4 Nr. 163 Debattion u.Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83, Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 16. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( tg) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgchung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Die Zwangslage der Gefchworenen. Kürzlich hatte das mittelfränkische Schwurgericht eine Buchhändlersfrau und vier Frauen freigesprochen, die gemeinjam angeflagt waren. Sie sollten Handlungen begangen haben, die das Strafgesetzbuch mit schwerer Ahndung belegt. Die Buchhändlersfrau war die Hauptbeschuldigte. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das freisprechende Verdikt, soweit es bie Hauptbeschuldigte betraf, Revision ein, weil bezüglich ihrer bie Fragestellung an die Geschworenen nicht ganz forreft gelautet baite. Das Reichsgericht erfannte das Revisionsgesuch als berechtigt an, hob das Urteil auf und die Angelegenheit lam zum anderen Male vor das Schwurgericht. Bei der erneuten Verhandlung wurde die anders als in der ersten Berhandlung gestellte Schuldfrage von den Geschworenen bejaht. Sie wurde wegen fortgesegter Beihilfe zu dem fraglichen Verbrechen zu anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt. Man hat hier also eine Person vor sich, die vom zutändigen Richter, fortgefegter Weihilfe" an einem Verbrechen schuldig befunden worden ist, während die Personen, denen bie Beihilfe geleistet worden, das Verbrechen ebenfalls nach dem Urteil des zuständigen Richters gar nicht be. gangen haben. Man wird zugestehen müssen, daß die beiden schwurgerichtlichen Erfenntnisse unter dem einen wie unter bem anderen steht von Rechts wegen" schwer mit ein. ander vereinbar sind. - Ob es möglich sein wird, das zweite, verurteilende Er fenntnis wegen Unvereinbarkeit mit dem unangreifbar ge wordenen freisprechenden Urteil zur Aufhebung zu bringen, entzieht sich unserem Wissen. Auch ist uns unbekannt, of etwa auf dem Wege der Begnadigung die Gleichmäßigfeit in ber Behandlung von fünf an derselben Straftat beteiligten Personen sich wiederherstellen läßt. Wir fönnen uns wohl denken, daß die Instanzen, die auf die Begnadigung einzu wirken haben, zu der Anfitt neigen: es sei vorzuziehen, daß bon fünf Verbrechern wenigstens einer die nach dem Gesez verdiente Strafe erleidet, als daß alle fünf straffrei ausgehen. Das verurteilende Schwurgerichtserkenntnis, von dem wir eben gesprochen haben, ist Ende vorigen Monats in Nürnberg ergangen. Wenige Tage später hatte das Schwurgericht in Frank furt a. D. fich mit einer Schifferstrau zu beschäftigen, die angeflagt und geständig war, ihren Mann erschlagen, die Leiche bei Seite geschafft und den Verdacht des Mordes aut einen Unbeteiligten gelenft zu haben. Es wurde festgestellt, daß Frau und Söhne den Erschlagenen mißhandelt, daß fie ihn wiederholt als einem Tagedieb und unnüßen Brodesser Vorwürfe gemacht hatten, weil er aus der Arbeit entlassen worden war und seine Bemühungen, neue Arbeit zu be fommen, vergeblich gewesen waren. Es war ferner unzweifelhaft gemacht worden, daß der Verüber des Mordes oder Totschlags, ebenso wie die Mitwisser, unter nächsten Verwandten des Erschlagenen zu suchen Die Frau war auch, wie bereits erwähnt, ge ständig. Sie wollte die Tat ganz allein und in einer Art Notwehr verübt haben. Der Mann sei trunken nach Haus gekommen und habe sie bedroht. Darauf habe sie ihn er schlagen, die Leiche fortgebracht und durch ihren fleinen Sohn einen Bettel schreiben lassen, der den Verdacht der Täterschaft nach anderer Seite lenten sollte. Das Beil, mit dem sie den Mann umgebracht, sei dasselbe Beil gewesen, mit dem der Mann fie bedroht hatte. den seien. Die Frau ist von den Geschworenen glatt freigesprochen worden. Auch in diesem Fall wird das Rechtsgefühl mit dem Ergebnis der richterlichen Verhandlungen fich nur schwer in Eintlang bringen fönnen. Die nochmalige Verurteilung neben der rechtsträftig gewordenen Freisprechung in dem einen Fall, die Freisprechung der Geständigen in dem anderen Fall erregen bei dem natürlichen Gefühl einen gewissen Anstoß. Der gelehrte Jurist wird schon eine Erklärung beizu bringen wissen; aber diese Erklärung wird nur ihn selbst, nicht auch uns befriedigen. Vielleicht wird der gelehrte Jurist fich die Sache dadurch ganz bequem machen, daß er auf die Laienrichter schilt und uns sagt:" Da sieht man, welche Urteile zuweilen die Geschworenen fällen!" Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Cherkesson. Damit ist uns nun freilich am wenigsten gedient. Denn bie Geschworenengerichte wollen wir sicher nicht antasten und uns nicht nehmen lassen. Auch hindert uns schuldiger Respekt an der Erwiderung, daß gelehrie Richter nicht minder dem Irrtum unterworfen sind, was schon aus der allgemein gewordenen Forderung der Wiedereinführung der Berufung gegen Straffammerurteile hervorgeht. Wohl aber fönnen wir uns vorstellen, daß die Mängel, die zuweilen bei Geschworenenurteilen fich zeigen, gerade aus den Be schränkungen hervorgehen, denen man die Geschworenen unterworfen hat. Der Geschworene darf nur ja oder nein auf ganz bestimmte Fragen antworten, er darf nicht selbst einen freten Spruch tun. Hätte er dazu die Berechtigung, so wurden solche Urteile faum vorkommen wie die, die gegen: wärtig den Gegenstand unserer Erörterung gebildet haben Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Die Beruhigung Deutsch- Ostafrikas macht wesent. che Fortschritte, obwohl in letter Reit noch mehrere Bus 1 jammenstöße vorfamen. Oberleutnant Abel hatte mehrfache Gefechte mit den Aufständischen. Während diese zunächst auswichen, änderten sie später ihr Verhalten und griffen die Marschfolonne und das Lager an. Oberleutnant Freiherr von Reißenstein meldete die erfolgreich durchgeführte Konzentration der Detachements Kilimatinde, Moschi und Mpwapwa. Die Aufständischen haben daraufhin ihre Unterwerfung angeboten, doch haben die Rädelsführer sich noch nicht gestellt. Die triegerischen Operationen sind vorläufig eingestellt worden. Der befannte Führer der nationalliberalen Partei, Abgeordneter Dr. Karl Sattler ist gestorben. Geheimrat Dr. Sattler, der außerhalb des Parlaments die Stelle des zweiten Direktors der Staatsarchive befleidete, war 1850 geboren, ist also nur 56 Jahre alt geworden. Er war seit 1874 im Archivdienst, seit 1885 Mitglied des Hauses der Abgeordneten und von 1884 bis 1888 und dann wieder seit 1889 Mitglied des Reichstages. In der nationalliberalen Reichstagsfraktion war er stellvertretender Vorsigender. Jm Reichstag vertrat er den Wahlfreis Stade- Bremervörde, im preußischen Abgeordnetenhause die Stadt Hannover. Der Verstorbene war ein vielbeachteter eifriger Redner und wegen jeiner liebenswürdigen Formen und seines politischen Verständnisses allgemein geachtet. Der frühere Mülhauser Reichstagsabgeordnete Bueb, der sich ins Ausland geflüchtet hat, wird nach der Meldung eines Mülhäuser Blattes wegen Unterschlagung Steckbrieflich verfolgt. " Der preußische Kultusminister hat die Erteilung von Turn- Unterricht durch Sozialdemokraten an jugendliche Perionen als unzulässig erflärt. Veranlassung zu diesem generellen Verbot gab ein Einzelfall aus Schleswig- Holstein. Der Minister sagt, der Turnunterricht untersteht der Aufsicht der Ortsschulbehörde. Dieser tänne nur erteilt werden, w.nn der Unterrichtende seine sittliche Tüchtigkeit für Erziehung und Unterricht nachweise. Das Vorhandensein der sütlichen Tüchtigteit für Unterricht und Erziehung sei bei allen Mlitgliedern der sozialdemokratischen Partei zu verneinen. frankreich. ** Anläßlich des Nationaljestes fand eine große Parade auf dem Felde von Longchamps statt. Präsident Fallières, der mit dem Kriegsminister Etienne erschien, wurde mit Hochrufen auf den Präsidenten und auf die Republik von der großen Wolfsmenge empfangen, die dem militärischen Schauspiel beiwohnte. Rufsland. ** Der für diesen Sommer angesagte Besuch des englischen Geschwaders in den russischen Ostseehäfen ist vers sayoben. Die Initiative zu dieser Wendung ist auf die russische Regierung zurückzuführen. Es wird auf die in England und in Rußland entstandenen Agitationen gegen den Flottenbesuch zurückgeführt. Die russische Regierung möchte, wie es in einer von ihr ausgehenden Erklärung heißt, dem vorbeugen, daß die Ankunft der englischen Schiffe Gelegenheit zur E1neuerung der Agitation und zu Zwischenfällen gibt, die geeignet sind, die Beziehungen zwischen Rußland und England für die Zukunft zu beeinträchtigen. Zwischen dem Kaiser von Rußland und König Eduard sind sehr herz.iche Telegramme ausgetauscht. ** Die Unsicherheit in Petersburg ist im Zunehmen begriffen. Passanten werden von Bewaffneten überfallen und ausgeplündert. Selbst am hellen Tage fommen derartige Raubanjälle vor. ** Immer wieder weiden Fälle von Meuterei auf der Flotte gemeldet. Auf zwei Kriegsschiffen im Schwarzen Meere brachen während der Fahrt schwere Unruhen aus. Auf anderen Schiffen wurde der Besagung das Betreten des Users untersagt. Infolgedessen meuterten die Belagungen Bur Unterdrückung der Aufsässigen wurden Landtruppen auf die Schiffe gebracht. Amerika. ** Nach dem Siege über die Truppen von Salvador haben sich die friegerischen Gelüfte Guatemalas verstärtt. Der Präsident Cobrera hat den Kriegszustand verkündet und alle Männer über 21 Jahre zu den Waffen gerufen. Man erblickt in diesen Maßregeln eine Drohung gegen die NachbarStaaten. Alien. ** Die Grenzstreitigkeiten zwischen Perften und der Türkei spizen sich zu. An der persischen Grenze sind 34 Bataillone türkischer Truppen fonzentriert, denen 6000 Mann persischer Truppen gegenüberstehen. Auf eine Anfrage von persischer Seite hat die Türkei alle friegerischen In Teheran kam es zwischen Alichten entschieden verneint. Militär und Studenten, die einen Umzug veranstalteten, zu einem Zusammenstoß, bei dem zwölf Studenten und zwei Soldaten getötet wurden. Das Ende der Dreyfufiade. ( Sonder- Bericht.) Paris, 14. Juli. Es war zu erwarten, daß die von der Regierung sofort nach dem freisprechenden Urteil des Kaffationshofes in Szene aefette öffentliche Ehrenrettung für Alfred Dreyfus und Oberst Picquart in der Deputiertenkammer nicht Die ohne beträchtlichen Skandal vor fich gehen würde. nationalistische Reaktion ist vernichtend getroffen worden, die Wunde brennt zu sehr. So gab denn die Auszeichnung des einst zerschmetterten leinen Gernegroß Dreyfus, die Verherrlichung Bicquarts ein tolles Finale für die ganze schmachvolle Affäre in der Kammer ab. Schon vor der überwältigenden Abstimmung über die Wiedereinstellung des Hauptmanns Dreyfus in die Armee als Major, hatte fich der nationalistische Deputierte Lafies auf den Sozialisten Durre gestürzt, als dieser auerief: Das ist die Nache für die Verbrechen und Gemeinheit Ihrer Freunde! Die Kampfhähne wurden getrennt und der Kammerpräsident Brisson er flärte unter stürmischem Beifall:„ Ich konstatiere mit Stolz dieses Votum, das den Triumph der Gerechtigkeit bestätigt. Diesen Triumph der Gerechtigkeit, der seit zwei Tagen Frant reich den Beifall der Welt einträgt." " " Dann erhob sich der Berichterstatter Meffimy und bes gründete die zweite Gesetzesvorlage, die Picquarts Er nennung zum Brigadegeneral verfügt. Ich habe," sagt Mesfimy, mit Freuden diesen Raport übernommen, gerade weil ich ehemaliger Offizier bin. Die Armee hat endlich flar aefehen, hat sich von den Fälschern, Verbrechern und Dumm Töpfen losgesagt und begrüßt freudig den Triumph des Rechts." Rasender Jubel auf der Linken, Rähnefnirschen auf der Rechten. Der Konservative Denye- Cochin protestiert im Namen der Dreyfus- Gegner, indem er ausruft:„ Ich beuge mich vor dem Urteil, aber ich protestiere gegen die infame Kampagne, die gegen die Armee geführt worden ist. In den darob entstehenden Lärm ruft der Arbeitsminister Barthau: " Ich und meine Kollegen aus dem Kabinett Duvuy haben erklärt, daß feiner von uns das schändliche Verbrechen gefannt bat, das General Mercier durch Worleaung geheimer Beweise be gangen hat. Hätten wir es gefannt und nicht protestiert, so wären wir ehrlos." Cochin endet seine viel unterbrochene Rede mit der Er färung, daß er gegen die Ernennuna Picquarts stimmen werde, da Picquart mit den Gegnern der Armee gemeinsame Sache gemacht habe. Die Vorlage Picquart wird mit 477 gegen 27 Stimmen angenommen. Nachdem fich der Beifall geleat, fordert der Sozialist de Pr fenié die Bestrafung der Schuldigen. Er nennt neben Meicier, der Verbrechen auf Verbrechen gehäuft habe, die Generäle Boisdeffre, Gonie, Fauptmann Lauth, Oberst Rollin u. a. Plößlich springt der Nationalist Puglief Conti auf und schreit: Fine Regierung, die eine solte Sprache duldet, ist eine Regierung von Schurfen." Es entsteht ein naeheurer Tumult. Der Interstaatsfefretär im Ministerium des Innern, Sarraut Fürzt auf Pug'ief Conti los und verseßt ihm eine Ohrfeige. Mehrere Minuten lang ist Puglisie Conti, der auf die Bank gestiegen ist, von einer ringenden und gestiku lierenden Menge umgeben. Die Balgerei wird so intenПv, daß Präsident Brisson den Hut aussetzt und die Sitzung unterbricht. Nach Wiedereröffnung verlangt Pressensé, daß die Regierung den Ordensrat der Ehrenlegion veranlasse, Mercier und Genossen aus der Ordenstifte zu streichen. Alle kompromittierten Offiziere, die hente noch in der Armee seien, müßten entlassen werden. Die Armee sei nicht mit einer Verbrecherbande solidarisch. Kriegsminister Etienne huldigt in seiner Entgegnung dem Andenten der verstorbenen Kämpfer für die Wahrheit, er erinnert an den Senator ScheurerKestner und Rola. Die Regierung werde genau prüfen und dann entscheiden, wer schuldig oder wer nur ve führt sei. Die Amnestie von 1900 sebe außerdem gewisse Grenzen fest. Der Antrag Pressenté wird abgelehnt und eine Tagesordnung des Deputierten Reveillon angenommen, die der Regierung das Vertrauen der Kammer ausspricht. Jules Breton bean tragt, daß die Gebeine Emile Zolas ins Pantheon überführt und dort bestattet würden. Auch dieser höchsten Ehrung der Republik für verforbene Bürger stimmt die Kammer zu und geht dann in die Ferien. Im Senat ging die Annahme der beiden Rehabili tierungsvorlagen unter mefentlich ruhigeren Formen vor sich. Der so schmer bloßgestellte General Mercier hatte den Mut, gegen den Kassationshof zu polemisieren. Als er von seinem reinen Gewissen sprach, tam jugendliches Feuer selbst über die greisen Häupter der Senatoren. Ihre Entrüstung brachte den Redner zum Schweigen und die Vorlagen wurden mit 133 gegen 50 Stimmen sanktioniert. Ein Senator rust Mercier zu, er gehöre an die Stelle Dreyfus ins Bagno. Vorher hatte man schon beschlossen, daß die Büsten von Scheurer- Kestner aus Travieur in der Galerie des Staatspalastes aufgestellt werden sollen. Wegen der Ohrfeigen in der Deputiertenkammer fand abends ein Duell zwischen dem Unterstaatssekretär im Ministerium des Innern Sarraut und dem nationalistischen Deputierten Pugliesi- Conti bei Paris statt. Bei dem ersten Gang erhielt Sarraut einen Degenstich in die rechte Brustseite. Der Stich hat den rechten Lungenflügel verlegt. Sarrant scheint jedoch nicht in Lebensgefahr zu sein. Das ,, Journal Dificiell" veröffentlicht heute die Geseze, nach weichen Dreyfus als Major, Picquart als Brigadegeneral wieder ins Beide reichen wahrscheinlich ihr Heer eingestellt werden. Dispositionsgesuch ein, da fie schwerlich eine wirkliche Uebernahme des Dienstes wünschen. Im Journal officiell" wird Dreyfus als Anwärter auf den Orden als Ritter der ' na In der Berstreutheit. Humoresfe von** Der Professor der Botanik Snöterich war soeben da= er dann, während er weiter las. Bald darauf erſchien das welchem, trotz des Frühlingswetters, noch ein Feuer brannte. Huhn herein. Der Professor ließ es in den Ofen stellen, 111 Ein Glas Wein und einen Teller Stompott verzehrte Das Dienstmädchen brachte gleich darauf ein gebratenes 11 wieder stand sein Ziel wirrter wurde. Türen, Schlüssel, Personen, so daß er schließlich immer ver= zu nehmen, und in den Hotels verwechselte er immerzu hinaus, bald vergaß er, das Rundreisebillet aus dem Koffer und nicht angefettet war, bald fuhr er über iciuem offer herrichte cu furchtbarer min Schlagfertig. verrückt oder Du feit nicht verständigen kann, zum Diener): Kerl, bin ich. Diener: Aber, quädiger Herr werden sich doch keinen Herr( der sich mit seinem Diener über eine Kleinig= legion, der um die Revision des Prozesses verdiente Wiajor Targe als Offizier- Anwärter für die Ehrentegion verzenet, Der Pariser Gemeinderat wird eine Straße mit dem Namen Emile Zola belegen. Und somit ist das Werk der Gerechtigkeit und der Blorifizierung der Wahrheit bis zum legten Ende getan, die Tapferteit der Ueberzeugung, die Intelligenz hat gefiegt über bie strupellose bewußte Lüge und die bornierte Beschränktheit. Dreyfus fann nun ruhig in der Versenkung des Privat lebens verschwinden, die streberhafte Eigenart seiner Pers sönlichkeit irug seinerzeit dazu bei, ihn zum Objekt zu machen, als die nationalistische Meute ein Opjer suchte. Da Interesse an ihm ist erloschen. Aber daß die Idee des Rechtes gen eine Welt voll rücksichtsloser Macht sich durch ringen tonnte, gereicht den Franzosen und der französischen Republit zur Ehre. Die ganze zivilisierte Menschheit hat Teil an diesem Triumph. J. F. Nab und Fern. † Von der Kaise gruft in Aachen. In der Münster irche in Aachen wird der fostbare Schrein, in dem seit dem 13. Jahrhundert die Gebeine Karls des Großen ruhen, auf Wunsch des Kaisers Wilhelm geöffnet. Die Eröffnung erfolgt jum Studium der fostbaren alten Burpurgewänder, in die die Bebeine des Kaisers eingehüllt sind. † Zur Bierirage. In Chemnitz hat eine von 1000 Bastwirten aus Chemnitz und Umgegend besuchte Versamm lung beschlossen, folgende Erhöhungen im Preise des Bieres eintreten zu lassen: Lager und Böhmisch 4/10 17 Pfg., 5/10 20 Pfg., Bayerisch% Liter 15 Pfg., 4/10 Liter 25 Pfg., Einfach 5/10 10 Pfg. und Zuckerbier 15 Pig. In Duisburg haben die Brauereien beschlossen, eine eigene Vereinigung zu gründen, um auf diese Weise sich dem Einflusse des chemischwestfälischen Brauereiverbandes zu entziehen. † Havarie eines Schnelldampfers. Der Dampfer Deutschland" von der Hamburg- Amerita- Linie ist beim Ausfahren aus dem Hafen von Dover mit dem Prinz of WalesBier tollidiert. Der Dampfer erlitt erhebliche Beschädigungen oberhalb und unter der Wasserlinie und fonnte die Fahrt nach Newport nicht fortseßen. Die Passagiere und die Post wurden gelandet und werden mit einem anderen Dampfer nach Newyork befördert. Der Dampfer ,, Deutschland" geht zur Reparatur nach Hamburg zurüd. Kunststadt habe schon stark gelitten, schr Unrecht haben. Betrachtet nur die im Festichmuck prangenden Straßen, die monumentalen Prachtbauten auf dem Festplaß, deren innere und äußere Ausstattung, dann seht ihr was unsere heimische Kunst zu leisten vermag, und doch ist das nur eine fleine Probe † Todessturz vom Balkon. Die Gattin des Kapellmeisters Lohse am Kölner Stadttheater stürzte sich von dem Balton ihrer im druten Stod belegenen Wohnung auf das Straßenpflaster. Der Tod trat sofort ein. Die unglückliche war vor kurzem aus einer Nerven heilanstalt zurückgekehrt. Nach anderen Meldungen soll die Bedauernswerte gieſtig bölig gesund sein, und der Sturz durch Nachgeben des Geiles eines Kohlenaufzuges bewerkstelligt worden sein. † Ergriffene Attentäterin. Vor einiger Zeit erregte ein Attentat Aussehen, das von einer Frau auf den Kapell. meister des Königsgrenadier- Regiments in Liegnig verüb wurde. Die Attentäterin, die Restaurateurs- Witwe Haberstroh wurde flüchtig. Sie ist jetzt in Aachen ergriffen worden. davon. S Nach den Entwürfen des Professors Emanuel Seidl ist die ganze Stadt einheitlich geschmückt worden. Große Straßenzüge sind durch architektonische Wilder, durch Baum Ausschmückungen und durch einheitliche Farben- und Blumendes forationen zu wundervoll wirkenden Straßenbildern zusammen gefaßt worden. Man sagt, daß die ganze Münchener Künst lerschaft auf den Beinen gewesen ist; jedenfalls sind mit allen denkbaren Mitteln die malerischesten Effekte erzielt worden. Es ist sehr erklärlich, daß für diese Ausschmüdung allein an Beihilfen 100 000 Mart aufgewendet worden sind. In ihrer Schönheit und Eigenart legt diese Deforation wieder einmal beredtes Zeugnis dancn ab, was Münchens Künstlerund Bürgerfinn vermag. Eine imposante via triumphalis führt von der Maximiliansstraße bis zum Karlsplay, und prachtvoll macht sich auch die Ausschmüdung des Sandlinger Torplages. Durch die geschmüdten Straßenzüge wird sich der große Festzug bewegen. Man hat davon abgesehen, den Festzug in der bisher üblichen schematischen Weise auszuge stalten, und wird ihn vielmehr in den Biedermeierstil einfleiden und so unter Heranziehung des oberbayerischen Milicus eine durchaus volkstümliche Veranstaltung schaffen. † Verhängnisvolle Ohrfeigen. In einem Ver gnügungslofal zu Aachen fam es in angeheiterter Stimmung zu einem Renkontre zwischen einem diegierungsrat und einem auswärts domizilierenden Doktor der Chemie. Im Verlau des Wortwechsels versezte der letztere dem Regierungsrat ein paar schallende Ohrfeigen. Der Regierungspräsident sandte den Rat auf Urlaub mit dem Ersuchen, um seine Versegung einzutommen. † Eine Katastrophe auf einem Militär- Ulebungsplaße. Auf dem Uebungsplage des 4. Bayerischen Artillerie- Regiments bei Augsburg explodierten vor Beginn der Uebung 45 Kanonen schläge, die zu den Zulufriegen benuẞt werden sollten. Drei Unteroffiziere und vier Artilleristen irugen sehr schwere Ver legungen davon. Sie sind am ganzen Körper mit Brand wunden bedeckt, die Uniform hing ihnen meistens in verkohlten Fezen vom Leibe. Einem Mann wurden die Augen heraus getrieben, die Baden teilweise weggerissen und die Kopfhaul völlig versengt. DI " Und auch auf dem Festplatz, der Theresienwiese, auf der alljährlich das große Oftoberfest abgehalten wird, fann man mit staunendem Blid sehen, was da alles geschaffen wurde. Alle Bauten, von der tolossalen Festhalle angefangen bis zu den zahlreichen Erholungsstätten, Sie find alle im Alt Münchener- und Biedermeierstil gehalten, der in seiner Eigenart gerade auf die Fremden großen Eindrud machen dürfte. Auch die Schüßendult", wie der Minchener den der Erholung und dem Vergnügen geweihten Teil des Schüßenplatzes nennt, die Vogelwiese", die Stätte des unumgänglichen Amüsements für die Schüßen, ist ganz im Alt- Münchener Stil gehalten. Das Hauptinteresse auf diesem Plage erweckt hei den Schützen natürlich der Gabentempel, der die fünstlerisch und materiell äußerst wertvollen Schäße birgt, die dem zielsicheren Schützen winfen. Es befinden sich darunter Beiträge des Kaisers, des Prinzregenten, des deutschen Kronprinzen, der Könige von Württem berg und Sachsen und der Großherzöge von Baden und Luxemburg, sowie der Stadtgemeinde München, die dafür allein 12 000 Mark gestiftet hat. † Die bestohlene Kompagnie- Kaffe. Bei der zweiten Kompagnie des Pionierbataillons Nr. 8 wurden seit Jahres frist eine Reihe Diebstähle verübt. Damit hing auch die ver urteilung des Sanitätsjeldwebels Schirmer vor dem Kriegs. gericht in Koblenz zusammen. Neuerdings wurde Kompagnie- Kasse erbrochen und 500 Wiart entwendet. 1st trop eifrigter Nachforschungen nicht gelungen, Anhalis punkte für den Diebstahl zu entdecken. 3.3) Bei † Explosion im chemischen Laboratorium. Versuchen im chemischen Laboratorium des landwirtschaftlichen Instituts der Universität Göttingen explodierte ein chemische Dien. Ein Studierender, der mit den Versuchen beschäftigt war, wurde sehr schwer verlegt. Glassplitter drangen ihm ins Gesicht und in den Obertörper, und von der einen Hand wurden ihm mehrere Finger abgerissen. 9 † Eisenbahn Zusammenstoß. Bei der Station Villaverde de Trucios in Spanien stieß ein Expreßzug mit einem Güterzuge zusammen. Gegen zwanzig Personen er litten Verlegungen. dieser Modus ein ziemliches Verkehrshindernis auf den Stationen bedeuten, und sodann ist es im Hinblick auf Eisenbahnunfälle nicht ohne Gefahr. Doch das Fest, das wir feiern, hat ja eine viel höhere Bedeutung, es soll ein Verbrüderungsfest sein zwischen Nord und Süd, Osten und Westen. Aus allen Gauen unseres weiten Vaterlandes sind die Schützenbrüder herbeigeeilt, und brüderlich wurden sie aufgenommen, aufs herzlichste begrüßt. Doch noch von viel weiter her strömten dem Fest Schaaren von Gästen zu, aus dem verbündeten Nachbarlande Desterreich, aus der Schweiz, ja selbst aus Frankreich, Italien, Belgien, und Skandinavien. Ebenso begrüßenswert ist, daß die DeutschAmerikaner in einer noch nie dagewesenen Zahl zu der nationalen Veranstaltung erscheinen, und damit die Bande, die sie mit der alten beimat verknüpfen, aufs neue festigen. Und des Königreichs Bayern Verweser, der greise Prinzregent Luitpold, hat durch die Uebernahme des Protektorats über das ganze Fest gezeigt, daß er dessen nationale Bedeutung wohl zu würdigen we ß. A. L † Ein Ballfest durch Blißschlag gestört. In Wellsford in Kanada schlug der Blitz in in Etablissement ein, in dem ein Tanzfest statisand und ging an der elettrischen Leitung in den Ballsaal hinein. Ein junges Mädchen, das gerade eine elettriche Glocke läutete, wurde auf der Stelle getötet zwanzig Personen wurden verlegt und betäubt. Es entstand eine schreckliche Panit. Bei dem Gedränge an den Aus gängen erlitten weitere hundert Personen erhebliche Ver legungen. - Eisenbahnräuber. = - Die Folter griechischer Schuhware empfindlicher Weise b Griechin, die feit fünf Caterin. Als das Ma beißes Del über die fochende Eier unter ih Sande gebunden hatte. er das bedauernswert Bittens einen ganzen ein fehr hohes Fieber einen Arzt rufen. Da gebracht, wo es alsbald Der beftialische Schuhm Zunächst ist vom prusischen Eisenbahnministerium eine schärfere Ueberwachung der Schnellzüge angeordnet, in denen die Raubanjälle meist geschehen und die dazu naturgemäß die meiste Gelegenheit bieten. Auf den Haltestellen muß neuer dings das ganze Bahnhofs-, nicht nur das Zugpersonal, die Schnellzüge nachsehen. Liegen verdachterrenende Umstände bor, so begleitet ein Schaffner die Retenden in einem Neben abteil. Es liegt ferner in der Absicht, Geheimpolizisten zur Ueberwachung der Züge anzustellen, wie sie in Baden mit gutem Erfolg wirten. Eine besondere Möglichkeit, sich vor Beraubungen und Eigentums- Verlust zuschüßen, liegt in der Hand der Reisenden selbst. Sie sollten überhaupt keine größeren Summen in bar oder in Papiergeld bei sich führen, sondern dafür ein Scheckbuch benutzen, mit dem die Räuber nichts anfangen önnen, das den Reijenden aber das Geld vollfoninten zu erseßen im stande ist. Ueberall findet sich doch bereits ein Kaufmann oder Hotelier, der die Einlösung der Schecs ernimmt. Es ist eine Tatsache, daß man sich in Italien, tem Eldorado der Briganten, gegen kaubanfälle aur den tjenbahnen da gegen schüßt, daß man größere Summen nicht mit auf die Reise nimmt, sondern sich des Schedbuches oder der An weisung bedient. Die zunehmende Unsicherheit bei Bahnfahrten.- Schon wieder ist ein Reisender während der Fahrt in ber Eisenbahn beraubt worden. Auf der Strecke LetmatheNachrodt in Westfalen drangen zwei vermummte Männer in ein Abteil des Zuges und raubten dem einzigen Insassen die Börse. Dann sprangen die Räuber aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge. XV. Deutsches Bundesschießen. Sonder- Bericht.) München, 14. Juli. Heute hat der Prinzregent, inmitten seines Hofstaates, in der von mehreren tausend Personen bis auf den letzten Blaß gefülten Festhalle, das XV. Deutsche Bundes. schießen, mit einer herzlich gehaltenen Begrüßungsan sprache eröffnet. Nun kann der friedliche Wettstreit um die Würde des deutschen Schüßentönigs beginnen, von morgen an schon werden die Büchsen auf allen Ständen lustig knallen, werden die Zieler, die Scheibenmändl"" frohlodend Kernschüsse anzeigen und der Rummel auf der Festwiese seinen Anfang nehmen. Das wäre binnen furzer Frist der dritte Eisenbahnraub. Der erste war der Ueberfall des Kammerherrn von Zizewiß, dann folgte die Beraubung der Frau Geheimrat Noelle, und jezt tritt der Vetmather Fall in die Erscheinung. Wer jetzt sich unser schönes Jsar- Athen ansieht, der wird sich mit eigenen Augen überzeugen fönnen, daß diejenigen, die neidvoll oder hämisch behaupteten, der Ruf Münchens als - = Ellerandrien gebracht, gerichtshof abgeurteilt Krieg gegen merita jest maffenb Rauchen von 8igarett heinenden Tabaksröll Ibon Chicago befchäftig Gargnagelfrage". G gegründet, die den geweibt ift. Hier fin die in grellen Farben rauchens ausmalen, ic Teufel die fleinen ro Thurz Ermahnungen in Vein andermal mit 58 beißen z. B. Windeme Nervenzerstörer ufw Ist es auch immer eine unangenehme Sache, mit einem desparaten Burschen im Eisenbahn- Abteil zusammenzutreffen, so bietet doch der Umstand eine größere Sicherhe t, daß man teine größeren Beträge bei sich trägt. Aus dem Gerichtsfaal. § Betrugsprozeß Zander. Der Vertreter der Anflagebehörde, Staatsanwalt Schwedersty, fuhr in seinem Plaidoyer jort und ersucht die Frage nach fahrlässigem Meineid zu bejahen, da der Angeflagte in allergrößiem Maße fahrlässig, ja sogar frivol den Offenbarungseid geleistet hat. Bei Frau von Bander fann, 10 fährt der Staatsanwalt fort, die Anflage des Falscheides inbezug auf den Offenbarungss eid nicht aufrecht erhalten werden. In den Betrugsfällen Moll und Wiensching fönnen dem Angeklagten von Bander nur im ersten Falle mildernde Umstände zugebilligt werden. Auch in dem Falle der Untreue, begangen durch unterschlagung der Hauptmann Müllerschen Gelder fönnen mil dernde Umstände zugebilligt werden, die Anflage wegen Un treue inbezug auf die Chemnizer Bergwerksgesellschaft ist dagegen fallen gelassen. Zum Schluß seines Plaidoyers wiederholt der Staatsanwalt nochmals die Bitte an die Geschworenen ohne Ansehen der Person, ohne falsches Mitleid" zu richten. Justizrat Mammroth beantragte nach vier stündigem Plaidoyer vor den Geschworenen den Freispruch seines Klienten in allen Bunften der Antlage. Es wäre indessen falsch, wollte man damit die Reihe der Vorfälle für abgeschlossen halten, die zur Schädigung von Eisenbahnreisenden geführt haben. Wenn es sich auch nicht um sensationelle Raubanfälle handelt, so werden doch Diebstähle auf Eisenbahnfahrten bekannt, die beträchtliche Summen betreffen. Einige davon seien schon zur Warnung für unsere Leser zusammengestellt. Eine Lehrerin verließ auf der Fahrt nach Hannover ihren Abteil im D- 8uge, um im Speisemagen das Diner einzunehmen. Als sie an ihren Platz zurückkehren wollte, fand sie die Tür des Abteils geschlossen, und die nach dem Gang führenden Fenster waren mittelst der Gardinen ver hüllt. Auf ihre Versuche, in den Abteil zu gelangen, rief eine Stimme von innen:" Die Tür ist geschlossen!" Die Dame holte Hilfe aus dem Speisewagen, und als verschiedene Herren sehr energisch Deffnung der Tür verlangten, trat ein Bediensteter des Speisewagens heraus. Es zeigte sich, daß das Handgepäck der Dame durchsucht war. In einem anderen Falle waren einer Dame aus einer im D- 3ug- Abteil liegenden Reisetasche 1500 Marf entwendet. Sie hat ebensowenig von dem Geld etwas wieder gesehen, wie ein preußischer Land tagsabgeordneter, der in einem Coupée erster Klasse ein Portefeuille mit 13 000 Marf hatte liegen lassen und den Verlust erst bemerkte, als der D- Bug die Station schon ver lassen hatte, auf der der Passagier ausgestiegen war. Alle diese Affairen haben sich in D- 3ügen ereignet, ein Beweis, daß deren Einrichtung allein nicht vor Verlusten an Eigentum schüßt. Schuhmaßregeln. § Strafverfolgung gegen die Fürstin Wrede. Die in einem Sanatorium untergebrachte Fürstin Wrede soll nun doch wegen Diebstahls und Unterschlagung von Silbersachen unter Anflage gestellt werden. Auf Grund der ärztlichen Gutachten hat das Landgericht in Güstrow beschlossen, die Strafverfolgung gegen die Fürstin wieder aufzunehmen. Es ist kein Wunder, daß man angesichts der sich häufenden Raub- und Diebstahlsfälle auf Abwehr und Schutz gegen derlei Vortommnisse bedacht ist. = Vermischtes. Eine Anprobe vor Gericht. Die französischen Richter behandeln Konflikte, die die weibliche Eleganz be treffen, mit gebührendem Ernst und geben den Pariser Mode damen, wie ein in diesen Tagen geschehener Vorfall beweist, In gründlich motivierten Urteilen Ratschläge, die fast Lektionen sind. Die Anprobe, die im Leben einer hübschen Pariserin einen so hervorragenden Platz einnimmt, die Anprobe erschien der Themis durchaus nicht als ein ernster Betrachtung un würdiger Gegenstand. Und die Richter des Seine- Tribunals, haben in einer Streitsache zwischen einer Schneiderin und einer Kundin, die vor Gericht behauptete, daß ihre Mieder troß zwölf Anproben nicht sitzen wollten, rund und nett er flärt, daß zwölf Anproben doch wohl etwas zuviel seien. Das läßt darauf schließen", fügten sie mit großer Weisheit hinzu ,,, daß die Untüchtigkeit der Schneiderin ebenso gros ist wie die Hartnäckigkeit der Kundin." Streng aber gerecht! Hühnerfleisch in laschen. Die Fleischpacker von Chikago machen jezt verzweifelte Anstrengungen, sich das so gänzlich verlorene Vertrauen des Publikums wieder zu er obern. An Stelle der Büchsenfonserven, die von dem Bublifum nicht mehr gefauft wurden, find jetzt Flaschen mit Fleischpräparaten im Handel erschienen. Flaschen mit Hühner fleisch werden erstaunlich billig verkauft und haben offenbar lediglich den Zweck, das Publikum anzuloden. Eine Bad firma verkauft nur noch in hermetisch versiegelten Flaschen und Glastöpfen. Jeder dieser Töpfe trägt die Bescheinigung eines befannten Chemifers, daß der Inhalt als durchaus rein garantiert wird. Es hat nicht an Vorschlägen gefehlt, von denen man sich eine erhöhte Sicherheit für die Reisenden verspricht. Sc hat man darauf hingewiesen, die die einzelnen Abteile trennenden Wände zu durchbrechen, damit die Reisenden von dem Nachbarabteile Hilje erwarten fönnen. Dagegen wird indessen eingewendet, daß damit die Einrichtung der besonderen Abteile für Frauen und Nichtraucher erschwert werde außerdem sind auch Fälle denkbar, in denen gerade die Gelegenheit, schnell von einem Abteil in den anderen zu gelangen, die Raubanfälle erleichtern fönnte. Auch dem Vorschlage, die Türklinken an den äußeren Seiten der Wagentüren zu beseitigen, so daß diese von außer nur mittelst Schlüssel von dem Zugpersonal zu öffnen wären, stehen eisenbahntechnische Bedenten entaeaen. Einerieita mürdi = = Gin fühner W 1bei Wawona fünf Reifer fübrten, von einem eing theraubt. Der Räuber, Foren geglüdt ift, gro Büche zum Anhalten rou feigen und in einen Tänzerinnen als Gastgeschenke. In Paris erzählt man sich, König Sisowath von Kambodscha habe bei seinem Besuch im Luxemburg- Palast, dem Präsidenten des Senats, Herrn Dubost, vier feiner Tänzerinnen, eine für ihn selbs und drei für die Quästoren angeboten. Herr Dubost foll aber geantwortet haben, er danke für das freundlich gemeinte Bastgeschent: es nicht Sitte. daß die Präsidenten des Paríaments sich beschenken lassen. Was dte Quastoren be treffe, so sei einer abwesend und verheiratet, und der zweite ebenfalls verheiratet. Er müsse in ihrem Namen ablehnen, ba es nicht Sitte sei, Tonzerinnen unter das eheliche Dach ju bringen. -Der Automat als Schuhpußer. In Berlin find an verschiedenen Stellen Automaten aufgestellt, die dem Benußer die Schuhe puzen. Gegen Einwurf eines Zehnpfennigstüdes erscheinen vier freisförmige Bürsten, die sich fortwährend drehen und in die man den Fuß hineinsteckt. So wird das Schuhzeug in furzem blant gepuẞt. = mebrobt von der Flinte Sertiachen 1c. bineinter undern angehalten und lündert, dann, nach gelu Finaldo leitmärta in bi Die Reisekaffe im Pompadour. Einem Züricher Töchterchor, der fürzlich die Aarerschlucht bei Meiningen besuchte, begegnete ein arges Mißgeschic. Staunend betrachteten die Töchter die Wände der Schlucht und ehrfurchtsvoll neigte fich die Kassiererin des Vereins über das Brustgeländer, als ihr plöglich der Pompadour entfiel, der in blauen und grünen Scheinen das gesamte Vereinsvermögen, etwa 400 Franfen, enthielt. Nach wenigen Sefunden hatte die Tiefe das Opfer verschlungen. Der Verein aber war, aller Minel entblößt, in einer fatalen Lage. Doch der Telegraph arbeitet ja rasch, und nach einem furzen Zwangsaufenthalt tonnten die Damen weiterziehen. Organisation taatsschuld. Nachd threr Sigung vom 13 forbenen Abgeordneten bgeordneten Haas den Mitgliede der Staat dneten Bähr in Herrnh nt, wird dies von Groß mehr zur öffentlichen Ker R. Am 1. Auguft ericabanthauptstelle in buntnebenstelle mi roberlehr eröffnet word * Refruteneinf ifters vom 30. Juni fruteneinstellung, sowei nad näherer Anordn it vom 9. bis einschlie bigen hat. A Das goldene Wigner Boltsschulen, S icher Beteiligung der Edborstands, der amten Lehrerschaft der Bamstag ftatt. Der a. Um 12 Uhr ber Turnhalle der Stadtt Dr. Die oberste Mädche inem Namen fei Ehre." Ansprache des Provinzi fnet. Er sprach: Aus brer übergebe ich S Ritterkreuz II. Alaffe Π. ßmütigen, es foll ein Sershaft und die Leif ten Saulbehörde un daß Sie noch viele S enfte der Schule wi Cum betonte die treu mehr als 20 Jahre trener Bilterfüllung Bener hinausgefandt fen. Als ein Beiche Stadt einen filbernen fte des Jubilars der gen. Hauptlehrer Sch egien eine längere idwünsche. Der Jub waterland in den Schu en, z. B. Söbel un bor nunmehr 20 Jal , bie er jkt als He Geffifchen Lehrer fo Fichterfüllung feine trüber Beit die Fre Bes Schulgefe erhie gemann fich der Jubi en der Bevölkerung& te die volle nerfen nbung mehrerer wo en Knabenhort, das Bunterricht. Mit lichen Verhältnis Bewiffenhaftigte in Freund und B Schaaf zwei wert ir tommen" und werden". Gin ben mit poetifa nis auf den Hinblid auf ifterium eine == Die Folter im 20. Jahrhundert. Ein reicher griechischer Schuhwarenhändler in Kairo, der kürzlich in empfindlicher Weise bestohlen wurde, hielt eine 18 jährige Griechin, die seit fünf Jahren bei ihm bedienstet war, für die Täterin. Als das Mädchen die Tat leugnete, goß er ihr heißes Del über die Hände, ließ fie entfleiden und legte lochende Eier unter ihre Schulterachseln, nachdem er ihr die Sände gebunden hatte. In diesem fürchterlichen Zustande ließ er das bedauernswerte Mädchen trog ihres Schreiens und Bittens einen ganzen Tag. Als sich am nächsten Morgen ein sehr hohes Fieber einstellte, ließ der grausame Dienst herr einen Arzt rufen. Das Mädchen wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo es alsbald unter schrecklichen Schmerzen verschied. Der bestialische Schuhwarenhändler wurde verhaftet und nach Alexandrien gebracht, wo er vor dem griechischen Geschworenen gerichtshof abgeurteilt werden wird. Onet, in denen aturgemäß die muß neuer perfonal, die de Umstände einem Neben polizisten zur Baden mit ubungen und der Reisenden mmen in bar ein Schedbuch 1önnen, das 1eriegen im in Kaufmann fi ernimmt em Eldorado enbahnen da t mit auf die oder der An e, mit einem menzutreffen, he t, daß man eter der An hr in seinem affigem Wein ÖBiem Maße geleistet hat. tsanwalt fort, Offenbarungs Betrugsfällen von Bander Silligt werden. durch Unters fönnen mil e wegen Un gesellschaft ist Plaidoyers e an die Ge sches Mitleid" e nach vier en Freispruch Wrede. Die Brede soll nun Silbersachen Der ärztlichen eschlossen, die nehmen. franzöfifchen Eleganz be Sarifer Mode orfall beweist, faft Leftionen en Pariserin probe erschien rachtung un Te- Tribunals, neiderin und ihre Mieder und nett er zuviel feien. mit großer derin ebenso Streng aber chpader von fich das so ieder zu er e von dem Flaschen mil mit Hühner Sen offenbar Eine Bad ten Flaschen Bescheinigung le durchand Baris erzählt e bei seinem des Senats, ir ihn felbf Duboft foll Tich gemeinte fidenten des uäftoren be Oder zweite En ablehnen, heliche Dad Berlin find die dem nes Bebn 7, die fich gineinstedt. Züricher ingen be etrachteten voll neigte ander, als nd grünen Franten, Tiefe das er Minel oh arbeitet alt fonnten = Krieg gegen die Zigarette in Amerika. Die in Amerifa jetzt massenbart auftauchenden Ligen gegen das Rauchen von Zigaretten nennen die uns so harmlos er jcheinenden Tabaksröllchen nur noch Sargnägel". Die Liga bon Chicago beschäftigt sich besonders aus ührlich mit dieser Sargnägelfrage". Sie hat eine Wochenschrift ,, The Boy" gegründet, die den Interessen der Knaben von Amerika" geweiht ist. Hier finden sich nur moralische Erzählungen, die in grellen Farben die furchtbaren Folgen des Zigarettenrauchens ausmalen, scharf pointierte Gedichte, in denen der Teufel die fleinen rauchenden Sünder am Kragen nimmt, turz Ermahnungen in jeder Form. Die Zigaretten werden ein andermal mit 53 bezeichnenden Namen belegt. Sie beißen z. B. Müdemacher, Gesundheitstöter, Totengräber, Nervenzerstörer usw. Ein kühner Wegelagerer. Im Yosemitetal murden bei Wawona fünf Reisewagen, die über 75 Personen mit sich führten, von einem einzigen Wegelagerer ausgeplündert und beraubt. Der Räuber, dessen Gefangennahme vor einigen Tanen geglückt ist, zwang die Kutscher mit vorgehaltener Büche zum Anhalten der Wagen, die Heiienden mußten ou steigen und in einen Hut, den einer der Reisenden, stets bedroht von der Flinte des Tramps", aufhielt, alle ihre Wertsachen 2c. hineinwerfen. Eo wurde ein Wagen nach dem andern angehalten und seine Passagiere regelrecht ausge plündert, tann, nach gelungenem Wert, schlug sich der moderne Rinaldo eitmärta in die Bitsche". Lokales. 16. Juli. * Organisation der Verwaltung der Staatsschuld. Nachdem die Zweite Kammer der Stände in ihrer Sigung vom 13. Juni 1906 an Stelle des verforbenen Abgeordneten Möllinger und des zurückgetretenen Abgeordneten Haas den Abgeordneten Reinhard in Worms zum Mitgliede der Staatsschuldenverwaltung und den Abgeordneten Bähr in Herrnhaag zu dessen Stellvertreter gewählt hat, wird dies von Großh. Ministerium der Finanzen nunmehr zur öffentlichen Kenntnis gebracht. R. Am 1. Auguft wird in Staßfurt eine von der Reichsbankhauptstelle in Magdeburg abhängige Reichsbantnebenstelle mit Kasseneinrichtung und besgränktem Giroverkehr eröffnet worden. * Retruteneinstellung. Durch Erlaß des Kriegsministers vom 30. Juni 1906 ist bestimmt worden, daß die Refruteneinstellung, soweit deren Festseßung noch vorbehalten ift, nach näherer Anordnung des Generalfommandos in der Beit vom 9. bis einschließlich 12. Oftober d. Js. zu erfolgen hat. 17 Detan Strack Leihgestern verlas ein sehr huldvolles| haben wollte. Beide wußten jedoch sich nicht daran zu erGlückwunschschreiben des Großh. Oberkonsistoriums, es erkannte die Verdienste des Jubilars um die Erteilung und Pflege des Religionsunterrichts in den Gießener Stadtschulen an und hob die Tätigkeit des Jubilars als Kirchenvorstandsmitglied hervor. Namens des Gießener Lehrervereins sprach Lehrer V. Müller dessen Glückwünsche aus, der Jubilar war lange Jahre Vorsitzender des Vereins. Stadtrat Schmall überbrachte die Glückwünsche des Tierschutzvereins, dessen Vorsitzende Reftor Hahn ist. Tief gerührt ergriff der Gefeierte das Wort, anknüpfend an den Bibelspruch:" Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir getan hast." Er dankte dem Großherzog, dem Ministerium, der Schulabteilung und deren Leiter, der Kreisschultommission, der Stadt, dem Oberkonsistorium und Lehrern und hob besonders die Unterstüßung und den Pflichteifer des Lehrerkollegiums hervor, mit denen er glücklich und gedeihlich habe arbeiten fönnen. Zum Schlusse sang der Knabenchor: Herr, deine Güte reicht so weit der Himmel ist. · Um 1 Uhr fand im Neuen Saalbau" ein Festessen statt, an das sich ein Sommers schloß. Schulrat Kleinschmidt feierte den Großherzog als den eifrigen Förderer des Volksschulwesens und brachte das Hoch auf ihn aus. Lehrer Spiz hob in furzer Ansprache die Fürsorge des Schulminifteriums für die Lehrer und Schule hervor und sprach den Wunsch aus, daß der wohlwollende Better des Schulwesens uns noch recht lange erhalten bleiben möge. Reftor Backes Darmstadt, der Obmann des Landeslehrervereins, toastete auf den Jubilar, es sei ihm eine Freude, wenn ein Lehrer so geehrt werde, möge er den jüngeren Lehrern ein Vorbild treuer Pflicht erfüllung sein. Fräulein Friedrich toastete auf die KreisSchultommission, Prof. Wie behold auf die Stadt, Stadtrat Schmall auf die Lehrerschaft Gießens, Reftor Hahn auf den Landeslehrerverein und dessen Oomann Backes, Oberbürgermeister Mecum auf die Zukunft der Stadt Gießen. Zur Vershönerung der Feier trugen die Gesangsvorträge des Gießener Lehrergesangvereins, zahlreiche SoloDer vorträge und Musitstücke der Regimentstapelle bei. Jubilar befindet sich bei bester Gesundheit und wird seine geschätzten Kräfte auch noch fernerhin dem Volksschulwesen der Stadt Gießen widmen. - Der Bismarckturm auf der Hardt bei Gießen ist nahezu vollendet. Gegenwärtig werden die legten Arbeiten ausgeführt, sodaß er demnächst seiner Bestimmung übergeben werden kann. Er ist ein monumentales Bauwert, das mit feinen wuchtigen Formen weithin das Lahntal beherrscht. Die feierliche Einweihung aeht am 18 Juli vor sich. Die Studenten nehmen abends 8 Uhr auf Oswalds Garten Aufftellung, pünktlich 83% Uhr erfolgt der Abmarsch des Fackel zuges durch die Westanlage, den Seltersweg, die Markt Straße, die Neustadt nach der Hardt. An der Säule wird die Feier mit dem Liede Horch, Sturmesflügel rauschen" hält. Nachdem dann das Lied" Flamme empor", gesungen, eröffnet, worauf Se. Magnifizenz der Rektor eine Ansprache erfolgt die Uebergabe der Säule durch die Bauleitung an den Bismarck- Ausschuß und durch diese an die Stadt. Das Lied„ Aus Stein und Ecz loht himmel värts" schließt die Feier an der Säule. Darauf wird ein Kommers abgehalten. " * Der hessische Schutzverein für entlassene Strafgefangene hielt Freitag Nichmittag unter Vorsig des Generalstaatsanwalts Prätorius seine Generalversammlung im neuen Justizgebäude ab. Aus dem vom Vorsitzenden erstatteten Jahresbericht ist hervorzuheben, daß die Tätigkeit des Vereins immer mehr an Umfang zunimmt; ebenso aber auch die Mitgliederzahl. Die Fürsorge des Vereins erstreckte sich 1905 auf 277 Schützlinge darunter 121 fatholische, aber nur überraschend wenig jüdische, weil die israelitische Privattätigkeit durch Logen 2c. sehr erfolgreich eingreife. In dem im vorigen Jahr gegründeten Heim zu Bss rung für gefallene Mädchen im Schloß Braunshardt seien zur 8ut 15 Insassinnen untergebracht; die Verwaltung daselbst werde paritätisch geführt. Die 3 ihl der Mitglieder des Vereins sei von 1722 im Jahre 1902 auf gegenwärtig 3180 mit einem Mitgliederbeitrag von 5800 Mt. gestiegen. A Das goldene Dienstjubiläum des Leiter der Gießener Volksschulen, Rektors Hahn. Unter sehr zahl reicher Beteiligung der Behörden, der Vertreter des Stadtund Schulvorstands, der Kreisschulkommission und der gefamten Lehrerschaft der Stadt Gießen fand das Jubiläum am Samstag statt. Der Unterricht fiel in sämtlichen Klassen aus. Um 12 Uhr versammelten sich die Teilnehmer in der Turnhalle der Stadtknabenschule, die sehr schön dekoriert war. Die oberste Mädchenklasse trug das Lied vor:" Jehova, deinem Namen sei Ehre." Dann wurde die Feier durch eine Ansprache des Provinzialdirektors Geheimrat Dr. Breidert röffnet. Er sprach: Aus Anlaß Ihres 50jährigen Jubiläums 48 hrer übergebe ich Ihnen im Auftrage des Großherzogs das Ritterkreuz II. Klasse vom Verdienstorden Philipps des Großmütigen, es soll eine Auszeichnung sein für Sie, die * Die landwirtschaftliche Hauptgenossen= Lehrerschaft und die Leistungen der Schule, namens der schaft für Oberhessen hielt in Friedberg unter dem abersten Schulbehörde und der Kreisschulfommission wünsche Vorsiz des Aufsichtsratspräsidenten, Reichsanwalt Geheimrat , daß Sie noch viele Jahre in ungetrübter Gesundheit im Haas, ihre Generalversammlung ab. Außer sämtlichen VerDienste der Schule wirken mögen." Oberbürgermeister tretern der angeschlossenen Genossenschaften waren verschiedene Mecum betonte die treue und redliche Arbeit des Jubilars, Revisoren, dec Vizepräsident des Aufsichtsrats, Landtagser mehr als 20 Jahre dem Dienste der städtischen Schulen abgeordneter Köhler- Langsdorf, Bankdirektor Thring- Darmtreuer Pflichterfüllung gewidmet und eine stattliche Bahlstadt, Generalsekretär Haas jr.- Darmstadt und der Direktor, Gießener hinausgesandt habe, ausgerüstet mit reichlichem Landtagsabgeordneter Hirschel, anwesend. Obgleich ein Biffen. Als ein Zeichen der Dankbarkeit übergebe ihm Defizit von 6-700 Mart tonstatiert wurde, war die Verie Stadt einen silbernen Becher, mit dem Wunsche, daß die sammlung einmütig der Ansicht, daß die Genossenschaft ene Säfte des Jubilars der Stadt noch lange erhalten bleiben glänzende Bufu ift hat. Der seithertge Aufsichtsrat wurde igen. Hauptlehrer Schaaf hielt namens der beiden Lehrer- wiedergewählt, an Stelle des Direttors Detonomierat Schlenke Kollegien eine längere Ansprache und überbrachte deren wurde Landwirt Volz in Burg- Gräfenrode in den Vorstand Glückwünsche. Der Jubilar sei 1856 im ehemaligen hessischen gewählt. Schlenke hatte bekanntlich den Direktor Hirschel Hinterland in den Schuldienst getreten, sei dann in anderen wegen Unterschlagung angezeigt, welche Angelegenheit noch Drten, z. B. Söbel und Bad Nauheim tätig gewesen, Sis bor nunmehr 20 Jahren an die Volksschulen Sießens am, die er jegt als Rettor leitet. Ec hat stets die Ideale des hessischen Lehreistandes hochgehalten und in treuer ichterfüllung seine Befriedigung gefunder. Er erlebte trüber Zeit die Freude, daß Hessen ein liberales, zeitmäßes Schulgesetz erhielt. Wie in allen anderen Orten, gewann sich der Jubilar auch die Liebe und das Ver tuen der Bevölkerung Gießens und heute haben seine Berenfte die volle Anerkennung gefunden. Ec hat auch die Gründung mehrerer wohltätiger Veranstaltungen veranlaßt, bden Knabenhort, das Schulbad und den Knabenhand. beitsunterricht. Mit den Lehrern lebe in besten sönlichen Verhältnissen und war ihnen durch seine Pünktteit, Gewissenhaftigteit und Herzensgüte stets ein Vorild, ein Freund und Berater. Zum Schluss übergab Haupt rer Schaaf zwei wertvolle Bilder:" Lasst die Kindlein mir fommen" und Bleibe bei uns, denn es will bend werden". Eine Schülerin und ein Schulknabe bergaben mit poetischen Glückwünschen Blumensträuße. 11 er schwebt. * Soldaten als Lotomotivheizer. Seit einigen Tagen sieht man auf den Lokomotiven einzelner Büge U iteroffiziere und Mannschaften von Eisenbahnregimentern mitfahren. Ez sind abfommandierte Late, die entweder Schlosser, Mechaniker oder Kupferschmiede sind und die einzelnen Strecken, sowie den Heizerdienst tennen lernen follen. Im Mobilmachungsfalle tönnen die auf diese Weise ausgebildeten Leute Heizeroienst mit Erfolg versehen. * Die Leiche im Koffer. Dem, Frff. Generalanz." wird unterm 13. Juli aus Wldungen gemeldet: Heute war hier das Gerücht verbreitet, daß Meyer zwecks Vernehmung am Tatorte nach hier geschafft werde, doch blieb er aus. Um 10 Uhr begannen die Zeugenverhöre. Meyer hatte manches in seinem Verhöce angegeben, worüber seine Betannten hier bf agt wurden. So hatte er u. a. behauptet, daß seine Tante, die Vogel, sich mit Selbstmordgedanken getragen habe; er hatte sogar bestimmte Momente angegeben, von denen er zwei hiesigen Herren Mitteilung gemacht innern. Seitens der Polizei fand morgens eine genaue Untersuchung des von Meyer gemieteten Pferdeftalles statt, weil Meyer auf dem Schiff: erzählt hatte, daß er dort eine Ledertasche mit 8000 Dollar Inhalt versteckt habe, doch fonnte nichts entdeckt werden. ** 28. Kreisturnfest in Hanau. Das Fest ist in allen feinen Teilen gut verlaufen. Hanau war ges schmückt wie selten, die auswärtigen Turner wurden überall bestens aufgenommen. Der Vorbeimarsch des gestern, am Sonntag, stattgefundenen Feftzuges dauerte nahezu 3/4 Stunde; mehr denn 150 Fahnen und Standarten wurden in demselben getragen. Zu den allgemeinen Freiübungen traten rund 1700 Turner an. Eraft wurden die einzelnen Uebungen unter der Leitung der Kreisturnwarte Volze und Münch ausgeführt. Ein herrliches Schauspiel diese Massenvor führungen; eben solch günstigen Eindruck machten die Freiübungen der 156 angetretenen älteren Turner, die der 2 Kreisvertreter Schott Hanau leitete. Diese Alten" turnten dann auch noch verteilt am Reck, Barren und Pferd. Das Vereinsmusterriegenturnen am Vormittag war sehr gut befet; die Preisverteilung dazu erfolgte 8 Uhr abends durch einen besonders feierlichen Aft. Kreisturnwart Vol ze hielt zuvor eine Ansprache. Die Riege des Turnvereins Buzz. bach erhielt den 6 Preis. - - " * Turnerisches. Bei der am 26. bis 29. Juli in Hildesheim stattfindenden Sitzung des Ausschusses der Deutschen Turnerschaft wird auch die Zeit und die Tagesordnung für den nächstes Jahr in Worms tagenden Deutschen Turntag festgesetzt. Es bedarf, das läßt sich heute schon sagen, zweier voller Tage, um die für diesen Turntag vorliegende und sich wohl noch vermehrende Arbeit zu bewältigen. Die Abgeordnetenwahlen für die Wormser Tagung finden durch die Kceisturntage und zwar noch im Laufe dieses Jahres statt, ihre Zahl wird sich auf über 300 belaufen. + Wallenrod, 13 Juli. Im nahen Sickendorfer Hof feierten die Arbeiter und Dienstboten gestern Abend anläßlich der Geburt des zweiten Sohnes des Freih. von Riedesel ein kleines Familienfeft. Jeder Mann erhielt ein fretes Essen, dazu das nötige Freibier und außerdem noch eine Mart an Geld. * Erda. Die Firma Rinn& Cloos in Heuchelheim hat hiers- lbst eine Bigarrenfabrif errichtet. Zeilbach, 15. Juli. Der Kriegerverein Zeilbach veranstaltet am 12. August sein Preisscheibenschießen, wofür 16 Preise vorgesehen sind. * Bad Nauheim, 15. Juli. In der abgelaufenen Woche find 1601 Kurgäste angekommen und beträgt die Gesamtfrequenz bis zum 12. Juli 16421 Personen, wovon an genanntem Tage noch 6206 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 12. Juli 197 502 abgegeben. plage abgehaltene Buchtvieh martt war mit 112 Stück z. Alsfeld. Der am 11. Juli hier auf dem LindenRindvich, 77 Schweinen und 88 Biegen beschickt. Sämt liche aufgetriebene Tiere waren Herdbuchtiere, also Tiere, welche in die Zuchtregister der landw. Provinzialvereine einais getragen und auch als solche gekennzeichnet waren. Die Aufstellung der Markttiere war eine übersichtliche, sodaß die Käufer mit Hülfe des Marktverzeichniss& sich leicht orientieren fonnten. Der Handel war im allgemeinen ein recht lebhafter. Es wurden Verkäufe über 37 Bullen, 2 Kinder, 14 Eber, 3 Sauen und 32 8iegen und Ziegenböcke im Werte von rund 20 000 Mt. abgeschlossen. Die Preise stellten sich für Bullen, je nach Dialität, auf 350 bis über 600 Mt. Verhältnismäßig hoch waren die Preise für Zuchtschweine; hier wurden für noch junge Zuchteber über 160 Mt. pro Stück bezahlt. Im allgemeinen begrüßte man die Errichtung dieses Buchtviehmarktes sowohl seitens der Verkäufer wie Käufer und hofft und wünscht, daß sich aus diesen ersten Anfängen allmählich ein Markt entwickeln möchte, der die Bestrebungen zur Hebung der Viehzucht in der Provinz Oberbessen zu fördern geeignet ist. * Aus dem Ohmtale, 15 Juli. Mit den von der Entwässerungs- Genossenschaft zu Schweinsberg projektierten Arbeiten zur Entwässerung eines Teiles des Wesengeländes zwischen Schweinsberg und Rüdigheim dürfte demnächst begonnen werden. Es handelt sich zunächst um 10 300 cbm Erdbewegung und 23 000 pm Böschungs, arbeiten. Der Plan ist so eingerichtet, daß er auf eine allgemeine Ohmregulierung Rücksicht nimmt, die nun doch einmal ausgeführt werden muß, damit endtlich einmal den bei jedem heftigen Regen eintretenden Ueberschwemmungen dec Felder und Wesen des Ohmtales bei Kirchhain und Schweinsberg Einhalt geboten wird. * Dieburg, 15. Juli. Blutschande. Dieser Tage wurde hier der Schuhmachermeister S. in Untersuchungshast genommen unter der Anschuldigung, mit seiner Tochter seit ihrem 10. Lebensjahre in unerlaubten Beziehungen gestanden die im Begriffe zu heiraten, ihrem Zufünftigen die Herkunft zu haben. Die Anzeige erfolgte durch die Tochter selbst, brechen zum Teil eingeftanden haben. ihrer 2 unehelichen Kinder gestehen mußte. S. soll sein Ver Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 17. Juli. Wollig, stellenweise geringer Regen, Temperatur wenig reränoert, windia, westliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Unverdaulichkeit, die Geißel der Menschheit, durch die die meisten anderen Krankheiten entstehen, wird durch Anwendung von Ferromanganin in furzer Zeit beseitigt und der normale Gesundheitszustand wieder hergestellt. Es gibt faum eine Familie, in der Ferromanganin nicht ein hochgeschätztes Hausmittel ist. Preis Mt. 2.50 die Flasche, in Apo heken zu haben. Ferromanganin enthält: Eisen 0,5, Mangan 0,1, 3uder 18, Alkohol und Kognat 15, Rest destil. Wasser und aromat. Bestandteile. GIESSEN Seltersweg 83 GIESSEN Seltersweg 83 GIESSEN Seltersweg Buchdruckerei Albin Klein Steg 3 Adresskarten, Aviskarten, Zirkulare, Menus Couverts mit Firma, Einladungsbriefe u. Karten Eintrittskarten, Mitteilungen, Mitgliedskarten Postkarten, Programme, Quittungen, Statuten Rechnungen, Gratulationskarten, Weinkarten Verlobungskarten, Trauungskarten Visitkarten Weinkarten, Speisekarten, Tischlieder etc. etc. GIESSEN Buchdruckerei Albin Klein Selterweg 83 Brotpreise bom 15. bis 29. Juli 1906. Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbrot . 2 1 Gem.- Brot 2 " 3 2 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bei: Pfg. Georg Dern II., Gr.- Linden 46 27 Louis Süßmuth, Steinberg 46 54 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 25 W. Weigel, Lang- Göns. 46 " " Makulatur hat abzugeben 50 Heinr. Weber, Heuchelheim 48" Expedition d. Blattes. 75 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 23 Karl Post, Wieseck " 46 H 46 Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesec. 46 W. Steinmüller Ww., LangGöng " " . 46 " " " " 50 . . " " 1 Н " 26 " " 27 " 27 " Gelegenheitskauf, verbindlich bis 12. Juli: Diese und diekommende Woche stehen zum Verkauf 3000 Kugellorbeerbäume. 11 Mark 69 69 " 425 Paar " " " 1 Rornbrot Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 25 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 W. Weigel, Lang- Göns.. 26 Heinrich Binz, Allendorf a. L. 25 B. Fabel, Wiesed 2. Steinmüller, Gr.- Linden 26 W. Leir, Klein- Linden Karl Post, Wiesed 2. Steinmüller, Gr.- Linden 46 Karl Spamer, Reiskirchen. 46 Jakob Appel, Krofdorf 50 W. Lein, Klein- Linden " 1 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48 Jakob Appel, Krofdorf.. 27" 2 Kilogr.( 4 Bfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 2. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 W. Fabel, Wieseck W. Weigel, Lang- Göns. Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Karl Trautmann, Wieseck, Jakob Appel, Krofdorf. 28. Lein, Klein- Linden Karl Post, Wieseck 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Zinßer, Allendorf a. Ld. 23 W. Weigel, Lang- Göns 23 W. Steinmüller Ww., LangGöns 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wiesed. Karl Post, Wiesec Louis Süßmuth, Steinberg 69 Gust. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wiesec. 66 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: F. Weiß Grününgen 23 Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 Jakob Appel, Krofdorf Heinr. Binz, Allendorf a. 2. 44 Karl Zinßer, Allendorf a. Ld. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 " Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 A " " 52 " 52 " 5. Binz, Allendorf a. L. H Jakob Appel, Krosdorf 54 H 54 • " 54" 54 " 11 22 " 23 " 46 " " 7 " " f " Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf, Garbenteich 44 " " 24 M Ferd. Weiß, Grüningen. 46 " Karl Stumpf, Garbenteich 24 Heinr. Weber, Heuchelheim 24 " W. Lein, Klein- Linden 46 " " L. Steinmüller, Gr.- Linden 23 Der Brotverkäufer. " " " B. Lein, Klein- Linden . . 25 Dieselben Preise, wie bei den Heinr. Binz, Allendorf a. L. 24 hiesigen Bädern. Gießen, den 14. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die Herstellung der Zemen- und Terrazzoarbeiten im Neubau der israelitistchen Leichenhalle soll Samstag, den 21. Juli d. J8., vorm. 11 Uhr öffentlich bergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Shampoon schwarzen Kopf mit dem macht jedes Haar schuppenfrel, voll und glänzend, beseitigt Obermässige Fettbildung der Haare, reinigt den Haarboden, verhütet Haarausfall und gibt wenigem Haar ein volles Aussehen. Zum Selbstshampoonieren millionenfach bewährt. Verlangen Sie stets ,, Shampoon mit dem schwarzen Kopf", es gibt wertlose Nachahmungen! Paket mit Veilchengeruch 20 Pig., in Apotheken, Drogen- und Parfümeriegeschäften käuflich. Alleinig. Fabrikant Hans Schwarzkopf, Berlin W. 15. 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In der Zeit vom 7. bis 14. Juli wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Damenregenschirm, 1 Brosche, 1 Täschchen mit Inhalt; verloren: 1 Brieftasche mit einem goldenen Kneifer als Inhalt, 1 goldener Trauring, gez. B. W. 1./5. 1903, 1 Buch( Aus der Ecke von Biehe), 1 dunkelrotes Portemonnaie mit 6,50 mi Inhalt, 1 Portemonnaie mit Inhalt( 20 M in Gold, 10 Mt. in Silber und 2 Koupons der österr. Nordwestbahn Lit. B. Nr. 86 027 und 86 029), und 1 schwarzer Damenregen schirm. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen ftände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 14. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 8. Mai 1906 angeordnete Sperre des Riegelpfads zwischen Ludwig- und Liebigstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 8. Mai 1906 angeordnete Sperre des Riegelpfads zwischen Ludwig und Ebelstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Str. 165 baltion a.Saupter Feraf fir Di Enthält all Schädigung Wieber bat bor dem größten fchloffen: Bom 15. ferien. Nur die St geben ihren Gang f das Kriterium eine an die Stirn gefchri Es wird laum beren Ueberlaftung geworden ist, die Fe fehr wohl ein, daß feit ihres Amtes vie denn manche andere Die unterm 25. Juni 1906 angeordnete Sperte der Balltorstraße zwischen Brand- und Braugasse wird Wasche mit hiermit aufgehoben. LUMNS Luhns Giebt schönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Blutftod. Timerman Hamburg Fichteftr. 33 u. meine hier i. D. pat. Neuheit. Städt. Wohnungsnachwets Gießen. Gartenstraße 2,( Zimmer Nr. 2) Es find zu vermieten: 1 Wohnung. von 6-8 Zimmern 1 6 " " 5 " W и u. 4. Mansardenzimmern 6 Wohnungen von 4 Zimmer, 321 1 " 3 " " 2 H " 2 " " mit 2 Kabinetten 1 " 2 unmöbl. Zimmer 2 Läden mit Wohnungen, 1 Werkstätte. 3n mieten gesucht: 50 Wohnungen von 1-7 Simmern. 1 möbliert. Zimmer. Gießen, den 23. Juni 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 16. Juni 1906 angeordnete Sperre der Sonnenstraße zwischen Kreuzplatz und Schulstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Hochbautechniker gesucht. Für die Erweiterung des städtischen Schlacht hofes und die Erbauung einer Kühlhalle wird zur Unterstützung unseres Hochbauamtes bei der Entwurf bearbeitung und Ausfürung ein in diesen Arbeiten e fahrener Hochbautechniker gesucht. Meldungen mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, An gabe der Gehaltsansprüche und der Zeit des etwaigen Dienstantrittes bis spätestens Ende Juli erbeten. Persönliche Vorstellung zunächst nicht erwünscht. Gießen, den 13. Juli 1906.. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Lahnkalk- u. Marmor- Jndustrie August Gabriel Jr. Glesson. Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. KAKAO STOLLWERCK SCHOKOLADE ferien im allgemeiner modernen Rechtsstaa Klagen des Bublifu über die Schädigunge Der Rechtspflege ver erreicht, daß schon geordnetenhaus fich die Angelegenheit a Bon allen Seiten w Nachteile für das ge der derzeitige Justizn Aber zu dem radikal tonnte man fich nic minifter batte gege Richtung folche Bede Gr hielt es für geni den größeren Gerich fräften beigeneben Billigen Ansprüchen a der Ferien entspreche Man hat zwar Reihe von Gerichter früher. Aber froßd fort. Vor allen D meiften Anträge a Ferienfache rein sche abgelehnt werden. für die Bilde der Rete eine Zeit der de Mergers fomiefo idaren müssen. De and Wege, um fich ferien zu gute fomm gerichtet, die Sache Und wenn fich auc Rat" nicht immer be Beit, während der Mal, daß ein Gla ziehen feiner Sache nur das Nachsehen hindern, feine Augen gerät. 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