Erstes Blatt. mürdige e and Frauen,& ben und num Lebens et Ar. 289. Frants täglic ialen Stel ine Bleibe vu wenn fie ein heben und m ein paar ng reicher, Germa baltion n. Sarp terpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanichink Nr. 362. n das fo Die Internati ats Dezember den Artisten or einem Bu laffen. Gine en Dom", In Hamb Son feit ja on männlic n. Ob der e ten. Der Arbeiter t, fein fech berhaftet. ten Beit bi der Mann rügelte jene es wieder er mißhandel chen aus der ich. Um 6 traße und b en liege. De gen liegen.& örperseite der Unter dem br tödlichem chungsgefang das Haus& mte und Ang der Spize le Seime Rat M. In Delde( benfalls ver n. Noch am reit awischen i hlichen Trau Вит оф Der Bräutigam chleit feinen Der Bräutigam esamtlich ange Hausherr b egelte fich t sich auf da Standesamt ch fein Chriften sta follte d Berfonen jedoch plö Sünde halte quittierte mit Soger hielt er den zweite habe ich in de oger; ich n wird, wenn I darauf übe einen Ramp de Boyer w t, aber der ielt den genheit te Klapp planat f: 8 Ims 8: 10% 45.Apparate, Rab STERDAM LEIPZ det 1696 oßen Maly ern, Blutarm enten jeder aben in Giesse 55. chte Samstag, den 8. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Fageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Da infolge des Ungiltigkeitsantrages der WahlprüfungsKornmission der Reichstagsabgeordnete Raab, Wahlkreis Eschwege- Schmalkalden, sein Ant niedergelegt hat, wird demnächst eine Nachwahl stattzufinden haben. Interessant ist die Verschiebung der Parteiverhältnisse in dem Kreise seit dem Jahre 1887. Damals trat die Sozialdemokratie zuerst auf den Plan mit 1475 Stimmen, während der freilonservative Kandidat mit 10542 Stimmen gewählt wurde. In der engeren Wahl ging 1890 der Kreis an die Freifinnigen über, deren Mann 9714 Stimmen gegen 7009 freitonservative erhielt. 1894 wurde der antisemitische Bewerber mit 6879 gegen 4832 freitonservative Stimmen gewählt. Im Jahre 1898 fiegte in der Stichwahl wieder der Freikonservative mit 9216 gegen den Sozialdemokraten, der 6429 Stimmen aufbrachte. 1903 ging der Freifinnige mit 10 348 Stimmen gegen 7039 jozialdemokratische Wähler in den Reichstag. Die letzte Ersatzmahl 1904 brachte dem jezt zurüdgetretenen Angehörigen der Wirtschaftlichen Vereinigung Raab das Mandat mit 9861 gegen 7649 fozialdemokratische Stimmen. Italien. ** In Neapel fanden große Studentenunruhen statt. Die Studenten stürmten die Universität, schlugen das große Tor ein und griffen die Professoren an. Truppen wurden requiriert, und es lam zu einem heftigen Kampf auf der Straße. Viele Studenten wurden von Kavallerie überritten. Ein Offizier wurde tödlich verwundet. Spät nachts wurde die Ordnung mieber beroeftent ・ Rufeland. ** Nach der hurzen Ruhepause macht fich abermals eine Bärung in den Industriebezirken bemerkbar. Besonders be brohlich ist die Lage in Russisch- Polen. In Lodz dauern die Ermordungen von Arbeitern fort. Am Donnerstag wurde auf der Straße ein Arbeiter schwer verwundet, ein anderer im Wirtshaus durch Revolverschüsse getötet. Die Fabrik von Bozmansky wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen, 7452 Arbeiter wurden entlassen. Die Wiedereröffnung der Fabrit hängt von den Entschließungen des Verbandes der Fabrikanten b, der den Arbeitern Bedingungen stellen wird. England, ** Im Unterhause wurde eine Anfrage gestellt über das törichte Gerücht, daß eine Konvention oder eine Abmachung ori chen den Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland bestehe darüber, daß im Falle einer triegerischen Verwicklung Deutschlands die deutsche Handelsmarine unter die Flagge der Vereinigten Staaten treten sole. Der Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey widerte, diese Annahme sei gänzlich haltlos. Jede von der Regierung der Vereinigten Staaten vereinbarte Konvention unterliege der öffentlichen Beschlußfassung des Kongresses. folglich iei das Gerücht ohne jede Grundlage. ** Aufsehenerregende Erklärungen über ein britisch bestafrikanisches Kolonialreich machte der Unterstaatssekretär Kolonialamis Winston Churchill. Er erklärte in einer Rede zu Manchester, das Kolonialamt wünsche dem Baumbollbau innerhalb des britischen Reiches jede mögliche Firderung angedeihen zu lassen. Der Tag sei nicht fern, an der das britische Publikum für den Gedanken der Verbirichung deffen, was ein westafrikanisches Reich darstellen burbe, erwachen werde; früher oder später müßten die britischen Befizungen in Westafrika zu einem Ganzen verlzen werden. Kleine politilche Nachrichten. Berlin, 7. Dezember. Assessor Brückner, der Beamte der Rolonialabteilung, den der Abgeordnete Roeren als„ jungen gritmen Assessor" bezeichnete, wird ein Disziplinarverfahren gegen fich selbst beantragen, wobei Herr Roeren als Beuge ternommen werden kann. Bosen, 7. Dezember. Nach den Feststellungen polnischer Blätter beträgt die Anzahl der streifenden Schulkinder in den Provinzen Posen, Westpreußen und Schlesien 120 000. Stuttgart, 7. Dezember. Von den sechs Stuttgarter farbtagsmandaten fielen drei der Sozialdemokratie, eins der Bolttspartei, eins den Nationalliberalen und eins den Konjerbativen zu. Deputiert Paris, 7. Dezember. Die französische Deputiertenkammer hat mit 537 abgegebenen Stimmen einstimmig die Algecirasalte ratifiziert, nachdem der Minister Pichon nach einer Rede Jaurès betont hatte, die Absichten Frankreichs seien durchaus friedliche. Newyork, 7. Dezember. Das Gesetz über den Wieder aufbau und die Verschönerung Valparaisos ist gestern veröffentlicht worden. Es ermächtigt die Regierung zur Aufnahme einer Anleihe von 22 000 000 Mart Quinto( Ecuador), 7. Dezember. Aus den Bezirken von Cuenca und Azogues wird der Ausbruch einer revolutionären Bewegung gemeldet, an deren Spir die Obersten Vega, Gonazala und Cordova stehen. Deutfcher Reichstag. 136. Sigung.) CB. Berlin, 7. Dezember. Die heutige Tagesordnung des Reichstags wies an erster Stelle die Generalakte von Algeciras auf. Die Ausführungsbestimmungen dieses internationalen Abkommens, das bis auf weiteres die Grundlage für die weitere Entwidlung Marokkos bildet, unterliegen, soweit fie deutsche Staatsbürger betreffen und die Beteiligung des Deutschen Reiches an der marokkanischen Bant vorsehen, der Genehmigung des Reichstags. Der Staatssekretär des Auswärtigen, Freiherr von Tschirschky, der mit dem Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Grafen Posadowsky, die Vorlage vertrat, ersuchte mit furzen Worten, in denen er der Hoffnung auf friedliche Entwicklung Marokkos Ausdrud gab, um die Zustimmung des Reichstages. Von allen Seiten, es sprachen Dr. Bassermann für die Nationalliberalen, Abg. v. Vollmar für die Sozialdemokraten, Dr. Spahn für das Zentrum, Dr. Wiemer für die Freisinnige Volkspartei, Schrader für die Freifinnige Vereinigung, Porzig für die Konservativen, Blumenthal für die Süddeutsche Volkspartei, von Dirksen für die Reichspartei, wurde diese Zustimmung erklärt. Dr. Bassermann bemängelte die Politik Deutschlands in der Marokkofrage und begehrte zu wissen, ob das jezige Vorgehen Frankreichs und Spaniens mit dem Abkommen von Mgeciras vereinbar set. Staats. sekretär Freiherr von Tschirschky bejahte dies. Das Vorgehen Frankreichs und Spaniens, bemerkte er, habe nur den Zwed, die Bevölkerung Marokkos zu beruhigen; Truppen follten nur im Außersten Notfalle gelandet werden. Irgend welcher Anlaß, fich gegen dieses Vorgehen zu wenden, liege nicht vor. Der sozialdemokratische Abgeordnete von Vollmar betonte, der Reichstag müsse Einfluß auf die auswärtige Politik zu gewinnen trachten. Das Vorgehen Frankreichs sei nicht unbedenklich. Man werde darüber wachen müssen, daß die friedlichen Versicherungen Pichons, des französischen Ministers des Auswärtigen, sich auch bewahrheiten. Dr. Spahn bemängelte, daß dem Reichs. tage die Note Frankreichs und Spaniens über ihr Vorgeher wider Marokko bisher nicht zugegangen sei. Der Staatssekretär des Auswärtigen erwiderte, nachdem Frankreich die Note veröffentlicht habe, werde fie vollinhaltlich dem Reichs= tage bekannt gegeben werden. Abgeordneter B Í umenthal erklärte: Nach dem Abkommen von Algeciras könne von der Unabhängigkeit des Sultans von Marokko nicht mehr ge= sprochen werden. Das Abkommen müßte eigentlich die Ueberschrift führen: Reglementierung der Unabhängigkeit des Sultans von Marokko." Deutschland habe bei weitem nicht das bekommen, was es haben wollte. Daran sei die deutsche Diplomatie und der Reichstag, schuld, der sich zu wenig un diese Angelegenheit gefümmert habe. Darauf wurde die Vorlage in erster und zweiter Lesung unverändert angenommen. Nunmehr wandte sich das Haus der Behandlung der von dem Zentrumsmitgliede Speck eingebrachten Interpellation zu, die in der StaatsEinschränkung der schwedischen Eisenerzausfuhr einen Verstoß gegen den deutsch schwedischen Handelsvertrag erblickt. Abgeordneter Speck begründete die Interpellation, wobei er betonte, daß das Verhalten Schwedens, wenn auch nicht dem Wortlaute, so doch dem Geiste des deutsch- schwedischen Handelsvertrages widerspreche. sekretär Graf Posadowsty erklärte, um hier Abhülfe zu schaffen, müßten die schwedischen Eisenbahntarife geändert werden, aber dies sei eine innere Angelegenheit Schwedens, in die fich das deutsche Reich nicht mischen dürfe. Er hoffe jedoch, daß Schweden Sorge tragen werde, den lautgewordenen Klagen die Berechtigung zu entziehen. In der sich anschließenden längeren Debatte wurde von allen Rednern erklärt, daß allerdings die Beschränkung der Eisens zasfahr mit dem Geiste des deutsch- schwedischen Handelsvertrages nicht in Einklang zu bringen sei und von allen Seiten wurde der Erwartung auf Abhülfe Ausdruck gegeben. Die Nationalliberalen und Sozialdemokraten betonten, wie wichtig die Erzausfuhr Schwedens für die deutsche Industrie, besonders für die Thomas- Eiſenindustrie sei, während die Konservativen als Repressivmaßregel gegen Schweden einer Ausfuhrzoll auf Kohlen forderten. Mit der Erledigung dieser Interpellation schloß die heutige Beratung; die nächste Sizung Dof und Gefellschaft. indet Montaa ftatt Der Kaiser ist Donnerstag abend wieder auf der Station Wildpark eingetroffen. Die Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Luise waren zum Empfang anwesend. * Gestern nacht ist die Prinzessin Rupprecht von Bayern von einem toten Mädchen vorzeitig entbunden worden. Die Prinzessin ist schwach, jedoch ihr zustand nicht besorgniserregend. ** Die Leise zungsfeierlichkeiten für den Prinzen Karl von Baden begannen gestern in Karlsruhe mit einem Trauergottesdienst in Anwesenheit des Großherzogs, der Großherzogin und der großherzoglichen Familie, der Hofstaaten usw. Zwölf Unteroffiziere trugen den Sarg zum Leichenwagen, dann bewegte fich der Zug unter militärischer Estorte zum Mausoleum im asanengarten. Dem Sarge folgten in Wagen der Großherzog mit Prinz Eitel Friedrich von Preasen als Vertreter des Kaisers, die Groß herzogin, der Sohn des Verstorbenen Graf v. Rbzma sowie die Fürstlichkeiten und hohen Offiziere and Beamten. Im Mausoleum hielt der Oberkirchenratspräsident Helbing eine Trauerandacht ab, dann wurde der Sarg in die Gruft getragen. Die Ebe des Herzogs und der Herzogin Georg ven Leuchtenberg t geschieden worden; die geschiedene Herzogin Anastasia is eine geborene Prinzessin bon Montenegro. Der Zar hat bereits seine Genehmigung zu einer Heirat der Herzogin mit dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, dem Oberkommandierenden der Truppen im Petersburger Militärbezirk, erteilt. Die Hochzeit soll in aller Stille gefeiert werden. Aus dem Aerichtsfaal. Schöffengericht. Rechtsanwalt Grünewald contra Rechts. anwalt Meg- Nidda. Zur näheren Orientierung unserer Leser set mitgeteilt, daß der Prozeß auf Grund einer Bemerkung des Rechtsanwalts Mez- Nidda fich entspinnt, die dieser in der Verhandlung über das Duell der Herren Mez und Beck gemacht, durch die Rechtsanwalt Grünewald sich getroffen fühlt, da er annehmen mußte, daß er der Urheberschaft der anonymen Postkarte bezichtigt würde. Die Folgen waren schwere für den Rechtsanwalt Grüne wald. So wurde ihm u. a. die Korpsschleife aberkannt, die ihm später, als der Urheber der anonymen Karte sich meldete, aber wieder zugesprochen wurde. Das nachteilige Gerücht war jedoch, wie aus dem Gang dieses Prozeßes hervorgeht, trotzdem nicht völlig unterdrückt. Und so wird dieser Prozeß geführt, um den Tatbestand von gerichtlicher Stätte zweifelsfrei fest. zustellen. H. Gießen, 7. Dezember. ( Nachmittagssigung.) - - Kurz nach 3 Uhr wird die Situng bei dicht beseztem Saal wieder aufgenommen und in der Zeugenbernehmung fortgefahren. Zeuge Geh. Justizrat Hirschhorn: Im Herbst erschien Herr Geilfuß auf meinem Bureau und zeigte mir einen Brief, über dessen Inhalt ich sehr erstaunt war. In dem Briefe war der Vorschlag gemacht worden, Herr Geilfuß möge fich an einen älteren Kollegen um Rat wenden, und zwar war ich als solcher genannt. Ich hielt den Weg aber für ungangbar. Ich empfahl Herrn Geilfuß, er möge Herrn Rechtsanwalt Meß von seiner Täterschaft Mitteilung machen. Der Vorfißende: Haben Sie Herrn Geilfuß gefragt, wie er dazu gekommen, die anonyme Karte zu schreiben? Zeuge: Nein. Zeuge Direktor Zobel sagt auf Befragen des Privatklägers aus, daß er im Eisenbahnkoupee eine Unterredung mit angehört, aus der herborging, daß man nach wie vor Rechtsanwalt Grüne wald immer noch als den Urheber der anonymen Poftfarte betrachtet. Ich halte Herrn Grünewald einer solchen Tat aber nicht fähig.- Zeuge Wehn: Ich habe im Auftrage des Herrn Geilfuß mit Herrn Gutmann gesprochen, um zu versuchen, die Sache beizulegen. Es war aber vergeblich.- Vorsitzender: Halten Sie Hern Geilfuß für fähig, daß er die zur Verhandlung stehende Sache für Herrn Rechtsanwalt Grünewald auf sich nimmt oder daß er von ihm abhängig ist? Zeuge Nein. Zeuge Kommerzienrat Gail glaubt ebenfalls nicht, daß Herr Gailfuß die Sache des Rechtsanwalts Grünewald aus irgendwelchen Gründen auf sich ge= - Zeuge Jäger: So wie ich Herrn Gailfuß fennen gelernt habe, hätte ich ihn nicht für fähig gehalten, eine solche Karte zu Schreiben, ebensowenig wie ich annehmen fann, daß er für Herrn Rechtsanwalt Grünewald eingetreten. Zeuge Prof. Becker Worms läßt sich über die in Frankfurt abgehaltene Versammlung der alten Herren aus, zu der Rechtsanwalt Grünewald feine Einladung erhalten. Das Vorgehen Grünewalds, zu dem sich dieser daraufhin entschlossen, hält er für forreft. Zeuge Kaufmann Gutmann erklärt, daß er 1899 Altent des Rechtsanwalts Grünewald und später auch dessen Jagdgast wurde. Später sind aber jagdliche Differenzen ausgebrochen. Vorsitzende: Glauben Sie, daß Rechtsanwalt Grünewald die anonyme Postkarte an Ihren Schwiegervater geschrieben. - nommen. - 83. m ht ie ir oft ter 1332 ent ng a n. Beuge: Anfänglich ja, doch sogleich sagte ich mir, es ist ja unmöglich, daß Herr Rechtsanwalt Grüne wald eine solde Starte schreibt. Später wurde mein Verdacht durch eine andere Starte wieder rege. Ich holte deshalb das Gutachten verschiedener Sachvertändiger ein, um mehr Klarheit zu verschaffen.( Das Ergebnis der Sachverständigen ist in der Vormittagsfizung aufgenommen worden.) Borsigende: Sie fuhren nach Berlin, taten Sie dieses eigens in dieser Beuge: Ja. Angelegenheit? Justiz at Mez: Herr Gutmann, haben Sie irgendwelche Differenzen mit Herrn Geilfuß gehabt, die ihn veranlassen fonnten, eine solche Karte über Sie zu schreiben? Zeuge: Das kann ich mir nicht denken; wir standen in guten geschäftlichen Verhältnissen miteinander- Darauf entspinnt sich eine sehr umfangreiche Erörterung über jagdliche Beziehungen.- Privattläger: Herr Gutmann, hat Ihnen jemand gesagt, daß ich in jüngster Zeit alles in die Maschine diftiere?- Zeuge: Jawohl. Privat- - - - - dem ich Herrn Landgerichtsdirektor Praetorius um Rat gefragt, an Herrn Rechtsanwalt Grünewald, daß ich der Uliheber der Karte set. der theber der Karte sei.- Vorsitzender: Ist der Verkehr zwischen Ihnen und dem Privatkläger in letzter Rechtsanwalt Zeuge: Ja. Zeit abgebrochen? Meg: Waren fie in den letzten Jahren in den Korps Rechtsanwalt Zeuge: Nein. bersammlungen? Meg: Sind Sie irgendwie von Herrn Rechtsanwalt Grünewald abhängig? Zeuge: Nein.- Justizrat Weidig bekundet, daß in Kreiſen, in denen er verkehre, die allgemeine Ansicht dahin ging, daß Rechtsanwalt Grünewald der Urheber der Tat gewesen sein könne. Morgen 9 Uhr vertagt. - gewesen. Er hält den Privatkläger auch nicht d anonymen Täterschaft fähig.- Zeuge Referendar kleinen sagt aus, daß groz Streitigkeiten eigentlich nie im Ko ps borgekommen fr tag zu Ende gehen. Fab ein Sohn, Lodhter. Delh Hausdiener Luife Margar mer bahngehilfen Emma G eine Tochter, Der Prozeß wird wahrscheinlich erst nächsten Tlers ein Sohn Corales Hessische Staatsanleihe. Die hessis Regierung veranstaltet, laut Frankfurter Zeitung", ein Submission in beschränktem Umfange für die Begebung von 20 Millionen Mark 4prozentige hessische Staats im 28. Nob. Darauf wird die Verhandlung auf Samstag anleihe, die bis 1913 unkonvertierbar sein soll. Dartha Enger - * Samstag, 8. Dezember 1906. ( Vormittagssigung.) ferten sind am 6. und 7. Dezember einzureichen. * Wettertalbahn. Nachdem die Verhard Inna Rathari gember Sof ann in Leih Sh Germann dabier mit belm Stort lungen mit der Firma Lenz& Co., Berlin, soweit gerine Schnabel diehen sind, daß die Uebernahme der Obligationen bob bereitet werden kann, hat das Gesamtkomitee diese Shinbringhausen 1. Dezbr. 5 100 000 m., Oppershofen 50 000 M. Steinfurth 100000 Wisselsheim 30 000 M., Rödgen 20 000 M. Bad Nain Rodheim heim 50 000 m., 3nsammen 350 000 m., und verhäl nismäßiger Reduktion dieser Beträge auf ein Gesamt fapitel bon 983 000 m. ftatt 1000 000 M. und unte Anerkennung eines Zinsverzichts für die erften 5 Jahr, sodann 334 Prozent Verzinsung. Ferner erklärte das Komitee einstimmig, daß es energisch an dem Projekt Griedel- Bad- Nauheim festhält und dessen schleunige Durchführung erwartet. Die Komiteemitglieder ent halten fich bezüglich der obigen Kostenverteilung, fo weit ihre Gemeinde in Betracht kommt, der Abftim Die Sigung wird um 9 Uhr aufgenommen und Tage in Rockenberg eine Sigung abgehalten, in welche atharine Schn Beme kung gemacht, daß sie nach wie vor an meiner Zeuge Stadtverordneter Eichenauer vernommen. Vor- folgende Verteilung der Obligationen vor: Rodenberg ftshöfer, fläger: Haben Sie Herrn Georg Koch gegenüber die in der Zeugenvernehmung fortgefahren. Zunächst wird folgender Beschluß gefaßt wurde: Das Komitee schlägt ner babier Täterschaft glaubten und daß Herr Geilfuß die Sache sitzender: Wußten Sie, daß jagdliche Differenzen zwischen für mich übernommen? Zeuge: Das ist schon mög den Herren Rechtsanwalt& und Kaufmann bestanden. lich. Justizrat Meß macht die Mitteilung, daß er das Zeuge: Nein, das wurde mir später erst in einem GeMinisterium ersucht habe, Herr Borizeiamtmann Herberg spräch flar.- Privatkläger: Trauen Sie mir die Tätervon seiner Amtsverschwiegenheit zu entbinden. Nach schaft der anonymen Postkarte zu? Zeuge: Nein, Nachschaft Beuge: Nein, der Vereidigung des Zeugen Gutmann tritt eine kurze denn ich schäße Sie und Sie sind mir immer offen entPause ein. Zeuge Mylius: Ich habe in letter gegengetreten. Beit gehört, daß das Gerücht ging, daß Herr Geilfuß die Sache für mich aufgenommen. Doch wurde es nicht Beuge: Dr. Fayett: Als der allgemein get tit. 3euge: Dr. Fayett: Als der Zeitungsartikel erschien, da habe ich nicht angenommen, daß er auf Rechtsanwalt Grünewald abzielte. Ich habe nicht die Ueberzeugung. daß Rechtsanwalt Grünewald die anonyme Karte geschrieben, ich halte ihn auch nicht für fähig, daß er einen anderen dazu veranlaßte. Er ist ein anständiger Charakter. - -- - - Um 6% Uhr abends wird die Sigung wieder auf genommen. Zeuge Amtsrichter Schmittspaahn sagt aus, daß Herr Geilfuß ihm zu Potofoll gegeben habe, daß er die Karte geschrieben habe. Ferner bekannte er sich zur Täterschaft der zweiten Karte, während er die Ur heberschaft der dritten Karte in Abrede stellte.- Vorfizender: Kam Herr Geilfuß Ihnen glaubwürdig vor? Zeuge Rechtsanwalt Reh: Ich habe Zeuge: Gewiß. Vor die anonymen Postkarten niemals gesehen. fizender: Hat jemand einmal über die Täterschaft des Rechtsanwalts Grünewalds mit Ihnen gesprochen? Zeuge: Niemand. Vorsitzender: Halten Sie Rechtsanwalt 3. der anonymen Täterschaft fähig. 3euge: Ich fenne Rechtsanwalt Grünewald seit meiner Jugend; ich halte ihn der Tat nicht fähig.- Zeuge Kaufmann Geilfuß gibt zu, daß er die mit Civis unterzeichnete Karte an den Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert geschrieben habe. Der Vorsitzende: Wie motivierten Sie diesen Schritt?- Zeuge: Ich habe immer Interesse an den Corps gehabt. Und als ich nun hörte, daß unliebsame Vorgänge vorgekommen, wurde ich so auf geregt, daß ich die Starte schrieb, in der Hoffnung, daß Besserung werde, wenn von oben etwas geschehe. Ich habe es gut gemeint. Vorsitzender: Sie geben zu, auch die karte an Herrn Müller geschrieben zu haben? Beuge: Ja:- Vorsitzender: Es liegt noch eine dritte Karte vor. Haben Sie die auch geschrieben? Beuge: Die ist mir unbekannt. Vorsißnder: Wußte Herr Rechtsanwald Grünewald vor der Absendung der Karten von dieser. Zeuge Nein. Wann haben Ste Bedenken über die Angelegenheit bekommen? Als ich hörte, wie schwer der Verdacht auf Rechtsanwalt Grünewald läge. Ich wollte nicht, daß ein anderer für meine Tat leide, und so schrieb ich, nach- - - - - - Rechtsanwalt Mez- Nidda beantragt, daß die bezüglich der Landtagswahl die Aften des Kreisamtes nachgeschlagen werden, da er festgestellt zu wissen wünschte, ob Herr Geilfuß und Rechtsanwalt Grüne wald von einer Wahlmännerwahl fortgeblieben sind. Der Gerichtshof lehnte den Antrag jedoch nach kurzer Beratung ab. Zeuge Rechtsanwalt Rosenberg: Als ich von Herrn Rechtsanwalt Metz gefragt wurde, wer die Karte geschrieben habe, da antwortete ich. Das wissen Sie so gut, wie ich. In den Korpssachen, die Herrn Rechtsanwalt Grünewald betrafen, habe ich mich passib berhalten. Zeuge Referendar Rube: Ich habe mit dem Referendar Mez Differenzen gehabt. Als der in Frage stehende Zeitungsartikel erschien, da fragte ich Herrn Rechtsanwalt Metz, ob ich vielleicht damit gemeint sein fönne, worauf Herr Meg sagte: Das ist ganz ausge schlossen. - Zeuge Habenicht: In dem legten ViertelZeuge mung. = Wine Walter Hi mit Luise Sd dabier mit 2. Dezember Jahre alt Phili Chriftine Professor Dr. Biermer hält kommenden harine Haas, Dienstag Abend im Neuen Saalbau einen sehr zeit 91 Jahre a gemäßen Vortrag über die gegenwärtige politische Sam Etade, 58 3 in Hessen", den anzuhören besonders alle wahlfähigen te leven, 2 Lag Männer nicht versäumen sollten. * Lich, 7. Dez. Der Tagelöhner K. ist wegen Stt Itchkeitsbergebens, berübt an einem 13jährige Mädchen, verhaftet worden. Airchliche Evan In Sonntag, In d * Friedberg, 7. Dez. Mädchenhändler Gin Mann, der hier vergeblich versuchte, die Tochter eine hiefigen Familie um 500 M. einzuhandeln und b schwand, als man ihm mit der Polizei drohte, wurde bei einem zweiten ähnlichen Versuch hier festgenommen. rittags 9% Ubr Frankfurt. Ein weißer Rabe. Der frühererittags 11 Uhr die Militärgeme sozialdemokratische Stadtverordnete Groll, de bor kurzem sein Mandat niedergelegt hat, ist Sittags 2 Uh gemeinde. nationalliberalen Partei übergetreten. 5 Uhr: Vfa * Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. den 7. Dezember Meist trüb, Niederschläge, wärme, Bergebung starke westliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Die Arbeiten un Straße in Ste Ranalarbeiten jahr habe ich die Herren Rechtsanwalt Grünewald und Geilfuß nicht mehr beteinander gesehen. Stadtv. Wilhelm Wallenfels hat die Herren Rechts: anwalt Grünewald und Geilfuß einmal an der Ecke der Schanzenstraße gesehen, doch kann er nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es vor oder nach dem 3. Oftbr. gewesen, verneint aber, daß es cher vor diesen Tagen Adam eine Tochter Alwine. 29. Bergmann Heinrim Donnersta Seborene. Am 23. Novbr. Dem Gefangenaufseher Wilhel Auf einen Hieb fällt kein Baum aber mit einem Kaufe im Waren- und Möbelhaus von J. Jttmann gewinnen Sie schon die Ueberzeugung, dass Sie dort Auf Kredit oder gegen Bar am vorteilhaftesten kaufen: Herren-, Damen-, Kinder- Garderobe, Manufaktur und Weisswaren, Wäsche Stiefel, Hüte, Schirme, Uhren, Pelzwaren, Möbel, Betten, Polsterwaren eigener Fabrikation etc. etc. Ohne Anzahlung erhalten Kunden, die ihr Konto ganz oder nahezu beglichen, Waren und Möbel. J.Jttmann GIESSEN Lieferung diskret u. franko! Plockstrasse 14-16 Bequemste Abzahlung. Plockstrasse 14-16 Denkbar kleinste Anzahlung! Sonntag, den 9. 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Christine Heß, geb. Ferber, 64 Jahre alt. 4.1 fatharine Haas, geb. Engel, 78 Jahre alt. 5. Anton Bitert, 91 Jahre alt, Privatmann. 6. Dr. Bernhard ige politibelm Stade, 58 Jahre alt, Geh. Kirchenrat, Profeffor. alle wahatie Leben, 2 Tage alt. .ift wegen einem 13 bändler die Tochte handeln und zet drohte, Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag, den 9. Dezember, 2. Advent. Gottesdienst. In der Stadtkirche. hter festgenom ormittags 9½½ Uhr: Professor D. Drews. be. Deromittags 11 Uhr: Beichte und heil. Abendmahl für rdnete Gr die Militärgemeinde. Pfarrer Euler. ahmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markus. Pfarrer Schwabe. gemeinde. elegt hat, getreten. Wetterdin E Wends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. en für Vergebung von Bauarbeiten. erfaläge, Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäusgemeinde, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 8 Uhr im Markussaal: Vereinigung der fonfirmierten männl. Jugend der Markusgemeinde. Montag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weibl. Jugend der Matthäusgemeinde. Donnerstag, den 13. Dezember, abends 8 Uhr im Markussaal, Kirchstraße 9, Bibelstunde.( 1. Timoth. Pfarrer Schwabe. Kap. 5.) Nächstfünftigen Sonntag, den 16. Dezember, findet im Abendgottesdienst Beichte und heil. Abendmahl für die Markusgemeinde statt, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend eingeladen wird. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 91%, thr: Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die LukasPfarrer Euler. gemeinde. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Steiner. Die Arbeiten und Lieferungen zur Kanalisierung der etterkarte.) Hauptstraße in Steinbach und zwar: Stadt G mauffeher Beichte und heil. Abendmahl für die Johannesgemeinde bozu besonders auch die konfirmierte Jugend der Gemeinde eingeladen wird. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Sonntag, den 9. Dezember, abends 7 Uhr: Vereinigung der fonfirmierten männl. Jugend der Lukasgemeinde im Lukassaal. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche Montag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Lukasgemeinde. Text: 1. Petri 5, 8 ff. Pfarrer Euler. Freitag, den 14. Dezember, nachmittags 5 Uhr, im Lufassaal: Vereinigung der fonfirmierten weibl. Jugend der Lukasgemeinde. Katholische Gemeinde. Samstag, den 8. Dezember. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen= heit zur hl. Beichte. Sonntag, den 9. Dezember. 2. Adventsonntag. Vormittags von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunion. Nächfifünftigen Sonntag, den 3. Advent: Beichte und heil. Abendmahl für die Lukasgemeinde im Abend-! gottesdienst, wozu besonders auch die konfirmierte Jugend der Gemeinde eingeladen wird. Anmeldungen borher bei dem Pfarrer erbeten. Wie alljährlich, so wollen die vier Kirchengemeinden auch in diesem Jahre wieder ihren Armen zu Weihnachten eine Bescherung bereiten. Wir richten daher an die Glieder unserer Gemeinde die herzliche Bitte, uns dazu durch freundliche Beisteuern behilflich sein zu wollen. Gaben nehmen die Gemeindeschwestern, sowie die mitunterzeichneten Pfarrer entgegen. Schwabe. Steiner. D. Schlosser. Euler. Kanalarbeiten... beranschlagt zu beranschlagt zu 11732,00 Mr. Stadt- Cheater Maurerarbeiten Schlosserarbeiten. Materiallieferungen. " " " " 2485,00 800,00 2995,00 " " Giessen. " Direktion: Herm. Steingoetter. " Bergmann fallen onnerstag, den 20. Dezember, vormittags 9hr auf Großherzogl. Bürgermeisterei in Steinbach in Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Boranschlag, Pläne und Bedingungen liegen auf dem Breau des Unterzeichneten zur Einsicht offen. ste Angebote sind bis zum obengenannten Submissionstelemine auf der Großh. Bürge meisterei Steinbach abzugpm. Gießen, den 8. Dezember 1906. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Diehm, Großh. Baurat. Die Jüngsfelder Baumschulen empfehlen Obstbäume aller Gattungen und Formen jung, kerngesund, sortenecht. Ziergehölze, Koniferen für Gärten und Friedhöfe grösste Auswahl. Strassenbäume Ia. Qualität. 100 Seiten starker Katalog kostenlos. Dabs, Renter& Co. Jüngsfeld b. Oberpleis Gegr. 1877 Bez. Persönliche Auswahl gern gestattet. 225 Morgen Bitten auf diese Zeitung Bezug zu nehmen! Sonntag, den 9. Dezember Nachmittags 3½½ Uhr; Schüler- nud Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen. Emilia Galotti Trauerspiel in 5 Aufzügen von G. E. Lessing. Abends 8 Uhr: 9. Sonntags: Abonnements Vorstellung. Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments. Das Wetterhäuschen. 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