Nr. 184 Rabattion u.Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechenschluh Nr. 362. Mittwoch, den 8. August 1906 Gießener 15. Jahrgang € Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( tö und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheijen Das Satyrspiel in Bulgarien. A. Kr. Sofia, 4. August. Auf der Balkanhalbinsel hat die Gährung neuerdings wieder start zugenommen. Die Berichte aus Bulgarien wissen bor: erregten Volkskundgebungen zu erzählen, von entschiedenen Forderungen, die von großen Massen beinahe mit Wildheit an die bulgarische Regierung gestellt würden und die sämtlich darauf hinauslaufen, Griechenland mit bewaffneter Hand an der ferneren Insurgierung Mazedoniens zu hindern. Das klingt sehr bedrohlich, ist auch bedrohlich genug gemeint aber ganz so schlimm wie es flingt ist es noch lange nicht. Die lärmenden Demonstrationsversammlungen in Bulgarien find Schau- und Theaterstücke, auf Wirkung in die Ferne und auf Täuschung in doppeltem Sinne berechnet. Einmal soll den europäischen Staaten vorgegaufelt werden, daß das bulgarische Volk durch feine Beschwichtigungspolitit der Regierung länger im Baum zu halten sei, und weiter soll die Täuschung erweckt werden, als ob nur Zorn gegen Griechenland, nicht aber Begehrlichkeit nach dem Besitz von Mazedonien die getreuen Untertanen des Fürsten Ferdinand beseele. Schreiber dieser Zeilen ist vor zwanzig Jahren hier gewesen, als Fürst Alexander eben von den im russischen Solde stehenden Verschwörern außer Landes gebracht worden war und seine Rückkehr erwartet wurde, die wenige Tage darauf stattfand. Ich war unter dem Eindruck der Sofioter Melbungen hergekommen, daß hier alle Bande frommer Scheu gelöst seien und ein verzweifeltes Volk lieber bis auf den lezten Mann fallen, als von dem Fürsten lassen wollte, den Europa ihm gegeben. In der Grenzstadt Zaribrod bekam ich schon einen Vorgeschmack. Illumination und Fackelzug waren vorbereitet. Auf meine Frage, warum man nach hereingebrochenem Abend noch mit dem Beginn der Feier zögere, erhielt ich den naiv- aufrichtigen Bescheid: man warte noch auf Nachricht, wem zu Ehren Fackelzug und Illumination stattfinden sollten, dem zurückkehrenden Fürsten Alexander, oder dem russischen General Kaulbars, oder irgend einem der zahlreichen interimistischen„ Regenten" zu Ehren. Von Sofia aber schickte ich ein Telegramm nach Haus, dessen Wortlaut - mir im Gedächtnis geblieben ist: Hier herrscht Ruhe und höchste Wurstigkeit." Den Sofioten war es wirklich höchst gleichgiltig, wer im Konat, dem hübschen Fürstenschlößchen, residierte. Die Sofioten fümmern sich auch heute nicht um Mazedonien und nicht um Griechenland. Die Lärmmacher find politische Geschäftsleute, die ganz genau wissen, was bei dem Geschäft für sie herausschaut. Sie find auch keine Unternehmer auf eigene Rechnung, sondern die Agenten kundiger Hintermänner oder wenigstens eines Hintermannes, dessen verschlagene Politit schon einen gewissen Ruf erlangt hat. Gewerbsmäßige politische Lärmmacher sind es, die durch Umzüge und Versammlungen deren im übrigen die hiesige friedliche Bevölkerung gar nicht achtet auf dem Umwege über Eucopa in Griechenland eine Gegenstimmung hervorrufen und fünstlich den Vorwand für einen Friedensbruch schaffen oder konstruieren wollen. Ich halte die Griechen keineswegs für zu fromm zu Brigantenunternehmungen in Mazedonien. Aber für zu vorsichtig halte ich sie dazu. Die türkischen Schläge aus dem letzten Feldzug sind ihnen in noch zu frischer Erinnerung. Ich fann mich jedoch der Bermutung nicht entschlagen, daß die angeblichen Griechenbanden, die sich in Mazedonien unnütz machen, und unter politischer Flagge Massenräuberei treiben, aus verkleideten Bulgaren bestehen, die, wie in einer Operette, bald die Verfolger, bald die Verfolgten spielen, in jedem Falle aber mitgehen heißen, was nicht niet- und nagelfest ist. Der Unfug begann kurz nach Ausbruch des russischjapanischen Krieges, genauer: nach den ersten russischen Niederlagen, als man in Bulgarien angefangen hatte, den ,, BarBefreier" nicht mehr so sehr zu fürchten. Mit Bedauern und mit noch größerem Erstaunen nahm man hier wahr, daß die Berliner Vertragsmächte nicht ohne weiteres darein willigen mochten, des geschlagenen Rußlands politisches Orientprogramın als überwundenen Standpunkt zu betrachten und zu behandeln. Damals machte Fürst Ferdinand wieder eine seiner bedeutungsvollen politischen Rundreisen. Er hatte wieder fein Glück. Er wurde abermals vertröstet. Den bulgarischen Landen in Mazedonien wurde abgewinkt, und die Ruhe fehrte zurück. Inzwischen hat Rußland einen zweiten gefährlicheren Krieg zu bestehen, den Krieg mit der Revolution. Es ist möglich, daß der„ Zar- Befreier" aus diesem Krieg fiegreich hervorgeht, wenn es auch nicht gerade wahrscheinlich ist. Aber geschwächt wird er jedenfalls sein, und auf lange Zeit hinaus gehindert, eine offensive Politik nach außen zu führen. Das ist die bulgarische Rechnung, die in ihrem Schluß falsch sein kann, doch insofern richtig ist, als Bulgarien nicht hoffen darf, jemals mit des zarischen Rußland Zustimmung den Besitz von Mazedonien für sich zu erlangen. Darum haben es die politischen Geschäftsmänner Bulgariens etwas eilig. Sie wollen zum Vorgehen " gezwungen" erscheinen, und sollten sie sich selbst zwingen. Die Umstände find gar zu günstig: Der große Nikolaus in Peterhof ist von seinem eigenen Volk bedroht und seiner Soldaten nicht sicher der kleine Nikolaus von Montenegro ist am Verhungern, seitdem die Subsidien aus Petersburg der Schwarze Beter von Serbien bat fich von ausbleiben - - der Wordaffäre noch nicht reingewaschen, weil er solange mit den Königsmördern an einem Tisch gesessen. Bleibt nur noch Griechenland, und mit dem hofft man fertig zu werden, ihm denkt man den Rang ablaufen zu können. Der politische Lärm ist bedeutungslos und nichtig, sobald von Europa aus hierher nachdrücklich abgewinft wird. Denn eine Intervention fönnte auch einmal von anderwärts herkommen als von Rußland. Für Bulgarien reicht das refrutenlose ungarische Heer schon noch aus.- Ob man freilich in Europa ernstlich abwinken will, das ist eine andere Frage. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Der Bundesrat hat beschlossen, die Uebergangsabgabe die bei der Einfuhr von Bier in das Gebiet der Norddeutschen Brausteuergemeinschaft aus Bayern, Baden, Württemberg und den Reichslanden zur Erhebung kommt, auf 2,75 Mark für ein Hektoliter festzusehen und zwar bis zur einheitlichen Regelung der Uebergangsabgabe im Wege der Reichsgesezgebung. * In Sachen Fischer- Tippelskirch nimmt jetzt auch Landwirtschaftsminister v. Podbielski das Wort. Auf indirektem Wege, indem er sich von dem Vertreter eines Berliner Blattes interviewen ließ. Herr v. P. hat als inattiver General die Firma v. Tippelsfirch& Co. mitbegründet, um unsere Kolonialverwaltung von den englischen Lieferanten unabhängig zu machen. Als er wieder in den Staatsdienst trat, sollte das Geschäft verfauft werden; es fand sich jedoch kein Käufer, der die geforderte Summe gezahlt hätte. Und so mußte denn Herr v. P. die Teilhaberschaft seiner Gattin übertragen. Minister v. P. hat niemals von irgend einem Vertrag der Firma b. T.& Co. mit der Regierung Kenntnis genommen oder Einfluß auf Geschäftsabschlüsse geübt. Er war auch niemals in der Kolonialabteilung. Major Fischer ist, nach dem Urteil des Herrn v. P., ein fleißiger, arbeitsamer Mann, der schweren finanziellen Verpflichtungen gegenüberstand. Daß Major F. den Inhaber der Firma v. T.& Co. angeborgt habe, hat der Minister erst aus den Zeitungen erfahren. Die entliehenen Summen betragen, wie der Minister jetzt erfuhr, feineswegs 100 000 M. Die Anzeige gegen Major F. hat tatsächlich Frau v. T. veranlaßt. * Ein gerichtliches Nachspiel wird die Reichstagsersatzwahl in Hagen- Schwelm haben. Die Staatsanwaltschaft in Bochum hat gegen den Redakteur des sozialdemokratischen Volksblattes", Lingweiler, das Strafverfahren wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten eingeleitet. Das Delift wird in einem zur Hagener Stichwahl veröffentlichten Gedichte Bum Sturm" gefunden. " Der Letzte des Frankfurter Parlaments in der Paulsfirche, der bayerische Historifer Prof. Dr. Johann Nepomut Sepp feierte Dienstag seinen 90. Geburtstag. Er gehörte zu jenen acht Professoren der Münchener Universität, die sich gegen die Freundin König Ludwigs 1., Lola Montez, auflehnten, und dafür 1847 ihrer Lehrstühle enthoben worden find, bis das Jahr 1850 die Wiedereinsetzung in Amt und Würden brachte. 1848 wurde Sepp in das erste deutsche Parlament gewählt, 1849 in den bayerischen Landtag. Oesterreich- Ungarn. ** Die Beziehungen zwischen Desterreich- Ungarn und Serbien nehmen jegt immer schärfere Formen an. In Wien wird behauptet, der österreichisch- ungarische Gesandte in Belgrad, welcher sich zurzeit auf Urlaub befindet, werde nicht mehr nach Belgrad zurückkehren, wenn die serbische Regierung ihre Rücksichtslosigkeiten gegen Desterreich- Ungarn fortsetzen sollte. England, ** Londoner Blätter berichten von einem Aufruhr in Kapstadt, den Tausende arbeitsloser Europäer hervorgerufen haben. Die Rebellen versuchten, die Menge für einen großen Volksaufstand zu gewinnen. Sie belagerten das Gouvernementsgebäude und verlangten von dem Premierminister Jamesen, daß sämtliche Arbeitsiofen von Staats wegen regelmäßige lohnende Beschäftigung zugewiesen werde. Als ihre Forde= rungen unerfüllt blieben, unternahmen sie einen Sturm auf das Gouvernementsgebäude, plünderten die Läden aus und stießen eine große Zahl der Eigentümer nieder, die sich ihnen entgegenstellten. Die Polizei ist außerstande, die Aufrührer zu bewältigen. Kleine politische Nachrichten. Kopenhagen, 7. Auguft. Die Tagung der Internationalen Frauenwahlrechtsvereinigung ist hier heute vormittag eröffnet worden. Vertreten sind fast alle europäischen Länder und die Vereinigten Staaten von Amerika. München, 6. August. Das Zentrum wird in eine Besprechung der Denkschrift über die Reform der direkten Steuern in Bayern nicht eintreten. Hof und Gefellschaft. Der Kaiser besucht nach den jetzt stattfindenden Truppenbesichtigungen in Hannover und Westfalen die Familie Krupp auf Villa Hügel in Een, worauf er sich nach Wilhelms höhe begibt und dort am 10. d. M. abends eintrifft. Det Aufenthalt auf Wilhelmshöhe wird durch die Begegnung mif König Eduard in Friedrichshof am 16. d. M. unterbrochen. Das übliche Galadiner zu Ehren des Geburtstages des Kaisers Franz Joseph am 18. d. M. findet auf Wilhelmss höhe statt. Prinzessin Mathilde von Sachsen. Coburg und Gotha ist in Davos gestorben. Brinzessin Mathilde stand im 29. Lebensjahre und ist die Tochter des Prinzen Ludwig von Bayern. Seit Mai 1900 war sie mit Prinz Ludwig von Sachsen- Coburg und Gotha vermählt. *** Für die Taufe des faiserlichen Enfels Die feierliche Ist der 27. d. M. in Aussicht genommen. Handlung wird vom Oberhof- und Domprediger Dr. Dryander im Neuen Palais vollzogen werden. Zur Taufe werden sämtliche Geschwister des Kaiserpaares in Potsdam erwartet; auch die Geschwister der jungen Mutter dürften zugegen sein. Aus Rom wird gemeldet, daß der Gesundheitszustand des Kardinals Rampolla zu schweren Bedenken Veranlassung gibt. Der Kardinal leidet seit einiger Zeit schon an fortdauernder Nervenschwäche, die ihn zut Arbeit unfähig macht. ** Deer und flotte. Die Entlassungen zur Reserve erfolgen in diesem Jahre bei den Garde- Infoterie- Regimentern schon am Samstag, den 22. September. Bei den Garde- Regimentern der Kavallerie und Artillerie werden die Reservisten erst einige Tage später entlassen, da sie erst mit der Eisenbahn aus dem Manövergelände zurückkehren. Soziales Leben. X Das reiche Preußen. Das Wachstum des National Dermögens in Preußen wird durch die für die Jahre 1905/07 rfolgte Steuerveranlagung zur Vermögenssteuer beleuchtet. Seit dem Jahre 1895 ist die Zahl der zur Vermögenssteuer jerangezogenen Benfiten von 1,15 Millionen auf 1,38 Milli onen, deren steuerpflichtiges Vermögen von 63,8 auf 82,4 Milliarden Mark gestiegen. × Arbeitgeberverband der Tabakbranche. Infolge der petereien unter den westfälischen Zigarrenarbeitern und der dadurch auf zahlreichen Betrieben hervorgerufenen Lohntreitigkeiten haben sich 126 Firmen des westfälischen Tabak Industriegebiets, das den Regierungsbezirk Minden sowie die ingrenzenden Gebiete( Lippe, Osnabrück usw.) umfaßt, auch bie dort fabrizierenden Bremer und Hamburger Firmen, zu einem Arbeitgeberverband vereinigt. Mit dem Bremer und Hamburger Bigarrenfabrikantenverein hat der Westfälische Verband ein Kartell abgeschlossen. X 7000 Arbeiter ausgesperrt. Aus Troppau in Böhmen wird berichtet: Die von den Leitungen der Textilfabriken in Bieliz, Biala und Umgebung beschlossene Aussperrung ist Montag von 55 Unternehmungen durchgeführt worden. Da burch find 7000 Arbeiter ausgesperrt. - Ehrliche Makler. Die Partei der friedlichen Erneuerung Rufslands." So nennt sich, wie bekannt, eine neue Partei, die von wohlmeinenden, Hochstehenden und hochdenkenden russischen Politikern angeregt worden ist. Dieser Anregung find viel gefolgt, sodaß die Partei, endgiltig gebildet, nun mit ihrem Programm vor die Deffentlichkeit treten konnte. Das Programm betont gleich in der Einleitung, daß die neue Partei der iußersten Linken, wie der reformfeindlichen Rechten fernstehe. Demgemäß wird gefordert: W 1. Allgemein: Einen, gründlichen und sofortigen" Umbau aller Teile des sozialen und politischen Lebens. 2. In Justiz fragen; Beteiligung der Verteidigung an der Voruntersuchung. 3. In Wahlfragen: Für Städte allgemeines, geheimes, gleiches, direktes Wahlrecht; für das Land aber ein Zweistufensystem, sowie auch ein Zweikammersystem. 4. In der Agrarfrage: Schaffung eines mächtigen Kleingrundbesizes sowie der Grundlagen für den Uebergang des Landes in den Besitz der Kleingrundbesitzer. Zur Befriedigung der Landnoi haben zu dienen Kron-, Apanagen, Kabinett, Kirchen< und Klosterländereien, sowie Privatland. 5. Außerdem: Allgemeine Schulbildung und Verbreitung landwirtschaft< licher Kenntnisse, sowie Heranziehung aller Kräfte des Volkes zu gemeinsamer Arbeit an der Einrichtung der Selbstverwaltung in demokratischem Sinne. Y Die neue Partei ist bekanntlich von den ehemaligen Dumaabgeordneten Graf Heyden, Stachowitsch, Schipom, Butschkow und Fürst Lwow gebildet worden, von Männern also, die Stolypin für sein Ministerium zu gewinnen benüht war. 41 Auch Hedwig zupfte brente fie berner. Träne aus dem Auge. Ich hatte mich so barauf gefreut," cb quch!" weinte Lieschen. Frampfhaft thr Taschentuch aus dem Muff und trodnete eine Vieschen ning an zu weinen. zwanzigjährige Schönlein alle Anwartschaft auf bereinstige Hochschule war war weber schön noch häßlich au Beförderung zum Kapellmeister und seine Berufung an die nur eine Frage der Belt. Anton Schönlein Er nennen. war von Baß erzählen unterbrach ihn Höschen. Sie fennt bich ganz genau. 1" „ Du fie steht, nein, wirst sie aber heute noch lennen lernen. werben fie besuchen. mich boch Wir m mirnechcit in brn Pennerstagstonzerten gewesen, wo du Zur Gefchichte der Schube. Von Dr. M. Schwarz. Rachorud verboten.) Die Aussichten des Generalstreifs find für dessen Urheber bisher nicht günstig. 8war breitei er sich in Moskau langsam aus, allein an ein völliges Belingen scheinen auch die beteiligten Kreise nicht zu glauben. Die Sozialrevolutionäre wollen nicht mittun und die Sozials demokraten sind nicht mächtig genug, um ihren Willen der Allgemeinheit der Arbeiterschaft aufzuzwingen. In Peters. burg ist die Ausstandsbewegung endgiltig fehlgeschlagen. Nicht einmal die Schriftsezer, die stramm organisiert und gut diszi iniert find, folgen den Beschlüssen des Ausschusses. Sie berrichten nach wie vor ihre Arbeit, so daß gestern, entgegen der Order der Streifleitung, fast sämtliche Zeitungen Petersburgs erscheinen konnten. In der Provinz wird verschiedentlich versucht, politische Ausstände herbeizuführen. Der Erfolg ist bisher gering. Nur in Rostow am Don haben die Arbeiter die Arbeit wieder eingestellt, um die Schiffsmannschaften zu unterstützen. Der tägliche Mord. Aus Odessa wird heute gemeldet, daß Montag mittag ein Polizeibeamter, der Anarchisten nachgespührt hatte, überfallen und ermordet wurde. Seine Tasche, die eine Namensliste bekannter Anarchisten enthielt, wurde ihm abgenommen. Von den Tätern wurde natürlich!- niemand verhaftet. Bombenfabrikanten in Uniform. In einer Felsenhöhle bei Balaklawa in der Krim wurde eine vollständig eingerichtete Bombenfabrik entdeckt. 60 Personen, meist Soldaten und Matrosen, die mit der Herstellung der Bomben beschäftigt waren, wurden verhaftet und unter starter Eskorte in die Zitadelle überführt. Ferner wird berichtet: Petersburg, 7. August. Hier wird erzählt, daß Stolypin den Baren zu bewegen sucht, die neue Duma schon zum 1.( 13.) September einzuberufen. Petersburg, 6. August. Die Nachricht, daß in Aronstadt 300 Anführer des Aufstandes bereits hingerichtet seien, wird halbamtlich dementiert. Jedoch wird hier nach wie vor behauptet, daß die Nachricht wahr ist. Sebastopol, 6. August. Durch List ist es Unbekannten gelungen in das Militärgerichtsgebäude zu gelangen und 18 dicke Altenbände zu entwenden, die auf die Flottenrevolten bezug haben. Nab und fern. † In Fenersgluten. Jm Stettiner Speicherviertel, auf der Silberwiese, entstand in der 10. Abendstunde ein riesiger Lagerhausbrand. Die Feuerwehr konnte sowohl von der Oder wie auch von der Barniz mit Erfolg eingreifen, und es gelang ihr nach etwa zweistündiger Tätigkeit, die Gefahr zu beseitigen. Abgebrannt sind sechs große Lagerschuppen, in denen sich außer Heringen auch noch Wagen und Gerätschaften befanden. † Eine Falschmünzerwerkstätte wurde von einem Gensdarmen im Stieringer Walde bei Saarbrücken entdeckt. An einer verborgenen Stelle sah der Beamte Rauch aufsteigen; er schlich sich hin und konnte drei Männer festnehmen, die schon längere Zeit im Verdacht der Falschmünzerei stehen. Gefunden wurden bei der Inhaftnahme sämtliche Gerätschaften zum Gießen und Prägen von Münzen. † Die groben Exeesse in Bickendorf haben gestern ihre Fortsetzung gefunden in großen Menschenansammlungen, die ein energisches Einschreiten der Polizei notwendig machten. Annähernd 70 Personen fielen über die Schußleute her und bombardierten eine zur Hilfe heranrückende Patrouille mit Biegelsteinen. Einer der Radaubrüder blieb tot auf dem Plazze, mehrere Beamte wurden verletzt. † Tod in den Tiefen. In der Kohlengrube von Bois de Cazier bei Marchienne stürzte infolge falscher Bedienung der Förderkorb aus einer Höhe von 835 Metern in die Tiefe des Schachtes. Neun Arbeiter büßten hierbei das Leben ein. † Die Schuld an der" Sirio"-Katastrophe trifft einzig und allein den Kapitän, der sich eine grobe Fahrlässigkeit zu Schulden kommen ließ und mit zweien seiner Offiziere verhaftet wurde. Die Klippen in der Nähe von Hormigas, auf welche der Dampfer auffuhr, find allgemein bekannt und außerdem auch noch durch einen Leuchtturm gekennzeichnet. Nach Aussagen verschiedener Geretteter bestieg der Kapitän Des ,, Sirio" nachdem er sich unschlüssig gezeigt hatte, wie er fich verhalten sollte, ein Boot und rief: ,, Rette sich, wer fann." Das gab den Anstoß zu der allgemeinen Verwirrung. In Genua wird das Haus der Dampfschiffahrtsgesellschaft, der der Dampfer gehörte, von einer tumultuierenden Menge umlagert, Truppen mußten erst Ruhe stiften. Bis jetzt sind über 200 Leichen geborgen. Unter den Ueberlebenden des Sirio" befinden sich: 348 Italiener, 40 Spanier, 14 Araber, 10 Desterreicher, 6 Orientalen, 4 Argentinier, 4 Brasilianer, 2 Montenegriner. " † Zusammenbruch einer Großbank in Amerika. Die Avenue State Bank" in Milwaukee hat, wie aus Chicago telegraphiert wird, ihre Zahlungen eingestellt. Die Unterbilanz beträgt 4 Millionen Mark. Die Depositengläubiger machten in dem Bemühen ihr Geld zurückzuziehen einen Sturm auf die Bank, der einem Aufruhr nahe fam. Für 180 000 Dollars wird ein ver= schwundener Kassierer namens Hering verantwortlich gemacht. Auch andere Beamte sind nicht aufzufinden. In der Bank wurde ein Schriftstück gefunden, das besagt, daß die Geschäfte der Bank sich in bedenklicher Lage befänden. † Panik auf einem Fährboot. In Newyork ist die Hizze nahezu unerträglich geworden, über 10 000 Menschen übernachten auf Coney Island im Freien, 20 Personen sind an Hitzschlag gestorben. Auf einer Fähre, die 300 Menschen nach Coney Island bringen sollte, entstand eine Panik, als das Fährboot Binghampion" das Fährboot„ Elmira" am Dock Hoboken anrannte, jeder lief nach dem Rettungsgürtel, viele Frauen und Kinder wurden niedergerannt. ,, BingHampton" erhielt ein Loch über der Wasserlinie, konnte aber die Passagiere landen. Eine große Anzahl Personen wurde während der Panik verletzt. Cages- Chronik. Hamburg, 7. August. Heute Nacht ist in Tatenberg an der Elbe der dortige 72 Jahre alte Gemeindevorsteher Jansen von 4 Knechten überfallen und ermordet worden. Frau Jansen und das Dienstmädchen wurden schwer verletzt. Die Täter raubten 1200 Marf. Meerane, 7. August. Der Fabrikbesizer Schmieder hat 50 000 Mark für eine Stiftung zum Besten von Fabrikbeamten und Arbeitern gespendet. Halle n. S., 7. Auguft. Der 22jährige Bankbeamte Rosenstiel stahl in einem hiesigen Bankhaus Blankoschecks, die er mit 13 000 Mart fälschte. Er erhob das Geld bei der Reichsbank und flüchtete. Northeim, 7. August. Nuch dem Genuß von Pudding ist die Familie des Gymnasialdirektors Rossener unter Vergiftungserscheinungen schwer erkrankt. Ein Entelfind des Direttors ist bereits gestorben. Einbed, 7. August. Hier ist die mechanische Leinenweberet Krone fast vollständig niedergebrannt. Der Schaden wird auf 200 000 Marf geschätzt. Montreal, 7. Auguft. 50 Quadratmeilen besten Waldbestandes in Britisch- Columbien stehen in Brand. Der Ver lust wird bis jetzt auf nahezu 4 Millionen Mark geschäzt. Kunet und Wiffenfchaft. RO. Von Sven Hedin, dem Kühnen Forscher, der seit 1905 auf einer neuen Forschungsreise durch Persien, Indien und Tibet unterwegs ist, ist in Stockholm folgendes Telegramm eingetroffen: Let, 2. August. Alles wohl; die Reise gestaltet sich vielversprechend; unsere Karawane ist groß und wohl ausgerüstet; wir haben 120 Lastträger und ausgezeichnet zuverlässige Diener." - - Schwarz und Weiß. - - Rundgang durch das Quartier der ,, fchwarzen Brüder. Rolorierte Seelen." Jm Negerquartier. Niggers Familien. leben. Falsche Witwen. Farbige Geldaristokratie. Der Neger als Opportunist. Newyork, im Jult. Newyork zählt gegenwärtig, wie dieser Tage festgestellt wurde, etwa 75 000 Neger und ist damit die zweitgrößte Negerstadt der Welt. Unbestrittenes Anrecht auf den Namen der größten Negerstadt besitzt Washington, wo 86 000 folo rierte Seelen" leben. Gleich allen Armen in der Großstadt wohnt der Newyorker Neger in Mietsfasernen. Die sogenannte untere Ostseite, berühmt und berüchtigt wegen ihrer Uebervölkerung, fennt ihn jedoch nicht; er haust vielmehr vorzugsweise in einigen Vierteln der Westseite, die äußerlich einen ebenso verwahrlosten Eindruck machen wie die verrufensten Quartiere der Italiener und der russischen Juden. Ueber die Herren der Schöpfung im Negerviertel läßt sich faum etwas Gutes sagen: Sich selbst überlassen, neigen ihrer viele zum Faulenzen und zu dem Hange, sich von der mehr oder weniger Holden Weiblichkeit ernähren zu lassen, bis so ein Tagedieb plötzlich von der wirklich besseren Hälfte den Stuhl vor die Tür gesezt bekommt. Auf Grund einer Abzählung, die fürzlich von statten ging, gaben sich nicht weniger als 18% aller hier im heiratsfähigen Alter stehenden Negerinnen und Mulattinnen für Witwen oder für geschiedene Frauen aus; bei näherem Nachfragen entpuppte die Mehrzahl dieser Witwen sich indessen als Mütter illegitimer Kinder, oder als Frauen, die von ihren Ehemännern gewissenloserweise im Stich gelassen worden sind. Aber auch in Familien, wo es nicht zum offenen Bruche fommt, lassen die ehelichen Beziehungen oft viel zu wünschen übrig, und bis zu einem gewissen Grade liefert eine Erflärung dafür die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Frau, nicht minder als die öftere Abwesenheit des Mannes, wobei die Gegenwart eines Kostgängers dann nur zu häufig die Gelegenheit bildet, die Diebe macht. Jedem, der während der Tagesstunden mit offenen Augen durch ein Negerviertel wandert, muß die im Vergleich zu anderen Stadtgegenden unverhältnismäßig große Anzahl müßiger Männer auf der Straße als charakteristisch für die ganze Umgebung auffallen. Im großen und ganzen mag Dieser Anblick mun nicht so schlimm sein, wie es den Anschein hat, weil eben die tägliche Arbeitszeit vieler Neger anders liegt, als bei den Arbeitern weißer Hautfarbe; dennoch bleibt die Tatsache bestehen, daß die farbige Rasse die Arbeit nicht erfunden hat, und mancher Nigger begnügt sich damit, nur gerade soviel zu schaffen, als nötig ist, um Leib und Seele zusammenzuhalten. Daß er dabei nicht auf einen grünen Zweig fommt, fümmert ihn wenig. - Ünunterbrochen beschäftigt und in fester Stellung steht er aber da als Vertreter einer in Wahrheit dienenden Klasse: Hausknecht, Stallbursche, Fensterpuzer, furz als Mann für alles. Etwas höher rangieren die Aufwärter, Kellner und Stewards, deren Einkommen hauptsächlich in Form von Trinkgeldern sie zur Geldaristokratie ihrer Rasse stempelt. Im Verhältnis zu dem beträchtlichen Umfange des Newyorker Negertums kann die Zahl der von Farbigen für Farbige selbständig betriebenen Geschäfte und Läden kaum imponieren. Noch weniger freilich deren merfantile Bedeutung. Abgesehen von Speiseanstalten, Trintlokalen, Gast- und Kosthäusern unterster Rangstufen kommen bescheidene Handlungen vor, in denen so ziemlich alles zu haben ist, was ein Neger für den täglichen Gebrauch nötig hat. Als Geschäftsmann und Ladeninhaber gibt sich der Neger eben als Opportunist, der jede Erwerbsgelegenheit wahrnehmen muß und dem Publikum gegenüber noch nicht in der Lage ist, spezialisieren zu können. Es besteht in Newyork fein von Negern geleiteter Geschäftsbetrieb, der sich nennenswerter, geschweige denn eleganter weißer Kundschaft rühmen fönnte. Daß eine solche Auszeichnung in großen Städten des amerikanischen Nordens indessen feineswegs zu den Unmöglichkeiten zählt, beweist die für weitere Kreise befremdlich flingende Tatsache, daß der anertannte Führer der Bostoner Herrenmoden ein Mulatte ist. H. E. Aus dem Gerichtsfaal. § Ein eigenartiger Versicherungsschwindel beschäftigte das Dresdener Landgericht. Ein Buschneider Richter, ein 50jähriger Mann, hatte, um sich ein angenehmes Leben zu verschaffen, sich dem Versicherungsschwindel zugewandt. Seit einer Reihe von Jahren versicherte sich Richter bei vielen Versicherungsgesellschaften gegen Unfall. Bei Gesellschaften in Berlin, Hamburg, Breslau, Leipzig, Frankfurt a. M., München, Nürnberg, Wien und Winterthur war er ein ständiger Kunde". Die bei seiner Aufnahme in die Ver= ficherung vom Vertreter der betreffenden Gesellschaft an ihn gerichteten Fragen, ob er bereits versichert sei ic. beantwortete der Versicherungskandidat stets mit einem ,, Nein" und täuschte dadurch den Beamten in gröblichster Weise. Nicht lange nach seiner Aufnahme in die Unfallversicherung meldete dann Richter einen Unfall an. Entweder hatte er sich den Arm, die Hand oder den Fuß verletzt oder irgend eine andere Vers legung erlitten, furz, er erhielt jedenfalls eine namhafte Ent schädigung, und zwar nicht von einer, sondern von mehreren Versicherungsgesellschaften. Auf diese Weise erhielt er in einigen Jahren nicht weniger als 6000 Mark ausgezahlt. Man nimmt an, daß der Betrüger fich seine Verlegungen selbst beigebracht hat, doch konnte in dieser Hinsicht der Be weis nicht erbracht werden. Wegen der falschen Angaben gegenüber den Versicherungsgesellschaften verurteilte ihn das Gericht wegen Betruges zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis Unschuldig im Gefängnis. Von der Straffammer in Bochum wurde der Schneidergeselle Schröder aus Papenburg im Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen. Schröder war im März 1904 von derselben Straffammer, auf das einzig belastende Zeugnis eines übel beleumundeten Individuums namens Seybers, der später wegen Straßenraubes zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, wegen schweren Ein bruchsdiebstahls zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden und hatte vier Monate bereits verbüßt, als seine Unschuld an den Tag fam. Jetzt wurde gegen Schröder das Wieder aufnahmeverfahren angeordnet und gleichzeitig gegen Seybers Anflage wegen Meineids erhoben. Seybers wurde nun zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die weitere Folge war jest die Freisprechung des Schröder im Wiederaufnahmeverfahren Vermischtes. - Ein verbrannter Schat. Der mutmaßliche Brand Sister in der Mailänder Ausstellung ist verhaftet Es ist ein Wächter, den ein diensthabender Feuerwehrman turz vor Ausbruch des Brandes den Pavillon verlassen sah Ob eine Fahrlässigkeit oder ein Verbrechen vorliegt, wird di eingeleitete Untersuchung ergeben. Außer diesem wurden noch mehrere Verdächtige verhaftet, darunter einer der Aus steller, der geäußert haben soll, er wäre zufrieden, wenn bie Ausstellung abbrennt. Das Feuer in der Aus stellung hat auch ein unersetzliches Kunstwerk vernichtet: Dai berühmte Modell des Mailänder Doms, ein Werk des hervor ragenden Holzschneiders Giacomo Mattarelli aus Lecco. E war eine herrliche Schnitarbeit aus Holz, die das erhabene Bauwerk in verkleinertem Maßstabe der Künstler hatte die Maße auf die 48. Kubikwurzel zurückgeführt- darstellte, Giacomo Mattarelli begann die Arbeit im Jahre 1840 und ührte sie auch nach vielen Mühen und überaus großen Opfern an Zeit und Geld im Jahre 1862 zu Ende. Mattarelli hatte 22 Jahre daran gearbeitet, ein Vermögen von über 100 000 Lire dabei aufgebraucht und bei der mühsamen Arbeit sein Augenlicht verloren. Für den Bau des Modells wurde nur allerfeinstes Holz verwendet, das Mattarelli, um den Wurmfraß zu verhüten, vorher austochte. Das Gerippe des Modells, das in 44 Jahren nicht den geringsten Schaden er litten hatte, war von Ahornholz, das Schnitzwerk von Linden holz. Mattarelli starb am 26. Januar 1863. Das vers brannte Kunstwerk war mit nur 20 000 Lire versichert, da bie Versicherungsgesellschaft ein größeres Risiko nicht hatte übernehmen wollen. = - hund über Falburg bis nad er Rönigftein, me Borpoftenfell Mainger Truppen e Ergebnis auf dem Artilleriefaferne zu rug 140 bis 15 fund and Biel, w at fleinige Wege ugten. A Die Are at im abgelaufen 660 905 Mt. Die Ueberschuß von agen verurfachten on Areiaftragen, Swede wurden 12 affe 105052 Mt. A Jai Jahre Breifes Gießen an fammelt worden, 119,20 Rt., auf Ober- Hörgern 20,5 16,70 Mt. und 2 Eine La * Lahntal wird, un Taliperre erhalter die Gegend hinter fachen Windunger zwifchen dem Moth müßte man, falls teten würde, aud Bahn und der Lar Tunnels, in Grwa ermöglichen, ein Millionen Kubitn induftriellen Werfe Zweifel hierdurch E Baffertraft arbeite Stidhaften im Lab bernieder nach Ma berjehen werden. S bei der Edertalsperr bei der Lahntaliper Koblenpro Der Koblenproduftic für den Monat Ju braunfohlen wurder Der größte Teil de der war zur weit Den berarbeiteten Stauntohlenbrifetts, Formflöge. Unter E bernommenen Bes Belbfiberbrauchs be Glänzende Schüler. Bei einer Schulprüfung in einer englischen Realschule sind von den Schülern folgende Antworten gegeben worden:„ Eine junge Kuh wird manchmal Ochse genannt. Der Vater einer Kuh heißt Ochs. Der Fleischer tötet die Kuh, um ihr Herz und ihre Leber zu bekommen. Alles, was auf einem Bauernhof lebt, heißt Rindvieh. Wenn die Kuh noch lebt, macht man Milch aus ihr; wenn sie tot ist, macht man Hammelfleisch aus ihr. Der Bauer melkt die Ziegen, um fondensierte Milch zu machen. Ein junges Pferd heißt Esel."- Wir möchten gern wissen, wie dort ein Lehrer heißt. - - - Cokales. ** Der Großherzog hat dem Forstwart der Forstwartei Buchslag, Förster Jakob Thomas zu Forsthaus Buchschlag aus Anlaß siner Verseßung in den Ruhestand das silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß mütigen verliehen. 7011 t Brifetts, 34ge, zufammen 12 blenprodufte im Um das Pub et zu schüßen, h bifactsgesellschaft 60$ fg. fosten, den De Maßregel finde Auf alleint 4 jebigen star Beamten besont Babeamten sich der Se annehmen. S Ajung die Kinder panger der Kint tigen. Bern andten nicht zugefü iteres ber Bolizet Unreifes * Die Wahlen zur hessischen Landwirt. schaftskammer. In einer seitens der Landtags fraktion des Bundes der Landwirte in Hessen in dem Con cordia- Saal zu Frankfurt a. M. abgehaltenen nicht öffentlichen Sigung von Vertrauensmännern( anwesend waren u. a. die Landtagsabgeordneten Ulmann, Sensfelder, Köhler, Bähr, Brauer, Hirschel, Breidenbach und Schmalbach) wurden zur Bs Bung sämtlicher Landwirtschaftskammerfiße mit Kandidaten Vereinbarungen getroffen mit dem Auftrage an die Fraktion, diese Beschlüss: dem Vorstande des Bundes der Landwirte zur Kenntnis zu bringen und in Verhandlungen mit denselben einzutreten. Aus den Beratungen, über die kein Bericht an die Zeitungen gegeben wurde, war nur zu erfahren, daß die Vasammlung einmütig war in der Ansicht, daß die hessische Bauernschaft auch in der Landwirtschaftskammer sich der organisierenden Kraft des Geheimrats Haas versichern möge, da es gewiß eine sehr schwierige Sache für praktische Landwirte sein würde, die erstmalige Einrichtung der Kammer zu bewirken. Infolge dieser Erwägungen will man die ung. In erster Kandidatur des Geheimrats Haas in folgenden 3 Bezirken der Provinz Starkenburg gleichzeitig in Vorschlag bringen: 1. Griesheim Gernsheim( III. Wahlbezirk), 2. Erbad Wimpfen( XII. Wahlbezirk), 3 Lampertheim- Biblis( XV. Wahlb zirk. Der N stor des hessischen Lehrerstandes, Lehrer Peter Raiser in Weiskirchen( Rodgau), ist im Alter von 88 Jahren verschieden. sem Sommer Tob Benuffes von unreif much unter fard le Fälle als Ban Ander von dem Ge anchen Städten we unreifem Obft otofoliert. Diese af das eindringlichst Ourmen. * Lollar, 7. 8 Daubr ngen fi offer werts her Allendorf liegen ben 4 Gemeind *** Die Verhandlung gegen den Abg. Hirschel iften. Die Rohrl bis Mitte September vertagt worden. * Analphabeten. Von den 3876 Mannschaften Hessischer Staatsangehörigkeit, welche 1905 bei der 25. Dio. eingestellt wurden, war nur ein Mann obne Schulbildung. * Post verfehr. Eine Neuerung, die der letzte Welt postfongreß beschlossen hat, dürfte allseitig mit großem Beifall aufgenommen werden, es handelt sich um einen Beschluß, nach dem die linke Vorderseite der Posttarten vom 1. Dtt. 1907 ab für die Benutzung seitens des Absenders im ganzen Welt poftverkehr frei gegeben wird. Wir werden also in Zukunft ein ganz bedeutendes Stück Schreibfläche auf der Postkarte gewinnen, was namentlich für Geschäftskreise von großer Wichtigkeit ist. * Distanzritt. Die Kavallerieoffiziere des 18. Armeekorps veranstalteten am Freitag den alljährlichen Dauerritt um den Kaiserpreis. Es beteiligten sich 31 Offiz ere an dem Ritt, der in Darmstadt seinen Anfang * Dutenhofeu, urde hier ein junge aurige e fe fein Couholz nach Aulendo ren Bagen auf der Ste. Wahrscheinlic d gegen einen re türzt. Das Pferd en an. Den Ber gte ihn unverzüg Aerzte nicht unden farb Lih * Münchholzha en des golden ein Boltsfest f chholzhaufen un Ober- Mörlen r brach in eine falschen Ungabialburg bis nach Wehrheim ging. Dann ginge zurück seinen Herd beschränkt wurde. Sinficht der Bahm und über Frankfurt, Homburg v. d. H. und die| das durch das roshe Engreifen der Freiw. Feuerwehr auf| die größeren Landgemeinden des Kreises Gießen auszusprechen rurteilte ihn beber Königstein, Hofheim bis in die Rheinlinie. Es galt, maten Gefang Straffammer A aus Papenby Schröder auf das ein ten Indibidu nraubes 34 ine Vorpostenftellung in der Nähe Biebrichs, die von Mainzer Truppen eingenommen war, zu erfunden und das Ergebnis auf dem schnellsten Wege in die Bockenheimer Artilleriefaserne zu bringen. Die zurückzulegende Strecke betrug 140 bis 150 Rilometer. Ettingshausen, 7. Auguft. Der Landwirt Philpp Keil geriet beim Getreidemähen unter die Masine und wurde am Bein erheblich verlegt. § Schotten, 7. August. Die Familien- Konferenz der Geistlichen des Dekanats Schotten auf dem Hoherodskopf wird am 20. August abgehalten werden. Die Pferde tamen alle * Frankfurt a. M. Heu und Strohmarkt. gefund ans Ziel, was um so mehr heißen will, als teilweise und lediglich die Einbeziehung der in der Umgegend der Stadt Gießen gelegenen Landgemeinden mit gewerblicher Arbeiterbevölkerung in die Zuständigkeit des Gewerbegerichts der Stadt Gießen zu befürworten. en schweren et steinige Wege, z. B. im Taunus, benugt werden Heu per Zentner 3 10-3.40, Stroh per Zentner 0.00 Mt. betreffenden Dezernenten der Esenbahndirektion Frankfurt a. M. berurteilt woußten. feine Unidul oder das Wiele hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Einnahme von ig gegen Gebbe wurde nun Folge war fnahmeberfahre tmaßliche Bran ng ist berhaft Feuerwehrma borliegt, wird A Die reistasse des Kreises Gießen 660 905 M. Die Ausgaben betragen 578 561 Mt., sodaß in Ueberschuß von 82 344 Mt. bleibt. Die größten Auslagen verursachten die Neubauten und Unterhaltungsarbeiten von Kreisstraßen, nämlich 283 496 f., für gemeinnüz ge Swede wurden 12 567 kt. ausgegeben, zur Provinzial toffe 105052 Mt. beigetragen. A Ja Jahre 1905/06 find aus 70 Gemeinden des Streises Gießen an aisenbüchsengeldern 440,50 Mt. gesammelt worden, davon entfallen auf die Stadt Gieß n 119,20 Rt., auf Lich 23 t, Klein Linden 22,20 E., Ober- Hörgern 20,30 t., Grünberg 20 Mt., Steinheim on verlassen 16,70 Mt. und Annerod 14,40 Mt. diesem wurd Lahntal wird, und zwar im Kreise Wittgenstein, eine zufrieden, we die Gegend hinter Laasphe, da wo sich in mannig= * Eine Talsperre im Lahntal. Auch das in Jer An bernichtet: D fachen Windungen die Bahnlinie Marburg Kreuztal aus Lecco. müßte man, falls dem Talsperreprojekt dort näher gehrt Ende. Mattarell mögen von übe mühjamen Arbeid Modells wurde Werk des herb hischen dem Rothaargebirge hinschlängelt. Selbstredend Die das erhaben treten würde, auch eine Verlegung eines Teils der Künstler hatte Bahn und der Landstraße, vielleicht durch Anlage eines darstelle Tunnels, in Erwägung ziehen. Die Talsperre würde Jahre 1840 mt es ermöglichen, ein Wasserquantum von über dreißig überaus großa pallionen Stubikmeter zusammen zu stauen. Die industriellen Werke des oberen Lahntals würden ohne Zweifel hierdurch gewinnen, da sie dann mit billiger Basserkraft arbeiten könnten. Außerdem fönnten die attarelli, um da Ortschaften im Lahntal, von Laasphe, Biedenkopf bis Das Gerippe de hernieder nach Marburg, mit elektrischer Beleuchtung aften Schaden versehen werden. Die Beteiligung von Ortschaften, die werf von Linden bei der Edertalsperre jedenfalls notwendig wird, kommt 863. Das ber bei der Lahntalsperre nicht in Frage. Kohlenproduktion. Die monatliche Statistik difito nicht hate der Kohlenproduktion des Großherzogtums Hessen weist für den Monat Juli folgende Zahlen nach: An RohSchulprüfung den Schülem braunkohlen wurden gefördert 30 868 t, verkauft 113 t. junge Kuh wird Der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet Auh heißt D oder war zur weiterer Verarbeitung bestimmt. Aus z und ihre Leber der verarbeiteten Rohfohlen wurden erzeugt 2609 t Bauernhof lebt, Braunfohlenbrifetts, 2513't Naßpreßsteine und 994 t lebt, macht man Formflöße. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten an Hammelfleist übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und um fondensiert Selbstverbrauchs verblieben absatzfähig 12 t Rohfohlen, t. Gjel."- 87011 t Brifetts, 3440 t Naßpreßsteine 1903 t Formire verfichert, da ißt. * tloge, zusammen 12373 t Braunkohlen und Braunfohlenprodufte im Gesamtwert von 132 772,15 Mark. * Um das Publikum gegen die Fahrkarten rt der Forfiwani teuer zu schüßen, hat die Sächsisch Böhmische Dampfzu Forsthas hiffahrtsgesellschaft auf ihren sämtlichen Strecken, die n den Ruberta 60 fg. fosten, den Fahrprets auf 59 Pfg. herabgesetzt. hilipps des St Die Maßregel findet großen Beifall. Gro n Landwirt - der Landtag in in dem G en nicht öffentliga d waren u. a. r, Köhler, Bah bach) wurden z * Auf alleinreisende Kinder verweist gelegentlich des jeßigen starten Reiseverkehrs die Eisenbahnbehörde ihre Beamten besonders eindringlich. Danach sollen die Bahnbeamten sich der Kinder, die allein reisen, mit größter Biebe annehmen. Stets sollen die Bugbeamten bet ihrer Ablösung die Kinder den Abholenden zuführen, oder die Empfänger der Kinder sind von deren Eintreffen zu benachrichtigen. Wern ein Kind am Bestimmungsort den Verweiteres werden. e an die Frattion der Landwin ngen mit denfelbe ie fein Bericht a erfahren, daß d * Offenbach. Das Kreisgesundheitsamt gibt über die Typhus epidemie in Offenbach folgende Aufklärung. Im ganzen famen hier dreizehn Fälle vor, in denen mit Sicherheit Typhus festgestellt wurde. Drei davon verliefen tödlich. Weiter wurde ermittelt, daß in 12 Fällen die Krankheit durch den Genuß von ungekochter Milch, die aus einem und demselben Milchgeschäft bezogen war, hervorgerufen wurde. * Hambach, 7. August. Gatten mörder. Eine schreckliche Bluttat verübte hier der in den 50er Jahren stehende Wingertagner Jakob Gaade, indem er seine Frau ermordete, und zwar am hellen Tage und auf off ner Straße. Bis zur Stunde fonnte der Mörder noch nicht verhaftet werden. Wie man vernimmt, soll er geäußert haben, er werde auch sich selbst umbringen. The mit Randibum wandten nicht zugeführt werden kann, ſo ſoll es bis auf * Unreifes Obst. Aus mehreren Drien sind in diesem Sommer Todesfälle gemeldet worden, welche infolge Genusses von unreifem Obst vorfamen. Der Tod tritt ge= wöhnuich unter furchtbaren Schmerzen ein. Man lasse sich baß die befinde Fälle als Warnung dienen und suche hauptsächlich die von dem Genuß unreifen Obstes fernzuhalten. In Baas verſion manchen Städten werden die Wochenmärkte von der Polizei the für pratiti pro neifem Dost durchsucht und die betroffenen Vertäuser Stung n will man di mung. In erster Linie aber sollten Lehrer und Eltern fammer fich de genden 3 Birle Borschlag bringer rt), 2. Grba heim- Biblis( X auf das eindringlichste vor dem Genuß des unreifen Dostes warnen. 7. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. ( Protokoll Auszug.) 0 Gießen, den 27. Juli 1906. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsigender, Kommerzienrat Heichelheim, Friedberger, Grüne Kommerzienrat wald, Hoog, Klingspor, Rinn, Röhr, Schirmer, Schmall, Stammler, Wallach, Burbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper. Abänderun des§ 63 des Handelsgeseßbuchs. Nach Abs. 1 des§ 63 des Handelsgeseßbuchs behält der Handlungsgehilfe, wenn er durch ein unverschuldetes Unglück an der Leistung der Dienste verhindert wird, seinen Anspruch mit Gehalt und Unterhalt bis zur Dauer von sechs Wochen; Abs. 2 bestimmt, daß der Handlungsgehilfe nicht verpflichtet ist, sich den Betrag anrechnen zu lassen, der ihm für die Beit der Behinderung aus einer Kranken- oder Unfallversicherung zukommt und daß eine Vereinbarung, welche dieser Vorschrift zuwiderläuft, nichtig ist. Der§ 63 hat in seiner jezigen Fassung durch die Rechtsprechung eine verschiedene Auslegung erfahren, indem die Gerichte die Vorschrift des Abs. 1 zum Teil als durch Vertrag abänderungsfähig, zum Teil dagegen für zwingendes Recht erklärt haben. Zur Beseitigung der Rechte unsicherheit, die hieraus entstanden ist, hat der Abgeordnete Bassermann im Reichstage einen Initiativ- Antrag eingebracht, nach welchem in Uebereinstimmung mit den aus den Kreisen der Handlungsgehilfen geäußerten Wünschen im Gesez ausdrücklich ausge= sprochen werden soll, daß die Vorschrift des Abs. 1, ebenso wie die des Abs. 2, eine zwingende sei. Eine gleiche Regelung soll dem Antrage auch für die technischen Die Handelskammer beschloß Angeftelten erfolgen. eine dahingehende Aenderung des§ 63 zu befürworten, daß Abs. 1 zwingenden Charakter erhält, Abs. 2 dagegen in der Weise abgeändert wird, daß sich der Handlungsgehilfe auf das ihm für die Dauer von sechs Wochen zu zahlende Gehalt die Beträge anrechnen lassen muß, die ihm für die in Frage stehende Zeit aus einer auf Grund gefeßlicher Verpflichtung bestehenden Kranken- oder Unfallversicherung zukommen. In Uebereinstimmung hiermit hielt die Kammer eine gleichartige Regelung der Angelegenheit für die technischen Angestellten durch entsprechende Abänderung der Gewerbeordnung für angebracht. Verlängerung der Beschäftigungszeit im Errichtung einer Haltestelle am Nordende der Stadt Gießen. Auf Veranlassung der Handeltammer hatten die Herren Kommerzienrat Koch, Friedberger und Kommerzienrat Schirmer eine Besprechung mit dem wegen Errichtung einer Haltestelle am Nordende der Stadt Gießen. Von dem Vertreter der Eisenbahnverwaltung wurde mitgeteilt, daß die Direktion nicht beabsichtige von sich aus dem Herrn Minister der öffentlichen Arbeiten ein solches Projekt vorzulegen, daß sie aber in eine genaue Prüfung der Anlage und Betriebskosten eintreten würde, wenn die Stadt Gießen sich bereit erklärt, die Anlagekosten zu übernehmen. Die Handelskammer beschloß, der Verwaltung der Stadt Gießen von dem Resultat der Besprechung Kenntnis zu geben und sie zu bitten, die weiteren Maßnahmen zur Verwirklichung des im Interesse des nördlichen Teiles der Stadt Gießen gelegenen Proj ftes zu treffen. Sandelsgewerbe am Sonntage bor Oftern. Nach der Hessischen Ausführungsanweisung zu§ 105b Abs. 2 der Gewerbeordnung tommen als Sonntage, an denen wegen gesteigerten Geschäftsverkehrs eine Vermehrung der Beschäftigungsdauer im Handelsgewerbe bis auf 10 Stunden zulässig ist, die 4 Sonntage vor Weihnachten, die Kirchweih. und Markttage, insofern sie auf Sonntage fallen und in manchen Gegenden 2 Sonntage por Bingſten in Betracht. Ge fino Beif. barüber laut geworden, ob hiernach die Bewilligung bo unas meſonntagen bor( Dſtern zuläſſig iſt ob für solche vor Ostern Bedürfnis vor liegt. Die Handelskammer hat durch Erkundigungen in ihrem Bezirk festgestellt, daß infolge der Verlegung der Konfirmation auf die Osterzeit auch in protestantischen Gegenden der Geschäftsverkehr an den Sonntagen vor Ostern zugenommen hat und mit der weiteren Verlegung der Konfirmationen in diese 3 it noch mehr verstärkten wird. Es liegt daher auch in protestantischen Gegenden ein Be* Lollar, 7. August. Lollar, Staufenberg, Mainlar und Daubr ngen sind an den Bau eines Gruppen erflandes, Lehr wasserwerts herangetreten, dessen Quellen in der Nähe u), ift im bon Allendorf liegen. Die Diellfassung und die Rohrleitung dürfnis für die Bewilligung eines oder mehrerer Ausnahme. g. Dirigel * fonntage vor Ostern vor. Die Handelskammer beschloß, daß Großh. Ministerium des Innern zu bitten, eine längere Beschäftigungszeit im Handelsgewerbe an einem oder nach den 4 Gemeinden sollen demnächst in Angriff genommen werden. Die Rohrleitung ist 8 Kilometer lang. Dutenhofeu, 6. August. Verunglückt. Heute 76 Mannschaft wurde hier ein junger Bursche, Karl Loh, begraben, der auf mehreren Sonntagen vor Ostern, nötigenfalls durch bei der 25. 2 traurige We ſe ſein Leben hat einbüßen müssen. Er hatte One Schulbildung Bauholz nach Aulendorf gefahren und befand sich mit seinem werbeordnung, zuzulassen. Die der letzte leeren Wagen auf dem Heimweg, den er schnell zurückzulegen mit großem Beifall Jachte. Wahrscheinlich ist durch irgendwelchen Umstand ein Abänderung des§ 37 der Ausführungsanweisung zur Geeinen Bead gegen einen Brellstein gestoßen und Loh vom Wag n die Errichtung eines Gewerbegerichts für die größeren gestürzt. Das Pferd fam allein mit dem Wagen in Datengofen an. Den Berunglückten fand man gleich uno vecdie Aerzte nicht mehr Rettung bringen. Nach wenigen bom 1. Ott. 1907 Sim ganzen alfo in Bulbrachte ihn unverzüglich in die Gießener Klinif; doch fonnten freife bon groß Stunden starb Lh. auf der Puftfarts Jecieoffiziere be den alljährlicher teiligten fi 31 bt feinen Anfang * Münchholzhausen. Bei schönstem Wetter fand zu Ehren des goldenen Jubiläums unseres Lehrers Althaus ein Volksfest statt, an welchem sich jung und Alt von Winchholzhausen und Umgegend beteiligte. * Ober- Mörlen, 7. august. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr brach in einem Stall des J. Scheibel Feuer aus, Errichtung eines Gewerbegerichts für die Landgemeinden des Kreises Gießen. Es ist Landgemeinden des Kreises Gießen, in denen sich industrielle Betriebe befinden, in Anregung gebracht worden. Auf Grund des Ergebnisse einer Rundfrage hat die Handelstammer die Ueberzeugung gewonnen, daß ein Bedürfnis für die Errichtung eines besonderen Gewerbegerichts für die Landgemeinden des Kreises Gießen nicht vorliegt. Ins besondere ist in den Lehrverträgen der Gießener Bigarrenindustriellen das Gewerbegericht Gießen schon jetzt als zuständig für Streitigkeiten zwischen den Lehrherrn und den Lehrlingen bezeichnet. Die Handelskammer beschloß daher, sich gegen die Errichtung eines besonderen Gewerbegerichts für Eingänge: a Von der Esenbahnverwaltung wird auf die regelmäßig starte Zunahme des Eisenbahngüterverkehrs in den Herbstmonaten hingewiesen und zur Vermeidung von Störungen des Verkehrs empfohlen, den Bedarf an Kohlen usw. für den Winter schon ist zu beziehen und diese e- züge nicht auf die Beit der Rübenernte zu verschieben, sowie Versendungen von Düngemittel gleichmäßiger auf das ganze Jahr oder einen längeren Zeitraum zu verteilen, bei Wagenladungen das Ladegewicht möglichst auszunußen und die gestellten Wagen mit tunlichster Beschleunigung zu be- oder entladen. b. Der Hardelskammer ist eine Mitteilung über neue wirtschaftliche Unternehmungen in Japan zugegangen. Interessenten fönnen in dem Bureau der Handelsfammer während der üblichen Geschäftsstunde hierüber Ausfunft erhalten. - * * Der Berichterstattung ist anzufügen, daß der unter= zeichnete Vorsitzende an Herrn Dr. Knipper aus Anlaß seines baldigen Wegzugs einen innigen Scheidegruß,.. Würdigung seiner vielfachen Verdienste richtete. Er führte aus, daß er einem einmütigen Empfinden der Herren Kollegen entspräche, indem er den scheidenden Beamten, der sich stets als besonders pflichttreu erwiesen, und uns allen personita so sehr sympatisch sei, an der Stätte unserer gemeinsamen Tätigkeit für seine zielbewußte und von so manchen schönen Erfolgen begleitete Mitarbeit der dankbaren Anerkennung unserer Handelskammer versichere. Der Unterzeichnete gav dem gemeinsamen Bedauern Ausdruck, unsern seitherigen Syndikus aus seiner ersprießlichen Tätigkeit scheiden zu seher, wobei wir den Beweggründen Rechnung tragen mußter, zumal es sich um die ehrenvolle Berufung an die hervo.. ragende Körperschaft Aelteste der kaufmannschaft in Berlia" handele. Unsere besten Wünsche für seine fernere Laufbahn Koch. und sein häusliches Glück begleiten ihn. " Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, 7. August. - Wegen Sittlichkeitsverbrechens, begangen an einem vierjährigen Kinde erhielt der Schneider Johann Gans von Heinrich Burthardsfelden 10 Monate Gefängnis. Dauth von Mittel- Gründau, ein dem Trunk und Müßiggang ergebener Mensch, befam wegen Biutschande, die er an seiner jährigen Tochter verübt hat, 3 Jahre Zuchthaus und Der Meßgermeister 10jährigen Ehrverlust zudiktiert. Karl Schildwachter von Homberg hat den Steuerboten Gg. Wilhelm 2. dorten unter verdächtigen Umständen in seinem Schlafzimmer erwischt und ihm eine Tracht Brügel verabfolgt. iz zeigten sich gegenseitig an, worauf das Schöffengericht Schildwächter wegen Körperverletzung zu 3 wt. Gadstrafe und Wahelm zu 2 Wochen Gefängnis verurtent.. focht dus Ucteil an und bestritt, einen Hausfriedensbruch begangen zu haben, da er mit Zustimmung der Frau Schildwächter sig im Hause aufgehalten hat. Das Berufungsgericht bestätige das Urteil, da er jedenfalls ohne Genehmigung des Hausherrn sich in das Haus begeben hat. Der Hausdiener Buderus zu Hirzenhain Juwelen im Werte von - Simon Böß von Malsch hat bei Lem Seh. Kommerzienrat 20.000 mt. gestohlen, desgleichen hat er in Berlin urd Cöin gleiche Diebpähie in derselben Höhe verübt. In all... Fällen hat er seine Dienerstelle dazu benußt. Er wurde zu einer Gesamtstrafe von 10 Jahren Zuaythaus und Ehrverlust auf gleiche Dauer nebst Polizeiaufsicht verurteilt. Der Bahnhofsaufseher Ackermann zu Rodheim v. d. Höhe hat durch eine falsche Unterschrift den Bahnfiskus um etwa 3 Mt. geschädigt. Er erhielt wegen Urkundenfälschung uno Betrugs 4 Wochen und 3 Tage Gefängnis. Diebstahls im Rückfall wurde der Taglöhner Heinrich Friele von Harbach zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Er hat einem Landwirt zu Bindsachsen ein Paar Schuhe entwendet. Wegen Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hissen für Donnerstag. den 9. Auguft. Beitweise heuer, trucker, nachts fühl, am Tage Temperatur wenig verändert, vaanoerliche Winde. ( Naheres durch die Gießener W.iteifarie.) Verantwortlich: für die politik und den Inseraten... Albin Klein; für den übrigen Ingalt. Georg Horn, belu in Giegen. - unent: Carboline, das beste für die Haare behrlich, um schönen Haarwuchs zu erzielen, das Ausfallen und frügzeitige Ergrauen zu verhüten und Schuppen zu entfernen und zu vechindern. Erhältl.a à Mt. 3. die Flasche in Apotheken, Drogerten uno Parfümerien oder von H. H. Warner& Co., Schäfergasse 11, Frankfurt a. M. T Bekanntmachung. Der Bauunternehmer H. W. Rinn zu Gießen ist zur Ausführung von Entwässerungsanlagen gemäß§ 16 der Polizeiverordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische sanal sation in der Provinzialhauptstadt Gießen betreffend vom 1. August 1904, zugelassen worden. Nach§ 16 der genannten Polizeiverordnung dürfen Entwässerungsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer ausgeführt werden. Gießen, den 4. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen Mecum. Bekanntmachung. Joseph Ruckstuhl von Gießen ist als Wieger für die Wage am Neustädtertor ernannt und berpflichtet worden. Gießen, den 6. August 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Heinrich Hahn in Gießen, Leihgesternerweg 51, ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 7. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 26. Juli 1906 angeordnete Sperre der Südarlage zwischen Garten- und Bismarckstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 8. August 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 21. Jult 1906 angeordnete Sperre des Eichweges wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 8. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Noth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Nordanlage zwischen Steinstraße und Neustadt vom 9. d. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 8. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 19. Juli 1906 angeordnete Sperre der Plockstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 8. August 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Arbeitsvergebung. Die Arbeiten und Lieferungen für die äußere und innere Entwässerungsanlage der nachstehend aufgeführten Gebäude werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlaſſes vom 16. Juni 1893 unter den hierzu berechtigten Unternehmern am Ort öffentlich ausgeschrieben. Los I Dienstgebäude des Hochbauamts. Los II Universitätskanzlei. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Amt, Stephanstraße 18 eingesehen, Angebotsformularien dorther bezogen werden. Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift bersehen bis Samstag, den 11. August 1906, vorm. 10 Uhr dem Eröffnungstermin bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 4. August 1906. Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Vergebung von Bauarbeiten. Die zur Erbauung eines Kohlenkellers im botaninischen Garten zu Gießen nötigen Erd- und Maurerarbeiten, darunter 230 cbm Erdaushub, 18,50 cbm Mauerwerk aus Ringofensteinen, 86,00 qm Zementstrich 2c., werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlasses bom 16. Juni 1893 zur Vergebung ausgeschrieben. Angebotsunterlagen können auf unterfertigtem Amte eingesehen, Angebotsformulare daher zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin, Samstag, den 11. Auguft, vorm. 11 Uhr bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 3. August 1906. Großherzogliches Hochbauamt. J. V.: Heyer. Keine Serienlose oder Pfennigslotterie! Lebensgrosses Porträt Brustbild nach jeder Photographie vergrössert. Echte Kreidezeichnung. Grösse 45 x 55 cm. Aehnlichkeit garantiert. Für nur 1 95 Mark liefere ich reklamehalber für diesen Monat an jedermann gegen Nachnahme oder Voreinsendung des Betrages. Jeder 50te Besteller erhält gratis hocheleganten Goldrahmen Nur nachweislicher Abschluss von 50.000 Porträts ermöglicht dieses Angebot. Niemand versäume diese Gelegenheit und sende umgehend Photographie mit deutlicher Adresse an Grand Institut pour reproduktion Hugo Weis Frankfurt a. M., Kronprinzenstrasse 54. 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