ttter niet wegbringen. ich meine Adresse ine Veränderung zum Schlechteren r übrig, als mich Ihnen filr heute zu emp Wenn ich nicht zu eintreten eicht verlegt, unter biefen Umständen bleibt mich ungefäumt surild. Ich habe die Ehre!" ( Fortsetzung folgt.) 218 morgen wirb leber eberri aut jenem Bajee Unterschrift, unb burch eine an Ihren Bantier founbervollen Banier wird in der Bant Schönen Juwelen mit Ausnahme Ihrer schrift unnachahmlich ist. tleidung jene Forderung auf gerichtete Rückforderung Ihrer Es wird feine Schwierigkeiten machen, da nur Juwelen in Empfang nehmen. Trösten Sie fich i Chemikalien ausgelöscht abgeben, und angemessener Ber Ihre Unter erfept feln. Bu der bie r. 217 Erstes Blatt. Baltion u.Saupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Ferusprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 15. September 1906 Gießener 15. Jahrgang € Gentiebellagen: Oberhoffifche Familienzeitung( g unb bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Sießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheijen Ein Wort zur rechten Zeit. ( Politische Wochenschau.) ,, Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner zu tun." ber nicht nur wenn die Könige bauen, auch wenn sie reden. Kaiser Wilhelm hat schon manchesmal durch sein Wort die lebhaftesten Erörterungen hervorgerufen, selten so starte, wie durch seine schlesische Rede gegen die Schwarzseherei. Es fühlten sich gar so viele getroffen, die dann lauten WiderSpruch erhoben. Erst später erfannten sie, daß sie überempfindlich gewesen, daß sie auf sich bezogen hatten, was nicht auf fie gemünzt war. Die nachträgliche Einsicht schuf die Beruhigung, daß der Kaiser nicht die auf Besserung zielende offene und männliche Kritik hat treffen wollen, sondern einzig die in das Gewand der Kritik sich hüllende, auf Entmutigung gerichtete Schmähsucht. Man war mit dem Urteil über die Worte des Kaisers vorschnell gewesen, was sich nicht ohne einige Beschämung tonstatieren ließ. Daß Worte allein nicht genügen, braucht nicht erst be= wiesen zu werden. Erst nach der stillen Arbeit, die zweckvoll auf ein bestimmtes Ziel gerichtet ist, hat das Wort der Kritik feinen rechten Platz; und wenn die Kritik anerkennend sein darf, so schafft es gerechte Freude. Die Kaisermanöver in Echlesien haben dargetan, daß an der Wehrkraft des Landes und ihrer Erhaltung mit unermüdlichem Eifer und mit Erfolg gearbeitet wird. Der Kaiser konnte den Erfolg rühmen, und Das ist der Mühen Lohn. Das deutsche Kaiserhaus hat einen schweren Verlust erlitten. Prinz Albrecht von Preußen, Regent von Braunschweig, ist im 70. Lebensjahre gestorben. Die Thronfolge frage in Braunschweig ist damit wieder aufgerollt und es iſt noch nicht abzusehen, ob das erlösende Wort in dieser nun schon so lange in der Schwebe befindlichen Angelegenheit gesprochen wird. Der Erbprinz von Hohenlohe- Langenburg hat bei seinem Abschied von der Leitung des Kolonialamts eine rückwärts gerichtete Programmrede gehalten. Er fonnte nicht sagen, mas er getan, und mußte sich mit der Darlegung dessen begmügen, was er gewollt. In würdigster Weise führte er seinen Amtsnachfolger ein, den seitherigen Bankdirektor Dernburg, der in seinen neuen Beruf mit einer fast übergroßen Last von an seine Person geknüpften Erwartungen eintritt. Ihm mag das Wort des Kaisers helfen, daß nicht die übertriebenen Erwartungen zum Maßstab für die Taten des tommenden Leiters der deutschen Kolonialgeschäfte gemacht werden. Ein rückschauendes Programm hat auch der hochbetagte Großherzog von Baden verlautbart, als er die zu seinem goldenen Jubiläum ihm dargebrachten Glückwünsche dankend beantwortete. Es war fein neues Programm, sondern vom Großvater überliefert: Das Glück des Regenten und die Wohlfahrt des Landes sind unzertrennlich." Das ist ein Schönes Wort, und ganz besonders schön ist die Verwirks lichung, die es durch den Oheim unseres Kaisers gefunden hat. " Noch ein anderes schönes Fürstenwort haben wir im Lauf der vergangenen Woche vernommen: König Friedrich von Dänemark, dessen zweiter Sohn an König Oskar von Schweden's Stelle König von Norwegen geworden, hat seinen ersten Auslandsbesuch in Stockholm gemacht. Der Gruß, den König Oskar dem Nachbarmonarchen brachte, war so herzlich und so ritterlich, daß er den Grüßenden fast noch mehr ehrt als den Begrüßten und dem Herrscher von Schweden gewiß die reichsten Sympathien gewinnt. Für die Kongresse bildet das Wort das eigentliche Betätigungsmittel. Die Kongresse, die in der abgelaufenen Woche geredet und Beschlüsse gefaßt haben, dürfen das Zeugnis be= anspruchen, daß es in ihrem Verlauf an Worten zur rechten Zeit nicht gefehlt hat. Die deutschen Kriminalisten haben in Frankfurt am Main für die Reform des Strafprozesses manche schäzenswerte Anregung gegeben. In Kiel hat der Juristentag die Frage des gewerblichen Arbeitsvertrags in hellere Beleuchtung gerückt und dadurch der Lösung nähergebracht. In Nürnberg, das einst die schönste Blüte des deutschen Handwerks und Kunsthandwerks gesehen, haben die Innungsmeister viel Gründe für die Forderung des Befähigungsnachweises namentlich im Baugewerbe gefunden. Die Balkanwirren dauern fort. Tatsächlich herrscht Kriegszustand. Es gibt Scharmüßel, in deren Folge Noten gewechselt werden. Die Befürchtung scheint nicht ungerechtfertigt, daß man bald den Notenwechsel einstellen und nur noch die Kugeln sprechen lassen wird. In Rußland wetteifert die Regierung mit den Nihilisten in Mordtaten. Wenn diese einzelne Beamte und Offiziere umbringen, so arbeitet jene im Großen. Dieselben Soldaten, die in Japan nicht einen einzigen Sieg zu erringen wußten, beweisen in Polen einen ungefährlichen Heroismus gegenüber Wehrlosen. Die Ueberlebenden werden dann vor die neugeschaffenen Feldgerichte gestellt und schuldig befunden, dem behördlich angeordneten Blutbad entronnen zu sein. Dafür werden sie erschossen. Von Feldrechtswegen. Das ist die neueste russische Justizübung, die Illustration zu der Stolypinschen Versicherung, daß er nach dem Willen des Baren auf dem Weg der S.eformen unerschütte.ch ausharren wolle. Wann wird ein Retter fommen diesem Lande! Der Zar auf der flucht? Aus dem Lande, in dem man an Ueberraschungen jeder Art bereits gewöhnt ist, kommt eine Nachricht, die nicht verfehlen wird überall das größte Aufsehen zu erregen. Während die Revolution allenthalben ihre Gewalttaten verübt und die Henker der Kriegsgerichte blutige Arbeit tun, während also in Rußland das größte Durcheinander herrscht und keine Ordnung mehr gilt, hat sich der Zar mit seiner Familie auf eine ,, Spazierfahrt" in See begeben. Amtlich wird gemeldet: Petersburg, 14. September. Der Kaiser und die Kaiserin haben gestern nachmittag mit dem Großfürst- Thronfolger und den übrigen kaiserlichen Kindern an Bord der kaiserlichen Jacht " Standard" einen für mehrere Tage berechneten Ausflug nach In ihrer Bedem Finnländischen Meerbusen unternommen. gleitung befinden sich der Hof und der Marineminister. Man wird unter gegenwärtigen Verhältnissen nicht recht an die Spazierfahrt glauben wollen; der Ausflug schmeckt zu sehr nach Flucht. Für die Revolution würde das allerdings einen unerwarteten Erfolg bedeuten. Die Lage im Reiche ist im übrigen nicht verändert. Die Bevölkerung in den Städten ist ebenso in Gefahr wie die auf dem flachen Lande, denn die Emissäre der Revolution ziehen überall umher und predigen Mord und Brand. In Warschau scheint ein neuer Pogrom geplant zu sein. Das Judenviertel wurde stark mit Truppen besetzt und durch eine Kette von Schildwachen von anderen Teilen der Stadt abgeschnitten. Niemand gelangt in ebenso wie dieses Viertel und niemand wird herausgelassen - in Siedlce. Es wurden auf Befehl des Kriegsgouverneurs zahlreiche Untersuchungen in Häusern und Arretierungen von Passanten vorgenommen. Die Zahl der Verhaftungen beträgt 600. In Odessa und Siedlce herrscht große Erregung. In letzter Stadt wurde der Leiter des letzten Pogroms Oberst Lichanowski von Revolutionären durch Revolverschüsse schwer verletzt. Die Ostseeprovinzen sind von Räuberbanden heimgesucht, gegen die die Behörden anscheinend machtlos sind. 100 Kilometer von Petersburg entfernt, wurde ein Zug der Nur durch baltischen Bahn von 20 Räubern überfallen. Zufall entrannen die Fahrgäste dem Verderben. Aus den Wolgagegenden fliehen die Kolonisten, darunter zahllose Dentiche, in Scharen, um der russischen Ordnung" zu entgehen. Behördliche Maßnahmen gegen die Ruhestörer helfen menig, vermutlich find es nicht die richtigen, die angewandt werden. In Moskau hat das erste Feldfriegsgericht getagt. Es verurteilte den Revolutionär Masurin wegen bewaffneten Widerstandes bei seiner Verhaftung in einem Straßenbahnwagen zum Tode durch den Strang. Masurin gilt als der Hauptleiter der Kampforganisation; er soll auch den Ueberfall auf die Moskauer Bank geleitet haben, woran unter anderen der von der Schweiz ausgelieferte und auf der Fahrt nach Rußland entkommene Bjelenzom beteiligt war. Masurin gilt auch als der Mörder des im Dezember getöteten Chefs der Geheimpolizei Woloschnikow und anderer Persönlichkeiten. Ein anderer Revolutionär namens Andrejew wurde freigesprochen. Die beiden wegen der Beraubung der Filiale der Diskontobank in Bjelaja Zerkow verhafteten Personen sind zum Tode verurteilt worden; sie haben eingestanden, an der Ermordung des Wächters beteiligt gewesen zu sein. Außerdem hat man wieder eine Reihe von Zeitungen verboten. Das ist alles. Aber die Revolution geht weiter. Es liegen noch folgende Meldungen vor: Petersburg, 13. September. Ein Utas des Zaren verbietet die Einfuhr von Gewehren mit gezogenem Lauf und von allen Arten Revolvern nach Finnland. Gewehre mit glattem Lauf dürfen eingeführt werden. Interlaken, 13. September. Der Polizei gelang es, zu ermitteln, daß die Mörderin des Rentiers Müller Tatjana Leontiew heißt, gebürtig aus Petersburg, wo ihr Vater angeblich eine hohe Stelle in der Armee bekleidet. Die Leontiem soll bereits vor einem Jahre in eine Affäre wegen Versuches der Vergiftung der Kaiserin- Mutter vernickelt gewesen sein. Sie glaubt noch immer, Durnowo getötet zu haben. Politische Rundschau. Deutfches Reich. * Nach Beendigung der großen Manöver hat der Kaiser in einem Erlaß der Provinz Schlesien seinen Dank für die zahlreichen Beweise der Liebe und Anhänglichkeit ausgesprochen, die ihm und seiner Gemahlin von allen Seiten entgegengebracht worden seien. Insbesondere gedenkt der Kaiser der Empfänge in Breslau und Liegnitz und der Abordnungen der Kriegervereine am 7. September bei der Parade. Auch die vortreffliche Aufnahme der Truppen trotz der erheblich gesteigerten Einquartierungslast wird dankbar anerkannt. * In einer gemeinsamen Sitzung der internationalen Kongresse für Versicherungswissenschaft und Versicherungsmedizin wurde die Frage erörtert, ob die Versicherungsnehmer, die sich des Alkoholgenußes enthalten, Anspruch auf billigere Bedingungen erheben können, meil sie in der Regel länger leven. Die deutschen Gesellschaften lehnen diese Ansprüche vorläufig noch ab. Teurere Bedingungen waren für AnGehörige der„ Alkoholberufe"( Wirte, Kellner, Weinreisende usw.) gefordert worden, doch wurde auch dieser Vorschlag infolge der Schwierigkeit der Feststellung, ob jemand Alkoholiker ist als nicht annehmbar abgelehnt. * Die freie Stadt Bremen will Pensionsberechtigung für alle bremischen Staatsarbeiter einführen. Der Bürgerschaft ist ein von einer gemeinsamen Deputation des Senates und der Bürgerschaft ausgearbeiteter entsprechender Gesezentwurf zugegangen. Türkei. ** Die Pforte macht mit ihren Kriegedrohungen Ernst. In Adrianopel sind bereits 800 Geschütze und viel Munition angekommen und zum Teil nach Saloniki weiterbefördert worden. Die Straßen nach der bulgarischen Grenze werden ausgebessert. In Yamboli herrscht große Aufregung; viele Einwohner fliehen aus Furcht vor einem Kriege aus der Stadt. Amerika. ** Aeußerst bedrohlich für die jetzige Regierung wird der Aufstand auf Kuba. Die Insurgenten bedrohen bereits die Hauptstadt Havanna. Von den vor der Stadt ein getroffenen amerikanischen Kriegsschiffen wurden Matrosen gelandet, in furzer Zeit jedoch wieder zurückgezogen und nur eine kleine Wache zum Schuße des amerikanischen Gesandtschaftshotels zurückgelassen. In der Stadt Cienfuegos sind ebenfalls amerikanische Soldaten an Land gegangen. Cienfuegos ist von den Insurgenten belagert. Das Eingreifen Amerikas in die Wirren wird zwar in Washington noch immer abge= Leugnet, aber doch allgemein erwartet. Kleine politifche Nachrichten. London, 14. September. Die chinesischen Häfen Antung und Tatungkau sind für den Außenhandel geöffnet worden. Befing, 14. September. Die japanischen Truppen sind aus der seit dem russisch- japanischen Kriege besetzten chinesischen Provinz Mufden zurückgezogen worden. * ** Dof und Gefellschaft. Die Ueberführung der Leiche des Prinzen Albrecht nach der Kirche erfolgt Sonntag abend. Die Beisetzung im Mausoleum im Park des Schlosses Camenz ist für Dienstag abend vorgesehen. Der Kaiser weilte, aus dem Manöver kommend, turze Zeit am Sterbelager und kehrte dann nach Breslau zurück. *** In Konstantinopel macht man sich ernste Sorgen um die Gesundheit des Sultans. Seine Kräfte sollen in den letzten Tagen wiederholt versagt haben. * ** Der Vorsitzende der Zentrumsfraktion im deutschen Reichstage, Graf Hompesch, begeht am Sonntag, 16. September, seinen 80. Geburtstag. Deer und flotte. Personalveränderungen in der deutschen Marine. Durch kaiserliche Kabinettsorder ist der Großadmiral v. Koester, Generalinspekteur der Marine und Chef der aktiven Schlachtflotte von lettgenannter Stellung enthoben. Derselbe tritt bis auf weiteres zur Verfügung des Kaisers. Prinz Heinrich von Preußen, Chef der Marinestation der Ostsee ist zum Chef der aktiven Schlachtflotte ernannt, v. Brittwig und Gaffron, Vizeadmiral, zum Chef der Marinestation der Ostsee. Admiral v. Koester verabschiedete sich nach Beendigung der Herbstmanöver der Flotte von den Offizieren und verlas dabei folgendes ihm zugegangene kaiserliche Handschreiben: ,, Indem Jch Sie hiermit Ihrem Wunsche gemäß von der Stellung als Chef der aktiven Schlachtflotte enthebe, drängt es Mich, Ihnen Mein von Herzen kommendes Bedauern darüber auszudrücken, daß Ihr vorgeschrittenes Lebensalter und die Folgen Ihrer langjährigen körperlichen und seelischen Anstrengungen als Flottenführer Mich zwingen, auf Ihre weiteren Dienste in dieser Stellung zu verzichten. Sie wissen, wie hoch Ich Ihr persönliches Wirken in der Flotte stets eingeschätzt habe, und wenn Sie demnächst Ihre Flagge niederholen, so können Sie es mit dem stolzen Bewußtsein tun, daß Sie diese Flagge immer der Marine zu Nußen und Ihrem Kriegsherrn zu Dank geführt haben, Sie haben diese Ordre der attiven Schlachtflotte bekannt zu geben. Wilhelm!" Prinz Heinrich sprach darauf im Namen des Seeoffiziertorps und brachte drei Hurras auf den Flottenchef aus. Früchte des Kaisermanövers. Die Kaisermanöver haben noch eine Reihe von Beförderungen und Versegungen veranlaßt. General von Stülpnagel wird aus dem Kommando des 5. Korps ausscheiden; an seiner Stelle ist Generalleutnant Kluck mit der Führung des Korps beauftragt. General der Infanterie von Lindequist und General der Kavallerie Edler von der Planit sind unter Belassung in ihren Stellungen zu Der Kommandeur der Generalobersten befördert worden. 8. Infanteriebrigade, v. d. Lippe, ist zum Kommandanten von Königsberg in Preußen ernannt. Verminderung des englischen Heeres. Einem Armeebefehl zufolge hat der König von England die vom Kriegsminister am 12. Juli d. J. im Unterhause vorgeschlagene Verminderung der Infanteriebataillone genehmigt. 11 11 P Schluß des Kaifermanövers 1906. Sonderbericht unseres militärischen Mitarbeiters.) Neumarkt, 14. September. - Der letzte Tag des großen Feldzuges im Frieden brachte noch einmal sehr interessante Momente. Die zurückgeschlagene cote Armee sollte erneut in einer Stellung östlich von Neumarkt Widerstand leisten. Der tommandierende General wählte hierzu etwa 4-5 Kilometer östlich die Linie Breslauer Eisenbahn Bischdorf- Hausdorf- Gossendorf- Rockschütz. Diese Stellung birgt einige übersichtgewährende Höhen und mag wohl in dem hier nach Osten immer flacher werdenden Gelände bie einzige sein, die nach Westen hin, wo unbedecktes Feld borherrscht, die Anmärsche gut beobachten läßt. Die zur Verfügung stehenden drei Divisionen wurden entsprechend berteilt. Die Haubitzen- Abteilung nahm Stellung dicht östlich Lampersdorf. Die Kavallerie- Division B stand in der linken Flanke bei Krinitsch. Das letzte Gefecht. - - Die vereinigten Korps 3 und 5 setzten um 7 Uhr zum Angriffsvormarsch aus ihren Nachtstellungen an. Während bie blaue Kavallerie- Division sich mit dem Erkunden des rechten roten Flügels und Rückens beschäftigte und sich das bei so ziemlich verlor denn bis zum Gefechtsschluß sah man nichts mehr von ihr marschierte die Jufanterie wie zur Umfassung der roten Flügel vor. Es waren lange Märsche zurückzulegen auf bodenlos gewordenen Wegen, noch bodenloseren Sturzädern bei Bindfadenregen. Dazu kam, baß eine ungemütliche Nacht hinter den Truppen lag und daß, wenn um 7 Uhr der Vormarsch beginnt, man spätestens um 5 Uhr Morgens, richtiger Nachts, schon die Zelte über seinem Scheitel abbauen muß, der Tatendrang ist nach solchen erquickenden Nächten nie besonders groß. Sowie die Anmarschlinien von Blau bei Rot erkannt wurden, fing die Artillerie an zu arbeiten. Die rote Kavallerie- Division fam zweimal zur Attacke auf die vorstoßenden Teile der 9. Division, aber zweimal ohne Erfolg. Inzwischen war das Wetter so schlecht geworden, daß der Kaiser die beginnende Entwickelung der blauen Armee nicht ganz auslaufen ließ, sondern am Spätnachmittage den Feindseligkeiten ein Ende bereitete. Spionage im Manöver. Ziemliches Aufsehen erregte die Kunde von der Festnahme eines angeblichen Spions im Manövergelände. Tatsächlich soll ein Mann verhaftet worden sein, der Skizzen und Aufzeichnungen machte. Es handelte sich um einen ehe= maligen österreichischen Offizier namens Paul Hartmann. Der Verhaftete wurde dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Schon seit zwei Tagen wurde er von Kriminalbeamten ber Berliner politischen Polizei im Manövergelände beobachtet, two er sich meist in der Nähe des Kaisers aufgehalten hat. Bei der Durchsuchung seines Rimmers im Hotel Lindenruh zu Liegnitz wurden zahlreiche Pläne und Zeichnungen, sowie eine große Summe österreichischen und französischen Geldes borgefunden. Wie es heißt, ist dem Kaiser sofort Bericht über die Angelegenheit erstattet worden. Heimkehr. Nachdem das Endgefecht eingestellt war, hielt der Kaifer tm 42 Uhr die Schlußbesprechung ab und verabschiedete sich benn von seinen Gästen, um nach Breslau zu fahren. Die Truppen marschierten teils nach den Verladestationen, teils gingen fie in Unterkunft über oder marschierten sofort nach ben Standorten ab. Binnen sieben Stunden wurde die mit ber Bahn abzuführende Infanterie 51 000 Mann und 2000 ferde, in 50 Sonderzügen befördert. Dann folgte heute och etwas Kavallerie und Artillerie von der Garde. Die Standorte Liegnig, Breslau, Jauer wurden per Fußmarsch Erreicht. Früher ging der Abtransport der Truppen am letzten Manövertage zu einer ganz bestimmten Stunde und in bestimmter Truppenfolge vor sich. Es war da nur zu natürlich, daß schon der ganze letzte Abschnitt der Gefechtshandlung unter dem Banne des Gedankens stand, sich möglichst nicht zu weit vom Abtransportort zu entfernen. Das ist diesmal anders gewesen, die Truppen hatten ohne Rücksicht auf die Heim br, die Operationen durchzuführen, wie sie sich aus der Gefeotslage entwickelten. Diese neue dem kriegsmäßigen Seilsufe des Manöverschlusses dienende Maßnahme hat üigans zu der irrtümlichen Auffassung Anlaß gegeben, daß de Saisermanöver verlängert werde. In der Tat handelte es sich nur um eine vielleicht für den einen oder anderen uppenteil eintretende eintägige Verschiebung des Heimkehrtages. Ebenso wichtig wie die Hin- und Abbeförderung vom Manöverterrain ist die Verpflegungsfrage. Wer das Gespinst bon Verwaltungsarbeiten nicht aus eigener Tätigkeit oder wenigstens praktisch erprobter Anschauung fennt, macht sich feinen Begriff von der Größe des Apparates, von der Genauigkeit der Vorarbeiten, aber auch wohl nicht von der Wirkung dieses Apparates, wenn ihn nicht sein eigener Magen einmal ein etwaiges Versagen der Verpflegungsmaschine empfinden läßt. Der Sieg liegt in den Beinen, sagte der Marschall von Sachsen einst; die Beine aber, so kann man getrost hinzusetzen, stehen unter dem Befehl des Magens. Der beste Soldat versagt, wenn das Koppel zum Schmacht. riemen wird. Bei den schlesischen Kaisermanövern aber hat alles geklappt und so darf man mit dem Verlauf wohl zu Frieden sein. Postel, Hauptmann a. D. Soziales Leben. X Beendeter Streik. Der Streit der Former und Bleßereiarbeiter in den Gießereien der Bezirke Hagen und chwelm wurde durch beiderseitiges Entgegenkommen, in neunKündigen Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverein der Preise Hagen und Schwelm und dem Metallarbeiterverband, sowie dem Hirsch- Dunckerschen Gewerkverein beigelegt. Die Arbeit wurde bereits wieder aufgenommen. X Drohende General- Aussperrung im Bangewerbe. Die außerordentliche Generalversammlung des deutschen Arbeit, geberverbandes zu Köln a. Rh. beschloß die Generalaussperrung aller im Baugewerbe Beschäftigten, mit Ausnahme der arbeitswilligen unorganisierten und christlich- organisierten Schreinereirbeiter, stattfinden zu lassen, wenn bis zum 19. September Die Streitigkeiten im Dachdecker- und Glasergewerbe nicht beendet sind. X Deffentliche Gesundheitspflege. Zwei Fragen von großer Bedeutung für die Volksgesundheit waren Gegenstand der Beratungen des augenblicklich in Augsburg tagenden Vereins für öffentliche Gesundheitspflege. Die Notwendigkeit der Errichtung von Walderholungsstätten und Genesungsheimen, in denen Refonvaleszenten ihre volle Gesundung ers warten könnten, liegt so flar auf der Hand, daß sie nicht erst zu beweisen ist. Die Erholungsstätten haben nur Tagesbes trieb und müssen daher in möglichster Nähe der großen Städte liegen. Sie entlasten die Krankenhäuser namentlich bon zahlreichen Schwindsüchtigen und Lungenkranken. Die Bekämpfung des Staubes im Hause und auf der Straße war die zweite Frage. Besonders gefährlich ist der Staub, wenn er Krankheitsstoffe enthält. Es muß daher peinlich dafür gesorgt werden, das Auswurfsstoffe von Kranken unschädlich gemacht werden. Die Belehrung über zweckmäßige Säuberung von Wohnungen sollte schon in der Schule beginnen. Auf der Straße muß Staubaufwirbelung( namentlich auch durch die Schleppen der Damen!) vermieden werden. Alle Reinigungsarbeiten im Haus und auf den Straßen werden am zweckmäßigsten auf nassem Wege bewirkt. Nab und fern. + Eisenbahnattentate. Ruchlose Bubenhände haben, wie die Untersuchung ergeben hat, das Beckuner Eisenbahnunglüd herbeigeführt. Auf dieselbe Art und Weise, durch Umstellen einer sonst stets geschlossenen Weiche, wurde auch auf der Strecke Lippstadt- Wartenstein nahe bei Ervitte ein Zug zum Entgleisen gebracht. Die Behörde fahndet eifrig nach dem Täter, und ist auf seine Dingfestmachung eine Belohnung ausgesetzt. † Internationaler Hochstapler. Die Altonaer Kriminalpolizei verhaftete einen internationalen Hochstapler namens Canfield, der als Hauptmann in der englischen Armee gedient haben will. In seinem Besitz wurden Papiere gefunden, die auf den Namen eines Generalmajors Macdonald- Newjort lauten. Aus den Papieren ist ferner ersichtlich, daß Canfield in Straßburg, Havre und Marseille gewesen ist. Die Behörde glaubt, Canfield sei identisch mit einem gewissen Kaufmann Calvert, der nach Unterschlagung bedeutender Summen aus England flüchtete. † Massenvergiftung durch schlechtes Fleisch. In der Stadt Kielce erfranften 150 Soldaten unter dysenterie- ähnlichen Erscheinungen. Man vermutet, daß die Erkrankung von einer Vergiftung infolge Genusses von schlechtem Fleisch herrührt. † Billiges Briefporto für Frankreich und Belgien. Eine Herabsetzung der Brieftare zwischen Belgien und Frankreich wird voraussichtlich in kurzem eintreten. Zwischen den Handelskammern beider Länder sind Verhandlungen im Gange, das Briefporto von 25 auf 15 Cts. zu ermäßigen, und es ist fein Zweifel, daß sie zum Ziele führen werden. † Für 80 000 Franks Juwelen gestohlen. Der noch jugendliche Angestellte des Pariser Juweliers Beck, namens Blatt entwendete seinem Chef Schmuckgegenstände im Werte von 80 000 Franks. Blatt wurde jedoch bald verhaftet und zwar in dem Moment, als er eine kostbare Uhr veräußern wollte. Es stellte sich heraus, daß sein wirklicher Name Robert Braun ist. Er erklärte, den Diebstahl nur begangen zu haben, um einer Wiener Tänzerin Geschente machen zu können. - Gin Schulanfsatz über das Anto. Ein Quintaner eines großstädtischen Gymnasiums leistet sich folgende Styl blüten in einem Aufsaz über das Auto. Das Automobil ist das neueste Fahrzeug der heutigen Gegenwart. Es wird mit Benzin oder Elektrizität gespeist, wodurch der Geruch und die Fortbewegung entstehen. Es hat ein oder mehr Zylinder, aber nicht so welche wie Hüte und Lampen. Das Automobil Ist ein Sport für reiche Leute, deshalb wollten wir uns auch eins anschaffen, wohingegen es aber bei uns noch zwei Schatten Seiten hat, den Vater wegen das teure Geld, die Mutter wegen der Gefahr damit. Wenn ein Automobil tommt, ertönt das Signal der Hupe, doch kann man dann mehrstens auch schon tot gefahren sein, wenns einen trifft. Wenn sie aber ein Wettrennen machen, dann nennen sie das Herkommer- Cohnkurrenz, weil sie so schnell herkommen,( Au!) oder wenn sie Reifenkonfekt haben, weil sie dann überhaupt nicht herkommen. Hinten haben die Automobile ein Schild mit Nummern und Buchstaben, was aber keinen Zweck hat, indem man nich weiß worum, weil da immer Schmutz anspritzt. Wenn man losfahren will, so dreht man vorn wie bei einer Orgel, statt der Töne fängt es dann an zu stinken und läuft davon. Wenn sie durch die Straßen fahren passen die Schußleute schön auf. damit den Automobilen nichta noffiert. † Jm Delirium. In Schmalkalden mißhandelte in einem Anfall von Säuferwahnsinn die 39 jährige Gemüsehändlerin Werner ihre alten Eltern. Als auf deren Geschrei die Nachbarn herbeieilten, stürzte sich die Werner aus einer Dachluke auf die Straße. + Folgenschwere Zugentgleisung. Bei Petropawlowsk entgleiste ein Eisenbahnzug; die Lokomotive stürzte den Eisenbahndamm hinunter. Bei dem Unfall sind, wie uns telegraphiert wird, sieben Personen ums Leben gekommen; die Zahl der Verwundeten ist unbekannt. Cokales. aber zum Teil von brer ift fein Staatsbiene We in debeamten. Diefe brerftand große fo Sie wenden fich desha File Rammer, in der fie ** Aus Anlaß des Ablebens des Prinzen Albrecht vm Preußen ist am Darmstädter Hofe eine Hoftrauer bm acht Tagen bis einschließlich 21. September angeordn worden. ** Erledigt ist die mit e nem evangelischen Lehre zu besezende zweite Lehrerftelle an der Gemeindeschu zu Ranstadt. * Die Wahlen zur Landwirtschaftsfamme finden zum Teil noch, wie die amtliche Darmst. 8tg" e fährt, in diesem Monat statt. Die Vertrauensmännen die Wahlen der Mitglieder der Landwirtschaftskammer an 11. Oftober 1. Js. stattfinden. 10 riftifh gebildeten B dungsgeleg vom 9. J it den Inhabern der Daß der Grundgebalt poftgehalt auf 3400 in dreijährigen Fri wahlen sollen nämlich am Donnerstag, dem 27. September en Bulagen je 200 die 4 ligten wieder j Benfionierung eines L A Als weitere Kandidaten für die Landwirtschaftsbung in Anfaz fomme undefteuer. Im des legten Etatsjahre on 337 607 Mart. C Steuerfrei waren 10 mäßig Herden hüten iren Beruf oder ein Gen fammer wurden aufgestellt Gute pächter Emmel von Warb hof bei Grünberg und Bürgermeister Jost Bermutsham * Die Gerichtsferien erreichen mit heutigem Tag ihr Ende. Von jetzt ab werden bei den Gerichten sämtlic Rechtssachen wieder in der üblichen Weise und ohne Unter brechung erledigt. ** Der zum Norwegischen Vizekonsul für das Große Enfommen von wen herzogtum Hessen mit dem Amtssig in Mainz ernannte Kauf. 66 beffischen Gemeinden w mann Heinrich ist zur Ausübung konsularischer Funktionen im Großherzogtum zugelassen worden. Gemeindehundeftener er Oberbeffen, 69 in Rhe ** Wie uns von wohlunterrichteter Seite mitgeteilt wird, ah Mt. pro Hund und Gießen, Buzbach inden erheben fünf, drei Befamtertrag der Gemeind Die Gepadträger bahnen follen fünftig Bord gelangt eine B rung. Im Dienft fin ehriebene Kleidung zu tro be Sine Erhöhung fi geftellt. Infolge de ist Pfarrer Dr. Naumann auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste vom 1. November ab pensioniert worden. Nur ungern sieht man Pfarrer Naumann, der in seiner langen und reich. gesegneten Tätigkeit so manchem als Seelsorger und treuer Ratgeber zur Seite gestanden, aus seinem Amte scheiden, das er stets voller Gewissenhaftigkeit und Liebe wahrgenommen. Auch für soziale Fürsorge ist er eingetreten, so steht er u. a. der Klein- Klinder Bewahranstalt eifrig fördernd zur Seite. Hoffen wir, daß das Leiden, das ihn ergriffen, sich mildere, da mit noch ein langer sonniger Lebensabend ihm leuchte. ** Lebensretter. Der Bauaufseheraspirant Jalobju machenden Konzeffi Gunder in Darmstadt hat am 29. Mai 1906 wiederum erg arbeiterfreifen nichts einen Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet. Als ung für eine weitere Anerkennung hierfür ist ihm vom Großherzog wiederhalt die preise vorhanden sein. mit einer die Jahreszahl 1906 tragenden Spange versehen ist. le jurid bleiben? tt. Stadttheater Gießen. Daß der rüftig fortschreitende Neubau nicht das ganze Interesse des Theater publikums absorbiert, beweisen die vielen Anfragen, die bie Direktion des Stadttheaters über Spielplan und Mitglieder der nun bald beginnenden letzten Spielzeit im alten Hauſe teurer wird Die Obst ernte beträgt 130 Doppelzentner, beiden) 700 dz, Ririgen Gemartung Schiffenber em 25 dz, Pflaumen( 3 knife 1 dz. Beitungsbezug b Darauf hingewiesen, daß erhält. Es sei darum vorerst mitgeteilt, daß die Spielzeit Dienstag, den 2. Oftober mit einer Aufführung von Schillers Braut von Messina" eröffnet wird. Dekorationen und Kostüme zu dieser Aufführung sind vollständig neu angefertigt. Von Mitgliedern des vergangenen Jahres soweit erste Fächerlich 25. des letzten Mo " in Betracht stehen, werden wiederkommen. Die Damen Donecker und Schellenberg, sowie die Herren Reimer, Goll, Lippert und Herscher, außerdem ist Herr Gronert wieder engagiert worden, der bereits vor 3 Jahren dem Verbande des Stadttheaters angehörte und bereits damals als startes tomisches Talent auffiel. Ueber die neu engagierten Mitglieder wird nächstens Näheres mitgeteilt werden. * Der Rechner Werner Neeb von Udenhausen ist aus der Hoft entlassen worden, nachdem Neeb gegen den ablehnenden Beschluß der Straffammer Gießen Beschwerde geführt und das Oberlandesgericht Darmstadt in Stattgebung der Beschwerde Entscheidung dahin getroffen hatte, daß ein das Fortbestehen der Haft rechtfertigender Grund nicht mehr als gegeben erachtet werden fönne und deshalb der Haft befehl aufzuheben sei. *** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 10. und 11. September stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1151 Stück Rindvich, 350 Schweine, 212 Pferde und 34 Fohlen. Der nächste Markt findet am 25. und 26. Sept. statt; am letzteren Tag auch Kränermarkt. ** Die Stellung der Volksschullehrer ist insofern eigena tig, als sie vom Staate ausgebildet, angestellt und Die Bevölkerung der Eine freudige Ueberraschung. † Ein Drama in den Bergen. Die Bevölkerung der Stadt Chamonix wurde vorgestern Augenzeuge eines schrecklichen Dramas, das sich auf dem Dome du Gouter abspielte. Man beobachtete lange Zeit einen alleingehenden Bergsteiger, der nach der Grandsmuletshuette hinabzusteigen versuchte; um drei Uhr nachmittags verließen ihn die Kräfte, und er route einige hundert Meter hinab, um schließlich in einer Gletscherspalte des Tacomazgletschers zu verschwinden. Es ist eine Rettungstolonne abgegangen; man glaubt, der Verunglückte sei ein Deutscher. - + Erdbeben in Italien. In mehreren Gemeinden der Umgebung von Palermo werden Erdstöße verspürt, die Einwohner kampieren im Freien. Auch in ganz Sizilien wurden heftige Erdstöße wahrgenommen. In Belmonte trugen Einwohner die Statue der heiligen Rosalie feierlich durch die Straßen. In Termini meuterten die weiblichen Sträflinge, und es gelang nur mit großer Mühe, sie zu beruhigen. Aus Termini sind über 10 000 Personen geflohen. Zahlreiche Häuser sind beschädigt. In Bancina drohen alle Häuser einzustürzen. Die Hilfe der Behörden wurde erbeten; vor allem sollen Truppen gesandt werden, um eine Plünderung der verlassenen Wohnungen zu verhindern. Alle Läden sind geschlossen; es mangelt bereits an Brot. Man befürchtet den Ausbruch des Stromboli. Bunte Tages- Chronik. Berlin, 14. September. Nach dem Genuß von Hummer mayonaise erkrankten zwei Frauen schwer; eine davon starb an Fischvergiftung. Naugard, 14. September. Zwei Brunnenarbeiter wurden in Neufanger bei einem Brunnenbau durch Erdmassen verschüttet und getötet. Kattowitz, 14. September. Vom elektrischen Starkstrom getötet wurde der Arbeiter Bartadi in Friedenshütte, der infolge einer Wette an den Leitungsdraht gegriffen hatte. höchst besorgniserregenden Zustande, als sie, selbst er Das Söhnchen von Frau Godehusen war in einem franft, zwecks Luftveränderung verreisen mußte. ihrer Rückkehr, acht Wochen später, fand sie den kleinen frisch und kräftig zu Hause vor. Bet Bremen, Breedenstraße 18, den 29. Nov. 1905. Mein Junge Heinrich magerte mit 7 Monaten erschredend ab, fonnte faum etwas zu sich nehmen, da er die Milch nicht mehr bertrug, schrie immerzu und fam so ab, daß er mit 3 Jahren nur noch 9% Pfund wog. Wir durften ihn faum anfassen, da er so schwach und wund am ganzen Körper war. Ich zögerte erft, Scotts Emulfion, die ich schon so viel hatte loben hören, anzuwenden, ba ich dachte, das Kind wäre noch zu klein dazu, machte aber doch einen Versuch, und das war die Rettung des Kindes. Innerhalb furjer Zeit erholte sich der Kleine zusehends, bekam wieder Appetit, nahm an Körpergewicht so zu, daß er jest mehr als das doppelte wiegt und ist am Körper glatt wie ein Aal. Seit einigen Tagen steht er schon allein am Stuhl, und es lacht einem das Herz im Leibe, wenn man sieht, wie er rote Baden bekommt, und wie vergnügt der Junge ist. Meine Frau, die wegen Krankheit 8 Wochen weg war, fonnte gar nicht begreifen, woher der Kleine auf einmal so groß und kräftig geworden war. ( gez. Georg Godehusen. Scotts Emulsion, welche hergestellt ist aus den besten und reinsten Rohmaterialien, die in einem be sonderen Verfahren vorzüglich verarbeitet sind, besigt eine außerordentlich hohe Nährkraft und bewirkt eine überraschend günstige Entwickelung der Kinder. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in karton mit unserer Schußmarte( der Fischer mit dem Dorsch). Scott& Bowne, G. m. b.., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyerin 50,0 unter phosphorigfaurer Stalt 4,3, unterphosphoriasaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinfter arab. Gummi pulv. 2,0, bestial. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulfion mit 8imt, Mandel- und Gaultheriaöl je 2 Tropfen. et burd die Briefträger t sowie das die Brie gleitung über die erho die Vorteile, die die G bringen in die Augen, gelmäßige Fortbezug der oft und das Barten an luffe besonders start in Benn also der Poste bi Boftquittung zeigt, fa Klein- Linden, 15. G ute Abend frin 25 jä Deutschen Eiche." Biejed, 14. Sept. Schulfäle enthält, f Dutenhofen. Pfarr enerweiterungsbau unerr Anlaß der Vollendun Ceben worden. Laubach, 12 Sept. Frenleitung Lautere& Hart sig in Hanno A Friedberg, 14. Sept rint am 1. Oft. ihre dies bonbon nimmt in der Wet Friedberg, 14. Sept ber. In Nieder- Eschb TOLLWE D Se Zu h ringen br Softcoun ptember ionie aber zum Teil von dec Gemeinde bezahlt werden.| Left ift fein Staatsdiener, zählt aber auch nicht zu Gemindebeamten. Diese Zwitterstellung hat für den tehrerstand große soziale und pekuniäre Nachteile bt. Sie wenden sich deshalb mit einer Vorstellung an Sohn eines Meggermeisters. Es ist noch nicht bekannt, was den Knaben in den Tod trieb. * Leusel, 14. Septbr. Hier stürzten durch Bruch einer Bohle zwei Maurer von einem Gerüste. Der 62jährige Ludwig Geisel von Angenrod erlitt einen gefährlichen daß durch eine kräftige Düngung der Wiesen und Futterfelder mit Thomasmehl der Nährstoffgehalt des natürlichen Futters gefteigert wird. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Seborene. bangel den Kammer, in der sie wünschen: 1. die Einreihung Knöchelbruch. der Gemineristisch gebildeten Lehrer in das allgemeine Behaftstungit den Inhabern der mittleren Stellen im Finanz- bis 12 Tage in Homburg bleiben und dann nach Rußland Sohn, Richard Peter; Schneider Friedrich Drechsel eine Darmit. B Vertrauenim enbildungsgesetz vom 9. Juni 1898 und die Gleich 2 baß der Grundgebalt der Lehrer auf 1400 Mt. ben: höchstgehalt auf 3400 Mt. erhöht werde; 3. daß § Homburg, 14. Sept. Gegenwärtig weilt Minister Witte hier zum Kurgebrauch. Der Minister wird noch 10 zurückkehren. Inzwischen wird Homburg einen neuen Minister als Kuigaft haben, den Reichskanzler Fürst Bülow, der Wohnung nimmt. Die Geschäfte des Reiches werden eine Zeit lang von Homburg aus geführt werden. Am 1. Septbr. Dem Buchhalter Peter Reichert sein Tochter; 2. Musiter Karl Schneider eine Tochter, Statharine Ernestine Elisabeth; Kellner Ludwig Riehl ein Sohn, Justus em 27. Gulag in dreijährigen riften gewährt werden; 4. daß wahrscheinlich am 19. d. Mts. eintrifft und im Schlosse Rudolf Ludwig Kurt; 5. Kreisamtsgehilfen Georg Schupp tidhaftetom Bandwirti Emmel bon oft Bermu e und ohne Saten Bulagen je 200 Mt., die 2 folgenden je und die 4 letzten wieder je 200 mt. betragen; 5. daß ben Benfionierung eines Lehrers allgemein 600 Mt. für Wung in Ansatz kommen. hundesteuer. Im Großherzogtum Hessen hatte * Frankfurt a. M.( Heu und Strohmarkt.) Heu 3,20-3,90, Stroh 2,50-2,90. Alles per Zentner. * Mainz, 14. Sept. Ein 16jähriges Mädchen, eine zum Zwecke eines späteren Universitätsstudiums das Realgymnasium in Mainz besuchen zu dürfen. Die junge Dame wurde nach vorgenommener Prüfung in die Ober- Sekunda aufgenommen, obwohl sie auch in Unterprima hätte aufgenommen werden fönnen, wenn sie ein Jahr älter ge= mesen wäre. ein Sohn: 6. Zigarrenfortiermeister Wilhelm Georg Wolf ein Sohn, Karl Georg; Spengler Friedrich Schäfer eine Tochter, Marie Katharine Lina. Aufgebote. mit heutigen rendes legten Etatsjahres die Staate hundesteuer einen Jüdin, hat von dem Ministerium die Erlaubnis erhalten, baumeister dahier mit Charlotte Fleck in Rastatt. 6. Friedrich Gerichten rag von 337 607 Mart. Es wurden 33762 Hunde ver. ert Steuerfrei waren 1062 Hunde von Personen, die ernißig Herden hüten und 902 Hunde von Personen, für das einen Beruf oder ein Gewerbe in entlegener Wohnung einen& infommen von weniger als 2600 Mart ausüben. 105 hessischen Gemeinden wurden außer der Staatshundeer: Gemeindehundesteuer erhoben.( 30 in Starbenburg, in Oberbissen, 69 in Rheinhessen.) Die höchsten Säße 3 Mt. pro Hund und Jahr erheben Mainz, Worms, Die übrigen genießen, Buzzbach, Friedberg. ing ernannte & arijcher Fant Seite mitgeteilt Nachfudhen ifteten Dienfe Nur ungern newmben erheben fünf, drei und zwei Mark pro Hund. Bjam tertrag der Gemeindehundesteuer ist 91 214 Mt. langen und elforger und t Die Gepäckträger auf den preußisch- hessischen Umte scheid aan bahnen sollen fünftig einheitlich gefleidet sein. Bu ahrgenommen jem Bed gelangt eine Bluse aus grünem Stoffe zur steht er uafirung. Im Dienst sind die Leute verpflichtet, die zur Seite. geriebene Kleidung zu tragen. fich milder, Eine Erhöhung der Kohlenpreise wird in ihm leuchte, fit gestellt. Infolge der zunehmenden an die Bergjeherafpirant Speisie zu machenden Konzessionen, von denen übrigens in i 1906 mi Bergar beiterfreifen nichts befannt ist, soll eine starke ens gerettet.( immung für eine weitere Erhöhung der rächsjährigen 30g wiederhal blekpreise vorhanden sein. Wenn infolge unserer Wirtn Band numaftspolitik alles teurer wird, warum sollen da auch die pange beren blom zuric bleiben? aß der rüftig Die Obst ernte beträgt in der Gemarkung Gießen: reffe des The Pfifa 130 Doppelzentner, Birnen 230 dz, Pflaumen Anfragen, weten) 700 dz, Kirschen 15 dz, Wallnüsse 1 dz; in an und mit martung Schiffenberg: Apfel 120 Doppelzentner, im alten run 25 dz, Pflaumen( Zwetschen) 6 dz, Stirschen 1 dz, daß die Safe 1 dz. Deforationen theaters ang rung von S Beitungsbezug durch die Post. Neuerdings Barauf hingewiesen, daß die Einziehung der Zeitungsbig neu angelbese: durch die Briefträger in der Beit vom 15. bis einsoweit erste glieich 25. des letzten Monats im Vierteljahr fostenlos en. Die sowie das die Briefträger 2c. Do zur vollgültigen owie die uittungsleistung über die erhobenen Zeitungsgelder berechtigt fer, au b. Die Vorteile, die die Einrichtung für das Publikum orden, berietex, pringen in die Augen, wenn man berücksichtigt, daß regelmäßige Fortbezug der Zeitungen gesichert, der Gang ir Soft und das Warten an den Schaltern, die am ViertelTalent auf russe besonders start in Anspruch genommen, erspart nächstens Ni hird Wenn also der Postbote in diesen Tagen erscheint nb bie Poftquittung zeigt, so löse man sie sofort ein. bon Udenh Neeb gegen Sießen Bef " Klein- Linden, 15. Sept. Der Kriegerverein dt in Stattgeiert geute Abend sein 25 jähriges Stiftungsfest in en hatte, daß er Deutschen Eiche." Grund nicht deshalb der er Wieseck, 14. Sept. Unser Schulhaus neubau ei Schulfäle enthält, soll im Olt. eingeweiht werden. Dutenhofen. Pfarrer Geibel, unserem für den i dem am 10.irchner weiterungsbau unermüdlich tätigen Ditsgeistlichen, Daren aufget canlaß der Vollendung der Rote Adlerorden IV. RI. 212 Bjerde Serlile ben worden. 25. und 26. Laubach, 12 Sept. Die Arbeiten an der WasserErenleitung Lauter- Bad Nauheim sind der Firma ehrer ifti paade& Hart otg in Hannover übertragen worden. t, angeftelt hung. n war in ein 18 fie, felbi n mußte fie den Klein 29. Nov. 19 onaten erfdred A Friedberg, 14. Sept. Die hiesige Zuckerfabrit beginnt am 1. Oft. ihre diesjährige Kampagne. Der Zuckerrübembau nimmt in der Wetterau von Jahr zu Jahr zu. Friedberg, 14. Sept. Jugendlicher- Selbst möir der. In Nieder: Eschbach erhängte sich der 12jährige Mild night nit 3 Jabre anfaffen, ba a Bögerte erfi, E angutenbe te aber bod Innerhalb f der Appetit, was doppelte en Lagen fehl sim Leibe wie bergnügt Wochen weg f einmal fo org Godebu ift aus ba in einem be t find, bef bewirkt ein Inder. clauft, und alfilaiden in Rain Bown, GLA Glperin 50,0 pule Tragant 14 bierzu aroma TOLLWERCH Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. - Gießen, 14. September. Am 8. Septbr. Julius Schimpf, Großh. RegierungsHeuser, Bäcker in Ebsdorf mit Helene Gertrude Henriette Euler dahier. 9. Emil Theodor Jonas, Hoboist dahier mit Margarete Elisabethe Schäfer in Rockenberg. Peter Spielmann, Gefreiter dahier mit Johanna Biesdorf hierselbst. 10. Daniel Paul, Schlosser dahier mit Katharine Veltmar in Homberg. Karl Leib, Kunsthändler und Vergolder dahier mit Meta Stein in Halle. 11. Friedrich Hofmann, Streckenarbeiter dahier mit Else Frieda Zech hierselbst. Karl Friedrich Wall, Postassistent dahier mit Susanne Zulauf in Rodheim v. d. H. Friedrich Michel, Friseur in Wieseck mit Christiane Seng dahier. 12. Heinrich Schmitt, Maurer dahier mit Christine Stein hierselbst. Eheschließungen. Am 8. Septbr. Karl Straub, Esendreher dahier mit Susanne Henß hierselbst. Theodor Lehrmund, Lokomotivheizer dahier mit Elisabethe Heil hierselbst. Adolf Schmidt, Raufmann in Mingolsheim mit Lina Hahn dahier. Dr. Ernst Langenbach, praft. Arzt in Hemsbach mit Martha Moll dater. 13. Adolf Dieß, Schloffer dahier mit Elise Dorothea Deutscher, geb. Köhler, hierselbst. Gestorbene. Am 8. Sept. Elisabeth Schmitt, 4 Mte. olt, Tochter des Gastwirts Ludwig Schmitt dahier. Martha Schmandt, 5 Mte. alt, Tochter des Schmids Johannes Schmandi dahier. Margarete Weidig, geb. Pausch, 79 Jahre alt, Witwe des Hauptzollamtsdieners Christian Weidig dahier. 9. Friedrich Martin, 3 Jahre alt, Sohn des Ingenieurs Karl Martin dahier. Susanne Simon, geb. Moll, 84 Jahre alt, dahier. Der Arbeiter Valentin Spengler von Jugenheim hat in einer Wirtschaft zu Lauterbach aus der Buffetkasse ein Behnmarkstück gestohlen. Er ist rückfällig und hat aus bloßer Genußsucht den Diebstahl verübt, weshalb ihn tas Gericht mit einem Jahr Zuchthaus und fünfjährigem Ehrverlust bedachte. Dem Handelsmann Meier Strauß von Robheim v. d. Höhe ging von der Steuerbehörde ein Straf: bescheid über vorenthaltene Einkommensteuer und ein solcher wegen unterlassener Angabe der Kapitalrentensteuer zu. Die Strafen betrugen 200 Mt., auch sollte er die vorenthaltenen Abgaben von etwa 220 Rt. nachentrichten. Er trug ge= richtliche Entscheidung an und das Schöffengericht Vilbel fam zum Freispruch. Wegen unvorschriftsmäßigen Verfahrens in erster Instanz erfolgte die Zurückweisung der Sache an das Schöffengericht. Das Schöffengericht Bad. Nauheim hatte die jetzt in Frankfurt a. M. wohnhafte Frau Dr. Korte wegen Hausfriedensbruchs zu 10 Mt. Geldstrafe verurteilt. Sie war mit einem Mieter, dem sie ihre möblierte Wohnung zur Benutzung übergeben hatte, in Differenzen geraten und ließ in dessen Abwesenheit MöbelStücke fortbringen. Das Berufungsgericht kam zum Freispruch, da die Angeklagte nicht bewußt rechtswidrig gehandelt hat. Der Taglöhner Eckhard Scholl und die bei ihm zu Bernsfeld wohnhafte Marie Maar Witwe hatten dem Gerichtsvollzieher von Homberg und dem Bernsfelder Polizeidiener den Vorwurf gemacht, si hätten gelegentlich einer Pfändung der Frau Maar einen Geldbetrag von 400 Mt. entwendet. Scholl wurde wegen Beleidigung zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt, während Frau Maar mit einer Woche 80-84 Pfg., Hammelfleisch per Bfd 60-80 Pig., Kartoffeln per - durchfam. Neueste Nachrichten. CB. Petersburg, 15. Sept. Es verlantet, daß die Abreise des Zaren auf Drängen Trepows erfolgte, der ein Schreckensregiment einzurichten plant und den Baren der Enwirfung der fremden Botschafte: entrücken will. Es sollen furchtbare Ereignisse in Aussicht stehen. Andererseits heißt es, daß der Zar nur seine Mutter besuchen will, über deren Gesundheit ungünstige Nachrichten umlauren. Landwirtschaftliches. Nährstoffausfuhr aus der Wirtschaft durch Viehverkauf. Durch jedes verkaufte Stück Großvieh wird der Wirtschaft soviel Phosphorsäure entzogen wie in zwei Juder Heu stecke und soviel Kalt wie in einem Fuder Heu. Für diese entzogenen Mineralbestandteile muß natürlich Ersatz gegeben werden. Für das Vieh ist es viel bekömmlicher, wenn die Phosphorsäure und der Kalt schon im natürlichen Futter selbst enthalten sind und nicht erst in Form von fünstlich hergestellten Futtermitteln zugeführt werden. Der Landwirt muß daher vor allem dafür sorgen, Dr Thompson's Seifenpulver Marke Schwan ist das beste. Zu haben in allen besseren Geschäften. SCHOKOLADE KAKAO Geld Marktberichte. Gießen, 15. Sept. Auf dem heutigen Wochenmar't foẞteten Butter per fb. 1.15-1.20 Mt., Sühnereler per Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 0-0 Pfa, Käse per St. 6-8 Pfg, Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Pfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stüd 1.00-1.60 Mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 Mt., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse ver Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-84 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-94 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 94-00 Pfg., Kalbfleisch per Pfd. 100 Rilo 7.00-8.00 Mt., 3wiebeln per 3tr. 6.00-0.00 Mr., Weiskraut per Std. 15-30 fd., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per Pfd.15-20 Pfg., Zwetschenper 3tr. 0.00-000 Mt., Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 16. September. Meist trüb, geringer Regen, fühl und windig. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratente! Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beite in Gießen. Carboline, das anerkannt beste Haarwasser, gibt dem Haare Glanz und Ueppigkeit, verhindert das Ausfallen und Ergrauen. 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Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir die schmerzliche Mitteilung, dass es Gott dem allmächtigen gefallen hat, meinen innigstgeliebten Gatten, Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Herr Restaurateur Jean Brunner nach längerem Leiden Freitag- Abend 61/2 Uhr, versehen mit den heilg. Sterbesakramenten, sanft entschlafen ist. Um stille Teilnahme bitten Für die trauernden Hinterbliebenen: Margarethe Brunner. Giessen( Ludwigsplatz 15), den 15, September 1906. Die Beerdigung findet Montag, den 17. September, nachm. 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Bekanntmachung. Dienstag, den 18. September d. J., nahm. 3½ 1hr wird zu Gießen im„ Café Ebel" eine Haupt- Versammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen stattfinden, zu der die Mitglieder und alle Freunde des Vereins eingeladen werden. Gießen, den 6. September 1906. Der Vorstand des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Dr. Breidert. Tagesordnung: 1. Vorlage der Rechnung für 1905. 2. Der landwirtschaftliche Bezirksverein Gießen. 3. Vortrag des Herrn Oekonomierates Weißel zu Lich über das Gesetz, betr. die Landwirtschaftsfammer. 4. Mitteilungen und Anträge. Obstversteigerung. Der diesjährige Ertrag von Obst an den nachbenannten Kreisstraßen soll auf dem Stand versteigert werden und zwar; Mittwoch, den 19. d. ite., auf den Straßen Lich- Langstorf, Lich- Kolnhausen und Lich Hof Albach anfangend vormittags 9 Uhr am Bahnhof Lich; Donnerstag, den 20. d. Mis., auf der Straße Lich- Nieder- Bessingen anfangend vormittags 9 Uhr bei Lich. Freitag, den 21. d. Wits., CXYWAR Ziehung bestimmt ohne Aufschub v. 1. bis 6. Okt. er. Jeder Deutsche mus ein Nürnberger Los zu 1 Mk. baben, mit welchem su gewinnen sind: 100000 3 40000 bares Geld, im ganzen 13597 Gewinne mit 300000 Lose à Mk. Porto und Lifte 30 Pfg. Nachnahme 20 Pfg. mehr, versendet das Generaldebit Ferd. Schäfer, Nürnberg. Generalvertrieb: Kiefer& Co., Mainz. Einsatz nuri Mk., Hauptgew. 100 000 Mk. bares Geld. 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Seinen größten mit großer Hingebun Es ist erfchredend zu Menschen an Leib und und Frauen an der B bis fie hinaustaumeln fich gegenseitig zu schle uprügeln, ohne daß Magregel dagegen erg flaffe ist dem Trunk erg der besseren Stände nip Bon allen Seiten vers steuern, bisher aber of Wert der sogenannter nachts, müssen laut geschlossen werden. Miffion vor eine Beta Unter dem Schm dahier, Leihgesternern ausgebrochen. Gehöftsperre ift Gießen, den Großherzogli Befo Wegen Bornab die Goethestraße bon heute an bis a perrt. Gießen, den Großh Bef Die unterm 29 Balltorrake zwi wird hiermit aufgel Gießen, de Gro Bet Wegen Vorna die Grednerstraß bon heute an bis griperrt. Biegen, den Gro Bef Wegen Vornal Die Nordanlage bon heute an bi gesperrt. Gießen, de Gro