veetn fa Teineswegs I 3ch hatte Ihnen err berpf und ein del Vasco pflegt seine Bersprechunge baß bie Berhältnis fein wirklich follte, nicht sicher genug. Aber es fommt mir zu mir frith, ich Ein paar achen laffen tönnen.' Wochen oder Mo bin dieses M f! eschenk refflichen und i des grössten bereits tausen schreibe ich nden wird. zu suchen w Sie kör sich einen sicher hen heraus, topfte es n Sie Seele zusammen." ard es auch bald au3. ntbalt. Schnell Georg", var borilber, ble erste Der Sug raste immer uns einen Biter 213 Rr. 288. baltion u. Sarptegpebition: tegen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchink Nr. 362. Freitag, den 7. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbellagen: Oberbeffische Familienzeitung( tägltd) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). 6. Neueste Nachrichten ( Sichener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Belauntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Sessh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Politische Rundschau. Deutfches Relch. Die beendigten württembergischen Landtagswahlen haben bas Ergebnis gehabt, daß 19 Kandidaten des Zentrums. 7 Kandidaten der Volkspartei, 7 Kandidaten der deutschen Bartet und 7 Kandidaten des Bundes der Landwirte sowie 2 Sozialdemokraten gewählt wurden. Der Bauernbund hat 2 Size, das Zentrum einen Siz gewonnen, die Boltspartei brei Size verloren. Die deutsche Partei hat einen Sitz von ber Sozialdemokratie gewonnen. 27 Nachwahlen müssen noch borgenommen werden. - Die Vollversammlung der westpreußischen Landwirtschaftskammer nahm zur Frage des Landarbeitermangels in Westpreußen eine Resolution an, worin u. a. aus nationalen Gründen die Anwerbung von Chinesen als Landarbeiter als bebauerlich erachtet wird; doch scheine fie unvermeidlich, und der Vorstand werde beauftragt, Vorbereitungen dazu zu treffen. * Wie in den Wandelgängen des Reichstags mit größter Bestimmtheit verlautete, soll der nachträgliche Ordnungsru fir den Abgeordneten Roeren, den Reichstagspräsident Ballestrem diesem am Tage nach dem Duell DernburgRoeren erteilte, nicht ohne Beeinflussung durch die Regierung entstanden sein. Die Regierung habe dem Grafen Ballestrem zweideutig hundgetan, mit dem bisherigen freundschaftlichen Berhältnis habe es ein Ende, wenn eine Zurückweisung der scharfen Aeußerungen Roerens nicht in entschiedener Form erfolge. So meldet unser Berliner CB.- Mitarbeiter. Die Wahrheit dieser mit großer Sicherheit auftretenden Gerüchte läßt fich natürlich nicht nachprüfen. Jedenfalls scheint der Zusammenstoß zwischen dem stellvertretenden Rolonialdirektor und dem Zentrumsführer noch weitere Folgen zu zeitigen. Man spricht sogar von einem Disziplinar berfahren gegen Herrn Roeren, der bekanntlich Oberlandesa gerichts- Rat in Köln ist. Er hat in der Reichstagssitzung bom lezten Montag von einem jungen grünen Assessor" gesprochen. Der in Frage stehende Beamte soll sich bereits beschwerdeführend an das preußische Justizministerium gewandt haben. * Der in Berlin tagende Landeseisenbahnrat hat zur Frage der Fleischtenerung Stellung genommen. Der Landeseffenbahnrat beschloß mit großer Mehrheit, der Vorlage der Staatsregierung über Ermäßigung der Stüdgut- und WagenJa dungs- Fracht für Fleisch von frischgeschlachtetem Vieh zu zustimmen.- Der Bundesrat hat sich entschlossen, die Fleischnotinterpellationen am Mittwoch, den 12. Dezember, im Reichstage beantworten zu lassen. Kleine politifche Nachrichten. Berlin, 6. Dezember. Das Zentrum beantragt in der Budgetkommission, die Schußtruppe in Südwestafrita um nächsten Etatsjahr auf 2500 Mann herabzusezen. Dresden, 6. Dezember. Die europäische Fahrplankonferenz Beschloß, die nächste Konferenz am 12. und 13. Juni nächsten Jahres in London stattfinden zu lassen. Petersburg, 6. Dezember. Eine im russischen Handelsministerium abgehaltene Konferenz hat sich gegen die Erteilung der Erlaubnis zur Durchfuhr russischen Petroleums aus Bafu über die Wolga nach der Ostsee und über die Weichsel nach Polen ausgesprochen. London, 6. Dezember. Die Regierung teilt mit, daß die neue Verfassung für Transvaal am nächsten Mittwoch veröffentlicht werden soll. Newyork, 6. Dezember. Roosevelt beabsichtigt, einen neuen Vertrag mit Japan vorzuschlagen, der die Einwanderung japanischer ungelernter Arbeiter ausschließt. Peking, 6. Dezember. Stadt und Bezirk Niutschwang ift offiziell von den Japanern an China zurückgegeben orden. Tokio, 6. Dezember. Das neue japanische Budget fordert ne Erhöhung der regulären Armee auf 750 000 Mann Dadurch würde die militärische Macht Japans um fünfzig Prozent erhöht. Konstantinopel, 6. Dezember. Aus Nestüb eingetroffene Boten berichten, daß di Bulgaren im Bezirke Kumanovo eine 200 Mann starte Bande gebildet, einige serbenfreundliche Dörfer überfallen und in einem Dorfe 60 dort angetroffene Soldaten entwaffnet hätten. Deutscher Reichstag. ( 135. Sigung.) CB. Berlin, 6. Dezember. In seiner heutigen Sigung beschäftigte fich der Reichstag juerst mit einer von dem Zentrumsmitgliede Speck eingebrachten Interpellation, die sich darüber beschwert, daß Gerste, die als Suttergerste zu dem niedrigen Sage von 1 M. 30 Pf. zur Berzollung gelangt sei, in großen Mengen als Malzgerste, für die der Zollsazz 4 M. beträgt, verwendet werde. Ab. geo ordneter Sped, der Oberzollrat in München, also Sachbeurständiaer auf diesem Gebiete ist. begründete sehr ausführ lich die Interpellation, wobei er auf die Entstehung der betreffenden Bestimmungen im neuen Zolltarif des Näheren einging. Reichsschatzsekretär Freiherr von Stengel antwortete ebenfalls ausführlich, wobei er mitteilte, daß von einer übertriebenen Nachficht der Zollbehörden bei Verzollung der Gerste nicht gesprochen werden könne und daß auch von einer übermäßigen Verwendung von Futtergerste als Malzoder Braugerste nichts befannt sei. Die Frage, welche Gerste als Malz- oder welche als Futtergerste anzusehen sei, richte fich nach dem Preise. Hochwertige Gerste werde als Malzgerste angesehen, minderwertige als Futtergerste. Zum Schluffe betonte der Reichsschaßsekretär, es liege fein Grund zum Einschreiten vor, die abfällige Kritik des Interpellanten sei übertrieben. Auf Antrag des Abgeordneten Dr. Schaedler( Sentrum) fand eine Besprechung der Interpellation statt. Der sozialdemokratische Redner Dr. Südelum hielt die Kritit des Abgeordneten Spec für hinfällig; er habe durch sein Vorgehen nur die Gerstenpreise zum Vorteile der Agrarier in die Höhe getrieben. Der Nationalliberale Dr. Paasche bezeichnet dagegen die Kritik Specs als durchaus berechtigt. Die Erklärung der Regierung stehe im Widerspruch init früheren Erklärungen Seiner Zeit habe die Regierung zugesagt, daß alle Gerste mit 4 Mart verzollt werden sollte und nur diejenige, die ausschließlich als Futtergerste benutzt wurde, zu dem niedrigen Saze von M. 1,30. Heute habe der Reichsschazsekretär etwas ganz anderes vorgetragen. Der preußische Finanzminister, Freiherr v. Rheinbaben erklärte darauf, er habe sich bei der Verzollung nach der Verordnung des Bundesrates gerichtet; diese sei gut und bewährt und verdiene die abfällige Kritit der Interpellation nicht. Wenn Malzgerste zu dem niedrigen Sage für Futtergerste berwandt werde, so müsse die Differenz vergütet werden, aber es sei nicht bekannt, daß dies in größerem Umfange geschehen sei. Der Redner der freisinnigen Volkspartei, 8unz betonte, daß er feine Verschärfung der Zollbehandlung wünsche; die jetzige verstoße schon gegen die Handelsberträge. Abgeordneter Hufnagel( bayer. Bauernb.) spricht fich im Sinne des Interpellanten aus. Die Debatte zog sich hierauf noch längere Zeit hin. Abg. Gothein( freis. Verein.) pflichtete dem Abg. Kempf bei. Grade im Interesse der Landwirtschaft müsse die Einführung von Gerste wesentlich erleichtert werden. Abg. Staufer( Wirtsch. Bereinig.) verlangte Denaturierung aller Gerste, die zu den niedrigen BoNsäzen eingeführt wird. Abg. Gamp erklärte sich im Sinne der Interpellation. Das Gleiche trat Abg. Pohl vom Zentrum. Mit einer Erwiderung des Reichsschazsekretärs Frhr. v. Stengel, der nochmals seinen Standpunft betonte, schloß die Debatte. Soziales Leben. × Pensionsberechtigung für die staatlichen Arbeiter in Bremen. Die Bürgerschaft in Bremen nahm den Gesetzentwurf an, welcher den staatlichen Arbeitern und Angestellten bom 1. April 1907 ab Pensionsberechtigung gewährt. X Außergewöhnliche Zuwendungen für die Beamten bei Krupp. Die Firma Krupp bewilligte ihren sämtlichen Beamten eine außerordentliche Zuwendung in Höhe eines Monats= gehaltes. Die der Firma hierdurch erwachsende Ausgabe beträgt etwa zwei Millionen Mart. Eine Bombenfabrik in Hamburg. § Hamburg, 6. Dezember. Vor dem hiesigen Landgericht hat heute ein interessanter Prozeß gegen eine Anzahl russischer Revolutionäre begonnen. Angeklagt sind der Maurer Berend Dserwen, der Journalist Karl Sutte, der Maurer Martin Skulte, der Maurer Johann Daufsch, der Zimmermann Robert Graß, der Maurer Karl Grünberg, der Zimmergeselle Johann Witolin, der Zimmerer Peter Graß, der Maurer Jakob Jassis und der Zimmermann Karl Peletais, sämtlich aus Rußland gebürtig. Ihre Ver haftung hat seinerzeit zu dem Gerücht Anlaß gegeben, es sei eine Bombenfabrik entdeckt worden. Tatsächlich scheint es sich nur um einen, allerdings in sehr großem Umfange betriebenen Waffenschmuggel nach den russischen Ostseeprovinzen gehandelt zu haben. Wie die Ermittelungen ergeben haben, bildeten die Angeklagten zusammen die Abteilung Hamburg der„ Lettischsozialdemokratischen Arbeiterpartei" in Deutschland. In der Nacht vom 26. zum 27. August d. J. wurden Dserwen und Stulte festgenommen, weil sie fich durch den Transport von Waffen und Munition, die sie in großen Paketen versteckt hielten, verdächtig gemacht hatten. Die Pakete enthielten 525 scharfe Patronen im Werte von 88 Mark und 20 Futterale für Mauserpistolen. Am Tage vorher war bereits ein anderer Russe wegen Verdachts anarchistischer Umtriebe verhaftet worden, der sich Favart nannte und im Befize eines ordnungsmäßigen belgischen Passes befand. Dieser Favart war in Wirklichkeit der Angeklagte Sutte. Ein vierter Russe, namens Tiefenthal, der sich der Festnahme durch die Flucht entzogen hatte, hinterließ in seiner Wohnung eine große Anzahl Lettischer Schriftstücke und Drucksachen, ferner 4750 Browingund 750 Mauserpatronen, 20 Entladestöde usw. Wie festgestellt wurde, war die Gründung des Geheimbundes von einem russischen Revolutionär in Brüssel betrie ben worden und der Verein stand mit ähnlichen Verbin bungen in Brüssel, Newyork, Boston, London in Beziehungen, bie im wesentlichen auf die Unterstützung der rufischen Revo lution und den Waffenschmuggel nach den Ostseeprovinzen hinausliefen. Der Angeklagte Stulte erscheint auch als Teil nehmer an einer in den Ostseeprovinzen verübten Mord brennerei. Für seine Ergreifung sollen von der ruffichen Regierung 1000 Rubel ausgesetzt sein. Die Angeklagten find der ihnen zur Last gelegten Bergehen im wesentlichen ge ständig. Als Verteidiger der Angeklagten fungieren die Rechts anwälte Dr. Liebknecht- Berlin und Dr. ez- Altona. Nab und fern. † Ende einer Schwindelbank. Die Bücher des Bant geschäfts Erich Riedel in Leipzig wurden beschlagnahmt und der Proturist Dittmann, ein früherer preußischer Polizei fommissar, wurde verhaftet. Die Firma vermittelte Darlehen. Ihre Tätigkeit, die sich durch Agenten über das ganze Reich erstreckte, bestand aber nur in der Erhebung von Vorschüssen von Darlehnsuchenden. † Begnadigter Mörder. Der im Juli vom Kieler Schwur gericht zum Tode verurteilte Brudermörder Steffen Karstens aus Nefjerdeich bei Lunden( Dithmarschen) ist vom Kaiser zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt worden. + Sturm und Erdbeben. Die Elemente befinden sich in Aufruhr; von überall her werden Unwetterschäden gemeldet und auch die Erde bebt wieder. Folgende Nachrichten liegen vor: Königsberg i. Pr., 5. Dezember. Auf der Kleinbahnstrecke Possindern- Tapiau wurden zwei Eisenbahnzüge umgeweht. Von dem einen Zuge wurden zwischen den Stationen Rachfitten und Bulitten ein leerer Wagen, ein Wagen mit 150 Tonnen Zemert, der Padwagen und ein Personenwagen durch die Gewalt des Sturmes umgeworfen. Das gleiche Schicksal traf einen entgegenkommenden Zug bei Genditten, der vollständig umgedreht wurde. Rominten, 5. Dezember. J: n kaiserlichen Jagdrevier hat der Sturm unter den Waldbeständen argen Schaden angerichtet. In einzelnen Schußbezirken sind nach oberflächlicher Schäßung 2000 bis 3000 Meter Holz vom Sturme umgeweht, auch die Telegraphen- und Fernsprech leitungen in der ganzen Heide sind unterbrochen. Bielefeld, 6. Dezember. Im ganzen östlichen Westfalen find große Schneemassen niedergegangen, auf weite Strecken sind die Telephondrähte gerissen, in Herford find zwei Drittel des Stadttelephonnezes zerstört. Hannover, 6. Dezember. Heute nacht trat hier her erste starke Schneefall ein. Fast alle Drahtleitungen sind zerstört. onson, 6. Dezember. Ein heftiger Sturm wütet in Nordengland und Schottland und richtet große Berbrerungen an. In Arghill wurde durch den Sturm die große Station für drahtlose Telegraphie zerstört. Aus Liverpool fonnten selbst große transatlantische Dampfer nicht aus dem Hafen. Newyork, 6. Dezember. In Kingstow( St. Vincent) hat gestern abend ein Erdbeben stattgefunden, das 30 Sefunden anhielt. Diese beispielslose Dauer sezte die Bevölkerung in Schrecken. Das Erdbeben wurde auch auf Barbados und noch heftiger auf Santa Lucia gespürt. + Kampf in der Luft. Auf dem Flur des zweiten Stockes eines Hauses in Berlin waren die Maurer Maticke und Bader in Streit geraten. Maticke schleuderte seinen Gegner über die Brüstung des Flurfensters in den Hof, Bader faßte aber im letzten Moment nach dem Gegner, und so wurde dieser mit in die Tiefe gerissen. Bader erlitt bei dem Sturz lebensgefährliche Verlegungen, Matice fam mit leichteren Kontusionen davon, da er auf Bader gefallen war. Es wurde sofort ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet. † Die Auslieferung des Rechtslehrers Karl Hau, der unter dem Verdacht, seine Schwiegermutter in Baden- Baden ermordet zu haben, in London verhaftet wurde, fonnte bisher noch nicht stattfinden, da das jetzt aus Deutschland eingetroffene Material gegen Hau noch zu unzureichend für eine Auslieferung iſt. Ueberfall tu der Wohnung. Von der Berliner Kriminal polizei wurde wegen versuchten Mordes die 24 Jahre altı Fabritarbeiterin Emma Holzmann verhaftet. Das Mädchen Hat die Witwe Heischke in der Hussitenstraße überfallen und beraubt. Die Holzmann wurde von den Allgemeinen Elektrizitätswerken, auf denen fie bis dahin arbeitete, entlassen. Da fie nun mittellos war, dachte fie an Frau Heischke, deren Tochter fie tannte. Sie wußte, daß Frau Heischte immer etwas Geld in der Wohnung hatte und kam auf den Gedanken, fie niederzuschlagen und zu berauben. Diesen Ent. schluß führte sie aus. Die Festgenommene ist geständig. † Mysteriöser Doppelselbstmord. In Spandau wurde der Gemeindeschullehrer Franz Stein und seine Frau tot im Bett ihrer Wohnung gefunden. Beide hatten sich vergiftet. Auf einem Tisch lagen Abschiedsbriefe an die nächsten Verwandten. Das Ehepaar hatte in geordneten Verhältnissen gelebt. Der Lehrer war sehr nervös und wahrscheinlich lebensüberdrüffig. 83. 111 ht oft ter BEE en ng m. Bunte Cages- Chroník. Staßfurt, 6. Dezember. In der letzten Nacht find h inem Wohnwagen, der den Bedienungsmannschaften eine Dampfpfluges zum Aufenthalt diente, drei Arbeiter durch Rohlengas erstickt, ein vierter ist schwer ertranft. Hamburg, 6. Dezember. Vier Mann der Besatzung des Don La Plata eingetroffenen Dampfers„ Santa Fe" wurder bei der Ankunft wegen Bestverdacht nach dem Krankenhau transportiert. Umfassende Quarantänemaßregeln find ge coffen. Baris, 6. Dezember. Der Unfall des Lloyddampfer! Kaiser Wilhelm der Große" wird an Kosten für di Reparaturen des Dampfers und die Passagierentschädigunger brei Millionen Franks erfordern. Lobosit, 6. Dezember. Hier verstarb im Alter voi 101 Jahren Frau Julie Ascher. Sie erfreute sich bis ani Ende seltener Geistesfrische und erinnerte sich noch del Freiheitskrieges. Riva, 6. Dezember. Ein mächtiges Felsstück verschüttet hurz nach dem Vorüberfahren der Post die Ponalestraße Ein großer Teil des Felsstückes ist in den Gardasee gestürz und hemmt den Schiffsverkehr. Der Koffer als Sarg. § Kassel, 6. Dezember. Noch immer ist es nicht gelungen, Klarheit darüber zu schaffen, ob der Möbelhändler Meher tatsächlich der Mörder feiner angeblichen Tante, der Witwe Vogel, ist. Der Angeklagte trägt eine auffällige Seelenruhe zur Schau und scheint nicht Im entferntesten an die Möglichkeit zu glauben, daß er schuldig befunden und verurteilt werden könnte. Als er sich überzeugt hatte, daß die alte Frau tot war, begann er sofort nach dem Geld und den Wertpapieren, die das Vermögen der Vogel darstellten, zu suchen, fand aber nichts. Von einer Anzeige des erfolgten Todes seiner Tante habe er deshalb Abstand genommen, weil er befürchtete, man Lönne ihm zur Last legen, er habe das Geld, um sich zu bereichern, heimlich beiseite geschafft. Meyer hat die schon star! berweste Lelche fast 3/4 Jahre in seiner Wohnung behalten, erst am 25. April d. J. gab er den Koffer auf. Nachdem dies ge= schehen, reiste er mit der Christiani nach Amerika ab, wo feine Verhaftung erfolgte. Er behauptet mit großer Betimmtheit, daß Frau Vogel erst Geld und Wertpapiere vernichtet und sich dann erhangen hat, um sich an ihm zu rächen. In der Zeugenvernehmung befundet zunächst Gerichtsarzt Dr. Popp, welcher die Leiche sezierte, daß sich keinerlei Anhaltspunkte fanden, die zu dem Schluß berechtigten, Frau Bogel sei vergiftet worden. Der folgende Zeuge Polizei assistent Uffel- Hamburg bezeichnet sich als den richtigen Neffen ber Frau Vogel. Frau Vogel sei die Schwester seiner Mutter. Die Eltern hätten in Göttingen gewohnt, wo das Mädchen Anfang der 60 er Jahre geheiratet habe. Sie sei aber 1865 ihrem Manne durchgebrannt und nach Amerika gegangen. Es hieß von ihr, daß sie sich einem unfittlichen Lebenswandel ergeben habe und herrlich und in Freuden lebe. 1888 sei fie plöglich bei ihm, Zeugen, in Hamburg aufgetaucht und habe sich nach ihren Eltern erkundigt, die inzwischen gestorben waren und ihr eine größere Erbschaft hinterlassen hatten. Diese habe sie in Göttingen erhoben und sei dann noch eine Zeitlang in Deutschland geblieben, bis sie mit einem gewissen Bantholz wieder nach Amerika zurückging. Die Vogel habe erzählt, daß sie ein Vermögen von etwa 1/2 Million Mark befize. Wie der Vorsitzende mitteilt, weist das Kirchenbuch von St. Jakobi in Göttingen aus, daß dort am 23. April 1829 eine Christel Lange geboren worden ist, die mit der Ermordeten identisch erscheint. Zeuge Bantholz erzählt in großer Breite, was Frau Vogel, mit der er nach Amerika durchging, dort trieb und auf welche Weise sie ihr Vermögen zusammenscharrte. Die übrigen Zeugen sind Einwohner von Wildungen, die befunden sollen, was man sich in Wildungen von dem Verhältnis zwischen Meyer und seiner Tante dachte, und in welchem Leumund die Frau Vogel stand. Die Aussagen dieser Zeugen lassen die Tante" des Angeklagten in einem sehr ungünstigen Lichte erscheinen. Sie wird als sehr rach: süchtig geschildert und soll auf Meyer so eifersüchtig gewesen sein, daß dieser aus Verzweiflung über das unglücklich Familienleben fich dem Trunke ergab. Aus dem Gerichtsfaal. § Wegen Beleidigung des preußischen Abgeordnetenhauses begangen durch einen im Juni d. J. erschienenen Artikel dei Sozialdemokratischen Volksstimme" in Magdeburg, betitel Der Triumph der Wahlrechtsfeinde", ist gegen den Redakteur Wittmad ein Strafverfahren eingeleitet worden. § Der Onkel als Mörder. Im Prozeß Röwer bestrit ber Angeklagte bei seiner Vernehmung, mit seiner Nichte ir unerlaubter Verbindung gestanden zu haben. Er habe au fie geschossen, aber geglaubt, der Revolver sei nur mit Blaz patronen geladen und könne keinen Schaden anrichten. Di Beugen, darunter Frau und Töchter des Angeklagten, be funden, daß Röwer öfter Wutanfälle gehabt und eir anormales Wesen gezeigt habe. Er habe Petroleum ge trunken( 1), sei mit dem Kopf gegen den Ofen gerannt, hab auch manchmal stundenlang ohne Grund geweint und oft vor Selbstmord gesprochen. Die Vernehmung der Angehörigen bie heftig weinen, gestaltet fich teilweise recht dramatisch Auch der Angeflagte weint. Die Sachverständigen Professo Koeppen und Gerichtsarzt Dr. Marg beteiligen fich wiederhol am Zeugenverhör. § Das beleidigte Parlament. Die Redakteure Stang and Dornheim von der sozialdemokratischen ,, Erfurter Tribüne burden wegen Beleidigung des preußischen Abgeordneten jaufes unter Versagung des Schutzes des§ 193 zu je sechi Monaten Gefängnis verurteilt. § Als Mörder seiner Nichte, Elisabeth Bulay, hat fid sor dem Schwurgericht des Landgerichts I Berlin der Kauf mann Richard Röwer zu verantworten. Die Verhandlun indet unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Es sind übe 50 Zeugen geladen. Der Angeklagte, ein 60 jähriger, grau bärtiger Mann, hat sich seinerzeit in selbstmörderischer Absich bas rechte Auge ausgeschossen, und trägt eine schwarze Bind über die Augenhöhle. = Vermischtes. Der Hamburge Abgelehnte Ordensdekorationen. Senat hatte beim Bürgerausschuß beantragt, 5000 Mark zu bewilligen für die Herstellung von Kreuzen für jeden Hamburger Bauarbeiter, der beim Bau des neuen Zentralbahnhofes beschäftigt gewesen ist. Dieses Ehrenfreuz soll nicht getragen, sondern als Andenken aufbewahrt werden. Der Bürgerausschuß hat den Antrag abgelehnt, weil in einer Republik Orden nicht angebracht seien. = Großmütige Schenkung. Der Herzog von Tife, der Schwiegersohn des Königs Eduard von England, schenkte der vereinigten Bürgerschaft von Banff und Macduff sein angrenzendes Familien- Stammgut Duff- House, am Moray- Firth, mit seinen 56 Hektar umfassenden Garten- und Parkanlagen. Er überläßt es ganz dem Gutdünfen des Stadtrats beider Drte, darüber zu verfügen, da er überzeugt ist, daß man den besten Gebrauch von dem Lesitztum machen wird. Die ganze Einwohnerschaft gab in diesen Tagen ihrer Freude über das unerwartete, reiche Geschenk. lauten Ausdrud. Der Stadt rufer( town- crier) in malerischer alter Tracht verkündete mit Trommelwirbel in allen Straßen einen allgemeinen Feiertag, den groß und flein sich gern gefallen ließ; die Glocken läuteten, die Fahnen wehten, alles war in Feststimmung. Der Wert des in romanischem Stil erbauten Schlosses allein wird auf vier Millionen Mark geschätzt. == Miglungener Clownscherz. In einem Zirkus in Eulau wurde u. a. ein Esel gezeigt, der so dressiert war, daß er fich von einem Fremden nicht reiten läßt. Als nun die Aufforderung an das Publikum erging, es möchte sich jemand melden, der es versuchen wolle, den Esel zu reiten, trat der auf der Wilhelmshütte" zu Eulau beschäftigte Schlosser Talle in die Manege. Da es ihm nicht gelingen wollte, den störrischen Esel unter seine Gewalt zu bringen, fing er an, das Tier an den Ohren und am Schwanze zu ziehen, bis dem Esel die Geduld ausging und er dem lästigen Bändiger die ganze Nase abbiß. Der so Entstellte will nun von der Birtusgesellschaft für die Schädigung durch diesen groben Unfug Entschädigung haben. = Revoltierende Elefanten. In Cincinnati, im Zoologischen Garten, hatte ein Elefant sich einen Stoßzahn ab gebrochen. Der Stummel sollte operativ entfernt werden und Deshalb fesselte man den riesigen Dickhäuter. Der Elefant jedoch riß sich los und stürmte ins Freie hinaus. Im Garten befanden sich noch acht Elefanten. Als die den Flüchtling erblickten, trotteten sie ihm mit hallendem Schritte nach, fie eilten in die Straßen und säuberten alle Wege binnen furzem bon Passanten. Die Elefanten rannten mehrere Schaufenster ein, verwüsteten eine Anzahl von Gartenanlagen und Stadtplätzen und brachten mehrere Zeitungstioste und leichtere Verkaufsbuden zum Einstürzen. So wüteten fie bis gegen Abend, wo es gelang, die Elefanten wieder einzufangen. = Vom Laufburschen zum Millionär. Vor furzem starb in London einer der bekanntesten Minenmillionäre Englands, Edward Atcott. Der Verstorbene war ein Selfmademan im besten Sinne, denn er hat es vom Messenger- Boy zum einflußreichen Großindustriellen gebracht. Atcott pflegte gern zu erzählen, wie er mit zwanzig ersparten Shillings den Grund zu seinem Reichtum legte. Er fing erst einen fleinen BlumenHandel an, handelte dann mit Kleidern, später mit Kohlen, eröffnete schließlich ein Hotel und erwarb sich so viel Ver. mögen, daß er Anteilscheine von Kohlengruben erwerben fonnte. Durch fluge Spekulation brachte er es nach wenigen Jahren zu einem riesigen Vermögen. = Das böse Gewissen. In der Umgegend von Rom in Velletri tötete vor nicht allzu langer Zeit ein Bauer wegen nichtiger Grenzstreitigkeiten seinen jungen Verwandten. In der Nacht nach seiner Verhaftung erfaßte ihn in der Ge fängniszelle eine derartige Verzweiflung über seine Tat, daß er vor Gram starb. Er hinterläßt sieben Kinder. Von jetzt ab soll, besonders in den Osterien, eine strenge Kontrolle aus geübt werden, und die mit Waffen, aber ohne Waffenschein Betroffenen haben empfindliche Strafen zu gewärtigen. = - Irrfahrten eines Sarges. Auf der Transbaikalbahn hat sich etwas selbst auf russischen Bahnen Außergewöhnliches zugetragen. Am 14. Oktober wurde ein Güterwagen, dessen Ladung angeblich aus Aepfeln bestand, an die Güterstation in Tschita herangeführt. Man löste die Plomben und fand in dem Güterwagen einen Sarg mit der Leiche eines Obersten. Aus der Jaschrift auf einem Kranz tann man den Schluß ziehen, daß der Sarg mit der Leiche seit dem Jahre 1905 unterwegs ist. ==Eine rasche Tat. In Thornton, im Staate Rhode Jsland spielte sich eine tragische Szene ab. Ethel Smith, die Tochter des Konstablers, hatte eine arme Frau mit ihren Kindern zur Feier des Tages im Hause ihrer Eltern bewirtet, da der Gatte der Frau, der ein unverbesserlicher Säufer war, fich entfernt hatte, ohne einen roten Cent für seine Angehörigen dazulassen. Als er gegen Abend nach Hause kam und seine Frau nicht vorfand, erfuhr er von den Nachbarn, daß sie im Hause des Konstablers seien. Er fam völlig betrunken nach dem Hause Smiths und verlangte seine Frau zu sehen. Der Betrunkene sprengte die verschlossene Tür auf, und mit einem großen Messer in der Hand wollte er sich auf seine Frau stürzen. Die junge Ethel hatte rasch den Revolver ihres Vaters ergriffen und gab, als er sich auch gegen sie wenden wollte, ohne weiteres Feuer. Der Mann stürzte, ins Herz getroffen, tot nieder. Wenige Minuten später kam der Konstabler nach Hause und mußte, seiner Pflicht gemäß, sein Töchterchen verhaften. Am nächsten Morgen wurde sie gegen Bürgschaft auf freien Fuß gesezt. direktor Geh.- Rat Dr. Breidert ist eine anonyme Poft farte eingegangen, die das Pauken auf dem Windhoft anzeigte. Als den Urheber dieser Karte wurde Redt anwalt Grünewald von Rechtsanwalt Mezz verdächtigt Der Angeklagte tritt den Wahrheitsbeweis an Der Privatkläger weist die Verdächtigung, der anonym Urheber der Postkarte zu sein, entschieden zurück. J längeren Ausführungen stellt er die Sahe dar, qu denen hervorgeht, daß nicht er, sondern Herr Geilfu die Karte geschrieben habe, wie der letzte ihm selbst einem Briefe zugegeben. Rechtsanwalt Grünewald, da damals in einem Holländischen Bad sich befand, atmet bei diesem Bekenntnis auf, da ein schwerer Verdagt dadurch von ihm abgewälzt worden set. Ec habe abe zunächst geschwiegen, um Herrn Geilfuß nicht zu nennen. Ich stehe in feiner Beziehung zu der Karte, ich habe fie weder geschrieben noch veranlaßt- Der Vorfizender bemerkt, daß noch eine zweite Karte eine Rolle spielt, die zur Schriftvergleichung herangezogen werden soll Darauf verliest der Vorsitzende eine Telegramm des Ministeriums, in dem es mitteilt, daß Polizeiamtmann Herberg von Verpflichtung der Amtsverschwiegen heit nicht entbunden werden könne. Nunmehr wird in die Vernehmung der Zeugen und Sachverständigen eingetreten. Zunächst fagt Gerichtschemiker Dr. Popp.Frankfurt aus, daß Hen Gutmann ihm Schristproben zu einem Gutachten übergeben habe, wobei der Zeuge den Namen des Privatklärgers erfuhr. Bribattläg -Seuge: de gewefen, rebe.- 3e en Sie anneb bat die Sad Dann br im Gorps. Sribattläger an, die dal Beug dben 1 hr wird Den Rufnam it auf ben Georg von Heffe neuen Mufeum Sarlamen dine längere fand zunäc Le bezüglich Regierung hat Senten Rechnu gebentt, gen- Der teroffizier Wi Laholischen Lehr ins, ihre& Beratung de bie die Regie S Antrag 10000 ME. zu Reifen 2c. wur b der Ausschu Antrages an nächste Woche Zeuge Schulrar a. d. Grabow. Berlin: Ich habe mein Gutachten über die Starten abgegeben. Ich wußte nicht, wer sie geschrieben, erst vor zwei Monaten habe ich erfahren, daß es sic um den Privatkläger Rechtsanwalt Grünewald handlet, ca mar Ich bin zu der Ueberzeugung gekommen, daß niemand als dieser die Karte an Herrn Müller geschrieben habe Später wurde mir mitgeteilt, daß sich Zweifel über die Richtigkeit meines Urteils erhoben hätten, da der Schreiber sich selbst bezichtigt habe. Ich bleibe aber bei meiner Auffassung.- Privatkläger: Was wu de Ihnen für ihre Bemühuag bezahlt?- Zeuge: Derselbe Sag, den das Gericht bewilligt, die Stunde 2 Mt.- Privatkläger: Nationallib Wieviele Gutachten haben Sie erstattet? Zeuge und Sachber bend hielt der ständiger: fünf. Was Herrn Gutmann bestimmte, mit brice Generalber den Namen des Privatklägers zu verschweigen, war ab, die g der Grund, mich unbefangen zu erhalten. behnung für Privatkläger: Ich behalte mir vor, den Sachbert Die Borsto ständigen abzulehnen.- Angeklagter: Ich wundere midrigen Borstand über die Ablehnung. Privatkläger: Ich entschlie Reichst mich auch nur dazn, nachdem ich erfahren habe, daß der Sachverständige persönlich aufgesucht worden sei -Sachverständiger Kanzleirat Peter sagt aus, daß die Karte nicht von dem Privatkläger geschrieben worden seit Darauf tritt eine kurze Pause ein. - - borzunehmender ben, daß den erzienrat S erklärt hat, Pandidat fich Borfigende städter Bro gegen die 2 eordneten zu morden war. Brizip auf den billigte bas Nach Wiederaufnahme der Verhandlung wird Polizeiamtmann Herberg vernommen. Der Vorsitzende teilt dem Zeugen mit, daß das Ministerium es ab gelehnt habe, ihn von seiner Amtsverschwiegenheit zu entbinden. Kurz nach der Verhandlung der Straf fammer, erklärte der Zeuge, erschien der Privatkläger bei mir und gab mir unaufgefordert sein Ehrenwotion in der die Civis- Karte nicht geschrieben zu haben. Herr Geilfußtionsdebatte e machte mir später die Mitteilung, daß er die Karte getrag des M schrieben habe, er gleichzeitig sein Bedauern ausdrückte. Bier mer be Privatkläger: Wissen Sie, ob Herr Justizrat Mez- Nidda atenteil zu er darauf angetragen hat, daß ein Verfahren gegen Herns 8 Uhr, i Geilfuß eingeleitet werde. Zeuge: Dies spielt meine die gegenwä Ansicht nach auf das dienstliche Gebiet über, ich bebem nationallit dauere, darüber feine Auskunft geben zu können. Privatfläger: Herr Sachverständiger Grabow, fönna Sie erkennen, ob die Schrift von einer alten oder jüngera Person stammt. Sachverständiger Grabow: Nein, das heißt gewisse Zeichen gibt es, doch sind Sie un zuverlässig. - - - - Zeuge Architekt Meyer: Ich habe im Auftrag des jungen Herin Geilfuß mit Herrn Gutmann sprochen, ob die Sache der Pofitarte nicht aus Welt zu schaffen sei. Herr Geilfuß erklärte, daß nicht auf Ve anlassung seines Vaters fomme. Ich habe aber nichts ausrichten fönnen, da Herr Gutmann flärte, sich zu nichts zu verstehen.- Privatkläger: Sa Herr Gutmann Ihm gegenüber erklärt, der Hr Geilfuß hat die Karte ja doch nicht geschrieben. -Zeuge Nein. Zeuge Rechtsanwalt Müller: 36 halte Herrn Rechtsanwalt Grünewald einer niedrige Tat unfähig. Privatkläger: Herr Justizrat Mes behauptet haben, daß in eingeweihten Streisen ti Zweifel über meine Täterschaft bestanden haben sollZeuge: Das fann ich nicht sagen, da ich wenig Fü ung mit den Streisen hatte.- Zeuge Landgerich Direktor Praetorius geht auf die Gerichtsverha lung bezüglich des Duells ein. Darauf teilt er mit daß er gesprächsweise vernommen habe, daß Rech anwalt Grünewald für den Anonymus gehalten werde Mit Herrn Geilfuß komme ich nur selten in Se rührung. Im Juli wünschte er meinen Rat in ein Angelegenheit. Im Laufe der Unterredung machte mir die Mitteilung, daß er die in Frage stehende Rate Als die Sigung durch den Vorsitzenden, Amtsrichter geschrieben habe. E: sagte, daß er nicht mit ansehen Lehr, eröffnet wird, ist der Zeugen- und Zuhörerraum fönne, daß der Verdacht auf Rechtsanwalt Grünewb bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Privatkläger lafte und fragte, ob er der Staatsanwaltschaft Anzege Rechtsanwalt Grünewald: Gießen hat gegen machen solle, oder ob er Rechtsanwalt Grünewald Mi Rechtsanwalt Mez- Nidda Klage erhoben, weil er teilung machen solle. Ich riet zu dem legte en Hätte sich durch einen Artikel im„ Gießener Anzeiger", als ich gewußt, auf welche Sache die Frage sich bezog, dessen Verfasser er den Angeklagten vermutet, getroffen hätte ich sofort jede Besprechung abgelehnt. fühlt. Der Inhalt des Artikels betraf die Verhandlung Beuge Forstmeister Trautwein teilt mit, daß er o Der Bießener Straffammer über das Duell zwischen fort bei Vorlegung der Karte erklärt habe, daß fie vom den Studierenden Metz und Beck. Bei dem Provinzial- Herrn Geilfuß geschrieben sei. Aus dem Gerichtsfaal. Schöffengericht. H. Gießen, 7. Dezember. Rechtsanwalt Grünewald contra Rechts anwalt Me- Nidda. - - Vorsitzender: Halter inigungen fo Gäfte Zut ete eine Ausst στοξίδοση bell oder dunkel Dfund 75 ruchtal's Kaffee Lindenplatz am Gießen. Gäns 606mufche Ma 70 fa vriende Radnabme Co. Otto, P Feins zu bra e anonyme Privatkläger fähig eine anonyme Anzeige zu heiten. Der Bericht über den Goslarer Vers| empfiehlt das betr. Gelände in Erbbaurecht dem Verf dem Wind te wurde ede Met berdad Theitsbeweis ng, der anon eden zurüd. Zeuge: Nein.- Vorsitzender: Ist darübertretertag mußte für die nächste Versammlung - ede gewesen, ob der Privatkläger hinter dieser Zeuge: Niemals. Der Vorsitzende: fehe. en Sie annehmen zu fönnen, daß Herr Geilfuß and hat die Sache auf sich zu nehmen?- 3euge: Dann dreht die Verhandlung sich um Vorzurückgestellt werden. Städtische Teuerungszulage. Es wird uns da. rüber folgendes eingesandt: Die Stadtverordneten. versammlung zu Charlottenburg hat beschlossen, allen städtischen Beamten und Arbeitern eine Teuerungsein zu überlassen. Gegen diese Form der Verpachtung wendet sich Stadtv. Kommerzie nrat Schaffstaedt ganz entschieden; man fönne jezt noch garnicht wissen zu was der Platz einmal später besser gebraucht wird. Nach längerer Debatte wird der Verpachtung für eine noch näher zu bestimmende Zeit genehmigt; der Stadt Sa be dar, im Corps. Nechtsanwalt Metz: Haben Sie zulage vom 1. Oktober 1906 bis 30. Juni 1907 zu soll aber das Recht bleiben, daß fie jederzeit gegen Ta Herr Gel ribattläger geraten, gerichtlich gegen mich vor- gewähren und zwar bei Gehältern von 2000 M. eine entsprechende Entschädigung das Gelände wieder in gte ihm jelb Grünewald, Beuge: Ich schloß mich der allgemeinen an, die dahin ging, die Sache dem Gericht zu dh befand, aleben. solche von 5 Prozent, von 2500 M. 4 Prozent und bon 3000 m. 3 Prozen, ebenso auch bei Gehältern von 4000 M. An dieser Teuerungszulage sollen auch alle schwerer Berben 1 Uhr wird eine zweistündige Pause anberaumt. Ruhegehaltsempfänger, sowie die Hinterbliebenen beet. Ge habe che B nicht zu nenne Starte, id -Der Vorfigen ogen werden e Lelegramm Polizeiamim Amtsberichmieg Lokales. Den Rufnamen Georg erhielt der junge Thronfolger eine tolle pitcht auf den Gründer der hessischen Dynastie, den LandFa Georg von Hessen, dessen Standbild zwischen dem Theater Parlamentarisches. Der Finanzausschuß teine längere Sigung ab. Eine eingehende Beg fand zunächst die Vorstellung der Geometer flasse bezüglich der Vornahme von Privatarbeiten. Regierung hat sich im allgemeinen den Wünschen dem neuen Museum in Darmstadt steht. ung der Bunächst - teiligt sein. Die Stadt hat zu diesem Zwecke 100 000 m. Aehnliche Mitteilungen liegen auch ausgeworfen. Wo bleibt aus einer Anzahl anderer Städte vor. Gießen? Offenbach. Zur Bürgermeister wahl. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten Ulrich, Orb und Falfe, Mitglieder der Kommission der Bürgermeister wahl, haben ihre Reise nach Sachsen und Königsberg in Preußen angetreten, um an Ort und Stelle über die in die engere Wahl gekommenen Kandidaten Erfundigungen einzuziehen. - eigene Benutzung nehmen kann.- Die Hardtallee ist infolge Feldbereinigungsrechts der Lahn in städtisches Die Kosten für Anlegung Eigentum übergegangen. dieses Weges haben 1. 3t. 3560 M. und für Errichtung der Brücke 2680 M. betragen. Von diesen zusammen 6240 M. gehen 300 M. ab, die früher von der Stadt dem Herrn Brauereibesizer Bichler zu den Baukosten gezahlt wurden, sodaß jetzt an denselben noch 5940 M. abzuführen find. Wird genehmigt. Die neue Ge wannbezeichnung, welche nötig ist infolge der Feldbe reinigung links der Lahn, hat Stadtv. Dr. Ebel zur Erfolgt Zusage. näheren Prüfung gehabt. Zur Verbreiterung der Marburger Straße in der Geländeerwerb von den Anliegern notwendig gewesen. Nur von den beiden Besitzern Landwirt Puth und Möbeltransporteur te ßler ist das nicht möglich, beide verlangen entsprechende Entschädigung resp. das Gelände sei für Die Bersammlung beschließt, daß man diese Angelegenheit auf unbestimmte Zeit zurückstellt. t aus, daß Betenten Rechnung zu tragen bereit erklärt. Der günftige Ergebnisse gehabt, daß schon jetzt der Bestand sie unentbehrlich. den Namen udhuß gedenkt, sich den Regierungsvorschlägen anSchultar a Der Antrag Dr. Frenay, betr. dte Offizier ließen. Butachten über interoffizier Witwenkasse und die beiden Vorstellungen ver fie gefchrieb fatholischen Lehrerbereins und des hessischen Landesarvereins, ihre Gehaltsverhältnisse betreffend, wurden hren, daß si Brünewald ba zur Beratung des neuen Staatshaushaltsetats zugeftellt, da man vorerst die Vorschläge abwarten en, daß niebie die Negierung der Kammer machen wird. geben Der Antrag des Fehrn. v. Heyl auf Einstellung Zweifel über 10 000 ME. zur Ausbildung von Volksschullehrern Reifen 2c. wurde vom Ausschuß gutgeheißen, ohne sich der Ausschuß in allen Teilen der Begründung Antrages anschließt. Die nächste Ausschußßigung hätten, da Jah bleibe Was wu de " Derselbe Satet nächste Woche statt. f.- Bribati Beuge und Sadn 1. Rationalliberaler Berein Gießen. Am Mittnn bestimmte, o Abend htelt der nationalliberale Verein seine diesberschweigen, rige Generalversammlung im Restaurant 3um Iten. adres ab, die gut besucht war. Bunächst wurde Abrechnung für das verflossene Jahr vorgelegt und bor, den Caft. Die Borstandswahl ergab die Wiederwahl des Ich wundere herigen Vorstandes. Bet dem 3. Punkt der Tages. er: Ich entid omung„ teichstagswahl 1908" wurde furz über fahren habe, borzunehmenden Vorarbeiten beraten und befannt. esucht worden ben, daß der seitherige Reichstagsabgeordnete, jagt aus, dommerztenrat Heyligenstaedt, sich eventuell chrieben worden zit erklärt hat, in der kommenden Reichstagswahl Kandidat sich wieder zur Verfügung zu stellen. in. in Borfigende erstattete sodann Bericht über die Berhandlung mstädter Protest versammlung vom 4. Nov., 1. Der Vor der gegen die Bestätigung des sozialdemokratischen inifterium coroneten zu Offenbach energischer Protest einge verschwiegenbett worden war. Die Generalversammlung stellt sich dlung der Brizip auf den Standpunkt der Protestversammlung der Pribat billigte das Verhalten, das die nationalliberale rt sein Ehrenschnittom in der Zweiten Kammer bei der Interben. Herr Galatiomsdebatte eingenommen hat. Zu dem ersten ß er die Katt trag des Winterprogramms hat sich Professor uern ausdrüd. 8t er mer bereit erklärt. Er wird, wie aus dem ustizrat lezatenteil zu ersehen ist, nächsten Dienstag, 11. Nob., ahren gegends/ Uhr, im großen Saale von Steins- Carten Dies spielt die gegenwärtige politische Lage Hessens" sprechen. ebiet über, idem nationalliberalen Verein nahestehenden politischen ben zu fönna einigungen sollen hierzu eingeladen werden; auch Grabow, fäste( Zutritt. Den Schluß der Beratungen alten oder jüngte eine Aussprache über innere Vereinsaugelegenrabow: Nein, och sind Sie habe im errn Gutman arte nicht au uß erklärte, d tomme. J br. Kaffee Herr Gutman dober dunkel glasiert, Privatflage erklärt, der großbohnig Bund 75 Pfennig icht geidrichs ital's Kaffee- Magazin valt Müller hdenplatz am Markt ald einer nie Juftigcat eihten Areifen anden haben Da ich wenig Gießen. Gänse Kleines flottes nach- 1 Restaurant mislich hoher Umfaz, billige Pacht, gute Existenz, günst. Lage, auch paff. für Anfänger, sofort oder später billig wegen Todesfall zu verkauf. Bur Uebernahme genügen 1500 b. 200 Mr. Näh. durch L. Noite, Privatier, Halle a. S., An der Morizkirche Nr. 5, Rückporto. Tächtige Drechsler gegen hohen Lohn gesucht. C. A. Justus& Sohn Barmen Gewerbeschelstraße Nr. 124. Seuge Landgeda, böhmische Mastgånse, ver Gebrauchtes, gut erhaltenes ruff. 3 Seridtsva fb& fa. verfenbe franko geg. Billard arauf teilt e habe, daß . Otto, Freyung Cg. bei Passau. billig abzugeben. Näheres bei Architekt Hamann, Gießen, Bergstraße 11. Palming us gehalten m nur felten in einen Rat in errebung mad rage stehende nicht mit and Banwalt Brinc anwaltschaft alt Grünewald Dem lepte en Frage fich beyo gelehnt. eilt mit, daß a habe, daß fie Borfigenber: Feinstes Pflanzen Fett zum kochen braten u.backen * Mainz, 7. Dez. Der orthopätische Turnunterricht für schiefgewachsene Volksschüler in Mainz hat so der neuen Einrichtung gesichert erscheint. Sihung der Stadtverordneten Gießens. Gießen, 6. Dezember 1906. - Für die Rodheimerstraße ist Karl Nesseldre her um Bauerlaubnis eingekommen. Die Baustelle ist, bebor nicht andere Einrichtungen getroffen, noch der Hochwaſſergefahr ausgelegt, weshalb ablehnung erfolgt. Braueretbefizer Fört ich errichtet in der Kirchstraße einen Saalbau mit sonstigen für Vereine und Festlich Die Pläne lagen feiten geeigneten Räumlichkeiten. vor. Wenngleich der vorgesehene Hof nicht ganz den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, so ist doch die unbebaute Fläche reichlich vorhanden, weshalb das Baugesuch befürwortet wird mit der Bedingung, daß die Klosetts, welche im Erdgeschoß nach der Staße zu borgesehen waren, an anderer Selle unterzubringen sind. Dem Oberlehrer Werner wird die Errichtung eines Hühnerstalles auf einem von Werners Hausbesizer verpachteten Triebbiertels genehmigt gegen eine jährliche anerkennungsgebühr von 1 Mark.- Glasermeister Schäfer hat um Anbringung eines Reflameschaufastens am städt. Schlachthof nachgesucht. Wird abge: lehnt und zugleich der generelle Beschluß gefaßt, daß an städtischen Gebäuden irgendwelche Refameschilder, Kästen 2c., soweit es sich nicht um Mieter handelt, anzubringen prinzipiell nicht gestattet wird.- Punkt 5: Instandsetzung des Backofens im städtischen Hause Neuenweg 2 erfordert einen Zuschußkredit von 100 M. Wird bewilligt. Punkt 6: Verlegung des Metall. etchlofales, läßt alles beim alten. Eine Aenderung und Verlegung soll erst vorgenommen werden, wenn das neue Eichgesetz kommt. Die städtischen Bleichen an der Rodheimerstraße an die Firma Treppinger 2c. auf weitere 10 Jahre wird gutgeheißen. Der neue Antrag sieht jedoch vor, daß die Stadt das Ueberwandlungsrecht jederzeit, sobald Bedarf oder ander weitige Verwendung vorliegt, zurückziehen fann ohne zu irgendwelcher Vergütung verpflichtet zu sein. Der Er ste Gießener Ziegenzuchtverein möchte zur Errichtung einer Lämmerweide ein größeres städtisches Gelände an der Licher Straße links( nahe am Walde) auf lange Zeit pachten und auch Wohnund Stallgebäude darauf errichten. O.-B. Mecum - Die Jüngsfelder Baumschulen empfehlen Obstbäume aller Gattungen und Formen jung, kerngesund, sortenecht. Ziergehölze, Koniferen für Gärten und Friedhöfe grösste Auswahl. Strassenbäume Ia. Qualität. 100 Seiten starker Katalog kostenlos. Dahs, Reuter& Co. Bez. Jüngsfeld b. Oberpleis a Gegr. 1877 Persönliche Auswahl gern gestattet. 225 Morgen Bitten auf diese Zeitung Bezug zu nehmen! Zur Durchführung der Großen Mühlgasse ist die Erwerbung der Noll'schen Hofraite notwendig. Der Oberbürgermeister hat dem Eigentümer 20 000 mt. geboten, Noll verlangt 55 000 Mt. Das Ganze hat 346 qm Flächeninhalt, die Gebäude stehen bei der Brandtasse mit 9950 Mt. zu Buch. Es wird beschlossen, dem Nod pro qm 15 ME. für Gelände und 15090 wt. für die Gebäude zu offerieren. Akzeptiert Noll die Offerte nicht, dann soll das Enteignungsverfahren eingeleitet werden. Punkt 14: Anlage einer Privatstraße zwischen Damm- und Steinstraße längs der Eisenbahn; Punkt 15: Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Mittelweg, Bahnhof- und Frankfurterstraße; Punkt 16: Bebauungsplan für das Gelände zwischen Ludwig-, Bleich. und Stephanstraße und Eisenbahn sowie Punkt 20: Vergütung für die Verwaltung des städtischen Archives wurden in nicht öffentlicher Sigung beraten bezw. zurückgestellt. In der Zozelsgasse, die Eigentum der 4 Anlieger ist, muß jezt der Kanal für die Entwässerungsanlage errichtet werden. Die Stadt ist einer der 4 Anlieger und muß zu den Herstellungskosten den entsprechenden Anteil leisten. Wird genehmigt. Die Lieferung patentierter Wandtafeln für die Höhere und erweiterte Mädchenschule wird der Firma Stein Nachf. in Frankfurt für 3 230 Mt. übertragen; desgleichen die Lieferung der Turngeräte an die Firma Herres in Hagen Für die Beschaffung von 100 m für 2700 Mt. Schlauch für die Feuerlöschgeräte werden 260 Mt. bewilligt. Gegen die Teilnehmer der Schußleute am Turnunterricht der Schuhmannschule in Darmstadt wird nichts erinnert, die Finanzkommission hatte sich mit Rücksicht auf die event. Haftpflicht dagegen ausgesprochen. Dem Polizeiwachtmeister und den Hilfsschußleuten wird nun auch, wie den etatsmäßigen Schußleuten, rückwirkend vom 1. Oktober If. Js. ab, Kleidergeld be. willigt. Auch dem Vorarbeiter des Filialarbeitshauses wird die gleiche Zulage. Demselben wird ebenfalls infolge der teueren Lebensmittel für die Verpflegung der Korigenden des Filialarbeitshauses der tägliche Preis von 50 Pfg. pro Mann auf 70 Pfg. erhöht, rückwirkend vom 1. If. Is. Für Beschaffung von neuen Dienstkleidern für die Desinfektoren werden 250 Mt. bewilligt. Außerhalb der T.-O. wurden die - - - Kaiserblume| Schwarze Marke feinst. Sett - Für Juristen! Heff. Ausführungsgesehe zum bürgerl. Gesetzbuch ( v. Ministerialrat Best) vollst. und von Gebr. Höhl in Geisenheim gebunden billig zu verkaufen. - Bortwein Samos Madaira Malaga - bet Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Gänse und Enten Kiefert franko jede Bahnstation unter Garantie lebender Ankunft 10 Std. große Maftgänse 36 Mr., 12 Std. gr. fettfleischl Enten 22 Mr. M. Müller, Neuberun( Obschl) Zwei sprungfähige Simmenthal. Zuchtbullen schön gebaut, von geförten Eltern stammend, zu verkaufen. Friedr. Will, Holzheim. Graveure für Golddruck, Graveure für Relief erhalten dauernde Stellung. 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Trechsler für Branntweinverfauf über die Straße bon Weserstraße 8 aus, des Ferdinand Schott für Bahnhofstraße 27 und des Ecast Niemann jr. für die Bahnhofs Wirtschaft werden befürwortet. Nach dem wurde über den schlechten Fortgang der Hausanschlüsse beraten. Es müsse hier eine Aenderung eintreten, da mit auch endlich die Straßen in besseren reinlichen Zu. stand gebracht werden fönnen. Vor allem soll jezt mehr darauf gesehen werden, daß die noch zu machenden Anschlüsse in einer Straße möglichst zu gleicher Zeit ausgeführt werden, damit nicht allzuoft die Straßensperrung erfolgt oder die Passanten um die Erdhaufen herumlaufen müssen. D.-B. Mecum bringt vor, daß die Schuld nur an den säumigen Hausbefizern liege. Beigeordneter Georgi schlägt vor, daß der Anlieger, welcher bis zu einer gewissen Zeit den Hausanschluß nicht hat machen lassen, zu den Kosten des Anschluß fanals bis zum Straßenfanal herangezogen werden soll. Auch die Stadtv. Stommerzienrat Schaffstaedt, Huhn und Haubach plädieren für eine energische Aenderung. Zum Schluß nahm Stadtv. Geheimrat Wimmenauer noch das Wort zu einer persönlichen Bemerkung, die sich gegen die Berichterstattung der „ Oberhessischen Volkszeitung" über die in legter Sigung geführte Debatte bei Vergebung der städt. Annoncen an gen. Zeitung richtete. Stadtv. Wimmenauer hatte für bie Vergebung gesprochen und auch gestimmt, dennoch soll sein Name in einer unehrlichen und beleidigenden Form genannt worden sein. Geheimrat Wimmenauer ist ganz seinem Auftreten nach ein Mann dem„ nach oben zu friegen" und nach unten zu treten" es nicht ansteht. Die feine Art, wie er diese ihm gewordene äußerst grobe Verdächtigung zurüdgewiesen hat und der Beifall, der ihm am Schluß seiner Worte von seinen Kollegen wurde, ist ein Beweis, wie erhaben Geheimrat Wimmenauer über derartige Aurempe lungen ist. Cheater- Verein Giessen. trefflicher Partner stand ihr in Rudolf Goll Seite, der den Doktor Wangel in feiner charakterisierte. Bolette wurde von Lily Donte in warmen Tönen gegeben, während Hilde von Winderstein in allen Phasen gut getroffen - Ausgezeichnet in Spiel und Maske war a Conrad Kost als Oberlehrer Arnholm. Rolle des fremden Mannes hatte Hermann übernommen, die er in geschlossener Weise durchfü namentlich war sein tiefes Organ wieder seht Plage. Ballefted fand in Adolf Lippert ausgezeichneten Interpreten. yngstraud, der urspr lich von Erich Kober gespielt werden sollte, wurde Mar Herrscher gegeben, da Erich Ktober inf Unwohlseins verhindert war. Auffaffung und führung waren gut. G. H Berantwortlich für die Politik und den Inserate in Gießen. Die Fran vom Meere. Schauspiel in 5 Aften von Henrik Ibsen. Die, denen der Meerwind das Wiegenlied fang, gibt das Meer nicht wieder frei. Dem primitiven Menschen unbewußt zieht es seine magischen Schlingen um ihn. In Ibsens Fruen fra Havet hat die unwiderstehliche Gewalt sich aber zum flaren Bewußtsein berdichtet. Das Meer ist zur Person für sie geworden und als es in Gestalt des Meermannes ihr in Fleisch und Blut entgegentritt, da vermählt sie sich unter geheimnisvollen Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, Zeichen mit ihm mit dem Meere. Darauf geht der Meermann, der gleicherzeit ein Seemann ist, wieder in See. Später reicht sie Dr. Wangel die Hand zu einer realen bürgerlichen Ghe. Die Sehnsucht nach dem Meere, nach dem Meermanne verläßt sie aber nie und es quält sie, daß sie ihm die Treue gebrochen. Dieser Trieb ist aber nur eine von ihr nicht erkannte Konsequenz ihres tieffittlichen Charakters, und als der Gatte fie später freigibt, damit sie frei und unter eigener Ver. antwortlichkeit wähle, da zieht ihr Herz sie mit allen Kräften zu dem Gatten hin. Man mag manches seltsam an dem Werke finden, aber man muß fich immer vor Augen halten, daß Jbsen nicht so sehr der immrer vor Augen halten, daß Jbsen nicht so sehr der fonkrete Lebensvorgang, als vielmehr die Idee, die Tendenz interessiert. Die unter der Regie Hermann Batofs gut abgestimmte Aufführung brachte uns den hohen Genuß, Irene Triesch in der Titelrolle zu sehen. Mit dem ersten Bug zeigte sich die große Kennerin und Darstellerin der weiblichen Seele. Ihr Spiel ist wie die Welle, die leise hingleitet, bis zur brausenden Woge emporsteigt und donnernd zusammenfinkt, während tief unten das Unergründliche als furchtbare Reserve lagert. unten das Unergründliche als furchtbare Reserve lagert. Blitzschnell, aber niemals unvermittelt läßt sie die Affefte aufspringen, um sie dann mit der Sicherheit ihrer großen Künstlerschaft voll zu entwickeln. Ein nationalliberaler Verein Giessen. Dienstag, den II. Dezember, abends 81 Uhr wird im grossen Saale von ,, Steins Garten" Herr Professor Dr. Biermer über: ,, Die gegenwärtige politische Lage Hessens." sprechen. Gäste sind willkommen. Regenschirme für Damen, Herren u. Kinder stets das neueste in großer Auswahl und zu billigsten Breisen. Jn Schirmen mit bunter Kante, sowie farbig bringen wir stets eine unerreicht große Auswahl zu vorteilhaften Breifen. Unsere Firma genteßt den Ruf, stets die ersten und feinsten Nouveantes der Branche zu bringen. Casseler Schirmfabrik Seltersweg 9 Gießen Olly Selly Jils min Kinierbuch von Roxy Tonobla Bildman won Paul Preis vornehm geb. m. 2,50. Sie Seltersweg 9 werden doch nicht so ein Rabenvater sein, Ihren Kindern eine grosse Freude nicht zu gönnen. Stellen Sie sich bitte Busch und den Struwelpeter in modernem Gewande vor und Sie haben das urfidelste, schönste aller Kinderbücher. Zahlreiche bunte Bilder. Auch für Erwachsene eine herzerquickende Lektüre. In bess. Buchh. vorrätig. 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Es wird in der Broschüre ersucht, die Empfänger durch Schilderung der verschiedensten Krankheitserscheinungen ängstlich zu machen und sie auf diese Weise zum Bezug der original feinster Medizinal, indischen Heilmittel" zu veranlassen, wobei sichere Heilung in Aussicht gestellt wird. Im wesentlichen wird briefliche Behandlung ohne persönliche Untersuchung- Emil Fischbach für ausreichend erklärt( fogenannte Fernbehandlung). Lebertran lose und in Flaschen bei Gießen, Seltersweg. - Es ist nun festgestellt, daß Kahlert nicht zu den approbierten Aerzten gehört, daß er an seinem Wohnsitz Bims die Hand eine marktschreierischen Reklamen außerhalb des Kanton nur eine ganz unbedeutende Praxis besitzt, dagegen durch Abrador Ziehung am 19. u. 20. Dzbr. 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