Rr. 188 baltion u.Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Kr. 362. Montag, den 13. August 1906 Gießener 15. Jahrgang Gentibellagen: Oberbeffiche Familienzeitung( and die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). 3 Neuelle Nachrichten ( lehener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Cherheiten Der Kampf gegen die Ausverkäufe. Eine Novelle zum Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbes, die fich hauptsächlich mit der Frage des Ausberfaufswesens beschäftigt, ist in diesem Winter zu erwarten. Durch den neuen Gesezentwurf soll der Begriff„ Ausverkauf" genau festgelegt und das Nachschieben von Waren bei Ausverkäufen ausdrücklich verboten werden. Zu dieser Nachricht wird uns aus kaufmännischen Kreisen geschrieben: Es gibt Ausverkäufe, die notwendig und wirtschaftlich durchaus gerechtfertigt find; es gibt aber auch Ausverkäufe, die schwindelhaft find. Wenn ein Geschäft falliert hat, so wird der vorhandene Bestand an Waren verkauft werden müssen, damit die Gläubiger tunlichst bald befriedigt werden. Es ist selbstverständlich, daß bei einem solchen Ausverkauf die Breise gedrückt werden, weil der Ausverkauf in möglichst turzer Zeit zu Ende kommen soll, und weil die fich verringernde Auswahl den Käufer zurückschreckt. Solche Zwangsverkäufe bringen den vollen Wert der Ware nicht herein und schädigen das solide Geschäft, denn der Gelegenheitskäufer versieht sich auf längere Zeit mit Vorrat und wird überdies hinsichtlich des Preises verwöhnt. Der Gelegenheitskäufer, der im Konkurse billig Ware erstanden hat, hält sich für übervorteilt, wenn er dann bei dem soliden Kaufmann wieder den normalen Preis entrichten soll. Gleichwohl wird der Kaufmann mit solchen Schädigungen rechnen müssen, denn Konfurse werden immer vorkommen, und es wird niemals ein Mittel geben, Konkursmassen zum bollen, reellen Preise an den Mann zu bringen. Nicht die Gesetzgebung, aber die Judikatur des Reichsgerichts hat sogar gestattet, daß bei ganz ordnungsmäßigen Ausverkäufen der Veranstalter des Ausverkaufs nicht blos den Vorrat zu Politische Rundschau. Deutsches Reich. • Daß in Regierungskreisen die Affäre Tippelskirch nicht leicht genommen wird, beweist die Tatsache, daß die Bücher der Firma W. Tippelskirch& Co. durch den Wirklichen Geheimen Kriegsrat Selle und den Kriminalkommissar Schnellhas beschlagnahmt wurden. Drei gerichtlich vereidigte Bücherrevisoren waren zu dem Aft hinzugezogen worden. Die unglückliche Affäre spitzt sich immer mehr zu einem Kampf gegen den Minister v. Podbielski zu. Führer in diesem Kampf ist der Abg. Erzberger. In einer Freitag Abend in Düsseldorf stattgehabten Versammlung erhob Abgeordneter Erzberger neue Anschuldigungen gegen den Minister. 1897 sei Herr v. Podbielski Staatssekretär geworden, erst im Jahre 1900 führte er die Gütertrennung in seiner Ehe ein, sodaß er drei Jahre lang Staatssekretär und Mitinhaber der Firma T.& Co. gewesen sei. Abg. Erzberger erklärt, er habe an den Fürsten Bülow geschrieben, daß es sich bei anderen Verträgen noch um ganz andere Summen handle, als bei der Firma Tippelskirch. Der Vorwurf gegen Herrn v. Podbielski trifft, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter schreibt, nicht zu. In den Kreisen, die dem Landwirtschaftsminister nahestehen, ist längst bekannt, daß Herr von Podbielski bei Uebernahme des Postens eines Staatssekretärs des Reichspostamtes seine Verbindung mit der Firma Tippelskirch& Co. beim Kaiser sofort zur Sprache gebracht und darauf eine Antwort erhalten hat, die ihn nicht darüber in Zweifel ließ, daß der Kaiser diese Beziehungen in feiner Weise als ein Hindernis für die Uebernahme des angebotenen Postens ansehe. * Eine Erhöhung der vom Reiche an die Bundesstaaten und an Elsaß- Lothringen gewährten Beihilfen an hilfsMarfte bringt, der den Grundſtock ſeines Ausverkaufs gebedürftige Striegsteilnehmer aus dem Feldzuge von 1870/71 bildet hat, sondern daß er darüber hinaus zum Zweck der flotteren Gestaltung des Ausverkaufs neue Ware ergänzend in den Ausverkauf hineinbringen darf. Ganz gewiß hat das Reichsgericht treffende gesetzliche und wirtschaftliche Erwägung gepflogen, als es zu dieser Bestimmung fam. Es ist aber unverkennbar und durch die Erfahrung erprobt, daß jene reichsgerichtliche Feststellung manchen Mißstand zur Folge gehabt hat. Der Warennachschub beim Ausverkauf eines Konfurslagers oder bei einem sogenannten Räumungsverkauf bat dahin geführt, daß die Ausverkäufe fich endlos in die Länge zogen und den reellen Kaufmannsstand empfindlich fchädigten. Run Lönnte man glauben, daß diese Schäden sofort befeitigt würden, wenn man durch eine gesetzliche Vorschrift den Warennachschub verböte. Dem stehen jedoch schwere Bedenken entgegen. Das Verbot wäre leicht zu formulieren, doch die leberwachung des Verbotes würde bald unüberwindlichen Schroterigkeiten begegnen. Die Ueberwachung wäre nicht möglich ohne gewaltsame Eingriffe, ohne Nachsuchungen, die einen chifanösen Charakter tragen würden, und namentlich nicht ohne Förderung des Denunziantentums, wodurch das Anjebeu des Handelsstandes nur Schaden leiden könnte. Auch läßt sich nicht verkennen, daß es Umstände gibt, unter denen der Warennachschub bei Ausverkäufen auch vom strengsten taufmännischen Standpunkt aus nicht verwerflich erscheint, je sogar eine gewisse Notwendigkeit darstellt, der man sich ogne nachteilige Folgen nicht entziehen könnte. Die Gerichte haben häufig Ursache gehabt, Verurteilungen wegen Ausverkaufsschwindels auszusprechen. Wenn gleichwohl der Ausverkaufsschwindel nicht aufgehört, nicht einmal eine sehr merkliche Verringerung erfahren hat, so ist die Ursache bielleicht darin zu finden, daß die Beteiligten von den durch das Gesez ihnen gewährten Behelfen nicht den vollen Gebrauch gemacht haben. Der Einzelne wollte vielleicht nicht borgehen, weil er den Verdacht scheute, als ob gerade er überstreng sei, oder als ob gerade er vor allen anderen die Konkurrenz zu fürchten habe. Um diese Bedenken zu zerfreuen, müßten die betroffenen Konkurrenten sich zur Selbsthilfe zusammenschließen und gemeinsam den Schuß anrufen, den das Gesetz ihnen verspricht. Das geltende Gesez ist scharf genug, um dem Ausverkaufsschwindel zu Leibe zu gehen; es muß nur von dem Gesez ausgiebiger Gebrauch gemacht werden. Schon das geltende Gesetz bietet hinreichende Handhaben gegen die mißbräuchliche Bezeichnung von Waren, die der Verfügung des Konkursverwalters nicht mehr unterstehen, als Konkurswaren, und gegen ähnliche Verschleierungen. Zivilrechtlich und strafrechtlich könnte hier eingegriffen werden, sobald eben die Beteiligten, d. h. die betroffenen Kaufleute fich zusammentun und die nötigen Maßnahmen ergreifen wollten. Das Verbot des Warennachschubs hätte, wie bereits erwähnt, manche Bedenten gegen sich. Ist aber der Handelsftand in seiner erkennbaren Mehrheit für ein solches Verbot, und gibt er diese seine Meinung in deutlicher Weise zu erlennen, so werden die Verbündeten Regierungen wahrscheinlich ihre Bedenken schwinden lassen. Sache des Kaufmannsstart des ist es, seine Wünsche auf diesem Gebiet so zum Ausdruck zu bringen, daß ein Mißverständnis darüber nicht obwalten fann. und aus den von deutschen Staaten vor 1870 geführten Kriegen steht für 1907 bevor. Man hat diese Mittel, die früher aus dem Reichsinvalidenfonds aufgebracht wurden, vor einigen Jahren auf den ordentlichen Reichsetat übernommen, sie bilden seitdem eine besondere Position im Etat des Reichsschazamtes. In den letzten Jahren ist der Fonds stets um rund 2/2 Millionen Mark erhöht worden. Die Erhöhung von 1906 auf 1907 dürfte sich in der Nähe derselben Summe bewegen. Amerika. ** Die Zustände auf den Philippinen sind noch immer nicht geordnet und machen den Amerikanern viel zu schaffen. In Manila überfielen Banditen das amerikanische Detachement, das aus zehn Mann bestand, mit großer Ueberzahl, erbeuteten die Waffen und Munition der Amerikaner und töteten fünf Mann. Alien. ** Eine besondere Ueberraschung ist der politischen Welt bereitet worden. Persien ist Verfassungsstaat geworden. Der Schah hat die Forderungen des Volkes erfüllt und dem Lande ein Parlament gegeben. Die Volksvertretung soll aus folgenden Gruppen bestehen: die Prinzen des kaiserlichen Hauses, die Geistlichkeit, der Adel, die Kaufmannschaft, die Industrieller und eine Gruppe der Bevölkerung. Das Parlament beschließt in eigenem Wirkungskreis seine Geschäftsordnung. Alle Beschlüsse des Parlaments gelangen durch den Großvezir an den Schah, welcher sich vorbehält, die den Beschlüssen entsprechenden Geseze zu veröffentlichen. In Teheran, sowie im ganzen Reiche wurde die Ankündigung mit großem Jubel aufgenommen und in allen großen Städten öffentlich gefeiert. Die Flüchtlinge, welche in der englischen Botschaft Schuh suchten, haben mit Ausnahme von 200, welche persönliche Forderungen haben, die Gesandtschaft verlassen. Die Priester, welche aus Teheran flohen, fehren zurück. Auftralien. ** Eine Bekanntmachung Lord Elgins enthält eine wesentliche Einschränkung der Rechte der Konsuln. Das Zirkular spricht den fremden Konsuln unterschiedslos jedes Vorrecht vor gewöhnlichen Ausländern, sowie den Vortritt vor den Lokalbeamten ab. Der Gouverneur wurde dahin instruiert, daß eine Erwiderung der Besuche der Konsuln demgemäß unnötig sei. Der Verkehr der Konsuln mit den Lokalbehörden sei unstatthaft, außer in persönlichen Angelegen heiten. Alles andere, auch Handelsfragen, müsse ausschließlich durch die Auswärtigen Aemter gehen. Der Erlaß wird ohne Zweifel böses Blut machen, denn er stellt einen erheb= lichen Eingriff in die Rechte dar, die man überall den Konsuln einräumt. Dof und Gefellschaft. *** Ueber die Begegnung des Kaisers mit dem Könige von England ist folgendes festgesetzt: Der Kaiser trifft am 14. in Schloß Friedrichshof bei Cronberg ein. Am 15. vormittags empfängt er den König Eduard am Bahnhofe. In Schloß Friedrichshof findet ein Frühstück und dann eine Besprechung der beiden Monarchen statt, und für den Nachmittag ist eine Fahrt mittels Automobil nach der Saalburg vorgesehen. Am 16. vormittags reist König Eduard nach Marienbad. Der Kaiser fährt im Automobil nach Homburg zur Enthüllung des Landgrafen- Denkmals und von dort nach Wilhelmshöhe. * Der deutsche Kronprinz hat sich unter dem Inkognito eines Grafen Geldern zum Besuch der Festspiele nach Bayreuth begeben. Die Kronprinzessin Cäcilie hat mit ihrem Söhnchen die erste Ausfahrt unternommen, die nach Bornstedt führte und auf der sie vom Publikum ebhaft begrüßt wurde. Anläßlich der goldenen Hochzeit des Großherzogs und der Großherzogin von Baden findet Ende September eine große Truppenschau auf dem Forchheimer Ererzierplaze statt, an der mit dem Großherzoglichen Paare auch der Kaiser und die Kaiserin teilnehmen werden. Der Oberkonsistorialrat Grundschoettel der von 1892 bis 1904 Präsident des Konsistoriums der Rheinproving war, ist in der verflossenen Nacht im Alter von 68 Jahren ge torben. Der Sultan ist erkrankt. Es verlautet. daß er sich einer Operation unterziehen muß, oder daß diese bereits erfolgt sei. Der Selamlik hat deshalb nicht stattgefunden. Die Diplomaten, die dem Selamlik beiwohnen wollten, mußten zurückkehren, ebenso die Truppen. Ein amtliches Communiqué über die Krankheit ist nicht veröffentlicht, was als Zeichen der Verschlimmerung angesehen wird. Ein Gerücht, daß der Sultan im Sterben liege, bestätigt sich nicht. Die Krankheit ist angeblich Uramie. Deer und flotte. Erweiterung der Festung Graudenz. Der Reichskanzler macht bekannt, daß für die Festung Graudenz eine Erweiterung ihres Rayons infolge der Neuanlage von Befestigungen in Aussicht genommen ist. Es handelt sich um die Festung, die etwa 20 Minuten Weges von der Stadt Graudenz hoch am Weichselufer gelegen ist und die offiziell Feste Courbières" heißt. Schiffsneubauten der deutschen Marine. Als erste Neubauten des neuen Schlachtschiffstyps, der ein Deplacement von 19 000 Tonnen erreichen wird, sollen ,, Ersatz Bayern" und „ Ersaz Sachsen" demnächst auf Stapel gelegt werden. Die Deutschen in den Oftfeeprovinzen. ( Sonder- Bericht.) Tg. Mitau, 10. Auguf Augenblicklich herrscht hier Ruhe. Mit eiserner Hand hat das Militär die Leidenschaften niedergeschlagen. Aber es fragt sich fehr, ob es nicht die Ruhe vor einem neuen Sturm ist. Denn unter der Hülle gärt es unentwegt weiter. Immer wieder tauchen kleine Banden von Letten und Esthen auf. Sie plündern die Branntweinläden, sie stecken die Scheunen in Brand, in denen das Heu lagert. Gegen mißliebige Gutsbefizer und Polizisten werden wieder Todesurteile erlassen, und oft genug hört man, daß diese Urteile durch eine Kugel aus feigem Hinterhalte vollstreckt sind. Revolutionäre Proflamationen fliegen durch das Land, die zu Kampf und Totschlag wider alle Befizenden auffordern. Aus allen diesen Anzeichen ersieht man, daß die Träume von der Vernichtung der Deutschen noch lange nicht ausgeträumt find. Der Terror Herrscht nach wie vor, und die Anarchisten halten die gesamte ruhige Bevölkerung auf dem platten Lande in Bann und Furcht. Das Militär fann aber nicht überall sein, um die Bewohner der Wälder und Schlösser, die noch stehen, vor den Mordbrennern und Räubern zu schützen. Dazu kommt, daß in den Köpfen der kleinen Leute durch Gerüchte, die über die Agrarprojekte der Duma in ganz ent stellter Art dorthin gedrungen find, Ideen sich breit machen, die große Gefahr in fich bergen. Die Leute sehen schon ein Paradies auf Erden in dem ihnen gestattet ist, das Land unter sich zu teilen. Die nächste Folge ist, daß sie sich weigern, Pachten oder Rückstände vom Kaufschilling zu zahlen. Selbst von einem allgemeinen Streit zur Erntezeit war die Rede, und nur die noch zur rechten Zeit eintreffende Verstärkung des Militärs hat den Ausbruch des Ernte- Streifs verhindert. Indessen auch da heißt es: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und man wartet nur auf einen Erfolg der revolutionären Bewegung in Rußland, um aufs Neue das ganze Land in Flammen zu setzen. Der Haß der irregeleiteten Bevölkerung gegen die Regierung und gegen die Deutschen ist ungebrochen. Zwanzig Jahre lang hat die Regierung alles getan, um in der Russifizierungsära die Letten und Esthen gegen die Deutschen auszuspielen, jetzt erntet sie, was sie gefäet, und wird die Geister nicht mehr los, die sie gerufen hat! Die Rettung des Generals Kaulbars. Wie ein Ausschnitt aus einem Kriminalroman liest fich ein Bericht aus Odessa über einen geplanten, aber nicht zur Ausführung gelangten Mordanschlag auf General Kaulbars: Am Freitag traf die Tochter eines Generalleutnants, Barbara Prinze, in Odessa ein und wurde, da sie eine Freundin der Töchter des Generals Kaulbars & t Humoristische Stizze von Lisa H. Lön 8. Die ideale Bude. ihre Backen liefen. ,, Das ist nun mein griff und sich einige Tränen abwischte, die langsam über Grund, daß die Frau Bürgermeister nach ihrem Taschentuche blaue Rebel, der in dem Raume schwebte, des Erziehungsresultat," seufzte sie. Und Ivie habe ich sie zur Ordnung und Reinlichkeit angedoch bessie stehen ietst unten im Waschtisch; ba sind ,, Und das dem Bücherbort." Rasierbecken?" Das steht natürlich auf dem Waschtisch." " Da kann man nur nicht ordentlich sehen und im Bade " Ja, das ist auch wahr," nickte der junge Mann. aufgehoben, wie auf ist, von diesen im Hotel besucht und in das Haus des Generals zu Mittag eingeladen. Als sie mit den Kaulbarsschen Damen das Hotel verließ, entfiel ihrem Strickbeutel eine Bombe, die aber nicht explodierte. Gleich darauf zog sie aus ihrer Tasche einen Revolver und erschoß sich, nachdem sie erklärt hatte, sie sei aus Petersburg gefommen, um das auf den Tod des Generals Kaulbars lautende Urteil der Petersburger Kampforganisation auszuführen. General Kaulbars ist somit dem sichern Tode entgangen. Ferner liegen folgende Meldungen vor: Petersburg, 11. Auguft. Hier hat sich ein aus Polizeioffizieren und Polizisten bestehender Geheimbund gebildet, welcher den Zwed verfolgt, jeden von Revolutionären verübten Mord auf gleiche Weise zu rächen. Petersburg, 11. August. Allgemein wird ein kaiserliches Manifest erwartet, worin die Uebergabe von Apanagegütern an die Agrarbank zum billigen Verkauf an die Bauern verfügt wird. Petersburg, 12. August. Nach einer neuen Lesart soll der Priester Gapon i. 3t. nicht von Revolutionären, sondern von einem Nebenbuhler aus Eifersucht ermordet worden sein. Der Mörder halte sich in London verborgen. Warschau, 11. August. Hier wurde ein Komplott entdeckt, welches Befreiung aller politischen Gefangenen, nötigenfalls mit Gewalt, bezweckte. Mehrere kompromittierte Polizeibeanite wurden verhaftet. Tiflis, 11. August. Der Direktor der hiesigen Straßenbahngesellschaft, dem schon wiederholt Todesandrohungen zugegangen waren, ist ermordet worden. Moskau, 11. August. Graf Heyden erklärt heute öffentlich, daß sein und seiner Freunde Eintritt in das Kabinett Stolypin darum gescheitert sei, weil der Ministerpräsident ihre Forderungen nicht angenommen hat; es gelang nicht, die Regierung zu überzeugen, daß der Plan, die neuen Kandidaten zu bureaukratischen Ministern zu machen, keinen Sinn habe. Soziales Leben. XDer Tischlerstreik in Lübeck ist noch nicht beendet. Dbwohl die streifenden Tischlergesellen die Arbeit be bingungslos aufnehmen wollten, lehnten die Arbeitgeber die Wiedereinstellung vor Abschluß eines langfristigen Tarifes und Anerkennung des Innungsarbeitsnachweises ab. × Friede in der ungarischen Mühlenindustrie. Zwischen dem Mühlenverbande und den Arbeitern ist es in Ungarn zu einer Einigung gekommen. Die letzteren haben die von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Aenderungen angenommen und die Arbeit wieder aufgenommen. Nab und Fern. + Bienenzucht- Ausstellung. In Cöln wurde die Jubi läums- Ausstellung des Bienenzüchtervereins Cöln und Um gegend durch den Oberregierungsrat Fink namens des Re gierungspräsidenten feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist aus allen Teilen des Rheinlands zahlreich beschickt. Der Regierungs. bertreter erklärte, die Regierung werde auch fernerhin den Bestrebungen des Bienenzuchtvereins ihre vollste Unterstützung angedeihen lassen. † Schreckensstunden in den Bergen. Drei Berliner, Dr. Zeller, Leutnant Erler und Oberleutnant d. 2. La Duiante, die einen Aufstieg auf das Weißhorn über den Schalligrat unternommen hatten, mußten von Dienstag bis Freitag furchtbare Stunden durchmachen. " Einer der Teilnehmer, Dr. Zeller berichtet über den Verlauf wie folgt: Wir hatten am Dienstag den Schalligrat bis zum Großen Gendarm" erklommen; hier wurde der Aufstieg schwieriger, und am Abend versicherten wir uns mit einem Seile am Felsen. Erler kletterte den Großen Gendarm" hinauf, plötzlich riß ihm der Griff aus und er stürzte 50 Meter am Seile ab. Wir glaubten ihn tot, doch hatte er nur ein Bein gebrochen und keine inneren Verlegungen davongetragen. Am nächsten Tage bemerkten wir eine Karawane, die das Weißhorn erstieg, und konnten ihr ein Notsignal geben. Am Donnerstag brach ein heftiges Gewitter los, so daß die Hilfskarawane, die bereits ziemlich hoch gekommen war, wegen Sturm nicht weiter konnte und uns erst am Freitag früh erreichte, nachdem wir fürchterliche Stunden durchgemacht hatten. † Bergleute und Polizeibeamte. In Wattenscheidt kam es zwischen vier Polizeibeamten und ebensoviel polnischen Bergleuten zu einem schweren Zusammenstoß. Ein Bergmann wurde durch einen Revolverschuß eines Beamten tödlich, ein anderer durch einen Säbelhieb schwer verletzt. † Der Mörder seiner Braut. In Kassel erschien vorgestern früh der neunzehnjährige Kaufmann Löngemann auf einem Polizeirevier und teilte mit, daß er seine Braut auf deren ausdrücklichen Wunsch durch einen Revolverschuß getötet habe; er bezeichnete auch die Stelle, an der man die Leiche finden werde. Die Polizei begab sich an den betreffenden Ort und fand dort die 18jährige Verkäuferin Simmersbach in ihrem Blute, aber noch am Leben. Er behauptet, er habe sich das Leben nehmen wollen, aber im letzten Augenblick, beim Zusammenfinken des Mädchens, den Mut verloren. † Das Unglück im Weserfort. Ueber den Unglücksfall, der sich bei dem Scharfschießen im Weserfort Brinkamahof I ereignete, wird noch berichtet, daß die Kartusche beim Einführen in das Rohr explodierte, in dem noch glimmende Rückstände von dem vorher abgegebenen Schusse gelegen haben müssen. Diese hat der Geschützführer nicht bemerkt, weil der Geschüßstand in Pulverdampf gehüllt war. Der EinjährigFreiwillige Liebaum hatte gerade den Arm erhoben zum Zeichen, daß der Verschluß geschlossen werden könne, als die Katastrophe eintrat. Dem Einjährigen wurden die Arme und der Kopf abgerissen. Ferner ist der Matrosenartillerist Seyffarth tot, andere Leute erlitten Brandwunden; ein Mann hat beide Augen verloren. † Ein neuer Bauschwindel. In Viersen wurden von einer Firma Hoff& Co. Baugelder in Annoncen angeboten. Die„ Bank" hatte viel Zuspruch, da sie die Kapitalien sehr billig hergeben wollte. Vorher verlangte sie eine Tagierung des Gebäudes oder Grundstücks durch einen„ Fachmann", und dann kam der Bescheid, daß das Geld nicht gegeben werden könne, daß dagegen für die Tarierung 25 bis 35 M. zu zahlen seien. Auf diese Weise betrieb die„ Bank" ohne jedes Kapital ein lukratives Geschäft. Jetzt ſizen allerdings die Geschäftsleute" hinter Schloß und Riegel. † Diebstahl von Kriegsmaterial. In Vincennes bei Paris hat eine wohl organisierte Diebesbande, die aus Zivil- und Militärpersonen besteht, seit längerer Zeit Kriegsmaterial und Proviant, sowie wertvolle Modelle gestohlen, so daß bei den Diebstählen auch das Delikt des Landesverrats in Frage kommen dürfte. † Spuren von Johann Orth? Wieder soll der frühere Erzherzog Johann Salvator, der einst mit dem Schiff ,, Margherita" in See ging und seitdem verschollen ist, gesehen worden sein. Diesmal ist es ein französischer Schriftsteller, der den Habsburger als Viehzüchter in Argentinien auf ſeiner Farm getroffen haben will. Der Betreffende leugnete ent= schieden, mit Johann Orth" identisch zu sein, doch behauptet der Franzose, in dessen Umgebung befänden sich auch zwei Mann von der Besazung des Schiffes Margherita". † Aufgeschoben oder aufgehoben? Ein von Spitzbergen zurückgekehrter Freund des Nordpolarluftschiffers Wellmann teilt mit, daß Wellmann die geplante Ballonfahrt nach dem Nordpol in diesem Jahre nicht mehr unternehmen werde, da die Vorbereitungen zu spät begonnen worden seien, um zum gewünschten Zeitpunkt zur Abfahrt bereit sein zu können. † Schwere Eisenbahnkatastrophe. Auf der Eisenbahnlinie Fort Worth- Denwer City find zwei Wagen eines Zuges, darunter ein Schlafwagen, die 20 Fuß hohe Böschung hinunter gestürzt. 55 Personen wurden verletzt. Die Unfälle auf amerikanischen Eisenbahnen nehmen täglich an Zahl und Schwere zu. Wann wird die Regierung endlich einmal Schritte tun, um für die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs Sorge zu tragen; die Bummelwirtschaft auf den Trustbahnen ist doch schon längst bekannt. † Chinesische Seeräuber. Troy aller Wachsamkeit der Kriegsschiffe tauchen die Seeräuber in den chinesischen Gewässern immer wieder auf. Neuerdings wurde ein englischer Dampfer in der Nähe von Wuchow überfallen. Ein Mann wurde getötet, drei wurden verwundet. Die Räuber enttamen mit 500 Taëls und einer Kiste Opium. † Auf Grund geraten ist beim Einfahren in den Hafen von Ponta Delgada der von Marseille nach Newyork bestimmte Dampfer Brooklyn". Das Schiff, das 330 Auswanderer an Bord" hat, konnte nur mit großer Mühe wieder flott gemacht werden. Bunte Tages- Chronik Karlsruhe, 12. August. Wie die„ B. Pr." bestätigt, wird zum Jubiläum des Großherzogpaares für bestimmte Strafkategorien eine Amnestie vorbereitet. München, 12. August. Ministerpräsident Freiherr von Pode wils soll sich nach einer Zeitungsmeldung mit Rücktrittsgedanken getragen haben. Diese Nachricht entbehrt jeder Begründung. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein 13 jähriger Brandstifter. Die Straffammer in Detmold verurteilte einen 13 jährigen Schulknaben zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis. Der Junge war als Hirte auf einem Gute nebenbei beschäftigt, und hat die Tat wegen schlechter Behandlung begangen. = - § Nachspiel zum Breslauer Krawall. Wegen der April Krawalle in Breslau war gegen 125 Personen die Vorunters suchung eingeleitet worden, davon mußten jetzt 65 außer Verfolgung gesetzt werden. Die anderen Angeklagten werden sich Ende August vor der Strafkammer zu verantworten haben, und zwar wegen Gewerbevergehen. Ein würdiges" Ehepaar. Wer Sorgen hat, hat auch Likör, dieser Wahrspruch kann auf das Ehepaar Ahrend aus Diedenhofen angewandt werden. Wenn der Mann nüchtern war, dann hatte die bessere Hälfte" einen„ Mordsrausch". und umgekehrt. Neulich lag sie" finnlos betrunken im Straßengraben, da kam ,, er" und schaffte sie im Schubfarren ins ,, traute Heim". Am nächsten Tage erwies" sie" ihrem Gatten den gleichen Liebesdienst, sie schaffte den ,, Uebervollen" per Kinderwagen nach Hause. § Wegen Pistolen- Duells verurteilt. In Halle Hatte der Referendar Welsch den Studenten der Landwirtschaft Hauff im Pistolenduell schwer verwundet. Er wurde zu acht, sein Gegner zu sechs Monaten Festung verurteilt. Vermischtes. = Verein der Wilddiebe. In Lüttich existieren mehrere Wilddiebsvereine, die über ein großartiges, nach den neuesten Systemen gearbeitetes Jagdmaterial verfügen. Wenn die Waffen der Herren Wilddiebe schlecht geworden sind, werden aus der Vereinsfasse neue angeschafft. Die Kasse zahlt auch die Geldstrafen, die den Mitgliedern der edlen Wilddiebszunft auferlegt werden, und sorgt für den Unterhalt der Familien der eingesperrten Genossen. Einem Gerücht zufolge sollen jetzt die Waldwilderer die Absicht haben, sich mit den Wasserwilderern zu vereinigen, um einen großen Bund der Wilddiebe zu bilden. Wer weiß ob's wahr ist! Ein internationaler Scheckfälscher ist in Hamburg aufgetaucht, wo er sich in einem Hotel als Redakteur des New Hort Herald", Edward Bally, einquartierte. Er erklärte, daß er mit dem nächsten Dampfer nach Newyork zurückfahren wolle, und gab dem Portier einen Scheck der International Provinzial Bank of England London Wi Strand über 50 Pfund Sterling. Er ließ sich darauf 500 M. auszahlen, bat, man möge ihm zwei Logenfarten für das Neue Operettentheater besorgen, und erklärte, sich den Rest des Geldes später auszahlen lassen zu wollen. Seit dieser Zeit hat man von dem Reisenden nichts mehr gehört und gesehen. Der Scheck ist, wie sich herausgestellt hat, falsch. Die Behörde glaubt, daß der Schwindler, ein sehr gewandt und sicher auftretender, etwa 30 Jahre alter Mensch, ähnliche Schwindeleien bei den Krönungsfeierlichkeiten in Norwegen verübt hat. = lung ihrer Gehälter Die Jagd im find 100 Jahre verflossen, seit Hessen Darmstadt zum Groß herzogtum erhoben wurde. Die damaligen Zeitläufte warer friegerische, von denen die Landgrafschaft durchaus nicht ver ** Hessen 100 Jahre Großherzogtum. Heut 0. und das H Rinifterium hat die F Bachteln, mit Rü schont blieb. Für das kleine Hessenland von ehedem hatte einberge, in den der Luneviller Friede und der Reichsdeputations hauptbeschluinbeffen, mit Ausna bon 1803 insofern eine günstige Folge als ihm zur Ent den 20. Auguft feft schädigung für den Verlust der linksrheinischen Besitzunger und einiger an Baden und Nassau- Usingen abgetretener Länderstrecken das Herzogtum Westfalen und eine Reihe Bistums Worms usw., zugeteilt wurden, sodaß sich Hessens am 12. Juli 1806 hatte sich neben 15 anderen deutschen demselben anschließen müssen mit der Verpflichtung, dem Bundesheere 4000 Mann von jeder Waffengattung zu stellen. btc bei der all gezeit am 31. Auguft Surusmager endbeim 960, Diebur laing 1600, Algety 60 + Abendstern, 5. Rodheim a. d. E Uebung furmainzisher Hemter, Gernsheim, Lorsch, Bensheim, Dieburgen im berfloffenen die Abtei Seligenstadt, Hirschhorn, Vilbel, die Reste desumme verteilt fich auf Besitz um ca. 70 Quadratmetlen mit rund 125 000 in Heppenheim 240, Offenb wohnern vermehrte. Bei der Gründung des Rheinbundes übingen 520, Friedber Staaten, wie Bayern, Württemberg, Baden, auch See 1300 M Dafür erhielt Landgraf Ludwig X, der spätere Großherzog ubtbereiu für Ludwig I., neben der Anerkennung seiner Stellung als utigen Sonntag- 9 souveräner Großherzog noch die Landgrafschaft Homburg, ill hierfelbft eine das Burggrafentum Friedberg, die Solmsschen Besizungenbetracht, daß die e in der Wetterau usw. mit insgesamt 122 000 Seelen. Noch tal gute Fortschritte r im Jahre 1806 mußte der neue Großherzog auch die Kehr. Segend bereits mehr seite der Medaille tennen lernen und vertragsgemäß an dem alte über eine im Krieg gegen Preußen teilnehmen. Im Jahre 1809 zog dann acplante Aanindhenau Hessen mit Napoleon gegen Desterreich zu Felde und 1812 für Sonntag, den gab es sein Truppenkontingent wieder für den Feldzug gegen Bender zu Rodheim a Rußland ab, doch schloß sich der Großherzog unmittelbar redenft mit diefer Au nach der zweitägigen Schlacht bei Hanau, der letten von cues Boltafeft zu berl Napoleon in Deutschland geschlagenen, in dem Vertrag zu Dörn gheim bei Hanau am 2. November 1813 den Ver unfer großes Dorf bündeten an, mit denen dann die Hessen auch in Frankieich Fuerwehr wird an auch an den Kämpfen bei Straßburg teilnahmen. Auf dem Wiener Kongreß 1815 mußte der Großherzog Westfalen wieber an Preußen abtreten und mehrere süblich gelegene Aemter an Bayern, wofür er aber Rheinhessen und besonders die auf dem linken Ufer gelegenen ehemals geistlichen und pfälzischen Gebiete mit Mainz, Worms usw. erhielt. In Rücksicht darauf nahm Ludwig I. am 7. Juli 1816 auch den Titel„ Großherzog von Hessen und bei Rhein" an. ** Der Großherzog empfing am 11. August den Geheimen Medizinalrat Professor Dr. Moritz und den Brofessor Jesionet von Gießen; zum Vortrag den sie in zwei Scheunen un Staatsminister Ewald. he angrenzenden Stallgeb Die Offenlegung der Wählerlisten für die Wahlen Fan flanden. Dank zur Landwirtschaftskammer werden von dem Fehr und der angre Ministerium für die Beit vom 16.- 22. Auguft anberaumt; bie en hochelheim und N Wahlen selbst sollen im September stattfinden. Bumm Herd beschränkt. Kandidaten des Bezirks Gießen ist Landtagsabgeordneter tet werden. Beide E und Bürgermeister Leun Großen- Linden in Aussicht ge hilt, niedergebrannt. Ilbeshausen. Hein stygt auf dem Grundstüc bhaufen ein Schlachtho umgen find bei der Gr Schotten. Der E danten Dampfkarussells feines Starussels nnte, wurde von eine admit solcher Gewalt au 25 Kilogramm" Freigebäck" erhält laut Aufschrift auf einer Fahrkarte von Hohenelbe nach Berlin, jeder Reisende auf allen deutschen Bahnstrecken. Da aber 50 Pfund Gebäd erheblich mehr kosten als das Fahrgeld mancher Eisenbahn= strecke, so dürfte diese schöne Neuerung wesentlich zur Hebung des Bahnverkehrs beitragen. Nun sage man noch, daß unser Eisenbahnminister nicht für seine Passagiere, wie ein Vater für seine Kinder, sorgt! Dann natürlich, lassen wir uns die Fahrkartensteuer sehr gern gefallen. = Im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten und zwar in Chikago gibt es ein Haus, das einen eigenen Postbezirk bildet. Das Haus ist zwar" nur" 17 Stockwerfe hoch, dafür aber von beträchtlicher Länge und enthält nicht weniger wie 1200 Kontore, die in der Geschäftszeit von 6000 Menschen bevölkert werden. Die in diesem Postdistrikt arbeitenden Briefträger arbeiten niemals unter freiem Himmel. Obgleich dieser Distrikt räumlich der kleinste ist, hat er doch einen größeren Verkehr als die meisten anderen Distrikte. Durchschnittlich werden im Gebäude täglich 25 000 Postsachen ausgetragen. Ginge der Verkehr zwischen den Stockwerfen nicht mit Elevatoren von statten, so wären die Briefträger zu bedauern. Aber so sind sie besser daran als ihre anderen Kollegen. Im Winter bewegen sie sich auf geheizten Korridoren und im Sommer wandern sie im Schatten und entgehen den Glutstrahlen der Sonne, die in Chikago mitunter unerträglich find. * nommen worden. * Der Konsul der Schweizerischen Eidgenossenschaft in Frankfurt a. M. Friedrich Wilhelm Schuster- Sabl ist zur Ausübung tonfularischer Funktionen im Großherzogtum Hessen zugelassen werden. * on δι Mitglieder. Der 1. einer. Bender und der Raffauſchen Bra s Ausbildung zu abftein i. E. ein Interesse der hohen loos zu widmen gedenkt Seiren der Gemeindevertre ung zuteil würde. Bornholzbanjen * Hessische Regiments- Jubiläen. Das hess. Feldartillerie- Regiment Nr. 25 beginng Samstag in Darmstadt die Feier seines 100jährigen Bestehens, ebenso das Dragoner Regiment Nr. 23 san Jubiläum als Garderegiment. ** Louis Kümme I, ein geborener Lollarer, derort tot war. beftens bekannte Biston- Virtuose am Damstädter Hoftheater befindet sich z. 8t. wieder auf Gastreisen. Lezhin hat er ein 4tägiges Gastspiel in Interlaten( Schweiz) gegeben und dort durch seine wundervoll vorgetragenen Melodien den Beifall einer hocharistokratischen Dame aus England gefunden Dieselbe belohnte Kümmels Kunst noch dadurch besonders, daß sie ihm einen wertvollen Brillantenring verehrte. Buzbach. Wie b Buzbach am ciges Stiftu KAK n Wetterau Lahngau- Sängerbund. Gestern fand in der Moos'schen Wirtschaft zu Krofdorf der 4. Vertretertag statt. Einige Aenderungen zu den aufge stellten Sagungen wurden genehmigt. Am 23. September wird der Bund seine erste Busammenkunft auf der Baden burg haben. Die zum Schluß stattgefundene Aussprache über Wett- resp. Preisgefänge zeigte, daß man auch hier E ganz entschieden dagegen Front macht. Eine vernünftige Wertung ist ganz am Blaze, wohl aber muß das sog Jagen nach Geld- und Wertpreise ganz entschieden mißbilligt werden. Der Bund wird es sich zur Aufgabe machen für seine Vereine entsprechende Vorschriften zu geben. -t- Zur Fahrkartensteuer. Der Verein der Deutschen Kaufleute Berlin( unabhängige Organisation für Handlungsgehilfen und Gehilfinnen) hat an den Bundesrat folgende Eingabe gerichtet:" Der Bundesrat wolle beschließen dem Stande der Handlungsgehilfen soweit dessen Jahres einkommen den Betrag von 2000 Mt. nicht übersteigt, die felbe Vergünstigung inbezug auf Besteuerung ihrer Straßen Bargewin. Jed. Los gewinnt Yermögen u. Gewinn drch Beitritt zu amtl. anBn. Verein! Kein Risiko Gesetzl.staatl. angeordnet mona bezw. Stadtbahnabonnementstarten zu gewähren, wie fie vom Line Mark Das Gesuch wurde mit dem ale Mill. Hauptgewinne 1. Auguſt cr. den Arbeitern, welche mechanische Lahnarbet verrichten zugebilligt wurde." Streng reell! genüg Hinweis darauf begründet, daß wenn bei diesem Erlaß nur inster Treffer höher wi die Höhe des betreffenden Jahreseinkommen maßgebend ge Ankauf! Beitritt tägl. Prospekt durch alleinige wesen sei, dieser Grund beim Stande der Hanlungsgehilfe AmabmestelleChr.Humme ebenso Berücksichtigung verdient, da die wirtschaftliche Lage Minchen, Römerstrasse 3- derselben im Durchschnitt keinesfalls besser sei als die unsere heutigen Lohnarbeiterklasse. Bom Bierkrieg. Die Frankfurter Wirte haben 1 Millionen Mt. gesammelt zur Gründung einer Genossen schaftsbrauerei, um nicht den Brauereien die erhöhten Bier urz im Gebrauch ge preise zahlen zu müssen. * Gehalt der Volksschullehrer. Die Volts schullehrer unseres Großherzogtums sind zurzeit in eine Gehaltsbewegung eingetreten. Die Mainzer Lehrerschaft hat in einer an die Stadtverordnetenversammlung gerichteten Eingabe eine Neuregelung ihrer Gehaltsbezüge nach dem Muster der Städte Mannheim Wiesbaden, Würzburg usw. beantragt. Die Lardlehrer dagegen erstreben eine Neu Rotomobil Campfmaschin 18 PS. fait neu, p fort zu verfaufen. Max Weissbäck Biegen, Südanlage 2 ogtum. 300 t. und das Höchftgehalt 3300 betragen soll. lung ihrer Gehälter dahingehend, daß das Anfangsgehalt tadt zum B Beitläufte rdous night Die Jagd im Großherzogtum Hessen. Das hikerium hat die Eröffnung der Jagd auf Feldhühner Wachteln, mit Rücksicht auf den Stand der Ente und 1. September abends findet in der Festhalle Kommers mit Gesangsvorträgen und turnerischen Aufführungen statt. Sonntag, den 2. September nachmittags 3 Uhr ist Feftzug, alsdann Schauturnen der verschiedenen Abteilungen des Vereins, abends Konzert und Tanz. Offizielle Einladungen dürfen nach den Gauſagungen nachging. Nach furzem Wortwechsel schlug er ihm die Art auf den Kopf, sodaß eine größere Verlegung entstand, die seine Aufnahme in die Klinik zwecks Entfernung der Knochenſplitter nötig machte. Die Heilung des Verletzten verlief günstig, was bei der Strafausmessung des Angeklagten berücksichtigt wurde. S. erhielt wegen gefährlicher KörperWegen Urkundenfälschung On eheben Weinberge, in den Provinzen Starkenburg, Oberhessen und ons hauptbeinhessen, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach nicht ergehen, jedoch sind uns alle Turngenossen herzlich verlegung 2 Jahre Gefängnis. und eine Luxuswagensteuer wurden im Großherzogtum hen Befizurbt es bei der allgemeinen Bestimmung, wonach die en abgetret gezeit am 31. Auguft endigt. naheim, Dieffen im verflossenen Jahre 14 920 Mt. erhoben. Die die Refte Bumme verteilt sich auf die Kreise, wie folgt: Darmstatt 2020, daß sich Bensheim 960, Dieburg 0, Erbach 500, Groß- Gerau 400, * Bad- Nauheim, 12. Auguft. In der abgelaufenen Woche sind 1372 Surgäfte angekommen. Die Gesamt frequenz beträgt bis zum 9. August 22 031 Personen, wovon an genanntem Tage noch 5772 ortsanwesend waren. Bäder wurden bis zum legten Donnerstag 282 267 abgegeben. * Bad Nauheim, 12. August. Geflügel und Nachmittag um Uhr Des Rheinbu 8 ibingen 520, Friedberg 760, Lauterbach 620, Schotten 240, eröffnete Bürgermeister Dr. Kayser die vom genannten Verein nderen deus Rainz 1600, Alzey 600, Bingen 640, Oppenheim 200 und en, auch Borms 1300 Mt. cpflichtung, attung zu ftel itere Großbedt bereiu für Stinzenbach und Umgegend hielt am Abendstern, 12. August. Der Kaninchener Stellung ffchaft Homb Teutigen Sonntag- Nachmittag in der Restauration Duill hierselbst eine gut besuchte Versammlung ab. In hen Beibung Cnbetracht, daß die eble Kaninchenzucht auch im BieberO Seelen. al gute Fortschritte macht und dem Verein aus hiesiger aubie gemäß an blte über eine im Laufe dieses Herbstes für Rodheim im Saalbau Thalysienhof veranstaltete 1. Lokalausstellung, die mit außerordentlich viel schönem Material beschickt ist. In seiner Ansprache hob Bürgermeister Dr. Kayser die große Bedeutung der Geflügelz ucht hervor. An Auszeichnungen wurden verteilt in der Abteilung Hasen 10 Ehrenpreise, 4 erste, 12 zweite und 19 dritte. Vögel zwei Ehrenpreise, 1 erfter, 2 zweite und 5 dritte. Tauben 10 Ehrenpreise, 4 erste, 12 zweite und 19 dritte. * Friedberg, 12. Auguft. Auf der Bahnstrecke Friedberg- Nidba wurde das Bierfuhrwert der Brauerei Windecker aus Friedberg überfahren. Ein Pferd blieb wurde nur leicht am Arm verlegt. Der Wagen ist vollständig zertrümmert. " tagte im„ Storch" eine Milchhändlerversammlung, in der § Frankfurt, 11. August. Milchaufschag. Gestern boshlossen wurde, ab 1. September den Liter Milch von 20 auf 22 Bfg. zu erhöhen. Ablehnend verhielten sich nur einige Großfirmen. Felde und 1 für Sonntag, den 14. Oktober, bei Gastwirt Wilh. 1809 og begeplante Staninchenausstellung beraten werden. Diese sofort tot, das andere ist erheblich verletzt. Der Fuhrmann en Feldzug rzog unmittebenft mit dieser Ausstellung gleichzeitig ein öffentder legten des Volksfest zu verbinden. dem Vertrag s. Rodheim a. d. B., 12. Auguft. Die am 1. Juni 1813 den unser großes Dorf ins Leben gerufene freiwillige uch in Frank Feuerwehr wird am nächsten Sonntag- Morgen ihre tehr aus Carte praktische Uebung abhalten. Die Wehr zählt bereits hmen. Auf 4 Mitglieder. Der s. 8t. gewählte Kommandant, Bäckererzog Weftameister. Bender und dessen Stellvertreter Gerlach find süblich gelegaron der Nassauischen Brandversicherung vom 16. bis 18. Aug. en und besonds Ausbildung zu dem für den 1. Bezirk( Biedenkopf) geistlichen 3d stein i. T. eingerichteten Fachkursus einberufen. sw. erhielt. m Interesse der hohen Aufgabe, welcher sich das neue Juli 1816 forps zu widmen gedenkt, wäre zu wünschen, daß ihm von Rhein" an. Seiten der Gemeindevertretung Rodheim eine allseitige Unter11. Auguftigung zuteil würde. Zorig und Dornholzhausen. Bei einem Gewitter fuhr ein Blig um Vortrag er in zwei Scheunen und zündete sofort, sodaß diese, sowie The angrenzenden Stallgebäude binnen fürzester Zeit in hellen für die Wahl Flammen standen. Dank dem schnellen Eingreifen der hiesigen rden von Fuerwehr und der angrenzenden Nachbargemeinden Hörnsft anberaumtein, Sochelheim und Niederkleen wurde das Feuer auf attfinden. fänen Herd beschränkt. Das Vieh fonnte noch rechtzeitig btagsabgeordne rettet werden. Beide Gebäude sind vollständig, mit allem in Ausfit halt, niedergebrannt. § Ilbeshausen. Heinrich Dehler zu Jlbeshausen beabdgenossenschaft tigt auf dem Grundstück Flur Nr. 1. 271 der Gemarfung ster- Sabl ist beshausen ein Schlachthaus zu errichten. Etwaige EinGroßherzogendungen sind bei der Großh. Bürgermeisterei vorzubringen. Schotten. Der Todes zu g. Der Besizer des äen. Das kannten Dampffarussells Sehnig von hier, der der VerStag in Darmbung feines Karussells auf dem Mainzer Güterbahnhof so das Draghiwohnte, wurde von einem entg genkommenden Buge erfaßt und mit solcher Gewalt auf die Schienen geschleudert, daß eregiment. mer Lollarer, ez sofort tot war. tädter Hofthe Leghin hat ( Schweiz) geg nen Melodien England gefun adurch befonde g verehrte. rbund. G Arofborf en zu den a 23. Septem auf der Bad ndene Aussp man aud Eine bernin er muß bas Sieben mi gabe machen geben. Der Verein Drganisation an den Bunde twolle befahli it deffen Jah t übersteigt ng ihrer Stra hren, wie fie anische Lahau r. Butzbach. Wie bereits bekannt, feiert der Turnthe rein Butzbach am 1. und 2. September sein Ojähriges Stiftungsfe ft. Am Samstag, den D * Marburg, 12. August. In Sachen des Ankaufs des Museumsgebäudes durch die Stadt beschloß dieser Tage die Stadtverordnetenversammlung, dem Plan zur Gründung eines Theater- und Konzertvereins mit beschränkter Haftung näherzutreten, damit dieser dann das Gebäude erwirbt. * Frankfurt. Bestohlene Polizei. Zur Abwechslung wurde auch einmal bei der Polizei eingebrochen. In der zweiten Abteilung in der Batton straße wurde im dritten Stock eine Bureautür gewaltsam geöffnet, das Pult erbrochen und daraus ein Geldbetrag von 15 Mt. gestohlen. Der Herr Spitzbube vermutete dort anscheinend weit größere Geldbeträge; er hatte in dem Pult alle Briefschaften einer Revision unterzogen. * Frankfurt, 11. Auguft. Der Tod auf den Schienen. Hinter dem Hauptbahnhof geriet ein 32jähriger Rangierer beim Rangieren so unglücklich zwischen zwei Wagen, daß ihm beide Beine abgefahren und zermalmt und der Unterleib zerrissen wurde. Der Unglückliche ist bei der Einlieferung in das Krankenhaus gestorben. Aus dem Gerichtsfaal. Straffammer. Gießen, 11. August. Das Schöffengericht Gießen hatte den Handelsmann Josef Berlin von Großen- Buseck, der wegen Uebertretung der Viehmarktordnung angeflagt war, freigesprochen. Auf Berufung der Staatsanwaltschaft erkannte die Straf fammer auf 1 Mt. Geldstrafe. Der Taglöhner Konrad Hirzinger von Treis- Horloff wurde in angetrunkenem Zustande von einem jungen Burfchen geweckt. Er gertet in solche Aufrrauna, daß er eine Holzort holte und dem Manne - aus Hirzenhain au der Mindeftstrafe von 1 Tag Gefängnis verurteilt. Er hatte seine Fahrradnummer verlegt und fertigte sich eine neue an, statt bei der maßgebenden Stelle sich eine andere geben zu lassen. Der 13jährige Schüler Karl Weckwert bon Rieder Erlenbach ist seinen Eltern entlaufen und wurde in Butzbach aufgegriffen, wo ihn ein Landwirt aufnahm. Kurz darauf stieg er in die Wohnung eines Wagners ein, argeblich um Geld zu entwenden. Nachdem er vershiedene Behälter erfolglos durchsucht hatte, begab er sich wieder fort, ohne etwas genommen zu haben. Das Gericht zog seine mangelhafte Erziehung strafmindernd in Betracht und erkannte auf 1 Tag Gefängnis. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 14. Auguft. Vornehmlich Trübung und Gewitterregen; nachts wärmer, tags fühler. Starke sübliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 2 landw. Arbeiter, 1 landm. Magd, Ziegeleiarbeiter, 2 Steinbrucharbeiter, 5 Schloffer, 7 Schreiner, 1 Schuhmacher, 2 Glaser, Erdarbeiter, 1 Küchenmädchen. 1 Kutscher( für Arzt), 2 Dienstmädchen, 4 Lauffrauen, 2 Laufmädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kellner gegen Vergütung. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 2 Waschnud Putzfrauen, 1 Flickfrau, 2 Installateure, 1 Kaufmann, 1 Auslaufer, 1 Kassierer- oder Bureaudiener. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Die Zierde der Frauen liegt entschieden in schönem, üppigem, angenehm duftenden Haar. Das fann nur durch den Gebrauch von Carboline- die Königin aller Haarwässer erzielt werden. Zu haben in Apotheken, Drogerien und Parfümerien oder direkt von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a M. Die abnormen Gärungsvorgänge im Magen- Darmkanale der Säuglinge, welche bei tranthaften Störungen des Darmes, besonders bei den mit Kuhmilch ernährten Kindern, auftreten, werden durch die Ausschaltung der Milch aus der Ernährung und deren Ersatz durch Kufetes Kindermehl in Wasser gefocht sehr rasch beschränkt; das Erbrechen hört auf und auch der Stuhlgang wird oft ohne jede weitere Meditation wieder normal. Kufetes Kindermehl wirkt gärungswidrig, da die in demselben enthaltenen pflanzlichen Eiweisstoffe den Krankheitsstoffen einen viel schlechteren Nährboden darbieten, als die tierischen. Kufetes Kindermehl wird selbst vom erkrankten Magen- Darmkanale gut verbaut und aufgesogen und fann sehr gut zur ausschließlichen Ernährung der Kinder dienen. Nach vollständiger Genesung fann man zu dem Kufete= Kindermehle wieder Kuhmilch zufügen, die durch dasselbe im Magen des Kindes feinflockiger gerinnbar und dadurch leichter verdaulich gemacht wird. KAKAO STOLWERCK SCHOKOLADE E Nr Bargewin. Jed. Los gewinnt! Vermögen u. Gewinn durch Beitritt zu amtl. angem. Verein! Kein Risiko! Gesetzl.staatl. angeordnet! Eine Mark monatl Streng reell! genügt! wurde mit Viele Mill. Hauptgewinne! biefem Erla en maßgebend Hanlungsgeb Kleinster Treffer höher wie der Ankauf! Beitritt tägl.! 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Inhalt, 1 Füllfederhalter mit Goldfeder, 1 Portemonnaie mit 13 Mt. Inhalt, 1 Paketchen mit 1 Kravatte mit Goldnadel, 2 Taschentüchern gez. K. D., 1 paar Manschettenknöpfe und 4 kleinen Vorhemdknöpfchen als Inhalt und 1 seidene Damenbluse. Zugeflogen ist: 1 Kanarienbogel. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 11. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 2. Juli 1906 angeordnete Sperre der Löberstraße zwischen Garten- und Goethestraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 11. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 21. Juli 1906 angeordnete Sperre der Durchfahrt der Eisenbahnunterführung am Neustädtertor wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 11. August 1906. Kornbrot " Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Brotpreise bom 12. bis 26. August 1906. Der auswärtigen Bäcker. 12 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bei: Pfg. Ernst Christ Wieset 44 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Weißbrot bei Georg Dern II., Gr.- Linden 25 Heinrich Weber, Heuchelheim 27 W. Weißel, Lang- Göns.. 26 Heinrich Binz, Aulendorf a. L. 25 W. Fabel, Wiesed L. Steinmüller, Gr.- Linden 26 W. Leir, Klein- Linden Karl Post, Wiesec Jakob Appel, Krofdorf.. 27 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wieseck. " Karl Post, Wieseck Der hiesigen Bäcker. Kg. 1 Weißbrot 1 Gem.- Brot 2 27 Georg Dern II., Gr.- Linden 46 54 Louis Süßmuth, Steinberg 46 25 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 50 W. Weißel, Lang- Göns. 46 M " " " 46 75 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 23 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 Karl Post, Wieseck " " 46 " 1 Karl Stumpf, Garbenteich 48 Karl Trautmann, Wiesed. 46 W. Steinmüller Ww., LangGöns " 46 " L. Steinmüller, Gr.- Linden 46" Karl Spamer, Reiskirchen. 46 " 1 " 1 " Jakob Appel, Krofdorf.. 50 W. Lein, Klein- Linden. 50 " " 26 " Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48" " 27 " 69 27 69 Louis Süßmuth, Steinberg 69 Ernst Christel Wieseck " .66 11 " Gust. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wieseck. 69, " " " 52 F. Weiß Grününgen 23 " W. Weigel, Lang- Göns. Heinr. Weber, Heuchelheim 54 52 " " ŏ. Binz, Allendorf a. L. 22 " Karl Trautmann, Wieseck, 54 23" " Jakob Appel, Krofdorf. 51 " 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: W. Lein, Klein- Linden " 54 " 1 Jakob Appel, Krofdorf 46 " 1 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot bei Heinr. Binz, Allendorf a. L. 44 Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 Heinr. Weber, Heuchelheim 46 " " " " Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 44 " 23 " W. Steinmüller Ww., Lang Göns Karl Spamer, Reiskirchen. 44 Karl Stumpf, Garbenteich 44 " " 24 N Karl Stump Garbenteich 24 Ferd. Weiß, Grüningen. 46 M " W. Lein, Klein- Linden 46, Heinr. Weber, Heuchelheim 24 " Steinmüller, Gr. Linden 23 Der Brotverkäufer. " W. Lein, Klein- Linden M " 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Weißbrot bet Georg Dern II., Gr.- Linden 50 Louis Süßmuth, Steinberg 50 2. Steinmüller, Gr.- Linden 52 Heinrich Binz, Allendorf a.L. 50 W. Fabel, Wieseck Karl Post, Wieseck 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22 Jakob Appel, Krosdorf 54 W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 Georg Dern II., Gr.- Linden 23 Karl Singer, Allendorf a. Ld. 23 W. Weigel, Lang- Göns . 25 Dieselben Preise, wie bei den Heinr. Binz, Allendorf a L. 24 hiesigen Bäckern. D Gießen, den 11. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Not H. ie Königliche Baugewerk- Schule zu Jostein im Tannus eröffnet das Winterhalbjahr am Donnerstag, den 18. Oktbr. Programme und Meldezettel versendet kostenlos Die Direktion. 215. Königlich Preußische Klassenlotterie. 2. Klasse 2 8tehungstag. 11. August 1906. Bormittag. Nur die Gewinne über 96 V. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr. A. St. f. 8.) ( Nachdrud verboten.) 84 118 218 651 891 953 58 1204 78 410 664 802 9 2296( 200) 334 36 87( 200) 569( 200) 713 17 87 991 8092 163 986 821 780 815 88 4430 52 531 634 5208 337 406 601 61 631 704 891 967 6281 871 608 84 52 767 965 7024 97 234 302 37 63 589 821 68 730 804 948 76 77( 500) 80 8394( 200) 594( 200) 9091 186 281 98 374 625 10114 62 92 689 719 67 904 11114 431 62 67 74 673( 300) 764 71 813 919 12104( 200) 81 238 89 68 764 802 18 42 923 84 72 13176 248 60 57 819 933 14267 15036 203 894 585 663 16052 143 312 675 895 17044 211 370 449 598 740 946 66 18188 97 207 831 965 19027 131 200 39 51 509 614 723 99 808 927 20167 825( 300) 49 415 60 607 68 836 943 47 21004 420 537( 200) 672 22303 739 806 67 23239 312 64 76 95 423 27 505 680 752 24180 282 492 53% 769 982 25427 506 613 17 709 801 950 26146 90 308 653 68 862 27034 452 70 784 944 28264( 500) 417 638 97 29195 214 57 623 618 34 901 70 30085( 200) 143 48 82 391 467 509 697 785 803 31021 44 108& i: 448 702 27 828( 200) 96 82156 328 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Die unterm 19. Juni 1906 angeordnete Sperre der Straße Hinter der Westanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 10. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Bei den leistet hohen Fleischpreisen → MAGGI's Würze mit dem Kreuzftern. der Hausfrau unschätzbare Dienste, um auf billige Art gute, schmackhafte Gerichte zu bereiten. Man laffe ,, MAGOI's Würze" nur in Maggi's Originalfläschchen nachfüllen. 215. Königlich Preußische Klassenlotterie. 2. Alaffe 2. 8tehungstag. 11. August 1906. Nachmittag Nur die Gewinne über 96 M. find in Klammern betgefügt. ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) ( Nachdruck verboten 289 811 636 680 874 1086 178 569 72 774 2212 972 452 504 668( 400) 80 74 3252 94 606 81 94 608 33 752 4069 173 289 616 924 5005 7 24 117 61 77 83 99 631 702( 200) 17 6430 41 667 748 7023( 400) 292 463 788 86 811 8037( 200 L01 252 65 96 667 776 825 68 918 9355 417 629 760 933 10195 209 64 304 468 559 624 925( 200) 33 11006 77 91 127 232 45 66 69 787 821( 200) 65 12065 100 84 96 200 407( 300) 87( 200) 786 13093 244 879 503 27 95 14464( 400) 560 698 99 788 15122 65 321 91 614 626 855 16197 891 425 635 795( 200) 843( 200) 954 17054 206 53 85 899 438 636 59 809 90 18073( 300) 180 86 870 781 832( 200) 19024 256 311 436 696 862( 300) 930 21068 186 418 73 74 595 616 776 851 20262 457 641 616 7888 912 42 22201 427 28 94 958 65 23038 164 228 72 385 88 463 617 72 842 47( 300) 64 951 24043 471 622 46 68 70 831 62 25341 717 64 26168 231( 200) 300 550 889 90 27873 407 16 708( 400) 849( 200) 912 28301 713 67 891 962 29058 178 418 2 504 775 941 30119 287 862 469 85 796 814 31073 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250 489 603 15 718 817 57 192041 221 859 ( 200) 826 92 97 936 193066 95 354( 200) 57 401 31 55 71 638 89 614 48 843 194162 67( 200) 276 620 27 61 772 803 910 195332 608 697( 200) 741 946 196048 57( 200) 63 171 229 197301 39 410 863 198003 9 26 77 103 43 882 613 602 81 877 901 199101 532 52 85 873 912 38 89 200164 207 693 808 39 957 68 201262 79 397 498 952 202139 202 461 203042( 1000) 88 179( 200) 323 663 831 923 83 204220 82 302 75 446 92 567 205009 60 198 278 303 684 710 885( 200) 206025 357 770 866 917 07326 438 697 928 208035 131( 200) 995 726 209151 461 605 750 957 210027 190 253 74 386 791 95 951 211054 132 898 542 62 823 212450 663 56 705 853 967 213164 256 72 543 59 874 214658 63 761 215107 17 252 443 72 695 677 86 830 69 919 216208 12 477 746 865 911 85 217094 352 62 754 832 950 79 218022 61 101 48 66 204 647 654 979 220027 36 168 239 586 630 221266 787 839 966 624 88 88 887 910 223001( 200) 88 122 292 416 633 951 53 219493 614 932 64 222062 468 626( 200) 422 726 224162 244 300 49 64 71 466 507 858 76 225002 95 202 318 36 635 927 89 226058 89 241 337 787( 200) 989 227456 793 859 901 228010 49 228 66 76 96 464( 200) 672 824 22918 267 697 969 230142( 200) 957 676 745( 400) 55 63 71 959 231478 666 942 82 23202 62 79 202 439 601 774 233019 70 110 673( 500) 710 96( 200) 808 234089 259 549 609 706 876 235031 207 30 314 674 608 709 805 236254 98 320 98 805 28 81 237416 644 91 740 62 238083 220 82( 200) 566 692( 200) 895 239070 ( 200) 290 739 99 992 240095 149 471 241034 72 236( 200) 470 788 830 31 42 935 94( 400) 242022 147 69 80 273 77 83 483 768 243007 77 162 297 495 748 886 24400 187 231 363 479 94 763 861 64 953 78 245003 28 131 431 689 602 924 24602 132 424( 200) 675 668 718 68 247001 210 41( 200) 530 918 81 248302 11 20( 200 439 639 89 718 32 77 909 249078 112 650 760 887 907 67 86 250001 407 97 733( 200) 82 84 251109 276 321 622 835 252121 32 253019 299 406 65 666 716 56 859 924 254060 212 339 610 70 88 66 770 804 38 905 255240 931 98 256038 329 36 67 98 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200) Die Biebung der 3. Klaffe beginnt am 7. September cz. Versteigerung.| Versteigerung Dienstag, den 14. d. M., Dienstag, den 14. d8. Ms. nachmittags 2 Uhr, nachmittage 2 Uhr berfteigere ich Neustadt 55 date gegen Barzahlung: versteigere ich im Laden Selters: weg 33: eine 3teilige Ladentheke mit Marmorplatte, 1 Tafelwage mit einem Say Messinggewichten, eine Rettenwage, 3 Fleischhafenleiften, 1 Hacklog mit Wiegemesser, 1 Fleischhackmaschine, 1 Wurstfüllmaschine, 1 Hacklog mit 3 Messern, 1 Knochensäge, 1 Gasherd, 2 Kleiderschränke, 1 Kommode, 1 1. ein Fahrrad, 2. ein Pferd, drei Drehbä Sades 14 Handelswagen, bib Möbel und andere Versteigerung zu 1 beftim zu 2 teilweise. Born, Gerichtsvollzieher, Gießen. Ausziehtisch, 2 vollständige Beiten, Versteigerung 1 Waschkommode, 1 gebrauchtes Fahrrad u. a. m. Die Versteigerung findet bestimmt statt. Dienstag, den 14. Ag nachmittags 3 Uhr, sollen im städtischen Pfandlala Geißler, Gerichtsvollzieher, Seltersweg 11 babier, die w Gießen. Freibant. Heute und Morgen: Fasselochsenfleisch 50 Rindfleisch 56 Pfg. rücft. Ortsfranfenfaffenbeiträg gepfändeten Gegenstände als K moden, 1 Sekretär, 1 Thefe, Waschmaschine, Bierde und Wagen werden. Gemmecker, Raffenschränk versteige Pfandmeift, Gießen. fern route ber Faye Blige erhellten bas Dämmer der seibim bam- ber Donner Ruf der bam bimbimbim bam Glode übertönte den Sturm Auf der Straße Schreien und Lärmen und Rollen elliger bimbim Das Feuer fonnte auf das aufgebaute Gehöft und eine Wagen. Bimbim, ber Ruf erstarb- es wurde still in Kunten ganz ftill. fommt und rettet. der dämmerigen Kirche laben unb wirklich nach Amerika. zweifelt und von allem entblößt in die Heimat zurüd, und 3000 Mann start, Beben als Bettler, 7000 fehrten ver. start, and gebracht billetehrten nur eine ganz fleine Schar Urwaldgegend im Staate New York zur Bearbeitung an. Raum aber hatten fie angefangen, den Wald auszuroden und ihre Aecker zu bestellen, so wieś die Regierung fte wieder aus, unter dem Vorgeben, Grund Hier wes man ihnen eine insylvanien Mr. 185 Montag, ben 13. Auguft bessische Familienzei 9061