Erstes Blatt. Bares Geld ortiger Verdien ann! Kein Ka Laden noti eicht! Offert Annoncenexpe land, Lindau Rr. 193 baltion u.Haupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. empfer ilch- 5 & Co., Rade artes, rofiges Aussehen, Sant und the Schönen Teint g. bei: B. J. N , Adolf Bieler. che mi hns Samstag, den 18. August 1906 Gießener 15. Jahrgang £ Gratisbeilagen: Oberbeffifche Familienzeitung( und die Gießener Setfenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheijen Heimkehr. [ Politische Wochenschau.] Für einen großen Teil des Reichs find die Schulferien borüber, hat die Heimkehr der Reiselustigen begonnen. Die Mitte der großen Gerichtsferien hat die halbe Justizwelt von den Bergen und von der See zurüdberufen. Die Tagesarbeit wird neu aufgenommen, mit hergestellter Arbeitskraft, mit frischer Schaffensfreude. Das ist ein wichtiger Abschnitt im Jahre, auf manchen Gebieten von stärkerem Einfluß, als man glauben möchte. Die Begegnungen, manchmal ganz zu fälliger Art, gaben unerwartete Anregungen und wirken noch lange nach. Man dente nur an die Fürstenbegegnungen, die freilich nicht zufällig find, sondern weit voraus verabredet hönste Wäsche und abgemessen werden. Kaiser Wilhelm und König Eduard, die fich Jahre lang nicht gesehen, haben von der jüngsten Begegnung ficher einen starten Eindruck mitgenommen. Was die Fürsten verabredet haben, ob sie überhaupt zu einer bestimmten Abrede gekommen find, bleibt diplomatisches Geheimnis. Eicher aber ist, daß auch ohne alle Abrede in der vorherigen Spannung zwischen Deutschland und England ein weiteres Nachlassen eingetreten ist. Das ist ein Gewinn, MIT ROTBAN n. Jed. Los gewinn mögen u ewinn tritt zu amtl. an ein! Kein Risiko! aatl. angeordnet Mark monat eng reell! genügt 1. Hauptgewinne Treffer höher wie uf! Beitritt tägl! durch alleinige stelleChr.Humme Römerstrasse& ribant. und Morgen: iich 56 P ich 48 Big leif 50 Pi um Lemgo il Chinenbau-, Ziegle z-, Heizerschule kostenfrei, Beg Ferienkurse. Studien. Ing.- D ische Kl Gieken. ärter eptember tmädd Angen- Klin Gießen tmädche gesucht. al- Siedenau Gieken. öblierte mmer hne Penfion Smarditraße tändige fmann che Abende und E Bergütung An alleinstehende eine name. Ton Ehrenfad ter 10900 an Diefes Blattes erte dessen sich alle Teile freuen dürfen. Und der Gewinn erstreckt fich auch auf die nicht unmittelbar Beteiligten. Die Befcftigung des Friedensgedankens tommt aller Welt zugute, namentlich Europa. Griechenland und Bulgarien haben davon in erster Reihe Nutzen, vielleicht auch der Sultan, der allem Anschein nach den jüngsten Krankheitsfall gut überftanden hat. Die Wirkung über Europas Grenzen hinaus ist gering; in unseren Schutzgebieten bleibt fie ganz aus. Die afrikanischen Eingeborenen find nur weniger fernen Vorstellungen zugängig. Doch neigt sich ersichtlich die Aufstandsbewegung ihrem Ende zu. Oberst v. Deimling hat erklärt, daß ihm eigentlich nur Aufräumungsarbeit" übrig bleibe. Major Johannes glaubt, daß die noch zu leistende ,, Kleinarbeit" etwa ein Jahr in Anspruch nehmen werde. Kosten an Blut und Geld wird dieser Rest an Beruhigungstätigkeit noch genug beanspruchen. Inzwischen fehren die Reichsboten, die zu eigener Beobachtung der kolonialen Verhältnisse nach Afrika gegangen find, in die Heimat zurück, mit einer sicheren Unterlage für ihr Urteil und ihre Entschlüsse in folonialen Angelegenheiten ausgerüstet. Auf diesem Gebiet ist so manches aufklärungsbedürftig und vielleicht mehr noch ausbesserungsbedürftig. Der Leiter der Kolonialabteilung, Erbprinz Hohenlohe, will rücksichtslos Ordnung schaffen. In Rußland dauert der Kampf um die Macht fort. Kein Ulas ist imstande, die Revolution niederzuwerfen, denn der Erfolg des Utas hat zur Vorausseßung, daß der Ukas Gehorsam findet, und das Wesen der Revolution besteht wiederum in der Gehorsamsverweigerung gegenüber den geordneten Gewalten. In Lodz und Warschau hat es einen besonders heftigen Ausbruch gegeben. Die revolutionäre Partei hatte namentlich die Polizeiwachen zum Zielpunkt ihrer mörderischen Angriffe Die Repressalien gemacht. blieben nicht aus und trafen, wie das nicht selten auch sonst geschieht, ganz unbeteiligte und Unschuldige. An einem einzigen Tage sind auf solche Weise 240 Personen getötet worden. Das sagen die amtlichen russischen Berichte, die in solchen Dingen der Uebertreibung nicht verdächtig find. Das kann nicht das Ergebnis eines irgendwie regelrechten Kampfes sein, das ist das Ergebnis eines gegen Wehrlose gerichteten Gemezels. Die russische Revolution hat eine merkwürdige Wirkung in die Ferne gehabt: fie hat den Schah von Persien bestimmi, feinem Land eine Repräsentativverfassung zu geben. Das persische Parlament dürfte kaum zu höherem Alter fommen, als das Parlament, das vor 30 Jahren Sultan Abdul Hamid berief. Die Paschas wurden damals zur Opposition fommandiert. Doch sie ertrugen lieber stoisch die Bastonade, als daß sie sich zur Opposition bekannten. Die Bastonade ist ja nicht angenehm, aber die feidene Schnur" ist schlimmer, und die Paschas ließen sich nicht ausreden und nicht ausprügeln, daß ein Oppositionsversuch ihnen die seidene Schnur eintragen önnte. In Desterreich- Ungarn ist eine Art Gottesfrieden eingefehrt. Zwar lärmen die Politiker in beiden Reichshälften wie zuvor; doch die Staatsgeschäfte nehmen ihren Fortgang. Die Bewegung ging eben nicht in die Tiefe. Sie war wohl laut, aber sie hielt sich an der Oberfläche. Das ist nicht gerade heroisch doch läßt sich damit auskommen. - Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Bei einem zu Ehren des amerikanischen Ausstellungspräsidenten David R. Francis im Berliner Landesausstellungspark veranstalteten Festmahl äußerte fich Francis über die Verdienste Kaiser Wilhelms um die Ausstellung in St. Louis. Unterstaatssekretär Wermuth hatte ein Hoch auf den Bräsidenten Roosevelt ausgebracht. In seiner Erwiderung jagte Mr. Francis: Vor 3/2 Jahren sei er in Berlin vom Kaiser empfangen worden. Es sei zu einem Zeitpunkte gewesen, wo das Fernbleiben Deutschlands von der Ausstelluna deren Fehlschlag be= deutet haben würde. Nie werde er die ermutigenden Worte ver gessen, die der Kaiser an ihn gerichtet, und nie die Energie, mit der der Monarch für die Beteiligung Deutschlands eingetreten sei. In seinem an Erfahrungen reichen Leben habe er niemals einen Mann getroffen, dessen Persönlichkeit einen so tiefen Ein druck auf ihn gemacht habe wie der Deutsche Kaiser. Jezt hoffe er, zum zweiten Male vor den Kaiser hintreten zu können, um ihm den tiefen Dank der Stadt St. Louis auszusprechen. * Nach Berichten einiger angeblich eingeweihter Leute sollen Kaiser Wilhelm und König Eduard von England bei ihrer Zusammenkunft auf Schloß Friedrichshof in Anwesenheit des Sekretärs des englischen auswärtigen Amtes, Hardinge, und des Staatssekretärs von Tschirschfy bis zwei Uhr nachts dauernde Besprechungen gehabt haben. Ob und inwieweit diese Nachricht zutrifft, ist unkontrollierbar. Der englische Botschafter Lascelles bezeichnete das Resultat der Monarchenbegegnung in Cronberg im Sinne eines guten Einvernehmens zwischen beiden Völkern als einen bedeutenden Erfolg. * Wichtige politische Entscheidungen scheinen fich in Wilhelmshöhe vorzubereiten. Reichskanzler Fürst Bülow, der in Wilhelmshöhe eingetroffen ist, hielt dem Kaiser längere Zeit Vortrag. Der Reichskanzler wohnt im Schlosse, hatte eine längere Besprechung mit dem Chef des Civilkabinetts bon Lucanus und empfing den Staatssekretär von Tschirschky und den Chef der Reichskanzlei von Loebell. Fürst Bülow wurde von der Kaiserin in besonderer Audienz empfangen. * Wegen Verlegung der Amtsverschwiegenheit( Vergehen gegen den sogen. Arnimparagraphen) ist ein Strafverfahren gegen den früheren Kolonialdirektor Dr. Stübel und den Geh. Legationsrat v. König eröffnet worden und zwar weil Dr. Stübel im März d. J. dem Abgeordneten Roeren eine von Herrn v. König verfaßte Aufzeichnung aus den Aften des Auswärtigen Amtes übergeben hat. Türkei. ** Da den Meldungen fiber die wiederhergestellte Ge sundheit des Sultans wenig Glauben beigemessen wird, era hält sich die Frage der Thronfolge andauernd auf der Tagesordnung. Man erwartet ein Frade, durch welches eine endgiltige Entscheidung herbeigeführt wird und glaubt, daß der Sultan zu seinem Nachfolger den 21 jährigen Mehmed Burhan Eddin designieren wird, der gegenwärtig als Leutnant in der Flotte dient und seit langem für den LieblingsSohn des Sultans gilt. Der älteste Sohn des Sultans, Muhammed Selim, der jetzt 36 Jahre alt ist, dürfte für die Thronfolge nicht in Betracht kommen. Die Proflamierung Burhan Eddins würde jedenfalls große innere Verwicklungen im Gefolge haben. Afrika. ** Zwischen den feindlichen Stämmen Marokkos haben blutige Straßenkämpfe in Tanger stattgefunden. Als dort der neue Pascha der Stadt mit 500 Soldaten eintraf, tamen auch große Trupps Angheraleute, um ihm zu huldigen, zugleich aber auch Anhänger der Sippe Uladschott, die wegen zahl reicher Morde für vogelfrei erklärt ist. Ein Uladschott erschoß einen Soldaten, worauf eine Mezelei zwischen Angheras und Uladschotts begann, der erst die Truppen des Paschas ein Ende machten. Neun Angheras wurden erschossen und ihnen mad Bandessitte der Kopf abgeschnitten; ebenfalls fielen fünf Bobaten Raisulis und zwei Kaids der Paschatruppen. Viele ben verwundet und gefangen. Das energische Vorgehen Paschas stellte die Ruhe wieder her. Rufsland. ** Die Unruhen in Warschau dauern seit mehreren Tagen an und fordern täglich neue Opfer. Gestern wurde in der Vorstadt Wolowa vor eine Prozession von Pilgern eine Petarde geworfen. Von einer vorbeimarschierenden Militärabteilung wurde hierauf in der Richtung auf die Prozession geschossen, wobei zehn Personen verwundet wurden. ** Wie früher, benutzen die Revolutionäre die Verwirrung im Lande wieder zu Raubzügen und Ueberfällen. In Odessa überfielen sieben Anarchisten den Eisenbahnkassierer und nahmen ihm 5500 Rubel weg. Sie flüchteten dann und warfen unter die sie verfolgenden Polizisten eine Bombe, durch die ein Polizist getötet und ein anderer verwundet wurde. Es gelang jedoch, drei der Anarchisten zu verhaften. Bei Kostroma plünderten Bauern die Sommerwohnungen und mißhandelten die Insassen. Der aus der Schweiz wegen Beraubung der Moskauer Kreditgesellschaft ausgelieferte Bjelenzow sprang auf der Fahrt nach Moskau aus dem Zuge und entfam. Alien. - ** Die Gewährung der Verfassung für Persien gestaltet fich zu einer anhaltenden Festlichkeit im Lande. Die infolge der eingetretenen Beruhigung nach Teheran zurückkehrende Geistlichkeit wurde mit Jubel empfangen. Die Stadt ist bereits den fünften Tag illuminiert, alle Unzufriedenen haben die englische Gesandtschaft, wo sie sich zwei Wochen aufgehalten haben, verlassen. Der Gesundheitszustand des Schahs hat sich verschlechtert. - Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 17. August. Reichskanzler Fürst Bülow hat an die Witwe des verstorbenen bayerischen Finanzministers v. Riedel ein herzliches Beileidstelegramm gesandt. London, 17. August. Im Zusammenhang mit den an gekündigten Reduktionen des Heeresbudgets sollen die Herbst. manöver eingeschränkt werden und mehrere militärische Bildungsanstalten eingehen. Paris, 17. Auguft. Der französische Botschafter in Petersburg hat eine Studienreise angetreten, um zu beurteilen, inwieweit durch die Ruhestörungen die Interessen der in Rußland ansässigen Franzosen geschädigt worden sind. Konstantinopel, 17. August. Die Pforte protestiert in einer sehr energischen Note an die Botschafter gegen die bulgarien Greuel und erklärt, daß sie nicht mehr indifferent bleiben und solche Gewalttaten nicht dulden könne. Konstantinopel, 17. August. Der Sultan ist beim heutigen Selamlik erschienen. Er sah recht leidend aus, sodaß die Befürchtungen wegen des zu erwartenden Thron wechsels noch immer nicht ganz zerstreut sind. Washington, 16. Auguft. Die republikanische Partei von Illinois hat den Präsidenten des Repräsentantenhauses Joseph G. Cannon als Kandidaten für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten aufgestellt. Newyork, 17. August. In Havanna ist ein Komplott zur Ermordung des Präsidenten Palma von Cuba entdeckt worden. Die Führer der Revolutionspartei werden streng überwacht. * Dof und Gefellschaft. Ein Besuch des Königs von Dänemark in Berlin steht bevor. Kaiser Wilhelm soll nach dänischen Blättern den König von Dänemark eingeladen haben, im Laufe des Herbstes nach Deutschland zu kommen. Wie bestimmt verlautet, beabsichtigt König Frederit, dieser Einladung im Oktober Folge zu geben. * König Haakon von Norwegen wird im September in Berlin zum Besuche Kaiser Wilhelms eintreffen und sich von dort nach London begeben. * ** Der in Marienbad eingetroffene König von England erschien[ gestern morgen zum erstenmale auf der Promenade am Kreuzbrunnen. Er sah sehr wohl aus und befundete seine Freude, wieder in Marienbad zu sein. Deer und flotte. " Unredlicher Zahlmeister. Eine Untersuchung wegen Unterschlagung von 7000 Mark Schiffsgeldern ist gegen den früheren Oberzahlmeister Linse des Linienschiffs Weißenburg" eingeleitet worden. Der Verhaftete wurde zunächst zur Beobachtung seines Geisteszustandes einer Frrenanstalt überwiesen. Die Spielhölle in Dieuze. ( Sonder- Bericht.) § Landan, den 17. Auguft. Die alte Festungsstadt Landau, die Metropole des pfälzischen Weinhandels, bildet heute den Schauplatz der ersten jener Gerichtsverhandlungen, die im Anschluß adie jüngs durch die deutsche Presse gegangenen Enthüllunge über das Leben und Treiben einer ganzen Anzahl Angehöriger der ersten Kreise Bayerns in München und anderen Städten noch werden verhandelt werden. Die nach Bekanntwerden des Selbst mordversuches des Grafen Preysing angestellten Ermittelungen ergaben, daß Graf Preyfing von dem im 3. Chevaurleger- Regiment in Dieuze stehenden Leutnant Kuri Mühe veranlaßt worden war, fich an einem Quecksilberberg. werk in Toskana zu beteiligen. In München gelangten die Schiebungen des Rittmeisters Frh. v. Horn zur Kenntnis der Deffentlichkeit und die von Landau aus in Dieuze betriebene Untersuchung förderte das Bestehen einer förmlichen Spiel. hölle zu Tage. Dieuze ist ein fleines, etwa 6000 Einwohner zählendes Garnisonstädtchen an der französischen Grenze, nahe bei Avricourt. Viele junge Offiziere wurden Finanziell ruiniert, so auch Kurt Mühe, der dann zu ungesetzlichen Mitteln seine Zuflucht nahm. Unter der Vorspiegelung er habe einen reichen Onkel, der alles bezahlen werde, machte er Spielschulden auf Spielschulden und gewann auch einige Kameraden, die Bürgschaft für ihn leisteten. Wegen dieser und anderer unlauteren Manöver hat sich nun Leutnant Kurt Mühe vor dem Kriegsgericht der 3. Divis fon zu verantworten. Die Verhandlung, die heute früh punkt 8 Uhr begann, findet im geräumigen Saale des neuen Bezirks- KommandoGebäudes statt. Den Vorsitz führt Oberstleutnant Fuchs. Verhandlungsführer ist Kriegsgerichtsrat Menschel, während Kriegsgerichtsrat Ott die Anklage vertritt. Dem Angeklagten wurde Rechtsanwalt Haud- Landau als Verteidiger zur Seite gestellt. Leutnant Mühe wurde hurz vor 8 Uhr aus dem ihm in der Kaserne des 18. Infanterieregiments eingecäumten Zimmer in den Sizungssaal geführt. Mühe, der in der schmucken Uniform seines Regiments erscheint, trägt nach moderner Art einen furz geschorenen Schnurrbart, die Figur ist die eines degenerierten Lebemannes. Als militärischer Verteidiger ist Oberleutnant Meuth anwesend. Geladen find 8 Zeugen, darunter die Schwester des Angeklagten und Herzog Ludwig von Bayern, der Sohn des Herzogs Karl Theodor in Bayern. Der Zuhörerraum ist überfüllt. X 11 Es folgt die Vernehmung des Angeklagten Mühe, der auf einem Stuhl gegenüber dem Richtertisch Platz genommen hat. Mühe, der am 1. Dezember 1883 in München als Sohn eines Lazarettinspektors geboren ist, war zuerst Fahnenjunker beim 3. Bataillon des Leibregiments und wurde dann Fähn rich. Seit dem 1. März 1905 ist er Leutnant beim 3. Chevaurleger- Regiment in Dieuze. Vom Verhandlungsführer aufgefordert, sich allgemein zur Anflage zu äußern, erklärt Mühe, daß er nicht die Absicht gehabt habe, das Vermögen des Herzogs Ludwig zu schädigen, sondern daß er das, was er gesagt habe, aufrecht erhalte und sich keiner Schuld bewußt sei. Die Tatsachen, die zur Anflage stehen, leugnet er nicht, bestreitet aber bewußt die Unwahrheit gesagt zu haben. Verhandlungsführer Kriegsgerichtsrat Menschel erörtert die mißlichen Vermögensvers hältnisse des Angeklagten. Der Angeklagte ist infolge seines flotten Lebens in eine schlechte finanzielle Lage geraten und brauchte, wie er sich selbst ausdrückte, um seine Schulden zu tilgen, eine geringe Summe, etwa 20 000 m., die er durch Wechsel aufnehmen wollte. Der Angeklagte erzählt, daß ihm schließlich die Verhält nisse über den Kopf gewachsen seien und er vollständig die Kontrolle verloren hatte. Er gab Wechsel einfach in Blanto aus, und die Geldagenten füllten dann die Summe aus. Der Angeklagte erklärt dann weiter, daß er gehofft habe, seine Eltern und Verwandten würden ihm aushelfen. Er habe einen reichen Onkel gehabt, der ihm immer versprochen habe, zu helfen. Außerdem hatte er die Absicht, sich zu verheiraten. Verhandlungsführer: Das kommt in zweiter Linie. Hat sich Herzog Ludwig Ihnen gegenüber sofort bereit erklärt, das Geld zu geben? Der Angeklagte bejaht diese Frage. Der Herzog habe gesagt, wenn kein anderer ihm helfe, werde er es tun. Als Sicherheit für seine Verpflichtungen will der Angeklagte eine reiche Heirat angesehen haben. Es ist aber nichts daraus geworden, weil Mühe die Dame für nicht reich genug hielt. - Sodann werden die Geldgeschäfte des Angeklagten mit den Geldagenten verhandelt. Mühe hat, nachdem Herzog Ludwig die Bürgschaft geleistet hatte, 40 000 Mark bei einem Geldagenten in München aufgenommen. Verhandlungsführer: Wieviel haben Sie in Wirklichkeit von dem Geldagenten erhalten? Angeklagter: Etwa 31 000 Mart, davon habe ich dem Leutnant Bogel etwa 5000 Mark abgetreten. Der Angeklagte erzählt dann, daß sein Onkel bereits 80 Jahre und seine tranfe Tante 79 Jahre alt sei und daß er deshalb auf eine baldige Erbschaft rechnen konnte. Leutnant Mühe geriet wenige Wochen später, nachdem er die 31 000 Mart bekommen hatte, abermals in große Geldschwierigkeiten und wandte sich abermals an Herzog Ludwig in einem Briefe, in dem es hieß: Ich habe ein neues Anliegen, aber ich fann Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, daß die andere Angelegenheit für Sie erledigt ist." Die Anklage sieht hierin einen Betrugsversuch, da die andere Angelegen= heit, d. h. die 40 000 Mark noch nicht bezahlt waren. Der Angeklagte fand dann Aufnahme in einem Münchener Krankenhaus. Da der erste Schuldschein in Höhe von 40 000 Mark, für den Herzog Ludwig Bürgschaft geleistet hatte, nicht eingelöst wurde, kam die ganze Angel.genheit zur Kenntnis des Herzogs Karl Theodor von Bayern, der seinerseits den Reichsrat v. Auer in das Münchener Krankenhaus zum Leutnant Mühe schickte, um sich wegen der Beteiligung seines Sohnes an der Geldaffäre zu erkundigen. Am Tage vorher war aber bereits Prinz Ludwig bei Mühe im Krankenhause gewesen und hatte ihn gebeten, nichts zu verraten. Als deshalb Reichsrat v. Auer im Krankenhause vorsprach, erklärte Mühe, daß Herzog Ludwig an der ganzen Sache nicht beteiligt sei. Die falschen dienstlichen Meldungen sollen dadurch ge= schehen sein, daß der Angeklagte vor dem Ehrenrat über die Höhe der Schulden falsche Angaben gemacht hatte. Der Angeklagte erklärt, daß er das nicht als falsche Dienstmeldung aufgefaßt habe. Damit ist die Vernehmung des Angeklagten beendet und es beginnt die Zeugenvernehmung. Unter großer Spannung wird Herzog Ludwig Wilhelm von Bayern als Zeuge aufgerufen. Er hat zweimal für Leutnant Mühe Bürgschaft geleistet und sagt darüber folgendes aus: Im zweiten Drittel des Monats März 1905 fam Leutnant ühe zu mir und bat mich, einen Schuldschein über 5000 M. zu unterschreiben. Ich weigerte mich anfangs, cher Mühe sagte dann, ich würde keine Unannehmlichkeiten haben und auch nicht zur Zahlung herangezogen werden. Als Sicherheit gab er mir an, 1. daß sein Vater sehr bermögend sei, 2. daß sein Onkel sehr reich sei und er eine reiche Erbschaft antreten würde und 3. daß er vor einer Heirat stände; einen Wechsel hätte ich nicht unterschrieben, neil ich mit Wechseln nichts zu tun haben will. Mühe sagte anir, ich brauche nur einen Schuldschein ausfüllen; das habe ich denn auch getan. Herzog Ludwig erzählt dann weiter die Begebnisse in ähnlicher Weise, wie es der Angeflagte getan hat. - Beuge Bogel- Ingolstadt gibt zu, daß er mit Mühe zusammen in der ersten Zeit Geldgeschäfte gemacht habe. Er selbst bekam aber nur sehr wenig Geld, das meiste bekam immer Mühe. Zeuge Rechtsanwalt Damm- München wurde von dem Angeklagten mit der Regulierung der Vermögensberhältnisse betraut. Er führt aus, daß die Bürgschaft des Herzogs nicht auf eine bestimmte Summe lautete, sondern allgemein in Blanko gegeben war. Ueber die Vermögensverhältnisse des Onkels des Angeklagten sagt Zeuge, daß auf die Familie des Angeklagten etwa 2 bis 300 000 Mark entfallen werden. Außerdem hat der Vater des Angeklagten auf dem Bureau des Zeugen schriftlich niedergelegt, daß die Familie Mühe auf die Erbschaft des alten Onkels zu Gunsten des geschädigten Herzogs Ludwig Verzicht leisten wolle. Zeuge Konkursverwalter Banmeister- Dieuze hat die Konkursmasse des Angeklagten verwaltet. Der Angeklagte habe sämtliche Forderungen bestritten. Hierauf tritt die Mittagspause ein. In der Nachmittagssitzung wird die Zeugenvernehmung fortgesetzt. Es handelt sich hauptsächlich um die Feststellung, ob der Onkel des Leutnants Mühe wirklich als reicher Erbonfel anzusehen ist. Die Zeugenaussagen lauten schlecht für Mühe. Dem Herzog Ludwig Wilhelm von Bayern wurde seine Aussage zur Unterschrift vorgelegt. Nachdem die Unterschrift geleistet war, wurde die Beweisaufnahme geschlossen und es begannen die Plaidoyers. Nab und fern. † Für 70000 Mark Schmetterlinge und Käfer hat der Angestellte einer Berliner Naturalienhandlung, namens Fastl entwendet und an seinen Vater nach Teplitz gesandt. Fastl, der in dem Berliner Institut die Abteilung für Schmetter linge mehrere Jahre hindurch selbständig leitete, genoß das unbeschränkte Vertrauen seines Chefs. Erst als F. seine Stellung fündigte, ohne Grund zu haben, wurde der Chef mißtrauisch. Scharfe Beobachtungen ergaben, daß wertvolle Sammlungen im Werte von ungefähr 70 000 M. fehlten. Ganze Kästen waren vollständig ausgeräumt. Es bestand kein Zweifel darüber, daß Fastl Unterschleife in großem Maßstabe be gangen habe, um sich später auf Kosten seines Chefs selbsttändig zu machen. Fastl wurde in seiner Wohnung verhaftet. Gleichzeitig wurde die Polizei in Teplitz- Schönau ersucht, die Sammlung beim Vater des Fastl, der Antiquitätenhändler ist, zu beschlagnahmen, was auch geschah. † Ein geheimnisvolles Verbrechen. Bei Nürnberg wurde in einer Bahnunterführung die Arbeiterin Therese Ehrensberger erschossen aufgefunden. Ein Selbstmord ist ausgeschiossen. Der Geliebte des Mädchens, der Bäckergehilfe Beorg Pfaff, der zuletzt mit dem Mädchen gesehen wurde und seitdem vermißt wird, ist dringend verdächtig, die Ehrensberger erschossen zu haben, weil sie auf den elterlichen Wunsch das Liebesverhältnis lösen wollte. † Große Feuersbrünste sind gegenwärtig an der Tagesordnung. Aus verschiedenen Gegenden werden Brände gemeldet, die erheblichen Schaden an Eigentum und Menschenleben anrichteten. Es liegen folgende Meldungen vor: Königsberg, 17. August. In Deutsch- Wilten, Kreis Friedland, brannten acht Wohnhäuser und sieben Wirtschaftsgebäude nieder. Ortelsburg, 17. August. Ein großer Brand zerstörte in Willamowen fünf Wohn- und elf Wirtschaftsgebäude, wobei große Erntevorräte vernichtet wurden. Allenstein, 17. August. In Schmolainen brannten fünf Häuser ab. Ein vierjähriges Kind kam in den Flammen um. Raesfeld, 17. Auguft. Durch Blitzschlag wurde hier das Haus der Elkanschen Eheleute angezündet, während diese die Feier ihrer goldenen Hochzeit begingen. 25 Personen wurden betäubt und leicht verlegt. Das Haus brannte vollständig ab. Mailand, 17. August. Jm russischen Pavillon der Ausstellung wurde nachts ein Feuer noch rechtzeitig im Entstehen bemerkt und unterdrückt. Das Komitee leugnet, daß Brandstiftung vorliege. † Gesuchte Verbrecher. Die Polizei fahndet auf den Sekretär Gustav Fabora aus Budapest, der nach D.ebstahl und Unterschlagung von 24 000 kronen flüchtig geworden ist. Der Schwindler führt auf den Namen Kaspar Kondor und Josef Imre lautende Legitimationspapiere bei sich. Für die Ergreifung Faboras und Wiedererlangung des größten Teils des Geldes find 1000 Kronen Belohnung ausgesetzt. Gesucht werden auch die nach Ausführung eines größeren Gelddiebstahls in Nürnberg verschwundenen Schlosser Josef Bucat und Karl Segina. Beide sprechen nur gebrochen deutsch. Bunte Tages- Chronik. " Kiel, 17. August. Das Hamburger Leichterfahrzeug Minna Kiehn" sank im Nordostseetanal infolge Zusammenstoßes mit dem Dampfer Post". Der Kanal war durch den Unfall gänzlich gesperrt; man hofft aber die Fahrbahn als= bald wieder freimachen zu können. Swinemünde, 17. August. Im hiesigen Herrenbade ertrank gestern der Probst Markwardt aus Bromberg. Frankfurt a. M., 17. August. In Niedertiefenbach erhängte sich der Kassierer des Raiffeisenvereins, weil seine Verhaftung wegen begangener Unregelmäßigkeiten bevorstand. Wernigerode, 17. August. Zwischen Blankenburg, Heimburg und hier wird eine direkte Bahnverbindung geplant. In Blankenburg ist bereits ein Grundstück zur Bahnhofsanlage erworben worden. Lüttich, 17. August. In Hamut hat eine 70 jährige Frau statt Mehl Rattengift in einen Eierkuchen gemischt. Zwei Personen, die davon aßen, find gestorben, mehrere andere gefährlich erkrankt. Der Landwirt. Dg. Der 22. Deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag, der in Oldenburg stattfindet, wurde durch den Generalanwalt, Geh. Regierungsrat Haas- Darmstadt, eröffnet. Aus dem Jahresbericht ist zu ersehen, daß der Reichsverband die größte wirtschaftliche Organisation der Welt ist, denn ihm gehören etwa 1750 000 deutsche Genossenschaftler an. Der Geschäftsumsatz ist von 105 000 Mark im Jahre 1882, dem Jahre der Gründung, auf 879 000 im Jahre 1905 gestiegen. Im Jahre 1882 wurden 17 landwirtschaftliche Konsumvereine errichtet, am 1. Juli 1906 bestanden 25 500 Genossenschaften, von diesen sind 20 128 ländliche Genossenschaften. Stärker noch als die äußere Ausbreitung war das Wachstum der Geschäftstätigkeit innerhalb der geschäftlichen Zentralstellen des Reichsverbandes. Sämtliche Zentralkassen des Reichsverbandes hatten im Jahre 1905 einen Gesamtumsatz von 3728 Millionen Mark( gegen 3115 Millionen Mark im Vorjahre). Die Summe der an die Genossen ausgezahlten Gelder betrug 444 Millionen Mark( gegen 356 Millionen Mark im VorJahre); die Summe der von den Genossen eingezahlten Gelder 424 Millionen Mark( gegen 355 Millionen Mark im Vorjahre). Das gesamte Betriebskapital der Zentralfassen betrug Ende 1905 259 Millionen Mart. Hierunter befand sich eigenes Betriebskapital in Höhe von 22,9 Millionen Mark, weiter Einlagen der Genossenschaften in Höhe von 176 Millionen Mark. Einer der nächsten Punkte der reichhaltigen Tagesordnung betraf die Organisation des genossenschaftlichen Viehabsages", hierüber referierte Landesökonomierat JohanssenHannover. Bei dieser Gelegenheit fam auch der vorjährige Fleischnotrummel" zur Besprechung, und wurde hierzu vom Referenten und in der Debatte übereinstimmend geäußert, daß die Deffnung der Grenzen, die nahe genug war, ein ,, nationales Unglück" bedeutet hätte. Zum Schluß des ersten Verhandlungstages wurde noch über die Organisation des Buttermarktes lebhaft debattiert und eine Resolution einstimmig angenommen. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein Millionenprozeß wurde vor dem Frankentaler Landgericht verhandelt. Vor einigen Jahren verkaufte der Weingutsbesizer André in Haardt den drei Söhnen des Fabrikanten Zimmer in Heidelberg bzw. Livorno einen auf der Insel Elba gelegenen Mckrmorbruch. Der Kaufpreis betrug 2 500 000 M. Anbezahlt wurden 1 500 000 Mart. Der Rest sollte mit je einem Jahreswechsel von 500 000 Mark beglichen werden. Noch vor Fälligwerden des ersten Wechsels suchten die Brüder Zimmer den Verkäufer zu bewegen, den Steinbruch zurüd zunehmen. Sie behaupteten, das Objekt sei bei weitem nicht so viel wert, als der Kaufpreis ausmache. André, der in zwischen die beiden Wechsel- mit bedeutendem Nachlaß an das Bankhaus Kugel& Cie. in Zürich zediert hatte, lehnte die Zurücknahme ab und ließ es zum Prozeß kommen. Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus, dagegen hat das Gericht in dem Wechselprozeß des Züricher Bankhauses gegen die Brüder Zimmer der erste Wechsel ist inzwischen protestiert worden Urteil erlassen. Die Brüder Zimmer wurden zur Einlösung verurteilt. Standesamt- Ra Am 6. Auguft. Sohn, Abolf;& Softer, Johanna Ma Sohn, Rarl Wilhelm; ofter, Margot Ma Sohn, Ludwig § Soldaten als Totschläger. Bei einer Schlägerei in ft Bogt ein Sohn, Hohensalza zwischen Zivil- und Militärpersonen wurde ein der Julius Philipp öffentliches Mädchen namens Klimkewitsch durch mehrere Ludwig Bogelhöfer Säbelstiche so schwer verletzt, daß sie an den erlittenen Ver briftine; Wirt Wilh legungen starb. Das Kriegsgericht der 4. Division in Hohenfabeth; Fuhrunter salza verurteilte die Täter, die Musketiere bezw. Spielleute riftian Emil; 15. vom 140. Inf.- Regt. Kanning, Weitenhagen, Könnecke und Schwennecke wegen Körperverlegung mit Todeserfolg zu längeren Gefängnisstrafen. Das Urteil lautete gegen Kanning, der von den Angeklagten allein ein offenes Geständnis abge legt hatte, auf drei Jahre drei Monat neun Tage Gefängnis, gegen Schwennecke auf drei Jahre Gefängnis, gegen Witten hagen auf zwei Jahre, neun Monate, drei Tage Gefängnis enrich Am 8. Auguft. Criedorf mit Luife Raufmann dahier mi und gegen könnecke auf neun Monate, drei Tage Gefängnis bannes Karl We Hus dem Gerichtsfaal. § Ein alter Bekannter, der aus dem Leckardt- Lizow Tausch- Prozesse bekannte Freiherr v. Lüzow, war wegen ver. schiedener Unredlichkeiten, die er sich in seiner früheren Eigen schaft als Geschäftsführer der bekannten Kropper Anstalten hatte zu schulden kommen lassen, von der Straflammer in Hamburg zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nachdem die hiergegen eingelegte Revision vom Reichsgericht berworfen worden war, richtete v. 2. ein Gnadengesuch an den Hamburger Senat. Dieses ist jetzt abschlägig beschieden worden, so daß die Strafe rechtskräftig geworden ist. == Vermischtes. Wieviel Waffer braucht Berlin? Der Tegeler See aus welchem bisher das für Berlin nötige Wasser entnommen wurde, wird mehr und mehr verunreinigt. Man hat sich nach Ersatz umgesehen und die Wasserwerke am Müggelsee liefern täglich schon 150 000 Rubifmeter Brunnenwasser. Ab 1907 er hält Berlin gar kein Seewasser, sondern nur noch Grund Broßer, geb. Reil, in Fall Arzt in Semel Th Veta Die unterm 8. Mordanlage zwische Gießen, den 1 Großh wasser und zwar darf man nach Vollendung aller drei Schöpf. kamit aufgehoben. stellen im Bedarfsfalle auf eine tägliche Zufuhr von 290 000 Rubikmetern( 90 000 Kubikmeter von Tegel und 200 000 Rubik meter vom Müggelsee) rechnen. Die gegenwärtige Länge des Berliner Stadtrohrnezes entspricht der Entfernung von Königsberg i. Pr. nach Köln. = - Die Nürnberger Jubiläumsausstellung scheint das Schicksal aller modernen Ausstellungen zu teilen, ausgenommen bie Düsseldorfer fie wird mit einem Fehlbetrage schließen Natürlich ist es zurzeit nicht möglich, irgend welche Zahlen zu nennen, da noch etwa zehn Wochen bis zum Schlusse ver gehen werden. In gewissem Grade kann man das schlechte Wetter für das ungünstige Ergebnis mitverantwortlich machen; in höherem Grade tragen jedoch offenfundige Fehler der Ausstellungsleitung, die Schuld an dem finanziellen Wiserfolg. Die Umstände lagen für den Besuch von aus wärts außerordentlich günstig, aber das Gros der Be völkerung ist nicht oft in der Lage, das teure Eintrittsgeld nufzubringen und das teure Bier zu trinken, das durch schlechtes Einschänken noch stark verteuert wird. Ohne das massenhafte Zuströmen der bloßen Vergnügungs- oder Er holungsbesucher wird aber heutzutage eine Ausstellung moderner und fünstlerischer Anlage und Ausstattung nicht so leicht günstig abzuschließen vermögen. = Post mortem. Schrieb da vor einigen Tagen jemand einen Brief an seinen Freund, der nach Rochefort sur- Mer abgereist war. Einige Tage später befam er den Brief zurück mit dem postalischen Vermerk:„ Adressat ver weigert die Annahme weil = verstorben!" Eine niedliche Hundegeschichte wird vom Oberrhein berichtet. In der Nähe von Sasbach stürzte ein braves ,, Schnauzerl" von einem Laftfahn in den Rhein. Seelen cuhig schroamm er ans Ufer und wartete auf den nächsten talwärts fahrenden Schiffszug. Als am folgenden Tage ein neuer Schiffszug bergwärts fuhr, begrüßte Schnauzi ihn schon von weitem mit Freudengebell und Luftsprüngen. Mehrmal versuchte er, sich in den Strom zu stürzen, um schwimmend das Schiff zu erreichen. Die Schiffer, gerührt ob dieser Hundetreue, stoppten, eine Schaluppe wurde ausgesetzt und Schnauzi zu seiner großen Freude auf die Julie" herüber geholt, wo er sich alsbald heimisch fühlte. - + Was soll man trinken? Diese Frage wird, wie es - wie scheint, in diesem Jahre noch lange aktuell" bleiben es der Zeitungsmann nennt. Die Sonne sendet ihre Strahlengarben Tag für Tag hernieder, als hätte sie vergessen, daß wir mehr als die Hälfte des Monats August hinter uns haben; fie erhitzt unsere Haut und trocknet unsere Bunge, so daß wir uns unausgesezt in dem seligen Stadium des unlöschbaren Durstes befinden. Was soll man nun bei der Sitze, was soll man nun bei der Hize trinken? Bier oder Wein? Erstens ist dieser Trank nicht billig und darum nicht jedermann zugänglich. Außerdem macht er uns schlaff und bringt gastrische Beschwerden. Auch die sogenannten alkoholfreien Getränke sind nicht viel wert; mit ihrem fadsüßlichen Geschmack stillen sie nur wenig und auch ihre Wirkungen auf den Magen sind nicht einwandfrei. Was nun tun? Hier der Rat eines Praftitus in furzen Säßen: Man meide in heißer Jahreszeit die Speisen und Getränke, die erhizen und Durst machen und die ganze Frage ist gelöst! Welche Speisen verursachen Durst? Alle heißen Speisen, ferner fette Suppen und Saucen, scharfe und salzige Nahrungs mittel und Vorsicht, meine Damen!- Konfekte, Konditor fuchen und ähnliche Süßigkeiten des Lebens. Was aber genießen? Hier ein Menu: Frisches Gemüse und Salat, reises Obst und saure Milch. Diese Nahrungsmittel er frischen und nähren zugleich, denn neben wertvollen Kraftstoffen enthalten sie auch aromatische Geschmacksstoffe, Außerdem find sie in Stadt und Land erreichbar, für Arm und Reich erschwingbar. Wer diese Regeln befolgt, sich leicht kleidet und für gute Hautpflege sorgt( Baden!) wird selten Durst verspüren. Und stellt sich der Durst dennoch hin und wieder cin, so genügen einige Schluck Wasser zu seiner Befriedigung Auch das ist ja leicht erreichbar und- billig. Befar In der Zeit bom tiger Stadt funden: 2 Porter und 1 gold Die Empfangsbe ande belieben ihre machen. Gießen, den 1 Großh. Berkauf von Li Die Stadt Gieße Mittwoch, den 22 Großherzoglic gene Baupläge an traße bon rund Intend bersteigern. Gießen, den S Großh. Bi Adler- Kakao, Chem B einbruch zuri bei weitem ni André, der Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Eheschließungen. Am 11. Auguft. Julius Graefer, Bäcker dahier mit Elisabeth Beinhauer hierselbst. Philipp Brück, Fabritarbeiter Am 6. Auguft. Dem Hausburschen Ludwig Schomber dahier mit Marie Kloos in Hausen. 13. Heinrich Müller, Seborene. tommen. Sohn, Adolf; 8. Eisendreher Heinrich Müller eine Taglöhner dahier mit Karoline Müller hierselbst. Wilhelm Dem Nachla ert hatte, leb 3, dagegen ter, Johanna Marie; 9. Lackierer Heinrich Konrad ein Brüder Zim hter, Margot Margare'e; Wegemeifter Louis Hagener Ehn, Karl Wilhelm; 10. Kaufmann Heinrich Schott eine cher Banthane el ift ingi Schlägerei Sohn, Ludwig Erich Valentin! 12. Privatbozenten Smft Vogt ein Sohn, Werner Hans Ernst Bernhard; UhrBurt, Fuhrmann dahier mit Margarete Borschbach, geb. Trost hierselbst. 14. Gustav Rosenberger, Prokurist dahier mit Rosa Mendelsohn hierselbst. mit Rosa Mendelsohn hierselbst. 16. Friedrich Wagner, Buchhalter in Lich mit Luise Waag hierselbst. Heinrich Großhaus 3., Fuhrmann dahier mit Christiane Droß nen wurde her Julius Philipp ein Sohn, Adolf; 13. Fabritarbeiter hierselbst. durch mehre Ludwig Vogelhöfer eine Tochter, Gertrud Wilhelmine vifion in Hobe ifabeth; Fuhrunternehmer August Mary ein Sohn, erlittenen Chriftine; Wirt Wilhelm Schmied eine Tochter, Elsa Julie bezt. Spielle Chriftian Emil; 15. Fuhrmann Wilhelm Deibel ein Sohn, Könnede Todeserfolg gegen Kannin Beständnis ab Tage Gefängne gegen Witte rich. Aufgebote. Am 8. Auguft. Friedrich Grimm, Kaufmann in Sriedorf mit Luise Dico é bahter. 10. Karl Benner, Saufmann dahier mit Elisabethe Hartmann hierfelbft. 13. Gestorbene. des Buchhalters Georg Sdüz dahier. 15. Heinrich Peppler, 1 Mt. alt, Sohn des Gastwirts Karl Peppler dahier. Karl Schuck, 4 Jahre alt, Sohn des Kasernenwärters Wilhelm Schuck dahier. Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Am 9. August. Elisabethe Appel, 2 Jahre alt, Tochter des Taglöhners Philipp Appel dahier. Karl Ruhl, 21 Jahre alt, Kaufmann dahier. 12. Magarete Müller, geb. Thörner, 52 Jahre alt, Ehefrau des Institutsdieners Heinrich Müller dahier. Anna Marie Hahn, 27 Tage alt, Tochter des Hilfswagenwärters Wilhelm Hahn dahier. 13. Karl Heinrich Josef Wittich, 8 Mte. alt, Sohn des Kaufmanns August Wittich dahier. Heinrich Huhn, 49 Jahre alt, Juwelier bahter. Hans Ilgner, 1 Mt. alt, Sohn des Kunstgärtners 14. Walter Henkel, 1 Mt. alt, Marie Sohn des Taglöhners Ludwig Henkel dahier. Magdalene Schüß, geb. Schlemminger, 47 Jahre alt, Ehefrau Tage Gefängn Sohannes Karl Wagner, Taglöhner dahter mit Marie Oswald Ilgner dahier. Tage Gefäng Ledardt Lützo Großer, geb. Reil, in Steinbach. 16. Dr. Ernst Langenbach, praft. Arzt in Hemsbach mit Martha Moll dahier. war wegen be früheren Eigen copper Anstalt Straflammer rurteilt worde Om Reichsgeridt Bnadengejuch a lägig beidhiede den ist. Thomasmehl Stern Marke Neuralgie, Gesichtsschmerzen. Kein Mittel bringt so schnelle Linderung und Heilung als Dr. Nays Nervol. Einige Löffel voll genügen, um Erfolg zu erzielen. Enthält: Kaliforn. Haferertrakt 50, Fenchel 20, Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianertraft 20, Glyzerin 30, Zucker 30, Bromfalium, Bromnatrium, Bromammonium je 10) zu haben in Apotheken. Bei Einkäufen wollen unsere verehrlichen Abonnenten und Leser sich der in unseren Zeitungen inserierenden Firmen erinnern und auf und beziehen. Zur Herbstbestellung ist der billigste und bewährteste Phosphorsäuredünger Man achte auf die Schutzmarke! Thomasphosphat- Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung. BERLIN W. 35. Wegen Offerte wende man sich an die bekannten Verkaufsstellen oder direkt an die vorgenannte Firma. Vor minderwertiger Ware wird dringend gewarnt. Der Tegeler G affer entnomme T AL Man hat fich nat Müggelfee Liefe er. Ab 1907 Bekanntmachung. Die unterm 8. August 1906 angeordnete Sperre der r noch Grim Rordaulage zwischen Steinstraße und Neustadt wird Grun aller drei Schö hiermit aufgehoben. thr von 290 000 200 000 Subi ärtige Länge de Entfernung bo ng scheint da en, ausgenomma Gießen, den 17. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. In der Zeit vom 3. bis 11. August 1906 wurde in betrage schließeriefiger Stadt dwelche Bahn gefunden: 2 Portemonnaies mit Inhalt, 1 Peitsche um Schluffe ve wortlich machen und i goldene Brosche. Sie finden Käufer oder Teilhaber für jede Art hiesiger oder auswärtiger Geschäfte, Fabriken, Grundstücke, Güter und Gewerbebetriebe rasch u. verschwiegen ohne Provision, da kein Agent, durch 94 Köln a/ Rh. E Kommen Nachf. Kreuzgasse 8, 1. Verlangen Sie kostenfreien Besuch zwecks Besichtigung und Rückan das schlec Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegensprache. fände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend fundige Fehle dem finanziell zu machen. Besuch von aus Gießen, den 18. August 1906. Gros der ure Eintrittsge nten, das du Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. wird. Ohne Verkauf von Bauplähen an der gungs- oder eine Ausstellu stattung nicht Licherstraße. Die Stadt Gießen läßt: einigen Top Mittwoch, den 22. August, nachmittags 3 Uhr Infolge der, auf meine Kosten, In 900 Zeitungen erscheinenden Inserate bin stets mit ca. 2500 kapltalkräftigen Reflektanten aus ganz Deutschland und Nachbarstaaten in Verbindung, daher meine enormen Erfolge, glänzenden und zahlrelchen Anerkennungen. Altes Unternehmen m. elgenen Bureaux in Dresden, Leipzig, Hannover, Köln a/ Rh. und Karlsruhe( Baden). 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Nach § 3 der Stiftungsurkunde fönnen zur Bewerbung nur zugelassen werden: a) Personen, die während des Feldzuges 1870-71 im Militärverhältnis gestanden haben, und b) Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß sie einer derartigen Unterstützung würdig und bedürftig sind und vom Tage der Bewerbung ab rückwärts gerechnet mindestens zwei Jahre ununterbrochen in Gießen gewohnt haben. Bewerbungen find bis zum 30. September d. Js. im Bürgermeistereigebäude, Zimmer Nr. 15, schriftlich oder mündlich einzureichen unter Vorlage der die Erfüllung der Bedingungen nachweisenden Papiere. Gießen, den 16. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Georgi. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen an hiesige, bedürftige, unbescholtene, im Witwenstand lebende Bürger und Witwen von Bürgern zu verteilen. Anmeldungen hierzu fönnen bis zum 31. 1. Mts. auf dem Armenamt, NeuenBäue 25, Zimmer Nr. 2 erfolgen. Gießen, den 16. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen J. V.: Georgt. Der Vorstand. Arbeiter gesucht Schillerstraße 18, Gießen. Schöne möblierte Zimmer Darlehn auf Möbel, Wirtschaft usw. gibt Selbstgeber ohne unnötige mit oder ohne Pension zu verVorauszahlung. Unger, Berlin, mieten. Gubener Straße 46. Rückporto. Gießen, Bismarckstraße Nr. 17. Arbeitsvergebung. Mann ist sich schon längst klar darüber, dass man im Warenhaus von J. Jttmann alles haben kann. Manche Frau weiss heute sehr genau, dass sie die Garderobe für sich, den Mann Pr. 193 ballon Saupte Fern und Kinder 25 sowie Möbel, Betten, Polsterwaren, Kleiderstoffe, Wäsche etc. mit kleinster Anzahlung und bequemster Abzahlung bei J. Jttmann erhält. Die meisten sind sich deshalb heute schon darüber einig und wählen zu ihren Einkäufen nur eine Firma, die durch langjähriges Bestehen den Beweiss für Leistungsfähigkeit, Koulanz und Reellität erbracht hat. Dies ist die Firma J. Jttmann Giessen Plockstr. 14-16 Plockstr. 14-16 Verkauf auch gegen Bar. Jeder neue Käufer, der diese Annonce vorzeigt, bekommt Mk. 1.- auf den Kaufbetrag vergütet. Arbeitsvergebung. Die bei Errichtung einer neuen Küchenanlage am Kurhaus vorkommenden Arbeiten werden hiermit auf Grund des Ministerialer Eclasses vom 16. Juni 1898 öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung kommen: Treppenstufen aus Basaltlava 2c. Die Glaserarbeiten zum Renbau des Stadt. 1. Steinhanerarbeit, ca. 6 cbm Werksteine, ca. 8,4 cbm theaters in Gießen bestehend aus rund 417 qm Eichenholzfenstern mit Beschlag und Verglasung sollen im 2. Zimmerarbeit, ca. 28 cm Tannenholz, 140 qm Dad ganzen oder geteilt in 4 Losen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. schalung 2c. 3. Trägerlieferung, ca. 9000 kg schmiedeeiserne Träger Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen, Beding: 4. Grobschlofferarbeit. ungen und Angebotsbogen liegen im Bureau des Architekten H. Meyer, Westanlage 6 dahier, zur 5. Dachdeckerarbeit, ca. 670 qm Schieferdeckung 2c. Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis 6. Spenglerarbeit, ca. 160 qm Zinkdeckung, Stand fandel, 70 m Abfallrohre 2c. erhoben werden. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am 7. Blizableiteranlage. Mittwoch, den 29. August 1906, vorm. 11 Uhr, 8. Glaferarbeit, ca. 167 qm Fenster, 225 qm Verglasung mit entsprechender Aufschrift versehen, portofret an uns des Küchendaches, 170 qm Glaswände 2c. einzureichen. Gießen, den 17. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am Dienstag, den 11. September 1906, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimer Stallungen find in der Nähe des Herrn Hoflohakutscher Huhn- Gießen wenden. Vergebung von Glaserarbeit. Marktes ausreichend vorbanden, wegen berselben wolle man fich an Die zur Anbringung von 8 äußeren Vorfenstern in den Arbeitssälen des chemischen Laboratoriums zu Gießen nötige Glaserarbeit, ca. 43 qm, wird hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen fönnen in unserem AmtsIokal eingesehen, Angebotsformulare dorther gegen Selbstfostenpreis bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin Mittwoch, den 29. Angust 1906, nachw. 5 Uhr Zuschlagsfrist 14 Tage. einzureichen. - Gießen, den 17. August 1906. Großherzogliches Hochbauamt. J. V.: Heyer. Für die Prämmiterung des besten Pferdematerials stehen 1670 Mt. zur Verfügung. Der Prämiierungsplan ist von Herrn Weinhändler August Schwan zu Gießen zu beziehen. Die Preisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz und zurück. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem MarktplayAm 12. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltung- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mr. ist dem Herrn Richard Buchacker Gießen übertragen. Gießen, den 25. Juli 1906. Die städtische Pferdemarkt- Kommission: Jean Kirch. 9. Weißbinderarbeit, ca. 3200 qm Wandputz, ca. 880 Deckenputz 2c. Zeichnungen und Bedingungen können auf unserm Amtszimmer( Usastraße) eingesehen werden; daselbt werden Arbeitsbeschreibungen zum Selbstkostenpreis d gegeben; Versandt nach auswärts findet nicht statt. 2n gebote sind verschlossen und portofrei bis längstens Samstag, den 1. September, vorm. 10 Uhr bei der unterzeichneten Behörde abzugeben, worauf sof deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerte erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage. Bad Nauheim, 15. August 1906. Baubehörde für die Neubauten. Io st. Wunderbar leichte Entbindung verschafft nachweislich Frau Prof. Mathilde Schmidt's ,, Frauentrost" bei Wohlbef. v. Mutter u. Kind. Segen f. d. Frauenwelt!! Schönste Anerkenn. Berlin, Kottbuserstr. 13. Ausverkauf sämtlicher Waren zu billigen Preisen Fr. Müller jr. Giessen. Enthält a Seitere Blätter „ Wieviel hat ziehen fie den bur tragen haben. Ga bon Kehlen fchallt Dr ES Ber Dem Und der Ei eigentlich nicht zu zeit als„ Reserve" dem Einjährigen feinen Dienst verri teil, man holt g zieht ihn, der imm bie Strafpredigt, aufzuhängen. We und damit das gangene Tage rüc haben, daß eine auch voll heiterer Goldatenspielen eb der den Fahneneid Mir wenigster Lage unserer Dien um den verschieden famen wir uns me bor. Unser ganzer hatten, verblich, al Unteroffizier der K der ärztlichen Unt leidung nebst den besser zu Mute. S fchlagend auf uns atmeten, andere M lehren, oder besser die Stimmung lof den neuen Montur jagt ,,, leen Doge wenig nach Maß E ansehen, als mit lange, bis wir uns leisteten, waren mindesten äußerlic innerlich noch nic Mensch eingebild meine Beine gel Der Sergeant, d erziehende Fuchte Ich lernte jezt wie ein militar meiner früheren wachsenen Mann Anochen hatte, glauben, daß ich trumm fein fann. nach den ersten S nicht mehr; ich fa Lage borbel war, beim Bier fag. worden. Wenn gegangen wäre, leinen Dienst un bon uns herbeig ein neuer Tag tiefer in die E brangen, bis Soldatenfchmette gingen. Wer be golfen und am meister, ist noch Den zweijährigen grobten schon du unjerm Trofte fo noch trummer in Carl Tchriftlich und Verka Vermögen Dachlasso ungen, T Neustadt 41. ungen, b Geschäfts