1906 Gegenita tstaften Dunkelbraun Cachfohlen It ch( Anna Fa Fitur Bichlette tijá leine 8. Handtie hierbefted 6.5 teil. Suili ibzeug ren- Etui r Stuhl mometer Glace- Handle rad efolter efad Easten offer piegel tisch bd. Servietten Olter forb d- Zither Ete- Raften gelichere ellbrfette ibzeug Großh. Famil Schneidmaji er- Baumgeug toten- Tajde ar Wandschilder peter b. Gading ten- Eimer ttaidje Ich legtrenfe hrant Service Damen- Remont Cur Eßgeschirr n- Couriertajde erstod hose ibzeug Neceffaire apotheke E- Service ren- Etui graphie- Album t- Sigftuhl efolter ar weiße Riffer Mator anne fanne leumfanne [ bei itur Biehletter dofe ar Herren- Bugfi ndtücher tertasche ers Werte mlaterne mentenmappe tuchhalter n- Regenschirm tuch ar Glacé- Hand Ibrett eitfche nafchine nwage Lig filb. 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Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Bolizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhein Oeffentliche Gefundheitspflege. Kr. Augsburg, 13. September. In Augsburg i er deutsche Verein für öffentliche Gen fundheitspflege zu seer diesjährigen Hauptversammlung zu fam mengetreten. Die Tagesordnung ist ungemein reichhaltig, und jeder einzelne Beratungsgegenstand hat mehr als gewöhnliches Intereffe. Der Kongreß hat keine vollziehende Gewalt, erlann seinen Beschlüssen nicht Ausführung sichern. Es unterliegt aber feinem Zweifel, daß die Belehrungen, die er bringt, nicht unfruchtbar sein werden. Man hört auf ihn und beherzigt seine Empfehlungen. Reich und Einzelstaaten und Städte, Krankenkassen, Wohlfahrtsgenossenschaften, Betriebsunternehmungen achten auf diese Ratschläge, die ihnen hier gegeben werden. An der diesmaligen Versammlung nehmen Vertreter des Reichsgesundheitsamtes, der Bundesftaaten, aller größeren Stadtverwaltungen, der gewerbehygienischen Vereinigungen, der Haus- und Grundbesizerverbände, der Wohnungsreformer, ferner bekannte Hygienifer und Aerzte, endlich führende Mitglieder der deutschen Frauenvereine teil.' Von den wichtigen Beratungsgegenständen kamen am ersten Tage die Frage der Tollwut- Erkrankungen und die Milchversorgung der Städte" mit besonderer Berüdsichtigung der Säuglingsernährung zur Sprache. Bei der Diskussion über die Tollwut wurde für und gegen den allgemeinen Maulkorbzwang bei Hunden gesprochen, eine übereinstimmende Beschlußfassung aber nicht erzielt. Bei den Beratungen über die Milchversorgung der Städte wurden von verschiedenen Seiten Reformen bei der Milch. produktion und im Milchhandel gefordert. Staats-, Gemeindeund andere Behörden müßten zusammenwirken, um die Verbefferung der Milch im Interesse der Volksgesundheit zu erzielen. Der Wert der im Deutschen Reich produzierten Kuhmilch beläuft sich auf 1700 Millionen Mark im Jahr, d. i. mehr als das Getreide wert ist. Die landwirtschaftlichen Vereine fönnten schon viel tun, wenn sie die Produzenten über Gewinnung und Lieferung tadelloser Milch belehrten. Auch sollten die Städte weniger auf Fettgehalt der Milch als auf saubere, unzersetzte und unschädliche Beschaffenheit achten. Den Städten wird die Einrichtung von Milchzentralen nach Analogie der Schlachthöfe, die Ausschaltung des unhygienischen Milchkleinhandels, die Einrichtung von Säuglingsmilchkühen empfohlen. Von besonderer Bedeutung sind ferner die Verhandlungen über das Schlaf-, Kost- und Quartiergängerwesen. Hier liegt vieles noch sehr im Argen, obwohl schon manche Besserung zu verzeichnen ist. Der Kongreß ist einig über eine Minimalforderung, daß die Schlafgänger nur in solchen Räumen untergebracht werden dürfen, die einen eigenen, nicht durch die Schlafräume des Quartiergebers und feiner Familie führenden, von innen verschließbaren Eingang haben und von etwa anstoßenden Schlafräumen dauernd ab= geschlossen sind. Der Kongreß will ferner Quartiergänger verschiedenen Geschlechts nur mit besonderer polizeilicher Genehmigung und nur in solchen Schlafräumen aufgenommen wissen, die keine direkte Verbindung miteinander haben. Sind diese Forderungen nicht unmittelbar hygienischer Natur, so ist der rein gesundheitliche Charakter der weiteren Forderung offenbar, daß die Schlafräume für jeden Insassen mindestens 10 Kubikmeter Luftraum haben müssen. In innerem Zusammenhang hiermit stehen die von an derer Seite gemachten Vorschläge, es müsse jede Wohnung ihre eigene Kochstelle haben und so geräumig sein, daß die ledigen, mehr als 14 Jahre alten Personen, nach dem Geschlecht getrennt, in besonderen Räumen schlafen können. Für alle mehr als zehnjährigen Personen sollen 10, für Kinder unter 10 Jahren 5 Kubikmeter Luftraum vorhanden sein. Das sind keine übertriebenen, keine unerfüllbaren Forderungen. Noch ein drittes Verhandlungsthema des Kongresses beschäftigt sich, wenigstens teilweise, mit den Wohnungsverhält nissen. Daß Staub der Gesundheit abträglich ist, vielfach die Keime schlimmer Krankheiten verbreitet, ist bekannt. Man weiß, daß namentlich Auswurfstoffe von Kranken durch Zertäubung fast unheilvoll werden können. Darum solle man chon in der Schule die Kinder unterrichten, wie man solche Dinge richtig behandelt. Auf den Straßen und im Hause foll für Staubfreiheit tunlichst gesorgt, soll die Staubreinigung auf nassem Wege bewirkt werden. Die vorgeschlagene Schaffung von Walderholungsstätten und Genesungsheimen in der Nähe der Städte bieten große Vorzüge gegenüber dem einfachen Landaufenthalt und der Kur in Badeorten. Die außerordentliche Billigkeit des Be: triebes, die es ermöglicht, einer fast unbegrenzten Zahl diese Pflege zuteil werden zu lassen, ist gewiß ein nicht zu unterSchäßender Gewinn. Auf allen diesen Gebieten gibt es noch nichts Abgeschlossenes, aber überall gibt es Besserung und Fortschritt, und das Verdienst daran hat nicht zum wenigsten der Kongres für öffentliche Gesundheitspflege. Der Tod des Prinzen Albrecht. -ng. Braunschweig, 13. September. Nicht ganz unerwartet, aber dennoch überraschend und in ihrer Blößlichkeit niederdrückend, traf hier die Nachricht vom der Hinscheiden des greisen Brinzregenten ein. Lag es an der eigentümlichen Stellung des Regenten zum Lande, daß er nicht in so tiefe und unmittelbare Fühlung mit dem Volke kommen konnte, wie es bei dem angestammten Fürstenhause der Fall gewesen war, so wird doch nur eine Stimme des Lobes laut über die gerechte und in jeder Beziehung korrekte Verwaltung Regierungsangelegenheiten durch den preußischen Prinzen. Nun ist er heimgegangen zu seinen Vätern und wieder beschäftigt die offene Frage nach der Thronfolge die Gemüter. Die Staatsregierung hu. die gesetzmäßig zu erfolgende Konstituierung des Regentschaftsrates bereits bekannt gegeben. Der Regentschaftsrat besteht aus den drei stimmführenden Mitgliedern des Staatsministeriums, nämlich Staatsminister Dr. v. Otto, Wirklichem Geheimen Rat Dr. Trieps sowie dem Präsidenten des legten Landtages, Geheimen Justizrat Semler, und dem Präsidenten des Herzoglichen Oberlandesgerichts Dr. Wolf. Die Landesversammlung des Herzogtums Braunschweig wird unverzüglich einberufen werden. Wenn innerhalb eines Jahres, vom Tage der Thronerledigung ab, die Behinderung des nächstberech= tigten Thronfolgers nicht behoben ist, so wählt die Landesversammlung auf Vorschlag des Regentschaftsrats aus den volljährigen, nicht regierenden Prinzen der zum Deutschen Reiche gehörigen Fürstenhäuser einen Regenten. Falls der erbberechtigte Sohn des Herzogs von Cumberland nicht die Bedingungen erfüllt, die seine Zulassung zum Thron möglich machen, wird also ein neuer Regent gewählt. Die Bedingungen für die Anwartschaft der Cumberländer bestehen in der Anerkennung des jetzigen Zustandes in Deutschland, also die vollständige Verzichtleistung auf Hannover, das 1866 von Preußen einverleibt wurde. Oh man am Hofe des Herzogs von Cumberland in der alten Unversöhnlichkeit verbarren will, fann heute noch nicht gesagt werden. des In Braunschweig würde man eine Beendigung Provisoriums sicher gern sehen und auf Entgegenkommen an den maßgebenden Stellen fann das Weisen= haus wohl rechnen, das ist bekannt. Hannover aber tann δας nie mehr der Gegenstand der Verhandlungen sein ist der Preis der Aussöhnung. - Die Trauer in Braunschweig um den Tod des Prinzen ist herzlich und allgemein. Der Regentschaftsrat hat eine Landestrauer auf die Dauer von sechs Wochen angeordnet. Deffentliche Musik, Schaustellungen, Lustbarkeiten usw. sind bis zum Beisehungstage verboten. Der Hof legt auf die Dauer von sechs Wochen tiefe Trauer an. Sofort nach Eintreffen der Todesnachricht erscholl von allen Kirchen das Trauergeläute. Die Häuserfronten bedeckten sich mit schwarzen Fahnen und Trauerschmuck. Der Prinz verschied, von seinen Söhnen umgeben, sanft und ruhig. Er erlitt den zum Tode führenden Schlaganfall, als er auf seinent Schloß Camenz am Schreibtisch saß. Die welfischen Parteien protestierten bereits in einem Aufruf an die Fürsten und Völker gegen ein weiteres Provisorium. Sie verlangen die Einsetzung des ältesten Sohnes des Herzogs von Cumberland zum Fürsten. In welcher Weise die Thronbesteigung durch den Cumberländer möglich wäre, ergibt sich aus den oben angeführten Verhältnissen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Ueber die Einführung offener Güterwagen mit Selbstentladeeinrichtung und erhöhter Tragfähigkeit werden am 11. Oktober im Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin Beratungen mit industriellen Gutachtern stattfinden. * Bei dem in Hamburg kürzlich verhafteten russischen Anarchisten hatte man einen Baß auf den Namen Favart gefunden. Es stellte sich heraus, daß dieser Paß einem Kaufmann in Brüssel gestohlen worden war. * Zur Festsetzung der Grenze zwischen Kamerun und Französisch- Kongo ist eine deutsch- französische Kommission zu sammengetreten. Zwischen den Führern herrscht völliges Einvernehmen, sodaß die Arbeiten schnell fortschreiten und voraussichtlich bis Januar zu Ende geführt werden können. * Auf die Führerschaft im Zentrum weist die Meldung eines großen rheinischen Zentrumsblattes hin, nach der zwischen dem„ Enthüller" Erzberger und seinen Fraktionsfreunden über die Frage des Kolonialbesizes feine ernsthaften, namentlich feine grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten bestehen. Man konnte bisher der Ansicht sein, daß das Verfahren Erzbergers nicht allgemein Billigung fände. * In Kiel fanden die Beratungen des 28. deutschen Juristentages in einer stark besuchten Vollversammlung ihren Abschluß. Von besonderem Interesse sind die Beschlüsse, welche eine Statutenänderung zur Folge hatten. Zu den bisher behandelten Beratungsstoffen soll danach fortan das Verwaltungsrecht kommen. Einstimmig sprach sich der Juristentag aus für eine einheitliche, und zwar, da Preußen als führender Staat völlig versage, reichsgesetzliche Regelung der Haftung des Staates und anderer Personen des öffentlichen Rechts für den von ihren Beamten bei Ausübung, der diesen anvertrauten öffentlichen Gewalt zugefügten Schaden. Im weiteren Verlauf wurde Bericht erstattet, über die Beratungen und Beschlüsse in den verschiedenen Abteilungen, worauf die diesjährige Tagung durch Oberreichsanwalt Dr. OlshausenLeipzig geschlossen wurde. Rufsland. ** Wie zu erwarten war, stellt der amtliche Bericht über den Pogrom in Siedlce die Sache weit harmloser dar, als sie in Wirklichkeit war und weiß nur von 38 Toten, während es in der Tat 142 sind. Amtlich sind 72 Verwundete festgestellt und 54 Verhaftungen; in Wahrheit wurden 450 verwundet und 280 verhaftet! Der Bericht erwähnt auch nichts davon, daß ein betrunkener Dragoneroffizier der Leiter der Affäre war und man die Sache, wie üblich, vorher verabredet hatte. Es herrscht Ruhe in der Stadt" meldet der Bericht, sonst nichts. Daß im Lande noch keine Ruhe herrscht, beweisen die folgenden Meldungen: Warschau, 12. September. Heute abend wurde in der Vorstadt Praga der Oberst Jakowlew, Chef des Transportgefängnisses, durch einen Revolverschuß getötet. Der Täter ist entkommen. Odessa, 13. September. Nach hierher gelangten Meldungen ist der Flecken Kupin im Bezirke Kamenez, der von 200 jüdischen Familien bewohnt wird, durch Bauern aus der Umgegend gänzlich ausgeplündert und verbrannt worden. Wie es heißt, sind mehrere Dorfbewohner ermordet worden oder in den Flammen umgekommen. Wirballen, 13. September. In dem an der Grenze gelegenen Städtchen Kalwarja( Gouvernement Suwalfi), das etwa 8000 jüdische Einwohner hat, herrscht eine große Feuersbrunst, die bereits einen großen Teil der Stadt in Asche gelegt hat; auch sollen einige Menschen in den Flammen umgekommen sein. Warschau, 13. September. Der Restaurateur Adolf Garus wurde in der Elektoralnasstraße von unbekannten Tätern erschossen. Eine Militärpatrouille, welche die Täter verfolgte, gab mehrere Schüsse ab, wodurch einige Passanten verlegt wurden. Man wird bei der Fortdauer der Haltung, die von den Regierenden beobachtet wird, eine Abnahme der Gewalttaten im Lande nicht erwarten dürfen. Türkei. ** Die Befürchtungen, daß es sehr leicht zu einem Krieg zwischen der Türkei und Bulgarien kommen kann, finden neue Nahrung in einem Rundschreiben, das die Pforte an thre Vertreter im Auslande richtete. Dieses Rundschreiben ist ausdrücklich für die Großmächte bestimmt, um sie auf ernste militärische Maßnahmen vorzubereiten. Die Pforte erklärt, sie werde die Kriegsvorbereitungen Bulgariens nicht länger dulden und habe deshalb beschlossen, mit ähnlichen Maßnahmen zu antworten. sondern, wie an amerikanischen Amerika. ** Zu einer Beendigung des Aufstandes auf Kuba in einem Schiedsgericht scheint es nicht kommen zu sollen. Die Lage spizt sich immer mehr zu. Jetzt ist auch über die Stadt Havanna der Kriegszustand erklärt und die Vereinigten Staaten von Nordamerika entsenden 4 Kriegsschiffe nach Kuba, zunächst mi um gegen die Rebellen vorzugehen, h erklärt wird, nur zum Schutz der en und um amerikanischen Bürgern, die durch die feinbauen Parteien bedroht werden, einen Zufluchtsort zu bieten. Die erwartete Ankunft von drei Transportschiffen mit zwei von den Philippinen heimkehrenden Regimentern wird eine verwendungsbereite Streitmacht an die atlantische Küste bringen für den Fall, daß eine Intervention notwendig werden sollte. Man sieht: Amerika ist auf der Hut. Kleine politische Nachrichten. Athen, 12. September. Ebensowenig wie in Berliner Regierungsfreisen finden hier die von Sofia aus verbreiteten Nachrichten von einem gegen Bulgarien gerichteten Kampfbündnis zwischen der Türkei und Griechenland Glauben. Konstantinopel, 13. September. Türkische Truppen haben bei Starowa und Kaza- Worichowo( Wilajet Monastir) eine 8 Mann zählende griechische Bande überfallen, 6 Mann getötet und die übrigen 2, darunter den Bandenführer Apostol, gefangen genommen. Teheran, 13. September. Obgleich der Schah das Wahlgesez unterzeichnet hat, verlassen die in die englische Gesandtschaft geflüchteten Perser diese nicht und fahren fort, außer der Landesverweisung des früheren Großwesirs die Verbannung hervorragender Mitglieder der Hofpartei zu fordern. In der Stadt herrscht völlige Ruhe. Die Forderung der extremen Partei, die früheren Minister zu verbannen, wird allgemein gemißbilligt. Hof und Gefellschaft. *** Bum preußischen General- Feldmarschall wurde der Herzog von Connought ernannt. Der Herzog, der augenblicklich an den Manövern in Schlesien teilnimmt, ist ein jüngerer Bruder König Eduards von England. Er ist mit der Prinzessin Luise Margarete von Preußen, einer Tochter des verstorbenen Prinzen Friedrich Karl vers mählt. ** Der Herzog von Sachsen- Koburg- Gotha hat jedem der beiden Herzogtümer Koburg und Gotha eine Batenstelle bei der bevorstehenden Taufe des Erbprinzen übertragen. 11 11 C *** Der deutsche maroffanische Gesandte Dr. Rosen ist mit seiner Familie in Tanger angekommen. ** ** Die feierliche Vereidigung des neugewählten altfatholischen Bischofs Demmler hat in Koblenz durch den Oberpräsidenten der Rheinproving stattgefunden. Deer und flotte. Ordensauszeichnungen beim Kaisermanöver. Aus Anlaß ber Kaisermanöver ist dem fommandierenden General des V. Armeekorps, von Stülpnagel der Schwarze Adlerorden, den Kommandeuren des III. und VI. Korps, Generälen v. Büloto und v. Boyrsch das Großkreuz des Roten Adlerordens mit Sicherlaub verliehen worden. Generalleutnant v. Moltke, der Chef des Generalstabes, erhielt den Stern des Komture des Hausordene von Hohenzollern. Außerdem wurden eine große Anzahl von Offizieren usw. der beteiligten Regimenter deforiert. Manöver- Unfälle. Bei den Manövern in der Debisfelder Begend starb nach einem Marsche von 40 Kilometern ein Reservist vom Halberstädter Infanterieregiment. Bei Dahlen stürzte ein Halberstädter Kürajsier mit seinem Pferde und berletzte sich tödlich. Ein Generalstab für die englische Armee. Der englische Kriegsminister erließ einen Armeebefehl, welcher die formelle Einsetzung eines Generalstabes verfügt. Er wird in den den allgemeinen Betrieb der Armee leitenden Großen Generaistab und den bei einzelnen Kommandsstellen wirkenden Generalstal eingeteilt. In einer der Armeeorder beigegebenen Deafschrift betont Kriegsminister Haldane, daß es Pflicht des Generalstabes ist, dafür zu sorgen, daß das Militärsystem auf moderner Höhe steht und die Militärwissenschaft in allen ihren Zweigen gebührende Berücksichtigung findet. Haldane nimmt Bezug auf den Erfolg des deutschen Generalstabes und führt Stellen aus den Schriften Bronsart von Schellendoris an. Kaifermanöver 1906. ( Sonderbericht unseres militärischen Mitarbeiters.) Rosenig, 13. September. Mit dem Beziehen von Biwaks in der Nähe des Schlacht feldes hatte für die Truppen der 11. September geendet. Während der Nacht zum 12. befanden sich die Armeen in folgenden Stellungen: Das 5. Armeekorps( Blau) stand mit der 9. Division um Schlauphof- Crayn auf dem linken Ufer der wütenden Neisse, die 10. Division um Kroitsch auf dem linken Katzbachufer; über das rechte Ufer der Neisse und Katzbach waren in der Linie Bellwißhof- Groß- Jänowitz- Schmochwiß, die Sicherungen des 5. Korps vorgeschoben. Das Armeeoberkommando blieb in Rothkirch. Das 3. Armeekorps( Blau) hatte, von Lüben kommend, um Mittag die Kazzbachübergänge bei Banten und Bienowitz mit der 5. InfanterieDivision und bei Pohlschildern mit der 6. Division überschritten und war, da es zu einem Einschreiten in das Gefecht nicht mehr kommen konnte, bei Kunitz und Seifersdorf ver= blieben. Das 6. Armeekorps( Rot) hatte den weichenden Gegner bis über die Bahn Liegniß- Jauer verfolgt. An der weiteren Ausnüßung des Sieges hinderte die Nachricht, daß die bei Lüben angelangten feindlichen Kolonnen sich der Katzbach zwischen Panten und Pohlschildern näherten. Das Armeekorps nahm hierauf die 11. Infanterie- Division nach Groß- Wandriß zurück, wo sie zur Ruhe überging, die 12. Infanterie- Division verblieb bei Tentschel, die 41. Infanterie Division bei Wahlstatt. Die KavallerieDivision B, die so fatal für jede Bewegung auf dem Iinfen Oderufer lahmgelegt war, suchte nach dem Uferwechsel bei Steinau auf dem rechten Öderufer den Wiederanschluß an ihr Korps und erreichte gegen Abend, die Oder bei Maltsch überschreitend, die Gegend von WültschkauBlumerode. U Von den Hauptarmeen( angenommen) hatte Blau die Linie Friedrichshain- Kobylin, Not die Linie Freyhan- Wohlau erreicht. Die Schlacht bei Kummernick. Für den gestrigen Tag bestanden folgende Absichten: Bei Blau will die Hauptarmee angreifen. Der Oberkommandierende des 3. und 5. Korps befahl das 5. Armeekorps zum Angriff auf Wahlstatt- Oyas, während das 3. Armeekorps bis zum Herannahen des 5. Armeekorps ungefähr in seiner gegenwärtigen Stellung einen Angriff des Feindes abwehren sollte. Die Kavallerie- Division A hatte die Deckung der linken Flanke des 3. Armeekorps zu übernehmen. Um 7 Uhr soll der Aufbruch erfolgen. Rot beabsichtigte, den Kampf anzunehmen. Zu diesem Zwecke soll das 6. Armeekorps eine Brigade der 41. InfanterieDivision mit einem Artillerie- Regiment und dem HaubitzBataillon bei Wahlstatt stehen lassen und mit den übrigen Teilen das 3. Armeekorps( Blau) angreifen. Hierzu haben. anzutreten: Die 11. Infanterie- Division von Groß- Wandriß über Rosenig, die 12. Infanterie- Division von Tentschel in Richtung Seiffersdorf, der Rest der 41. Infanterie- Division in Richtung auf Greibnig. Die Kavallerie- Division B hat die feindliche Kavallerie Division A aufzusuchen und zu schlagen. Auch bei Rot erfolgt der Aufbruch um 7 Uhr. Gegen 1/28 Uhr eröffneten in der blauen Stellung auf den Höhen bei Kaltenhaus und südlich Seiffersdorf mit Donner und Blitz die Geschütze der 5. und 6. FeldartillerieBrigade den Kampf. Ihr nachhallender Donner fand sofort bon der roten Artillerie auf den Höhen bei Tentschel und südlich Klemmerwig Erwiderung. Infanterie zeigte sich bei Blau zunächst gar nicht; auch entwickelte sich hier nicht der ursprünglich von Rot beabsichtigte Angriff mit den vorhin genannten Angriffsrichtungen, sondern erfuhr eine Richtungsberänderung nach rechts, zu der das Vordringen vom blauen 5. Korps den Anlaß gegeben haben mußte. Die Bewegung nach rechts wird durch die geänderte Verteilung der Truppen verständlich. Das 6. Frps( Not) sah sich im 5.( blauen) Korps im Westen einem Gegner gegenüber, der zwar tags zuvor zurückgegangen und stark erschöpft, aber doch keines wegs vernichtet war. Viel traute ihm immerhin Rot nicht zu, denn es glaubte, sich seiner erwehren zu fönnen mit einer Brigade der 41. Infanterie- Division und einem ArtillerieRegiment nebst Haubiz- Bataillon bei Wahlstatt. Auch nach dieser Ausschaltung war Rot numerisch noch wesentlich stärker als Blau allein. Scheintote Kavallerie. Die rote Kavallerie- Division B hat wieder neues Leben gewonnen. Sie muß sich aber, bei Steinau aufs rechte und bei Maltsch heute wieder aufs linke Oderufer tretend, ziem lich verschlagen von Steinau bis Maltsch bewegt haben, denn auf dem rechten Oderuser waren die( angenommenen) Hauptarmeen, die ihre Fühlhörner gewiß auch an die, wenngleich brückenlose Oderstrecke, ausgestreckt haben mögen. Beim Ansatz der Angriffe gegen das 3. Armeekorps in den geplanten drei Nordrichtungen übte das 5. Armeekorps, an= scheinend stärker bei Atem, wie von Rot vermutet, einen starken Drud gegen die linke Flanke und den Rüden von 6 aus, sodaß das 6. Korps die ursprünglichen Angriffslinien auf. gab und weit nach rechts ausbog. Wie weit die beit Kavallerie- Divifionen ihr Duell erledigen konnten, ist zur Zeit, da dieser Bericht schließt, noch nicht bekannt geworden. Jedenfalls scheint aber die Kavallerie- Division A( Blau) dem Rechtsabmarsch und Stoß vom 6. Korps in Richtung TinzRojenig gegen die ursprüngliche linke Flante vom 3. Korps nicht viel in den Weg haben legen können, denn hier, zwischen Kummernick und Wangten einerseits, gegen Petersdorf andererseits, fam es um 11 Uhr zu einem mächtigen Infanterie- Gefecht, das mit wechselndem Glücke bald Rot bald Blau siegreich erscheinen ließ. Schließlich behielt hier Blau, das mit den Regimentern 20, 64, 8, 48, also mit den Truppen von zweierlei Divisionen und dreierlei Brigaden zum scheußlichen Klumpen geballt" durcheinandergekommen war, die Oberhand, konnte sich ordnen und dem in östlicher dichtung weichenden Gegner folgen. Das 6. Armeekorps, dem der neuerwachte Tatendrang des im Süden nachrückenden 5. Korps einen weiteren Versuch, die Vereinigung vom 3. und 5. Korps zu hindern, mit Recht unratsam erscheinen ließ, zog sich in der Richtung Breslau zurück, um die Verbindung mit der eigenen Hauptarmee nicht zu verlieren. Bostel, Hauptmann a. D. Neumarkt( Schlesien), 13. September. Die rote Partei nahm eine starke Verteidigungsstellung bei Neumarkt ein. Die Operationen wurden erschwert durch das schlechte Wetter, Wind und Regen setzten den Truppen hart zu. Die blaue Partei unternahm Angriffe auf die beiden zurückgebogenen Flügel bon Rot und bemühte sich, sie zu umgehen. In den ersten Nachmittagsstunden war noch feine vollständige Entscheidung erzielt. Soziales Leben. × Der Ausstand auf der Hütte Rote Erde". Die Kommission der ausständigen Arbeiter des Hüttenwerks ,, Rote Erde" bei Machen hatte die Vermittelung der königlichen Gewerbeinspektion angerufen. Die Direktion des Werkes hat jedoch jede Vermittelung von dritter Seite abgelehnt. Eine Anzahl ausständiger Arbeiter, die in Häusern der Gesellschaft wohnte, ist von Gerichtswegen zur Räumung der Wohnungen perurteilt worden. × Streikausschreitungen in Dieuze. Ein Haufe mit Knütteln bewaffneter Frauen drang beim Schichtwechsel auj die Arbeitswilligen der Salinenwerke von Dieuze ein und bersuchte das Salinentor zu sperren. Die von auswärts ver: stärkte Gendarmerie war machtlos. Infanterie und Chevauxlegers wurden aufgeboten. Bei einem Zusammenstoß mit der Menge stürzte ein Wachtmeister und erlitt schwere Verlegungen; er wurde ins Lazarett gebracht × 80 000 Mark gestiftet. Kommerzienrat Eugen van ber Hypen in Pöln stiftete anläßlich seines Ausscheidens aus ber Stellung als Generaldirektor der Vereinigten Stahlwerke van der Zypen und Wissener Eisenhütten A.-G. 80 000 Mart. Die Zinsen dieses Rapitals sollen zu jährlichen Beihilfen für Meister und Arbeiter verwendet werden, die 25 bezm 20 Jahre in den Werken der Deutzer Abteilung gearbeitet haben. Nab und fern. † Deutsch- Wilmersdorf- Stadt. Die Kaiserliche Kabinett3. ordre, die die Verleihung der städtischen Verfassung für Deutsch- Wilmersdorf und das Ausscheiden der Gemeinde aus dem Kreisverband zum 1. April 1907 bestätigt, ist nunmehr unterzeichnet und wird im Laufe der nächsten Tage dem Gemeindevorstand zugehen. Zur Zeit ist Wilmersdorf mit seinen 75 000 Einwohnern das größte Dorf der preußischen Monarchie. Es hat, was die Bauart der Häuser, die Gestaltung des Gemeindewesens, der Schulen, den Ausbau der Straßen und Plätze anlangt, schon seit einem Jahrzehnt städtischen Charakter angenommen. † Unter falschem Verdacht wurde dem Amtsgericht in Bergen auf Rügen die französische Herzogin Marie Flora de Tourraine- Douglas, eine geborene Herzogin von Hamilton, aus Paris vorgeführt. Sie hatte sich zum Grafen Hugo Sholto von Douglas begeben, als dessen entfernte Verwandte sie sich bezeichnete, und dem sie allerlei Erfindungen gegen hohe Beträge zum Kauf angeboten hatte. Er will jedoch von einer angeblichen Verwandtschaft nichts wissen und lieg die Herzogin als Hochstaplerin verhaften und dem Amtsgericht in Bergen vorführen. Da sich jedoch die Richtigkeit aller ihrer Behauptungen erwies, mußte die Verhaftete wieder auf freien Fuß gesetzt werden. † Von Stufe zu Stufe. Ein gefährlicher Hochstapler wurde in der Person des ehemaligen Oberlehrers Dr. Mar Pesch durch die Polizei in Altona dingfest gemacht. P., der vor einer Reihe von Jahren wegen mehrerer von ihm verübten Schwindeleien seine Stellung als Oberlehrer verlor, hat in der letzten Zeit zahlreiche Lehrer und Beamte gebrandschatzt, indem er mit Bettelbriefen zu ihnen ging, fich als Opfer von Intrigen hinstellte und seinen Bitten um Darlehen durch reiche Tränengüsse Nachdruck verlieh. In einem Falle hat er auch auf den Namen eines früheren Kollegen eine Ürkundenfälschung begangen. † Der Teufel Alkohol. Ein furchtbares Ehedrama hat Der die Bewohner von Ratibor in Aufregung versetzt. Arbeiter Bricks fing, als er angetrunken nach Hause fam, mit seiner Frau Streit an, wars erst ein Messer nach ihr, das jedoch sein Ziel verfehlte und stieß dann der Frau dass selbe Messer tief in den Rücken. Sie war nach kurzer Zeit eine Leiche. Der elf Zentimeter tiefe Stich hatte die ganze Lungenhöhle durchhohrt. Der Mörder wurde verhaftet. Sechs unversorgte Kinder beklagen den Tod ihrer ordentlichen und arbeitsamen Mutter. + Großer Brand in London. In einem Raum der Kapsuloidgesellschaft am Holbornviadukt in London entstand mittags Feuer, das rasch um sich griff. Der große Verkehr nach der City, der über den Viadukt führt, mußte abgelenft werden. Die steinernen Treppen, die vom Viadukt nach der Harrington Street führten, waren von Menschen dicht besetzt, von deren viele herunterſtürzten und verletzt wurden. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. † Amerika wehrt sich. Der Verband der Choristen des New- Yorker Metropolitan- Opernhauses" verlanat. daß die Einwanderungsbehörden auf Grund des Arbeitsvertrags- Ge seyes die Landung von 60 europäischen Chormitgliedern, das runter 30 deutschen, verbieten, die von Direktor Conried an geworben wurden und in diesen Tagen in New- York ein treffen sollen. Direktor Conried bezeichnet die Chormitglieder als Künstler, so daß sie nicht unter das Einwanderungs " Nummer der Do ben. Zum Kommand erbeffen ist Maj Patch Rorps ernannt and tretenden Komman Gesetz fallen würden. Ein merkwürdiger Konkurrenzlamperft Bed, wurde der Bei einem mit † Folgenschwerer Eisenbahuunfall. Schnittern besetzten Zuge der Canadian Pacific- Eisenbahn, der nach Westen abging, versagte, als er in der Nähe von Azilda angekommen war, die Bremse. Der Zug fuhr einige Meilen mit großer Geschwindigkeit und stieß mit einem anderen Zuge bei Winnipeg zusammen. Die beiden ersten Wagen wurden völlig zertrümmert, zwölf Schnitter aus England wurden getötet und zehn verletzt. † Eine nette Pflanze verspricht der vierzehnjährige Robert Gordon in Newyork zu werden, der soeben eine Probe raffiniertester Grausamkeit abgelegt hat. Der Bursche fnebelte seinen zwei Jahre jüngeren Spielkameraden, schaufelte eine dieben. Auf dem Gieße Brimien wie folgt, be eife: S. Michel- Gieß 2. Breis, Galomon 3a. Schwere Arbeite 2. Breis. Abteilu cile: S. Midel Gieß Grube aus und schleuderte in diese den schwächeren und webr. Arbeitsfchläge einzel losen Knaben, der keinen Laut von sich geben konnte. Don bedeckte er sein Opfer vollständig mit Erde, so daß der erstiden mußte. Bunte Tages- Chronik. Sr., Ed. Kaufmanna je 3. Breis. Abteil e: Aug. Frensdorf- Gi Br. Michel- Gießen B.Ed. Kaufmann- Ni Fr. Pferde im Befig Landespferdezucht oder Seilung 5a. Arbeite iber eifel 1. Br., S Bolp- Nieder- Weifel u Br, W. Göbel Pobl liber Weifel je 3 P Grünberg i. Schl., 13. September. Das hiesige Theater und Konzerthaus ist niedergebrannt. Breslau, 13. September. Auf Bahnhof Mochbern stieß in vergangener Nacht der Güterzug No. 9401 mit dem ein fahrenden Güterzug No. 9488 zusammen. Der Zugführer effingen, Jafob KlippelSüßmann ist tot, zwei Hilfsbremser schwer verletzt. Kaufbeuren, 13. September. Gestern früh wurde in nächster Nähe der Kirche in der Gemeinde Blöcktach die furcht armeife: 9. Faber 10.- Be weder Beifel 2 Br., H. bar verstümmelte Leiche der Mutter des Pfarrers Kögel auf teilung 6a. 3jähr. Foblen gefunden. Es dürfte Raub- und Lustmord vorliegen. Rennes, 13. September. Therese Humbert, deren be ang- Göns 1. Br., W. Fabe artelen rob 3. Br., V. Efa beider Badenrod 1. Br., J bteilung 7a. 2jährige Fohl dingungsweise Freilassung angeordnet wurde, hat heute Inng 6b. 3jährige Fehlen mittag die Strafanstalt verlassen. Paris, 13. September. Die neue Flugmaschine von Santos Dumont wurde bei dem heutigen Versuche einer Auf fahrt völlig zerstört. Santos Dumont selbst wurde nicht berlegt. = Vermischtes. Die ,, echte Havanna" wird teurer. Recht tribe Aus. fichten sind es, die sich, infolge der kubanischen Wirren, für den Raucher ,, echter Importes" entwickeln. Die Preise sind bereits gegenwärtig hoch, und eine neue schlechte. Ernte, die durch die Unruhen verursacht werden könnte, würde den Preis für echte Havannas außerordentlich in die Höhe treiben, Die Gegend, die von den Unruhen am stärksten betroffen ist, ist die Provinz Pinar del Rio, in der auch der feinste Tabat wächst und in der auch ausländische Gesellschaften wie der amerikanische Tabaktrust die größten Besitzungen haben. Jezt ist die Zeit, in der die Aussaat vorgenommen werden muß, und die Unruhen des Aufstandes halten die Leute von dieser Arbeit ab. Ein Ausfall der fubanischen Ernte wird dazu führen, daß der Tabak von Connectitut und den anderen amerikanischen Staaten als echter Havanna" verwendet wird. Der Jltis"-Schornstein. Der in den Kämpfen um die Taku- Forts so hart mitgenommene Kreuzer Iltis" erlitt besonders am Schornstein schwere Beschädigungen, odaß dieser durch einen neuen ersetzt werden mußte. Jetzt ist der alte Schornstein von einem in Schanghai ansässigen Deutschen gekauft und der Marine zum Geschenk angeboten worden. Die Marine hat das Geschenk dankend angenommen und wird das mit dem nächsten Heimtransport in Kiel eintreffende Erinnerungsstück im Garten der Marine- Akademie, wo schon manche Andenken an Ehrentage der Marine Platz gefunden haben, aufstellen lassen. = = Bravourleistung einer Schwimmerin. Einer jungen Dame aus München ist es gelungen den Ammersee an seiner fünf Kilometer langen Strecke Schendorf- Buch in nicht ganz drei Stunden zu durchschwimmen. Ohne Zeichen besonderer Erschöpfung langte die Schwimmerin am Badesteg in Buch an, wo sie eine ihr dargereichte aus Ei und Kognal bestehende Erfrischung zu sich nahm. Ein zur Rückfahrt angebotenes Segelboot lehnte die junge Dame dankend ab. Trotzdem ein drohendes Gewitter am Himmel stand, das sich auch bald mit großer Wucht über dem See entlad, stürzte sich die Dame bei mindestens einem Meter hohem Wellengang nochmals in die Fluten und erreichte glücklich wieder, allerdings nach harter, ungefähr vierstündiger Arbeit, das Westufer bei Schondorf. = ges 1. Pr., W. S. Fend cit del 3. Br., H. W. G Lung 7b. 2jährige Foblen Griedel 1. Br., H. Jung- Leihgeftern 3.9 Fohlen oder gebedt( a ungen 1. Br., R. Volp rsheim Briedel 3. Pr., Dilges Fauerbach v. d. F $ 8. Abteilung Sb. Bud tilage): J. Alippel Stieber Weifel 2. Pr., J. lebel 5. Br., H. Schmidt Brausgrill 8. Nieder Wei Bu bem am legten gturnfefte wird uns lei dem Wetturnen errangen 9. Breis Wilhelm Sch Ires Rarl Schäfer mit 2 wig Biller häufter mit Steinmüller mit 2112 Ein großes em der nächsten Tage w et am Plage einen wegen feines originel egen der Aussicht, Prei Cogem Intereffe begegner Beilage ist die eigentl deren Lösung fich jede teiligen fann und für de Le Preise ausgefeßt find naft- Tischgedecke, ein evice und Wanduhren, Mt. Ueber das R nichts berraten. Rrantentaffen und Sonntag wird in S Then Arantenfaffen abgeb die Lungenbeilflätte gliederzohl der deutschen 4 233 251 9Männer un ne betrug 1571 Mitglie den. Die Bahl der als webrte fich um 8222, Auf Beranloffung d en Rirdtürme im G togen. Dabei stellte es Tirmen feit langen Ja Bemeinden wurden gezwu hibren. Väterchens Juwelen. Bar Nikolaus II. entschloß sich vor einiger Zeit zum Verkauf einer Anzahl ihm gehörender Schmuckstücke. Da die öffentliche Meinung diesen Schritt gewiß lebhaft tommentiert hätte, wurde die Angelegenheit mit dem größten Geheimnisse umgeben. Man trat mit zwei Petersburger Juwelieren in Verbindung, und diese erklärten sich bereit, den Schmud für eine Million zu laufen. Den dritten Teil der Summe deponierten fie sofort in bar. Die Sache sprach sich indessen doch herum und verursachte den Kollegen der bevorzugten Juweliere vic Verdruß, daß man sie bei dem vorteilhaften Geschäfte übergangen hatte. Groß aber war das Erstaunen der beiden Juweliere, als sie dieser Tage vor den Minister des kaiserlichen Hauses gerufen wurden und der Minister ihnen die angezahlten Summen mit der einfachen Bemerkung zurückgab, daß der Kauf aufgehober sei. Wie man hört, hatte eine Pariser Firma von dem Ge schäft Wind bekommen und sich sofort telegraphisch angebot hunderttausend Rubel mehr zu zahlen. Das gab den Mu schlag. In der Petersburger Geschäftswelt aber ist mar, wie gesagt, über diese Handlungsweise des Hofes im höchsten Grade verstimmt. Cokales 1000 Rt. Helob ann, bem 9000 RE Omben gefommen sind, 6 seine Belohnung von Ausstellung tungen. Mit der S herbs für Seffen- Raffa adje veranstaltete gen verbunden. Die Montag für das Bubl Borfight. In M enu bon Trauben erfr * Am Geburtstag der Großherzogin- 17. Sept. en die Beinberge mit Abg. Dr. Heidenreich fich bor haben zu bet bleiben wie im Vorjahre alle Schulen gefchloffen. Parlamentarisches. werden und die Fluffigkeit i beantragt bei der Zweiten Kammer: Hohe Rammee wolle Trauben vor dem Genu beschließen, Grokh. Regierung zu ersuchen, dem Landtage noch in dieser Legislaturperiode eine Vorlage zugehen zu lossen, welche die Erbauung und den Betrieb einer normal Staatskosten bezweckt. Hverfländlich ift. Firmenidilder. ein Urteil des Berliner spurigen Nebenbahn von Wahlen nach Hammelbach auf erft nach Abschluß s ** Die von uns bereits gestern mitgeteilte Grouse hat. In dem G nt, fein Recht auf nennung des Oberstleutnants Zahn zum Komman feines Mietvertra deur des Gendarmerie- Distrikts Rheinhessen wird in dommen und wollte fur ein Firmenfchild Pacific- Cijen in der Mabe Bug fubti mit einem an Tebe Summer der„ Darmst. 3tg." amtlich bekannt gegun. Zum Kommandeur des Gendarmerie- Distrikts chessen ist Major Schmidt à la suite des gemmaten Storps ernannt werden. Dem in den Ruhefiami tretenden Kommandeur des Gendarmerie- Korps, Beck, wurde der Charakter als Generalmajor Auf dem Gießener Pferdemartt wurlen die imien wie folgt, verteilt: Abteilung Wagenschläge vaan rife: S. Michel Gießen 1. Preis, Jokob Leopold Den erſten 2. Preis, Salomon Lamm- Kirdorf 3 Preis. Abter aus G teilla 3a. Schwere Arbeitsschläge paarweis:: S. MichelGulf 2. Breis. Abteilung 3b. Leichte Arbeitsschläge ehnjährige paarife: S. Michel Gießen und Aug. Frensdorf Gießen eben eine en, schaufelte je Br., Ed. Kaufmann- Nieder- Weisel und K. LeopoldRecht aus den allgemeinen Bestimmungen des Mietvertrages, der Wirt bestritt ihm dieses Recht und so tam es zur Alage. Die Zivilkammer hat dem Mieter Unrecht gegeben. In den Urteils gründen wird u. a. folgendes ausgeführt: Der Mietvertrag an fich gibt nur das Recht, den Gebrauch der gemieteten Wohnung zu verlangen; zur Wohnung gehören aber die Außenseite des Hauses und der Hausflur nicht; das Recht des Durchganges durch den Hausflur insbesondere fann zu einem Rechte auf die Benutzung seiner Wände nicht erweitert werden. Nur auf Grund der besonderen Vereinbarung zwischen den Parteien fann deshalb die Anbringung eines Namens- oder Geschäftsschildes an anderer Stelle als unmittelbar an der einzelnen Wohnung gefordert werden. r Bursche ti je 3. Preis. Abteilung 4a. Schwere Arbeitsschläge Apfeldiebe. Vor einigen Abenden rafte ein Automobil einen Aug. Frensdorf- Gießen 1. und 2. Pr. Abteilung 4b. * Kirch- Göns, 13. Septbr. Automobilisten als von Lang- Göns her unserem Dorfe zu. Als es in die Nähe der an der Kreisstraße gepflanzten Apfelbäume tam, hielt es Die ächeren und Beine Arbeitsschläge einzeln: Aug. Frensdorf- Gießen 1. und en fonnte. S. Michel- Gießen und J. Halberstadt Löhnberg je plößlich still und die Insassen, zwei Herren und zwei Damen, ſo daß ungsresultate von Jahrtausenden und die Forsch berlegt. arrers Rogel 3. " Pferde im Besiß von Landwirten, die Mitglieder der eine Herr fräftig an den noch jungen Bäumen schüttelte, as biefige bteilung 5a. be anbespferdezucht oder landw. Provinzialvereins sind: lasen die übrigen die in Menge herunterfallenden GoldArbeitssbläge einzeln: K. Häuser 20.- parmänen auf. Mehrmals eilten sie dann mit gefüllten of Mochbert K. Bolp- Nieder- Weifel und Joh. Nach Nieder Weisel je zulegen, sodaß sie mindestens einen ganzen Korb voll auf Rizde Beisel 1. Pr., R. Krausgrill 8 Nieder- Weifel, Händen dem Automobil zu, um ihre Habe" hier nieder101 mit den 2. Br., W. Göbel- Pohl- Göns, Bürgermeister Kulm Ober- diese Weise erbeuteten. Verschiedene Einwohner von hier Der Zugefinger, Jakob Klippel- Nieber- Weifel und G. Bill 1.- suchten durch Pfeifen die Automobilfahrer von ihrem spißNiider Weisel je 3 P. Abteilung 5b. Arbeitsschläge bübischen Handwerk abzubringen, doch vergebens. Damit früh wurde paarweise: J. Faber 10.- Leihgeftern 1. Pr., W. Haffer 3.noch nicht genug. Die vornehmen" Herren und Damen tach die faci iz ber- eifel 2 Pr., H. Bender- Hofgut Briedel 3. Pc. suchten nach getaner Arbeit sich dadurch vor Anzeige bezw. borliegen. Etteilung 6a. 3jähr. Foblen( Wagenschläge): K. A. WagnerStrafe zu schüßen, daß sie, als sie wieder im raschesten Tmpo weiterfuhren, schnell ihre Nummer verdeckten und so ambert, deren Lang- Göns 1. Br., W. Faber Kirch- Göns 2 Pc., Ph. Rockleider unerkannt blieben. Wenn es überhaupt zu beklagen Ourde, hat Salento 3. Pr., V. Esau- Großen- Buseck 4. Pc., Abteilung 6b. 3jährige Fehlen( Arbeitsschläge): Bürgermeister ist, daß hier und da Apfeldiebe nicht ermittelt werden können, Krruber- Badenrod 1. Pr., J. Faber 10. Leihgestern 2. Pr. so ist jedoch doppelt zu bedauern, wenn Leute, die über ein teilung 7a. 2jährige Fohlen( Wagenschläge): J. ContrumAutomobil verfügen und, soweit man bemerkte, der_ver= Röthges 1. Pr., W. H. Fenchel- Griedel 2. P., Fr. Fenchelmözenden Klasse angehören, in frechster Weise einen ApfelGui edel 3. Pr., H. W. Strasheim- Griedel 4. Br. Ab- diebstahl ausführen und auf gemeinliftige Weise sich der teilung 7b. 2jährige Fohlen( Arbeitsschläge): G. W. Stras- Strafe zu entziehen suchen. ( Buzzb. 8tg.) Die Gem Griebel 1. Br., S. Schmidt- Münch- Leusel 2. Pr., R.. 6. Jung- Leihgestern 3. P. Abteilung 8a. Buchtstuten mit Fohlen oder gedeckt( Wagenschläge): G. Dietrich Langel Die Preise i beti Sungen 1. Br., K. Volp- Nieder- Weisel 2. Pr., G. W. chlechte. Ernte Stit asheim- Briedel 3. Pr., W. Göbel Pohl- Göns 4. Br., Snnte, würde St.. Dilge& Fauerbach v. d. h. 5. Pr., Fr. Fenchel- Griedel n die Höhe tre 6. Br. Abteilung 8b. Buchtstuten mit Fohlen oder gedeckt titen betroff( beitsläge): J. Klippel- Nieder- Weisel 1. Pr., G. Bill der feinte 1. Wieber Weisel 2. Pr., J. A. Heinz- Nieber- Weisel 3. Pr., llſchaften wa.. Kraus grill 8. Nieder- Weisel 4. Pr., G. W. StrasheimIngen haben. del 5. Br., p. Schmidt Münch Leusel 6. Preis. Flugmaschine Berjuche eine! elbst wurde Recht tribe& ischen Wirr men werden Leute von 8u dem am leßten Sonntag abgehaltenen Dün 8- Ernte wird bergturnfeste wird uns aus Rodheim noch geschrieben: und den and Bed dem Wetturnen errangen vom hiesigen Männerturnverein " verwendet ben 9. Preis Wilhelm Schmidt mit 31 Punkten, den 18. den Kämpfen Bez is Karl Schäfer mit 26½ Punkten, den 25. Breis uzer Jltis Buwig Biller häufter mit 221 Punkten, den 24. Preis hädigungen, Jacob Steinmüller mit 212 Punkten. ußte. Jezt Ein großes Preisausschreiben. An nfäffigen Deut angeboten wo einem der nächsten Tage werden wir als einzige Zeitung nommen und hier am Plage einen Prospekt beilegen, der einerKiel eintre ſet wegen seines originellen Inhalts und andererseits kademie, wo wegen der Aussicht, Preise zu erhalten, im Publikum ne Blaz gej grem Interesse begegnen wird. Auf der ersten Seite Der: Beilage ist die eigentliche Preisaufgabe abgebildet, in. Einer jann deren Lösung sich jeder Abonnent unserer Zeitung Immersee an beteiligen fann und für deren richtige Lösung 60 wertBuch in nicht volle Preise ausgesetzt sind: nämlich ein Tafel- Service, Zeichen besonte Darnaft- Tischgedecke, ein Kronleuchter, Teppiche, KaffeeBadesteg in Ser bice und Wanduhren, zusammen im Werte bon Rognat bete 1660 Mr. Ueber das Rätsel selbst wollen wir heute dfahrt angebo noch nichts verraten. ab. Trokdem fich auch bald Krantentassen Verbandstan. Am Sams rzte fich die tags und Sonntag wird in Darmstadt der Verbandstag der heffingen Krankenkassen abgehalten. Um Samstag- Vormittag ngang nochmals r, allerdings wird die Lungenbeilstätte Winterkasten besichtigt. Die das Wejuje Mitgliederzohl der deutschen Krantentassen betrug im Juldi 233 251 Männer und 2303 564 Frauen. Die Bu 13 II. entschli naime betrug 1571 Mitglieder, obwohl 4495 Frauen aus. l ihm gehör Schieben. Die Zahl der als erwerbsunfähig frank Gemeldeten ng diefen G vermehrte sich um 8222. die Angelege Man trat mit und dieje erli - Auf Veranlassung der Regierung wurden sämtliche älter Kirchtürme im Großherzogtum einer Untersuchung zu laufen. untterogen. Dabei stellte es sich heraus, daß eine Reihe vom Türmen seit langen Jahren nicht umgedeckt worden ist, und verursacht die Gemeinden wurden gezwungen, die Reparaturen schleunigst Verdruß, daß ausführen. ofort in bar ngen hatte eliere, ale fie en Haufes g ahlten Gumm Der Rauf aufge irma bon bez 1000 Mt. Belohnung. Der Charlottenburger Romann, dem 9000 Mt. auf der Fahrt Frankfurt- Mainz abanden gekommen sind, hot auf die Wiedererlangung des Gelb eine Belohnung von 1000 Mt. ausgesetzt. Ausstellung bon Spartassen Eingraphisch angeki tungen. Mit der Hauptversammlung des SparkassenDas gab den Bends für Hessen- Nassau wird eine von der Frankfurter It aber ift mar Hofes im ogin-17.6 n gefchloffen g. Dr. Bebe Dobe Rammee hen, bem Lan Borlage zugeben Betrieb einer nor Sammello En mitgeteilte& hn zum Romme eingeffen with Spoffe veranstaltete Ausstellung von Sparkassen- Einrichtungen verbunden. Die Ausstellung ist Samstag- Mittag unin Montag für das Publikum geöffnet. Borsicht. In Mainz ist ein Kaufmann nach dem Gemus von Trauben erfranft. Gegen die Rebschädlinge warm die Weinberge mit Kupfervitriolfaffbrühe gespritzt worden und die Flüssigkeit ist an den Trauben angetrocknet. Um sich vor Schaden zu bewahren, empfiehlt es sich daher, die Tramben vor dem Genuß abzuwaschen, was ja eigentlich felllferständlich ist. Firmenschilder. Für die Mieter von Bedeutung ist tein Urteil des Berliner Landeerichts, wonach ein Mieter der erst nach Abschluß des Mietvertrages ein Gewerbe beginnt, fein Recht auf Anbringung eines Firmenschildes amu hause hat. In dem Spezialfalle hatte der Kläger nach u feines Mietvertrages eine geschäftliche Agentur bommen und wollte an der Außenseite oder in dem Hataflur ein Firmenschild anbringen. Er folgerte dieses * Aus dem Kreise Wetzlar. Obsternte. Zwetschenbäume in hiesiger Gegend sind derartig mit Frucht behangen, daß viele Bäume die Last nicht zu tragen vermögen, und, da für geeignete Stüßen nicht früh genug gesorgt worden war, unter der Last zusammenbrachen. Die Zwetschenpreise fönnen nur sehr niedrig werden, was, wenn man bedenkt, welche gesunde Nahrung die Zwetsche ge= trocknet, eingemacht oder in Musform bildet, nur freudig begrüßt werden kann. Die Aepfel- und Birnenernte dürfte hier eine Mittelernte nicht übersteigen, ja verschiedentlich nicht erreichen. Doch dafür haben ondere Gegenden desto reicheren Rernobftsegen aufzuweisen. § Butzbach, 12. Septbr. Erweiterter Zuchtviehmarkt am 20. September. Der fluge Viehbesitzer wird das Vieh schon am Abend bringen, damit es ausgeruht ist und guten Gang hat. Die Halle ist geschlossen und gegen alle Unbilden der Witterung geschüßt. Gemeinden kauft in Butzbach, unterstützt die heimische Zucht! Hier kennt man Züchter und Vieh und fann nachträglich reklamieren. Die XLich, 13. September. Am 15., 16. und 17. Sep. tember hält unser Geflügel, Vogel- und Kaninchenzüchter- Verein seine unter dem Protektorate des Fürsten Karl zu Solms- Hohensolms- Lich stehende 1. allgemeine Geflügel, Vogel- u. Kaninchen Ausstellung auf der Jung'schen Terrasse ab. Ausstellung ist sehr gut vorbereitet und ausgezeichnet arrangiert. Wie sehr die rentable Kleintierzucht in unserer Gegend in Aufnahme gekommen ist und welchen Nuzen man sich speziell von derartigen Ausstellungen verspricht, dafür spricht die ungemein hohe Zahl der konkurrierenden Tiere; insgesamt sind 314 verschiedene Nummern angemeldet, die durchweg prächtige Tiere zeigen, sodaß den Preisrichtern das Amt garnicht leicht werden dürfte. Die Tiere werden einzeln und in Gruppen ausgestellt. Für den Verkauf ist eine besondere Klasse geschaffen, sodaß Gelegenheit gegeben ist, ein gutes Zuchtmaterial zu erwerben. Auf jeden Fall ist aber allen Züchtern und Liebhabern die Besichtigung des Arrangements zu empfehlen. * Nidda. Schulmarder. Vor einiger Zeit wurden in dem hiesigen Schulbause faft sämtliche Schulschränke mit fremden Schlüsseln geöffnet und einer Revision unterzogen. Dabei waren aus Versehen zahlreiche Lehrmittel und etwa 3 Mt. Geld mitgenommen worden. Die Gendarmerie hat jetzt die Täter ermittelt; es sind drei Bürschchen aus Kohden im Alter von 15 Jahren. Sie haben die Tat SonntagNachmittag ausgeführt und das Geld vertrunten. * Wiesbaden. 11. September. In Biebrich wurde ein gefährlicher Frachtbriefschwindler abgefaßt, der sich auf fingierte Bahnsendungen, die er billig verfaufte, um schnell zu räumen", von Kaufleuten und Wirten Anzahlungen machen ließ und dann verschwand. Der Betrüger, der sich unter anderem Emil Velde Müller aus Mehrenberg festgestellt worden. nannte, ist als der geisteskranke 20jährige Hermann ? Gotha, 12. Sept. In der heute beendeten Ziehung Rennverein für Mitteldeutschland, fielen der Hauptgewinn von der 46. Sotbaer Geld- Lotterie, veranstalt vom 10000 Mt. und die Prämie von 15 000 mt. zusammen auf Rr. 30 363 in die Kollekte des Herrn H. Jamin in Mainz. " Literarisches. Krämers Weltall und Menschheit", das erfolgreichste Buch unserer Zeit auf dem Gebiet der belehrenden Literatur, ist mit der Ausgabe des fünften Bandes zum Abschluß gelangt. Das Deutsche Verlagshaus Bong& Co., Berlin W., hat mit diesen 5 Bände à 16 Mt. umfassenden Wert der gebildeten Menschheit einen Dienst erwiesen. In vornehmstem Gewande, in glänzendster illustrativer Ausstattung wird hier von einigen zwanzig ersten Fachmännern, darunter Autoritäten von Weltruf, zum ersten Male eine umfassende, wissenschaftlich, aber dabei überall gemeinverständliche Kulturgeschichte der Menschheit auf rein naturwissenschaftlicher Grundlage geboten, eine all die Jahrtausende seit der frühesten Steinzeit der Tertiärperiode bis zur Schwelle des 20. Jahrhunderts umschließende Geschichte der Beziehungen des aufstrebenden Menschengeschlechts zum Weltall und den Naturkräften. originelle Idee, die Entwickelung der Erdenbewohner einmal völlig losgelöst von den Schicksalen einzelner Herrscher und Völker zu betrachten, also die politischen Ereignisse vollkommen auszuschalten, ist in so glücklicher und geistvoller Form durchgeführt worden, daß hervor ragende deutsche und ausländische Gelehrte rückhaltlos lobend sagen fonnten: das Werk ersetzt Bibliotheken! Es vereinigt in leuchtend klarer Darstellung Hunderten von Gelehrten aller Weltgegenden, und es führt durch das langsame Vorwärtsschreiten von den primitiven Ansichten früherer Zeit zu dem heutigen Wissen den Leser selbst in schwierige Materien ebenso ein, wie wenn er direkt zu den Füßen eines hervorragenden Universitätsdozenten säße. Und wo das Wort etwa noch eine Lücke ließe, da ergänzen auf das glücklichste die Tausende von farbigen und schwarzen Bildern in zum Teil völlig neuem System die Darstellung, die mit unendlichem Fleiß und staunenswerter Quellenfenntnis aus den Sammlungen der alten und neuen Welt zusammengetragen worden sind. Alles in Allem ein Werk, das uns Deutschen mit Stolz erfüllen muß und das in feiner Familie fehlen darf, in der das Streben nach Fortbildung lebt! Den Schluß des Gesamtwerkes bilden endlich Rück- und Ausblicke auf den Einfluß der Kultur auf Körper und Geist der Menschheit ein Ausklang, der es bedauern läßt, daß das bedeutsame Werk schon seinen Abschluß gefunden hat. Hoffen wir auf eine Fortsetzung! Kirglige Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 14. Sonntag nach Trinitatis, den 16. September. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Sloffer. Leßte Christenlehre für die Neutonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Vormittags 91% Uhr: Pfarrer Schwabe Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Marcusgemeinde. Anmeldung zuvor bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Nächsten Sonntag, den 23. Sept., nimmt die Kinderfirche für die Matthäusgemeinde wieder ihren Anfang. Die Vorbereitung dazu findet Samstag, den 22. September, vorm. 11 Uhr, stait. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Vormittags 9½½ Uhr: Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaale der Johannestirche. beginnt wieder am Sonntag, den 23. September. Die VorDer Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde bereitung dazu am Donnerstag, den 20. September, nachmittags 5½ Uhr. Batholische Gemeinde. Samstag, den 15. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge legenheit zur heiligen Beichte. Sonntag, den 16. September. 15. Sonntag nach Pfingsten. Worm. von 62 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. Vorm. um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. um 91/2 Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Sakramentalische BruderschaftsAndacht. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 14. Sonntag nach Trinitatis( 16. Sept.) predigt: 1. vormittags: Defan Wagner. Text: 1. Tim. 1, 12-17. Lied Nr. 238. 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: Joh. 5, 1-14. Lied Nr. 356. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 15. September. Meist trüb, leichte Regenfälle, etwas wärmer, mäßige südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Bieken. Carboline, das anerkannt beste Haarwasser, gibt dem Haare Glanz und Ueppigkeit, berhindert das AusEin Versuch damit sichert den fallen und Ergrauen. beständigen Gebrauch. Erhältlich in Apotheken, Dro gerien und Parfümerien oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. Wichtig für Landwirte. Wir machen besonders auf die Beilage Zur Herbstbestellung" in unserer heutigen Nummer aufmerksam, welche auf die großen Vorteile beim Bezuge von Thomasmehl hinweist. 11 Π Bekanntmachung. Zum Zwecke der Aufstellung einer Zusammenstellung der sämtlichen noch vorhandenen Striegsteilnehmer, sowohl an dem Feldzug von 1870, wie auch an den früheren, von Deutschen Staaten geführten Kriegen fordern wir alle diejenigen hier wohnhaften Feldzugsteilnehmer, soweit sie feinem der hiesigen Kriegerbereine angehören, hiermit auf, sich binnen 5 Tagen auf der Bürgermeisteret Zimmer Nr. 15 zu melden. - Gießen, den 11. September 1906. Großh. Bürnermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Sanalisationsarbeiten wird der Riegelpfad zwischen Ebel- und Querstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 12. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 29. August 1906 angeordnete Sperre der Walltorstraße zwischen Brandgasse und Nordanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. August 1906. Broßh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Crednerstraße zwischen Klinik- und Hofmannstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Nordanlage zwischen Schott- und Marburgerstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Bolizeiaut Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Landgrafenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Wilhelm Vetter dahier, Leihgesternerweg 23, ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 12. September 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 18. August 1906 angeordnete Sperre der Kaplansgasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 18. August 1906 angeordnete Sperre der Landmannstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. September 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Goethestraße von Südanlage bis Stephanstraße bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 14. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Warnung. Von nun ab werden wir auf alle Anzeigen der Wach und Schließgesellschaft über Entwendung von Obst 2c. auf dem Bauplatz der neuen Kliniken und dem angrenzenden staatlichen Gelände, sowie unbefugtes Befahren des Gebietes Strafantrag stellen. Gießen, den 11. September 1906. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. ற Becker. ie Königliche Baugewerk- Schule zu Jostein im Taunus eröffnet das Winterhalbjahr am Donnerstag, den 18. Oktbr. Programme und Meldezettel versendet kostenlos Die Direktion. Giessen Seltersweg 83 Giessen Seltersweg 83 Giessen Buchdruckerei Albin Klein 3 Adresskarten, Aviskarten, Zirkulare, Menus Couverts mit Firma, Einladungsbriefe u. 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