6. 33. FREE er en a BENE m. Nr. 241 Erstes Blatt. Bestern bitten: Stegen, Selterweg 89. cipresiding is. 862. Samstag, den 13. Oftober 1906 Gießener 15. Jahrgang Gentibellagen: Oberbeffiche Familiengsttung( und He Gießener Seifenblaton( wöchentlich)). Neuelle Nachrichten ( Sießener Tageblaff) nabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Rokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekenntmachungen der Großb. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Sherbe Gedenke! [ Politische Wochenschan.] Die Zeit hundertjähriger Gedenktage ist gefommen, Ermahnungen bringend zur Einkehr und zur Selbstprüfung. - Der Kaiser selbst wohnte der Erinnerungsfeier bei, die dem Heldentod des Prinzen Louis Ferdinand bei Saalfeld gewidmet war. In furzer Zeit schließt sich der Säkulartag der Schlacht bei Jena an, die das Erbe des großen Friedrich zertrümmerte und eine Periode schwersten Unheils für Preußen und ganz Deutschland einleiten. Längst ist gesühnt und ausgeglichen, was damals geschehen. Auf die schwere Niederlage find glorreiche Siege gefolgt, das zerrissene und aufgelöste Reich hat eine neue und bessere Einigung gefunden aber der Tag von Jena ist unvergessen. Man denkt an ihn, auch wenn man nicht von ihm spricht. Nicht aus irgend einem Rechtsgefühl, nein, um der Lehre willen, die jener Tag uns gegeben: daß wir auf Lorbeeren nicht ruhen dürfen, sondern unausgesezt bemüht bleiben, uns des Errungenen wert zu halten, damit wir das Errungene behalten. Gedenke!- so ruft uns der Tag von Jena zu, nicht bloß an seinem Säkulartage, sondern Tag für Tag. Wir müssen das Vätererbe in andauernder Arbeit erwerben, um es zu be= fizzen. Nur Kurzsichtigkeit verkennt solche Pflicht. Nicht erobern wollen wir, nur wahren; und damit wir das in Frieden können, müssen wir start sein, müssen wir dafür sorgen, daß unser bestes Friedensinstrument, das Kriegsheer, dauernd im besten Stande sei. Die aufmerksame Heeresleitung hat die Erfahrungen der jüngsten fremden Kriege schnell und still genügt. Keinen Fortschritt der Technik hat sie unbeachtet gelassen. Wie vordem das Zweirad, so hat sie jetzt das Automobil in den Dienst der Kriegskunst gestellt und das lenkbare Luftschiff zu einem Aufklärungsmittel ersten Ranges für den Kriegsfall gemacht. Das geschieht nicht bloß bei uns, das geschieht überall. Gedenke! ruft der Tag von Jena, und die Heeresverwaltung hoccht auf die Mahnung. Schon im nächsten Militäretat werden wir die Beweise in mancherlei Mehrforderungen bekommen. Es handelt sich dabei nicht um eine merkliche Erhöhung der Kombattantenzahl, sondern in der Hauptsache um die Anschaffung neuer Kriegswerkzeuge. Es hat wirklich beinahe den Anschein, als ob in der Kriegsfunst der Gelehrte eine größere Rolle denn je in Zukunft spielen solle. Gewiß tritt er mehr in den Vordergrund, als es in den voraufgegangenen friegereichen Jahrhunderten der Fall war. Und doch liegt darin keine vollständige Neuerung. Man muß in ferne Jahrhunderte blicken, um den Gelehrten Archimedes zu finden, der von seiner Studierstube aus Syrakus verteidigte und die wirksamsten Maschinen zur Abwehr des Feindes ersann. Die Telefunkenkonferenz, die gegenwärtig in Berlin tagt, erinnert besonders lebhaft an den Gelehrten, der ein praktischer Kriegsmann von furchtbarer Phantasie gewesen ist. Die erneute Abweisung der Ansprüche des Herzogs von Cumberland hat das Gedenken an die Entscheidungen des Jahres 1866 wachgerufen. Es hat beinahe den Anschein, als habe der Sohn des weiland Königs Georg von Hannover den seltsamen Ehrgeiz, dem Grafen Chambord nachzueifern, den seine Anhänger Heinrich V. nannten, und der lieber auf den Thron von Frankreich als auf seine weiße Fahne verzichtete. Graf Chambord starb als homme- principe", als fleischgewordener Grundsatz, und die Geschichte Frankreichs ist über ihn zur Tagesordnung übergegangen. Die Veröffentlichung der Memoiren des Fürsten Hohenlohe haben in etwas anderer Art dem lebenden Geschlecht ein ,, Gedenke!" zugerufen. Man liest die Memoiren nur mit geteiltem Interesse; statt der historischen Aufklärungen bringen sie Klatsch und ergehen sich in der Aufspeicherung von Nichtigkeiten, die für die Gegenwart absolut bedeutungslos sind, dafür aber Erbitterung und Verstimmung hervorrufen. Die beste Stelle in den Veröffentlichungen, sagt selbst ein freisinniges Blatt, spielt Fürst Bismarck, dessen säkulare Persönlichkeit ungehindert hervortritt, obwohl die Memoiren des Fürsten Hohenlohe eigentlich so eine Art von Anklagematerial für den eisernen Kanzler darstellen sollten. Der Bergarbeiterstreit steht noch immer bedrohlich in Sicht. Die Bergwerksbefizer sind es, die die Verständigung erschmeren, indem sie sich weigern, über die Forderungen der Bergerbeiter mit deren Vertretern überhaupt zu diskutieren. Jeder Bergverksbesitzer will nur mit seinen Arbeitern unterhandeln und lehnt ab, das Recht der Arbeiter zur Wahl von Berufs= vertretern anzuerkennen. Ein solcher patriarchalischer Standpunkt war früher allgemein- daß er sich jetzt noch wird aufrecht erhalten lassen, ist wenig wahrscheinlich. Vielleicht übernimmt die Regierung abermals die Vermittelung und ruft beiden Parteien ein dringliches Gedenke!" zu. Es hat durch Bergarbeiterstreits Elend genug geben, es ist Zeit, daß man durch friedliches Uebereinkommen eine Wiederholung des Elends verhütet. Die Bahn Lüderitzbucht- Kubub ist fertig gestellt und in Betrieb genommen. Die Nachricht ist für den Reichstag eine Erinnerung an versäumte Gelegenheit. Mer etwa dieser Erinnerung sein Ohr verschließt, dem wird wenigstens die Meldung von erneuter friegerischer Regsamkeit der Hottentotten ein weckender Gedenkruf sein. Die Unruhen in Maroflo nehmen. Die Regierung des Scherifs bat nicht die Kraft oder den Willen, Ordnung zu schaffen. Die Beschlüsse von Algeciras werden bald in Vollzug gesetzt werden müssen, eine nachträgliche Rechtfertis gung dieser Konferenz, die die Anerkennung ihrer Bedeutsamfeit nun der Welt aufzwingt. Der Kongreß der russischen Kadettenpartei in Helsingfors hat flugerweise beschlossen, der passiven Widerstand aufzugeben. Wer auf des Landes Geschicke Einfluß üben will, der muß mit tätig sein und darf nicht schmollend zur Seite stehen. Das persische Parlament ist zusaminenberufen und wird ein lebendiges Zeugnis von der Gewalt des Schlagworts sein. In ganz Persien gibt es nicht zwei Dugend Menschen, die wissen, was ein Parlament ist. Aber ganz Persien hält sich überzeugt, daß es eines Parlaments dringend bedarf. Das englisch- russische Abkommen über Tibet ist von der übrigen Welt mit heiterer Gleichgiltigkeit aufgenommen worden. Und doch ist das Abkommen recht gut. Man hat gar so oft einen Streit um des Kaisers Bart gesehen hier erlebt man einmal einen Vertrag um des Kaisers Bart. Das ist unter allen Umständen eine freundliche Abwechselung. Politifche Rundfchau. Deutsches Reich. * In politischen Kreisen verlautet, daß das Vorverfahren gegen Major Fischer in nächster Zeit abgeschlossen werden wird. Man vermutet, daß genügendes Belastungsmaterial zu kriegsgerichtlichem Prozeß gegen Fischer nicht vorliegt, so baß es nur zu einer ehrengerichtlichen Entscheidung kommt. Die Untersuchung gegen den Bezirksamtmann Kersting von Togo soll Belastendes nicht ergeben haben. Man wird gut tun, beide Meldungen vorläufig mit einem Fragezeichen zu bersehen. * Der Großherzog von Hessen hat die Wahl des sozialdemokratischen Stadtverordneten Leonhard Eisnert zum Beigeordneten der Stadt Offenbach genehmigt. Es ist das der erste sozialdemokratische Beigeordnete Hessens. Russland. ** Auch die neuesten Nachrichten lassen erkennen, daß bie Lage unverändert ist. Eine Beruhigung ist noch nicht eingetreten. Petersburg, 12. Oftober. Im Kreise Starodub des Gouvernements Tschernigow find große Bauernunruhen ausgebrochen. Militär ist dahin abgegangen. Mostau, 12. Oktober. Auf dem hiesigen Hauptbahnhofe wurde der gefährliche Anarchist Rosnatowski verhaftet. In seinem Gepäck befanden sich 50 Revolver und mehrere Bomben. Lodz, 12. Oktober. Der Generalausstand dauert fort. Fabriken, Läden und Schulen sind geschlossen, die Zeitungen erscheinen nicht. Kasan, 12. Oftober. Im ganzen Gouvernement herrscht Hungersnot und Hungertyphus. Die Lage verschlimmert sich von Tag zu Tag. Hunderte Bauern sterben täglich. Helsingfors, 11. Oktober. Der Kongreß der Kadettenpartei ist heute abend geschlossen worden. Paris, 11. Oktober. Major Dreyfus ist von seinem Urlaub zurückgekehrt und wurde bei der Artilleriedirektion In Vincennes der Abteilung für Mobilisierung zugeteilt. England, * Der Unterstaatssekretär Winston Churchill hat in einer Rede, die in Glasgow hielt, jede Abneigung der englischen Politik gegen Deutschland bestritten. Es sei absurd, anzunehmen, daß die Freundschaft zwischen England und Frankreich eine Drohung für Deutschland bedeute. Die Beziehungen des Ministeriums zur Arbeiterpartei, sagte Churchill weiter, seien gut, und nur ein kleiner Teil derselben stehe ihm unüberlegt, ja beinahe unverständlich feindlich gegenüber. Die Interessen und das Geschick des Liberalismus und der Arbeiterpartei seien miteinander verknüpft. Afrika. ** Der deutsche Gesandte Dr. Rosen ist in Fez vom Sultan von Marokko zur Ueberreichung der Geschenke Kaiser Wilhelms in Privataudienz empfangen worden. Der Empfang war sehr herzlich und fand unter großem Gepränge statt. Auf dem Wege vom Palast des Sultans bis zur Wohnung des Gesandten bildeten marokkanische Soldaten Spalier. Kleine politifche Nachrichten. Magdeburg, 12. Oftober. Wegen der Fleischnot werden Magistrat und Stadtverordnete beim Reichstanzler vorstellig werden. Beuthen, 12. Oktober. Stadtrat Hakuba hat fünfzigtarfend Mark für die Errichtung eines Denkmals Kaiser Wilhelm II. gestiftet. Starlsruhe, 12. Oktober. Finanzminister Becker wird in langem aus seinem Amte scheiden. Als sein Nachfolger wird Seh. Oberfinanzrat Nicolai genannt. Mostau, 12. Oktober. Die Monarchistenpartei sandte ein Telegramm an den König von England, in welchem sie Einpruch erhebt gegen die Entsendung einer englischen Deputation nach Rußland zur Begrüßung der Duma- Mitglieder. Budapest, 12. Oktober. Im Laufe der Budgetrede erHärte heute Ministerpräsident Dr. Wekerle, es sei begründete Aussicht vorhanden, daß zwischen Desterreich und Ungarn ein Ausgleich zustande kommen werde, der auf beiden Seiten Befriedigung hervorrufen werde. Konstantinopel, 12. Oktober. Die Prinzessin Seniha, Tochter des Sultans, sowie die Frau des verbannten Dama Pascha find ins Ausland geflüchtet. ** Dof und Gefellschaft. Ein Besuch des Kaisers in München zur Grundsteinlegung des Deutschen Museums für Meisterwerke der Technik ist für den 12. und 13. November vor: gesehen worden. Der Kaiser trifft am 12. November in München ein, am Zentralbahnhof findet großer Empfang statt. Am Abend findet im Königl. Hof- und Nationaltheater eine Festaufführung statt. Die Grundsteinlegung findet am kommenden Tage statt und zwar auf dem Kohlentwiel in der Isar. Abends ist eine große Galatafel geplant, zu der über 400 Teilnehmer erscheinen werden. Zu der Feier kommen eine ganze Anzahl hoher Reichsbeamter und Vertreter der Bundesstaaten nach München, an ihrer Spiße der Reichsfanzler Fürst von Bülow und der Staatssekretär Graf von Posadowsky sowie zahlreiche Vertreter der technischen Wissenschaften und Juduſtrie. * Zu der am kommenden Montag stattfindenden Vermählungsfeier im Hause Krupp- Essen trifft der Kaiser, von Schloß Friedrichshof bei Cronberg kommend, gegen Mittag in Villa Hügel ein. Die Trauung findet in einer eigens zu diesem Zweck errichteten Kapelle auf der Terrasse vor Villa Hügel statt. Der Kaiser reist 5 Uhr nachmittags nach Bonn ab. Kurz zuvor verlassen die Neubermählten Villa Hügel und reisen im Salonwagen der Essener Eisenbahndirektion nach Schloß Reineck ab, wo fie die Flitterwochen zu verbringen gedenken. *** Der Chef des österreichisch- ungarischen Generalstabes, Generalfeldzeugmeister Graf Beck begeht am 20. Ottober sein 60 jähriges Dienstjubiläum. Im Anschluß hieran wird sich Graf Beck von Wien nach Berlin begeben, um Kaiser Wilhelm für die Verleihung des in Görliz garnisonierenden Infanterieregiments Courbière persönlich seinen Dant abzustatten. Soziales Leben. × Rote Erde gibt nach. Die Leitung der Hütte Rote Erde weist die sich zur Arbeit meldenden Ausständigen nicht mehr zurück. Gestern sind vierzehn Manu, zumeist Maschinisten, angenommen worden. × Gegen den Buchdrucker- Tarif. Eine in Karlsruhe abgehaltene von 400 Buchdrucker- Gehilfen besuchte Mitgliederversammlung des Bezirksvereins Karlsruhe des Verbandes der deutschen Buchdrucker erklärte nach längerer Debatte den Buchdruckertarif einstimmig für unannehmbar. XBerschärfung der Lage im Ruhrgebiet. Ja Unternehmerkreisen wird versichert, daß an die Gewährung einer 15prozentigen Lohnerhöhung nicht zu denken sei und daß man mit der Siebenerkommission nicht verhandeln werde. In den am nächsten Sonntag stattfindenden Versanunlungen soll erwogen werden, ob ein bestimmter Termin zur Erfüllung der Forderungen der Bergarbeiter gestellt werden soll. Die Agitation wird bereits schärfer angesichts der aus England eingelaufenen Mitteilungen, daß den deutschen Kollegen bes beutende Geldunterstügungen zugewiesen werden sollen. X Teuerungszulagen. Die Stettiner Stadtverordneten beschlossen infolge der anhaltenden Teuerung die Besoldung aller städtischen Beamten- und Arbeitergruppen neu zu regeln. Für dieses Jahr ist außerdem wieder eine Teuerungszulage für die städtischen Beamten und Arbeiter, wie im Vorjahre, Auch beschlossen worden. die Stuttgarter bürgerlichen Kollegien bewilligten den städtischen Arbeitern eine Teuerungszulage von 30 Pf. pro Tag. Das macht für den städtischen Etat auf das Jahr eine Mehrbelastung von 130 000 bis 135 000 Mart aus. Nab und Fern. † Zum nenen Pensionsgesetz. Infolge der Neuordnung der Pensionsgeseze tonnten bisher noch nicht alle neuen Pensionen für Offiziere und Mannschaften angewiesen werden. Sollte einzelnen Offizieren usw. über ihre Ümpensionierung noch keine Benachrichtigung zugegangen sein, so haben sie sich unmittelbar an die Pensionsabteilung des Kriegsministeriums zu wenden, Angehörige der Unterklassen hingegen an das Bezirkskommando. † Der tägliche Eisenbahnunfall. Der Güterzug 8560, bon Graudenz tommend, überfuhr auf Bahnhof Marienburg in Westpreußen das auf Halt stehende Einfahrtssignal und stieß mit einem Rangierzuge zusammen. 16 Wagen sind entgleist, einige beschädigt. Der Führer des Rangierzuges hat unerhebliche Verlegungen erhalten. Der Betrieb ist nicht gestört. † Vulkanausbruch. Ein heftiger Ausbruch des Mont Belée hat einen Aschenregen über den aanzen Südosten der theftes Pulver verpufft hatte. Baus ats get wiffen. autges Demeeft, fobaß er selbst nicht mehr daran zweifelte, polizeilid beobachtet worden; man hatte aber nichts AufBazovießlicher Stimmung verließ Soltmann das Königsche Hedwig war gleich nach der Rückkehr des Kommissars ieber abziehen, die beiden Frauen triumphierten. Stutter Beispiel ermutigt, beharrte fie auf ihrer Aussage, ebwig Beit gefunden, fich zu fammeln, und, Sus und die Bejonnener Mann schwieg er, bis Frau König Der Assessor mußte unverrichteter Sache Inzwischen hatte aber durch ihrer In sehr in be und ihn nach Soltmanns Lippen kräufelten sich in leisem Spott. Sie entfinnen sich, daß wir die Uhr des Er das spräche für ein Attentat der Anarchisten?" roten Mathies herstedt fanden?" auflauerte ,, Und anderen aus dem Fluß gezogen wurde." ist erwiesen, baß es sein Kostüm nicht gewesen, das mit einem In der Maskengarderobe haben wir den Namen bes per Eduard und im Hotel feine Personalbeschreibung. Jedenfalls so sehr gefallen, daß sie beim Abholen desselben dem Boten ,, Sehr einfach. Das Kostüm hatte einer schönen Hausfee Darleiher desselben befragte. ,, Geduld! heten in der Matrane bed ermahnte er ste, ins nicht, unbeweglich saß sie da. Machte er gelegt und schaute dem Spiel zwischen Mann und Weib mit vorwärts, so sprang fie auf unb neigte sich dem Abgrund zu. Der Fremdling hatte sich hinter einen Feigenbaum niederzurück; noch ein Schritt und sie fiel. Mit weinerlicher Stimme aber wich bis an den äußersten Rand des Felsens vor ihm zu verabschieden, und er suchte nun seine junge Frau. Zohra Haus zu kommen. Nach einer Weile war es Yakub doch gelungen, die Gäste eine Bewegung Sie antwortete flüsterte: Dein erster Kuß dem Todesengel!" schlichen hatte, und, als er an Bohra voritberschritt, the gu Beglitet schloß er sie in seine Arme, dann begann er zu erzählen: da blieb mir zu meiner Rettung; ich stilran Dunkelheit der Nacht zu Tode gestürzt. der Schlucht unten der Strudel braust. gefunden hätte, wilrde gesagt haben, Weg am engsten, der Fels fast sentrecht abfallend ist und in war dunkle Nacht. von El Kasar zuritd. Gin Gewitter Es mag etwa ein Jahr her sein, Männern umringt, die mich an der Stelle aufhielten, wo ber Plöblich fab ich mich von mehreren itberraschte mich. Es tam ich von dir Wer meinen Leichnam närtä, mb Ein einziges Mittel Bangheli ist in der Insel Guadeloupe niedergehen lassen. Der Bultan Saufrière berhält sich andauernd ruhig. † Nicht aufgeklärt. Bei Blankenberg, Regierungsbezirt Erfurt, wurde der Bäckergeselle Müller erschossen aufgefunden; neben ihm lag, von einer tödlichen Schußwunde getroffen, der Lehrling Schlawinsky. Der Vorfall ist bisher nicht aufgefärt. † Beim Diner verhaftet. Ein Artillerieleutnant befand fich im Schwarzen Adler" in Großwardein in einer größeren Gesellschaft eben bei Tafel, als zwei Offiziere im Saale erschienen, den Oberleutnant zu sich rufen ließen und ihn aufforderten, ihnen seinen Säbel auszuliefern. Der Oberleutnant weigerte sich und schickte sich an, seine Kameraden anzugreifen. Es gelang aber, ihn zu entwaffnen und in die Kaferne zu bringen. Es hatte sich herausgestellt, daß der Oberleutnant die Uhr eines Kameraden gestohlen und versetzt hatte! Der Bestohlene hatte Anzeige erstattet, so daß die Militärbehörde bie Verhaftung des Offiziers anordnete. † Das verhängnisvolle Schlafpulver. Das in Pforzheim bei dem Fabrikanten 3. bedienstete Mädchen wurde morgens tot aufgefunden. Es hatte Morphium, das 3. in seinem Bimmer aufbewahrte, um es als Schlafpulver zu verwenden, in solcher Menge zu sich genommen, daß der Tod erfolgen mußte. 8., der sich als Ursache des Unglücksfalles betrachtete, weil er das Pulver nicht sicher genug aufbewahrt hatte, ge= riet darüber in solche Aufregung, daß er einen Selbstmordbersuch unternahm. † 6000 Ballen Baumwolle verbrannt. Der an der WestSeite des Handelshafens in Geestemünde stehende große Schuppen, in welchem 6000 vom englischen Dampfer Turkestan aus Savannah angebrachte Ballen Baumwolle und eine Partie Del lagerten, ist Donnerstag nacht total niedergebrannt. Erst des Morgens um 6 Uhr gelang es der Feuerwehr und den Sprizendampfern des Feuers Herr zu werden. Ueber die Ursache des Entstehens des Feuers ist nichts bekannt. † Wegen betrügerischen Bankerotts verhaftet wurde der bekannte Verlagsbuchhändler Caesar Schmidt in Zürich. Der Verlag Caesar Schmidt ist weiteren Kreisen namentlich durch den Vertrieb sozialistischer und politischer Schriften bekannt geworden, in Deutschland vor allem in der Periode des Sozialistengesetzes, während welcher zahlreiche in diesem Verlage erschienene politische und Sensationsschriften fonfisziert wurden. † Brand im Hafen. Auf dem Kalachnikow Rai in Petersburg richtete eine Fenersbrunst enormen Schaden an. Vier Schiffe mit Korn verbrannten, von der Mannschaft erlitten viele schwere Brandwunden. Eines der Schiffe trieb mit 35 Feuerwehrleuten vom Kai ab und schlug um, wobei zwei Feuerwehrmänner ertranfen. † Ein kühner Griff in die Kasse. In Genua wurde der Delegierte des Verwaltungsrats der Sozietà Anonimia Industria Cereali wegen Veruntreuung von 300 000 Lire verhaftet. Zu den Geschädigten gehören u. a. der Credito Italiano, die Banca Commerciale, die Banque Genérale und die Banque Marquart in Paris. Das Total- Defizit beträgt eine Million. bolle Drehung und fuhr in ruhiger Fahrt in der Richtung nach der Schweizer Grenze davon. Eine ganze Anzahl deutscher Luftschiffer- Offiziere war anwesend. Der Versuch ist bis jetzt gut verlaufen. Um halb zwei Uhr verschwand der Ballon in Nebel. † Tragisches Ende eines Brautpaares. Aus Newyork war vor einigen Tagen ein junger Mann, Frederick Cowan, mit seiner Geliebten entwichen und hatte sich mit ihr in ein Landstädchen begeben, um sich dort trauen zu lassen, da die Eltern nicht ihre Zustimmung zu der Verbindung geben wollten. Die Trauung wurde auch vollzogen und als sich das junge Paar auf dem Wege aus der Kirche befand, wurde es auf einem Felde, über das ein Fußsteig führte, bon einem Stier überfallen und getötet. † Ein Zugführer als Einbrecher. Der Zugführer Gehrke aus Osnabrüd, der wegen zahlreicher Einbruchsdiebstähle verhaftet wurde und auch inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt hat, ist zur Beobachtung seines Geisteszustandes aus die gesetzliche Dauer einer Jrrenanstalt überwiesen worden. † Stiller Teilhaber. In der Brüsseler Caisse Generale ist die Unterschlagung von etwa 400 000 Francs entdeckt worden. Gegen einen Angestellten, welcher der Tat verdächtig ist, wurde ein Haftbefehl erlassen. † Aus der Jrrenaustalt entsprungen. Der Mörder Vincke aus Herford, der seine Frau und vier Kinder ermordete und wegen Geistesstörung vom Schwurgericht freigesprochen wurde, ist aus der Jrrenanstalt Osnabrück, in der er untergebracht war, entflohen. † Eine fatale Ueberraschung. Taucher bargen von dem Wrack des bei Cartagena gesunkenen Dampfers, Sirio" den Geldschrank, worin man wichtige Papiere und größere Geldbeträge vermutet hatte. Der Geldschrank wurde jedoch völlig leer gefunden. Man beschuldigt die italienischen Matrosen, vor Verlassen des Schiffes alles geplündert zu haben. † Ueberfall auf einen Oberlandesgerichtsrat. In München wurde der pensionierte Oberlandesgerichtsrat August Müller von einem Agenten namens Schwab aus Schneeberg in Sachsen überfallen und durch Messerstiche Lebensgefährlich verletzt. Die Untat soll ein Racheaft für einen früher verlorenen Prozeß sein. † Die feindlichen Kassen. Die Kämpfe zwischen Weißen und Negern in Amerika dauern fort. In der Nähe von Mobile in Alabama wurden zwei Neger von 60 masfierten Männern aus einem Eisenbahnzug geholt und an den nächsten Bäumen aufgehängt. In Macon in Georgia entstand in einem Basar ein Streit zwischen Weißen und Negern, der in eine allgemeine Schießerei ausartete. Drei Männer wurden erschossen. Militär mußte auf den Schauplatz der Exzesse geschickt werden, um ein allgemeines Morden zu verhindern. † Reicher Kindersegen. Vier Kinder innerhalb eines Jahres ist der Rekord, den eine junge Mutter in London aufgestellt hat. Am 16. Oktober v. J. gab die junge Frau, die damals erst 19 Jahre zählte, einem Pärchen von Zwillingen das Leben, die sich stark und fräftig entwickelten. Am 25. September gebar sie abermals ein Zwillingspaar, so daß sie zurzeit vier Kinder hat, die noch nicht ein Jahr alt sind. Der Liebesroman des Masseurs. Bei dem Morb- und Selbstmord in Prien am Chiemsee handelt es sich um den Masseur Karl Kraus aus München, der seine Geliebte, die 32 jährige Büglerin Centa Wurm, im Gasthaus zum Kron prinzen erschoß und sich dann selbst durch einen Schuß in di Herzgegend schwer verletzt hat. Kraus war von Wasserburg ant Inn aus wegen Zechprellerei steckbrieflich verfolgt, und ei beging den Mord und den Selbstmordversuch, als die Polizei Frühmorgens an seine Tür klopfte, um ihn abzuholen. Bunte Cages- Chronik. † Nachklänge der Sirio- Katastrophe." Taucher bargen von dem Wrack des bei Cartagena gefundenen Dampfers ,, Sirio" den Geldschrank, worin man richtige Papiere und größere Geldbeträge vermutet hatte. Zur allgemeinen Ueberraschung wurde der Geldschrank völlig leer gefunden. Diese Tatsache wird von spanischen Blättern lebhaft fommentiert. Man beschuldigt die italienischen Matrosen, vor Verlassen des Schiffes alles geplündert zu haben. † Moderner Totentanz. Auf der Buffalo- Rennbahn in Paris wurden durch ein aus der Bahn geschleudertes Motor: rad zwei Personen getötet und mehrere schwer berletzt. Lünen, 12. Oktober. Der Gendarmeriewachtmeister Krone hat sich gestern neben der Leiche seiner Frau, die im Wochen bett gestorben war, erschossen. Hamburg, 12. Oktober. Für die Eröffnung des neuer Zentralbahnhofes ist nunmehr der 9. Dezember in Aussicht genommen. Man hofft, daß der Kaiser der Feier beiwohnen wird. - - Groß Babenhausen: Groß- Umstadt: Rüsselsheim Trebur: Auguft Ruhland Trebur.- Gerau: Dr. Dehlinger- Weilerhof bei Wolfskehlen. Gries heim Gernsheim: Gh. Regierungrat Haas Darmstadt. Darmstadt: Karl Fritsch 2 Dilshofen. Offenbad Langen: Gutspächter Eduard Viehmann- Rumpenheim. Seligenstadt: Land sirt Gabriel Razor- Seligenstadt. Bürgermeister Adam Krapp- Sickenhofen. Defonomterat Jakob Walther 16. Lengfeld: Dieburg- Rhein heim: Defonomierat Heinrich Heil 2.- Habißheim. Groß Bieberau- Reichelsheim: Friz Bauer- Schmalmühle bei Fr.. Erbach- Wimpfen: Bürgermeister Johannes Fürth- Wald- Michelbach: BürgerBensheim Heppenheim: Bebra, 12. Oktober. Auf dem Bahnhof Reichensachsen stieß eine Lokomotive auf den Göttingen- Frankfurter Personenzug. Ein Unteroffizier und acht Rekruten wurden leicht verletzt. Frankfurt a. M., 12. Oftober. Beim Mittagessen ver: Tetzte der Monteur Josef plötzlich durch Revolverschüsse seine Frau schwer und tötete dann sich selbst. Das Motiv is Krankheit der Frau. Die Leute waren erst sechs Wochen verheiratet. In dem Motorzweirad- Rennen rutschte einer der Fahrer, Pernette, an der Curve aus und stürzte. Der dicht hinter ihm folgende, zweite Fahrer Contant fonnte noch ausweichen, wurde jedoch zu hoch in die Curve getragen und rannte gegen die Barriere. Die Maschine fauste weiter, vorbei an den Zuschauern, die sich über die Barriere gebeugt hatten. Contant mit seinem Rade mähte gleich am fünf Personen nieder. Zwei Männern wurde der Schädel zertrümmert; ein Mann blieb sofort tot. Der andere verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Eine junge Frau erlitt schwere, eine andere leichte Gesichtswunden. Der Urheber der Katastrophe, die das Publikum in einen fürchterlichen Schrecken versezte, fam mit leichten Shürfungen davon. - - Trumbach. Schwinn Schöllenbach. meister Trautmann- Rimbach. Bürgermeister Höhn- Heppenheim. Oldesloe, 12. Oftober. Die 14 jährige Tochter des Hof besizers Grotrian wurde nahe der Stadt ermordet, beraubt und verstümmelt aufgefunden. Es liegt Raub- und Lust mord vor. Die Täter sind unbekannt. - feitdem dienflunfähig dungen in ber re Der Bogelebe beabfichtigt die Umb für die B. teranen Bagenbbitbung; ein dus bichtet bazu in No find wir bie Gine fürftliche Tat 6 Der Bogelsberg, er Für die B.teranen b Ber immer im Dier Soll fünftig in o Ben der Huld eines Bat fchlafen, ipazie * Sozialdemokratischer Beigeordneter. Wie die„ Darmst. 8tg." amtlich bekannt gibt, hat der Groß. herzog von Hessen die von der Stadtverordneten- Versammlung zu Offenbach vollzogene Wahl des Stadtverordneten Leon= hard Eißnett zum unbesoldeten Beigeordneten daselbst be. ftätigt. Da Eßnert der sozialdemokratischen Partei ange hört, steht zu erwarten, daß seine Bestätigung als Beige. ordneter in einer der größten Städte des Großherzogtums von der Presse schon bald lebhaft erörtert werden wird. Rom, 12. Oktober. Die Witwe des verstorbenen Ministerpräsidenten Crispi wurde auf offener Straße von einem jungen Manne überfallen und ihres Handtäschchens beraubt, in welchem sich verschiedene Wertsachen befanden. New- Yersey, 11 Oktober. Neue reiche Golderzlager wurden am Yellow- Head- Paß, den die Grand Trunk PacificBahn durchschneiden wird, entdeckt, ebenso Anthracitkohlen. † Richter Lynch in Amerika. Tausende Neger, die in Newyork wohnen, vereinigten sich in verschiedenen Kirchen zum Gebet um Besserung des Verhältnisses zwischen Weißen und Schwarzen. Anlaß dazu haben die Kämpfe in den SüdStaaten gegeben. Bischof Alexander Walters von der afrifanischen Zionskirche, der den Aufruf zu den Gebetversanimlungen erlassen hatte, sagte im Aufruf, daß Weiße versuchten, eine Million amerikanischer Bürger zu entrechten und zu vernichten. Im Süden sind wieder einige blutige Krawalle vor gefommen. Newyork, 12. Oktober. Bei einer Kollision auf der UnionPacific- Bahn, 200 Meilen westlich von Cheyenne Wyoming, wurden sechs Menschen getötet und viele verwundet. Philadelphia, 12. Oktober. Einer Explosion im Penn sylvania- Tunnel unter Long- Island- City fielen drei Personen zum Opfer, sehr viele wurden verletzt. Die Aufregung unter den Arbeitern war furchtbar. + Graf Zeppelins neuester Aufstieg. Bei Manzell am See ist Graf Zeppelin bei günstigster Witterung mit seinem neuen Flugschiff aufgestiegen. Das Fluafchiff machte zunächst eine Lokales. - * Die firchlich prositive Vereinigung für das Großherzogtum Hessen wird in Gemeinschaft mit der Evangelischen Konferenz in Baden am 17. Oftober in Heidelberg ihre diesjährige Herbstversammlung abhalten. tt. Stadttheater Gießen. Es sei darauf hingewiesen, daß für das Gastspiel von Marie Charlotte Wiehe am nächsten Donnerstag bereits von heute ab bei Herrn Ernst Challier Billets im Vorverkauf zu haben sind. Bie werden fie her der Welt, der unda Ausruhen auf dem Sie alle, die„ Sch GH. Gestern Abend sprach auf Veranlassung des Kaufmännischen Vereins und des Ortsgewerbe- Vereins Gießen Prof. Ed. Engel- Berlin im„ Neuen Saalbau" über„ Die bevorstehende Eisenbahnreform." So trocken das Thema auf den ersten Blick erscheint, so bedeutungsvoll ist es für jeden, namentlich aber für Octe, die wie Gießen von den großen Weltlinien durchschnitten werden. Shon dem oberflächlichen Beobachter drängt etne merkwürdige Tatsache sich auf: während wir im letzten Menschenalter auf allen Kulturgebieten mit Riesenschritten vorwärts geeilt sind, in manchen Zweigen das Ideal geradezu erreicht haben, sind wir im Eisenbahnwesen auf dem toten Bunft geblieben. Das Nachrichtenwesen ist auf eine solche Höhe gehoben, daß eine weitere Vervollkommnung fast ausgeschlossen erscheint. Wir schicken beispielsweise eine Postkarte für 5 Pfg. an die russische oder die Grenze der Balkanstaaten, ein Telegramm für 50 Pfg. ebensoweit. Das ist aber eben das Ideal: die Nuzbarmachung des Kulturmittels ohne wirtschaftliche Opfer. Wie weit sind wir aber von diesem Joeal noch im E.sen. bahnwesen entfernt! Da haben wir den hohen Tarif, der unser Reise bedürfnis auf das allernotwendigste beschränkt, er ist so hoch, daß er bei weiteren Strecken den Lohn mehrerer Wochen eines Arbeiters ausmacht. Wir würden sicherlich mehr reisen, wenn die Fahrt wohlfeiler wäre, ein dunkler Trieb, den wir nicht unterdrücken dürfen, sagt es uns. Denn darin besteht der Kulturfortschritt, daß er ver borgene Bedürfnisse auslöst und zu befriedigen sucht. Würde der Tarif niedriger sein, so würde der Verkehr von Mensch zu Mensch reger werden, er würde zu einer ungeahnten Ausdehnung anwachsen. Der Tarif der preußisch- hessischen Eisenbahngemeinschaft segt jest 2, 4, 6 und 8 Pfg. pro Kilometer * Parlamentarisches. Der vierte( Petitions) Ausschuß beriet unter Vorsiz des Abg. Adelung den Antrag des Abg. Jout betr. das Domanialeigentum, welche ver langt, daß eine genau spez fizierte Uebersicht der als Großb. Haus- oder Staatsdomäne im Grundbuch zugeschriebenen oder ev. in Nuznießung des Staates befindlichen Immobilien dem Landtag nach beigeschlossenem Schema vorgelegt werde. Mit Rücksicht auf die Unkosten und die Echwierigkeit der Durchführung dieses Antrages überhaupt wurde derselbe abgelehnt. . 6 Für Die Mimen und Haben nichts mehr Und den Dichtern b Mehr feine Bufen& Und schläft man ban Im friedlich Hillen G Sat man nimmer wei Bom beffigen Hod O Gott, du weißt, m O wolle mich fanelle Das auch ich bald fo Jbn noch so trau AGrünberg, 12. Oft Der verftorbenen Frau Beglar, 13. Dft. N te laut Wegl. Anz. fer L. U. von Bism Profdorf einen Strafbe ferde unbefugt über biergegen eingelegte fir fuldig befunder und Forfipolizeigefeßes drs Cerfahrens veru Braunfels, 12. Oft. at Brounselfischen Gru pin Effen ift, nachdem M. als Vormundsc ung erteilt und na Bereinbarung sämtliche Allerhöchste Genehmigun den. Die Gruben geh Sin den Besitz der Fir die Fürftlichen Bergbear Münchholzhausen. je nach der Klasse fest und 6, 9 und 12 fg. pro Doppel Kilometer bei Rückfahrtkarten. Das Schlimmste ist aber, daß die preußisch hessische Eisenbahngemeinschaft nicht für überall die Fahrpreise bestimmt, sondern daß es außer ihr noch ein Dußend größere und eine ganze Anzahl kleinere Eisenbahngemeinschaften, die nach Sondertarifen rechnen. Hierdurch ist ein an Anarchie grenzender Zustand geschaffen worden, der auf die Dauer nicht zu ertragen ist. Die Eisenbahngemeinschaften haben deshalb einen gemeinschaftlichen Tarif ausgearbeitet und zwar in der Weise, daß er die Rückfahrtfarte fallen läßt und den Preis für den einfachen Kilometer auf 2, 3, 4 und 7 Pfg. festlegt. Die Sache wäre nun ganz schön und gut- die Preise sind wir ges wohnt wenn die Sache nicht ein Aber hätte: der neue Tarif belegt nämlich einen großen Teil der Schnellzüge mit Buschlag und schafft zweitens das Freigepäck ab. Es ist garnicht ersichtlich, weshalb man auf Schnellzügen teurer fahren soll, da der Schnellzug der Verwaltung am billigsten zu stehen kommt. Der Zuschlag ist also lediglich eine Ver fehrsei schwerung. Jnbezug auf das Freiaepäd ist zu be merken, daß der Reisende und sein Gepäck eine Berkehrseinheit bilden, daß man sie daher nicht trennen darf. Der Vorteil, den der neue Tarif bringt, besteht aber darin, daß er Klarheit und damit eine Grundlage schafft, auf der weitere Verbesserungen angebahnt werden können. *** Ueber die Landwirtschaftskammerwahlen liegen noch folgende Ergebnisse vor: Gewählt wurde zum Rammermitglied im Wahlbezirk Alsfeld- Groß- Felda: Gutsbesitzer Lutz Elpenrod. Für Lauterbach- Schlip Mühlenbesitzer Karl Boppel Pfordt. Für Schotten Laubach: Bürgermeister Viehi Rainrod. Für Herbtein Ulrichstein: Bürgermeister Jost- Bermutshain. Geder: Bürgermeister Müller: Usenborn. Nidda Ezell: Gutsbesizer Mogt. Grund- Schwalheim. Büdingen Altenstadt: Bähr Herrnhaag. -Buzzbach: Fenchel Gistel.- Friedberg: Hensel Dortelweil. Breidenbach Dorheim: Weil Langgöns. In den anderen Provinzen wurden gewäht: Worms: reiherr bon Hey. Pfeddersheim: Gutsbesitzer Staufer Wochenheim- Osthofen: Bürgermeister HahnHekloch. Guntersblum: Jakob Schmidt- Guntersblum.Oppenheim: Bürgermeister chmidt Oppenheim. Oberolm: - Defour mierat Lichtenstein Windbäuser Hof. Ingelheim Fridrich Schuck- Bingen: D 18gerttsvorsteher StrausBüdesheim. Wommenheim: Gürgermeister Lösch- Waldülpersheim. Alzey: Justus Pfannebecker- Flomborn. Gau Algesh m: Beigeordneter Johann Porth II.- Ober- Hilbers: Flonheim Gau Bickelheim: Philipp Keller- SteinBockenheim. Wörrstadt: Bürgermeister Reller: Spiesheim. Lampertheim: Jakob Friedrich Groß- Rohrheim. beim. - - - - - " lichung im Reichsanzeiger" vom 30. Sept. d. Is., in der * Die Schweinese uhe war, nach einer Veröffent Proving Startenburg in 5 Kreisen, 9 Gemeinden, 17 Ges hösten, in Oberhessen in 2 Kreisen, 4 Gemeinden, 4 Gehäften und in Rheinhessen in 2 Kreisen, 3 Gemeinden und 6 Gehöften verbreiten. Morfalls, der sich in di man anfänglich im Zwei len fei oder ob andere it haben. Wie der * Ein Heldenten or entdeckt. Der„ Mainzer Neueste Anz." schreibt: Schon voriges Jahr hat ein den allerhöchsten Kreisen angehörender Herr in Hambach bei ppenheim einen Tenor" enteckt. Es ist ein junger Holzmacher, der gelegentlich seiner Arbeiten im Walde ein Vollsliedchen sang und dabei eine sehr gute Stimme verriet. Er studiert nun seitdem auf Kosten des Herrn in Darmstadt bet dem tüchtigsten Musik- und Gesangslehrer, und ist sichere Hoffnung vorhanden, daß der junge Mann ein geschäßter Tenorift werde. * Vorsicht beim Telephon. Das Schöffengericht in Tüss ldorf hat den Angestellten einer Geschäfte firma, der der beim Anrufen des Fernsprechamtes eine Telephonistin durch mehrmaliges schnelles Sturbeldrehen verligte, wegen fahrlässiger Körperverlegung zu 30 Mart Geldftcafe verurteilt. Die Beamtin war ohnmächtig zusammengerochen; befondere foll Jm Uebrigen Bitte der Urheber d e vor finem durch ben beffenden Lage di gehen müffen. Der braver ordentlicher Bugbad, 12. Dit. Uhr fürzte das 1/ Ewald, als die Mut Sr. Gewer Das Winterjemeite ralftelle für die Gew Filt beginnt 29. Oktober Denjenigen Handn fung unterziehen m Bollichüler oder Hos dem teilnehmen zu fö Anmeldungen nim dulleitung. Gießen, den 28 er Auffiterat: Debligenstaedt. Betan Bei dem am 17. enden Gal nn der Bichmarkt igen Blake wege ben. Er wird dabe dent gewöhnlichen balten und zwar for e nach Göbelnto ine der Händler eine lints wie au Brünberg, am Broßherzogl. B land. Trebur. - Gro bei Wolfstehlen.- Gries at Haas- Darmfladt. fen.- Offenbad Langen penheim.- Seligenstadt Babenhausen Groß- Umfladt ist seitdem dienfiunfähig und leidet noch heute an heftigen benzuckungen in der rechten Schulter. * Der Vogelsberg als Parnas. Der Großog beabsichtigt die Umwandlung des Bogelsberges in eine mat für die B.teranen der Kunst, der Wissenschaft und Jugendbildung; ein Lehrerheim ist bereits errichtet. rtomäus bichtet bazu in der Jugend: ftabt. hofen. Bengfeld: Dieburg bi 2.Habitheim.- Groß er: Schmalmühle bei Bürgermeister Jobane Bald- Michelbach: Bürger Bensheim Heppenhin Beigeordneter. nt gibt, hat der Gro Otverordneten- Bersammlung Stadtverordneten Leon Beigeordneten bafelbft b Demokratischen Partei ang e Bestätigung als Beig adte des Großherzogtums erörtert werden wird. ive Bereinigung fir in Gemeinschaft mit der Den am 17. Oftober bersammlung abhalten. en. Es sei darauf hinge von Marie Charlotte bereits von heute ab be Borverkauf zu haben find. uf Beranlassung des La tsgewerbe- Vereine Gieß euen Saalbau" über„ Die reform." So trodn erfcheint, so bebeutungkol für Orte, die wie Gießa hschnitten werden. So Noch sind wir die Denter und DichternationEine fürstliche Tat beweift e8: Der Vogelsberg, er schnückt sich zum Thron Für die V.teranen des Geistes! Wer immer im Dienste der Musen ergraut, Soll fünftig in Hochwaldhausen Von der Huld eines deutschen Herrschers betaut Gut schlafen, spazieren und symaufen! Wie werden sie herrlich von all dem Haß der Welt, der undankbaren, Ausruhen auf dem hessischen podparnaß, Sie alle, die Schaffende"- waren! Die Mimen und Sänger in ihrem Heim Haben nichts mehr zu mimen, zu fingen; Und den Dichtern braucht fein neuer Reim Mehr feine Binsen zu bringen! Und schläft man dann für immer ein Im friedlich stillen Gelasse, Hat man nimmer weit in den Himmel hinein Bom hessischen Hoc parnasse! O Gott, du weißt, wohin es mich zieht! O wolle mich schneller entsäften, Daß auch ich bald so glücklich und invalid- Ich bin noch so traurig bei Kräften! verlassen, in eine Bütte mit heißem Wasser, das zur Wäsche bestimmt war. Das Kind leblte noch 2 Stunden. Der Fall ist umsomehr bedauerlich, da die Mutter dieser Tage wieder einer Geburt entgegensteht. Es ist dies der zweite Unglücksfall in furzer Zeit, den unsere Aufseher erlitten. * Steinfurt, 12. Ott. Einen außergewöhnlich starken Blumenversandt haben dieses Jahr unsere Rosengärtner zu verzeichnen. Hunderte von Körben mit Rosen gehen jeden Tag per Post und Bahn weg. * Schwabenrod, 12. Ott. Unglück. Der Landwirt Heinrich Schlitt war auf dem Felde beschäftigt, als ihm plöglich die Pferde durchgingen. Er geriet hierbei unter die Räder des Wagens und trug derartige schwere Verlegungen davon, daß der Tod alsbald eintrat. Verwundet. In * Homberg a. O., 12 Dft. Südwestafrita erlitt nach Meldungen aus Windhut gelegentlich eines am 1. Oft. bei Dassinfontein stattgehabten Gefechts der Reiter Johannes Busch, geb. zu Homberg a. Ohm, früher beim Lehr- Regiment der Feldartillerte- Schießschule, einen leichten Streisschuß an der rechten Schulter. A Vom Hoherodskopf, 12. Oft. Die Erbauung des Bismarckstürmes auf dem Taufstein ist verschoben worden und soll, gutem Vernehmen nach, erst im nächsten Frühjahr in Angriff genommen werden. Der Touristenverkehr war in diesem Sommer ein recht großer und dürfte dank der neuen Bahnstrecke Grebenhain- Gedern noch fort. gesett steigen. * Lauterbach, 12. Oft. Gestern Vormittag 11 Uhr wurde die Obst ausstellung des Bereinsbezirks Alsfeld Lauterbach durch den Präsidenten, Grafen Oriola in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste eröffnet. * Mainz. All rigth. Ein armer jüdischer Hausierer und Händler mit Lumpen und Knochen, namens Grünewald, der meist von Unterstüßungen seiner Glaubensgenossen lebte, beerbte einen Dafel seiner Frau, der in den Vereinigten Staaten starb und kam hierdurch in den Besiß von 350000. Der Mann, der seither ein elendes Dachlämmerchen bewohnte, mietete sich eine Wohnung von acht Zimmern, faufte sich für 5000 Mt. Möbel und lebt jeßt wie ein Grandseigneur. Geborene. Grünberg, 12. Oftbr. Der Turnverein erhielt ngt eine merkwürdige von ber verstorbenen Frau Bürgermeister Pracht 500 mt. letzten Menschenalter auf * Wetzlar, 13. Oft. Das Schöffengericht veritten vorwärts geeilt sind, andelte laut„ Wetzl. Anz." über folgenden Fall: Der Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. radezu erreicht haben, fishäfer L. U. von Wismar erhielt vom Bürgermeistermtoten Punkt geblieben at Krofdorf einen Strafbefehl, weil er am 30. Juni mit solche Höhe gehoben, da imer Herde unbefugt über frem de Grundstücke gezogen war. aft ausgeschloffen erschein eine biergegen eingelegte Berufung hat feinen Erfolg; er ftfarte für 5 Pfg. an deird für schuldig befunden und wegen Uebertretung des Felb- und Forstpolizeigesetzes zu 5 Mt. Geldstrafe und die tanftaaten, ein Telegram aber eben das Ideal: Roften des Verfahrens verurte It. ohne wirtschaftliche Opfe em Joeal noch im Ein * Braunfels, 12. Oft. Der Verkauf des Fürstlich Solms Brounfelsischen Grubenbesizes an die Firma Arupp in Essen ist, nachdem das Oberlandesgericht Frant wir den hohen Tarif, furt a. M. als Vormundschaftsbehörde dem Verkauf seine allernotwendige beinaftimmung erteilt und nachdem das aus diesem eiteren Strecken ben 2 Burch Bereinbarung sämtlicher Agnaten errichtete Hausgeset ausmacht. Wir wüchie Allerhöchste Genehmigung gefunden hat, nunmehr perfett Fahrt wohlfeiler wäre, geworden. Die Gruben gehen demgemäß mit dem 1. Novbr. terdrücken dürfen, fagt. S. in den Besitz der Firma Krupp über, in deren Dienst alturfortschritt, daß er auch die Fürstlichen Bergbeamten mit gleichem Tage eintreten. befriedigen sucht. Wik Münchholzhausen. Hinsichtlich des traurigen e der Berkehr von Mai Borfalls, der sich in dieser Woche hier zugetragen hat, e zu einer ungeahnten 6 at man anfänglich im Zweifel, ob der getötete Mampoteng I er preußisch- helfischen Getrun ten sei oder ob andere Verlegungen seinen Tod herbeiund 8 Pfg. pro Kilomet führt haben. Wie der Wehl. Anz." hört, ist letzteres 6 6, 9 und 12 fg. Fall, insbesondere soll der Schädel eine starke Wunde ten. Das Schlimmste aufweisen. Im Uebrigen wird noch einmal bestätigt, daß Eisenbahngemeinschaft i de Getötete der Urheber des ganzen traurigen Ereignisses it, sondern daß es auße, indem vor seinem durch den Trunk gesteigerten Jähzorn eine ganze Anzahl klein an dem betreffenden Tage die Familie, wie schon öfter, hatte 6 Sondertarifen reitig gehen müssen. Der in der Hast sißende Sohn gilt nzender Zustand geschaf aß ein braver ordentlicher Mensch. 4 ertragen ist. Die Eif - Buzbach, 12. Oft. Verbrüht. Heute Morgen einen gemeinschaftliUhr stürzte das 1/ 2jährige Kind des Gefangen- Auf1 der Weise, daß erters Ewald, als die Mutter einen Augenblick das Zimmer Preis für den einfa Pfg. feftlegt. Die G - die Preise sind wir g ein Aber hätte: der n Teil der Schnellzüge as Freigspäd ab. 7 auf Schnellzügen te Verwaltung am billig ft alfo lebiglich eine das Freiaepad ift zu be ein Gepäck eine Berleh in pienen D Gr. Gewerbeschule Gießen. Am 29. Septbr. Dem Schriftseter Paul Scheibe ein Sohn, Justus Theodor Richard; 30. Wagner Martin Will ein Sohn; Vizefeldwebel Karl Zinn eine Tochter, Laise Emma Hilde. Am 1. Oftober. Stationsgehilfen Heinrich Wenderoth eine Tochtar; 2. Fabritarbeiter Philipp Wigl ein Sohn, Georg Heinrich; 3. Schneider Karl Sy1ofczik eine Tochter, Hedwig; Calculator Richard Alfred Listner eine Tochter Elsa Martha; Taglöhner Wilhelm Wilter Blanz eine Tochter; Händlerin Heinrich Badium ein Sohn, ein Sohn, August; Bauaufseheraspiranten Jitob Heinrich Rarl; Kaufmann Salomon, gen. Sally Joseph ein Sohn, Ernst; 6. Fuhrmann Wilhelm Burt eine Tochter, Berta Katharine; Schlosser Heinrich Simon Günther ein Sohn, Heinrich Gustav; Elektrotechniker Friedrich Wilhelm Jung ein Sohn, Kurt Arthur; Syndikus der Handelskammer Dr. Walther Johannes Beidler eine Tochter, Martha Irmgard; 7. Dampfless theizer Karl Martin ein Sohn, Hans Karl; 8. Schreiner Jakob Auer eine Tochter, Margarete Luise Katharine; Installateur Jakob Frosch eine Tochter, Ottilie Anna. Aufgebote. Am 6. Ottbr. Alfred Schneider, Steindruckr dahier mit Luise Förster hierselbst. Wilhelm Jakob Karl Seyb, Bantbeamter dahier mit Hermine Reul in Cronberg. Berthold Hermann Philipp, Sergeant dahier mit Ratharine Karoline Elisabetha Hellhund in Wezlar. Ludwig Pahler, Steinhauer in Deichheim mit Wilhelmine Eidmann dahier. Peter Christian Mahr 2., Maurer in Dudenhofen mit Augufte Lina Emmel dahier. Heinrich Weidenaus, Friseur dahier mit Theodore Flick hierselbst. 9. Georg Mohr, Wetanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Das Wintersemester der unter Oberaufsicht Großh. die Schanzenstraße von heute an bis auf weiteres entralstelle für die Gewerbe stehenden technischen Lehr- für den Fuhrverkehr gesperrt. talt beginnt dat nicht trennen darf. t, besteht aber darin, d rundlage fchafft, auf werden fönnen. war, nach einer Veröffent 30. Sept. b. J., in be n, 9 Bemeinden, 17 G 4 Gemeinden, 4 Geb 3 Gemeinden und 6 tbedt. Der Main origes Jahr hat ein b r Herr in Sambath b Es ist ein junger Sol eiten im Walde ein Boll gute Stimme verriet Herrn in Darmstadt ngsl hrer, und ift fr ge Mann ein gefi on. Das Schöffengeri riner Geschäftefirma, det Der amtes eine Telephonifi weldrehen verligte, wege 30 Mart Belofteafe dhtig zufammengeroden 29. Oktober d. Is., vorm. 8 Uhr. Denjenigen Handwerkern, die sich der MeisterGießen, den 12. Oktober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Prima ifung unterziehen wollen, iſt Gelegenheit geboten, Speisekartoffeln Vollschüler oder Hospitant an den betr. Unterrichtsdern teilnehmen zu können. sowie Anmeldungen nimmt entgegen und Auskunft erteilt Feinste Salatkartoffeln die Schulleitung. Gießen, den 28 September 1906. der Aufsichtsrat: Heyligenstaedt. Die Schulleitung: Traber. Bekanntmachung. Bei dem am 17. und 17. ds. Mts. dahier stattinden den Gallusmarkt ann der Biehmarkt am 17. nicht auf dem seiterigen Blake wegen Seuchennefahr abgehalten deden. Er wird daher auf der sogenannten Lehmenliefect billigt J. Hankel, Gießen. Schlokaaffe. Bettnässen ( auch Hosennässen) beseitigt unt. Garantie sofort! Alter, Geschlechtsangabe. Retourmarke erbeten! Auskunft erteilt umsonst: Institut Sanitas<, Stadtamhof 112 in Bayern. Einmach Essig ute den gewöhnlichen Marktplatz für alle Viehmärkte Einmachzuder behalten und zwar kommt das Rindvieh vorn rechts der Stage nach Göbelnrod( bei den Lindenbäumen), die peine der Händler ebenfalls rechts und die übrigen Frachtbranntwein Sweine links wie auf allen Sommermärkten. Grünberg, am 12. Oftober 1906. Großherzogl. Bürgermeisterei Grünberg 3immer. Neuer Grünfern Reine Weinep. Ltr.45 Pfg. Karl Jekel Arbeiterinnen und Lehrmädchen auf sofort gesucht. Anna Kramer, Damen- Confeftion Gießen, Löberstraße 11, part. Suche sofort ein braves, älteres Mädchen für sämtliche Hausarbeiten' gegen guten Lohn. Reisevergütung. Frau Fabrikant Beuerle, Mühlheim a. M. Wir suchen für einen 28 Jahre alten, berhet ateten Mann St- ung als Schreibgehilfe. Armenamt Gießen.. Hochfetues Salonpianino neuester Konstruktion, in Nußbaum, modern, fast neu, ist mit Garantieschein billig abzugeben. Schristl Kreisstraßenmeister dahier mit Klara Fenchel in Griedel. 10. Albert Idler, Heizer dahier mit Elise Görnert in Stangenrod. Konrad Bien, Schneider dahier mit Katharine Becker hierselbst. 11. Ostar Schön, Friseur dahier mit Anna Rumpf hierselbst. Eheschließungen. Am 6. Oft. Johannes Karl Wagner, Taglöhner dahier mit Marie Größer, geb. Keil in Steinbach. 10. Albin Krahn, Postassistent in Frankfurt a. M.- Bockenheim, mit Marie Hörster dahier. 11. Friedrich Wenzel, Meßgermeister und Wirt dahier mit Dorothea Auguste Klein in Bergen. Bruno Herrmann, Sergeant Hoboist dahier mit Margarete Kühl hierselbst. Gestorbene. Am 11. Oft. Marie Katharine Arnold, 3 Jahre alt, Tochter des Taglöhners Heinrich Arnold 4. Warttberigte. Gießen, 13. Oktober. Auf dem heutigen Br chenmarkt tosteten Butter ber fb 090-1.00 wt., Sübnereler ver Stud 8-9 Bfg., Enteneter St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Bfb. 18-24 Pfg., Linsen per Pfd. 25-40 Bfg., Tauben per Paar 0.80-1.00 mt, Hühner per Stüd 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stück 0.80-1.80 mt., Enten per Stück 0.00-0.00 mt., Gänse ber Pfd 70-75 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 90-100 Pfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 10+ Pfa., Kalbfleisch ver Bfb. 84-90 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Met., 3wiebeln per 3tr. 400-5.00 m., Weisfraut per Std. 10-15 fg., per St. 00-00 Pfg., Aepfel ver Str. 10-18 Mt., Zwetschen per 3tr. 3 00-3 50 Mt., Birnen per Ctr. 9-15 Mr., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marftzeit im Umherziehe fetlgeboten werden. Verantwortlich für die Politik und den Inseratente 1 Albin Klein; für den übrigen Inhait: Georg Horn, beibe in Gießen. " Ein Jahr alt, sieht aus wie zweijährig". Wie manches Elternpaar würde glücklich sein, wenn es das von seinem Kinde sagen könnte! Und doch war der Kleine, von dem obiges gesagt wurde, vor wenigen Monaten noch ein recht schwächlicher kleiner Bursche. Mundenheim bei Ludwigshafen u. Rh. Rheingönnheimerstraße 10, den 9 März 1906. Verdauungsstörungen, nahm dadurch von Tag zu Tag mehr ab, „ Unser kleiner Heinrich litt im vergangenen Jahre sehr an und alle angewandten Mittel blieben erfolglo8. Auf Ihre Scotts Emulsion aufmerksam gemacht, machte ich einen Versuch, und vom ersten Tage des Gebrauchs ab trat eine Besserung in dem Befinden des Kindes ein. Die Verdauung regelte sich, und der Junge ist so vollkommen fräftig geworden, daß er im Alter von 10 Monaten schon laufen konnte. Er ist jeßt ein Jahr alt, und Leute, die ihn sehen, glauben, er müsse schon zwei Jahre alt sein. ( gez.) Frau Elise Tiator. Scotts Emulsion wirkt in doppelter Weise darauf ein, daß schwächliche Kinder sich so erstaunlich rasch entwickeln. Erstens hat sie selbst großen Nährwert, und zweitens beeinflußt sie Appetit und Verdauung auf das günstigste. Die außer ordentliche Wirksamkeit der Emulfion rührt daher, daß zu ihrer Herstellung ausschließlich nur die besten Rohmaterialien verwandt werden, und daß sie mit größter Sorgfalt in einem besonderen Verfahren, dem Scottschen Verfahren, aufs feinste berarbeitet werden. Das Erkennungszeichen der echten Scotts Emulsion ist der Fischer mit dem Dorsch" auf der Verpackung. 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