Nr. 244 terbobition: Wiehen, Gelterwe Breuire enfia sz. 369. Mittwoch, den 17. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang Conttobetingen: Oberbeffiche Familienseitung g und die Gießener Cetferblaton( wöchentlich). Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) nabhängige Tageszeitung ( Gießener Beitung) für Oberbeffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umacbuna. Gathält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großb. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Bolizeiamtes Gießen und anderer Behörden now Charkoisen Das Neueste. Der Kaiser wohnte gestern der Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals in Bonn bei. Dem Reichstag wird eine Novelle zur Krankenversicherung zugehen. Fürst Bülow ist wieder in Berlin eingetroffen. Der Statthalter von Elsaß- Lothringen genehmigte die vom Prinzen Hohenlohe eingereichte Demission. In Lodz streifen 17 000 Arbeiter. Darmstadt. Das Kriegsgericht der 25. Division verurteilte den Musketier Peter Müller 7. Komp. 168 Inf.Reg. aus Hähnlein, welcher am 9. Sept. in Seeheim den Musketier Faust aus Ingelheim in der Nähe von Eberstadt erftach, zu 12 Jahren und 6 Monaten Zuchthaus und Entfernung aus dem Heere. Kassel. Der Kassierer des Transportarbeiterverbandes Bohnert wurde wegen Unterschlagung von Verbandsgeldern zu sechs Wochen Gefängnis und Tragung der Kosten verurteilt. Berlin. Auf dem Zentral- Viehhof brach unter den großen Beständen inländischer Schweine die Maul- und Klauenseuche aus. Papiernes Gift. Was ist Schundliteratur?- Papiernes Gift. Die Frage der Schundliteratur ist gegenwärtig wieder auf dem Kongreß deutscher Sittlichkeitsvereine angeschnitten worden. Es gibt eine Literatur, die verwüstende, vergiftende Wirkungen ausübt, deren Verfasser und Verleger das auch wissen. Die Literatur der Unzucht, die darauf ausgeht, Leser zu gewinnen, auf die Gefahr hin, diese Leser zu verderben. Nicht einmal vor der Heiligkeit der Jugend heilig, weil die Jugend die Zukunft des Menschengeschlechts ist— macht fie Halt. Unreifen Knaben werden schlüpfrige Schilderungen und Bilder vor Augen geführt, die die Phantasie gefangen nehmen und auf Abwege leiten. Kinder werden mit Dingen bekannt gemacht und in ihren Gedanken damit beschäftigt, - die sie noch garnicht kennen und jedenfalls so nicht kennen lernen sollten. Es unterliegt keinem Zweifel, daß eine solche Literatur schmählich ist, daß Scharde und Strafe verdient, wer an ihrer Hervorbringung und Verbreitung sich beteiligt. Damit ist noch nicht gesagt, daß man gegen die Teilnehmer an diesem schimpflichen Unfug auch den Strafrichter anrufen soll. Diese Frage ist ga zu schwierig. Literarische Gaben, die in den rechten Händen unschädlich, vielleicht sogar belehrend und nicht ohne inneren Wert sind, werden zum Gift erst dadurch, daß sie in die Hände von Personen kommen, die nur für das Ueble Empfänglichkeit und Verständnis befizzen. Was der reife Mann mit Nußen lesen maa. ist für Giessener Latern. Nachdruck verboten Verschiedene Geschmäcker. Doa hätte merr ezt endlich emol e Schtick von unserm neue Bahnhofsgebäude feierlichst eme geehr de Bubligum zur gefällige Benutzung von ere tiddelierte Eiseboahverwaldung iwwergewwe! Allerdings e Schtick Darwett, awwer da deför isses aach en Bahnhof im romanische Schdiel unn der kost' Gäld unn net ze winf. Awwer der Eiseboahfiffegus hotts joa dezzu unn wersch lang hott, läßts lang henge. Doa fonnt merr lezzthin e wonnerbar Beschreiwung von dem neue Bahnhofs gebäude lese, wodrina iwwerzeugend doargedhan versucht worde is, dem Bubligum dic Aage zu effne, wäi malerisch, wät schee, wäi zweckmeeßig doas All eingericht wer unn wammersch net met eigene Aage geseh' so glaabt mersch aach. Doadrenn sinn die Geschmäcker ganz verschiede; der ahne behaabt so wäi doa geschriwwe ftann, der anner maant, doas Bahnhofsgebäude wer weider goar nir, als wäi e schdark vergreeßerd Ausgoab von dem groad gejeimmer errichtete Mausoleum,' s moag awwer na sei wäi's will, e schdark Endäuschung woarsch awwer doch fersch liewe Bubligum, als es eidrede wollt en die„ dheuere Halle" una aach emol de Woardsaal befchdige wollt unn fonnt net, ewe so wenig den heranwachsenden Knaben eine übel bekömmliche geistige Speise. Das Gift ist also nicht immer in der Darbietung selbst enthalten, sondern es wird erst wirksam gemacht durch die Person dessen, der die Gabe entgegennimmt. Andererseits ist auch nicht zu verkennen, daß es literarische Erzeugnisse gibt, die von vornherein auf Vergiftung auchen, die gar teinen anderen Daseinszweck haben, als den, Bergiftung zu verbreiten. Ließe sich eine gesetzgeberische Formel finden, nach der man nur diese Buben treffen würde, die von dem Mißbrauch der Schreibfähigkeit und der Erfindung Gutenbergs leben, so würde nicht der geringste Widerspruch gegen den Erlaß eines Gesetzes mit schwersten Strafandrohungen laut werden. Nicht selten kommt es auch vor, daß eine literarische Produktion wesentlich dadurch schlimmere Wirfungen ausübt, daß sie nicht gelesen wird. Wir getrauen uns zu behaupten, daß Nietzsche nicht entfernt so viele Berwirrung in so vielen Köpfen angerichtet hätte, wenn nicht die große Zahl der hohlschädligen Schwäßer gewesen wäre, die Niezsche förmlich, ausschlachteten", ohne ihn zu verstehen, die Nietzsches Schlagworte in Entstellung ihres Sinnes den richtigen Sinn hatten sie selbst nicht erfaßt- verbreiteten. Wenn der Philosoph, um einen ihm eigenen Gedanken deutlicher hervorzuheben und stärker zu betonen, ein übertreibendes Wort im Bild gebraucht, so ist die Nebertreibung nur Mittel zu dem Zweck, die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu lenken. Der Kundige versteht das und macht die nötigen Abzüge, um auf die wahre Meinung und Absicht des Denters zu kommen. Der oberflächliche Schwätzer aber, der weder Willen noch Fähigkeit hat, ein ernstes Gedankenwerk zu ergründen, nimmt die Uebertreibung buchstäblich, fieht in ihr den Zweck, und spizt in der Verbreitung die Uebertreibung noch mehr zu. Er gibt einen Auszug, und dieser Auszug besteht, seiner Charakter- und Verstandesanlage gemäß, nach seinem Sensationshunger, im besten Fall in einer getreuen Sammlung aller übertreibenden Worte und Bilder. Es tommt manchmal auch noch schlimmer: er übertreibt die Uebertreibungen, er überherodest den Herodes, um mit Hamlet zu reden. Hier wird das Gift, das nicht in der ursprünglichen literarischen Gabe lag, gewissermaßen erst durch den Mittelsmann bereitet und eingeschmuggelt. Hier ist der Mittelsmann, der literarische Makler, der eigentliche Giftmischer. Db und wie man dem entgegentreten könnte, ist eine überaus schwierige Frage. Der Rat, daß man überall selbst an die Quellen gehen soll, ist unausführbar. Dazu haben die wenigsten unter uns Zeit und Neigung, auch nicht die nötige Vorbildung. Man kann ein sehr braver und sogar ein sehr gebildeter Mann sein, ohne daß man die Werke der Tagesphilosophen gelesen hat. Die literarischen Makler aber, auf die wir angewiesen find, haben durchaus nicht alle gerechten Anspruch darauf ,,, ehrliche Makler" zu heißen! Die Literatur fann übrigens herzlich schlecht und ges schmackverderbend, verflachend, direkt verblödend sein, ohne wäi die Herrn Schdammgäst, dät seid Joahr unn Doag gewehnt woorn, do owe ehrn Dämmerschoppe ze drinke; es set dann, daß se en Nickel an de heilige Eiseboahnfissegus vorher entrichd hätte. Die Schdammgäst hawwe ehrm Schmerz iwwer doas unvermudhede Woardesaalberschbercniß in eme elegische Gedicht Ausdruck gegewe, doas iwwrige, woardsaalbesuchende Bubligum verhält sich bis jeg noch ziemlich reserviert unn schweihd schdill. Bedauernswerdh isses awwer doch, doaß es es so schwer gemacht is, eme Iteme Freund oder eme dheure Angeheerige des Geleid an die Bahn zwar net, awwer bis en Woardsaal, allwo merr för gewehnlich sich noch e Dippche odder mehrere gewwe ließ. Der neue Bahnhofsrestauradhör wörd von dere Neuerung in dem neu erbaute Bahnhof net sehr erbaut sei, dann err wörd bei dem hohe Pacht unn de niedrige Preise schon e Hoar drinn finne. Verschiede sein aach die Geschmäcker in de Behannelungsweis der Zeidunge. Doas hott merr do erscht ferzlich gesehe, wät e erdra Magistradssigung eiberufe worde is. An annere Bläß dhud merr die Press noch ebbes eftimiern, wäi's sich's von wege ehre große Bedeudung försch öffentliche Lawe aach geheert, awwer häi, doa braach merr de Zeidunge net von so ere Ertrafizung Kenntniß ze gewwe. Unn doch hammer e Masse schdädtische Bedienstete, dät immer unnerwegs sinn und fennte rächt gud so e Dagesordnung in e Druckerei brenge, se dheede sich, waas Gott! kaan Buckel droa schleppe, unn doch scheint merr uff'm Scdadthaus gvar net ze wisse, doaß aach die Zeidungsredaktione Telefonanschluß befize dhun; also, Enschuldigunge werrn faa aagenomme! Awer halt! ahner von de Press toll joa doch bet dere erdraane Sigung zegege gewese sei unn söllt der vielleicht e ganz besonnersch Huld von owe genieße? Wer kann's wisse! daß sie gerade in der oben erwähnten Richtung schädlich wirkte. Gerade in neuerer Zeit haben kundige Männer wahrgenommen, daß sich jetzt erwachsene Menschen an Geschichten erfreuen, die früher einem reiseren Knaben faum genügt haben würden. Dede Detektivgeschichten ohne Wiz, billige Wizzblätter ohne Geist, seichter Abhub verschollener Indianererzählungen machen die geistige Nahrung ungezählter Tausende aus. Wie kann hier geholfen werden? Das Mittel ist un schwer anzugeben nur gibt es feine Apotheke, in der man das Mittel bestellen könnte: Man schaffe gute Bücher, die auch billig zu kaufen find, und die schlechten werden die Konkurrenz nicht aushalten tönnen. Der Kaifer im Rheinland. Die Festtage in der Rheinprovinz haben am Dienstag mit der Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals in Bonn ihren Höhepunkt erreicht. Die Anwesenheit des Kaisers und des Prinzen August, der nunmehr die Universität Bonn bezieht, gab der Feier ein besonderes Gepräge, und veranlaßte einen womöglich noch stärkeren Andrang des Publikums aus Bonn und den umliegenden Orten nach dem Festplate. Der Kaiser war bereits Montag abend in Bonn eins getroffen und im Palais des Prinzen zu Schaumburg abgestiegen. Auf dem Bahnhofe hatten sich Prinz und Prinzessin zu Schaumburg, Prinz August Wilhelm von Preußen und Prinz Moritz zu Schaumburg, Oberbürgermeister Spiritus und das Korps Borussia in corpore eingefunden. In den mit Fahnen festlich geschmückten Straßen wogte eine große Menschenmenge auf und ab. Einen besonderen Schmud hatte der Kaiserplaz erhalten, auf dem Dienstag die Ents hüllung des vom Bildhauer Harro Magnussen modellierten Kaiser Wilhelm Denkmals stattfand. Das Denkmal wird von einer Gruppe ehemaliger Bonner Studenten geschenkt. Am Plaz zum Eingang erhoben sich zwei in Weiß gehaltene Obelisken. Durch Berbindung derselben mit Girlanden wurde eine wirkungsvolle Ehrenpforte geschaffen. Von dieser bis zu den am Denkmal errichteten beiden Tribünen und dem Kaiserpavillon erhoben sich zu beiden Seiten des Plates große und fleine Flaggenstangen, die durch Girlanden mit einander verbunden waren. Ein hervorragendes Stück der Dekorations funst war der Kaiserpavillon, ein Rundbau, dessen Kuppel von acht mächtigen Säulen getragen wird. Der Enthüllung des Denkmals wohnten der Kaiser, Prinz August und die übrigen Fürstlichkeiten sowie die Spizen der Garnison und Behörden bei. Nach dem Vortrag des Rebbertschen Chors: Heil Kaiser und Reich" durch die vereinigten Männergesangvereine hielt Oberbürgermeister Spiritua eine Ansprache, die mit einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser endigte. Die Musit spielte die Nationalhymne, Währenddessen fiel die Hülle des Denkmals, das den Kaiser Wilhelm I. zu Fuß in Marmor auf einem rötlich abgetönter Weil die Geschmäcker so oarg verschiede finn, deshalb hawwe merr aach in Gieße so ziemlich alles woaß merr unner die Rubrik„ Verschiedenes" nenne fann. Doa woar neulich emol en Mann, der in aller Herrgottsfrih verreise mußt, unn zwar en ricksichtsvoller unn liewenswördiger Mann, der sei Frau abselud net schdörn wollte wegen em bische Kafao unn deshalb dhad er sich enschließe, sich selbst e Daß von dem Zeuck in die Reih ze moache. Wäi errn dann glicklich im Koche hatt, do wollt errn aach e bissi berfieße unu doa die Zuckerdos leer woar, so holt err sich aus de nor meeßig vom Gang aus erleuchde Kich die Dutt mit'm gestoßene Zucker und schmeißt so zwaa Beffelcher davon en den Kakao. Beim Ecumcihen word awwer das Zeuck so dicklich unn wäi ersch versucht, dann schmeckt errsch ehrscht, daß statt'm Schdreuzucker, deß Griesmähl errberwischt hatt. Der Mann hott sich vorgenomine, morgens frih met mer ze berreise, dann in Folge von dem Verkommniß mußt er sich frische Kakao foche unn dann glicklich de Zug versäume. Der Griesmehlfafao is awwer noch e besser Fudder, wäi doas, woas gejewärdig verwendt wird bet der von de Schdadt Gieße arraschierde großardige Kattebergifdung. Wann se nor gud ausfällt unn wann's nor net so gibt, wäi seinerzeit im Kreis Offebac) mit de Roawevergifdung; doa iß e Masse Geld för doas mit Strichnien dorchdrängde Flaasch ausgewwe worde unn deß iwwerraschende Resuldoad raschende Resuldoad woar: Siwwe dode Roawe unn drei werdhvolle Joagdhond, sowie en Bernhardiener! Doa woarn ewe aach die Geschmäcker ganz verschiede. Briefkasten der„ Latern." Willi H. hier. Nicht Osmus sondern Asmus hieß der s. 3t. von Gießen nach Amerika ausgewanderte Verfasser des„ Skizze Bichelche." 6. 38. FREE ir st er 111 ent ng m. Barges Erwartung. Duprat," zischte der, ihn am Arm ein Stenfch hier" padend und fich fcheu umsehend. Duprat foeben war Was? Wie?" fuhr jener zurück. bier lennen And meinen Kindern erhalten bleiben soll." ober ableugnen solle. ber vernichtet werden muß, wenn ich Ihnen per benn nur?" fragte Duprat, noch unschlüssig, nach dem Haus herüberblickte; er war also hier." aus dem Gitter fommen, indem ich zufällig von weitem Mein Todfeind!" Allmächtiger ob er be Ja, aber Bichte Stwold, Wer? Duprat er! Sein Signalement?" nicht ganz unverbächtig schien." er. „ Das war er! Sein wahrer Name tut Wenn er sich Riston nennt, so ist das genügend." traf nur mit ſeinen eigenen Wünschen wherein bg her Salich um einen Plan zur Ermordung Ristons auszufinnen. Diese gab dasjenige Ristons. weiteren Viertelstunde begab fich Duprat auf sein Zimmer, aber ich werde Ihnen auch den eines späteren Tages nennen. nickte beifällig. Nun ist fein gweifel mehr möglich," sagte momentan nichts zur Sache; Der Kommerzienrat Nach einer Das war Bedenten hinmeg Geld des Alten. am Orte verraten. brohung des gleichen Schicksals. hört, wird er sich eher ruhig verhalten, als seine Gegenwart aber der ist ein Schleicher und Feigling, und wenn er etwas wo die Schlüssel zu den Bureaus zu finden sind, und auch das er nicht gutwillig mit, so zwinge ich ihn dazu, unter Anblutgetränkten Messer vor Duprats Bett zu gelangen. Geht Word begehen und habe nur wenige Schritte, um mit bem So fommen wir auch über dieses lette 8war soll Jonas im Vorzimmer schlafen, Er wird am besten wissen, Empfehlung eines schon an der Wiedererreichung verzweifeln, als ich eines Tages ganz unerwartet Freundes bin hri erlangen. Lange Zeit hatte ich feinen Erfolg und begann liche Existenz zu sorgen und suchte wieder Beschäftigung zu mich, daß es doch besser wäre, auch wieder fitr meine leibs beeinflußte mich so, daß ich einige Wochen fast nur an fie benkenb verbrachte. Die Beit verging aber und ich erinnerte Diese Mitteilung passenden Postens zu auf die Sprach, mir file immer treu zu bleiben. eines Sodel darstellt; oer Sockel setzt sich rechts und links in Ballustraden fort. Geheimrat Dr. Jacobi, der derzeitige Neftor der Universität, übernahm dann das Denkmai mit einer Ansprache, welche in dem Wunsche gipfelte, daß der Ausblick zu dem Bilde des Einigers Deutschlands alle fommendea Geschlechter deutscher Musensöhne an das seal der Vaterlandsliebe id Königstreue gemahnen möge. Die Feier schloß mit dem Gesang ,, Deutschland, Deutschland über alles". Oberbürgermer Spiritus, Bildhauer Magnussen und andere beteiligte Herren wurden durch Drden ausgezeichnet. Der Raiser begab sich nach Abnahme der Parade über die EhrenTompagnien ins Palais zurück. Sein Aufenthalt in Bonn ist auf drei Tage bemessen. Der Montag te ber Aniser, mie angekündigt. der Vers mählung von Fraulein Berta Krupp in Essen mit dem Legationsrat Dr. von Bohlen- Halbach beigewohnt, der aus diesem Anlaß die Berechtigung zur Führung des Namens Krupp von Bohlen und Halbach verliehen erhielt. Kaiser tielt bei der Hochzeitstafel eine bedeutsame Ansprache, in der er die Jugend darauf hinwies, daß die Pflicht über dem Recht stehe und die Bestrebungen, das eigene Ich" in den Mittelpunkt der Ereignisse zu stellen, pflichtwidrig seien. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Der Reichskanzler hat die umgehende Einreichung der Aften zum Fall Fischer vom Gerichtsherrn der GardeKavalleriedivision erbeten. Der Ehrenrat der Stabsoffiziere des Gardekorps wurde mit dem Verfahren gegen den Major Fischer beauftragt. Das Strafverfahren gegen Major Fischer, der verschiedener Vergehen in der Tippelskirch- Affaire be schuldigt wurde, ist bekanntlich eingestellt worden. F * Am 28. Oftober erfolgt der Anschluß der preußischen Staatsbahu au das russische Eisenbahnues. An diesem Tage wird der an der Strecke Ostrowo- Skalmierzyce gelegene Bahnhof erster Klasse Skalmierzyce in Betrieb genommen. Früher berlehrten die preußischen Wagen mur bis an die Grenze, worauf die Ueberführung der Güter und Personen auf das breitere Spurgeleise der russischen Bahnen mühsam erfolgte. Jetzt werden die preußischen Züge direkt bis auf den russischen Bahnhof fahren. * Dof und Gefellschaft. Wie in Bückeburg verlautet, wird der Kaiser Anfang Dezember zum Besuche des fürstlich bückeburgischen Hofes dort eintreffen. Ein vorheriger Besuch des Kaisers beim Detmolder Hofe ist nicht in Aussicht genommen. * Eine sehr beachtenswerte Verfügung hat der preußische Minister des Innern gegen die überhandnehmende Denunziationswut erlassen. Alle Polizeibehörden werden angewiesen, in Zukunft auf allen polizeilichen Strafverfügungen Name, Stand und Wohnort des Anzeigenden, sowie die genaue Begründung der angezeigten Verfehlung zu vermerken. Offenbar sollen die Denunzianten dadurch zu größerer Vorsicht angehalten werden. ** * Der König von Sachsen ist gestern über Hamburg in Curhaben eingetroffen und hat an Bord des neuen Doppelschraubendampfers König Friedrich August dessen Probefahrt nach Helgoland mitgemacht. Der Dampfer hizte die Königsstandarte, während Fori Grimmerhoeru Salut feuerte. Soziales Leben. - X Die Lohnbewegung im Kohlenbergbau. Der bergbauliche Verein in Essen gibt bekannt, daß die Beantwortung der von der Siebenerkommission an den Verein gerichteten Forderungen erst in der auf den 22. Oftober anberaumten Vorstandssitzung erfolgen werde. Die Bergarbeiter der sächsischen Kohlenreviere haben fich der vom Ruhrrevier aus eingeleiteten Lohnbewegung angeschlossen. Die Hauptpunkte ihrer Forderungen sind Erhöhung des Schichtlohnes um 15 Prozent und dementsprechend ein Gedinge, Aufhebung der Bergsperre und Beseitigung der getrennten Gedinge. Antwort wird bis zum 25. Oktober verlangt. Versammlungen finden fortgesezt in allen Bergrevieren statt. * Die in Berlin abgehaltene Generalversammlung des Bundes der Jndustriellen hat ihre Arbeiten beendet. Die Versammlung nahm zu der Frage der Angestelltenversicherung eine Resolution an, die in der Durchführung einer möglichst weitgehenden Bersicherung der Briratangestellten den folge= richtigen Ausbau der sozialen Gerechtigkeit sieht. Der Bund beschließt bei dem gegenwärtigen Stand der Sache, seine Zustimmung zu der geplanten staatlichen Versicherung von der weiteren Entwickelung der auf diesem Gebiete mit der Selbsthilfe gemachten Erfahrungen abhängig zu machen. Als lezter Punkt der Tagesordnung wird ein Beschluß betr. der Streilversicherung beraten. Die Versammlung stimmte der Gründung einer Streitversicherungskasse. zu, insbesondere für Norddeutschland und diejenigen Industriellen, die den Anschluß an einen bestehenden Fach- oder Lokalverband zum Ersatz von Streitschäden nicht haben finden können, und beauftragte den Bundesvorstand, Grundlagen dafür auszuarbeiten. Rufeland. X Schifferstreit auf der Elbe. An allen bedeutenden Plägen der Elbschiffahrt treten die Arbeiter in die Ausstands. bewegung. Die organisierten Elbschiffer in Magdeburg haben die Arbeit eingestellt. In Dresden haben die Bootsleute und Heizer sämtlicher Schleppschiffahrtsgesellschaften, welche den Frachtverkehr von Hamburg bis nach Böhmen besorgen, ihren Dienst niedergelegt, sodaß der Betrieb ins Stocken geraten ist. Auch in Hamburg ist ein Teil der Binnenschiffer in den Streif eingetreten. ** In Kiem tagt gegenwärtig der Kongreß des„ Verbandes russischer Leute". Die Zahl der Teilnehmer beträgt 500. Der Kongreß richtete an den Kaiser ein Telegramm, in welchem er erklärt, daß die Selbstherrschaft das einzige Unterpfand für die Festigkeit des russischen Reiches und für das Wohlergehen der Untertanen sei. In einem Telegramm an Stolypin betont der Kongreß, die Einführung des Standrechts und das Verbot der Beteiligung von Staatsbeamten an den Parteien der Opposition diene den russischen Leuten" zum Beweise, daß der Präsident des Ministerrats den Kampf gegen die Wirren energisch führen werde. England. Ein englifches Courrières. St. London, 16. Oftober. Es vergeht wohl kaum ein Monat, ohne daß die Chronik der in England vorgekommenen Katastrophen durch neue schwere Unglücksfälle vermehrt wird. Noch sind die Aften über die so folgenschweren Zugentgleisungen, die so vielen Personen das Leben lostete, nicht geschlossen, und schon wieder hat der Sensenmann blutige Gente gehalten. Eine Grubenexplosion in der Wingate- Grube, der größten der Grafschaft Durham, hat 35 Bergleute getötet, 120 Mann der Belegschaft find noch im Hauptschacht eingeschlossen, man hofft jedoch, alle retten zu können. ** Die Kommission zur Untersuchung des südafrikanischen Armeeskandals hat ihre Arbeiten beendigt. Bei den Lieferungen Der Kriegsvorräte sind seinerzeit Unredlichkeiten vorgekommen. Man ist zu dem Beschluß gekommen, daß fein Grund vor= liege, gegen irgend einen General vorzugehen. Zwölf Offiziere sind gemaßregelt worden, davon vier unter Verlust der aus ihrem Dienstalter sich ergebenden Rechte; sechs sind mit Bension, einer ohne Pension verabschiedet worden. Außerdem ind zehn Unteroffiziere aus dem Dienst entlassen worden. Fast alle diese Militärs gehören dem Train an. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 16. Oktober. Es verlautet, daß in Bundesratsfreisen beabsichtigt wird, bei der in Aussicht stehenden Wechselprotestreform die Zuständigkeit der Amtsgerichte bis zu einem Streitwert von 1200 Mark zu erweitern. Neapel, 16. Oktober. Ein sehr heftiger, vom Vesuv herkommender Sturm brach gestern über Torre del Greco herein und warf ein Haus zusammen, das einen Bauern und zwei Frauen begrub. † Ein Liebhaber von Frauenhaar, der jedoch in seiner Sammelwut soweit ging, daß er den jungen Mädchen auf offener Straße die Zöpfe abschnitt, ist vor einiger Zeit in Berlin verhaftet worden. Jezt ist der Zopfabschneider, der Kassenbote Lange, aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil man ihn als erblich belastet ansieht. - 19. Einführ Berband von Eleft -21. Unterhal Besuch des Lou Alien der Efenbal en- 23. Die Li ang für1 906 und Bejuche um Erte edrich Laih für Schu Randburg 1.- c Obwohl Retto hoben Alters ein beslehrervereins abg odh an dem langjä am hofft, daß Rettor en Spize er schon men wird. L Der Bund d die beiden Rammer burch Erlaß eines icht auf die ge In feiner Begründ Fortbildungsjahule ift Berufsbildung. fden Fortbibung Mittel, um die weibli Sausfrau und raidh fich ändernden Tradition und mütterlich + Mysteriöse Mordaffäre. Ein geheimnisvoller Doppelselbstmord beschäftigt z. 3. die Polizeibehörden in Dresden. Man fand dort am linken Elbufer die Leichen zweier Männer, die an den Handgelenken mit drei Taschentüchern fest zusammen gebunden waren. In den Toten wurden ein Fensterpuzer und ein Schaftstepper refognosziert. Es liegt unzweifelhaft ein sorgfältig vorbereiteter Doppelselbstmord vor. Das Motip ist unbekannt. † Schlechte Weinernte. Die eben begonnene Weinlese nimmt in den Weinbergen von St. Goarshausen wegen der schlechten Ernte nur vier Tage in Anspruch. Durch die vielen Krankheiten, unter denen die Reben zu leiden hatten, ist der Traubenansat ein so geringer, wie er in den letzten 20 Jahren nicht gewesen ist. Der Gesamtschaden, welcher durch die vielen Krankheiten in den Weinbergen entstanden ist, wird von Fachmännern auf 10 Millionen Mark geschätzt. † Der Turfskandal in Longchamps hat den Ackerbauminister Ruan veranlaßt, die für Donnerstag und Sonntag dort anberaumten Rennen mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Zustand der Rennbahn nicht stattfinden zu lassen. Unter den am Sonntag in Longchamps Verhafteten befinden sich neben Franzosen auch Engländer, Deutsche, Italiener und Amerikaner. Ein Deutscher, namens Müller aus Gersheim, hatte das Mißgeschic, einen Mann zum Plündern aufzufordern, der sich hinterher als Polizeiagent entpuppte. Nachdem sich dann Müller alle Taschen mit Gold und Noten gefüllt hatte, übergab ihn der Agent am Ausgange dem Chef eines Soldatenpiketts. Die Angaben über die Plünderung der Kasse des Totalisators stellen sich als sehr übertrieben heraus. Jm ganzen find etwa 1000 Franks abhanden gekommen. In der Nacht zum Sonntag war es, als plöglich eine ungeheuere Detonation die Stille der Nacht mit betäubendem Krachen zerriß. Die Gewalt der Explosion war eine so riesenhafte, daß die Dächer der Maschinenhäuser fortgeblasen, und der Hauptschacht verstopft wurde. Die 300 Mann starte Nachtschicht war also auf den zweiten, bedeutend fleineren Schacht als einzigen Rettungsweg angewiesen. Die Rettungsattion sette alsbald in tatkräftiger Weise ein, trotzdem sich ihr viele und schwere Hindernisse in den Weg stellten. Um die Schachtöffnung standen in dichten Massen die Angehörigen der Eingeschlossenen, und mit banger Sorge wartete man auf das jedesmalige Auftauchen der Förderschale aus dem zweiten Schacht. Herzzerreißend war der Jammer der Unglüdlichen, die ihren Ernährer, ihre Kinder als verstümmelte Leichen wiedersahen. Tränen der Freude perlten in den Augen derjenigen, die unverletzt dem finsteren Schoße der Erde ents stiegen und wortlos ihre Lieben in die Arme schlossen. Um 1 Uhr hatte man 35 Leichen geborgen. 80 Mann konnten lebend zutage gefördert werden, doch waren viele in bewußtlofem, lebensgefährlichem Zustande. 120 Mann befinden sich noch im Hauptschacht eingeschlossen. Diese hofft man retten zu können, da die Ventilation gut ist. Man arbeitet mit übermenschlicher Anstrengung, um zu ihnen zu gelangen. Die Geretteten erklären, daß die freie Luft zu den Eingeschlossenen Zutritt habe, sodaß sie sich bis zur Beendigung der Rettungsarbeiten halten könnten. Aus den Schilderungen der Ueberlebenden geht hervor, daß bewunderungswerte Heldentaten vollbracht wurden, indem einzelne ihr Leben opferten, um das eines Kameraden zu retten. Ostrowo, 16. Oktober. Eine von etwa 700 Polen, darunter Reichstagsabgeordneten Fürsten Radziwill und dem Brinzen Karl Radziwill, besuchte Versammlung wurde polizeilich aufgelöst, als ein Redner zum Kampfe gegen den deutschen Religionsunterricht aufforderte und dabei betonte, daß das polnische Volk sich auflehnen müßte, auch wenn dabei Blut fließen sollte. Brüssel, 16. Oktober. In Brüssel ist die internationale Konferenz zur Revision des Reglements, betreffend den Spirituosenhandel in Afrika, zusammengetreten; deutsche Ver treter find Graf Wallwitz und Geheimrat Goehring. Baris, 16. Oktober. Nach französischen Meldungen haben die Stämme in Süd- Marokko die Eröffnung des heiligen Krieges für Mitte November beschlossen. Tanger, 16. Oftober. Die Verbindung zwischen Marrakesch und der Küste ist infolge des Aufruhrs im Süden vollständig unterbrochen. Wegen mehrerer aus Marrakesch abgegangener Karawanen ist man sehr in Besorgnis. Trinidad, 16. Oktober. Der Gesundheitszustand des Bräsidenten Castro hat sich erneut verschlimmert. Man befürchtet eine Katastrophe und eine anschließende Revolution. Und die optimistischen Hoffnungen der Geretteten haben fich als berechtigt erwiesen, gestern nachmittag 1/25 Uhr gelang es auch den letzten Rest der verschütteten Bergleute ans Tageslicht zu fördern. Dem besonnenen und tatkräftigen Handeln der Rettungsmannschaft ist es zu danken, daß die Verschütteten nicht ein gleiches, schmähliches Ende fanden, wie ihre Berufsgenossen in Courrières. Nab und fern. † Entgleister Expreßzug. Am Ausgang des Bahnhofes von Marchienne- au- Pont entgleiste der Schnellzug Charleroi Mons. Die Lokomotive stürzte un, der Lokomotivführer und der Heizer wurden getötet, mehrere Reisende verlegt. † Choleraverdächtig. Der britische Dampfer ,, Peruviana", auf dem Wege von Penarth nach Boston lief mit zwei Toten und vier schwer Kranken an Bord Queenstown an. Die Natur der Krankheit ist noch nicht festgestellt, doch liegt Verdacht auf Cholera vor. + Hundert falsche Fünfmarkstücke wurden auf der Kirch weih zu Deutsch- Oth bei Diedenhofen ausgegeben. Man glaubt, daß eine ganze Gesellschaft von Italienern von Frankreich herübergekommen war, um ihre Falsifikate an den Mann zu bringen. Die Stücke sollen gut gemacht und am Klange nicht von echten zu unterscheiden sein, doch fühlen sie fich fettig an und am Rande fehlt ihnen das: Gott mit uns. Jm Trubel des Jahrmarktes wurde natürlich auf diese Kennzeichen nicht geachtet. den.- 3. Die Eu Hungefchule erfheint Brinden wünschenswert. ** Heute Abend g Thies( Flote) in Gemein Cafe Bib ein Kon Printer jr günftig lau Der Bette bilt Conntag in Rird bundelt wurde u. a. übe Sami 1907 in Broße gebenden Berein ntuell Gaftvereine einz fdem Fefte vier Th Crafter bortragen, währe † Maul- und Klanensenche im Berliner Zentral- Vichhof. Auf dem städtischen Schweinebiehhof ist bei den Schweinen die Maul- und Klauenseuche in sehr bedeutendem Umfange ausgebrochen. Das Auftreten der Seuche ist um so mehr von besonderer Bedeutung, als es sich herausstellen muß, ob die Grenzsperre gegen Einfuhr von Schweinen vor der Klauenseuche schützt oder ob sie im eigenen Lande ihren Ursprung hat. † Das 3. Bayerische Musikfest hat Nürnberg wieder übernommen. Da aber die große Maschinenhalle der Landesausstellung, die in das Eigentum der Stadt übergeht und als Feststätte dienen soll, nach der Räumung der Ausstellung bis Pfingsten 1907 nicht den notwendigen Fußbodenbelag erhalten kann, und überdies Regensburg eine größere musikalische Veranstaltung für 1907 plant, so wird das Nürnberger Musikfest bis Pfingsten 1908 verschoben werden. † Fingiertes Verbrechen. Vor einigen Tagen wurde aus Kiel berichtet, daß in die Villa des Oberstleutnants a. D. Gronen ein Einbruch verübt worden ist, und schauerliche Einzelheiten verbreitet. Jetzt stellt es sich heraus, daß kein Wort davon wahr ist, und die Sicherheitsbehörde ist durch die Bewohner der Villa irregeführt worden. Es steht feft, daß ein Einbruch nicht stattgefunden hat. Dieses Ergebnis der polizeilichen Untersuchung macht die Sache noch mysteriöser. Bunte Tages- Chronik. † Die Bayerische Jubiläums- Ausstellung wurde durch den Staatsminister Freiherrn von Podewils feierlich geschlossen, wobei der Minister in längerer Rede die Bedeutung der Ausstellung für Industrie, Handwert, Kunst und Kunstgewerbe hervorhob. Auf den feierlichen Schlußakt folgte ein Festmahl. † Sinrmfatastrophen in Italien. Durch einen mit ungeheurer Gewalt daherbrausenden Orkan sind auf Sizilien und in der Umgegend von Neapel schwere Schäden verursacht worden. Näheres besagen folgende Meldungen: Breslan, 16. Oftober. Hier find 3 leichte Fälle von Er frankungen an Blattern vorgekommen. Die Erkrankten find im Wenzel Hankeschen Krankenhause isoliert. Von seiten der Behörden find die umfassendsten Maßregeln getroffen. Messina, 16. Oktober. Gestern nachmittag 5 Uhr brach in der Umgebung von Stadt und Hafen ein Zylon Los, der eine Anzahl Gebäude stark beschädigte und Telephon und Telegraphenleitungen unterbrach. Ein Segelschiff sant, mehrere Dampfer litten Schaden. Im Dorfe Ritiro wurden zwei Bauern vom Bliz erschlagen. Elberfeld, 16. Oktober. Der 72jährige Handelsmann Lippold hat nachts die Kerze brennen lassen und dadurch einen Brand hervorgerufen. Er atmete dabei so viel Rauch en, daß er einige Stunden später starb. Das Feuer war bald gelöscht. Fulda, 16. Oktober. Der städtische Bauaufseher Klee mann fuhr mit seinem Motorrad gegen einen Baum. Er erlitt einen Schädelbruch und war sofort tot. Cokales. * Das Großherzogspaar ist gestern nach Darm stadt zurückgekehrt und hat im Neuen Palais Wohnung ge nommen. Das Großherzgl. Regierungsblatt veröffentlicht eine Verordnung, wonach die Zeitbauer des juristischen Studiums von 3 auf 3 Jahre erhöht wird. * Großh. Regierungsblatt Nr. 22, ausgegeben am 13. Oft., hat folgenden Inhalt: 1. Verordnung, die Berbereitung für den Staatsdienst im Justiz- und Ver waltungsfache betreffend. 2. Bekanntmachung, die Veränderung von Gemarfungsgrenzen, die zugleich Kreisgrenzen find, betreffend. 3. Bekanntmachung, die Ausführung des Gesetzes über die Handelskammern vom 6. August 1902 betreffend. 11 Streit veranstaltet wi trung befaßte fich mi Borfienden wurde Bo Bahl der Obmäner verei Sillmann Bollar bie n Bundesvorfigenden, gebrachte Soch beende Die nächste La Flottenvereins find Erntedankfest. Nächsten Sonntag feiert die evangelische Kirchengemeinde das Erntedankfest. - - - Höhlen im Beglar abgehaltenen Gen Lab für die Borarbeiten 300. bewilligt. Die teen im Kreise Wizlar u gliedern der wissenschaftli budt hierber hat sich Sible wohl möglich sei, mit Schwierigkeiten en geht. Schon 1836 dhe ne Erfolg. Neuer Cage befaßt. Lar berjammlung, di len, die durch Stein Audt auf Erfolg, Ben dirt, eine Austunft un Die Gießener Stadtverordneten Ver sammlung hält Donnerstag, den 18. Oktober, nachmittags 4 Uhr eine Sigung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch Alexander Salomon für die Schulstraße. 3. Baugesuch Adolf Schmidt für die Marburgerstr. 5. Baugesuch Wilhelm Riz für die Mars burgerstr. 6. Baugesuch Wilhelm Zurbuch für die Eichgärten. 7. Ausstattung des Saales zur Vornahme der Eheschließungen. 8. Umbau der Lastwage am Neustädter Tor. 9. Ausbau der Stephanstr. zwischen Bismarck: und Bleichstr. 10 Wiederherstellung des Pflasters über den Rohrgraben. 11. Lieferung von Pflastersteinen für den Landgraf Philipp- Blag. 12. Umpflasterung des Selters weg. 13. Beschaffung von Pflastersteinen für 1907. 14. Die Straßenreinigung. 15. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen für die höhere und erweiterte Mädchenschule. 16. Innere Einrichtung der neu n höheren und erweiterten Mädchenschule. 17. Enfauf eines Grundstücks der Plockschen Stiftung zur Vergrößerung des Vi hmarftplages.- 18. Ueberlessung der städtischen Wiesen hinter den Eichen an den Eid- - - - Beber vorhanden seien. jere, fhönere und i Rähe von Cubach ei Jahren bei dem d d befahren und foll Luch hier handelt es fi 60 Meter lang und aft, die bie Bhop ten Adfern Bacht& le zuwerfen, doch d Rinner am Leben find Jagd und beiden Gemartu Manboergebietes geben Militärbehörde, betr Manover verurfachte reden, sondern haben b gen den Militärfistus Liteit in diefer age Kets Ges Hiermit Brot des Herrn Carl Ste Es wird Verabreichung mu Bedienung zufrie Ich emp Sin sehr heftiger, bom Besu berein. - ern über Torre del Greco 20. Berband von Elektrizitätswerken für Baden, Hessen und 19. Einführung der Gasleitung in die Wolfstr. mmen, das einen Bauer Pfal. 21. Unterhaltung von Gräbern durch die Stadt. 22. Gesuch des Louis Roll in Grünberg um Uebernahme dieses Prozesses ist man begreiflicher Weise in weiten Kreisen sehr gespannt. aar, der jedoch in seiner von Attien der Eisenbahn Lich- Grünberg durch die Stadt Ausstellung um 14 Tage ist auch die Lotterie zu Gunsten den jungen Mädchen auf Gießen.- 23. Die Löberstiftung; hier: Genehmigung der , ist vor einiger Zeit in Rechnung für1 906 und Vorlage des Voranschlags 1907. der Zopfabschneider, der ungshaft entlassen worden nfieht. n geheimnisvoller Doppels Solizeibehörden in Dresden, - 24. Gesuche um Erteilung der Schanttonzession von a. Friedrich Laih für Schulstraße 10. b. Louis Bourgeois für Mäusburg 1. c. Hans förtsch für Kirchstr. -- die Leichen zweier Männer feines hohen Alters eine Wiederwahl zum Obmann des * Obwohl Rettor Backes in Darmstadt infolge § Am 15. Oftbr. hat auch die Nürnberger Ausstellung ihre Pforten geschlossen. Infolge der Verlängerung der der Ausstellung auf den 12. November und folgenden Tage unwiderruflich verschoben worden. Es ist bis heute im Deutschen Reiche noch nie die Gelegentheit geboten worden, für nur 1 Mt. 100 000 Mt. und 40 000 mt. als Hauptgewinn in barem Gelde zu gewinnen. Es dürfte diese außerordentliche Gelegenheit auch nie wieberfommen. Die Lotterie ist laut Statistik die beste Lotterie Deutschlands, Stadttheater Giessen. Galeotto. Drama in 3 Atten von José Echegaray. ajchentüchern fest zusammen Bandeslehrervereins abgelehnt hat, will man in Lehrerkreisen daher versäume niemand, sich Lose bei dem Generaldepot abschneiden wurden ein Fensterpuzer dennoch an dem langjährigen, bewährten Führer festhalten. Ferd. Schäfer, Nürnberg, oder in den Loseverkaufsstellen ct. Es liegt unzweifelhart elbstmord vor. Das Moto eben begonnene Weinleie St. Goarshausen wegen der Ran hofft, daß Rektor Backes im Interesse des Vereins, an deffen Spize er schon 26 Jahre steht, eine Wiederwahl annehmen wird. Anspruch. Durch die vielen an die beiden Kammern des Landtage die Bitte, en zu leiden hatten, ist der er in den letzten 20 Jahren chaden, welcher durch die L Der Bund deutscher Frauenvereine richtete burch Eclaß eines Landesgesetzes die FortbildungsschulPicht auf die gewerblichen Arbeiterinnen auszudebnen. In seiner Begründung sagt der Bund: Die obligatorische Berufsbildung. 2. Die Einführung der obligaSergen entstanden ist, wird Fortbildungsschule ist ein notwendiges Förderungsmittel der en Mart geschätzt. ( siehe Inserat) zu bestellen. * sp. Billy Arend gewann den Eröffnungspreis zu Hamburg, Adolf Schulze das 50- km- Rennen in Treptow Berlin, Scheuermann die Meisterschaft von Schlesien und zwar sämtlich auf Brennabor. * Krofdorf, 16. Okt. Der„ Lahn- und Dilltal. Schüßenbund", dem neuerdings auch der Krofdorfer Verein beigetreten ist, hielt Sonntag seine diesjährige Delegiertenversammlung in Oberbiel ab. Vertreten waren " Deutsch von Paul Lindau. Nicht mit einem gewaltigen Schlage und nicht im offenen sondern er dreht aus Heimtücke und Bosheit, aus tausend Kampfe streckt der Verleumder seinen Gegner zu Boden, stricke, bis er das Netz seinem Opfer hinterrücks über den tleinen Zufällen, aus unzählbaren Nichtigkeiten seine Fall Kopf wirft. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten", nicht ihn verleumden und nicht ihm die Ehre in einem primitiven Zeitalter wurde dies Gebot an achte Stelle gefeßt, rigtiger steht es aber in leumbung mordet, mordet vielfältig, da sie die Luft vergiftet. Parallele mit dem, das das Leben schützt, denn die VerDas Stück zeigt ihre unfelige Wirkung. Sie reißt die Menschen auseinander, die das schönste, reinste Verhältnis verband. Der alte Don Manuel, der mit der jungen Julia verheiratet ist, nimmt den jugendlichen Ernesto, den Sohn feines verstorbenen Wohltäters in seinem Hause auf. Die Drei leben glücklich miteinander, obwohl Don Ernesto feine Stellung als Pflegefohn drückt. Frau Fama aber erzählt mit geschwäßiger boshafter Bunge von einem anderen die Seele Don Manuels mit Argwohn, der ihn schließlich in den Tod treibt. Aus jeder Zeile spricht die Absicht des Dichters und in straffer Spannung baut die Handlung sich auf. Die Aufführung war unter der umsichtigen szenischen hamps hat den Aderbou torischen Fortbidungsschule für Mädchen ist das einzige sämtliche undesvereine. Durch das Los wurde bestimmt, Verhältnis, erzwingt sich Eintritt in das Haus und erfüllt Donnerstag und Sonntag Mittel, um die weibliche Jugend für ihre Pflichten, als daß das nächstjährige Verbandsschießen in Krofdorf und das ficht auf den gegenwärtigen Finden zu lassen. Unter den Hausfrau und utter heranzubilden, da bei den so afteten befinden fich neben rasch sich ändernden Wirtschafts- und Lebensbedingungen e, Italiener und Amerikaner. Tradition und mütterliche Anleitung hierfür nicht mehr aus. * Privatschießen in Berdorf stattfinden soll. Groß- Rechtenbach, 16. Ott. Handwerkerverein. Im Saale des Gastwirts Schmidt hierselbst hat gestern Gersheim, hatte das Misreichen. 3. Die Einführung der obligatorischen Fort Nachmittag eine Versammlung der Handwerker der Bürger ern ar fi bilbungeschule erscheint aus allgemein erziehlichen meisterei Rechtenbach stattgefunden, in welcher Herr Hand Leitung des Oberregisseurs Herm. Batofs, der auch den uppte. Nachdem sich dann Gründen wünschenswert. d Noten gefüllt hatte, übers ** Heute Abend gibt der blinde Tonkünstler Rudolf Plünderung der Kasse des im Café Leib ein Konzert, auf das wir, da auswärtige Thies( Flöte) in Gemeinschaft mit Herrn H. Gies( klavier) r übertrieben heraus. J handen gekommen. Ausgang des Bahnhofes g. Der Wetterau Lahngau- Sängerbund e der Schnellzug Charleroi hielt Sonntag in Kirch- Göns einen Sängertag ab. Berum, der Lokomotivführer handelt wurde u. a. über das 1. Bundessängerfest das am mehrere Reisende verlegt. 2. Juni 1907 in Broßen- Binden gefeiert werden soll. Dem tij te Dampfer, Berubiana", festgebenden Verein" Germania" wurde anheimgegeben, Boſton lief mit zwei Zoter ventuell Gaftvereine einzuladen. Die Bundesvereine werden ord Queenstown an. Die auf dem Feste vier Chöre in ausgesprochenem Volksliedfeſtgeſtellt, doch liegt Becharakter vortragen, während für die Gaftvereine ein besonderer Wattstreit veranstaltet wird. Ein anderer Punkt der Tagesorbmung befaßte sich mit der Ergänzungswahl. Bum 2. Vorfißenden wurde Bolte- Lollar gewählt und bei der Wahl der Obmäner vereinigten Weiß Großen- Linden und Tillmann- Lollar bie meisten Stimmen auf sich. Ein von dem Bundesvorsitzenden, Krap f- Leihgestern, auf den Bund aus gebrachtes Hoch beendete den gut verlaufenen Sängertag. * Die nächste Landesversammlung des Hessischen Flottenvereins findet im nächsten Jahre in Grebenhair tatt. Rritiken sehr günstig lauten, empfehlend hinweisen. Berliner Zentral- Pichhof. hof ist bei den Schweiner sehr bedeutendem Umfange er Seuche iſt um so meh sich herausstellen muß, ob Schweinen vor der Klauen a Lande ihren Ursprung hat reinigen Tagen wurde aus des Oberstleutnants a. 9. worden ist, und schauerliche It es fich heraus, daß kein Sicherheitsbehörde ist durch find 3 leichte Fälle von mmen. Die Erkrankten find se isoliert. Von seiten de Maßregeln getroffen. ährige Handelsmann Lippol en und dadurch einen Brand so viel Rauch en, daß a Feuer war bald gelöst. ädtische Bauaufseher Kl d gegen einen Baum,& fofort tot. * Höhlen im Taunus. Auf seiner letzten in Beglar abgehaltenen Generalversammlung hat der Taunushrt worden. Es steht fest, lub für die Vorarbeiten zur Erforschung von zwei Höhlen den hat. Dieses Ergebnis 300 t. bewilligt. Die eine Höhle befindet sich bei Obert die Sache noch mysteriöjatleen im Kreise Wetzlar und wurde jüngst von einigen Mit gliedern der wissenschaftlichen Kommission des Taunusklubs besucht. Hierbei hat sich ergeben, daß die Erschließung der höhle wohl möglich sei, wenn auch das Befahren bis jetzt nod mit Schwierigkeiten verbunden ist, da die Höhle nach unten geht. Schon 1836 wurde die Erschließung versucht, aber ohne Erfolg. Neuerdings hat die Regierung sich mit der Sache befaßt. Landrat Sartorius erklärte auf der Generalversammlung, die Erschließung der verschiedenen Höhlen, die durch Steine und Seröll versperrt seien, habe Aussicht auf Erfolg, Bergrat Höchst- Weglar habe sich bereit atlärt, eine Auskunft und Aufräumung vorzunehmen, wenn Gelder vorhanden seien. Die zweite, wahrscheinlich weit größere, schönere und interessantere Höhle befindet sich in der Nähe von Cubach unweit Weilburgs. Sie wurde vor drei Jahren bei dem damaligen Pyoephoritbetrieb entdeckt und befahren und soll prächtige Tropffteinbildungen haben. Auch hier handelt es sich um mehrere Räume; die größte ift 60 Meter lang und 40 Met.r breit. Da die Gewerk haft, die die Phosphoritgruben ausbeutete, von den benugten Aeckern Pacht zahlen sollte, ließ sie den Schacht zur höhle zuwerfen, do dürfte dieser aufzufinden sein, da noch Ränner am Leben sind, die den Schacht befahren haben. * Jagd und Manöver. Die Jagdpächter t heinhessischen Gemartungen innerhalb des diesjährigen Manövergebietes geben sich mit dem ablehnenden Bescheide der Militärbehörde, betreffend Entschädigung für die durch das Manöver verursachte Schädigung der Jagden, nicht zu tieben, sondern haben beslessen, gemeinsam den Klageweg egen den Militärfistus zu beschreiten, um ein generelles Urteil in dieser Sache herbeizuführen. Auf den Ausgang $. Del ar ift gestern nach Da Reuen Palais Wohnung g angsblatt veröffentlicht auer des juristische ahre erhöht wird. blatt Nr. 22, ausgegebe Salt: 1. Verordnung, b nft im Juftiz- und B Bekanntmachung, die B , die zugleich Kreisgre Sung, die Ausführung ern vom 6. Auguft 190 hften Sonntag feiert di Frntedankfest. tverordneten Ber Den 18. Oftober, nachmitta hender Tagesordnung ab Alexander Salomon f Adolf Schmidt für Bilhelm Rig für die Ma elm Burbuch für die G Saales zur Vornahme der Laftwage am Neufladta tr. zwischen Bismard und } des Pflasters über be n Pflastersteinen für be Impflafferung des Gelters ftersteinen für 1907.- Bergebung von Arbeiten erweiterte Mädchenfule un höheren und erweiterten Grundstücks ber Blodigen marftplages.- 18. Ueber r den Eichen an den Ei mertssefretär Rörper aus Roblenz einen Vortrag hielt. Die Versammlung führte zur Gründung eines Handwerkervereins für das Bürgermeistergebiet. * Hungen, 16. Ott. Die am legten Sonntag im " Solmser Hof" abehaltene Versammlung des Geflügelund Vogelzuchtvereins Hungen und Umgegend hatte sich eines regen Besuches zu erfreuen. * Aus dem Ohmtal. In Sachen der Strecke Mück e- Ohm tal- Ulrichstein findet in diesen Tage eine Be reisung durch Baumeister Reh- Berlin, Oberförster SchüzUlrichstein und Kaufmann Moll- Grünberg statt. Den Bahnbau beabsichtigt man der Firma Lenz& Co.- Berlin zu übergeben. * Ans dem Ohmtal Dieser Tage wurden hier große Schwärme von Kranichen beobachtet, die nach Süden zogen. * Buzzbach, 16. Oft. Leichtsinn. Am Samstag faufte sich ein hiesiger Weißbinderlehrling einen Tesching und steckte denselben geladen in die Tasche. Bei der Arbeit ging der Schuß los und ihm, laut Bußb. 3- itung", in das Bein, sodaß ein hiester Arzt ihm die Kugel herausschneiden mußte. ** Bad Nauheim, 16. Oft. Wie verlautet, sollen in nächster Saison Automobil- Droschten hier eingestellt werden. Am Sonntag besichtigten ungefähr 30 Merzte von Marburg und Umgegend unsere Bäder, sowie die neuen Badehäuser. * " Friedberg, 16. Okt. Der Fiskus hat der Stadt Friedberg den Burgberg auf 25 Jahre pachtweise überlaffen, die Stadt zahlt jährlich 300 Mt. Pacht. Sie will den Burgberg mit Rücksicht darauf, daß die Promenaden durch die große Bautätigkeit sehr beschnitten worden sind, in Anlagen und Spaziergänge verwandeln. * Friedberg, 16. Oft. Schlente beschuldigt. Der Vorstand der Landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaft für Oberhessen hat, wie dem Franff. Generalang." geschrieben wird, gegen den früheren zweiten Direktor der Genossenschaft, Dekonomierat Schlenke, Anzeige wegen verschiedener Unregel mäßigkeiten erstattet. Bekanntlich hat Schlenke s. 8t. die Anzeige gegen den ersten Direktor Hirschel gemacht. * Weilburg. Für das hier zu errichtende Herzog Adolf. Dentmai, des legten regierenden Herzogs von Nassau, hat sich eine große Zahl bekannter Künstler bereit erklärt, Entwürfe einzureichen. Der große Denkmal- Ausschuß wird im nächsten Monat zusammentreten und über die Eatwürfe entscheiden. * Weilmüuster, 16. Oft. Nach einem Ausschreiben der Etsenbahn- Bauabteilung soll die Ausführung der Erd-, Planierungs- und Befestigungsarbeiten sowie der Durchlässe, Brücken, Futter- und Rampenmauern der Bahnlinie nach Usingen vergeben werden. Die Eröffnung der Offerten erfolgt am 30. Oft., vormittags 10 Uhr, bei der Bauabteilung in Usingen. * Wiesbaden, 16. Oft. Der Bäckerbrunnen, einer der ältesten heißen Wiesbadener Duellen, ist so gut wie wasserlos geworden. Das Waffer war durch Pumparbeiten im Bad Goldener Brunnen" in Mitleidenschaft gezogen worden und hat sich auch nach Erledigung dieser Arbeiten nicht wieder eingefunden. 19 Geschäfts- Uebernahme. Hiermit die ergebene Nachricht, dass ich die Brot- und Feinbäckerei des Herrn Carl Steinberger Löwengasse 27 übernommen habe. Es wird mein eifriges Bestreben sein, meine werte Kundschaft durch Verabreichung nur frischer Backwaren und durch pünktliche zuvorkommende Bedienung zufrieden zu stellen. Ich empfehle mein Unternehmen Hochachtungsvoll Wilhelm Zimmer, Bäckermeister. ein Don Manuel in guter Anlage und lebenswahrer Durchführung gab, eine treffliche. Don Ernesto wurde von Erich Kober in feindetailliertem Spiel und starker Betorung der hohen leidenschaftlichen Momente verförpert. Donna Julia fand in Elfriede Bayrhammer eine würdige, warmblütige Vertreterin, während Don Severo und Donna Mercedes von Hans Schlottau und Josephine von Jagemann mit vielem Verständnis charakterisiert wurd n. G. H. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den ändert, mäßige sübliche Winde. 18. Oftober. Meist heiter, trocken, Temperatur nicht ver ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Bei Abmagerung müssen dem Körper vor allem reichlich Nährstoffe zugeführt werden. 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Js. ein Beban ungeplan mit folgendem des blinden Tonkünstlers Rudolf Thies( Flöte) und mark ein Bebauungsplan mit folgendem Herrn H. Gies( Klavier). Eintrittskarten: Loge à 2 mr, Eaal, erste Hälfte à 1.50 Mt., zweite Hälfte à i Mt., Gallerie 50 Bfg., sowie Brogramm an der Abendkasse u. Buffet zu haben. Konzertpiano v. W. Rudolf. Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für nur 195 = 1º Mark liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Jeder 50te Besteller erhält gratis hocheleganten Goldrahmen Nur nachweislicher Abschluss von 50.000 Porträts ermöglicht dieses Angebot. Niemand versäume diese Gelegenheit und sende umgehend Photographie mit deutlicher Adresse an Grand Institut pour reproduktion Hugo Weis Frankfurt a. M., Kronprinzenstrasse 54. Turn- Verein Gießen. - Gegründet 1846. Montag, den 22. Oktober, abends 82 Uhr, findet im„ Café Ebel"( unterer Saa!) Generals Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht. 2.( Rechnungsablage. 3. Vorstandswahl. 4. Auslosung von Anteilscheinen. 5. Verschiedenes. Wir ersuchen unsere Mitglieder recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Für nur 1 Mk. sind zu gewinnen: 100000 M. 40000 M. Bar Geld zus. 13597 Gewinne über Stadt- Cheater 300000 Giessen. Direktion: Herm. Steingoetter. Donnerstag, d. 18. Oftober Außer Abonnement! Einmaliges Gastspiel von Madame Charlotte Wiehe in ihren Chausons und Vorträgen. Freitag, den 19. Oktober: 3. Freitag= Abonnements= Vorstellung. Die goldene Eva. Lustspiel von F. v. Schönthan und Koppel Ellfeld. Ziehung unbedingt am 12. November u. f. Tag. Nürnberger Lose à 1 Mk. 10 M. 11 St. Porto u. Liste 30 Pf., Nachnahme 20 Pf. mehr empfiehlt Ferd. Schäfer, Nürnberg. Generalvertrieb: Kiefer& Co., Mainz. Lose sind zu haben bei: Richard Buchacker, W. Semmler, Philipp Weiler. 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Die Pläne für die Seiten- und Hinteransichten der zwischen der Straße A, B, C und der Eisenbahn zu errichtenden Gebäude sind, soweit sie von einer Straße oder der Eisenbahn aus sichtbar werden, zur baupolizei lichen Genehmigung vorzulegen. § 4. Zur Bebauung werden zunächst eröffnet die Kepler-, die Bismarck- und die Goethestraße aufgestellt worden. Der Bebauungsplan und das Ortsftatut lieg bis zum 20. November d. Js. auf dem städtischa Tiefbauamt offen. Einwendungen dagegen find binnen der gleiche Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringe Gießen, den 15. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Der Bebauungsplan und das Ortsstatut liegen bis Für den südlichen Teil des Schiffenbergen zum 20. November ds. Is. auf dem Tiefbauamt weges ist durch die Stadtverordneten- Versammlung offen. Einwendungen dagegen find binnen der gleichen der Sizung vom 20. und 28. September ds. Js. ein Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen. Bebauungsplan mit folgendem Gießen, den 15. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Submission. Orte statut § 1 Abweichend von den Vorschriften in den§§ 7 and 8 des Ortsbaustatuts wird bestimmt, daß an den be Für die Großherzoglichen neuen Kliniken in Gießen A, B, C, D, E, F, und G vom Schiffenbergerweg ab soll die Lieferung nachgenannter Verzehrungsgegenstände zweigenden Straßen nur die Eckgrundstücke bebaut werde auf dem öffentlichen Submissionsweg vergeben werden 600 gute Speisekartoffeln 15 gelbe Salatkartoffeln unterirdische Kohlrabi 20 Ctr. Aepfel " " 10 " 10 " Zwiebeln 2 " Meerrettig 10 " gelbe Rüben Weißkraut 35 " 150 Std. Rotfraut 400 Wirsing " 200 350 " " Lauch Sellerie Die Lieferungsbedingungen fönnen auf dem Verwaltungsbureau der neuen Kliniken an den Wochentagen nachmittags von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Offerten unter Beischluß von Musterproben find verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Montag, den 22. Ottober 1906, nachw. 4 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 27. Oktober 1906. Gießen, den 10. Oftober 1906. dürfen. § 2 Die Bebauung dieser Eckgrundstücke ist nur auf eine Tiefe von 20 m von der Straßenfluchtlinie des Schiffenbergerwegs aus gerechnet, gestattet. § 3. Diese Eckgrundstücke dürfen Ausgänge nach den bom Schiffenbergerweg abzweigenden Straßen vorerst nicht erhalten aufgestellt worden. Der Bebauungsplan und das Ortsftatut liegen bie zum 20. November ds. Js. auf dem städtischen Tief bauamte offen. Einwendungen dagegen find binnen der gleichen Frist bei Meidung des Ausschlusses bei uns vorzubringen Gießen, den 15. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Betrifft: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis Großh. Verwaltungsdirektion der neuen Kliniken: auf Artikel 39, Ziffer 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Juli 1904 aufgefordert, ihre Tauben wegen der Saatzeit bis Ende dieses Monats einzuhalten. Moriz. NAUMANNIA- SEIFE. mit dem Beste Selenah undern Neu aufgenommen: Herren- Hüte Stets das Modernste. - Billigste Preise. Arbeitsvergebung. Die Entwässerungsarbeiten am Lukaspfarrhause, Liebigstraße, sollen vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen können bei Herrn Architeft Stein bis zum 19. d. Mts. Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrief tauben feine Anwendung. Gießen, den 15. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Wilh. Wirsig Seltersweg = 8= Spezialhaus für Seltersweg = 8= Handschuhe, Krawatten, Herrenwäsche Kartoffeln für den Winterbedarf prima ware liefert zu den billigsten Tagespreisen frei Keller. H. Trechsler, Giessen, eingesehen werden. Angebote sind dem Unterzeichneten Steinstraße 48. Telephon 581. bis zum 20. ds. Mts. einzureichen. Gießen, den 11. Oktober 1906. Der Evangelische Gesamtkirchenvorstand. Römerbrunnen Mineralquellen bei Echzell, Oberhessen, von altersher rühmlichst bekannte Mineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und zu ausgedehntem Versandt benußt, iſt infolge hoben, natürlichen Kohlen fäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. Eine glückliche Konzentration von Galzen. unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer vorzüglichen Heilquelle bei allen Katarzhen der Luftwege und des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Gicht und Harabeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Seorg Bender in Ettingshausen; Sean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. Gießener Fischhaus Sonnenstraße 30 Lahnhechte, Backfische, Aale, Schellfische, kabliau Schollen, Rotzungen frisch vom Fang eingetroffen. Hygienische Bedarfsartikel für Herren und Damen. Hochinteress. Lektüre für Erwachsene. 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