und clen in Familien anze Störper m nötigen Be , die unbedi fräftig zu ein Präparat Blutförper parat in dem 1. Außerdem ragende Gige der Verdau Dern. enden bon f unerreicht al el.( Enthält: bunden), Stog Engel" in Gi Apotheke in thefe in Staffe tit und den J t: Georg Son umschule me Formen ortenecht. Konifere t. riedhöfe ahl. äume Calog kostenlo & Co. Be rpleis Cob wahl 295 t. Morge zug zu nehmen! Brima peisekar fotole ste Salatk Hefert billi J. Hank Bieken, Solo Stübchen mit ermieten. Gießen, tadt- C Glesse Mon: Herm. enstag, den 20. Auger Abonne Erfes Gaff bon C.W. Bu er Ran Babineri Schwant in& F. u. P. von 64 ttwood den 21. Außer Abomme pettes n. legtel bon W. Bua barleye Schwant in 3 Brandon Thom Rr. 278.' Rabattion n. Barptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluk Rr. 362. Dienstag, den 20. November 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). 6. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Bur 25 jährigen Gedächtnisfeier der kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881 über die Sozialreform tagte am Sonntag eine imposante Volksversammlung im Birkus Busch zu Berlin. Erschienen war u. a. auch Staatssekretär von Bosadowsky. Nach Reden der Herren Hofprediger a. D. D. Stöcker, Reichstagsabgeordneter Giesberts und Professor Adolf Wagner wurde folgendes Telegramm an den Kaiser abgesandt: ,, 5000 nationale Arbeiter danken Ew. Majestät für den erneuten Ausdrud des festen Willens, die gesetzliche Sozialreform auf christlicher Grundlage fortzuführen. Wir stehen in unwandelbarer Treue zum sozialen Kaisertum der Hohenzollern." Dann nahm die Versammlung eine Resolution an, in der die christlich- nationale Arbeiter- und Gehilfenschaft Berlins das bisher auf dem Gebiete der Sozialreform Geleistete dankbar anerkennt, die sozialdemokratische ablehnende Kritik verurteilt und schließlich weitere Verbesserungen, ins besondere durch Ausdehnung der Versicherungsgesetzgebung auf die Hausindustrie, in der Durchführung eines besseren, positiven Koalitions- und Versammlungsrechtes, in der Errichtung von Arbeitskammern usw. erwartet. * Dem Vernehmen nach ist der Ritterschaftsrat v. Arnim, Rittergutsbesitzer auf Criewen, zum preußischen Landwirtschaftsminister ernannt worden. Herr v. Arnim, der im Juni d. J. auf Lebenszeit ins Herrenhaus berufen worden ist, gehört seit 1892 dem Vorstande der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft als Vorsitzender an. Er gilt als Autorität in allen Fragen der Landwirtschaft wie auch der Verwaltung und Organisation. Herr v. Arnim ist gestern vom Kaiser empfangen worden. * Bei den Landgerichten zu Posen, Lissa, Ostrowo, Bromberg nnd Gnesen schweben gegenwärtig wegen des polnischen Schulstreiks 160 Strafprozesse. Auch in der Provinz Bosen wird jetzt, wie in Schlesien, den Vätern angedroht, es würden ihnen ihre Kinder fortgenommen und in Fürsorgeerziehung gegeben werden, falls sie den Kindern weiter verbieten, an dem deutschen Religionsunterricht teilzunehmen. Oefterreich- Ungarn. ** Unter Beteiligung der namhaftesten deutschen, öfter reichischen und ungarischen Wirtschaftspolitiker ist in Wien die Konferenz der mitteleuropäischen Wirtschaftsvereine von Deutschland, Desterreich und Ungarn zusammengetreten. Die Ver handlungen umfassen folgende Gegenstände: 1. Zollschiedsgerichte; 2. Gemeinsame Normen für die Beaufsichtigung privater Verficherungsgesellschaften; 3. Internationaler Giroverkehr, insbesondere zwischen Deutschland und DesterreichUngarn; 4. 8ollverfahren der Vereinigten Staaten von Amerika; 5. Unifizierung des Privatrechts der Binnenschiff fahrt, insbesondere auf der Elbe; 6. Vereinfachung der Formalitäten bei der Waren- Ein- und Ausfuhr; 7. Aus gestaltung des deutsch- österreichischen Fernsprechnezes, ins besondere im mährisch- schlesischen Revier. Italien. ** Starke Beunruhigung ruft ein erneutes Bomben Attentat hervor, dessen Schauplag die Peterskirche in Rom war. Während des Hochamts erfolgte eine heftige Explosion zwischen dem Altar der Navicella und dem Grabmal Klemens XIII. Die Blechbüchse, welche den Sprengstoff ent hielt, scheint eine Konservenbüchse gewesen zu sein; sie trägl die Firma einer Konservenfabrik in Oberitalien. Unter den Andächtigen entstand eine heftige Banit. Glücklicherweise wurde niemand verlegt. Auch Kardinal Rampolla befand sich in der Kirche. Ueber den Täter weiß man nichts. Der Papst wurde unverzüglich von dem Kardinal Merry del Val von dem Geschehnis in Kenntnis gesetzt. Das Ministerium des Innern hat eine Belohnung von 1000 Lire ausgesetzt, die demjenigen zufallen soll, der sichere Angaben machen fann, auf Grund deren die Entdeckung und Verhaftung der Urheber der Bombenanschläge vom 14. und 18. November möglich ist. Rufeland. ** Der Polizei sind in Warschau verschiedene wichtige Berhaftungen und Feststellungen geglückt. Gestern wurden 22 Personen, die an dem Ueberfall auf einen Postzug bei der Station Rogowo teilgenommen haben, verhaftet, darunter zwei Leiter des Ueberfalls. Nach den vorgenommenen Feststellungen ist der Ueberfall von Warschauer und Lodzer Mitgliedern der polnischen Sozialistenpartei ins Werk gesezt worden. Festgenommen wurden ferner noch sieben Teilnehmer an dem nicht zur Ausführung gelangten Anschlag auf einen Postzug auf der Station Bamoicka der Petersburg- Warschauer Bahn; bei den Verhafteten wurden zehn Bomben gefunden. Ferner ergriff die Polizei einen Mann, der im August auf ben Obersten Grafen Steenbock einen Mordversuch gemachi hatte und endlich zwei Mörder des Obersten Jafowlew. Eine Versammlung des Bundes und der polnischen Sozialistenpartei wurde aufgelöst, die Teilnehmer wurden verhaftet. Kleine politische Nachrichten. Berlin, 19. November. In der Zukunft" wird berichter, baß der Vertrag der Kolonialverwaltung mit der Firma bon Tippelskirch u. Co. vom Kolonialdirektor Dernburg in aller Stille friedlich gelöst worden ist. Konstantinopel, 19. November. Hier fam es zu einer blutigen Rauferei zwischen Matrosen und albanesischen Infanteristen. Mehrere Beteiligte wurden getötet. Kapstadt, 19. November. Ueber die Verhaftung Ferreiras wird noch berichtet, daß dieser im Augenblick der Verhaftung Seinen Begleitern, die feine Waffen bei sich trug. gezwungen hatte, mit zu gehen, gelang es, zu entkommen. Hof und Gesellschaft. er Englische Blätter teilen angeblich auf Grund bester Informationen mit, daß demnächst eine Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und König Eduard erfolgen werde. Die beiden Monarchen würden sich auf der Insel Wight treffen, und zwar werde der deutsche Kaiser gelegentlich des Antrittes seiner Mittelmeerreise einen Abstecher nach der Insel machen. Der Stapellauf des Lloyddampfers Kronprinzessin Cecilie", der auf der Werft des„ Vulcan" in Stettin befindlich ist, findet einer endgiltigen Bestimmung zufolge am Sonntag, den 2. Dezember d. Js., vormittags statt. Das Kron prinzenpaar hat seine Teilnahme an der Feier in sichere Aussicht gestellt. *** In Rudolstadt wurde der achtzigste Geburtstag der Prinzessin Adolf von Schwarzburg- Rudolstadt, der Mutter des regierenden Fürsten, festlich begangen. Den Feierlichkeiten wohnten die Großherzogin von Oldenburg mit dem Erbgroßherzog sowie Prinz Heinrich der Nieder[ ande bei. Deutscher Reichstag. ( 121. Sigung.) CB. Berlin, 19. November. Die heutige Sigung des Reichstags, die erst nach 3 Uhi Ihren Anfang nahm, verlief sehr ruhig und geschäftsmäßig. An die Stelle der Erbitterung, welche die Wahlprüfungs. Debatten erfüllt hatte, war fühle Gelassenheit getreten. Dies würde aber schwerlich der Fall gewesen sein, wenn es zu einer Verhandlung über die an der Spitze der heutigen Tagesordnung stehenden Fleischnot- Interpellationen die eine ist bon den Sozialdemokraten, die andere von der Freisinnigen Volkspartei eingebracht gekommen wäre. - Die Fleischnot- Interpellationen vertagt. Der Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Graf bon Posadowsky, der erschienen war, erklärte, der ReichsLanzler sei bereit, beide Interpellationen zu beantworten, aber erst in den nächsten vierzehn Tagen. Der Aufschub hängt damit zusammen, daß der durch den Abgang des Ministers bon Podbielski freigewordene Posten des preußischen Landwirtschaftsministers noch nicht endgiltig wieder besetzt ist. Auch die an zweiter Stelle der Tagesordnung stehende Interpellation des Zentrums, die darüber Auskunft begehrt, ob Gerste, die als Futtergerste eingeführt ist, als Malzgerste zur Verwendung gelangt, wird erst in der nächsten Zeit beantwortet werden, und zwar deshalb, weil, wie der Reichsschazsekretär Freiherr von Stengel mitteilte, die darüber zwischen den einzelnen Regierungs- Ressorts schwebenden Erörterungen noch nicht abgeschlossen sind. Das Haus wandte sich hierauf der ersten Beratung des Gesetzentwurfs zu, dessen Zweck es ist, eine Lücke in dem Branntweinsteuergesetz auszufüllen. Durch dieses Gesetz, das seinerzeit im Reichstag zu hastig behandelt worden ist, sind die neuen, nach 1902/3 entstandenen Brennereien günstiger gestellt als die alten Brennereien. Diesen wäre ein Höchst= fontingent von 50 000 Liter jährlich zugebilligt, jenen aber ein solches von 80 000 Liter. Der heute zur Beratung stehende Gesezentwurf will diese, eine Unbilligfeit gegen die alten Brennereien in sich schließende Verschiedenheit ausgleichen, indem er für sämtliche Brennereien ein Höchstfontingent von 50 000 Liter jährlich festsetzt. Von seiten der Konservativen, des Zentrums und der Nationalliberalen erklärte man sich mit der Vorlage einberstanden. Reichsschatsekretär Frhr. von Stengel bemerkte, die Vorlage sei gewissermaßen ein Warnungssignal, durch welches angedeutet werden solle, daß das Fortbestehen des Branntweinsteuergesetzes nicht unbedingt gesichert sei. Ein Entwurf, der eine anderweite Festfegung der Maischbottichsteuer borsehe, befinde sich im Reichsschazamt in Arbeit und werde voraussichtlich noch in diesem Jahre dem Hause zugehen. Nachdem noch von sozialdemokratischer und freisinniger Seite die gesamte jezige Branntweinsteuer- Gesetzgebung als Liebesgabe gekennzeichnet worden war, wurde die Vorlage az eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen. Es folgte die zweite Beratung des Vogelschußgesezes. Ohne Debatte ging die Vorlage an eine Kommission von 14 Mitgliedern. Dann trat das Haus in die zweite Lesung der Vorlage über die Einführung eines gewissen Befähigungsnachweises für das Baugewerbe ein. Die Debatte darüber wurde nach den einleitenden ausführlichen Erörterungen des Zentrumsabg. Trimborn vertagt. Von seiten der Regierung wohnte Staatssekretär Graf Posadowsky den Verhandlungen bei. Lokales. Morgen findet die Handelskammerwahl statt. Es fann ja fein Zweifel bestehen, daß die ausscheidenden Mitglieder, die Herren Adolf Klingspor( nicht Karl mie irrtümlich bekannt gegeben wurde), W. Nowack, C. Röhr und Emil Schmall wieder gewählt werden. Dieselben haben sich sehr gut bewährt; sie haben mitgearbeitet und mitgewirft, daß gerade in der Handelstammer Gießen sehr viel zum Nugen der Geschäftswelt wie der Allgemeinheit befürwortet und erreicht wurde. * Den Darmstädter Krisengerüchten, die neuerdings den Finanzminster Gnauth verschwinden lassen wollten, tritt nun auch die amtliche Darmst. 3tg." entgegen. Das Blatt schreibt: Nach eingezogener Erfundigung besteht zwischen den Ministerien des Innern und der Finanzen volles Einbernehmen über den Inhalt des demnächst vorzunehmenden Gemeindeumlagengesezes. Die auf der Behauptung des Gegenteils und auf der Beobachtung Joermeintlicher Symptome aufgebauten sensationellen Kombinationen der Lokalpresse bedürfen darnach feiner weiteren Erörterung. w. Die Reichsbanfnebenstelle Gießen ist morgen Mittwoch wegen baulicher Veränderung nur bis 12 Uhr geöffnet. * Billigere Fleischpreise. Die Schweinemezger Gießens haben vom 19. November ab den Verkaufspreis des Schweinefleisches sowie einzelner Wurstsorten( wie z. B. Leber und Blutwurst) um 10 Pfg. per Pfund reduziert. Bemerkenswert ist, daß in Gießen höhere Einkaufspreise wie im Frankfurter Viehhof bezahlt werden; wie uns von gut orientierter Seite mitgeteilt wird, ist dies darauf zurückzuführen, daß die hiesigen Mezzer gezwungen sind, auf längere Zeit Vorrat zu laufen und wurden noch vergangene Woche 78-80 Bfg. per Pfund Schlachtgewicht für schlachtreife Schweine bezahlt, um nicht in die Kalamität zu kommen, wie vorigen Jahres. Der Einkaufspreis der Schweine betrug geftern 72 Pfg., hingegen Frankfurt 70 Bfg. notierte, ver einzelte Abschlüsse für 70 Pfg. und darunter liegen für Dezember lieferbar vor, doch wollen von dem Sinten der Preise die Landwirte hiesiger Gegend nichts wissen und halten mit dem Verkauf zurück, hoffend höhere Preise zu erzielen. Eine Schaufensterscheibe zertrümmert hat in der Nacht auf Montag auf dem Seltersweg ein Italiener. Derselbe wurde von einem Beamten der Wachund Schließgesellschaft verfolgt und auf dessen Anzeige hin dann verhaftet. Einen beneidenswerten Appetit entwickelte am Sonntag Abend ein junger Mann im Kühlen Grund." Er wettete in reichlich einer Stunde 18 Rühreier nebst 6 Portionen Salat verspeisen zu wollen. Die Eier af er auf, einen Rest Salat ließ er stehen. Profit Mahlzeit! *** Auf der Kochturstausstellung zu Worms erhielt den Ehrenpreis der Gastwirt Innung Frankfurt sowie das Ehrendiplom zur großen goldenen Medaille, die Firma H. W. Schlichte in Steinhagen für ihren altberühmten „ Steinhäger". General- Depositeur ist Jean Eimuth in Frankfurt a. M., Kronprinzenstraße 5. P. Gestohlen wurde aus einer Parterrewohnung der Marburgerstraße mittels Einschleichens ein neuer dunkelblauer Anzug und ein Ueberzieher im Werte von zusammen 150 Mart. * ** Ueberfahren. Von der Eisenbahnverwaltung wird uns mitgeteilt, daß gestern Nachmittag die Johannetta Spieß aus Dilheim( Kreis Weglar) aus einem zu früh geöffneten Frauenabteil der 4. Klasse des 450 Uhr hier eintreffenden Personenzuges stürzte und ihr der linke Unterschenkel abgefahren wurde. Die Verunglückte verbrachte man in die Klinik. P. Eine Betrügerin, die sich Frau Schmidt nennt und in der Bahnhofstraße wohnen will, sucht hier durch allerhand schwindelhafte Manöver sich zu bereichern. Sie gibt an, ihr Mann set Gärtner, er wäre vom Baum gefallen und befände sich frank in der Klinik. Auch eines ihrer drei Kinder set erheblich erfranft. Sie bittet um Arbeit, erhielt auch in einem Falle Stoff und zutaten zu einer Taille, die sie fertigen m ht ie st BES er 1332 ent 18 ng m. 33. sollte. Außerdem wurden ihr Geld, ein Paar Stiefel,| Mehl, Kaffee und Zucker verabreicht, ihren Versprechungen fam sie jedoch nicht nach, sodaß Ermittelungen angestellt worden, wodurch sich herausstellte, daß die ganzen Angaben auf Schwindel beruhen. Die Frau ift anfangs der 30er Jahre, mittelgroß, hat dunkel blondes Haar schmales blasses Geficht und war be kleidet mit schwarzer Taille mit weißem Besak am Stragen; filbergrauen Rock; schwarze Schürze und sie sprach schwäbischen Dialekt. * Azbach. In der hiesigen Gemeinde- Chronik befinden sich Aufzeichnungen über ein großes Branbunglüd, welches vor genau 100 Jahren, am 11. Rovember 1806 unser Dorf heimsuchte. Wir finden darin folgende Mitteilung: Am 11. November 1806 entstand aus Unvorsichtig feit in dem Hause und Scheuer des Johannes Geyer nach mittags 2 Uhr Feuer, welches in 8 bis 12 Stunden 21 Häuser, 30 Scheunen, 68 große und fleine Stallungen berbrannte und 7 Häuser beschädigte. Die Einwohner waren damals fast alle im Feld und konnte so schleunig teine Hülfe fommen. Der Schaden an Gebäuden ist auf 21 195 Rthl. geschäßt worden. - § Bad Nauheim. Nunmahr haben auch die Orte Offenheim, Leidbecken, Reichelsheim, Staden, Assenheim und NiederFlorstadt ihren Anschluß an das staatliche Gruppenwasserwert erklärt. * Lich, 17. Nov. Die vor etwa 5 Monaten stattgehabte Beigeordnetenwahl, aus der Jakob Heller fiegreich hervorging, hat nach mehrfacher Reklamation der unterlegenen Partei wiederholt die Behörde beschäftigt. Vorige Woche hat nun der Provinzialausschuß endgültig bestätigt, daß Seller Beigeordneter ist. * Schotten. Folgende niedliche Geschichte hat sich dieser Tage in einem Drte des Vogelsbergs zugetragen. En Fuhrmann fand früh morgens in einem Straßengraben Hut, Stock, Rock, Hosen und Stiefel. Die Sachen lieferte ec im nächsten Dorfe auf der Bürgermeisterei ab. Rasch berbreitete sich jetzt das Gerücht von einem Raubmord und die Gendarmerie stellte Ermittelungen an. Jazwischen begann man im Nachbarort manches zu munteln. Dort war ein ehrbarer Handwerksmann schwer bezecht heimwärts gewandert; den weichen Straßengraben hielt er für sein Bett und zog sich aus. Als er bald ernüchtert erwachte, fand er seine Kleider nicht wieder und so fam er halbnackt heim. Der erschrockenen Gattin rief er zu:" Set frou, deß aich noch om Lewe sei, Räumer hu match überfann." Andern morgens schlich er nach besagtem Straßengraben, aber seine Kleider waren verschwunden. Nach wenigen Tagen erschien die Gendarmerie bei ihm, und nun flärte sich die Geschichte zur allgemeinen Heiterkeit balb auf. * Alsfeld. Besizwechsel. Das hiesige„ Hotel zur Krone" ging zum Preise von 105 000 Mark an an Herrn Schrödel, derzeit Inhaber der Schott'schen Weinstube in Gießen, über. Die lebernahme soll bereits am 15. Dezember erfolgen. * Fulba, 20. November. Auch in Fulda wollen die Metzgermeister jetzt mit den Fleischpreisen herabgehen. Der Abschlag soll 10 Pfennig für das Pfund betragen und erster Tage in Kraft treten. Bürgerverein Giessen. Das Ortsbaufiatut. Die gestern Abend im Gasthause Bum Löwen" abgehaltene öffentliche Bürgerversammlung beschäftigte eine tief in unser tommunales Leben einschneidende Frage: das Drts. baustatut. Gießen ist in den letzten Jahren verhältnismäßig schnell gewachsen, und es ist daher begreiflich, daß manches, das einft zeitgemäß wor und den Umständen und Verhältnissen Berichtigung! Rechnung trug, im Laufe der Jahre zur drückenden Fessel| geworden ist; verschiedene Bestimmungen sind geradezu zu Härten geworden. Die Versammlung zeigte evident, daß in der Bürgerschaft ein dringendes Bedürfnis bestand, eine allgemeine Aussprache über die Baubestimmungen herbeizuführen. Eine Revision des Ortsbauftatuts ist zwingende Notwendigkeit, dies hat man auch an maßgebender Stelle, in der Stadtverwaltung, erkannt. Die unten wiedergegebene Eingabe an die Stadtverordneten- Versammlung beschränkt sich denn auch darauf, nur um Milderung einiger Härten einzukommen, da eine durchgreifende Aenderung der baulichen Bestimmungen in nicht allzuferner Zeit zu erwarten ist. Wie großes Interesse man der Sache entgegenbringt, geht auch daraus hervor, daß mehrere Stadträte in der Versammlung erschienen waren, um sich über die Ansichten der Einwohnerschaft zu orientieren. In Verhinderung des Vorsitzenden des Raufmann Bürgervereins, Lehrer V. Müller, eröffnet E. Horst die Versammlung. Er bemerkt, daß der Vorstand des Bürgervereins wiederholt in Gemeinschaft mit Sachverständigen zusammengetreten sei, um über die Materie zu beraten, daß man das Drtsbaustatut Punkt für Punkt durchgenommen habe und das Resultat dieser Beratungen der Versammlung jetzt unterbreite. Bugleich gab er einen furzen Ueberblick über die Lage unserer Bauverhältnisse und erteilte dann dem Referenten, dem Architekten Seuling, das Wort. Architekt Seuling weist auf das Unzeitgemäße des Drtsbauftatuts hin, er ist vor allem dafür, daß der Be bauungsplan der Stadt Gießen weiter ausgedehnt werde. In flarer sachlicher Weise begründet er die gewünschten Abänderungen. Seine Begründung war um so durchschlagender, als er sich vielfach darauf beschränkte, einfach auf die offen zu Tage liegenden Unzuträglichkeiten hinzuweisen. Nachdem die Versammlung dem Referenten den Dant abgestattet hatte, brachte der Leiter der Verhandlungen Kaufmann E. Horst, folgende Eingaben an die Stadtverordnetenversammlung zur Verlesung: An die verehrliche Stadtverordnetenversammlung! Eine vom Bürgerverein einberufene Versammlung ist nach einer Besprechung des Ortsbaustatutes zu der Ueberzeugung gelangt, daß dasselbe einer Abänderung und Vervollkommnung bedarf. Wenn auch eine Gesetzesvorlage betr. die Abänderung der allgemeinen Bauordnung in nächster Zeit zu erwarten ist, so fann es nach ähnlichen Vorgängen zu urteilen, doch noch ziemlich lange dauern und dadurch den Bauenden die in§ 1 der allgemeinen Bauordnung garantierte Baufreiheit noch lange vorbe= halten bleiben, bis der Entwurf Gesezeskraft erlangt. Deshalb wurde unterzeichneter Vorstand beauftragt bei verehrl. Stadtvorstand dahier rorftellig zu werden, daß doch u. a. recht bald zu einigen Stellen des OrtsbauStatutes Busäße und Aenderungen beschlossen und im gefeßlichen Wege rechtskräftig gemacht werden. Zunächst dürfte eine wesentliche Erweiterung des Bebauungsplanes vorzusehen sein, da bei den jetzigen Berhältnissen das Gelände zu teuer und die Bautätigkeit dadurch zuviel beschränkt wird. Gleichzeitig dürften baldigst für lange Jahre ausreichende Quartiere für Billen, geschlossene Bauweise, Fabriken 2c. geschaffen resp. festgelegt werden. Eine genügende Anzahl Straßen dürfte gleich mit vorl. Befestigung versehen werden, damit die Schwierigkeit des Transportes der Baumaterialien gehoben und Pferde, Wagen und Material mehr geschont wird. Straßen unter 10 Meter sollten vermieden und bei der Projeftierung gleich die eventuelle Anlage der elektr. Bahn zu beachten sein. Zur gerechteren Verteilung der Straßentoften- Beiträge dürften längere Strecken der Bes rechnung zu Grund zu legen sein, und sollte bei normalen Christ bescherung " Straßenanlagen ein bestimmter Betrag pro Ifd. Meter nicht überschritten werden. zu fördern, in be gang entfchieden Edhaben entsteht. in follegiales rafdhere Erledigun Nach der Borle regende Debatte e hende Eingabe Bu en Bunft bemertt gere Romplexe B Dem§ 28 des jeßigen Statuts sollte mehr Beachtung geschenkt werden, damit Bauten, wie solche von Werthein Nordanlage, Sad& Jughardt Südanlage, H. W. Rin Oftanlage für die Zukunft nicht gestattet werden. Betr.§18 empfiehlt sich„ müssen massiv gebaut werden" zu streichen, damit nicht wegen jeder Fachwerts ausführung erst zeitraubende und Kosten verursachende Diepensgefuche erfordeclich sind.§ 21 ift alsdann be abgeänderten§ 18 anzupassen. Falegen foll, um dürfte für Baifone und Erker die Ausladung auf 2/3 bes Abstandes von der Grenze, äußerft 1,30 m, und bei Vor In Bezug auf die Bestimmungen der Drtsbaupolizeiben. Bu derglei 5 der in den derbolt eingetreter gärten bis zu 1/3 der Tiefe zuzulassen sein. Das Verlangen immung der nach Haus, Durchfahrten" wolle man, weil nicht mehr batte genehmigt. zeitgemäß, fallen lassen, sofern nicht Hintergebäude ingewiefen, die dur Betracht kommen, und dürfte da, wo eine Durchfahrt Baben gezeitigt w erforderlich ist, die Breite mit 1,30 m als genügend er achtet werden. Die frühere Begründung der Sprigen Etraße und baut b in Gießen ift einfuhr kommt faum noch in Betracht, weil Feuerlöscht auf die früher geräte bestimmungsgemäß 20 m entfernt fteben sollen, abtrat Löberi und dafür die Höfe in den meisten Fällen zu klein sind. ttoffen würden, w § 15 würde zu streichen sein. ordnetenverfammlun In§ 16 fönnte betr. der Größe der Hofräume Bunfte werden ohn einfach gesagt werden, daß 1/5 unbebaut bleiben muß. betr. Befreiung von Bei Gebäuden an zwei Straßen fönnen nach dem Darm revisor Grünig, daß Städter Ortsbauftatut Hofräume in Fortfall fommen. Der Anfang der Verbuzarbeiten sollte bei der Rch bauabnahme gleich festgelegt und auf dem bezügl. Schein vermerkt werden, sodaß kein weiteres Gesuch 2c. erforder lich ist. Für Läden, Werkstätten und sonstige Räume, die gewerblichen Zwecken dienen, fönnten mildere Bestimmungen wie für Wohnräume plaßgreifen. Schließlich wird no bringend gebeten, die Erledigung der Baugesuch rascher Ein blühendes, gesundes und fräftiges Kind." " Ich glaube, daß es kaum ein besseres Mittel gibt zur Stärkung und Kräftigung für schwächliche und kränkliche Kinder, als Scotts Emulsion." So schreibt uns Herr J. Viehl. Der Leser wird gewiß mit Interesse auch vom übrigen Inhalt des Schreibens Kenntnis nehmen: Kreuznach, Mühlenftr. 85, den 22. Jan. 1905. Mein Töchterchen Lina fing an zu fränkeln, bekam Darm fatarrh und bald stellte sich noch die englische Krankheit bei ihm ein. Alle möglichen kräftigenden Mittel schlugen fehl, und die Kleine nahm von Tag zu Tag ab, so daß wir schon auf alles ges faßt waren. Das erste, was einen sichtlichen Einfluß auf sie aus übte, war Scotts Emulsion. Sie nahm dieselbe sehr gern und zeigte bei weiterem Gebrauch bald eine Zunahme, fing an, sich auf die Beinchen zu stellen und ist jetzt ein blühendes, gesundes und fräftiges Kind geworden; die Zähne hat sie in der letzten Zeit be tommen, ohne daß wir etwas davon gewahr wurden. Ich glaube, daß es faum ein besseres Mittel gibt zur Stärkung und Kräftigung für schwächliche und kränkliche Kinder, als Scotts Emulsion. ( gez.) Jakob Viel. Scotts Emulsion ist für jedes Kind zuträglig, während gewöhnlicher Lebertran oder eine schlechte Emulsion bon fleinen Kindern nicht vertragen werden. Ein weiterer Vorzug ist ihre Schmackhaftigkeit; das Einnehmen macht feine Schwierigkeiten, im Gegenteil, sie wird von Kindern fast stets mit großer Vorliebe ge nommen. Endlich ist Scotts Emulfion nicht nur selbst sehr nahrhaft sondern regt auch den Appetit an für die übrige Kost. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar Lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Rart mit unserer Schuhmarke( der Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, G. m. 5. Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyerin 50,0 unte phosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphoriasaures Natron 2,0, pulv. Tragant 34 feinfter arab. Gummi pulv. 2,0, best. Wasser 129,0 tohol 11,0. Hierzu aromati Emulfion mit 8int-, Mandel-, und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. fannt reell, distes Nervenschwäche Bar Geld verleiht sofort und deren Folgezustände, Angft- schnell. Koulante Bedingung gefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnis- Ratenrüdzahlung. Viele Da schwäche, Gemütsverstimm., Herzschreiben. C. Gründler, BerlinW lopfen, Magenschwäche, Obren- Friedrichstr. 195, Ede Leipsight sausen, Mattigkeit, Schlaflosigkeit, Rüdporto erbeten. Weihnachten naht heran, das Fest der Liebe und Schwinde, Uebelteit, Bittern ber In der gestrigen Aufforderung zur der Kleinkinder- Bewahranstalt. Handelskammer- Wahl ist irrtümlich der Freude, das Fest der Kinder. Schon am 3. Advent, Karl statt Adolf Klingspor genannt worden. Herr Adolf Klingspor wird zur Wiederwahl empfohlen. Gäuse und Enten liefert franko jede Bahnstation unter Garantie lebender Ankunft 10 Std. große Mastgänse 36 Mr., 12 Std. gr. fettfleisch Enten 22 Mr. M. Müller, Neuberun( Obschl.) Liebigkraße 68. Parterre, Laden mit Logis und 2. Etage, 6 Rimmer, per sofort zu vermieten. Näheres Gießen, Alicestraße 28, Kontor. Liebigstraße 64 II. 4- Zimmerwohnung mit Balkon und Gartenanteil per sofort oder später zu vermieten. Fr. Krüger. 2 anständige Arbeiter fönnen saubere Schlafstelle ferhalt. Gießen, Sicherstraße 7, H. Werter Herr! Besten Dank für Ihre bewährte Rino Salbe. Seit 2 Jahren habe ich eine wunde Hand gehabt; nach Ge brauch Ihrer Rino- Salbe ist die Hand gebetit. 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Aufnahme.( Größte DisEine Lifte zur Erhebung von Beiträgen wird nicht fret.) fran Kraft, Hebamme, Undenheim, Rheinhessen. herumgegeben. Vielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen. Hübſch Frau Professor Drews, Seltersweg 87; Frau find Alle, die eine zarte, weiße Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau saut, rofiaes Aussehen u. ein GeJohanna Haas, Oftanlage 31; Frau Rechnungsrat nicht ohne Sommersprossen u. HautKalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leist, unreinigteiten haben, daher geMoltkestraße 32; Frau Kirchenrat Naumann, DiezJul. Melle. straße 15; Frau Louise Ottens, Roonstraße; Frau Lina Small, Oftanlage 36; Frau Marie Schwan, Seltersweg 64. Friedrichsberg, 10./12. 1905. Diese Rino- Salbe ist in den meisten Apotheken zu haben, aber nur echt in Driginalpadung weiß grün- rot und Firma R. Schubert& Co., Weinböhla. Fälschungen wetse man zurüd. 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Si werden. en malfio geb jeder Fachwert ten berurjade ift alsdann ba zu fördern, in den meisten Fällen dauert es gegenwärtig| zahle. Stadtrat Löber hat übrigens schon einmal vor ganz entschieden zu lange, wodurch oft wesentlicher Jahresfrist in einer Bürgerversammlung auf diese Abänderung Schaden entsteht. Es dürfte zu erwägen sein, ob nicht der Bestimmung gedrungen. Eine sehr eingehende Be raschere Erledigung der Baugesuche herbeiführen würde. mindestens 4 Meter Tiefe haben müssen. Die Bestimmung Nach der Vorlesung wurde in die sehr ausgiebige und hat schon zu vielen Erörterungen geführt und verschiedentlich aregende Debatte eingetreten und zwar wurde die vor- hat die Stadtvertretung, wie Stadtrat Löber ausführt, bei hende Eingabe Bunft für Punkt durchgenommen. Zu dem Grundstücken der Innenstadt nach freiem Ermessen gehandelt aften Buntt bemerkt Baurevisor Grünig, daß man gleich und Dispensgesuche um Befreiung von den Bestimmungen gößere Komplexe Baugeländes und nicht nur einige Straßen befürwortet. Architeft Seuling erkennt gerne das Entfenlegen soll, um der Spekulation einen Riegel vorzu- gegenkommen an, er wünscht das Gesuch um Aederung aber aus Der Ortsbaubolieben. Zu dergleichen Ansicht bekennt Stadtrat Löber dem Grunde aufrecht erhalten, weil die Stadtverornetenverdung auf, der in den Stadtverordneten sigungen hierfür schon sammlung die Dispense nur befürwortet, nicht aber erteilt. 1. Das Berlan Ruftimmung der Versammlung. Hintergebäude - Bunft 2 wird ohne weil wird auf die Tierquälereien hingewiesen, die durch die Materialzuführung auf unbefestigten gine Durdi Graßen gezeitigt werden. Anderswo befeftigt man erst die ung der Sprit, in Gießen ist es umgekehrt. 18 genügend Straße und baut bann, wie es ja auch ganz in der Ordnung Baurevisor Grünig weil bei den klinikebauten hin. runt fteben fo Stabtrat& ber ist ber Ansicht, daß beſſere Berhältnisse en zu tiein fu getroffen würden, wenn die Berſammlung bei ber state orbnetenversammlung darum einkommt. Die folgenden 3 Beber Sofran Buntte werben ohne Debatte erledigt. Bei dem Punkte, aut bleiben betr. Befreiung von Fachwerks- Dispensgesuchen bemerkt Baunach dem tfall tommen. ollte bei der em bezügl. G Besuch 2c. erforde ftige Räume, dere Bestimmun ließlich wird n Baugesuche raide Grünig ist der Ansicht, daß man bei Bauten der Außenft abt noch über 1½ unbebaute Fläche hinausgehen fann, um gesunde, luftige Wohnungen zu erhalten. Lehrer V. Müller ( der inzwischen in der Versammlung erschienen ist) wünscht auch die ästhetische Seite berücksichtigt. Gießen trage den Charakter der Gartenstadt, diesen möge es auch in Zufunft behalten. Hoflohnkutscher Huhn tritt für Verbesserungen in der Altstadt ein, besonders möchte er die Verhältnisse am Neuenweg reguliert wissen. Zu dem letzten Punkte: schnellere Erledigung der Baugesuche bemerkt Baurevisor Grünig, daß der Instanzenweg, der jetzt ein ungeheurer sei, bedeutend abgekürzt werden müßte, da er die ganze Bewohnerschaft treffe. Bitte, kaufen Sie nur Man laffe MAGGI's Würze nur in MAGGI's Originalfläschchen nachfüllen. Nachdem das Thema einer Abänderung der Bau- Ordnung so in seinen verschiedenen Phasen in interessanter Weise erörtert war, brachte Stadtrat Löber noch folgendes vor: Wenn es auch wohl von mancher Seite nicht verstanden werden sollte, was ich vorbringen will in heutiger Bürgerversammlung und vielleicht gar mancher der Anwesenden sich fagt: weshalb bringt ein Stadtverordneter solches nicht an fompetenter Stelle vor, so halte ich es für ebenso richtig, gerade hier, in Gegenwart so vieler Hausbesitzer diese Frage zu erörtern. Wenn ein Baublock von der städtiſchen BauRommission in allen seinen Teilen festgelegt und von der Stadtverordnetenversammlung gutgeheißen ist, dann sollte von Seiten der Stadtverwaltung mit den Anliegern in folgender Weise verhandelt werden: Alle Straßen werden auf Kosten sämtlicher Grundbesizer der Stadt gratis überlassen. Derjenige Grundbefizer, den das Los trifft, sein Grundstück als Straße zu verlieren, bekommt den später durch Verkauf festgestellten Durchschnittspreis und zwar durch MAGGI's Würze mit dem Kreuzstern, +4 denn sie ist altbewährt und einzig in ihrer Art; sie übertrifft alle zum gleichen Zwecke angepriesenen Produkte. Sehr ausgiebig: Man verwende stets den Würzesparer. 6. 33. efferes Mittel schwächliche n." So sch wiß mit Inter Prämiierung von Dienstboten.| Die bewilligten Prämien fönnen von Dienstag, dem 20. ds. Mts. ab reiben3 Kenn während der Geschäftsstunden bei unserer Kasse Empfang genommen werden. den 22. Jan. 19 inteln, betam Da he Krankheit bei i Slugen fehl, und) ir schon auf alle Einfluß auf fie o eselbe sehr gern me, fing an, fid Sendes, gesundes i n der letzten Zei wurden. Ich gl rfung und Kräftig otte Emulfion. ( gez.) 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Cöln. 225 Morgen Bitten auf diese Zeitung Bezug zu nehmen! Beerdigungs- Institut ,, Friede" Telephon 540 - Gießen - Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung vom 15. November 1906 vorgenommenen planmäßigen Berlosang der am 1. März 1907 zur in Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen des Aulehens der Stadt Biezen vom Jahre 1901 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Serie II Nr. 51, 91, 172, 203, 221, 231 260 à 2000 Mt. II 361, 547, 585, 653, 723, 728, 729, 890, 967, 1007, 1023, 1059, " 11 1084, 1098, 1103, 1114, 1181 à 1000 Mt. . II, 1239, 1316, 1407, 1430, 1655, 1727, 1732, 1734, 1752, 1783, II 19 " II H " 1785, 1885, 1890, 1896 1908, 1987, 2054, 2160, 2185, 2194, 2229 Betr.: Abfuhr des Hauskehrichts. Bekanntmachung. Die mangelhafte Aufstellung der Kehrrichtgefäße insbesondere aber die Verwendung ungeeigneter Kehrichtbehälter( wie Holzkisten, Eimer und Kästen ohne Deckel) hat in vielen Fällen eine Verunreinigung des Straßengeländes zur Folge. Ferner muß es als Mißstand bes zeichnet werden, wenn Stundenlang nach ftattgehabter Leerung die Gefäße auf den Bürgersteigen stehen bleiben und den Verkehr hemmen. Wir haben die Schußmannschaft angewiesen, diesem Uebelstand ihre verschärfte Aufmerksamkeit zuzuwenden und alle Verstöße gegen die Bestimmungen des Art. 111 à 500 Mt. und 112 des Polz.-Str.-G.-B. und§ 366 9 und 10 R.-St.-G., die das Herausstellen der Gefäße auf die Straße 2c und die Verunreinigung von Drtsstraßen und öffentlichen Plägen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen. à 200 Mt. 2305, 2465, 2492, 2506, 2514, 2516 à 100 Mt. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einsendung dieser Schuldverschreibungen bei der Stadtkasse in Gießen, bei dem Bankhause Delbrück, Leo& Cie. zu Berlin und bei der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a.M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende 1907 aufhört. Gießen, den 17. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 2. November 1906 angeordnete Sperre der Aliceftraße zwischen Bahnhof- und Frankfurterstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 19. November 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die obere Klinikstraße von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 17. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Erste, älteste, grösste, verbreitetste Firma dieser Art Deutschlands. Telephon 540 Die weltbek Nähmaschinen- u. FahrradNebernahme sämtlicher Arbeiten bei Sterbefällen. Särge aller Art. 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Die einschlägigen Bestimmungen des Regulativs betreffend Reinhaltung der Straßen und öffentlichen Plätze bringen wir ferner nachstehend in Erinnerung: Abfuhr des Haustehrichts. 1. der städtische Abfuhrdienst erstreckt sich lediglich auf die Beseitigung des Hauskehrrichts und der häuslichen Abfälle; Stehrichtkasten und Gefäße, welche Bauschutt, Steine, gewerbliche Abfälle und dergleichen enthalten, werden seitens der Kehrmannschaft weder entleert noch deren Inhalt abgefahren. 2. Ebensowenig ist die Kehrmannschaft verpflichtet, ehrichtkasten oder Gefäße zu entleeren, welche den nachstehenden Bestimmungen, insbesondere denjenigen bezüglich des Fassungsraumes nicht entsprechen. 3. Gefäße zum Sammeln des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle müssen solide und dicht hergestellt und mit je zwei Handhaben versehen sein; dieselben dürfen das Maß von 60 cbdm Inhalt keinesfalls überschreiten. Das Muster eines Kehrichtkastens in Holz von Wasche mir 50X40 × 30 cm Größe fann auf dem Tiefbauamt einLUHNS Luhns Giebt schönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Freibant. Gefalzenes Stierfleisch 50 fg. gesehen werden. Gießen, den 12. November 1906. Brokh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Wekanntmachung. In der Zeit vom 10. bis 17. November 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Pelzkragen. verloren: 1 schwarzer Pelz, 1 Packet, enthaltend 4 blaue Kindermüßen, 1 goldene Brosche mit Perle und Rubin, Wert 20-25 Mark und 1 Herrenring mit braunem Stein und Silbereinlage. Der Empfangsberechtigte des gefundenen Gegentandes beliebe seinen Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 17. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. m ht It ie st er en ng die Stadt auf Kosten der anderen Grundbefizer. Dem Befißer eines Grundstücke, welches allein einen Bauplag nicht gibt, wird so viel von dem anliegenden zugeteilt, als zu einem Bauplag nötig ist und muß das zugeteilte eben falls mit dem oben angegebenen Preis von dem Erwerber bezahlt werden, oder es werden mehrere fleinere Grundstücke zusammengelegt und auf die betreffenden Befizer verteilt. Will der Besizer jedoch seinen Grundbesig nicht abgerundet haben, so wird derselbe zum selben Preis, wie feftg stellt, entschädigt und den Anliegern oder Erwerbern, sei es Stadt ober Anlieger, zu gleichem Preis zugeteilt. Dadurch kommt nt mand in Nachteil, aber auch der große Grundbesiger fann auf Kosten der Kleinen nicht bevorteilt werden. Diese Vor, teile sind in die Augen springend. Wie bei der Feldbereinigung werden den Grundbesigern die Straßen prozentual abgezogen und der Stadt gratis überlassen. Der Stadt werden dann alle Prozesse erspart, wie dieselbe schon so manche gehabt, durch das soviel schon angefochtene und auch ungerechte Verfahren des Straßenerwerbs von 1.12 Mf. pro Quadratmeter. In seiner Allgemeinheit liegt dann das Bild des Baublocks uns vor Augen, feine Bauspekulanten fönnen, wie von den Vorrednern bereits erwähnt, und es im Jahre 1896 2c. geschah, im dunklen fischen, und sich Vorteile verschaffen sondern nach gleichem Recht werden alle behandelt. Unsere Stadtverwaltung ist jedoch nicht befugt derartiges zu tun, sondern es gehört vor die Landstände. In Frankfurt besteht so dies Verfahren. Es ist die sogenannte Lex dickes, die von dem Frankfurter Oberbürgermeister vertreten wurde, von den preußischen Landständen genehmigt und vorerst in Frankfurt zur Probe angewendet werden soll. Sie hat sich trefflich bewährt für Algemeinheit, Stadt und Grundbesizer zugleich. - Die vorstehenden Ausführungen wurden lebhaft besprochen, besonders griffen Baurevisor Grünig und Kaufmann Nassauer in die Debatte ein, bis der Wunsch kundgegeben wurde, der Vorstand des Bürgervereins möchte in Verbindung mit Sachverständigen diese Frage für eine allgemeine Bürgerversammlung vorbereiten. Der Vorsigende, Kaufmann E. Horst, erklärte sich bereit, das nötige zu Darauf wurde die ausgezeichnet verlaufene veranlassen. Versammlung, die hoffentlich ihre Früchte tragen wird, geschlossen. Marktberichte. Gießen 20. Novbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter ver fb. 1.20-1 25 M., Sühnereter der Stüd 9-10 Pfa., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Pfb. 18-24 Bfg., Linsen per Pfd. 25-40 Bfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stüd 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stud 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse ber Pfd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 fg., Schweinefleisch per Pfd. 86-90 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 94 Pfg., Kalbfleisch ver Bfb. 84-90 Bfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Mt., 3wiebeln per 3tr. 4.00-5.00 Mr., Beiskraut 3tr. 2.20-2.50 Mt., per St. 08-12 Pfg., Aepfel ver Ctr. 15-24 Mt., Zwetschen per 3tr. 0.00-0.00 mt., Birnen per Ctr. 8-10 Mt., Nüffe 100 St. 30 Pfg. Milch der Liter 20 Bfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenftände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit m Umherziehen feilgeboten werden. Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 19. November 1906. Fletchpreise in Gießen 1½ kg 82-88 f. " " Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 87-90 m. 100-105 Pf. 70 60. 84-90 bo. 90-100 " Ochsen Kälber 1½ Schweine bo. Getreidepreise in Mannheim 19.00-00.00 M. 17.00-17.25" Weizen 100 kg Roggen do. Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 54 P. Schwarzbr. d. 50 P. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdiens Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwed 21. November. Teilweise heiter, trocken, etwas mäßige nördliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich für die Politik und den Insera Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, in Gießen. Jch fühle mich matt und elend. - Dies hört man fast täglich in Familient Die Ursache davon ist, daß der ganze Körper ma haft ernärt ist und im Blut die nötigen Bestand fehlen die roten Blutkörperchen, die unbedigt wendig sind, um sich frisch und träftig zu fü Infolgedessen ist es notwendig, ein Präparat u brauchen, um die so nötigen roten Blutkörperchen Blut zu erzeugen, was fein Präparat in dem imstande ist, wie Ferromanganin. Außerdem b Ferromanganin noch die hervorragende Gigeni alle Störungen des Magens und der Verdauung beseitigen und den Appetit zu fördern. Ferromanganin ist von Tansenden von Fami und Aerzten erprobt und ist unerreicht als S bildendes und kräftigendes Mittel.( Enthält: 0,5, Mangan 0,1( an Zucker gebunden), Stognal aromat. Bestandteile und Wasser.) Universitätsapotheke 3um goldn. Engel" in Gießen. Engel- Apothefe Frankfurt a. M.- Apotheke in H stein( Oberhessen) und Stern- Apotheke in Kassel. Geschäfts- Uebernahme. Einem verehrlichen Publikum von Giessen und Umgegend zeigen wir hiermit ergebenst an, dass wir[ die bisher von der Firma H. Kaiser& Co. zu Dülken am hiesigen Platze betriebenen Verkaufsgeschäfte in Kaffee, Tee, Tee, Schokolade, Biskuits und Zuckerwaren käuflich übernommen haben. Wir werden diese Verkaufs- Geschäfte, ebenso wie unsere übrigen Filialen, deren wir über 1000 in allen grösseren Städten Deutschlands und der Schweiz besitzen, getreu unserem Grundsatze: weiterführen. Grosser Umsatz, kleiner Nutzen Dieser geradezu riesige Umsatz setzt uns in die Lage, unserer verehrlichen Kundschaft zu bieten, was von unserer nach Vom Guten stets das Beste Millionen zählenden Kundschaft gern und freudig anerkannt wird. Als besondere Vergünstigung geben wir noch ohne Preisaufschlag bei unseren anerkannt vorzüglichen Qualitäten auf alle Waren( ausgenommen Kaffee unter Mk. 1.- das Pfund und Zucker) bis zu 5% Rabatt 5% Wir bitten um geneigten Zuspruch und empfehlen uns Hochachtungsvoll! Kaiser's Kaffee- Geschäft Eigene Kakao-, Schokolade-, Zucker- und BackwarenFabrik. G. m. b. H. Europas grösster Kaffee- Rösterei- Betrieb. Filialen in Giessen: Lindenplatz 5, Kirchenplatz 12. Fabriken in Viersen, Berlin, Breslau Heilbronn, Basel Beförderung vor allen andern änglich erlehre foll, muß selbstverständlici ung abgeschlossen und dem Publikum · durch eine Hoch- oder eine Nr. 267 Montag, den 19. November 1906