Nr. 189 battion u.Haupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 14. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gentiebelingew: Oberbeffiche Familienzeitung( und die Gießener Seifenblasen( wchentlich). 會 Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von herheiten Die Schank- Konzeffionen. Bei dem harten Kampfe, der gegenwärtig um die Frage ausgefochten wird, wer eigentlich die Erhöhung der Biersteuer zu tragen habe, die Brauereien, der Wirt oder das bier. tetafende Bublifum, werden auch die Schant- Konzessionen xeber vielfach zum Gegenstand der Diskussion gemacht. Die Stonzessionen bieten fast in jedem Fall eine Menge von Schwierigkeiten. Wem immer man die Entscheidung übertragt, ob eine Konzession gewährt werden soll oder nicht, der ist in der Gefahr, der Parteilichkeit beschuldigt zu werden. Das trifft für die Versagung ebenso wie für die Bewilligung Auch kommen Menschlichkeiten wirklich überall vor. Wir haben dabei nicht grobe Verstöße im Auge, sondern lediglich Einflüsse, deren Einwirkung man ganz unbewußt unterliegen fann. Tatsache ist, daß man an vielen Orten über das Konzessionswesen flagt. Nicht selten hat man beobachtet, daß Konzessionsbewerber das Bedürfnis" zu einer Konzessionserteilung nachwiesen, indem sie Unterschriften von zahlreichen Personen beibrachten, die den Mangel an einem Bu " Lofal für besseres Publikum" bescheinigten, während nach erlangter Konzeffion eine Kneipe niedrigster Gattung aufgetan wurde. Ebenso hat man beobachtet, daß der Veranftalter eines wirklich oder vermeintlich sehr besuchten Mittags. tisches in Rücksicht auf seine tranfbedürftigen Speisegäste die Konzession erhielt und dann den Mittagstisch abschaffte. Die Schwierigkeit, in jedem einzelnen Fall das zweifellos richtige zu treffen, liegt darin, daß der Bedürfnis- Begriff recht schwankend ist. Der Tourist, der Spaziergänger, der gerade Durst hat, würde die Bedürfnisfrage unbedingt bes jahen, wo andere sie mit ebensolcher Bestianmtheit verneinen. Es ist nun der Vorschlug gemacht worden, vollständige Gewerbefreiheit auch hinsichtlich des Schankgewerbes einzus führen. Wie jeder sich einen Schuhladen aufmachen könne, ohne Rücksicht darauf, ob etwa der Bedarf an Schuhwarenläden schon reichlich gedeckt ist, ebenso solle jeder einen Ausschant aufmachen dürfen. Mit dieser Ausdehnung der absoluten Gewerbefreiheit auf das Schankgewerbe würden freis lich alle Schattenseiten der Konzessionierung beseitigt. Aber gebessert wäre damit auch nichts, denn es würden sich sofort andere Schattenseiten zeigen. Die oben angeführte Analogie ist zudem nicht ganz zutreffend: Wer einen Schuhladen aufmacht, ohne daß Bedarf dafür vorhanden ist, der wagt nur sein Geld, der macht höchstens seinen Konkurrenten das Leben sauer. Der Konsument aber hat keinen Schaden, vielleicht sogar Vorteil. Das Uebermaß an Schantstätten da= gegen enthält eine Verleitung zu unnötigem Konsum und wirft dadurch für die Allgemeinheit schädlich. Ein neuester Vorschlag geht dahin, man solle den örtlichen Gastwirtsverbänden örtlich im weiteren Sinne eine Mitwirkung bei der Konzessionserteilung einräumen, ihnen das Recht eines Einspruchs gegen Entscheidungen gewähren, die Entscheidungen mögen im bejahenden oder verneinenden Sinne gefallen sein. Bisher standen nur zwei Parteien einander gegenüber: Polizei und Konzessionsbewerber. Träte der Gastwirteverband als dritte Partei hinzu, so wäre Gewißheit geboten, daß die entscheidenden behördlichen Perfonen auch wirklich alles anführen, was sir Gewinnung eines objektiven Urteils nötig sei. Ein ergänzender Vorschlag will dem Gastwirtsverband die Kosten eine abgewiesenen Einspruchs auferlegen, damit nicht ohne Not von dieser Seite Einspruch erhoben, Verzögerung und Arben geschaffen werde. Endlich wird verlangt, daß nicht meie bisher mit der Ronzessionserteilung die Aften geschlon werden. Die Ronzessionsbewerber sollen an die Er üllung der bei dem Ronzessionsgesuch bon ihnen gemachten Versprechungen, durch die sie die Konzession erlangt haben, zum mindesten für einen bestimmten, nach den Ortsverhältnissen sich richtenden Zeitraum gebunden sein. Unterlassen fie die Erfüllung, so sind sie der Konzession verlustig. Ber, um bei den oben angeführten Beispielen zu bleiben, eine Schankkonzession unter dem Vorgeben erlangt, es sei ein Lokal für besseres Publikum Bedürfnis, soll feine Kneipe niedriger Gattung auftun dürfen. Und wer im Hinblick auf seinen Mittagstisch die Schankgerechtigkeit erwirbt, soll den Mittagstisch nicht einstellen dürfen, ohne gleichzeitig die Echanfgerechtigkeit aufzugeben. Gerade gegenüber den envaigen Versuchen einer Verschleierung in solchen Fällen würden die Gastwirtsverbände ersprießliche Dienste im öffentlichen Interesse leisten können. Wir glauben freilich nicht, daß mit diesen Neuerungen alle Mißstände in der Konzessions.ilung und für immer beseitigt würden. Umwege und Schleichwege wird es eben ftets geben. Aber die Vorschläge cheinen wohl dazu angetan, manches Aergernis zu beseitigen id zu verhüten, und deshalb sollten sie wenigstens erwogen werden. Politische Rundschau. Deutsches Reich. Gute Fortschritte macht die Unterdrückung des Aufflandes in Deutsch- Ostatrika. Unsere Schußtruppe ist den noch aufständigen Führern scharf auf den Fersen, und wird hr deren Unschädlichmahang wohl bald gelingen. Gegen stlinne Mobmaffim. tomanire, Omari, die fich nordöstlich des Mohrezi zu vereinigen suchen, geht veutnant von Blumental mit einem Zuge der 13. Kompagnie vor. Die portugiesische Grenze wird durch Mannschaften der Polizeiabteilung Ssongea beobachtet. Für die Landschaft Matumbi im Norden des Bezirks Ssongea, die treu geblieben war und dem Major Johannes 200 Mann Hilfskrieger zeitweise zur Verfügung gestellt hatte, ist das Kriegsrecht aufgehoben worden. In Iraku schreitet die Beruhigung stetig fort. * Eine neue Verfügung der preußischen Regierung verfügt, daß die russischen Auswanderer, welche die preußische Grenze passieren, außer den vorgeschriebenen Legitimations. papieren noch eine bestimmte Summe Geldes vorweisen müssen. Diese Summe ist für Erwachsene auf 400 Mark, für Kinder auf 300 Mart festgesetzt. Wer diese Summe nicht vorzeigen lann, wird über die Grenze zurückgeschoben. * Das Gesetz betreffend die Unterhaltung der öffentlichen Volksschulen in Preußen wird jetzt amtlich bekannt gegeben. Das Schulunterhaltungsgesetz trägt das Datum 28. Juli 1906. frankreich. bom ** Die Einführung von Kilometerheften wird von mehreren Handelskammern als dringend notwendig bezeichnet, und hat demzufolge der Bautenminister die Eisenbahngesell. schaften versucht, deren Einführung in Erwägung zu ziehen. * In der Kolonialaffäre stehen anscheinend wichtige Ent fchließungen bevor. Man folgert dies daraus, daß der Chef der Reichskanzlei, Geheimrat v. Loebell, plöglich seinen Urlaub abgebrochen hat und zu Besprechungen nach Berlin zurücks gefehrt ist. England. ** Der Text des Vertrages zwischen Großbritannien sad China über Tibet ist nunmehr veröffentlicht worden. China erklärt seine Absicht, dem Vertrage von 1904 zwischen Großbritannien Großbritannien und Tibet treuzubleiben. verpflichtet sich. fein Territorium in Besitz zu nehmen. benfalls wird es sich nicht in die Verwaltung von Tibet wischen. Die chinesische Regierung verpflichtet sich, keine andere fremde Einmischung zu erlauben. China bestätigt Tibets Keine Bersprechen, Handelsmärkte sofort zu eröffnen. Konzession für Eisenbahn, Wege, Telegraphen, Bergwerksoder andere Rechte dürfen einer fremden Macht gegeben werden, falls nicht solche Privilegien auch Großbritannien erteilt worden find. Rufsland. ** Die Revolution setzt sich zunächst auf dem Lande fort, wo die Bauern in offenem Aufruhr sind. Entsetzliche Zustände Herrschen im Gebiet von Samara, das von einer Hungersnot heimgesucht wird. In Saratom stürmen die Bauern die Besizungen der Gutsbesizer, brennen Häuser und Felder nieder und richten schreckliche Verwüstungen an. Truppen wurden herangezogen, um gegen die Aufständischen zu kämpfen. Doch fraternisierten sie mit den Bauern. Die Soldaten empörten sich und ermordeten sieben Offiziere. In Charbin herrscht vollständige Anarchie. Handel und Gewerbe sind unterbrochen. Mord und Totschlag find an der Tagesordnung. Für einen neuen Generalstreik wird bereits wieder agitiert, besonders im südlichen Rußland. Der Streit selbst soll am 1. Oftober beginnen und alle Gewerbe, Industrien und Betriebe umfassen. ** In der Marine bereiten sich neue Mentereien vor. Die Matrosen der Schwarzmeer- Flotte haben an den Marineminister Birilew geschrieben und bitten, von einer Massenhinrichtung ihrer Kameraden von Kronstadt Abstand zu nehmen. Sollte dieses Ansuchen nicht erfüllt werden, so drohen sie mit einer allgemeinen Revolte. Es ist fraglich, ob man der Bitte nachkommen wird. Jedenfalls ist das Todesurteil an den wegen der Meutereien in Sveaborg angeklagten Leutnants Emeljanow und Kochanowsky und fünf Soldaten bereits vollstreckt worden. Balkanftaaten. ** Die antigriechischer Kundgebungen in Bulgarien haben zu einer entseßlichen Freveltat geführt. In der zumeist von Griechen bewohnten Küstenstadt Anchialo wurde ein antigriechisches Meeting veranstaltet. Die griechischen Bewohner von Anchialo, welche die Abhaltung der Bersammlung vereiteln wollten, empfingen die Demonstranten mit Flinten schüssen, worauf sich ein mehrstündiger Kampf entspann, in dem auf beiden Seiten mehrere Personen getötet und verwunde worden sind. Anchialo wurde an allen vier Ecken angezündet. sodaß bald die ganze Stadt in Flammen stand. Die Draht berbindung mit Anchialo ist zerstört. Am Abend wurde von Burgas Militär nach Anchialo entsandt, das die Ruhe wieder. berſtellen sollte. Weitere Volfsversammlungen fanden in Rustschuf und Karnobad statt. Auch hier famen Aus: schreitungen vor, wobei mehrere Kaufläden, deren Inhaber Griechen sind, zerstört wurden. Das ökumenische Patriarchat überreichte allen Botschaften eine Protestschrift gegen die Ereignisse. Kleine politische Nachrichten. Hamburg, 13. August. Reichskanzler Fürst Bülow wird zm Tauffeierlichkeit beim Kronprinzenpaare Ende des Monats nach Berlin fommen. Gerüchtmeise verlautet, daß diese Reise auch politischen Zwecken dient, da für den 28. d. M. ein breußischer Ministerrat in Aussicht genommen ist. Dresden, 13. Auguft. Die Reichtagsersagwahl im Kreise Döbeln- Roßwein ist auf den 22. Oftober festgesezt. Newyork, 12. August. Hiesige Blätter melden übereinstimmend, daß Präsident Castro ernstlich erkrankt ist. Hof und Gefellschaft. Der Kaiser begibt sich heute von Wilhelmshöhe nach Homburg v. d. H., wo morgen König Eduard von England eintrifft. Am 16. August reist König Eduard über Frankfurt a. M. nach Marienbad wieder ab. Kaiser Wilhelm nimmt am gleichen Tage an der Enthüllung des Denkmals für das ausgestorbene Geschlecht der Landgrafen von HessenHomburg teil. In Trier beging Bischof Korum das 25jährige Jubiläum seiner Bischofsweihe. Zum 25. September, dem Lage seiner Jnthronisation, werden von der Diözese große Festlichkeiten geplant. Der Gesundheitszustand des Sultang hat sich bedeutend gebessert; der Sultan erledigte bereits während einer halben Stunde Staatsgeschäfte und unternahm nachmittags eine Spazierfahrt im Palastgarten. Die türkischen Zeitungen enthalten feine offiziellen Berichte über die Kranf= heit, da sie über dieselbe absolut nichts schreiben dürfen. Bezüglich der Nichtabhaltung des legten Selamlif erhielten die Blätter die offizielle Mitteilung, daß der Sultan infolge einer starten Erfältung auf Anraten der Aerzte den Selamlik nicht abgehalten habe; die Mitteilung wurde kurz darauf zurückgezogen und nicht veröffentlicht. Alle Kirchenoberhäupter haben in den Kirchen Gebete für die Gesundheit des Sultans angeordnet. Auf die sich häufenden Anfragen nach dem Ge= sundheitszustande des Sultans gab man im Yildis Kiosk zu verstehen, daß die Erfundigunger nicht mehr nötig seien und daher nicht gerne vernommen würden. Beer und flotte. Bersonalveränderungen in unserer Marine. Bring Heinrich von Preußen wurde zum Chef der aftiven Schlachtflotte ernannt, Großadmiral von Köster bleibt Generalinspekteur der Marine. Zum Chef der Ostseestation wird Admiral von Arnim ernannt, Admiral von Bendemann, der Chef der Nordseestation, tritt zurück und wird durch Vizeadmiral von Pritwig und Gaffron ersetzt, an dessen Stelle Admiral Büchsel tritt. Die Herbstparade des Gardekorps findet in Berlin auf dem Tempelhofer Felde am 1. September statt. An ihr werden alle Fürstlichkeiten, die zur Taufe des ersten Kaiserenfels in Potsdam und Berlin eintreffen, teilnehmen. Ein englischer Prinz bei den deutschen Manövern. Der Herzog von Connaught, der Bruder des Königs von England, und der englische Kriegsminister Haldane werden an den dies. jährigen deutschen Kaisermanövern teilnehmen. Ein Erlaß des preußischen Kriegsministers bringt den Unteroffizieren und Mannschaften erneut in Erinnerung, daß jede Beteiligung an Vereinigungen, Versammlungen, Festlichleiten, Geldsammlungen, jede Betätigung revolutionärer oder jozialdemokratischer Gesinnung, das Halten und die Verbreitung revolutionärer oder sozialdemokratischer Schriften, sowie jede Einführung solcher Schriften in Kasernen oder jonstige Dienstlokale dienstlich streng verboten und befohlen ist, von jedem Vorhandensein solcher Schriften in Kasernen ofort dienstliche Anzeige zu erstatten. Diese Verbote und Befehle gelten auch für die zu Uebungen und Kontroll persammlungen einberufenen Personen des Beurlaubten Landes. Soziales Leben. X Ein Kongreß des Verbandes der Freien Gaft- und Schankwirte Deutschlands ist in Hamburg zusammengetreten. Unter den zahlreichen Delegierten find mehrere sozialdemokratische Reichstags- und Landtagsabgeordnete erschienen. Der Kongreß ist auf 3 Tage berechnet und wird vor allem zur Frage des Bierkrieges Stellung nehmen. Weiter wird es fich um eine Abwehr der Bestrebungen handeln, welche in den neuen Luftbarkeits- und Konzessionssteuern zum Ausdruc tommen. × Der Lohnkampf der Lithographen und Steinbruder ist nach mehrmonatlicher Dauer beendet worden. Die Arbeiter haben den Vereinbarungen, wonach der Mindestlohn im ersten Gehilfenjahr 18 Mart betragen soll, zugestimmt. × Wiederaufleben des Streits der Mühlenarbeiter. Die Vorschläge der Dampfmühlenbesizer zieds Beendigung des Streits haben nicht die Billigung der ausständigen Mühlenarbeiter gefunden. Die Arbeiterschaft erklärte die Bedingungen für unannehmbar und beschloß weiter zu streiken. Die Dampfmühlenbefizer bewiesen trotzdem noch Entgegenkommen, indem fie jedem Arbeiter freistellten, im Sinne der Vereinbarung die Arbeit wieder aufzunehmen, da fie die Abmachung für fich einstweilen als bindend erachteten. mein renwort barauf." mein Herr, Bängen zu begleiten pflegt." bies eine ungbänderliche Bedingung?" er fich bem Stubtum der Medizin widmet, auf meinen ber gegenwärtig bei mir auf Besuch wellt, und der mich, Da werbe ich einen Begleiter mitnehmen, einen fungen Marn, Und zweitens, Gefährte afferrtershing, helfen it und bas bes süblichem Fluß hinfloß, und als feine Beforania unerträglich Ufer ihr Weg entlang führte, zu erkennen gab. Richtung überzeugt hatte, daß Allendorf thr Biel war, wurde Berbed faß auf der Seite des Wagens, an welcher der In gemiffe er fich burch die eingeschlagene Sinne mar die unb bennoch, al fammen. ben Lippen bes Safen Bertram bernahm, schreckte er te Bestätigung feiner Berchtungen von bom ege ab unb bem Ichritt, ble 322bas Brachfeld Sorgenfind gewesen. Walbe 32. ber Heifer und gebrückt, hervor. am besten beurteilen fönnen, wenn Sie sie sehen. Ich habe ,, Sie ist frant P" preßte er in einem laum hörbaren Ton, " Herr Dottor, das werden Ste Sa Sauptstras Der war isenb, aber Der schöne Wald, zum großen Teil in bäuerlichem Besiß, und die Eigentümer den strengen Nordost bildete, und die Felder schüßte, war eine natürliche Schußwebr gegen au, einmal fein × Vom Frauentag in Kopenhagen. Am Sonntag wurden die Berhandlungen des Frauentages ausgesetzt, es fand in der Kopenhagener Methodistenkirche ein Gottesdienst statt, in welchem Rev. Anna Shaw eine Predigt hielt. Rev. Sham erinnerte in ihrer Predigt an eine Episode im Leben der Miß Susan Anthony: an ihre Beteiligung an dem 1840 in London abgehaltenen Kongreß zur Befreiung der Sklaven und schloß mit dem Wunsche, daß endlich der Wille Gottes erfüllt werden möchte, nach dem Mann und Weib gleich berechtigt durchs Leben gehen sollen. Mit Gebet und Chor: gesang wurde jener denkwürdige Gottesdienst, bei welchem zum ersten Mal in Dänemarf eine Frau die Predigtkanzel bestiegen hatte, geschlossen. Montag wurde der Kongres geschlossen. - - Selamlik. - - - Zu den Vorgängen am Hofe des padifchabs. Das große Gebet. Armenische Bomben. Der Scheich u Islam. Yildis- Kiosk. Ein schwerkranfer Herrscher.- Kismet Die getäuschten Diplomaten und Paschas. Vor der goldenen Pforte. Die Hamidie- Moschee. Deutsche Marsch- Musik. Der Großherr naht!- Fanatische Begeisterung. Konstantinopel, 10. August. - Alarmierende Kunde hat soeben mit Blizzesschnelle von Pera aus Konstantinopel durcheilt. Der Sultan hat den heutigen Selamlik nicht abgehalten. Das bedeutet mit dürren Worten, daß der Großherr entweder schwer frank, oder tot, oder entthront, oder in die Gewalt der Ungläubigen geraten ist. Denn nach dem Willen des Propheten muß der Beherrscher der Moslemin unter allen Umständen an jedem Freitag seinem Volk sichtbar werden, und zwar, um in einer öffentlichen Moschee der Abhaltung des großen Gebets beizuwohnen. Diese Vorschrift sorgt dafür, daß die Gläubigen Gelegenheit haben, sich zu überzeugen, daß im Reich alles in Ordnung ist. Denn der Padischah, nur er, ist das Reich; und wenn er am Leben ist und Herr seiner Person und seiner Entschlüsse, so ist nach dem Willen Mohammeds alles in allerbester Ordnung. Man nennt die Feier: den Selamlik; ,, la cérémonie du selamlik" in der Amtssprache des Pildis Kiost. Das Wort„ Selamlik" bezeichnet eigentlich die Räume im türkischen Hause, in denen der Hausherr seine Besucher empfängt. Der Selamlit" ist also der Gegensatz zum Harem", demjenigen Teile des Gebäudes, in dem sich die Frauen und Kinder aufhalten. In übertragenem Sinne wird Selamlit" auch die mit militärischer Pompentfaltung stattfindende Auffahrt des Sultans an jedem Freitag zum Gebet in der Moschee genannt. " " Der Eindruck der Zeremonie ist überwältigend und gibt dem Besucher eine leise Ahnung von dem, was der Islam trotz alledem und alledem noch immer bedeutet. Abdul Hamid ist kein Freund des Erscheinens vor einem, gleichviel wie sehr gefiebten Kreis seiner getreuen Untertanen, sofern diese nicht von ihm für seinen persönlichen Dienst ausgesucht und mit schwerer goldener Kette an ihn gefesselt sind. Er fürchtet die Bomben der Armenier, er fürchtet noch mehr den geheimnisbollen Einfluß des Scheich ul Islam, der Ulemas und der Softas seines Reichs, deren Fanatismus selbst dem Khalifen nur zu leicht ob irgend einer von ihnen für reformerisch angesehenen Regierungsmaßnahme verhängnisvoll wird. Deshalb vergräbt er sich während sechs Tagen der Woche im Yildis Kiosk, einem östlich von Pera, nahe dem Bosporus gelegenen, mit dreifacher hoher Mauer umgebenen, gegen die Außenwelt vollständig abgeschlossenen Riesenkomplex von Schlössern, Kasernen und Verwaltungsgebäuden. Er lebt hier unter dem Schutz von 50 000 Leibgarden, Syriern, Kurden, Albanesen usw., zwischen deren Befehlshabern und einzelnen Waffen er durch fluge Intrigen Todfeindschaft hervorzurufen versteht. Divide et impera!"" Teile und Herrsche!" heißt es auch hier; wenn die Kerls untereinander uneins sind, werden sie nicht gemeinsam meutern!... Aber trotz aller seiner Scheu vor der Außenwelt ist Abdul Hamid nicht mächtig genug, sich der Abhaltung des Selamlik zu entziehen. Nicht an einem einzigen Freitag, von dem heutigen abgesehen, ist er bisher dem großen Gebet" fern geblieben. Man sieht hieraus am besten, wie viel Uhr es ge= schlagen hat! Ich weiß, daß der Sultan schwer frank ist. Ich weiß, daß Geheimrat v. Bergmann, der von Mitte Mai bis Anfang Juni hier weilte, eine Operation für notwendig erklärt, die Uebernahme einer absoluten Garantie für ihren glücklichen Ausgang dagegen vorsichtig abgelehnt hat, ,, weil über diesen Ausgang Allah längst entschieden habe." Der Türke in Abdul Hamid erinnerte sich darauf hin sehr logisch, daß, wenn selbst der deutsche Professor gegen den Willen Allahs nichts vermöge, er dessen Eisen nicht erst zu bemühen brauche, um, wenn es sein Kismet sei, am Leben zu bleiben. Verzichtete also auf die Operation, ließ sich, so lange der Berliner Medizinmann auf dringendes Zureden zum Bleiben zu bewegen war, durch ihn Erleichterung schaffen und liegt jetzt, fünf Wochen nach der Abreise v. Bergmanns, infolge seiner Abneigung gegen Messer und Narkose wie dieser es vorausgesagt todfrank darnieder! - - Das ist alles, was ich erzählen kann. Wenn ich nun auch einstweilen nichts Näheres über die Gründe zu berichten bermag, aus welchen heute der zum Selamlif aufgebotene Heerbann, die Diplomatie mit ihren Gästen, die türkischen Baschas und die deutschen Militärreformer mit ihren Damen zur gewaltigen Sensation für den Völkerwirrwarr am goldenen Horn unverrichteter Sache nach der Stadt und nach Therapia zurückkehren mußten, so will ich versuchen, einen kleinen Ersatz zu liefern. Ich will so kurz als möglich ein Bild der Beremonie des Selamlik zeichnen. Zutritt zu erhalten ist für den nicht als Beamten oder Krieger zum Erscheinen berufenen Orientalen ganz unmöglich, für in Konstantinopel ansässige Europäer und für Fremde, seit dem letzten Attentat, das hier noch immer viel besprochen wird, sehr schwer! Es bedarf der Einführung durch die zuständige Botschaft. Diese darf aber gegenüber dem Zwanzigfachen der an sie herantretenden Gesuche für jeden Selamlik nur fünf Gäste in Vorschlag bringen. Die Diplomatie selbst erscheint vollzählig. Der Besuch des Selamliks ist nämlich formell eine Artigkeit gegenüber dem Großherrn, der sich die offizielle Welt nicht entziehen darf. Und außerdem empfängt der Sultan nach der von ihm heimlich verwünschten Zeremonie die Botschafter, die ihm persönlich irgend eine Eröffnung zu machen wünschen. Er verbindet so das Unangenehme mit dem Unvermeidlichen. Die Diplomatie mit ihren Damen, die nichtmohammedanische türkische Generalität, sowie die von den Botschaftern eingeführten Fremden von Distinktion" versammeln sich in einem Palais unter der Mauer, unmittelbar vor dem Eingang von Wildis, vor einer dicht geschlossenen von Gold stroßenden Pforte. Die Honneurs im palais machen sehr liebenswürdige und sehr nervöse türkische Würdenträger und Offiziere in großer Uniform. Außerdem sind zahlreiche Gentleman in schwarzem Gehrock und Fez vorhanden, die den Mund nicht auftun, aber überall ihre Augen haben. Es sind türkische Kriminalbeamte. Argwöhnisch wird man auf etwaige in der Fracktasche ver borgene explosible Projektile hin gemustert. Die ungemein eifrigen türkischen Offiziere verschwinden ununterbrochen in einem halbdunklen Nebenraum, wo sie mit Boten, die aus der Stadt eintreffen, tuscheln. Diese Boter find wieder Beamte der politischen Polizei; fie berichten, was in den letzten Stunden über das Tun und Lassen der ungarischen Bojaren, der römischen Nobili und der mecklen burgischen Kammerherrn, die Gnade vor den Augen des Herrn Botschafter gefunden haben, zu erfahren war. Kaffe in Moffatäßchen à la turcie, ferner Kaiserliche Zigaretten von so großer Qualität, daß zu ihrer Beurteilung berufene Sach berſtändige überhaupt nicht eriſtieren, werden herumgereicht. Endlich geht es hinaus auf die Gartenterrasse vor dem Palais, von wo man Alles" sehen kann. Man muß sich zunächst mit einem unangenehmen Eindruck abfinden. Als Fremder von Distinktion" sieht man sich auf Ellbogenweite von vier bis fünf der oben erwähnten Gentlemen in Fez umgeben. Zu ihnen gesellt sich ein furdischer oder ein anderer Bey in voller Uniform, ein Heri von verschwiemeltem Aussehen und wasserblauen Augen. Jm Rücken die goldene Pforte des Yildis. Ringsum Höhen. Drüben der Bosporus. Droben bei leuchtendem Sonnenschein das üppig blaue Firmament. Hundert Schritt zur Rechten die vom Sultan eigens für den Selamlik gebaute Hamidié- Moschee in blendendem Weiß und gleißendem Gold, mit Minaret, zierlicher Kuppel und luxuriösem Uhrturm. Von allen Seiten marschieren Truppen auf, Infanterie und Cavallerie. Sie machen ihre Sache genau wie bei uns, nicht besser, nicht schlechter. Ihre Janitscharenmusik bringt uns Deutschen besondere Ueberraschungen. Denfst du denn, denfst du denn, du Berliner Pflanze? Denfst du denn, ich liebe dir, weil ich mit dir danze?" Unter diesen Klängen reitet das berühmte Kavallerieregiment Ertogrul mit seinen tänzelnden schlanken Araberschimmeln an. Auch bei den anderen Truppenteilen hört man fast nur deutsche Märsche. Silberne Fanfaren erschallen von der Wildispforte her. Sie hat sich aufgetan, der Großherr naht. Er sizzt im Rück fiz des Wagens, der ihn zur Moschee trägt. Ihm gegenüber, auf dem Vordersiz, macht sich der Seraskier, der Kriegsminister breit, ein türfischer Sir John Falstaff. Der Großherr ist ein kleiner, unansehnlicher Herr von völlig un friegerischem Aussehen. Wenn er in Deutschland in Zivil spazieren ginge, würde man ihn möglicherweise für einen jener nüßlichen Zeitgenossen halten, die aufgetragene Kleidungsstücke" zu höchsten Preisen" fahnden. Eins allein an dem Sultan fällt als etwas Besonderes auf: sein wunderbar ausdrucksvolles, sprechendes Auge. ,, Wird etwas passieren? Werde ich glücklich vorüber kommen? O Gott, wie lang soll dieser Unfug noch dauern?" liest man in ihm. Das Unvergeßliche des Schauspiels ist die fanatische Begeisterung der Türken beim Anblick des Kalifen. Die Truppen präsentieren und brüllen an Stelle unseres Hurrahs ihr " Tschoh Yascha!", das dem„, in multos annos!" ,, auf viele Jahre" entspricht. Viel fennzeichnender ist die Art des Offiziersgrußes. Der Türke hebt den Staub von den Füßen dessen, den er begrüßt, führt ihn an sein Herz, füßt ihn und streut ihn auf sein Haupt. Man muß gesehen haben, mi welcher Inbrunst und Leidenschaft die türkischen Würden. träger und Offiziere bei der Fahrt des Sultans zur Moschee oder bei seiner Rückkehr dies Staubstreuen vornehmen, um eine Vorstellung zu gewinnen, was der Sultan für die mohammedanische Welt nach wie vor bedeutet. Nah und fern. Peregrinus. + Sieger im Nürnberger Schachturnier ist, wie zu er warten war, Marshall, der den ersten Preis mit 2500 Mar erhält. Zweiter Preisträger ist der Prager Meister Duras er bekommt 1500 Mark. Den dritten und vierten Preis 1000 und 700 Mark teilen Fleischmann und Schlechter. Tschigorit gewann den fünften Preis mit 500 Mark. Die folgender drei Preise von 400 bis 150 Mark erhalten Salwe, Wol und Cohn, der einzige Vertreter Berlins. Sn.- Borowski Tarrasch und Vidmar, die alle drei den gleichen Stand erreich hatten, teilen den neunten und zehnten Preis. † Eine Tragödie auf dem Felde hat sich in Bußin be Wusterwitz abgespielt. Der Gemeindevorsteher, Molkerei befizer Krüger half dem Besitzer Fischer beim Hafermähen Das gleiche tat ein anderer junger Mann aus Bußin. Spä abends, auf dem Nachhausewege, wurden Krüger von den jungen Manne beide Beine mit der Sense durchhauen und zwar derart, daß der Unglückliche noch in der Nacht an Ver: blutung starb. Der Täter ist bereits verhaftet. Krüger wa seit zwei Jahren verheiratet, seine Frau ist seit einigen Tager Wöchnerin. Die sofort eingeleitete Untersuchung wird der Fall wohl aufklären. † Von einem Eber umgerannt. Der Münchener Privat dozent Tromsdorff durchfuhr auf seinem Motorrad der Forstenrieder Part, als er plößlich einen großen Eber gerade auf sich zulaufen fah. Dr. Tromsdorff gelang es nicht, dem Tiere auszuweichen, vielmehr erfolgte ein so heftiger Ru sammenstoß, daß Dr. Tromsdorff im weiten Bogen vom Rat herab in den Straßengraben geschleudert wurde und dort be: wußlos liegen blieb. Das Rad wurde durch Explosion unt Entzündung des ausströmenden Benzins stark beschädigt, während der verblüffte Eber sich seitwärts in die Büsche schlug Dr. T. ist schwer verletzt. † Im Restaurant erschossen. Der Buchdrucker Vol wurde in St. Margreten in einer Gartenwirtschaft von dem Italiener Hugo Vecchi erschossen. Der Mörder, ein bereits bestrafter Anarchist, ist verhaftet. igel, Futtermitteln Den Bertrieb der Lofe bad und Friedberg Raiferprei 1116. Infanterie- Heg. Generale des 18. 2 Dortelweil befohlen, † Zwei Millionen Mark Brandschaden. Ein riesiges Schadenfeuer zerstörte die große Papiermühle in Rochester ( Kent) mit Waren im Werte von über 2 Millionen Mart 500 Arbeiter sind brotlos. In der Nähe der Mühle wurden 11 große Familienhäuser ebenfalls eingeäschert, wodurch Hunderte obdachlos wurden. Bunte Cages- Chronik Berlin, 13. August. In der chemischen Fabrik vorm. Schering entstand gestern Nacht infolge Plagens einer Kampherblase ein gefährlicher Brand, der großen Schaden anrichtete. Drei Arbeiter fonnten nur mit genauer Not ihr Leben retten. Berlin, 13. August. In der Seifenfabrik von Rudolf Hermann sprang der Heizer Carl Schüfffe, in selbstmörderischer Absicht in einen Delbehälter und war sofort tot. Essen, 13. August. Der wegen Ermordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilte Bergmann Adalbert Sobolewski wurde gestern hingerichtet. Rompagnien des 18. Fringen hatte. Die f offen und ift a 118 Armee- Rorps Ge Meibung des Kaiferpre age hat die Rompo n Reg. um den B Archen müffen. Eine ht thing ndim Spie Ichenhäuser samt Familie verschwunden. Inzwischen ist festgestellt, daß Depots in der Höhe von einer halben Million Mart fehlen. Ichenhäusers Geschäftsräume wurden behördlich bersiegelt. Fürth, 13. August. Seit Donnerstag ist der Bankier änzte Kompagnie v Dessau, 13. August. Unter dem Verdacht, an einem 13jährigen Mädcher ein Sittlichkeitsverbrechen verübt zu haben, wurde der praktische Arzt Dr. med. Liebe- Roßlau berhaftet. Wien, 13. August. Wegen Bigamie und Fälschung von Kreditbriefen über 70 000 Franks wird der Bankbeamte Mag Balzer steckbrieflich verfolgt. Innsbruck, 13. Auguſt. Die Leiche des seit dem 17. Juli bermißten Touristen Wilhelm Schulzenstein aus Berlin ist am Schlauchkar in der Karwendelgruppe von einem Jäger gefunden worden. Cartagena, 13. August. Taucher der Bergungsgesell schaften am Dampfer, Sirio" haben festgestellt, daß Teile der Ladung geraubt worden sind. Die Täter sind bisher unbekannt. LAbend eingeholt. * Das diesjähri Am 9. Gipt mber ab bind vorgesehen: Fre 5 fund) und Wet Der Pfung norber Steinmetz C Bitwe Rothschild er bem Schwurgericht, d Antworten haben. Gr Beift zustandes im Normal befund.n word Daraftabt ins Unterf Cir jeigt auch jest nod Der alle vier Burntag, der feine tagt im naften Jahre in bi in fünfzehn Turnfre Paris, 13. Auguft. Das Unterseeboot, Esturgeon" erlite gliedern, wählt n infolge unvorsichtiger Behandlung im Hafen von Saigon Havarie. Die Mannschaft konnte gerettet werden. Die Ernte im Jahre 1906. ( Von unserem landwirtschaftlichen Mitarbeiter.) So weit sich übersehen läßt, ist in den meisten Ländern mit Getreidebau eine Mittelernte zu erwarten und Rumänien und Nordamerika erwarten sogar eine gute Weizenernte. Die Anbaufläche des Roggens ist weitaus am größten in Rußland, Dort waren über 29 Millionen Heftar mit Roggen bepflanzt, die zweite Stelle, aber in weitem Abstande, nimmt Deutsch land mit rund 6 Millionen Heftar Roggenfeldern ein. Ueber eine Million Heftar an Roggenpflanzungen sind nur noch in Desterreich, in Ungarn und in Frankreich anzutreffen. Die größte Anbaufläche an Weizen haben die Vereinigten Staaten von Amerika mit rund 20 Millionen Heftar aufzuweisen, dann folgt wiederum Rußland mit über 18 Millionen Heftar, Frankreich mit 61/2 Millionen Heftar, Italien mit 42 Milli onen Heftar, Ungarn und Spanien mit je 31/2 bis 4 Millionen Heftar. Eine Weizenanbaufläche von über 1 Million Hektar haben noch aufzuweisen: das Deutsche Reich, Desterreich und Rumänien. Bei Gersten- und Haferanbau steht wiederum Rußland mit großem Vorsprung an der Spitze. Der russischen Gerstenanbaufläche von 814 Millionen Hektar stand die Gersten anbaufläche von rund 2 Millionen Heftar in den Vereinigten Staaten gegenüber, und der russischen Haferanbaufläche von 16 Millionen Hektar, stand die Haferanbaufläche der Vereinigten Staaten mit rund 11 Millionen Heftar wiederum am nächsten. Dann fam das Deutsche Reich mit 44 Milli onen Heftar Haferanbaufläche. Wollen wir auch noch den Kartoffelbau in die Betrachtung einziehen, so finden wir wiederum die größten Anbauflächen in Rußland, der Vorsprung gegen Deutschland ist aber hier nur ein ganz geringer, denn den rund 3,3 Millionen Heftar Kartoffelland in Rußland, standen 3,2 Millionen Heftar in Deutschland gegenüber. Im Jahre 1904 wurde das Ergebnis der Getreideernte in der ganzen Welt auf 2824 Millionen Doppelzentner eingeschätzt gegen 2971 Millionen Doppelzentner im borhergegangenen Jahre. Jm einzelnen wurde 1904 geerntet 844 Millionen Doppelzentner Weizen, 395 Millionen Doppel gentner Roggen, 291 Millionen Doppelzentner Gerste, 488 Millionen Doppelzentner Hafer und 806 Millionen Doppelzentner Mais. Von diesen Mengen an Getreide wurden mehr als die Hälfte in den europäischen Ländern geerntet, denn auf sie entfallen 1433 Millionen, während in den außereuropäischen Ländern insgesamt 1387 geerntet wurden. Aus dem Gerichtsfaal. wife die Abgeordneten, 4000 belaufen wird. D be in Hildesheim zufan Tamerfchaft hat als Die ligte Juliwoche 190 Arantentaff Der om 18. Februar in Rrantenlaffen und Geme Befiherung, dem z. 8t. Swtember, vormittags 1 Daftadt feine erfte o Lage vor der Versam fittigung der Lungenbel be Bizungen wird da farbiger Führung befuch § Der Prozeß der Kammerfrau. In der Klagesache de Fräulein Milewska gegen den Kammerherrn v. Blumenthal hat das Amtsgericht zu Dresden das Verfahren wegen lichts erscheinens der Klägerin eingestellt und ihr sämtliche Kosten auferleat Lokales. Salzprodukte sen. In Hessen gi mt Wimpfen. Erfteres Brivatbefiz. Außerde er Jafobi'ichen Fabrit in if in Pfungstadt g nighafen in Wimpfe rouziert, während in F amiten Fabriten 11 277 De Eitrag der verftene ere ergab die Summe ine aus dem in den F maren Teilen des 80 pihem) Salz no Ban. Gobann ginger freie Salze und fi te Sole und Mutt en ein. sp. Der faum ge mer Robl fiegte cien Breis von Har Ikm überlegen auf E Gränberg, 13. A traßenpflasters i nicht ganz bendigt Berbindung unferes hauten geht immer dum werden zwei Ne at. Der Bug er Stadt immer offen Grünberg, 13. ug rlegte Jagdpäter a walde, zwischen hie ender mit ungewöh Münster 6. Lauba Bürgermeistern igen Bürgermeister *** Der Großherzog hat sich gestern Vormittag egene Partet hat g 8 Uhr mittels Automobil von Wolfsgarten nach Baireuth begeben. * Das Ehrezeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen vom Großherzog den Laubad, 13 Aug lungverein, Gin mozu auker den hie e aus Ettingshause Ritgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Büdingen Georg men waren. Gefan Freimann, Wilhelm Gall, Wilhelm Scheid, Ludwig Hemming, Johs. Limpmann, Karl Harnisch, Wilhelm Schulz und Wilhelm Weber. * Anläßlich der bevorstehenden Wahlen zur Land. wirtschaftstammer fand Sonntag in Schotten eine me jomie ein gaft an bereine geftalteten d Blungsreichen. Au thall. Lißberg, 13. Aug † Die Maul- und Klauenseuche ist im russischen Kreise Versammlung des Bundes der Landwirte im Gasthaus Burnd gestern gelegent Schtschutschin ausgebrochen. Sie herrscht namentlich in de Stadt Schtschutschin und auf dem gleichnamigen Gute. Dic Gefahr der Seucheneinschleppung nach preußischen Grenzort: schaften ist um so größer, als die Grenze eine trodene unt die Berührung einheimischen Viehes mit russischem auf der Weide kaum zu vermeiden gewesen ist. Aus Johannesburg hat sich der Kreistierarzt bereits nach den verseuchten russischer Orten begeben, um die nötigen Feststellungen über den Umfang des Seuchenherdes zu bewirken. Strenge veterinärpolizeiliche Maßnahmen sind demnächst zu erwarten. Traube" dorten, statt. Es wurden Bürgermeister Biehl Rainrod zum Kandidaten für die Kammer und Bürger meister Jochem Laubach und Landwirt Th. Cellarius Schotten au Mitgliedern für den Provinzialausschuß einstimmig in Vorschlag gebracht. * Das Großb. Ministerium des Innern hat dem Ge flügel- und Vog Izuchtverein für 2ch und Umgegend die Erlaubnis erteilt, mit der am 17. September in Lich ab. zuhaltenden flügelausstellung eine Verlosung von Ge Awischen Burschen a Monteur aus Bayer wurde dabei auf tern aus Hirzenha Denen Revolver unt Meinem Arbeiter die um Glüd an eine ung nicht tötlich Gefängnis nad 1. Gin ri hle in Hod Millionen Mühle mu ajchert, wo Fabrit bo einer Stamp haden anride ihr Leben ret tot. brif bon u Selbstmorderi ung feiner G Higel, Futtermitteln und Geräten zu verbinden und zugleich Vertrieb der Lose in den Kreisen Gießen, Alefeld, Lauterund Friedberg gestattet. *** Kaiserpreisschießen. Die 8. Kompagnie unseres 116. Infanterie- Heg. wurde auf Befehl des kommandierenden Generals des 18. Armee- Korp3 am Sonntag- Abend nach Dortelweil befohlen, woselbst sie mit einigen anderen Rompagnien des 18. Armee Korps um den Kaiserpreis zu mingen hatte. Die Kompagnie bat am besten ge= 16ossen und ist als die bestschießendfte Kompagnie des 18. Armee- Korps Seiner Majestät dem Kaiser zur VerMihung des Kaiserpreises vorgeschlagen worden. Am selben Sage hat die Kompagnie mit der 12. Romp. des 6. Boyr. Inf. Reg. um den Preis der Leib- Regimenter Sr. Majestät bert Sobolechen müssen. Eine Entscheidung hierüber steht noch aus. ist der Bank tanzte Stompagnie von ihren direkten Vorgesezten gestern hittling ndem Spiel wurde die mit grünem Laub be. zwischen ist Abend eingeholt. halben Mill burden behörd Das diesjährige Dünsberg- Wetturnen wird an 9. September abgehalten werden. Als Bettübungen Find vorgesehen: Freihoch, Freiweit, Stemmen,( zweiarmig Sacht, an ein 75 fund) und Wettlauf 150 Meter( 18 Sefunden.) chen berübt d. Liebe- Rog Fälschung Santbeamte eit dem 17. aus Berlini Der Pfungstädter Raubmörder. Der Raubmörber Steinmetz aus Pfungstadt, der im Frühjahr die Witwe Rothschild ermordet und beraubt hat, wird sich vor dem Schwurgericht, das am 24. September beginnt, zu verantworten haben. Er war bisher zur Beobachtung seines Geist zustandes im Landeshospital Hofheim und ist als mormal befunden worden. Dieser Tage wurde er nach Darmstadt ins Untersuchungsgefängnis zurücktransportiert. zeigt auch jezt noch feinerlei Reue über seine Tat. einem Ja Bergungsgei Der alle vier Jahre zusammentretende deutsche It, daß Teile Turntag, der seine letzte Versammlung in Berlin hielt, ind bisher tagt im nächsten Jahre im Worms. Die deutsche Turnerschaft, die in fünfzehn Turnfreise eingeteilt ist, die sich wieder in Sturgeon" e Saue gliedern, wählt noch im Laufe dieses Jahres freisen bon Saiga eife die Abgeordneten, deren Gesammtzahl sich auf zirka 400 belaufen wird. Die Sizungen dauern zwei Tage und ber in Hildesheim zusammengewesene Ausschuß der deutschen Bumerschaft hat als bhaltungszeit des deutsches Turntage bie legte Juliwoche 1907 bestimmt. rden. 906. Coggen bepflan mit 4/2 Mi Citarbeite Krantentassen verbands- Versammlung. meisten Länden Der om 18. Februar in Darmstadt gegründete Verband der und Rumana Arankenkassen und Gemeinden als Träger der Krankent sseBeizenernte. Buficherung, dem z. 8t. 70 Stassen angehören, hält am 16. ten in Rußlan tember, vormittags 10 Uhr im städtischen Saalbau in mmt Deuts Darmstadt seine erste odentliche Mitgliederversammlung ab. dern ein. Uebm Tage vor der Versammlung soll eine gemeinsame Be ind nur noch fütigung der Lungenheilstätte Winterkasten stattfinden. Nach nzutreffen. den Sizungen wird das Tuberkolosemuseum unter sacheinigten Staat unbiger Führung besucht. ( Darmft. 8tg.) Car aufzuweija Salzproduktion und Salzsteuer in onen bei eisen. In Hessen gibt es zwei Salzwerte: Bad Nauheim bia 4 Millimb Wimpfen. Ersteres ist staatlich, leßteres befindet sich ion Heftar habe Privatbesiz. Außerdem wird Salz als Nebenprodukt in Defterreich un er Fatobi'schen Fabrit in Darmstadt und in der Glyzerinsteht wieder brit in Pfungstadt gewonnen. Auf der Saline in e. Der ruffidiadwigshafen in Wimpfen wurden 120 805 Doppelzentner and die Gerste roduziert, während in Nauheim 16200 und in den geden Bereinigta annten Fabriten 11 277 Doppelzentner gewonnen wurden. anbaufläche der Eitrag der versteuerten Salze der inländischen Salzanbaufläche de Terte ergab die Summe von 384529 Mart. Nun aber Heftar wiederum mit 4% Mingen aus dem in den freien Verkehr gefeßten Salz, aus canderen Teilen des Zollgebietes und aus ausländis sem die Betrachtung portugisischem) Salz noch 1 111 966 Mt. und 1296 en Anbauflädoll ein. Sodann gingen für 117 783 Doppelzentner abhland ist aber benfreie Salze und für die 1300 060 hektoliter ver6 3,3 milione rauchte Sole und Mutterlauge 3 297 Mart Kontrollge3,2 Million Ehren ein. Der Getreideern Doppelzent ppelzentner in de 1904 geernt illionen Doppe gentner Ger 806 milion päischen Länden n an Getrei en, während 1387 geernt Klagefadhe . sp. Der faum genesene Weltmeisterschaftsfahrer Robl siegte am Sonntag, dem 12. August, im Croßen Preis von Hannover, einem Dauerrennen, über 100 km überlegen auf Brennabor. Grünberg, 13. Auguft. Die Anlegung eines neuen traßenpflasters in der Neustadt zeigt schon, obgleich nim nicht ganz bendigt, ein echt vorteilhaftes Aussehen. Tie Berbindung unseres Bahnhofs mit der Stadt durch Neubauten geht immermehr der Vollendung entgegen. Biderum werden zwei Neubauten an der Bahnhofstraße auf geführt. Der Zug nach Besten" macht sich auch für usere Stadt immer offenfundiger. Grünberg, 13. august. Weidmanns heil. Dieser v. Blumenthage erlegte Jagdpächter Albers aus Laubach im hiesigen Eadtwalde, zwischen hier und Weickarte hain einen feisten fämtliche Sender mit ungewöhnlich start ausgebildetem Geweih. ren wegen! Münster b. Laubach. Vor reichlich 14 Tagen war hier Bürgermeisterwahl, bei welcher der Sohn des feinerigen Bürgermeisters Gontrum gewählt wurde. Die ftern Vormity telegene Partet hat gegen die Wahl Refurs erhoben. nach Barre | * Schotten, 13. Auguft. Lehrertonferenz. Die diesjährige Hauptfonferenz sämtlicher Lehrer des Kreises Schotten findet Mitwock, den 15. August, auf dem„ Lehrerheim" unter dem Vorsitze des Geh. Regierungsrats Schönfeld statt. Ulrichstein, 13. Auguft. Am 2. September gebenft man den auf unserem Schloßberge neuerbauten Aus sits: turm einzuweihen. Dieser Turm, von viereckiger Form, mit zwei Stockwerken und spigem Dache versehen, steht an der Nordwest Ecke der äußeren Ringmauern unseres Bergschlosses; er ist nach einem Entwnrf des Geheimen Oberbaurates Hofmann zu Darmstadt errichtet worden und bietet den Besuchern der Berges eine herrliche Aussicht, die sich weithin in das Dhmtal, bis zu den Höhen des Taunus, des Westerwaldes, des Thüringer Waldes und der Rhön in ihren Ausläufern erstreckt. Bereits vor 16 Jahren war durch Herrn Professor Röschen( jezt in Gießen) der Gedanke einer Restaurierung unserer altehrwürdigen Burgruine angeregt worden. Auf Veranlassung dieses Herrn hatte man vor einigen Jahren einen besonderen SchloßbergVerein begründet, dem zahlreiche Mitglieder von nah und fern beitraten. Besonders eifrig wirften auch Amtsrichter Hanstein, Oberförster Schüß und Postverwalter Meisti. Auch der historische Verein für das Großherzogtum Hessen und der Vogelsberger Höhenklub nahmen sich der Sache an. Nunmehr sind alle Teile der ausgedehnten Burg ausgegraben; für die Erhaltung der Mauerreste wird bestens gesorgt. Die Einweihung des Aussichtsturmes, dessen endliche, wohlge lungene Fertigstellung man der Fürsorge der Staatsbehörde verdankt, wird sich zu einem wahren Volksfefte gestalten, da die ganze Bevölkerung warmen Anteil an diesem Bau nimmt. ( Darmst. 8tg.) * Alsfeld. Der Gemeinderat hat dieser Tage beschlossen, die Renovierung der Walpurgiskirche auf unbestimmte Beit zu vertagen. Dagegen hat der Kirchenvorstand beim Kreisamt Protest eingelegt, da die innere Renovierung der Kirche dringend vonnöten fet. Die Walpurgistirche stammt aus dem Jahre 1240. * Reibertenrod, 13. Auguft. In den Orten Reibertenrod, Schwabenrod, Münchleusel und Heidelbach sind Teleeröffnet worden. graphen- Anstalten mit öffentlichen Fernsprechstellen * Fulda, 13. Auguft. Das 2. Rhönturnfest wurde am Samstag Abend durch einen Kommers eingeleitet. Das Wetturnen begann am Sonntag Morgen bei starkem Rebel und feuchtem Boden. Doch bald brach die Sonne durch und spendete den Turnern das beste Wetter. Um liche Turnerschar nach Gersfeld zurückmarschierte. Als die 6 Uhr abends erfolgte die Preisverteilung, worauf die stattTurner von einander schieden, riefen sie fich ein fröhliches auf Wedersehen im nächsten Jahre zu. * Weilburg. Tausendiahrfeier. Durch das Entgegenkommen der Röniglichen und Großherzoglichen Behörden ist es dem Feſtausschusse gelungen, Festpläge zu schaffen, wie sie schöner teine andere Stadt an der Lahn bieten tann. Den Hauptplatz bildet der an der Lahn belegene von dem iäh emporſteigenden Hausley Felsen überragte Kasernenplag der Unteroffiziervorschule. Außerdem ist der von herrlichen alten Bäumen beschattete Großherzogliche Schloßgarten zur Aufnahme der Festteilnehmer bereitgestellt. Wohnungen sind reichlich vorhanden. Ebenso ist zu billigen Preisen eine große Anzahl Fenster zu vermieten, von denen aus die Fremden Gelegenheit haben, den Festung am tommenden Sonntag anzusehen. Auch für die Verpflegung ist aufs beste gesorgt. Anfragen wegen Wohnungs- und Fenstermiete sind an Herrn Hans Bruchmeier, Weilburg, Marktstr., zu richten. A Bad Nauheim, 13. August. Heute trafen hier etwa 40 französische Aerzte mit ihren Damen aus Frankreich auf Einladung der Kurverwaltung ein. Baurat Dr. Elser und Herren der Badeverwaltung führten die Gäste durch die Badehäuser, Anlagen 2c. Es fanden Vorträge und festliche Veranstaltungen zu Ehren der Gäste statt. Friedberg, 13. Auguft. Seitens der Kreisschultommission sind für die Lehrer an den Volksschulen des Kreis& Beichenturse eingerichtet worden, um sie mit der neuen Zeichenmethode für den Volksschulunterricht von Hölscher- Darmstadt bekannt zu machen. Die Kurse werden von Lehrern abgehalten, die bereits bei Professor Hölscher in Darmstadt an einem von der Regierung eingerichteten mehrwöchigen Zeichenfursus teilgenommen haben. * " * Frankfurt, 13. Auguft. In einer Versammlung der Vereinte ten Landwirte von Frankfurt und Umgegend" wurde gestern die Erhöhung des Milchpreises behandelt. Die Redner traten für den Ausschlag von 15 auf 16 Pfg. pro Liter ein und schlugen die Preiserhöhung teils für den 20. Auguft und teils für den 1. September vor. Zuletzt murde einstimmig eine Resolution angenommen, die eine Erhöhung des Milchpreises von 15 auf 16 Pig. pro Liter auf den 1. Sptember festsetzt. * Seligenstadt, 13. Aug. 8um Lustmord. Gestern war die Nachricht verbreitet, ein Strolch, auf den das Signalement des Mörders passe, sei in Hanau ergriffer worden. Leider stellte sich heraus, daß man sich geirrt hatte. Die anfangs allgemein verbreitete und auch von der Untersuchungsbehörde geteilte Ansicht, der Täter sei in der unmittelbaren Nachbarschaft zu suchen, bestätigt sich nicht. Es wird i Bt bekannt, daß der Mörder schon am Montag im Welzbe mer Gemeindewald gesehen worden ist. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 15. Auguft. Beitweise heiter, vielfach Gewitter. Temperatur zunächst wenig verändert. mäßige sübliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarie.) Maritbecite. Gieken. 14 Aug. Auf der heutigen Wochenmar't fofteter Butter her fb. 1.20-1.30 mt., sub er ter ber Stid 7-8 fa., Enteneter St. 0-0 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfa., Tauben ver Paar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 mf., Hahnen per Stück 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse ber Pfd 00-00 Bfg.. Ochsenfleisch per Pfd. 78-86 Pfg., Rind: fleisch per Pfd. 70-72 Bfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-94 Bfg. Schweinefleisch gefalzen per Pfd. 94-00 Pfa., Kalbfleisch ver Pfd. 80-84 Pfa., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 7.00-8.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-800 Mt., Weiskraut per Std. 15-30 fd., per St 10-30 Pfg., Aepfel per Pfd 15-20 Pfg., Zwetschenper Str. 0.00-000 Mt., Kirschen per Pfd. 30-40 Pfg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Markizeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überbaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher feilgeboten werden. Marktpreise für Vieh und Frucht und die Giesener Fleisch und Brotpreise am 14. Auguft 1906 Ochsen Kälber Höchste Schlachtviehpreise in Frankfurt a. M. Fletchpreise in teken 50 kg Schlachtgewicht 85-87 m. 1/2 kg 78-86 f. 95-98 Pf. 1/2" " " Schweine do. 77 80. 80-84 do. 80-86 " " Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 54 Pf. Schwarzbr. d. 50 " Getreidepreise in Mannheim 00.00-00.00 m. 16.25-16 50 Weizen 100 kg Roggen do. Motierungen der Frankfurter Vichmarktpreise Frankfurt a. M.. 14. August 1906. 809 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 296 Kälber, 225 Schafe und Hämmel, 1150 Schweine, 1 Biege 0 Biegen- und Schaflämmer. Zum Verkauf flanden: 447 Dchsen, 77 Bullen, Bezahl wurden für 100 Pfund: Schlacht- Lebendchien: - gewicht gewicht Mo a. vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren 85-87 b. junge fleischige, nicht ausgemästete unu ältere ausgemäftete 79-81 - 68-74 73-75 - 70-72 - c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut ge nährte ältere Rühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. vollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. volfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) I 80-81 - 77-79 64-66 ist in dret Bezuke eingeteilt: Friedberg, Buzbach und Vilbel. Homburg, 13. August. Kaiserbesuch. Unser Badeort steht im Zeichen des Ka serbesuchs. Am 16. Auguft trifft der Kaiser hier ein, um das neue Landgrafen- Denkmal, das er zur Erinnerung an das Landgrafengeschlecht von Hessen- Homburg der Stadt gisbenkt bat, zu enthüllen. Das Dentma, ein zehn Meter hoher Obelist aus rotem schwedischen Granit, ft nah zu fertiggestellt. Es hat an der sogenannten großen Promenade über dem Elisabetenbrunnen Platz geAuf dem 200 Bentner schweren Menolith, dem Schlußstück des Obelists, steht in Gold eingraviert die einfache Widmung: Kaiser Wilhelm II. dem edlen Landgrafenhaus HessenHomburg". Auf den Stufen und am Schaft sind auf allen Seiten Embleme, Porträts und Szenen aus der Homburger 24.50, bo. 1 mf. 22.25-22.75, bo. 2 Mr. 18.- 19 23 Geschichte dargestellt. Der Kaiserbesuch und das Eintreffen König Eduards in Kronberg, der als Prinz von Wales einen günftigen Enfluß üben. Frankfurt a. M., 13. Aug. Fruchtmarkt. notterten nach Qualität: An Weizen, hiefiaer und Wetterauer mt 17 80-18.00, furhessischer Mr. 17.80-18 00 Roggen, hiesiger Mr. 15.00-16.00, russischer Mr. 16.30-17.00 Gerste, hiesige Mf. 17.25 bis 17 75, Pfälzer Mr. 17.00 bis 17.50, fränkischer Mr. 17 75-18.00, Riedgerste Mt. 17.- bis 18 25 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mt. 00.00-00 00, furhessischer Mt. 17.00-18 75, bayerischer Mr. 00.00-00.00, Mais, Mired Mt. 13.50-13.50. Alles bro 100 kilo ab hier. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach = freiwillige, wozu auker den hiesigen Vereinen auch die Nachbar- funden und gibt der breiten Allee einen schönen Abschluß. Großherzog No Laubach, 13 August. Am Sonntag feierte der hiesige Gangverein„ Eintracht" sein 25jähriges Jubiläumsbe eine aus Ettingshausen, Ruppertsburg und Wetterfeld Gesangliche Vorträge der eingeladenen Beleine sowie ein raft ausgeführter Stabreigen des hiesigen Er vereins gestalteten den Nachmittag zu einem äußerst abhslungsreichen. Am Abend folgte ein gutbefester Fet ball. Büdingen Beerinen waren. abig gemming Im Schulz n zur Land n Schotten in Lißberg, 13. Auguft. Eine große Schlägerei " Gafthout hand gestern gelegentlich einer Festlichkeit in Hirzen Homburg viele Jabre besuchte, dürften auf die Fremdenz ffer meifter Bich ganzwischen Burschen aus Hirzenhain und Merkenfrig. er und Bürge Ein Monteur aus Bayern, der in Merkenfriz beschäftigt * h. Cellariuk wurde dabei auf dem Heimwege von mehreren In seiner Wohnung Beißelstraße 9 im fünften Stock wurde gialaus dus cin beitern aus Hirzenhain überfallen. Er ergriff den geladenen Revolver und shoß auf die Angreifer, dabei n hat dem Beg einem Arbeiter die Kugel in die Brust. Sie war Umgegenb bie ber in Lid ab fung bon B zum Glück an einer Rippe abgeprallt, so daß die Belegung nicht tötlich war. Der Schüße wurde heute in Gefängnis nach Ortenberg abgeführt. Frankfurt, 13. August. Das Ende vom Liede. gestern Morgen der 50jährige Bäckergeselle Leonhard Reible mit durchschnittener Schlagader tot aufgefunden. Reible batte bor längerer Zeit in der Lotterie einen Gewinn von 45 000 Marf gemacht, und seitdem hatte er nichts mehr gearbeitet und von dem Gelde gelebt. Als alles verbraucht war, nahm er sich das Leben! Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mr. 26 75-27.75, feinere Marken Mt. 28.00-29.00, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25 75, feinere Marken Mt. 25.75-27.75 hiesiges Nr. 2, Mt. 24.25-24.75, feinere Marten Mt. 25.00-25.75, hiesiges Nr. 4, Mr. 20.75-21.25 feinere Marten Mt. 21-22.00, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mt. 24. bis Weizenschalen Mt. 500-5.15, Weizentleie Mt. 5.00--5.20, Roggenkleie Mr. 5.50-5.60, Weizenfuttermehl Mt. 6.75-7.75 - Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beidi in Gieken. Die Zierde der Frauen liegt entschieden in schönem, üppigem, angenehm duftenden Haar. Das fann nur durch den Gebrauch von Carboline - die Königin aller Haarwässer erzielt werden. Zu haben in Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a M. Bekanntmachung. Die unterm 2. Juli 1906 angeordnete Sperre der Löberstraße zwischen Garten- und Goethestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 11. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 21. Juli 1906 angeordnete Sperre der Durchfahrt der Eisenbahnunterführung am Neustädtertor wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 11. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Noth. Bekanntmachung. In der Zeit vom 3. bis 11. August 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 Arbeitsbeutel, 1 Brieftasche, 1 filbernes Kettenarmband, 1 Milchkanne, 3 Damenringe, 1 Revolver, 1 Damensonnenschirm, 1 Damengürtel verloren: 50 Mark in Gold, 1 schwarzledernes Portemonnaie mit 35-37 Mark und 1 Rechnung als Inhalt, 1 rotes Portemonnaie mit der Aufschrift „ Gruß aus Christiania" mit 22. Mt. und einigen Pfennigen Inhalt, 1 schwarzer Damenstoffgürtel mit Schnalle, 1 schwarzes Herren- Portemonnaie mit 75 Mf. Inhalt, 1 braunes Lederportemonnate mit ca. 9 Mf. Inhalt, 1 Füllfederhalter mit Goldfeder, 1 Portemonnaie mit 13 Mt. Inhalt, 1 Patetchen mit 1 Kravatte mit Goldnadel, 2 Taschentüchern gez. K. D., 1 paar Manschettenknöpfe und 4 fleinen Vorhemdknöpfchen als Inhalt und 1 seidene Damenbluse. Zugeflogen ist: 1 Stanarienbogel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 11. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Kabelarbeiten ist das Kabel in dem Selters weg, Goethestraße und Löwengasse am 15. d. M., vormittags, ausgeschaltet und die Stromlieferung unterbrochen, was wir hiermit den anliegenden Konsumenten zur Kenntnis bringen. Gießen, den 14. August 1906. Städtisches Elektrizitätswerk Gießen. Stolte Arbeitsvergebung. Die bei Errichtung einer neuen Küchenanlage am Kurhaus vorkommenden Arbeiten werden hiermit auf Grund des Ministerialer- Eclasses vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Zur Vergebung fommen: 1. Steinhauerarbeit, ca. 6 cbm Werksteine, ca. 8,4 cbm Treppenstufen aus Basaltlava 2c. 2. Zimmerarbeit, ca. 28 cm Tannenholz, 140 qm Dachschalung 2c. 3. Trägerlieferung, ca. 9000 kg schmiedeeiserne Träger. 4. Grobschlosserarbeit. 5. Dachdeckerarbeit, ca. 670 qm Schieferdeckung 2c. 6. Spenglerarbeit, ca. 160 qm 3inkdeckung, Standfandel, 70 m Abfallrohre 2c. 7. Bligableiteranlage. 8. Glaserarbeit, ca. 167 qm Fenster, 225 qm Verglasungi des Küchendaches, 170 qm Glaswände 2c. 9. Weißbinderarbeit, ca. 3200 qm Wandputz, ca. 880 qm Deckenputz 2c. Zeichnungen und Bedingungen fönnen auf unserem Amtszimmer( Usastraße) eingesehen werden; daselbst werden Arbeitsbeschreibungen zum Selbstfostenpreis abgegeben; Versandt nach auswärts findet nicht statt. Angebote sind verschlossen und portofrei bis längstens Samstag, den 1. September, vorm. 10 Uhr bei der unterzeichneten Behörde abzugeben, worauf sofort deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 14 Tage. Bad Nauheim, 15. August 1906. Baubehörde für die Neubauten. I o st. Bei den leistet hohen Fleischpreisen MAGGI's Würze mit dem Kreuzftern. der Hausfrau unschätzbare Dienste, um auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. Verkauf von Baupläßen an der Licherstraße. Die Stadt Gießen läßt: Mittwoch, den 22. Auguft, nachmittags 3 Uhr auf dem Großherzoglichen Ortsgericht zwei nebeneinander gelegene Bauplätze an der Licherstraße, Ecke der Landmannstraße von rund 600 und 480 qm öffentlich meist Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. bietend versteigern. Gießen, den 9. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Inserate finden in vorliegender Zeitung die größte Verbreitung. Grummetgras- Versteigerung der Stadt Gießen. Samstag, den 18., Montag, den 20. und Am Dienstag, den 11. September 1906, vormittage, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheime ftraße Pferdemarkt statt. Stallungen sind in der Nähe Marktes ausreichend vorhanden, wegen derselben wolle man ficha Herrn Hoflohnkutscher Huhn- Gießen wenden. Für die Prämmiterung des besten Pferdematerials fea 1670 Mk. zur Verfügung. Der Prämiierungsplan ist von Hem Weinhändler August Schwan zu Gießen zu beziehen. Di Breisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12½ 1 Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz un zurück. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf den Marktplay. Am 12. September, nachmittags 2 Uhr, findet in de Turnhalle der Stadtfnabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und G rätschaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltung- und Gebraucht gegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mt. ist dem Herrn Richa Buchacker: Gießen übertragen. Gießen, den 25. Juli 1906. Die städtische Pferdemarkt- Kommission: Jean Kirch. Geld in jeber Höhe auf Wechsel oder Schuldschein vermittelt Diskret an jederm. Karl Farrenkopf, Harzburg. Geld bis 1000 mt auch gegen bequeme Ratenz. auf Wechsel od. Schuldschein giebt anerf. ftreng reell u. schnell C.A. Winkler, Berlin W., Mansteinerstr. 10. Handelsger. eingetr. Firma Glänz. Danfschr. feine Adressenl. Selbstg. Hübſch find Alle, die eine zarte, weiße Haut, rosices Aussehen u. ein GeKeine Serienlose oder Pfennigslotterie! Wasche mit LUHNS wäschtam besten Nur Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl, angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! ficht ohne Sommersprossen u. Saut Eine Mark monat unreinigkeiten haben, daher ge brauchen Sie nur: Steckenpferd. Lilienmilch- Seife b. Bergmann& Co., Radebeul mit Schußmarte: Steckenpferd. à Stď. 50 Pfg. bei: Carl Haberkorn Nachfl. und Apotheker Schäfer, Grünberg. * Fichteftr. Dienstag, den 21. August 1906 foll das Grummet Hillegburg Site. 33 gras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert u. meine hier i. D. pat. Neuheit. werden und zwar: Samstag, den 18. August: a) nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen bei der Margarethenhütte, b) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen bei der Aktienbrauerei und in der Stephansmarf. Montag, den 20. August: Freibank. Faffelochsenfleisch 50 Schweinefleisch 50 Pfg. Kuhfleisch 48 Big. Junger a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Bureaugehilfe Wiesen im Neustädterfeld und von den Wieseckböschungen, 18 Jahre alt, mit schöner Handschrift und guten Zeugnissen, sucht per sofort Stellung. Offerten b) vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Ww., Grünbergerstraße 6 von den Wiesen unter O. N. 101 an die Exp. d. im Heegstrauch, im Rußland und von dem unteren BI. erbeten. Teil des Friedhofs am Nahrungsberg, c) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Schöne möblierte Zimmer Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal und von mit oder ohne Pension zu verden Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck, mieten. d) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den Gießen, Bismarckstraße Nr. 17. Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 21. August: a) vormittags 9 Uhr.an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch, b) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, c) nachmittags 22 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Altenbused, d) nachmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck. Die Zusammenkunft ist am 18. August an der Eisenbahnbrücke in der Klinifstraße, am 20. August am Neustädtertor und am 21. August an den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihrer Gemeinde bekannt machen zu lassen. Gießen, den 8. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Locomobilen ( fahrbar m. Wanderconzession.) 1 Std. v. Lanz 89 erbet. fein hergerichtet 7-9 P. S. Man laffe ,, MAGGI's Würze" nur in Maggi's Originalfläschchen nachfüllen. 1 " " " " 90 Feuerbüchse neu 12-17 " " 97 " Н " " 20-30 Ausziehkessel " " billig abzugeben. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. Streng reell! genügt! Viele Mill. Hauptgewinne! Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! Prospekt durch alleinige AnnahmestelleChr.Hummel München, Römerstrasse 3. oder Bei Kauf Beteiligung grösste Vorsicht! Wirklich reelle Angebote verkäuflicher biesiger und auswärtiger Geschäfte, Gewerbe- Betriebe, Zins-, Geschäfts, Fabrikgrundstücke, Güter, Uillen etc. u. Cellbabergesuche jeder Rzt finden Sie in meiner reichhaltigen Offertenliste, die jedermann bei näherer Angabe des Wunsches vollkommen kostenlos zu sende. Bin kein Agent, nehme von keiner Seite Provision. E.Kommen nacht. Köln a/ Rb. 94 Kreuzgasse 8, L. Geld! Bares Geld! Hoher sofortiger Verdienst für Jedermann! Kein Kapital! Kein Laden nötig' Spielend leicht! Offert. u. A. B. a. Annoncenexpedit. Eugen Wieland, Lindau in Bayern. Stollwerck's Stollwerck COCOA ADLER CACAO Blutbildend. Muskelstärkend auch der Kopf des Vaters, dessen Haupt- nnd Barthaar Im Silberschimmer erglänzte, neigte fich zur Seite, da der Sohn, von zwei Amtsdienern geleitet, bicht neben feinem fordernd auf den alten Mann gerichtet der im Bewußtsein Gibe an ihm vorüberschritt, die trobigen Augen eines unverdienten Unglückes ganz in sich zusamm herauswird. Die Geyser find bes Geyser in Verbindung gesegaffer, die mit einer bewunderna. werten Regelmäßigreifen fanntlich Quellen aus der Erde in die Luft hinauswerfen. Der fragliche Geyser beobachtet bei seinen Ausbrüchen aufs Genaueste den Zwischenon 38 Nr. 186 Dienstag, den 14. Auguft 1906