Rr. 287. Bobaktion u. Daupterpebition: Gießen, Seltersweg 89. Fernsprechenfchluk Nr. 362. Donnerstag, den 6. Dezember 1906 Gießener 15. Jahrgang Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Neueste Nachrichten ( siehener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Beglar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Guthit alle amtlichen Betontmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Eroßh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Geldteuerung. Die Armut in den Städten tommt von der großen Powerteh", sagt Entspekter Bräfig in Frizz Reuters " Ut mine Stromtid". Der wackere Inspektor hat ganz recht ge= babt und ist sicher der Meinung gewesen, eine verblüffende Wahrheit gefunden zu haben. Jedenfalls ist es von altersber und bis auf unsere Tage den Gelehrtesten nicht besser gegangen als diesem Vorbild prächtiger Schlichtheit, daß sie glaubten, eine Frage gelöst zu haben, wenn sie sie anders formulierten. Unsere Gelehrten begnügen fich freilich in der Regel nicht damit, ein deutsches Wort durch ein Fremdwort zu übersehen. Ihre Umschreibungen nehmen einen weiteren Umweg, ziehen die entlegensten Dinge in die Erörterung hinein. Hätten fie die Verquirlung nicht erst vorgenommen, so hätte man die Klarheit sofort, die natürliche Durchsichtigkeit wäre garnicht gestört worden. Ganz besonders die Herren Nationalökonomen find es, bei denen man solchem Verhalten am häufigsten begegnet. Sie suchen für alles nach einer festen Formel, und gerade die wirtschaftlichen Verhältnisse, die ihrer Natur nach flüssig find, widerstreben der festen Formel. Die Gelehrten der Nationalökonomie find übrigens nicht allein daran Schuld, daß ihre Wahrheit so oft versagen muß. Der Fehler liegt nicht selten an denen, die ungebührliche Fragen stellen. Aber auch die flügften und praktisch erfahrenen Lente fönnen in die Notwendigkeit versetzt werden, auf Fragen, die nicht zu beantworten find, Bescheid zu geben. Wenn eine Frage immer und immer neu gestellt wird, so muß von zuständiger Seite die nüchterne und ernüchternde Antwort erfolgen, damit nicht die Charlatane fich der Sache bemächtigen und Verwirrung und Unheil stiften. Die Charlaiane find ohnehin überall schnell zur Hand. Da es ihnen auf Wahrbeit und Ergründung nicht ankommt, da ihre Wissenschaft die Einbildung und ihre Argumentation die Phantasie ist, so brauchen fie auf Studien und Ermittelungen teine Zeit zu verlieren, sondern können frisch darauf los Rat geben, Ausfunft erteilen, Fragen lösen." Sie haben für jede Frage zu jeder Zeit die Lösung" zur Hand, selbstverständlich eine ganz untrügliche und unter keinen Umständen versagende Lösung. Das Geld ist in Deutschland teuer geworden, der Kredit fostspielig. Der Bankzinsfuß in seiner ungewöhnlichen Höhe beweist das. Sofort ist die Frage" da: woher kommt die Kredit- Teuerung?, und an die Frage schließt sich sofort die Erörterung, in der jene Magier zumeist das große Wort führen, jene Magier, die ihre Kunde nicht aus Erkundigungen, sondern aus der Tiefe ihres Gemütes, aus der vierten Dimension, aus den unendlichen Lücken ihrer Bildung schöpfen. Auch die Nationalökonomie hat ihre Magier, sie ist sogar ein besonders beliebter Tummelplatz für ihre Künste, weil die wenigsten Menschen von nationalökonomischen Dingen eine genaue Kenntnis haben urd deswegen der Jrreführung am leichtesten ausgesetzt sind. Es wird nicht lange mehr dauern, and man wird une erzählen, daß die Goldwährung unsere Kreditteuerung veranlaßt be, und nur die Doppelwährung uns helfen könne. Das französische Beispiel beweise das. Frankreich hat die Doppelwährung, Frankreich zahlt seine Noten in Silber aus, Frankreich hat keine Kreditteuerung also brauche man nur die in Frankreich vorhandenen Prämisse auf uns zu übertragen, und wir würden alsbald die segensreichen Folgen spüren, den billigen Kredit haben. Unter solchen Umständen ist es von dem ReichsbankDirektor Dr. Koch sehr verdienstlich, daß er Gelegenheit genommen hat, sich recht ausführlich über die Geldverteuerung auszusprechen. Gerade weil er nichts neues darüber vor= tragen konnte, gerade weil die einfachen Wahrheiten, die allein vorzubringen und in Erinnerung zu bringen waren, sich nicht wesentlich über den eingangs zitierten Ausspruch des Inspektors Bräfig erheben- daß die Armut in den Städten von der großen Powerteh herkomme gerade deshalb ge= hörte eine gewisse Selbstüberwindung dazu, mit der Wiederholung der schlichtesten Wahrheiten vor die Deffentlichkeit zu treten. Die Geldteuerung fommt von der Geldnappheit, und die Geldknappheit rührt daher, daß unsere industrielle Regsamkeit größer ist, als das angesammelte ersparte Kapital. Unsere Industrie blüht, unsere Industrie dehnt sich aus, beginnt täglich neue Unternehmungen, die immer neues Geld fordern. Kein Wunder, daß das Geld knapper und damit teurer wird. Wir haben nicht einmal Ursache, über die Erscheinung zu klagen. Ganz ficher tönnte uns feine Silberwährung helfen, die nur den deutschen Kredit im Auslande erschüttern und schmälern, das Ansehen der Reichsbanknote gefährden würde. Frankreich iſt reicher als wir, viel reicher, besitzt demgemäß viele ausländische Papiere und bekommt demgemäß die Goldzinsen ins Land. Gleichwohl steht seine Industrie hinter der unseren zurück, verlangt also weniger Geld. Selbstverständlich hat Frankreich auch andere Geldmarktbedingungen als wir. Diese Be dingungen find zum Teil günstiger als die unsrigen. Wir haben aber keinen Anlaß, uns darüber zu beklagen. Hat Frankreich den größeren gegenwärtigen tum, so haben wir die bessere Grundlage zukünftigen Reichtums. Deutscher Reichstag. ( 134. Sizung.) - CB. Berlin, 5. Dezember. Der Reichstag, erheblich schwächer besetzt als in den letzten Tagen mit den Kolonialdebatten und der Verweisung der Kolonialforderungen in die Kommission ist auch ihre Anziehungskraft vorüber beschäftigte fich heute mit den beiden Boleu- Juterpellationen, - bon benen die eine von den Polen, die andere vom Zentrum eingebracht ist. Die erste verlangt vom Reichskanzler Abhilfe dagegen, daß auf Grund von Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches Eltern solcher Kinder, die im Religionsunterricht nicht deutsch antworten, das Erziehungsrecht entzogen wird. Die zweite begehrt vom Reichskanzler Abhilfe dagegen, daß in Preußen polnischen Kindern der Religionsunterricht nicht in der Muttersprache erteilt wird und daß Kinder, die nicht deutsch antworten, in Fürsorgeerziehung gegeben werden. allein Der auf der Ministerbant anwefende Staats. sekretär des Reichsjustizamts, Dr. Nieberding, er flärte, beide Interpellationen sofort beantworten зи wollen. Zur Begründung der ersten Interpellation erhielt darauf Propst Dr. von Jadczewski, Pole, das Wort. Es ist ein Naturrecht der Völker, betonte er in längeren Ausführungen, ihre Nationalität zu wahren. Dazu gehört vor allem die Erhaltung ihrer Muttersprache. Den Polen ist die Erteilung des Religionsunterrichts in polnischer Sprache durch die Verfassung gewährleistet. Weiter schilderte der Redner die Gewissensqual der Eltern, die ihnen durch die mit den Geboten ihres Volkes und ihrer Kirche unverZum einbaren Forderungen des Staates bereitet werde. Schluß erklärte er, der Schulstreik werde noch lange dauern, wenn die preußische Regierung nicht Entgegenkommen zeige. Wolle die Regierung den Religionsunterricht nicht in polnischer Sprache erteilen lassen, so möge sie diesen Unterricht der Kirche überlassen. Alsdann begründete Abg. Glowaziy vom Zentrum die zweite Interpellation, indem er ausführte, der Religionsunterricht müsse in der Muttersprache erteilt werden; nur. in dieser könne man zum Herzen sprechen. Selbst in Südwestafrika werde der Religionsunterricht in der Hererosprache erteilt. Unter dem Widerspruch der Polen verurteilte der Redner die großpolnische Agitation. In Oberschlesien trete der Schulstreik einstweilen nur vereinzelt auf. Die auf ihn abzielende Agitation werde aber immer neue Nahrung erhalten, wenn die Regierung den Religionsunterricht nicht in der Muttersprache erteilen lasse. Die nun folgende Antwort des Staatssekretärs Dr. Nieberding war furz. Die Erklärung der Regierung. Die Interpellanten, betonte der Staatssekretär, haben sich darüber beschwert, daß die preußische Regierung den Religionsunterricht in deutscher Sprache erteilen läßt. Das ist Sache der preußischen Regierung, dagegen kann der Reichsfanzler nichts tun. Auf die Zwischenrufe„ Er ist doch auch preußischer Ministerpräsident", erwidert der Staatssekretär, daß er als solcher nicht interpelliert worden sei. Ferner be= tonte er, den Eltern stehe allerdings das Recht auf Erziehung zu, aber dieses private Recht habe seine Grenze in den Normen des öffentlichen Rechtes der Bundesstaaten. Der Reichskanzler darf in dieses Recht Preußens nicht eingreifen. Was die Fürsorgeerziehung anbelangt, so ist sie Sache der Verwaltung. Wenn die Eltern glauben, Grund zu Beschwerden darüber zu haben, so mögen sie sich an die vorgeschriebenen Justanzen wenden. Die Regierung hat nichts damit zu tun und das preußische Justizministerium hat keine Verfügung in dieser Angelegenheit erlassen. Die Prüfung der Beschwerden ist lediglich Sache der Vormundschaftsgerichte. In nur sieben Fällen ist Fürsorgeerziehung beschlossen worden, in fünf weiteren schweben die Verhandlungen noch. In diese schwebenden Verhandlungen einzugreifen, lehne die Regierung ab; der preußische Richter ist unabhängig, er wird keine Schritte tun, die mit den Gesezen nicht vereinbar sind. Was die Parteien sagen. Hieraf erklärten die Abgeordneten v. Normann( fons.) und v. Tiedemann( Reichsp.), daß ihre Parteien sich an der Debatte nicht beteiligen würden, weil die Angelegenheit den Reichstag nichts angehe. Der nächste Redner war der Nationalliberale Büsing. Er erklärte, daß seine Freunde mit der Polenpolitik der Regierung durchaus einverstanden seien. Als er weiter bemerkte, daß die polnischen Kinder von den Eltern zu politischen Zwecken mißbraucht wurden, entstand bei den Polen so großer Lärm, daß der Präfident eingreifen mußte. Der Redner erklärte, daß in die schwebenden Verhandlungen betr. die Fürsorgeerziehung nicht eingegriffen werden dürfe, daß aber die Regierung zwar eine rechtmäßige Grundlage für dieses Vorgehen habe, über die Zweckmäßigkeit aber gestritten werden könne.( Hört, hört!) Der Abgeordnete schloß damit, daß seine Freunde sich an der weiteren Besprechung nicht beteiligen würden, da sie die Beschwerden der Antragsteller nicht für begründet erachteten. Er verurteilte das Nach ihm sprach der Sozialist Bebel. Verhalten der preußischen Behörden. In Preußen gehe es immer rückwärts; nicht nur der Religionsunterricht, sondern der Unterricht überhaupt sollte in der Muttersprache erteilt werden. Der Abg. Träger( fr. V.) mißbilligte die Polen politik der Regierung, während Abg. Liebermann b. Sonnenbera( Wirtsch, V.) erklärte. er wünsche. daf fich die Polen mit der Regierung verjoynten; wenn sie abe Gewalt brauchten, würde ihnen mit Gewalt begegnet werden. Auf Zwischenrufe des jugendlichen Abg. Korfanty erwideri der Redner: Sie führen eine Sprache, dihrer Jugend nicht ziemt; worauf Korfanty entgegnet: Alter schützt vor Torheit nicht.( Große Heiterkeit). Nach ihm sprach noch Abg. Gothein( fr. Vg.), der die preußische Polenpolitik im allgemeinen bemängelte. Zum Schluß äußerte fich der Abg. Rollinger( Els.) Politifche Rundschau. Deutfches Retch. * Der Entwurf für den neuen Reichshaushalts- Etat bringt in seinem ersten jetzt veröffentlichten Teil die Ziffern über die Reichspoft, das Eisenbahnwesen und das Reichsjustizamt. r Etat der Reichspost bringt 58 Millionen Mehreinn aber auch 41 Millionen Mehrausgabe. Der Ueberschuß soll 82 Millionen betragen, 17 Millionen mehr als im vorjährigen Etatsjahr. Die Einnahme der Reichs. eisenbahn ist auf 117 Millionen angenommen, 10/2 Millionen mehr als im Vorjahre. * Das großherzogliche Staatsministerium in Mecklen burg- Schwerin hat die Akten über die Ausweisung des Schuhmachers Friedrich Wilhelm Voigt, des Hauptmanns von Köpenid", aus Wismar eingefordert. Eine MinisterialKommission wurde mit einer Untersuchung beauftragt. * In der Budgetkommission des Reichstags begann die Beratung der beiden Nachtragsetats für Südwestafrika. Bei der Verhandlung äußerte fich Gouverneur von Lindequist über die Lage des Aufstandes. Mit Hilfe der rheinischen Mission hätten fich bis jetzt 14-16 000 Herero ergeben, in der Beruhigung des Nordens ist damit ein großer Fortschritt Die eingetreten. Sie sollen zur Arbeit erzogen werden. Dvambo wolle man vorläufig in Ruhe lassen, bei den Otavi müßten aber Stationen angelegt werden wegen der Minen. Im Süden ständen die Dinge weniger gut, 8000 Mann Schutztruppen seien auch nach dem 1. April 1907 im Schuhgebiet noch nötig. Der Gouverneur hofft auf eine günstige Entwicklung Südwestafrikas. Oefterreich- Ungarn. * Jm Budgetausschuß der österreichischen Delegation sprach fich der Minister des Aeußern, Freiherr von Aehrenthal, über Desterreich- Ungarns auswärtige Politik aus und fagte dabei u. a.: Mit Deutschland verbindet uns eine enge Freundschaft, Diese die auf der Gemeinsamkeit großer Interessen basiert. enge Freundschaft bildet nicht allein eine der wesentlichen Bürgschaften des Friedens seit mehr als 25 Jahren, sondern sie tommt überhaupt dem europäischen Staatssystem zugute und wird ich bin davon feft durchdrungen auch in der Zu kunft den günstigsten Einfluß im Sinne einer erhaltenden Politik ausüben. Mein jüngster kurzer Aufenthalt in Berlin und meine Unterredung mit Fürst Bülow haben die erfreuliche Tatsache vollständiger Uebereinstimmung unserer Ansichten ergeben. - Rufeland. ** Nach einer kurzen Ruhepause liegen heute wieder neue Meldungen über die Tätigkeit der Revolutionäre vor, indessen scheint die Bewegung start abzunehmen. Wir verzeichnen folgende Nachrichten: Petersburg, 5. Dezember. 320 Werft von Atkarst ( Gouv. Saratow) entfernt griffen bewaffnete Bauern einen Güterzug an und plünderten drei Wagen, die KolonialDie waren, Schuhwaren und Hüte enthielten, aus. Räuber Gatten den Zug durch falsche Signale zum Stehen gebracht. Petersburg, 5. Dezember. Der Gehilfe des Stadtteilaufsehers Scheremetew, welcher nach dem Pogrom in Bialystok von dort nach hier versetzt worden war, wurde heute vormittag an der Fontanka von einem Arbeiter tödlich verwundet. Der Täter erschoß sich Hierauf selbst. Kleine politifche Nachrichten. Dresden, 5. Dezember. Die Europäische Fahrplan fonferenz tagt hier unter dem Vorsitz des Generaldirektors der sächsischen Staatsbahnen, v. Kirchbach. Etwa 160 Eisen: bahn- und Schiffahrtsverwaltungen find vertreten. Die Ver handlungen find nicht öffentlich. Paris, 5. Dezember. Gegen den Matin" und das Journal" ist auf Veranlassung des Ministerrates Straf berfolgung wegen Veröffentlichung gerichtlicher Aktenstücke eingeleitet worden. Es handelt sich um die neu auftauchende Sybeton- Affäre. Baris, 5. Dezember. Der Generalstabschef des 9. Armeetorps Daru in Tours gab seine Entlassung, um dadurch gegen die Verwendung von Truppen bei den Kircheninventarauf. nahmen zu protestieren. Rom, 5. Dezember. In Grossetto wurde ein Mann verhaftet, welcher die Befestigungen von Talamone photographierte. Der Verhaftete soй ein deutscher Hauptmann sein. Die Sache mit dem deutschen Hauptmann" flingt sehr unwahrscheinlich. Es wird wohl auch ein„ falscher Hauptmann" sein. 6. 83. m ht ie ir ter 1332 ent மீக ng a m. bestanden haben, hier bes fleinen Poems feine Talentprobe vielleicht nur schlecht Bublifum irgend eines großen Theaters würde der Autor aber erzielte er einen tiefen und ranfchte ber Vorhang ber Batienten verfaßt, nahm feinen Anfang. fchlichtes, aber finniges Gespiel, von einem schriftstellernben Vor dem fritischen e Söße und ein felnen Füßen fleht. vergessenen Kusse. Augen fich fest und sehnend in die baß fie für einen Moment an seine Lippen den thrigen begegneten im Homnu G26 noch Traum, feinem Halse hing, seinen sentten wie ein ersten, langen, weltund daß caß ihre Ich war am nächsten Nachmittage standen wir an dem artige Schauspiel wohl eine Stunde lang. Fenster des großen Saales im ersten Stockwert hell erleuchtet. bon weitem lustige Musik von dort erschallen und sahen die Bei unserer Rückkehr nach dem Gasthof hörten wir schon einverstandenfall und bewunderten bas großble teine Gestalt, eš war alles ba. Mux cable Gesamt batten garnichts Boetiſches an fich in feiner Mube Stären und filte genaue Betrachtung start gerötete, bide Geficht und diese vollen, fetten Sänbe erscheinung hatten wir uns doch ganz anders gedacht. Dieses feiner Berson Aber Jbsen Iteß Fic ojam nich burch im mindesten Hof und Gefellschaft. Die vorläufige Beisehung des Prinzen Karl von Baden findet am Freitag im Mausoleum zu Karlsruhe statt. Nach dem Wunsche des Verstorbenen soll die Trauerfeier möglichst einfach gehalten werden. Später werden die irdischen Ueberreste des Prinzen auf einer seiner Befizungen definitiv beigesetzt werden. ** - Ein Erlaß des Fürsten Karl Günter zu Schwarzburg- Sondershausen beauftragt und bebollmächtigt das fürstliche Ministerium, während seiner Erfrantung alle seiner Beschlußfassung unterliegenden Regierungsangelegenheiten im Namen des Fürsten zu erledigen. *** Auf einer Jagd bei Arronches wurden der König und der Kronprinz von Portugal von einem gehezten Eber angegriffen. Des Königs Pferd wurde getötet, der König tam jedoch ohne Schaden davon. Der Kronprinz entging ebenfalls wie durch ein Wunder einem gewaltsamen Tode. Marquis Deferra und Graf Demelza wurden ernstlich verwundet, drei Treiber getötet. Deer und flotte. Große Unterschlagungen von Uniformstüden und Proviant find in dem Ulanenregiment Nr. 16 in Salzwedel aufgedeckt worden. Eine Anzahl Verhaftungen ist bereits erfolgt. Desgleichen erfolgten mehrfache Beurlaubungen von Offizieren. Ein Kriegsgerichtsrat ist zur weiteren Untersuchung in Salzwedel eingetroffen. Auch gegen die in Gardelegen liegende zweite und fünfte Schwadron des Regiments ist die gleiche Untersuchung eingeleitet. Die Unterschlagungen wurden durch anonyme Briefe an das zuständige Generalkommando aufgedeckt. Winterreise der aktiven Schlachtflotte. Vom 9. bis 16. Dezember wird die aktive Schlachtflotte eine Winterreise nach den nordischen Gewässern antreten. Ein neues Tauchboot hat Holland, der bekannte Erfinder des nach ihm benannten Unterseebootes erfunden. Das neue Boot wird, wie Holland behauptet, eine völlige Umwälzung in der Seekriegführung bewirken. Es wird die feindlichen Kriegsschiffe mur feeuntüchtig und unlenkbar machen, ohne fie jedoch zu zerstören, so daß vor allen Dingen die furchtbaren Opfer an Menschenleben vermieden werden würden. Er verfichert, eine Flottille seiner Tauchboote würde einen unblutigen Sieg über die stärkste Panzerflotte der Welt erringen. Die Techniker des amerikanischen Marineministeriums prüfen bereits die neue Erfindung. Nab und fern. + Museumsdiebstahl. Aus der Münzsammlung des Düsseldorfer historischen Museums wurden 28 foftbare Münzen im Werte von etwa 4000 Mark gestohlen. Der noch un entdeckte Dieb hat sich vermutlich nachts im Museum einschließen lassen und ist morgens mit seinem Raub verschwunden. † Erdrutsch am Kyffhäuser. In der Nähe von Frankenhausen ist durch eine im Erdreich plötzlich entstandene Spalte ein etwa 20 Meter hoher Baum von der Erde verschlungen worden. Die Senfung hat sich nach unten trichterförmig erweitert; man schäßt die Tiefe auf 30 Meter. Das Rohr des Wasserwerks wurde zerstört, man befürchtet den Einsturz eines benachbarten Hauses. Absperrungsmaßregeln wurden getroffen. † Für die Opfer von Annen. Der neue Chef der Kruppschen Werke, Krupp von Bohlen und Holbach, und seine Gattin, stellten für die durch die Roburitexplosion in Annen Geschädigten 20 000 Mark zur Verfügung. Das Kruppsche Gußstahlwerk in Annen stiftete die gleiche Summe. Geheimrat Mendelssohn Bartholdy in Berlin spendete 10 000 Mart. = † Ein Deserteur niedergeschossen. Ein Deserteur, der in die Kaserne in Hamburg zurückgebracht wurde, suchte zu entfliehen. Der begleitende Unteroffizier gab drei Schreckschüsse ab. Als der Deserteur weiter floh, schoß der Unteroffizier dreimal scharf. Eine Kugel durchbohrte den Flüchtigen auf der rechten Seite vollständig. Er brach zusammen und wurde ins Militärlazarett gebracht. Die Wunde scheint tödlich zu sein. † Raubmörder Hennig hingerichtet. Das Verbrechen, das der Lederarbeiter Rudolf Hennig am 4. Dezember v. J. nahe Berlin verübt hatte, hat endlich seine Sühne gefunden. Hennig ist gestern früh in Plößensee Hingerichtet worden. Bis zum letzten Augenblick hat der Mörder um seinen Kopf gefämpft. Als ihm die Hinrichtung angekündigt wurde, reichte er nochmals ein Wiederaufnahmegesuch ein, das aber abgelehnt wurde. Hennig verbrachte die letzte Nacht in größter Unruhe, spielte den wilden Mann und war für den Trost des Geistlichen unzugänglich. Bis zu seinem letzten Augenblicke leugnete er und sträubte sich gegen die Vollstredung; erst als das Urteil verlesen und er zum Richtblod geführt wurde, verließ ihn die Kraft, und ganz gebrochen mußten ihn die Gehilfen auf die Richtbank legen. In zwei Minuten war die Exekution zu Ende. + Ein Veteran des Zuchthauses ist der 75 fährige Johann Ollesch aus Krastau in Oberschlesien, der dieser Tage im Buchthaus in Brieg starb. Der Verstorbene hatte bis zum Zahre 1901 nicht weniger als 43 Jahre 7 Monate im Zucht, hause und 3 Jahre 6 Monate im Gefängnis zugebracht. Am 15. Mai ds. Js. wurde er von der Straffammer in Kreuzburg wegen schweren Diebstahls zu weiteren 6 Jahren Buchthaus verurteilt, zu deren Verbüßung er der Strafanstalt in Brieg überwiesen worden war. † Der Eisenbahnunfall von heute. Hinter dem Schlesischen Bahnhof in Berlin fuhr ein Zug in eine Stredenarbeitertolonne und tötete drei Arbeiter, während einer schwer verlegt wurde. Die Arbeiter konnten wegen des Herrschenden Nebels den Zug nicht sehen; auch den Zugbeamten blieben die Arbeiter unsichtbar, bis der Zug in die Kolonne hineingefahren war. † Gräßliche Todesart. In einer Wachsfabrik in Mainz Hürzte der 15jährige Arbeiter Jakob Hellwig aus Brezzenheim in einen Kessel siedenden Wachses und wurde schrecklich ver brannt. Der Verunglückte lag bis zum Hals in der kochenden Maffe, sodaß sein ganzer Körper mit furchtbaren Brand wunden bedeckt war, obgleich man ihn sofort herausziehen konnte. Bei vollem Bewußtsein wurde der Aermste nach dem Rochusspital gebracht, wo er einige Stunden später unter entsetzlichen Dualen seinen Geist aufgab. † Dem ficheren Tode entronnen. Auf der Station Erdbergerlände bei Wien fam ein Schaffner beim Rangieren zu Falle, und der ganze Zug, der aus Lokomotive und fünf Waggons bestand, ging im langsamen Tempo über den Körper des Schaffners. Die Situation des Mannes, der bei vollem Bewußtsein war, war die denkbar schrecklichste, aber der Zug ging über ihn, ohne ihm Verlegungen zuzufügen Kreuzstern † Ein Denkmal Kaiser Karls des Großen wurde in Wien am Petersplatz durch den Erzherzog Leopold Salvator in Vertretung des Kaisers Franz Joseph enthüllt. Bei der Feier waren zugegen der Minister des Innern Frhr. v. Bienerth, der Kultusminister Dr. Marchet, der Statthalter und die Spigen der Zivil- und Militärbehörden. † Mann über Bord. Den Seemannstod gefunden hat der Matrose Wilhelm Schulz vom Torpedoboot S. 120". Das Fahrzeug befand sich bei schwerem Wetter auf einer Uebungsfahrt in der Ostsee, als einige Meilen von Saßniz entfernt der am Deck beschäftigte Matrose plötzlich über Bord fiel. Der Leutnant z. S. Georg Schmidt sprang sofort dem Verunglückten nach, ohne sich zuvor seines Delzeuges und der Stiefel zu entledigen. Leider blieb dieser Akt der Selbstaufopferung ohne Erfolg. Der Matrose konnte bei dem hohen Seegang nicht gerettet werden, während es gelang, den tapferen Offizier wieder an Bord zu holen. Bunte Cages- Chronik. Berlin, 5. Dezember. Vor einem Hause der Kaplerstraße erschoß der Steinträger Albert Struve seine Ehefrau und dann sich selbst. Seit längerer Zeit lebte das Strubesche Paar in Ehescheidung. Die Frau wollte von einem weiteren Busammenleben mit ihrem Manne nichts wissen, da sie bei ihm unter brutalen Mißhandlungen zu leiden hatte. Hamburg, 5. Dezember. Gestern abend wurde der Kauf mann Hermann Detgen von seiner früheren Buchhalterin er. schossen. Das Mädchen tötete sich darauf selbst. Newyork, 5. Dezember. Aus Clifton wird gemeldet, daß durch einen Dammbruch etwa die Hälfte der Stadt zerstört und 18 Personen ums Leben gekommen seien. GO GGGGG Abonnementspreis für den Monat nur 45 Pfennig o bei freier Zustellung. Alle Inferate werden in vorliegender Zeitung unter Cext gestellt, darum auch weit besser beachtet, als wenn solche auf ganz mit Inseraten bedeckten Seiten stehen. Gerade jetzt vor Weihnachten ist das für die verehrl. Geschäftswelt wertvoll und Itegt das regelmäßige Annoncieren in vorliegender Zeitung speziell mit im Interesse der Inhaber offener Ladengeschäfte. Die Preise sind äußerst niedrig. Cokales. - ** Prinzessin Friedrich Karl von Hessen einen Bes abzustatten. Wegen des Ablebens des Prinzen Karl Baden ist auf Allerhöchsten Befehl eine Hoftraut bom 3. bis zum 10. Dezbr. einschl. angeordnet worde * Am 10. November d. J. wurde der Station diener in der Hessisch- Preußischeu Eisenbahngeme schaft Franz Samstag zu Eberstadt wegen schwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Dezbr. 190 an in den Ruhestand versetzt. p. Mittwoch, den 12. d. M., vormittags 9 lbr b ginnend, findet eine Sigung des Provinzial- Au schusses der Provinz Oberhessen mit folgender Tage Ordnung statt: 1. Wirtschaftsbetrieb des Peter Wate famp zu Gießen, Steinstraße 76; hier Antrag Fifen- un r Gemartung mals Schürfu ein unbefrie Attiengesellicho der Bemarfu men, die mehr Stefe bon 10 m ager 3ur be hung des Waf Lusgrabungen mit feftem gefördert. Das Dün& Konzessionsentziehung. 2. Heranziehung der g, bem 2. G meinden zu den Kosten des Geländeerwerbs für d Nebenbahn Butzbach- Lich. * Gefechtsschießen mit scharfer Munition hält das Kaiser Wilhelm- Regiment Nr. 116 im Gelän zwischen Alten- Buset, Daubringen, Trais- Lumda un Großen- Bused, vom 7. bis 14. Dezember ab. bon Bertreter ter Borfig de nd. Der b Genehmigung far. Danadi fol her Gießener burch einen b oder Anfan Zahl der A dt, um aud Dineberge die anen. Sm te der Bauborf wichtigere Bor die Tatsache, en habe und *** Zu der am Sonntag abgehaltenen lle bune der Sanitäts- kolonnen werden uns noch nad stehende Einzelheiten mitgeteilt: Sonntag Nachmitta 2 Uhr fand in der Nähe Daubringens eine gemein schaftliche Uebung der Gießener Freiwilligen Sanität Kolonne und der Gießener Eisenbahn- Sanitäts- Solonn statt. Es wurde angenommen, ein Zug set unwe Daubringens entgieift und und die Mannschaften hätte die Aufgabe, den Verwundeten schnell die erste Hül zukommen zu lassen und sie dann so rasch wie möglic mittelst eines Sanitätszuges nach Gießen zu bringer Trotz der Schwierigkeit des Geländes waren die Be wundeten schnell verbunden, den steilen, schlüpfcige Abhang hinauftransportiert und in die bereitstehenden provisorisch von den Mannschaften zu Krankentranspon wagen hergerichteten Waggons verbracht. Aus de මඉම ** Vereine ei e neue leben antart Wil Fragen und 6 tern und Die Zeit Entwickelung : Der Vorfta ſtellt feft, titretenden b Arbeitslöhne, Ruhe und Sicherheit, mit der die Mannschaften und des Berei arbeiteten, darf man schließen, daß sie auch im Enſt Eelin zu einer falle mit der gleichen Umsicht tatkräftig eingreifentlicher Grörte werden. Zu der llebung hatten sich zahlreiche Gifte auf wohner von Daubringen und Lollar eingefunden, sowie Mitglieder der Freiw. Sanitäts- Kolonne Marburg. Das Regierungs- Organ, die" Darmstädter Zeitung", bringt in legter Nummer einen Erlaß des Großherzogs betreffs der Vervollkommnung der Für sorge für Säuglinge und Wöchnerinnen. In Eingange des unterm 4. Dezember datierten Eclasses heißt es: Die heute vollzogene Taufe des Erbgroßhung herzogs, Unseres geliebten Stindes, veranlassen Mich und die Großherzogin, Meine Gemahlin, dem Gedanken des Ausbaues der Fürsorge für Säuglinge und Wöchnerinua sowie für Schwangere aus den unbemittelten Ständen durch Schaffung einer unter Unseren besonderen Schus zu stellenden Zentrale für Säuglingspflege und Mutte schut näherzutreten. * Der Großherzog besuchte gestern Vormittag mit dem Prinzen Gitel Friedrich von Preußen das Hessische Landesmuseum. Um 11 Uhr fuhren dann beide in Begleitung des Generals der Kavallerie von Scholl, General Adjutanten des Kaisers, im Automobil nach Frankfurt a. M., um dort dem Prinzen und der Nur 10 Pfennig * Ein schöner Zug. Am Denkmal der ber storbenen Prinzessin im Herrngarten find Sträußchen von Veilchen und Maiglöckchen niedergelegt worden ein sinniges Zeichen dafür, daß man an dem frohen Tage der Taufe des Erbgroßherzogs unser Prinze chen" nicht vergessen hat. * der Preise fü erhöhten A der 3 den Verleger Erhöhung der intreten zu Der hiesigen brot Brot Barnbrot 1 bon der auswärtigen gr.( 2 Bfb.) M Dern II., Gr. Beber, Heuch Beißel, Lang- Gör Bn, Aulendo Bahnbauten. Der Kreistag des Kreise Wetzlar behandelte in seiner legten Sigung eingehend die Eisenbahnverhältnisse dieses Kreises. Wir ent nehmen dem Wetzl. Anz. u. a. das Folgende: Dari Kreistag beklagt auf das lebhafteste die jahrzehntelang andauernde Nichtberücksichtigung des Bedürfnisses des Kreises nach weiteren Eisenbahn- Anschlüssen Die Ho nung, daß wenigstens mit der Herstellung einer Staat bahn durch das Solmsbachtal mit der bisherigen Zurücksetzung des Kreises Weglar gebrochen werde, it für dieses Jahr gescheitert, da der Bahnbau in de diesjährigen Nebenbahn- Vorlage wider Gwa ten feme Aufnahme gefunden hat. Der Kreistag gibt aber den festen Vertraueu Ausdruck, daß die Herstellung Solmsbachtalbahn mit dem Anschluß an die Libel, Biefed Usingen- Weilmünster in Grävenwiesbach in der näch Fabel, Wiejed Erinmüller, Gr. din, Klein- Linbe Loft, Wiefed Appel, Krofbor logr.( 4 Bfb.) rg Dern II., Gr. us Süßmuth, St Steinmüller, Gr. benci Bint, Allen Beigel, Lang- G Seint. Weber, Heu jährigen Nebenbahn- Vorlage Berücksichtigung finder Trautmann, werde. Der Kreistag hält eine Weiterführung Linie Grävenwiesbach- Alshausen- Wegla nach Nordes etwa mit der Linienführung Weglar- Aßlar- Bechlinger -Hohensolms- Gladenbach mit Anschluß an die Li Job Appel, Krof ein, Klein- Linde Boft, Wiejed logr.( 2 Bib.) Per Dern II., Gr. Niederwalgern- Herborn für ein dringendes Bedürfninger, Allendo zur Aufschließung des Hohensolmser Landes, dessa Armut den ungünstigsten Verhältnissen in der Gre und dem Westerwald um nichts nachsteht.-- Der Streist e flärte außerdem den weiteren Aufschluß des Süde des Kreises durch die Erbauung einer Staatsbahn b Wezlar nach Buzzbach durch die Bürgermeisterein Schöffengrund und Rechtenbach für geboten. Die Lint ist zwar der Privatunternehmung freigegeben, hat ale faum Aussicht auf Ausführung, da die Bahn nur d Glied des Staatsbahnneges ertragsfähig sein wird, sei denn, daß die Staatsbahnverwaltung sich entschlies im Süden der Stadt Weglar einen besonderen, dem Hauptbahnhofe Wetzlar durch eine staatliche Bahn linie verbundenen Bahnhof zu erbauen, der als Ausgangs punkt der Kleinbahn, oder mehreren stleinbahnen dienen fönnte. foftet das neue, von der Maggi- Gesellschaft in den Handel gebrachte kleine Probefläschchen. Jede Hausfrau, die MAGGI's Würze noch nicht kennt, sollte einen Versuch damit machen. Man verlange aber ausdrücklich MAGGI's 10 Pfg. Fläschchen. Beigel, Lang- G Eleinmüller W Wind . Appel, Krofo Stumpf, Ga Weber, Heu Eleinmüller, Gr Lein, Klein- Lin Bing, Allend Giegen, den Gr Bett.: Die Son Wir brin bas auf Grun 9., 16. und 23 bor Weibnad gehilfen pp bandele geweck ann. Gießen en einen Bringen Star der Gemarkung Geftrich im Taunus wurden schon abgehaltene Versammlung des Kreises 3 des deutschen ine oftmals Schüfungen nach Eisenerze borgenommen, ngeordnet me ein unbefriedigendes Resultat ergaben. Eisen- und Silbererze im Taunus.] die am 2. Dezember im Hotel, Großherzog" zu Gießen De der Stat Eisenbahnge it adt mege om 1. Desbr Durch inftiengesellschaft werden gegenwärtig im Nord in der Gemarkung wieder neue Schürfungen vorgeanen, die mehr vom Glück begünstigt waren. In in Tiefe bon 10 m stieß man auf ein 1 m ftarkes Eisen dlager. Zur besseren Ausbeutung der Erzlager und mittags 9itung des Wassers wird ein Stollen angelegt. Bei Ausgrabungen zur Anlegung einer Dynamittammer folgender ude mit feftem Quarzgestein vermischt Silbererz zu Das Dünbergwetturnen beschäftigte am obinzial hier Antrag Buchdrucker- Vereins( Mittlere Gruppe, umfassend Oberbessen, Reg. Bez. Wiesbaden, den südlichen Teil des Reg.-B. Kassel, sowie vom Reg.- Bez. Koblenz die Städte Braunfels und Wezlar) zugestimmt. Wie wir weiter berichten fönnen, ist in Marburg bereits ein Aufschlag des Abonnements- und Inseratenpreises erfolgt. * Laubach 5. Dez. Der Neubau des Amtsge= richtsgebäudes ist jetzt im Rohbau vollendet. Die seither hier geplante Gaszentrale für zahlreiche Orte der Streise Schotten und Gießen wird wahr scheinlich nicht erbaut, da sich die Orte zurückgezogen - des Peter age gefördert. ziehung deanntag, dem 2. Dezember eine gut besuchte Versamm. haben. eertverbs fum bon Vertretern der Turnvereine des Gaues Hessen, unter Vorsitz des Gaubertreters Helm in Gießen Der vorgelegte Sagungsentwurf, der noch er Munit fand. r. 116 im Genehmigung des Gaues unterliegt, wurde gutgefürchteter, roher, zu jeder Tat fähiger Mensch geschildert. Die Angeklagten stellen heute den Sachverhalt wesent. lich anders dar, als sie in der Voruntersuchung an gaben. Sie hätten sich nur in Notwehr befunden und als Waffe dünne Stöcke gebraucht. * Grebenhain. Diese Woche findet hier Bürgermeisterwahl ftatt. Es gilt als sicher, daß das bisherige Ortsoberhaupt L. Jost widergewählt wird. Frankfurt, 5. Dez. Ueber das mysteriöse Verschwinden des Schweinehändlers Hofmann bon Ulfa war bis heute noch nichts Bestimmtes festzustellen. Soviel ist bekannt: Der Viehhändler Steigerwald hier empfing von einer Bremer Schweinehändlerfirma den Auftrag, einr Sendung von 2 Waggons Schweinen bon ungefähr 250 Stück am hiesigen Markte zu verfaufen. Steigerwald betraute die Händler Mathern und Hofmann mit dem Verkauf. Diese vollzogen den Absatz und Hofmann kassierte bei den Käufern die Kaufbeträge ein. Die nächsten Tage werden wahr. rais- Lumba en. Danach soll das Dünsbergturnen, das seither Bahn Lollar- Grünberg wird in letzter Zeit wieder scheinlich mehr Licht in die Angelegenheit bringen. Bel Sanitäts- Sto ber ab. der Gießener Turnerschaft geleitet wurde, in ZuSaltenen Web unft durch einen besonderen Ausschuß alljährlich Ende en uns no gust oder Anfang September veranstaltet werden. Onntag Madm Zahl der Ausschußmitglieder wurde auf 11 ens eine g rigejetzt, um auch den kleineren Vereinen in der Nähe villigen San Dunsbergs die Möglichkeit zur Mitarbeit gewähren fon nen. Im Anschluß an diese Verhandlungen Zug feite der Gauvorsteher Helm noch einige Mitteilungen annschaften ber wichtigere Vorkommnisse im Gau, er erwähnte ell die erftea die Tatsache, daß der Gau troh des Abgangs rasch wiehrerer Vereine ein Mehr von fünf Vereinen zu verießen zu brzinen habe und insbesondere auch im Vogelsberg waren die mehrere neue lebensfähige Turnvereine entstanden sind. mutur nwart Will verbreitete sich über einige turnehe Fragen und besonders über die Ausbildung von ampfrichtern und das Frauenturnen. Der eilen, Schlüpf Die bereitfteb Scanfentran bracht. Die Zeitungen werden teuerer. die Mannstand des Vereins deutscher Zeitungsverleger trat sie auch im Berlin zu einer Sigung zusammen, in welcher nach fräftig einführlicher Erörterung der Verhältnisse der Zeitungszahlreide lag geschäfte auf Grund der allgemeinen wirtschafteingefunden, den Entwickelung folgende Resolution angenommen nne Marbu wurde: Der Vorstand des Vereins deutscher ZeitungsDie Darmiteleger stellt fest, daß infolge der am 1. Januar 1907 = einen Grla faft tretenden bedeutenden tarifmäßigen Erhöhungen mnung der er Arbeitslöhne, der fortgesetzt bedeutenden Steigemerinnen ang der Preise für alle Materialien und der unausdatierten Gt erhöhten Anforderungen an redaktionelle Ausufe des Gestaltung der Zeitungen die große Mehrzahl der anlaffen Mideutschen Verleger vor die Notwendigkeit gestellt ist, dem Gedankene Erhöhung der Preise für Abonnements und InseDiesem Beschluß hat auch und Wöchnete eintreten zu lassen. mittelten St besonderen& pflege und Dentmal det g find Strä rgelegt wo nan dem f sunser P Stag des Sigung eing Brotpreise bom 2. bis 16. Dezember 1906. Der hiesigen Bäcker. 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Gem. Brot bei: Bfg. Ernst Christ Wiesed Beiß brot 1. Gem.- Brot " " Rorn brot * Müde. Die Fortführung der Marburger Kreisbahn nach Mücke an der Bahn GießenFulda und gegebenenfalls auch nach Londorf an der biel erörtert. Die Strecke von Dreihgusen nach Mücke ist 19,6 kilometer lang, die nach Londorf 13; bei einem beim Ausbau nach Mücke sich möglich machenden Abzweig bei Wermertshausen nur etwa 8 Stilometer. Unmittelbar hinter Wermertshausen kommt man schon auf Darmstädter Gebiet, in dessen an dem Bahnbau beteiligten Gemeinden alles getan wird, um das Projekt zu verwirklichen. Die Gesamtkosten der Strecke Dreihausen- Mücke sind mit 2116 000 M. und die des Abzweigs von Werme tshausen in die Rabenau bei Londorf mit 840 000 m. berechnet. Der Ausbau beider Strecken würde Marburg erstens mit dem Vogelsberg in direkte Verbindung bringen, und zweitens würden die Kreisdöfer Nordeck und Winnen ihrer Kreishauptstadt näher gebracht werden. * Nieder- Ofleiden, 2. Dezember. Der zur Seit be stehende Schwestermangel bedingte es, daß die hiesige Station aufgehoben und Schwester Lydia uns gestern verlassen mußte. ? Nieder Ofleiden, 5. Dezbr. Demnächst wird hier die Bürgermeister wahl vorgenommen. Rus dem Gerichtssaal. Schwurgericht. Gießen, 3. Dezember 1906. Heute verhandelte das Schwurgericht gegen den am 14. November 1872 zu Gießen geborenen Former Karl Luh, der angeklagt ist, am Abend des 19. Oktober dieses Jahres einen der Arbeiter Kolonie gehörigen Strohhaufen vorsätzlich in Brand gesezt zu haben. Der Strohhaufen wurde total vernichtet. Der Verdacht, das Feuer angelegt zu haben, lenkte fich auf Luh, der am Tage vor der Tat und unmittelbar vor Ausbruch des Brandes in der Nähe des Tatortes gesehen worden war. Sofort wurde auf ihn gefahndet, doch gelang es erst nach drei Wochen, seiner habhaft zu werden, da er feinen ständigen Wohnsiz hatte. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, worauf das Gericht ihn zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverluft ber4. Dezember. urteilte. Die heutige Sigung hat sich ebenfalls mit einem Falle vorfäßlicher Brandstiftung zu befassen. Wer Angeflagte Jakob Szczodorski aus Blumenthal wird beeinen Strohhaufen des Landwirts und Bäckers Albert Rupp angezündet zu haben. Die Geschworenen erfannten auf schuldig". Urteil: 2 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust. Damit ist die diesmalige Schwurgerichtsperiode erledigt. § Münchholzhausen, 5. Dez. Der Maurer Friedrich Mampoteng, der am 8. Oktober seinen Vater in der Notwehr tötete, ift vom Schwurgericht Limburg freigesprochen worden. Ebenso sein Veter Ludwig Weller von hier, der gleichfalls in die Sache hineingeschuldigt, am 14. November unweit Ober- Wöllstadts zogen wurde. Die Verhandlung entrollte ein Bild des traurigsten Familienlebens. Dr Vater vertrinkt all seinen Verdienst, die Mutter und die Kinder müssen für alles auffommen und werden dann obendrein vom Vater in der rohesten Weise mißhandelt und vor die Türe geworfen. Der Erschlagene wird als ein, geOlly Colly Jik's ein Kinderbuch Nowy Tonoba mit Bildman won Paul Caan 44 27 Georg Dern II., Gr.- Linden 46 " 54 Louis Süßmuth, Steinberg 46 25 Karl Zinger, Allendorf a. Ld. 46 W. Weißel, Lang- Göns. 50 H " 46 46 75 Heinr. Weber, Heuchelheim 48 23 Gust. Jacoby, Alten- Bused 46 Karl Vost, Wieseck " B 46 " Karl Stumpf, Garbenteich 50 Karl Trautmann, Wiesed. 46", W. Steinmüller Ww., LangGöns Preis vornehm geb. m. 2,50. " 46 11 " 1 2. Steinmüller, Gr.- Linden 46 " " H 26 " Karl Spamer, Reiskirchen 46, Jakob Appel, Krofdorf.. 50" W. Lein, Klein- Linden " 50" " Ser auswärtigen Bäcker. Lilogr.( 2 Bfd.) Weißbrot bei: Freijes. Wit leorg Dern II., Gr.- Linden 25 Folgende: rich Weber, Heuchelheim 27 die jahrzehnt. Weitzel, Lang- Göns. 26 Bedürfnisse ich Binz, Aulendorf a. L. 25 B.. Fab el, Wiesed hlüssen Die Steinmüller, Gr.- Linden 26 lung einer Seir, Klein- Linden 27" nit der bisha Boft, Wiesed brochen we Bahnbau in abb Appel, Krofdorf.. 27 2 log.( 4 Pfd.) Weißbrot bei: Gerg Dern II., Gr.- Linden 50 Der Erwa ten bruis Süßmuth, Steinberg 50 tag gibt abe Steinmüller, Gr.- Linden 52 ie Herstellun incich Binz, Allendorf a.L. 50 luß an die B. Bezel, Lang- Göns sbach in decer. Weber, Heuchelheim 54 ffichtigung Fabel, Wieseck for Trautmann, Wieseck, Job Appel, Krofdorf Weiterführlein, Klein- Linden Bezla na ten Bost, Wieseck Heinr. Binz, Allendorf a. L. 48", 3 Kilogr.( 6 Pfd.) Gem.- Brot bei: W. Fabel, Wiesed. . 27 " 69 " Karl Poft, Wiesed 69 " W " Louis Süßmuth, Steinberg 69 Ernst Christel Wieseck 66 Guft. Jacoby, Alten- Bused 69 Karl Trautmann, Wiesed. 69 " " " " " 52 " 52" " 54 Jakob Appel, Kroidorf 1 Kilogr.( 2 Pfd.) Kornbrot bei: F. Weiß Grününgen 23 Karl Zinser, Allendorf a. Ld. 22 54. Binz, Allendorf a. L. 22" 23 " ⋅ " 54 2 Kilogr.( 4 Pfd.) Kornbrot bei: • " 54 W. Schimmel, Kinzenb. M. 46 " 46 " • Ağlar- Belogr.( 2 Pfd.) Gem. Brot ber Jakob Appel, Krofdorf gluß an die Bag Dern II., Gr.- Linden 23 Heinr. Binz, Allendorf a. L. 44 ngendes Bed Binger, Allendorf a. Ld. 23 er Landes, M- Beizel, Lang- Göns 23 Steinmüller Ww., Lang" Karl Zinker, Allendorf a. Ld. 44 " Heinr. Weber, Heuchelheim 46 " м Kon. Hensel, Gr.- Rechtenbach 46 " 25 Karl Spamer, Reiskirchen. 44 17 M . 24 Karl Stumpf, Garbenteich 44 " " Ferd. Weiß, Grüningen. 46 . " f " Weber, Heuchelheim 24 W. Lein, Klein- Linden 46 " " Steinmüller, Gr. Linden 23 Der Brotverkäufer. " 25 " " f iffen in de Appel, Krofdorf schluß des lo Stumpf, Garbenteich 25 ebt.-- Der er Staatsbah Se e Bürgermeitim, Klein- Linden. Dieselben Preise, wie bei eboten. Die eigegeben, hat die Bahn fähig fein wid ung fidh enti Binz, Allendorf a. L. 24 hiesigen Bäckern. Gießen, den 1. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Sießen. Herberg. n befondera 8. Die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. ine flaatlige B der als Ausga Pleinbahnen hi Bekanntmachung. Sie werden doch nicht so ein Rabenvater sein, Ihren Kindern eine grosse Freude nicht zu gönnen. 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Js., als den 3 Sonntagen Weihnachten, die Beschäftigungszeit des Handlungs. ehilfen pp und die Verkaufszeit für das gesamte bondelsgewerbe bis 7 Uhr abends cusgedehnt werden Ian. Gießen, den 3. Dezember 1906. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Näheres bet Architekt Hamann, Gießen, Bergstraße 11. Zwei sprungfähige Schwinde!, Uebelfeit, Bittern der Simmenthal. Zuchtbullen Glieder uw., beseitige ich ohne Störung von Beruf und Lebens- schön gebaut, von geförten Eltern weise auf Grund 30jähr. Erfahrung. stammend, zu verkaufen. Chemifer Heyden, Altona- Elbe. Friedr. Will, Holzheim. GROSSE Modenwelt TIMK pro Quar tal: Tonangebend! Unerreicht! Riesen- Schnittbogen. Abonnem. bei allen Postanstalt. u. Buchhandl. Farbenprächtige Colorits. Gratis- Probenummern bei John Henry Schwerin, Berlin W. Achten Sie genau auf TitelBekanntmachung. Betr.: Gesuch des Georg Throm von Gießen um Genehmigung zur Aufstellung eines Dampffessels. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 1. Dezember 1906. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Georg Throm beabsichtigt, auf dem Grundstück Flur VIII Nr. 56 1/10 der Gemarkung Gießen einen Dampfkessel zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang, vom Erscheinen dieses im Kreisblatt für den Krets Gießen an gerechnet, auf dem Bureau der Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen zur Einsicht der Interessenten offen. Etwaige Einwendungen find binnen dieser Frist bei Meidung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Gießen vorzubringen. Gießen, den 22. November 1906. Großherzogliches Kreisamt Gießen. gez.: I. V.: Welcker. Kleine 15 Schoßhündchen! Bergleute Verf. 1 nettes Pärchen, sehr kluge Raffe, fl. Zwerge, ca. 2 Monate, I zum sofortigen Eintritt für stän= 12 cm hod, schön gezeichnet, für dige, lohnende Arbeit gesucht. Damen pass., schönstes Geschenk f. 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Hemmer, Barmen. 6. 83. m ht It ie ir et. oft ter 1132 en ng m. - Straffammer. Gießen, 4. Dezember. Das Schöffengericht Alsfeld hatte den Fabrikarbeiter Friedrich Schul von Romrod wegen Körperberlegung zu 4 Monaten Gefängnis berurteilt, wogegen er Berufung einlegte. Infolge Ausbleibens wurde seine Berufung verworfen. Die Viehhändler Löb Stern 2. und Joseph Meyer von Wieseck wurden vom Schöffengericht Gießen wegen Vergehens gegen das Viehseuchengesetz zu je 30 Mt. Geldstrafe verurteilt. Auf ihre Berufung erfolgte fostenlose Freisprechung.- Wegen Diebstahls im Rückfall erhielt der Arbeiter Friedrich Schmierle von Gießen 3 Monate Gefängnis. Er hat gelegentlich eines Umzuges einen Ead Kohlen gestohlen. Dem Siebmacher Paul Baumbach bon Michelnau ging wegen groben Unfugs ein Strafbefehl über 10 Tage Gefängnis zu, weil er auf der Straße liegend in betrunkenem Zustande Aergernis erregte. Das Schöffengericht verwarf seinen Einspruch, weshalb er dieses Erkenntnis anfocht. Die Straffammer bestätigte das Urteil. Der Agent Abraham Jakob in Gießen hat gegen den Redakteur des Fachblattes " Der Deutsche Gastwirt", Wilhelm Windecker zu Darm#tadt, Privatklage erhoben, da er sich durch einen im genannten Blatte erschienenen Artikel, der seine Verurteilung wegen Betrugs von der Gießener Straf tammer brachte, beleidigt fühlte. Sowohl das Gericht erster als auch zweiter Instanz billigten dem Angeflagten den Schuß des§ 193( Wahrung berechtigter - Bekanntmachung. Interessen) zu, weshalb es bei dem freisprechenden Erfenntnis des Schöffengerichts sein Bewenden behielt. Marktberigte. Sieker 6. Dezbr. Auf dem heutigen ochenmerit fofteren Butter bar b 1.20-1.25 Mt., Hegnereler bez Stüd 9-10 Bfg., Enteneier St. 0-0 Bfg., Käſe ver St. 6-8 Pfg., Rafematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Bid. 18-24 Pfg., Linsen per Pfd. 25-40 Tfg., Tauben ber Baar 0.80-1.00 mt., Hühner per Stüd 1.00-1.60 mt., Sabnen per Stüd 0.80-1.80 M., Enten per Stüd 0.00-0.00 mt., Gänse per Pfd 60-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 82-88 Pfg., Rind: fleisch per Pfd. 80-82 Pfg., Schweinefleisch per Pfd. 6-90 Bfg. Schweinefleisch gesalzen per Pfd. 94 Pfg., Kalbfleisch ver Bfb 80-84 Bfg., Hammelfleisch per Pfd 60-80 Pfg., Kartoffeln per 100 Kilo 6.00-7.00 Mt., 3wiebeln per 3tr. 4.00-5.00., Weiskraut 3tr. 2.20-250 Mt., per St. 08-12 Pfg., Aepfel vei Str. 15-24 Mt., Zwetschen per 3tr.0.00-0.00 Mt., Pirnen per Ctr. 8-10 Mt., Nüffe 100 St. 30 fg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Markizeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarttverkehrs dürfen bis Beginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten drei Stunden der Marktjeit im Umherziehen feilgeboten werden. Betreffend: Veranstaltung von Rolletten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Personen die heran. nahende Weihnachtszeit benutzen, um teils ohne jeden Ausweis, teils unter Vorzeigung gefälschter Ausweise, 3eugnisse usw. in hiesiger Stadt Gaben angeblich für Wohltätigkeitszwede einzusammeln. Zum Schuße des Publikums vor derartigen Bes trügereien machen wir darauf aufmerksam, daß jeder, der in hiesiger Stadt Gaben für Wohltätigkeitszwecke einsammeln follettieren- will, schriftliche, mit dem Amtssiegel versehene Erlanbnis Großherzoglichen Kreisamts Gießen oder der unterzeichneten Behörde mit sich führen muß aus welcher auch zu entnehmen ist, für welchen Zeitraum die Erlaubnis erteilt ist. Wir ersuchen das Publikum, sich diese Erlaubnis ftets borzeigen zu lassen und bei sich ergebenden Anständen uns sofort Mitteilung zu machen. Gießen, den 1. Dezember 1906. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Warnung vor Kurpfuschern. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es tönnen eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 5 Schlosser, 1 Schmied Wagner, 50-80 Arbeiter für eine Leder- und St fabrik,( auswärts), 12 Schreiner, 20 Poftaushelfer den 19. bis 24 Dezember, 2 Dienstmädchen, 1 Lauff Lehrlinge: 1 Schreiner, 2 Installateure, Schreiber. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 1 Schlosser, 1 Hilfsarbeiter, 1 Wagne Küfer, 2 Schreiner, 5 Wasch- oder Puzzfrauen, Maurer, 2 Arbeiter, 3 Lauffrauen. 2 Lehrlinge: 1 Kellner. Scotts Emulsion von Lebertran mit Kalt- und Natronhypophosphiten bereichert Blut, macht den Körper widerstandsfähig, stärkt den gam Organismus und verhindert dadurch, daß aus der Schwäche eine Krankheit entwidelt. 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Während die vom Staate geprüften und approbierten Aerzte die öffentliche Angreifung ihrer Leistungen als ftandesunwürdig verschmähen, suchen zahlreiche Personen ohne gründliche Kenntnisse das leidende Publikum durch Zeitungsinferate, auf den Straßen verteilte Reklamen oder von Agenten folportierte wertlose Bücher anzulocken, wobei sie sich trügerische Titel beilegen, unerfüllbare Versprechungen machen oder gefälschte, erkaufte oder erschwindelte Danksagungen veröffentlichen. Die Jüngsfelder Baumschulen empfehlen Obstbäume aller Gattungen und Formen jung, kerngesund, sortenecht. Ziergehölze, Koniferen für Gärten und Friedhöfe grösste Auswahl. Strassenbäume Ia. Qualität. 100 Seiten starker Katalog kostenlos. Dahs, Reuter& Co. Jüngsfeld b. Oberpleis Gegr. 1877 Persönliche Auswahl gern gestattet. Bez. Cöln. 225 Morgen Bitten auf diese Zeitung Bezug zu nehmen! Haus auf Abbruch zu verkaufen. 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Arzt in Näfels, Stan Glarus, zur spezialärztlichen Behandlung von Netto leiden, Magen, Haut, Geschlechts- und Frauenfr heiten usw, auf Grund eigener in Indien und Aegyp gesammelter 12jähriger Erfahrungen. Es wird in Broschüre ersucht, die Empfänger durch Schilderung verschiedensten Krankheitserscheinungen ängstlich zu mad und sie auf diese Weise zum Bezug der origin indischen Heilmittel" zu veranlassen, wobei sichere Heilm in Aussicht gestellt wird. Im wesentlichen wird bri liche Behandlung ohne persönliche Untersuchung für ausreichend erklärt( sogenannte Fernbehandlung. Es ist nun festgestellt, daß Kahlert nicht zu approbierten Aerzten gehört, daß er an seinem Woh nur eine ganz unbedeutende Praris besigt, dagegen bu seine marktschreierischen Reklamen außerhalb des Stan Glarus eine umfangreiche Fernbehandlung ausübt. angewandten Heilmittel, die in unseren Apothefen co falls erhältlich find, haben die ihnen beigelegte wirkung nicht, kosten das dreifache des norma Preises und werden in der fahrlässigsten Weise auf B bon Fragebogen verabreicht, an Hand deren eine stellung der Krankheit überhaupt unmöglich ist. Wir haben schon wiederholt auf die Gewiffenl feit und Gefährlichkeit derartiger Fernbehandlung wiesen und sehen uns beranlaßt, auch vor der Bera Die Unsummen, die für diese Reklamen gezahlt 10 m lang und 7 m breit 2 stödiges sehr gut er- des Kahlert und der Anwendung seiner Heilmittl werden müssen, beweisen, wie gewinnbringend dieses haltener Holzfachwerkbau, zu einem Wohnhaus aufs das dringendste zu warnen. Geschäft ist. 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Nur der Titel Arzt garantiert dafür, daß der Staat den Besitzer dieses Titels geprüft hat. Alle anderen Titel betradhte man mit Mißtrauen. Alle Heilungsversprechen sind wertlos, denn wenn sie nicht erfüllt werden, kann die Schuld immer den Leidenden zugeschoben werden. Allen veröffentlichten Danksagungen mißt aue man, wenn man die Danksagenden nicht als ehrenwerte Personen fennt und selbst befragt hat. Gießen, den 17. November 1906. Großh. Bolizeiant Gießen. Herberg. Nie wiederkehrende Gelegenheit Ich verkaufe meine tadellos gearbeitete KlappTaschen- Kamera ,, A tout" für Rollfilms 8: 102 und Platten 9:12 cm, mit Extra- Rapid Aplanat f: 8 und Unikum- Verschluss, anstatt Mk. 75. jetzt, soweit für Mk. 45.Lag. reicht Alfred Brückner. Fabrik photograph. Apparate, Rabenau- A MIT TEDER NUMMER BEGINNT DAS ABONNEMENT AUF DIE Karlsruhe, den 12. November 1906. Der Ditsgesundheitsrat: gez.: Stegrift. FARBIG illustriertes WITZBLATT. QUARTAL 3MK. 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