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Volizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhenen Kaifer Wilhelm bei König Haakon. Auf seiner Nordlandsfahrt hat der deutsche Kaiser den bisherigen Sympathiebeweisen für den jungen König Norwegens und sein Land einen neuen hinzugefügt. Um zwei Uhr nachmittags fuhr die Hamburg" mit dem Kaiser an Bord in Drontheim ein. König Haafon erwartete den Kaiser, der als erster Souverän ihm nach seiner Wahl einen Besuch abstattet. Der norwegische Monarch ließ sich alsbald auf das Kaiserschiff rudern, wo die herzlichste Begrüßung lich abwickelte. Kaiser Wilhelm, in norwegischer Admiral@ uniform, empfing den König, der Admiral@ uniform mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens trug, am Fallreep des Schiffes. Die Monarchen umarmten und füßten sich wiederholt. Bei dem Empfang falutierten die Schiffe und die Musik spielte die norwegische Nationalbymne. Der Kaiser und der König begaben sich in die Kajüte der„ Hamburg," wo sie längere Reit verweilten, und fuhren darauf, von der Bevölkerung stürmisch begrüßt, an Land. Nach dem Abschreiten der hier aufgestellten Ehrenfompagnie fuhr der Kaiser mit dem Könin nach dem Stiftshof, wo der Kaiser von der Königin bearüst wurde. Später besichtigte Saiser Wilhelm den Dom und die daran vorgenommenen Arbeiten. Nach einem Festmahl im Stiftshofe fehrte der Kaiser, von einer groken Menschenmenge begrüßt, an Bord der... Hamburg zurück. Die gegenseitige Bes gleitung wurde mit Orden auszeichnungen bedacht, eine be= sondere Ehrung ließ Kaiser Wilhelm dem Norwegerfönig zuteil werden, indem er ihn à la suite der deutschen Marine flelte. Bei dem Galadiner sprach der Kaiser auf eine herzliche, in deutscher Sprache aehaltene, Bearikungsansprache des Königs Haakon seinen Dank für den Empfang aus, beſtätinte, daß er stets mit großer Freude einiae Wochen an den Küsten Norwegens verleben fönne als Erholung von schwerer Arbeit und fuhr dann fort: Es ist mir eine besondere Genuatuung, Guere Majestät bier als König besuchen zu dürfen in der schönen und ehrwürdigen Stadt Drontheim mit ihrer großen Vergangenheit. Euere Majestät treten ein in eine Reihe von Monarchen, die bis hoch hinauf reichen in die Geschichte 1 deren Taten in der Literatur fort leben. Als ich bente mit Eurer Majestät in dem erhabenen Bauwerk des Domes stand, babe ich beike Gebete zum Himmel emporaesandt, dan er Euere Majestät schüße und dak es Euerer Majestät gelingen möge, das norwegische Wolf zu berrlicher und schöner Zukunft zu führen. Alle meine Wünsche für das Woblergehen Guerer Majestät und des mir so auker: ordentlich sympathischen norwegischen Rolfes faffe ich zu: sammen in den Ruf:„ Der König und die Königin und das norwegische Wolf! Hurrah! Die Zusammenkunft gewinnt besondere Bedeutung für ganz Eurora, indem dadurch befundet wird, daß Deutschland den veränderten Stand der Dinge in S'andinavien rückhalts los anerkennt. Im vorigen Jahre verzichtete Kaiser Wilbe'm auf eine Landung in Norwegen, um in dem schwebenden Auseinandersetzungsverfahren nicht irrigen Deutungen Raum zu geben. Nachdem die beiden Länder unter allgemeiner Ruftimmung in Schweden wie in Norwegen fich friedlich getrennt und über das zufünftige nachbarliche Verhältnis geeinigt baben, laa fein Anlaß mehr vor, die bisherige weise Burc haltuna fortzufeßen. Deutschland hat durch seinen Herricher befundet, dak ea die beften Gesinnungen für die Entwicklung der beiden nordischen Königreiche hegt. Politifche Rundschau. Deutiches Reich. * Zurzeit schweben Verhandlungen über Serablekung der Telegramm- Gebühren nach Bosnien und der Herze gowina, zwischen Deutschland und Desterreich. Die Gebübr 1oll von 24% Centimes auf 18 Centimes für das Tertwoti reduziert werden. Die Ausführung dieser Verkehrserleichterung hängt nur noch von der endgiltigen Zustimmung der deutschen Reichspoftverwaltung ab. * Die zunehmende Nachfrage nach landwirtschaftlichen Arbeitern zeitigt sonderbare Erscheinungen. So schicken jetzt Hamburger und Bremer Agenten den Landwirten bereits Neger als Arbeiter zu. Ein Landwirt im Hessischen erhielt fürzlich mit einem Transport Arbeiter vier Neger, einem anderen Landwirte wurden zwei weibliche Schwarze als Tierfütterer zugeschickt. Ebenso erhielt ein Gutsbesitzer in Lüneburg zwei Neger und eine Negerin zugesandt, die er in Stellung nahm. In der Provinz Hannover, wo die Landwirte ganz besonders um Dienstpersonal in Verlegenheit sind, da die neue Del- und Kali- Industrie viel männliches Personal beansprucht, ist man fast nur noch auf ausländische Arbeiter angewiesen. So tommt es denn, daß einzelne Gebiete, die sonst nur von niedersächsischen Bauern bewohnt waren, heute eine aanz internationale Bevölkerung aufweisen. 3. B. zählt das Dorf Misburg bei Hannover 3000 Polen, andere Ortschaften im Calenbergischen haben mehrere hundert Galizier, Kroaten und Serben. Auch die Industrie bringt ungezählte Massen ausländischer Arbeiter nach Deutschland, eine Tatsache, die jedenfalls andauernde Aufmerksamkeit der maßgebenden Fatforen verlangt, da sie für unsere innere Entwickelung von großer Bedeutung werden fann. Der neue Kommandeur der Schutztruppe in DeutschSüdwestafrifa, Oberst von Deimling ist in Swakopmund eingeeroffen. Nachdem er in Windhut mit dem Gouverneur von Lindequist fonferiert hat, beabsichtigt Herr von Deimling, sich über Lüderitzbucht nach Keetmannshoop zu begeben. * In Stuttgart wurde der achte deutsche Konarek für Knaben- Handarbeit abgehalten. Seminardirettor PabstLeipzig sprach über die Entwicklung der pädagogischen Idee im Handarbeits- Unterricht, und Direttor Jessen vom Stutt garter Kunstgewerbe- Museum behandelte das Thema: Die Knaben- Handarbeit im Dienste der fünstlerischen Kultur. * Von dem Inhalt des Abkommens über Abessinien, das zwischen Italien, Frantreich und England abgeschlossen wurde, hat die italienische der deutschen Regierung nach einer halbamtlichen Meldung vertraulich Kenntnis gegeben. 120 Für das Inkrafttreten der württembergischen Verfassungsreform ist der 1. Dezember 1906 bestimmt worden. England. ** In London befürchtet man den Ausbruch einer großen banislamitischen Beweuvna in Aegypten. Es find deshalb Befehle nach Malta und Gibraltar gegeben worden, Truppen bereit zu halten. Eine fortwährende Vermehrung der britischen Besatzung in Aegypten auf eine Stärke, die es mit jeder plötzlich ausbrechenden Revolte aufnehmen fann, wird wahrscheinlich sobald als möglich stattfinden. Afrika. ** Die englischen Truppen im Ausstandsgebiete hon Natal haben im Diftrift Ummoti eine Streitmacht der Eingeborenen vollſtändig umzinaelt und geschlagen. Der Verlust der ingeborenen betrun 547 Tote, unter diesen befand sich der Häuptling Matchwili; nur sehr menigen gelang es zu entfommen. Die Weißen hatte fome Rerluite. Amerika. Im bevorstehenden Wahlkampf um die Präsidertschaft der Vereinigten Staaten wird der Silberwährungsmann Bryan wieder auf den Plan treten. William Bryan hat sich in einem Schreiben an den früheren Präsidenten des demokratischen Nationalfomitees jones bereit erklärt, seiner Wiederaufstellung als Kandidat für die Präsidentschaftswahl zuzustimmen. ** Der famose Präsident Castro hat die Regierung von Venezuela wieder übernommen. Das Ereignis ist in Aanz Venezuela festlich begangen worden. Nun können also die interessanten Rempeleien, die Castro gegen alle Welt sich erlauben zu dürfen glaubt, wieder beginnen. Sein großer Bruder in Washington schützt ihn mit dem Schilde der Monroe- Doctrin. Schwindel- Krankenkaffen. - Soeben ist wieder einmal eine über ganz Deutschland berbreitete Krankenkasse, die„ Thalia" in Hannover, in Konfurs getreten. Die„ Herren vom Vorstand" find geflüchtet und die Mitglieder haben das Nachsehen. So oft in den letzten Jahren auch schon vor den sogenannten ,, wilden Krankenkassen" gewarnt worden ist, immer wieder finden sich Leute, die derartige Unternehmungen ins Leben rufen und fich selbst als wohlbestallte Direttoren nicht selten auf Lebenszeit einsetzen. So viel auch Leute, besonders aus fleinen Städten und vom platten Lande, ihr Geld schon bei diesen Gründungen verloren haben, und manchmal infolge ihrer Mitgliedschaft noch große Nachzahlungen leisten mußten, ftets finden sich wieder Mitalieder für diese Auch- Kassen, die man am besten mit dem Wort" Schwindelfranken= faffen" bezeichnet. Ihr Zweck ist nicht die Unterstützung franker Mitglieder, sondern sie bezwecken nur, den franken Finanzen ihrer Gründer" und Direttoren" aufzuhelfen. Es ist sehr leicht, Mitglieder ür eine solche Kasse anzuwerben, weil noch immer die meisten Leute, die fich nicht näher um diese Angelegenheit befümmern, der Meinung find, eine Kranfenfasse müsse unter allen Umständen eine reelle Einrichtung sein, weil ein Reichsgesetz darüber besteht. Dies Gesez fann aber Wirkungen nur auf die Zwangsfaffen ausüben, auf die Krankenkassen, denen die arbeitende Bevölkerung auf Grund des Krankenversicherungsueieges an= gehört. Nebenber gibt es aber hunderte von„, freien" Krantenfassen und gegenüber diesen Kassen haben die Behörden nicht das Recht, den Geschäftsplan und die ver= ficherungstechnischen Unterlagen zu prüfen und den Nachmeis eines hinreichenden Betriebsfonds zu fordern. Nun erfüllen zwar auch die meisten ,, freien" Kassen die eingegangenen Verpflichtungen, aber ein Teil ist schwindelhafter Natur. Die Schwindelfassen arbeiten alle mit großer Reflame, fie machen den Mitgliedern die größten Versprechungen. Dann sind die Aufnahmebedingungen sehr leicht. Ohne Untersuchung durch einen Arzt, nehmen sie Jung und Alt auf. Die Vorstandsmitglieder find fast immer auf lange Reiten und nicht selten unfindbar angestellt, fie beziehen außergewöhnliche Gebälter. Wo alle diefe Mer male 311, treffen, hat man es sicher mit einer Schwindelfasse zu tun. Wo aber nur eine dieser Peichen zutrifft, ist die grörte Rorficht geboten. Solche Safen haben oft in allen Teilen Deutschlands Woenten, welche genen eine bobe Provision Mitglieder anmerben und viele Leute aus fleineren Orten werden Mitglieder, ohne daß fie auch nur einen Einblick in die Statuten tur. - Der Heraana beim Rusammenbruch einer solchen Safe mickelt sich in folgender Meise ab: Die Mitglieder entrichten regelmätig ihre Beiträge, und die Herren Direktoren un Gründer verbrauchen ebenio regelmäkin diese Beiträge. Commt dann eine Periode, mo eine oröere nzahl von Grfranfumgen borfommen, so merden zunächst allerlei affichte gemacht, um die Mitglieder um ihre moblerraorbene ranfenunters Rützung zu prefen. Ga mird auf irgend einen Taranravhen vermiesen, den die franken Mitglieder verletzt haben und mea, menen fie fein Kranfengeld besichen folen Bibt man fich damit zufrieden, fo criftiert hir Schmindelfaffe noch ein Meilchen meiter, befteben hogegen die italieder auf ihrem Mecht, so burelt das Unternehmen zusammen. Die Polizei Schließt die Roffe und setzt die Direktoren fest wenn diese nicht schon geflüchtet find. Dem Reichston murde here te ein Gefeßentmurf vorgeleat, der eine beffere Beaufichtigung der freien Safien anBrebt. Für jede Neugründung einer Saffe foll nach dieirm Entwurf die Erlaubnis der Aufüchtsbehörde notwendig fein und diese Erlaubnis wird verfant, menn nach dem einge: reichten Geschäftsplan die Intereffen der Versicherten nicht hinreichend gewahrt find oder wenn Tat'achen vorliegen, melche die Annahme rechtfertigen, daß ein den Gefeßen oder den auten Sitten entsprechender Geschäftsbetrieb nicht stattfinden wird. Der Gefeßentwurf wurde einer ommiffion überwiesen, in der besonder eine Richtung darauf abrelt, Bestimmungen zu treffen, welche die Schwindelfassen allein treffen und die soliden freien Kafen nicht berührten. Das Gefeß wird voraussichtlich eine Befferung bringen, hia e ins Leben tritt ist aber noch größte Vorsicht notwendig. Wer sich vor großem Schaden bewahren will, fehe sich die Kasse jedesmal genau an, der er freiwillig beitreten will. Die wiedererwachte Revolution. Was fundige Stimmen vorhergesagt haben, beginnt einzutreffen: Ein neues Auflodern der Embörung in Rußland ist immer deutlicher zu bemerken. Der Sonntag hat wieder an den verschiedensten Stellen wilde Szenen gebracht. Tumulte in Petersburg. Wie mit einem Schlage wurden an verschiedenen Bunkien in Petersburn politische Kundgebungen Größeren Stiles inszeniert, bei denen rote Flagaen mitgeführt und revolutionäre Lieder gesungen wurden. Auf der Nikola brücke und an anderen Stellen hielten die Man feftanten die Straßenbahnen an und verlangten vom Bublifum, daß es die roten Flaggen und die freiheitliche Bewegung durch Entblöten des Hauptes tearüße. Das Publifum fam der Aufforderung nach. An anderen Stellen wurden die Straßenbahnmagen mit Steinen beworfen. Kavallerieratrouillen zerstreuten die Unruhestister. Nächtliche Straßenkämpfe. War es während des Tages leidlich gelungen, schwerere Rusammenstöne zu verhindern, so sollte die Dunkelheit auch jolte mit sich bringen. In Vesfi, einem entlegenen Startteile Petersburg, hatte ein eferveoffizier eine politische Fede gehalten. Als die Polizei ihn verhaften wollte, rottele fich eine große Menschenmenge zusammen, die einen Steinhagel auf die Polizei und die ihr zu Hilfe eilenden Kosaten eröffnete. Die Kofafen erwiderten mit Schüssen, worauf die Menge in die Höfe flüchtete. Ueber die weite en Vorgänge meldet ein Telegramm aus Petersburg: Als die in die Höfe eindringenden olafen aus den Fenstern mit Steinen beworfen murder, begannen fie ein beftiges Feuer. Eine große Anzahl Versonen wurden verhaftet. Die Ruhe war erst nach Mitternacht hergestellt. Bei dem ganzen Vorkommnis find wieder die Hoolioans in den Bordergrund netreten, die fur: vorber auch ein Rolls bad in offenbar provozierender Absicht verwüstet hatten. Auch sonst nehmen die Plünderungen wieder zu. So find im Kreise Lodz an verschiedenen Orten bewaffnete Kanden in die Monovolläden eingebrochen. Im Kampfe mit den die Räuber verfolgenden Kosafen gab es auf beiden Seiten Tote und Verwundete. Der Streik im Krankenhause. Ein ganz eigenartiger Ausstand, der in Odessa olles in Atem hält, bildet das neueste Ergebnis der russischen Revolution. In dem dortigen großen Hoipita! legte das ge= Samte Pflege- Bersonal die Arbeit nieder, nachdem sie die Medifamente und die Instrumente vernichtet und die Speisen ungenießbar gemacht hatten. Dadurch find 3000 Patienten schwer bedroht, da die weniaen Aerzte zu ihrer Pflege nicht ausreichen. Herzzerreißend Ilinot das Webflagen der vor dem Hospital verfammelten enge, die um das Schicksal ihrer dort liegenden franken Annebörigen besorgt ist. Admiral Moschdjestwenski vor Gericht. Vor dem Kriegsgericht in Kronstadt hat fich der unglückliche Admiral Roichdieftmeneti megen der Uebergabe des Torpedobootes Bedown", auf das er verwundet geschafft worden war, zu verantworten. Die Anklage richtet sich in erster Linie gegen die Belaguna des Torpedobooies und dessen Kapitän Kolony. Allein der Admiral hat in hochherziger Weise die ganze Schuld auf sich allein genommen, die ihm, als dem obersten Chef auf dem Bedowy" zufomme. Der Verteidiger dea Kapitäns Kolony machte vor Gericht geltend, die wahren Schuldigen ständen gar nicht vor Gericht, sie erhielten im Gegenteil Beförderungen. Soziales Leben. × Ein neuer Streif im Ruhrgebiet? Im Ruhrgebiete macht sich neue Gärung bemertlich. In vielen, start besuchten Versammlunden wurde die preußische Knappschaft?- reform sehr scharf fritifert, und ein neuer Streit der Bergleute des gesamten Ruhrgebiets in Aussicht gestellt. Aus den Parlamenten. Die Erhöhung des Ortsportos in Bayern. In der bayerischen Abgeordnetenkammer wurden längere und heftige Debatten über die Reichsfinanz- Reform und ihre Wirkungen auf Bayern geführt. Das Zentrum ver: teidigte die Reform, insbesondere auch die Portoerhöhung im Orts- und Nah- Verkehr, die von Sozialdemokraten und Liberalen entschieden befämpft wurde. Finanz minister von Pfaff betonte hierbei, wenn Bayern das Drtsporto nicht erhöhe, müßten die direkten Steuern um 2½ v. H. hinaufgesetzt werden. Nab und fern. + Deutsches Bundeskegelfest. In Magdeburg find die deutschen Kegler zu ihrem 12. deutschen Bundesfest versammelt. Ein Festfommers eröffnete die Veranstaltung. Den Höhepunkt bildete ein großartiger Festzug, in dem herrlich und originell geschmückte Feitwagen das zahlreich versammelte Publikum ergößten. Dann begann das Bundesfegeln aus 30 Bahnen, für das nicht weniger als 111 Preise von Gönnern des Kegelspiels gestiftet find, während der Bund 7500 Mark zum Anfauf weiterer Preise gestiftet hat. Das Regeln wurde vom Bundesvorsitzenden Thomas- Dresden mit bier Kugeln eröffnet, je einer für den Kaiser, für den deutschen Reglerbund, für die Feststadt und für den fest. gebenden Verband. + Bad Eisenach eröffnet. In Gegenwart des Großherzogs von Sachsen- Weimar fand die feierliche Eröffnung des Kur- und Mineralbades in Eisenach statt. Die Leitung des Bades hat Kurdirektor von Pander übernommen. In femer Eröffnungsrede versprach er, es zu einem Weltbade zu gestalten. 1 700 000 kronen unterschlagen haben soll. Die Entdeckung verdankt man einem Zufalle. Der Schwindler, der in Zürich unter falschem Namen in einem Hotel wohnte, fragte auf der Straße einen Herrn um eine Auskunst. Dieser fannte zufällig den Feuerstein und zeigte seine Entdeckung der Polizei an. † Die Prämie für Hennigs Ergreifung ist in Stettin zur Verteilung gelangt. Den Löwenanteil der 3000 art betragenden Prämie, nämlich 1950 Mark, erhielt der Kriminalichußmann Jöcks; der Brauer Sattler befam 500 Mart, der Wächter Haase 250 Mart, der Fleischer Koslowski 125 Mart, der Handlungslehrling Hübner und die Frau Glusa je 25 Mark. + To auf den Schienen. In Duisburg blieb ein Rangierer mit einem Fuß in einer Zwangs chiene steden, der Unglückliche fonnte, als ein Zug beranbrauste den Fuß nicht befreien, wurde vom Zuge erfaßt und tödlich verletzt. Bei der Station Groß- Deuben erfaßte der Schnellzug München- Berlin ein auf den Schienen stehendes Fuhrwerk, der Knecht und beide Pferde wurden getötet, der Wagen zertrümmert. Der Zug fonnte seine Fahrt bald wieder fortsetzen. + Raubmörder Dittrich ist gestern vormittag nach Dresden zurücktransportiert worden. Dittrich soll dort ernent auf seinen Geisteszustand beobachtet werden. Von dem Resultat der Untersuchung wird das weitere Verfahren gegen ihn abhängen. - † Fazelfchlag. In Valencia und Umgegend hat ein Sagelwetter große Verwüstungen angerichtet; es sind mehr als 50 Personen verlegt morden, ein Kind einer Familie, die sich in einen Keller geflüchtet hatte, ist ertrunken. † Der Kirchenbrand als Einnahmequelle. Bei dem Brand der Michaelisfirche in Hamburg ist man einem allzu findigen Geschäftsmann auf die Spur gekommen. Trotz aller Absperrungen erschienen immer aufs neue Menschenmanen auf dem Brandplage. Schließlich entdeckte die Polizei, dak ein Anwohner, dessen Grundstück einen Durchgang zur Michaelistirche hat, diesen negen 5 Pfennig pro Person dem Bublifum zur Verfügung stellte. Das Geschäft brachte gegen 80 Marf ein. Jetzt wird sich der Betreffende aber wegen Erhebung von Wegegeld und Zuwiderhandlung gegen polizeiliche Vorschriften zu verantworten haben. † Eisenbahnstörung in Rußland. Wie aus Sibirien berichtet wird, ist die Vahn um den Baikal- See durch Felsstürze unpassierbar geworden. Der Verfehr wird durch Eisbrecher aufrecht erhalten. die über den Baifal- See fahren. † Ausgenommenes Spielernest. In der Schildergasse in Köln gelana es der Polizei, eine Spieler- Gesellschaft von 25 Personen aufzuheben. Die Spieler wurden verhaftet. Der unechte Anarchift. ( Sonder- Bericht.) Madrid, 7. Juli. Ein Geschichtchen, das in seinen mannigfachen Ver wicklungen den besten Stoff für eine Operette abgeben fönnte, bildet zurzeit das Tagesgespräch in den Kreisen der Madrider Lebewelt. In Segovia hatte in einem Hotel ein Bärchen Aufent halt genommen, dessen männliche Hälfte fich unter dem Namen eines Sennor Luis Gonzalez in das Fremdenbuck eingetragen hatte. Die beiden Lentchen lebten nur für sich selber. Das wäre an sich nichts Besonderes gewesen. Denn es fonnte sich um ein verliebtes Pärchen handeln, dem die Welt außer ihnen gleichgültig war. Aber der edle Sennor machte sich dadurch verdächtig, daß er troß seines echt spanischen Namens nur französisch sprach, und auch seine zierliche und pikante Begleiterin vermochte sich schon garnicht mit dem spanischen Personal verständlich zu machen. Nun muß man wissen, daß die spanische Polizei gar mächtig auf dem Poften ist, seit König Alfonso an seinem Hochzeitstage ums Haar dem fluchwürdigen Attentate eines anarchistischen Bombenwerfers zum Opfer gefallen wäre. Seitdem gilt ihr jeder Fremdling zunächst einmal, und bis zum schlüssigen Beweis als ein verdächtiges Individuum. Kommen nun gar bestimmte Verdachts- Momente hinzu, dann ist das Bild des Anarchisten fertig. † Ein geheimnisvoller Mord. In Köln wurde ein vierunddreißigjähriger Tagelöhner, Vater von vier Kindern, in einer einsamen Straße in einer großen Blutlache liegend aufgefunden. Offenbar liegt ein Mord vor. Die Leiche wies ticfe Stichwunden in der Lunge auf. Von dem Mörder fehlt jede Spur. † Brost Moblzeit! Die Steuerbehörde in Duisburg fam großen, von dem Schlächter Priester betriebenen Fleischschmuggeleien auf die Spur. Es handelt sich um minderwertiges, aus Rußland eingeführtes Fleisch. Bei einer be= Schlagnahmten Sendung fand sich Fleisch von ungeborenen Kälbern vor. Das Fleisch wurde don den Abnehmern mit 35 Pfennig pro Pfund bezahlt. Prieste erklärte, eine Anzahl weit größerer Firmen als die feinige betreibe ebenfalls diesen Handel und Tausende von Kilogramm seien nach Duisburg eingeführt worden. Versuche mit einem von ihr erfundenen neuen schnellwickenden Typendrucktelegraphen. Er gibt durchschnittlich 2000 Zeichen in der Minute über einen Drabi und in einer Richtung. Der den Apparat bedienende Telegraphist tippt mittels de Remingtonschreibmaschine auf das Papierband, das auf dem schmalen oberen Rande die Schriftzeichen wiedergibt, während bon oben schräg nach unten gleichzeitig für jedes Zeichen zwei Lochungen erscheinen, die in verschiedenen Zwischenraumtombinationen sämtliche erforderlichen Schriftzeichen bringen und auf ihre Richtigkeit durch die sofort sichtbar werdende Maschinenschrift mühelos fontrolliert sind. Dieser neue große Erfolg der deutschen Technik ist um so erfreulicher, als bisber die deutschen Aemter lediglich auf Erfindungen des Auslandes angewiesen waren, denen nun eine überlegene deutsche Er findung gegenüberzutreten scheint. Von alledem hatte unser Pärchen in Segovia feine Ahnuna. Es wußte nicht, welch schwarzen Wolke sich über seinem Liebeshimmel zusammenzogen, sonst hätte es schwerlich die Unvorsichtigkeit begangen, eines schönen Tages sich von dem Gelüste anwandeln zu lassen, zu versuchen, ob es nicht am Ende den König Alfons und seine schöne junge Königin Viktoria in La Granja zu Gesicht bekäme. Als diefer Ausflug nach dem spanischen Luftschlosse gar wiederholt wurde, war das Maß voll, und die Polizei oder, wie sie hier zu Lande stolz fich benamset, die„ Wache der Sicherheit" schritt zur Tat. + Buq- Entgleisungen und kein Ende! Kein Tag fast bergeht, ohne die Kunde von einem Eisenbahnunfall gebracht zu haben. So ist bei Merzdorf bei der Einmündungsfrümmung ein Personenzug entgleift. Zwei Wagen fielen zur Seite. Die Affäre ging noch glücklich ab, indem neun Personen so unbedeutend verletzt wurden, daß fie die Reise gleich fortsetzen konnten. Im Bahnhof Elm fuhr ein ausfahrender Güterzug infolge falscher Weichenstellung auf einen nor der Station haltenden Güterzug auf. Personen wurden dabei nicht verletzt. - Coxales. [ 10. Juli. ** Der Großherzog hat der Ladnerin Lina Schäfer in Gießen das Ehrenzeichen für treue Arbeit am Barde des Philippsordens verlieben. Aufführungen gebo traft fchon an und geht von ihr, foba ein gerobezu unio bewifen auch bie Turner. Zunächt wierige Uebunge mit der fie ausgef und dann wurden Shid Hellas aus in den Gymnafien brer Kraft und G ungemein gefchict vifungsbolles Bill hrt daftanden, ibnen hinauflief Mal veränderte ta * Parlamentarisches. Gelegentlich der Beratung betr. die Revision der Verwaltungsgesetze beabsichtigt der Abgeordnete Köhler in die Landgemeindeordnung eine Bestimmung aufnehmen zu lassen, daß demnächst das Institut der Altbürgermeister geschaffen werden soll. Als solche erscheinen Bürgermeister, die bei einer Neuwahl trotz ihrer Tüchtigkeit der Gunst der Mehrheit der Wähler verlustigt gegangen sind, deren erprobte Arbeitskraft eben der Gemeinde dadurch erhalten werden soll, daß denselben als Altbürgermeister auf ihren Wunsch eine Mitwirkung im Gemeinderat gestattet werden soll. Der an sich schöne Gedanke dürfte nicht leicht gesetzgeberisch zur Tat umgesetzt werden fönnen; ein gangbarer Weg ist vielleicht dahin zu finden, daß man der Regierung die Ermächtigung gibt, verdienten abgegangenen oder abgegangen wordenen ,, Altbürgermeistern" eine Mitwirkung bei der Gemeindeverwaltung zu gestatten. In stiller Morgenfrühe rückte die bewaffnete Macht an. Das Hotel, in dem die nichtsahnenden Liebenden in tiefem Schlummer lagen, wurde umstellt. Dann pochte man ent= schlossen an die Pforte und forderte im Namen des Königs Einlaß. Ein ängstliches Jezt haben sie uns!" flang aus dem verschlossenen Zimmer. Da bedurfte es keines Beweifes weiter. Das war Geständnis genug. Und im Triumph wurden beide, der männliche und der meibliche Anarchist, unter allen möglichen Sicherheitsmaßregeln aufs Gericht geschleppt, mo der Kadi nach einem oberflächlichen Verhör die gezährlichen Individuen in sicheres G. wahrsam bringen ließ. Vom Bliz erschlagen. In dem Dorfe Polnisch- Stein in Schlesien wurden der frühere Gemeindevorsteher Freitag und dessen achtzehnjährige Tochter vom Blitz getötet. Die ganze Familie befand sich während des Gemitters in der Wohnstube. Frau Freitag und die anderen Kinder blieben unversehrt. † Die Verhaftung eines Schwindlers. Ein längst gesuchter Hochstapler wurde in Zürich von der Polizei fest= genommen. Es handelt sich um einen Mann Namens Markus Feuerstein aus Galizien, der nicht meniaer als Dieses unselige Mißgeschick und die wenig tröstliche Aus= sicht, bei weiterem Aufrecht halten seines spanischen Infoonitos wohl gar nach dem schrecklichen und gefürchteten Fort Montintich transportiert zu werden, entlockte dem angeblichen Sennor Gonzales sein wahres Geheimnis. Er ließ der französischen Konsul kommen und offenbarte diefen, daß er ein Pariser Großindustrieller sei, dem es in seiner Heimat und in seinem bon Ehegesponst und mehreren erwachsenen Kindern be= völferten Heim zu langweilig geworden und der mit einer munteren Tänzerin aus einer Singspielhalle ins schöne Land der Spaniolen gezogen war, um dort ganz seinem Hang nach Abenteuern zu leben. Das hatte er freilich nicht gedacht, daß man ihn nun gleich für einen Anarchisten und Königsmörder halten und demgemäß behandeln werde. - - - - - - - Aurmischer, fadaß mehr nehmen wollt ihre Roften fommer Kanonenfchläge den ichten die Rafete fogten einige Feuer aber blizschnell in verftreuten Fontäne fland eine blendend allen Seiten Rateter ober roten, grünen löften, während die feuers erfüllt war. Jurid, die Mufit Langer glitten im das Treiben noch, b gezogen war und zur den Gesamtverlauf d hung feftftellen, daß gefanglichen Darbiet legten aufs neue Beu den einzelnen Bunde hiedenen Veranstalt bewußter Leitung pro war gut, der Befud petuniare Seite fich a Schläger die es nicht mit anseh Störung verfteich un eine folenne Reileret, leute die feindlichen Schwerberwundete wu *** Donnerstag, den 12. Juli 1906, nachmittags 4 Uhr, hält die Stadtverordneten Versammlung eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch der L. Rothenberger Witwe für den Neuenweg. 3. Erwerb von Straßenland für den Weglarer Weg.4. Herstellung eines gepflasterten Ueberganges in der Rodheimerfir. 5. Verbreiterung des Bürgersteigpflasters vor dem Hause Blockstr. 9.- 6. Umgestaltung des Landgraf Philipp Picßes. 7. Kreuzung des Weglarerwegs mit einer Fernsprechleitung.-8 Lieferung von Kleinpflastersteinen. 9. Gesuch des Heinrich Plant und Heinrich Helmold um fäufliche Abtretung des Bauplages Ecke Landmann- und Licherftr. 10 Abgabe von Basaltgrus an die Garrison Verwaltung. 11. Verpachtung einer Sandgrube an der 2. Schneise in der Nähe der Licherftr.- 12. Er richtung einer Ziegerzuchtstation. 13 Die Betriebs. regulierung im Stadtwald. 14. Oftroiabgabe von Branntwein. 15. Genehmigung von Rechnungen. 16. Beschaffung von Pferdedecken für die Bespannung der Leichenwagen. 17. Anstrich der Flaggenmaste. 18. Aus. wechselung des Gasrohrs hinter der Weftanlage. 19. Auswechselung der Gasleitung in der Bahnhofsstr. zwischen Westanlage und Alic: str. 20. Reinigung der Schulräume in der früher Weber'schen B.sizung. 21. கு[ uch des Frauenvereins Gießen um Ueberlassung geeigneter Räumlichteiten zu Unterrichtszwecken. 22. Fecienordnung für die Volksschulen. 23. Errichtung weiterer Klassen für die Fortbildungsschule. 24. Gesuche um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetriebe, a. Gesuch der Karl Buß Ehefrau dahier um Erlaubnis zum Betrieb einer Kantine auf dem Bauplatz der Frrenanstalt; b. Gesuch des Philipp Böcher dahter um Erlaubnis zum Gastwirtschaftsbetrieb im Heuse HammStraße 7; c. Desgl. des Job. van gen Hassend im Hause Schiffenbergerweg 63. 25. Versicherung der Bestände des Oberhessischen Geschichtsvereins. Nach diesem Geständnis ließ ihn die Polizei feiner Wege ziehen. Allein nun fam er vom Regen in die Traufe. Denn jetzt trat seine Frau Gemahlin in die Sperre. Der Konsul hatte nämlich, um die Angaben des" Don Gonzales", daß er nur ein Don Juan" set, auf ihre Wahrheit zu prüfen, daheim Informationen eingeholt. Dadurch erhielt die Frau Gemahlin Wind davon, wie der flimatische Kurort beschaffen sei, in den sich nach seinen AbSchiedsworten ihr Herr Gemahl hatte begeben müssen. Ich lasje mich scheiden!" Wer will es der entrüsteten Gattin verdenken, wenn sie zunächst einmal dieses Thema in allen Tonarten varierte. Allein dem cefnickten Ehemanne entstand eine Retterin in seiner achtzehnjährigen Tochter. Diese, eine chermante Blondine, stand im Begriffe, eine glänzende Partie zu machen, deren Zustandekommen durch eine Scheidungsaffäre der Eltern gefährdet schien. Dem Töchterlein und dessen Lebens- und Liebesglück zu Liebe drängte die getränkte Mama ihren Seelenschmerz heroisch zurück und nahm den reuigen Gatten in Gnaden wieder auf. Sie fonnte das um so rubiger tun, als die schöne junge Tänzerin ihn nicht wieder nach dem Seine- Strand begleitete, sondern es vorzog, im schönen Spanien zu bleiben. Dort hatten es ihr die fcurigen Augen des jungen Richters von La Granja angetan, vor dem sie einst stand unter dem Ver= dachte, einem Anarchisten in seinem unheimlichen Wirken Helferin und Begleiterin zu sein.... So endete zu allgemeiner Zufriedenheit das Abenteuer dieses Don Juan aus dem Lande Frankreich. Aber es geht nicht immer so glatt ab, und so sollten alle Liebenden, die ihr Idyll an die Ufer des Manzanares verlegen wollen, fich mit den gehörigen Legitimations- Papieren versehen. Denn E. M. die spanische Polizei steht auf der Wacht! Kunst und Wiffenfchaft. PY. Neuer Trpendrucktelegraph. Die Firma Siemens& Hale fe macht ir München auf der Strecke München- Nürnbera - - - - - - * Professor Drude t. Einen überaus harten Verlust hat die deutsche Wissenschaft durch den plößlichen Tod des ordentlichen Brofessors der Physit an der Universität Berlin und Direktors des dortigen physikalischen Instituts Dr. Paul Drude erfahren. Ein Zustand nervöser Ueberreiztheit infolge Ueberarbeitung mag die Ursache dazu ge wesen sein, daß der in seinen besten Jahren stehende Ge lehrte vor einem Jahre erst wurde er von Gießen direkt nach Berlin als ordentlicher Professor der Physit be= rufen seinem Leben ein Ende machte, indem er sich, wie wir schon meldeten, erschoß. Drude war sowohi auf dem Gebiete der experimentellen wie auf dem der theoretischen Physit eine erste Kraft. Zu Ramen ist Drude besonders durch seine für die modernen Anschauungen über das Wesen von Licht und Elektrizität grundlegenden Untersuchungen und Theorien der Schwingungen des nach der Annahme der neuen Naturforscher alles durchoringenden Aethers" gekommen. ** Das 26. Lahntal- Sängerbandesfest zu Sieken. Der gestrige dritte Festtag hat gleichfalls den wünschenswertesten Verlauf genommen. Gehörte der Morgen noch der ernsten Arbeit des Sängertages, so standen der Nachmittag und der Abend im Zeichen des Voltsfestes, die Gießener Bewohnerschaft zeigte, daß sie nach bestem Vermögen das Feft mitfeierte. Ganze Ströme von Festgästen brängten durch das große Eingangstor an der Reustadt. Je weiter der Abend vorschritt, je dichter wurde die Menschen. menge. Ja der Festhalle konzertierte unsere RegimentsRapelle, während auf dem Festplaß die Feuerwehr- Ropelle für den musikalischen Teil sorgte. Piare traten zum Tanze an und wirbeiten in froher Lust herum. Gleicherzeit ent faltete sich auf dem Jurplaz ein buntes Leben, wo die Grottenbahn entschieden den Hauptanziehungspunkt bildete. So beherrschte das Fest überall die rechte Stimmung. Als die Dunkelheit herniederstieg, zog das Treiben sich mehr und mehr auf die F fihalle zurück, wo ansprechende turnerische § Auf heute Mo Darmstadt die Verste gefütsbefaler Dbftpreise wertung in Frantf Radfrage gegen die war immer noch fein le Erdbeeren 25 bis 40 14 M.; Rirschen 1. 14 bis 18 Mt.; rote Johanisbeeren 8 bis bie 18 f.; Heidelbe ** Radrenn * Sein den großen durchfuhr 70 km in Beienbein. U ftarter Beteiligung der ? Altenhain, 9. Aufwande von 26 00 Diehm- Gießen erba Die Weiherede hielt bertreter waren anwe d Areis- Schulic spe Diehm aus Gießen, and Straßenmeister S * Bubbad, 9. F gefchloffen worden. Dartungen boll entspro er Gießener Altertum X Bubbach, 9. Sauptversammlung de Was pun Jaud wa Herborner Stadt. Wohnung weis Gieke Bartenstraße 2,( Bimme Es find zu vermieten Bohnung. von 6-8 3 " N ″ 5 " 4 " " " obnung von 1 Bim unmöbl. oder möbl ben mit Wohnunge Bertitätte. mieten gesucht: Bobnungen von 1-7 8. Blunod. Samburg F eine bier i. D. pa chnellmicfenden 2000 Reichen iner Richtung. opt mittele be das auf dem rgibt, während jedes Zeichen Zwischenraum eichen bringen tbar werdende efer neue große cher, als bisber Des Auslandes ne deutsche 10. Juli. dnerin Lina ür treue Arbeit tlich der Bengsgefeße be Bandgemeinde laffen, daß iter geschaffen germeister, die der Gunst der n sind, deren dadurch ertbürgermeister Gemeinderat öne Gedante ngelegt werden cht dahin zu ächtigung gibt, Jen wordenen der Gemeinde mittags 4 Uhr, ng eine Sigung eilungen.- 2. den Neuenweg. Blarer Weg.Onges in der gerfteigpflafters ung des Land Weglarerwegs g von Klein nt und Heinrich Bes Ecke Landfaltgrus an die einer Sandgrube Hr.- 12. Er Die Betriebs rotabgabe von nungen. 16. espannung der .- 18. Aus anlage.- 19. Sofstr. zwischen der Schulräume 21. such des neter Räumlich rdnung für die laffen für die Erlaubnis zum Ehefrau dahier uf dem Baup Böcher dahier House Homm end im Hause der Bestände überaus harten den plöglichen der Universität schen Instituts mervöser Ueber ache dazu ge 7ftehende Ge von Gießen der Physil bem er fich, wie wohi auf dem r theoretischen rude besonders en über das genden Unterdes nach der Durchbringenden ndesfeft zu gleichfalls den te der Morgen • ftanden der Soltafeftes, die beftem Ver vor Feftgäften der Reustadt. De die Menschen were Regiments euerwehr- Ropelle aten zum Tange Bleiderzeit ent Leben, wo die gepuntt bildete Stimmung. Als eiben fih mehr hende turnerife Aufführungen geboten wurder. Liegt in der gesunden Lebens- liche Psychologie und Psychiatrie im Groß-| ber Bid. 00-00 Bfg., Ochsenfleisch per Vid. 76-84 Big, Rind herzogtum Hissen. Nachdem die Teilnehmer am Vormittag die biesige Bellenfirafanstalt und das Landeszuchthaus Marienschloß bei Rockenberg besichtigt, wurden am Nachmittag unter Leitung des Generalstaatsanwalts PreetoriusDarmstadt die Verhandlungen geführt. Zum Schluss: sprachen die Proff ssoren Dr. Mittermaier und Dr. SommerGießen und Oberflaatsanwalt Theobald: Gießen über die Tätigkeit des medizinischen, im besonderen des psychiatrischen Sachverständigen vor Gericht und das Verhältnis zwischen dem Sachverständigen und dem Richter. * traft schon an und für sich ein nie versagender Reiz, so geht von ihr, sobald sie sich in Formenfönheit ffenbart, ein gerobezu unwiderstehlicher magnetischer Strom aus. Das bewisen auch die geftrigen Darbietungen der Gießener Turner. Zunächst turnte eine Musterriege am Reck recht Shwierige Uebungen durch und erntete für die Eraftheit, mit der sie ausgeführt wurden, den wohlverdienten Beifall und dann wurden die Marmorgruppen gestellt, die uns ein Stück Hellas aus der Blütezeit brachten, wo seine Jünglinge in den Gymnasien und olympischen Spielen Zeugnis von ihrer Kraft und Gewandtheit ablegten. Die Gruppe war* Bad Nauheim, 9. Juli. In der abgelaufenen Woche ungemein geschickt ausgearbeitet und es war deshalb ein find 1568 Rurgäste angekommen und beträgt die Gesamtwirkungsvolles Bild, als die Darsteller mit dem Diskus be- frequenz bis zum 5. Juli 14820 Personen, wovon an gewehrt dastanden, während der bengalische Feuerschein zu nanntem Tage noch 6120 anw send waren. Bäder wurden ihnen hinauflief. Donnernder Beifall! Sechs oder sieben bis zum 5. Juli 176 258 abgegeben. Mal veränderte tas Bild sich und jedesmal war der Beifall flürmischer, sadaß er bei der Schlußstellung gartein Ende mehr nehmen wollte. Aber die Schaulust sollte noch auf ihre Kosten kommen, denn furz nach 10 Uhr verkündeten Kanonenschläge den Beginn des Feuerwerks und gleich darauf zischten die Raketen prosselnd in die Luft. Anfangs verfagten einige Feuerwerkstörper, dann sausten die Feuerräder aber blizschnell in buntem Farbenspiel um ihre Achsen und verstreuten Fontänen einen leuchtenden Goldregen. Plötzlich stand eine blendendhelle Lyra in der Nacht und stiegen von allen Seiten Raketen zum Himmel empor, die sich in Sternen oder roten, grünen, gelben und blauen Leuchtkugeln auflösten, während die Luft mit dem Gefnatter eines Schnellfeuers erfüllt war. Langsam sant das Bild in die Nacht zurück, die Musit sette wieder ein und Tänzerinnen und Tänzer glitten im Walzertakte dahin. Stundenlang währte das Treiben noch, bis der helle Dienstag- Morgen heraufgezogen war und zur Heimkehr mahnte. Ueberblicken wir den Gesamtverlauf des jestes, so können wir mit Genug. tuung feststellen, daß es alle Erwartungen erfüllt hat: die gefanglichen Darbietungen tamen voll zur Geltung und legten aufs neue Beugnis ab von dem Fleiß, mit dem in den einzelnen Bundesvereinen gearbeitet wird; die berschiedenen Veranstaltungen haben sich unter ruhiger, ziel bewußter Leitung programmgemäß abgewickelt, das Weiter war gut, der Besuch ein ausgezeichneter, sodoß auch die pefuniäre Seite fich als günstig erweisen dürfte. - *** Schlägerei. Heute Nacht gab es einige Leute, die es nicht mit ansehen konnten, daß unser Sängerfest ohne Störung verstrich und kurz entschlossen veranstalteten sie eine folenne Reileret, bei der es so hild herging, daß Schuhleute die feindlichen Brüder trennen mußten. Mehrere Schwerverwundete wurden vom Schlachtfelde getragen. § Auf heute Morgen war im Großh. Hofmarftalle zu Darmstadt die Versteigerung von 8 ausrangierten Landgestütsbeschälern anges st. * Obstpreise. Wie die Bertralstelle für Obstver wertung in Frantfurt a. M. mitteilt, sind Angebot und Nachfrage gegen die Vorwoche stark gestiegen. In Kirschen war immer noch fein lebhaftes Geschäft. Tie Preise betrugen: Erdbeeren 25 bis 40 Mt.; grüne Stachelbeeren 11 bis 14 Mt.; Rrschen 1. Qualität 18 bis 23 Mt. 2. Qualität 14 bis 18 M.; rote Johannisbeeren 9 bis 14 Mt.; weiße Johanisbeeren 8 bis 10 mt.; schwarze Johannisbeeren 15 bis 18 f.; Heidelbeeren 20 bis 22 Mt. alles per Zentner ** Radrennen. In München gewann Mar Heiny den großen Isartalpreis auf Brennabor. Er durchfuhr 70 km in 55 Minuten 11 Sekunden. § Beienheim. Unser Kriegerdenkmal ist unter starter Beteiligung der Bevölkerung feierlich enthüllt worden. ? Altenhain, 9. Juni. Gestern wurde unser mit einem Aufwande von 26 000 f. unter Leitung des Baurats Diehm- Gießen erbautes Schulhaus feierlich eingeweiht. Die Weiherede hielt Pfarrer Fresenius. A13 Regierungs bertreter waren anwesend: Geh. Regierungsrat Schönfeld und Kreis- Schulinspektor Feuerbach aus Schotter, Baurat Diehm aus Gießen, Ortspfarrer Fresenius aus Sellnrod und Straßenmeister Sommerforn aus Laubach. * Butzbach, 9. Juli. Die Trachtenausstellung ist geschlossen worden. Sie hat den auf sie gesigten Ec wartungen voll entsprochen. An der Schlußfeier nahm auch der Gießener Altertums und Geschichtsverein teil. XButzbach, 9. Juli. Samstag tagte hier die 4. Hauptversammlung der Vereinigung für gerichtWasserpumpen, Jauchepumpen, Jauchefässer, Jaucheverteiler, Jauchewagen, Gartenspritzen liefert billigst Herborner Pumpenfabrik Herborn. Städt. Wohnungsnach weis Gießen. Gartenstraße 2,( Zimmer Nr. 2) Es find zu vermieten: 1 Wohnung. von 6-8 Zimmern 6 " " 4 " 5 " " 6 4 " " " 3 H " 3 " 2 " " " Wohnung von 1 Zimmer, 2 unmöbl. oder möbl. Zimmer 2 Läden mit Wohnungen, 1 Werkstätte. Bu mieten gesucht: 48Wohnungen von 1-7 8immern. Dilfe 8. Blunod. Timerma Damburg Fichteftr. 33 meine hier i. D. pat. Neuheit. 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Der Führer der Reisegesellschaft rüstete sich obendrein noch mit einem Dolch aus, gerade als ob sie sich der nächstbesten Räuberbande anschließen wollten. In Gemünden machten die Ausreiser die erste Ruhepause, übersprangen einen Zug und tauften sich dort jeder eine Uhr nebst Kette, ein paar Stiefel und einen Hut. Von Gemünden fuhren sie direkt nach Stuttgart, von wo aus sie andern Tags die Schweiz zu erreichen hofften. Aber es fam anders. Die Flüchtigen zahlten in Stuttgart das Abendessen mit einem Hundertmarkschein, wodurch sie sich verdächtig machten und ihre Festnahme bewirkten. Die Ausweispapiere hatte sich das Trio an der selben Stelle verschafft, wo es die Reisemittel entnommen hatte. Unter falschen Namen trug es sich im Stuttgarter Hotel tas Fremdenbuch ein, wofür alle drei zunächst eine Haftstrafe zudiftiert erhielten. Nach Verbüßung derselben wurden sie nach Fulda zurückbefördert, und mit der Reise in die Schweiz ist es vorläufig nichts. Aus dem Gerichtssaal. Straftammer. Gießen, 7. Juli. Schweinefleisch gefalzen per Pid. 94-00 Pfa., Kalbfleisch ver Pfd. fleisch per Pfd. 70-72 Pig., Schweinefleisch per Pfs. 80-91 a. 80-84 Big., Hammelfleisch per Pfs 60-80 Pfg., Kartoffeln por 10 Kilo 6.00 0.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00., Weisfraut per Str. 00-00 f., per St 10-30 Pfg., Aepfel per 3tr. 00-00 t., Zwetschenper 3tr.0.00-0.00 Mt., Kirschen per Vid. 30-40 Pig., Much per Liter 20 Bfg. Dauer der Marktzeit von 7 Ubr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochen= marktverkehrs dürfen bis Beginn der Maiftzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberzieber feilgeboten werden. Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 9. Juli 1906 Höchste Schlachtviehpretse in Frankfurt a. M. 1 Fletchpreise teres 50 kg Schlachtgewicht 82-84 W. ½ kg 76-84 96-100 f do 80-84 Ochsen Kälber Schweine 1/8" do. Getreidepreise in Mannheim 74-00 do. 80-86 " " Brotpreise in teker 19.20-00.00 M. 17.60-00 00" Weißbrot 2 kg 54**. Schwarzbr. do. 50 Weizen 100 kg Roggen bo. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtl che Witterung in Hessen für Mittwoch, den 11. Jult. Nachts flar, stellenweise N bel, tuh!, am Tage heiter, etwas wärmer, trocken. Näheres durch die Gießener Wetterfarte. Verantwortlich: für die Bolitik und den Inseratenie Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beib in Gießen. Elegante Damen und alle, denen es darum zu tun ist, schönes und üppiges Haar zu haben und frühzeitiges Ergrauen zu berhindern, gebraumen nur Carboline, die Zierde des Toilettentisches. Zu haben in Drogerien, Varfümerien und Apotheken oder durch H. H. Warner& Co., Schäfergasse 10, Frankfurt a. M.. " Personen, die sich infolge überstandener Krankheit elend, Für Nervöse und Schwa che, besonders sol be müde und schlaff fühlen, dürften die großen Erfolge, die durch das seit vielen Jahren rühmlich bekannte Sanatogen" erzielt worden sind, von großem Interesse sein. Das Sanatogen wird, wie dies aus Aeußerungen und Zuschriften von namhaften ärztlichen Autoritäten hervorgeht, überall dort unschäzbare Dienste leisten, wo eine Kräftigung des Organismus notwendig Vor dem Schöffengericht Bad Nauheim hatte sich der ist, insbesondere dort, wo auch das Nervensystem in Bauunternehmer Peter Stamm 5. von dorten wegen fahr- Mitleidenschaft gezogen ist. Aber auch bei allen denlässiger Kö perverlegung zu verantworten. Er war angeklagt, jenigen, die noch mitten im Kampf um den Erfolg im einen Unfall durch Unterlossen der Absperrung eines NeuLeben, sei es auf wirtschaftlichem oder wissenschaftlichem baues herbeigeführt zu haben. Man fand im Dezember Gebiet, stehen, wird der Gebrauch von Sanatogen die vorigen Jahres in dem Keller des fraglichen Neubaues einen glücklichsten Erfolge zeitigen, da der Organismuß durch Jungen bewußtlos liegend, mit einer schweren Schädelverdas Präparat vorbeugend gestärkt und seine Widerlegung. Der Vater des Kindes hatte Antrag auf Bestandsfähigkeit außerordentlich gesteigert wird. ftrafung gestellt, doch das Schöffergericht hielt es für wahr. scheinlich, daß das Kind erst nach Überwindung von Hindernissen an die Stelle gelangt war, wo der Absturz erfolgte. Es hielt es auch nicht für ausgeschlossen, daß das Kind durch einen Lichtschacht der unverdeckt war an die Stelle gekommen ist. Jedenfalls war die Sache nicht aufzuklären, da das verl ßte Kind über den Unfall nichts berichten fonnte und Augenzeugen nicht zugegen waren. Das Schöffengericht ließ marg ls Beweises Freisprechung eintreten, aber der Vater des verlegten Kindes focht als Nebenkläger das Urteil an, weil er seine Ersatzansprüche an den Angeklagten geltend machen wollte. Da er in erster Instanz einen derartigen Antrag nicht geftelt hatte, fonnte dieser in der Berufungsinstanz auch nicht geltend gemacht werden. Der Geschädigte glaubte durch Bestrafung des Angeklagten sich eine Unterlage zum Bivilprozeß zu verschaffen. Als ihm mitgeteilt wurde, das Urteil der Straffammer, falle es aus wie es wolle, sei für das Zivilgericht nicht bindend, zog er die Berufung während der Verhandlung zurück. Marttberichte teken, 10 Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter per fb. 1.00-1.20 Mt., Submereter der Stiid 6--7 Bfa., Enteneier St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Vfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben ver Paar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00-1.60 mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse MAGGIS Suppen Schutzmarke Kreuz Stern DIE BESTEN! 10% Sie erleichtern der Hausfrau während der Sommerzeit ganz wesentlich die Arbeit am heissen Herd! Flechtenkrante auch solche, die nirgends Heilung fanden, verlangen Prospekt und beglaubigte Atteste gratis.( Rein Medizinhandel.) Rolle, Altona: Bahrenfeld, Beethoventraße 12. Prospekt durch alleinige Geld in jeder Höhe auf AnnahmestelleChr.Hummel München, Römerstrasse 3. Wechiel oder Schuldschein vermittelt Disfret an jederm. Kail Farrenkopf, Harzburg. Ein Juwel ein zartes, reines Gesicht, rosiges, jugendfrisches Aussehen, weike, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. 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Lehrlinge: 1 Elektromonteur, 1 Schreiner, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Maschinenschlosser, 2 Schreiner( darunter ein 1 Anschläger), 3- Wasch- und Pugfrauen, 1 Flickfrou, 1 Installateur, 1 Hausbursche, 1 Stütze der Hausfrau, 1 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Hausdiener oder Packer. Flechten ass. and trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, Geld 15 500. fot im Gießener est fa 6%% in Pouen bis 500 Mt. auf Wechi( o. Schuldschein ausgeliehen we d". Man verlange Bedingungen wir offene Füsse r gabe der gewünschten Sumate Beinschäden a. Beingeschwüre. Aderbeine, böse Finger, alte Wanden sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt werden, mache noch eines Versuck mit der bestens bewährten RINO SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Nur echt in Original packung weiss- grün- rot und mit Firma Bich. Schubert& Co., Wein böhla. Falschungen weise man zurück. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoetett, Venet. Terp., Kamplespflaster. 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( Nachdruck verboten.) 48 337( 200) 441 666 607 849 90 1513 729 960( 100) 2427 30 34 577 668 831 83 955 82 3013 375 675 714 61 831 4008 260 384 462 521 49 601 14 29 50 723 42 5167 590 733 814 6486 618 854 7076 173 515 24 29 96 605 63 725 942 B030 264( 100) 530 57 631 44 75 772 834 919 9520731 819 10078 579 85 751( 100) 832 94 11360 96 667 12518 888 13131 282 328 423 85 691 668 83 702 6 29 814 61 14033 430 78 509 99 619 855( 100) 90 962 15414 521 720 69 969 16012 64 129 93 367 405 584 17614 707 980 18017 343 571 658 862 946 58 19213( 100) 361( 200) 683 20111 288 311 56 557 667( 200) 752 831 95 924 96 21164 230 78 557( 100) 767 69 832 900 22531 53( 100) 603 747 812 88 23016 39( 100) 157 208 344 621 978 24233 74 409 83 97 785( 100) 25016 57 320 475 605 15 703 889 907 26213 91 459 63 697 726 929 27224 426 29 682 999 28102 6 670 705 924 29322 495 ( 100) 683 30374 610 61 750 985 31122 97 264 302 96 423( 100) 510 985 32078 260 594 830 87 88 34251 318 63 502 675 880 35146 76 458 534 88 624 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coulanten Bedingungen Wochen Berechnung, Filial- Inspektion Seltersweg 63, I. 215. Königlich Preußische Klassenlotterie. 1. laffe. 1. 8tehungstag. 9. Juli 1906. Nachmittag Nur die Gewinne über 50 Mt. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) ( Nachdruck verboten.] 27 111 255 310 506 64 646 74 86 776 825 1186 273 458 559 727( 100) 41 2084 226 608 86( 100) 937 3065 68 245 464( 100) 93 99 593 605 28 68 829 4093 278 80 359 639 994 5279( 200) 346 486 696 6194 216( 100) 334 469 559 ( 200) 7045 138 220 375 488 525 629 985 8005 138 78 205 678 9015 93 115 63 212 26 29 397 495 818 913 64 10013 63 116 299 373 523( 100) 602 46 716 29 884 913 94 11005( 100) 113 57 208 85 328 63 75 481 933 95 12127 478 13145 229 370 461 641 14053 98 181 368 795 832 42 15091 100 340 758 816 956( 100) 16133 38 81 91 213 45 783 17353 473 509 750 868 932 57 96 18064 424 41 66 596 19038 70 77 150 51 95 292( 200) 433 52 709 83 936 38 20422( 100) 710 70 81 870 904 56 21168 81 313 408 32 526( 100) 33 58 662 757 820 22034 109 16 40 222 472 599 634 839 23070 100 45 93 221 498 568 850 60 24060 299 786 25116 312 37 90 484 580 99 26150 232 38( 100) 371 427 681 741 27235 66( 200) 356 779 28188 219 38 491 619 722 29163( 100) 215 337 585( 100) 743 800 30217 334 36 62 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476 90( 400) 504 99 923 940 161162 73( 300) 735 863 64 962 162113 328 578 163034( 100) 193 206 11 37 344 495 631 164097 112 292 610 98 727 57 83( 100) 165029 39 166 416 34 670 729 829 43 166273 397 427 35 98 653 84 789 898 167227 562 705 45 168180 390( 100) 730( 100) 169302 759 71 870 170055 258 82 357 595 676 802 903 171202 414 669 739 948 172096 184 407 17 604 43( 100) 790 833 173144 431 546 723 94 932( 200) 79 174212 74 303 ( 100) 456 98 643 52 807 41 968 175363 490 519 43( 100) 99 618 764 851( 100) 176244 325 83 448 69 82 702 808 87( 100) 97 929 177382 509 81 688 735( 500) 815 178091 129 32( 100) 47 306 43 57 63 453 660 179087 259( 100) 395 622 60 788 815 915 74 180305 86 748 93 181069 134 88 392( 100) 409 15 783 809 182216 27 40 66 368 518 58 655 74 89 98 703 22 72 881 183079 109( 100) 20( 100) 316 621 831 184090 362 642 960 185277 1655 74 824( 200) 186794 948( 200) 187143 678 776 188313 59 495 715 53 99 189007 104 87 424 795 190286 377 91 400 20 28 31( 200) 45 606 806 191061 88 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Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn à 100 000 Mr., 1 à 40 000 st., 1 à 20000 Mt., 1 à 10 000 r., 1 à 5000 M., 1 à 3000 ML, 2 à 1000 ML, 8 à 500 ML., 8 à 400 M., 30 à 300 M. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend mit Mittwoch, den 6. Juni m Impflokale- Schulgebäude, Neustadt 61- für die nächsten 5-6 Wochen jeden Mittwoch, nechmittags 5 bis 6 Uhr, abgehalten werden. Impfpflichtig im laufenden Kalenderjahr find die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesi en Einwohner, welche im fpflichtige Kinder haben, zur Benußung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, dak alle in denselben vorgenommenen Impfungen unentgeltlich find Wer die Termine nicht benußen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlusse auf seine Rosten bewerk stelligen lassen, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine bierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Straf androhung gefegt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im laufenden Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle in einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals er scheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Krank lichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen torgestellt werden. Die Impflinge müssen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen anstedende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 31. Mai 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Mäusburg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 7. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Wolkengasse von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 7. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 30. Juni bis 7. Juli wurden in hiefiger Stadt gefunden. 1 Buch, 1 Brille, 1 Halskette, 1 Meggerbolle, 1 Korbdeckel, 1 Ring und 1 Handtasche mit Inhalt. verloren: 1 Glasschneider, 1 goldnes Kreuz ohne Stette, 1 Hundertmarkschein und ein goldner Manschettenfnopf mit Kettchen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei nns geltend zu machen. Gießen, den 7. Juli 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Bestehender Bestimmung gemäß bringen wir nachstehenden Gebührentarif der hiesigen Gesindevermieterinnen und Stellenvermittler zum Abdruck. Die Gebühr einer Gesindevermieterin beträgt: 1. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herr schaft in Gießen 5 Mk. 2. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts 7 Mt. ( Frau Geisel und Opper 5 Mt.) vovon der Dienstbote jeweils Mt. 2 zu entrichten hat. Frau Schmidt, Neuen- Bäue 5, erhebt von den Dienstboten feine Gebühr. Die Gebühr des Stellenvermittlers Germann beträgt: Für einen 1. Gesellen Mt. 3, 2. " " " " 2, 3. " " 1,50* wovon Meister und Geselle je die Hälfte zu entrichten haben. Gießen, den 5. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Beerfelder Pferde-| Loose à 1 Mark 11 Stüt 10 Mark. Ziehung 17. Juli. ( Günstige Gewinnchunce.) Zu haben bei: Richard Buchacer. Neuen- Bäue 11. Darlehn auf Möbel, Wirtschaft ufw. gibt Selbstgeber ohne unnötige Vorauszahlung. Unger, Berlin, Gubener Straße 46. Rückporto. Geld bis 1000 m auch gegen bequeme Ratenz. auf Wechsel od. Schuldschein giebt anerf. ftreng reell u. schnell C.A. Winkler, Berlin W., Mansteinerstr. 10. Handelsger. eingetr. Firma Glänz. Danfschr. feine Adressenl. Selbstg. Schöne möblierte si Zimmer mit oder ohne Pension zu ver= mieten. Gießen, Bismardstraße Nr. 17. Auf bequeme Jeilzahlung Möbel Herren-, DamenKinder- Garderobe ManufakturWaren etc. J. Jttmann Kredit- Haus GIESSEN Plockstrasse 14-16. WILDWALD UND WAIDWERK ein Teil der Bayern trat fie alsdann den Riideg an, die zahlreichen Verwundeten burch einen stärkenden Trunk oder fühle Umitage erquidend. zurückwich, bem Feuer ber Preußen ausgesetzt war, schritt bie mutige Frau, unbefümmert um bas fie umwogende KampfSelbst als ihr Gehöft, über welches dem nötigen Wasser zu versehen. Mit gleicher Furchtlosigkeit Nr. 156 Dienstag, den 10. Juli be Fam 9061