Nr. 157 Erstes Blatt. Redaktion u.Haupterpebition: Gießen, Selters weg 83, Fernsprechanschluß Nr. 362. Samstag, den 7. Juli 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglichy und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheien Glückliche Aussichten. Politische Wochenscha u.] Das deutsche Volk kann wohlgemut in die Zukunft blicken. Weit über den Rahmen eines frohen Familienereignisses hinaus hebt sich der Vorgang, der sich am Mittwoch im Marmorpalsis zu Potsdam abwickelte. Der neue Sproß des Hohenzollernhauses ist dazu bestimmt, dereinst die deutsche Kaiserfrone zu tragen, die ruhmbollen Traditionen seiner Vorfahren fortzusehen zu des Volkes Wohl und des Reiches Gedeihen. In der Fülle männlicher Kraft waltet Kaiser Wilhelm II. feines Amte3. blühende Söhne find ihm herangewachsen und nun ist auch die dritte Generation auf den Plan getreten. Dem auf seiner alljährlichen Nordlandsreise befindlichen faiserlichen Großvater mag die Kunde aus Potsdam fröhlich geklungen haben, sieht er doch sein Werk gesichert in den Nachfahren. Die Kaiserkrone strahlt in vollem Glanze, Preußens Herrscherhaus hob sie mit starker Hand aus dem Wirrnis der Zeiten, zu ihrem Schuße stehen Kinder und Enkel bereit. Mit Freude und lebhafter Befriedigung blickt das deutsche Volk auf die Wiege des jungen Hohenzollernfindea, in allen Ganen des weiten Vaterlandes bat Arm und Reich gemeinsam Teil an ihm. Das zarte Kind wird in Gesundheit, wenn alle Erwartungen und Wünsche Wahrheit werden, heranreifen und dereinst_bedeutenden Einfluß auf die Geschicke der Nation ausüben. So fnüpfen fich die wärmsten Hoffnungen an sein Wohlergehen und an die Bildung seines Charakter, der nach den erhabenen Traditionen des Hauses Hohenzollern hingelenkt werden wird zu lauter stem Pflichtgefühl, zum Bewußtsein, daß nach dem Worte des großen Friedrich, der König des Staates erster Diener sein soll. So eröffnen fich wahrhaft glückliche Aussichten für Herrscherhaus und Volk, Aussichten auf Ausgleichung der Gegensäge im Innern, auf Frieden mit den Nachbarn, auf gedeihliche Entwickelung und Kulturfortschritt. Gute Aussichten geben die Verhandlungen über wichtige Fragen der inneren Politik in den einzelnen Bundesstaaten. Das langeriehnte Werk der Personentarifreform ist einen Schritt vorwärts gebracht worden. Württem berg will den Stein, von dem bisher die Verhandlungen still standen, aus dem Wege räumen und die vierte Wagenklasse einführen. Bayern und Baden sind zu diesem Entschlusse bisher nicht gefommen, aber bei dem auf allen Seiten vorhandenen Willen wird auch hier die Zeit sicherlich eine Verständigung mit den norddeutschen Vorschlägen bringen. In Preußen haben sich die maßgebenden Parteien über das Schulgeset geeinigt, so daß ein Abschluß der gesetz. geberischen Aktion in Kürze zu erwarten ist. Die Zustände in unseren Kolonien find noch nicht bis zu dem Punkte geregelt, an dem man von voller Be: friedigung sprechen könnte. Mit eifriger Hingabe und rück: haltlofer Einsetzung von Leben und Gesundheit sind unsere Truppen dabei, den unruhigen Gebieten die notwendige Sicherheit wiederzugeben. Nach der Mühe wird des Sieges Preis nicht ausbleiben, zumal auch die obersten Reichsbehörden alle Kraft daran sezen, einzelne bei allen menschlichen Unternehmungen unvermeidliche Mißstände aus dem Wege zu räumen. Von großem Unheil wurde in dieser Woche die freie Reichsstadt Ham burg betroffen. Das in einem der ehrwürdigsten firchlichen Baudenkmäler aus vergangenen Zeiten ausgefommene Feuer vernichtete nicht nur das Gotteshaus, sondern legte auch eine Reihe von Wohn- und Geschäftshäusern in Asche. Doch der Mut unserer waderen Hanseaten wurde durch die Katastrophe nicht gebrochen. Wetteifernd wirfen Senat und Bürger chaft zusammen, um den Schaden wettzumachen, das durch des Schicksals Ungunst Vernichtete nen aufzurichten. Bei diesem Stande der Dinge find die besten Aussichten vor: handen, daß in absehbarer Zeit das schwere Unglück überwunden sein wird. Seit dem 1. Juli haben die neuen Steuergefeße eine gewisse Erhöhung der Portokosten gebracht. Dafür winfi uns die Aussicht auf eine Herabsetzung der Portokosten nach Holland. Die Verhandlungen der beiden Regierungen versprechen gute Resultate. die gewiß im Interesse der benachbarten, im regsten Waren- Austausch stehenden Länder zu begrüßen wären. Ueber ihre Interessen im Lande des Negus Negefti, in Abessinien, verhandeln augenblicklich die Vertreter Frankreichs, Englands und Italiens in London. Die Nach richten über die Konferenzen lauten widersprechend, bald sollen die günstigsten Aussitten zur Verständigung bestehen, bald spricht man von Unstimmigkeiten und italienischem Mißtrauen in die guten Absichten Frankreichs und Englands. Vom Kaiser Menelik ist wenig die Rede und doch hat dieser begabte afrikanische Fürst genugsam bewiesen, daß er sich so leicht nicht an den Wagen fahren läßt. Aus der abessinischen Frage wird schwerlich vorläufig eine brennende Weltangelegenheit werden. Den Starten läßt man gern in Ruhe und das wisen die drei europäischen Mächte wohl zu schäßen. Die Niederlage der Italiener bei Adua ist unvergessen und äußert heute noch ihre Wirkungen. Bwischen Oesterreich- Ungarn und Serbien ist der Zollfrieg zum Ausbruch gekommen, den Serbien seit längerer Zeit durch sein provozierendes Verhalten vorbereitete. Die Schikanen an den beiderseitigen Grenzen haben bereits begonnen, und sowohl in Wien wie in Belgrad erklärt man, nicht nachgeben zu wollen. Unsere Sympathien stehen jeden= falls bei der befreundeten habsburgischen Monarchie, die wahrhaftig von jeher Geduld gegenüber den in höchst unberechtigter Weise vom Großmachtfigel befallenen Ballanstaaten bewies. War Serbien gezwungen, sich dem allgemeinen Urteil der europäischen Kulturwelt gegenüber dem eigentümlichen Verhalten in Bezug auf die Königsmörder zu beugen, so wird es auch in der Zollfrage erkennen lernen, daß es nicht gut tut, als fleiner Gernegroß sich alle Aussichten auf Duldung durch schroffes Auftreten zu verScherzen. Schwere Sorgen bereitet unserem britischen Vetter der Aufstand in Natal, und die wachsende Erregung der Bevölkerung egypten, die neuerdings durch die Hinrichtung einer Anzahl Eingeborener noch verstärkt wurde. Die armen Fellachen sollten sich gegen englische Offiziere vergangen haben. Im Unterbause griff die Opposition die Minister heftig an und verlangte größere Kourtoisie im Auftreten der Beamten und Offatere namentlich in Aegypten, das man nicht durch rigorosc Bebandlung, wohl aber auf dem Wege achtungsvoller Schonung der Einwohner gewinnen fönne. Viel Widerspruch fand auch die projektierte Fahrt einer englischen Flotte nach russischen Häfen, in der man nur eine Sympathie- Kundgebung für die russische Regierung erblicken müsse, trotzdem diese Scheußlichkeiten wie in Bjelostok dulde. Der antwortende Minister verhielt sich diplomatisch und sagte, der russische Kaiser und die russische Regierung seien nach glaubwürdigen Mitteilungen nicht verantwortlich für die von aller Welt verurteilten Vorgänge. Es würde außerordentlich unpassend sein, wenn bei der Kreuzfahrt der englischen Schiffe die russischen Häfen oftentativ vermieden würden. Jede direkte oder indirekte Einmischung eines Außenstaates würde das begonnene russische Reformwert stören. Damit gab man sich zufrieden. Und Rugland? In dem Reiche des Zaren sind alle Aussichten noch immer trübe und verworren. Auflehnung in der Armee, Ratlosigkeit der regierenden Männer, beklagenswerte Metzeleien und Hervortreten wilder Leidenschaften allerorten. Was sich aus dem brodelnden Herenfessel der gegeneinander fämpfenden Mächte gestalten wird, kann heute niemand voraussagen. Für das Erbe Ruriks ist die Zukunft dunkel, dem russischen Volfe ist es zu gönnen, daß bald andere Tage mit glücklicheren Aussichten kommen. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Für die freie Eisenbahnfahrt der Reichstagsabgeordneten hat der Bundesrat auf Grund des Diätengesezes amtlich veröffentlichte Grundsäße aufgestellt. Die Freifahrfarte berechtigt zur Fahrt auf allen deutschen Haupt- und Nebeneisenbahnen. Im Auslande belegene Strecken deutscher Eisenbahnen können nur unter den für die Fahrt auf diesen Strecken bestehend. sonderen Bedingungen benutzt werden. Die Benutzung von Kleinbahnen und Straßenbahnen ist ausgeschlossen. Die Berechtigung endet mit Ablauf des achten Tages nach dem Schlusse der Sizunasveriode, auch wenn die Reise früher angetreten ist. Für Schlafwagen und Luxuszüge müssen die entsprechenden Ruschläge bezahlt werden, die Wagenklasse kann beliebig gewählt werden, 50 kilo Reisegepäck find frei. Die Bestimmungen treten am 1. August in Kraft. Eine Verfügung des Reichspostamts bezweckt die Einschränkung des amtlichen Schreibwerkes. Im Bereiche der Postverwaltung sollen polizeiliche Ausfünfte über anzuftellende Personen nicht mehr verlangt werden, wenn der Bewerber unmittelbar von der Schule und nicht später als 3 Monate nachher in den Dienst tritt, wenn Personen aus einem anderen Zweige des Reichs- oder Staatsdienstes übernommen werden und ein Registerauszug bei der Aufnahme in die frühere Stellung beschafft mar, wenn Lehrer oder Beamte als Postagenten oder Hilfestelleninhaber angenommen werden, oder wenn die Annahme im Anschluß an die Benfionierung erfolgt, endlich wenn es sich um Aushelfer zur Bewältigung des Weihnachts-, Neujahrs, Oster- oder Pfingstverkehrs oder sonst handelt. * Der aus Amerifa gekommene Anarchist Rosenberg, dem man in seinem Heimatorte Seattle eine Attentatsabficht auf den deutschen Kaiser zutraute, ist in Altona verhaftet worden. Der deutsche Konsul in New- York hatte auf die der deutschen Regierung gewordenen Mitteilungen eine Haussuchung in der Wohnung Rosenbergs veranlaßt, bei der man zahlreiche Bomben und andere Mordwerkzeuge vorfand. Die lippische Staatsregierung beschloß die schleunige Aufbesserung aller Beamtengehälter des Fürstentums Lippe wegen der anhaltenden Verteuerung aller Lebensmittel. Die Anregung zu diesem Vorgehen ging vom Fürsten Leopold aus. * Das Zustandekommen der württembergischen Ver fassungsrevision fann als gesichert gelten. Die zweite Rammer hat in mehreren strittigen Punkten sich nachgiebig gezeigt und in der Schlußabstimmung das ganze Gesetz mil 65 gegen 23 Stimmen des Zentrums und dreier Ritter bel einer Stimmenthaltung, also mit der nötigen Zweidrittel Mehrheit, angenommen. * Ueber die Verwendung des Liebesgabenfonds für Südwestafrika waren in einem Teil der Presse Angaben berbreitet worden, nach denen von den Fonds ein unrechts mäßiger Gebrauch gemacht worden wäre. In einer amtlichen Veröffentlichung wird nun festgestellt, daß die ver breiteten Gerüchte über Unregelmäßig feiten feine tatsächliche Unterlage haben. Die amtliche Richtigstellung sagt, daß die Liebesgaben nicht mit dem Südwestafrika- Fonds verwechselt werden dürften. Die für die Truppen gestifteten Gelder und Naturalien find ausnahmslos zu diesem Zweck verwendet worden. Ebenso seien die Südwestafrika- Fonds genau nach den Absichten der Spender und den neltenden Bestimmungen verbraucht worden, iede Unregelmäßigkeit sei ausgeschlossen. Schweiz. ** Die in Genf tagende Konferenz zur Revision der Genfer Konvention genehmigte den Wortlaut der neuen Konvention. Spanien. ** Nach längerer Dauer ist die Kabinettskrisis dadurch Brendet worden, daß ein neues Ministerium unter dem General Lopez Dominguez gebildet wurde. Es gibt sich als eine dirette Nachfolge des bisherigen liberalen Kabinett Moret, wird aber voraussichtlich vor der konservativen Oppofition in den Cortes einen noch schwereren Stand haben. Die neuen Minister haben dem König bereits den Eit geleistet. Hof und Gefellschaft. Ein über das Befinden der Kronprinzessin Sdetlie ausgegebenes ärztliches Bulletin besagt, daß sich se bohe Wöchnerin bei normaler Temperatur sehr wohl be= indet. ** Der König von Sachsen hat bei seinem Aufenthalt in Kiel dem Linienschiff ,, Wettin" einen längeren Bejuch abgestattet. Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 86. Sizung.) RK. Berlin, 6. Juli. Bei der wiederholten Beratung der Schulvorlage gingen die vorliegenden Anträge der drei Kompromißparteien glatt durch. Alle anderen Anträge wurden abgelehnt. Das Abgeordnetenhaus nahm damit einen großen Teil der im Herrenhause beschlossenen Aenderungen an, lehnte aber ben von der Regierung als unannehmbar bezeichneten Antrag Klizing( Verteilung der Staatszuschüsse) and den Antrag b. Burgsdorff( Patronatsstellen) ab. Beim Abschnitt„ Lehrerberufung" wurde eine andere Fassung beschlossen, die aber im wesentlichen die Einschränkung der Rechte der fleinen Gemeinden beibehält. Die Abgg. Frhr. v. 8edlig( frf.) und Winckler( f.) erflärten, daß sie nur ungern dem Herrenhause so weit entgegengekommen seien. Nachdem noch eine Resolution angenommen war, die eine Erhöhung ber Staatszuschüsse für alleinstehende und erste Lehrer in leinen Schulverbänden fordert, wurde das Gesez im ganzen angenommen. Zu Beginn der Sizung hatte das Haus zum erstenmal die Erlaubnis zur strafrecht. lichen Verfolgung einiger Preßbeleidiger erteilt. Der neue Rheinbafen in Krefeld. ( Sonder- Bericht.) Krefeld, 6. Juli. In Gegenwart des Eisenbahn- Ministers Breitenbach und einer ebenso zahlreichen wie illustren Versammlung Troß des wurde heute der neue Rheinhafen eröffnet. strömenden Regens hatte sich eine überaus große Volksmenge eingefunden, um dem Atte beizuwohnen, ein Beweis dafür, wie sehr das neue Unternehmen in unserer gewerbfleißigen Stadt als ein hoffnungsreiches angesehen wird. Auf dem Lagerblaze am neuen Hafen vollzog sich die eigentliche Feftfeier. Oberbürgermeister Dehler begrüßie zunächst in einer Ansprache die Ehrengäste, vor allem den Minister Breitenbach und gab befannt, daß der Finanzminister v. Rheinbaben, der durch die parlamentarischen Verhandlungen in Berlin festgehalten ist, ein Begrüßungstelegramm gesandt habe. Dann hielt Beigeordneter Stadtbaurat Hentich, einer der Schöpfer des Rheinhafens, die Feftrede, in der er die Entwicklungsgeschichte des Unternehmens entroute. Der Bau hat die Summe von 11 Millionen Marf erfordert. Am 16. Mai 1903 geschah der erste Spatenstich, am 11. November 1905 fonnte der Hafen in Betrieh genommen werden. Den Schluß des Weiheaftes bildete eine Ansprache des Baurats Voß, der am Schlusse der Hoffnung Ausdrud gab, daß auf dem weiten Gelände bald eine neue aetverbfleißige Stadt erstehen möge einen Augenblid entschuldigen. erscheinen. Sie flingelte ihrer Kammerzofe und begab sich in ein Ich werde gleich wieder und Energie sein mag. erhohen ither ihn nor. erwerben kann, so heiß auch das Bemühen Friß biß sich auf die Lippen. Dieser Herr tam sich wett Sein Künstlerftola und feine schaltDann Sie sahen sich beide einen Augenblid wortlos an. " Ich habe viel von Ihnen gelesen," sagte sie endlich mit tam ber Geheimrat und stellte ihn ben Fräulein vor. Mit leisem Widerstrebent war er brzigen ms er aber in Motta trant und ihrem traulichen Boudoir saß, den die Aegypter Dampite, war die Betlemmung von ihm ge Voor denn je. fois molite zum Segen für das wirtschaftliche Leben Krefelds; daß bald der Tag anbrechen möge, mo, iußend auf dem Erfolge des Hafenunternehmens, ein neues großes Unternehmen eröffnet werden könne, der Kanal vom Rhein zur Schelde, von Krefeld nach Antwerpen. Der mit allen modernen Einrichtungen versehene Hafen umfaßt einen Handelshafen mit hober senkrechter Stadenmauer, vierstödigem Lagerhaus, in das vom Rhein aus un=" mittelbar eingeladen werden fann, und Zollabfertigung ufm., nebenan einen Floßliegeplatz und hinter einer Drehbrücke einen Osthafen mit zwei Wendeplägen von 200 und 120 Meter Breite, um den sich rund 80 Hektar Gelände für gewerbliche Unternehmungen ausbreiten. Der Hafen ist mit einem Verfchubbahnhof und der Staatsbahn verbunden. Beim ersten Musbau des Hafens sind im Industriehafen allein 780 000 Quadratmeter Industriegelände mit Eisenbahnanschluß ge schaffen worden. Die Stadt hat sich aber auch für bedeutende Erweiterungen des Hafens das Gelände gesichert. Nab und Fern. + Deutsche Fuhrwerks- Berufsgenossenschaft. Die Uebersiedelung der Deutschen Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft von Dresden nach Berlin wurde dort zugleich mit deren 20jährigem Bestehen festlich begangen. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete ein Wagenzug durch die Straßen, in dem alle Wagentypen von der römischen Quadriga bis zum modernen Automobil- Omnibus vertreten waren. † Geistig überarbeitet. Der Direttor des Physikalischen Instituts der Universität Berlin, Professor Dr. Paul Drude, hat sich in seiner Wohnung erschossen. Es besteht fein Rweifel, daß die Tat in einem Anfall von Nerven- Ueber: reizung geschehen ist, die wiederum durch allzu große geistige Inanspruchnahme hervorgerufen war. Professor Drude stand im besten Mannesalter und lebte in den glänzendsten Ver hältnissen. † Von der Hamburger Michaeliskirche. Aus den Grabgewölben, die neben dem ausgebrannten Keller der Michaeliskirche liegen, werden jetzt die Gebeine herausgeschafft, darunter die des Erbauers Sonnin. Die Gebeine sollen später in der wiederaufgebauten Kirche beigejezt werden. In der Hamburger Bürgerschaft ist bereits ein von zahlreichen Mitgliedern unterstüßter Antrag eingebracht worden, der die Wiederaufrichtung der Kirche fördert. Auch in einem Beileida. schreiben, das der Kaiser dem Senat hat zugehen lassen, wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß das ehrwürdige Wahrzeichen der Stadt bald in früherer Schönheit nach dem alten Vorbilde wieder erstehen möge. + Tausend Mark auf Eroreifung des Eisenbahn räubers. Die Eisenbahndirettion Hannover hat 1000 M. Belohnung für die Ergreifung des Mannes ausgesetzt, der die Familie des Geh. Finanzrats Noelle während der Nacht im Ehnellzuge nach Norderney bei Rathenow feraubte. † Schaden durch Unwetter. In der Gegend von Halle a. S. fuhr der Blizz in eine Kleemiethe, unter der sechs Personen Schuß gesucht hatten; zwei von ihnen wurden getötet, einer verlegt. Durch ein über München und Umgegend niedergegangenes Gewitter ist sehr großer Schaden angerichtet. Wolfenbruch und Hageischlag baben vielfach die Ernte vernichtet. Auch mannigfache Verkehrsstörungen entstanden durch Unterspülung der Bahnförper. Das Unwetter hat augenscheinlich im ganzen südlichen Europa gewütet. So wird aus Cuneo in Italien gemeldet, daß die Flüsse durch beftige Regengüsse über ihre Ufer getreten find. Nenn Menschen sind umgekommen. Die Truppen bes teiligten sich am Rettungswerf. Auch über die französische Mittelmeerfüfte ging ein ungewöhnlich heftiges Gewitter nieder. In Marseille wurden die Straßen überschwemmt, und in Toulon ein Stadtverordneter vom Blizz getötet. Ein Boot mit 2 Mann ist untergegangen. Viele Telegraphenstangen und Bäume wurden auf die Bahngeleise geschleudert, auch andere Verkehrsstörungen machten sich geltend. † Tod des Mörders Heinze. Aus London kommt die Kunde, daß dort der Zuhälter Heinze gestorben ist, der einst wegen Ermordung des Nachtwächters Braun in Berlin zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt war. Nach ihm ist jene ,, lex Heinze" genannt, die im Anschluß an jenen Prozeß großen parlamentarischen Zwist entfesselte. Nach Verbüßung der Strafe hatte Heinze in London ein Handelsgeschäft angefangen. † Vergiftung durch süße Speise. In Rathenow find in einer Familie, namens ichtsteig, 6 Personen nach dem Genuß von( rdbeer- Bonille unter Vergiftungs- Erscheinungen schwer erfrankt. † Cholera auf den Philippinen. In Manila wütet die Cholera in bedenklicher Weise. In einer Woche kamen 116 Erkrankungen vor, davon 99 mit tödlichem Ausgange. Hus dem Gerichtsfaal. § Der Diener des Fürsten Brede verurteilt. Die erste Straffammer des Landgerichts I zu Berlin hat den Diener Wilhelm Glase, der die Entwendung der Silber. gerätschaften aus den großen Berliner Hotels zur Anzeige gebracht hat, megen versuchter Erpressung, begangen durch einen Brief an den Fürsten Wrede, zu neun Monaten Gefängnis und zwei Jahren EhrverInst verurteilt. = Die als Zeugen vernommenen Direftoren der Hotela Raiserhof und Westminster in Berlin sagten aus, dan in Ihren Hotels Silber fehle, fie haben aber darum nichts gegen bie Fürstin Wrede unternommen. Der Diener Kary befundet, baß Fürst Wrede in Geldsachen sehr genau sei, auc Automobil Pneumatite habe er über die spanische Grenze schmuggeln wollen, und daß in Basedow eine mit ,, Pelzsochen" bellarierte Kifte angekommen sei, die Silbersachen enthalten habe. Der Verteidiger Rechtsanwalt Bahn wies auf die verschiedene Behandlung hin, die die im fomfortablen Sanatorium weilende Fürstin und der schon lange in Untersuchungshaft befindliche Angeklagte erfahren haben. § Der Mord auf der Rayalp. Die weitere ar handlung wider das Geschwisterpaar Zeller, das des Wordez an der früheren Köchin Maier angeklagt ist, gestaltet sich tra des Geständnisses der Friederike Reller immer interefaster. da es sich jetzt um die Frage dreht, ob etwa Friederike Zllez nicht anstelle ihrer Schwester Marie einen andere:: Mer hatte, und zwar mit Rücksicht darauf, daß sämtliche Reugen. welche bei der Auffindung der Leiche zugegen waren, ühe einstimmend ihrer Meinung dahin Ausdru gaben, daß sas schwache Mädchen unmöglich allein die schwere Beiche der E, mordeten von der Mord- zur Fundstelle hinauf transportiert haben tönne. § Betrugsprozeß Zander. Die meitere Verhandlung beschäftigte sich mit der Erörterung des Wiederverkaufes des Gutes Schmögerle an Baumeister Mensching. Mensching erklärt um 1500 M. geschädigt worden zu sein, weil eine Sypothef, entgegen dem Vertrage, ungelöscht blieb; er habe nicht gewußt, daß das Mobiliar an Lüttig verpfändet war. Lüttig ist bereit, alles notwendige Gutsinventar dem Zeugen Menfching freizugeben. § Der Roman einer Krankenschwester. Die Stras fammer in Darmstadt verurteilte die frühere Krankenschwester Emma Fellien wegen Betruges zu 6 Monaten Gefängnis. Die Angeklagte batte als Krankenschwester einen jungen Offizier tennen und lieben gelerut, diesem gegenüber sich als reiche Erbin ausgegeben, und 15m ein Seiratsversprechen abgelockt. In Baden- Baden hat die Ange! lagte ihre Pensions wirtin in gleicher Weise getäuscht, inber sie vorgab, ei!: großes Vermögen zu besitzen, und die Wirtin um mehrere tausend Mark betrogen. § Des Muttermordes angeklagt. Der Schlächter Mar Jordy bestreitet entschieden am Tage der Tat und einige Tage vorher in der Gegend des Tatortes gewesen zu sein. Diese Angaben des Angeklagten werden jedoch durch die Zeugenaussagen, nach denen Jordy am 1. oder 2. Februar doch in Reinickendorf- Rosental war, völlig widerlegt. Jordt will einen Alibibeweis antreten, daß er am Mordtage, am 3. Februar, ganz wo anders als am Tatorte und auch am 2. Februar nicht in der Nähe der Mordstelle war. Die zahl reichen Zeugen, die auf seine Veranlassung geladen wurden, sagen nur ungenau aus, oder versagen gänzlich. Es wiri noch eine Zeugin vernommen, die sich freiwillig gemeldet ha und befundet, daß Jordy auch schon vor der Mordtat öfters größere Geldbeträge bei sich trug. Hierauf begann die Ver nehmung der medizinischen Sachverständigen. § Ein Homöopach der fahrlässigen Tötung ange flagt. Die Straffeminer in Elberfeld verurteilte den Natur. heilkundigen Postiansen wegen fahrlässiger Tötung zu neun Monaten Gesängerte. Satte eine Frau, die an Unterleibs= frebs litt und operirit hätte werden müssen, nicht an einen Arzt gewiesen, der durch Operation die Frau hätte evtl. retter: Fönnen, sondern ihr homöopathische Künelchen und lauwarme Bäder verschrieben. Einige Reit darauf starb die Fran. § Verurtelier Gisenbahnattentater. Das Schwurnericht in Gnesen verurteilte den Schneidergesellen Braun, ber etwa 20 große Steine auf Eisenbahnschienen gelegt hatte, um einen Personenzug zum Entgleisen zu bringen, zu fünf Jahren Zuchthaus. - Trop me Gemeinde Gied Blofe Debung berb fer Lage für das an der Regierung b immt, Honden die gegenüber, vielle Ermenrob. Serbes ift hier ber Heim Bugen fahlug b jährigen Mann fo ben innerlichen Be $ Sirtorf, 7. S Senerwebrfe Mainz, 6. Ju bloffen die Errigt P. Folgende gewerbe- polizeiliche Revisionen wurden in den Monaten Mai und Juni vorgenommen: 1. Steinbrüche und Sandgräbereien in Bezug auf Einhaltung der Unfallverhütungsvorschriften bei dem Abbau. der in diesen Betrieben häufig vorkommenden Unfälle und bereits ergangenen Bestrafungen und widerholten Verwarnungen, wird immer noch vielfach gegen die einzuhaltenden 2. Die Unterkunftsräume der Vorschriften verstoßen. Arbeiter auf den Feldziegeleten und Einhaltung der Arbeitszeit der jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen in diesen Betrieben. Obwohl auf diesem Gebiete, trotz vorheriger polizeilicher Verwarnungen Bestrafungen eintreten müssen, so fanden sich auch in diesem Jahre wieder eine Reihe von Anständen und Uebertretungen vor. Strafanzeigen wurden erhoben.- 3. Die Beschäftigung von jugendlichen Arbeitern und Arbeiterinen in Fabriken und auf den Konfetetionswerkstätten in Bezug auf Einhaltung der Arbeitszeit. 4. Die Beschäftigung von schulpflichtigen Kindern vor und nach 8 Uhr abends, insbesondere die Verwendung solcher im Wirtsgewerbe. 5. Die Herstellung von fünftlichen Mineralwässern. 6 Die Barbier- und Frieseurstuben auf Einhaltung der Polizei- Verordnung den Gewerbebetrieb der Barbiere betr.- 7. Die Aufbewahrungs-, Arbeits- und Verkaufsräume der Mezzereien, auf Grund der Bestimmungen der Polizei- Verordnung vom 2. Januar 1891, das Schlachtwesen in der Provinzialhauptstadt Gießen betr.- 8. Den Verkauf von Süßrahmbutter in abgesezten Stücken zu einem bestimmten Sollgewicht. Vielfach ergab sich bei Nachwiegungen, daß Stücke mit einem Sollgewicht 250 g ein 9. Entnommen Mindergewicht von 5-10 g hatten. wurden eine Anzahl Lebensmittelproben. - - * In diesem Jahre finden im Großherzogtum Hessen 48 Fahnen weihfeste statt. * Ein für Molterei Millieferanten interessanter Prozeß spielte sich vor dem Schöffengericht in Ebeleben bei Erfurt ab. Die Molterei Ober- Mehlen in Großmehlra hatte mit einer Anzahl Landwirte einen Bertrag abgeschlossen, nach dem sich diese verpflichteten, ihre Milch in die Molkerei während einer Reihe von Jahren zu fiefern. Zu diesen Landwirten gehörte auch Friedrich Kunze aus Großmehlra. Die Milch wird von der Molkerei nach der Höhe des Fettgehaltes bezahlt, und es sind die Lieferanten verpflichtet, die Milch so abzugeben, wie sie aus dem Stalle tommt. K. hat nun stets Milch geliefert, die, wie durch den Chemiker Dr. Scholvien- Mühlhausen festgestellt worden war, nur 1 Prozent Fettgehalt hatte, während normale Milch nicht unter 3,70 haben darf. Nach der Ansicht des Chemikers muß die Milch vor der Ablieferung entrahmt worden sein, und es wurde deshalb von der Molkerei gegen füglich sieben Monat Untersuchungshaft) und zehn Jahren hoben. Das Urteil lautet gegen R. auf 50 Mt. Geldstrafe K. wegen Nahrungmittelverfälschung und Betrug Klage erund Tragung der Kosten, die noch über 100 Mt. betragen. § Ein Bürgermeister als Defraudant. Der frühere Bürgermeister von Kappelrodeck, Hermann Haas, wurde von her Straflammer in Offenburg wegen Unterschlagungen in Höhe von rund 800 000 Mark( hauptsächlich verübt durch Spielen in Lotterien), Urfundenfälschung aus Gewinnsucht und Betruges zu acht Jahren sieben Monat Zuchthaus( abEhrverlust verurteilt. Vermischtes. Erinnerungen an 1870. Am 23. Juli wird au dem Friedhof von Chateaurouge im Bezirk Lothringen ein Dentmal auf dem Grabe des Grenzaufsehers Mouth errichtet werden. Mouth ist das erste Opfer des Krieges 1870 ae= wesen. Er fiel am 23. Juli 1870, bei einem Zusammenstoß zwischen Grenzaufsehern und preußischen Ulanen, der im Tale der Nied stattfand. Pwei Tage später erst erfolgte der fühne Mitt des Grafen Peppelin, wobei auf französischer Seite der Chasseuroffizier Pagnier fiel, der oft fälschlich als erstes Opfer des 70er rieges bezeichnet mird. Lokales. 7. Juli. ** Willkommen zum Sängerfeste. Wir stehen in froher Erwartung am Eingange des 26. Lahntal- Sänger Bundesfestes. Wenn diese Zeilen die geehrten Leser er reichen, dann verrinnt nur noch wenige Zeit, bis jubelnde, schmetternde Musit das Fest einführt. Saure Tage frohe Feste, sagt der Dichter, denn sauer war die Arbeit, schwer und mannigfaltig, aber sie wurde gern und mit ganzer Hingabe an die Aufgabe getan. So konnte das gewaltige Arrangement geschaffen werden. Singe, wem Gesang gegeben, lausche und erfreue sich jeder an ihm, dem auf hartem Lebensgange ein empfindsames Gemüt geblieben. Eile jeder zum Feſte des Gesanges und empfange freudig den Anteil, der ihm bereitet worden ist. Und wie reich werden die Darbietungen sein! Eine leise Ahnung zog schon gestern Abend durch uns bei der Probe der Gießener Gesangvereine, die unter Leitung des Festdirigenten Görlach in der Festhalle gehalten wurde. Noch nicht einheitlich und in einem Guß, aber doch schon die Fülle seines Wohllauts verratend, floß das Edelmetall dahin, uns zu den höchstgespannten Erwartungen berechtigend. Die Festhalle bot schon ein recht lebhaftes Bild, da troz des unausges st niedergehenden Regens sich viele Zuhörer eingefunden hatten. Man ersieht daraus deutlich, wie tief das Sängerfest in die Bevölkerung eingedrungen ist. Heute werden die letzten Dekorationsarbeiten vollendet und wenn morgen der Tag des großen Streites heraufsteigt, dann wird unsere alte Lahnstadt im Festtagskleide den zu seinen Toren einziehenden Scharen frohen Festgruß entbieten. Beschert der Himmel uns gutes Wetter, so wird nichts die Festesfreude trüben, Gießens Be völkerung wird alles daran seßen, den Tausenden von Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. So rufen wir denn den Sängern und Sangesfreunden ein herzliches Willkomm zu! ider ei. Die veranfe Bäckerei foll im fen. Im nächsten genommen werden. Mainz, 5. Ju t der Militärfiskus f der großen Bleid ifter und die Rom Lagebot abgelehnt, de Joueinteilung zu gro Aus Die Arbeiterin D bite bei einem Leh dchen angenommen. gegangen war, ber er Herrin gehörigen ebenen Aleibungsfud fitten, zuletzt eine f reflechte Erziehun an fie herantretende ligend, fam fie mit -Wegen Diebf merin Dorothea Spa Monate Gefängnis. igerung einem Steige 10 Pfennige erworben Die Dienfimago Marga afchien in verschiedenen Bad Nauheim, wo fie fi and beherbergen ließ. Iman es mit einer S gwunden. Sie hat th Da fie von Frankfurt erfolgt wird, legte fie ie auch in die Fremde fich einem Schußma * Eine Zusammenkunft sämtlicher Geflügelzüchterverbände Deutschlands in Halle a. d. Saale beschloß die Gründung eines Reichsverbandes zur Hebung der Geflügelzucht und zum Vogel- und Heimatschutz. * Warnung. Einen Kirschfern verschluckt hatte ein 11jähriger Rnabe in Potsdam. Der Kirschfern setzte sich im Blinddarm fest, sodaß der Knabe unter qualvollen Leiden verstarb. * Garbenhain, 6. Juli. Troß wiederholter Vorstellungen war es bis jeßt unserer Gemeindevertretung versagt geblieben, eine Haltestelle an der Teilstrecke Lollar- Wetzlar zu erlangen, zumal Königl. Eisenbahndirektion für eine Anlage einen namhaften Zuschuß verlangte. Ganz unerwartet günstig hat sich aber die Sache geftaltet, indem die Eisenbahnbehörde noch in letter Stunde ihre Forderung von 9000 Mt. zurückgezogen und dennoch eine Haltestelle für Personenzwar in erster Linie mit der bevorstehenden Umgestaltung und Güterverkehr genehmigte. Der gute Fortgang hängt des Bahnhofs zusammen, daneben haben wir ihn aber auch der erfolgten Zusammenlegung unserer Ländereien zu ver danken, denn erst dadurch war es möglich, einigen Wünschen der Bahnverwaltung wie die Aufhebung eines Feldweges, der Benugung des Würzberges zum Bahnhofsumbau usw. zu entsprechen. * Weilburg. Die Verlegung der hiesigen Unteroffizierschule ist nicht unwahrscheinlich, weil die Stadt den Vorschlag des Militärfistus, Uebernahme der alten Raserne und unentgeltliche Hergabe eines Bauplazes für die neue Kaserne nicht annehmen will. nicht den guten Erwartungen, zu denen die Imker nach den * Vom Vogelsberg, 6. Juli. Die Bienen entsprechen Aussichten des Frühjahrs berechtigt gewesen. Die wechselvolle, meist feuchtkalte Witterung hat die Honigernte sehr beeinträchtigt und auch das Schwärmen der Völler vielfach vereitelt. Der Bienenhonig dürfte hiernach wiederum ein seltenes Produkt werden. * Hungen, 6. Jult. In den Räumen der höheren Kunstgegenständen eingerichtet. Es finden sich darunter Bürgerschule ist gegenwärtig eine Ausstellung von zahlreiche Bildwerte alter und neuer Meister. Die Ausftellung dauert bis 18. Juli. Sie ist veranstaltet vom Main- Rhein Verband für Voltsvorlesungen und verwandte Bestrebungen. * Friedberg, 6. Juli. Auf eine Eingabe der Handelsgeantwortet, daß dem zweigeleifigen Ausbau der Strecke tammer hat der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten selbenbergen- hanau- Dst( Bahn FriedbergHanau) demnächst näher getreten werden soll. * Friedberg, 6. Juli. Alte Firma. Die Firma Mondigler feierte gestern das 125jährige Bestehen ihrer Kupferschmiede. Der Gründer war der Urgroßvater des iesigen Besizers. Dberbessise Bienenzüchter verein. Gleich Friedberg, 6. Juli. Am 26. d. Mts. tagt hier der zeitig ist eine Ausstellung von Bienenvölkern, Honig und Geräten. * * Siechenhausen. Den Beweis, daß die Berbesserung der Vogelsberger Debungen und Hutweiden sehr wohl möglich und für die Gemeinden nüßlich ist, lieferte die Sie wurde wegen der B md wegen der falsche gegenüber zu einer Woc durch die erlittene Unt Begen der falschen Ein rifprechung, da ntch bante, daß diese zwecke Beta Bestehender Beft tehenden Gebührentar und Stellenbermittler Die Gebühr eine 1. Für Vermittlung schaft in G 2. Für Bermittlung fchaft nach Frau Geisel obon der Dienstbot Frau Schmidt, Dienstboten teine Gel Die Gebühr des Für eine " " " " obon Meister und Ge Gießen, den 5. Großh. Beta Die unterm 1. Brankfurterstraße rd hiermit aufgeba Gießen, den Großh. Arbei Die Weißbing Wengler- und Tap altung der Gebäud alidule follen Freitag, den 13. mtlich bergeben we Arbeitsbeschreibu Amtsstunden bei Bordruck, der nten Zeitpunkt Buidhlagsfrist 14 Gießen, den Städti Revisionen orgenommen: 1. auf Einhaltung Abbau. Trop Unfälle und derholten Ber e einzuhaltenden inftsräume der ng der Arbeits nnen in diesen trop borheriger ntreten müssen, eine Reihe von nzeigen wurden lichen Arbeitern En Konfetetions beitszeit. 4. Die or und nach 8 lcher im Wirts Tichen Minerals Auben auf Eins Derbebetrieb der Arbeits- und r Bestimmungen -, das Schlacht etc.- 8. Den Stüden zu einem sich bei Nach cht 250 g ein 9. Entnommen ten interes Schöffengericht Ober- Mehlen in Dirte einen Bere pflichteten, ihre von Jahren zu Friedrich Kunze Molteret nach die Lieferanten sie aus dem iefert, die, wie usen festgestellt eine Gemeinde Siechenhausen. Sie hatte eine große, fast aglose Debung berbessert, ent- und bewässert und erzielte dieser Tage für das Hengras 600 Mt. Dem Generalfulturplan der Regierung der ähnliche Verbesserungen in Aussicht aimmt, standen die Vog- 18berger Bauern bisher nicht freund lich gegenüber, vielleicht ändern sie uun ihre Ansicht. Ermenrod. Dem tüdischen Slag eines jungen Pferdes ist hier der Landwirt Weil zum Opfer gefallen. Beim Buzen schlug das Fohlen aus und traf den fräftigen 47jährigen Mann so unglücklich auf den Leib, daß er gestern an den innerlichen Verlegungen gestorben ist. § Kirtorf, 7. Jali. Um morgigen Sonntag wird hier ein Feuerwehr fe ft gefeiert werden. * Mainz, 6. Juli. Die Sozialdemokraten von Mainz beschlossen die Errichtung einer eigenen Genossenschaftsbäckerei. Die veranschlagten Baufosten betragen 100000 Mt. Die Bäckerei soll im Stande fein, täglich 3344 Brote zu backen. Im nächsten Jahre soll auch eine Brödchenfabrikation aufgenommen werden. * Mainz, 5. Juli. Nach den„ Mainzer N. Nachr." bat der Militärfiskus der Stadt die Löwenhoffaserne auf der großen Bleiche zum Kauf angeboten. Der Bürger. meister und die Kommission für Geländeverkehr haben dieses Angebot abgelehnt, da das Terrain zu unpraktisch und die Baueinteilung zu große Rosten verursache. Aus dem Gerichtssaal. traftammer. Gießen, 6. Juli. Die Arbeiterin Marie Elisabethe Depp von Gießen rzogtum Hessen hatte bei einem Lehrer eine Aushülfsstelle als Dienstmädchen angenommen. Als nach einigen Tagen ihre Herrschaft ausgegangen war, verschwand sie unter Mitnahme einer ihrer Herrin gehörigen goldenen Uhr und Kette nebst verhiedenen Kleibungsstücken. Sie hat bereits mehrere Strafen erlitten, zuletzt eine solche im Mat d. I. zu Darmstadt. Ihre schlechte Erziehung und geringe Widerstandskraft gegen bie an sie herantretenden Versuchungen strafmildernd berückdurch.. fichtigend, fam sie mit einer Gefängnisstrafe von 8 Monaten Wegen Diebstahls im Rückfall erhielt die Taglöhnerin Dorothea Spangenberger von Ober. Smitten 4 Monate Gefängnis. Sie hat gelegentlich einer Verfteigerung einem Steigerer ein Sesselkissen, das dieser für 40 Pfennige erworben hatte, heimlich weggenommen. Die Dienstmagd Margarete Thein von Holzhausen( Bayern) erschien in verschiedenen Wirtschaften und Privathäusern zu Bad Nauheim, wo sie sich unter falschen Angaben verföſtigen und beherbergen ließ. Sobald man auf die Spur tam, daß man es mit einer Schwindlerin zu tun, war sie verschwundes. Sie hat ihre Opfer um etwa 100 Mt. geschädigt. Da sie von Frankfurt a.. wegen ähnlicher Schwindeleien verfolgt wird, legte sie sich einen falschen Namen bei, den fie auch in die Fremdenbücher eintrug. Ebenfalls bediente fie sich einem Schußmann gegenüber eines falschen Namens. Sie wurde wegen der Betrügereien zu einem Jahre Gefängnis und wegen der falschen Namensangabe dem Schußmann gegenüber zu einer Woche Haft verurteilt. Die Haft wurde durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt. Begen der falschen Einträge in die Fremdenbücher erfolgte erfagt geblieben, Freisprechung, da nicht als erwiesen angenommen werden fonnte, daß diese zwecks Täuschung der Behörden erfolgt sind. , während norNach der Ansicht ferung entrahmt Molkerei gegen trug Alage er Mt. Geldstrafe O Met. betragen. ügelzüchter. male beschloß die der Geflügel er Vorstellungen ar- Wezlar zu ir eine Anlage erwartet günstig e Eisenbahnbe von 9000 Mt. für Personen ortgang hängt Umgeftaltung Cihn aber auch Dereien zu ber nigen Wünschen mes Feldweges, ofsumbau ufw. igen Unter weil die Stabt me der alten plazes für die men entsprechen Imter nach ben Die wechsel Sonigernte febr Böller vielfach wiederum ein der höheren llung von en fich darunter r. Die Aus canstaltet vom and verwandte der Handelslichen Arbeiten der Strede FriedbergDie Firma Beftehen ihrer Urgroßvater bes ts. tagt hier ber rein. Gleich ero, Honig und bie Berbefferung tweiben fehr igift, lieferte bie Bekanntmachung. Bestehender Bestimmung gemäß bringen wir nach#tehenden Gebührentarif der hiesigen Gesindevermieterinnen und Stellenvermittler zum Abdruck. Die Gebühr einer Gesindevermieterin beträgt: 1. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 Mt. 2. Für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts 7 Mt. ( Frau Geisel und Opper 5 Mk.) Dobon der Dienstbote jeweils Mt. 2 zu entrichten hat. Frau Schmidt, Neuen- Bäue 5, erhebt von den Dienstboten keine Gebühr. Die Gebühr des Stellenvermittlers Germann beträgt: Für einen 1. Gesellen Mt. 3, 2. " " " " 2, 3. 1,50 " " " " bobon Meister und Geselle je die Hälfte zu entrichten haben. Gießen, den 5. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 1. Juni 1906 angeordnete Sperre der Frankfurterstraße zwischen Liebig- und Wilhelmstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 6. Juli 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die Weißbinder, Schreiner, Dachdecker., Epengler- und Tapezierarbeiten zur laufenden Unterhaltung der Gebäude des Realgymnasiums und der Realschule sollen Freitag, den 13. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr Offentlich bergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 6. Juli 1906. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Literarisches. * Unser Bayerland. An Stelle des bayerischen Verkehrsbuches hat der Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs in München und im bayrischen Hochland( E. V.) heuer eine kleinere Schrift treten laffen, die den anheimeinden Titel„ Unser Bayerland" führt und die in lapidarer Form alle die Sehenswürditeiten fünftlerischer und landschaftlicher Art Bayern aufzählt. Wer ist zur b ginnenden Ferienzeit sich schnell über Bayern informieren will, dem wird dieses sehr praktische Schriftchen oute Dienste tun. St. 0-0 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg., Erbsen per Pfd. 22 Pfg., Linsen per Pfd. 32 Pfg., Tauben per Baar 0.80-1.00 Mt., Hühner per Stück 1.00| 1.60 Mt., Hahnen per Stüd 0.80-1.80 Mt., Enten per Stüd 1.80-2.20 mt., Gänse ber Pfd. 00-00 Pfg.. Ochsenfleisch per Pfd. 76-84 Pfg., Rindfleisch per Pfd. 70-72 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 80-94 Pfg. Schweinefleisch gefalzen per Pfd. 94-00 Pig., Kalbfleisch per Pfd. 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfs 60-80 Pig., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-0.00 Mt., Zwiebeln per 3tr. 6.00-8.00 Mr., Weiskraut per 3tr. 00-00 Wif., per St. 10-30 Pfg., Aepfel per 3tr. 00-00 Mt., Zweischenper 3tr. 0.00-0.00 mt, Kirschen per Pfd. 30-40 fg., Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherzieher Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. feilgeboten werben. Geborene. Am 23. Juni dem Bauschlosser Ernst Döpfer eine Tochter; 24. Schneider Heinrich Kasper eine Tochter, Marie; 26. Diener Heinrich Henn ein Sohn; Weißbindermeister Konrad Dürer eine Tochter, Elise Sophie Magarete; 27. Kaufmann Robert Hasse ein Sohn; Taglöhner Friedrich Ernst Schiffner eine Tochter, Katharine Luise; Schlosser Johann Konrad Wenderoth ein Sohn, Juflus; 28. Kaufmann Karl Lang eine Tochter, Johanna Anna Eilabeth Marie Luise; Tapezier und Dekorateur Christian Arnold eine Tochter; 29. Steiger Friedrich Karl Appel ein Sohn; Bauunternehmer Wilhelm Seipp 3. eine Tochter; Gärtner Sustav Wittmann ein Sohn, Arthur Friedrich; 30. Kaufmann Karl Sauerwein ein Sohn, Oswald Karl. 1. Juli Fußgendarmen Philipp Mathes eine Tochter, Luise. 5. Fuhrmann Georg Eimer eine Tochter, Anna. Aufgebote. Am 29. Juni. Artur Dreifuß, Kaufmann dahier mit Meta Salomon hierselbst. Karl Wölfel, Bizefeldwebel dahier mit Katharinne Wöll in Brauerschwend. 3. Juli. Emil Kimpel, Megger dahier mit Eisabethe Lepper hierselbst. Wilhelm Hennigs, Ingenieur in Solingen mit Ottilie Gelhar dahier. 4. August Kübel, Prokurist dahier mit Marie Teipel hierselbst. 5. Ludwig Weber, Oberlehrer dahier mit Karoline Ottens hierselbst. Eheschließungen. Am 30. Juni. Friedrich Oswald Frißsche, Sattler und Tapezier dahier mit Elisabethe Nispel hierselbst. Tobias Heck, Ecdarbeiter dahter mit Elisabethe Gröger hierselbst. Karl Melius, Kutscher dahier mit Lisette Dießler hierselbst. Ludwig Müller, Viehtreiber dahier mit Elisabethe Pfeiffer hierselbst. Jacob Ruppert 3., Uhrmacher in Ober Ingelheim mit Liſette Adolfine Kreuter dahier. Gestorbene. Am 28. Juni. Hasse, noch ohne Vornamen, 8 Ston. alt, Sohn des Kaufmanns Robert Hasse dahier. 29. Wilhelm Kuhlmann, 55 Jahre alt, Invalide dahier. Johann Georg Spaar, 62 Jahre alt, Bremser i. P. dahier. 30. Auguste Jobanna Donau, 3 Mte. alt, Tochter des Schreiners Albert Donau dahier. Hermann Otto Will, 16 Tage alt, Sohn des Prokuristen Hermann Will dahier. 1. Juli. Philippine Habenicht, 78 Jahre alt, Rentnerin dahier. 5. Margarete Schwan, geb. Moder, 87 Jahre alt, Witwe des Messerschmieds Ludwig Schwan dahier. Warttberichte. Gießen, 7. Juli. Auf dem heutigen Wochenmar tofteten Butter ber fb. 100-1.20 m., Sübnereler ber Stüd 6--7 fa.. Enteneier Shampoon mit schwarzen Kopf dem macht jedes Haar schuppenfrel, voll und glänzend, beseitigt Obermässige Fettbildung der Haare, reinigt den Haarboden, verhütet Haarausfall und gibt wenigem Haar ein volles Aussehen. Zum Selbstshampoonieren millionenfach bewährt. Verlangen Sie stets ,, Shampoon mit dem schwarzen Kopf", es gibt wertlose Nachahmungen! Paket mit Veilchengeruch 20 Pfg., in Apotheken, Drogen- und Parfümeriegeschäften käuflich. 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Deffentlicher Dant. Herrn Franz Wilhelm, Apothefer, I. u. t. HofItefecant, Neunkirchen bei Wien, wtrb unterm 11. Auguft 1897 aus Altona geschrieben: " Ich bin bereits 70 Jahre alt und litt sett 10 Jahren an Gelent- theumatismus, ebenso an Hämorrhoidalfnoten und konnte keine Hilfe finden. Nur Ihr Wilhelm's antiarthritischer antirheumatischer Blutreinigungstee hat mich von meinem Leiden in drei Wochen vollständig befreit. Ich sage Ihnen, sowie der Gräfin, über deren Bericht ich in der Zeitung gelesen, meinen besten Dant." Mit aller Hochachtung Chrik. Adermann, Rentier. Altona bei Hamburg, Reichenstr. 6. Brets: 1 Paket Mt. 2.-,% Paket Mt. 1.-. Bestandteile: Innere Nußrinde 56. Wallnusschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngitblätter 35, Scabiosenblätter 56, Bemusblätter 75, Bimms ftein 1.50, rotes Sandelholz 75, Barbannawurzel 44, Sarurwurzel 3.50, Radic Carlophyil. 3.50, Chinarinde 3.50, Eryngitwurzel 57, Fenchelwurzel( Samen) 75, Gras wurzel 57, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Saffabarillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißen Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Berfahren geschnitten und getroduct, wodurch ber heilwert( peziel erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher Handelsware. Zu beziehen durch alle Apotheken des Deutschen Reiches. Vorsicht bei Einkauf". Man wetse minderwertige Nachahmungen entschieben zuräd und beachte den Namen und Susmarte bes Tees. Bo nicht erhältlich, direkter Berfaubt. Bekanntmachung. In der Zeit vom 30. Juni bis 7. Jult wurden in hiefiger Stadt gefunden. 1 Buch, 1 Brille, 1 Halskette, 1 Meggerbolle, 1 Korbdeckel, 1 Ring und 1 Handtasche mit Inhalt. verloren: 1 Glasschneider, 1 goldnes Kreuz ohne Kette, 1 Hundertmarkschein und ein goldner Manschettenfnopf mit Kettchen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei nns geltend zu machen. Gießen, den 7. Juli 1906. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. * g. Timerman Beerfelder Pferde- Hillebretteftr. 33 Loose à 1 Mark 11 Stüt 10 Mart. Ziehung 17. Juli. ( Günstige Gewinnchunce.) zu haben bei: Richard Buchader. Neuen- Bäue 11. Sie finden Käufer oder Teilhaber für jede Art hiesiger oder auswärtiger Geschäfte, Fabriken, Grundstücke, Güter und Gewerbebetriebe rasch u. verschwiegen ohne Provision, da kein Agent. durch 94 Köln a/ Rh. E Kommen Nachf. Kreuzgasse 8, 1. Verlangen Sie kostenfreien Besuch zwecks Besichtigung und Rücksprache. Infolge der, auf meine Kosten, in 900 Zeitungen erscheinenden Inserate bin stets mit ca. 2500 kapitalkräftigen Reflektanten aus ganz Deutschland und Nachbarstaaten in Verbindung, daher meine enormen Erfolge, glänzenden und zahlreichen Anerkennungen. Altes Unternehmen m. elgenen Bureaux in Dresden, Leipzig, Hannover, Köln a/ Rh. und Karlsruhe( Baden). u. meine hier i. D. pat. Neuheit. Wasche mit LUHNS wäschtam besten Ein tüchtiges Mädchen bom Lande in chriftlichen Haushalt gesucht. Plodstraße 14 I. Gießen. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Gartenstraße 2,( 3immer Nr. 2) Es find zu vermieten: 1 Wohnung. von 6-8 Zimmern 6 " 4 " " 6 " 4 " 3 " " 3 2 " " 1 Wohnung von 1 Zimmer, 2 unmöbl. oder möbl. Zimmer 2 Läden mit Wohnungen, 1 Werkstätte. Zu mieten gesucht: 48 Wohnungen von 1-7 Zimmern. 26. Lahntal- Sängerbundesfest zu Giessen vom 7. bis 9. Juli 1906. Festgebende Vereine: Gesangverein ,, Harmonie", gegründet 1846 Gesangverein ,, Heiterkeit“, gegründet 1878 ,, Bauer'scher Gesangverein", gegründet 1864 Gesangverein ,, Gemütlichkeit", gegründet 1885 Festplatz: Oswaldsgarten. Samstag, den 7. Juli: Abends 7 Uhr: Zapfenstreich durch die Stadt. Abends 8 Uhr: FEST- PLAN: Eröffnungsfeier mit Konzert- und Gesangs- Vorträgen. ( Massenchöre der Gießener Gesangvereine.) Sonntag, den 8. Juli: Morgens 6 Uhr: Wedruf. Von morgens 72 Uhr ab: Empfang der auswärtigen Bundesvereine an der Bahn und Einzug in die Stadt mit Musik. Vormittags 9 Uhr: Beginn des Einzelwettsingens der Bundes- Vereine in der Turnhalle des Turnvereins. Vormittags 1112 Uhr: Hauptprobe der Bundesvereine in der Festhalle. Nachmittags 12 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor. Festzug durch die Stadt nach dem Festplatz. Nachmittags von 4 1hr ab: Aufführung der Gesamtchöre der Bundesvereine unter Leitung des Bundesdirigenten Herrn Lehrer Görlach, sowie Vorträge von Einzelchören. Grosses Konzert auf dem Festplatz. Von abends 8 Uhr ab: Konzert in der Festhalle und auf dem Festplat Tanz- und Volksbelustigungen. Montag, den 9. Juli: Vormittags: Spaziergänge durch die Stadt nach Textors Terrasse. Vormittags 9 Uhr: Bundessängertag im Restaurant ,, Gambrinus". Frühkonzert auf dem Festplatze. Mittags 1 Uhr: Festessen in der Festhalle und Konzert. Nachmittags 4 Uhr: Großes Konzert, Tanz und Volksbelustigungen in der Festhalle und auf dem Festplate. Abends 8 Uhr: Turnerische Aufführungen in der Festhalle. Grosses Brillant- Feuerwerk auf dem Festplatz. Die Musik wird ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Großh. Hess. Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter Leitung des Großherzogl. Musik- Direktors Herrn Krauße und der Gießener Fenerwehrkapelle unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Weller. Garderobe und Aufbewahrungsort für Fahrräder auf dem Festplatz. Jurplay an der Lahn. Eintritts- Preise. Familiendauerkarte: mit 2 Beifarten( für 3 Personen) 3 M., im Vorverkauf 2,75 Mt. Weitere Beikarten 50 Pfg.( Söhne über 17 Jahre haben besondere Eintrittskarten zu lösen.) Einzelbauerkarte: 2 f. im Vorverkauf 1,75 Mt. Tageskarte: 1 Mt. Einmaliger Eintritt 50 Pfg. Die Karten berechtigen zu allen Veranstaltungen auf dem Festplatz. Für das in der Turnhalle des Turnvereins stattfindende Wettsingen sind besondere Eintrittskarten zu lösen. Der Eintritt beträgt für Inhaber von Dauerkarten 50 Pfg., für andere Teilnehmer 1 Mt. Bekanntmachung. Arbeitsvergebung. Wegen des vom 7. bis 9. Juli 1906 dahier statt- Für den Um- und Erweiterungsbau der findenden Bundes- Sängerfestes, wird die Verbindungs- Franenklinik zu Gießen werden folgende Rohbauftraße zwischen Kirchstraße und Neustadt, entlang arbeiten und Lieferungen unter Zugrundelegung des der Gail'schen Besitzung, für 7., 8. und 9. Jult für Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich den öffentlichen Verkehr gesperrt. Gießen, den 7. Juli 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Jurplay a. d. Lahn. Gelegentlich des 26. Lahntal- Sängerbundesfestes: Kinematograph Steiner bestrenommiertestes Unternehmen dieser Art. ausgeschrieben. Los I. Erd- und Maurer Arbeiten, darunter: 270 cbm Bruchsteinmauerwerf, 825 cbm Backsteinmauerwerk, 110 qm Lungsteinverblendung, 890 qm Façadenverblendung mit roten Verblendern II. Sorte, 90 cbm Schlackenbeton 2c. Los II. Lungsteinlieferung: 20 cbm Lungsteine. Los III. Sandsteinlieferung: 56 qm rote Sandsteinberblendung. Viele goldene Medaillen, erste Preise, höchste Anerkennungen viele Dankschreiben. DIANA Hunde- Brot DIANA erstklassig Fahrräder, ist das Hundefutter der Zukunft. Von Tierärzten u. angesehenen Kynologen bestens empfohlen. direkt von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65 an. Zubehörteile, prima Mäntel von ca. Mk. 4 Luftschläuche von Mk. 2.80 an. Los IV. Sandsteinlieferung: 57 cbm graugrüne„ Diana"-Geflügelfutter Reparaturen Sandsteine. Los V. Zimmerarbeiten, darunter: 56 cbm Tannenholz, 2300 lfdm Holz abzubinden, 70 lfdm Holzgesims. U- Eisen. Täglich während der Festtage hochinteressante Vorstellungen Los VI. Trägerlieferung: zirka 20000 kg T- und Ausbruch des Vesuvs, Neapel 2c. 2c. Eigene Aufnahme vom Oberhessischen Trachten fest in Butzbach und viele andere Sensations Neuheiten. Unser Pracht- Etagen- Karussell modern eingerichtet mit feenhafter Beleuchtung, steht an allen Festtagen auf dem Juxplatz zur freundlichen Benutzung. Für Groß und Klein beste Gelegenheit zum Amüsement. Um gefl. Besuch bittet - Der Besizer: Edmund Holland. Gieken, Schützenstraße 14. Los VII. Großschlosserarbeiten: 950 kg Anfer, Slammern, Schrauben 2c. Los VIII. Dachdeckerarbeiten: 470 qm Schieferbedach ung mit Schalung. Los IX. Spenglerarbeiten: 70 lfdm Dachrinne, 115 Ifdm Abfallrohr, 10 qm Einkastelungen 2c. Los X. Blizableiteranlage. 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Nr. 157 Rebaltion u.Hau für Fe Enthält Gaifon Der Mensch langen nach Ab Wenn die Sonne unferen vier Pfä Mußeflunden be Tropen machen. immerhin ein ge nicht eigen, und wohl fühler und daß frog der Abf Au verbringen, fi Nachmittag, und Schattengängen ei mit Reit und Gel Stüdchen in die 2 Temperatur wo a In den Zeiter verständlich, daß d daß fie mittun. anitrengen, den M vergessen Sie do Schönheit und A Salt aebieten, fon die schönen Frauer treue ist es also e tragen: Was ziehe mit Recht für die freilich fann man Leinen nicht nachr womit gefagt ist, i läkt, aber auch un warme nicht bind Mode nach solchen und so werden fie das schlanken Erfd glatt, alio tellig g feben. Diese fann eine bis über die Lange Jaden passer gleichzeitig die Rob born mit einer We aroten Muitern ge Welle, die freilich reidt, läuft der Spachtelfriderei ent furzer Shamlfrage auf, vor allem in fich ein Bolero, de Mermel reichen bia Aufschlägen aus Taille spannt sich macht die Bluse eignen fich für de ein Seebad, so lea welche trot Meere grave Boileröde, weiße oder rofa B wie hellblaue Ba weniger empfindlic auch vornimm m Bequeme Teilzahlungen! Was mit Hebel- An Dampf Wri Wäs Na Fahr Zubeh Wilh Klein Prospekte gratis!