Ar. 292. bation u. Sarp terbebiton: teßen, Seltersweg 89. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Mittwoch, den 12. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratiebeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). 6. Neuelle Nachrichten ( Sichener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhoffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Die koloniale Landkommission hielt unter dem Borfit des Kolonialdirektors Dernburg eine Beratung über die Frage ab, ob das Reich die Konzession der Siedelungsgesellschaft für Südwestafrika, die diese dem Reich angeboten, zurückerwerben folle. Die Gesellschaft hat die Bedingung gestellt, daß das Reich diese Konzession von 20 000 Quadratkilometer bis zum 31. Dezember 1906 erwerben solle. Schließlich wurde ein Antrag einstimmig angenommen, der dahin geht, das Angebot an zunehmen. Das der Gesellschaft gehörige Land soll vom Fiskus des Schutzgebietes tostenlos als Kronland zurüd genommen und die Konzeffion als erlofchen erflärt werden. Die Budget- Kommission des Reichstages hat mit großes Majorität den ersten Nachtrags- Etat von 29,220,000 Mart für Südwestafrika, ebenso sämtliche dazn gestellten Anträge and Resolutionen abgelehnt. Die Vorlage scheiterte an dem vom Zentrum vertretenen Antrage, die Truppenzahl in Südwestafrika zunächst auf 4000 Mann herabzusehen und zugleich Vorbereitungen zu treffen für eine weitere Ermäßigung bis auf 2500 Mann nach dem 1. April 1907. Mit der Ablehnung ist die Kolonialfrage wieder auf einem toten Punkt angelangt und man wird die ferneren Entschließungen der Regierung abwarten müssen. Mehrfach wurden in den legten Eagen Gerüchte laut über eine bevorstehende AufLösung des Reichstages, die natürlich durch die schroffe Ablehnung der kolonialen Forderungen neue Nahrung gewinnen. Giin Ausweg aus den folonialen Mißverhältnissen ist vors liufig nicht erfichtlich. In diplomatischen Kreisen spricht man Davon, daß Kolonialdirektor Dernburg in den nächsten Tagen fich in Urlaub nach St. Moritz begeben werde. Allerdings wird auch angenommen, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter erfährt, daß die Ablehnung des ersten Nachtragsetats teine endgültige sein werde und eine Verständigung doch noch in Aussicht stände. Heute verhandelt die Kommission über den gaveiten Nachtragsetat betr. die Bahn Kubub- Keetmanshoop. * Wie verlautet, soll sich die Regierung entschlossen haben, dile Akten über den Fall Peters zu veröffentlichen. Die Denks Schrift soll bereits dem Abschluß nahe sein und ihre Veröffentlichung binnen furzem bevorstehen. * Der Voranschlag des Reichshaushalt- Etats für 1907 fchließt in Einnahme und Ausgabe mit 2565 073 427 Mart alb. Gegen das Vorjahr ergibt das ein Mehr von 167 749 322 Mart. Auf den ordentlichen Etat entfallen 2 296 499 417 Mart, auf den außerordentlichen 268 574 010 Mart. Rufsland. ** Der Bar hat eine bemerkenswerte Unterstützung für die hungernden Bauern veranlaßt. Er stiftete aus seiner Privatschatulle eine Million Rubel für die Hungerbezirke. Dadurch find die durch Gurkos Mißwirtschaft verschleuderten Gelder gedeckt. frankreich. * Die Regierung scheint entschlossen zu sein, in dem durch das Jukrafttreten des Trennungsgesetzes akut gewordenen Kirchenkampf radikal vorzugehen. Darauf deuten alle neuerdings angeordneten Maßnahmen hin. Der Kultusminister hat ein Rundschreiben an die Präfetten gerichtet, das die Beamten anweist, jede Zuwider. Handlung gegen das Gesetz zur Anzeige zu bringen. Das Rundschreiben enthält den Satz: Es gibt keinen französischen Bürger, der unter irgend einem Vorwand das Recht hätte, fich außerhalb der französischen Gesetze zu stellen und gegen fie zu rebellieren." Ebenso hat der Justizminister die Staats: 11 Die gegenwärtige politische Lage in Hessen.*) Eine sehr zahlreiche Zuhörerschaft hatte sich gestern, Dienstag- Abend, auf Enladung des National. liberalen Vereins Gießen im Neuen Saal. bau bersammelt. Nicht allein Mitglieder des gen. We eins, sondern auch sehr viele Anhänger anderer politischer Parteien und einige wamen waren anwesend, um dieses zeitgemäße Thema aus dem Munde eines Berufenen und weithin geschäßten Gelehrten, des Ordinarius Professor Dr. Biermer, zu hören. Stadtverordneter Kirch, der Vorsitzende des natiomalliberalen Ve eins eröffnete um 3/49 Uhr die Verjammlung mit Worten der Begrüßung und gab bekannt, idaß der Verein auch für diesen Winter wieder einige ort äge in Aussicht stelle. Dank dem anerkennens Derten Entgegenkommen des Herrn Professor Dr. Biermer ist der Verein schon heute in der Lage in seinem erfien Vortrag mit einem derart allgemein interessierenden Thema hervorzutreten, daß er es für richtig gehalten Ihat, eine mehr öffentliche Versammlung dazu anzuIberaumen, in welcher nach dem Referat eine freie Aussprache stattfinden könne. Die Rednerliste führte R. A. | anwaltschaftsbeamten - veranlaßt, jede ütvertretung Bestimmungen bezw. der Kultus- Ausübung unvorzüglich zur Bestrafung zu bringen. Der Papst hat dem Erzbischof von Baris neue Instruktionen über die Haltung des Klerus ge: sandt, in denen es heißt, der Klerus solle fortfahren, wie in der Vergangenheit, seine Funktionen in den Kirchen auszu üben, bis er hinausgetrieben werde. Es verlautet, die Regierung habe beschlossen, Monseigneur Montegnini, den Bertreter des heiligen Stuhles, auszuweisen. Aus mehreren französischen Diözesen liegen Meldungen vor, daß die Bischöfe in Privathäuser übersiedeln. Einer Zeitungsmeldung zufolge stehen zahlreiche Ausweisungen wegen Gefährdung der Sicherheit des Staates bevor. BalkanItaaten. ** Die Kämpfe zwischen Türken und Bulgaren dauern fort. Türkische Truppen nahmen bei Germanovo im Bezirk Demirhissar eine bulgarische Bande gefangen, die 100 Bomben, 65 Kilogramm Dynamit, eine Höllenmaschine und eine Anzahl Gewehre transportierte. Amerika. ** Jm Senat zu Washington ist eine Resolution eingebracht worden, in welcher erklärt wird, der Senat würde alle Schritte wärmstens unterstüßen, die Präsident Roosevelt unter Mitwirkung oder mit Hilfe von Signatarmächten des Berliner Vertrages zu tun für angebracht hielte zur Besserung der Verhältnisse im Kongostaat und zur Beseitigung der jetzt dort bestehenden Mißstände. Ein Newyorker Blatt bringt eine ausführliche Schilderung von Greueltaten, die im Kongostaat vorgekommen seien, und leitet den Artikel mit der Behauptung ein, König Leopold habe drei Jahre hindurch eine fostspielige Agitation im Washingtoner Parlament unterhalten, um zu verhindern, daß die Regierung der Vereinigten Staaten eine Aktion zum Schuße der Eingeborenen des Kongostaates unternehme. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 11. Dezember. Der Bundesrat hat gestern dem Reichshaushalts- Etat für 1907 feine Zustimmung erteilt. Paris, 11. Dezember. Der Kammer geht in einigen Tagen eine Vorlage über die völlige Abschaffung der militä: rischen Gerichtsbarkeit zu. Brüssel, 11. Dezember. Die hier zusammengetretene Internationale Buckerkommission hat den Direktor Capelle zum Vorsitzenden gewählt. Aus den gehaltenen Reden klang der Wunsch heraus, zu einer Einigung zu gelangen. Budapest, 11. Dezember. In der Delegation erklärte Minister Frhr. v. Aehrental unter dem Beifall der Delegierien: Die politische Lage Europas hat sich gebessert. Wiewohl die Spannung noch nicht ganz gewichen ist, fönnen wir der Zufunft mit mehr Zuversicht entgegensehen als vor einigen Monaten. Belgrad, 11. Dezember. Die Ernennung des früheren Gesandten in Berlin und Wien, Milan Christic, zum Hofmarschall steht bevor. Chriftic war einer der Hauptverschwörer gegen König Alexander. Deutscher Reichstag. ( 138. Sizung.) CB. Berlin, 11. Dezember. Die fleifchnot- Interpellationen. Die heutige Sigung des Reichstages galt den Verhandlungen über die beiden Fleischnot- Interpellationen, von denen die eine von der Freifinnigen Volkspartei, die andere von den Sozialdemokraten eingebracht ist. Haus und Tribünen waren start besetzt. Auf der Ministerbank war neben dem Staatssekretär des Reichsamts des Innern Grafen Posadowsky und dem Reichsschatzsekretär Freiherrn von Stengel zum ersten Male der neue preußische Landwirtschaftsminister Herr von Kaufmann, das Schriftführeramt lag in den Händen des Dr. Krausmüller. Nachdem erhielt der Referent das Wort zu seinem Vortrag. Ruhig, jedoch von Zeit zu Zeit mit schärferem Accent, führte Herr Professer Dr. Biermer wörtlich folgendes an: Meine sehr geehrten Damen und Herren! Gestatten Sie mir, daß ich meinem Vortrage einige Vorbemerkungen mehr persönlicher Art voranschicke. Ich bin seit faſt sieben Jahren an der hiesigen Hochschule tätig und habe in dieser verhältnismäßig langen Zeit stets der Versuchung widerstanden, in den politischen Parteikampf einzugreifen. Meine heutige politische Rede ist die erste öffentliche, die ich mir leiste. Meine Zurückhaltung, die ich mir schuldig zu sein glaubte, besonders auch im Hinblick auf meine Stellung als Universitätslehrer, ist mir nicht besonders schwer gefallen, denn bei der hessischen Parteikonſtellation ist für einen Nationalökonomen, der auf dem linken Flügel der nationalliberalen Partei steht und seine eigenen Wege als„ Einspänner" geht, nur wenig Raum. Für einen Gelehrten, der sich tagtäglich mit wirtschaftsund sozialpolitischen Dingen berufsmäßig zu befassen hat, verbietet es sich außerdem ganz von selbst, daß er sich der Fraktionsdisziplin und einem fest umrissenen Parteiprogramm rückhaltslos unterwirft. Ich habe aber bisher nicht nur geschwiegen, sondern ich bin jahrelang dem Parteileben ferngeblieben, ja ich bin sogar aus der Partei, aus deren Schoße mir zweimal in aller Form Reichstagsmandate angeboten worden sind, ausgetreten. Wenn ich heute meinem bisherigen Verhalten untreu werde, so bestimmt mich dazu Zweierlei: Einmal befindet sich nach meiner Ueberzeugung das politische Arnim- Triewen erschienen. Nachdem Graf Posadowsky erklärt hatte, die Interpellationen beantworten zu wollen, erhielt zuerst Dr. Wiemer von der Freifinnigen Volkspartei zur Begründung der von seiner Fraktion eingebrachten Interpellation das Wort. Der Redner erläuterte an der Hand einer Reihe von Zahlen die gegenwärtige Höhe der Fleischpreise. Dadurch sei ein wirt schaftlicher Notstand, eine Unterernährung veranlaßt, durch die namentlich auch die unteren Beamten mit ihrem Kleinen Ein kommen leiden. Die deutsche Viehzucht könne allein den Bedarf nicht decken. Deutschland sei auf das Vieh aus dem Auslande angewiesen. Grenzsperre und Fleischbeschaugeset. Die Die jetzige Fleischnot sei hervorgerufen durch die Grenz Sperre und die übertriebene strenge Handhabung des Fleisch beschaugesezes. Hier tue Abhilfe dringend not. Behauptung der Landwirte, daß der Zwischenhandel die Schuld an der Höhe der Fleischpreise trage, sei falsch. Auf die Dauer könne der Zwischenhandel die Preise nicht hochs halten. Auch zeige die Konkurs- Statistil, wie viele dieser Händler in den letzten Jahren zugrunde gegangen seien. Die preußische Regierung habe durch geraume Zeit nichts getan, um der Fleischnot zu steuern. Der bisherige Landwirtschafts minister von Podbielski sei ein einseitiger Vertreter agrarischer Interessen gewesen. Endlich müsse aber etwas geschehen. Der Redner schloß mit dem Bemerken, daß eine Politil ber Lebensmittelverteuerung unmöglich der ruhigen Ent wickelung des deutschen Volkes förderlich sein könne. Ver halte fich die Regierung dem wirtschaftlichen Notstande gegen über auch ferner untätig, so werde das nur der Sozial bemokratie zugute kommen. Hierauf begründete Abgeordneter Scheidemann, Sozialdemokrat, die von seiner Partei eingebrachte Frater pellation. Der Redner verbreitete fich ausführlich über die Fleischnot und die Preise und ging dann auf die Gründe ein, warum die Grenzen nicht geöffnet würden. Angeblich sei es die Rücksicht auf Seuchen im Auslande, tatsächlich ver schließe aber das Ausland seine Grenzen wegen der in Deutschland herrschenden Seuchengefahr. Im Austande seien ja„ Schweinereien" vorgekommen, aber auch bei uns sei nicht alles so sauber. Unter stürmischer Heiterkeit verliest der Redner einen Artikel aus einem Hessischen Blatte, in dem der bortige Reichstagsabgeordnete über seine Wähler schreibt: Sie feien tren wie Hunde, aber dredig wie die Schweine. Zur Bekräftigung der Behauptung, daß in Deutschland Un Sauberkeiten in Menge vorlämen, verliest der Abgeordnete eine Reihe von Gerichtsurteilen, die wegen Bergehens gegen das Nahrungsmittelgefe Dana ergangen find. polemisiert er gegen die Rechte und die Bolltarifmehr. heit und beruft sich auf frühere Aussprüche des Fürsten Hohenlohe und des Grafen Posadowsty. Wir haben jeßt, bemerkt er, eine Regierung im Umherziehen, dabei aber werde das Volk ausgezogen. Der frühere Minister Podbielsti sei jezt nur noch Bod- Agrarier.( Große Heiterkeit.) Dieser Minister habe wenigstens den Mut der Konsequenz besessen; seine Sünden feien die der Zolltarifmehrheit. Der Redner schloß mit der Forderung nach Deffnung der Grenzen, Milderung des Fleischbeschaugesezes und Ermäßigung der Untersuchungskosten für ausländisches Fleisch. Gleichzeitig hoffe er, daß der neue Landwirtschaftsminister sein Amt anders verwalten werde als sein Vorgänger. Die Begründung beider Interpellationen hatte drei Stunden in Anspruch ge nommen. Hierauf verlas Graf Posadowsky im Auftrage des Reichskanzlers eine längere Erklärung. Die Erklärung der Regierung betont, daß die einzelnen Landesregierungen die Fleischnol aufmerksam verfolgt und an Behörden, Korvorationen, VerLeben in Hessen in einer Krisis, die nur derjenige für unbedenklich halten kann, der dem leider so verbreiteten politischen Indifferentismus unrettbar verfalleu iſt. Zum andern droht m. E. die Gefahr, daß das freundnachbarschaftliche Verhältnis der maßgebenden Gruppen der bürgerlichen Linken, wie es sich uamentlich in Gießen seit Langem bewährt hat, kläglich in die Brüche geht. Es ist ein alter Wunsch von mir, daß Hessen nach preußischem Muster eine freikonservative Partei erhielte, denn die nationalliberale Landespartei des Großherzogtums enthält manche ausgesprochen konservative und reaktionäre Elemente, die die Bewegungsfreiheit der Partei beengen. Durch eine reinliche und friedliche Scheidung würde, namentlich jetzt, wo der handelspolitische Kampf ausgetobt hat, die Situation und Taktik klarer werden, als sie ist. Die letzten Parteitage der nationalliberalen Partei haben bewiesen, namentlich durch das Auftreten der nationalliberalen Jugendvereine, in denen viel Intelligenz und Arbeitsfreude stedt, daß an allen Orten der Ruf erschallt: " Zurück zu Bennigjen!" Ich weiß sehr wohl, daß ich mit diesen Vorschlägen hier und im Lande ziemlich allein stehe. Was ich also hier andeute, ist harmlose Zukunftsmusik, und für diese trage ich, wie für alles, was ich heute Abend ausführen will, die alleinige personliche Verantwortung Ich betone es ausdrücklich, daß ich nicht im Namen des einladenden Vereins spreche, sondern bei ihm nur eine Art von Gastfreundschaft, für die ich herzlich dankbar bin, in Anspruch nehme. Ich will nicht reformieren, sondern anregen. Die heutige Versammlung soll mehr der freien Aussprache gewidmet sein, als der Vorbereitung ernster taktischer Manöver. Ich sprach vorhiu davon, daß wir in Hessen eine politische Krisis haben. M. E. war sie schon längere Zeit vorbereitet. Sie bedurfte nur eines äußeren Anlasses, um akut, wie es 83. me 取 ht lt pie ir et. oft ter en ng a n. BEAT Cane und C ggerigtet gout, wie ihr abzuhelfen jei. Außerdem seien die Veterinärmaßregeln eingehend geprüft worden. Die Berichte und Antworten lägen jekt vor. Danach kommen als Länder, aus denen Vieh und Fleisch eingeführt werden kann, Desterreich- Ungarn, Rußland, Italien, Rumänien, Serbien, Bulgarien, Frankreich, Dänemark und Norwegen in Betracht. Aus allen diesen Ländern sei die Einfuhr schon jetzt teils in beschränktem, teils unbeschränktem Maße gestattet, indessen, werde von dieser Erlaubnis nur wenig Gebrauch gemacht. Die Einfuhr aus Holland fönne wegen der in der Provinz Limburg herrschenden Maul- und Klauenseuche nicht gestattet werden, dagegen schweben Verhandlungen mit Schweden, um die Einfuhr von dort zu ermöglichen. Ferner habe die Regierung in wesents lichen Ermäßigungen der Untersuchungsgebühren für aus: ländisches Vieh und Herabsetzung der inländischen Bahnfrachten diejenigen Mittel erblickt, die einen Ausgleich der Breise in Deutschland herbeiführen fönnten. 95 Prozent des deutschen Bedarfs werden bereits von der heimischen Landwirtschaft gedeckt; die Frage einer Teuerungszulage für die Reichsbeamten werde ernstlich erwogen. Die Erklärung wurde von der Rechten mit Beifall, von der Linken teils schweigend, teils mit Burufen aufgenommen. Hierauf erhob sich der neue Landwirtschaftsminister, um zu der verlesenen Erklärung noch einige Erläuterungen zu machen.( Inzwischen hat der Reichskanzler den Saal betreten.) Herr v. Arnim führte sich nicht als guter Redner ein, er sprach eintönig und undeutlich. Der Minister bat das Haus um Nachsicht, da es ihm an parlamentarischer Schulung fehle. Alsdann machte er folgendes geltend: Die Ursachen der Fleischnot find bei dem schlechten Futterjahr 1904 sowie in den niedrigen Schweinepreisen der Jahre 1903 und 1904 zu suchen. Die Fleichpreise sind allerdings im letzten Jahre erheblich ge= stiegen; während früher die Steigerung nicht mehr als 25 Bro= zent zu betragen pflegte, hat sie im lezten Jahre 35-40 Prozent betragen, das wird aber nicht so bleiben. Die Preise sind in Der letzten Zeit gefallen, und dieses Sinken wird noch anhalten, namentlich die Preise für Schweine und für Ferkel find erheblich niedriger geworden. Daß die Schweinepreise aber auf den früheren, niedrigen Stand zurückkehren, das ist nicht anzunehmen, und im Interesse der Landwirtschaft nicht zu wünschen. ( Bei dieser Bemerfung entsteht auf der Linken lebhafte Unruhe). Bei den früheren niedrigen Schweinepreisen, so fuhr der Minister fort haben die Landleute mit Defizit gearbeitet. Zu berücksichtigen ist auch, daß die Produkte, deren die Landwirtschaft bedarf, teurer ge= worden und die Löhne der Landarbeiter gestiegen sino. Weiter betonte der Minister, daß der deutsche Vichbestand einen Wert von acht Milliarden besitzt. Dieser kostbare Befiz muß unter ständen geschützt werden. Die Vieh- und Fleischpreise im Ausland, namentlich in Desterreich- Ungarn sind ebenso wie bei uns. Wenn von einem Nachlasse des Konsums und von einer Unterernährung des Volfes hier gesprochen worden ist, so liegen dem Uebertreibungen zu Grunde, so schlimm ist es nicht. Der Konsum hat allerdings einen Rückgang erfahren, aber feinen erheblichen. Die Städte haben nichts getan, allen UmWäre das um die Spannung zwischen Vieh- und Fleischpreisen zu vermindern, die Gebühren, die sie auf ihren Schlachthöfen erheben, find sehr hoch. Industrie und Landwirtschaft gehören zusammen. Leider ist die Art, in der ein Teil der Presse die Fleischfrage behandelt, geeignet, diese Zusammengehörigkeit zu trüben. Die Städte find auf Kosten des Landes groß geworden, fie haben dem Lande viel Arbeiter entzogen. nicht geschehen, dann würde man heute in den Städten nicht über Fleischnot flagen. Dieser Ausführungen des Ministers folgte lebhafter Beifall auf der Rechten. Hierauf lam der Abgeordnete Gerstenberger( Bentium) zum Wort, der entschieden für den Schutz der Bandwirtschaft und gegen jede Deffnung der Grenzen eintrat. Zeugenausfagen und ihr Wert. Von Dr. med. Th. Zlocisti, Berlin. In dem soeben beendigten Mordprozeß Röwer spielte fich eine Szene ab, wie sie in einem deutschen Gerichtssaale fich faum jemals ereignet haben dürfte. Der Verteidiger forderte plötzlich eine Belastungszeugin auf, genau auf ihn aufzupassen und nachher zu sagen, was er mache. Er tauchte die Feder ins Tintenfaß, bewegte die Hand und fragte: ,, Was habe ich eben gemacht?" In einer erregten Auseinanderfetzung mit dem Staatsanwalt wurde die Berechtigung dieser Frage verfochten und nach längerer Debatte lehnte der Gerichtshof es ab, derartige Experimente während der VerHandlungen vorzunehmen, weil sie geeignet seien, die Zeugin zu verwirren, um auf den Gang der Verhandlungen an sich nicht bestimmend einwirken zu können. niveau, weil man allgemein annimmt, daß je höher ein Mensch steht, je höher sein Bildungsgrad ist, er sich um so flarer über die Vorgänge ist, die sich um ihn herum abgespielt haben. Eine große Rolle spielt dann das Alter des Aussagenden. Ein Greis, der nicht mehr recht sieht und den Zusammenhang der Dinge nicht mehr begreift, wird weniger Glauben finden, als ein Mann in voller geistiger Frische. Mit Vorsicht wird man die Aussagen von Kindern hinnehmen, leider noch nicht mit der Vorsicht, die der dänische Gesezgeber hat walten laffen, der die Zeugenaussagen von Kindern unter 14 Jahren überhaupt ablehnt. Das Schwergewicht legen aber die Richter darauf, ob ein Zeuge vorbestraft ist oder nicht. Denn wer fich einmal schwer gegen die soziale Ordnung vergangen hat, so nehmen sie an dessen Wort darf nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen gelten. - Einen Maßstab aber, unabhängig von dem persönlichen Urteil, von instinktmäßigen Sympathien und Antipathien und von den nicht näher zu begründenden, rein gefühlsmäßigen Werten der Glaubwürdigkeit, objektiv die Aussagentreue eines Zeugen zu prüfen, haben erst die psychologischen Untersuchungen von William Stern ermöglicht. Stern legte ein bestimmtes Bild einer Reihe von Personen vor und nachdem er es eine Minute lang hatte betrachten lassen, ließ er angeben, was fie gesehen hatten. Und da ergab sich denn, daß nicht nur in den verschiedenen Altersstufen, sondern auch von den ber= schiedenen Geschlechtern wesentlich auseinandergehende Antmorten erzielt wurden. Später wurde noch an diese erste Aussage ein Verhör geknüpft und der Effekt war, daß man durch die Art der Fragestellung allein schon ganz bestimmte Antworten erzielen konnte. Ja, es wurde behauptet, daß auf dem Bilde Gegenstände und Personen gesehen worden waren, die in Wirklichkeit gar nicht zu sehen waren. Man fonnte unter den Beobachtenden ganz bestimmte Typen unterscheiden. Solche, die mehr ein Gedächtnis für Personen, andere mehr für Sachen, wieder andere mehr für Handlungen, für Merkmale, wie Farben-, Raum- und Zahlenangaben hatten. Nicht wenige waren der Suggestion außerordentlich zugänglich, d. h. fie ließen sich von dem Experimentator einreden, daß sie Dinge gesehen hatten, die fie unmöglich gesehen haben fonnten, und ließen, nachdem man ihnen ganz bestimmte Vorstellungen aufgezwungen hatte, ihrer Phantasie vollkommen freien Lauf und wußten nun von den Dingen, die sie gar nicht gesehen hatten, noch eine ganze Menge Einzelheiten auszusagen. Im Gegensatz zu diesen gibt es einen durchaus nicht, wie man annehmen sollte, sehr großen Prozentsatz von Menschen, die hartnädig jeder Suggestion widerstehen. Diese Methodik von Stern eröffnete gerade der Kriminalpsychologie ein ganz neues Gebiet. Diese Entscheidung des Gerichtshofes ist durchaus zu billigen. Allein es bleibt doch von prinzipieller Bedeutung, ob die bisherigen Beurteilungen des Wertes einer Zeugenaussage den Anspruch auf wissenschaftliche Begründung haben. Welche Anzeichen bedingen heute den Wert oder Unmert einer Aussage? Runächst die inziale Stellung und das Bildumas tatsächlich geschehen ist, auszubrechen. Den Anstoß gab bekanntlich die Bestätigung des sozialdemokratischen Beigeordneten in Offenbach. Manche behaupten zwar, man habe den Fall zu schwer genommen und über Gebühr aufgebauscht. Ich will das nicht bestreiten. Aber wenn Jemanden die Schuld trifft, daß diese Affäre wie eine Haupt- und Staatsaktion be handelt worden ist, so ist es vielmehr die Großherzogliche Staatsregierung, Jals die nationalliberale Partei und die diesmal eigentümlicherweise mit ihr eng verbündete Zentrumspartei. Auf der Darmstädter Protestversammlung sind aller= dings recht scharfe Worte gefallen, Worte, wie man sie von einer Partei, die sich so lange als Regierungspartei fühlte, seit Jahren nicht gehört hat. Die Tonart, die ich keineswegs in allen Punkten billigen kann, weist auf eine natürliche und impulsive Erregung und nicht auf eine fünstliche und gemachte hin. Es ist höchste Zeit, daß dagegen Verwahrung eingelegt wird, daß man dem denkfähigen hessischen Publikum immer wieder vorzureden sucht, daß hinter jeder scharfen Kritik von Maßnahmen des jetzigen Ministeriums allein Herr von Heyl und seine Freunde ständen. Das ist eine durchsichtige Legende. Die Agitation gegen das direkte Wahlrecht geht, wie ich beweisen kann, nicht allein von Herrn von Heyl aus. Opposition gegen das Gemeindeſteuergesetz, daß m. E. sehr wohl noch eine nochmalige Durcharbeitung vertragen konnte, und mit dem man sich nicht zu überrumpeln lassen brauchte, hatte zwar in Herrn von Heyl einen parlamentarisch geschickten Führer gefunden, aber auch andere Leute, die von der Sache was verstehen, haben ernste Bedenken gegen die überhastete Verabschiedung eines so grundlegenden Gesetzes, das in der Hauptsache dem Kopfe eines jungen Ministerialrats entsprungen ist, geäußert. Zu diesen unbequemen Kritikern gehöre bekanntlich auch ich. Ich kenne Herrn von Heyl gar nicht und habe ihn nie in meinem Leben gesprochen. Auch sonstige Verbindungen mit Die Der berühmte Strafrechtslehrer von Liszt benutzte einen anderen Weg. Er ließ in seiner Vorlesung nach vorheriger Verabredung und nach ganz genau vorgeschriebenem Programm zwischen einigen Studenten plöglich eine Schlägerei ausbrechen. Außer den Beteiligten wußte feiner, daß es sich um eine abgekartete Sache handelte. Es wurde nun mit allem Ernste von den übrigen Studenten ein Protokoll aufgenommen und obwohl es sich doch um eine Menschengruppe von einem gleichen Bildungsgange und gleichem Alter handelte, wurden so grundverschiedene Aussagen zutage gefördert, daß der objektive Tatbestand kaum noch festzustellen war. Die gleiche Beobachtung konnte man jüngst bei dem Fall des Hauptmanns von Köpenick feststellen. Von diesem Schustergesellen mit den plumpen verarbeiteten Händen wurde bon bielen Seiten angegeben, daß er zarte, feine Hände hatte. Und wäre man den Angaben über seine Physiognomie, seine Statur gefolgt, so hätte aus den widersprechenden Darstellungen niemals die Identität des Voigt mit dem Hauptmann festgestellt werden können. Und je später die Aussage erfolgt, etwa Wochen, Monate, Jahre nach dem Ereignisse, umsomehr ver. wischen sich die Erinnerungsbilder, was von vornherein ja anzunehmen ist. Aber die Aussagenden werden dadurch nicht stubig, sondern geben dann die Bilder ihrer Phantasie mit aller Entschiedenheit wieder, weil sie selber von der Wahr. heit dessen überzeugt find, was sie sich nur eingebildet haben. Wenn man es daher auch nur billigen kann, daß der Gerichtshof die Vornahme derartiger experimental- psychologischer Untersuchungen im Gerichtssaal abgelehnt hat, so tann es doch noch einmal in Zukunft dahin kommen, daß in allen Prozessen, die ja nur immer mit Menschen und Menschlichfeiten zu tun haben, jeder 8euge vorher experimental- psychologisch untersucht werde, um mit den objektiven Methoden festzustellen, wie start seine Suggestibilität ist, zu welchem Typus der Aussagenden er gehört in welchem Grade und in welcher Richtung seine Aussagen Glaubwürdigkeit verdienen. - Nab und Fern. † Annen unter Wasser. Die Stadt Annen, die eben Schauplatz der Roburiterplosion war, ist abermals von einer Ratastrophe heimgesucht worden. Infolge starker Regengüsse brach der Damm einer hochgelegenen, mehrere Morgen großen Stauanlage ein. Die großen zu Tal stürzenden Wassermassen richteten großen Schaden an. Die Feuerwehr mußte beim Räumen der Wohnungen helfend eingreifen. und zum Einken gebracht. Sämtliche Insassen fielen Waffer; dreizehn wurden gerettet, fünf ertranten. + Hamburger Bahnhofsnot. Der neue Hauptbahnh Hamburg scheint ein Schmerzenskind zu werden. Men lag er infolge Störung der elektrischen Anlage fast bolig Dunkeln. Durch Petroleumlampen und Lichte mußte notdürftige Beleuchtung geschaffen werden. Außerdem a der Bahnbetrieb durch eine Zugentgleisung zwischen Bombardsbrüde und der Kunsthalle eine arge Unterbrechu so daß die vom Hannoverschen Bahnhof abgehenden Ferr teine Verbindung mit dem Hauptbahnhof und Altona hata † Er will hungern. Im Stendaler Gefängnis verweige der wegen Meineids aus dem Schwurgerichtssaal her verhaftete Kaufmann Siemens seit Monaten jede Nahrung aufnahme, um nicht seine Verurteilung zu erleben. Er fünstlich ernährt, ist aber bereits zum Stelett abgemaga Sein Tod fann in den nächsten Tagen erfolgen. Die Gieße lung hält ittage 4 116 ordnung ab: Bepfteinga für die S Rübjamen en der Witwe Desgleichen 7. Umge gbon Arbeit Ebottstraße. Aftertvegs. en und erwe en beim Ne benfchule. as der höher Shuldienerwol Saftandsetzung Bauliche Mend † Brückeneinsturz. Bei dem ungarischen Orte Leordin türzte eine Brücke ein, als gerade eine große Anzahl v Markte heimkehrender Bauernwagen darüber hinweg ju Zahlreiche Personen wurden getötet oder verwundet. † Abermals ein Ueberfall im Zuge? In dem Schn zuge Paris- Bordeaux ist auf dem Bahnhof Boitiers Passagier gefunden worden, welcher im Geficht und a Körper schwere Verlegungen trug. Man fand bei ihm ein Visitenkarte auf den Namen Gustav Loewe, 1000 Franfsh bar, sowie ein Retourbillet nach Biarriz. Er fonnte ni französisch sprechen. Im Krankenhause, wohin man brachte, ist er gestorben. Anscheinend liegt ein Ueberfall i Coupé vor. STR † Auf dem Wege zur Arbeit verunglückt. 2000 Arbeiter der Fabrik Thornton in Petersburg auf den Nachhausewege einen schmalen Brettersteg passierten, um das andere Ufer der Newa zu gelangen, brach dieser Steg sammen, als sich etwa 100 Arbeiter auf ihm befanden. Arbeiter fielen auf das Eis und brachen durch dieses in dal Wasser. Gestern fehlten beim Aufruf 200 Mann. Fabrikleitung glaubt indessen, daß nur einige Leute ertrunte sind und daß das Fehlen so vieler Personen auf Furcht da Arbeiter vor dem Weg über die Newa zurückzuführen i Wieviel ertrunken sind, ist noch nicht festgestellt. † Im Hafen überrannt. Eine von 18 Personen besetzte Motorbarkasse der Firma H. F. Bland& Söhne wurde im Sansahafen Hamburgs vom Fahrdampfer Klorstod überranni dem führenden Politiker der Nibelungenstadt habe ich nicht. Ich teile auch seine Reformvorschläge nicht, und trotzdem bin ich froh, daß es der Ersten Kammer gelungen ist, eine Legislative, die man vielleicht später sehr bereut hätte, zu vertagen. Es ist eine Beleidigung milder kann ich mich mit dem besten Willen nicht ausdrücken wenn man ernſten und unabhängigen Männern den Vorwurf macht, sie ließen sich, vielleicht ohne es zu wissen, von Herrn von Heyl am Gängelbande führen. Herr von Heyl wird Manns genug sein, sich gegen den unbewiesenen Vorwurf zu verteidigen, als lege er es auf Ministerstürzerei und ähnliche Intriguen an. Als alter und geschulter Parlamentarier wird er Menschenund Sachkenntnis genug haben, um sich zu sagen, daß uns nicht damit geholfen ist, daß man mißliebige Minister von ihren schwierigen und verantwortungsvollen Posten wegekelt. Man muß Ersatz haben. Die wirklichen Staatsmänner sind in Hessen dünn gesäet, sonst hätte man nicht nach Rothe's Abgang auf ein angesehenes Mitglied des Reichsgerichts zurüdgreifen müssen. Ministerkandidaten mag es ja in Hessen in Hülle und Fülle geben. Ich weiß aber aus meiner Examenstätigkeit, wieviele sich Kandidaten" nennen, ohne den Befähigungsnachweis erbringen zu können. Nicht nur in Spanien, sondern auch in Hessen ist es schwer, Minister zu sein. Auch hier an ist die Staatsregierung mitschuldig. Das milde, versi hnliche und, menschlich betrachtet, ungemein liebenswürdige Regi.ne Rothes hat die Zweite Rammer so verwöhnt, daß wir in gessen ein ausgesprochen parlamentarisches System haben. Ich bezweifle sehr, ob das ein Glück ist.( Fortsetzung folgt.) ge= *) Wir bringen den Bericht darüber unterm Strich, mäß einer uns gewordenen Anregung so daß unsere verehrl. Abonnenten diesen Teil der Zeitung abgeschnitten gut aufbewahren können. † Unglaublicher Leichtsinn. Der Maurerlehrling Har Rieper in Westerrönfeld bei Rendsburg war an einem Pfahl der elektrischen Beleuchtungsanlage des Kaiser Wilhelm Kanals in die Höhe geflettert, hatte die Drähte berührt und war vom Strom getötet worden. Seine Leiche wurde noch an den Dräthen hängend, entdeckt. Der Bursche hatte seine elektrische Taschenlampe mit elektrischem Strom füllen wollen, + Strafbare Selbsthilfe. In Siebenlehn find 13 an gesehene Einwohner unter dem Verdacht verhaftet worden, ihre Häuser in Brand gesteckt zu haben, die sämtlich in einer Nacht in Flammen aufgingen. Zu der Brandstiftung sollen die Leute durch eine infolge eines Tagebruches entstandene Beschädigung iheer Häuser verleitet worden sein. Da das Bergamt sich weigerte, die Befizer zu entschädigen, wollten fie fich wenigstens die Feuerversicherungssumme gewinnen. Bunte Tages- Chronik. Halle a. S., 11. Dezember. Der Rentier Wibbert, da eit drei Tagen vermißt wurde, ist heute früh ermordet auj efunden worden. Sein Sohn, der schon wegen eines Mord ttentats auf seine Braut zu Gefängnis verurteilt wurde, surde unter dem Verdacht, den Mord begangen zu haben, erhaftet. Bremen, 11. Dezember. Der Reichsdampfer ,, Goeben At heute früh von der Werft der Attiengesellschaft Wese lücklich von Stapel gelaufen. Kopenhagen, 11. Dezember. Während eines Sturmes i m Christiansund der Fischdampfer ,, Forsoeget" untergegangen Die ganze, aus 12 Mann bestehende Besatzung ist umge bmmen. San Franzisko, 10. Dezember. Ein Oststurm traf heut He Stadt und richtete in allen Stadtbezirken Schaden an Ein Arbeiter ist getötet, mehrere sind verwundet worden. Der pafen wurde in beträchtlichem Maße beschädigt. Kunst und Wissenschaft. Hibaffung bo Beldaffung bo Rechnungen. Reifealbum M Conntag Woche b bard Sto Unter der Bertreter torialrat D. Dozenten und Magn. dem toem und agbel an N. Die Verteilung der Nobelpreise hat in Stockholm Anwesenheit des Königs und mehrerer Mitglieder der Famil feierlicher Weise stattgefunden. Der Preis für Phyil wurde dem Professor Thomson zu Cambridge, der Preis fir Chemie dem Professor an der Universität Paris Hem Moissan, der Preis für Medizin den Professoren Camile Golgi in Bavia und Ramon y Cajal in Madrid, der Literatur preis Carducci erteilt. Insgesamt beliefen sich die Nobe preise in diesem Jahre auf 141,480 Frant. Die anwesenda Inhaber der Preise wurden dem Könige vorgeſtelit, der ihna bie goldenen Medaillen und die Preise überreichte. Dr Preis für Roosevelt wurde im Storthing zu Christiania de Besandten Bierce überreicht. Präsident Roosevelt erflärt ben Nobel- Preis zur Errichtung eines ständigen industriella Friedenskomitees in Washington benutzen zu wollen. Vermischtes. - Vor der = Ein Geistesfranker im Stephansdom. Ratharinenaltar des Stephensdomes in Wien tam es diese Tage zu einer aufregenden Szene. Ein etwa fünfzigjährige Mann, der anscheinend den besseren Ständen angehörte, bahnt ich in sehr ungezwungener Weise durch die dichten Reihe einen Weg zum Altar. Er stieg die Stufen des Altars hina and machte von oben den versammelten Andächtigen eir heatralische Verbeugung. Hierauf zog er beide Schuhe au and produzierte fich als Jongleur. Er schleuderte mit de rechten Hand den einen Schuh, mit der linken den andere hoch in die Luft und fing fie mit Hand oder Fuß wieder au Man wollte nun den Kranten einem Schuhmann übergeber er weigerte sich aber, die Kirche zu verlassen, bevor man ih jeinen Bauberregenschirm" übergeben habe. Da ein schirm artiger Gegenstand, mit dessen Uebergabe man den Man hätte beruhigen können, nicht zu finden war, wurde ihm er Härt, er werde den Zauberregenschirm" bei der Polize bireftion, wo seine Vorstellung angewendet werden müſſe rhalten. Damit ließ sich der Arme abführen. = Segenglauben im 20. Jahrhundert. Eine turio Abbitte ist in einer Zeitung des Schwarzwaldes zu lesen Sie lautet wie folgt:„ Die über Frau Wilhelmine Guh Witwe dahier, von mir verbreitete Aussage, als wäre mein Safelin von ihr verhert worden, nehme ich mit dem Ausdru bes Bedauerns zurüd und leiste hiermit öffentliche Abbitte Johann Weihgold, Alpirsbach. Gesehen: Stadtschulthei Rieder." Seltersweg = 8= passer Ha Cr Hos Hüt Billigste Preise Der Fluch ischen Ludwi mg des Groß geftellt und fo an eingesehen Giegen, Groß 8 Das Umla haftlichen Be Sehr 1906, Ite Dezember Bürgermeist Beteiligten Gtwaige Patafters, gegen Nebenbetriebe t und gegen and Facharbeiter Offenlegung wtichaftlichen Beibung( päter Bießen, Gro Vergeb Die Arbeit Souptitrage in Stanalarbe Maurerat Edlofiera Material follen Zonne 9 Uhr auf im Wege ich Boranid Bureau des Angebot termine auf geben. Gieße Der Groß Injajien fa tranten. ue Hauptba werden. Inlage fait bo en. Außerdem Lokales. Die Gießener Stadtverordneten- Veromittags 4 Uhr, eine Sigung mit nachstehender wordene vortrefflich eingespielte Trio- Ensemble Professor Trautmann( Gießen), Rebner und Hegar Lichte mulung hält Donnerstag, den 13. Dezember, dienste würdigenden Nachruf nnd legte einen Lorbeer.( Frankfurt a. M.) eröffnet mit dem D- dur- Trio op. 74, fungsordnung ab: 1. Baugesuch des Phil. Hofmann Ansprache verbreitete sich sodann der Dekan der - arge Unterbreite Wetsteingasse.. abgebenden Bau für die Hammstraße. 3. Desgleichen des un Altona Befängnis ber 2. Desgleichen des Theodor cad Rübsamen für den Wißmarerweg. 5. Deslaben der Witwe August Hofmann für die Walltorstr. rgerichtsjaal 6. Desgleichen des Karl Nicolaus für die Molikeaten jede Sa u erleben. G File Sfelett abge folgen. ichen Orte Le e große Anza - 7. Umgeftaltung der Südanlage.- 8. Veredung von Arbeiten und Lieferungen für den Ausbau Schottstraße. 9. Desgleichen für den Ausbau Afterwegs. 10. Desgleichen für den Neubau der eren und erweiterten Mädchenschule. 11. Abortriber binmemlag en beim Neubau der höheren und erweiterten verwundet, idchenschule. - - In dem Bublaß der höheren und erweiterten Mädchenschule.- ahnhof Boitie Schuldienerwohnung im Hause Dammstraße 26. Geficht 14 Instandsetzung des Hauses Dammstraße 4 12. Festsetzung des Preises für den - - n fand bei ih 45 Bauliche Menderungen in der städtischen Kaserne.eve, 1000 Beschaffung von Werkzeug für die Wiesenarbeiter.3. Er fonnte ogin ma egt ein Lebe - - 17 Beschaffung von Kanalstiefeln. 18. Genemigung Rechnungen. 19. Veröffentlichungen im illustrieren Reisealbum München. verunglidt. Conntag Nachmittag 3 Uhr wurde der in Petersburg origer Woche verstorbene Kirchenrat Professor D. passierten, Bernhard Stade auf dem Neuen Friedhofe beibrad dieseriet. Unter der großen Trauerbersammlung befanden ihm befande i als Vertreter des Großh. Oberkonsistoriums Oberdurch dieses i l'onfiftorialrat D. Petersen aus Darmstadt, ferner 200 Man bolt Dozenten und Beamten der Landesuniversität mit men auffimoftroem und dem Prorektor Geh. Hofrat Prof. Dr. azurüdzuje haghel an der Spize. inige Leute er. Magn. dem Rektor, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. gestellt. aurerlehrling i war an einem Raifer Drähte berüh e Leiche wurde Bursche hatte Strom füllen b enlehn find 13 t berhaftet die sämtlich in Brandstiftung i gebruches entf rden sein. D ntschädigen, umme gewinna Rentier Wibbert früh ermordet wegen eines berurteilt begangen zu dampfer„ G Hiengesellschaft& deines Shir Besatzung if Seltersweg Die Trauerrede hielt Pfarrer Guler in tief zu Herzen gehenden Worten.| Brogramm gesezt. Das hier sozusagen einheimisch geAm Grabe hielt im Namen der Landesuniversität Rektor Prof. Dr. Vostro em dem Verstorbenen einen seine Verfranz nieder. In warmer und tiefempfundener theologischen Fakultät, Prof. D.& c, über die Bedeutung Stades. Kränze wurden niedergelegt von der jungen Theologenschaft, der freien landeskirchlichen Vereinigung für Hessen, dem akademischen theologischen Verein, den Kandidaten des Predigerseminars zu Friedberg, dem Großh. Oberkonsistorium, der Frankfurter Konferenz der hessischen evangelischen Geistlichen, der alten Freunde, der theologischen Fakultät zu Marburg, den früheren in praktischer Arbeit stehenden Schülern, sowie den Gießener Kollegen in Tübingen. * Die evangelische Pfarrstelle an der Johannesgemeinde zu Gießen ist zur Wiederbesetzung ausgeschrieben worden. * Die beiden Ehrenpreise, die jährlich für das beste Schießen im Armeekorps vom Kaiser ausgesetzt werden, sind in diesem Jahre dem Feldwebel Kaufmann von der 5. Kompagnie und dem Sergeanten Wagner von der 9. Kompagnie unseres Kaiser Wilhelm Regiments zugefallen. Die beiden Herren, von denen der erste den 1., der zweite den 2. Preis errungen hat, haben von Sr. Majestät dem Kaiser goldene Taschenuhren erhalten. × Der Gießener Konzertberein eröffnet, wie aus dem Inseratenteil ersichtlich, mit dem am Sonntag, 16. Dezember stattfindenden" BeethovenAbend"( als 4. Konzert) seine Kammermusikabende, eingedenk des Geburtstages( geb. 16. Dez. 1770) dieses größten aller Meister und hat gerade zur Feier dieses Gedenkens nicht mit Unrecht eine Reihe der schönsten Kammermusikwerke, sowie Lieder Beethovens auf das Seltersweg Wilh. Wirsig = 8= Handschuhfabrik empfiehlt als Seltersweg 8. passende Weihnachts- Geschenke: Reiche Auswahl in allen Handschuhe Preislagen, beste Qualität. Cravatten in hervorragend schönen Mustern. Hosenträger, Wäsche, Taschentücher Hüte, Mützen in modernen Formen. Billigste Preise. Täglich Eingang von Neuheiten. Bekanntmachung. Prima Der Fluchtlinienplan für die Wilhelmstraße Speisekartoffeln Sowie get" untergewischen Ludwig- und Ebelstraße hat die Genehmigmg des Großh. Kreisamis erfahren. Der Plan ift Feinste Salatkartoffeln Feitgestellt und fann bei unserem Tiefbauamt von jederraann eingesehen werden. Oftfturm traf zirten Schade undet worden ädigt. aft. at in Stod tglieder der Preis für dge, der Pr Sießen, den 10. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Das Umlagekataster der land. und forstwirt. haftlichen Berufsgenossenschaft, fortgeführt für das abr 1906, liegt zwei Wochen lang, nämlich bom Dezember bis zum 25. Dezember 1906, auf ier liefert billigst J. Hankel, Gießen, Schloßgaffe. 茶茶 WWWWWWWWWW den Abend und das neugegründete Rebner Quartett aus Frankfurt a. M., das die Nachfolgeschaft des Herrmann'schen Quartetts angetreten und fürzlich( mit Weingertner am Klavier) in einem Konzerte der Mainzer Liedertafel, wie an anderen Octen mit großem Erfolge debutiert hat, wird ihn mit dem F- dur- Strichquartett op. 59 Nr. 1, einem der herrlichsten Streichquartette, die wir fennen, beschließen. Das letzgenannte Werk hat insofern musikalisches Interesse, als es in Dilettanten- Kreisen wohl bekannt, der grösten Mehrzahl unserer Konzertbesucher neu sein wird, da es eben selten gespielt wird und meines Wissens hier noch nicht gehört wurde. Die 3 Streichquartette, die mit op. 59. Nr. 1-3 beziffert und dem Grafen Nasoumoffsky gewidmet sind, entstammen ungefähr der gleichen Zeit, wie das unvergleichliche Violinkonzert op. 61, also dem Dezember 1806, wohl der reichsten Zeit des Schaffens Beethovens. Durch die F- durwird, sowie eine Reihe der schönsten Lieder und den, Romanze, welche Herr Konzertmeister Rebner spielen leider zu selten gehörten Liedercyclus„ An die ferne Geliebte", welchen Herr Anton Rohmann( Tenor) aus Frankfurt singen wird, erfährt das Programm eine angenehme Abwechselung. Auf jeden Fall steht für jeden Musikfreund auch dieses Mal ein seltener Kunstgenuß bebor, für dessen Gelingen die wohlbefannten Namen der Mitwirkenden, mit Herrn Professor Trautmann als den Vertreter des Klavierkonzertes, genügend bürgen! Das Konzert findet 51 Uhr pünftlich im großen Saale des Gesellschafts- Vereins statt. Karten sind bei Herrn Ernst Challier, sowie auch an der Kasse zu haben. Warenhaus Geschw. Seuling Stadt- Cheater Wetsteinſtr. 45 Giessen. Direktion: Herm. Steingoetter. Freitag, den 14. Dezember: 10. Freitag= Abonnements= Vorstellung. Zum ersten Male: Novität! Der Novität! empfiehlt 83. 1, m ht lt pie Wetsteinstr. 45 ir et. oft Spielwaren, Geschenkartikel, Galanterie- u. Haushaltungswaren in größter Auswahl. Christbaumschmuck, Lichter, Lichterhalter, enorm billig. Vorkehrungen Erstgeborene. gegen das Einfrieren der Haus- Wasserleitungen. MMMMMMM Unter Hinweis auf die Bestimmungen über Anlage der HausEin Drama in 4 Aufzügen von wasserleitungen zu Gießen" machen wir darauf aufmerksam, daß, um dent Th. Birt. Einfrieren des Wassers in den Hauswasserleitungen bei eintretender Bälte vorzubeugen, es erforderlich ist, die Hauswasserleitungen des Abends für die Dauer der Nacht zu entleeren. Dies geschieht dadurch, daß zuerst XXXXXX der vor dem Wassermesser befindliche Hauptabsperrhahn geschlossen und dann das seitlich desselben oder hinter dem Wassermesser befindliche Entleerungshähnchen, nachdem ein passendes Gefäß untergestellt, geöffnet wird und dies so lange geöffnet gehalten wird, bis das in der Hausleitung stehende Waffer vollständig abgelaufen ist, worauf bezeichnetes Hähnchen wieder geschlossen wird. Um eine vollständige Entleerung zu erwirfen, ist es geboten, während derselben das in dem obersten Stockwerk des Hauses befindliche Zapfventil der Hausleitung offen zu balten, damit die Luft Zutritt in die Leitung erhalte. Ein größerer Teil des Wassers fann auch schon durch das Bapiventil der untersten Büche entleert werden, wodurch die Entleerung im Keller vereinfacht wird. Nach stattgehabter Entleerung sind diese Zapfventile, welche zum 1. Januar 1907 bem Eintritt der Luft, bezw. der Entleerung des Wassers dienten, wieder zu schließen. Freibant. Faffelochsenfleisch 50 fg. Eine Wärterin für die Bims die Hand Provinzial- Siechenanſt. mil Abrador Ich beabsichtige tät Boris Bürgermeisterei- Zimmer Nr. 2- zur Einsicht sämtliche Grundstücke Brofefforen drid, der Li n fich die rgeftelit, der überreichte u Chriftianis ie Beteiligten offen. Kari Euler, Hammstraße 5. Bonner Gemüse- Geschäft Etwaige Einsprüche gegen den Inhalt dieses zu verkaufen. Die anatafters, gegen die Aufnahme oder Nichtaufnahme der Nebenbetriebe in das Kataster, gegen deren Veranlagung und gegen die Einschätzung der Betriebsbeamten sund Facharbeiter find innerhalb einer Frist von 4 Wochen uch Offenlegung bei dem Vorftande der land- und fort thirtschaftlichen Berufsgenossenschaft in Darmstadt bei Reidung späterer Nichtberücksichtigung vorzubringen. Gießen, den 8. Dezember 1906. Roosevelt digen indu u wollen. dom. Vor en tam e va fünfzigi angehörte, Die dichten des Altare Andächtigen beide Gube hleuderte mi ten ben anl Fuß wieder mann überge bebor man Da ein f man den wurde im bei der Bol werden mi Gine bari aldes zu le ilhelmine G ale tare m it dem Ausdr ntliche Whit Stadtfquife Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bergebung von Bauarbeiten. Die Arbeiten und Lieferungen zur Kanalisierung der hauptstraße in Steinbach und zwar: Kanalarbeiten... veranschlagt zu 11732,00 Mt. Maurerarbetten Schlosserarbeiten Materiallieferungen. 2485,00 " " " " " " 800,00 2995,00 " " follen Donnerstag, den 20. Dezember, vormittage 9 Uhr auf Großherzogl. Bürgermeisterei in Steinbach im Wege schriftlichen Angebots bergeben werden. Vocanschlag, Pläne und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. en gros sucht für Glossen eine tüchtige refolute Verkäuferin gesucht. Anmeldungen auf dem Verwaltungs- Bureau der Anstalt erbeten. etßbinder und Lackierer: lehrling gesucht. Philipp Wagner, Gießen Landmannstraße 12. Suche ein tüchtiges Das Schließen des Hauptabsperrhahnes erfolgt durch Aufsegen des beigegebenen Schlüffels auf den vierkantigen Hahnzapfen und Drehung im Sinne eines Uhrzeigers, bis Widerstand erfolgt. Das Geffnen des Hauptabsperrhahnes geschieht durch Drehung in entgegengeseztem Sinne, bis Widerstand erfolgt. Behuss Wasserentnahme muß des Morgens der Hauptabsperrhahn wieder vollständig geöffnet werden. Abzweigleitungen nach Waschküchen, Badezimmern, überhaupt nach ungeheizten Räumen, Hofräumen, Gärten usw. sind auf die Dauer deren Nichtgebrauchs, bezw. des ganzen Winters, mittelst ihrer besonderen Vorrichtungen auf ähnliche Weise zu entleeren und abzustellen. Bei Dienstmädchen anhaltender, außerordentlicher Kälte empfiehlt es sich, die Wafferentnahme Frau Lehrer Schaab, Jlbeshausen. Liebigstraße 68. Parterre und II. Stod, je 5 3tm. 1. April 07 zu vermieten. und Badezimmer, neu bergerichtet, fanalisiert, Gas und Waffer, per Näh. bei Adolf Fischer, ( Gießen, Aliceftr. 28. welche 100 Mark Kaution stellen Damen jeden Standes finden fann; leptere wird durch Svar- freundi. Aufnahme.( Größte Distassenbuch sicher gestellt. Off. u. fret.) Frau Kraft, Hebamme, Nr. 11632 a. d. Exp. d. Blattes. Undenheim, Rheinhessen. Laknkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel Jr. Glessen. Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken and gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. - Angebote find bis zum obengenannten Submissions Geschäftshausenbau u. Garten termine auf der Großh. Bürgermeisterei Steinbach abzugeboen. Gießen, den 8. Dezember 1906. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. hypothekenfrei jedes offene Geschäft, in better Lage eines gut frequentierten Badeortes Mitteldeutschlands sehr preiswert zu verkaufen. Offerten von nur Selbstreflektanten u. Nr. 11 438 an d. Expedition dieses Blattes erbeten. auch während des Tages auf kürzere festgesetzte Zeit zu beschränken und während der übrigen Tageszeit die Hauswasserleitungen gleichfaäs in oben angegebener Weise abzustellen. Dem Einfrieren solcher Wasserleitungen, welche durch Küchen unbenutter Wohnungen geführt sind, tann man durch Unterhaltung eines fleinen Herdfeuers vorbeugen. Auch empfiehlt es sich, in kalten Klosett oder sonstigen ungeheizten Bäumen, durch welche die Wasserleitung führt, sofern daselbst die Leitung nicht schon durch eine ausreichende Umhüllung gegen Kälte geschüßt ist, die Temperatur durch ein Defchen oder geeigneten Falls etwa durch eine Gasflamme auf genügender Höhe zu erhalten. Sehr kalt fehende, insbesondere auch abgestellte und vorübergehend nicht in Gebrauch befindliche Klosetts( wie in Vereinshäusern zc.) werden durch Einstreuen von etwas Salz( Viehsalz) in das Schlußwasser des Syphons( Wasserabschlusses) gegen Auffrieren der Schuffeln geichüßt. Die Wassermesser nebst dem nächstanschließenden Teil der Bohrleitung sind während des Winters mit Strog, säden oder ähnlichen Schußmitteln gegen Kälte zu umkleiden, auch namentlich die betr. Kellerfeafter geschlossen zu halten. Die Herstellung aller Waffermesser, die infolge ungenügenden Schußes gegen Bälte Schaden erleiden, erfolgt auf Rechnung der Sausbesiker. Im übrigen müssen die Wassermesser jederzeit leicht zugänglich bleiben. Nach vorliegenden Erfahrungen sind es namentlich Neubauten und unbewohnte Stodwerke, deren Wasserleitungen nicht immer die erforder= liche Fürsorge geschenkt wird, insbesondere sind auch schon öfters infolge Nichtabsperrens von Garten- Wasserleitungen während des Winters große Beschädigungen und namhafte Wafferoerlufte entstanden. Durch die empfohlenen Borfehrungen wird dem Wasserabnehmer die Lieferung des Wassers möglichst gewährleistet, dem Hausbesizer aber Wir werden Beschädigungen an Zeitung und Gebäude ferngehalten. empfehlen daher verstehende Vorsichtsmaßregeln allex seteiligten zur ganz besonderen Beachtung. Länger andauernde Absperrungen, Einwinterungen, Reparaturen und Auftauungen von Hauswasserleitungen werden am zweckmäßighten und schnellsten von denjenigen Installationsgeschäften besorgt, welche die betr. Hauswasserleitungen f. 3t. ausgeführt haben und daher die ärtlichen Verhältnisse mit ihren empfindlichen Punkten am besten kennen. Gießen, den 8. Dezember 1906. Städtisches Gas- und Wasserwerk Gießen. Dito Bergen. ter 1132 en ng BEAT P. Berhaftet. Zwei am Sonntage nach Gießen zugereifte Walzbrüder, der Schlosser Ludwig Werner aus Darmstadt und der Arbeiter Joseph Allweins aus Martorf, welche die Verpflegung in Anspruch genommen hatten, bettelten Montag- Nachmittag die Stadt ab, wobei jedesmal der eine abwechselnd„ Schmiere" stand. Vornehmlich baten ſie um Kleidungsstücke, die sie dann sofort verkauften. Als Werner nun in der Küche eines Hotels bettelte und nur Brot erhielt, ließ er einen dem Hotelburschen gehörigen Rock mitgehen. Der Rock wurde sofort in einer Wirtschaft für 80 Pfennige berfauft. Da aber der Bestohlene alsbald Anzeige erstattete, wurden die beiden Kumpane festgenommen. Bei der polizeilichen Vernehmung schob einer den Diebstahl auf den andern. Werner will nur gebettelt, aber dann dem auf der Straße wartenden Alleweins gesagt haben, da drinnen sei ein Rock zum Klauen und daraufhin habe dieser den Rock geholt. Beide find vorbeftroft Die Untersuchungshaft wird ihnen noch Gelegenheit bieten, darüber nachzudenken, wer den Rock eigentlich aus dem Hause geholt hat. Einfrieren der Hauswasserleitungen. Wir machen auch an dieser Stelle die Hausbefizer bezw. deren Stellvertreter auf die in heutiger Nummer dieses Blattes enthaltene Bekanntmachung des städtischen Gasund Wasserwerks betreffend„ Vorkehrungen gegen das Einf teren der Hauswasserleitungen" aufmerksam. Es empfiehlt sich, diese Bekanntmachung aufzubewahren. * Usatal- Bahn. Der Landtagsabgeordnete Breidenbach beabsichtigt, in der nächsten Zeit einen Antrag im Landtage einzubringen auf möglichste Beschleunigung der noch nötigen Vorarbeiten zu der Bahn. ?? Spargelder. Am nächsten Samstag- Abend werden in der Restauration Wigandt im Neuenweg 5414,75 Mr. Weihnachts Spargelder zur Auszahlung gelangen. Im ersten Jahre der Gründung der Weih. nachtsfasse betrug die Spareinlage etwas über 2700 Mt., im vorigen Jahre ca. 4400 Mt., sodaß also im laufenden Jahre eine Mehreinlage von 1000 Mt. vorhanden ist, gewiß ein hübsches Zeichen von dem Sparfinn der Gäfte. * In den Kriegervereinen soll eine Bewegung angeregt werden, die die Versetzung des Hessischen Kriegerdenkmals in Darmstadt an einen besseren Plaz zum Zweck hat. Man will im ganzen Land Eingaben in diesem Sinne zur Unterschrift auflegen. * Der 44. Verbandstag der hessischen land. wirtschaftlichen Genossenschaften findet Donnerstag, den 20. Dezember, vormittags 10 Uhr im städtischen Saalbau zu Darmstadt statt. * Die Christ bäume sind in diesem Jahre billiger als in den Vorjahren, weil die Zugänge zu den Forsten schneefrei sind. Im Thüringer Walde schwanken die Preise zwischen 18-46 M. für das Schock Bäumchen. Eine andere Nachricht von der Böllſt einer Höhe lautet: Vielfach durchwandern die Unterhändler zur Zeit unsere Gebirge, um Chrift bäume anzukaufen. Das Hundert bezahlen fie, je nach Größe der Bäumchen, mit 20-50 Mt. Per Achse werden die Bäumchen nach den Stationen König, Micheistadt und Brensbach gebracht, von wo aus fie waggonweise in die Städte gehen. * Langsdorf, 11. Dez. Bei der am Samstag stattgefundenen Beigeordneten wahl wurde Adam Roth 4., Rechner der Spar- und Darlehnskasse mit 69 Stim men gewählt. Abgegeben wurden 77 Stimmen. großen Schulgebäudes für die Bürger- und VolksK. Hungen. Die Stadt hat die Erbauung eines schule beschlossen. Dieses soll 6-7 Klassensäle enthalten und wird etwa 100 000 Mt. fosten. Die Renovierung der alten Kirche ist im Gange und wird bis Sommer 1907 vollendet sein. Das Gotteshaus erhält auch Zentralheizung. Die Gesamtkosten dürften - - ca. 15000 Mt. erfordern. Die katholische Gemeinde hat beschlossen, im Bahnhofsstadtteil ein Gebäude für gottesdienstliche Zwecke zu errichten. Der neu gegründete Gemeinnügige Bauverein beginnt im Frühfahr die Erbauung der ersten Arbeiterwohnungen. Zu diesen Bauprojekten kommt noch das Lagerhaus, das die landwirtschaftliche Hauptgenossenschaft für Oberhessen hier errichten will. * Ulfa. Verschwundener Viehhändler. Zu dem Verschwinden des Viehhändlers Hofmann wird zu mitgeteilt, daß er in verschiedenen Orten große Schulden hinterlassen hat, so set er z. B. in Queckborn den Landwirten 1500 Mt. schuldig geblieben. Die Ausenstände hat Hofmann dagegen größtenteils eingezogen. Man bermutet, daß er das Opfer großer Spefulationen geworden sei. * Limburg. 12. Dez. In Elz und Staffel( Westerwaldbahn) wurden die Bahnhofstassen beraubt und etwa 50 M. erbeutet Um die Verfolgung zu erschweren, zerstörten die Einbrecher die Morse Apparate. Unter Zuhilfnahme des Telephons gelang die Festnahme von drei Verdächtigen in Niedernhausen, wohin sie von Limburg aus mit dem Zuge gekommen waren. Das zweitgrösste Auflageblatt Reichhalt., frisch ligiert unabh. Tages- Zeitung. Wochen- Beilage: Frankfurter humor. Blätter. von Frankfurt a. M. Frankfurter Erfolgreichstes Insertions- Organ benutzt von zahlreichen staatl. und kommunalen Behörden. Neueste Nachrichten Abonnementspreis vierteljährlich Mk. 1.50 Mit Frankf. Humor. Blätt. Mk. 1.80 ohne Zustellgeb. Frankfurter Börsen- und Handels- Zeitung mit der Gratis- Wochenbeilage Am häuslichen Herd. Man verlange kostenfreie Zusendung von Probenummern. Anzeigenpreis pro Zeile 25 Pfg. Reklamezeile 65 Pfg. Bei Wiederholungen Rabatt. Wirksames Insertionsorgan. Bekanntmachung. Um endlich dem Verschwinden der Kuchenbleche zu steuern, wendet Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. Gießen, 11. Dezember 19 Gegen den 23jährigen vielfach bestraften Sdn Albert Kiftler aus Ernetſchwyl iſt Anklager schweren Diebstahls im Rückfall erhoben. Nachden in Rassel einem Kameraden seine Legitimationspo gestohlen hatte, begab er fich nach Gießen, unter falschem Namen bei einem Schreinereibefiter Fahrbursche in den Dienst trat. Kurz nach e Eintritt gelang es ihm, in den Besitz des Schli zum Kassenschrank seines Dienstberrn zu fomme ftieg durch ein Fenster in das Kontor und nahm in dem Schrank befindliche Kaffette mit 400 den Pferdestall mit. Dort beraubte er diese th Inhalts und entfernte fich mit dem nächsten Sc zuge. Erst nach Verlauf eines Jahres gelang es Behörde, seiner habhaft zu werden. Er bekam we dieser Tat 3 Jahre 2 Monate Gefängnis und jährigen Ehrberlust zudiftiert; anch erfolgte Stellung unter Polizeiaufsicht Gießener landwirtschaftlicher Wetterdient, Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donn tag, den 13. Dezember. Weift trüb, Niedersali Schnee und Regen; noch etwas wärmer. Mät westliche Winde. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es tönnen eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 6 Schlosser, 2 Schmiede, Wagner, 50-80 Arbeiter für eine Beder- und fabrik,( auswärts), 2 Küfer, 4 Schreiner, 20 Poftans helfer vom 19. bis 24. Dezember, 2 jüng. Hausburicha 1 Lauffrau, 1 Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Schreiner, 2 Instal teure, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: 1 Schloffer, 1 Schmied, 1 Wagner, 1 Heizer o Maschinist, 1 Hilfsarbeiter, 2 Schreiner, 5 Wasch- un Putzfrauen, 1 Maurer, 2 Arbeiter, 1 Kaufmann, Lauffrauen, 1 Schreibgehilfe. Verantwortlich für die Politik und den Inferatene Ibin Klein; für den übrigen Jnhalt: Georg Horn, beh in Gießen. Römerbrunnen Mineralquellen bet Echzell, Oberhessen, von altersher rühmlicht befannte Mineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und zu ausgedehntem Versandt benußt, ist infolge hohen, natürlichen Kohlen fäuregehalte ein unübertroffenes Tafelgeträut. Eine glückliche Konzentration von Salzen. unter denen Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer borzüglichen Heilquelle bei allen Katarchen der Luftwege und des Werdanungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleiden, Rheumatismus, Gicht und Harubeschwerden. Ein furgemäßes Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubach; Ferdinand Heinz in Sellnrod; H. Weinel in Hungen. Bekanntmachung. - betreffend den Berkehr mit Feuerwerkskörpern. Wir sehen uns veranlaßt, die nachstehenden Be stimmungen zur allgemeinen Stenntnis zu bringen mit dem Anfügen, daß die Schußmannschaft angewiesen ist, Zuwiderhandlungen unnachfichtlich zur Anzeige zu bringen. 1. Wer Feuerwerkskörper Frösche, Crafers, Sawärmer usw. lagern und vertreiben will, hat dazu die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen. Das Gesuch muß schriftlich eingereicht werden und die Namen und Sorten der betreffenden Feuerwerksförper sowie die Angabe der größten Gewichtsmenge, bis zu welcher die gleichzeitige Lagerung bezw. Verwendung der Feuerwerkskörper beabsichtigt wird, ebenso die Bezeichnung des Orts der Lagerung enthalten. Weltbekannt! Allen voran in Mi werken, elektr. Gewi aufzug n. elektr. Pian Automaten Seipp nur 32 Moselstraße 32 Frankfurt. Nächst Hauptbah Musikwerke zu vermieten Spazier Stöcke bon einfachsten bis feint führen wir in einer An wahl die dem verwöhnte Geschmack Rechnung tra auch in Silbergriffen for Gold und Silber eingeleg Anerkant billige Preis Casseler Schirmfabri Gießen, Seltersweg 9 Lebertra Die Abgabe von Feuerwerkskörpern an Ber- feinster Medizin sonen, von denen ein Mißbrand derselben zu be fürchten ist, insbesondere an Personen unter 16 feinst. Jahren ist verboten. Kaiserblume Schwarze Marke Selt Portwein Madaira - Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden nach§ 367 Ziffer 5 des Reichsstrafgesetzbuches Gefängnis von - sich der unters. Vorstand an den ehrlichen Teil der Kundschaft um von Gebr. Höhl in Geisenheim. mit Geldstrafe bis zu 150 t. oder mit Haft beRückgabe der Kuchenbleche an die auf den Blechen verzeichneten Bädern bis zum 15. Dezember 1906. Gegen den unehrlichen Teil der sich nach dem ang. Datum noch im Besiße eines einer Bäderei gehörigen Kuchenbleches befindet, wird Strafantrag wegen Diebstahls gestellt. Das Verleihen von Kuchenblechen zu den Festtagen findet nur gegen Hinterlegung von 1.- Mr. statt. Der Vorstand der Bäder- Zwangs- Inuung. Rübenschneider Brockelmühlen Futterschneidmaschinen Futterdämpfer Jauchepumpen Räucher- Apparate 2c. empfiehlt J. Häuser, Giessen 56 Neustadt Eisenhandlung Neustadt 56 - - Samos straft, soweit nicht höhere Strafen Drei Monaten bis zu zwei Jahren nach§ 9 des Malaga Reichsgesetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt sind. 2. An bewohnten oder von Menschen besuchten Emil Fischbach Orten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern Gießen, Seltersweg. verboten. bei Gänse schöne, böhmische Mastgänse, per Pfd. 70 Pfa. versende franko geg. Nachnahme. A. Ch. Otto, Freyung bei Vassau. Kleines flottes weislich Zuwiderhandlungen werden nach§ 367 3iffer 8 des Reichsstrafgesetzbuches mit Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft bis zu 6 Wochen bestraft Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen deren Obhut Kinder unter 12 Jahren oder sonstige unzurechnungsfähige Personen anvertraut sind, es an der erforderlichen Aufsicht haben fehlen lassen und diese Personen während der Zeit, wo sie ohne solche Aufsicht waren, eine derartige Uebertretung begangen haben, so Restaurant nad werden nach Artikel 44 des Hess. Polizeiftrafgesetzes die hoher Umfaz, billige Pacht, gute zur Beaufsichtigung verpflichteten Personen beim Existenz, günst. Lage, auch paff ersten Falle polizeilich verwarat, im Wiederholungs. für Anfänger, sofort oder später falle bis zu einem Dritteil der auf die Uebertretung billig wegen Todesfall zu verkauf. selbst gesezten Strafe belegt. Zur Uebernahme genügen 1500 b. 20.0 Wt. Näh. durch L. Nolte, Privatier, Halle a. S., An der ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤origfirche Morizkirche Nr. 5, Nückporto. Gießen, den 10. Dezember 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. lose und in Flaschen Emil Fischbac Gießen, Seltersteg. Auf bequeme Teilzahlung Möbel Herren-, Damer und Kinder- Garderobe Manufakturwaren etc. J. Jttmann Kredit- Haus Giessen Plockstrasse 14-16. Nr. 4. Redakti V. Albin Giesse K Frinnerungen Barum lach Kleeblatt bon Freiwillig un Der Reid In den de Die Berichte ver redits, bald paufe auf. Me manchmal aber türmisch. As Diele Abstufu urchan bered Publikun 5 O ( meinem 0 O Bei dem erste weiten eine b bei dem dritter eit. amentsbericht Der urspr Ronjervative older Unterge biefem die fch Dar Graf Eul empfand di E