ig. werbebetriebe Kinder find orfen, einerlei di it ausgeübt meldung bei hat, werden e umgehend na ießen. ng. urden in hie ojde, 1 Zajde benen Kneifer a ring, gez. B. W er Ede bon Biebe ie mit 6,50 it Inhalt( 20 und 2 Soupo Bit. B. Nr. 860 zer Damenteg fundenen Gege bet uns gelte eken. ng. geordnete Spe und Liebigftra ßen. ng. rdnete Sperre d Ebelstraße mi eßen. ng. geordnete Spen nd Braugaffe mi ken. ng. Tonete Sperte e Schulstraße wit ießen. gesucht. tischen Slat hlhalle wird Set der Entwu iesen Arbeiten ht. isabfchriften, Seit des etwaig It erbeten. nicht erwünscht Gießen ustrie** lesson Con 84. In Stücken D.N.F. ADE Nr. 165 battion u.Hauptegpedition: Gießen, Seltersweg 83, Fernsprechanschluß Nr. 362. Dienstag, den 17. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täg und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberbeisen Schädigungen durch die Gerichtsferien. Wieder hat die Themis ihre Pforten für zwei Monate vor dem größten Teil des rechtsuchenden Publikums geschlossen: Bom 15. Juli bis zum 15. September find Gerichtsferien. Nur die Strafjustiz und die freiwillige Gerichtsbarleit gehen ihren Gang fort und einige wenige Zivilprozesse, denen bas Kriterium eines besonderen Beschleunigungsbedürfnisses an die Stirn geschrieben ist. Es wird faum einen Menschen geben, der den Richtern, beren Ueberlastung mit Arbeiten ja geradezu sprichwörtlich geworden ist, die Ferien mißgönnte. Man sieht im Gegenteil sehr wohl ein, daß diese Männer, denen die Verantwortlichfeit ihres Amtes viele Lasten aufbürdet, der Erholung mehr benn manche andere Leute bedürftig sind. Aber die Gerichts ferien im allgemeinen sind eine Einrichtung, die für einen modernen Rechtsstaat durchaus nicht mehr passen will. Die Klagen des Publikums und namentlich des Handelsstandes über die Schädigungen, die mit dem zweimonatigen Stillstand ber Rechtspflege verbunden find, haben einen solchen Grad erreicht, daß schon vor einigen Jahren das preußische Abgeordnetenhaus sich nicht mehr der Pflicht entziehen konnte, bie Angelegenheit ausführlich zur Erörterung zu bringen. Von allen Seiten wurde betont, daß die Gerichtsferien viele Nachteile für das geschäftliche Leben mit sich bringen; auch der derzeitige Justizminister Schönstedt mußte das anerkennen. Aber zu dem radikalen Vorschlage der Beseitigung der Ferien fonnte man sich nicht aufschwingen. Namentlich der Justiz minifter hatte gegen jeden gesetzlichen Eingriff nach dieser Richtung solche Bedenken, daß er entschieden davon abriet. Er hielt es für genügend, wenn während der Gerichtsferien den größeren Gerichten eine genügende Anzahl von Hilfsfräften beigeneben würde, damit die Ferien fammern allen billigen Ansprüchen an die Behandlung eiliger Sachen während der Ferien entsprechen können. Man hat zwar dieses Versprechen gehalten und eine Reihe von Gerichten jezt in den Ferien stärfer besetzt als früher. Aber trotzdem dauern die Klanen der Geschäftswelt fort. Vor allen Dingen handelt es sich darum, daß die meisten Anträge auf Erflärung einer Angelegenheit zur Feriensache rein schematisch und ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Und so sind die Gerichtsferien besonders für die Gilde der saumseligen und böswilligen Schuldner ftets eine Zeit der Wohlfahrt, während die Gläubiger, die des Aergers sowieso schon genug baben, noch ergrimmt zuschauen müssen. Denn der geriebene Schuldner fennt Mittel und Wege, um sich die gefeßliche Stundungsfrist der Gerichtsferien zu gute fommen zu lassen. Sein Bestreben ist darauf gerichtet, die Sache über die Ferien hinaus zu bringen. Und wenn sich auch das Sprichwort Kommt Zeit, fommt Rat" nicht immer bewahrheitet, so gewinnt doch der Schuldner Beit, während der Gläubiger gerade durch dieses Hinausziehen seiner Sache ganz ins Hintertreffen gerät und häufig nur das Nachsehen hat. Es wäre wirklich nicht das erste Mal, daß ein Gläubiger, den die Gerichtsferien daran hindern, seine Außenstände einzutreiben, selbst in Salamitäten gerät. Warum müssen nun alle Beamten mit einem Male beurlaubt werden? Man fönnte die freie Zeit doch während des ganzen Jahres unter fie verteilen und einen nach dem anderen in die Ferien schicken, wie das nicht allein in vielen gewerblichen und kaufmännischen Betrieben, sondern fast auch in allen staatlichen Anstalten, selbst die Staatsanwaltschaft nicht ausgeschlossen, getan wird. Man fönnte da nebenbei noch nach Möglichkeit den einzeinen Beamten in ihren Wünschen entgegenkommen. Die Gerichtsferien entstammen ja auch garnicht einmal dem Bedürfnisse, die Richter in dieser Weise zu beurlauben, sondern man wollte buchstäblich der ländlichen Bevölkerung während der Erntezeit den Weg zum Gericht sparen. Heute sind die Verhältnisse aber anders. Der größte Teil des Publikums hat ein Interesse daran, daß diese Einrichtung beseitigt werde. Das wird indessen vorläufig nicht geschehen. Somit wird nichts weiter übrig bleiben, als den Kreis der Feriensachen zu erweitern. Diese Erweiterung darf nicht, wie bisher in bas Belieben der Richter gestellt, sondern muß gesetzlich festgelegt werden. Bevor nicht wenigstens auf diese Weise eine Aenderung herbeigeführt ist, werden die Klagen über den jezigen Zustand nicht aufhören. Gewalttaten in Rußland. Die Lage in Rußland wird eine immer verzweifeltere Es ist, als ob alle schlechten Instinkte der Volksseele, je länger die Unwißheit über die Entwicklung anhält, desto schrankenloser auftreten, und die Meldungen von SchreckensSzenen nehmen kein Ende. Besonders gefährlich sind die Sonn- und Feiertage, an denen die Menge mehr als sonst zu Ausschreitungen fich geneigt zeigt. Unter dem Einfluß des Alkohols. wirfungen hingewiesen, die dabei der übermäßige Alkoholgenuß wieder ausgeübt hat. Da geht der Revolver, den nur allzu schnell los, und jedermann bei sich trägt, wohin die Kugel fliegt, wenn sie trifft, vermag niemand bei dem Dranflosschießen zu garantieren. So gab es denn wieder auf den Straßen, in den verschiedenen Stadtteilen eine wüste Schießerei, wobei oft fein Mensch wußte, wie sie losgegangen war und welchen Zwed sie hatte. Wie weit aber die Leidenschaften entfesselt sind, sodaß weder Alter noch Ge schlecht verschont bleibt, das bewies ein Ausbruch, zu dem sich eine Anzahl Arbeiter hinreißen ließen. Diese waren bisher mit dem Austragen von Waren beschäftigt gewesen. Aus irgend einem Grunde feierten sie, und an ihrer Stelle wurde die Arbeit von Kindern besorgt. In der Wut darüber Schreckten die Arbeiter nicht davor zurück, die Kinder mit kochendem Wasser zu übergießen! In Petersburg hat es am letzten Sonntag wieder turbulente Szenen gegeben, die in ihren Ausläufern einen. besonders häßlichen Charakter aufweisen. Von allen Beobachtern wird übereinstimmend auf die aufreizenden EinUeberfälle und Mordtaten. Die durch die Unsicherheit erzeugte Stimmung wird bon den Anarchisten für ihre Zwecke nach Kräften ausges nußt. So haben sie wieder Proklamationen erlassen, in denen das ,, rote Hundert" die Bevölkerung auffordert ,,, die Sprache der Kugeln und der Bomben zu reden". Ganze Städte, wie 1. B. Baku, stehen völlig unter dem Terrorismus der Anarchisten. In Sosnowice drangen zwölf Vermummte in das Gebäude der Staatsbant ein, schossen zwei Bankbeamte nieder und raubten 65 000 Rubel. Auf der Grinowfabahn brachte eine auf 3000 Köpfe geschätzte Menge einen Rug zum Stehen und eröffnete auf das Zugpersonal und die Reisenden ein Steinbombardement. Ja bis dicht an die Residenz des Zaren erstreckt sich die Unsicherheit. Wurde doch im Peterhofer Park, vor den Augen des dort promenierenden Publikums, der General Koslow von einem anständig gekleideten Manne niedergeschossen. Da der General mit dem den Anarchisten besonders verhaßten Trepom Aehnlichkeit hat, so scheint das Attentat diesem gegolten zu haben. Auch in Czenstorchau in Rufusch- Polen wurden zwei Polizeiwachtmeister auf offener Straße erschossen. Die Kosaken mentern weiter. Auf die Armee ist wohl gar nicht mehr zur Herbetführung geordneter Verhältnisse zu rechnen. Auch die Kosaken werden immer schwieriger. Neuerdings haben auch die in Mostau garnisonierenden Kosaken sich der Bewegung ange schlossen. Sie haben Delegierte gewählt, die in einer Ver Sammlung nichts geringeres, als die Anstellung einer Untersuchung der durch die Offiziere' gegen die Mannschaften verübten Mißbräuche beschlossen, sich im weiteren für die Forderungen bes Volkes erklärten und ihre Beschlüsse der Reichsduma Rbermittelten. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. • Gouverneur von Lindequist hat an die Beamten in Südwestafrifa ein bemerkenswertes Rundschreiben erlassen Es heißt in dem Schreiben u. a.: Ich erwarte von den Schußgebietsbeamten, daß fie fich stets bewußt sind, daß sie nicht nur um ihrer selbst willen, sondern lediglich zur Förderung des Landes und der Interessen der Bevölkerung hier sind. Jede persönliche Vorliebe oder Voreingenommenheit ist unbedingt beiseite zu setzen. Der persönliche Verfehr mit der Bevölkerung, dem nach Möglichkeit der Vorzug vor dem schriftlichen zu geben ist, hat sich in freundlichen und entgegenkommenden Formen zu bewegen. Die Eingeborenen, und zwar die zurzeit friegsgefangenen nicht minder wie die freien, find gerecht zu behandeln, womit eine richtig angewandte er zieherische Strenge sehr wohl vereinbar ist. Die Beamten haben sich stets vor Augen zu halten, daß der Eingeborene ein sehr feines, angeborenes Gefühl dafür hat, ob er seinem Betragen entsprechend behandelt wird und nur bestraft wird, wenn er es verdient hat. Nur bei einer solchen Behandlung wird es möglich sein, das Vertrauen der Eingeborenen zu gewinnen. dann Der Gouverneur sagt weiter, daß nur bei Beobachtung solcher Gesichtspunkte eine friedliche Regierung des Landes möglich werde. Das Vorgehen Lindequists trägt sicherlich zur ruhigen Entwicklung der Kolonie bei das ist die Wieinung aller bejonnen enfenden Bolitifer. Frankreich. - ** Nach Mitteilungen, die der Kriegsminister Etienn im Ministerrat machte, ist die Rehabilitierung Dreyfus und Piquart's derartig geordnet, daß Major Dreyfus den 12. Artillerie- Regiment in Vincennes zugeteilt wird, während der Brigade- General Picquart unverzüglich ein Kommando im Bezirk des Pariser Militärgouvernements erhalten wird. Der im Dreyfus Prozeß so schwer blosgestellte General Mercier ist nach England gereist und hält sich vorläufig bort auf. Das Befinden des im Duell verlegten UnterStaatssekretärs Sarraut wird von den Aerzten als befried gend bezeichnet. - England, ** Die Agitation für das Frauen- Wahlrecht hat zu einem blutigen Exzeß geführt. Der bekannte Arbeiterführer Mr. Keir Hardie, Mitglied des Parlaments, führte den VorB in einer Versammlung zu Wanchester, dte unter freiem Himmel abgehalten wurde. Die Versammlung wurde von Gegnern des Frauenwahlrechts gestört und schließlich entwickelte sich ein heißer Kampf zwischen den Anhängern und den Gegnern des Frauenwahlrechts. Spazterstöcke, Schirme und andere ähnliche Gegenstände wurden als Waffen benutzt. Mehrere Personen wurden verwundet. ** Die Londoner Presse beschäftigt fich angelegentlichst mit den Grausamfeiten der englischen Truppen gegen die Aufständischen in Natal. Die Johannisburger Sunday Times" meldet, die loyalen eingeborenen Truppen hätten nach einem Gefecht im Mometal 3000 Eingeborene niedergemacht. Major Nicolat von der leichten Transvaalinfanterie beftätigt in einem Briefe an einen Freund, daß kein Barvon gegeben wird, daß die Truppen das Land durchsuchen, jeden Schwarzen niederschießen, ihre Kraals verbrennen, das View forttreiben und das Gras anzünden, wo es nur brennen will. Andere Privatbriefe melden, daß den weißen Truppen die Hinschlächterei und das Erschießen der Gefangenen, wenn das Lager abgebrochen wird, zum Efel ist. Amerika. Der Bruderzwist in den amerikanischen Republiken nimmt größere Dimensionen an. Eine starte guatemalanische Streitmacht ist in Honduras und San Salvador eingefallen. In beiden Ländern sind Kämpfe im Gange. Die Guatemalaner rücken in Honduras vor. Sonnabend Abend griff die Armee von Salvador die Guatemalanische bei Platanar an. Die Buatemalaner verloren 2000 Mann an Toten, Verwundeten und Gefangenen. Die über Sante Fe eindringende guate malanische Armee wurde zurückgeschlagen. Der Präsident Bouilla von Honduras telegraphierte, Honduras habe nach1 ben Krieg erklärt. Die Republiken Salvador und Guatemala nahmen beide die von den Vereinigten Staaten angebotent Vermittelung zur Begleichung ihrer Streitfragen an. Dof und Gesellschaft. Auf seiner Reise ist der Kaiser an Bord der " Hamburg" vor Digermulen eingetroffen. Das Wetter ist regnerisch. An Bord ist alles wohl. Der Kaiser hatte Belegenheit, auf seiner diesjährigen Nordlandfahrt von der Hamburg" aus die Mitternachtssonne zu beobachten, die in feltener Schönheit strahlte. Die Kaiserin gedenkt sich mit der Prinzessin Vittoria Luise nach Wilhelmshöhe zu begeben und dort mehrere Wochen zu verweilen. Dort wird auch nach Be endigung der Nordlandsreise der Kaiser eintreffen. Der deutsche Kronprinz und seine Gemahlin, Die Kronprinzessin Cäcilie, sprachen für die ihnen aus Anlaß ber Geburt des Sohnes aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes und aus allen Kreisen der Bevölkerung zugegangenen Fälle von Glückwünschen ihren aufrichtigsten Dant öffentlich aus. Deer und flotte. Kommt die englische Flotte nach deutschen Häfen? Nachdem der Besuch der englischen Flotte in den russischen Gewässern auf Wunsch der runfischen Regierung aufgeschoben worden ist, dürfte, dem Vernehmen nach, auch der Besuch der englischen Flotte in den deutschen Gewässern unterbleiben. ueoungsfahrt der denten Flotte. Vte attive Schlacht Motte ist Montag vormittag zu ihrer diesjährigen Uebungs. reise, die nach den norwegischen Gewässern führt, ausgelaufen. Das zweite Geschwader fährt um Stagen, während das erste Geschwader und das Gros der Aufklärungsschiffe, sowie die Schul- und Torpedobootsflottille durch den Kaiser WilhelmKanal gegangen find. Reformen im franzöftichen Heer. In der französischen Armee ist probeweise ein neues Dienstreglement eingeführt worden. Der Soldat soll vor Uebellaune seines immittel. baren Borgesetzten geschüßt werden. Der Stubenarrest isl vollständig abgeschafft. Vermehrung der japanischen Flotte. Nach Meldungen ans Tofio beabsichtigt Japan außer den bereits im Bau befindlichen Kriegsschiffen, großen Kreuzern und fleineren Fahrzeugen auf grund de in legten Kriege gewonnenen Erfahrungen noch mehr Kriegsschiffe, große Kreuzer und Torpedoboote, alle mit schwerer Armierung, zu bauen. Nab und fern. + Vom 15. Deutschen Bundesschießen. Aus allen Teilen Deutschlands und Desterreichs find die Schüßen, viel fach in eigenen Extrazügen, in der Feststadt München ange langt, und auch aus dem Auslande, namentlich aus Amerika, dann aber auch aus Frankreich und Belgien find Abordnunger bertreten. Den Höhepunkt bildete der Festzug, der von dem mit dem gesamten Hof erschienenen Brinzregenten Luitpold am Königsbau abgenommen wurde und mit seiner höchst malerischen Ausgestaltung, den vielen, zum Teil sehr alten Fahnen und den verschiedenen Landestrachten einen sehr Interessanten Anblick darbot. Am Rathause wurde das Bundesbanner vom Vertreter Hannovers, der letzten Feststadt, an die Stadt München übergeben. in deren Namen sie der Ernie Burgermeister Dr. von Borscht in Empfang nahm. Bet dem Festbanfett in der Festhalle hielt der Thronfolger Prinz Ludwig, der mit dem Prinzen Alphons in Schüßentracht erschienen war, eine bedeutsame Rede, in der er die Deutschen und die Desterreicher zur Einigkeit mahnte. Mit endlosem Jubel wurde der nachmittags auf der Theresienwiese erscheinende greise Prinzregent Luitpold begrüßt. Dann be gann das offizielle Bundesschießen. Der Tag schloß mit einem Festspiel in der Hauptfesthalle, das eine zwerchfellerschütternde Parodie auf den Freischuß" bot, von ersten Münchener Künstlern zur Darstellung gebracht. Der † Die Kosten eines Sensationsprozesses. Prozeß Zander ist nach einer Verhandlungsdauer von fast 3 Wochen zu Ende geführt und zwar mit der Verurteilung des Majors und der Freisprechung der beiden anderen Angeflagten. Die der Staatstaffe zur Last fallenden Kosten des Prozesses sollen sich auf über 60 000 Marf belaufen. Major von Zander wird aber auch eine nicht unbeträchtliche Summe zu zahlen haben, da ihm, als dem Verurteilten, die Kosten zur Last fallen, welche die Führung des Prozesses beanspruchte, soweit er Bezug auf den Major b. 8. hatte. + Rur Bierfraae. In den Saarstädten weigern sich die Gastwirte entschieden, eine Erhöhung des Bierpreises fich auferlegen zu lassen. Sie betonen, daß die Brauereibenzer wohl in der Lage seten, die Biersteuer selbst zu tragen, wenn sie z. B den Flaschenbierhändlern nicht mehr auf eigene Kosten Pferde und Wagen zur Verfügung stellen und wenn sie ein Flaschenvfand einführen würden. In Solingen haben die Wirte beschlossen, kein Pilsener Bier mehr auszu schänken, nachdem die Brauereien infolge der Kollerhöhung, die auf den Hektoliter 2 Mark ausmacht, den Bierpreis um 2,50 Mart erhöht haben. † Unglücksfall auf der Radrennbahn. Bei dem Radrennen um der Goldpofal auf der Kölner Bahn fuhr der Motor des Radfahrers Nat Butler, der von Begny gesteuert wurde, durch die Barriere, die bei dem Anprall in Stücke ging, mit voller Wucht in die Zuschauermenge hinein. Sechs Personen wurden von der Maschine verlegt, ein Tagelöhner jerhielt einen schweren Schädelbruch, der der Tod des Mannes nach sich ziehen dürfte. + Unwetter überall! In Schlesien find wieder starte Regengüsse niedergegangen. Namentlich im Oberlauf der Oder ist erneut Hochwasser eingetreten. In den hochgelegenen Alpenschutzhütten, besonders in den Zillertaler Alpen waren mehrere Tage lang viele Touristen eingeschneit. Auch aus den Gegenden des Schwarzen und des Kaspischen Meeres wird von Regengüssen berichtet, die große Verheerungen an richteten und Dämme und Brücken fortspülten. + Beim Bootfahren ertrunken. In Lübed ertranfen zwei Kaufleute. Die Lustyacht, auf der sie eine Segelpartie unternommen hatten, war gefentert. + Eine Rabenmutter. In Dahlen wurde eine Fran verhaftet, die ihr einige Monate altes Kind hatte verhungern laffen. Die unnatürliche Mutter soll bereits fünf Kinder auf diese Weise ums Leben gebracht haben. † Feuer in einer Fabrik. Die bedeutendste MaisStärke- Fabrik, das Etablissement von Düben, Schmidt und Bunge in Steutz, wurde ein Opfer der Flammen. Wahrscheinlich ist das Feuer durch Kurzschluß verursacht worden. + Brandstifter in Pommern. In dem Städtchen Belgard treiben seit einiger Zeit Brandstifter ihr Wesen. Nachdem sie schon eine Anzahl fleinerer Brände in den letzten Wochen veranlaßt hatten, haben sie jetzt einen ganzen Häuserblock vernichtet. Zehn Wohnhäuser mit allen Neben gebäuden fielen ihrem verbrecherischen Treiben zum Opfer. in vier Stellen zugleich fam das Feuer auf. In einem Hause wurde ein angezündetes Bund Stroh rechtzeitig entdeckt und gelöscht. Die aus älterer Zeit stammenden Häuser standen im Nu in Flammen, sodaß das Rettungswert sehr schwierig war. † Großfeuer in der Messe- Stadt. Im Nishninowgorod wütete in der Nähe der Messe sechs Stunden lang ein großes Feuer. Nicht weniger als 275 Häuser wurden eingeäschert. Auf der Messe gerieten mehrere Depots und die armenische Kirche in Brand. † Die Peft. Im Kreise Bjelostok ist die sibirische Best aufgetreten. Auch in der französischen Hafenstadt Le Havre ist ein Matrose an der Pest gestorben. Dank energischer Desinfektionsmaßregeln find weitere Fälle dort nicht vor. gekommen. † Der reichste Mann der Welt †. In London ist der reichste Mann der Welt gestorben. Es ist das der Ches der bekannten Firma Wernher, Beit& Co., Mr. Alfred Beit. Er war einer der Intimen Cecil Rhodes. Ende vorigen Jahres wurde Alfred Beit vom Kaiser im Neuen Palais zu Potsdam empfangen. Beit hatte dem Alten Museum in Berlin wertvolle Geschenke gemacht und der Stadt Hamburg zwei Millionen Mart für wissenschaftliche Swede gestiftet. † Ein untergegangenes Kaliwwerk. Das Kaltwer! Affe in Braunschweig ist vollständig ersoffen. Die Arbeiten zur Rettung des Werkes mußten als aussichtslos aufgegeben werden. Die Chaussee hat bis in 2½ Kilometer Entfernung eine Senfung erfahren, und der Eisenbahndamm ist auf der Strecke Braunschweig- Schöning teilweise zerstört. † Katastrophe bei einer Leichenfeier. Als in der italienischen Ortschaft Calabritto um die aufgebahrte Leiche eines verstorbenen Kaufmanns die Verwandten und Nachbarn zahlreich versammelt waren, brach der Fußboden des zweiten Stockes, in dem die Trauerfeier stattfand, ein. Der Sarg und alle Versammelten stürzten in das erste Stockwerf. Auch bort brach der Fußboden, und alles stürzte in eine Vorratshalle im Keller. Unter den Trümmern zog man viele Verwundete hervor. Die Witwe des Toten ist irrsinnig geworden; fie behauptete, er habe sich bewegt und gesprochen. Ein Kind fand man nach 10stündigen Räumungsarbeiten wohlbehalten unter den Brettern. + Verhängnisvoller Zusammenstoß von Straßenbahnwagen. In Frascati gerieten zwei Straßenbahnwagen aneinander. Dabei erlitten 35 Personen Verlegungen. † Die heimliche Vermählung der Millionärstochter. In der amerikanischen Kolonie zu Paris wird die heimliche Bermählung der Tochter des vielfachen Millionärs Wort viel besprochen. Die junge Miß hatte sich zu ihrem Ehemanne Ihren Reitlehrer Aurel Baionyi aus Budapest erkoren, den Sie in der vornehmsten Newyorker Reitschule dort, wo auch Alice Roosevelt von Batonyi Reitunterricht erhalten, fennen gelernt hatte. Das junge Paar ist in Paris eingetroffen. † Seeräuber an der Küste von China. Auf der Höhe von Wutschou wurde der Dampfer ,, Sainam" von Seeräubern angegriffen. Der Kapitän des Damp ers wurde schwer verwundet, ein Chinese und ein englischer Missionar wurden getötet. Ein englisches Kriegsschiff ist in die Gegend, wo der Ueberfall stattfand, abgegangen. Aus dem Gerichtsfaal. § Der Zanderprozeß beim Reichsgericht. Justizrat Mamioth, der Verteidiger des Majors von Zander in dem jezt abgeschlossenen großen Prozeß, will sich nach Meldungen aus Breslau bei der Verurteilung seines Klienten zu 300. Geldstrafe nicht beruhigen, sondern Revision beim Reichsgericht anmelden. § Einstellung des Verfahrens gegen den Arbeiter Biewald. Dem Arbeiter Biewald, dem bei den Kra wallen in Breslau am 19. April die linke Hand abgeschlagen wurde, ist der Bescheid des Untersuchungsrichters zugegangen, daß das gegen ihn eingeleitete Straf berjahren wegen Aufruhrs eingestellt worden ist. § Ein Schuhmann verurteilt. In Wiesbaden wurde ber Schuhmann Walter von der Straskanımer zu zwei Jahren Gefängnis megen Körperverlegung verurteilt. Er hatte einen unrechtmäßig verhafteten Bürger auf der Polizeiwache durch Fußtritte und Ohrfeigen schwer mißhandelt. § Tierqälerei auf der Jagd. Ein Jäger, der bei Ausübung der Jagd einen Hund angeschossen und unterlassen hatte, ihm den Fangschuß zu geben, wurde von dem Landgericht Saarbrücken in der Berufungsinstanz wegen Tier quälerei zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er mit der Mög lichkeit habe rechnen müssen, daß der Hund unter qualvollen Leiden verenden werde. Die von dem Angeflagten gegen dieses Urteil eingelegte Revision wurde durch Urteil des Kölner Oberlandesgerichtes mit der Begründung verworfen, der Vorderrichter habe in dem dargestellten Verhalten des Angeklagten mit Recht den Tatbestand einer rohen Mißhandlung des Tieres gefunden. Ein betrogener Betrüger. ( Sonder- Bericht.) Madrid, 15. Juli. Von einer Echwindelaffäre, deren Eristenz man längt fannte, die man aber, aus gewissen Gründen so lange als möglich den Augen der Oeffentlichkeit entzog, find in den legten Tagen alle verhüllenden Schleier gerissen worden. En Standal wurde offenbar, dessen Details so ungeheuerlich flingen, daß fie einen Entrüstungssturm nicht nur in Madrid, sondern auch weit darüber hinaus erregen. " Und was ist der Kern der ganzen Sache? Eine Generalstochter, die an der Spiße einer geheimen Spielbank ges fährlichster Art steht und nebenbei ein Heer von Handschriftenfälschern, Wucherern und Schwindlern in ihrem Solde hat. Meisterhaft verstand fie es, durch große Summen die Auffichtsbehörden" bezw. deren Funktionäre zu zwingen," hier und da ein oder zwei Augen zuzudrücken. In diesen Strudel find leider auch hohe und höchste Personen hineingezogen, allerdings ungewollt und unverschuldet; unangenehm im höchsten Grade bleibt es aber trotzdem. Vor einigen Jahren erhielt der Vertrauensmann eines befannten Wucherers, dem der Spißname„ El Cantinero" beigegeben war, einen Brief seines nach Frankreich verreisten Herrn mit dem Austrage, einem genau beschriebenen Manne 254 000 Pesetas zu übergeben. Der so Beauftragte zahlte das Geld, der Wucherer fam zurück, erklärte den Brief als Fälschung und ließ seinen Vertrauensmann verhaften, weil er annahm, daß dieser die Briefgeschichte ale Finte vorschiebe und sich selbst das Geld angeetanet habe. Nach langen Untersuchungen stellte sich die Unschuld des Angeklagten heraus, gleichzeitig fam man auf die Spur einer weit ver zweigten Bande von Schwindlern, Wucherern 2c., und ermittelte als deren Oberhaupt die Generalstochter. Die Polizei drang bald darauf in die Spielhölle ein, und wen mußte fie unter deren ständigen Gästen entdecken: neben Falschspielern und Halbweltdamen, Angehörige der höchsten Beanitenund aristokratischen Kreise, die Söhne eines Generals und Chefs des Militärkabinetts des Königs und zulegt Mitglieder der Polizei. Nach dem Spiele wurden alles mit Erlaubnis und unter reger Beteiligung der hochwohllöblichen Polizei- Gelage und Bachanale schlimmster Art veranstaltet. Die Generalstochter brauchte Geld, da die Spielhölle fich nicht genügend rentierte, anscheinend waren die Tagesspelen", Bestechungsgelder 2c., zu hoch. Deshalb fam ihr der Gedanke, den schwerreichen Wucherer El Cantinero" zu prellen, ein bekannter Fälscher Mariano Conde fälschte täuschend den Brief an ben Vertrauensmann- und El Cantinero" war um 254 000 Pesetas ärmer. Conde ist in feinem" Spezialfach" einer der geschicktesten Fälscher, die man fich denken fann; als er fich vor mehreren Jahren hier in Untersuchungshaft befand, richtete er durch Vermittelung von Helfershelfern unter Nach ahmung der Handschrift des damaligen Ministerpräsidenten Canovas einen Brief an den Justizminister, worin feine sofortige Entlassung angeordnet wurde. Der Minister führte den Befehl seines Vorgesezten sofort aus. Präsident Canovas - " Der Schleier. Modeplauderei von Emma Reichen. Be b. Die Sandelsfam Darmflabt beantr telephonifchen am Main eine w beiden Städten zu Bescheid furt a. M. im B der zu, nahme voraussicht c. Auf Vorschlag de bireftion Frankfur fonenzug 797 6,24 nachmittage bon Gießen abfäl Bafonenzug 533 nadmittage) no 2. Mift ände Der Handelstammer f Sobald die Reisezeit begonnen hat, macht sich in dem Straßenbilde der Schleier gleich einer wehenden Fahne geltend. In allen Farben flattert er von den großen und fleinen Hüten herab, nach dem er sich locker um das Kinn und die Ohren geschlungen hat. Mitunter wird er auf der linfen Seite zu einem losen Knoten gefnüpft, der verhältnis. mäßig dick ist. Man schreibt dem Schleier große Kleidsamkeit zu, und daher taucht er von altersher auf, und wenn er in den verflossenen Zeitläufen für eine Weile aus der Mode gestrichen war, wirbt er sehr bald wieder mit erneuter Ver führungsfenst um die Gunst der Frauen. Diese Epoche hat faum wieder begonnen, und schon ist sie auf ihrem Höhepunkt. Der grüne Schleier ist wohl der modernste wie überhaupt die grüne Farbe mit der Wiederbelebung des Empiregrün die Mode stark beherrscht. Freilich fönnen sehr bleiche Ge fichter den grünen Schleier nicht recht vertragen. Sie be tonen die Bartheit ihrer Haut durch einen weißen oder dunkelvioletten Shleier, während Damen mit braunem Teint sich vor jedem braunen Schleier hüten müssen, weil er die Haut unflarer erscheinen läßt. Sie nehmen ihre Zuflucht zu einem blauen Gewebe, unter welchem das Geficht lieblich ausschaut. Im Grunde hat bei der modischen Art, den Schleier zu tragen, die Farbe nicht die größte Bedeutung. Denn in den heißen Tagen denkt feine Dame daran, ihr Gesicht dermaßen zu verhüllen. Freilich ist das Verhüllen der Ursprung der Schleieridee. Bekanntlich will der Mann immer Rät el lösen. Er will Verborgenes erfunden. Und die Frau fommt seinem Verlangen entgegen. Der Schleier gibt das Geheimnis zur Hälfte preis. Aber jegt lockt er nur von 1üdwärts, wie einst die von den Schwingern herabhängenden Bänder, welche mit den Namen: Suivez- moi( folget mir) be lean den, me dit is dan teren Suivez- moi get mi,) beit werden über Migfte gegangen. Insbefond Ablieferung der Stüd jogert worden fei, da Güterfchuppen abgefte Ablieferung gewartet Beamten der Güterab güter zur Wage und fenbahnwaggons vero fight, daß das jebige 2 au umfländlich und ze eine Beschleunigung ber Einstellung eines zahlre worten.- Ferner wir abtischen Befige befind of Plage geführt. Sie eil der Zufuhrstraße Camms und der Geilfuf er Bahn gehörigen St fuhrftrage zwischen der Hängerten Alinifftraße un Margarethenbütte. Die mus berechtigt und befchl um eine beffere Inftand 3. Salterräu Helle Gießen. D mebenftelle zu Gießen ha Mehr als unzureichende angel empfunden, daß felle eine Ereforanlage handen find. Die Kam direktorium das Ersuche Gefäftsgebäudes wir uns an ihm fünstlerisch betätigen fönnen. Bald drapieren wir ihn in Wogen auf dem Kopfe des Hutes, daß er wellenartig die Krempe mit bededi, bald legen wir ihn quer über den garnierten Hut, vorn mit einer filbernen Nadel zu sammengehalten, daß er uns vor Wind und Wetter schüßt. Wir sind nie um einen Vorwand verlegen, wenn wir unsere Kofetterie entschuldigen wollen. Gute Schleier waren von feher teuer. Man bevorzugte die echten Spizenschleier, deren Muster von namhaften Künstlern gezeichnet waren, und deren Herstellung aus un endlich feinem Garn größte Mühe verursachte. Der Besitz solcher Schleier gilt auch heute noch als ein Reichtum. Aber seitdem die Mode allgemeiner geworden ist, können es fich auch weniger bemittelte Damen gestatten, ihrem Hut das Prädikat, chif" mit Hilfe eines wallenden Schleiers zu ver schaffen. Die Maschinen pßen werden den echten so täuschend nachgeahmt, daß fie faum von den Nadelarbeiten zu unterscheiden sind. Schleier ans gepunktem Tüll mit einem Spizenrand entsprechen den modernen Bedürfnissen. Mehr in Aufnahme gefommen ist jedoch der sogenannte Automobilschleier aus einem Gewebe, das die Mitte zwischen Tüll und Chiffon hält. Er hat den Vorzug ungemustert zu sein; denn es gibt Augenärzte, welche den fieinen Tupfen des Schleiers sehr viel Böjes nachsagen. Dann aber befißt er die gute Eigenschaft auch als eine Art von Boa um die Schultern geschlungen werden und endlich in Ermangelung eines Gürtels diejen in Form einer Schärpe ersetzen zu fönnen. Ein Schleier verleiht der Trägerin immer etwas Be sonderes; ihre Erscheinung wirkt vornehm. Viele wollen baher den Schleier nur für den Wagen gelten lassen. Aber alle die, welche ohne Equipage zur Welt famen, wollen fich bie fleidsame Umrahmung des Gesichtchens nicht entgehen lassen. Darum bringen sie den Schleierhut nur in Ver bindung zu einem guten Kleide. = Vermischtes. Der Kampf gegen die Schleppe. In den schlesischen Bädern tritt man jezt ganz energisch gegen die Schleppe auf. Zunächst hat die Badeverwaltung in Salzbrunn die Damen in einer öffentlichen Befanntmachung gebeten, die Schleppen nur gerafft tragen zu wollen. Die Aufforderung hatte jedoch so wenig Eriolg, daß man jezt Strafs bestimmungen gegen den Unjug des Schleppentragens erlassen will. Die Badeverwaltung in Warmbrunn hat folgende Bekanntmachung erlassen:" Die Damen werden höflichst ersucht, in sämtlichen Promenadenanlagen sowie auf der Kur haus- Terrasse aus hygienischen Rücksichten die Schleppe nur gerafft tragen zu wollen. Rodefeller- Denkmal. In Larrisan Corner- Neu Yerfen hat der Delfönig John D. Rockefeller e: uem seine deutschen Vorfahren ein Dentmal aus Stein gesezt mi folgender Inschrift:„ Zum Andenken an Johann Pete Rockefeller, der 1733 von Deutschland kam und hier 1781 Farb". 6. Sigung der Großh. Handelskammer in die Wege zu leiten, auernd freigenden Ber lieitig auch dem figen Blas fidh als n einen fann. 4. Salterräu Biegen. Auch die S Find für den Zahlungsve mid wegen einer Er Mogh. Minifterium der 5. Ausschreibu Mit Großb. Preist and herausgeftellt, co Preisbauämter d mer abgegeben ferit erfolgen, so ift bilen Fällen nicht mi eRenderung des 6. Bahl eines jaigen Epnbifus if ammer neu zu befezen. Birtung vom 1. S her Sefretar der Groß 7. Eingänge theilungen zugegangen bligen Geschäftszei ingefehen werden.com foll damals über die Geſchicklichkeit des Fälschers äußerst er. Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld unduli sein gewesen Conde erklärte Gericht, daß, falls er den Brief gefälscht hätte, die Arbeit jedenfalls bedeutend besser ausgefallen wäre. Der Offizier, der mit der Untersuchung des Falles betraut war, wurde bald darauf vor ein Ehrengericht gestellt und aus dem Dienste entlassen. Warum wohl? Nach seinen Aussagen er ist inzwischen gestorben - Lauterbach. ( Protokoll Auszug.) Gießen, den 5. Juli 1906. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vor Minifter D Bufizminifter Dr. Emil Darmstadt an den Herzlähmung gefta MO. Oftober b. J. bo wurde vom Großherzog fung nur infolge& Babe und es wurde ih gezeichneten Dienf dens Philipps des sollen verschiedene Inspektoren, unter ihnen der Beamte, fizender, Kommerzienrat Heichelheim, Stellv. Vorfigender, les Jahres 1870 wur welcher seinerzeit die Schwindelfamilie Humbert hier ver baftete, einen größeren Teil der erschwindelten Summe unter fich geteilt haben. Die Zeitungen veröffentlichten eine Liste mit genauer Angabe der verschiedenen Beträge. Nach dieser Liste erhielt der Chef der Kriminalpolizei 25 000 pesetas. Alle diese Beamten wurden nun mit angeflagt. Alle bestritten natürlich jede Beteiligung an dem Schwindel Wegen Mangel an Beweisen mußte das Gericht zwar sämt liche Angeklagte, mit Ausnahme des einen, freilassen, aber wenn der Fluß rauscht, so ist auch Wasser drin, sagt hier zu Lande ein Sprichwort, so ganz unschuldig sind die Herren Polizeiinspektoren wohl nicht, jedenfalls läßt dieser Prozeß sehr tief blicken. Und wie verhielt sich unser Publikum zu dem Prozeß; war es erregt, daß man dem Bestohlenen, Betrogenen sein Geld nicht wieder schaffte? Nein, im Gegenteil! El Cantinero" ist hier nichts weniger wie beliebt, und das Sprichwort sagt: Wer einen Dieb bestiehlt, hat 100 Jahre Pardon d. h. also, der darf nicht bestraft werden. Hat das Voll damit denn so völlig unrechi? S. v. E. - Grünewald, Thring, Klingspor, Kommerzienrat Schirmer, Schmall, Stammler, Burbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper. 1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mit zuteilen: a. Bei dem Reichspostamt hatte die Handelskammer be antragt, für die Aufhebung der ermäßigten Tarife für Posttarien, Drucksachen, Geschäftspapiere und Waren proben im D: ts- und Nachbarvertehr eine Uebergangsfrist zu bewilligen, dergestalt, daß für alle im Monat Juli eingelieferten Sendungen der genannten Art, die von den Absendern irrtümlich nach den alten Taxfäßen frankiert worden sind, nicht das sonst bei unge nügender Frankierung zur Erhebung tommende Straf porto, sondern lediglich der fehlende einfache Portobe trag, d. h. die Differenz zwischen den seitherigen er mäßigten Säßen und der neuen Toy, eingezogen werden möchte. Diesem Antrage ist vom Reichepoftamt ent= sprochen worden. Hofgericht der elaffen. 1888 wurde par als Minifterialro Beheimrat ernannt, au Rang eines Minif und des Minifteriums urde er zum Bräfiden nige Bochen später atizminifter befördert hre hindurch und g wortlichten Beit der galt algemein als befonders um di Bürgerlichen Gei daratterboller M lonft an der Be Teichem Maße mit ms wird man be al Minister ein Reiden. cht fich in den pehenden Fabin Den großen und r um das Kin wird er auf der der verhältnis oße Kleidfamleit und wenn er in aus der Mode it erneuter Ber Diefe Epoche bat grem Höhepunt wie überhaupt De Empiregrün b. Die Handelstammer hatte bei der Oberpoftdirektion in Darmstadt beantragt, mit Rücksicht auf den starken telephonischen Verkehr zwischen Gießen und Frankfurt am Main eine weitere direkte Fernsprechleitung zwischen beiden Städten zu erbauen. Hierauf ging der Kammer der Bescheid zu, daß eine neue Leitung Gießen Frank furt a. M. im Bau begriffen set und ihre Inbetriebnahme voraussichtlich im August erfolgen tönne. c. Auf Vorschlag der Handelskammer hat die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. veranlaßt, daß der Personenzug 797 Gießen- Marburg, seither Gießen ab 6,24 nachmittags, vom 1. Juli ab 12 Minuten später von Gießen abfährt, sodaß er hier den Anschluß von Personenzug 533 von Weglar her( Gießen an 6,29 Uhr nachmittags) no aufnehmen fann. ehr bleiche Ge Der Handelskammer sind seit längerer Zeit wiederholt Be2. Mßstände am Güterbahnhof zu Gießen. gen oder dunkel peil er die Haut gegangen. zu Insbesondere wird darüber geflagt, daß die zögert worden sei, da izt die Güter nicht mehr in den Nachfolger Dr. Dittmars wurde der frühere Reichsgerichtsrat Ewald aus Leipzig berufen, der mit dem Justizministerium das Amt eines Staatsministers übernommen hat. Minister Ewald hat damals in der Kammer auf das bestimmtefte die Erklärung abgegeben, daß er bei der Führung des hessischen Staatswesens ganz an der bisherigen Politit festhalten werde. Die Beerdigung des Ministers Dittmar erfolgt heute Nachmittag auf dem städtischen Friedhofe zu Darmstadt. * Parlamentarisches. Freitag, den 20. Juli tritt der Wahlausschuß der Zweiten Kammer zu einer Sgung zusammen; einziger Punkt der Tagesordnung ist Prüfung des fürzlich an Stelle von Chrift gewählten Abg. Wolf. ** Donnerstog, den 19. Juli, nachmittags 4 Uhr, hält die Stadtverordneten Versammlung eine Sigung mit nachstehender Tagesordnung ab: 1. Baugesuch des Emil Schön für die Wilhelmstraße. 2. Gesuch des - unem Teint sich Ablieferung der Stüdgüter gegen früher außerordentlich verflucht zu einem Güterschuppen abgestellt werden könnten, sondern mit der Neubau ter höheren und erweiterten Mädchenschule. eblich ausschaut. 5. - 6. 7. ? Laubach, 16. Juli. Hier ist eine Ferienkolonie aus Frankfurt und Offenbach eingetroffen. = Ober- Hörgen. Bei der letzten Ortsschau sind 480 Mt. als Preise verteilt worden. * Deckenbach, 16. Juli. Unser Geistliche, Pfarrverwalter Schwalm, ist nach kaum vierteljähriger Wirksamkeit bahter nach Burg- Gemünden versetzt worden. Wir bedauern seinen Fortgang, denn der stete Pfarrwechsel kann unserer Gemeinde nicht zum Segen gereichen. = Ruppertenrod nach Bettsaasen wurde ein 12jähr. Mädchen Wettsaasen. Wüstling. Auf dem Wege von von einem Stromer angefallen und zu vergewaltigen versucht. Troß eifriger Verfolgung fonnte man des Stromers nicht Ein hinzukommender Gendarm verscheuchte den Unhold jedoch. habhaft werden. * Bad Nauheim, 16. Juli. Der geflüchtete Bureaugehilfe M. Schm. wurde in einem in der nommen. Marttberigte. Wachtmeisters Kasper um Genehmigung zur Belassung Borstadt gelegenen Gasthaus entdeckt und in Haft gesine: seitherigen Abortgrube im Hause Grünbergerstraße 35. -3. Verlegung der Wasserleitung in der Dreihäusergasse. 4. Entlüftung der Wasserleitung von Queckborn. Beschaffung eines Kasseschranks für das Polizeiamt. Versicherung der Bestände des oberhessischen GeschichtsBeficht dermaßen güter zur Wage und dann direkt zu den bereitstehenden vereins gegen Diebstahl. 8. Errichtung einer Trinterr Ursprung der Esenbahnwaggons veranlaßt würde. Die Kammer war der An- heilstätte 9. Besuch des Roten Kreuz- Vereins um Unterftüßung für das südwestafrikanische Expeditionsforps. 10. Beschaffung von Tuberkulose- Wertblättern.- 11. en Schleier zu Denn in den Und die Frau Ablieferung gewartet werden müsse, bis von dem betreffenden Beamten der Güterabfertigung die Ueberführung der Stück tet sicht, daß das jezige Annahmeverfahren für die Frachtführer zu umständlich und zeitraubend ist und beschloß deshalb, hier gibt das eine Beschleunigung der Büterannahme, nötigenfalls burch ft er nur bon herabhängenden ( folget mir) be em darum, meil Bald drapieren daß er mellen. ibn quer über bel zu Better ſchüßt. venn wir unsere - Einstellung eines zahlreicheren Annahmepersonals, zu befürworten. Ferner wird über den schlechten Zustand der im fläbtischen Besize befindlichen Zufuhrstraßen zum Güterbahnof lage geführt. Hierbei handelt es sich sowohl um den Teil der Zufuhrstraße zwischen der Unterführung des Bahndamms und der Geilfuß'schen Besitzung bis zum Beginn des der Bahn gehörigen Straßenfstückes, als auch um die Zu fuhrstraße zwischen der Eisenbahnbrücke im Zuge der verlängerten Alinifftraße und den Lagerhäusern an der früheren Man bevorzugte Margarethenhütte. Die Kammer hält diese Klage für durch von namhaften aus berechtigt und beschloß, die Verwaltung der Stadt Gießen um eine bessere Instandsetzung dieser Straßen zu ersuchen. 3. Schalterräume der Reichsbantnebenftelle Gießen. Die Schalterräume der Reichsbanknebenstelle zu Gießen haben sich gegenüber dem starken Vertehr als unzureichend erwiesen. Auch wird es als ein Mangel empfunden, daß im Gebäude der Reichsbanknebenftelle teine Tresoranlagen zur Vermietung an Private vorhanden sind. Die Kammer beschloß, an das Reichsbankdirektorium das Ersuchen zu richten, die Erbauung eines neuen Geschäftsgebäudes für die hiesige Reichsbanknebenstelle in die Wege zu leiten, das den Anforderungen des fortdauernd steigenden Verkehrs zu entsprechen vermag und gleichzeitig auch dem Geschäftsverkehr der später für den ellung aus un te. Der Befit Reichtum. Aber tönnen es fich ihrem Sut das hten so täuschend Schleiers zu ber eiten zu unter ül mit einem hiffen. Mehr in Automobilschleier ü und Chiffon in; denn es gibt chleiers sehr viel gute Eigenschaft ern geschlungen biesigen Blaz sich als notwendig ergebenden Reichsbankstelle Gürtels diejen dienen tann. imer etwas Be Viele wollen en lassen. Aber men, wollen fich nicht entgeben t nur in Ver In den schleichen n die Schleppe Salzbrunn die g gebeten, die e Aufforderung njezt Straf tragens erlaffen 1 hat folgende den höflichst er e auf der Kur ie Schleppe nu Corner Net er euem feine ein gelegt mi Johann Pete und hier 178 Stammer lefeld und Juli 1906. t Koch, Vor Borfigender, rat- Schirmer, Dr. Knipper Folgendes mit Blammer be n Tarife für und Waren Uebergangs Te im Monat anten Art, die alten Tor ft bet unge dhe Portobe eitherigen er mende Straf zogen werden poftamt ent 4. Shalterräume der Bezirkstasse I. in Gießen. Auch die Schalterräume der hiesigen Bezirkskasse find für den Zahlungsverkehr viel zu beschränkt. Die Kammer wird wegen einer Erweiterung der Geschäftsräume beim Großh. Ministerium der Finanzen vorstellig werden. 5. Ausschreibungen von Lieferungen durch bie Großh. Kreisbauämter. Es hat sich als ein Rißftand herausgestellt, daß bei den Ausschreibungen der Großh. Kreisbauämter die Bedingungen an die Interessenten immer abgegeben werden. Da die Ausschreibungen oft fehr spät erfolgen, so ist eine Beteiligung an den Submissionen vielen Fällen nicht möglich. Die Stammer erklärte sich bereit, auf eine Aenderung des jeßigen Berfahrens hinzuwirken. 6. Wahl eines Syndikus. Durch den Weggang des jeßigen Syndikus ift die Syndikusstelle bei der Handels. fammer neu zu befeßen. Die Kammer wählte als Syndikus mit bisher Sekretär der Großb. Handelskammer in Offenbach a. M. 7. Eingänge. Der Handelskammer sind verschiedene Mitteilungen zugegangen. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden.M- 29 Birkung vom 1. ab Herrn Dr. Js. Zeidler, Lokales. - - - Erweiterung des Schlachthofes und Erbauung einer Kühlhalle. ** Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Wilhelm Buß aus Holzheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dornheim, dem Schulamtsaspiranten Friedrich Wilhelm Held aus Nieder- Flörsheim, eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Ofleiden. Bestätigt wurde der auf die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu OberBessingen präsentierte Schulamtsaspirant Heinrich Ohly aus Holzheim für diese Stelle. - * Seiner Zeit beteiligten sich auch die Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen an der Flottenspende, die dem Kaifer bei seiner silbernen Hochzeit zur Verwendung für unsere Flotte überreicht wurde. In Anerkennung des durch diese Sammlung betätigten Patriotismus hat das Kaiserpaar der Schule ein GedentMajestäten trägt. blatt gestiftet, daß die eigenhändige Unterschrift der beiden Die Die Hessische Vereinigung für Bolts. funde hielt gestern Nachmittag im Café Ebel zu Gießen ihre diesjährige Hauptversammlung ab, die von dem Vorleitet wurde. Er begrüßte den als Gaft erschienenen Archivfizenden des Ausschusses Geheimrat Dr. Breidert gedirektor Freiherr von Schent- Darmstadt und widmete dem vor furzen verstorbenen 1. Borsigenden der Vereinigung Prof. Dr. Strack- Gießen, einen warmen Nachruf. Mitgliederzahl beträgt rund 1100. Die Jahresrechnung weist einen Ueberschuß von 49,65 Mt. auf, die Einnahmen betragen 4541,87 Mt., die Ausgaben 4492,22 Mt., sodaß das Vermögen auf ca. 2588 r. angewachsen ist. Im Herbst 1905 fand die erste Tagung des deutschen Verbands für Volkskunde statt. Es wurde beschlossen, eine Biographie der Volkskunde für das 19. Jahrhundert in Angriff zu nehmen und eine wissenschaftliche Sammlung des deutschen Volksliedes zu bewerkstelligen; zu diesen Zwecke wurde eine Kommission gewählt. Der Vorsiz des deutschen Verbands wurde nach Gießen gelegt. Bei der Vorstandswahl wurden gewählt: Geheimer Justizrat Prof. Dr. Schmidt- Gießen, Prof. Dr. Wunsch, Prof. Dr. Helm, Oberlehrer Schmoll und A. Heichelheim. In den Ausschuß wurden gewählt: Geheimrat Prof. Dr. Behaghel, Dr. Hepding, DietrichGießen, Kreisrat Fey, Dr. Falt, Dr. Schumacher, Dietrich: Darmstadt, Diehl- Hirschhorn, Harrmann- Darmstadt. ** Liebig Briefe. Herr Willy ValkenbergWorms hat der Landesuniversität eine Anzahl Originalbriefe Justus von Liebigs geschenkt. Gedenkfeier Laufach- Frohnhofen. Es war eine erhebende Gedenkfeier, welche zu Ehren der vor 40 Jahren in schweren Kämpfen gefallenen Krieger in Laufach und Fronhofen stattfand. Weitaus am stärksten waren die Hassia- Vereine erschienen. Dankbar erfreut waren die Veteranen von der Aufmerksamkeit des Großherzogs, welcher 16 prachtvolle Lorbeerkränze mit Schleifen, welche seinen Namenszug tragen, hatte niederlegen lassen. - A Quedborn, 16. Juli. Auf dem Sägewerk Aff& Damer fiel dem Arbeiter Rau ein eiserner Strappen auf den Kopf und verlegte ihn schwer. In Münster fand Heinrich Gontrum entfielen 37 Stimmen, Beigeordneter Heß Samstag Bürgermeisterwahl statt. Auf Landwirt erhielt 34 Stimmen, ersterer ist somit gewählt. Sein Vater war seither Bürgermeister, da er aber schon 80 Jahre alt ift, lehnte er die Wiederwahl ab. * Homberg, 16. Juli. Sonntag, den 5. August findet in Büßfeld der 2. Bezirtstag der Kriegerkameradschaft Hassia, Bezirk Homberg, statt. 17. Juli. * Minister Dittmar t. Der frühere hessische Der frühere hessische Juftizminifter Dr. Emil Dittmar ist am Sonntag Morgen in Darmstadt an den Folgen einer Blinddarmentzündung und Herzlähmung gestorben. Erz: llenz Dittmar hätte am 19. Juli sein 64. Lebensjahr vollendet. Als er am 10. Oftober v. J. von seinem Ministerposten zurücktrat, wurde vom Großherzog ausdrücklich betont, daß er die Entlaffung nur infolge der geschwächten Gesundheit bewilligt habe und es wurde ihm für seine langjährigen treuen und ausgezeichneten Dienste" das Großkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Im Anfang des Jahres 1870 wurde er als Advokat und Prokurator am Hofgericht der Provinz Oberhessen zu Gießen zugelaffen. 1888 wurde er an die Regierung berufen und war als Minifterialrat, nicht viel später wurde er zum Geheimrat ernannt, auch wurde ihm mit dem Titel und dem Rang eines Ministerialdirektors die Funktion als Vorftand des Minifteriums der Justiz übertragen. Am 9. Juni 98 burde er zum Präsidenten des Ministeriums der Justiz und wenige Wochen später im neuen Minifterium Rothe zum Suftizminister befördert. Der Verstorbene hat also neun Jahre hindurch und gerade in der schwierigsten und verantwortlichsten Beit den Posten des Justizministers bekleidet. Er galt allgemein als ein hervorragender Jurist und hat sich besonders um die Beratung und rasche Durchführung des Bürgerlichen Gesetzbuches in Hessen verdient gemacht.* Lauterbach, 16. Juli. Geschent. Dem ZweigAls charaktervoller Mann von vornehmer Gesinnung ha: er verein Lauterbach des Vogelsberger Höhenflubs sind von auch sonst an der Verbesserung der hessischen Gesetzgebung einem ungenannten Wohltäter 50 harmonisch abgestimmte im reichem Maße mitgewirkt. In den politischen Kreisen Glocken für die in der Nähe von Hochwaldhausen weidenden ssens wird man dem Verstorbenen sowohl als Mensch Kühe, sowie eine reichhaltige Voltsbücherei in besonders eals Minister ein ehrendes Andenken bewahren. Als dazu angefertigtem Schrank überwiesen worden. § Schotten, 16. Juli. In dem Verfahren zur Anlegung des Grundbuch für die Gemarkung Siechen hausen beginnt die Anmeldungsfrist am 1. August und endigt am 31. Oktober. ▲ Gedern, 16. Juli. Der Vogelsberger Sängerbund hielt gestern hter sein Bundesfest in Anwesenheit der 10 Bundesvereine, sowie zahlreicher Gäste aus allen Teilen des Vogelsbergs. Lehrer Schad- Gedern hielt die Begrüßungsrede und der Bundespräsident HofmannVolfartshain die Feftrede. teßen. 17. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter ber Bfb. 110-1.20 Mt., Subnerete der Stüd 6--7 Bfa., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Pfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben ber Baar 0.80-1.00 Mr., Hühner per Stüd 1.00-1.60 Mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse ver Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 78-86 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 70-72 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-91 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 94-00 Pfa., Kalbfleisch per Pfd. 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 Pig., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 Mr., Weiskraut per 3tr. 00-00 wt., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per 3tr. 00-00 mt., Zwetschenper 3tr. 0.00 0.00 Mt., Kirschen per Bfd. 30-40 Bfg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Frankfurt a. M., 16. Juli. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiefiaer und Wetterauer mr 18.90-19.00, furhessischer Mr. 18.80-18.90 Roggen, hiesiger mr. 00.00-00.00, russischer Mr. 16.30-17.00 Gerste, hiesige Mr. 17.25 bis 17.75, Pfälzer Mt. 17.00 bis 17.50, fränkischer Mr. 17.75-18.00, Riedgerste Mt. 17.- bis 18.25 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 17.00-18.50, furhessischer Mr. 17.00-18 75, bab erischer Mr. 00.00-00.00, mais, Mixed Mr. 13.50-13.50. Alles bro 100 Kilo ab hier. Mehl wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marten Mr. 28.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.75, feinere Marken Mt. 25.75-27.75 hiesiges Nr. 2, Mr. 24.25-24.75, feinete Marken Mr. 25.00-25.75, hiesiges Nr. 4, Mr. 20.75-21.25 feinere Marfen Mt. 22-22.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mt. 24. bt 24.50, do. 1 Mt. 22.25-22.75, bo. 2 Mt. 18.00-19. Weizenschalen Mr. 5.00-5.15, Weizentleie Mt. 5.00--5.20, Roggentleie Mr. 5.50-5.60, Weizenfuttermehl Mt. 6.75-7.75. Notierungen der Frankfurter Viehmarktpreise Frankfurt a. M., 16. Juli 1906. Zum Verkauf standen: 517 Ochsen, 115 Bullen, 885 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 360 Kälber, 221 Schafe und Hämmel, 1364 Schweine, 0 Biege 0 Ziegen- und Schaflämmer. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht- Lebenbchien: a. bollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fleischige, nicht ausgemästete unu ältere ausgemäftete c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. bollfleischige ausgemäßtete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. vollfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Kinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) gewicht gewicht M Me 82-84 - 74-76 67-69 72-74 71-73 - 75-76 - 72-74 - 56-58 - Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gieße er Fleisch und Brotpreise am 16. Juli 1906. Ochsen Kälber Schweine Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fletchpreise in Steken 50 kg Schlachtgewicht 82-84 m. 1/2 kg 78-86 Bf. 96-100 Pf. do. 80-84" 74-75 " do. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. do. 80-86 " " Brotpreise in Gießen 19.20-00.00 m. Weißbrot 2 kg 54 Bf. 17.50-00 00 Schwarzbr. do. 50 " Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 17. Juli. Vielfach heiter, trocken, nach fühler Nacht am Tage etwas wärmer, schwachwindig. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Unverdaulichkeit, die Geißel der Menschheit, durch die die meisten anderen Krankheiten entstehen, wird durch Anwendung von Ferromanganin in furzer Zeit beseitigt und der normale Gesundheitszustand wieder bergestellt. Es gibt kaum eine Familie, in der Ferromanganin nicht ein hochgeschäßtes Hausmittel ist. Preis Mt. 2.50 die Flasche, in Apotheken zu haben. Ferromanganin enthält: Eisen 0,5, Mangan 0,1, 3uder 18, Alkohol und Kognat 15, Rest destil. Waffer und aromat. Bestandteile. An heißen Sommertagen macht die Hausfrau gern kurze Küche. Da hilft + MAGGIs Würze mit dem Kreuzstern; sie macht schwache Suppen, ebenso alle Gemüſe usw. augenblicklich gut n. kräftig im Geschmack. Man verlange ausdrüdlich MAGGIS Würze. Bekanntmachung. Alle gegen Gehalt oder Lohn in Gewerbebetrieben oder in der Landwirtschaft tätigen Kinder sind der Krankenversicherungspflicht unterworfen, einerlei ob die Beschäftigung in dem Betriebe selbst ausgeübt wird oder nicht. Soweit hiernach eine Anmeldung bei der Ortsfrankenkasse noch nicht stattgefunden hat, werden die beteiligten Arbeitgeber aufgefordert, diese umgehend nachzuholen. Gießen, den 12. Juli 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Hochbautechniker gesucht. Für die Erweiterung des städtischen Schlacht. hofes und die Erbauung einer Kühlhalle wird zur Unterstügung unseres Hochbauamtes bet der Entwurfbearbeitung und Ausfürung ein in diesen Arbeiten erfahrener Hochbautechniker gesucht. Meldungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Angabe der Gehaltsansprüche und der Zeit des etwaigen Dienstantrittes bis spätestens Ende Juli erbeten. Persönliche Vorstellung zunächst nicht erwünscht. Gießen, den 13. Juli 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Südanlage zwischen Goethestraße und Bismardstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 17. Juli 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Versteigerung. Mittwoch, den 18. Juli 1. J8., nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Biekerschen Saale, Neustadt 55: Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! I. 1 Sofa, Chaiselongue, 2 Bilder, 1 Faß Deckweiß, 1 Faß Oelgrün, 1 Faß Ofer, 1 Kanne Leinöl. 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