r Str. 217 Zweites Blatt. iegervater baltion u.Saupterbebition: Gießen, Seltersweg 98. Fernsprechanschluk Nr. 362. a Aller AV sführung eisen die Ibin Kle weg 83, eine ist, ermöglich Polsterwaren, B nufaktur-, Wes zu decken. OSS er vielen gleich Waren auf K ancher Geschil n se Barmittel orta nannten Artik ch Coulantesten Kredit Ha an Rockst. 1 mste Abzahl d franko. Tre strengste D nicht einger Samstag, pen 15. September 1906 Gießener 15. Jahrgang Contibellagen: Oberbeffische Famillenzeitung( und die Stekener Selfenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oherbeien Jm Lande St. Patricks. Homerule. Treu wie Gold. Epidemie. - - - Nationale Vorzüge, Lafter und Eigentümlichkeiten Irlands. Der größte Feind.- WhiskyMitternachts- Mission. Der Regen regnet jeglichen Log. Unbedeckte Wagen. Immer zufrieden. Auswanderung. Die größte irische Stadt.„ Mein teures altes Jrland." Belfast, im September. Die Einführung der langumstrittenen Homerule für Irland rückt wieder in greifbare Nähe, da in furzem ein Gefeßentwurf über die Materie im Londoner Unterhause eingebracht werden soll. Insbesondere ist die Errichtung einer Stammer mit gesetzgeberischen Rechten in Dublin geplant. Den Jrländern wäre die Erfüllung ihres heißesten Wunsches, das Verlangen nach eigener Verwaltung wohl zu gönnen. Denn es ist ein sympathisches Volt, diese Kinder der grünen Insel. Der Jrländer ist treu wie Gold. Man braucht nur in die großen, wunderbar schönen Augen eines Weibes oder Mannes hineinzuschauen, aus denen Güte, Milde und Liebe eines edlen Menschen hervorleuchten, in das Antlitz eines solchen Mannes, dem die Arbeit des ,, Geldzusammenscharrens" das Herz noch nicht falt gemacht hat, und man weiß sofort, dieser Mensch kann ein Freund für's Leben sein. Allerdings lebt der Jrländer sehr abgeschlossen und ist Fremden nur ich wer und langsam zugänglich, aber einmal gewonnen, ein Freund für's Leben. Seinen größten Feind hegt leid der Irländer selbst mit großer Hingebung. Dieser Feind ist der Whisky. 65 ist erschreckend zu sehen, wie dieses starke Getränk die Menschen an Leib und Seele ruiniert. Da stehen sie, Männer und Frauen an der Bar und trinken und trinken das Gift, bis sie hinaustaumeln auf die Straße, Krakehl zu machen, fid) gegenseitig zu schlagen, ihr Weib oder ein Mädchen durchzu prügeln, ohne daß gerade ein Schußmann irgend eine Maßregel dagegen ergreifen würde. Nicht nur die Arbeiterflasse ist dem Trunt ergeben, sondern auch Herren und Damen der besseren Stände nippen gern an dem berauschenden Trant. Bon allen Seiten versucht man das möglichste, dem Uebel zu steuern, bisher aber ohne viel Erfolg. Da ist z. B. das rege Wert der sogenannten Mitternachtsmission". Um 11 Uhr nachts, müssen laut Polizeivorschrift alle Restaurationen geschlossen werden. Um 1/211 Uhr nachts zieht diese Miffion bor eine der Restaurationen. Einiae Lieder Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Wilhelm Vetter dahier, Leihgesternerweg 23, ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 12. September 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Goethestraße von Südanlage bis Stephanstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr geperrt. Gießen, den 14. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 29. August 1906 angeordnete Sperre der Balltorstraße zwischen Brandgasse und Nordanlage bird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Crednerstraße zwischen Klinik- und Hofmannstraße bom heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Nordaulage zwischen Schott- und Marburgerstraße bom heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. werden gesungen, einige Worte gegen das Uebel der Trunksucht gesprochen und bald hat sich ein Kreis Neugieriger herumgeschaart. 11 Uhr nachts. Da kommen sie herausgewanft aus der Bar, die Bedauernswerten, schreiend, schimpfend. Aber alle wissen, die Mission meint es gut mit ihnen. Einige die früher dort Hilfe gefunden, aber in ihr altes Laster wieder zurückgefallen sind, nicken den Mitgliedern in ihrer Trunkenheit freundlich- dankbar- traurig zu, die um sie bemüht sind. Die Betrunkenen werden unter den Arm ge= nommen und in die Missionshalle geschleppt; dort wird durch Güte und Zuspruch versucht, bessernd zu wirken. Ich persönlich weiß, daß diese Missionsarbeit die größten Erfolge aufzuweisen hat. - Sorgt so der Irländer bedauerlicher Weise für die innere Anfeuchtung in übergroßem Maße, so iäßt es der Himmel auch nicht an der Verabreichung großer Quantitäten flüssigen Elements von außen fehlen. Furchtbar gesegnet ist Irland mit Regen. Man kann sich keine Vorstellung machen, wieviel von dem edlen Naß dort täglich vom grauen Himmel fällt. Doch hat man hier praftischerweise als Droschten die sogenannten ,, out- side Cars", die unbedeckt auf zwei Rädern laufen und einen Sitz für zwei Personen an jeder Seite, rechts und links, aufzuweisen haben. Ist es ein Kunststück zu lernen, auf dem Wege zu fahren, ohne hin und her geschüttelt zu werden, so ist es meines Empfindens nach ein noch größeres Kunſtstück, seine Ruhe zu bewahren, wenn man bei stärkstem Regenwetter, und es regnet beinahe jeden Tag, ohne jeden Schutz auf einem solchen ,, elenden Karren" herumfährt. Das Beste an der ganzen Sache ist, daß die Pferde sehr flink sind. Doch der Irländer ist zufrieden mit dem Regen. Begegnet er einem Bekannten, so grüßt er anstatt ,, Guten Tag" mit den ermunternden Worten it's a fine" day"( es ist heute ein schöner Tag), es sei denn, daß der Regen in Strömen herunterkommt, dann sagt er mit olympischer Ruhe, aus der die Worte: Man muß Gott für alles danken" herauszuhören sind: ,, it is a fine day for the country" ( es ist ein schöner Tag für das Land). Warum er das aber sagt, ich glaube darüber ist er sich selbst nicht ganz klar, da er weiß, daß der viele Regen doch wohl seine Kartoffelernte vernichten wird. Schöne Tage dieser eigentümlichen Art kommen oft in einer langdauernden Serie über Jrland und die Sonne findet selten ein fleines Bläßchen zwischen den Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für nur 95 1th Mark liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Jeder 50te Besteller erhält gratis hocheleganten Goldrahmen Nur nachweislicher Abschluss von 50.000 Porträts ermöglicht dieses Angebot. Niemand versäume diese Gelegenheit und sende umgehend Photographie mit deutlicher Adresse an Grand Institut pour reproduktion Hugo Weis Frankfurt a. M., Kronprinzenstrasse 54. Wolfen, um mit dem schwachen Glanz eines alten Talerstückes hindurchzuschauen. So ist Irland reich an nationalen„ Mängeln", und doch ein Land, in dem gute Menschen wohnen. Und wie lieben fie ihr Vaterland, trotzdem es nur wenigen seiner Kinder Brot und Existenz bietet. Mehr als vier Millionen Irländer find seit 1845 nach Amerika übergesiedelt, und die größte irische Stadt ist nicht etwa Belfast oder Dublin, sondern Boston in Amerika. Wie sehr aber der Jre an seiner alten Scholle hängt, mag folgendes illustrieren; Ist es schwer zu sterben?" fragte ein Freund in Amerika einen sterbenden Irländer. " Ja", entgegnete der Jre ,,, es ist schwer, aber doch nicht so schwer als es war, mein dear old Irland zu verlassen." Martin Richter. Kunst und Wiffenfchaft. MR. Der erste Polarkongreß. In Brüssel ist unter dem Vorsitz des Staatsministers Beernaert und in Anwesenheit vieler ausländischer Delegierten der Kongreß der internationalen Vereinigung für die Erforschung der Pole eröffnet worden. Staatsminister Beernaert wies in seiner Eröffnungs ansprache auf die Bedeutung des Kongresses hin und legte dessen Ziele dar. Zum Schluß sprach er die Hoffnung aus, der Kongreß möge den Ausgangspunkt bilden für die Organis sation einer internationalen Expedition, der es gelingen möge, beide Pole endgültig zu erforschen. Die Versammlung nahm eine Resolution an, welche die Ausarbeitung eines methetischen Planes für fünftige Expeditionen wünschenswert erfet und erörterte die Frage der Organisierung gleichzeitiger pe ditionen, Anlegung fester Stationen und des Zeitpunt ber Entsendung gemeinsamer Expeditionen. PK. Ein Mittel gegen Strebs? Die Kunde, die von Köln aus durch die Welt ging, daß es dem dortigen Arzt, Dr. Schmidt, gelungen sei, den Krebserreger auf Tiere zu übertragen und auf diesem Wege ein Heilmittel gegen Krebs zu finden, war in Gelehrtenkreisen start angezweifelt worden. Nachdrücklich bekämpft wurde das Verfahren des Dr. Schmidt von Prof. Hauser- Erlangen, gegen dessen abfällige Kritik sich erneut Dr. Schmidt wendet mit der Behauptung, schon im Dezember 1905 habe er im Komitee für Krebsforschungen in Bekanntmachung. Zum Zwecke der Aufstellung einer Zusammenstellung der sämtlichen noch vorhandenen Kriegsteilnehmer, sowohl an dem Feldzug von 1870, wie auch an den früheren, von Deutschen Staaten geführten Kriegen fordern wir alle diejenigen hier wohnhaften Feldzugsteilnehmer, soweit sie feinem der hiesigen Kriegerbereine angehören, hiermit auf, sich binnen 5 Tagen auf der Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 15 zu melden. Gießen, den 11. September 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Riegelpfad zwischen Ebel- und Querstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 12. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Landgrafenstraße von heute an bis auf wetteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 18. August 1906 angeordnete Sperre der Kaplansgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 18. August 1906 angeordnete Sperre der Landmannstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. 31 8. Berlin über 5 Fälle berichten lönnen, in welchen echter Krebs bei Tieren erzeugt worden war. Dem Urteil Prof. Hausers stehe das Urteil einer ganzen Anzahi namhafter Pathologen entgegen, von denen einer nach genauester Prüfung der Schmidtschen Präparate vor einem großen Kreise von Professoren den Ausspruch getan hätte: Was ich hier gesehen habe, grenzt geradezu an's Bunderbare! Wenn es mir je mand erzählt hätte, würde ich es niemals geglaubt haben. Dr. Schmidt erklärt, er würde an seinen Forschungen weiter arbeiten, spricht aber dem Professor Hauser- Erlangen jede Berechtigung ab, an den von ihm erzielten terapeutischen Ergebnissen Kritik zu üben. Aus dem Gerichtsfaal. § Massenprozeß wegen Landfriedensbruches. Wegen der füngsten Straßentumulte in Nürnberg schwebt gegen 57 Personen ein Verfahren wegen Landfriedensbruches. Außerdem liegen über 130 Anzeigen wegen Widerstandes und Körperberlegung anläßlich der Streitbewegung vor. Verbotene Boykottlisten. Das Landgericht in Eisenach bestätigte eine provisorische Strafverfügung, wonach die Veröffentlichung von Listen boykottierter Bierlotale durch das Gewerkschaftskartell unstatthaft ist. Diese Entscheidung steht anscheinend im Widerspruch mit der Auffessung des Reichsgerichts, das fürzlich den Boykott für straffrei erklärte. § Die Affäre Wrede vor dem Reichsgericht. Das Reichsgericht hat die Revision des Dieners Glase verworfen, der wegen versuchter Erpressung gegen den Fürsten Wrede mit neun Monaten Gefängnis bestraft worden ist. Glase hat die Angelegenheit der Silberdiebstähle durch seine Anzeige in Fluß gebracht. Es steht ihm noch ein Verfahren wegen Meineid in der gleichen Sache bevor. Jugendlicher Defraudant. Die 4. Ferienstraftammer des Berliner Landgerichts I verurteilte den 18 jährigen früheren Registrator der Kommerz- und Diskonto- Bank Drewin wegen Unterschlagung von 10 250 m. zu sechs Monaten zehn Tagen Gefängnis. Die Strafe fiel so milde aus, weil es gelungen ist, den größten Teil der veruntreuten Summe, 10 000 M., wieder zu erlangen. Drewin hatte 250 m. verjubelt und die 10 000 M. in Scheinen in einem Zigarettenkästchen berpackt in Groß- Lichterfelde vergraben. Nach einigen Aus: flüchten gab Drewin den Ort an, wo er den„ Schatz" ver: graben hatte, die nachsuchenden Beamten fanden denn auch bas wertvolle Zigarettenschächtelchen, und konnte so der ge schädigten Bank die ganze Summe wiedergegeben werden. = Vermischtes. Automobile für die Post. Das Paket- Fuhramt dei Berliner Hauptpost hat die Anfertigung von 200 Post: automobilen in Auftrag gegeben, da sich die eingestellten Probewagen zur vollständigen Zufriedenheit bewährt haben. = Stephensons erste Lokomotive, die Invicta", die der Erfinder der Lokomotive selbst vor etwa 75 Jahren für die Eisenbahnlinie zwischen den englischen Ortschaften Canterbury und Whitstable gebaut hatte, ist jetzt der Stadt Canterbury zum Geschenk gemacht worden. Die ehrwürdige Reliquie ist an einem besonderen Plazz in der Nähe eines der Stadttore aufgestellt und dort feierlich" enthüllt worden als ein Denk: mal nicht nur zu Ehren ihres Schöpfers, sondern auch zu Ehren Englands, das der Welt die Eisenbahnen schenkte." Die alte Maschine ist nach der Ueberlieferung im Jahre 1830 zu dem ersten öffentlichen Dienst für Personenverkehr in Bebrauch genommen worden. = Bildwerke aus Eis. Ein in London lebender Italiener, namens Amigoni, hat die Skulptur in Eis zu seiner Spezialitäi ausgebildet. Es hat sich in den eleganten Londoner Speise: wirtschaften und bei vornehmen Privatfestlichkeiten der Brauch eingebürgert, den Gästen während der heißen Sommertage durch die Vorführung eines Eismonumentes Frische und Kühle zu suggerieren. Nino Amigoni nun geht bei dieser Arbeit wie ein richtiger Marmorbildner zu Werke: in seche bis sieben Stunden verwandelt er einen Eisblock in einen Löwen oder in irgend ein anderes Tier oder in sonst etwas. Großen Erfolg hatte eine Eisgruppe, die die berühmte römische Wölfin mit ihren Pflegekindern Romulus und Remus dar: stellte. Ein anderes Werk, das den besonderen Beifall vor: nehmer Tischgäste fand, war ein von einem Ochsen gezogener Wagen. = Ein Denkmal Napoleons I. soll auf Elba und zwar in Porto- Fernaio errichtet werden. Die Enthüllung des Denkmals, eines Wer.es des Bildhauers Sindoni. foll am Drei Kronen- Schokolade,% Kilo Mk. 3.Möbl's 5. Mai nächsten Jahres in Gegenwart französischer und italienischer Behörden stattfinden. = Ein Perlen schluckender Türke. In Paris kam dieser Tage ein Türke in einen Juwelierladen am Boulevard Saint Martin, um Perlen zu kaufen. Während er einige Halsbänder genau besichtigte, bemerkte ein Angestellter, daß er augenscheinlich die Berlen beleckte. Der Verkäufer nahm daher eins der Halsbänder, das der Türke weggelegt hatte, und als er bemerkte, daß die Schnur durchgebissen war, schlug er Alarm. Man rief die Polizei und ließ den Türken berhaften, der energisch seine Unschuld beteuerte. Beim Durch: suchen seiner Kleidung fand man auch feine Perle; aber als man ihm auf der Polizei ein starkes Brechmittel eingab, tamen zwei schöne Perlen im Werte von 1600 und 1200 M. wieder zum Vorschein. = Aus der Tiefe des Meeresgrundes herausgeholt wurden bei den Nachforschungen nach den Gold- und Silberschätzen, welche die spanische Armada, die in der Tobermery- Bay einst sant, an Bord führte, mehrere wertvolle Stücke. Besondere Aufmerksamkeit erregt die Auffindung eines silbernen Präsentier: tellers, der einen ziemlich erheblichen Wert darstellt. Ein ganz ähnlicher wurde schon vor einiger Zeit gefunden, und man glaubt daher, daß man jezt der Truhe nahegekommen ist, die das Silbergerät und die zum Altardienst nötigen Stücke enthielt. Unter den anderen Stücken, die in den legien Wochen gefunden wurden, befinden sich ein geladener Mörser, eine gleichfalls geladene Handgranate, ein kurzes Schwert, Arquebusen und Likör- und Wasserflaschen von phantastischen Formen. - Gold in der Kehle, in des Wortes ureigenster Be deutung hat die berühmte Sängerin Adelina Patti, die sich jetzt entschließt, der Bühne Valet zu sagen. Am 24. No: bember 1859 betrat die Batti"- wie man sie furz nenn! das erste Mal in Newjort als Sechzehnjährige die Bühne und zwar als Lucia. Seitdem hat sie eine ununterbrochene Reihe von Triumphen gefeiert, die ihr auch unerhörte Einnahmen gebracht haben. Es wird berichtet, daß in den Jahren 1861 bis 1881 ihr Jahresverdienst 600 000 bis 700 000 Mart betragen habe, und daß die letztere Summe noch bei weitem überschritten wurde in den Jahren, in denen fie Tourneen durch Nord- und Südamerika unternahm. Adelina Patti ist sicher die einzige Frau der Welt, die im Laufe von viereinhalb Jahrzehnten ein Vermögen von 15 Millionen Mark erworben hat. Verhafteter Bahnräuber. In Osnabrück wurde der Lokomotivführer Gehrke verhaftet, dem bereits über 70 Einbrüche nachgewiesen sind. Es wird stark vermutet, daß man in Gehrke den so lange gesuchten Eisenbahnräuber gefunden hat, auf dessen Konto auch die Raubanfälle auf Freiherrn bon Zizewizz und Frau Geheimrat Nölle zu setzen sind. Praktische Ratschläge gegen die Krenzottergefahr sind wohl in diesen Tagen, da sich unsere einzige deutsche Giftschlange in einzelnen Gegenden wieder häufiger zeigt, angebracht. Als Vorbeugungsmaßregeln gegen Kreuzotternbiß seien empfohlen: Vermeiden berüchtigter Schlangenpläge, des Barfußgehens an solchen, Tragen von Handschuhen beim Heuen, Holzmachen, Erdbeersuchen usw. an solchen Orten, Absuchen verdächtiger Stellen, Belehrung in Schulen, Prämien auf gefangene Schlangen. Vielleicht ist auch Jmmunisierung durch eine Art Impfung möglich. Zur Heilung von Schlangenbissen empfiehlt sich: 1. Auswaschen und Ausdrücken als erstes und wichtigstes. Aussaugen ist nicht ungefährlich, da die Mundschleimhäute Verlegungen aufweisen können und so eine Infizierung durch Schlangengift möglich wird. Auch ist nur der volle Magen ungefährdet gegen das Gift. 2. Aezen, Ausbrennen oder Ausschneiden der Wunde. 3. Abbinden des gebissenen Gliedes zwischen Wunde und Herz, damit das Gift nicht in den Kreislauf tritt. Dieses Mittel ist indessen sehr zweischneidig und kann Brandgefahr usw. hringen. Bei starter Schwellung oder Unempfindlichkeit des verlegten Gliedes ist daher der Verband sofort zu entfernen. 4. Alfo= holische Getränke in großen Mengen, die auffallend gut vertragen werden, ohne zu berauschen. 5. Behandlung der Wunde mit antiseptischen Mitteln, besonders übermangansaurem Kali 2 Prozent, Karbol 5 Prozent, Eisenvitriol( vers flebt indeß die Wunde sehr leicht). Jodtinktur, während Ammoniak sich nicht bewährt hat. 6. Kalte Umschläge, Klystiere, Opium, schweißtreibende Mittel. Hiermit dürfte jedoch der Laie recht vorsichtig umzugehen haben. Touristen sollen in schlangenberüchtigten Gegenden schon deshalb stets Wasser in der Feldflasche, ein Antiseptikum, Verbandmittel usw. bei sich tragen. STOLLWERCK Einige Täfelchen gute reine 5djokolade, während der Berufsarbeit genoffen, stärken und er= frischen überraschend schnell Körper und Geist. Prima Canzschule. Speisekartoffeln Mein diesjähriger Tanzkursus beginnt sowie Montag, den 1. Oftober 1906. Feinste Salatkartoffeln Gefällige Anmeldungen erbitte vorher in meiner Wohnung Sonnenstrake 5 zu machen. Unterricht für Einzelne und Extrapartien erteile zu jeder Tageszeit. Hochachtungsvoll liefert billigst J. Hankel, Gießen, Schloßgasse. Joseph Möhl, Tanzlehrer. Hilfe*& heft. 3 00000000000 * g. Blutftod. Timerman Samburg Fichteftr. 33 u. meine hier t. D. pat. 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Ein faite Wind fegt durch die Bäume, der gelben Blätter, die er en porwirbelt werden immer mehr und mehr. Bald werde Baum und Strauch sich uns gänzlich kahl präsentiere Unserer Vogelwelt gefällt es jetzt nicht mehr bei uns, ur emsig werden Reisevorbereitungen getroffen. Die empfind lichen gefiederten Sänger unter unseren Vögeln sind mor schon nach dem Süden aufgebrochen. Die noch Zurüdg bliebenen versammeln sich öfters zu„ Meetings," in denen ganz so wie in gewissen Parlamenten sehr viel burd einandergesprochen wird. Hier gibt es leider keine Ordnungs rufe, keine Präsidentenklingel, keine Rednerliste, wer am meister und lautesten schreier fann, bleibt Sieger. Und was with so lebhaft diskutiert: die Reiferoute. Ihr glücklichen Vöge, ihr braucht nicht erst umständlich ein Kursbuch zu Rate giebes, euch macht auch die Fahrkartensteuer keine Kopfschmerzen erhebt euch eines Tages in die Lüfte und in windschnelle: Finge geht es über Täler und Höhen, Wälder und Flüsse, nach den Gestaden, wo laue Lüfte wehen und ein azurblauer Himmel lacht. Das ist eure Sommerfrische. Nur wenige bleiben ta dem ungaftlich gewordenen Heimatland, vielleicht haben fie kein Geld zur Reise, oder andere zwingende Gründe, hier zu bleiben. Die Straßenjungen unter den Vögeln, die Sperling, fühlen sich, wenn die übrigen fort sind, völlig als Herren ba Situation. Mit mehr Recheit als Berechtigung ergreifen e Besitz von den nun vereinsamt liegenden Nestern der Waibe lustigen, und mit dreistem Gesicht guckt aus den„ Siser fästen" Meister Spatz in die Welt hinaus. Ueberall tönt sein grelles ,, Tschiep, tschiep" und bis in die nächste Nähe der menschlichen Wohnungen drängt sich dieser Proletarier d Bogelwelt. Und die Natur draußen legt ihr einst s sonniges, heiteres Gesicht in immer strengere Falten, denn es wird Herbst... - i = Aus schwerer Seenot gerettet. Bei der Einfahrt in den Hafen von Kingston scheiterte der italienische Kreuzer ,, Umbria". Da die Lage des Kreuzers äußerst bedenklich war wandte sich die Schiffsleitung an die Agentur der HamburgAmerika Linie in Kingston. Diese ließ sofort das gesamte verfügbare Bergungsgeschirr an Ort und Stelle schaffen. Bei dem beträchtlichen Gewicht und der eigenartigen Lage des Schiffes waren umfassende Vorbereitungen nötig. Nach dem man das Schiff zunächst gehörig geleichtert hatte und fünf gewaltige Stahltrossen von je 150 Klafter Länge fest im Meere verantert worden waren, begannen die eigentlichen Abbringungsarbeiten. Das schwierige Werk war von Erfolg getrönt. Am 29. Juli wurde der Kreuzer, nachdem er 15 Tage auf dem Strand gesessen hatte, wieder flott, zum freudigen Erstaunen der italienischen Schiffsbesatzung, die die Möglichkeit eines Gelingens der Rettungsarbeiten bereits für ausgeschlossen gehalten hatte. = Durch den Aermelkanal. Auch in diesem Jahre haben ehrgeizige Schwimmprofessionals sich an den Versuch gewagt den Aermelkanal zu durchschwimmen. Kapitän Burgeß unter nahm dieser Tage einen solchen Versuch von Kap Grisnez aus. Burgeß wurde stark mit Fett eingerieben, um ihn gegen die Kälte zu schützen. Trotz des rauhen Wetters schwamm er kräftig und machte gute Fortschritte. Um 10 Uhr betam er die englische Küste zu Gesicht, was ihn sehr er mutigte. Gegen 2 Uhr trieb ihn jedoch die Strömung aber mals nach der Goodwin- Sandbank, und da die Brandung hier sehr hoch ging, mußte er um 2 Uhr 26 Minuten den Versuch, das Land zu erreichen, aufgeben und seinen ihn be gleitenden Dampfer besteigen. Burgeß hatte ungefähr den halben Weg über den Kanal zurückgelegt. = Untertunnelung des Hudson- Flusses. Das Projekt der Pennsylvania- Bahn, eine direkte Verbindung zwischen Newjersey und New- York vermittelst einer Untertunnelung des Hudsonflusses herzustellen, ist glänzend gelungen. Der erste Tunnel konnte schon von einer Prüfungskommission be fahren werden. Die Arbeiten haben im Jahre 1904 begonnen. Der zweite Tunnel ist in vier Wochen fertig. Beide Tunnels, riesige Stahlröhren, haben eine Länge von 6100 Fuß unter dem Hudson und eine solche von 17 000 Fuß in ihrer Ge samtausdehnung. Der Durchmesser der Stahlröhren beträgt 25 Fuß. Die Tunnels endigen im Mittelpunkt von New York an der Stelle, wo jetzt der Riesenbahnhof gebaut wird. Alice- Kochschule Gießen. Der Kochkursus beginnt in am 18. September ds. Js. Anmeldungen werden entgegengenommen Aliceschule, Kirchstraße 20 und bet Frl. Möser, Obo lehrerin, Gartenstraße 30. 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Auch die Araber zeigen eine sehr dunkle Mamhenegroide und gemischte Hautfarbe. " Jet". DiFARhführ Shilluks ei den portugiesischen Ansiedlungen Die Janibures am St. Domingo, dem Casamanze und Rio Grande sind vollſtändig schwarz. 818 126 Samstag, ben 15. September hessische Familienzeitun Cägliche Unterhaltunas- Beilage