nsmar Rr. 241 . dahier statt. n zur allgemeinen Kenn die leberweisung der die Verlosung der St Folge zu leisten. Di wird das laute Ausble trieb des Biches findet statt. meifterei Grünberg. mer. ung. onders der werten Nachbar ich Montag, den 15. Oktober z 5 ') ein , Zigaretten 1 Spirituosen geführt. Für prompte und ten Zuspruch zeichne ochachtungsvoll Heuser. and- Amerikane Cb, Hopewell- und in diversen Fabrika Jerdampfschalen. Feuer asten, Kohlenlöffel, Stoch Mülleimer maschinen, Dezimal, Ta Reib- u. Mefferpugmai ilies, Fischereigeräte, Bi 8fticke, Flechtrohr, Ra waren, Kurzwaren, and Munition empfiehlt mann, Gies andlung Nenfo Juszeichnun wurde den auf der and 1906 ausgestellten en is der Ueberlegenheit dieses ikats. im Gebrauch! ertretung: Jung W en- Giessen Stadt- Chea Giessen. Direflion: Herm. Eteingo Sonntag, den 14. Of 2. Sonntags Abonnements- Borfiell Die Brant Zweites Blatt. belos Saptagbebition: tegen, Seltersweg 80. Fernipresanichick R. 888. Samstag, pen 13. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang Sontibellagen: Oberbeffische Familiengritung und bie Gießener Seifenblassa( wöchentlich)). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) fir Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Rokalanzeiger für Gießen und Umgebung. # rtbält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großb. Bürgermeisterei Gießrn, des Gron. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Cherheffen Heizen und Lüften. Die Sorge für unsere Bimmer im Winter. Von Heinrich Osten. Der Herbst schickt seine talten Binde durch das Land. Wie lange wird es dauern und der Winter tritt die Herrschaft mit Schnee, Eis und Frost an. Da heißt es, Wärme im Heim zu schaffen, damit die im Freien steifgewordenen Glieder auftauen können in der Behaglichkeit des häuslichen Herdes. Die regelrechte Zuführung reiner frischer Luft in Die zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Riume ist aber ebenso wichtig; leider aber noch nicht überall genügend erfannt. Von den Brennstoffen kommen für die Erwärmung der Wohnräume im Grunde nur die festen, nämlich Stein-, Braunund Preßkohle, Holz, Torf und Kots, sowie von den gasförmigen noch das Leucht- und Generatorgas in Betracht. Der Verbrennungsprozeß und die Wärmeentwicklung dieser Heizmaterialien beruhen auf der Verbindung der brennbaren Bestandteile mit dem Sauerstoff der Luft. Die Verbrennung erfordert also die Zuführung einer gewissen Luftmenge; je vollständiger die Verbrennung, um so besser wird die Heiztraft eines Materials ausgenutzt. Die durch den Verbrennungsprozeß einer Menge Sauerftoffs beraubte, aber mit gesundheitsschädlichen Verbrennungsprodukten erfüllte Luft steigt infolge ihres verringerten spezifischen Gewichts in die Höhe und entweicht durch den Schornstein, um unten der frischen Luft den Zutritt zur Feuerung zu gewähren. Die Unterhaltung des Feuers bedingt also einen beständigen Luftzug, über dessen Wirkung uns die Färbung der Flammen belehrt. Die bläulich- grüne Färbung zeugt von vollständiger, eine rötliche oder rötlichgraue Flamme von unvollständiger Verbrennung der Kohlenftoffteilchen. Von einer guten Ofenkonstruktion wird vor allem eine hinreichende und richtige Zuführung des Sauerstoffs, sowie eine angemessene Wärmeabgabe an die Zimmerluft verlangt. Diesen Bedingungen entspricht am wenigsten der Kamin, dessen Feuer nur durch direkte Warmeausstrahlung heizt, aber nichtsdestoweniger durch neuere, rationell eingerichtete Feuerungsanlagen noch immer nicht zu verdrängen ist. Das Leucht- und Generatorgas zur Zimmerbeizung zu verwenden, Bekanntmachung. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 11. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Curschmann. Bekanntmachung. Bei der heutigen Wahl durch die Vertrauensmännsmänner im 1. Wahlbezirk Gießen ist Herr Wilhelm Weil zu Lang- Göns jum Mitglied der Landwirtschaftskammer und die Herren 1. Heinrich Silbert II zu Heuchelheim, 2. Bürgermeister Hirz zu Wagenborn zu Mitgliedern des Ausschusses der Landwirtschaftskammer ir die Provinz Oberhessen gewählt worden. Einwendungen gegen die Wahl können binnen einer Woche nach Ablauf des heutigen Wahltags( 18. Oftober 06) erhoben werden. Sie find bet der Bürgermeisteret des Wohnorts oder bei dem Unterzeichneten vorzubringen. Gießen, den 11. Oftober 1906. Der Wahlfommissär: gez.: Dr. Breidert, Gr. Provinzialdirektor, Geheimerat. Betr.: Rotlausseuche. Bekanntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Wilhelm Better, Leihgesternerweg 23 dahier ausgebrochene Rotlaufsen dhe erloschen ist, wird die unterm 13. September 1906 angeordnete Sperre aufgehoben. Gießen, den 10. Oftober 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. September 1906 angeordnete Sperre von Mem der Crednerstraße zwischen Klinik- und Hofmannstraße| Ein Trauerspiel mit Chören Fr. Schiller. bird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. Oktober 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. tt nicht ganz unbedenklich. Es sind selbst bet sorgfältigster Beobachtung der Oefen Gefahren nicht ausgeschlossen. Meistenteils werden wohl noch Oefen verwandt. Die Luft erwärmt sich an den Ofenflächen, dehnt sich aus, wird spezifisch leichter und steigt infolgedessen nach der Decke des Raumes, während unten falte, schwere Luft an ihre Stelle tritt. So erfolgt eine fortwährende Zirkulation und allmähliche Erwärmung. Der Hauptzweck der Defen, die aufgenommene Wärme der Zimmerluft mitzuteilen, ist für die Wahl des Ofenmaterials bestimmend; es kommen allerdings nur zwei sehr wohlfeile und zugleich sehr feuerfeste Baumaterialien, Ton und Gußeisen, in Betracht. Um die Bedienung der eisernen Desen zu erleichtern und das fortwährende Nachschütten von Brennmaterial zu vermeiden, hat man sogenannte Füll- und Regulieröfen konstruiert, in denen eine größere Menge von Heizmaterial zur allmählichen Verbrennung gelangt. Die Zentralheizanlagen, welche sich in öffentlichen Anstalten, wie Schulen, Museen, Kranken- und Badehäusern, Kasernen usw. so vortrefflich bewährten, haben sich für Mietshäuser nicht als zweckmäßig erwiesen. Dagegen ist eine Zentralheizung wohl angebracht in Gebäuden, welche von einer Familie allein bewohnt werden, also in Villen, Palästen usw. Zentralheizungen erzeugen häufig durch Verbrennen von Staub, der auf die heißen Flächen der Heizförper fällt, gesundheitsschädliche Verbrennungsprodukte. Es muß daher für die Reinhaltung der Heizkörper ganz besonders gesorgt werden. Die Ursachen der Luftverunreinigung in den von Menschen benutzten Räumen erfolgt in der Tat nicht zum geringsten Teil durch Verbrennungsprodukte, und zwar sowohl durch Gase der Heizanlagen, wie durch solche der Beleuchtung. Hierzu kommen die Ausscheidungsprodukte der Menschen durch Ausatmung und Ausdünstung. Es gibt zwei Wege, die Lufterneuerung zu bewirken: entweder jagt man die schlechte Luft zum Hause hinaus und überläßt es dem atmosphärischen Druck, das fehlende Luftquantum zu ersezen, oder aber man preßt mit Gewalt frische Luft in den zu lüftenden Raum hinein und zwingt die verbrauchte zu entweichen. Die letzte Methode kommt für die Ventilation von Wohnräumen nicht in Betracht, da sie gleichsam als ultima ratio angesehen wird. Für uns handelt es sich hier um kleine, einfache und nicht zu kostspielige Apparate. Ru den einfachsten VorLebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für nur 195 1th Mark liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Jeder 50te Besteller erhält gratis hocheleganten Goldrahmen Nur nachweislicher Abschluss von 50.000 Porträts ermöglicht dieses Angebot. Niemand versäume diese Gelegenheit und sende umgehend Photographie mit deutlicher Adresse an Grand Institut pour reproduktion Hugo Weis Frankfurt a. M., Kronprinzenstrasse 54. richtingen gehören die Lüftungsgitter, die in eine Deffnung eines vertikalen, bis über Dach geführten engen Mauerschlots eingesetzt werden, und zwar unmittelbar unter der Zimmerdecke, da die verbrauchte Luft nach oben steigt. Will man die Wirkung erhöhen, so ordnet man hinter diesem Gitter eine Gasflamme an. Um gleichzeitig frische Luft in größerer Menge zuzuführen, kann man am entgegengesetzten Ende des Zimmers und zwar möglichst unmittelbar über dem Fußboden eine kleine Deffnung in der Frontwand herstellen, die nach außen durch ein Gitter verschlossen wird; von innen schiebt man in die Deffnung einen quadratischen Blechkasten mit durchlöcherter Rückwand. Man ist nun in der Lage, diesen Kasten nach Erfordern mehr oder minder weit herauszuziehen, und je nachdem man ihn mit seiner Deffnung nach unten, oben oder seitwärts einschiebt, die eintretende Luft abzulenken, so daß Zugluft vermieden werden kann. Eine sehr einfache Vorrichtung zur Entlüftung der Gesellschaftsräume bei zahlreichem Besuch kommt merkwürdiger Weise nur selten zur Ausführung. Es ist das eine Deffnung über dem Kronleuchter, die mit einem geschmiedeten Eisen- oder Bronzegitter versehen und mit einem in der Decke liegendeu, nach außen führenden Blechkanal in Verbindung gebracht werden kann. Daß diese Lüftungsvorrichtungen noch unvollkommen find, muß ohne weiteres zugegeben werden; wir müssen uns jedoch mit diesen Apparaten begnügen, bis beffere geschaffen werden. Thöricht aber ist es, nicht einsehen zu wollen, daß eine rationelle Lüftung der Wohnräume ebenso wichtig ist wie die Kanalisation. Denn es ist nicht minder gefährlich, schlechte Luft einzuatmen, wie verpestetes Wasser zu trinken. Allerdings zeigen sich die Folgen der ungenügenden Ventilation erst nach längerer Zeit, wenn es überhaupt möglich ist, die Einwirkungen der schlechten Luft zu konstatieren. Vermischtes. Se = Was and einem Schlofferlehrling werden kann. heue Präsident des Reichsmilitärgerichts, General Linde hat einst, was nicht allgemein bekannt sein dürfte, als einfacher Schlosserlehrling angefangen. Er wollte Ingenieur werden und trat gleich nach der Konfirmation in eine kleine Schloffers werkstatt ein, um praktisch zu arbeiten. Die mechanische Arbeit fagte ihm aber nicht zu; er aina aufs Gymnasium zurüd und Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Renntnis, daß die Friedhöfe vom 16. Ottober bis 15. März 1907 von morgens 8 Uhr bis abends 5 Uhr ge öffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Friedhofsglode angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertelstunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore geschlossen. Gießen, den 10. Oktober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 17. Eeptember 1906 angeordnete Sperre der Wetsteinstraße zwischen Nordanlage und Wetsteingasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. Oftober 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Submission. Für die Klinik für psychische und nervöse Krankheiten soll die Lieferung von: 400 Zentner Speisekartoffeln, Tafeläpfeln 6 " P auf dem Wege der öffentlichen Submiffion vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen liegen an den Wochentagen. nachmittags 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote unter Anschluß von Proben find verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin: Mittwoch, den 24. Oktober 1906, vorm. 12 nhr, auf dem Verwaltungsbureau einzureichen. Der Zuschlag erfolgt bis zum 29. Oftober 1906. Gießen, den 4. Oktober 1906. Großh. Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. J. V.: Dr. Dannemann. 6. 33. st er 111 ent ng n. trac 1866 in ein artillerieregiment ein. Dann machte er schnell Karriere. = Das Telephon in der Westentasche. Nach den Berichten polnischer Blätter hat ein Warschauer Ingenieur einen Telephonapparat erfunden, der nicht größer als eine gewöhnliche Taschenuhr ist und mit Leichtigkeit in der Westentasche getragen werden kann. Der Gebrauch dieses Taschentelephons geschieht in folgender Weise: Jeder Abonnent erhält ein Taschentelephon und ein Schlüsselchen, das die Kontakt fästchen öffnet, die an allen Straßeneden und in den öffentlichen Lokalen aufgestellt werden. Sobald der Abonnent sein Taschentelephon mit dem Kontaktkästchen verbunden hat, kann er mit der Station oder mit jedem Abonnenten, der ein Telephon besitzt, sprechen. = Die Aufzeichnungen eines Selbstmörders veröffentlichten gestern Budapester Blätter. In den Amtsräumen der dortigen Staatsanwaltschaft hat sich am vorigen Donnerstag der 26jährige Schreiber Kornel Daumann erschossen. Auf seinem Schreibtisch fand man folgende Aufzeichnungen: Beit meines Selbstmordes: 27. September, abends 1/28 Uhr. Motiv: Liebe und Geld. Ich war in eine schöne Schauspielerin närrisch verliebt, die mich aber nicht verstand. Ich empfinde eine solche seelische Befriedigung, daß ich sie nicht beschreiben kann. Jezt kann sie sehen, wie sehr ich fie liebe. Eltern: Jch bitte euch, verzeiht mir, aber ich konnte nicht anders. Die Polizei bitte ich, mich nicht zu obduzieren. Freund Arthur: Den Revolver, mit dem ich den Selbstmord verübte, vermache ich dir. Unser Freund N. hat sich neulich fünf Gulden von mir geliehen. Kassiere das Geld von ihm ein und vertrinkt es beide zu meinem Andenken. Gläubiger: Jhr aber weinet und schluchzet jetzt. So viel steht fest, wenn niemand um mich weint, ihr werdet mich beweinen!" H Wustergültige Sträflinge. Die Sträflinge des Brionder Gefängnisses haben gar weiche Herzen. Ihr einziger Wärter stürzte neulich auf einem dienstlichen Gange hin und verlegte fich. Sein Seufzen und Stöhnen erweckte die Aufmerksamkeit und das Mitleid der Gefangenen, die ohne größere Anstrengung ihre Zellen aufbrachen und zu seiner Hilfe herbeteilten. Mit seinen Schlüsseln, die sie sich sofort verschafften, öffneten fie auch das Tor des Gefängnisses, begaben sich auf die Straße und requirierten auch dort Beistand für den erfrankten Wärter. Nachdem ein Arzt beschafft war, der übrigens nicht mehr viel zu helfen hatte, denn der Aufseher starb bald nach seinem Schlaganfall, kehrten die Sträflinge ruhig in ihre Zellen zurück. = Ungefährliche Granaten. Im Arsenal von Hanyang am Yangtsefiang fand jüngst ein Versuchsschießen statt mit zwei schnellfeuernden Gebirgsgeschützen, die dort hergestellt waren. Für jedes Geschütz hatte man drei ebenfalls in dem Arsenal angefertigte Granaten bereit. Von diesen sechs Granaten wollte aber nicht eine einzige trepieren! Die als= bald angestellte Untersuchung ergab, daß ein kleines Versehen unterlaufen war, denn man hatte ganz vergessen, die Granaten mit Bulver zu laden! Freiwillige Sanitätskolonne Gießen. Am 16. ds. Mts beginnt ein Ausbildungskurses der von Herrn Oberarzt Dr. Flath geleitet wird. == Ein irrfinniger Kaiser. Der Beherrscher des Kaiserceiches Annam, der 27jährige Tan Thai, von dem in den legten Tagen ganz unerhörte Grausamfeiten berichtet wurden, wird von der französischen Kolonialregierung abgesetzt werden. Ein Ministerrat des annamitischen Reiches wird nach Hue einberufen und wird dort unter dem Vorsitz des französischen Residenten den Nachfolger Tau Thais designieren. Tau Thai, der schon früher Anwandlungen blutigster Grausamkeit hatte, quält seine Frauen eigenhändig durch unerhörte Martern, ja er tötet fie in Scharen. Die entsetzlichen Folterungen, die er an den unglücklichen Geschöpfen zu seinem„ Privatvergnügen" bornimmt, lassen sich nicht einmal andeuten. = Diebische Ratten. Ein Imker in Apen vermißte dieser Tage plöglich eine Summe von 600 Mark in Papiergeld, den Ertrag der letzten Honigernte. Nach langem Suchen stellte fich heraus, daß Ratten die Diebe waren. Die Tiere hatten die Banknoten in ihre Schlupflöcher geschleppt. Glücklicherweise waren die Scheine nur wenig versehrt. = Der schneuste zug Deutschlands ist nicht der D- Bug Berlin- Mailand, der zwischen Berlin und Halle eine Ge schwindigkeit von 87,8 Kilometer erreicht, sondern der D- Zug der Badischen Bahn, der zwischen Mannheim und Basel vers fehrt. Die Grundgeschwindigkeit dieses Zuges beträgt 95 Kilometer in der Stunde, darf jedoch in Verspätungsfällen auf 110 Kilometer gesteigert werden. Die Lokomotiven, die diese Züge führen, haben seinerzeit bei Schnellfahrten eine Höchstgeschwindigkeit von 144 Kilometern in der Stunde erreicht, noch dazu auf start ansteigender Strecke. = = Berlin als Fremdenherberge. Die Berliner Hotels verfügen nach einer statistischen Erhebung über 6849 Fremdenzimmer mit 10 711 Betten. Wenn also in den Hotels gegen 11 000 und in andern Logements etwa die gleiche Zahl von Fremden untergebracht ist, dann ist Berlin boll. Somit wären also die ungeheuren Zahlen gleichzeitiger Besucher, die man manchmal liest, in das Reich der Fabel zu verweisen. Eine Fabrik für Schulaufgaben ist in diesen Tagen in Budapest entstanden. In sämtlichen Mittelschulen wurden gedruckte Aufrufe verteilt, in denen den Schülern das An gebot gemacht wird, ihre Schulaufgaben um billigen Preis durch die erwähnte Unternehmung herstellen zu lassen. Die Unternehmung fertige schriftliche Aufgaben aus dem Kreise der Literatur, der Physik und der Geschichte, ferner Vorlesungen für Selbstbildungsvereine, Abhandlungen, Festreden und dergleichen an, und zwar um den Preis von 80 Heller für je vier Seiten. Die Schulbehörden der Hauptstadt haben sich selbstverständlich sofort ins Mittel gelegt, um dieser selts fainen Unternehmung das Handwerk zu legen. = Edelstein- Schmuggel en gros. Bei einem Spanier, namens Manuel Saurez, der am Mittwoch in Newyork an kam, fand man bei der Leibes visitation eine große Anzahl von Smaragden. Ein kleines Paket der Edelsteine war in den Rocksaum eingenäht. Weitere Pakete fand man in dem Hosensaum und unter den beiden Armlöchern. Bisher hat man 300 Smaragden von der feinsten Qualität entdeckt, hat aber Saurez in Gewahrsam behalten, um weitere Nach forschungen anzustellen. Die Edelsteine, die natürlich konfisziert wurden. repräsentieren einen Wert von etwa 100 000 Mart. Bekanntmachung. = rei ist der Bursch". An der amerikanischen Uni verfität Syrakuse scheint es außerordentlich streng herzugehen, was die Zucht" der Studenten anbetrifft. Der Kanzler der Universität teilte diesen nämlich mit, daß alle diejenigen, die in Zukunft Tabak rauchen oder ins Theater gehen, das volle Universitätsgeld zu zahlen haben werden. Die Universität hatte im letzten Jahre tausend Freistudenten, von denen mindestens die Hälfte durch dieses merkwürdige Verbot des Rauchens und des Theaterbesuches betroffen wird. Aus dem Gerichtsfaal. § Die gestohlenen Goethe- Manuskripte. Im Laufe vorigen Jahres wurde die unliebſame Entdeckung gemacht, daß aus dem Schloß in Weimar eine Anzahl Kunstgegenstände, wert. bolle Manuskripte, Aquarelle 2c. entwendet seien. Der Antiquar Bach aus Weimar wurde verhaftet, weil man ihn in dem Verdacht hat, daß er, von dem unredlichen Erwerb der Kunst gegenstände wissend, sie dennoch gekauft hat. Bei seiner ersten Vernehmung vor dem Untersuchungsrichter bestritt Bach jede Schuld; er behauptete, nicht gewußt zu haben, daß die Manuskripte auf rechtswidrige Weise aus dem Goethe und Schillerarchiv abhanden gekommen seien. Er selbst habe die wertvollen Schriftstücke von einem inzwischen verstorbenen großherzoglichen Küchenmeister zu angemessenen Preisen fäuflich erworben. Eine Haussuchung bei dem Verhafteten förderte verschiedene andere Manuskripte zutage, die ebenfalls dem Goethe- Schillerarchiv gehören. Die Verhandlung vor dem Landgericht in Weimar wird in großem Styl geführt, und zahlreiche Mitglieder der höheren Gesellschaft sind als Zeugen geladen. § Die Ehetragödie der Landesrätin Rutthofer. Frau Luise Rutthofer, die wegen Mordes an ihrem Ehegatten Landesrat Rutthofer vor dem Geschworenengericht zu Inns bruck stand, wurde von der Anklage des Mordes mit sieben gegen fünf Stimmen freigesprochen. Die Frage, ob sie die Tat im Zustande der Notwehr begangen habe, wurde ver neint. Die Frage, ob sie an dem Gatten Totschlag begangen, einstimmig bejaht. Luise Rotthofer wurde zu sieben Jahren verschärften schweren Kerkers verurteilt. § Der Mordversuch gegen die Trödlerin Ehrhardt in Berlin. Der Ueberfall, der am 14. April d. J. von zwei Individuen auf die 62 jährige Trödlerin Josephine Ehrhardt in ihrem Geschäftskeller am Zionskirchplatz ausgeführt worden ist, fam vor dem Schöffengericht des Landgerichts I Berlin zur Erörterung. Die auf versuchten Mord und schweren Raub lautende Anklage richtet sich gegen den noch nicht 25 jährigen Friseurgehilfen Karl Brandt aus Altona und den Steinmez Karl Schäfer. Wegen gemeinschaftlichen Raubes unter Mit führung einer Waffe wurden verurteilt: Brandt zu fünf Jahren, Schäfer zu sechs Jahren Zuchthaus, sowie je fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. § Hartbestrafter Saccharinschmuggler. Die Straffammer in Frankfurt a. M. verurteilte den Kaufmann Högelsberger wegen Vergehens gegen das Vereinszollgesetz mit Süßstoff: jusaz zu 63 000 M. Geldstrafe. Außerdem wird das einen bedeutenden Wert repräsentierende, konfiszierte Saccharin ein. Jezogen. Billard- Versteigerung. Montag, den 15. Ditober d. J., mittage 1/2 Uhr bersteigert der Unterzeichnete in der früheren„ Attienbrauerei Gießen" Leihgesternerweg, auf Anstehen: vier Billards Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß wieder eine Prämiierung von Dienstboten des Spartaffebezirks stattfinden soll. Prämien können von 5 zu 5 Jahren solche Dienstboten in engerem Sinne erhalten, welche bei der Herrschaft Kost und Logis haben und sich darüber, sowie über gute Führung durch Zeug- bessere Fabrikate und guterhalten, gegen Barzahlung. nisse ausweisen können. Von Vollendung der 5 Dienstjahre kann nur dann im letzten Dienbjahre abgesehen werden, wenn der Dienstaustritt durch Einberufung zum Die Mitglieder der skolonne wollen sich zu den Militär, durch Auflösung des Haushalts, oder durch Uebungsstunden pünktlich und vollzählig einfinden. Die Gründung eines eigenen Hausstandes erfolgt. Beitritt neuer Witglieder ist sehr erwünscht und nimmt Es werden hiernach alle diejenigen Dienstboten, Die lebungsstunden werden Dienstags und Frettags in der Turnhalle der Stadtmädchenschule an der Westanlage abgehalten. Beginn: 9 Uhr abends. der Kolonnenführer, Herr Stationsassistent Brück, Bei- welche nach diesen Bedingungen auf eine Prämie glauben trittserklärungen entgegen. Die Anmeldung fann auch Anspruch erheben zu können, aufgefordert, sich unter Vornoch in der ersten Üebungsstunde im lebungs- Lokal lage der Dienstbücher, eines Zeugnisses der Herrschaft über erfolgen. Gießen, den 6. Oktober 1906. Der Borstand. aschmaschinen Waschma Wring- und Mangelmaschinen August Kröll, Seltersweg 12. Darmstädter Pferde- Lotterie. gute Führung, sowie eines etwaigen Sparkassenbuches ( die Angabe der Nummer des Buches genügt ebenfalls) bei unserer Stasse oder der Bürgermeisterei des Wohnorts bis zum 20. Ifd. Mts. zu melden. Gießen, den 8. Oktober 1906. Bezirkssparkasse Gießen. Doering. Arbeitsvergebung. Die Entwässerungsarbeiten am Lukaspfarrhause, Liebigstraße, sollen vergeben werden. Kostenanschlag und Bedingungen fönnen bei Herrn Architeft Stein bis zum 19. d. Mts. Ziehung am 17. Oftober.- 1 Los nur 1 Mt. 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden und eingesehen werden. Angebote sind dem Unterzeichneten fompl. Geschirr i. W. von ca. Mt. 6000 bis zum 20. ds. Mts. einzureichen. 1 Reit- oder Wagen oder 2 Arbeitspferde i. W. von ca. Mt. 2000 über die Ehe von Dr. Retau Gießen, den 11. Oftober 1906. Der Evangelische Gesamtkirchenvorstand. 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. 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