte immer roch unbewegt. Er erklärte nur, ohne daß sein starres Gesicht Spuren einer seelischen Erregung zeigte:„ Ich habe nichts weiter zu sagen, als daß ich es nicht getan habe." Es ist wohl kaum anzunehmen, daß Tessnoto die Schrecken der letzten Nacht des dem Schaffott Verfallenen nochmals durchkosten muß, wahrscheinlich wird er zu lebenslänglichem Buchthaus begnadigt werden. Von Interesse ist, daß der Verteidiger Tessnows in Namen seines Klienten Revision angemeldet hat. Worauf sich diese stützt, darüber ist bis jetzt noch nichts bekannt. Daß der Verurteilte damit aber mehr erreichen wird als ein kurzfristiges Aufschieben der Vollstrecking seines Urteils, das darf man wohl stark bezweifeln. Nab und fern. † Der gestrandete Dampfer Viktoria Luise darf nunmehr als verloren gelten. Das Schiff liegt dicht am Strande. Es hat sich so weit nach Steuerbord übergelegt, daß man den start beschädigten Schiffsboden sieht. Auch Maschinen und Kessel find schwer beschädigt. Der deutsche Kreuzer Bremen hat die Versuche, den Dampfer abzuschleppen, aufgegeben. Die Mannschaft hat nunmehr auch das Schiff verlassen. Die Passagiere des Dampfers rühmen die hervorragende Disziplin der Befazung, dagegen erscheint nach ihren Erzählungen die unmännliche Tat bes Kapitäns Brunswig immer beklagenswerter, der fich zwei Stunden nach dem Auflaufen erschoß, also ehe die Passagiere, denen er sich wohl in krankhafter Eitelkeit nicht mehr zeigen wollte, gerettet waren. † Drei Arbeiter totgefahren. Der in Berlin gestern um 11 Uhr vormittags fällige Schnellzug aus Bitterfeld fuhr bei Jüterbog in eine auf der Strecke beschäftigte Arbeiterkolonne drei Mann wurden überfahren und sofort getötet. † Verreist, unbekannt wohin. Aus Schöneberg ist der Kliminalkommissar Rucks plößlich verschwunden. Der Beamte, gegen den ein Disziplinarverfahren schwebt, ist vor einigen Tagen mit seiner Familie verreist und zwar ohne Angabe des Ziels und ohne Urlaub. Es ist bekannt, daß sich R. in schlechter Vermögenslage befand und seit eineinhalb Jahren nur noch das halbe Gehalt bezog. Dadurch ist er wohl in Schulden geraten und hat es nun vorgezogen, das Weite zu suchen. N. ist derselbe Beamte, der s. 3t. in der Ganswindtaffäre und in Verbindung mit der Ausweisungsgeschichte eines in Schöneberg domizilierenden russischen Kaufmanns viel genannt wurde, einer Affäre, die auch den Reichstag beschäftigt hat. Nach anderer Meldung stand die Verhaftung des Rucks wegen verschiedener Betrügereien bevor. Er soll verschiedene Geschäftsleute um 50 000 m. geschädigt haben. † Zum Ueberfall auf den Geldbriefträger Rübner in Leipzig ist erfreulicherweise mitzuteilen, daß der verletzte Beamte bald wieder in den Dienst wird zurückfehren können. Die Beute des Räubers besteht in 56 Hundertmarkscheinen und einem Eintausendmarkschein. Man hat bisber leider ww Attentäters nicht habhaft werden können, ja man hat nicht einmal Spuren, wohin sich der Verbrecher nach der grausigen Tat gewandt hat. † Im Wahnsinn. Der in Straßburg i. Els. wohnhaft Elementarlehrer Grandculas, der in der letzten Zeit von einen Kopfleiden heimgesucht war, tötete in einem Anfall von Wahn. finn seine Frau, sein 7jähriges Söhnchen und sich selbst ducck Gift. + Verschwundene Wertbriefe. Nach einer Bekanntmachung der Kaiserlichen Oberpostdirektion in Konstanz ist der von de Bahnpost 15 Emmerich- Straßburg( Elsaß) in der Nacht vom 1. zum 2. d. M. auf das Postamt I in Konstanz gefertigt Brieffartenschluß, der einen Einschreibbund mit 20 Briefer enthalten sollte, nicht eingegangen. Bis jetzt sind Banknoten Effekten, Schecks, Wechsel und sonstige Wertpapiere im Gesamt betrage von über 35 000 Mart als vermißt angemelde worden. † Unter Trümmern. In Marsaille stürzte nachts in Viertel des botanischen Gartens durch Explosion eines Spiritus. lagers ein zweistöckiges Haus ein. Zahlreiche Personer wurden verschüttet. Aus den Erfimmern wurden ein Tote: und 15 Schwerverwundete hervorgezogen. Aufregende Büreanszene. In der Bürgermeisterei zu Duisdorf bei Bonn überfiel der Sekretär Brasch in einem Möglichen Tobsuchtsanfalle seinen Kollegen, den Büreauehülfen Rheindorf mit einem Beile und versetzte ihm mehrer ouchtige Hiebe über den Kopf. Um weiteren Mißhandlungen mus dem Wege zu gehen, sprang der Ueberfallene zum Fenster hinaus und blieb bewußtlos auf der Straße liegen, Der tobsüchtige Beamte wurde schließlich überwältigt und der jrrenanstalt zugeführt. † Bum Skelett mißhandelt. Auf Veranlassung der Aachener Staatsanwaltschaft wurde ein zwölfjähriges, in die Ehe einjebrachtes Kind dem Hospital zugeführt, weil es durch Mißjandlung seitens der Eltern, durch Nahrungsentziehung sowie ortgesetzten Aufenthalt im ungeheizten Speicherzimmer derart jeruntergekommen war, daß an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Die Anzeige bei der Staatsanwaltschaft bewirkten Nachbarn sowie der Armenarzt. † Schiffsuntergang in der Nordsee. Der Newcastler Dampfer Heathpool" ist auf seiner zweiten Fahrt an der Außen- Dawfingbank mit 24 Mann Besagung untergegangen. Die rasende Nordsee holte sich, wie vom Leuchtschiff beobachtet wurde, Opfer um Opfer von der Brücke, bis das Schiff verschwand. † Drei Tage Gewitter. Ueber Palermo ging ein un gewöhnlich heftiges Gewitter hernieder. Niesige Hagelförner ielen herab, so daß viele Dampfer ihre Abfahrt aus dem Hafen verschieben mußten. Das Gewitter wollte kein Ende nehmen, sondern verstärkte sich nach kurzen Ruhepausen immer vieder. Der Schaden, den die Landwirtschaft erlitt, ist be trächtlich. Das Unwetter dauerte im ganzen drei Tage. Bunte Tages- Chronik. Berlin, 19. Dezember. In der Schulstraße hat sich heute bas Ehepaar Loebe mit Lysol vergiftet. Der Mann war jeit langer Zeit. Invalide und ließ sich von seiner Frau durch Rartenlegen ernähren. Nahrungssorgen sind anscheinend das Motiv der Tat. Michelbach, 19. Dezember. Hier brannte das Wohnhaus ber Eheleute Studer nieder. Die beiden 80 und 77 Jahre alten Eheleute sind in den Flammen umgekommen. Lobenstein, 19. Dezember. Der Heinersdorfer Naub. mörder Zawatje, der seinem Transporteur auf dem Rück transport von der Mordstelle entfloh, ist bei Leutenberg wieder verhaftet worden. Lezwick, 19. Dezember. Die deutsche Bark Nordwind, die von Gothenburg nach Melbourne unterwegs war, hat bei Whalsay Schiffbruch gelitten. Drei Mann der Besazung find ertrunken. Paris, 19. Dezember. In der Nähe von Perpignon wurde in der letzten Nacht ein heftiger Erdstoß wahrgenommen Der Stoß war so heftig, daß mehrere Häuser in Paho zu: sammenstürzten. Buenos Aires, 19. Dezember. In letzter Zeit sind hier einige Krankheitsfälle vorgekommen, welche den Verdacht er wecken, daß es sich um Beulenpest handle. Die nötigen hygienischen Maßnahmen find getroffen. Aus dem Gerichtsfaal. § Der Dampfer Kaiser Wilhelm der Große" vor dem Seegericht. In der Schadenersatzklage der Eigentümer des englischen Dampfers Orinoco" gegen die Eigentümer des deutschen Schnelldampfers Kaiser Wilhelm der Große", wegen des Zusammenstoßes in Cherbourg am 21. November, entschied das Londoner Admiralitätsgericht nach längerer Verhandlung, daß an dem Zusammenstoß den deutschen Dampfer allein die Schuld treffe." § Eine entmenschte Mutter. Von der Straffammer in Kempten wurde die verheiratete Anna Eltrich zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Sie hatte ihre 14jährige Tocher in ganz fürchterlicher Weise mißhandelt. Das Kind wurde völlig entkleidet im Stall an einen Pfeiler gebunden und von der Mutter mit einem inotiger Dernenstod so lange geschlagen, bis das Blut zur Erde rann. Damit es schneller heile", habe die Mutter ihr die Wunde mit Essig und Salz ein gerieben. Ferner zwickte das Weib sie am nackten Körper mit einer Zange und soll ihr sogar Fleischteile vom Körper gerissen und Holzstückchen in die Ohren getrieben haben. Die Sachverständigen bezeichneten die Mißhandlungen als lebens. gefährlich. Troßdem kam die Angeklagte mit einem Jahre Davon. § Nicht geistesgestört. Das Obergericht zu Vern hat die Russin Tatjana Leontiew, die im Hote! zur Jungfrau in Interlaken den Kurgast Müller aus Pris erschoß, weil sie ihn für den Minister Durnowo hielt, wegen Mordes den Schwurgericht überwiesen. Die Aerzte haben sie für nicht neistesaestört erklärt. § Der Hauptmann von Köpenick" hat dem Kaufmann Weinthal in Harburg a. E. nicht weniger als fünf polizei liche Strafmandate in Höhe von 30, 40, 50, 60 und 70 m. eingetragen; W. hatte seit einigen Tagen in dem Schaufenster seines Geschäftslokals eine Figur ansgestellt, die den falschen Hauptmann von Köpenick darstellte. Da er der wiederholten Aufforderung der Polizeibehörde, den biederen Schuster zu entfernen, nicht nachkam, setzte der Regen von Strafmandaten ein, gegen die W. allerdings die richterliche Entscheidung bes antragt hat. Die Hauptmannsfigur hat er jedoch jetzt aus dem Schaufenster genommen. § Der Graf als Wechselfälscher. Das Stadtgeridy in Stocholm verurteilte den Mitmeister und Schwadronschef Leibgarde- Regiment, E Friz v. Rosen, der nach umfang reichen Wechselfälschungen sich ins Ausland begeben hatte und in Kopenhagen verhaftet worden war, zu zwei Jahren at Monaten Buchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenvedte auf die Dauer eines Jahres. Graf Rosen erklärte, die Straje antreten zu wollen. Der Landwirt. nr. Die erste Junkerschule in Deutschland wird in Schleswig Holstein gegründet werden, und zwar ist für diesen Bred eine Gegend mit Früh- und Herästtracht, die Propstei, die Segeberger Gegend und die Grenze zwischen Geest und Mari ins Auge gefaßt wurden. In der Schule sollen Berufsimba in ettoa einjährigen Kursen theoretisch und praftisch aus gebildet sowie Informationsturse von Hirzerer Dauer fia ältere Züchter eingerichtet werden. Die Wahl des Ort sowie des Schulleiters, für welche Stellung fich bereits via Bienenmeister gemeldet haben, wird seitens des Provinzial Bienenzuchtvereins im Februar erfolgen. Der Verein hat zu den 21 000 Mar! betragenden Kosten bereits 8000 Marl burch Anteilscheine von Bereinamitgliedern aufgebracht und bie Landwirtschaftskammer einen jährlichen Beitrag von 250 Mart auf zehn Jahre bewilligt; auch steht eine Regierung beihilfe in Aussicht. Bisher lag in Deutschland die Aus bildung von Bienenzüchtern gänzlich in den Händen Private sm. Eine Gesellschaft zur Mäftung von Schweinen ha fich in Siegen gebildet. Es soll ein mehrere Morgen große Belände erworben und mit Gebäulichkeiten versehen werden, welche die Unterbringung von 1500 bis 2000 Tieren gestatten Borerst sollen junge Tiere beschafft und gemästet werden, später will man sich auch mit der Zucht befasson. Cokales. kellung bereits um Die näch das Lebr Sontag, den 4 ude der hö eminars zu ng zu diefer iterium des zu richter F Die Bef alt und befag ne zum Ch ren übernom müdten d en grünen gen Ahnen. ene Schwelle it Gine la geübt, nur 18. Jahrhun mählich berbr Sitte aber Freiheitsfrie Herren Län Beglar. gl. Anz." u. зи F. B. zu M horf einen * Erledigt: Die mit einem evangelischen Lehrer zu beseßende Lehrerftelle an der Gemeinde schule zu Hardmannshain. Ihrem Inhaber fann eine Ortszulage bewilligt werden. * Parlamentarisches. Die Beratungen des Finanz- Ausschusses über die neuen Regierungsvorlagen betr. das Urkundenstempelgesetz, den Ausgleichsfonds, den Wohnungsgeldzuschuß, die Gehaltsverhältnisse de seminaristischen, der technischen und der Volksschullehrer werden am 3. Januar 1907 beginnen. Nach der Mit tellung der Regierung wird das neue Budget pro 1907 zwischen den Jahren fertiggestellt, sodaß es den Ab geordneten zwischen den Jahren zugehen kann. * Bostalisches. Beim hiesigen Postamt wird Sonntag, den 23. Dezember der Baketschalter und Sonntag, den 30. Dezember der Briefschalter wie Werktags( 8-12 Uhr vorm. und 2-7 ühr nachm) geöffnet sein. * Die Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen wird eine landwirtschaftliche Zeitschrift als offizielles Veröffentlichungsorgan heraus gegeben und zu diesem Zwede voraussichtlich von 1. Januar 1907 ab die Hessische Landwirtschaftliche Beitschrift" unter Zustimmung des Landwirtschaftsrats und der landwirtschaftlichen Provinzialvereine übe nehmen. eltersweg passer 2 Ha Cr Hos Hüt Billigste Preise. B Die fällig d Grummetg ecmeidung der zahlen. Gießen, A Die zum kommenden Wege des öf Beichnunge Angebotsfor * Gegen die im Falle Korell von der Landes Synode gefaßte Resolution hat sich in den Kreisen de evangelischen Geistlichkeit starker Widerspruch erhoben Etwa 60 Geiftliche haben dagegen an zuständiger Stelle energischen Protest eingelegt, daß ein Geistlicher als solcher eine bestimmte politische Meinung baben müssens Weyer, Es sind bestimmte Anzeichen vorhanden, daß die Ann und fönn gelegenheit Korell nnd deren Behandlung in der Synod bilo tenpreis ein interessantes Nachspiel erfahren dürfte. *** Professor Dr. Friedrich Morig, der Diretta der medizinischen Klinik unserer Landesuniversität, ha einen Ruf nach Straßburg erhalten und weilt je dort, um an Ort und Stelle die Verhandlungen führen. Der Fortgang des Gelehrten wäre für unse Universität ein schwerer Verlust. ** Montag Nachmittag ist Universitäts- Profeffa Geheimer Hofrat Dr. Albrecht Thaer in Gegenwa einer großen Trauerbersammlung beigesetzt worde Der Heimgegangene ist 1828 geboren. Nachdem er i Heidelberg und Berlin studiert, nahm er 1851 feim Tätigkeit auf. 1870 führte ihn ein Ruf an unfen Landesuniversität, wo er 31 Jahre als Leiter des Land wirtschaftlichen Inftituts wirfte. Im Herbste des Jahr 1901 trat er in den wohlverdienten Ruhestand übe nachdem er zuvor noch sein 50jähriges Jubiläum ge feiert. Die Angeb Donner entsprechende jureichen. Gießen, Groß B Für die Kü für Mitte lide Lohn be Diefelbe m bben bewander Anch im kommunalen Leben hat Prof. That nissen alsbal gewirkt, indem er von 1890-1899 dem Stad berordneten- Kollegium angehörte. Der Verstorbene ift e Enkel des großen Reformators der deutschen Land wirtschaft. Gießener Prozesse. Nachdem Ingenie Oskar Gutmann den Schreiber der diesen beleidigende anonymen Postkarte, den Kaufmann Th. Geilfuß, bo den Schiedsrichter geladen, ist es laut Frff. General Anzeiger" zwischen den Parteien zu einem Vergleich ge fommen, wonach Geilfuß 700 M. Buße und für di Gutachten des Graphologen Grabow die Kosten uit 600 M., sowie 100 M. für den Rechtsbeistand des Be leidigten Gutmann zahlt. Rechtsanwalt Mez- Nidd hat gegen das ihn verurteilende Erkenntnis des Schöffen gerichts Berufung angemeldet, worauf auch der Kläge Rechtsanwalt Grünewald, Berufung anmeldete. *** 28 Kandidaten hatten sich zu der in diesem Herbst abgehaltenen juristischen Fakultätsprüfung g meldelt, von denen 19 sie bestanden; 3 Kandidate waren zurückgetreten. tt. Stadttheater Gießen. Es sei auch an dieser Stelle darauf hiengewiesen, daß die Kinde Liten einzureid Geschä hypoth ut frequenti br preiswert Celbitre Kettant hejes Blattes ( fag Std. b. Lanz " " abpugeben. " herborn Das Stadigerids b Shadronsde a, der nach umfa d begeben hatte zu zwei Jahren jarstellung vom Aschenb ödel am nächsten Samsbereits um 3 Uhr nachmittags beginnt. 18 § Die nächste Prüfung der Anwärterinnen das Lehramt an höheren Mädchenschulen soll weil er am 27. September d. J. in der Gemarkung Wißmar über fremde Grundstücke gefahren sei. Die Berufungs- Verhandlung ergibt aber, daß die Grundstücke bereits abgeerntet gewesen waren, weshalb Angerlichen Ehrenntag, den 4. Februar 1907, bormittags 8 Uhr, im geklagter fostenlos freigesprochen wird. erklärte, die Gebäude der höheren Mädchenschule und des Lehrerin feminars zu Mainz beginnen. Gesuche um 3ufang zu dieser Prüfung sind an das Großherzogliche Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegen heiten, zu richten. d wird in Schles alt und besagt, daß wir den Brauch der grünen Die Geschichte des Weihnachtsbaumes ist * Wetzlar. Der Aufsichtsrat der Buderusschen Eisenwerke beabsichtigt, wenn besonders ungünstige Zwischenfälle nicht eintreten, eine Dividende von 7% gegen 6% im Vorjahre bei erhöhten Zurückstellungen in Vorschlag zu bringen. An die Arbeiter wollen die Werke 34000 M. zu Weihnachten verteilen. - ? Lich, 19. Dez. Montag früh kam in der HofBrieftasche noch in dem auf dem Hemd getragenen Täschen, obwohl nachgewiesen ist, daß Hofmann in Frankfurt einige tausend Mark einkassiert hatte. Trotzdem liegt sicherlich Selbstmord vor, den der Bedauernswerte iu einem Anfall von Schwermut begangen hat. Trotzdem aber müßte darüber Aufklärung geschaffen werden, wo die Barmittel, die der Tote in der Brieftasche trug, und der neue Geldbeutel, den Hofmann bei fich führte, hingekommen sind. Der Unglückliche hat sich wie bis jetzt festgestellt ist durchaus keiner Veruntreuungen schuldig gemacht, wie vielfach vermutet bis bereits eine raite des Meggers Joys. Rau 3. Feuer zum Aus- Schuldensumme herausgestellt, boch ficht bij er deutende t, die Propite, bahren übernommen haben. Um die jetzige Weihnachts- bruch, das aber bald gelöscht werden konnte. Sen Geeft und Mit schmückten die alten Deutschen ihr Heim mit dufe follen Berufsint den grünen Zweigen zu Ehren der Götter und und praktisch igen Ahnen. Türen, Dachbalfen und die heilig ge. Hirzerer Dauer ftene Schwelle des Hauses wurden mit Tannengrün e Wahl des C ung fidh bereits Cens des Provinia n aufgebracht giert. Gine lange Zeit hindurch wurde dieser Brauch it geübt, nur wenigen Landstrichen war zum Ende * Grebenhain. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Ludwig Joft 2. mit 92 Stimmen einstimmig wiedergewählt. bereits 8000 mählich verbreitete sich von Nordostdeutschland diese händlers Georg Hofmann aufgeklärt. WaldDer Berein he de 18. Jahrhunderts der Christbaum noch bekannt. ichen Beitrag buben Freiheitskriegen allgemein wurde und sich fast in Harbwalde zwischen hier und Borsdorf erhängt in home Sitte aber wieder mehr und mehr, bis sie mit teht eine Regierung er Herren Länder Eingang verschaffte. Deutschland die u Den Händen Bribite von Schweinen b * Weylar. Das Schöffengericht verhandelte laut Wazl. Anz." u. a. über folgenden Fall: Der Landpirt F. G. zu Wißmar hatte vom Bürgermeisteramt Arofdorf einen Strafbefehl in Höhe von 3 M. erhalten, rere Morgen gro ten bersehen werde 000 Tieren geftate d gemäßtet werde befaljon. Ulfa, 19. Dez. Endlich ist die Spannung, die schon über 14 Tage die Gemüter der hiesigen Ein. wohnerschaft in größter Aufregung erhält, gewichen, und das rätselhafte Verschwinden des Schweine arbeiter fanden Hofmann, wie bereits gemeldet, im einem Fichtendickicht, nicht weit von der Staße HungenNidda. Man fand bei der Beiche noch die Uhr und in der Tasche lose 31 Mark. Notizbuch und Brieftasche wurden vom Gericht mitgenommen. Von Geld wurde außer jenen 31 Mark nichts entdeckt, weder in der seltersweg Wilh. Wirsig = 8= Handschuhfabrik empfiehlt als Seltersweg = 8= an ber Gemen passende Weihnachts- Geschenke: mem evangelid Inhaber fann e He Beratungen Regierungsvorlag Ausgleichsfond altsverhältnisse der Volksschulleh en. Nach der M e Budget pro 19 fodaß es den ehen kann. igen Boftamt pi Handschuhe Reiche Auswahl in allen Preislagen, beste Qualität. Cravatten in hervorragend schönen Mustern. Hosenträger, Wäsche, Taschentücher Hüte, Mützen in modernen Formen. Batetschalter Billigste Preise. Brieffchalter 2-7 Uhr nadm Bekanntmachung. Täglich Eingang von Neuheiten. mmer für de Die fällig gewesenen Holzgelder, sowie die Heulandwirtschafticand Grummetgrasgelder sind innerhalb 8 Tagen bei Ein Geselle gesucht. Schmiedemeister Bittendorf, Krofdorf. Ein braves ungsorgan herbereidung der Beitreibung zur hiesigen Stadtkasse zu Dienstmädchen oraussichtlich toezahlen. Landwirtschaft Gießen, den 19. Dezember 1906. Landwirtschaftsut inzialbereine Il bon der Land Doepfer, Stadtrechner. Arbeitsvergebung. Die zum Neubau des Stadttheaters in Gieken in den Kreisen horkommenden Greinerarbeiten, Los 1 bis 4, sollen iderspruch erholsim Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. n zuständiger S Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen ein Geistlicher and Angebotsformulare liegen im Bureau des Architekten nung baben mi hans Meyer, Weftanlage 6, dahier, zur Einsicht nden, daß die fen und können daselbst( außer Zeichnungen) zum ung in der Selbstkostenpreis erhoben werden. orig, der Dire desuniversität, dürfte. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Donnerstag, den 10. Januar 1907, vormittags 11 Uhr, en und weilt mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns Verhandlungen anzureichen. en wäre für un miverfitate Profe aer in Gegen beigefegt word en. Nachdem er ahm er 1851 e in Suf an als Letter des La Herbste des Jab Ruhestand üb iges Jubiläum Gießen, den 20. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisteret Gießen. Mecum. Beiföchin gesucht. Für die Küche der Großh. chirurg. und Augen- Klinik Der id für Mitte Januar eine Beiköhia gesucht. htliche Lohn beträgt neben freier Station 350 Mr. Dieselbe muß sauber, ordnungsliebend und im hen bewandert sein. Gesuche sind unter Anschluß von En bat Prof. Deugnissen alsbald an die Verwaltung der obengenannten 1899 dem Giten einzureichen. er Verstorbene if er deutschen Machdem Ingen diefen beleidige Th. Geilfug m. Anbau u. Garten Geschäftshaus ſend für jedes hypothekenfrei etnem Vergleider preiswert zu verkaufen. offene Geschäft, in beter Sage eines Offerten von nur ut Feff Gent frequentierten Badeortes Mitteldeutschlands Buße und für Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedition w die Koften anwalt Meg- Mi dieses Blattes erbeten. htsbeiftand des S nntnis des Schöff auf auch der flig anmeldete. afultätsprüfung P Locomobiles Std. v. Lanz 89 erbet. fein hergerichtet ( fahrbar m. Wanderconzession.) Feuerbüchse neu 12-17 20-30 Ausziehkessel 7-9 P. S. • "" " " 90 " " " 1 97 IN " " " billig abzugeben. zu der in die ben; 3 Randida Es sei auga daß die Rind Herborner Pumpenfabrif, Herborn. für Hausarbeit per 1. Jan. aesucht. W. Ockel, Marktstr. 2. Kaiserblume feinst. Schwarze Marke Sett von Gebr. Höhl in Geisenheim. Portwein Madaira - bei - Samos Malaga Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Cavalier Crême ist das beste Putzmitte! für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! 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Die Vermittlung von Hypothek- Kapitalien bei der Landeshypothekenbant Darmstadt übernimmt fostenlos die General- Agentur Franz Carnier in Darmstadt, Klappacherstraße 4. NB. Referenzen auf Wunsch zu Diensten. | größeres unbelastetes Vermögen in Grudstücken und Ausständen gegenüber. * Lauterbach. Die in den Jahren 1763-68 erbaute Stadtkirche war in den Monaten Juni bis Dezember wiederhergestellt worden und wurde am Sonntag eingeweiht Außer dem aufs schönste wiederheraestellten Farbenschmuck der Kirche hat sie eine trefflich wirkende Heizung, eine neue Orgel, und ein neues, bequemes Gestühl im Schiff und auf der ersten Empore erhalten. * Friedberg. Das hessische Wander- Tuber fulose- Museum soll in unserer Stadt zur Ausstellung gelangen. Die Stadt wird die erforderlichen Räumlichkeiten zur Verfügung stellen.- Ein Sanitätsberein soll hier ins Leben gerufen werden, im Laufe des Winters sollen mehrere Kurse stattfinden. Krieger- Verein Gießen. Samstag, den 22. If. Monats, abends 8 Uhr: Weihnachtsbescherung Verlosung und Tanz im Gießener Festsaal( Cafeé Leib). Eisenbahn- Fahrbeamtenverein Glessen 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, abds. 8 Uhr Weihnachtsfeier mit Abendunterhaltung( Theater 2c.), Verlosung und Tanz im Saale des Lenz'schen Felsenkeller. Gäste können eingeführt werden. Der Vorstand. Die Weihnachtsglocken läuten es in alle Lande, dass Reeses 5 Pfg.- Backpulver für 1-1 Pfund Mehl, sowie Reeses 10 Pfg.- Spar- Paddingpulver und Reeses Vanilinzueker unübertroffen sind. Alles mit Prämienscheinen. Reese G. m, b. H, Hameln. Central- Molkerei Giessen Bahnhofftr. 43. Gebr. Grieb Bahnhofstr. 43 Spezialität: ff. Wetterauer- u. Vogelsberger Cafelbutter. Frische Eier. Vorzügliche Handkäse, alle Sorten feine Käse. Ia. Bollmild, Buttermilch, Rahm, Matte auf Bestellung frei ins Haus. Jüngeres Kindermädchen per sofort oder 1. Januar gesucht. Frau Zahnarzt Schwalm, Blockstraße 7. Liebigstraße 68. Parterre und I. 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Sein Zustand hatte schon am Sonntag zu den größten Befürchtungen Anlaß gegeben, da sich die Anzeichen einer durch den Schuß beranlaßten Bauchfellentzündung bemerkbar machten und hochgradige Herzschwäche eintrot Aus dem Gerichtssaal Straftammer. Gießen, 18. Dezember 1906. Die Straffammer verurteilte den Agenten He mann Friedrich zu Gießen wegen förperverlegung zu fünf Monaten Gefängnis und in eine an den Verletzten zu zahlende Geldbuße von 100 Mt. Der Angeklagte fam in einer Wirtschaft zu Gießen mit einem Kollegen wegen der Auszahlung einer Provision für ein zu Grünberg bermitteltes Geschäft in einen Wortwechsel, in dessen Berlauf er diesem sein Taschenmesser in den Leib stieß. Nach Aussage des behandelnden Arztes ist das Messer an einer Rippe abgeprallt, was für den Verlegten günstig war, da sonst die Wunde jedenfalls gefährlicher | geworden wäre. Der Verlegte war etwa 1½ Woche bettlägerig; die Heilung verlief gut, was bei der Beurteilung auch in Betracht gezogen wurde. Wie in so vielen anderen Fällen, so ist auch hier das Vorkommnis Straf eine Folge übermäßigen Alkoholgenuſſes. mildernd wirkte, daß der Angeklagte, wie aus den Umständen zu ersehen ist, wohl nicht beabsichtigte, eine so schwere Verlegung herbeizuführen. Das zur Tat benutte Messer wurde eingezogen. 80-84 Bfg., Hammelfleisch ver Pfd 60-80 Bfg., Kartoff 100 Rilo 6.00-7.00 Mt., 3wiebeln per 3tr. 4.00-5.0 Weisfraut 3tr. 2.20-250 wt., per St. 10-30 Vfg., Aef Ctr. 15-24 Mr., Zwetschen per 3tr. 0.00 0.00 Mt., Firnen 8-10 Mt., Rüffe 100 St. 40 Pfg. Milch der Liter 20 Bfg Ser Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. stände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Wa überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Wa m Umberzieben feilgeboten werden. Berantwortlich für die Politik und den Insen Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn zn Gießen. Sickener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 21. Dezember. Abnehmende Bewölkung, troden, matter und Kind. fälter. Nebelige östliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Martberichte. Bloom 20. Dezbr. Auf dem heutigen Wochenmartt feststes Butter herb. 1.20-125 1., Shnere er ber Stid 9-10 Bfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Bid. 18-24 Bfg., Linsen per Pfd. 25-40 fg., Tauben ver Baar 0.80-1.00 Mr., Hühner per Stud 1.00-1.60 Mr., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 mt, Enten per Stud 0.00-0.00 Mt., Gänse Der Pfd. 60-70 Bfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pig., Nindfleisch per Pfd. 80-82 fg., Schweinefleisch per Pfd. 86-90 Bfg. Schweinefleisch gefalien ver Bid. 94 Pfa., Kalbfleisch ver Pfd. Vor der Geburt des Kindes, wenn das Nahrungsbe gefteigert ift, erweist sich Scotts Emulsion als vorzügliche und Stärkungsmittel, um die werdende Mutter bei Kräften halten, oder, fühlt sie sich durch langes Stillen des Kindes ers so sorgt Scotts Emulsion in kurzer Zeit dafür, daß die wiederkommen und sie ihren Mutterpflichten genügen fann. Scotts Emulfion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und lose nach Gewicht oder Mas, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in mit unserer Schuhmarke( bec Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, 6. Frankfurt a. M Bestandteile: Feinster Medizinal- Bebertran 150,0, prima Glyerin 50,0 phosphorigſaurer alt 4,3, unterphosphoriosaures Matrox 2,0, pulv. Trage feinfter arab. Gummi pulv. 20, dest. Waſſer 129,0 Alkohol 11,0. Hierzu ara Emulfion mit Zimt, Mandel, und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. 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