rbeiten alten Unive beiten Den Minifte ausgeidrie Arbeitsbeid Ginfight erhoben we coffnungster 11 Uhr ortofrei an t Gießen cutfche mu rger Los zu 1 M hem zu gewinnen f 000 000 eld, im ganzen Gewinne mit 000 à l Mk. ifte 30 Bfg. Na mehr, becsenbet b neralbebit Schäfer, nberg. haben bei: Rich 4. Semmler, Pi Weiler. Bares Geld ortiger Verdienst mann! Kein Kap Laden nötig eicht! Offert. Annoncenexped eland, Lindau tmädche Augen- Klin Gießen. GewerbeAkadem Friedber bei Frankfurt a. M misches Instit are und Archite er Kauf ger e Abende und Vergütung Ar lleinstehende Dame. ter 10 900 Dieses Blattes e hn vaesch beste ische K Gieken. ärter ptember Bblierte mmer ne Benfion# Smardfirabe gerichtete elegan etage engelag) ber eingerichtet, me Bleiche und En oder ohne Pfe e und Heuboben ebtl. etwas fri Näh. Aliceft ADE Nr. 192 baltion u.Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 38. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 17. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberhoffische Familiengettung( th und die Stekener Seifenblasen( wöchentlich). Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Sherhessen Der Frieden zu Cronberg. Bur feftgefeßten Beit, gestern morgen um 9 Uhr 45 min., hat König Eduard seinen faiserlichen Neffen wieder verlassen, am nach Marienbad zu fahren. Der Kaiser begleitete ſeinen Dhelm im Automobil zur Bahn, umarmte ihn beim Abschied herzlich und ging noch neben dem abfahrenden Zuge her, um bem König wiederholt die Hand zu drücken. Am Abend vorher hatte auf Friedrichshof eine Festtafel stattgefunden, an ber die Fürsten und hohen Würdenträger teilnahmen. den Inwieweit politische Angelegenheiten zwischen beis en Herrschern zur Sprache tamen, darüber läßt sich zur Beit natürlich nichts Bestimmtes sagen. Daß aber ernstere Chemata behandelt wurden, ist zweifellos. Kaiser und König onferierten in Gegenwart der beiderseitigen ministeriellen Bertreter längere Zeit, wie die folgende halbamtliche VerSffentlichung meldete: Nach der Frühstückstafel verweilten Kaiser Wilhelm und König Eduard mit dem Staatssekretär v. Tschirschty und dem englischen Botschafter Lascelles etwa eine Stunde auf der Terrasse vor dem Schlosse. Ob und welche Schlußfolgerungen aus dieser Besprechung u ziehen find, das wird vorläufig wohl ein Geheimnis bleiben. Englische maßgebende Blätter sagen, die Bedeutung der Zuammenkunft von Cronberg sei nicht zu unterschätzen, doch Dürfte angenommen werden, daß bindende Abmachungen nicht jum Gegenstand der Erörterung gemacht worden seien. Ueber die Auffassung in Berliner diplomatischen Kreisen schreibt unser dortiger CB.- Mitarbeiter: " Die Zusammenkunft des Deutschen Kaisers und des Königs von England in Cronberg ist, wie zu erwarten war, in ihrer Bedeutung auf der einen Seite übertrieben, auf der ndern Seite unterschätzt worden. Politische ragweite wollten ihr die einen völlig absprechen. Es handle sich um rinen lange hinausgezögerten verwandtschaftlichen, vielleicht ogar nur um einen fonventionellen Besuch, der at: den tatächlichen Verhältnissen und an der Lage der Dinge nichts indere, wohl auch nichts ändern solle. Andere machten wieder darauf aufmerksam, das vielfach betonte Fernbleiben der leitenden Staatsmänner beweise nichts, benn König Eduard und Kaiser Wilhelm seien selbst politisch o aktiv, daß fie bei ihren Besprechungen der Minister nicht bedürfen. Der Gegenstand der Besprechung aber sei ge bedürfen. geben: die Lage in Rußland. Kaiser Wilhelm wolle in Rußand intervenieren und gehe darauf aus, die Zustimmung eines Oheims hierzu zu gewinnen. Das ist nun eine tendenziöse Ausstreuung, die übrigens nicht zum ersten Male erscheint. Sie ist durch die Wieders bolung nicht zutreffender geworden. Kaiser Wilhelm denkt nicht an eine Intervention in Rußland und würde sie ablehnen, wenn fie von irgend einer Seite in Vorschlag käme. Er hegt die besten Wünsche für die Wiederherstellung von Ruhe, Ordnung und Frieden im Zarenreiche, aber diese Wiederherstellung hält er für eine von Rußland allein zu lösende Aufgabe. Ihm liegt vor allem die Erhaltung des europäischen Friedens am Herzen, und in diesem Bestreben weiß er sich mit dem König Eduard in voller Uebereintimmung. Die geheimnisvollen Interventionspläne sind die Erfindung müßiger und nicht eben wohlwollender Köpfe. Glücklicherweise darf man in Berlin überzeugt sein, daß wenigstens die maßgebenden Kreise Rußlands von der wirklichen Gesinnung der Berliner Regierung genau und zutreffend unterrichtet sind, und demgemäß die Bemühungen, Mißtrauen auszufäen, vergeblich find. Ein viel wahrscheinlicheres Gebiet gemeinsamer Interessen für Deutschland und England als Rußland bildet zur Zeit der nähere Orient. Nicht blos wegen der Erkrankung des Sultans Abdul Hamid. Die griechische Bevölkerung und mehr noch die bulgarische drängt nach einer Lösung der macedonischen Frage, d. i. nach einer Verabschiedung der türkischen Herrschaft aus Europa. Rußlands früher überwiegender Einfluß ist so gut wie ausgeschaltet. Dafür sind die italienischen Ansprüche, die zuweilen in etwas intrigenHafter Weise sich geregt haben, deutlicher hervorgetreten. In vorderster Reihe steht natürlich Desterreich- Ungarn, das ohne seine inneren Streitigkeiten jetzt vielleicht in der Lage wäre, nach dem Rat des Fürsten Bismarck seinen Schwerpunkt nach Osten zu verlegen. Deutschland und England sind unmittelbar faum interessiert. Möglicherweise sind gerade des halb ihre Herrscher vorzüglich berufen, in gemeinsamen Vorschlägen die Mittellinie zu gehen, die tunlichst alle Anforderungen befriedigt und dem allgemeinen Friedensinteresse am besten dient. Man spricht auch schon von weiteren Fürstenzusammenfünften, an denen Kaiser Franz Josef und der König von Italien teilnehmen sollen. Doch so weit sind wir noch nicht. Einstweilen haben wir es mit der Cronberger Begegnung zu tun. Mit aufrichtiger Befriedigung hat man die Herzlichkeit wahrgenommen, mit der Oheim und Neffe einander begrüßten. Mit Befriedigung, weil diese Herzlichkeit der Gefinnung der Völker entspricht und dem allgemeinen Friedenswunsch dient. Was die beiden Monarchen in verschwiegener einstündiger Unterredung einander in Cronberg zu sagen hatten, darüber enthält man fich schicklicherweise selbst der Konjeftur, die doch nur wertlos sein könnte. Die beiden mächtigen Fürsten find nicht zusammen gekommen, um Wahrnehmungen über das Wetter auszutauschen, auch nicht zu dem Zweck, Weinungsverschiedenheiten zu unterstreichen. Das find negative Säße, aber sie sagen genug und entbehren nicht des positiven Inhalts. Gerade weil Kaiser Wilhelm und König Eduard nichts als die Erhaltung des Friedens für sich und für andere wünschen, haben sie feine bestimmten, formu lierten Vereinbarungen nötig, die nur dann erforderlich ge wesen wären, wenn es fich darum gehandelt hätte, eine Willensmeinung als bindend für andere hinzustellen, nicht blos das Biel, sondern auch den Weg zum Ziel der Welt vorzuschreiben. Das hat weder der deutsche noch der englische Herrscher im Sinne gehabt". Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Die Untersuchungen in der Kolonialaffäre nehmen ihren Fortgang. Der Leiter des Kolonialamtes, Erbprinz zu Hohenlohe- Langenburg ist unter Abkürzung seines Urlaubes nach Berlin zurückgekehrt und hat seine Amtsgeschäfte wieder übernommen. Inzwischen hat der Geh. Legationsrat Dr. Hammann dem Reichskanzler in Norderney Bericht er stattet und fich gestern nach Kassel zum Kaiser begeben. Diese Reisen stehen ohne Zweifel mit den bekannten Vorgängen im Kolonialamt in Verbindung. * Wie in Berlin an gut unterrichteter Stelle bestimmt berlautet, hat der Kaiser den Landwirtschaftsminister v. Podbielski zur Einreichung seines Abschiedsgesuches aufgefordert. Die näheren Ermittelungen in der Tippelskirch- Affäre scheinen danach doch gravierender für den Minister ausgefallen zu sein, als man zuerst annahm. Aus der Beteiligung an der Firma, die der Minister zwar bei seinem Eintritt in den Staatsdienst aufgegeben hat, erwächst ihm nun ein schwerer Vorwurf, obwohl feststeht, daß er um etwa vorgekommene Bestechungen nicht gewußt hat. Als Nachfolger des Ministers kommt in erster Reihe der frühere Leiter der Reichskanzlei, jetziger UnterStaatssekretär im Landwirtscha sministerium, Herr von Conrad, in Betracht, doch ist es naturlich müßig, derartige Fragen zu erwägen, da die Besetzung von Ministerposten in letzter Linie vom Kaiser abhängt. Vermutlich wird in der demnächst stattfindenden Konferenz des Kaisers mit dem Reichstanzler die Entscheidung fallen. * Zur Vorberatung der Personen- Tarifreform ist der deutsche Eisenbahnverkehrs- Verband in Saßniz zusammengetreten. Zu den noch strittigen Punkten, die zur Beratung anstehen, gehört namentlich die Frage der Rückfahrkarten, die bekanntlich abgeschafft und durch einfache Fahrkarten ersett werden sollen. Darüber, daß die Rüfahrkarte abgeschafft wird, herrscht Uebereinstimmung zwischen den Regierungen, nicht aber über die Frage des Aufdruck der an ihre Stelle tretenden einfachen Fahrkarten, soroie darüber, ob man die zur Rückfahrt dienende Karte an demselben Schalter auflegen soll, an welchem die Karte zur Hinfahrt gelöst wird. Ein zweiter wichtiger Punkt, über den erst noch Einigkeit erzielt werden soll, betrifft die Schnellzugszuschläge. Gegenwärtig zahlt man für den Kilometer in Personenzügen 8, 6, 4 Pf., in Schnellzügen 9, 6,67, 4,67 Pf. für die erste bis dritte Wagenklasse; nach dem Regierungsvorschlage würden in Schnellzügen fünftig erhoben werden: bei Entfernungen bis 75 Kilometer 50 Pf. für die beiden ersten Klassen, 25 Pf. für die dritte Klasse, bei Entfernungen von 76 bis 150 Kilometer eine Mark bezw. 50 Pf.( III. Klasse) und bei Entfernungen über 150 Kilometer zwei Mark für die I. und II., eine Mark für die III. Klasse. Als Termin für die Einführung der Tarifreform ist der 1. Juli 1907 in Aussicht genommen worden. * Von der Einrichtung einer neuen deutschen Dampferlinie nach Westafrika wird in Hamburger Börsenkreisen, besonders im Anschluß an die Affäre WoermannErzberger viel gesprochen. Als Rhedereigesellschaften, die besonders für die Schaffung einer derartigen Linie sich interessieren, wurden die Dampfschiffahrtsgesellschaft ,, Argo" in Bremen und die Dampfschiffahrtsgesellschaft Taton", ebenfalls in Bremen, genannt. Rufsland. ** Der Kleinkrieg der Revolution steht in vollster Blüte Bombe und Revolver herrschen! In Warschau find am Mittwoch über 200 Personen getötet, beziehungsweise schwer verwundet worden, etwa vierzig davon find Polizisten. In Plozk wurde eine Bombe geworfen, wodurch fünf Polizisten getötet wurden. Auch in Lodz fanden Unruhen statt. Im britten Polizeibezirk wurden zwei Bomben geworfen, durch die ein Gebäude in Flammen geriet. Das herbeigeeilte Militär gab verschiedene Salven ab; viele Personen wurden getötet und viele verwundet. In dem Dorfe Jwanowka ver= suchten die Bauern die wegen Beteiligung an den Agrarunruhen verhafteten Personen zu befreien. Die Kosafen waren gezwungen, zu feuern; fünf Bauern sind tot, zwei verwundet. Auch aus vielen anderen Orten werden fortgesetzt neue Bauernunruhen gemeldet. Besonders kritisch ist die Lage in Odessa und im Kaukasus, der sich in vollem Kriegszustande befindet. Balkanftaaten. ** Eine allgemeine Flucht der Griechen aus Bulgarien hat begonnen, da neue Gewalttätigkeiten von seiten der Bulgaren befürchtet werden. Die Flüchtlinge erzählen, der bulgarische Pöbel werde fortwährend von Agitatoren gegen die Griechen aufgereizt und drohe mit einer allgemeinen Niedermezzelung der Griechen. Kleine politifche Nachrichten. Weimar, 16. August. Der Kaiser hat dem Karl- AlexanderDenkmalfonds 10 000 Mart überwiesen. Hamburg, 16. August. Die Hamburg- Afrika- Gesellschaft hält die Nachricht von Angriffen deutscher gegen französische Händler in Gabun für aufgebauscht und parteiisch. Genauere Details liegen hier noch nicht vor. Newyork, 16. August. Der Ministerrat von Columbien erflärte den von seinem Gesandtschaftsposten bei den Vereinigten Staaten abberufenen Mendoza Perez für einen Vaterlandsverräter, weil er über die zwischen den beiden Zändern schwebenden Verhandlungen Veröffentlichungen gemacht hatte. Hof und Gefellschaft. Der Bischof von Regensburg Janatiu bon Senestre y ist gelern Nachmittag gestorben. ** Am 18. August vollendet Kaiser Franz Joseph, Deutschlands Freund und treuer Verbündeter, sein 76. Lebens jahr. Dem greisen Herrscher sind in seinem Leben schwere Schicksalsschläge nicht erspart geblieben. Daß er trotz dieser Heimsuchungen die schwere Last der österreichisch- ungarischen Kronen unentwegt getragen hat, verdient besondere Be= wunderung. Dem Veteranen auf dem Throne werden in Deutschland reiche Sympathieen entgegengebracht und mit den Wünschen seiner Untertanen zum morgigen Geburtsfeste vereinen fich die des deutschen Volkes, die für den Freund Kaiser Wilhelms einen ungetrübten Lebensabend erflehen. Deer und flotte. 6 Bielbrillen für die Marine Artillerie. Die ständige französische Artilleriekommission hat auf Grund der von den Japanern im letzten Seekriege verzeichneten Zielerfolge und der bei den jüngsten Manövern des französischen Mittelmeergeschwaders gemachten Versuche beschlossen, der Regierung das Anbringen sogenannter Zielbrillen an großen und mittleren Kriegsschiffen zu empfehlen. Soziales Leben. X Stiflegung des Hüttenwerkes" Rote Erde". In den Versammlungen der im Aachener Hüttenbezirke streifenden Arbeiter wurde mit 585 gegen 61 Stimmen die Aufrechterhaltung der Kündigung beschlossen. Gestern morgen ist demzufolge das Werk ,, Rote Erde", das erste Mal seit 45 Jahren, stillgelegt worden. Von den 4000 Arbeitern des Wertes werden vorläufig noch rund 1500 auf dem Lager und Versandplaz beschäftigt. × Demonstration für Verkürzung des Arbeitstages. In Brüssel veranstalteten die sozialdemokratischen Arbeiter ganz Belgiens eine großartige Demonstration zugunsten des ber fürzten Arbeitstages. Die Demonstranten, etwa 70 000 zogen in einem 13/4 Stunden langen Zuge, in dem Musikkapellen und mehrere rote Fahnen mitgeführt wurden, durch die Straßen der Stadt. X Eintägiger Streik im Emdener Hafen. Weil eine Emdener Firma einen Hafenarbeiter wegen Beleidigung eines ihrer Beamten entlassen hatte, stellten am Mittwoch sämtliche Hafenarbeiter Emdens die Arbeit ein. Gestern wurde dieser aus so geringfügiger Ursache inszenierte Streik wieder, nach nur eintägiger Dauer, beendet, weil nach dem Statut des Ortsverbandes eine allgemeine Arbeitseinstellung wegen einer Privatsache nicht zulässig ist. Der Kaifer in Homburg. um sr. Homburg, 16. August. Alsbald nach der Abfahrt König Eduards von England fuhr Kaiser Wilhelm nebst dem Prinzen und der Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, sowie der Kronprinzessin von Griechenland und ihrem Sohne im Automobil von Schloß Friedrichshof ab. Gegen 11 Uhr liefen die Automobile mit ben Fürstlichkeiten hier ein, an der Enthüllung bes Denkmals für das ausgestorbene Geschlecht der hessischen Landgrafen teilzunehmen. Die Stadt prangte in reichem Flaggen- und Guirlandenschnuck. An dem berhüllten Dentmal hatte sich eine auserlesene Festgesellschaft versammelt. Schulen und Vereine mit ihren Bannern bildeten Spalier. Das Füfilier- Regiment v. Gersborf hatte die Ehrenkompagnie gestellt. Unter Glockengeläute traf der Kaiser am Denkmal ein. Er trug die Uniform des 1. Garderegiments z. F. mit den Generalfeldmarschallsabzeichen. Der Kaiser schritt die Front der Ehrenkompagnie ab, begrüßte die Anwesenden und nahm, nachdem der von einem Männergesangverein vorgetragene Choral verklungen war, das Wort. 41 Die Rede des Kaisers. Der Monarch pries zunächst die Treue der Homburgischen Bevölkerung, welche das Andenken des landgräflichen Hauses Hessen- Homburg so hochhalte und fuhr dann fort: Nachdem in den schönen Kuranlagen Meinen unver: geßlichen Eltern und Meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater als Ausdruck der ihnen gezollten pietätvollen Dankbarkeit treffliche Denkmäler gewidmet sind, war es mir ein Bedürfnis des Herzens, meinerseits diesem echt deutschen Fürstengeschlechte hier in unmittelbarer Nähe der Heilquellen, die alljährlich so vielen Tausenden von Nah und Fern Gesundheit und Lebensmut von neuem spenden, ein Zeichen inniger Verehrung und treuen Gedenkens zu errichten. Und wahrlich! Die Homburger Landgrafen haben es verdient, daß ihre Persönlichkeiten und ihre Ruhmestaten im Herzen der Nachwelt einen Ehrenplatz be halten. Ist es nicht eine herrliche Reihe reckenhafter Helden gestalten, die an unserem geistigen Auge vorüberziehen? Mit einer stattlichen äußeren Erscheinung waren bei ihnen alle Vorzüge eines edlen Geistes und eines reinen Charakters verbunden.' Kaiser Wilhelm warf nun einen Rückblick auf die Taten der einzelnen Fürsten. Er gedachte der treuen Waffenbrüder: schaft Friedrich I., des Gründers des Hauses, mit dem Großen Kurfürsten von Brandenburg am Tage von Fehrbellin. Diese Waffenbrüderschaft bewährte sich in der Folge herrlich in den Freiheitsfriegen, wo der damalige Landgraf Friedrich Karl sechs hoffnungsvolle Söhne ins Feld sendt. genen die Fremd: herrschaft, von denen Prinz Leopold bei Großgörschen fiel. Der Kaiser gedachte ferner der Frauen des landgräflichen Hauses, insbesondere der Prinzessin Marianne, Gemahlin des Prinzen Wilhelm von Preußen, die 1813 den„ Aufruf der Königlichen Prinzessinnen an die Frauen im Preußischen Staat" zur Gründung des ersten Frauenvereins erließ, der sich die Linderung der Not im Vaterlande durch opferwillige Werke barmherziger Nächstenliebe zur Aufgabe setzte. Der Schluß der faiserlichen Rede lautet wörtlich: Und so übergebe ich der Stadt Homburg vor der Höhe dieses Denkmal. Möge es allezeit in Ehren gehalten werden! Möge das Andenken an das erloschene Fürsten geschlecht wie die Liebe zu König und Vaterland, Kaiser und Reich ein unvergängliches Erbe der Homburger Bürger. schaft bleiben! Die Denkmals- Uebernahme. Stuttgart, 16. August. Bei dem Brande der Zuderfabrit in Cannstatt ist nur ein Arbeiter ums Leben gekommen. Drei sind schwer verlegt, vermißt wird niemand. Der Brandschaden beträgt 2 Millionen Mark. Newyork, 16. August. In Chihuahua( Mexiko) wurden über 30 Arbeiter und einige amerikanische Werfführer durch die Explosion eines mit Dynamit beladenen Wagens getötet. Nach Beendigung seiner Ansprache präsentierte die Ehrens kompagnie das Gewehr, und die Hülle des Standbildes fiel. Der Kaiser salutierte vor dem Denfmal; während der Chor Kreuzers Dir möcht' ich diese Lieder weihen" sang, betrachteten der Kaiser und die Fürstlichkeiten das Denkmal. Dann übernahm Oberbürgermeister Maß das Denkmal in die Dbhut der Stadt mit einer Danfrede, in der er namens der Bürgerschaft sagte, daß jeder in Liebe und Dankbarkeit emporblicke zum Throne, auf dem Kaiser Wilhelm mit starker Hand bie Geschicke des großen deutschen Vaterlandes leite, ohne über den großen realen Aufgaben der Politik der treuen Fürsorge für das Ideale zu vergessen. am Sommertage in Marokko. ( Sonder- Bericht.) Tauger, im August. Wer im Sommer es angenehm warm haben will, aber nicht unter der Hize ersticken, mie in Deutschland, der komme nach dem Süden, nach frits. Wenn auch die Sonne in Marokko bis zu 75 Grad fich erhebt, so haben wir doch in den Küstenplätzen immer Wind und nicht nur fühlenden, sondern oft falten, besonders in Tanger, wo er von drei Seiten übers Meer muß. Ich habe im Juni und Juli mchr gefroren als mir lieb war. Nur eines wirklich warme: Tages erinnere ich mich, wo der Sirocco schwül vom Silden her wehte. Darauf präsentierten die Truppen und das Musikkorps spielte die Nationalhymne. Der Kaiser zog eine Anzahl Personen ins Gespräch und verteilte selbst die verliehenen Drdensauszeichnungen. Zahlreiche Kränze wurden Denkmal niedergelegt. Ein Parademarsch des Regiments bon Gersdorf beschloß die Feier, nach welcher sich der Kaiser unter den Zurufen des Publikums zum Landrat von Marg begab, um bei ihm das Frühstück einzunehmen. Um 2 Uhr 20 Minuten reiste der Kaiser mit seinem Gefolge vom hiesigen Bahnhof nach Wilhelmshöhe ab. Nab und Fern. Die Winde sind Tangers Glüd. Ohne diese wäre Tangere Gesundheitszustand unerträglich. Zwar existiert ein: Somitee zur Gesundheitspflege, aber auf den Araber hat das feinen Einfluß. Er trinkt sein Typhuswasser ruhig weiter und überläßt es Allah, ob er es gut verdaut oder davon siirt. † Unzurechnungsfähig. Der Mörder Thoß aus Plauen im Vogtland, der nach der bestialischen Ermordung seiner Ehefrau sich in seiner Wohnung verbarrikadierte und vom Fenster aus etwa dreihundert Revolverschüsse auf die unten tehende Polizei und Menschenmenge abfeuerte, ist für geistig unzurechnungsfähig erklärt worden und wird einer Frrenanstalt überwiesen werden. Nebenbei hat er noch alle möglichen und unmöglichen Krankheiten, aber alle die verjagt der Wind, wenn er wetr bom Wasser herkommt und den Staub hinausblästt aufs Land, wo Raisuli wohnt, der große Räuberhauptmann, um dessen Haupt die europäische Presse eine unverdiente Aureole gewoben hat. † Wieder die alte Unfitte. In Massen bei Finsterwalde bersuchte die neunjährige Tochter des Invaliden Köhler Feuer mit Petroleum anzumachen. Die Kanne explodierte, wobei das Kind so schwer verletzt wurde, daß es kurz darauf starb. Bei dem Versuche, die Flammen zu ersticken, erlitt auch der Vater tödliche Verletzungen und starb in der Nacht. Er ist ein schlauer Schuft, der es verstanden hat, die Schwäche des hiesigen Gouvernements auszunüßen und ihm durch fortgesetzte Belästigung und Gefangennahme von Europäern die Notwendigkeit aufzudrängen, ihn, den Bod zum Gärtner zu machen, und ihm eine Gerichtsbarkeit in der Bannmeile Tangers einzuräumen, die er nun mit einer patriarchalischen Strenge ausübt, die häufig ein gutes Vorbild für die Polizei drüben im alten Europa abgeben würde. † Die Maul- und Klauenseuche ist im Kreise Lyck festgestellt worden, vermutlich infolge Einschleppung durch russische Gänse. Zur Abwehr ist die Grenze für den Verkehr mit kleinen Fleischportionen und Geflügel auf dem Landwege und mit Heu und Stroh in losem Zustande, sowie mit Milch gesperrt. find doch unsere modernen großstädtischen Marktplätze dagegeri mit ihren langen Fenſterreihen, mit ihren horizontalen Haupt gefimsen, die alle etwa in derselben Höhe die vier- und fünf stöckigen Gebäude nach oben hin begrenzen. So schematisc haben die Nürnberger Meister, denen zu allen Zeiten eine gewisse Schalkhaftigkeit innewohnte, nie gearbeitet. Die alten Nürnberger Künstler besaßen eine gewisse Freude am naiven Spiel; wer die alten Brunnen betrachtet, die so garnicht der Charakter stolzer Denkmäler an sich tragen, das Gänse männchen und den Dudelsackpfeifer, wer das originelle Gemisc von steifer Würde und naivem Humor am Tugendbrunnen aufmerksamer betrachtet, der wird bestätigt finden, daß die große Kunst der deutschen Vergangenheit mit einer gewissen naiven Ursprünglichkeit, mit einem gewissen findlichen Humor verknüpft ist. Ist doch tatsächlich in den letzten 10 Jahren in und um Tanger nur ein einziger Totschlag an Europäern verübt worden, und auch die Raubanfälle und Diebstähle lassen sich zählen. Ein gleiches kann wohl eine europäische Stadt von 40 000 Einwohnern faum in Anspruch nehmen. Dieser eine Totschlag, die Ermordung des Franzosen Charbonniers vor ein paar Wochen hatte politischen Grund: die Andjeras, ein unbändiger Berberstamm, hatten Grund, sich an Raisuli für die schnelle Justiz, die er an einigen ihrer Stammesbrüder vollzogen hatte, zu rächen und fanden keinen besseren Weg, um eine europäische Macht auf ihn zu hezzen. Aber wie immer in Marokko hat der arme Sultan bluten müssen und die Täter, wie auch Raisuli lachten sich ins Fäustchen, denn sie waren es, die den französischen Kriegsschiffen die Nahrungsmittel teuer verkaufen und gute Geschäfte mit ihnen machen konnten. † Der tägliche Eisenbahnunfall. Der von Brüssel abends nach Antwerpen abgegangene Personenzug fuhr bei VieuxDieu auf einen Güterzug und schnitt diesen in zwei Teile. Fünf Wagen wurden zermalmt. Einige Personen wurden verwundet. Der internationale Verkehr ist nicht gestört. † Ein Dorf in Flammen. Das aus 25 Häusern be stehende Alpendorf Planchamp, nahe Careus- Montreux geLegen, ist einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Infolge Wassermangels scheiterten alle Löschversuche. Von der Habe der Bewohner fonnte nur wenig gerettet werden. † Eine Laune Fortunas. Ein Herr Hunziker in Thalwil ( Schweiz) hatte dem Verlosungs- Komitee der dortigen Gewerbeusstellung eine prachtvolle Eßzimmer- Einrichtung gestiftet, die den Hauptgewinn bildete. Hunziker kaufte sich ebenfalls ein Loos und was gewann er: seine Zimmereinrichtung. - Auch den Franzosen kam der Fall nicht ungelegen, um einmal wieder etwas Macht zeigen zu können. Sie sind augenblicklich wieder mit Feuereifer dabei, Marokko friedlich zu erobern. Täglich tun sie neue Geschäfte hier auf, in französischen und arabischen Zeitungen bearbeiten sie die Bevölkerung zu ihren Gunsten, Krankenhäuser, Aerzte, Schulen verbreiten französische Anschauungen und Sprache. Das Ehrer Tiger Feuerweh dem Mitglied der fr Friedrig Bedri * Das Amtsbla Der Juftig beröffentli Befundet nicht auch das sogenannte Männleinlaufen, dieses alte Uhrwert am Chor der Frauenkirche, dieselbe Freude am naiven Spiel? Das interessante Uhrwerk wurde im Jahre 1509 von Georg Heuß gefertigt. Von dem Erfolg der in Algeciras beschlossenen europäischen Polizeiverwaltung hält man hier auch nicht viel. Ja, es gibt sogar Leute, die, und das vielleicht mit Recht, fürchten, daß die Polizei hier einen allgemeinen Aufstand gegen das Europäertum heraufbeschwören könnte, und wir hier ein zweites Peking erleben würden. † Durch Explosion in einer Feuerwerkfabrik entstand in Jersey- City eine ungeheure Panik. Tausende von Fenstern wurden durch den Luftdruck zertrümmert, das Hauptgebäude ber Fabrik und 3 Nebengebäude völlig zerstört. Die Bewohner des ganzen Stadtteils flohen entießt auf die Straße, boch wurde niemand verletzt. Bunte Tages- Chronik. Essen, 16. August. Auf der Zeche Mathias Stinnes wurden durch eine Gaserplosion ein Maschinensteiger und drei Arbeiter schwver, einer davon lebensgefährlich verletzt. An alten interessanten Brunnen ist Nürnberg besonders reich. Viele dieser Brunnen offenbaren zugleich die Freude der alten Meister an mechanischen Kunstwerken, und ich meine, daß ein gewisser Zusammenhang zwischen der Industrie der mechanischen Spielzeuge ,, deren Hauptstätte heute Nürnberg ist, und jenen alten Meistern besteht, welche die kunstreichen Brunnen der alten Stadt und die merkwürdigen Uhrwerfe konstruierten. Kunst und Mechanik waren früher eng ver schwistert; auch Peter Henlein, der Erfinder der Taschenuhr, war ein Nürnberger. Unter der Asche glimmt immer der muhammedanische Fanatismus und wenn man gesehen hat, wie in Tanger unter den Fenstern der deutschen Gesandtschaft die Araber in ihrem religiösen Fanatismus fich selbst halb totschlugen mit Beilen und Lehmkugeln, oder lebende Hammel zerrissen und ver schlangen, wird man nicht überrascht sein, wenn sie sich plötz lich gegen den Christenhund" wenden. Aschaffenburg, 16. August. Im hiesigen Turnverein stürzte der Turner Adam Braun bei Vorführung des Riesenschwunges ab und starb an den erlittenen Verlegungen. bon bes Dienfieinfommen Behörden und Perfe Romiglia Breuifer und Beamten der M fonds fließenden Berfonen des Gol Militärverwaltung zu cls Drittfchuldners progeBordnung beruf blattes ift im Staat X Dem Verne partaffe Gieß Raffetage einzu morgens 8-1 Uhr fnet sein. Außer Einleger zur Einfüh iebungen im Inte Berbefferungen herbe dürften gewiß allerfe § Seigftiftu fiigungen an notleide follen in September Jum 31. Auguft an ** Die Gießene begehen die Gravel am Sonntag durch ein Anfchluß daran werd Faedhof und das S gmüdt werden. Biehsenger 8bach ift Bläschenc werhängt. Die unte ter Chefrau zu Ru auffeu che ist erlof brand des Wilhelm C algebrochene Rotla arten Sperrmaßrege Gin interess Gigt. Ein Lehrer Artfellte hierauf ein trafung als„ Mißhan rer den Knaben sof Der sagte, daß von fa tonne; it erhob Manche dieser Brunnen haben eine interessante Geschichte. Der funstreiche Neptunbrunnen, der so wunderschön mit grüner Patina bedeckt ist, wurde erst im Jah.e 1903 auf dem Hauptmarkt aufgestellt, er ist aber dennoch das Werk alter Meister, die schon einige Jahrhunderte im Grabe ruhen, Das Modell zu diesem Neptunbrunnen wurde im Jahre 1650 dem Nürnberger Goldschmied Christoph Ritter ge fertigt. Während der folgenden acht Jahre wurden die Figuren bom Bildhauer Georg Schweigger für den Erzguß modelliert und bon Wolf Hieronymus Herold gegossen. Im Jahre 1792 fehlte es der Stadl Nürnberg an Geld. Man verkaufte das wunderbare Kunst werf an den Kaiser Paul von Rußland, und nun wanderten die auf Seemuscheln blasenden Tritonen, die auf Delphinen und Seedrachen reitenden Keulenträger, die hübschen Wasser nymphen mit allem Zubehör nach Petersburg, woselbst der Brunnen vor dem Schlosse Peterhof zur bleibenden Er innerung an den Geldmangel der Stadt Nürnberg Aufstellung fand. Auf eine Anregung des Professors Friedrich Wandere wurde nun schließlich in jüngster Zeit eine getreue Kopie des Originals hergestellt, für welche Kommerzienrat v. Gerngroß die Mittel bereit stellte. Auch der Schöne Brunnen kann von manchen Schicksalen erzählen; er hat soviel Wandlungen durchgemacht, daß ihn sein Meister, Heinrich der Palier, der ihn in der Zeit von 1385 bis 1396 erbaute, vielleicht garnicht mehr wiedererkennen würde. Uns Deutschen ist man noch am geneigtesten und uns wird man zur rechten Zeit warnen oder retten, denn von uns hofft man ja viel Gutes, wie man von den Franzosen und Engländern Böses fürchtet. Frankfurt a. M., 16. August. Unter dem Verdacht, Mädchenhandel nach Argentinien betrieben zu haben, wurde hier die Masseuse Margarete Heins und ihre Tochter verhaftet. Aber über dem allen weht der Schleier der Zukunft, den ein Windstoß morgen schon lüften kann, aber auch ebensogul erst in Monaten und Jahren. Dr. J. Jung. Aus dem Gerichtsfaal. § Wegen Fahnenflucht und Menterei wurde der 23 jährige Arbeitssoldat Josef Kettner, früher bei der 8. Kompagnie bes 17. Infanterieregiments, vom Kriegsgericht in Landau ( Pfalz) zu insgesamt sieben Jahren Zuchthaus, fechs Jahren Ehrverlust und Entfernung aus dem Heere berurteilt. -O Die Stadt der Meisterfinger. - - - - Der merkwürdigste Nürnberger Brunnen ist aber weder das Werk eines Bildhauers noch das eines Erzgießers, son dern ein Wunderwerk der Ingenieurkunst. Um ihn zu sehen, wandern wir, vorbei an den altersgrauen Mauern und male rischen Tortürmen der Stadt, hinauf zur alten Burg, deren Anfänge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen. Kein Be sucher der Nürnberger Ausstellung dürfte wohl unterlassen, die alte Kaiserburg mit der merkwürdigen romanischen Doppel kapelle und den reichen Kunstschäßen aus alter Zeit, den fünfeckigen Turm, das älteste Baudenkmal Nürnbergs, und die grausige eiserne Jungfrau zu besuchen, von der es in der Chronik heißt: ,, wen sie umfing, der fühlt aber kein Liebesschmerz, sondern war dahin in alle Ewigkeit." Ein Spaziergang durch die Strassen Nürnbergs. Auf dem Hauptmarkt. Beim Gänsemännchen. Das Männlein. laufen. Der Erfinder der Taschenuhr. Die Wanderungen des Neptunbrunnens. Die eiserne Jungfrau. Nürnberg, im August. Den Fremden, die zur Jubiläums- Ausstellung nach der alten Reichsstadt kommen, geht es ganz merkwürdig. Ohne die Reize der Ausstellung zu mißachten, werden sie durch die Schönheiten der alten Stadt so sehr gefesselt, daß sie sich gleichsam selbst die Stunden zum Besuch des Ausstellungsterrains abringen müssen. Wie ist es töstlich diese alten Straßen zu durchwandern, die zierlichen Erfer und Reliefs der alten braven Nürn berger Meister zu betrachten, die alten Inschriften zu ent ziffern und in die idyllischen Höfe hineinzublicken. Jeder Teil des alten Nürnberg ist in hohem Grade malerisch, ganz besonders aber die vollkommen erhaltene, die ganze Altstadt umgürtende Festungsmauer mit den zahlreichen Türmen und Türmchen, wie der breite Festungsgraben mit den lauschigen Schmuckanlagen, den auf- und abwärts steigenden Schlangenwegen. An dem tiefen Brunnen im vorderen Schloßhof soll man nicht achtlos vorübergehen. Es ist ein ganz wunderbares Wert, das auch moderne Ingenieure mit größtem Staunen zu erfüllen vermag. 30 Jahre lang sollen Sträflinge unter Konrad II. an der Herstellung dieses Brunnens, der eine Tiefe von 335 Fuß aufweist, gearbeitet haben. Nur die obersten sieben Reihen des runden Schachtbrunnens find aus großen Quadersteinen gemauert, während der ganze übrige Teil in den massiven Fels bis zur erwähnten Tiefe gebohrt ist. Was mag in all den wuchtigen, grauen Türmen, hinter all den massigen Steinmauern vorgegangen sein was mag heute noch hinter diesen grauen Mauern vorgehen, und welche Beziehungen haber die Menschen, die heute in dem alten, die ganze Stadt umgürtenden Gemäuer hausen, zu den längst vergangenen Geschlechtern. Diese Fragen werden immer wieder beim Durchwandern der alten Stadt den Fremben beschäftigen, und immer wieder sagen wir uns, ein Poet müsse ja geradezu romantische Geschichten von diesen Wänden herunterlesen fönnen. Er wird die Toten mit dem Odem seines Geistes wieder beleben- er wird sie durch die alten engen und frummen Gassen mit den merkwürdigen Brunnen begleiten, er wird mit ihnen andächtig in die alten Kirchen Fred Hood. Es gibt gewiß im ganzen Deutschen Reiche nicht einen Marktplatz, der ein so schönes, in sich geschlossenes altdeutsches Architekturbild, einen so interessanten Rahmen für den Markthandel abgibt, wie der Hauptmarkt in Nürnberg mit seinem schönen Brunnen, dem Neptunbrunnen, der Frauenkirche und den schlichten Giebelhäusern, gegen deren altersgraue Flächen sich die reichgegliederte Front der Frauenkirche abbebt. Wie langweilia und eintönig treten. Vermischtes. = 100 000 Mark Fehlbetrag, das ist das betrübende Resultat der in Berlin in der Nationalgalerie veranstalteten Jahrhundertausstellung. Man muß angesichts dieses petuniären Mißerfolges hoffen, daß der fünstlerische Erfolg der Ausstellung ein desto größerer ist. = en Beleidigung, der wurde zu 90 Mt. Str urteilt. Humor bei der Fahrkartenstener. In Mecklenburg, dem Heimatlande Reuters, ist der trockene Humor immer noch zu Hause, er äußert sich auch bei Vorfällen, die man nicht zu den angenehmen rechnen darf. Auch die Einführung der Fahrkartensteuer hat einige Proben dieses kernigen Humors gezeitigt. Man fügt sich in das Unvermeidliche und зн Eine neue AoE don für das tommende hungen, die das rh jem Jahre und noch aben laut Berl. 8tgber größte Teil de Binns von der Erhö и Materialien aufgeze Ausfall an Förderu Gewonnener Gift zu Ende, die S agen. Die Brauere Auffhlag von 1,8 laffen, zu welchem bad daher zur Benugtu fer durchgeführt habe gemein zum alten midgelehrt. Arbeitgeb Dentide Arbeitgeberherband deutscher Meta rg die diesjährige Bschäftsbericht ha Linde und 20 Einzelm erbände fich für 190 t zur Beit 38 Bez eine, die ingefamt ift eine Rommiffion quarbeiten, die die ungsgemäß regeln fo Alebt Marte abmann und Handm Wertverficherung große Daus Untenntnis& ht. Wer diese V Jahre nur wenigfte Anspruch auf Bew at für die Frau 1,5 labre, und diese winzig sucht ihm die heitere Seite abzugewinnen. ,, Dar fehlt fiefie Anwartschaft ist b Penn", sagte eine Bauersfrau sehr bestimmt, als ihr auf ihr leben. Diese Rente ab Markstück 5 Pfg. weniger als sonst herausgegeben wurden. Als sie an die Steuer erinnert wurde, meinte sie überlegend: Ja, denn kön't de Eier awer nicht mehr vör söben Penn berföpen!" ,, Un id mutt en Penn op dat Liter Melt opslagen", fiel ein Milchmann aus der Umgegend ein, der den gesunden Gedanken schnell aufgenommen hatte.- ,, Watt, is de Fahrt na Preez dürer worn?" fragte ein Jüngling. Während der Schalterbeamte den Unkundigen über die Ur sache des Aufschlages belehrte, rief ihm ein Gefährte zu: ,, Dat is vör Extraheizung; Du faßt mal sehen, wat dat int Cupee schön warm is!" enbung von Berficheru Die Frau eines Landw iwillig die frühere( al te( mit 10 Beitrags nädigen Augenleider Invalidentente von Frau bei ihrer Bere derflatten laffen, fo maliger Betrag von 8.200 Marten ber eine Rente erlang eten Beitrags u ng follte mehr bea ttplage dage Bontalen Spa biers und f So schematis Men Beiten eitet. Die alt eude am na fo garnicht b , das Gar iginelle Gemi Eugendbrum Lokales. 17. Auguft * Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen vom Großherzog dem Mitglied der freiwilligen Feuerwehr zu Almenrod Friedrich Hedrich. * Das Amtsblatt Nr. 18 des Großh. Ministeriums der Juftiz veröffentlicht eine neue Nachweisung derjenigen Finden, daß Behörden und Personen, welche im Geschäftsbereiche der einer gewife Röniglich Preußischen Militärverwaltung bei der Pändung ndlichen Humbes Dienfteinkommens und der Pensionen von Offizieren Männleinlauf firche, dieje Ubriert wun berg befonde eich die Freu und Beamten der Militär verwaltung sowie der aus Militärfonds fließenden Gebührnisse der Hinterbliebenen von Bersonen des Soldatenstandes und von Beamten der Militärverwaltung zur Vertretung des Reichs( Miltär-) Fiskus dem Kleinbauern und Handwerker zum Segen und ist ein Mittel zur Erhaltung der Landwirtschaft und des Handwerks. * Pohl- Göns, 17. Auguft. Am Sonntag, dem 26. Auguft wird in unserer Gemeinde das Gustav Adolf- Fest des Vereinsbezirks Buzbach abgehalten. A Langsdorf, 16. August. Eine lebhafte Agitation hat sich unter der Bevölkerung für die am 25. August stattfindende Bürgermeister wa hI bemerkbar gemacht. Begen den jezigen Bürgermeister Landtagsabgeordneten und 2. Rammerpräsidenten Köhler hat sich eine Partei gebildet, die den Beigeordneten Schiel wählen will. * Herchenhain, 17. Auguft. Die neue Vogelsberg Bahn blieb dieser Tage zwischen Grebenhain und Oberwald zweimal steden. Es gelang der Maschine erst nach 11 Bahnhof von Schwälmer Deputationen und am Stadttor von den städtischen Körperschaften begrüßt. Bei dem Fest gottesdienst predigten Generalsuperintendent Möller- Rossel wurden der Kaiserin, in deren Begleitung sich die höchsten und der Anstaltsvorsteher Pfarrer Schuchhardt. Später Behörden der Provinz befanden, die Anstaltsinsassen vorgeftellt. Die evangelischen Posaunenchöre Hessens trugen Chorale vor. Rechtsauskünfte. ( Für die erteilten Auskünfte kann eine zivilrechtliche Haftung nicht übernommen werden.) Sypothekenschuldner ist die Mobilienzwangsvollstreckung zuEigentümer D. Gegen den auch persönlich haftenden lässig. Bäder S. Die Mutter hat feinen Anspruch auf Rück als Drittschuldners im Sinne der§§ 829 ff. der Zivil- vielen vergeblichen Versuchen und lebhaften Zusprüchen zahlung der von dem verstorbenen Sohn gezahlten Invalidenprozeßordnung berufen sind. Die betr. Nummer des Amtsund ich mein blattes ist im Staatsverlag erhältlich. Industriete Heute Nürnber die tunstreid digen Uhrwe früher eng be der Reisenden, den Zug nach Hartmannshain zu bringen, wo man mit einstündiger Verspätung eintraf. Die Strecke scharfe Aurven. versicherungsbeiträge. XDem Vernehmen nach beabsichtigt die Bezirks. hat dort die höchste zulässige Steigung 1: 40 und beschreibt nicht gestattet haben, Ihre Firma weiter zu führen, können Spartasse Gießen vom 1. Oftober 1. Js. an tägliche Raffetage einzuführen und zwar soll die Kasse von morgens 8-1 Uhr und von nachmittags 3-4 Uhr geöffnet sein. Außerdem wird tägliche Verzinsung der Sante Geschicht ziehungen im Interesse der Bezirksangehörigen mancherlei Einleger zur Einführung fommen, wie auch in anderen Beunderschön Berbesserungen herbeigeführt werden sollen. Diese Neuerungen Der Tajchenu das Werk alla e 1903 auf den dürften gewiß allerseits mit Freuden begrüßt werden. § Seistiftung. Die für 1906 fälligen UnterGrabe ruhe füsungen an notleibende Aerzte ober deren Hinterbliebenen follen in September ausgezahlt werden. Gesuche sind bis jum 31. Auguft an Dr. Weckerling- Friedberg zu richten. e im Jahre 160 oph Ritter Jahre wurd Schweigger f geschmückt werden. * Die Gießener Krieger- und Militärvereine Sieronyma begehen die Gravelotte und St. Privat- Feier 88 der Stat am Sonntag durch einen gemeinschaftlichen Kirchgang. Im nderbare Kun Anschluß daran werden die Kriegergräber auf dem alten mun wandert Friedhof und das Kriegerdenkmal auf dem Marktplaß auf Delphinen Sübschen Waffe 8, woselbst da Viehseuchen. Unter dem Nindvieh zu Kessel. bleibenden baist Bläschenausschlag festgestellt. Sperre ist berg Aufstellung verhängt. Die unter dem Schweinebestand des Kaspar iedrich Wandern Becher Ehefrau zu Ruttershausen ausgebrochene Rottreue Ropie de lauffeu che ist erloschen. Die unter dem Schweineat b. Gerngrej bestand des Wilhelm Christian Hubeler zu Grüningen Brunnen tam ausgebrochene Rotlauffeuche ist erloschen. Die angeiel Bandlunga oroneten Sperrmaßregeln sind aufgehoben. der Balier, da ielleicht garni ift aber web Erzgießers, so m ihn zu sehen muern und male ten Burg, der chen. Kein B - - * Ein interessantes Urteil fällte das Binger Gericht. Ein Lehrer hatte einen Knaben bestraft. Ein Arzt stellte hierauf ein 8eugnis aus, worin er die Beftrafung als„ Mißhandlung" bezeichnete. Darauf ließ der Behrer den Knaben sofort von dem Bezirksarzt untersuchen. Dieser sagte, daß von einer Mißhandlung nicht die Rede fein fönne; i zt erhob der Lehrer gegen den Arzt Klage we jen Beleidigung, der das Gericht stattgab. Der Arzt ohl unterlass wurde zu 90 Mt. Strafe und zur Tragung der Kosten anischen Doppel berurteilt. alter Zeit, de * Eine neue Kohlenpreiserhöhung wird jezt Nürnbergs, un n der es in de hon für das fommende Jahr angefündigt. Von den Preis ber fein Liebes erhöhungen, die das rheinisch- westfälische Kohlensyndikat in diesem Jahre und noch ganz neuerdings vorgenommen hat, loßhof foll mm haber laut Bert. Ztg." sehr viele Zechen nichts gehabt, nz wunderbar da der größte Teil des aus den Preisaufschlägen erzielten Stem Staunen Gewinns von der Erhöhung der Löhne und der Verteuerung Sträflinge unta der Materialien aufgezehrt wurde. Es kommt dazu noch nens, der ein der Ausfall an Förderung infolge des Arbeitermangels. aben. Nur d annens find a er ganze übrig Tiefe gebohrt Türmen, hinte ein- was gehen, und weld n dem alten, " * Gewornener Bierkrieg. Der Bierkrieg in Cassel ist zu Ende, die Konsumenten haben den Sieg davongetragen. Die Brauereien erklären, daß sie pro hektoliter emen Aufschlag von 1,25 Mt. nehmen und es den Wicten iberlassen, zu welchem Preise sie abgeben wollen. Diese find daher zur Genugtuung der Biertrinfer, die den Streit zu den längapfer durchgeführt haben und bereit maren, ihn fortzusehen, werden im algemein zum alten Preise von 13 Pfennig pro Shoppen Ot den Fremda zurückgekehrt. ** Arbeitgeber Organisation. Wie die uns, ein Bod diesen Wände Deutsche Arbeitgeber Beitung" mitteilt, hielt der Gesamtmit dem Ode berband deutscher Metallindustrieller am 11. August in Nürndurch die alte brg die diesjährige ordentliche Ausschußsizung ab. Nach irbigen Brunne dem Geschäftsbericht haben sich im Berichtsjahre sechs Verie alten Kirda Sinde und 20 Einzelmitglieder neu angeschlossen und zwei Fred Hood Berbände sich für 1906 angemeldet. Der Gesamtverband blt zur Zeit 38 Bezirksverbände und zwei angeschlossene Breine, die insgesamt rund 431 000 Arbeiter beschäftigen. tst eine Kommission eingesezt morden, um eine Vorlage uzuarbeiten, die die Aussperrung über den Gesamtverband das betrüberungsgemäß regeln soll. ie veranstalte Schotten, 15. August. Auch in diesem Jahre wird auf dem„ Lehrerheim Vogelsberg" auf Anregung des Bezirksvereins Schotten wiederum eine Familientonferenz oberhessischer Lehrer stattfinden. Als Festredner ist Hauptlehrer Storch von Butzbach gewonnen worden, der Gedanken, und Betrachtungen am Riffhäuser" zum Besten geben wird. Da der Ludwigstag( 25. August), an dem die Konferenz in altherkömmlicher Weise auch diesmal abgehalten wird, heuer auf einen Samstag fällt, so dürfte die Feier recht zahlreich besucht werden. Aus dem Niddertal, 16. August. Als heute Morgen der Zug Eckartsborn verlassen hatte, sprang eine fleine Tierfreundin an das Geleise und riß ein Käßchen vor der Maschine weg. Der Führer gab sofort Gegendampf und rettete dadurch das Kind. Die Bierbrauereien haben für den Haftoliter Bier 1 Mt. mehr bezahlen müssen. bielen Wirten die Mitteilung gemacht, daß sie in Zukunft * Ober- Schmitten, 17. August. Während sich um die Schulstelle des nahe gelegenen Unterschmitten eine ganze Anzahl von Lehrern beworben hat, findet sich zu der hiesigen freien Schulstelle nicht ein einziger Bewerber. * Büßfeld. Auf dem Bezirtstage unserer Hassiavereine dahier wurde an Stelle des zurückgetretenen Bezirksvorstehers Friedrich von Bleidenrod nach langer, sehr erregter Debatte Rittmeister der Landwehr Ed. Luß von Elpenrod gewählt. Da auch Herr Geibel von Homberg als 2. Bräsident abdankte, so wurde an seiner Stelle Gastwirt Söbler von Nieder- Gemünden mit 17 Stimmen gewählt. Der bewährte Schriftführer Stroh von Lehrbach wurde einstimmig wiedergewählt und für Luz als Rechner trat Bürgermeister Heß dahier in den Vorstand. Die Wahl soll von Homberg angefochten werden. * Fulda, 16. Auguft. Ene Konferenz der Bischöfe Preußens findet am 28. und 29. August in Fulda stait * Seligenstadt, 15. Aug. Zum Lustmord. Aus Michelstadt im Odenwald wird der Frankfurter Kleinen Presse" geschrieben: Im benachbarten Stockheimer Walde wurde durch die hiesige Gendarmerie ein Stromer verhaftet, auf den das Signalement des steckbrieflich verfolgten Luftmörders der Frieda Weih passen soll. Der Mann erregte zuerst dadurch Verdacht, daß er beim Erscheinen der Gendarmerie schleunigst die Flucht ergriff Er wurde nach eingehendem Verhör durch die hiesige Gerichtsbehörde ins Haftlofal gebracht. Eine ähnliche Meldung kommt aus Hanau: In der Nähe der Mainfur nahm ein Gendarm einen Handwerksburschen fest, dessen Aeußeres mit dem Signalement des mutmaßlichen Mörders der Frieda Wih übereinstimmen soll. Wer ist nun der richtige? Vielleicht feiner von beiden. * Frankfurt. Mädchenhändlerin. Einen guten Fang machte durch Zufall der Kriminalschutzmann August Hofmann, der mit einem Wagen der Straßenbahnlinie Bornheim- Rebstock fuhr. In dem Wagen saß die Ehefrau Margarete Heine, die schon lange wegen schwerer scuppelei verfolgt wird. Als die Frau an der Hauptwache ausstieg, red te sie der Beamte an und verhaftete sie. Die Frau hielt sich hier unter dem Namen Becker auf und wohnte in Darmstadt. Sie war vor furzer Zeit mit ihrer 16jährigen Tochter aus Argentinien zurückgekehrt, wo sie sich ein Jahr aufgehalten hatte. Ende dieses Monats wollte sich die völlig mittellos Frau wieder nach Argentinien begeben. Vor einigen Tagen ging bei der Poliz'i eine anonyme Anzeige ein, daß sich die Heine in Animiertneipen herumtreibe und versuche, Kellnerinnen dazu zu bewegen, mit ihr nach Argentinien zu gehen. Die Untersuchung wird ergeben, ob die Frau auf Mädchenhaudel ausging. Ebenfalls wurde Diefes petuniarandmann und Handwerker der freiwilligen Invaliden- und ihre Toster verhaftet. Erfolg der In Medlenburg Humor im Orfällen, die ma die Einführung dieses ternige vermeidliche un Alebt Marten! Gut würde es sein, wenn der Altersversicherung größere Aufmerksamkeit widmete. Leider wird aus Unkenntnis davon noch viel zu wenig Gebrauch macht. Wer diese Versicherung freiwillig fortseßt, braucht Jahre nur wenigstens 10 Marken zu verwenden, um sich ben Anspruch auf Gewährung einer Rente zu sichern. Das cht für die Frau 1,40 Mt., für den Mann 2 Mt., im Shre, und diese winzigen Beiträge sigern eine gute Rente. Dar fehlt f Die Anwartschaft ist bi Erreichung von 500 Marten ge= gegeben wurden fie überlegend bör föben Benn bat Liter Well ngegend ein, da hatte.- Bat the thr auf tetben. Dieſe Rente aber kann sich bei regelmäßiger Verbung von Versicherungsmarken bis auf 450 Mt. steigern. Die Frau eines Landwirts, die nach ihrer Verheiratung ivallig die frühere( als Dienstbote) Versicherung fortgesetzt atte( mit 10 Beitragsmarken im Jahre), erkrankte an einem artnäckigen Augenleiden. Auf ihren Antrag wurde ihr eine Invalidenrente von jährlich 118 Mt. bewilligt. Hätte be Frau bei ihrer Verheiratung die Hälfte ihrer Beiträge erstatten lassen, so würde ihr nichts weiter als ein Emaliger Betrag von 30 Mart zugefallen sein. Waren 8. 200 Marten verwendet und der Betreffende stirbt, ne eine Rente erlangt zu haben, so wird die Hälfte des leisteten Beitrags zurückerstattet. Diese staatliche Eintung sollte mehr beachtet werden, sie gereicht besonders ein Jüngling en über die Ur ein Gefährte zu: jen, wat dat int * Aus dem Taunus. Eine neue Ordensniederlassung der Franziskaner ist in Cöstheim im Tounus genehmigt worden. Mit dem Bau des Klosters wird sofort begonnen. * Mainz, 16. August. Die Parade wird nicht am 22, sondern am 25. August abgehalten. * Darmstadt, 16. August. Ungetreuer Beamter. Flüchtig ist seit einiger Zeit der etwa 40 Jahre alte Bahnaſſiſtent Vohwinkel, der zuletzt in Arheilgen beſchäftigt war. Ec hat, wie sich herausgestellt, eine Reihe von Unterschlagungen zum Nachteil der Eisenbahnverwaltung begangen, doch ist der entstandene Schaden durch seine Angehörigen gedeckt worden. Neuerdings ist man jedoch dahinter gefommen, daß Vohwinkel bedeutend mehr unterschlagen hat, als man ursprünglich angenommen, u. a. n cht unbedeutende Frantaturbeträge. * Treysa, 15. Auguft. Heute fand hier in Gegenwart Ihrer Maj stät der Kaiser in die Einweihung des vom Bezirksverbande des Regierungsbezirks Kassel den Anstalten Hephata aus Anlaß der silbernen Hochzeit des Kaiserpaares geftifteten Gedächtnistit che statt. Die Kaiserin, welche um 10 Uhr hier eintraf, wurde am festlich geschmückten Geschäftslauf. Falls Sie der Käuferin Ihres Geschäftes Sie ihr das verbieten und eventuell auf Unterlassung bei Gericht Klage erheben. Wir bitten unsere geschätzten Leser, recht ausgiebigen Gebrauch von dieser Neueinrichtung zu machen, da ja fast täglich Fälle eintreten, die eine Rechtsausfunft wünschenswert erscheinen lassen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 18. Auguft. Bettweise hester, meift trocken, nur vereinzelt geringer Regen, fühl, besonders nochts, mäßige westliche ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Winde. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 10. Sonntag nach Trinitatis, den 19. August Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Zugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 92 Uhr: Pfarrer Kraus. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Zugleich Christeniehre für die Nufonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 92 Uhr: Pfarrer Euler. Zugleich Gedent feier des 18. August. Abends 8 Uhr Versammlung und B.belbesprechung im Konfirmandensaale der Johanneskirche. Batholische Gemeinde. Samstag, den 18. August. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 19. August. 11. Sonntag nach Pfingsten. Vorm. von 62 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Takramentalische BruderschaftsAndacht. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 2 landw. Arbeiter, 1 landw. Magd, 6 Bauschlosser, 2 Schmiede, 1 Elektromonteur, 6 Schreiner, 1 Lackierer, 3 Glaser, 1 Anstreicher, Erdarbeiter, 1 Küchenbursche, 1 Küchenmagd, 1 Kutscher, 2 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 2 Laufmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 2 Wasch- und Puzfrauen, i Flickfrau, 1 Installateur, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Kaufmann, 1 Fahrbursche, 1 tassierer- oder Bureaudiener. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid in Gieken. Neuralgie, Gesichtsschmerzen. Kein Mittel bringt so schnelle Linderung und Heilung als Dr. Rays Nervol. Enige Löffel voll genügen, um Erfolg zu erzielen. Enthält: Kaliforn. Haferertraft 50, Fenchel 20, Anis 20, Pomeranzen 20, Baldrianertraft 20, Blyzerin 30, Zucker 30, Bromfalium, Bromnatrium, Bromammonium je 10) zu haben in Apotheken. Bei Einkäufen wollen unsere verehrlichen Abonnenten und Leser sich der in unseren Zeitungen inserierenden Firmen erinnern und auf uns beziehen. A1 SOUN CUIQU Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. August bis 15. Oktober von morgens 6 bis abends 8 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Friedhofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore geschlossen. Gießen, den 14. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig Spielend leicht! Offer, u A. B. a. Annoncenexpedit Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Steckenpferd. Lilienmilch- Seif Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 25. Juli b. Bergmann& Co., Radeber 1906 ist der Wilhelm Rieb Ehefrau dahier die Er- erzeugt ein zartes, rofiges und laubnis zur Ausübung des Gewerbes als Gesindeber- iugendfrisches Aussehen, wei fammetweiche baut und reina blendend schönen Tetut. Krieger, Veteranen-, Marine- Verein, Krieger- Kameradschaft, Artillerie, Garde- und mieterin erteilt worden. Pionier Verein. Gravelotte- und St. Privat- Feier. Sonntag, den 19 August d. J., vormittags 9 Uhr: Versammlung bei Kamerad Prell( Kreuzplatz) zum gemeinschaftlichen Kirchgang, daran anschließend: Schmückung der Kriegergräber auf dem alten Friedhof und des Kriegerdenkmales auf dem Marktpla B. Verbands- und Vereinsabzeichen, sowie Orden- und Ehrenzeichen sind anzulegen. Um zahlreiche Beteiligung wird dringend gebeten. Welfall und ca. 2000 Schwarze und bunte Illuftrationen, fowie zahlreiche Faksimile- Beilagen. in Extrabeigaben neuem Syftem der Daritellung. Menschheit Geschichte der Erforschung der Natur und der Verwertung der Naturkräfte im Dienite der Völker bon Hans Kraemer in Verbindung mit bervorragenden Fachmännern. Reichilluftriertes Prachtwerk Komplett in 5 Bänden, Preis pro Bd. 16 Mk. = 19 Kr. 20 H.= 21 Frcs. 35 ctm. Deutsches Verlagshaus Bong& Co., Berlin W. 57. Peraltete offene Beinschäden und Krampfader- Geschwüre behandelt speziell Frau H. Dentzau( seit 1895) Hannover, Wolfstraße 9 Bei meiner einfachen, seit langen Jahren erprobten Heilmethode ist selten Ruhe nötig. Keine steifen Verbände. Leichte Selbstbehandlung. In vielen Fällen genügt einmaliger Besuch. Zahlreiche, ausführliche Adressen und Empfehlungen aus HessenNassau frei zugesandt. Monatlich 1 mal auch in Gießen zu sprechen. Schriftliche Bestellung nach Hannover erbeten. Näheres brieflich. AVAVAVAVAKAVA A Gasthof Zum Pfau" Christ. Belz ( vorm. Bramm) Gießen Gute Küche Schattiger Garten. Neustadt 55 Reine Weine. - ff. Biere Gesellschaftszimmer mit Piano für Gesellschaften u. Vereine 2c. Erstklassige Kegelbahn. Stallung für 18 Pferde. Aufmerksame Bedienung. Remise. Schned rocknend aus: bode Lad Den Gebührentarif derselben bringen wir nach stehend zur öffentlichen Kenntnis: Oelfarben nicht nachklebend, Parkettwachs, Parkettwachs ohne Glätte a) für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 Mt.; b) für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herr schaft nach auswärts 7 Mk., wovon der Dienstbote jeweils 2 Mt. zu entrichten hat. Gießen, den 14. Auguft 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Wekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Licher Straße zwischen Schiffenbergerweg und Wolfstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 16. August 1906. sowie alle sonstigen Artikel zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden bei Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wir suchen für unsere Installationsabteilung einen tüchtigen, selbständigen Elektromonteur für Hausinstallationen. Reflektanten wollen sich mit Angabe der Lohnansprüche und Beifügung von Zeugnisabschriften bei der unterzeichneten Verwaltung alsbald melden. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. Stolte. Arbeitsvergebung. Die Glaserarbeiten zum Renbau des Stadt theaters in Gießen bestehend aus rund 417 qm Eichenholzfenstern mit Beschlag und Verglasung sollen im ganzen oder geteilt in 4 Bosen im Wege des öffentlichen Angebotes vergeben werden. Zeichnungen und Arbeitsbeschreibungen, Bedingungen und Angebotsbogen liegen im Bureau des Architekten H. Meyer, Weftanlage 6 dahier, zur Einsicht offen und können daselbst zum Selbstkostenpreis erhoben werden. à Std. 50 Bfg. bei: B. J. Möbe Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am Mittwoch, den 29. August 1906, vorm. 11 Uhr, mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns einzureichen. Gießen, den 17. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeitsvergebung. Die zur Herstellung einer Spülflosettanlage im Mannschaftsgebäude der städtischen Kaserne erforderlichen Maurer, Schreiner- und Weißbinderarbeiten] sollen Mittwoch, den 22. August, vorm. 10 Uhr, Emil Fischbach öffentlich vergeben werden. Emil Koch, Adolf Bieler. Wasche mil LUHNS Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Luhns Giebt schönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monatl genügt! Streng reell! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Prospekt durch alleinige AnnahmestelleChr.Hummel München, Römerstrasse 3. Freibank. Heute und Morgen: Rindfleisch 56 Pfg. Kuhfleisch 48 Bfg. Hammelfleisch 50 Pfa Rr. 193 ation Baupter Fera für D Enthält all Bol Für einen gra borüber, hat die F Mitte der großen G Den Bergen und vor wird neu aufgenom frischer Schaffensfre Jahre, auf manchen glauben möchte. fälliger Art, gaben lange nach. Man d freilich nicht zufällig und abgemeffen wer die fich Jahre lang Begegnung fidher eine die Fürsten verabred fimmten Abrede gef beimnis. Eicher abe borherigen Spannung weiteres Nachlassen deffen sich alle Teile fauch auf die r jigung des Friede amentlich Europa. babon in erster Reihe allem Anschein nach Banden hat. Die Wirkung übe it unseren Schutzgebie Eingeborenen find num Doch neigt sich erficht 8. Oberst v. Deimli Hufräumungsarbeit" The die noch zu leister spruch nehmen werde. Heft an Beruhigungst prishen fehren die R ider tolonialen Verhäl heimat zurüd, mit und ihre Entschlüsse ritet. Auf diesem Ge vielleicht mehr no Rolonialabteilung Cohnung schaffen. In Rußland dau ift imftande, die Gjolg des Utas hat Technikum Lemgo i. Lorjam findet, und Bau-, Maschinenbau-, Ziegler Steinmetz-, Heizerschule. Satzungen kostenfrei. Beginn 30. Okt. D. Ferienkurse. Abkürz. d. Studien. Ing.- Dipl Medizinische Klinik Gieken. Wärter wiederum in der Geb Coroneten Gewalten. Besonders heftigen Bartei hatte namen brer mörderischen blieben nicht aus auch sonst geschieht, einem einzigen Tage getötet worden. Da Die in foldjen Ding Find. Das fann nid fein, ab 1. September gefugoje gerichteten Geme Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen Dienstmädchen Gießen, Seltersweg. liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht gesucht. Darlehn auf Möbel, Wirtschaft offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, usw. gibt Selbstgeber ohne unnötige find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Vorauszahlung. Unger, Berlin, Gubener- Straße 46. Dr. Michaelis' Eichel Kakao Rückporto von Herzten erprobt bei Magen- und Darmstörungen, sowie Brechdurchfall. Gleich wirksam bei Kindern wie Erwachseneп. Ein vorzügliches Kräftigungsmittel, besonders nach diesen Krankheiten. Jn 1, Ko., 1 Ko. Mk. 1.30 u. Probe- Dosen 50 Pfg. mk. 2.50 Dorrätig in Apotheken und Droguerien, Alleinige Fabrikanten: Gebrüder Stollwerck& Cöln. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 16. August 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Grummetgras- Versteigerung. Die russische Reb die Ferne gehabt: Angen- Klinik perische Barlament d Gießen. Dienstmädchen gesucht. einem Land eine R als das Parlament, d berief. Die Pajchas mandiert. Doch fie e og fie fich zur Oppo nicht angenehin, aber ie Pafchas ließen fic Provinzial- Siechenanstalt ein Oppofitionso Gießen. Schöne möblierte Das Grummetgras von den Domanialwiesen der Zimmer Oberförsterei Wieseck und Gießen wird versteigert: mit oder ohne Pension zu 1. in der Gemarkung Alten- Buseck Mittwoch, den mieten. Monnte. In DefterreichBelehrt. Biar lärme ie zubor; doch die Die Bewegung ging Ilaut, aber fie hielt 22 August Ifd. J., vormittags 10 Uhr, in der Gieken. Bismarcitraße Nr. 17 gerade heroisch- do Wirtschaft des Herrn Otto Rabenau zu AltenBuseck; 2. in der Gemarkung Wieseck Donnerstag, den 23. August Ifd. Je., vormittags 10 Uhr in der früher Dorfeld'schen Wirtschaft zu Wieseck; Anständiger Kaufmann 3. in der Gemarkung Gießen an demselben Tage, sucht für manche Abende und Som nachmittags 2 Uhr, in der früheren Leib'schen tage gegen Vergütung Anschu Wirtschaft im Philosophenwald bei Gießen. an eine alleinstehende einzeln Gießen, den 14. August 1906. Gr. Oberförsterei Wieseck. Weigand. Dame. Polit * Bei einem zu rafidenten David tellungspart beranta Die Berdienste Kaiser Louis. Unterstaatsse Bräfidenten Gr. Oberförsterei Gießen. Discretion Chrenia The Roofes Großh. Forstassistent. Offerten 10 900 bi Expedition dieses Blattes erbeten Bor 3/2 Jahren Borden. Es sei zu bleiben Deutschlands