r. 215 Gange ben alle Ehren erfchließender pauptfchififfet er Mathies zu gelangen, welches weiter Flitgel lag wie die Bureaus. ble P Deg CE EAUC den Gaf hinausbaus möglichten ihm, ungefeben bis vor das 8immer oten Wände waren weiß getüncht nichts mehr an Hier Die erinten auf missar um einen Salon fieß er auf ben wehrte, daß Fräulein Etwold zur Beit hinaus vernehmungsunfähig sei. Der Kommissar schien fich sein Hausarzt, das weitere Vordringen mit dem Benierlen und auf Coltmann, benen eben cer Sanitätsrat Goler, und noch auf Tage Donnerstag, den 13. September 1906 15. Jahrgang T A1 11 baltion u.Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchlak Nr. 362. Gießener Contibellagons Oberhoffische Familienzeitung( und bie Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen Prinz Albrecht von Preussen+ CB. Berlin, 13. Septbr., 10 Uhr 45 Min., vormittags.( Telegramm) Prinz Albrecht von Preußen ist heute früh 5 Uhr 20 Minuten gestorben. Mit ihm ist wieder einer der wenigen noch lebenden großen Führer aus den letzten beiden Feldzügen zur großen Armee abberufen worden. Er wurde geboren am 8. Mai 1837. Sein Vater war der 4. Sohn des Königs Friedrich Wilhelm von Preußen, mithin war er ein Enkel desselben und Neffe von Kaiser Wilhelm I. In den Kriegen 1866 und 1870/71 hat der Verstorbene biel mit dazu beigetragen, daß die deutschen Armeen trotz der sehr oft an Zahl geringeren Streitkräfte siegreich blieben. Seine Ernennung zum Generalfeldmarschall geschah durch Kaiser Wilhelm II. Seit dem 21. Oktober 1885 war er Regent von Braunschweig. Das Land wird durch den Tod vor eine neue Thronfolgefrage gestellt. Der nachstehende Artikel besagt näheres. Die unvermutet über den Regenten von Braunschweig, Prinz Albrecht von Preußen, hereingebrochene Katastrophe hat die Thronfolgefrage des Herzogtums aufgerollt. Der Thron des Herzogtums Braunschweig ist seit vielen Jahren berwaist. Herzog Wilhelm hat bis zur Stunde keinen Nachfolger. Prinz Albrecht von Preußen hat als Regent bisher das Herzogtum verwaltet. Das war vorher so vereinbart werden. Die gesetzgebenden Faktoren des Landes und der Bundesrat hatten in solchem Provisorium, das keiner späteren Entscheidung präjudiziert, die beste Einrichtung gesehen, die zwar nicht alle Schwierigkeiten beseitigte, aber ihnen ausbog. Das Land hat sich dabei recht wohl befunden. Seine Selbftändigteit blieb bestehen, seine Eigenart blieb unangetastet, und der Bevölkerung war freigestellt, ihre Wünsche für die Sufunft nach eigenen Gefallen in die eine oder andere Richtung zu lenken. Davon machten die Braunschweiger aud in aller Friedlichkeit Gebrauch. Es gab in Braunschweig eine preußische Partei, die den Anschluß an Preußen ganz gern gesehen hätte. Es gab ferner eine Partei der unpolitischen Braunschweiger, die der Meinung waren, es lebe sich braunschweigisch gesondert ganz gut, es sei unter einem Herzog oder unter einem Regenten, und es liege kein Grund vor, eine Aenderung anzustreben. Es gab endlich eine welfische Partei, die in dem Herzog von Cumberland, dem Sohn des weiland Königs von Hannover, den einzig berechtigten Erben des letzten Herzogs Wilhelm von Braunschweig betrachtete und dessen Thronbesteigung als eine Forderung der Gerechtigkeit ansah. Die braunschweigischen Belfen aber unterschieden sich der Mehrzahl nach von den hannöverschen Welfen durch den sanfteren Charakter ihrer Opposition. Nicht ihre Gesinnung war weniger welfisch, aber ihr Temperament war milder und konnte es sein, weil fe bessere Hoffnung hatten. Die welfische Geschichte von bannover ist abgeschlossen, unwiderruflich abgeschlossen die welfische Geschichte von Braunschweig fann wenigstens noch eine Fortsetzung finden. Das gegenwärtige Haupt ber welfischen Familie, der Herzog von Cumberland, war schon einmal nach der Meinung der Leute dicht baran, seinen Frieden mit dem Reich zu machen und den Thron von Braunschweig zu besteigen. Man war ihm von Reichswegen weit entgegengeformen. Nicht blos durch die Aushändigung des Welfenfonds, die zu den ersten Amtshandlungen des Reichskanzlers Grafen Caprivi gehörte. Es - ollte ihm auch sonst möglichst leicht gemacht werden, den Bruch mit der Vergangenheit zu vollziehen. Alle Verhandlungen hierüber find jedoch gescheitert. Man weiß nicht, ob an dem Troß und Eigenwillen der welfischen Seite, oder peil es den Unterhändlern an der nötigen Geschicklichkeit fehlte, oder weil von dritter Seite Einreden und Abmahnungen fich geltend machten. Ob jezt eine andere Auffassung im Welfenhause die Oberhand gewonnen hat, dafür liegen Anzeichen, die für die Deffentlichkeit bemerklich und verständlich wären, nicht vor. Das schließt nicht aus, das ein Umschwung stattgefunden hat. Unzweifelhaft ist nur eines: Auf den Thron von Braunweig fann fein Fürst kommen, dessen offen bekannte Anprüche mit den Grundlagen des Deutschen Reiches nicht verinbar find, nicht vereinbar auch mit der Bundestreue gegenAber allen den Staaten, deren Gesamtheit das Deutsche Reich bildet. Von dieser Voraussetzung fann garnicht abgewichen verden. Der nächstbeteiligte Fürst selbst würde es nicht vünschen können, denn damit wäre für ihn ein unerträglicher. Broiespalt gegeben. Er müßte auf seine Ansprüche verzichten oder er würde auf dem Thron unmöglich sein. Solche Experimente macht man aber nicht, das Deutsche Reich tut es gewiß nicht. An Anwärtern für die Regentschaft in Braunschweig fehlt 23 nicht. Man hat früher schon den Prinzen Adolf von Schaumburg- Lippe genannt, den Schwager unseres Kaisers. DB diese Vermutung zutrifft, wird die Zukunft lehren. Andere Kandidaturen, wenn man so sagen darf, präsentieren fich in den Söhnen des Prinzen Albrecht. Die Wahl liegt bei dem braunschweigischen Landtag, der darin ganz selb= ständig ist. Bis diese Wahl vollzogen ist, wird im Falle einer Erledigung die Regentschaft von dem Landtagspräsiden ten, dem Präsidenten des braunschweigischen Verwaltungsgerichts und den aktiven braunschweigischen Ministern geführt. Von dieser Regentschaft ist der Landtag zur Wahl eines neuen Regenten zu berufen. Alles das ist landesgesetzlich unter Zustimmung des Bundesrats festgelegt. Barrikadenkämpfe in Rußland. Die Bemühungen der russischen Regierung, durch Landberteilung und verhältnismäßig liberale Reformen der Revolution den Boden zu entziehen, bleiben nach wie vor erfolglos. Ueberall werden Attentate verübt und Straßen. schlachten und Barrikadenkämpfe lassen erkennen, daß an geordnete, friedliche Zustände im russischen Reich noch lange nicht zu denken ist. So benutzten in der Stadt Kamyschin ( Gouvernement Saratow) die Revolutionäre die Abwesenheit der Truppen, die zur Unterdrückung von Unruhen nach der Ortschaft Nikolajewski gesandt waren, um in einer Straße Barrikaden zu errichten. Der Kampf zwischen den Polizeimannschaften und den Revolutionären dauerte bis zum Abend und endete mit einem bollen Mißerfolge der Aufrührer. Diese hatten dabei 6 Tote und 40 Verwundete. Verhaftet wurden 11 Mann, in der lutherischen Kirche wurde eine Bombe gefunden. Nach anderen Meldungen blieben die Revolutionäre Herren der Stadt. In Siedlce, wo nach tagelangem Vernichtungskampf endlich Ruhe eingetreten war, brach der Pogrom vorübergehend noch einmal los, da man die Salve am Grabe eines Soldaten für den Wiederbeginn der Judenverfolgung hielt. Eine furchtbare Panik entstand. Grauenhafte Szenen spielten sich in den überfüllten Zimmern eines Krankenhauses, in die Kugeln drangen, ab. Soviel steht fest, daß Terroristen die Unruhen mit Attentaten auf Soldaten und Polizisten be= gannen. Es läßt sich aber nicht leugnen, daß sich betrunkene Soldaten gleichzeitig Ausschreitungen zu Schulden kommen ließen, Unschuldige ermordeten und Läden plünderten. Von den Verhafteten in Siedlce wurden bereits 42 Personen vor ein Feldgericht gestellt. Auch wurden noch einmal 12 Kanonenschüsse gegen die Häuser abgefeuert, als die zur Auslieferung der Revolutionäre gestellte Frist abgelaufen war. Viele Juden wurden in ihren Häusern ermordet. Während in vielen Städten der Kampf zwischen Revolutionären und den Organen der Regierung offen geführt wird, werden in Warschau die Haussuchungen und die Durchsuchung der Passanten fortgesetzt. Bei dem geringsten Widerstande werden völlig Unschuldige erbarmungslos niedergeschossen oder verhaftet. Als bei einem Zusammenstoß ein Offizier getötet wurde, ging Militär gegen das Publikum vor, wobei zwei Personen pötet und zehn verwundet wurden. Daß politische Verbrecher und Revolutionäre sofort dem Feldgericht übergeben werden, wird aus vielen Gouvernements gemeldet. Zu dieser strengen Maßregel ist die Regierung im Interesse des Schutzes der Polizisten und Soldaten gezwungen worden. Wie verlautet, dauert die friedfertige Stimmung ber Regierung an, auf besonderen Wunsch des Zaren ist die Verfolgung der Unterzeichner des Wyborger Protestes eingestellt worden. Außerdem liegen folgende Nachrichten vor: Warschau, 12. September. Der Chef der Militärbewachung in Siedlce ist gestern nachmittag von zwei Rebolutionären erschossen worden. Petersburg, 12. September. Aus Regierungskreisen in Siedlce wird bekannt, daß das dortige Ostrolensky- Regiment erklärte, es würde auf die Plünderer schießen. Das Regiment wurde daher aus der Stadt entfernt und durch ein Libausches Regiment ersetzt. Politische Rundschau. Deutfches Reich. * Demnächst wird eine marokkanische Gesandtschaft in Berlin eintreffen. Als Beweis seiner Dankbarkeit für den im bergangenen Jahre vom Deutschen Kaiser in Tanger abgestatteten Besuch hat der Sultan beschlossen, zur Erwiderung des kaiserlichen Besuches noch vor Ende dieses Jahres eine außerordentliche Gesandtschaft nach Berlin zu entsenden. Als Mitglieder dieser Sondergesandtschaft wurden der ehemalige Pascha von Tanger, Ben Hima, und der Oheim des Sultans Mouley Abd- el- Malek bestimmt. Die Gesandtschaft soll im November in Berlin eintreffen. * Der stellvertretende Kolonialdirektor Dernburg ist vom) Kaiser zum Bevollmächtigten beim Bundesrat ernannt worden. Die Ernennung erfolgte auf Grund des§ 6 der Reichsberfassung. * Erhebliche Fortschritte macht die industrielle Aufschließung der deutschen Kolonien in Südwestafrika. In der Nähe von Kubas ist bei Herstellung eines Einschnittes für die Bahn Marmor bloßgelegt worden, der als Baumaterial für bas Bahnhofsgebäude von Kubas gedient hat. Der Befiber der Farm Kubas hat sich nun daran gemacht, das Vorhandensein von Marmor auf seinem Plaze industriell zu verwerten. Er hat italienische Marmorarbeiter angenommen, und verschiedentlich sind Erzeugnisse aus einheimischem Rohstoff schon zur Verwendung gelangt. * Die gestrige Schlußfihung des Verbandstages deutscher Gewerbevereine brachte eine längere Debatte über die Meisterturse, deren Förderung Direktor Romberg im Interesse des Gewerbes empfahl. Eine bezügliche Resolution wurde ohne wesentlichen Widerspruch angenommen. Die nächste Tagung wird in Mannheim stattfinden. Schweden. ** König Friedrich von Dänemark ist in Stockholm zum Besuch eingetroffen. Bei dem veranstalteten Festmahl tauschten der dänische Monarch und König Oskar von Schweden Trint sprüche aus, welche die Fortdauer der freundlichen Beziehungen zwischen Dänemark und Schweden entschieden betonten. Obwohl die Trennung Norwegens von Schweden nicht erwähnt wurde, war es doch offensichtlich, daß es in der Absicht lag, dieses Ereignis als unwesentlich für die dänisch- norwegische Freundschaft hinzustellen.. Italien. ** Der Zwischenfall bei den jüngsten Manövern der österreichischen Flotte vor einer italienischen Festung hat noch ein Nachspiel gezeitigt. Auf der Festung San Felice Chioggia ist ein österreichischer Offizier als Spion verhaftet und interniert worden, nachdem man ihn überrascht hatte, wie er Festungswerke photographierte und abzeichnete. Amerika. ** Die Tatsache, daß der Aufstand auf Kuba immer weitere Kreise ergreift und angesehene Männer in das Lager der Aufständischen übergehen läßt, hat die Regierung in Washington veranlaßt, der Kreuzer, Des Moines" nach den tubanischen Gewässern zu entsenden um ein energisches Eingreifen im Falle noch weiterer Ausdehnung der Revolution vorzubereiten. Präsident Palma hat das Standrecht verfünden lassen und dadurch große Aufregung hervorgerufen. ** Jm merikanischen Bergwerksbezirk war seit langem für den 16. September die Vernichtung der Ausländer ange kündigt worden. Jedenfalls erscheinen die Nordamerikaner gefährdet, sodaß sich die Regierung entschlossen hat, an der merikanischen Grenze Kavallerie zu sammeln. Kleine politifche Nachrichten. London, 12. September. Der Arbeitsminister John Burns hat sich über Brüssel nach Berlin begeben, um die deutschen sozialpolitischen Organisationen zu studieren. Konstantinopel, 12. September. Ein Frade des Sultane verfügte den Ankauf von fünfzig Maximgeschützen in Deutschland und Abbestellung des beabsichtigten Kaufes von fünfzig Hotchkiß- Geschützen. Konstantinopel, 12. September. Eine 150 Mann starte griechische Bande überfiel das bulgarische Dorf Smilevo bei Monastir. Die Konsuln der Ententemächte haben festgestellt, daß 12 Personen getötet und 8 Häuser niedergebrannt worden sind. Tanger, 12. September. Raisuli hat die Pfähle, welche den für das Denkmal des ermordeten Franzosen Charbonnier eingeräumten Blaz bezeichnen, entfernen lassen. Die fran zösische Gesandtschaft hat eine Untersuchung beantragt. Der Berberhäuptling Anfloos verließ die von ihm eingenommene Stadt Mogador wieder. Beting, 12. September. Die chinesische Regierung hat amtlich bekannt gegeben, daß Tieling, Tungchiangtse und Fatumen für den internationalen Handel geöffnet worden sind. Heer und flotte. Manöverunfall. Bei Eschwege find während der Manöver zwei Reservisten des 82. Infanterie- Regiments infolge von Hizschlag gestorben. Meuterei im französischen Heere. In Bourg de Péages ( Dep. Drôme) hielten 500 Reservisten vom 75. InfanterieRegiment, welche infolge eines Erlasses des Kriegsministers um acht Tage früher heimkehren zu fönnen glaubten, trog des Verbotes der Behörde auf offener Straße eine Versamm Lung ab, zogen sodann in Begleitung zahlreicher Zivillisten, unter antimilitaristischen Rufen durch die Stadt und mißhandelten zwei Unteroffiziere, welche von den Rädelsführern die Angabe ihrer Namen verlangt hatten. Es war ein starkes Aufgebot von Gendarmerie nötig, um die Ruhe wieder her. zustellen. Kaifermanöver 1906. ( Sonderbericht unseres militärischen Mitarbeiters.) Wahlstatt, 12. September früh. Die Infanteriemassen der roten und blauen Armee stießen gestern zum erstenmale mit voller Wucht aufeinander. Das Treffen gestaltete sich zu einem Schauspiel von imponierender Eindrucksfähigkeit. Die Infanterie der blauen Partei - Bestürzajeben baben als an Die Extech wirklich," sagte er, um fo folche' Bermutung Ausbrud. auftommen läßt." eine Gehässigkeit Jeinex des Herrn Assessors ben heben gegen mich oder meine Tochter nicht Bersoniletean, ban ble elften einen oben bon Fehler au berbogefteltten ganz wie die Frau seinen natürlichen Haarscht per dodat wärtigen, weshalb in Frantinteressant, fich zu beraten. exfonnen wurben. männliche Geschle tragen. Vor dem Jahre 1000 banner Furgegen Iang iſt mis i war am Vorabend bis Lerchenborn- Lüben gelangt. Ihre Kavallerie- Division A, deren eine Brigade bei Barchwiz zurückgewiesen worden war, stand überraschenderweise abends wieder im Besiz der Kazbachübergänge südlich Parchwiz. Und das war so zugegangen. Die rote Kavallerie- Division B war der zurückgeschlagenen Brigade im Siegesjubel gefolgt und ließ sich die Kazzbachübergänge nehmen, indem die anderen Teile der blauen Kavallerie- Division bei Pohlschildern und Bienowitz das linke Ufer gewannen und so die ganze Kazbach zwischen die rote Armee und ihre Kavallerie legten. Kavallerie- Division B war also abgeschnitten und zog sich mit einem gewiß nicht besonders erhebendem Gefühle zunächst ins Privatleben bei Steinau zurüd. Sie geht auf das rechte Oderufer zurück, scheidet also aus ihrer Tätigkeit als KavallerieDivision im Dienste des 6. Armeeforps aus. Das 5. Armeefors hatte am Abend des 10. September mit Vorposten die Linie Kaudewitz- Strachwig- Kniegniß- Klemmerwitz- GreibnigKaltenhaus erreicht. Das Armeeoberkommando stand in Eichholz. Das rote 6. Armeekorps hatte mit der 41. Division den Rayon zwischen Rosenig- Royn, die 12. um BerndorfRoistau, die 11. um Obsendorf- Buchwald belegt. Der Angriff. = Für den gestrigen Tag bestanden folgende Absichten bei Not: Die 41. Inf.- Division bricht 4 Uhr auf von Rosenig über Tentschel in Richtung Oyas; die 12. zu gleicher Zeit von Berndorf, nördlich vorbei an Nikolstadt gegen Raischmannsdorf; die 11. Division um 1 Uhr über PoselwizRomnitz auf Mertschütz zum Angriff. Bei Blau wollte das 5. Armeekorps die Gegend südlich Liegnig bis zum Herantommen des 3. Armeekorps halten; das 3. A.-K. 7 Uhr früh aus der Stellung aufbrechen, um über die Katzbach unterhalb Liegnitz gegen den feindlichen rechten Flüge! vorzugehen. Die Kavallerie- Division A wollte 4,30 früh von Möttig über Petersdorf gegen rechte Flanke und Rücken des Feindes marschieren. Also ausgesprochene Verteidigung bei Blau, ausgesprochener Angriff bei Rot. Der Kaiser im Treffen. Kaiser Wilhelm hatte in seiner Barade in der Nähe von Dyas biwakiert und stieg 1/25 Uhr zu Pferde. Es war noch rabenschwarze Nacht. Er ritt nach Malitsch, auf den äußersten rechten Flügel von Blau. Schüßengräben mit Graben für die Unterstützung lagen gut eingeschnitten und unauffällig im Gelände; den strand von Rosenau hatte man mit Drahthindernissen versehen. Schon vor Tagesanbruch war Blau in die Stellung gegangen und stand schweigsam hinter den Höhen. Man hielt Auslug gegen Wahlstatt, auf dessen rechts und links anges Tehnten Höhen sich der Gegner zunächst zeigen mußte. Das rote 6. Armeeforps hatte nach nur furzem Schlafe den Angriffsaufbruch ins Wert gesetzt, indem es mit zwei Divisionen geradeaus hinter die Wahlstätter Höhen vorrückte, um schon bei Tagesanbruch zur Ausnutzung des Tages bereit zu sein. Die 11. Division hatte ihren Vormarsch um 1 Uhr nachts auf Mertschütz begonnen. Gegen 7 Uhr war Rot bis zu den Höhen um Wahlstatt vorgerückt und die Artillerien beider Parteien eröffneten ihr Morgenkonzert. Mit einer sorgfältigen Einheitlichkeit wurde die Entwickelung der Infanterie und die Einleitung des Feuers vorgenommen. Die auf Kriegsstärke gebrachten Bataillone des 6. Korps machten gegenüber den dünneren Linien von Blau einen massigen Eindruck. Von 82 Uhr ab rückte die Infanterie auf der ganzen Linie gegen Blau vor. Zwar mußte Rot das Fener gut gedeckter Schützen und ebenso gut eingeschnittener Geschütze erleiden, aber dem ungestümen Ansturm der um eine ganze Division stärferen Roten konnte Blau nicht standhalten, zumal auch die Artillerie von Rot mächtig von Wahlstatt, vom Kieferberg und Steinberg herniederdonnerte und der umfassende Angriff der 11. Division unter günstiger Entwickelung gegen den rechten Flügel vor sich ging. Rückzug der„ Blauen". Um 92 Uhr ging Blau auf der ganzen Linie zurück. Die Roten, von denen zum Teil ganz erhebliche Märsche ge= leistet waren, folgten, als ob sie ihre ersten Schritte zu tun hätten und sie den Blauen das Katzbachbad bereiten wollten, das Preußen einst den Roten" von 1813 besorgt hatte. Um 10 Uhr berief die Manöverleitung die Gehilfen zusammen durch den Signalballon, sodaß 3 solcher wurstförmiger Blasen vom Himmel herunterhingen: ein Nachrichtenballon für Blau über Eichholz, ein Ballon mit Drachen für draht= lose Telegraphie und der durch seine Anhängsel verschiedener Bedeutung dienende Signalballon. Der Kaiser hatte ais Gast den sächsischen Kriegsminister von Hausen. Auch Graf Häseler, der 73 jährige Feldmarschall, der einst so gefürchtete Wächter an der Mosel", ritt die Stellungen ab und konnte dabei konstatieren, daß er auch im Schlesierlande hochverehrt wird. Die Kaiserin im schwarzen Reitkleid und Zylinder war vielfach zu sehen und begegnete bei dem besonders zahlreich erschienenen Publikum wärmsten Begrüßungen. Einen erfreulichen Eindruck machte es auch, daß das Wahlstätter Kadettenhaus mit den Nippes militaires" erschienen war und Klassenweise herumgeführt wurde. Die kleinen Leute glänzten über das ganze Gesicht und träumten sich wohl schon in einzelne Phasen ihrer Zukunft hinein, was sie aber nicht abhielt, feste in die diesem Altersstadium so besonders zuträglichen Semmeln einzuhauen", die, wie ich als gewissenhafter Be richterstatter durch Augenschein fonstatierte, mit Pflaumenmus bestrichen waren. Ob die gestern abgeschnittene und verschwundene rote Kavallerie- Division bei den nächsten Unterpehmungen noch verwandt wird, muß dahingestellt bleiben. Postel, Hauptmann a. D. - Vom deutschen Juristentag. Die Vorschriften über den gewerblichen Arbeitsvertrag wurden in der vierten Abteilung behandelt. Die Frage war wie folgt formuliert: ,, Empfiehlt sich die Einführung gesehlicher Vorschriften über den gewerblichen Arbeitsvertrag auj Geding( Akfordvertrag)? Arbeitgeber wie Arbeitnehmer find in gleicher Weise an ihr interessiert. Das Berliner Gewerbegericht hat fich einmütig für eine gefeßliche Regelung ausge prochen. Bei fast allen Streits spielen die Akkordschwierig. feiten eine große Rolle. Prof. Dr. Bernhard- Posen wies barauf hin, daß sich in England das Gesetz, das schriftliche Atfordform vorschreibt, einer ganz besonderen Anerkennung erfreue. SK. Stiel, 12. September. Um in möglichst kurzer Zeit das reiche vorliegende Material zu bewältigen, arbeiteten die Teilnehmer des Juristentages gestern gleichzeitig in vier Abteilungen. Die Haftung des Tierhalters Affordlohn als Mordlohn. In der lebhaften Debatte über die Form der Affordarbeiten erinnerte Justizrat Dr. Meschelsohn- Berlin daran, daß man jahrelang nicht mit Unrecht den Affordlohn als Mordlohn bezeichnet habe, der gefeßlich verboten werden sollte. Jedenfalls werde der Juristentag zur Herbeiführung des sozialen Friedens beitragen, wenn er für gesetzliche Bestimmungen eintrete, die auf dem Gebiete des Tarifvertrags Rechtsschutz, Rechtsklarheit und beiden Teilen gleichmäßige Rechte gewährten. Auch der mit den Bedürfnissen der Prayis vertraute Professor Dr. Leidig- Berlin( vom Zentralverband deutscher Industrieller) trat für eine gesetzliche Regelung des gewerblichen Akkordvertrags ein, sodaß mit großer Mehrheit folgende Resolution angenommen wurde: Stand in der ersten Abteilung auf der Tagesordnung. Jm Gegensatz zu dem geltenden Recht schlägt die Regierung vor, den Tierhalter nicht haftbar zu machen, wenn das den Schaden verursachende Tier dem Berufe, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalte des Tierhalters dient. Die Versammlung ist der Ansicht, daß im allgemeinen der Tierhalter stets für den durch sein Tier angerichteten Schaden haften müsse, daß es aber wünschenswert sei, die Versicherungspflicht auf das bisher nicht versicherungspflichtige Fahr- und Stallpersonal auszudehnen. ,, 1) Der deutsche Juristentag ist der Ueberzeugung, daß eine gesetzliche Regelung des gewerblichen Akkordvertrages notwendig ist, da es diesem für die Industrie wichtigen Arbeitsvertrage an einer hinreichenden rechtlichen Ordnung fehlt und info'gedessen zahlreiche Arbeitsstreitig= teiten entstehen. 2) Insonderheit hält der Juristentag für erforderlich: a. Die Sicherung der Akkordvereinbarung und Affordabrechnung. b. Bestimmungen über die Pflichten der Parteien bei Ausführung von Akkordarbeiten. c. Die rechtliche Stellung der Zwischenpersonen( Atfordmeister, Affordanten, Kolonnenführer, Zwischenmeister) gesetzlich zu regeln. 3) Ferner aber ist zur Entwickelung und Ordnung des Affordvertrages notwendig, über die rechtliche Wirkung der Tarifgemeinschaften( kollektive Arbeitsverträge) Klarheit zu schaffen. 4) Der Juristentag beschließt deshalb, über „ das Recht der Tarifgemeinschaften" Gutachten einzufordern und dieses Thema auf die Tagesordnung seiner nächsten Hauptversammlung zu sehen." Nab und fern. † Hartnäckiger Selbstmörder. Der Referendar Kurt Pires aus Berlin wandte Revolver, Leuchtgas und Lysol an, um ich das Leben zu nehmen. Der junge Mann litt an Liebesgram und öffnete in seinem Zimmer den Gashahn, trank bann Lysol und schoß sich hierauf eine Kugel in die Brust. Als man ihn auffand, lebte er noch; nach wenigen Minuten verschied er. † Wiederauftreten der Genickstarre. In dem altmärkischen Dorf Darenstädt ist die Genickstarre ausgebrochen und hat bereits ein Opfer gefordert. Um eine Ansteckung der gegenwärtig in der Altmark manöverierenden provinzsächsischen Truppen zu verhindern, wurden besondere Vorkehrungen getroffen. + Neue Erdstöße. Der Göttinger Seismograph notierte mehrere außerordentlich starke Erdstöße. Es erfolgten 14 Stöße in südlicher Richtung. Bisher liegen über stattgehabte Erdbeben folgende Meldungen vor: Mailand, 12. September. Seit drei Tagen werden in verschiedenen Provinzen Italiens neue Erdstöße verspürt. Dieselben waren besonders heftig bei den Ortschaften Terni und Trabis. Valparaiso, 12. September. Gestern abend und heute morgen wurden hier starte Erdstöße verspürt. Die in Schrecken versezte Bevölkerung floh auf die benachbarten Hügel. † Brand einer Zündholzfabrik. Die Zündholzfabrik von Ritterspach& Co. in Kirchheimbolanden wurde durch eine furchtbare Feuers brunst völlig in Asche gelegt. † Unfall eines Postwagens. Die Personenpost Berggladbach- Wipperfürth wurde infolge Scheuens der Pferde umgeworfen. Sämtliche Insassen wurden hinausgeschleudert. Der Postillon trug schwere Verlegungen davon, die Verletzungen der Passagiere sind teils schwerer, teils leichterer Natur. † Auf der Landstraße gestorben ist in einem Dörschen in der Nähe des Genfer Sees die rumänische Fürstin Bessaraba de Brancovan. Die Fürstin wurde plötzlich in ihrer Equipage von einem heftigen Unwohlsein überfallen, und starb mitten auf der Landstraße, ehe ärztliche Hilfe zur Stelle war. † Einsturz einer Notbrücke. Bei Monte im Kanton Waliis ist eine Notbrücke in dem Moment eingestürzt, als ein Zug darüber fuhr. Ein Teil des Zuges wurde zertrümmert, der Heizer getötet, der Maschinist verwundet. Der Verkehr ist unterbrochen. † Schwerer Unfall. Beim Heben des für das Denkmal Alexanders III. in Moskau bestimmten 800 Bud( d. s. zirka 1280 Kilogramm), schweren Steines, rissen die Ketten. Hierbei tamen 3 Arbeiter ums Leben, 4 wurden ver verwundet. † Madame Humbert begnadigt. Ju Freiheit gesetzt, zunächst zwar nur bedingungsweise, wurde urch einen Beschluß des Ministerrates das im August 1903 wegen des Hundertmillionen- Betruges zu fünf Jahren Gefängnis verurteilte Ehepaar Humbert. Graf und Ladenmädchen. L. Newyork, im September. In den Salons bildet augenblicklich den Gesprächsstoff ein Liebesroman, dessen Schlußkapitel sich dieser Tage in der Kirche von Ossining abgespielt hat. Das letztere wäre nichts auffallendes, aber die Helden des Romans fordern die Be achtung heraus, denn der standhafte Liebhaber und nun mehrige glückliche Ehegatte ist ein wirklicher Graf, Hans Ferdinand von Hochberg, Pleß und Fürstenstein, ein Sohn des früheren Berliner Hoftheaterintendanten, die Braut eine einfache Verkäuferin, Luise Carow, die Tochter eines schlichten Berliner Arbeiters. † Tragisches Ende eines Geisteskranken. In Wien verübte der steinreiche Hausbesizer und Advokatenkandidat Heuthaler auf seltsame Art und Weise Selbstmord. Heuthaler, der aus einer Frrenanstalt als geheilt entlassen worden war, sperrte sich in seiner reich eingerichteten Wohnung ein, zündete jeine 10 000 Bände umfassende Bibliothek an allen Seiten an und stieß sich ein Küchenmesser ins Herz. Als man in die brennende Wohnung drang, war er bereits tot. Jm Waschbecken lagen Hundert und Tausend- Kronennoten zerrissen und durchweicht. Cine furdtbare 3e Afgeflogen. Diefe enthalt sliche Zustände, hervo dien: In einigen Ort Hemen infolge des Hunger Haben verstorbenen Bolts Pleteclidth Gejdhmad an M Die Vorgeschichte des Romans spielt in Berlin. Dort hatte der junge Graf, der nebenbei bemerkt ein Neffe der Prinzessin Marie von Sachsen- Weimar ist und in Potsdam als Leutnant beim ersten Garderegiment stand, in einem Hand schubladen die Bekanntschaft der Luise Carow gemacht und sich in die niedliche Verkäuferin geradewegs verliebt. Auch so etwas kommt in Berlin, Newyork und anderswo vor. Aber der Graf war mit einer Prinzessin verlobt und der Roman nabe daran, keiner zu werden. In 99 von 100 Fällen führen solche Liaisons wohl zur Enttäuschung, aber nicht zum Standes amt und der flüchtige Rausch süßer Liebesstunden verfliegt, zum mindesten bei dem männlichen Helden sehr schnell. Das ist einmal so Mode in unserer schönen Welt. Das verlassene Mädchen hat gewöhnlich die Folgen zu tragen. Im Falle Carow war es anders. Graf Hochberg setzte sich mit den ganzen Anschauungen seines Standes und seiner Kreise in Widerspruch, trotte dem Befehle seines Vaters und zog die Konsequenzen, die eigentlich jeder Ehrenmann in gleicher Lage ziehen mußte, denen sich aber die meisten entziehen. Graf Hochberg löfte die Verlobung mit seiner fürstlichen Braut, nahm seinen Abschied vom Offiziersrock und ging nach Amerifa, um sich-- als Chauffeur sein Brod zu verdienen und Luise Carow heim führen zu können. Und er setzte seine Absicht durch und ver lebt nunmehr seine Flitterwochen hier, neben seiner Frau und einem furz vor der Trauung angelangten Töchterchen. Die hiesige Gesellschaft aber zerbricht sich den Kopf darüber, daß der Sproß einer der ältesten, geachtetsten, vornehmsten und reichsten Familien Deutschlands und ein Kamerad des deutschen Kronprinzen, eine glänzende gesellschaftliche Stellung und Zu kunft in Deutschland aufgab, um ein Unrecht wieder gut zu machen. Merkwürdige Weltanschauung, die eine edle, selbst verständliche Handlung erstaunlich findet! † Im Jähzorn erstochen. An Bord des Dampfers Antonino" geriet der Heizer Otto Lehmann und der Trimmer Martin in Streit, der schließlich in Tätlichkeiten ausartete. Hierbei wurde Lehmann von Martin mit dem Messer derart verletzt, daß der herbeigeholte Schiffsarzt nur noch den inzwischen eingetretenen Tod des Bedauernswerten fonstatieren fonnte. Martin wurde nach Ankunft des Dampfers in Vigo ins Gefängnis eingeliefert. Kunst und Wiffenfchaft. Bungersnot längst bori Hahnungslose Reifende geren Bei einigen die Borrate von eingepo in England immer n Durch den Ferni irt R. aus Querfurt, u Avere eitrige Mundfchle menswerte zuzog. We der K. in Behandl en eine ähnliche Erfra retellt wurde. Der 2 Telephoneinrichtung und prechanlage zu pri borher mit dem schlecht Hirtes zu tun gehabt und Hebe nabe bringen müffen machen. R. felbft hatte bäufig benutzt. So war Runde gelommen. = Nie borgubi bes. 3. von widen St rime Unmenge von Be das ihnen bevorstehende G Hahnlichen Schwindlern lau dat alle Stüßen verlor artenlegen u. dal. Mitte Ero judhte. Der St. P biejem Unjug zu ste Hunchöne(?) Handlungen" lich gerichtlich abgejtra administrativ ausgewiejen romanten soll nicht bej Fenschaftlichen" Grund Heine halbe Maßregel iman, die großen d. h. affinierteren läßt man lau RY. Der Kongreß für Versicherungsmedizin, der unter Vorsitz des Professors Dr. Florschütz- Gotha im Abgeordneten hause in Berlin zusammengetreten ist, hat seine Verhandlungen mit der Erörterung der Frage wie die Veranlagung zu Tuberkulose möglichst frühzeitig zu erkennen sei", begonnen Die meisten Redner famen dabei zu dem Schlusse, daß Tuber kulose vor dem Ausbruch nicht mit Sicherheit zu diagnostizieren sei und daher im Zweifel weit mehr Versicherungskandidater zurückgewiesen werden müßten, als bisher. Ferner wurden der Einfluß der Syphilis auf die Lebensdauer und die Unfallversicherung behandelt. BA. Polarforscherkongreß. In der in Brüssel ab gehaltenen Schlußsizzung des Polarforscherkongresses gal Charcot bekannt, daß er binnen furzem eine neue Expedition nach dem Südpol, und daß Bénard, der Vorsitzende del Vereins für Meeresforschung im Golf von Guscogne, i gleicher Weise eine Expedition nach dem Norden auszurüsten gedenkt. Beide Forschungsreisen werden zu gleicher Zei stattfinden. ==Vermischtes. Unter Briefe, die ihn nicht erreichten. Die Zahl der unbe stellbaren Briefe hat in Deutschland erfreulicherweise ab genommen, außergewöhnlich start ist sie aber noch immer in England. Im Jahre 1905 find in England allein 27 099 174 Brieffendungen unbestellbar geblieben. dieser Menge befanden sich 320 441 Briefe, die in Scheds, Anweisungen und Briefmarken zusammen nicht weniger ald 13 Millionen Mark enthielten; außerdem wurden in unan bringlichen Briefsendungen noch etwa 350 000 Mark in Banb noten gefunden. Schließlich trugen 1600 Briefe überhaupt feine Aufschrift, und es wurden in ihnen an Geld und Geldeswert beinahe 200 000 M. vorgefunden. = ** Der Großherzo gelände zur beffifchen Div ** Der Großher Im Vortrag den Staat minifter nauth, den Sinnern Braun. Der Großherz Alfeld Dr. Karl Meli fiberungsfammer unte Beheimer Regierungsrat" mannt. Der Großherzog Bagel vom Bezirksfom reuz des Verdienstordens ben. Die Landgra Steiner Nachricht ou bolferd die Landgrafin verftorbenen Prinzen bed nflich erfrankt. D fibien fiebzigften Geb Wie wir hören, Frifden Gendarmerie Korp Gibie Ben, als Kommande hrend der dortige Kom Bad Darmstadt berufen if Die Reichbar tabe dief& Monates ihre pr. Mittwoch, den 1 Brovinzial Ausju eine irdnung ab: 1 Alage egen den Landarmen ber her Marg. Schmidt von enverbandes Gießen g egen Unterfügung des Meinungsverschiedenhei nd der Mehrheit des die minderatafiunger Eine mysteriöse Beerdigung. Im Kösliner Kranken haus war eine von auswärts dorthin gezogene Frau ver storben, und sollte beerdigt werden. Trauernde Hinterbliebene hatten sich zahlreich eingefunden, und der Geistliche hielt am Earge die Leichenrede, worauf die Beisetzung erfolgte. Am Tage darauf wurde in einer Kammer des Krankenhauses eine weibliche Leiche aufgefunden, die man als diejenige der ver meintlich begrabenen Frau erkannte. Das Grab und der Sarg wurden geöffnet, und dieser war leer. Die Leiche wurde nun in aller Stille in den Sarg gelegt und ordnungs. mäßig auf dem Friedhofe beerdigt. = Eigenartige Betriebsstörung. In der Markircher Bonbonfabrik von Bippert überfluteten Schwärme von Bienen die Arbeitsräume, und setzten sich an den Fenstern, Deden, Wänden und Geräten fest, so daß ein Weiterarbeiten ein Ding der Unmöglichkeit war. Viele der Tiere fielen traftlos azu Boden, eine Folge des durch die allenthalben herrschend Dürre hervorgerufenen Nahrungsmangels, der sie sicher zu ihrer Wanderung veranlaßt haben wird. = ** Parlamentar ein Antrag des Abgeo drdnung für die ersten S Agegangen.§7 der amblung beginnt um 1 Uhr nachmittags gef Berebrliche Bweite Ram Megierung zu ersuchen, hung folgende Faffun giant um 4 Uhr nach tag geschloffen." In Sad Anordnung der Reg amjohn. Ga find wäh Bablbert II der Gemei Babl beredigt. Bon di Es gilt als wahrheinlich,& redt ausüben wird. G Berfonen. Aud dieje me an der Wahl beteiligen. teiligung von 40 bis 5 Zu viel verlangt. Der Dirigent eines Roschat Quintetts erläßt in einer Musikerzeitung folgendes Inserat: ,, 2 zweite Bässe und 2 Tenöre, nur Desterreicher oder Bayern unverheiratet, möglichst solche, welche ein Instrument spielen und in Koschatliedern bewandert sind. Schuhplattler bevor zugt. Offerten mit Bild an Jakob Damhofer, Kaiserslautern Bayrische Pfalz, postlagernd. NB. Säufer und unsolid charakterlose Kräfte, welche Aufwiegler find, wünsche ich nicht soch keine unreinen Schusterbässe und fnödelnde Kravatten Tenöre." Hoffentlich hat der Mann, der augenscheinlic schlechte Erfahrungen mit seinen Künstlern gemacht hat, in zwischen gefunden, was er braucht zwei charaktervoll Bässe und dito zwei Tenöre, die jeder Hofbühne zur Zierd gereichen würden und weder trinken, noch aufwiegeln, dafin aber um so schneidiger schuhplatteln. = Schauspielerhonorare. Die bekannte englische Schan spielerin Mr. Langtry hat einen Kontraft unterzeichnet, nad dem sie in amerikanischen Variétés in einer dramatischen Scene von nur zwanzig Minuten Dauer auftreten und dafin ein Honorar von 10 000 Mart pro Woche erhalten wird. anbig, wenn für die aum von einer Minute borliegenden Fall ho forderlich sein. Es ift mehalb man die Mitgli jer ehrenamtlichen un eiligen Sigung bebellige chen. , im Septemb Sen Gespri Diefer Lage in lettere ware 13 fordern de ebhaber und Eine furchtbare Zeitungsente" ist in englischen Blättern geflogen. Diese enthalten aufsehenerregende Berichte über zliche Zustände, hervorgerufen durch die Hungersnot in len: In einigen Ortschaften entschlossen sich die Einge benen infolge des Hungers, die Leichen der unter entsetzlichen Baden verstorbenen Voltsgenossen aufzuessen. Sie fanden deßlich Geschmad an Menschenfleisch und legten sich, cá bi bungersnot längst vorüber war, oft in einen Hinterhalt, licher Grai, ahnungslose Reisende abzufangen, zu töten und zu bertenftein, ein en, die Brant hter eines j in Berlin. erft ein Refe und in Bo id, in einem to gemacht und ebt. Auch jo Do bor. Aber d der Roman Fällen führen cht zum Sta Desftunden ver sehr schnell. It. Das verl Bei einigen dieser Menschenfresser entdeckte man e Vorräte von eingepöfeltem Menschenfleisch."- Es muß in England immer noch eine wahre Siedehibe herrschen. = Durch den Fernsprecher angesteckt hat sich der Landcit R. aus Querfurt, und zwar handelt es sich um eine were eitrige Mundschleimhautentzündung, die sich der Beaernswerte zuzog. Wenige Tage später tam zu demselben Ant, der K. in Behandlung hatte, ein Postschaffner R., bei meine ähnliche Erkrankung, nur in schwächerem Grade, eigestellt wurde. Der Beamte ist Leitungsaufseher für die Selephoneinrichtung und hat als solcher von Zeit zu Zeit die Bansprechanlage zu prüfen. So hatte er auch drei Tage Dorher mit dem schlecht funktionierenden Apparat des Landmittes zu tun gehabt und dort den Sprachtrichter dem Munde Fehr nahe bringen müssen, um sich dem Amte verständlich zu machen. K. selbst hatte in jenen Tagen den Fernsprecher tragen. Im Sufig benutzt. So war die Ansteckung bei dem Postschaffner fich mit den g Ceise in Wider Die Konseque icher Lage en. Graf Ho Braut, nahm j merifa, um f Luise Carom icht durch und en seiner Frau 1 Töchterchen. Ropf darüber, vornehmsten merad des de e Stellung und echt wieder Ee eine edle, ja aft. medizin, der aim Abgeord eine Verhandl Babe gelommen. " 1 Die aborgläubischen Betersborger. Ju der Resibenz 3. von wiben Struten durchtoben Zavenreiches gibt eme Unmenge von Personen, die in banger Sorge um Bahnen bevorstehende Schicksal zu Wahrsagerinnen" und ähnlichen Schwindlern laufen. Es ist so, als ob der Gesellaft alle Stüßen verloren gehen und man in Kaffeesatz, Sartenlegen u. dgl. Mitteln zur Erforschung der Zukunft" Trost suchte. Der St. Petersburger Stadthauptmann plant mum, diejem Unsug zu steuern. Wahrsagerinnen, welche sich unschöne(?) Handlungen" zuschulden kommen lassen, sollen eitlich gerichtlich abgestraft und zweitens aus der Residenz administrativ ausgewiesen werden. Nur die Tätigkeit der Chiromanten soll nicht beschränkt werden, da dieselbe sich auf wissenschaftlichen" Grundlagen aufbaue! A Unser ältester Einwohner, Geometer Euler, blickt am 1. Ott. auf sein 101. Lebensjahr zurück und erfreut sich trotz dieses hohen' Alters noch großer Rüftigkeit und Frische, er leidet nur seit einigen Jahren an Schwerhörigkeit. Der alte Herr unternimmt noch fast täglich fleine Spaziergänge. Er ist der Senior der deutschen Geometer. *** Unserer heutigen Ausgabe liegt die Ziehungslifte der Gießener Pferde- Verlosung bei. Der Hauptgewinn( 1 4- fiziger Viktoriawagen mit Verdeck und abnehmbarem Bock nebst braunem Wallach mit Stern und komplettem filberplattierten Geschirr) fiel auf Nr. 4321. Der zweite Gewinn( 1 eleganter Schlitten mit Plüschgarnitur, Pelzdecken, Laternen nebst braunem Wallach und komplettem vernickeltem Nummetgeschirr) fiel auf Nr. 8667, der dritte Gewinn fiel auf Nr. 6542, der vierte auf Nr. 19579, der fünfte auf Nr. 3469. * Auf dem Gießener Herbstpferdemarkt waren 212 Pferde und 34 Fohlen, meistens Tiere schweren Schlags, aufgetrieben. Gutes Pferdematerial war enorm hoch im Preise. Mit dem Marfte war eine Prämiierung verbunden, bei der folgende erste Preise verteilt wurden: Arbeitsschläge a) einzeln: K. Häuser Nieder- Weisel; b) paarweise Job. Faber 10. Leihgestern. Fohlen, dreijährig: a) Wagenschläge: K. A. Wagner Langgöng; b) Arbeitsschläge: Bürgermeister reuder Vadenrod. Fohlen, meijährig: a) Wagenschläge: Joh. Sontrum Röthges b) Arbeitsschläge: G. W. Strasheim Griedel. ZuchtStuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt: a) Wagenschläge G. Dietrich Laugel bei Hungen; b) Arbeitsschläge Jakob Klippel- N. Weisel. o anderen Tasse noch einige Tausend Rubel Anteilscheine. Die Polizei hält es für möglich, daß der Flüchtling an einem Bankraub beteiligt war. * Darmstadt. Totschlag eines Soldaten. Bei der im hiesigen Militärlazarett vorgenommenen Sektion des bei Maichen erstochenen Musketiers Haus wurde ein tiefer Stich in die linke Schläfe festgestellt. Der Stich verlegte die Schlagader und durchschnitt den Sehnerv. Der Tod mußte alsbald eintreten. Sonstige Verlegungen wies der Körper des Toten nicht auf. Müller war zu der Seftion vorgeführt. Sein Seitengewehr trägt einige Blutsprißer in der Nähe des Griffes. Er soll in einer Wirtschaft vor der Tat gräußert haben:" Den Haus steche ich heute Abend noch foput." + Heblos, 12. Sept. Der Sohn des hiesigen Bahnwärters Röller, der beim 166. Infanterie- Regiment stand, erlitt bei Gaulsheim beim Baden im Rhein einen Herzschlag und ertrank. * Bad Wildungen. Mit dem Bau der Edertalsperre im Fürstentum Waldeck wird in nächster Zeit begonnen werden. Die Edertalsperre wird die größte ihrer Art in ganz Europa. Zwei Dörfer, Berich und Beinghausen, werden vollständig und die Gemarkungen von Nieder- Werbe und Asel teilweise von der Biltfläche verschwinden. In dem Becken werden an 170 Millionen Kubikmeter Wasser zuſammengestaut werden. Literarisches. Ein Meyers Großes Konversations Lexikon. Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 240 Seiten Text mit mehr als 11000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Illustrationstafeln( darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Textbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mart oder in Prechtband zu je 12 Mart.( Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien.) Wir freuen uns, unsern Lesern heute wiederum einen neuen, den 14 Band vom Großen Meyer" anzeigen zu fönnen, der damit schon bis zum Stichwort Dymgeld" gediehen ist. Auch dem jüngsten Band ist die bereits bei seinen VorEhrlich währt am längsten. Postschaffner Hanauer- Gießen fand eine Geldtasche mit einer größeren Geldsumme und lieferte es an die Polizei ab. Bald meldete sich auch der Besizer, ein Gießener Kaufmann, Der dessen Hausbursche die Summe verloren hatte. erliche Finder erhielt eine Belobigung von seiner Behörde und ein Geschenk des Kaufmanns. Das ist doch ** Durch die Spiegelscheibe. Ein eigenartiges die kleinen Spizzbuben hängt ur eine halbe Maßregel, Pech hatte heute Mittag ein Schreiner, der mit Renovierungsman, die großen d. h. in diesem Falle die gefährlicheren, arbeiten im Schulte'schen Geschäft am Seltersweg beschäftigt maffinierteren läßt man laufen. ist. Sei es aus Kurzsichtigkeit oder aus Macht der Gewohnheit, genug, er trat in die große Spiegelscheibe und zersplitterte das Glas, sodaß ein weites Loch entstand und der übrig: Teil der Scheibe mit langen Sprüngen sich begängern oft und gern hervorgehobene außerordentliche Sorgdeckte. Der Schaden ist nicht unbeträchtlich. - CoRales. ** Der Großherzog begibt sich heute in das Manöver= Beranlagung elände zur Hessischen Division im Odenwald. en fei", begon Schluffe, daß ** Der Großherzog empfing am 12. Єptember it zu diagnotum Vortrag den Staate minister Ewald, den Finanzficherungstandi minister nauth, den Präsidenten des Ministeriums des er. Ferner w Snnern Braun. bensdauer und Der Großherzog hat den Kreisrat des Kreises felb Dr. Karl Meltor zum Vorsitzenden der Brandeficherungsfammer unter Verleihung des Charakters Geheimer Regierungsrat" mit Wirkung vom 16. Sept. an in Brüffel scherkongresses ine neue Epenannt. Der Vorsitzende Der Großherzog hat dem Bezirksfeldwebel Fort bon Guscog 11 agel vom Bezirkskommando Gießen das Silberne Norden uz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen ver zu gleider Die Zahl der rfreulicherweise aber noch im England geblieben. efe, die in nicht wenign wurden in 000 Mart in 0 Briefe über hnen an Geld den. Rösliner Ar gezogene fro ernde Hinterbl Geistliche biel Bung erfolgte Aranfenhauj 13 diejenige der Das Grab und - leer. Die. elegt und ord In der Mar schwärme bon en Fenstern, iterarbeiten ein fielen traftle nthalben berri 13, ber fie fi gent eines R g folgendes rreicher oder B n Inftrument ofer, Staffersla Säufer und Schuhplattler be b, windje id fmöbelnde Ana Der augenide ern gemacht bat Bei daratter Sofbühne zur haufwiegeln, ante englijde t unterzeichnet, einer dramati auftreten und d He erhalten mit 1chen. Die Landgräfin von Hessen erkrankt. Caut einer Nachricht ons Fulda ist in dem dortigen Schlosse bolfseck die Landgräfin Friedrich von Hessen, die Schwefter verstorbenen Prinzen Friedrich Karl von Preußen, nicht bed nklich erfranft. Die Landgräfin feierte im vorigen Suhr ihren siebzigften Geburtstag. ** ** Wie wir hören, ist der Kommandeur des Oberleichen Gendarmerie Korps, Oberstleutnant Zahneen, als Kommandeur nach Mainz versezt worden, 1ährend der dortige Kommandeur Oberstleutnant Normann Darmstadt berufen ist. Die Reichsbank wird wahrscheinlich noch vor Ende dies& Monates ihren Diskont um 12% erhöhen. - 4. pr. Mittwoch, den 19. d. ts., vorm. 9 Uhr täit der Brovinzial Ausschuß eine Siguna, mit nachstehender TogesOrdnung ab: 1 Klage des Ortsarmenverbandes Gießen egen den Landarmenverband Gießen megen Unterftüßung i der Marg. Schmidt von Bremen. 2. Alage des Orts men verbandes Gießen gegen den Landarmenverband Gießen 1 Degen Unterstüßung des Heinich Kimpel von Liedenbach. 33. Meinungsverschiedenheit zwischen dem Gemeindevorstand und der Mehrheit des Gemeinderats zu Büdinger. Gemeinderatssitzungen zu Büdingen. ** Parlamentarisches. Der Zweiten Kammer i ein Antrag des Abgeordneten Köhler, betr. die Wahl. hung für die ersten Wahlen zur Landwirtschaftskammer gegangen.§7 der Wahlordnung bestimmt:„ Die Wahl blung beginnt um 10 Uhr vormittags und wird um Uhr nachmittags geschloss'n." Abg. Köhler beantragt: Behrliche Zweite Kammer wolle beschließen, Großherzogl. gierung zu ersuchen, dem Abs. 2 des§ 7 der Wahlanung folgende Fassung zu geben:" Die Wahlhandlung beginnt um 4 Uhr nachmittags und wird um 7 Uhr nach mita gs geschlossen." In der Begründung wird ausgeführt: ach Anordnung der Regierung soll die Wahlzeit 9 Stunden faffen. Es find während dieser Zeit zum Beispiel im Bahl bezirk II der Gemeinde Lanasdorf 120 Personen zur Bahl berechtigt. Von diesen 120 sind 35 weibliche P cfonen. Egillt als wahrscheinlich, daß keine einzige von ihnen ihr Wahlebt ausüben wird. Es blieben also hiernach noch 85 Suomen. Auch diese werden höchstens zu 50 Prozent sich der Wahl beteiligen. Das ergäbe also eine Wahl: leteiligung von 40 bis 50 Personen. Nun genügt es vollfinding, wenn für die Abfertigung eines Wählers ein Beitaum von einer Minute anberaumt wird. Es würden also iborliegenden Fall höchstens 120 Minuten oder 2 Stunden ford erlich sein. Es ist aus diesem Grunde nicht einzusehen, halb man die Mitglieder der Kommissionen länger mit er ehrenamtlichen und unbezahlten und äußerst langweiligen Sigung behelligen will. * Automobilfind. Daß der Klapperstorch in der Esenbahn öfters Einkehr hält, ist bekannt, doch auch im Automobil hat er dieser Tage auf der Fahrt durch die Wetterau sich eingestellt und einer Insassin ein kleines Knäblein bishert. Der Kraftwagen brachte die Mutter und den fleinen Automobilisten nach Gießen. ▲ Grünberg, 12. Sept. Die Wanderhaushaltungsschule für den Kreis Gießen wird im haltungsschule für den Kreis Gießen wird im Laufe des Winters hier einen achtwöchigen Kursus abhalten, 25 Damen haben sich bereits gemeldet. * Bermutshain, 12. Sept. Am Samstag wurde der sogenannte Große Rothebachsteich" abg fischt und ca. 28 8tr. Rarpfen gefangen. Kirtorf, 12. Septbr. Am 19. Sept. wird hier ein Viehmarf abgehalten werden. * Lauterbach, 12. Sept. In der vorigen Woche wurde durch Großh. Kreisamt die hiesige Wasserleitungsanlage revidiert und dabei auch der entleerte Hochbehälter besichtigt. Dabei ergab sich, daß, obwohl der Hochbehä ter im Juli 1905 zulegt entleert gewesen, feine Spur Bodensaz oder sonstige Unreinigkeit darin vorhanden war; gewiß der beste Beweis für die Reinheit des hiesigen Leitungswassers. * Fulda, 12. Septbr. Das Opfer der Pflicht. Der Brand des Domturms am 4. Juni v. Js. hat noch nach träglich ein Opfer gefordert. Dieser Tage starb der 28jährige Schlossergeselle August Gerhardt von hier, ein tüchtiges Mitglied der aktiven Feuerwehr, nach langem Leiden, daß er sich zugezogen hatte, als er das ausgebrochene Feuer mit seinem Uniformrock zu ersticken versuchte und später, ohne Rock, bei den Löschungsarbeiten gänzlich durchnäßt wurde. G. Bernsfeld. Sonntag, den 9. Sept. tagten hier die Vertreter des Ohm Lumba- Sängerbundes. Die Versammlung war sehr gut besucht, was der Vorsigende des Bundes, Herr Lehrer Gemmer von Merlau, besonders betonte. Es sei das ein sehr erfreuliches 8- ichen, welcher Wertschäßung der Ohm- Lumdatal- Sängerbund sich erfreue. Unter den zahlreichen Bunften der Tagesordnung begrüßen wir b sonders die Annahme der Musit- und Sängerzeitung für Mitteldeutschland( Verleger Albin Klein- Gießen) als Bundesorgan; sie wird unsern Bund andern Verbänden näher bringen und so die Interessen der einzelnen Verbände besser vertreten. Das Bundesfeft für 1907 ist in Merlau, da der dortige Verein sein 25jähriges Stiftungsfest feiert. * Offenbach, 12. Septbr. Zur Bürgermeister= wahl verlautet, daß der Nauheimer Bürgermeister Dr. Kayser sich gleichfalls um unseren Bürgermeisterposten, der mit 12000 Mt. Jahresgehalt dotiert ist, beworben habe und mit 5 Bewerbern in die engere Wahl kommt. * Frankfurt, 12. Sept. Gestern Abend gegen 11 Uhr wollte ein 35jähriger Mann, der mit 5 oder 6 Paketen be= laden war, mit dem Zug nach Mez fahren. Er ging auf einen Wagen vierter Klasse zu. Plöglich stürzte er bewußtlos zu Boden. Ein anwesender Arzt stellte den Tod durch Herzschlag fest. Bei genauer Durchsuchung der Kleider fant die Polizei Papiere, aus denen ersichtlich war, daß es sich um einen russischen Flüchtling handelte mit Namen Franz Alexander Tomaschewißsch aus Wilna in RussischPolen, der von Nauheim tam und über Meh nach Frankfurt auswandern wollte. Man fand bei ihm ein Säckchen mit 89 Mt. in deutschem Geld, außerdem hatte er auf der Brust eine Tasche, in der sich viele Hundert, Fünfzig-, Behn- und Fünf Rubelscheine befanden. Zudem hatte er in einer " " - falt in der Auswahl und Abfassung der Artikel, ihre meisterhafte Gruppierung, die Prägnanz der Ausdrucksweise und die geradezu glänzende Illustrierung in ganz hervorragender Weise igen. Wir verweisen hier nur auf die eingehenden Monographien von München und New- York sowie auf die umfangreichen Abhandlungen über die Niederlande mit ihren Kolonien, über Nordamerika, das Norddeutsche Tiefland und Norwegen sämtlich mit erweiterten oder ganz neuen Karten und Plänen. Fragen von allgemeinem, gewerblichem und volkswirtschaftlichem Interesse behandeln sachgemäß die Artikel Möbel"," Mode"," Monopol"," Münzwesen", Nahrungsmittel"( mit einer tabellarischen Darstellung ihrer chemischen Zusammens Bung),„ Nerven"," Normalarbeitstag", Nutzhölzer"," Obstbau" und" Obstverwertung". Durchaus modern find die durch instruktive Astilbungen veranschaulichten Artikel Motorboote“ und„ Motorwagen". Zwei sehr wohigelungene Porträttafeln von bedeutenden Naturforschern aller Zeiten bis auf Hardel sind sehr beachtenswert. Das Kapital für das biographis historische Gebiet umfaßt wohlgelungene Abschnitte über Moltke, Mozart, Mukden, Munkacsi, Nansen, Napoleon. Erwähnen wir noch, daß aus der Rechtproris Begriffe wie Moratorium, Mündelsicherbeit, Musterschutz, Nachlaßansprüche, Nachlaßregulierung, Nachlaßverwaltung, Namensänderung, Nießbrauch, Deffentlichteit eine sehr durchsichtige Behandlung erfahren haben, so glauben wir in ausreichendem Maße die Vielseitigkeit des neuesten Bandes angedeutet zu haben, der sich mit 72 bunten und schwarzen Tafein, 16 Karten und Plänen und 3 Beilagen würdig an seine Vorgänger anreiht. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 14. Sptember. Zunehmende Trübung und Regenfälle, etwas wärmer, veränderliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es fönnen eingestellt werden: 1 Schweizer, 6 landw. Arbeiter, Ziegerhter, 3 Schlosser, 1 Schmied, 1 Spengler( auswärts), 1 Maschinenwärter, 1 Lackierer, 3 Schreiner, 3 Waschund Buzfrauen, 1 jüngerer Glaser, 1 Maler( auswärts), 1 Anstreicher, 1 Installateur, Erdarbeiter, 1 Küchenmädchen, 5 Lauffrauen, 2 Laufmädchen, 1 Kutscher, 1 Hausbursche, 1 Haushälterin. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schmied gegen Vergütung, 1 Spengler, 1 Elektromonteur, 2 Schreiner, 1 Bäcker. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist oder Heizer, 2 Kutscher, 1 Flickerin, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Lagerarbeiter, 1 Fahrbursche, 1 Haushälterin, 1 Büglerin, 1 Näherin, 2 Packer, 1 Kassier oder Bureaudiener, 1 Bureaugehilfe. Verantwortlich für die Politik und den Inseratente l Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen. Carboline, das anerkannt beste Haarwasser, gibt dem Haare Glanz und leppigkeit, verhindert das Ausfallen und Ergrauen. Ein Versuch damit sichert den Erhältlich in Apotheken, Drobeständigen Gebrauch. gerien und Parfümerten oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M. 11 11 Thomasmehl Stern Marka Zur Herbstbestellung ist der billigste und bewährteste Phosphorsäuredünger Man achte auf die Schutzmarke! Thomasphosphat- Fabriken Gesellschaft mit beschränkter Haftung. BERLIN W. 35. Wegen Offerte wende man sich an die bekannten Verkaufsstellen oder direkt an die vorgenannte Firma. Vor minderwertiger Ware wird dringend gewarnt. Bekanntmachung. Zum Zwecke der Aufstellung einer ZusammenstellWarnung. ung der sämtlichen noch vorhandenen Striegsteilnehmer, Von nun ab werden wir auf alle Anzeigen der sowohl an dem Feldzug von 1870, wie auch an den Wach und Schließgesellschaft über Entwendung von früheren, von Deutschen Staaten geführten Kriegen Obst- 2c. auf dem Bauplatz der neuen Kliniken und dem fordern wir alle diejenigen hier wohnhaften Feldzugs- angrenzenden staatlichen Gelände, sowie unbefugtes Beteilnehmer, soweit sie feinem der hiesigen Kriegervereine fahren des Gebietes Strafantrag stellen. angehören, hiermit auf, sich binnen 5 Tagen auf der! Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15 zu melden. Gießen, den 11. September 1906. - - Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Riegelpfad zwischen Ebel- und Querstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 12. September 1906. Kg. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Brotpreise bom 9. bis 23. September 1906. Der hiesigen Bäcker. 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bei: Ernst Christ Wiese! 1 Weißbrot 2 1 Gem.- Brot 2 " 3 1 Kornbrot 2 " Der auswärtigen Bäcker. $ fg. . 44 27 Balt. Opper, Allendorf a. 2. 44 54 Georg Dern II., Gr.- Linden 46 25 Louis Süßmuth, Steinberg 46 50 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 75 W. Weigel, Lang- Göns. Gießen, den 11. September 1906. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. Becker. Bekanntmachung. Dienstag, den 18. September d. J., nachw. 3½½ Uhr wird zu Gießen im„ Café Ebel" eine Haupt- Versammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen stattfinden, zu der die Mitglieder und alle Freunde des Vereins eingeladen werden. Gießen, den 6. September 1906. Der Vorstand des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Dr. Breidert. Tagesordnung: " " 1 " " 46 " 1 46 23 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 Karl Post, Wieseck " " 2. Der landwirtschaftliche Bezirksverein Gießen. 46 " " 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 25 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 W. Weigel, Lang- Göns. Heinrich Binz, Allendorf a. L. 25 W. Fabel, Wieseck " 26 " " 26 " " 1 27 27 11 2. Steinmüller, Gr.- Linden 26 W. Leir, Klein- Linden Karl Post, Wiefed Jakob Appel, Krofdorf. 27" 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Weißbrot bet Georg Dern II., Gr- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 Balt. Opper, Allendorf a. L. 50 L. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 W. Fabel, Wieseck Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wieseď. 46" W. Steinmüller Ww., LangGöns 46" " " L. Steinmüller, Gr.- Linden 46 Karl Spamer, Reiskirchen. 46 Jakob Appel, Krofdorf.. 50 W. Lein, Klein- Linden 50" Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48" 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wieseck. Karl Poft, Wieseck 69 69 Louis Süßmuth, Steinberg 69 Ernst Christel Wieseck " 1 66 " " " Guft. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wieseck. 69" " " 1 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: " 1 52 F. Weiß Grününgen 23 " 1 W. Weißel, Lang- Göns. Heinr. Weber, Heuchelheim 54 Karl Trautmann, Wieseck, 52 " 5. Binz, Allendorf a. L. 54 54 " 54 " 54 " 22 " 23 " Jakob Appel, Krofdorf. W. Lein, Klein- Linden Karl Post, Wieseck 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Zinßer, Allendorf a. Ld. 23, W. Weigel, Lang- Göns W. Steinmüller Ww., LangGöns Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22, Jakob Appel, Krosdorf 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 Jakob Appel, Krofdorf.. 46 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 1. Vorlage der Rechnung für 1905. 3. Vortrag des Herrn Oekonomierates Weigel zu Lich über das Gesetz, betr. die Landwirtschaftsfammer. 4. Mitteilungen und Anträge. Das Verderben der eingemachten Früchte lernt die Hausfrau nicht kennen, wenn zu 10 Pfund mit Zucker eingemachten Früchten oder 5 Liter Essig zu Gurken 1 Düte Reeses Salizyl à 10 Pfg. verwendet wird. Ueberall zu haben, wo Reeses 5Pfg.- Backpulver, Reeses Spar- Puddingpulver und Reeses Vanilinzucker mit Prämienscheinen geführt werden. Weltall und Illuftrationen, fowie zahl" " " ca. 2000 fchwarze und bunte " 23 " 24 " Karl Stumpf, Garbenteich 24 " Heinr. Weber, Heuchelheim 24 Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf, Garbenteich 44 Ferd. Weiß, Grüningen. 46 W. Lein, Klein- Linden " " reiche Faksimile- Beilagen. " 1 . " 46", " " L Steinmüller, Gr.- Linden 23 Der Brotverkäufer. " " . W. Lein, Klein- Linden 25 Dieselben Preise, wie bei den Heinr. Binz, Allendorf a L. 24, hiesigen Bäckern. Gießen, den 8. September 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. NAUMANNIA- SEIFE mit A dem Beats Selle nah undarn! Buchdruckerei von Albin Klein GIESSEN Seltersweg 83. Römerbrunnen Mineralquellen bei Echzell, Oberhessen, von altersher rühm bekannte Mineralquelle der Wetterau, feit 1823 gefaßt b ausgedehntem Versandt benutzt. ist infolge hohen, natürlichen Koll fäuregehalts ein unübertroffenes Tafelgetränk. Eine glückliche Konzentration von Salzen, unter Chloruatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter bo züglichen Heilquelle bei allen Katar: hen der Lufiwege des Verdanungs- Traktus, bei Nieren- und Blajenleb Rheumatismus, Gicht und Harnbeschwerden. Ein furgem Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshause Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubot Ferdinand Heinz in Sellncod; H. Weinel in Hungen. Underberg Bosnakomp Maag Bittan STRAIE HAD R.Undes- AM Unentbehrlich für jede Familie! 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Kanonen ist etwas viel," warf Napoleon ein. mit Rücksicht auf den Austerlitz" zu nennen. mich bei der Eitelteit. wungrad Die Bemerkung fallen, sprung der Geschütze Nr. 210 1906 Donnerstag, den 13. September Bessische Familienzeit Tägliche 1Interhaltu