R. 262. Rebattien u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, pen 7. November 1906 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). 6. Gießener Neueste Nachrichten erste und ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Rofalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Clémenceaus Programm. Die Deputiertentammer und der Senat von Frankreich haben ihre Sigungen aufgenommen. Da in der parlamentslosen Zeit ein Ministerwechsel eingetreten war, Herr Clémenceau bie Stelle des Herrn Sarrien erhalten hatte, auch sonst im Kabinett recht weitgehende Personenänderungen vorgenommen maren, mußte der neue Leiter der Politik Frankreichs jezt ben gefeßgebenden Körperschaften der Republik sein Programm darlegen und für dieses Programm die Zustimmung der Mehrheit gewinnen. Daß dies geschehen würde, war außer Broeifel. Das Kabinett Clémenceau ist so zusammengesetzt, daß es die Mehrheit der Deputiertenkammer selbst darstellt, eine Art Regierungsausschuß dieser Mehrheit ist. In der manzösischen Boltsanschauung und demgemäß in der hanzösischen Volfsvertretung ist im Lauf der Jahre eine starte Verschiebung nach rechts eingetreten. Während der Präsident der britten Republik glauben fonnte sagen durfte: die Republik wird fonfervativ sein oder sie wird nicht sein- hat die Republik in Wirklichtei während des inzwischen verflossenen Menschenalters ihren Charakter gewandelt und ist mehr und mehr demokratisch ge derden. Den Sieg des demokratischen Prinzips in Frankreich betegelt das Kabinett Clémenceau. Unter dem MarschallPräsidenten Mac Mahon durften die Nationalisten einen offenen Ansturm gegen die Republik wagen und die Vorbereitungen zur Rückberufung des Grafen Chambort ohne ben Hehl betreiben. Unter den folgenden Präsidenten mußten sie schon die Verborgenheit aufsuchen und ihre Plane versteden; aber sie hatten immer noch das Heer mit allen böheren Kommandostellen in der Gewalt. Erst jezt ist allen diesen Versuchen ein Ende bereitet, ist die Republik Herrin des Heeres der Republik geworden. Indem Témenceau den erst fürzlich retablierten General Bicquart, der ein Opfer der nation fistischen, republiffeindlichen Generale, zum Kriegsminister machte, bewies er die Ohnmacht der Nationalisien uno zugleich feinen festen Willen, der ebenso der Wille der Deputiertenfammer ist, nicht ferner einer fleinen Klique das Spielen mit den Interessen des Landes zu gestatten. Zur Frankreich ist immer demokratischer geworden. nämlichen Zeit ist es immer friedlicher geworden. Wir be= tonen ausdrücklich den zeitlichen Zusammenhang, der kein ursächlicher zu sein braucht. Demgemäß ist Clémenceaus Brogramm auch ein Friedensprogramm. Daß er nicht den Frieden um jeden Preis, daß er nur einen ehrenvollen Frieden haben will, selbstverständlich. Auch sind mir die letzten, ihm zu verübeln, daß er den Frieden der zivilisierten Welt auf der Stärke der Heere gegründet sieht. Wir tun es ja auch, und wir sind weit stärker an Zahl. Auf diesem Gebiet hat Frankreich den Wettbewerb längst aufgeien müssen. Freilich machten fich Boulanger und andere Kriegsminister den Scherz, Truppenaushebungen auf dem Papier vornehmen zu lassen, mit Truppenmengen zu paradieren, die nur im Budget standen, ohne wirkliches Leben zu haben. Der Kriegsminister Clémenceaus, General Picquart, wird die tatsächlichen Aushebungen nicht einschränken, aber auf die Potemkinschen Cadres wird er verzichten. Man darf annehmen, daß er den legten dienstfähigen Mann einstellen wird. Das System der Bevorzugungen bei der Beförderung der Offiziere will ex beseitigen. Auf diesem Gebiet hat er persönlich reiche Erfahrungen gesammelt. Auf Clémenceaus Rechnung kommt wohl der Gedante, den Dienst im Heere zu einer Art Fortsegung des Schulunterrichts zu machen. Ministerpräsident Clémenceau will keine Abenteuerpolitit, nicht nach außen und nicht nach innen. Das hat er der Deputiertenkammer dargelegt, und diese hat ihm mit 395 von 491 Stimmen beigepflichtet. Eine solche Mehrheit von vier Fünfteln hat noch kein Kabinett gehabt. Auch im Innern will fich Clémenceau von jeder Gewaltspolitik fernhalten. Er berspricht bei der Ausführung des Gesetzes über die Trennung von Staat und Kirche jede Mäßigung, und sein bisheriges Auftreten läßt die Erfüllung dieses Versprechens hoffen. Mit der geplanten Schaffung eines Arbeitsministeriums folgt Clémenceau englischem Beispiel, hinsichtlich der Sozialgefeggebung hat er sich Deutschland zum Muster genommen. Bunächst ist es die Altersversicherung für Arbeiter, die er auf französische Verhältnisse übertragen will. Auch auf dem Gebiet bes Steuerwesens will Clémenceau deutsches Vorbild nachahmen, richtiger: preußisches Vorbild. Die progressive Eintommensteuer und die Kapital- oder Vermögenssteuer steht auf seinem Programm. Gerade hier werden seine Bestrebungen vielleicht dem hartnädigsten Widerstand bei seinen Landesgenofjen begegnen. Bisher wenigstens hat die französische Bevölkerung gegen diese Steuerprojefte fich durchaus ablehnend berhalten. Für aussichtslos aber muß Clemenceau ſeinen Finanzplan nicht halten, sonst würde er ihn nicht in sein Programm aufgenommen haben. Die summarische Zustimmung zu seinem Programm gibt ihm einstweilen Recht. Im großen und ganzen dürfen wir mit den Plänen, z denen das Ministerium Clémenceaus sich bekannt hat, wohl zufrieden sein. Man tann damit austommen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Ein Gesezentwurf zum Schutz der Heimarbeiter in der Tabakindustrie ist im Reichsamt des Innern fertiggestellt und wird demnächst dem Bundesrat zur Beschlußfassung vorliegen. Der Entwurf bezweckt, die für die Fabriken geltenden Schußbestimmungen auch für die Heimarbeiter obligatorisch zu machen, um die in diesem Fabrikationszweig bestehenden Berufskrankheiten, zu denen auch die Lungenschwindsucht zu rechnen ist, nach Möglichkeit zu beschränken. Auch sollen Vortehrungen getroffen werden, um die Uebertragung von Krankheiten an die Konsumenten möglichst zu verhindern. * In vierstündiger Sigung beriet der Vorstand des deutschen Städtetages zu Berlin in der Hauptsache über die Fleischteuerungsfrage. Der Vorstand fam zu dem Beschluß, eine Gingabe an den Reichskanzler und an den Reichstag zu richten, worin die Deffnung der Grenzen unter gewissen Rautelen und eine Aufhebung der Fleischzölle verlangt wird. Die Einberufung eines außerordentlichen Städtetages, die beantragt war, wurde nicht beschlossen. Die unter Vorsiz des Oberbürgermeisters Gonner in Baden abgehaltene badische Oberbürgermeister- Konferenz faßte folgenden Beschluß: Es werden noch im Laufe dieser Woche durch gemeinschaftliche Petitionen sämtlicher Städte an die badische Landes- und an die Reichsregierung Vorstellungen gemacht werden, in denen der Ernst der Lage nochmals geschildert und mit Nachdruck auf baldige Abhilfe gedrungen wird. - * Auch in Oberschlefien gewinnt der polnische Schulstreik in Boden. Eine in Beuthen stattgefundene Konferenz zahlreicher Leiter der oberschlesischen Polenvereine beschloß, die polnischen Eltern Oberschlesiens durch Versammlungen und Flugblätter zum Eintritt in den Schulstreik in Oberschlesien aufzufordern. * Wenn man Wiener Blättermeldungen glauben darf, ist ein Konflikt zwischen Deutschland und Serbien ausgebrochen. Ein Mitglied der serbischen Geschützkommission habe, als diese in Essen weilte, Kopien von dem Verschluß der Apparate der Kruppschen Modelle verfertigt und sie der Schneiderschen Fabrik in Creuzot gesandt. Die serbische Regierung verlangte nun, daß diese Verschlußcpparate, die patentiertes Eigentum der Kruppschen Fabrik find, an den Schneiderschen Geschüßen angebracht wurden. Die Kruppsche Fabrik wandte sich als Geschädigte an die deutsche Regierung. Verhält sich die Sache so, dann würde das serbische Vorgehen allerdings in eigentümlichstem Lichte erscheinen. Rufeland. - ** Die Behörde geht anscheinend mit energischen Maßregeln gegen die Unruhestifter vor und macht auch den Versuch, die Pogroms zu unterdrücken. Wie aus den vorliegenden Meldungen erweislich ist, nehmen aber die Räubereien fein Ende. Lyskowa, 6. November. Der Gouverneur hat die den Namen ,, weiße Fahne" führende hiesige Abteilung des Verbandes russischer Leute wegen Aufreizung zu Pogroms berboten. Nikolajem, 5. November. Eine zahlreiche Menge, bestehend aus Mitgliedern des Bundes russischer Leute, begleitete den Archimandriten zum Bahnhof. Auf dem Rückwege vom Bahnhof wurde auf die Menge ein Revolverschuß abgefeuert, welcher durch zahlreiche Schüsse erwidert wurde. Eine Berson wurde schwer verletzt. Moskau, 6. November. In der Nacht drang eine mastierte Räuberbande in das Kloster Lufianoff, tötete den Archimandriten, den Prior und einen Mönch und entkam mit einer großen Geldsumme und den Klosterschäßen. Warschau, 6. November. Ein 78jähriger Bäckermeister wurde von Räubern ermordet, die mit der Kasse entflohen. Petersburg, 6. November. Vom 30. Oktober bis 4. November sind 36, seit Bestehen er Feldgerichte im ganzen 278 Personen hingerichtet worden. frankreich. ** In den französisch- afrikanischen Gehietsteilen fino er. hebliche Unruhen ausgebrochen. Am 25. Oktober fand in Mauretanien zwischen Tidsch- Kidscha und Mondjeria ein heftiger Kampf zwischen französischen Truppen und aufständischen Mauren statt. Angeblich fielen auf französischer Seite zwei Leutnants, zwei Unteroffiziere und 40 Senegalschützen. Die Mauren waren über 500 Mann start und zum größeren Teile mit Repetiergewehren ausgerüstet. Sie hatten starte Verluste an Toten und Verwundeten. Während die von den Mauren angegriffene Abteilung nach dem Posten bon Tidsch- Kidscha, der Fort Coppolani heißt, zurückmarschierte, find 18 Eingeborene verschwunden. Hlten. ** In der Nähe von Shanghai macht sich wieder eine anfrührerische Stimmung gegen die Fremden bemerkbar, der sogar ein deutscher Konsulatsschutzmann, namens Hiemann, zum Opfer gefallen ist. Hiemann wurde nahe der Stadt von chinesischen Dorfbewohnern überfallen. Die Chinesen fnebelten Hiemann und marsen ihn in einen Teity, wo ihm das Wasser bis an den uls reiste. Hier blieb er eine halbe Stunde lang. Er versuchte zu entfliehen, wurde aber wieder angegriffen. Endlich entfan er. Kleine politifche Nachrichten. Dortmund, 6. November. Eine Versammlung der hier tagenden polnischen Sofolvereine wurde polizeilich aufgelöst. Petersburg, 6. November. Der österreichtsch- ungarische Minister des Aeußern, Freiherr von Aehrenthal weilt gegenwärtig hier. Amsterdam, 6. November. Dem niederländischen Parlament ging eine Buttergejeznobelle zu, durch die eine schärfere Kontrolle der Margarine- und Butterfabrikation ermöglicht wird. Baris, 6. November. Der Senat ernannte eine Kommission, welche über den Vorschlag betreffend Ueberführung der Asche Zolas in das Pantheon beraten soll. Die große Mehrheit ist für den Vorschlag. Portsmouth, 6. November. Die meuternden Heizer wurden von den übrigen Truppen zur Kapitulation geBei den Kämpfen wurden viele Offiziere und zwungen. Mannschaften ernstlich verlegt. Christiania, 6. November. Im norwegischen Storthing wurde ein sozialistischer Antrag, der Regierung wegen Beschlagnahme russischer Schriften ein Tadelsvotum zu erteilen, abgelehnt. Sanger, 6. November. Eingeborene griffen ein Boot des französischen Kreuzers Galilée" an und eröffneten ein Steinbombardement auf die Besagung. Die Stimmung ist sehr erregt. Sofia, 6. November. Die Ministerkrisis ist beendet. Bettom übernimmt das Präsidium, Stanciom das Portefeuille bes Aeußern. Belgrad, 6. November. Die regierungsfreundliche ,, Beogradski Novine" meldet, daß eine Ministerkrise ausgebrochen sei, die mit dem Rücktritt Baschitsch enden dürfte. Dof und Gefellschaft. Die Hafenbehörde in Cowes ist angewiesen worden, etne Boje für die Jachi Hohenzollern" neben der Boje der Königsjacht zu reservieren, da ein Besuch Kaiser Wilhelms in Gomes zu der im nächsten Jahre stattfindenden Regatta zu erwarten ist. In Marinekreisen wird der bevorstehende Kaiserbesuch lebhaft fommentiert. *** Im Anschluß an den Münchener Aufenthalt wird sich der Kaiser nach Donaueschingen begeben, um dort auf Einladung des Fürsten Max Egon zu Fürstenberg an mehreren Tagen der Jago obzuliegen; die Ankunft daselbst ist auf den 14. d. M. festgesezt, die Abreise wird voraus fichtlich am 17. d. M. erfolgen. ** In Tanger ist der Oheim des Sultans von Marotto, Muley Arafat, der im vorigen Jahre Kaiser Wilhelm in Tanger begrüßte, gestorben. Deer und flotte. Wechsel im Kommando der Nordseestation. Vizeadmiral Braf Baudissin, der zurzeit drei Monate beurlaubt worden ist, soll gutem Vernehmen nach als Nachfolger des Admirals bon Bendemann die Leitung der Nordseestation übernehmen. Meuterei in der englischen Marine. Gestern brach die Meuterei unter den Mannschaften der Kriegsflotte in Portsmouth von neuem aus. Die meuternden Heizer griffen die Wohnungen der Offiziere an und schlugen sämtliche Fenster ein. Die Marinebehörden entsandten Truppen aus den in der Nähe liegenden Kasernen, um die Heizer zu umzingeln und zu überwältigen. Die Kapitäne der Kriegsschiffe haben Befehl erhalten, Matrosen zu landen, um die Meuterei zu unterdrücken. Soziales Leben. × Ausdehnung der Kohlenarbeiter- Bewegung. Die Bergarbeiterbewegung greift auch auf die Kohlenwerte des Plauenschen Bezirks in Sachsen und auf Dresden über. Eine Bergarbeiterversammlung in Dresden erklärte ihre Zustimmung zum Anschluß an die allgemeine Bewegung. Ueberfall auf einen Geldbriefträger. Der Geldbriefträger Hammer des Bostamts 33 in Berlin wurde gestern in der Pfuelstraße Ecke Köpenickerstraße von einem Manne überfallen, schwer verwundet und seiner Geldtasche, die 1600 Mark enthielt, beraubt. Der Räuber, der mit seiner Beute zu entwischen versuchte, wurde von Bassanten und Schußleuten verfolgt und in dem Augenblick gefaßt, als er fich in einem Schulgebäude verbergen wollte. Vormittags gegen 10 Uhr fam der Briefträger auf einen Neubau in der Pfuelstraße, um an einen Monteur 33. m ie ir ex BE en ng m. Hatte die Frage getan, benn das zu schreiben verstand. Und kein Mensch in der ganzen Stadt haben mußte, der altes Latein zu lesen und neues Deutsch wesen war, daß er einen Helfers helfer, einen Hintermann Regiſtrator gewissermaßen nur der unbewußte Entdecker gewar ja far, daß der besessen in die Höhe, stilrzte zur Tür und war einem Be... Am verschwunden. fliegenden Worten: Guten Morgen, Herr Bürgermeister" eren Mittag bat mich der Herr Registrator auf den mir seine taube Aufwärterin überbrachte, mit ben ( Schluß.) Erzählung von Paul Bliß. anfchuldige Liebe. ( Nachdruck verboten). Es war einer von jenen wunderhellen flaren Tagen, wie Aber was mu? Biterst rannte er unausgefeßt roeiter, bis er Lauf, denn im Walde wußte er sich sicher. immer querfeldein, über Gräben, Hecken und Biune, den Wald hineinführte. Nun erst hielt er ein in dem rasenden freies Feld vor sich hatte, dann tam er auf den Weg, der in Er kletterte auf eine tnorrige Eiche und fing an zu übers Frische eine Bostanteifang von 40 Pfg. zu bestellen. Der Beamte fonnte den Mann nicht finden. Da bot fich ein junger Mann in Arbeiterkleidung an, ihn zu dem Adressaten zu führen. Die Bauarbeiter waren wegen der Frühstückspause abwesend. Der junge Mann führte nun den Beamten in den Neubau und zwar auf einen der sieben Treppenaufgänge. Er suchte sich den am weitest nach hinten gelegenen dazu aus. Als die beiden im zweiten Stockwerk an gelangt rcaren, erhielt Hammer, der born ging, mit einer Brechstange von seinem Begleiter einen furchtbaren Schlag auf den Kopf, so daß er sofort zusammenbrach. Dann entriẞ ber junge Mann ihm die Geldtasche und raubte daraus die Darin befindliche kleinere Tasche mit dem Papiergeld. In diefer befanden sich etwa 1600 Mart. Der Räuber ließ sich Zeit, um nachzusehen, wie hoch seine Beute set; dabei wurde er von den vom Frühstück zurückommenden Maurern überrascht und nach anfänglicher Flucht festgenommen. Bei dem Verbrecher fand man noch 1200 Marf vor, vier Hundertmarkscheine hatte er auf der Flucht verloren, fie wurden aber wiedergefunden. Der Täter festgestellt. Der Räuber wurde nach der Polizeimache gebracht, mo er fich Gärtner nannte. Er hat die Bostanweisung auf 40 Pf. an den Monteur Fritsche selbst aufgegeben, um den Geldbriefträger in die Falle zu loden. Ein Monteur Fritsche existiert auf dem Bau nicht. Die polizeilichen Ermittelungen ergaben, daß es sich ur den arbeitslosen Tischler Mag Gärtner handelt, der auf dem Neubau nicht beschäftigt war. Gärtner, den niemand auf dem Neubau und überhaupt in jener Gegend kannte, stand schon von 82 bis 9 Uhr an der Ecke der Pfuel- und Köpenickerstraße und wartete auf den Geldbriefträger. Viele Personen saben den gut gefieideten Menschen dort stehen, ohne sich weiter um ihn zu fümmern. Als ihm die Zeit zu lang wurde, ging er in eire benachbarte Schankwirtschaft in der Köpenickerstraße und frühstückte. Dann bielt er fich wieder auf der Straße auf. Er ist in bouem Umfange geständig. Hammer ist schwer belegt, om durch den wuchtigen Schlag die Schädeldecke bloßgelegt und beriezt wurde, jedoch hoffen die Aerzte, ihn am Leben erhalten zu können. Er wurde nach dem Krankenhause Bethanien geschafft. Die Münzräuber vor Gericht. § München, 6. November. Vor dem hiesigen Landgericht I begann heute der Prozeß wider den Münzarbeiter Ruf und den Soldaten im Befleidungsamt König, die sich wegen des seinerzeit vielbesprochenen, frechen Einbruchs in die Königliche Münze zu berantworten hatten. Die beiden Einbrecher haben äußerst geschickt operiert und wurden auch bei der Ausführung ihres Diebeskunststückes vom Glück begünstigt. Doch lange durften fie sich, wie ja bekannt, des Besizes des Goldes nicht freuen, gar bald hatte der Nemesis rächender Arm sie erreicht, und binnen wenigen Tagen waren die beider Spießgefellen auf Nummero Sicher". - Die beiden Spizbuben, die heute vor ihren Richtern stehen, hatten den Plan gar nicht übel ausgedacht. Sie hatten herausgeflügelt, einen der vielen Bäche, die unsere Stadt durchziehen, als Mittel zum Zweck zu benutzen. Diese Bäche sind zum größten Teil im Laufe der Jahrhunderte überbaut worden, sodaß fie nur an einzelnen furzen Strecken zutage treten, wie z. B. der Pfisterbach zwischen Pfister- und LedererStraße, unweit des berühmten Blazl mit seinem Hofbräu und dem ausgedehnten Gebiet, auf dem das Hauptpostamt I, die Königliche Münze, das Königliche Rentamt usw. liegen. Ein Arm des Pfisterbaches fließt unter der Königlichen Münze bindurch und sein starkes Gefälle wird gelegentlich als Triebhaft für die Prägemaschinen in der Münzwerkstätte benutzt. Zurzeit der Tat- in der Nacht vom Donnerstag, den 20. zum Freitag, den 21. September d. J. lag das Bett des Baches trocken da, denn es war gerade die Zeit der alljährlich einmal erfolgenden gründlichen Reinigung der unterirdischer: Bachläufe Münchens, die sogenannte Bachauskehr, die immer ungefähr vierzehn Tage in AnSpruch nimmt. Dies wußten die über die Räumlichkeit des Münzgebäudes und den darin herrschenden Betrieb genau unterrichteten Angeklagten und so sind sie ganz zielbewußt den trockenen Bach und danach den ziemlich komplizierten Weg nach dem durch zahlreiche Türen abgesperrten Raum gegangen, der das gleißende Gold barg. Starke Hindernisse boten sich ihnen dabei freilich nicht; kein Kunstschloß hatten fie zu öffnen, kein Gewölbe zu durchbrechen, feine Eisentüren zu sprengen und keine Gitter zu durchfeilen. Auch hatten sie leine Begegnung mit einem Wächter zu fürchten, der etwa in dem Gebäude die Runde machte. Es gibt nämlich im Münzamte keinen solchen. Der Hausmeister schlief den Schiaf des Gerechten in seiner Wohnung und hörte nichts, und auch fein Hund war da, der angeschlagen hätte, wenn fremde Männer sich im Hause zu schaffen machten. Die 130 000 m. in Einkronenstücken waren in den letzten Tagen geprägt und am Donnerstag in die Justierwerkstätte gebracht worden. In dieser befindet sich ein in den Boden ein gelaffener Tresor mit einem von Unbefugten kaum zu öffnenden Kunstschloß. Der Raum zu dem eisernen Behälter ist mit einer schweren Falltüre bedeckt, die nur mittels Flaschenzug gehoben werden kann. In dieses diebesfichere Verwahrnis hat der Aufseher alles in der Justierwerkstätte befindliche Edelmetall allabendlich vor dem Verlassen des Naumes zu schaffen. Am Donnerstag hatte die Arbeit in der Werkstatt etwas länger als gewöhnlich gedauert und der Aufseher fand es zu umständlich, die lumpige Summe von nur etwas über 100 000 Mark vorschriftsmäßig zu verwahren und stellte die Holzmulde mit den 13 000 Goldstücken einfach in einen mit gewöhnlichem Fabrikschloß und Holztüren verficherten Wandschrank. Die Diebe hatten, einmal in die Justierwerkstatt eingedrungen, also leichte Arbeit, um sich das Geld anzueignen. Und der Weg bis zu dem Raum bot gewiegten und kräftigen Spitzbuben auch feine allzu großen Schwierigkeiten. Sie drangen, von der Pfisterstraße aus durch das trockene Bachbett gehend, bis unter die Kammer Des großen Mühlrades der Münzwerkstatt. Von der die Radkammer nach dem Innern abschließenden eisernen Tür lösten fie, anscheinend ohne schwere Arbeit zu haben, das Schloß und famen so ins Erdgeschoß des Münzgebäudes; hier durchquerten sie den Maschinensaal und waren nach Erbrechen von ein paar Holztüren gewöhnlicher Art und einer durch ein leicht abschraubbares Gitter geschützten Glastür in der Justierwerkstätte. Auf demselben Wege traten fie mit ihrer Beute den Rückweg an. Die Nachforschungen der Münchener Polizei richteten fich in erster Linie auf das Auftauchen von neugeprägten Zehnmarkstüden mit dem Münzzeichen D., der Jahreszahl 1906 und dem Bildnis des Königs Otto, die bei dem Diebstahl in Frage tamen. Es wurde auch eine Belohnung von 1000 Mt. für die Entdeckung der Täter und eine solche von 6000 Mt. für die Wiederherbeischaffung des gestohlenen Geldes ausgesetzt. Bereits am 26. September wurden die beiden Angeklagten, von denen sich namentlich der Soldat König durch hohe Ausgaben verdächtig gemacht hatte, festgenommen. Man fand bei König 60 000 Mt. und obwohl beide den Besitz weiterer Beträge entschieden in Abrede stellten, gelang es doch noch, 32 000 Mt. im Englischen Garten in München an einer Mauer der Veterinärschule aufzufinden, wo es die Angeklagten unter Reifig und Holz versteckt hatten. Der Angeklagte König bequemte fich in heutiger Verhandlung auch duzu, den Versteck bes noch fehlenden Geldes anzugeben. Es war im Gartenhof des Bekleidungsamtes vergraben und konnte bald zur Stelle geschafft werden. Die Angeklagten find, was wohl angesichts des erdrückenden Beweismaterials das Beste ist, in vollem Umfange geständig, und dürfte wohl aus dem Grunde ihre Strafe feine übermäßig hohe sein. Nab und Fern. † Ein Drama im Eisenbahncoupé. Im Schnellzug Leipzig. Weimar, knapp vor Naumburg, erdolchte der Tischler Brätsch aus Weimar die Tochter des dortigen Hofmalermeisters Binder und flüchtete aus dem Abteil. Er wurde bald danach verhaftet. Verschmähte Liebe war die Ursache dieser schredlichen Tat. † Ein falscher Leutnant wurde in Hanau festgenommen. Er trug Infanterieuniform mit der Regimentsnummer 166, einen Infanteriehelm und einen Kavalleriesäbel. Durch den Ravalleriesäbel wurde er der Polizei verdächtig. Der Ver haftete ist ein Tagelöhner und hatte schon verschiedene Wirt chaften in der Uniform besucht und war dort als echter Beutnant angesehen worden. † Wegen schwerer Urfundenfälschung verhaftet wurde in Clausnitz bei Sayda in Sachsen der Kirchschullehrer Menzel, Er hat sein Sparkassenbuch, auf das 50 Mart eingezahlt waren, dadurch gefälscht, daß er die Zahl 50 in 1500 Marl umwandelte und sich mit Hilfe dieser Fälschung bei einem Beschäftsmanne ein Darlehn von 1100 Mark verschaffte. Menzel wurde dem Untersuchungsgefängnis in Freiberg zu geführt. † Entdeckter Kanbmörder. Ms Urheber des Raubmordes an der Zimmervermieterin Jad in Hamburg ist der vielfach mit Gefängnis, zulegt mit zwei Jahren Zuchthaus vor. bestrafte, 35jährige Tischler Rand aus Schwerin ermittelt, der sich der Ermordeten als Agent vorgestellt hatte. Man wußte zunächst nicht, als die Leiche des Frl. Jad aufgefunden wurde, ob es sich um einen Mord oder Selbstmord handelte. Die nähere Untersuchung der Leiche ergab jedoch bald die Gewißheit, daß die J. eines gewaltsamen Todes, und zwar burch Erstiden gestorben war. † Jugendlicher Revolverheld. Der Kaufmannslehrling Müller in Kiel feuerte in dem Geschäftshause seines Prinzipale neun Revolverschüsse auf die Angestellten und die herbei. eilenden Schußleute ab. Glücklicherweise wurde niemand ver legt. Auf den blinden Schreckschuß eines Beamten erschos sich dann Müller selbst. † Die Rache des Matrosen. Auf offener Landstraße er. stochen wurde in Caub a. Rhein der Matrose Adolf Riemle. Als dieser am Abend eine dortige Wirtschaft verlassen hatte, um sich auf Boot ,, Colonia Nr. 7" zu begeben, wo er be bienstet war, wurde er von einem andern Matrosen auf dem Wege zum Hafen überfallen und durch mehrere Messerstiche berart schwer verlegt, daß der Tod sofort eintrat. Der Täter, welcher Heizer auf Boot Straßburg 2" ist, wurde alsbald berhaftet und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Es sol ein Racjeaft vorliegen. Eisenbahnunglüd. Zwischen den rumänischen Stationen Braila und Buczen stießen nachts zwei Güterzüge zusammen. Beide Lokomotiven wurden zertrümmert, ebenso 15 Wagen, Drei Beamte wurden getötet, sechs erlitten schwere Verlegungen. † Sex Winter raht. Jm Golf von Finnland ist Treib. eis aufgetreten. Die ausländischen Handelsdampfer beeiler ich, ihre Solaledungen einzunehmen. Einige Schiffe werder noch vom Suite erwartet. † Die Unterschlagungen in der Leipziger Stadtkasse. Durch tine soeben beendete Revision der Bücher ist die vom Kaſſierer Brügmann unterschlagene Summe nun genau festgestellt worden. Es stellte sich heraus, daß der Gesamtbetrag des beruntreuten Geldes fich auf 139 548,93 M. beläuft. † Einer Gasvergiftung zum Opfer gefallen find die bei einem Rechtsanwalt in der Claudiusstraße in Berlin be biensteten Mädchen Emilie Pollag und Marie Settmacher. Die Mädchen hatten am Abend einen Gashahn in der Küche nicht geschlossen. Da die Tür zum Mädchenzimmer in die Küche führt und nicht geschlossen war, fonnten die giftigen Base ungehindert zu den Schlafenden dringen. Man brachte die Mädchen nach dem Krankenhause Moabit, wo sie noch immer schwer bewußtlos liegen, so daß man an ihrer WiederHerstellung zweifelt. † Moderne Wegelagerer. In einem Eisenbahntunnel der Gemeinde Heßler in Westfalen wurden zwei Bergleute ohne jede Veranlassung von fünf Strolchen überfallen. Einer der Bergleute, namens Glaser, wurde durch Messerstiche getötet: jein Begleiter wurde lebensgefährlich verletzt. + Verhaftung eines Mörders. In Oppenheim wurde der ,, Gelegenheitsarbeiter" Gorski, der in der Nacht vom 7. zum 8. September in Oldau bei Celle einen Reisenden ermordet und beraubt hatte, verhaftet. Er hat bereits ein Geständnis abgelegt. + Windhosen im Riefengebirge. In der letzten Woche Herrschte im ganzen Riesengebirge ein heftiger Sturm, der besonders in den Wäldern großen Schaden anrichtete. Auch viele Gärten und Häuser wurden beschädigt, Telegraphenstangen umgerissen ic. In Altfemnitz riß eine Windhose den großen Wasserturm der Tzschaschelschen Fabrik um. Von der elektrischen Lichtleitung wurden 16 Masten umgebrochen, außerdem eine große Anzahl von Schiefer- und Ziegeldächern abgedeckt und viele große Bäume umgerissen. Bunte Cages- Chronik. Effen a. d. Ruhr, S. November. Bei einem Strett zwischen dem Restaurateurs cüter und seiner Frau erstach die Frau ihren Mann mit einem Messer. Freiberg i. S., 6. November. In dem Dorfe Linda steckten zwei Kinder des Einwohners Teller im Alter von drei und vier Jahren in der Edeure des Gutsbesitzers Kunze das Stroh an und versteckten sich dann im Hinter. grunde der Scheune. Die Scheune, das Wohnhaus und ein Seitengebäude brannten nirber, die beiden Knaben ver brannten mit. Rom, 6. November. In Pesaro fand ein tolossaler Felssturz statt. Ein Haus mit einer Familie von fünf Personen wurde sättet. 11 ber Rhein- Mainf bte Bestrebung 11. November, no fehallen unferer ter zu entfenden Handels- u gegangener Umf stammertages, Mailand, 6. November. Jm Verlagsgebäude des Blattes Secolo" brach Feuer aus, das durch die Hilfe der Feuerder durch die Zerstörung von Büchern herbeigeführt wurde, beziffert sich auf 250 000 Lire wehr auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Der Verluft, hr eine Rommiff Lokales. ** Der Großherzog begab sich gestern früh um 9 Uhr mittels Sonderzuges nach Worms und von dort nach dem Nonnenbusch, um einer Einladung des Obersten Frhen. v. Heyl zur Jago Folge zu leisten. ** Großh Regierungsblatt Nr. 24, ausgegeben am 6. November, hat folgenden Inhalt: Verordnung, das Gewerbe der Versteigerer( Auktionatoren) betreffend. ** Durch Verfügung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist der Großh. Feldbereinigungsfommissär, Kreisamtmann Otto Schnittspahn in Büdingeu mit Wahrnehmung der Geschäfte eines Feldbereinigungstommissärs für die Provinz Oberhessen mit Ausnahme in Friedberg beauftragt worden. men ftattfinden, in buch für Handel en beraten werden burghaus einheitlic frie, Handel und fall der von ben bert bearbeiteten Aus dem K bereinigung haben Leihgeftern gloffen. A Grünberg mathefe find die Die ramer und den Flur bie Raffe und fa Thlaier und andere riverunglückte der batte Hola geſchleift Ein Anecht vom no gingen, fürste vor men davon. des Kreises Büdingen sowie für die Provinzen Startenburger hiefige Krieger und Rheinhessen vom 15. November 1906 ab mit Wohnsizligung der Schla * Ein Reserve Regiment trat am Freitag auf dem Truppenübungsplatz bei Darmstadt zusammen. Die bazu wie zu einem mobil zu machenden Reserve- Regiment einberufenen Mannschaften des Beurlaubtenstandes sind auf bie 21. und 25. Division verteilt. Das Regiment wurde in voller Kriegsstärke, also ca. 3000 Mann, formiert. Die fad zu Griebel, N. Unteroffiziere waren bereits vor 14 Tagen eingezogen, um bei besonders dazu bestimmten Regimentern für ihre Dienst obliegenheiten gründlich vorbereitet zu werden. Ein Teil der Öffiziersstellen des Regiments wurde, wie im Mobil machungsjalle, mit aftiven Difizieren besetzt. F. Jbsen dächtnisfeter. Als zoeiter Teil der Feier, deren erster am nächsten Mittwoch, dem 14. Nov. stattfindet, veranstaltet der Theater Verein am Donners tag, dem 6. Dezember eine Aufführung von Ibsens Frau vom Meere" mit Irene Triesch in der Titelrolle. B *** Vom 9.- 12. November wird im„ Neuen Saalbau" zu Gießen eine Lotal Gartenbau- Ausstellung veranstaltet, mit der eine Ausstellung von Topfpflanzen, die von Schulkindern gepflegt worden sind, verbunden wird. Die Husstellung wird Freitag, morgens 11 Uhr, eröffnet werden. Am Sonntag Nachmittag gibt unsere Regiments- Rapelle ein Konzert in ihr. Da die Ausstellung reich beschickt werden wird, so ist ihr Besnch nur zu empfehlen. ** Wie wir schon berichteten, wird das Tuberkulose museum in nächster 8 it in Gießen aufgestellt werden. Am Sonntag ist es in Offenbach, wo es von 7667 Personen besucht wurde, geschlossen worden. Es fanden während der Ausstellung 41 Vorträge und Führungen durch Aerzte und außerdem 20 Schülerführungen ftatt. * Die Pferdemartttommission zu Gießen hat die minifterielle Genehmigung zur Abhaltung von Verlosungen am 27. März und 4. September 1907 erhalten. Es dürfen 25 000 Lose ausgegeben werden. Aus der Wette Senberg wurde die Gemarkung durch Frifdborn, 6. 9 te die dem La geofchenem Getreide et Brandstiftung Beilburg, 6. 11 member, nachmitt arabe eine Versamm Mader Bereine ftatt w fander Berbandes Ulfa, 6. Nov. durch Dekan M Entwürfe zu dem von Baurat D Unterfahmitten, 6 ürgermeister D hrmals über den geftorben ist, ge Erfolg angefochten Schlip, 6. Nov. te einem Handels Eel hinter fich dem der Höhe des ol rini, etwas zu ver dn, daß sein Tier wurde durch babgefucht, aber t verschwunden. Gedern. Der i alleutnannt. D 11. Rovember ben 5 bo Seer begehen. n der Gewerbeverein Gießen hielt gestern Dienstag- Abend im„ Kaiserhof" für das bevorstehende Winterhalbjahr seine erste Monatsversammlung, richtiger Diskussions Abend, ab. Der Besuch war einer der besten, feit Einführung dieser Abende. Zu Eingang der Beratungen referierte der 1. Vorsitzende Reichstagsabgem, trat er am 1, 91 ordnete Kommerzienrat Heyligenstaedt über die 1908 tillerietorps. in Darmstadt stattfindende Ausstellung für freie und angeblenz und Ehrenbret wandte Künfte. Interessanten von oberhessissen Gewerbe- age des Raisers, treibenden und Bauhandwerfern wollen dazu gemeinant, worauf er 19 haftlich ein vollständig eigens dazu erbautes Haus in ung geſtelt und ſpå oberhessischer Bauart mit vollständiger Ausstattung fertig zum Bewohnen zur Schau bringen. Der 2. Vereinsoo siz nde Stadtverordnete Weißbindermeister Betri 2. gab fargen Bericht von der Landesversammlung hessischer Gewerbevereine, die in diesem Jahr in Oppenheim stattfand. In nächsten Jahre Bef Aus der Stift зи heleute zu Gieß findet die gleiche Versammlung in Schliz statt, womit in Gießen ge auch eine kleinere Ausstellung verbunden ist. Uber den Fortgang der Bauarbeiten für die neue Gewerbeschule Perilen zu bergeben Movember de. Je gab der Architekt Sramm mehrere Mitteilungen, met Nr. 2, zu e wobei die Anwesenden angenehm davon berührt waren, daß fast sämtliche Arbeiten zu diesem Bau von hiesigen Handwerkern geliefert werden. Von mehreren Seiten wurde sehr scharf ge tabelt, daß die Stadtverwaltung oder ihre Leitung in letzter Beit Arbeiten entweder hat nach auswärts bergeben lassen oder es sind bei Submissionen die Arbeiten neben anderen auch folchen Handwerkern übertragen worden, beren Offerten nicht einwandfrei sind. Dem Stadtverordneten Petri wurde ganz besonders nochmals gedankt, daß er in letzter Stadtverordnetensizung so mannhaft für die Interessen des einheimischen Handwerks eingetreten ist.( Diesen Dank hat er sehr verdient. D. R.) In einer der nächsten Sizungen wird man sich mit dieser Angelegenheit nochmals näher befassen. Gine angenehme Ab wechslung in der vielseitigen Difussion brachte das Vorstandsmitglied Dr. Krausmüller, der an Hand eines offiziellen Reiseberichtes über Ausbildung der Lehrlinge wie über das ganze Lehrlingswesen in Amerifa sehr interessante Mitteilungen gab. Am kommenden Sonntag unternimmt der Verein ein Erfurfion zur Be sichtigung des städtischen Wasserwertes bei Quedborn, wozu sich schon eine große Zahl bereit erklärte. - RMV. Volkstümliches Bibliothefswesen. Um einer möglichst einheitlichen Organisation und einem Zusammenschluß aller in der Rhein- Maingegend auf diesem Gebiete vorhandenen Bestrebungen die Wege zu ebnen, beGießen, den Die MemeuLakskalk August G Feinste BauKalkwerke Prima Harth Meihone 2- Bimmer fofort zu bermieten. Bartenanteil. Picama, Gießen, Marb In dem städtischen Asterwe ne Wohnung im bend aus 3 Zimm nebit Zubehör teten. Bab. Bürgermeisteret, Des Gutsbefiere dann im Hinter Bohnhaus und Den Anaben ve nd ein tolojial rber Rhein- Mainsche Verband für Bolfsvorlesu igen und pandte Bestrebungen eine Versammlung auf Samstag, 11. November, nach Frankfurt ein. Alle BibliothekenLefehallen unserer Gegend werden dringend gebeten, Batreter zu entsenden; Privatpersonen sind ebenfalls ein Familie bon fiben. Sandels- und Industrie Jahrbuch. Nach * Aus dem Ohmtal. Landwirt als Megger. Durch die hohen Fleischpreise angelockt, beginnen die Landwirte vielfach ihre fetten Schmeine selbst zu schlachten und das Pfund für 78 und 80 Pfg. zu verkaufen. Obwohl die Preise auch für die fetten Schweine sehr hoch sind, verdienen die Leute bei eigener Schlachtung doch mehr. In letzter Zeit sind die Preise für das Pfund Lebendgewicht um 2 bis 4 Pig. gefallen. Die Fleisch- und Wurstwaren zeigen wie § Alsfeld, 6. Novbr. Die landwirtschaftliche Bei der Eröffnungsfeier wies der Vorsteher auf den Zweck der Schule hin. Aufgenommen wurden 45 Schüler. Ihrer Seimat nach entstammen 33 Schüler dem Kceise Alsfeld, 6 Lauterbach, 4 Schotten und je einrr den Kreisen Gießen und Biegenhain. bäude des Blattebergegangener Umfrage des Vororts des Hessischen Hilfe der Feubelskammertages, der Handelskammer in Mainz, soll gewöhnlich noch feinen Abschlag. nte. Der Berlut mehr eine Kommissionssigung der Hessischen Handels. beigeführt wut ammern stattfinden, in der die Herstellung eines staatlichen Winterschule Alefeld eröffnete heute ihren 35. Kursus hrbuchs für Handel und Industrie des Großherzogtums Ben beraten werden soll. Hierdurch würde voraussichtlich früh um 9 duftrie, Handel und Verkehr bezügliche Statistik unter are burchaus einheitliche, das ganze Land umfassende, auf dort nach Begfall der von den einzelnen Handelskammern jgt geObersten Fit fundert bearbeiteten Statistiken ermöglicht. 4, ausgegeben Sen Minifterium nigungsfommi biglossen. Aus dem Kreise Gießen. Die Einführung der Ordnung, das Feldbereinigung haben jetzt auch die Gemeinden hatten 1) betreffend. Bob, Leihgestern, Weitershain und Birklar A Grünberg. Bei dem Einbruch in die hiesige n Büdingen potheke sind die Diebe durch die Waschküche, das Speise bereinigung immer und den Flur in die Apotheke gelangt. Hier erbrachen mit Ausnah i bie Raffe und Stahlen 50 Mt., ferner entwendeten sie nzen Start nou Eolaier und andere Weine, Speisen und Kleidungsstücke. ab mit Wohn Der biefige Kriegerverein plant für nächstes Jahr die Bichtigung der Schlachtfelder um Mez. Bei Göbeln : 00 verunglückte der Fuhrmann Rühl und brach ein Bein. Er hatte Holz geschleift und geriet unter einen Baumstamm. am Freitag - zuſammen. Ein Anecht vom nahen Werthof, bem bie Pferde Enftandes find lungen davon. Referve- Regime urchgängen, stürzte vom Wagen und trug erhebliche VerRegiment wou Derden. Ein t. * Aus der Wetterau, 6. Nov. Auch den Ortsvor n, formiert. iaben zu Griebel, Nieder- Weisel, Rockenberg und Traiseingezogen, Münzenberg wurde die Erlaubnis erteilt, die Feldmäuse für ihre Diener Gemarkung durch Legen von Sift zu vertilgen. * Frischborn, 6. Nov. Ja der Nacht auf Montag wie im Mo brannte die dem Landwirt Heinrich Bing gehörige, mit angebroschenem Getreide gefüllte Scheuer vollständig nieber. 18 zoeiter liegt Brandstiftung vor. och, dem 14. N * Weilburg, 6. Nov. Am nächsten Sonntag, dem ein am Donna 11. November, nachmittags 4 Uhr, findet im Hotel„ Bur on Ibsens„ Traube" eine Versammlung von Delegierten der LahnMaber Vereine statt zwecks Gründung eines Lahntal Neuen Saalba Ruder Verbandes". Ausstellun Er Titelrolle. pipflanzen, die inden wird. gr, eröffnet werda § Frankfurt, 6. Nov. Sonntag wurde hier eine Dienstmädchenversammlung zweimal aufgelöst. So ein Bech! * Darmstadt, 6. Nov. Die Einweihung des Neubau es der Evangelischen Landessynode des Groß= herzogtums Heſſen erfolgte am Dienstag, dem 6. November, vormittags 10 Uhr. Die Tagung der Synode wird sich bis in die nächste Woche hinausziehen. Die Interpellation über den Fall Korell wird voraussichtlich erst am Donnerstag verhandelt werden. * Hanau. Ein neuer Köpenicker. Hier wurd: ein falscher Leutnant festgenommen. Er trug InfanterieUniform mit der Regimentsnummer 166, einen Infanterie heim und einen Kavalleriesäbel. Durch den Kavalleriesäbel war er der Polizet verdächtig geworden. Der Verhaftete ist ein hiesiger Taglöhner. E: hatte schon verschiedene Wirtschaften in Uniform besucht und ist dort als echter Leutnant angesehen worden. Ueber den Erwerb der Uniformstücke vermag er sich nicht auszuweisen. * Aus Kurhessen. Sparsinn. Eine Gemeindevertretung, die sich beharrlich weigert, ihrem Lehrer das selbst im Stubtschen Bremserlaß als Mindestsah vorgesehene Grundgehalt von 1100. zu bewilligen, ist die Gemeindevertretung von Elbersdorf( Kreis Melsungen). Der dortige Lehrer bemüht sich schon seit mehreren Jahren vergebiich, im Gehalt aufgebessert zu werden. Auch die Anregungen durch das Landratsamt in Melsungen haben feinen Erfolg gehabt. Vor kurzem tam nun der Landrat des Kreises selbst nach Elbersdorf, um einer Sigung der Gemeindevertreter beizuwohnen und diese zur Annahme einer Erhöhung des Grundgehalts auf 1100 M. zu bewegen. Aver die Herren famen einfach nicht zur Sigung. Die einfluß. ? Ulfa, 6. Nov. Morgen wird unser neues Pfarr- reichsten unter ihnen hatten es laut Sess. Schulztg." sogar aus durch Dekan Müsch- Schotten eingeweiht werden. Die Entwürfe zu dem in modernem Stil gehaltenen Bau tammen von Baurat Diehm- Gießen. ments- Rapelle Unterschmitten, 6. Rov. Hier wurde der neugewählte beschickt werde Bürgermeister Doll fretsamtlich bestätigt, nachdem mehrmals über den Schneidemühlenbefizer Ruppel, der Bießen hat von Verlosunge halten. Es dürfe en hielt geft das bevorstehen 8 Tuberkulos lich gestorben ist, gesiegt hatte. Die Wahl war immer aufgestellt werde mit Erfolg angefochten worden. on 7667 Person Schlitz, 6. Nov. Daß man eine Kuh verliert, den während de afierte einem Handelsmann aus Grebenau, der, eine Kuh durch Aerzte um dem Seil hinter sich herführend nach seiner Heimat ging. Auf der Höhe des offerberges angekommen, fühlte er das Bidürfnis, etwas zu verschnaufen und gewahrte hinter sich dene, daß sein Tier verschwunden war. Bis spät in die acht wurde durch Viehtreiber mit Laternen der ganze Balb abgesucht, aber vergebens, der Ausreißer war und Lieb verschwunden. * Gebern. Der in Hochheim im Ruhestand lebende bersammlung eralleutnannt 3. D. Eduard v. Davidsohn fonnte Der Besuch 1. November den 50jährigen Gedenktag seines Eintritts mbe. Bu Eingan das Heer begehen. Am 23. Juni 1840 in Gedern geloten, trat er am 1. November 1856 in die 3. Fußkompanie de Reichstagsab 1885 wurde er Kommandant von t über die 19 Artilleriekorps. Sablenz und Ehrenbreitstein. Ein Jahr darauf, am Gec frete und ang ffishen Gewerbeitstage des Kaisers, erhielt er den Charakter als GeneralDazu gemein amani, worauf er 1900 auf sein Abschiedsgesuch zur Ver erbautes Haul gung gestellt und später geadelt wurde. ftattung fertig 1800 fib nbe Sto farzen Bericht rbevereine, die i Sa näten J lig statt, to Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Ludwig Theodor Belfing heleute zu Gießen sind die diesjährigen Zinsen an in Gießen geborene, würdige Arme zu gleichen Anmeldungen hierzu haben bis 20 November ds. Js. auf dem Armenamt, Neuenbäue 25 immer Nr. 2, zu erfolgen. = ift. Uber beilen zu vergeben. eue Gewerbefa ere Mitteilunga erührt waren, b efigen Bandwel arde fehr scharf eitung in legter 8 rgeben laffen ode eben anderen and Deren Offerten nid en Petri mu aß er in legt Für die Intere ten ift.( Die In einer da diefer Angelegen on bragte da angenehme er, der an Hand Ausbildung Dat Be Gießen, den 2. November 1906. Die Armeu- Deputation der Stadt Gießen. J. V.: Georgi. Laknkalk- u. Marmor- Judastrie August Gabriel Jr. Glesson. - Kalkwerke: Abeadstern Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Staken and gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Det öne 2-3immerwohnung sofort zu vermieten. Wasser, Cal, Gartenanteil. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Es sind zu vermieten: Small, Gießen, Marburgir. 60. 1 Wohnung von 7 Zimmern wefen in Amerifa Am fommenden Frfurfion zur bei Quedborn erflärte. tothelswefen ation und einem gegend auf diefem ge zu ebnen, be In dem städtischen Hause 2 6 " 3 Wohnungen von 5 Zimmern 4 H " 3 " 1 " " 2 " w " Asterweg 93 if dine Wohnung im Erdgeschoß. 3 unmöblierte Zimmer Febend aus 3 Zimmer, 2 Kab., 14 möblierte Zimmer Semebit Zubehör alsbald zu 1 Werkstätte. b mietoen. 8a mieres gesucht: Näh.. Bürgermeisteret, Zim. 15. 41Wohnungen von 1-7 3immern. I " borgezogen, plöglich eine Reise anzutreten. Aus dem Gerichtssaal. Straftammer.] Gießen, 6. November. D18 Schöffengericht Schliß hatte den Taglöhner Georg Schaub dorten auf Grund der Aussagen des kürzlich vom Schwurgericht Gießen verurteilten Kallmann Schwab von Grebenrod wegen Körperverlegung zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Saub war von Schwab veranzeigt worden, er habe ihm gelegentlich eines Handelsgeschäfts, bei welchem sie in Wort vechsel geraten waren, einen Tritt vor den Leib verfeßt, sobaß er längere 3- it arbeitsunfähig ge worden sei. Das Berufungsgericht hielt die alleinige Aussage des Schwab, der nachgewiesenermaßen, in einem anderen Bunkte wissentlich die Uawahrheit gesagt hat, nicht für ausreichend, um eine Berurteilung eintreten zu lassen, weshalb es zum Freispruch fam. gen Zuhälterei wurde der Fahrbarsche Anton Trebing aus Cassel zu 1 Jahr Gefängnis nebst berkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. Nach ver büßter Strafe soll er auch dem Arbeitshause überwiesen werden. Auf Grund seines Geständnisses erachtete ihn das Bericht für schuldig, daß er zu Gießen von dem Geld, das eine Frauensperson durch Unzucht verdient hat, seinen Lebensunterhalt beftritt. Seine Vorstrafe wegen desselben Für nur 1 Mk. sind zu gewinnen: 100000 M 40000 M. Bar Geld sus. 13597 Gewinne über 300000M Ziehung unbedingt am 12. November u. f. Tag. Nürnberger Lose à 1 Mk1 St. 11 10 M. Porto u. Liste 30 Pf., Nachnahme 20 Pf. mehr empfiehlt Ferd. Schäfer, Nürnberg. Generalvertrieb: Kleler& Co., Mainz. Lose sind zu haben bei: Richard Buchacker, W. Semmler, Philipp Weiler. Heirate nicht ohne Rah Vergehens wirkte strafers werend. Gegen den Kolporteur Lorenz Rieger von Frankfurt a. M. erging ein Strafbefehl, weil er ohne im Besige einer amtlichen Erlaubnis zu sein, Bilder und Druckschriften in Groß- Karben vertrieben hat. Sein Einspruch wurde vom Schöffengericht verworfen, weil er zur Verhandlung nicht erschien. Da er auch zur Berufungsverhandlung ausblieb, hatte sein Rechtsmittel ebenfalls feinen Erfolg. Rechtsauskünfte. Für die erteilten Auskünfte fann eine zivilrechtliche Haftung nicht Paul S. in P. Falls das Manuskript ohne vorherige Aufforderung eingesandt ist, ist der Empfänger zur Rüd. sendung nicht verpflichtet. Es muß also das Manuskript beim Empfänger abgeholt werden. übernommen werden. Nachdruck verboten. Kaufmann A. Der Geschäftsinhaber, der einen noch in ungekündigter Stellung befindlichen Angestellten engagiert, macht sich dadurch nicht strafbar. Ehescheidung. Die Auflösung einer Ehe erfolgt ausſchließlich durch den Tod eines Ehegatten oder durch richterlichen Ausspruch, d. h. Scheidung der Ehe. Niemals darf eine andere Ehe geschlossen werden, bevor die frühere aufgelöst ift. Käufer in R. Jedem, der ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht, wird auf Verlangen die Einsicht in bas Grundbuch gestattet. Gastwirt R. Bei Beschädigung eines ihm in einem Bierlotal vorgesezten Bierglases hat der Gast den vollen Wert des Glases auch dann zu ersehen, wenn das Glas kein gewöhnliches Bierglas ist, sondern z. B. ein geschliffenes. Hat das Glas allerdings einen ungewöhnlich hohen Wert, so würden wir den Gast nicht für erfaßpflichtig halten. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 8. November. Wieder Trübung und Regenfälle, Temperatur nicht verändert, mäßige südliche Winde. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 5. November 1906 Höchste Schlachtvtehpretse 1 Ochsen Kälber " Schweine do. in Frankfurt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 87-89 m. 1/2" 100-106 Pf. 75-00 Fletpreise in Stehen " f " Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. 19.00-00.00 M. 17.00-17.25" ie ir st er A IIZ en " ng 2 kg 82-88 f. do. 84-90 bo. 90-100 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 54 P. Schwarzbr. d. 50 P. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Magd, 3 Spengler, 1 Schmiede, 2 Schlosser, 1 Wagner, 1 Kartonagearbeiterin, 3 Schreiner, 1 Rüfer, 30 Streckenarbeiter, 1 Kanalarbeiter, 1 Packerin, 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen. Lehrlinge: 1 Elektrotechniker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Installateur, 1 Kaufmann. Es suchen Arbeit: 1 Schlosser, 2 Heizer, 1 Tapezier, 1 Schreiner, 1 Küfer, 1 Schneider, 4 Wasch- und Pugfrauen, 1 Büglerin, 1 Maurer, 1 Hausbursche, 1 Fahrbursche, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen. Verantwortlich für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein; für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gießen. Heirat! St. hübschem. 40.000 Liebigstraße 64 II. über die Ehe bon Dr. Retau Heiratimit 4- Zimmerwohnung mit Balkon mit 39 Abo. anft. 2.50 nur 1 Mt. charaktv Herrn Verm.n.Bedg. Ano- und Gartenanteil per sofort oder Liebe und Che ohne Kinder nym zweckt. Off. ,, erle" Berlin7 später zu vermieten. Fr. Krüger. Don Dr. Ernst 1.50 Mt. Beide Werte zufammen 2,70 mt. frei Feinste Tafelbutter A. Günther, tägl. fetsch verf. in Bostkolli gegen Buchhandlung, Frankurt a. M. Nachn. Ludwig Held, Großgeschäft, Leutkirch- allgäu. 22 Börnestraße 22. Wasche mit LUHNS wäschtam besten Brima Speisekartoffeln Sowte Jüng. Bäckergehülfe dem Gelegenheit geboten ist, die Konditorei zu erlernen, finn sofort eintreten, auch kann daselbst ein Lehrling eintreten. Joh. Ed. Duchardt, Lauterbach( Hessen). 2 anständige Arbeiter fönnen saubere Schlafstelle jerhalt. Gießen, Licherstraße 7, II. In dem städtischen Hause Bahnhofstraße 20 Feinste Salatkartoffeln ist eine leine Wohnung zu verliefert billigt J. Hankel, Gießen, Schloßgaffe. mieten. Näheres auf der Bürger: meifterei Zimmer Nr. 15. - 2 Mansarden- Wohnung. zu vermieten. Gießen, Schüßenstraße 14. Bettnässen 1-2 Berf. fet, au berm ( auch Hosennässen) beseitigt unt. Garantie sofort! Alter, Geschlechtsangabe. Retourmarke erbeten! Auskunft erteilt umsonst: Institut Sanitas, Stadtamhof 112 in Bayern. Meine Mansardenwohnung für für sof. Zimmer, Kreuzplatz 1. Liebigstraße 68. Varterre, Laden mit Logis und 2 Etage, 6 Rimmer, per sofort zu bermieren. Näheres Gießen, Alicestraße 28, Kontor. Liebigtraße 64 I. 4- Zimmerwohnung mit Balkon und Gartenanteil per sofort oder später zu vermieten. Fr. Krüger. Auf bequeme Teilzahlung Möbel Herren-, Damenund Kinder- Garderobe Manufakturwaren etc. J. Jttmann Kredit- Haus Giessen Plockstrasse 14-18. 6. 33. 906T Theater- Verein Lokal- Gartenbau- Ausstellung - Giessen. Mittwoch, den 14. Novbr. im Stadttheater: Gedächtnisfeier für Henrik Ibsen, PROGRAMM: - Drei Gedichte von Ibsen, vertont von Grieg, gesungen von Fräulein Stammler. Rede des Herrn Prof. Dr. Collin. Sieben Gedichte von Ibsen, vorgetragen von den Damen Bayrhammer, Donecker, Schuster und den Herren Herrscher und Kober. Dritter Akt, Sittenscene aus Peer Gynt< von Ibsen, gespielt von den Damen von Jagemann und Boné und Herrn Goll. Zwei Gedichte von Ibsen, vorgetragen von Herrn Bakof. - - A Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende 92 Uhr. Ausführliche Programme zu 20 Pfg. und Eintrittskarten zu Mk. 1.50 und Mk. 1.-, sowie Studentenkarten zu Mk. 0.75 bei Herrn Challier und an der Abendkasse. Bekanntmachung. Samstag, den 10. November ds. J., vormittage 12 Uhr wird zu Gießen auf der Liebigs höhe eine Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins stattfinden, zu der die Mitglieder und alle Freunde des Vereins eingeladen werden. An die Versammlung schließt sich ein gemeinschaftliches Mittagessen an, mit welchem die Abschiedsfeier für die Herren Oberrechnungsrat Dr. Wagner und Ministerialsekretär Dr. Wörner verbunden wird. Gießen, den 2. November 1906. Der Vorstand des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen. 1. Vorstandswahlen. Dr. Breidert. Tages Ordnung: 2. Vortrag des Herrn Professor Gisevius über Unterricht in der Fortbildungsschule im Kreise Gießen unter Berücksichtigung der Landwirtschaft. Bekanntmachung. der Ortsgruppe Giessen des Verbandes selbständiger Handelsgärtner Hessen in den Räumen des ,, Neuen Saalbaues" zu Giessen vom 9. bis 12. November 1906, verbunden mit einer Ausstellung von Topfpflanzen, die von Gießener Schulkindern gepflegt worden sind. Eröffnung am Freitag, den 9. November, 11 Uhr vormittags. Sonntag, den 11. November, von nachmittags 5 Uhr an: Grosses Militär- Konzert ausgeführt von der Kapelle des Inf.- Rgts. Kaiser Wilhelm Nr. 116, unter Leitung des Herrn Musikdirektors Krauj Eintrittspreis für die Person 50 Pig. 75 Sonntag, nachmittags von 4 Uhr. Montag den ganzen Tag. + + + 25 11 Vorverkauf in den Blumengeschäften. Vorverkauf in den Blumengeschäften Täglich geöffnet von 10 Uhr vormittags an. Neu aufgenommen: Herren- Hüte Stets das Modernste. Billigste Preise. Bekanntmachung. Wilh. Wirsige Seltersweg Seltersweg -8 Spezialhaus-8= für Handschuhe, Krawatten, Herrenwäsche Römerbrunnen Aus den Zinsen der Stiftung der Elisabeth Schmidt find Gaben von je 17 Mark an 4 bedürftige, Mineralquellen bei Ezell, Oberhessen, von altersher rühmlist Zur Regelung des Verkehrs wird bis auf weiteres unbescholtene, ledige Dienstmädchen im Alter über bekannte ineralquelle der Wetterau, seit 1823 gefaßt und a ausgedehntem Versandt benutzt, ist infolge hohen, natürlichen Kohler hiermit angeordnet, daß alle vom oberen Teil der Frank- 50 Jahren und 9 arme Witwen aus Gießen zu ver- säuregehalts ein unübertroffenes Tafelgeträut. furterstraße nach der Stadt zu kommenden Fuhrwerke teilen. Meldungen sind unter Beifügung der erforder= durch die Wilhelmstraße abzubiegen haben, während die lichen Nachweise bis zum 1. Dezember I. Js. in unseren aus der Stadt kommenden Fuhrwerke die Frankfurter Geschäftsräumen, Neuenbäue 25, anzubringen. straße hinauf fahren können. Gießen, den 5. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Gießen, den 30. Oktober. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Georgi. Bekanntmachung. Aus der Stiftang der Eheleute Karl und Wir machen alle Hausbefizer darauf aufmerksam, Emilie Hensel ist alsbald eine lebenslängliche Pfründe daß wir unser Tiefbauamt angewiesen haben, während im Jahresbetrag von 175 Mark an die Witwe eines der Zeit vom 1. Dezember 06 bis 15. Februar 07 feine Gießeners, ohne Unterschied der Konfession, zu verHausentwässerungsanschlüsse in den Straßen, bezw. Ver- geben. bindungen der Grundstücke mit den Straßenkanälen herzustellen. Gießen, den 3. November 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmadung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Walltorstraße zwischen Braugasse und Nordanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Gießen, den 6. November 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Stollwerck's Stollwerck 4009 ADLER CACAO Blutbildend. Muskelstärkend Meldungen sind bis spätestens 20. 5. M. beim ftädtischen Armenamte, Neuenbäne 25, mündlich einzureichen. Gteßen, den 1. Nobember 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V Georgi. Bekanntmachung. Aus der Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Louis Labroisse und der Echternach Stroh- Stiftung sind in der ersten Woche des Monats Januar 1907 etwa 160 Zentner Kohlen an arme Familien, einerlei welcher Konfession, zu verteilen. Meldungen nimmt das fädtische Armenamt, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2 bis 20. d. ts. entgegen. Gießen, den 3. November 1906. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. J. V. Georgi. Betanntmachung. Wegen Vornahme von Anschlußarbeiten wird die Marktstraße am 8. November I. Is. für den Fuhrberkehr gesperrt. Gießen, den 5. November 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Betr.: Rotiansseuche. Unter dem Schweinebestand des Defonomen Georg Odel zu Gießen ist die Notlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 6. November 1906. Großh. Polizeiant Sicken. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Oftober 1906 angeordnete Sperre der Bahnhofstraße zwischen Westanlage und Wieseckbrücke wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 3. November 1906. Großh. Polizeiant Gießen. Herberg. Eine glückliche Konzentration von Salzen. unter den Chlornatrium an erster Stelle, verleihen ihm den Charakter einer borzüglichen Scilquelle bei allen Katarchen der Luftwege d des Verdauungs- Traktus, bei Nieren- und Blasenleider, Rheumatismus, Gicht und Harmbeschwerden. Ein furgemäss Trinken des Wassers ist hierbei nach Angabe ärztl. Autoritäten von durchgreifender Wirkung. Niederlage: Joh. Georg Bender in Ettingshausen; Jean Böhm, Hotel Solmser Hof in Laubad; Ferdinand Heinz in Sellncod; H. Weinel in Hungen. NAUMANNIA- SEIFE. mit dem 2 Beste Seifenah undfern! Jeder ist nicht imstande, seinen Bedarf für sich und seine Familie gleich gegen Bar zu decken. Ich empfehle daher jedem Käufer, der einen Paletot oder Garderobe für die Frau und Kinder, sowie Möbel, Betten, Polsterwaren, Wäsche, Kleiderstoffe etc. benötigt, sich vertrauensvoll an die bewährte Firma J. Jttmann zu wenden, wo er dies alles schon mit Mk. 1.Abzahlung pro Woche und mit kleinster Anzahlung erhalten kann. J.Jttmann Giessen Plockstr. 14-16 Plockstr. 14-16 Verkauf auch gegen Bar. Lieferung diskret u. franko. Jeder neue Käufer, der diese Annonce vorzeigt, bekommt Mk. 1. auf den Kaufbetrag, der mindestens Mk. 20.- betragen muss, vergütet. eine fchöne Farbenzeichnung auffällt. Affen hat man wohl in der völlig fuchen, die in Westafrifa lebt Art hang bildet und umso prächtiger wirkt, als qun es häufig durch Den Ursprung dieser schwarzen Art zu den treffenden Namen eine Вингидраши 1107 16 257 Mittwoch, den 7. November be Fam