Nr. 236 halten.haupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernspre anschluk r. 868. Montag, den 8. Oktober 1906 Gießener 15. Jahrgang Contibelingen: Oberheffliche Samittenzeitung( und die Gießener Setfexblaten( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Bichonor Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sickener Beitung) für Oberhoffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von herhang Viribus unitis. [ Politische Wochenschan.] Die Zeit der Kongresse ist noch nicht vorüber.' Fast jeder Tag bringt eine neue derartige Versammlung, die mit vereinten Kräften einem bestimmten gemeinnützigen Ziel zustrebt. Unter ben Kongressen, die in vergangener Woche die Aufmerksamkeit auf sich lenkten, stand die internationale Gesezesvereinigung, bie zum erstenmal Berlin zum Sitz ihrer Beratungeu auserforen hatte, als die vornehmste voran. Ihr wurde die Auszeichnung besonders herzlicher kaiserlicher Begrüßung zuteil. Der gelehrte Jurist und der mit weitem Blick begabte Großlaufmann stellen hier ihr theoretisches Wissen und ihre praktischen Erfahrungen in den Dienst einer Wissenschaft, deren Anwendung dem öffentlichen Leben, dem Völkerrecht und dem internationalen Privatrecht vor allem förderlich zu sein becufen ist. Nicht mit dem gleichen Pomp, aber mit nicht geringerer Anteilnahme wurden die Verhandlungen des Kongresses für Kinderforschung verfolgt. Der große Zulauf ist hier erklärlich; denn wo es sich um Kinder handelt, ist ein jeder zwar noch nicht ein Kundiger, aber ein Interessent, der mit ganzem Herzen den Aufschlüssen folgt, die ihm gegeben werden. Solcher Aufschlüsse gab es nicht wenige, und jeder einzelne eröffnete überraschende Ausblicke, neue Einsichten und Erkenntnisse. Auf einem ganz anderen, rein materiellen Gebiet bewegten sich die Bemühungen vereinter Kräfte, Deutschland mit einem Fleischtrust nach amerikanischem Muster zu erfreuen. Die Freude wäre nach den in Chicago gemachten Erfahrungen nicht allzugroß und jedenfalls nicht ungemischt gewesen. So wird man denn auch dem Projekt, das zerfloß noch ehe es feste Gestalt angenommen hatte, feine Träne nachweinen. Ganz gewiß nicht in den Kreisen der Schlächter, deren Gewerbe der Trust durch tatsächliche Monopolisierung ausschalten wollte. In dem großen wirtschaftlichen Interessenstreit zwischen den Fleischproduzenten und den Fleischkonsumenten wird sobald noch keine Ruhe einkehren. Nicht einmal die Verständigungsmöglichkeit scheint nähergerückt. Denn heute wie vor Jahresfrist hört man auf beiden Seiten nur die nämlichen Schlagworte, die durch das zunehmende Alter nichts an überzeugender Kraft gewinnen. Die braunschweigische Erbfolgefrage drängt wohl nach einer Entscheidung; aber die Wahrscheinlichkeit ist gewachsen, daß ein neues Provisorium das alte ablöst. Die Antwort des Reichskanzlers Fürsten Bülow auf die ihm übermittelte Resolution der braunschweigischen Landesversammlung betont mit nicht zu verkennender Klarheit, daß die Möglichkeit der Thronbesteigung des Herzogs von Cumberland vorläufig als ausgeschlossen gilt. Ob hohe Zölle ein Segen sind oder ob aus dem Freihandel wirtschaftliche Blüte zu erwarten steht, das ist eine Frage, die immer wiederkehrt und immer verschiedene Beantwortung fordert. Der Zug unserer Zeit begünstigt den Schutzzoll, der jeden Staat zu einer wirtschaftlichen Insel, zu einer wirtschaftlichen Welt für sich macht. Wieder melden sich Stimmen, die behaupten, daß es besser wäre, wenn die wirtschaftlichen Kräfte der verschiedenen Staaten sich vereinigten und einander ergänzten, statt in gegenseitiger Ausschließung zu verharren. Wir meinen nicht die Parteistimmen, die sich hier und da vernehmen lassen, sondern die Emanzipationsanfänge einzelner Staaten. Dänemark geht mit einer Herabsetzung der Zölle voran und glaubt jedenfalls, dabei auf seine Rechnung zu kommen. Daß es Nachfolger auf diesem Wege finden wird, ist zunächst nicht wahrscheinlich. In Maroffo zeigt sich unruhige Bewegung von wachsender Stärke. Die europäischen Niederlassungen and fortgesetzt und in steigendem Maße bedroht. Die Regierung des Scherif ist allem Anscheine nach nicht stark genug wenn man schon den guten Willen voraussetzen mag die Häuptlinge niederzuhalten, die etwas Räuberpolitik auf eigene Faust betreiben. Das diplomatische Korps in Tanger dürfte bald Anlaß haben, sich der in Algeciras mühevoll genug erlangten Einmütigkeit zu erinnern und mit vereinten Kräften auf den Scherif einzuwirken, daß er der ihm zuerkannten Selbständigkeit sich auch würdig zeige. Kann er das nicht, so wird sich Europa seiner Verpflichtung zum Schutz der Europäer nicht entziehen. - - In Aegypten und in Englisch- Indien erhebt neuerdings der Panislamismus sein Haupt. Das ist in beiden Ländern von sehr verschiedener Bedeutung. Die indischen Moslim haben mit dem Khalifen, dem türkischen Sultan, niemals in nahen Beziehungen gestanden. Er war ihnen als Nachkomme des Propheten vielleicht Gegenstand religiöser Verehrung, aber ihr weltliches Oberhaupt haben sie zu feiner Zeit in ihm gesehen. Darum ist der Panislamismus in Indien ein Kunstgewächs, dem schwerlich jemand besorgniserregendes Wachstum prophezeien wird. Aegypten aber hat bis vor einem Vierteljahrhundert r der Herrschaft des Sultans gestanden. Dort ist die.innerung an die Regierung des Khalifen noch lebendig. Es ist zum mindesten möglich, daß weiten Kreisen der eingeborenen Bevölkerung der Wunsch nach einer Wiederkehr der Tage von ehedem eingeflößt werden fann. Jedenfalls rechnet die englische Regierung mit dieser Möglichkeit, obwohl die ägyptischen Fellachen eigentlich alle Ursache haben, der Zeiten Wandel zu segnen, der sie zu Menschen gemacht und ihnen Rechtssicherheit gegeben hat. Bedrohlich aber ist die Bewegung in Aegypten nicht. Selbst die vereinten Kräfte des gesamten Islam sind nicht imfstande, die Entwickelung der Dinge rückläufig zu machen und demt Muhammedanismus neue erobernde Kraft zu verleihen. Sein weiteres Schrumpfen kann vielleicht aufgehalten, frische Expansionsfähigkeit ihm nicht mehr gegeben werden. Die Rückkehr des Zaren Nikolaus II. nach Peterhof ist erfolgt. Damit entfallen die Gerüchte von einer beabsichtigten Flucht ins Ausland. Ministerpräsident Stolypin bemüht sich, die Gegenrevolution zu organisieren, dem roten Schrecken" den ,, weißen Schrecken entgegenzustellen, und gleichzeitig den Grund zu einer gemäßigten, sehr gemäßigten Reform zu legen. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß er mehr geschoben wird, als daß er schiebt. Hinter ihm find die vereinten Kräfte der Reaktion am Werke. Wenn irgend etwas diese aufhalten kann, so ist es die Furcht vor dem öffentlichen Bank bruch, der allerdings schon recht lange prophezeit wird. Wege zum fozialen frieden. Der Streit um die Arbeitsbedingungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern hat im laufenden Jahr zeitweilig die unerfreulichsten Folgen und eine ganz ungewöhnliche Ausdehnung angenommen. Massenstreifs folgten einander fast unaufhörlich. Freilich fanden die meisten ziemlich schnell ein Ende, doch die Beunruhigung der Industrie blieb, und ebenso blieb die Erregung der Gemüter. Wer diese Vorkommnisse allein betrachtete, der war in der Versuchung, der sozialen Entwickelung das ungünstigste Heroskop zu stellen, die trübste Zukunftsgestaltung vorauszusagen. Glücklicherweise sind die Streiferscheinungen, von denen wir gesprochen haben, nicht die einzigen Wahrnehmungen, die auf sozialem Gebiet zu machen waren. Man konnte gleichzeitig beobachten, daß in den beteiligten Kreisen der Arbeitgeber wie der Arbeiter die Anschauungen Boden gewannen, die der Sicherung des wirtschaftlichen Friedens und der Verhütung von Streits den Vorzug gaben vor der Erledigung von Meinungsverschiedenheiten über Lohnverhältnisse durch das äußerste Mittel der Arbeitseinstellung. Ueberall wo Arbeitgeber und Arbeiter miteinander einen Vertrag schließen, ist die Möglichkeit von Meinungsverschieden= heiten und damit die Möglichkeit eines Zwistes vorhanden. Diese Reibungsflächen zu vermindern und abzuschleifen, das muß die Aufgabe aller für die Erhaltung des sozialen Friedens Besorgten sein. Daß es möglich ist, von beiden Seiten anerkannte Stipulationen zu schaffen, die Gewähr für eine längere Zeit der Ruhe und des einträchtigen Zusammenwirkens geben, hat die Erneuerung des kollektiven Arbeitsbertrages im Buchdruckereigewerbe gezeigt. Der Einzelne übersieht in vielen Fällen einen zu engen Kreis, um zuverlässig zu beurteilen, ob gegenüber allgemeinen Forderungen Ablehnung oder Zustimmung am Plaze ist. Tarifverträge, die einerseits das Recht der Arbeiterschaft anerkennen, andererseits aber auch unmäßigen und übertriebenen Forderungen Schranken entgegensezen, lösen nicht alle Schwierigkeiten. Darüber braucht man sich keinen Jllusionen hinzugeben. Eines schickt sich nicht für alle, und ehe nicht die Vereinbarung von allen Arbeitgebern und allen Arbeitnehmern eines Gewerbes angenommen ist, darf man die Wirkungsfähigkeit des Vertrages nicht überschätzen. Denn der außerhalb des Rahmens der beiderseitigen Organisationen stehende hat genau das gleiche Recht auf Existenz, wie der organisierte Berufsgenosse. Er muß und wird selbst prüfen müssen, wie weit er im Kampfe um die eigene Erhaltung gehen fann. Nur durch peinlichste Loyalität in der Durchführung solcher Tarifverträge, durch sorgfältige Schonung aller begründeten, durch Ort, Verhältnisse und Entwicklung bedingten Interessen der einstweilen noch Fernstehenden kann der Vertrag zu dem werden, was er sein soll eine Richtlinie ber= zu bilden in entstehenden Mißhelligkeiten, an der man die größere oder geringere Berechtigung sozialer Wünsche abmessen kann. Natürlich darf nicht die starre Herrschaft des Buchstabens aufgerichtet werden um jeden Preis ständiges Zusammenarbeiten, gegenseitiges Nachgeben und Konzessionen von beiden Seiten sind immer notwendig, um dem so leicht bei wirtschaftlichen Gegensägen aufflammenden Zwift des nackten Egoismus den Boden abzugraben. Das aber läßt sich nicht bestreiten, daß manche Verbitterung vermieden würde, manche Schlacht um hohle Brin= zipien ungeschlagen bliebe, wenn der friedliche Geist des sozialen Ausgleiches an Herrschaft gewänne. Sozialer Aus gleich, nicht sozialer Streit muß die Losung sein. Denn das Schwert, das im gewerblichen Kriege geschwungen wird, ist eine zweischneidige Waffe, es fällt gar oft mit vernichtender Gewalt auf den Träger zurück. Auf dem Wege der Verständigung vor dem Kampfe ist schon bedeutendes erreicht worden, und größeres steht in Sicht. Man darf die Hoffnung hegen, daß in allen beteiligten Kreisen mit der Ernntnis von der dauernden Friedensmöglichkeit der Wille zur Friedenserhaltung zunehmen wird. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Eine Menge unkontrollierbarer Gerüchte find in letter Zeit über das Fortbestehen des Dreibundes verbreitet worden. Nach Wiener Blättern soll jezt eine Zusammenkunft des deutschen Staatssetretārs des Auswärtigen, Freiherrn von Tschirschky und Bögendorff mit österreichischen Staatsmännern in Wien bevorstehen, um die Beziehungen Deutschlands und Desterreich- Ungarns zu Italien zu erörtern. Der Dreibund läuft von 1908 an weiter fort, wenn nicht im nächsten Jahre von einer der Mächte eine Kündigung erfolgt. Weder Desterreich- Ungarn noch Deutschland denken daran, den Dreibund zu fündigen, und auch Italien will angeblich davon nichts wissen. Es sei aber eine Aufklärung der öffentlichen Meinung in Italien beabsichtigt. * Als Gegenleistung für die Erhöhung der Lebensmittel ist das Gesetz zur Aufhebung der indirekten städtischen Steuern aufgefaßt worden. Von vornherein wurde den Städten eine geraume Frist zur Durchführung gelassen. Man ist in den städtischen Verwaltungen aber nicht überall mit dieser Frist zufrieden. Es ist deshalb eine Konferenz von Vertretern der Städte über 25 000 Einwohnern in Weimar geplant. Die Konferenz will an den Reichstag eine Eingabe um Aufschub des Inkrafttretens des Gesetzes richten. * Nach dem neuesten Stande der Dinge scheint die Thronfolgefrage in Braunschweig ihrer Lösung in der Form entgegenzugehen, die unser Berliner CB.- Mitarbeiter schon am 21. September melden konnte. Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen, der jüngste Sohn des verstorbenen Prinzen Albrecht, wird wahrscheinlich die Regentschaft übernehmen. Infolge der Erklärungen des Reichskanzlers trat der Regentschaftsrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Der Regentschaftsrat beschloß, den Landtag alsbald einzuberufen und ihm die Wahl des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen vorzuschlagen. Prinz Friedrich Wilhelm steht im 27. Lebensjahre. Er ist Hauptmann im Kaiser AlexanderGardegrenadierregiment und zurzeit zur Dienstleistung bei dem Großen Generalstabe kommandiert. Die Einberufung des Landtags erfolge zum 18. Oktober, " 1 * Auf dem nationalliberalen Parteitage in Goslar sprach Reichstagsabgeordneter Hieber zum ersten Punkt der Tagesordnung: Politische Rückblicke und Ausblicke". Der Redner sagte u. a.:, Etwas wie eine Isolierung Deutschlands tritt offenbar zu Tage. Neue Bündnisse, die uns zum mindesten nicht freundlich gegenüberstehen, haben sich gebildet oder sind in der Bildung begriffen. Der alte Dreibund erweckt bedeutende Zweifel an seiner Festigkeit und Dauerhaftigkeit. Von Rußland kann kein Mensch wissen, ob und wann es aus den gegenwärtigen Frren wieder zu festeren Verhältnissen gelangen wird. England will seine unbedingte Herrschaft über die Meere unter allen Umständen gewahrt wissen." Bei Besprechung der Kolonialpolitik des Deutschen Reiches sprach der Referent sich in mehrfacher Beziehung tadelnd aus, äußerte jedoch gleichzeitig die Hoffnung, daß der neue Kolonialdirektor mit eisernem Besen auskehren und in der Leitung der Geschäfte recht viel kaufmännisches Geschick beweisen werde. Nach kurzer Besprechung der Zoll- und Handelspolitik ging Abg. Hieber auf die Beleuchtung des Mannheimer sozialdemokratischen Parteitages ein und behandelte zum Schluß die Steuerreform in ausführlicherer Form. Der Redner führte weiter aus: ,, Das allgemeine Wahlrecht ist unabänderlich, auf dem Wege des Konstitutionalismus gibt es nur ein vorwärts. Die Schule soll das Eigentum des nationalen Staates bleiben, die preußische Landtagsfraktion hat beim Schulgeset wahrhaft staatsmännisch gehandelt. Wir kämpfen für Versöhnung von Staatsmacht und Volksfreiheit, Wohlstand und Wehrkraft, Bildung und Glauben, feste Staatsautorität und freie Entfaltung der Individualität." Rufsland. ** Eine Verfügung, die gegen die Revolution gerichtet ist, aber viele Unschuldige trifft, erregt wiederum die Gemüter. Wie aus Rußland eingetroffene Reisende erzählen, werden nunmehr auf Befehl des Polizeidepartements alle Eisenbahnzüge von zahlreichen Geheimpolizisten und Gendarmen begleitet. Diese haben das unbeschränkte Recht, jeden Passagier zu untersuchen, zu verhören und zu verhaften. Die Polizisten lassen sich dabei große Brutalitäten zu schulden kommen. Die Verfügung wurde erlassen, um das Reisen der Revolutionäre von Ort zu Ort zu unterbinden. Ferner liegen folgende Meldungen vor: Simbirst, 6. Oktober. Der durch einen Bombenwurf verwundete Gouverneur General Starynkewitsch ist an Blutvergiftung gestorben. Petersburg, 6. Oktober. Die Zarin begibt sich mit ihren Kindern nach Darmstadt, wo bereits Vorbereitungen zu ihrer Aufnahme getroffen werden. Man schließt daraus auf eine Verschärfung der Lage im Lande. Kronstadt, 6. Oktober. Wegen der tampflosen Uebergabe von Schiffen in der Seeschlacht bei Tsushima ist Admiral Nebogatom mit einem Teil seiner Untergebenen einem hiesigen Gerichtshof zur Aburteilung überwiesen worden. Afien. ** Das Uebereinkommen zwischen Rußland und England Aber Tibet soll in den nächsten Tagen unterzeichnet werden.. England verzichtet in dem Uebereinkommen auf die Sonder rechte, die es infolge der Expedition des Obersten Younghus6. 33. FREE ex 111 en ng a BAGE m. man gelehrten Seite, alfo niemand ersichtlich hob diesen Stein heraus- es war auf der dem Bimmer zu ein lofer 8iegelstein bas Bersted der Schlüffel andeutete. Scheine desselben fand Eduard bie Stelle im Rauchfang, wo Ramin, in welchem ein verglimmtes Feuer brannte. tommt." Er schlich sich von der Tür wieder weg nach dem untersuchung der näheren Umstände in biefer Doppelantlage meine Unschuld zu Tage fommt, wenn tellen. Borher hoffe ich, daß auch ohne mein Dazutun um eventuell einzugreifen und mich selbst meinem Stichter zu und entnahm ber nun zur Vor. Beim Er bem Innern des Fasses zu Es war baß nicht so leicht. hätte herausreißen tönnen. fleineren Faß, welches mitten ber sich alschend burch blefelbe fortpflanzte. Wohin? Nach ben tiefen Nacht glimmte nur noch noch der leuchtende Funke Bicht fiel zur Erbe- er trat es aus; aus der ihn umgeben jener Gedante ihn stürzte, verlieh ihm Riesenkraft. Dat wegung nach dem Faß, welches er umzustürzen versuchte Buckte ihn bligartig; aber nicht minder rasch war seine Be Aber die Verzweiflung, in welche Ein furchtbarer Gedanke burch verzehrte, als daß er ste noa in dem großen Faß einem lein nach: oll bwatsch Soldatenmutter", BB mancher anzutede gekostet. gewesen sein, nun war feine Branlen wilst umwuchert, bie neunzehnten Jahrhunderts ein recht vornehmes Gartenhaus würdig wie ste selbst. Es mag in dem ersten Jahrzehnt des gärtengeschmückten Borstadt auflösen. Ihr Haus war merk. elgentlichen Stadt sich in die anmutige Unregelmäßigkeit ber - bann ftefen bie Rangen davon, benn ben Stock hatte schon Fräulein Flemming wohnte da, wo die Straßenzüge ber Pracht verblichen. Glemming te brohenb ben Stod Joh Mutter lemmingf Waldrebe meister aber aber war ersta bas aber die Spuren hoher Schönheit, weise. puden, wenn über den Markt nach wanderte sie durch die fowohl Tagtäglich ging fie ben gleichen Weg. Sie war eben nur in einem Punkt närrisch. Schleier zurückschlug, wie über thre verständige Ausdrucks. Fräulein Flemming feit diesem Borgang und pflegte auszu feine Rangen besser zu erziehen. Die Bürgermeisterin haßt bie bas Geficht Fräulein Flemmings aufwies, als te ber gab man mit allem Machbruc ben guten tat dem Schloßplan. mp fish his Haupt schmalen Straßen der alten Stabi tornen fah. Der Amtsrichter Am Vormittag band in ziet erworben hat, während Rußland seinen Anspruch, Schußmacht des Dalai Lama zu sein, aufgibt. Tibet wird wie früher, ausschließlich als ein Vasallenstaat Chinas betrachtet werden. Kleine politische Nachrichten. Lübeck, 6. Oktober. Der Senat beschloß, Mädchen zum Besuch des Reformgymnasiums zuzulassen. Braunschweig, 6. Oktober. Der braunschweigische Regents schaftsrat hat den Staatsminister Dr. von Otto und Geheimrat Boden zu Bevollmächtigten beim Bundesat ernannt. Haag, 6. Oftober. Die Regierung zog die Vorlage betreffend die Forderung von 75 000 Gulden zurück, die als Kosten für die Aufnahme der Mitglieder an der zweiten Friedenskonferenz verlangt waren. Sofia, 6. Oktober. Bei dem Grenzorte Romovswfamat fand ein Kampf zwischen einer türkischen Patrouille und einem bulgarischen Grenzposten statt. Ein türkischer Hauptmann wurde dabei getötet und die türkischen Soldaten zurückgeschlagen. Marokkanische Wetterzeichen. Tanger, Anfang Oktober. Es gärt im Lande des Scherifs. Die neuerlichen Unrugen in Mogador und Casablanca stehen zwar in feinem tatsächlichen Zusammenhang mit den fürzlichen Straßenfämpfen in Tanger, aber der ideale Zusammenhang, die Abwesenheit jeden Gefühls für Ordnung, ist vorhanden und die jüngsten Vorkommnisse sind um so bedenklicher, als sie nicht Kämpfe unter Muhammedanern bedeuteten, wie in Tanger. Mogador und Casablanca sind beides wichtige Handelsstädte an der Westküste von Marokko. Beide Plätze sind Anlagen verhältnismäßig jungen Datums, der eine spanischen, der andere portugiesischen Ursprungs, jetzt aber beide maurische Städte. um In Mogador, dessen Straßen gradlinig angelegt sind wie die europäischen, trifft der gesamte Handei des Atlasgebietes und des die zweite Hauptstadt Marokios Merrakesch gelegenen Landes zusammen. Das Hinterland ist ungemein reich, aber von einer Bevölkerung bewohnt, die jedes Eindringen von Europäern zu verhindern wußte. Seine Bewohner, Sousleute oder Suassi genannt, sind trotz ihrer Europäerfeindlichkeit sympathische Erscheinungen, offene ehrliche Berber. Aeußerlich erkennt man sie an ihrer düsteren Tracht, fie tragen dunkelblaue Burnusse und Kopftücher, mit denen sie sich selbst das Gesicht zum Schutze gegen die heißen Strahlen der Sonne verhüllen, sie auf ihren pfeilschnellen Kamelen durch die Wüste reiten. In Mogador machte neulich der mächtige Kaid Anflus, dessen Gebiet an das der Stadt stößt, einen Einfall, hauptsächlich um die zahlreichen Israeliten zu brandschaßen. Diese stehen fast alle unter europäischem Schutz, haben vielfach die ihnen vom Sultan vorgeschriebene Tracht mit der europäischen vertauscht und sich Wohnpläge außerhalb des ihnen angewiesenen Winkels, des Mellah, gesucht. wenn Dieses nahm der Kaid Anflus als Vorwand und verlangte, daß alle Juden wieder ins Mellah zurückkehrten und veranstaltete eine regelrechte Hetze. Mogador befand sich einige Tage in großer Aufregung, man glaubte, es würde sich noch eine Christenverfolgung anschließen und ein fran= zösisches Kriegsschiff wurde hinbeordert. Schließlich zog aber der Kaid Anflus wieder ab, ohne wesentlichen Schaden angerichtet zu haben, aber wahrscheinlich nur, nachdem man ihm den Beutel gut gespickt hatte. Die furz darauf statthabenden Unruhen in Casablanca richteten sich hauptsächlich gegen die Europäer. In Casablanca, dem Size der europäischen Berufskonsulate an der Küste Marokkos, war als Gast des Sultans eingezogen Mael- Ainin, zu deutsch Quellwasser. Dieser ist ein Heiliger und zwar ein sonderbarer. Ma- el- Ainin ist schwarz und reist mit 50 schwarzen Anbetern durch Marokko, wahrscheinlich auf dem Wege nach Mekka. Die dieser Pilgerreise vor= hergehenden Fasten mögen ihn etwas erregt haben. Denn plöglich erfaßte ihn eine große Christenwut. Der Laden eines Franzosen wurde geplündert, Ma- el- Ainin verlangte den armen Besitzer tot oder lebendig, und seine Anhänger rasten unter Mordgeheul durch die Straßen, wobei sie auch glücklich drei Europäer erwischten und jämmerlich verprügelten. Als der Pascha der Stadt seine Soldaten auf Posten ziehen ließ, wurde Ruhe und Ma- el- Ainin zog, von dem Stadtoberhaupt für seinen Glaubenseifer beglückwünscht und hinaustomplimentiert, ab. Beachtenswert ist, daß sich die Stadtbevölkerung weder in Casablanca noch in Magador an den Unruhen beteiligte, außer einigen Straßenjungen, die ein paar Fenster einwarfen. Ob die konferenzgemäße Polizei für solche Fälle Abhülfe geschaffen hätte, ist eine schwer zu beantwortende Frage. Ich fürchte, nein. Soziales Leben. Dr. J. Jung. X Lohnbewegung im Kohlenbergbau. In einer in Essen abgehaltenen Sitzung der Siebenerkommission wurden sich die Bertreter der fünf Bergarbeiterverbände dahin einig, eine Lohnerhöhung von 15 v. H. für alle deutschen Bergbaureviere zu fordern. Diese Forderung wird gemeinsam durch die Verbände an die Organisationen der Bergwerksbesitzer und die einzelnen Grubendirektionen gerichtet. Mit diesem Beschluß ist die Gefahr des schon länger befürchteten Generalstreiks näher gerückt. Aus Swansea in England kommt die Nachricht, daß der englische einen Brief von dem deutschen Bergarbeiterverband erhalten hat, in dem die Möglichkeit eines Ausstandes in Deutschland wegen Lohnfragen erwähnt und angefragt wird, ob im Falle, daß ein solcher Ausstand eintreten sollte, die englischen Bergleute ihren deutschen Kameraden durch Verhinderung einer gesteigerten Ausfuhr englischer Kohle nach Deutschland zu Hilfe kommen würden. Auch bei der belgischen Arbeiterpartei soll wegen der Inszenierung eines Generalstreifs sondiert worden sein. Hoffentlich wird, ehe es soweit kommt, eine Verständigung erzielt. Deer und flotte. Leinwandboote im französischen Heere. Versuche mit einem von einem Soldaten erfundenen Faltboot haben auf der oire bei Tours mit Erfolg stattgefunden. Zum Zusammensetzen des Bootes, das den deutschen Faltbooten ähnelt, benußen die Franzosen 4 Gewehre in Verbindung mit 3 Brettern und einigen die Schwimmfahigkeit des Bootes erhöhenden Aluminiumröhren. Sämtliche Bestandteile des Fahrzeuges 1- sen sich auf dem Marsche bequem durch drei Mann mitführen. Neuer Kriegshafen Englands. Der Bau des neuen Kriegshafens in Dorist begonnen worden. Es werden Anlege- Quais für 30 Te oger und 6 Unterseeboote gebaut. Nab und fern. † Verbotene Ansichtskarten. Im Auftrage des preußischen Ministers des Innern find die in den Handel gebrachten Postkarten mit dem Bilde des Arbeiters Biewald, dem bei den Straßen trawallen in Breslau bekanntlich eine Hand abgehauen wurde, jezt beschlagnahmt worden. † Eine internationale Automobilausstellung ist in Leipzig eröffnet worden. Sie ist von zahlreichen Fabrikanten für Motorfahrzeuge, Motoren, Werkzeugmaschinen, Fahrräderund Gebrauchsgegenstände beschickt. Die Mehrzahl der be tannten Automobilmarken ist vertreten. † Revolverattentat auf der Straße. Der Tischler Koch in Nieder- Schönhausen wurde nachts dicht an der SchönHolzer Heide auf offener Straße erschossen. Der Verdacht der Täterschaft lenkt sich auf den Bauwächter Strike, der in angetrunkenem Zustande um die Zeit, als der Schuß fiel, etwa 2 Uhr nachts in jener Gegend gesehen worden und seitdem nicht aufzufinden ist. † Durch Zufall gerettet. Die Familie des bayerischen Kammerpräsidenten v. Orterer in München wäre in der Nacht beinahe einer Gasvergiftung zum Opfer gefallen. Zum Glüd erwachte die älteste Tochter infolge heftigen Kopfschmerzes; fie erkannte die Situation und sorgte sofort für frische Luft und Berufung eines Arztes, dem es gelang, die Folgen der Gifteinatmung bei sämtlichen Familienmitgliedern, die bereits betäubt waren, zu beseitigen. † Dem irdischen Richter entzogen hat sich der 25 jährige Barbier Goebel in Herrustadt bei Glogau, der vorgestern seine 21 Jahre alte Ehefrau bestialisch ermordete, indem er ihr mit einem Rasiermesser den Unterleib aufschlitte. Er wurde kurz nach Entdeckung der schrecklichen Tat in der Nähe von Herrnstadt an einem Baume hängend aufgefunden. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. † Die letzte Schicht. Auf Gräfin Lauragrube sind beim Pfeilerabbau fünf Bergleute durch Zusammenbruch von Kohlenmassen verschüttet worden. Zwei der Verunglückten wurden schwer verletzt zu Tage gefördert. Gestern nacht gelang es, zwei der Verschütteten, leider nur noch als Leichen, zu bergen. Der Letzte konnte schwer verletzt zu Tage gefördert werden. † Ein geheimnisvoller Geldfund wurde dieser Tage auf dem Hauptpostamt in Braunschweig gemacht. Unter den mit der Bahn eingetroffenen Briefsäcken fand sich ein Paketchen, bestehend aus zwölf Einhundertmarkscheinen. Es wurden sofort Nachforschungen zur Aufklärung angestellt; man vermutet, daß es sich um einen Diebstahl handelt. Wie wir vor einiger Zeit meldeten, ist auf dem genannten Hauptpostamt ein Wertbrief über 7000 Mark spurlos verschwunden. Ob der jetzige Fund hiermit in Verbindung zu bringen ist, wird die weitere Untersuchung ergeben. † Gefährliches Spielzeug. In Hayingen fanden Kinder eine Dynamitpatrone, die sie anzündeten. Infolge der dadurch entstandenen Explosion wurden drei Kinder furchtbar verstümmelt, vier erlitten leichtere Verlegungen. † Explosion im Tunnel. Eine Leuchtgasexplosion zerstörte eine im Bau befindliche Unterführung unter der 6. und der Marktstraße in Philadelphia bis zur Mitte des Häuserblocks. 7 Bersonen wurden getötet, 12 verletzt. + Die deutsche Obst-, Gemüse- und Imkerei- Ausstellung wurde in Magdeburg im Friedrich- Wilhelmsgarten eröffnet. Die einzelnen Abteilungen der Ausstellung find ungemein reich beschickt worden, die Imkerei- Ausstellung allein umfaßt mehr als 100 Kästen und Körbe. Bunte Tages- Chronik. Hamburg, 6. Oktober. Das Bremer Vollschiff ,, Ferdinand Fischer", Kapitän Arfmann, ist mit 24 Mann Besatzung auf der Fahrt nach Queenstown verloren gegangen. Hameln, 6. Oktober. Heute morgen ertranken bei dem Weserwehr zwei bei der Reparatur des Wehrs beschäftigte Arbeiter. Wollstein, 6. Oktober. Der Lehrer R. Schädler, Rendant der Spar- und Darlehnskasse, ist nach Unterschlagung von 28 000 Mart verhaftet worden. Sämtliche Lehrer des Kreises verlieren ihre Ersparnisse. Jnnsbruck, 6. Oktober. Das Dorf Dölsach im Pustertal ist zum größten Teil niedergebrannt. Bei den Löschversuchen famen zwei Personen ums Leben, eine Person wurde schwer berlegt. Corales *** 8u unserem größten Erstaunen wurden wir am Samstag gewahr, daß Freitag eine öffentliche Sigung der Stadtverordneten Gießens getagt. Die Sizung muß überraschend schnell einberufen worden sein, da man nicht einmal Zeit gefunden hat, die Gießener Lokal- Presse davon zu benachrichtigen, sondern mit einer Mitteilung an einen Privat- Journalisten sich begnügte. Wir können urs mit dem testen Willen nicht erklären, wodurch die hiesige Bresse die Ignorierung sich zugezogen hat, da sie stets bemüht ist, ihre Aufgabe in richtiger und anständiger Weise wahr zunehmen, sodaß ihr diese Nichtachtung wohl hätte erspart bleiben können. - * Zu den hessischen Landwirtschaftskammer wahlen teilt die Rh.-M. Korr." mit, daß die Wahl. beteiligung in Oberhessen sehr start war in manchen Orten wählten 90 Prozent der Berechtigten und daß dort der frühere hssische Bauernbund, also die Richtung Bär Hirschel Köhler, fast sämtliche Mandate gewinnen dürfte. In Staitenburg giht der Landwirtschaftliche Verein Hand in Hand mit dem Bauernbund, doch dürfte letterer 5 selbst ständige Mandate erringen. Rheinhessen zeigte sehr wenig Anteilnahme an den Wahlen. Gestern Nachmittag 3 Uhr hielt die Freiw. Gailsche Feuerwehr zu Gießen in Gegenwart zahl reicher schauer ihre diesjährige Schlußübung ab. Anwesend waren u. a. die Herren Dr. Wörner, Polizei amtmann Herberg, Kommerzienrat Gail und Brand direktor Traber, sowie der Vorstand der Gießener Freiw. Feuerwehr. Der Ubung lag folgende Idee zu Grunde: Die Freiw. Gailsche Feuerwehr übt im Oswalds- Garten und erhält dabei die Nachricht, daß das frühere Semmler'sche Haus in der Walltorstraße brennt. Das Korps wird aren Gelber ben - Borten flang ba falt an der Ber en hervor. berichte ist zu ent Canvereinigungen be ren und 6 in an baft fich befinden 1905 2355 Mit fich auf% Milli glieder in die Geng al vermehrte fich erein fchließt 105 miffe betreffs Bef Borfigende empfie ft vorfichtig zu fe Baugenoffenfchaft den fehr viele Au denb- auf die Abrechnungen m aptfache ist, daß b erall mit geeigneten Mitglieder un tigfte Frage im g Grundftüdsfrage ar Landesverficherung sofort alarmiert und findet beim Eintreffen auf der Brand. stelle den hinteren Teil des Hauses nebst dem Treppenbau bollständig vom Feuer ergriffen, das durch die in dem Hause lagernden Warenvorräte reichlich Nahrung findet und durch den herrschenden Südwestwind bereits in der Mitte des Dachstuhles des nebenstehenden Staudt'schen Wohnhauses durchgebrochen ist. Den Bewohnern des nach der Straße gelegenen Mansardenzimmers im Staudt'schen Hause ist dadurch die Rettung über die Treppe unmöglich gemacht. Auch im mittleren Stocke des Semmler'schen Hauses sind Menschenleben in Gefahr. Es erhalten nun den Auftrag: a der Leiterzug, die Rettung der sich in Gefahr befind lichen Bewohner der Staudt'schen Mansarde zu bewerk. stelligen, und sich dann an dem Ablöschen des Brandes zu beteiligen, b der Steigerzug, an dem Semmler'schen Hause mittelst Hakenleitern einzufteigen, durch den Rettungs sack die noch im mittleren Stocke befindlichen Personen in Sicherhrit zu bringen, den Gesimsrock nebst Leiter an die Vorderfassade einzuhängen, die italienische Leiter an der das Feuer zu bekämpfen. Die Uebung wurde in allen Einzelheiten exaft ausgeführt, sodaß die geladenen Herren sich anerkennend äußerten. Nach der Uebung vereinigten die Ecke der Bozelsgasse aufzustellen und mit 2 Schlauchlienien Teil ihrer anlegbaren G uerer Beit ift aud -Benoffenfchaften bi Berficherungsanftalt Kameraden sich zu einem gemütlichen Beisammensein in der ähr bemerkt der Ber Reftauration Bum Pfau", wo die Zeit bei trefflichen Reden und frohen Liedern angenehm hirfloß. Sehr viel Effekt rief auch eine humoristische Ehrung des Tamburmajors Friedrich Diehl hervor. * " Wie * Sanitäts Ausbildungskursus. aus dem Inseratenteil ersichtlich, beginnt die hiesige Freim. Sanitätstolonne am Dienstag, dem 16. d. M. einen weiteren Ausbildungs- Kursus, an dem sich auch neue Mitglieder beteiligen fönnen. Der junge Verein hat in den wenigen Jahren seines Bestehens bewiesen, wie notwendig die Errichtung einer Sanitätskolonne in unserer Stadt ift. Findet doch kein größeres Fest oder sonstige Veranstaltung, die größere Menschenmassen zusammenführt, statt, ohne daß die Sanitätskolonne zugezogen wird, und jedesmal hat sie Arbeit gefunden. Die am vorlegt n Sonntag abgehaltene gemeinschaftliche Uebung der Feuerwehr und Sanitätsfolonne hat den vielen Zuschauern ein recht anschauliches Bild von der Tätigkeit der Kolonne gegeben und wir hoffen, daß ihr ernstes und eifriges Bestreben, ihre Kräfte zum Wohle der leidenden Menschheit weiter aus zubilden, von Seiten unserer Einwohnerschaft durch den Bettritt vieler neuer Mitglieder unterstützt wird. P. Zwischen mehreren Personen fam es heute Nacht in Gießen zu einer Schlägerei, wobei das Messer eine Rolle spielte. Der Täter, der in Notwehr gehandelt haben will, wurde verhaftet. P. Einem Knechte wurde beute Nacht sein Portemonnaie mit 20 Mt. unter dem Kopfkissen hervorgestohlen. " gh. Jedem die eigene Scholle! Gestern tagte im Neuen Saalbau" zu Gießen die Versammlung der gemeinnüßigen Bauvereine im Großherzogtum Hessen, die wieder mit größter Deutlichkeit zeigte, daß eine der brennensten Fragen unserer Zeit das Wohnungs problem ift. In feurigen Zügen flammt am Himmel unseres aufgehenden Jahrhunderts das Wort: Der Kulturstand etnes Voltes richtet sich danach, wie ein Volf wohnt. Immer rauher, immer härter ist der Lebenstampf geworden. Der moderne Geist hat mit stürmen der Hand soviel Breschen die Umwehrung des Einzelnen gelegt, daß er überall vor den innersten Toren des Ichs steht. Nur eine Etappe hält noch stand: die Wohnung, das eigene Heim! Fällt auch diese, so verschwindet alle Eigenart und die große Nivellierung bricht zu allen Seiten herein. Dieses zu ver hindern ist die Aufgabe der gemeinnüßigen Bauvereine. Die Versammlung wurde gegen 11 Uhr durch den Direktor, Landeswohnungs Inspektor Greßschel, mit begrüßenden Worten eröffnet. Unter den Erschienenen bemerkte man u. a. den Borsigenden der Landesversicherungsanstalt Geh. Rat Diez D. B. Mecum, Beigeordneten Curschmann, bie Stadträte M dizinalrat Dr. Haberkorn und Dr. Ebel, während Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert, da leider verhindert war, an den Verhandlungen teilzunehmen, sich entschuldigen ließ. Einleitend bemerkte der Bo sigende, daß die gemeinnüßigen Bauvereine in der Prax arbeiteten und mancher daher wohl schon eine Enttäuschung erfahren; daß die Kraft aber trotzdem nicht erlahmt fe steht im Vordergrunde, sie ist im wesentlichen Kleinarbei, spreche nur zu Gunsten der Bauvereine. Die praktische Arbeit denn mit der Großzügigkeit, wie die Theorie sie aufwerfen fann, fommen die Baugenossenschaften nicht aus. Das Ideal ist, jedem ein eigenes Heim und wenn möglich, eit Teil der Mutter Erde, ein Stück Garten zu erringen. Die welche Gedanken sie auch sonst vertreten. Mitarbeit an dieser Aufgabe tann die Geister versöhnen, Der Direktor der Bezirkssparkasse, Döring Gießen begrüßte die Ver sammelten namens des evangelischen Arbeiter Bauvereins und teilte mit, daß Rommerzienrat Heyligenstaedt seine Pflichten als Reichstagsabgeordneter fernhielten. Sehr bemerkenswert sind die Worte des Ober- Bürgermeisters Mecum, der vers sicherte, daß die Stadt Gießen auch in Zukunft dem Baubereit tatkräftig unterstüßen werde. Dem Bauverein wurden seiner zeit zwei Komplexe zur Verfügung gestellt, auf die er bereits eine Reihe Arbeiterwohnhäuser errichtet hat. Stadt und Bauvereine füßen sich eben gegenseitig, schloß der Ober Bürgermeister. Geheimrat Dieß gab seiner Freude ob de Förderung der Bestrebungen Ausdruck. Er bat aber gleich zeitig, nicht allzuweitgehende Gesuche an die Landesver ficherungs- Anstalt zu stellen, da ihre Anlage- Mittel von Jahr zu Jahr geringer würden. In erster 2 nie aber sollten ihre - Statut der Genoffer Geright vollzogenen In der fich ansch heimrat Diez das ficherungs- Anstalt bie Arbeiterwohnhäusern 410000 R. an Darleh eitere 300000 Mt. für fonftigen Wohlfahr Belder ift zu 31/ ur frier 66%%, i orden. Ec empfiehlt itlang der Gemeinden Heppenheim, Friedbe ihre Erfahrungen, зи alle flang aber b Etrat Dr. Ebel e baurecht zu erwerben große zufammenhäng alten, und im Inter Baugrund billig zu erwe Duettor Döring Gie Grnahme von 340 Freiwillige Am 16. de. Js. Ausbi et bon Herrn Oberarz Die Uebungsstund in der Turnhalle Petanlage abgehalten. Die Mitglieder d gaftunden pünft Seitritt neuer Mitglied Kolonnenführer, erflärungen entge Gießen, den 6 in der ersten lebur Achtung! Son Freitag d. 5. laufe ich zu Gießen en Waggon guter Haus- u. zu ganz Zum Verkaufe fom chtopfe, Milchtöpfe, ehkocher, Bratpfannen, nen, Teekannen, Rahr her, Teller. Suppenter iseschüsseln, Waschb nituren, Toiletteneimer userschöpfer, Trichter, heisen etc. etc. Der Bertaus dauert nu Frau Her de Gelegenheit. Ve Die Beikbinde Majdiniftenwohnu eborn follen Mittwoch, den tlich bergeben we Arbeitsbeschreib end der Dienst bote auf Vort Sum genannten Bießen, den Städtis J. mnt. - erfügbaren Gelder den Versicherten zu Gute kommen. Aus kinen Worten klang das lebhafte Wohlwollen und Interesse der Anstalt an der Verbesserung der Arbeiterwohnung unDem vom Vorsigenden erstatteten terhohlen hervor. Jahresberichte ist zu entnehmen, daß im Großherzogtnm Hessen 40 Bauvereinigungen bestehen, von denen 34 dem Verbande Dr. Wörner, Polizei enrat Gail und Brand stand der Gießener Frein. folgende Idee zu Grunde übt im Dswalds Garten B das frühere Semmler'ide Das Korps wi Eintreffen auf der Brand ses nebst dem Treppenba n, das durch die in den eichlich Nahrung findet unb wind bereits in der Mitte en Staudt'schen Wohnhaus nern des nach der Strafe m Staudt'schen Hause it Treppe unmöglich gemad Semmler'schen Hauses find der fich in Gefahr befind chen Mansarde zu bewert - angehören und 6 in anderer Rechtsform als die der Sereffenschaft sich befinden. Die 34 Genossenschaften zählten Ende 1905 2355 Mitglieder, der Wert der Wohnstätten belief sich auf 4 Millionen Mart. 1905 traten 800 neue Mitglieder in die Genossenschaften ein und das Geschäftsbpital vermehrte sich um 168 000 Mt. Der Gießener Bauverein schließt 105 Mitglieder zusammen. Die Revisions. ergebnisse betreffs Geschäfts- und Buchführung sind gute. Der Vorsitzende empfiehlt aber, bei Aufstellung der Bilanzen daßerst vorsichtig zu sein und im Zweifelsfalle den Vorstand der Baugenossenschaft vorher zu Rate zu ziehen, denn es auf die Bauvereine. Auch die Veröffentlichung der Abrechnungen muß in richtiger Weise erfolgen. Eine erhalten nun den Auftrag blicken sehr viele Augen und zwar nicht immer wohl. wollend - * ** 237 Mt. auf, sobaß 132 Mt. und einige Pfennige als Vermögensbestand verbleiben. Dem Vorstand wurde Decharge erteilt.( Schluß folgt.) Die Meldepflicht. Wie aus einer Bekannt machung des Großh. Polizeiamts Gießen zu ersehen ist, werden die Bestimmungen über die Meldepflicht hier vernach läffigt. Namentlich wird in vielen Fällen die Anmeldung Auch der von auswärts zuziehenden Ehefrauen unterlassen. verspätete Meldungen, hauptsächlich der Wegzüg, sind bisher in größerer Zahl zu bemerken gewesen. Der Eintritt militärpflichtiger Personen zum aktiven Dienst und umgekehrt die Rückkehr in den elterlichen Haushalt oder die frühere Stellung wird vielfach nicht gemeldet. Wir weisen deshalb darauf hin, daß jede Person, welche in Gießen 31 oder wegzieht, oder ihre Wohnung verändert, alsbald dem Polizeiamt Mitteilung zu machen hat. Wird diese Meldung unterlassen, so ist der, welcher dem Zu- oder Wegzichenden Wohnung oder Unterkommen gewährt hat, zur Meldung verpflichtet. Ferner ist jeder Dienstbote oder gewerbliche Arbeiter, sobald er in eine Stelle eintritt oder sie verläßt, zur Meldung Gewerbetreibenden selbst oder die Dienstherrschaften dazu verpflichtet. Um sich vor Strafen zu schüßen, ist es deshalb in Bukunft geboten, die Bestimmungen der Meldeordnung, wie sie in dem amtlichen Teil zum Ausdruck gebracht sind, genau zu beachten. ug, an dem Semmler en berall mit geeigneten Mitteln wach erhalten wird, überall Ablöschen des Brandes hauptsache ist, daß das Interesse an den Baugenossenschaften verpflichtet, und falls diese die Meldung unterlassen, sind die teigen, durch den Rettungs an Stode befindlichen Berfonen Gesimsrock nebst Leiter die italienische Leiter an der Die Uebung wurde in allen Die neue Mitglieder und Freunde erworben werden. wichtigste Frage im genossenschaftlichen Leben ist die GeldAm liebsten sind die Bauvereine und mit 2 Schlauchlienien Teil ihrer anlegbaren Gelder zu 32% hergegeben hat. In zur Landesversicherungs- Anstalt gegangen, die einen großen neuerer Zeit ist auch die Landeskreditkasse den Zwecken der § Vom Düngermarkt. Schon vor Jahrzehnten warnte E. von Wolff vor der drohenden Verarmung des Sodaß die geladenen Herren Bau- Genossenschaften dienstbar gemacht worden, doch dürfte Bodens an Phosphorsäure bei unzureichender Düngung. Es ichen Beisammensein in der floß. Sehr viel Effelt rie Des Tamburmajors Friedri Sildungsfurfus. Bie , beginnt die hiesige Freim. en. Der junge Verein bat Bestehens bewiesen, wie der bemerkt der Bericht, daß alle Bauvereinigungen, die the Zeit bei treffichen Belen gebühr best bet Genossenschaft angenommen haben, bei ihren am Gericht vollzogenen Verträgen Stempelfreiheit genießen. In der sich anschließenden Debatte ergreift zunächst Gebetmrat Dieß das Wort, der ausführt, daß die Landesversicherungs- Anstalt bis Ende 1904 beretis 3647 000 Mt. au Arbeiterwohnhäusern hergegeben hat, 1905 gewährte sie rstag, dem 16. b. M. einem 10000 m. an Darlehen, im laufenden Jahre hat sie schon thus, an dem fid aus multere 300000 Akt. für Arbeiterwohnhäuser und 200 000 met. zu sonstigen Wohlfahrszwecken zugesagt. Ein großer Teil der Gelder ist zu 31/ 2% belegt. Die Beleihungsgrenze Ganitätsfolonne in unſet war früher 66%%%%, jest it fie etwas niedriger gezogen größeres Feft oder sonstige worden.& c empfiehlt bei Aufnahme der Gelder die Vernschenmass- n zuſammenfüht, mittlung der Gemeinden. Weiter sprachen noch Vertreter onne zugezogen wird, und von Heppenheim, Friedberg, Butzbach, Mainz und Mombach 1. Die am vorlegt n Som über ihre Erfahrungen, die nicht immer die besten waren. Uebung der Feuerwehr und durch alle flang aber die rüftige Schaffensfreude hindurch. n Zuschauern ein recht a Stadtrat Dr. Ebel empfahl den Genossenschaften, das eit der Kolonne gegeben und Erbbaurecht zu erwerben. Im Interesse der Gemeinden läge and eifriges Bestreben, ihre es, große zusammenhängende komplexe für ihre Zwecke zu den Menschheit weiter au behalten, und im Interesse der Braugenossenschaften, den Einwohnerschaft durch da Baugrund billig zu erwerben. Der Kassenbericht der von unterstützt wird. Direktor Döring- Gießen vorgetragen wurde, weist eine sonen kam es heute Nadt Einnahme von 340 Mart und eine Ausgabe von rund cei, wobei das Messer ein in Notwehr gehandelt habe eute Nacht sein Portemonna en hervorgestohlen. Sholle! Gestern tog eßen die Versammlung de ne im Großherzogtu Bter Deutlichkeit zeigte, da serer Zeit das Wohnung n flammt am Himmel unfae Bort: Der Kulturstand eine ein Bolt wohnt. Imme ebensfampf geworden. Der Hand soviel Breschen gelegt, daß er überall steht. Nur, eine Etape , bas eigene Heim! e Eigenart und die gr ten herein. Dieses zu b meinnüßigen Bauvereine. 11 Uhr durch den Dirett fchel, mit begrüßenden Bo : Freiwillige Sanitätskolonne Gießen. Am 16. ds. Js. beginnt ein Ausbildungskurses der von Herrn Oberarzt Dr. Flath geleitet wird. Die Uebungsstunden werden Dienstags und Freitags in der Turnhalle der Stadtmädchenschule an der Weftanlage abgehalten. Beginn: 9 Uhr abends. Die Mitglieder der Kolonne wollen sich zu den llebungsstunden pünktlich und vollzählig einfinden. Der Beitritt neuer Mitglieder ist sehr erwünscht und nimmt der Kolonnenführer, Herr Stationsassistent Brück, Beitrittserklärungen entgegen. Die Anmeldung kann auch noch in der ersten lebungsstunde im llebungslokal erfolgen. Gießen, den 6. Oktober 1906. Achtung! Der Vorstand. Achtung! haltigen Kunstdüngern so große Beachtung geschenkt wird. In der Hauptsache kommen gegenwärtig entweder Thomasmehl oder Superphosphat in Frage. Die Entscheidung, welchem von beiden der Vorzug zu geben ist, beruht in erster Linie auf dem jeweiligen Preise derselben. In diesem Jahre ist der Bezug von Thomasmehl viel vorteilhaſter als der von Superphosphat. In Hessen, Hessen- Nassau und im Kreise weglar kostet für den Konsumenten franto der Stationen 1 Riloprozent wasserlösliche Phosphorsäure im Superphosphat durchschnittlich ca. 35 Pig. 1 Kiloprozent zitronensäurelö 31. Phosphorsäure im Thomasmehl durchschnittlich c. 253/4 27 Bf., mithin it Thomas Didier Durchschnittlich ca. 8 Pfg. Der Anfauf von einem Waggon Thomas meht zu 200 Bentnern bei 15prezentiger Ware bedeutet also eine Ersparnis von ca. 127,50 Mt. gegenüber Superphosphat. Kein rechnender Landwirt wird sich diesen großen Vorteil entgehen lassen. * Teuere Hasen. Für die bevorstehenden Treibjagden bekommen eben unsere Jagdbesitzer von vielen Seiten aus benachbarten Städten Anerbieten zur Abnahme der zu erlegenden Hasen und zwar werden Preise geboten wie nie zuvor. Während seither die Treibjagd- Ergebnisse immer zu 2,60-2,80 Mt. verkauft wurden, bieten dieses Jahr die Wildprethändler pro Stück 3,20-3,30 mt, was bei Jagden, Arbeitsvergebung. Zum Neubau eines Hauses in der Liebigstraße sollen bergeben werden: Titel I Erdarbeiten, Maurerarbeiten, " " III Steinhauerarbeiten, " IV Zementarbeiten, " V Zimmerarbeiten, " VI Dachdeckerarbeiten, " VII Spenglerarbeiten. " VIII Schreinerarbeiten, " IX Glaserarbeiten, X " H XI Tapeziererarbeiten, " " XIII Kanalisationsarbeiten, 11 XIV Wasserleitungsarbeiten, " XV Zentralheizung, " f Weißbinderarbeiten. XII Schmiede- und Schlosserarbeiten, XVI Insgemein: Rolläden-, Träger-, Licht- und Klingel Anlage, Heizgas, Aufzug- und Ventilationsanlage. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Lieferungszungsanftalt Geh. Nat Dit berkaufe ich zu Gießen im Saale des Gaſthauses zum„ Bfau" in bedingungen liegen in dem Bureau des Architekten en bemerkte man u. a Von Freitag d. 5. bis Donnerstag d. 11. Oftbr. berforn und Dr. Ebel einen Waggon guter, im Sebrauch beftens bewährter gebotsformulare von dort bezogen werden. eten Curschmann, 5. Rat Dr. Greidert, da Berhandlungen teilzun leitend bemerkte der Bo Bauvereine in der Bra oohl schon eine Enttäus trozdem nicht erlahmt bereine. Die praftische bi der Neustadt emaillierter H. Kockerbeck, Wilhelmstraße 3, auf, und können die AnDie Angebote sind für Titel I, II, III, IV und V bis Mittwoch, den 10. Oktober 1906, abends 8 Uhr Haus- u. Küchen- Geräte und diejenigen für Titel VI bis XVI bis Donnerstag, den 15. November 1906 einzureichen bei dem Kath. Kirchenvorstand zu Gießen. zu ganz enorm billigen Prisen. Zum Verkaufe fommen: Kochtöpfe, Schmortöpfe, Ringtöpfe, Waschtöpfe, Milchtöpfe, Kasserollen, Nudelpfannen, Fischkocher, Milchkocher, Bratpfannen, Wasserkessel, Seihen, Durchschläge, Kaffeelannen, Teekannen, Rahmgiesser, Präsentierteller. Tassen, Trinkim wesentlichen Sleinarbe becher, Teller, Suppenterriner, Salz- und Mehlbehälter, Essenträger, Gemüseschüsseln, Waschbecken, Fusswannen. Teigschüsseln, Waschgarnituren, Toiletteneimer, Nachttöpfe, Wassereimer, Milchkannen, Wasserschöpfer, Trichter, Schöpf- und Schaumlöffel, Kehrschaufeln, Reibeisen etc. etc. Der Verlauf dauert nur kurze Zeit und versäume daher niemand Frau Hermann Butront aus Wetlar. ie die Theorie fie aufwer enfchaften nicht aus. Da eim und wenn möglich, et id Garten zu erringen. D Der Direttor bertreten. Gießen begrüßte die B fchen Arbeiter Bauvereing u Degligenstaedt feine Bi fann die Beifter verföhnen diefe Gelegenheit. - hielten. Sehr bemerkenswert ermeifters Mecum, der ver ch in Zukunft dem Bauerein Dem Bauverein wurden feiner ng geft: Dt, auf die er bereit Oba Verdingung Die Weißbinderarbeiten für die Unterhaltung der Maschinistenwohnung beim städtischen Pumpwerk in Queckborn sollen Mittwoch, den 10. 1. ts., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Vergebung von Erdarbeiten Die Erdarbeiten für den Ausbau der Friedrichstraße zwischen der Frankfurterstraße und der Rodthohl sollen Montag, den 15 B. Mts., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während die mehrere tausend pasen liefern, eine ganz respektable Mehreinnahme bedeutet, wodurch der diesjährige verminderte Jagdbestand mehr wie ers gt werden dürfte. Diesen Aufschlag haben natürlich die so sehr hohen Fleischpreise verursacht. * Fellingshausen, 7. Oft. Nunmehr steht unser neues stattliches Schulhaus vollendet da. Seine äußere Form wird zwar von vielen getadelt, zumal dem einen Schulsaal nach der Straßenseite die Fenster fehlen. Mit Recht werden jeßt aber alle Schuläume so gebaut, daß das Licht nur von links einfällt; blos das Auge will sich nicht recht an diese Form gewöhnen. Die Schule enthält 2 Klassen und 2 L- brermobnungon. Kräftigungsmittel tür Geschwächte und Rekonvaleszenten. Diejenigen, welche durch schwere Krankheiten schwach und kraftlos sind, sowie alle, die an Schwächezuständen, Ermaitung und Ueberanstrengung leiden, finden in Ferromanganin ein Kräftigungsmittel allerersten Ranges. Es gibt dem Körper neue Lebenskraft, der Patient nimmt an Kräften und Gewicht zu, selbst in Fällen, wo alle anderen Mittel ohne den geringsten Erfolg geblieben sind. Männer und Frauen, die durch geschäftliche oder häusliche Anstrengungen heruntergekommen, erhalten durch Ferromanganin neue Lebensfraft und robuste Gesundheit. Bei Kindern in der EntKrankheiten zu verhüten und eine gute Stonſtitution zu sichern. Ferromanganin ist sehr wohlschmeckend und angenehm zu nehmen, was ein großer Vorzug ist gegenüber allen anderen Präparaten.( Enthält: Gisen 0,5 Mangan 0,1, Zucker 18, Alkohohl und Kognak 15, Reſt deſt. Wasser und aromat. Bestandteile) Beim Einkauf von Ferromanganin sehe man darauf, das echte Praparat zu erhalten, mit einem Mädchenkopf als Schußmarte. Preis Mt. 2.50. In allen Apotheken zu erhalten, wo nicht vorrätig, beziehe man es von: Universitätsapotheke Zum goldn. Engel" in Gießen Apotheke in UlrichEngel- Apotheke Frankfurt a. Mt. stein( Oberhessen) und Stern- Apotheke in Stassel. - ufekes Kinderhervorragend mehl bewährt bei Darmkatarrh Diarrhoe, Brechdurchfall etc. Der heutigen Auflage liegt ein Preisfourant des„ Münchener Engros Versandts Houses Gebr. J.& P. Schulhoff bei, welches besonders für Wiederverkäufer empfohlen werden kann. Bekanntmachung. Montag, den 15. Oktober 1906, vormittags 9 Uhr beginnend, findet an Ort und Stelle die Wieder verpachtung der leihfälligen Triebviertel und zwar: 25 Triebviertel in Gewann 7 bei dem Philosophenwald 16 zwischen dem Mittelweg und der Grünbergerstraße 57 " " " 41 auf 6 Jahre statt. " 1 " 24 hinter dem städtischen Obstbaumstück zu beiden Seiten der Eisenbahn. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Eingang in die Wolfstraße. Gießen, den 5. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Flechten ersteigerung. alles, and trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden u. Beingeschwäre Aderbeine, böse Finger, alte Wundes sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geneilt zu werden, mache noch eines Versuch mit der bestens bewährtes RINO SALBE frei von Gift a. Säure, Dose Mk. 1.-. Nur echt la Originalpackung weiss- grün- rot and mit Firma Rich. Schubert& Co., Wein böhla. Falschungen weise man zurück. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat 20, Benzoclett, Venet. Terp., Kampferplaster, Perabalsam je 5, Eigelb 39, Carysarobin 0,5. En habou in den meisten A der Dienſtſtunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote Wasche mir auf borgeschriebenem Formular, das daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Städtisches Tiefbauamt. J. V.: Köhler. Heirat! Bersteigerung. Dienstag, d. 9. Oktober Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht offen. Intel. Arzt- Witwe, Anfang 40er, bormittags 11 Uhr, versteigere ich Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind sehr häusl. gesinnt. gut. Charakter, auf Dswaldsgarten dahier gegen bis zum genannten Zeitpunkt bei uns einzureichen. errichtet hat. Stabt und genfeitig, floß der gab feiner Freude ob brud. Er bat aber gleid ibre Anlage Mittel von Jab Befuche an die Landeso erfter 2 nie aber follten ihr Gießen, den 6. Oftober 1906. Städtisches Hochbauamt. J. V.: Altvater. herzl. Gemüt ,, wünscht baldigst Barzahlung Heirat mit höherem Lehrer oder eine Zuchtkub. evang. Pfarrer in einem hübschen Die Versteigerung findet bestimmt Landstädtchen. Offert. mit Phot. statt. unter Frau Dr. S. 11289 an die Born, Gerichtsvollzieher, Expedition dieses Blattes erbeten. Gießen. LUHNS Luhns GiebtschönsteWäsche Nurecht MIT ROTBAND Dienstag, den 9. Oktober, nachmittags 2 Uhr, ¡ bersteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung a) 1 Kontorpult, 2 Stühle, 2 große Hängelamben mit Zügen, 2 Handwasch- Behälter und eine Partie Goldleisten. b) 1 Bohrmaschine, buchene und und eichene Bohlen 4 Gaslüfter, 1 Dampfmaschine, 1 vollv rschiedenes ständiges Bett, Weiß- und Bettzeug und Möbel aller Art. Die Versteigerung zu a) findet be= stimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher. Freibant. Schweinefleisch 60 Vfa. Y Y S M US US US US Us W W W W W Stadt- Cheater Giessen. Direttion: Herm. Steingoetter. Dienstag, den 9. Oftober: 1. DienstagAbonnentents= Vorstellung. Nora. Schauspiel in 3 Aufzügen von Henrik Ibsen. SA SA SA SA SA SA IR. MA. SA IN 茶茶 茶茶 茶 **** 茶茶 茶茶 FREEEEE er 111 en SANTANA a m. 33. Bekanntmachung. Die Besizer von Obstbäumen der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, zur Bekämpfung der Cbübaumschädlinge sämtliche Obstbäume bis Mitte November gehörig abtrahen und mit Kalk milch( gelöschtem Stalf, der mit viel Wasser verrührt ist) bestreichen zu lassen. Gießen, den 4. Oftober 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Betanntmachung. Die unterm 21. September 1906 angeordnete Sperre des Riegelpfades zwischen Ludwig- und Ebelstraße wird hier mit aufgehoben. Gießen, den 6. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Riegelpfad und Anlwig von der Querstraße bis berlängerte Wilhelmstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverfehr gesperrt. Gießen, den 8. Oftober 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß die Vorschriften der Meldeordnung. wonach jeder Zu- und Wegzug, sowie jeder Wohnungswechsel alsbald anzumelden ift, nur in wenigen Fällen erfüllt werden. Wir bringen deshalb nachstehend die in Betracht kommenden Bestimm ungen in Erinnerung, mit dem Anfügen, daß die Schuz mannschaft angewiesen ist, in allen Fällen der Unterla ung der rechtzeitigen An- und Abmeldung, Strafanzeige Gießen, den 5. Oktober 1906. zu erheben. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Südanlage zwischen Bismarck- und Bleichstraße bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. Oftober 1906. Broßh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 6. September 1906 angeordnete Sperre ie Königliche Baugewerk- Schule zu Jostein der Sonnenstraße wird hiermit aufgehoben. im Tannus eröffnet das Winterhalbjahr am Donnerstag, den 18. Oftbr. Programme und Meldezettel versendet kostenlos 215. Königlich Preußische Klaffenlotterie. Alaffe. 1. 8tehungstag. 6. Ottober 1906. Vormittag. Nur die Gewinne über 192 Mt. sind in Klammern beigefügt. Whne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) ( Nachdrud verboten.) 156 64 248 412 690 679 918 88 1148 69 81( 400) 832 565 674 843 2178 221 475 676 723 84( 400) 95 884 3303( 400) 17 455 617 756 4037 136 802 62 631 887 5011 68( 10000) 82 126 27 28 233 86 891 428 877 6241 619 824 67 86 958 7638 8212 848 85 414 607( 400) 702 68 838 977 9207 468 649 742 817 60 10065 206 86 465 686 714 11217 31 852 86 484 83 12073 404 613 63 82 790 901 13055 830 700 14228 405 601 734 891 966 15058 83 96 180 839 915 64 6040 89 138 258 65 840 408 693 889 17028 118 860 77 480 612 715 973( 500) 18123 428 616 35( 1000) 69 19148 64 868( 400) 844 20181 362 623( 10000) 862 978 21189 207 871 918 22240 401 2 678 82 23283 410 16 819 25 61 984 95 24618 701 824 25077 165 266 70 76 86 844 418 91 515 710 854 26017 82 128 410 611 48 830 60 962 27047 62 256 90 805( 400) 418 66( 400) 621 804 80 938 28098 290 359 613( 600) 783 29124 219 88 62 842 80 436 621 627 81 69 788 924 56 30130 69( 1000) 316 69 641 834 92 960 31383 617 606 18 883 981 82090 630 889( 400) 33069 83 162 523 80 679 765 34081 170 725 35183 479 86138 70 269 355 63 490 690 775 812 27 43 37184( 500) 201 612 949 38157 99 437 769 39413 20 35 627 732 41 895 962 40061 142 79 256( 3000) 681 602 046 41067 124 424 65 89 762 870 42094 382 94 211 69 437 78 722 96 814 43047 89 150 65 308 71 409 610 44163 483 801 18 45146 243 405 695 941 74 46254 858 450 667 637 700( 400) 61 880 959 47057 198 258 88 455 641 94 657 802 900 48052 222 98 430 64 698 918 81 49200 336 87 658 721 50139 825 92 613 89 827 51053 104 214 728 867( 500) 52030 654 706 814 58181 294 866 79 471 76 716] 851 54242( 400) 337 424 622 653 748 71 55214 516 719 963 94 56252 91 67012 88 89 296 827 83 639 678 769 58417 57 88 59233 624 740 931 60204 700 61034( 1000) 62 58 825 933 88 62081 96 245 610 647 68 757 840 63059 150 66 219 425 613 729 827 62 922 64048 59 113 264 465 874 65168 ( 600) 226 68 69 465 686 677 911 66090 627 784 858 67183 268 404 534 698 990 68149 416 831( 500) 960 69057 171 261 63 306 415 24 78 501 97 614 877 70085( 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Oftober 1906. Großh. Poliziamt Gießen. Herberg. 215. Königlich Preußische Klaffenlotterie. 4. Klasse 1 8tehungstag. 6. Ottober 1906. Nachmittag Nur die Gewinne über 192 Mt. find in Klammern beigefügt. ( Nachdruck verboten.) ( Ohne Gewähr. A. St.-A. f. 8.) 199 639 68 613 23 716 39 88 1068 243 62 97 645 744 900 2066 632 609 710 895 3001 339 467 616 28 50 4085 126 85 205 405( 1000) 766 822 44 965 5083 142 206 306 8 83 90 492 691 651 6101 301 61 78 832 7108 87 418 649 800 27( 400) 69 947 8054 244 301 26 599 695 96 765 9001 206 33 540 677 895 10100 367 81 442 690 830 11050 242 343 80 437 78( 500) 622 63( 400) 705 12158 261 379 687 830 13115 82 326( 400) 412 41 72 14190 252 524 71 674 963 15103 399 793( 400) 822 16313 66 499 546 690 867 82 17011 55 117 64( 500) 259 925 77 18168 355 67 68( 400) 92 696 670 96 732( 500) 898 19297 537 45 48 620 48 77 896( 400) 20042 138 241 397 446 702 58 847 21202 617 34 88( 400) 766 854 951 22013 555 23024 138 339 468 703 911 25 24003 104 61 62 626 748 25138 74 369 471 808 26122 64 364 537 692 756 901 34 71 27046 175 386 451 716 29 57( 400) 976( 400) 28087 237( 3000) 379 447 99 642 688 703 805 29069 104 65 243 851 62 464( 1000) 503 30229 936 31213 45 457 684 848 32322 400 881 33166 80 288 481 550 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547 635 938 68 163049 57 96 535 615 29 90 723 921 77 80 87 99 164020 38 322 601 742 165139 340 617 705 834 166256 522 761 889 923 28 167019 194 356 724 802 168006 47 154 99 224 382 456 706 61 800 11 169049 60 78 275 608 860 952( 500) 76( 400) 170003 138 305 549( 400) 70 608 171263 650 822 172092 173 85 238 426 99 582 648 917 29 34 94 173164 222 500) 61 84 310 552 790 807 174018( 400) 33 54 97 195 252 63 457 692 846 913 175029 162 388 494 99( 500) 516 600 796 842 987 176038 158 87 214 407 783 979 177199 413( 500) 18 655 63 898 178099 317 64 583 682 179051 196 253 465 641 861 911 180285 431( 5000) 869 181426 68 515 611 985 182039 133 203 359 71 458 788 90 865( 500) 183186 296 314 42 67 184193 455 522 721 952 185042 78 183 309 43 626 47 52 93 620 749( 400) 186396 508 684 734( 400) 818 33 187040 107 346 467 188247 840 944 189134 428 712 922 92 190114 65 69 215 359 441 629 955 87 191134 917 91 192142 236 331 48( 400) 69 444 599 638 785 90 869 969 193005 212 466 593 768 881 194384 702 84 195016 157 248 70 313 29 803 917 196124 357 95 456 73 522 27 57 197188 204 65( 400) 401 535( 400) 64 602( 400) 848 51 93 198042 431 849 96 954 199251( 400) 381 93 442 75 88 988 87 200130 348 766 75 927 201066 162 223 657 808 38 82 90( 400) 988 202181 98( 400) 267 500 28 31 643 705( 400) 9 894 924 49 70( 400) 75 203064 241 522 65 678 79 704 204078 110 69 443 94 678 868 976 205367 81 723 811 206087 203( 400) 509 74 748 829 207014 78 188 210 460 520 744 208122 874 977 209006( 400) 128 72 304 418 518 49( 400) 703 52 870 964 210040( 400) 47 65 63 238 545 211010 32( 400) 108 238 662 716 49 889 932 212122 40 69 473 574 882 213065 118 211 415 52 933 214449 545 682 754 820 94 967 215195 206 58 308 486 540 81 680 751 76( 500) 831 84 216040 214 315 78 405 520 662 805 217101 281 93( 400) 476 635 765 839 82 218037 394 663 877 219102 38 438 45 534 834 220049 200 369 581 724 801 921 221076 132 267 456 572 720 824 86 994 ( 400) 222101 334 457 868 905 26 223429 55 71 99 564 701 56 845 956 224069 106 15 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Gewinn à 100 000 40 000 r., 1 à 20 000 t, 2 à 15 000 Mt., 2 à 10 000 3000 m, 30 à 1000 mt., 51 à 500 r., 145 à 400 Mr. r., 1 à 60 000 t, 1 à r., 6 à 6000 22., 10 à Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Auszug aus der Meldeordnung der Provinzialhanptstadt Gießen. Zur Meldung bei dem Polizeiamte find verpflichtet: 1. Wer in die Gemeinde Gießen einzieht, um in derselben seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen, unter Vorlage der ihm von seinem bisherigen Wohnorte erteilten Abmeldebescheinigung binnen acht Tagen vom Tage des Einzuges an( Art 1 des Gesetzes vom 4. Dej. 1874.) 2. Wer aus der Gemeinde Gießen wegzieht, um seinen gewöhnlichen Aufenthalt aufzugeben, unter Angabe des Ortes, an den er verzieht, vor dem Wegzuge( Art.2 des genannten Gesetzes). welche der in die Gemeinde ein 3. Diejenigen, ziehenden oder aus derselben wegztehenden Person Wohn ung und Unterkommen gewährt haben, sofern die Anund Abmeldung durch den zunächst Verpflichteten nicht selbst geschehen ist, binnen 10 Tagen nach deren Einzug oder Wegzug( Artikel 4 des genannten Gesezes). 4. Hauseigentümer von dem in ihren Häusern dur Einzug oder Wegzug vorgehenden Wechsel das Lokal mag zum persönlichen Aufenthalt oder nur zum Geschäfts betrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren bezm fünftigen Wohnungen des Ein- oder Ausziehenden binnen 8 Tagen nach dem Ein- oder Auszuge. Zu gleicher An zeige find Hauptmieter ganzer Häuser oder einzelner Teile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermieter abgeben. Bei unterobrigkeitlicher oder sonstiger Verwaltung befindlichen Gebäuden ist der Verwalter statt des Eigen tümers für die Anzeige verantwortlich( Artikel 85 des Polizeiftrafgesetes). 5. Wer innerhalb der Gemeinde Gießen seine eigne oder gemietete Wohnung verändert unter Angabe de berlassenen, sowie der neubezogenen Wohnung infofer die Meldung nicht bereits durch den nach 4 zunächst Ver pflichteten erfolgt ist, binnen 10 Tagen nach der Wohn ungsberänderung( Art. 7 des Gesetzes vom 4. Dez. 1874) 6. Diejenigen, welche andere bei sich in Schlafftelle aufnehmen, bon jeder Aufnahme binnen 24 Stunden ( Art. 85 des Polizeistrafgesetzes). Bekanntmachung. In der Zeit vom 29. September bis 6. Oktober 1906 wurde in hiesiger Stadt gefunden: 1 lateinisches Lesebuch, 1 Damenring, 1 Damenregenschirm, 1 Arbeitsbeutel, 1 Paar Glace handschuhe, 1 Zwider und 1 Brille. verloren: 1 Peitsche, 1 Portemonnaie, braun mit 3 Münzen, 3 fleinen Schlüsseln und ca. 160 Mar Inhalt, 1 schwarzledernes Portemonnate mit 2,89 Mark Inhalt, 1 Fünfzigmarkschein und Schlüssel eines Petroleumtankapparats. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 6. Oftober 1906. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Ziehung am 15. u. 16. Nov. 1906 Celt- t Gothaer eld- Lotterie 3338 Gewinne u. 1 Prämie Mk. 48000 Grösster Gewinn im glücklichsten Falle: Mk. Arbeiterinnen und Lehrmädchen auf sofort gesucht. Anna Kramer, Damen- Confektion Gießen, Löberstraße 11, part Auf bequeme 25000 Teilzahlung Prämie: HauptGewinn 15000 10000 Lose à 1.-M., 11 Lose 10.-, Porto u. Liste 20 Pf. extra, empfiehlt Carl Heintze, Gotha und alle Loshandlungen. Junger Hausbursche bom Lande gesucht. Näheres d. die Exp. d. Bl. Möbel Herren-, Damenund Kinder- Garderobe Manufakturwaren etc. J. Jttmann Kredit- Haus Giessen Plockstrasse 14-16. 237 fir O Enthält al Der Bund d Nirnberg feine aus allen Zeilen die berichten follen in ihren Kreifen g Ferner follen Anre für die die Initiati Energie des Bunde Le Reform d auf dem Berliner Dant der rührige Kaijerin für ihre Fortschritte gemacht dafür gewedt word arbeit erzogenen als den üblichen Die Forderungen z jdule wurden in Midden zur Erlan eine Gleichstellung d Sealgymnajien verlo allen anderen höhere Knabenschulen. Fortbildungsschulen Arbeiterinnenschußfind auf diesem se worden. Da der g einstimmung aller nur damit zu hel angelernten Hilfsa Beige zur gelernt theitegebiet mach dabin zielende Der Wohnungs meriamteit gefchent mubringender Lätig bertandigere Anord werden. Einer fleißi gelungen, daß der H die obligatorische angeordnet hat. D injtändiger Bunah Von eingehend Reifion des Strai Kader- Gerichtshöfe, Frauen bestehe e die Männer, b Polizeiärztliche Unte Merste geschehen. ericht, das Schuk beraufgelegt werden Alle Sonderbe folche, die ihnen als follen aufgehoben ftrafe werden, da e in der Stille gearb Die Fürsorgetätigt bat fich dort io au Kreu In unf'ter g Straßen hat, und dann, tut' frieren, regnen u uns erbau'n! mir find ein ha mit uns maden Sachen,-wir genießen wir in ob Luft ob Lei Biel neues ift n unf're Pflichten denten, Des bat man jungit tarb in Herbite geheiben