6. 33. m ht ie st er BES en 16ng a m. meie noch sehn Child von biefer Nummer holen." Dallex: 18 Babe gfelds ben Bauernecht fortgefchict und laffe benn teiner Alle prangen auf und drängten fich um den Wirt, aber bas wieber P Heime Abenbfgung am Mittwoch, wo wir biefen Schatz"- Wahrhaftig ein Bericht über unsere ge rief ee, griff nach bem Blatt und warf war erffaunter als ber alte Registrator. Was ist einen Blid darauf. fan zu fallen, aber es r Seele aufstieg, fle baren Blicke an, Familie, und seine nannte mich ben F Jubelgeschrei, ber e Der alte über , ba Keine Kunstbutter ter Pfg. untenftehende mit der höll. arfsfalle mit der höchften dauernder zu Dienften gott" lau). Station Angabe lurer w. Adresse: Name, Wohnort, Strasse u. Provinz. a Mk. 9,00 " " " 8,50 8,00 5.50 9.75 ten wir er Firma Nr. 268. Rebattion u. Saupterpebition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 14. November 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Sicherheit auf der Eisenbahn. Auf der Fahrt von Altona nach Blankenese wurde der Bahnarzt Claussen im Eisenbahnzuge ermordet und beraubt. Das Verbrechen rief ungeheure Sensation nicht nur in Hamburg und Umgegend hervor, en ganz Deutschland war man erschroden über diesen abermaligen entseglichen Ueberfall eines Eisenbahnpaffagiers. Glüdlicherweise gelang es, den Mordbuben alsbald festzunehmen. Ein noch nicht achtzehnjähriger Bursche hat das Leben eines arbeitsamen Mannes, das Glüd einer Familie vernichtet um weniger Markstücke willen. Der jugendliche Mörder lag ruhig in seinem Bett, als man ihn in früher Morgenstunde verhaftete. Er gestand ohne weiteres, daß er einen Eisenbahnraub schon länger geplant hat, um sich Geld zu beschaffen. Ein scharfgeschliffenes Beil trug er fcit Tagen mit fich herum. Am Tage der Tat ging er zum Altonaer Hauptbahnhofe, sah den unglücklichen Claussen mit einer Handtasche in ein Coupé einsteigen und folgte ihm. Das Coupé hatte weiter feinen Insassen. So fiel der Bursche, als der Zug einige Zeit in Bewegung war, über sein nichtsahnendes, zeitunglesendes Opfer her, tötete es in bestialischer Weise, raubte, was an Geld und Geldeswert zu erraffen war und entfernte fich ungehindert auf der nächsten Station. Nicht einmal ein Schrei des Getöteten drang zu den Insassen der nächsten Coupés. Die ganze Tragödie spielte sich in einigen Minuten ab. Der Mörder hatte auch nicht Zeit, fich bom Blut zu reinigen. Als der Ausgangsbeamte ihn darauf aufmerksam machte, erklärte der Mörder sein Aussehen mit plöglichem heftigen Nasenbluten. Wenige Minuten später war der Mord entdeckt, wurde die Verfolgung aufgenommen, und nach wenigen Tagen hat man den Mörder erwischt. Daß dies geschehen würde, war bei der Kürze seines Borsprungs vorauszusehen und bei der Deutlichkeit, mit der man fein Signalement feststellen konnte. Auf der Bahnstrecke, in deren Bereich der Mord vorgekommen ist, haben seitdem die Reisenden sich vielfach geweigert, in einem Coupé allein zu fahren oder mit nur einem ihnen unbekannten Gefährten. Die Passagiere drängten sich aus der ersten und zweiten in die dritte Klasse, weil sie sich vor dem Alleinsein und vor dem Beisammensein mit einem einzelnen Unbekannten fürchteten. Weshalb die Furcht gerade diese Grenzen innehielt, ist nicht recht verständlich. Denn auch zwei Unbekannte fönnen Mörder sein und haben für die Ausführung ihrer Absichten sogar bessere Chancen, eben weil sie zwei sind. Die Furcht wird vorübergehen, man wird sich nicht mehr von der ersten und zweiten in die dritte Klasse drängen, man wird wie früher sehr gern allein im Coupé sein und wird nicht in jedem einzelnen Reisegenossen einen Mörder vermuten. Die Eindrücke des Schreckens und der Furcht verwischen sich eben leicht. Aber wenn auch die Furcht schwindet, die Frage bleibt doch bestehen, wie man die Sicherheit der Reisenden erhöhen könne. Die neuerlichen Erörterungen haben nicht viel besseres Ergebnis gehabt als die früheren, die man bei ähnlichen Anlässen angestellt hat. Man hat den Durchgangswagen gegenüber dem Wagen mit Einzelcoupés empfohlen. Der Durchgangswagen hat auch gewisse Sicherheitsvorzüge; aber unbedingte Sicherheit gewährt er nt, und seine Vorzüge werden dadurch aufgehoben, daß im Durchgangswagen der Mörder leichter entschlüpfen kann als aus einem Wagen mit getrennten Coupés, und daß er leichter an sein Opfer sich heranschleichen kann. Im übrigen geht es mit jeder Sicherheitsvorkehrung ähnlich. Soll etwa der Schaffner angehalten werden, in kurzen Zwischenpausen sich zu überzeugen, ob in keinem seiner Coupés ein Mord stattgefunden hat, so würde der wahrscheinliche Effekt der sein, daß die geduldigen Reisenden sich an die Störung durch den Schaffner hinreichend gewöhnen, um nach kurzer Zeit gar nicht mehr zu bemerken, wenn in nachtschlafenber Zeit ein Unberufener und Verdächtiger zu ihnen ins Coupé tommt. Die weniger geduldigen Reisenden werden regelmäßig in der Versuchung sein, den revidierenden Schußbesuch des Schaffners mit einem Angriff auf den Schaffner, zum mindesten mit einer Verwünschung zu beantworten. Die Sanguinisch- Furchtsamen endlich werden den Schaffner behandeln, als ob er ein Raubmörder wäre und zum mindesten den Versuch machen, ihn hinauszuwerfen. Auch die Vermahnung zum Selbstschuh und zu eigener Achtsamkeit ist verfehlt. Wer nachts fährt, will nachts schlafen. Und selbst wenn er nicht schlafen will, so überkommt ihn gegen seinen Willen der Schlaf, und bis jetzt hat es noch niemand dahin gebracht, im Schlaf achtsam zu sein. Deffenungeachtet beabsichtigen die Eisenbahn- Behörden, die nötigen Konsequenzen auch aus dieser neuesten Untat zu ziehen. Eisenbahnpräsident Jungnidel- Altona teilte in einer Sigung der Eisenbahndirektion mit, daß im nächsten Frühs jahre neue Staats- und Vorortsbahnwagen eingeführt würden, die so konstruiert seien, daß Vorkommnisse, wie die in letzter Bett wiederholt ausgeführten Raubanfälle in Eisenbahnwagen, unmöglich gemacht werden. Wir sagten oben, Furcht und Schrecken würden fich legen. Das wird auch sehr bald der Fall sein. Im Grunde ist doch ( die Zahl der Mörder recht gering. Die Sicherheit auf unseren Bahnen gegen Eisenbahngefahren, die mit dem Betrieb zusammenhängen, ist in Deutschland größer als irgendwo in der Welt. Die Gefahr, die von Mördern droht, ist gegenüber den Betriebsgefahren der Eisenbahn wiederum verschwindend klein. Man soll also nicht mit Uebertreibung von den besonderen Gefahren sprechen, die den Heisenden aus Eisenbahnen von Mördern drohen. Man ist auf Eisenbahnen Mördern gegenüber mindestens so sicher wie anderwärts, und daß eine Spezialität von Eisenbahnmördern sich bei uns aus: bilden sollte, ist einstweilen nicht zu erwarten. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. Dem Reichstanzler und dem Reichstag wurde die Petition des deutschen Städtetages wegen der Fleischteuerung übergeben. In der Petition wird darauf hingewiesen, daß bie Fleischpreise trotz der günstigen Ernte des Jahres 1905/06 nicht zurückgegangen find, sondern infolge der am 1. März in Kraft getretenen Zollerhöhungen fortwährend noch steigen. Der Deutsche Städtetag beantragt deshalb: 1) Die schleunige Deffnung der Grenze für lebendes Vieh und Fleisch unter Aufrechterhaltung der notwendigen Veterinärkontrolle, 2) die wenigstens vorübergehende Herabsehung der Vieh- und FleischZölle. Die lippesche Staatsregierung beschloß eine offizielle Vorstellung in Sachen der Fleischteuerung an den Bundesrat zu richten. Die Bürgerschaft in Lübed nahm einen Antrag an, den Senat zu ersuchen, durch den Lübecker Vertreter im Bundesrat nachdrücklich für Deffnung der Grenzen für ausländisches Vieh einzutreten. - * Am 3. und 4. Dezember wird der Deutsche Handelstag eine Ausschußfizung abhalten. Auf der Tagesordnung stehen außer geschäftlichen Angelegenheiten Fleischteuerung, telegraphischer Verkehr mit der Türkei, Fernsprechgebühren, Eisenbahnverkehrsordnung, Wechselprotest, Frachturkundenstempel, Verwendung der Warenhaussteuer, Rabattsparvereine, Schädigung des Handels durch Leihhäuser, Dienstantritt der Handlungsgehilfen, Sonntagsruhe und Unfallversicherung im Handelsgewerbe, Eigentumsvorbehalt an Maschinen, Verkehr mit Heilmittein, Brifetts, Seife. * Das laiserliche Handschreiben, durch welches dem ehe maligen Landwirtschaftsminister v. Podbielski die Genehmigung feines Abschiedsgesuches mitgeteilt wird, hat folgenden Wortlaut: 3 Metn lieber Staatsminister von Podbielski Nachdem Ich Ihnen durch Erlaß vom heutigen Tage die nachgesuchte Dienst entlassung in Gnaden erteilt habe, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen für die ausgezeichneten Dienste, welche Sie mir und Hem Vaterlande geleistet haben, und die Art und Weise, wie Ste während Ihrer Amtsführung die Interessen der Mir be onders am Herzen liegenden heimischen Landwirtschaft wahr genommen haben, Meinen Königlichen Dank auszusprechen Als Zeichen Meines Wohlwollens verleihe Ich Ihnen di Brillanten zum Großkreuz des Roten Adlerordens mit Eichen laub und Schwertern am Ringe und lasse Jch Ihnen di Dekoration hierneben zugehen. Ich verbleibe Jhr wohlgeneigte König gez. Wilhelm. Rufsland. ** In Jrfutst ist ein Mordversuch gegen den berühmten General Rennenkampf gemacht worden. General Rennentamp fuhr in der Begleitung eines Adjutanten in einem offenen Wagen durch die Straßen, als plöglich eine Bombe gegen ihn geworfen wurde. Die Bombe explodierte und tötete den Adjutanten sowie ein Pferd. General Rennenkampf bliek unverlegt. Der Attentäter wurde ergriffen. Afrika. ** Der Gouverneur der Kaptolonie hat den Gouverneur bon Deutsch- Südwestafrika mit Bezug auf den Burenputsch in Transvaal gebeten, Maßnahmen zu treffen, um die Freibeuter einzufangen, wenn sie sich nach Deutsch- Südwestafrika zurückziehen sollten, und sie dann auf Grund der Beschuldigung bes Diebstahls und des Mordversuchs auszuliefern. Es verlautet, daß die deutschen Kolonialbehörden beabsichtigen, im besten Einvernehmen mit den englischen zu handeln. Der Anführer der Aufständischen, Ferreira, habe sich der Heliographenstation der Kappolizei bemächtigt. Ein gewisser Jensen fungiere als Ferreiras Stellvertreter. Kine politische Nachrichten. Posen, 13. November. Die Polen der ganzen Provinz beschlossen eine Eingabe an den Kaiser wegen des Religionsunterrichts. Viele Hunderte Geistliche agitieren für die BittSchrift. Posen, 13. November. Nicht weniger al: 100 000 polnische Schulkinder sollen an der Obstruktion gegen den deutschen Schulunterricht teilnehmen. Davon kommen 40 000 auf Westpreußen und 60 000 auf die Provinz Posen. Bückeburg, 13. November. Der schaumburg- Lippesche Landtag nahm gestern den Staatsvertrag zwischen Schaumburg- Lippe und Preußen betreffend den Rhein- Weser- HannoverKanal an. London, 13. November. Die englische Admiralität hat den Befehl erlassen, daß die Kanalflotte fich sofort in die maroffanischen Gewässer begeben soll, um die französische Flotte bei einer eventuellen Demonstration gegen die Maroffaner zu unterstützen. Raisuli ist vom Sultan zum Pascha von Arzila ernannt worden. - Konstantinopel, 13. November. Die Stimmung auf türkischer Seite im türkisch- persischen Grenzkonflikt läßt eine Verständigung ausgeschlossen erscheinen, und Persien wird daher eine schiedsgerichtliche Entscheidung anrufen müssen. Dof und Gefellschaft. Der fünfte Sohn des Kaisers, Prinz Oskar bon Preußen, hat das Offiziersexamen mit dem Prädikat ,, vorzüglich" bestanden. Prinz Oskar wurde der 6. Kompagnie bes 1. Garderegiments unter Hauptmann von Unruh zur Ausbildung der Refruten zugeteilt. Der Prinz wird demnächst einen eigenen Hofstaat erhalten. Die Prinzessin Hermine Reußä. Q. hat fich in Bückeburg im fürstlichen Schlosse mit dem Prinzen Johann Georg von Schönaich- Carolath verlobt. * Der österreichisch- ungarische Minister des Aeußerit Freiherr von Aehrenthal ist von Petersburg i Berlin eingetroffen. Graf Witte, der gestern nach Petersburg zurückgekehrt ist, sieht sehr leidend aus und spricht vollständig heiser, Er erklärte, schon deshalb sei an eine Uebernahme der Regierung durch ihn nicht zu denken. Aus den Darlamenten. Deutscher Reichstag. Die nationalliberale Fraktion des Reichstages hat durch ihren Vorsitzenden Abg. Bassermann folgende Interpellation eingebracht: Ist der Reichskanzler bereit, Auskunft zu geben über unsere Beziehungen zu den übrigen Mächten und sich über die Besorgnisse zu äußern, die in vielen Kreisen des deutschen Volkes wegen der internationalen Lage bestehen?" Die Interpellation soll heute zur Verhandlung kommen. Die Nationalliberalen haben ferner Anträge eingebracht, wodurch das Recht der Zeugnisberweigerung für Abgeordnete in Ausübung ihres Mandats und die Haftung des Staates resp. anderer juristischer Bersonen für durch Beamte verursachte Schäden grundsäglich ausgesprochen wird. Dem Reichtage sind die Gesezentwürfe betreffend die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine und die Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker zugegangen. Der Seniorenfonvent des Reichstags beschloß, so lange Wahlprüfungen und fleinere Vorlagen auf die Tagesordnung zu jegen, bis der Etat un den Reichstag gelangt ist. Morgen soll dem Reichstage ein Nachtragsetat für Südwestafrika in Verbindung mit einer umfassenden Denkschrift des neuen Leiters des Kolonialamtes Dernburg zugehen. Deutfcher Reichstag. CB. Berlin, 13. November. ( 116. Sizung.) Das Diätengefeß, das hurz vor der Vertagung zustande gekommen ist, übt zunächst eine günstige Wirkung auf die Präsenz des Hauses aus; die Herren Abgeordneten fanden fich zur heutigen Wiederaufnahme der Arbeiten in so hoher Bahl ein, wie sonst nur an großen Tagen. Natürlich wurde dadurch die übliche Unruhe im Saale noch vermehrt, und es war schwer zu verstehen, was die Redner sprachen. Immer hin lonnte man hören, daß der Präsident Graf Ballestrem die Sizung mit einer Begrüßung der erschienenen Mitglieder des Hauses eröffnete, und daß er nach Verlesung zahlreicher geschäftlicher Mitteilungen der während der Sommerferien verstorbenen Abgeordneten Dr. Sattler, Grünberg und Jessen gedachte, deren Andenken in üblicher Weise durch Erheben von den Pläzen geehrt wurde. Sodann trat das Haus in die Tagesordnung ein, deren erster Punkt mehrere Petitionen betreffend die Arbeitsverhält nisse der Kellner und Hotelbediensteten bildeten. Die Kom mission beantragt, die Eingaben der Regierung als Material zu überweisen, soweit fie gerichtet sind auf Einführung einer wöchentlichen ununterbrochenen Ruhepause von 36 Stunden für alle Angestellten in Gastwirtschaftsbetrieben, sowie au Beseitigung oder Einschränkung der privaten Stellenvermittelung und Ausdehnung der Unfallversicherung auf das Gastwirtschafts gewerbe. Hiergegen beantragt die Kommission über die Peti tionen zur Tagesordnung überzugehen, soweit sie die Forderung auf Einschränkung der Lehrlingshaltung enthalten. Es ent spann sich hieran eine längere Debatte, in der sämtliche Redner der Meinung Ausdrud gaben, daß im Gastwirts gewerbe soziale Mißstände herrschen, deren Beseitigung an gestrebt werden müsse, und von verschiedenen Seiten angeregi wurde, nicht nur Ueberweisung als Material, sondern zui Berücksichtigung zu beschließen. Das Haus entschied in diesen Sinne. Von den weiteren Petitionen, die zur Beratung standen, riefen eine längere Diskussion noch die betreffeni Es wurde be Ausprägung von Silbermünzen hervor. schloffen, die Eingabe betreffend die Ausprägung vor 25- Pfennigftüden der Regierung als Material, betreffend di Ausprägung von Fünf- Markstücken zur Erwägung zu über weisen. Morgen steht auf der Tagesordnung eine Inter pellation des Abgeordneten Bassermann über die auswärtig Politit. Die Antwort wird der Reichstanzler persönlich er teilen. Soziales Leben. ✗Anssperrungen anf deutschen Werften. Da die über die Schiffswerft von Stocks& Kolbe in Wellingdorf bei Kiel verbänate Sperre bisher nicht aufgehoben worden ist, hat der Vorfizende der Gruppe deutscher Schiffswerften weitgehende Aussperrungen auf den deutschen Werften angefündigt. Am 24. d. M. werden alle dem Arbeitgeberverbande Kiel angehörenden Firmen und mit diesen zugleich die Werften der schleswig- Holsteinischen Gruppe ihre Betriebe derartig einschränken, daß nur die Hälfte der Arbeiter beschäftigt wird. Am 8. Dezember d. J. werden die übrigen deutschen Werften fich dieser Maßnahme anschließen. Die Germaniawerft hat bereits 2000 Arbeitern gefündigt. X Berständigung zwischen Arbeitgebern und nehmern in Bielefeld. In fünf Versammlungen, denen Tausende von Metallarbeitern beiwohnten, wurde beschlossen, die 8ugeständnisse der Fabrikanten anzunehmen. Vom 1. Januar 1907 ab werden in sämtlichen Nähmaschinen- und Fahrradfabriken eine fünfprozentige Lohnerhöhung und eine Vertürzung der Arbeitszeit von 10 auf 91/2 Stunden eintreten. Am Samstag wird nur 9 Stunden gearbeitet, und an den Vortagen der drei hohen firchlichen Feste werden die Fabriken um 2 Uhr nachmittags geschlossen. X Geringe Bezahlung von Angestellten der Rechtsanwälte. Ueber 1000 Angestellte von Rechtsanwälten in Dresden protestierten in einer Versammlung, die einen sehr erregten Verlauf nahm, gegen die unwürdige Bezahlung. Mehr als 70% der Angestellten erhalten monatlich nur 50 Mart × Sicherung der Gewerkschaften in England. Das englische Unterhaus hat das Gesetz einstimmig angenommen, das die Tradeunions( Gewerkschaften) von der Entschädigungspflicht bei Ausständen freispricht. Die Kassen der Tradeunions werden in Zukunft davor gesichert sein, für die Schäden infolge eines Streites der Tradeunions mit den Arbeitgebern auffommen zu müssen. X Riesenstreit in Amerika. 1600 Lokomotivheizer der Erie- Bahn beschlossen, auf den geforderten Lohnerhöhungen zu bestehen. Die Heizer sämtlicher anderen Bahnen haben gleiche Forderungen gestellt. Ein Riesenstreif stebt bebur, da die Lokomotivführer mit den Heizern sympathisieren. Nab und fern. + Hauptmann Boigt macht Schule. Das Schwindeln in Uniform wird jezt anscheinend Mode. In einer der letzten Nichte verschaffte fich ein falscher Offizier in die Kantine der Vierzehner in Bromberg Einlaß. Er entwendete 80 Mark und Eßwaren. + Fette Bente. Ein Automobil im Werte von 16 000 m. ist dem Direktor Haberland in Berlin am Kurfürstendamm gestohlen worden. Der Chauffeur hatte den Wagen unbewacht gelassen, um sein Abendessen in einem Restaurant zu verzehren. Diese Gelegenheit benußte der Dieb, um das Automobil zu entführen. Er ist bisher noch nicht gefaßt worden. † Ein teurer Spaß. Für die Bergung des Marinetransportschiffes Eider", das unter Bornholm infolge Maschinenschadens manöverunfähig wurde, hat die Reederei des Dampfers Ostpreußen" in Königsberg, das die„ Eider" nach Swinemünde einschleppte, 40 000 Mart verlangt. Die hohe Forderung wird damit motiviert, daß das gefährdete Schiff die wertvolle Ladung von mehreren Tons Pulver an Bord hatte. + Der Fluch des Spiels. Die beiden mit der Leitung ber Duisburger 8weiganstalt der Bergisch- Märkischen Bant in Elberfeld betrauten Prokuristen sind vom Vorstande entlassen und bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht worden, weil sie im gegenseitigen Einverständnis Börsenspekulationen für fich unternommen haben. Diese wurden burch Verbuchungen auf fingierten Konten verteilt und dadurch längere Zeit hindurch der Kontrolle entzogen. Der Bant werde ein Verlust von 40 000 bis 50 000 m. entstehen. † Gefährliches Spielzeug. Um eine auf dem Manöverfelde gefundene Plazpatrone zu entzünden schlug der 15ishrine Bekanntmachung. In der Zeit vom 3. bis 10. November 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Schuhreiniger, 1 Herrenuhr und 1 Stappe. verloren: 1 schwarzes, ledernes Portemonnaie mit ca. 9 Mt. und 1 Lohnliste auf den Namen Franz Moritz lautend, 1 schwarzer, seidener Damengürtel und 1 goldener Trauring, gez. J. A. 22./11. 03. Die Empfangsberechtigten der gefundenen GegenSohn des Landwirtes Broddak in Duben mit dem Spitzmantel der Patrone gegen ein Wagenrad. Das Geschoß explodierte und zerriß dem Knaben den Unterleib, so daß er sofort getötet wurde. † Bieder ein Bahuraub, allerdings nicht im Zuge, sondern auf dem Bahnhofe, wird aus Köln gemeldet. Ein Reisender betrat mit seinem Handköfferchen den Abortraum. Dorthin folgte ihm eine männliche Person und schleuderte ihm blizschnell ein betäubendes Pulver ins Gesicht, unter dessen Einwirkung der Reisende alsbald einschlief. Als er um zwei Uhr nachts völlig entkräftet erwachte, waren seine Gepäckstücke, sein Geld sowie der sonstige Inhalt seiner Taschen verschwunden. Von dem Täter ist bisher keine Spur gefunden worden. † Das Unglück auf Rädern. Eisenbahnunfälle und kein Ende! Kein Tag vergeht, ohne daß zahlreiche Menschenleben dem rollenden Unglüd zum Opfer fallen. Wiederum meldet der Draht von betrübenden Katastrophen im Eisenbahnbetriebe: Valparaiso( Indiana), 13. November. Ein nach dem Nordwesten bestimmter Personenzug, in dem sich eine Anzahl russisch- jüdischer, serbischer und polnischer Auswanderer befanden, ist unweit des hiesigen Plazes mit einem von Woodville kommenden Güterzuge zusammengestoßen. Bei dem durch den Zusammenstoß verursachten Brand find sechs Wagen durch Feuer zerstört worden. Von 167 Auswanderern find nach Angabe der Eisenbahnverwaltung 40 getötet und 35 verlegt worden, nach anderen Berichten find über 50 Personen verbrannt, 60 verlegt worden. Eine Menge russische und polnische Verwandte der Verunglückten hatte sich vor dem Bahnhof angesammelt und versuchte die Eisenbahnbeamten, denen fie die Schuld an dem Unglüd zuschrieben, tätlich anzugreifen. Samara, 13. November. Zwischen den Stationen Teris und Saraigoi stießen zwei Güterzüge sammen, wobei infolge von Entzündung von Naphtha 16 Wagen berbrannten. Auch die Lokomotiven wurden rf vom Feuer beschädigt. Vom Zugpersonal haben fünj Mann Verlegungen erlitten. † Münchener Kaifertage. In Gegenwart des Kaiser baares hat gestern die Grundsteinlegung für das Deutsche Museum stattgefunden. Das Kaiserpaar, der Prinzregent und bte Fürstlichkeiten fuhren durch die herrlich geschmückten Straßen in die Zweibrüdenstraße, wo sämtliche Künstler. Vereine, Gewerte, Turner- und Veteranen- Vereine, etwa 14 000 Mann an der Zahl, in mittelalterlichen Trachten aufgestellt waren, und sodann zur Halle auf der Kohleninsel Beheimrat Professor Röntgen richtete an das Kaiserpaar eine Ansprache und reichte dem Prinzregenten den Hammer. Nach bem Prinzregenten vollzogen der Kaiser, sämtliche Prinzen, bie Bürgermeister unter Glodengeläute den Hammerschlag. Der Kaiser hat für die Sammlungen des Museums die Stiftung des Schnittmodells eines der im Bau befindlichen Kriegsschiffe mit einer besonderen Stiftungsurkunde in Ausficht gestellt. † Das übliche Ende nahm wieder eine Liebesaffäre in Berlin. Der Student Erwin Kundt hatte mit der 19jährigen Dora Marfus, einem ungewöhnlich hübschen jungen Mädchen, ein Liebesverhältnis unterhalten. Seit furzer Zeit schien es bem R., als ob die Liebe bei seiner Braut für ihn immer mehr erkalte. Auch glaubte er, daß ihm das junge Mädchen untreu geworden sei. In seiner blinden Eifersucht faßte der junge Mensch den unseligen Entschluß, seine Geliebte zu töten und dann selbst freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Er suchte seine Braut auf, verlegte fie durch zwei Schüsse schwer und sich selbst durch drei weitere Kugeln. Kurz nach der Einlieferung in die Charité starb der Student. Die Vers legungen des Mädchens find nicht lebensgefährlich. Lahnkalk- u. Marmor- Judustrie August Gabriel Jr. Glesson. - Kalkwerke: Abendstern.- Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Prima flände helleben ihren Anspruch alsbald bei uns gelten Speisekartoffeln zu Gießen, den 10. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. m. Anbau u. Garten Geschäftshaus paſſend für jedes hypothekenfrei offene Geschäft, in bester Lage eines gut frequentierten Badeortes Mitteldeutschlands sehr preiswert zu verkaufen. Offerten von nur Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedition dieses Blattes erbeten. Römerbrunnen sowie Stettin, 13. November. Hier haben fich die Kaufmanns witwe Knappe mit ihre 17 jährige Tochter mittels Leuchtgas vergiftet. Das Motiv ist in Nahrungssorgen zu suchen. Wildfüche und e Fürforge für Lu balt für eine Krant der Oberbeffifchen fried Abel babier twirtschaftsbetrieb des Heinrich Ge aftsbetrieb mit brbofftraße 52a. Landan( Pfalz). 13. November. Der verstorbene Adjunkt Stöpel hat der Stadt die Hälfte seines Vermögens im Ben trage von ungefähr 300 000 Mark zu gemeinnüßigen Zweden bermacht. * Das Befinden der Großherzogin und des au um Erlaubni Erbgroßherzogs ift andauernd das denkbar befte. Garie Grünbergerftraf dürfte besonders interessieren zu erfahren, daß, wie die helm Element dahie „ N. hess. Volksbl." mitteilen, die Großherzogin ihren Erst. geborenen selbst stillt. Ueber den Termin der Taufe ist ein Rücksicht genommen werden muß. Es gilt aber als nicht Wie wit erfal meditbank anschli Am Montag f dieser Aft drei bis vier Wochen nach der Geburt, wobei auf in Marburg bestimmter Entschluß noch nicht gefaßt. In der Regel folgt ernahme der Runds den jeweiligen Gesundheitszustand der Mutter die gebührende er zieht sich in d ausgeschlossen, daß die Taufe bereits am 24. November, dem Blommniffe an b. Pr Tage, an dem man in diesem Jahre des Großherzo. 8 Gede feiner Beit aud burtstag begeht, stattfinden wird. Ueber eine etwaige An artigen Streitigkeit wesenheit des Kaisers sind noch keinerlee Nachrichten hierher jungen Theologen gelangt, und ist daher offiziell noch nicht das mindeste begleit und Pflichtw fannt, dagegen ist die Anwesenheit des Prinzen und der man die Sache Brinzessin Heinrich von Preußen mit Bestimmtheit zu erable, da es auch sehr warten. Was über die Namen des Erbgroßherzogs bisher gee. Die Renitent berlautet, beruht mehr oder weniger auf Rombination, es ist Superintendent Peterse aber anzunehmen, daß er den Namen Ludwig oder Ernst, rbeitlichen Beftrebung Ludwig als ersten Taufnamen erhalten wird. der nationalliberale Rechtsanwalt Dr. Osann 2. mit 83 von beschrieben. - die Marburgerstr. Sonnenstr. - - - - Die Minifte Da Entlassungsgefuch bu no Ablehnung Brand. In der verdanken, daß das Feue Der Verein heute Abend im wentlihe Generalverfan * Bet der geftrigen Landtagserfahwahl wurde diin nach noch nicht& 86 abgegebenen Stimmen gewählt. Drei Zettel waren untung" nämlich in de findet Donnerstag, den 15. November, nachmittags 4 Uhr. Shritte geschehen find, folgender Tagesordnung ftatt: 1. Auslosung von Schuldver. bi unerläßliche Klarhei 3. Eingabe hiesiger wild demnach in der Installateure gegen den Betriebsleiter des Elektrizitätswerts. Eade fommen. 4. Einfriedigung des Grundstücks Darmstädter Haus" Klinikstraße 1.5. Baugesuch des Gustav Wittmann für a Dienstag burch den 6. Baugesuch des Gustav Kreuder für gelhaft ein im Enftel die Neustadt. 7. Baugesuch des Franz Neumeier für die Land, baß die Leute 8. Baugesuch des August Scheppelman tür die Rodheimerftr. 9. Baugesuch des Karl Nicolaus für die Moltkestr. 18. 10. Besuch der Firma Gebrüder Kahl um Genehmigung zur Aufstellung einer Feldschmiede. 11. Gesuch des E. L. Sack um Genehmigung zur An8ur Fleison bringung eines Hoftors in der Hundsgasse.- 12. Pflasterung Eptember betrug n brutum der Hammstr. 13. Bebauungsplan für den nordöstlichen Geffen bie Stadtteil Schwarzlach". 14. Gesuch der Firma A. Euler 738( gegen 93 933 in um Genehmigung zur Anlage einer Brivatstraße längs der der geschlachteten R Main- Weserbahn zwischen Damm- und Steinftr. 15. Get 2 Jahren werden such der Bahnmeisterei 1 hier um Genehmigung zur Berheine weniger geschle legung einer Telephonleitung nach dem Hause Friedrichstr. 8 und Bleichstr. 14. 16. Gesuch der Unionbrauerei um Genehmigung zur Uebers rettung des Hardtwegs mit einer elektrischen Leitung. 17. Verpachtung von Gelände an Ferdinand Harnickel.- 18. Bergebung von Kultur- und Wegebauarbeiten und der Holzhauerlöhne für 1907. 19. Genehmigung von Rechnungen. 20. Reftforderung des Steinhauers Schmall für Lieferungen zur israelitischen Leichenhalle. 21. Verkauf eines alten Wasserzubringers. 22. Benugung der Turnhalle der Oberrealschule und des Realgymnasiums für volkstümliche Vorträge.- 23 Errichtung auch welche ganz Pflege u. Erholung bedürfen, Sinder, a betonbérer Feinste Salatkartoffeln prefen liefert billigt J. Hankel, Gießen, Schlovaasse. Nervenschwäche und deren Folgezustände, Angstgefühl, Appetitlosigkeit, Gedächtnisschwäche, Gemütsverstimm, Herz- " - - - - Stadt- Cheater Giessen. Direktion: Serm. Steingoetter. Freitag, den 16. November: 6. Freitag= Abonnements= Borstellung. Der Helfer. 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Gesuch des Gottfried Abel dahier um Erlaubnis zur Erweiterung des Shantwirtschaftsbetriebes im Hause Wolfstraße 9. - 27. Besuch des Heinrich Seis dahier um Erlaubnis zum Schant inschaftsbetrieb mit alkoholfreien Getränken im Hause 27. Gesuch der Theodor Reinartz Bahnhofstraße 52a. - gin und befrau um Erlaubnis zum Schantwirtschaftsbetrieb im ntbar befie. Bause Grünbergerstraße 47. daß, wie ogin ihren Er 29. Desgleichen des Wilhelm Clement dahier für Grünbergerstraße 117. * ** Wie wit erfahren, errichtet die Mitteldeutsche er Laufe if Sredit bant anschließend an ihre Gießener Filiale unter der Regel fol bernahme der Kundschaft des Bankhauses Hermann Werteburt, wobei ham in Marburg eine Depositentasse. Der derzeitige er die gebühren Befizer zieht sich in das Privatleben zurück. t aber als ni .כ Prälat Walz wünscht, * Am Montag tamen auf der Landessynode auch die Broßherzo& welche seiner Zeit auch die Zeitungen beschäftigten und zu Rovember, Bottommnisse an d. Predigerseminar in Friedberg zur Sprache, ne etwaige bisartigen Streitigkeiten führten. Der Berichterstatter wirst chrichten hie en jungen Theologen Mangel an Pietät, sowie DisziplinDas mindeftefigte it und Pflichtwidrigkeit vor. rinzen und daß man die Sache wohl ernft, aber nicht typisch nehmen immtheit elle, da es auch sehr viel tüchtige Leute an dem Seminar ßherzogs bebe. Die Renitenten seien tüchtig bestraft worden. mbination, Superintendent Petersen glaubt, daß an den Vorgängen die wig oder Eeiheitlichen Bestrebungen der neuen Beit Schuld tragen. Die Ministerkrisis in Hessen ist allem Anwahl mein nach noch nicht definitiv beigelegt. Im Anschluß an n 2. mit 83 as Entlassungsgesuch des Ministeriums ist die" Darmst. Bettel waren Beitung" nämlich in der Lage, weiter mitzuteilen, daß alsbald nach Ablehnung des Gesuches die zunächst nötigen chmittags 4 Schritte geschehen sind, um der Regierung über die Stellung ammlung der Zweiten Rammer der Landstände zu dem Minifterium bon Schulb die unerläßliche Klarheit zu verschaffen. Die Angelegenheit Eingabe hie wird demnach in der nächsten Tagung der Kammer zur Elektrizitäts Sprache tommen. rmstädter H ? Brand. In der Ebelstraße 69 wurde in der Nacht v Wittmann auf Dienstag durch den Bächter der Bach- und Schließstav Kreuder gesellschaft ein im Enftehen begriffener Brand entdeckt. Dem Neumeier für Umstand, daß die Leute sofort geweckt wurden, ist es zu Scheppelman Derbanten, daß das Feuer rechtzeitig gelöscht werden konnte. Der Verein der Detaillisten zu Gießen rl Nicolaus D a Gebrüder& hält heute Abend im Kaufmännischen Vereinshause eine Feldschmiede ardentliche Generalversammlung ab. igung zur 8ur Fleisch not. In den Monaten Juli, Auguft -12. Pflastem and September betrug nach der amtlichen Statistik im Großden nordöstli herzogtum Hessen die Zahl der geschlachteten Schweine er Firma 76 338( gegen 93 933 in den gleichen Monaten 1904), die atstraße längs Bahl der geschlachteten Kälber 18 770( gegen 20 653 in 1904). inftr.- 15. Seit 2 Jahren werden also 9 Proz. Kälber und 19 Proz. migung zur weine weniger geschlachtet, trotz starker Volksvermehrung. use Friedrich Inionbrauerei Otwegs mit Don Gelände von Kultur für 1907.20. Reftforde zur israeliti Bafferzubring realschule und -23 Errid Alte ebiffe wie alte beinschin werden den 16, di Central", We mmer Nr 1, gel bon vormittag ends 7 Ubr. able für Blatin 80 Dit pro Ig bübjbe W Met. Berm. w.he rn. Verm.n.Beby Off. ,, Berle" B Auf bequeme Frablaxy Möbel en-, Damen and r- Garderobe Neu aufgenommen: Herren- Hüte Nur 45 Pfennig für den Monat bei freier Lieferung ins Haus! * Turner und Soldat. Seit Jahren gibt die Erhebung der deutschen Turnerschaft auch Aufschluß über die große Turnerei für die jährlich stattfindenden Refrutenaushebungen. Im Jahre 1905 sind 29920 Turner zum Heere ausgehoben worden, das sind 12 Prozent der gesamten Refruten. Das ist gewiß ein glänzendes Zeugnis dafür, daß das Turnen geeignet ist, tüchtige und brauchbare Soldaten dem Vaterlande zu erziehen. Möchten dies alle jungen Leute beherzigen. * Ein schlauer Käufer. Als besonderen Reflametrif zeigte eine Wormser Firma in den Zeitungen von Worms und der Umgegend an, daß sie bei Anfäufen über 20 Mt. die Rückfahrkarte vergüte. Ein Wormser Herr machte sich nun den gebotenen Vorteil zunuze, indem er einen seiner Verwandten in München zu Besuch einlud; nachdem eine Dame für den Betrag von 20 Mark gekauft hatte, Referieren, sachlich bleiben, allem Guten zeigte sie eine Rückfahrkarte zweiter Klasse aus München vor; und Nüßlichen dienen, das sind die Hauptwelche beftens in vorliegender Zeitung gewahrt werden. Gerade in letzter Zeit haben sich innerhalb der engeren Heimat wie des deutschen Vaterlandes die wirtschaftlichen und politischen Partei- Verhältnisse eigenartig gestaltet, die Ausdrucksweise ist vielfach eine nicht zusagende, so daß es jetzt doppelt notwendig ist, daß die Bewohner von Stadt und Land, ganz gleich wessen Standes und Berufes fie sind, eine Zeitung lesen, die objettis berichtet. In der Erfüllung dieser Vorsäge bemüht, laden wir zum Abonnement höft. ein. Unsere Leserzahl ist in letzter Zeit wesentlich gestiegen, was die verehrl. Geschäftswelt veranlassen möge alle ihre Inserate uns mit zu überschreiben; die Preise stellen wir äußerst billig. Abonnements Bestellungen nehmen entgegen alle unsere Austräger und Agenten, alle Postanstalten und Briefträger sowie die Haupt- Expedition Gießen, Seltersweg 85. Wilh. Wirsig Seltersweg 8: Stets das Modernste. - Billigste Preise. Bekanntmachung. Seltersweg Spezialhaus= 8: für Handschuhe, Krawatten, Herrenwäsche Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Löberstraße zwischen Bismard- und Goethestraße der Seltereweg zwischen Kreuzplatz und Plockstraße on heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr ge- von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr fpert. Gießen, den 12. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung. Die Pflaster und Chaussierarbeiten, sowie die Liferung von Grundbaus, Deck and Bflafterpeinen für den Ausbau der Schottstraße zwischen der Steinstraße und der nächsten nördlichen Parallelstraße sollen Montag, den 19. Dezember 1906, vorm. 11 Uhr ffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienftstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Modruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum togenannten Zeitpunkt berschlossen und mit entsprechender Mushrift versehen an uns einzureichen.. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 10. November 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung Die Erd-, Pflaster und Chaussierarbeiten, Sie die Lieferung von Grandbau, Ded- und flastersteinen für den Ausbau des Afterweges zwischen Dr Steinstraße und der nächsten nördlichen Parallelft aße sollen ontag, d. 19. November d. Js., vorm. 11½ Uhr fakturward Dntlich vergeben werden. etc. dit- Haus Giessen strasse 14-16 Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf bones chriebenem Formular, das daselbst erhältlich, find test ens bis zum borgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an uns einzuCatheru. Buschlagsfrist 4 Wochen. Bießen, den 10. November 1906. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. gesperrt. Gießen, den 12. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. auf Grund der Bekanntgabe blieb der Firma natürlich nichts übrig, als diese Karte anstandslos zu bezahlen. Für die Folge wird der Geschäftsinhaber bei derartigen Bekanntmachungen vorsichtiger sein müssen und den Zusaz„ nur für die Umgebung" beifügen. * Eine Submissionsblüte. Bei der Eröffnung der Offerten für die Niederlegung der Forts Karl und Karthause in Mainz hatte ein Unternehmer sich erboten, die Arbeiten für 15 860 Mt. herzustellen. Ein anderer forderte bagegen 35 080 Mart. Der Unterschied beträgt also 20 000 Mart. sp. Schon wieder ein neuer Weltrekord. Der Schweizer Ryser unternahm auf einem Brennabor- Fahrrad einen Angriff auf den bestehenden Weltrekord. Es gelang ihm, 50 km in 31. Min. 37/5 Sef. zu fahren und zwar fuhr er ohne Windschutz hinter seinem Motor. § Krofdorf, 13. Nov. Am Sonntag sprach Professor Pcenzel Wezlar im hiesigen Kriegerverein über Erlebtes und Erstrebtes. Die zahlreichen Zuhörer spendeten lebhaften s. Rodheim a. d. Bieber, 13. Nov. Der neugegründete Lahn- Dünsberg Turnerbund hielt am vorigen Sonntage hierselbst einen außerordentlichen Bundesturntag ab. Man schreibt uns darüber: Dank der günstigen Witterung war derselbe recht gut besucht. Der BundesBorsigende, Herr Daubert Wieseck begrüßte in gewohnter Weise die erschienenen Bertreter; die Verhandlungen wurden unter seiner Leitung gepflogen und u. a. auch der Beitritt zur Haftpflichtversicherung erwogen. Herr Turnwart SchmidtLaunsbach leitete in musterhafter Weise die Turnübungen, woran sich 37 Turner beteiligten. Das erste Bundesturnfeft wurde zu Launsbach und die erste Bundesturnfahrt auf der Badenburg abgehalten. Der große Turnverein Wieseck hat für nächstes Jahr das Bundes turnfest übernommen. Der Bund zählt bereits 601 Mitglieder. Bester Schut gegen Erkältung! entbehrlich für Rheuma tismusleidende: Uns WaldwollHemben, Hosen, Strümpfe, Einlegesohlen, Kniewärmer, Leibbind., Stridgarn, Watten, sowie Fichtennadel- Del und Badeertraft von L.& E. Lairitz in Remda. Alleisvertreter f. Gießen gesucht. Luhns waescht am besten Verein d. Detaillisten z. Giessen Kartoffeln Mittwoch, den 14. 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Mitgift ist nicht jedermann im Stande seinen zu verehelichten Kindern zu geben und ist es daher ratsam, die nötige Aussteuer bei einer Firma zu decken, die durch langjähriges Bestehen den Beweis für Leistungsfähigkeit, Coulanz und Reellität erbracht hat, dies ist die Firma J.Jttmann Giessen Plockstr. 14-16 m FEE 6. 33. st er ent BEA ng * Hungen. Am leßten Sonntag fand im„ Solmser Hof" dahier eine Versammlung der Oberhessischen Landwirtschaft lichen Hauptgenossenschaft statt, in der beschlossen wurde, am hiesigen Blaze ein Lagerhaus für Futter und DüngeDie Arbeiten beim hiesigen Bahn mittel zu errichten. hofsumbau machen erhebliche Fortschritte. Während von den beiden zu errichtenden neuen Stellwerfen das eine - im äußeren Aufbau nahezu vollendet ist und am andern die Arbeiten begonnen haben, sind vor einigen Tagen die Arbeiten zur Unterführung der Geleise an Bauunternehmer Winn in Gießen vergeben worden. Mit ihrer Ausführung soll demnächst begonnen werden. * Laubach. Der unlängst verstorbene Altbürgermeister Ritter hat dem hiesigen Ariegerverein eine Stiftung von 300 Mt. vermacht. Die Spende soll im nächsten Sommer für die Veteranen zum Besuche des Schlachtfeldes von Grave. lotte verwendet werden. * Bellersheim. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten hier Landwirt Nikolaus Göbel und seine Ehefrau, geb. Bopp. Der Großherzog hatte dem Jubelpaar sein Bild geschenkt, das Oberfonsistorium sandte eine Bibel. * Ruppertsburg. Bigeunerplage. Wenn auch noch so oft vor den Bigeunerweibern gewarnt wird, es fallen doch immer wieder Leute herein. Vorige Woche fampierte eine Bande hier und die Weiber fochten fleißig im Dorfe herum. Bu einer älteren Witwe fam ein 8 geunerweib, das sein Handwerk verstand. Es hatte bald ein Gespräch im Gange und flopfte wiederholt an die Rocktasche der Frau, wobet das Weib die Entdeckung machte, daß Geld in der Tasche war. Ein fühner Griff und das Portemonnaie mit 70 Mt. Inhalt war verschwunden, die die arme Bitfrau zur Bezahlung ihrer Kuh verwenden wollte. Erst nachmittags wurde der Verlust bekannt, nachdem die Zigeuner über alle Berge waren. Ein Auffangen der Bande war nicht möglich, und die arme Frau ist um ihre 70 Mt. X Bad- Nauheim, 13. November. Das„ Sprudel-| rieseln Hotel" ist zum Preise von 650 000 t. verkauft worden. Fulda. Eine größere Anzahl einflußreicher Bürger hatte im Bahnhofshotel eine Besprechung über Mittel und Wege zur Umwandlung Fuldas in eine Badeftadt. Es wurden zur Bestreitung der Vorarbeiten 30 000. gezeichnet und zwei Punkte bezeichnet, an denen nach Mineralwasser gebohrt werden soll: an der Südseite des Rauschenberges und bei Kleinheiligkreuz in der Gegend von Kleinlüder. Stadttheater Giessen. Gastspiel Rosa Poppes nnd Ensembles. Das gestrige Saftspiel Rosa Poppes und ihres Ensembles brachte uns einen Höhepunkt der Saison. Gegeben wurde Grillparzers herrliches Trauerspiel Sappho. Obwohl das Werk Klassisch vollendet ist, erfuhr es doch bei den Kritikern damaliger Beit keine allzufreundliche Aufnahme, weil Grill, parzer eben von ihnen noch nicht erfaßt war. Grillparzer stellt in dem Drama den Abstand zwischen Leben und Dichtung, zwischen naiver Natur und reflektierender Gentalität dar. Die Aufführung war eine fein abgetönte, eindrucksvolle. Sappho wurde von Rose Poppe mit fünstlerischer Gestaltung in einem Guß gegeben, jeder Bug war fein herausgemeißelt und in innigem Spiel glitten die lichten und die finsteren Töne der großen Seele Sapphos durch ihre Darstellung. Sie verfügt über ein ungemein reiches Ausdrucks material, der feine Hauch gelingt ihr ebenso gut wie der alles durchbrechende Ausbruch höchster Leidenschaft. Aber nicht als Stern ist sie gekommen, sondern in einer ihrer würdigen Künstler- Bereinigung. Seine helle Freude hatte man an der warmen seelenvollen Verkörperung Melittas durch Margarethe Hübler. Ein feiner holder Duft lag über ihrer Darstellung der reinen unentweihten Kindlichkeit, die zum ersten Male die süßen Schauern der Liebe durch - - - eine Anospe, die an dem Sonnenstrah Phaon wurde von Roderich A schüchtern öffnet. mit dem edlen Anstande und der ungebrochenen Raft verborbener Jugend ausgestattet. Mit feinem Gefühl i er die Partien auf die Höhen, um sich dort ganz zu falten. Rhaumes fand in Paul Pauly einer Leben und Empfindung spielenden Vertreter, der gla würdig seine Anhänglichkeit an die Herrin nachzus wußte. Eucharis wurde von Adele Werra in rub und sicherer Weise auf die Bühne gebracht. Die fleine St des Landmanns war R. Stephan& übertragen worden, er in guter Maste gab. Das Haus spendete lebhaft wohlverdienten Beifall. G. H - Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießene Fleisch- und Brotpreise am 12. November 1906. Ochsen Kälber Höchste Schlachtviehpreiſe in Frankfurt a. M. Fletchpreife in Steken 1/8 W " Schweine do. 50 kg Schlachtgewicht 85-88 m./ kg 82-88 100-105 Pf. bo. 84-90 73-74 bo. 90-100 " " Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. Brotpreise in Ste 19.00-00.00 M. Weißbrot 2 kg 54 17.00-17.25 " Schwarzbr. d. 50 Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerit den 14. November. Abnehmende Bewölfung, meist trod nachts fühler, am Tage wärmer, auffrischende südliche Bind ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inferaten Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, be in Gießen. 97 timo, ben 11 vmber Dessische Familienzeitu Tägliche Unterhaltung Geschäfts- Uebernahme. Einem verehrlichen Publikum von Giessen und Umgegend zeigen wir hiermit ergebenst an, dass wir[ die bisher von der Firma H. Kaiser& Co. zu Dülken am hiesigen Platze betriebenen Verkaufsgeschäfte in Kaffee, Tee, Schokolade, Biskuits und Zuckerwaren käuflich übernommen haben. Wir werden diese Verkaufs- Geschäfte, ebenso wie unsere übrigen Filialen, deren wir über 1000 in allen grösseren Städten Deutschlands und der Sehweiz besitzen, getreu unserem Grundsatze: weiterführen. Grosser Umsatz, kleiner Nutzen Dieser geradezu riesige Umsatz setzt uns in die Lage, unserer verehrlichen Kundschaft zu bieten, was von unserer nach Vom Guten stets das Beste Millionen zählenden Kundschaft gern und freudig anerkannt wird. Als besondere Vergünstigung geben wir noch ohne Preisaufschlag bei unseren anerkannt vorzüglichen Qualitäten auf alle Waren( ausgenommen Kaffee unter Mk. 1. das Pfund und Zucker) bis zu 5% Rabatt 5% Wir bitten um geneigten Zuspruch und empfehlen uns Hochachtungsvoll! Kaiser's Kaffee- Geschäft Eigene Kakao-, Schokolade-, Zucker- und BackwarenFabrik. G. m. b. H. Europas grösster Kaffee- Rösterei- Betrieb. Filialen in Giessen: Lindenplatz 5, Kirchenplatz 12. Fabriken in Viersen, Berlin, Breslau, Heilbronn. Basel. FÜR UNSERE JUGEND and lüge nicht. Bilchergelehrsamkeit zu hegen schien, so war er boch babel efr fonnte. wie man folchen zu damaliger noch mit verschiedenen Bölfer und Beiten hatte er sehr ungemein unterrichteter Mann, ffischen Heere finden fuchte. Gin Meister war er in furzer Wiſſenſchaften beschäftigt, obgleich er dies mehr zu verleugnen Beit nur äußerst felten Die Kriegsgeschichte aller forgfältig ftudiert und auch als herSchreibmeiſe und alle gun seine Befehle und Erlasse